Händlerin an der Frankfurter Börse
Marktbericht

DAX schafft Mini-Plus Aktienmarkt zeigt sich unbeeindruckt

Stand: 23.03.2021 21:33 Uhr

Auch die neuerlichen Corona-Beschlüssen in Deutschland haben die Anleger am Aktienmarkt nicht eingeschüchtert. Trotz Lockdown-Verlängerung bleibt es beim Aufwärtstrend. An der Wall Street ging es dagegen nach unten.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben heute vorsichtig - aber unbeeindruckt - gezeigt. Grundsätzlich schauen sie weiter durch die Corona-Krise hindurch und setzen auf eine konjunkturelle Erholung. Der DAX trotzte dem verlängerten Lockdown und schloss mit einem leichten Zuwachs von 0,03 Prozent bei 14.662 Punkten. Damit konnte er die Marke von 14.600 Zählern verteidigen und bewegt sich in Schlagdistanz zum Rekordhoch aus der Vorwoche bei 14.804 Punkten.

Nachdem der Leitindex kurz nach Handelsbeginn im Tief noch um ein Prozent auf 14.516 Punkte abgerutscht war, konnte er die Verluste im Laufe des Tages aufholen und drehte zeitweise auf ein Plus von 0,3 Prozent. Der MDAX der mittelgroßen Werte hingegen gab um 0,31 Prozent auf 31.750 Punkte nach.

Vermehrte Kursgewinne bei vielen Aktien, die in unsicheren Zeiten bei Anlegern in der Gunst steigen, wurden mehr und mehr zur Stütze. "Der deutsche Aktienmarkt zeigt derzeit eine erstaunliche Widerstandskraft gegen die negativen Einflussfaktoren", kommentierte Andreas Lipkow von der Comdirect.

Hoffnung überwiegt an der Börse

Der seit Monaten andauernde Lockdown in Deutschland war am Montag bis zum 18. April verlängert worden - angesichts der steigenden Infektionszahlen keine Überraschung mehr. Echter Verkaufsdruck komme daher nicht auf, sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. "Vielmehr überwiegt weiterhin die Hoffnung auf eine absehbare Rückkehr zur Normalität." Laut dem Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets hinterlassen die Beschränkungen über Ostern aber "bei allem berechtigten Optimismus einen faden Beigeschmack". Für die zuletzt größer gewordene Konjunkturhoffnung wurde dies zum Dämpfer.

Von Gründonnerstag bis Ostermontag soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu bremsen. Am Aktienmarkt soll allerdings am Gründonnerstag ganz normal gehandelt werden, wie die Deutsche Börse mitteilte.

Kursverluste an der Wall Street

Von den US-Börsen kam heute wenig Unterstützung. Nach einem lange unspektakulären Handel sackten die Kurse in den letzten zwei Stunden etwas ab. Die großen amerikanischen Aktienindizes schlossen allesamt im Minus.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones notierte fast durchgängig leicht im Minus, verlor dann aber doch 0,9 Prozent. Er ging mit 32.423 Punkten aus dem Handel. Am Montag hatte er noch moderat zugelegt. Auch für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,8 Prozent auf 3910 Zähler nach unten. Der zuletzt so starke technologielastige Nasdaq 100 büßte ebenfalls mehr als 0,5 Prozent auf 13.017 Punkte ein.

Powell und Yellen geben keine Impulse

Die mit Spannung erwarteten Reden von Notenbankchef Jerome Powell sowie von Finanzministerin Janet Yellen vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses brachten keinen Schub. Die Positionen der Fed zu Anleihe-Renditen, Inflation und Geldpolitik seien weitgehend bekannt, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Interessanter seien daher Aussagen von Yellen zu den geplanten zusätzlichen Konjunkturhilfen im Volumen von drei Billionen Dollar.

Die Finanzministerin räumte ein, dass die langfristigen Infrastruktur-Programme wahrscheinlich mit "einigen Einnahmeerhöhungen" zur Finanzierung einhergehen würden. Sie sollten dazu dienen, "gute Jobs" zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu verbessern. "Faire Änderungen am Steuersystem" wiederum sollten bei der Finanzierung helfen.

Es sei aber fraglich, ob die geplanten Hilfen in vollem Umfang durch den Kongress kommen, gab Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen zu bedenken. "Dieses Mal müssten die Demokraten schließlich auch die teilweise Unterstützung der Republikaner sichern, was sich angesichts der Tatsache, dass als Teil des Pakets unter anderem Maßnahmen der Vorgängerregierung zurückgerollt werden sollen, als schwierig erweisen dürfte."

