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Marktbericht

DAX auf Rekordkurs Anleger suchen das Risiko

Stand: 16.03.2021 21:26 Uhr

Der Glaube an den großen Wirtschaftsaufschwung nach der Pandemie überlagert derzeit alle anderen Sorgen. Die Anleger greifen zu und treiben damit den DAX nach oben.

Erstmals in der Geschichte hat der DAX heute zumindest kurzzeitig die Marke von 14.600 Zählern überwunden. In der Spitze standen 14.601 Punkte an der Anzeigetafel der Frankfurter Börse, geschlossen hat der deutsche Leitindex dann etwas tiefer bei 14.557 Punkten. Es war ein Tagesplus von 0,7 Prozent und der zweithöchste Schlussstand aller Zeiten.

Damit geht der Rekordlauf des heimischen Aktienmarktes weiter, stand der DAX doch zum Jahresende 2020 mit 13.718 Zählern fast 1000 Punkte tiefer. Risikopapiere wie Aktien bleiben also weiterhin stark gefragt, auch weil zumindest in Europa weit und breit keine Alternativen in Sicht sind.

Weder neue Corona-Wellen noch das derzeitige Impfchaos halten die Anleger zudem auf in ihrem Glauben an eine bessere Post-Corona-Zeit. Bestärkt wurden die "Börsenbullen" heute zudem von soliden Unternehmensdaten, unter anderem vom Autobauer Volkswagen, dessen Aktie kräftig zulegte und den DAX anführte.

Leichtsinn oder Weitblick?

"Trotz aktuell steigender Corona-Fallzahlen in Europa liegen Aktienanleger wohl grundsätzlich richtig, wenn sie durch die dritte Welle hindurchschauen", empfahl Chef-Kapitalmarktstratege Martin Lück vom Vermögensverwalter Blackrock. Im zweiten Halbjahr dürfte sich die ökonomische Aktivität auch in den bisher arg gebeutelten Dienstleitungssektoren zurückmelden, glaubt er und fasst damit die vorherrschende Sicht an der Börse zusammen. Bestärkt wurde diese Sicht der Dinge noch durch eine Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, die beim AstraZeneca-Impfstoff weiter einen größeren Nutzen als Risiken sieht.

Keine Zeit für Unkenrufe

"Anlegerinnen und Anleger haben im Moment Nerven wie Drahtseile", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Ob die Party an der Börse allerdings weitergeht, dürfte kurzfristig vor allem von der morgigen Fed-Sitzung abhängen", gab Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi zu bedenken. "Sendet die Notenbank ein klares Signal, bei einem weiteren rapiden Anstieg der Zinsen zu reagieren, steht einer Fortsetzung der Rally nicht viel im Weg."

Wall Street tendiert uneinheitlich

Im Vorfeld des morgigen Zinsentscheids der Fed ging es an der New Yorker Aktienbörse heute deutlich ruhiger zu als zuletzt. Der Markt tendierte dabei insgesamt uneinheitlich.

Der Leitindex Dow Jones gab am Ende 0,4 Prozent nach auf 32.825 Punkte und auch der breiter aufgestellte S&P-500-Index konnte seine anfänglichen Gewinne nicht behaupten. Er schloss bei 3962 Punkten um 0,16 Prozent niedriger. Der vor allem für die Messung der relativen Wertentwicklung von Fonds wichtige Index hatte im frühen Geschäft bei 3981 Zählern zunächst einen weiteren Rekord aufgestellt - 21 Zähler mehr als gestern.

Die Technologiebörse Nasdaq konnte anfänglich höhere Niveaus ebenfalls nicht halten. Der Composite-Index stieg leicht 0,1 Prozent auf 13.471 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 lag bei Handelsschluss um ein halbes Prozent im Plus bei 13.152 Punkten.

Alle Augen auf die Fed

Die Märkte blicken derweil mit zunehmender Spannung auf die Zinssitzung der US-Notenbank, deren Ergebnisse morgen Abend bekannt gegeben werden. Eine Zurückhaltung der Anleger im Vorfeld dieses für die Börse wichtigen Termins ist nicht unüblich.

"Investoren hoffen, dass sich die US-Notenbank klar positioniert, wie sie den jüngsten Zinsanstieg revidieren oder zumindest stoppen will", kommentierte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Es besteht das Risiko, dass der Aufwärtsdruck bei den Zinsen anhält, wenn die Märkte mit den Aussagen der Fed nicht zufrieden sind."

Robert Pavlik, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Dakota Wealth, hält in diesem Fall einen Sprung der Renditen bei den richtungweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Marke von zwei Prozent für möglich. Am Dienstag rentierten diese T-Bonds bei 1,618 Prozent.

Schwächere US-Konjunkturdaten

Fundamental gab es für die US-Märkte aber Gegenwind. Die US-Einzelhändler haben nach einem starken Jahresauftakt im Februar nämlich unerwartet deutliche Umsatzeinbußen erlitten.

Die Einnahmen sanken um 3,0 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet - nach einem Umsatzplus von nach oben revidiert 7,6 Prozent im Januar. "Der Einzelhandel verzeichnet einen Umsatzrückgang, was aufgrund des relativ starken Anstiegs im Januar jedoch nicht überinterpretiert werden sollte", erläutert Helaba-Experte Patrick Boldt.

Auch die Industrieproduktion ist im Februar stärker gesunken als erwartet. Die Produktion insgesamt - neben der Industrie werden hier auch Versorger und Bergbau berücksichtigt - ging im Februar um 2,2 Prozent zurück. Hier hatten Experten nur ein Minus von 0,3 Prozent auf dem Zettel. "Die Kältewelle bereitete vor allem in Teilen des verarbeitenden Gewerbes und naturgemäß dem Bergbau erhebliche Probleme", erläuterte Commerzbank-Experte Christoph Balz. Die Kapazitätsauslastung lag im Februar mit 73,8 Prozent ebenfalls unter den Erwartungen von 75,5 Prozent.

Robuster Dollar

Der Dollar zeigt sich von den Daten unbeeindruckt und weitet am Nachmittag seine Gewinne gegen den Euro sogar weiter aus. Am späten Abend notiert die Gemeinschaftswährung um 0,2 Prozent auf 1,1904 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1926 (Montag: 1,1920) US-Dollar fest.

ZEW überrascht positiv

Bessere Konjunkturdaten kamen dafür am Vormittag aus Deutschland. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im März überraschend deutlich aufgehellt. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW stieg gegenüber dem Vormonat um 5,4 Punkte auf 76,6 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 74,0 Punkte gerechnet.

"Die Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten gehen von einer breit angelegten Erholung der deutschen Wirtschaft aus", so ZEW-Präsident Achim Wambach. "Sie rechnen damit, dass bis Herbst mindestens 70 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Impfangebot erhalten werden." Eine große Mehrheit der Experten erwarte aber auch eine weiter zunehmende Inflationsrate und langfristig höhere Zinsen.

Chemieindustrie optimistisch

Auch die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie blickt mit Zuversicht auf 2021. Die Branche erwarte eine um drei Prozent höhere Produktion und ein Umsatzwachstum von fünf Prozent bei steigenden Erzeugerpreisen, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtete. Damit hob er seine Prognose deutlich an. "Sollte sich die Industriekonjunktur über das Jahr weiter positiv entwickeln, stehen die Zeichen für die Chemie gut", sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Dabei stütze eine starke Industrienachfrage hierzulande und Rückenwind aus Asien.

Auto-Aktien legen zu

Im DAX gehörten die Papiere von Unternehmen aus der Autobranche zu den stärksten Werten. Nach den endgültigen Geschäftszahlen und einem Strategieausblick kletterten die Vorzugsaktien von Volkswagen erstmals seit 2015 wieder über 200 Euro. Die Stammaktien verbuchten mit einem Anstieg um zeitweise über 25 Prozent den größten Tagesgewinn seit 2008 nach den seinerzeitigen Kurskapriolen im Rahmen der Übernahme durch Porsche.

Diess peilt Börsenwert von 200 Milliarden Euro an

VW will im laufenden Jahr durchstarten. "Das gute Abschneiden im Krisenjahr 2020 gibt uns dafür zusätzlichen Rückenwind", erklärte Konzernchef Herbert Diess am Dienstag. Die Strategie gleicher Plattformen und Bauteile, die der Konzern zunächst bei Autos mit Verbrennungsmotoren und dann für Elektroautos eingesetzt hat, soll nun auf Software und Batterietechnologie ausgeweitet werden. Dadurch sollen die Kosten weiter sinken. Den Ausblick für das laufende Jahr bekräftigte das Management. Demnach peilt Volkswagen eine operative Rendite am oberen Ende der prognostizierten Spanne zwischen fünf und 6,5 Prozent an.

Mit den ersten Erfolgen in der E-Mobilität rückt für Diess das Ziel eines Börsenwerts von 200 Milliarden Euro näher, erklärte er in einem Interview. Auch Analysten gingen davon aus, dass Marken wie Audi, Porsche und die Lkw-Holding Traton mehr wert seien als am Börsenkurs von Volkswagen derzeit abzulesen sei. Der Konzernchef hatte vor längerem das Ziel einer Börsenbewertung von 200 Milliarden Euro ausgegeben, um sich im Rennen mit dem US-Elektroautobauer Tesla Finanzierungsquellen für den kostspieligen Konzernumbau zu erschließen.

Delivery Hero greift in Korea tiefer in die Tasche

Der Essenslieferdienst Delivery Hero zahlt für den südkoreanischen Anbieter Woowa 5,7 Milliarden Euro und damit deutlich mehr als zunächst erwartet. Ursprünglich waren 3,6 Milliarden Euro veranschlagt worden. Der Preis basiere auf dem eigenen Aktienkurs zum Abschluss des Deals, erläuterte das Berliner Unternehmen am Dienstag. Seit Bekanntgabe der Übernahme im Dezember 2019 ging es für die Aktie von Delivery Hero - seit August nun auch ein DAX-Unternehmen - um 123 Prozent nach oben.

Der Woowa-Deal, der lange von den Behörden überprüft wurde, sieht vor, dass Delivery Hero einen Großteil des vereinbarten Kaufpreises mit eigenen Aktien bezahlt. Anfang Februar hatte Delivery Hero bekanntgegeben, wegen der teureren Übernahme eine Abschreibung von bis zu 1,4 Milliarden Euro vornehmen zu müssen. Wie hoch diese nun letztlich ausfallen wird, ist weiterhin unklar. Im April will das Unternehmen seinen Ausblick für das Gesamtjahr veröffentlichen. Die Aktie gehört heute zu den größten DAX-Gewinnern.

RWE mit besserem Ergebnis

Der Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr operativ deutlich besser abgeschnitten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte insbesondere dank eines starken Stromhandels auf 3,2 Milliarden Euro nach zuvor 3,0 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 85 Cent je Papier erhalten, nach zuvor 80 Cent.

Conti-Aufsichtsrat segnet Vitesco-Börsengang ab

Der Autozulieferer Continental kommt bei der geplanten Abspaltung der Antriebssparte Vitesco voran. Der Aufsichtsrat gab am Dienstag grünes Licht für das Spin-Off, wie das DAX-Unternehmen mitteilte. Die Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 29. April zustimmen, die Börsennotierung stehe dann in der zweiten Jahreshälfte an.

Continental hatte bereits im Herbst 2019 entschieden, die Anteile an Vitesco an die Aktionäre zu verteilen. Die Transaktion wurde wegen der Corona-Pandemie jedoch zwischendurch auf Eis gelegt. Bei einer vollständigen Abspaltung entspricht die Aktionärsstruktur von Vitesco zunächst der von Continental - größter Einzelaktionär wäre die Holding der Familie Schaeffler, die den fränkischen Autozulieferer Schaeffler kontrolliert und 46 Prozent an Continental hält. Continental hat sein Geschäft mit der Technik für Verbrennungsmotoren und dem Elektroautogeschäft in Vitesco zusammengefasst.

Ex-Siemens-Vorstand kommt zu Fresenius-Kabi

Der ehemalige E.ON- und Siemens-Vorstand Michael Sen hat einen neuen Job. Der 52-jährige Manager, der sich einen Ruf mit Konzern-Abspaltungen erworben hat, wird zum 12. April Chef des Infusions-Herstellers Fresenius Kabi und zieht auch in den Vorstand des Mutterkonzerns Fresenius ein, wie der Medizinkonzern in Bad Homburg mitteilte. Sens Vorgänger Mats Henriksson, der Fresenius Kabi seit 2012 führt, verlasse das Unternehmen wegen Differenzen über die Ausrichtung der Fresenius-Tochter. Fresenius-Vorstandschef Stephan Sturm hat bereits öffentlich Überlegungen über einen Umbau des Konzerns angestellt.

TUI verdoppelt Mallorca-Flüge

Trotz Aufrufen aus der Politik, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, ist die Nachfrage nach Urlaub auf Mallorca zu Ostern offenbar riesig. Der Reisekonzern TUI hat in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben doppelt so viele Mallorca-Buchungen verzeichnet wie im gleichen Zeitraum 2019, vor der Pandemie. "Wir haben uns daher entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und bieten jetzt über 300 Hin- und Rückflüge an", teilte der Geschäftsführer von TUI Deutschland, Marek Andryszak, am Dienstag mit.

Commerzbank braucht einen neuen Aufsichtsratschef

Die Commerzbank muss sich nach wenigen Monaten schon wieder einen neuen Aufsichtsratschef suchen. Der amtierende Vorsitzende Hans-Jörg Vetter lege sein Mandat im Kontrollgremium aus gesundheitlichen Gründen unverzüglich nieder, teilte das Geldhaus überraschend am Dienstag in Frankfurt mit. Bis zur Wahl eines Nachfolgers werde Vetters Stellvertreter und Konzernbetriebsratschef Uwe Tschäge den Aufsichtsrat führen, hieß es in einer Mitteilung. Die Erkrankung von Vetter ändere nichts an den Umbauplänen der Bank, erklärte Tschäge.

Vetter, früher Chef der Landesbank Baden-Württemberg, war erst im August 2020 an die Spitze des Commerzbank-Aufsichtsrats gerückt. Zuvor hatten sein Vorgänger Stefan Schmittmann und der damalige Vorstandschef Martin Zielke nach harscher Kritik von Großaktionär Cerberus überraschend ihre Rücktritte bekanntgegeben. Der neue Vorstandschef Manfred Knof führt die Commerzbank seit dem 1. Januar.

Varta baut Elektroautobatterien

Die Varta-Aktie ist der mit Abstand stärkste Wert im MDAX. Der Batteriehersteller steigt in die Produktion von Batterien für Elektroautos ein. Neuartige Zellen sollen zum Ende des Jahres am Stammsitz in Ellwangen auf einer Pilotlinie produziert werden, wie das Unternehmen mitteilte. Die neue Batterie könnte vor allem bei Fahrzeugen im Premiumsegment zum Einsatz kommen, hieß es.

Morphosys wird vorsichtig

Morphosys-Papiere stehen im Gegensatz dazu deutlich unter Druck. Das Biotech-Unternehmen zeigt sich nach einem guten Jahr mit Blick auf 2021 vorsichtig. Für das laufende Jahr rechnet Morphosys mit Erlösen von 150 bis 200 Millionen Euro. Das wäre deutlich weniger als die 327,7 Millionen Euro, die das Unternehmen im vergangenen Jahr erzielt hatte.

Zalando wächst kräftig

Europas größter Online-Modehändler Zalando hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn von knapp 100 auf um mehr als das Doppelte auf rund 226 Millionen Euro in die Höhe geschraubt. Der Umsatz legte um knapp ein Viertel auf acht Milliarden Euro zu.

Analystenlob für Hugo Boss

Das Analysehaus RBC hat Hugo Boss von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 35 auf 38 Euro angehoben. Das neue Management des Modekonzerns bringe in diversen wichtigen Geschäftsbereichen viel Erfahrung mit, schrieb Analystin Manjari Dhar in einer Studie. Die bisherigen Schritte, die den Online-Handel und die Produktpalette mit legerer Kleidung betreffen, seien richtig.

Riesenverlust bei Fraport

Den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat der Geschäftseinbruch und der Abbau Tausender Arbeitsplätze im vergangenen Jahr tief die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich fiel ein Verlust von knapp 658 Millionen Euro an nach einem Gewinn von rund 421 Millionen ein Jahr zuvor, wie das im MDAX gelistete Unternehmen mitteilte. Auch für das neue Jahr sagt Vorstandschef Stefan Schulte rote Zahlen voraus. So erwartet er an Deutschlands größtem Flughafen in diesem Jahr unter 20 bis 25 Millionen Passagiere und damit weniger als noch im Herbst vorausgesagt.

Software AG hält Dividende stabil

Trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr schlägt die Software AG eine stabile Dividendenzahlung vor. Mit 0,76 Euro je Aktie soll die Ausschüttung für 2020 genauso hoch sein wie im Jahr davor, teilte das MDAX-Unternehmen mit. 2020 war der Nettogewinn um 38 Prozent auf 95,7 Millionen Euro abgesackt. Das Management betrachtet dies nur als vorübergehenden Effekt wegen der Umstellung des Geschäftsmodells auf Erlöse mit Abonnements.

Wacker schüttet deutlich mehr aus

Der Chemiekonzern Wacker vervierfacht die Dividende. Für 2020 sollen 2,00 Euro gezahlt werden, nachdem es vor einem Jahr nur 50 Cent gegeben hatte. Im laufenden Jahr erwartet das Familienunternehmen eine kräftige Erholung: Der Umsatz soll um rund fünf Prozent zulegen, das operative Ergebnis um zehn bis 20 Prozent.

Hypoport empfohlen

Das Analysehaus Warburg Research hat den SDAX-Wert Hypoport von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 480 auf 535 Euro angehoben. Investitionen in künftiges Wachstum lasteten kurzfristig zwar auf den Margen des Finanzdienstleisters, verbesserten aber die mittelfristigen Perspektiven, schrieb Analyst Marius Fuhrberg in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Das Unternehmen sei von hoher Qualität.

Nokia will viele Jobs abbauen

Der finnische Telekommunikationskonzern will in den kommenden zwei Jahren 5000 bis 10.000 Stellen streichen. Ziel sei es, Kosten zu senken und gleichzeitig mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren, teilte Nokia mit. Die Kosten für die Maßnahmen bis 2023 bezifferte der Konzern auf 600 bis 700 Millionen Euro.

Roche sagt Mutanten den Kampf an

Der Schweizer Pharmariese Roche hat einen neuen Test entwickelt, mit dem Wissenschaftler potenziell gefährlichere Varianten des Coronavirus nachweisen können. Der neue Labortest solle dabei helfen, Virusmutanten und ihren Anteil an den Corona-Infektionen festzustellen, erklärte Roche.

Roboter-Autofirma von GM übernimmt Konkurrenten Voyage

Die Auslese unter Entwicklern selbstfahrender Autos geht weiter: Die GM-Firma Cruise übernimmt den Konkurrenten Voyage, der mehrere Senioren-Wohnsiedlungen in den USA mit Robotaxi-Diensten versorgte. Ein Kaufpreis wurde bei der Ankündigung am Montag nicht genannt. Cruise bereitet gerade den Start eines Robotaxi-Angebots im komplexen Stadtverkehr von San Francisco vor.

Vantage Towers für 24 bis 25 Euro

Die Aktien der Vodafone-Funkturm-Tochter Vantage Towers werden voraussichtlich in der unteren Hälfte der Preisspanne zugeteilt. Die beteiligten Banken teilten den Investoren am Dienstag mit, die Papiere würden wohl zwischen 24 und 25 Euro ausgegeben. In dieser Spanne seien die Orderbücher gut gefüllt. Die Preisspanne für die milliardenschwere Emission an der Frankfurter Börse liegt bei 22,50 bis 29 Euro. Die Vantage-Aktien können noch bis Mittwochmittag gezeichnet werden. Das Börsendebüt in Frankfurt ist für Donnerstag geplant.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. März 2021 um 07:35 Uhr.