US-Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet

Fed-Chef Powell bekräftigte unter anderem, dass die Inflation nur vorübergehend anziehen werde. Wie bereits in einer vorab veröffentlichten Rede zu lesen war, erholte sich die heimische Wirtschaft vom Corona-Einbruch schneller als erwartet. Allerdings sei die Erholung noch längst nicht abgeschlossen, weshalb die Zentralbank die Wirtschaft "so lange wie nötig" stützen werde, so Powell.

Darüber hinaus blieben die Spannungen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China Thema, sagte Axi-Marktstratege Stephen Innes. Auf die Laune schlugen auch die Verschärfungen der Pandemie-Beschränkungen in Teilen Europas. Dies schüre Zweifel an der erhofften Erholung der Rohöl-Nachfrage, sagte Treibstoff-Händler Matt Stanley vom Brokerhaus Star Fuels. Die US-Sorte WTI verbilligte sich daraufhin um sechs Prozent auf 57,94 Dollar je Barrel (159 Liter). Ölförderern wie Occidental oder Callon brockte dies Kursverluste von bis zu 4,2 Prozent ein.

Die maue Stimmung am Aktienmarkt haben den US-Staatsanleihen haben zu weiteren Kursgewinnen verholfen. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel auf 1,63 Prozent.

Autoaktien unter Druck

Im DAX war Volkswagen mit einem Minus von 4,4 Prozent das Schlusslicht. Nach dem Höhenflug der vergangenen Tage machten Börsianer bei dem Autobauer Kasse. Gleiches galt für die Titel des VW-Großaktionärs Porsche SE, die zur Eröffnung noch ein 13-Jahres-Hoch von 94,86 Euro markiert hatten. Bis zum Abend fielen sie um sieben Prozent.

Aktien der deutschen Autoindustrie hatten zuletzt erheblich an Wert gewonnen, da insbesondere US-Anleger die Bemühungen der Branche begrüßt hatten, den Abstand zu Konkurrenten wie Tesla zumindest nicht größer werden zu lassen.

Reisebranche nicht gut gelitten

Auch Luftfahrt- und Reiseaktien fielen bei Anlegern durch. So gaben im MDAX Lufthansa und außerdem TUI stark ab. Die erhofften positiven Zeichen durch die Corona-Gespräche blieben aus.

"Die dritte Infektionswelle verschiebt die Wiedereröffnung der Wirtschaft in Europa weit in den Sommer hinein", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Eine Rückkehr zu weltweitem Reiseverkehr wird somit erst einmal unwahrscheinlich, was man auch an der negativen Entwicklung der Touristik- und Reiseaktien ablesen kann." Der europäische Index für diese Branche fiel um gut ein Prozent.

Stattdessen sattelten Anleger heute um von zyklischen, konjunkturempfindlichen Aktien in defensive Branchen wie etwa Konsumgüter, Immobilien, Versorger, Gesundheit oder Telekommunikation. Weil klassische Industriewerte - vor allem aus den Branchen Auto und Chemie - im DAX stark gewichtet sind, konnte der Index profitieren. Kursgewinne zwischen 1,7 und 3,0 Prozent gab es bei Henkel, der Deutschen Telekom, Merck, Vonovia, RWE, Eon sowie Deutsche Wohnen.

Euro gibt Gewinne wieder ab

Der Euro ist am Dienstag unter Druck geraten und hat seine Gewinne vom Wochenstart wieder abgegeben. Zuletzt wurden nur noch 1,1854 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt. Belastet wurde der Euro durch eine breit angelegte Stärke des Dollar. Auch andere Währungen litten unter der Entwicklung. Der Dollar profitierte von seinem Status als Weltreservewährung. Die zunächst trübe, später durchwachsene Stimmung an den Aktienmärkten trieb Anleger in die amerikanische Devise.

Impfstoff-Streit setzt Pfund zu

Dem Pfund Sterling setzte derweil das drohende Exportverbot von Corona-Impfstoffen aus der EU nach Großbritannien zu, sagte Analyst Lars Sparrenso Merklin von der Danske Bank. Er glaube zwar nicht, dass es so seit kommen werde. "Das Thema muss aber genau beobachtet werden." Die britische Währung fiel um bis zu 0,8 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Tief von 1,3750 Dollar.

Ins Rampenlicht rückte erneut AstraZeneca, nachdem eine US-Behörde Zweifel an den Daten aus einer US-Studie zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs des Konzerns geäußert hatte. Der Pharmakonzern kündigte eine sofortige Zusammenarbeit mit dem zuständigen Überwachungsgremium an. Ein weiteres PR-Problem, das Leben kosten wird", sagte Markets.com-Experte Wilson.

Unabhängig davon drohte die Leiterin des EU-Impfprogramms, Sandra Gallina, AstraZeneca mit nicht näher bezeichneten Maßnahmen, sollte das Unternehmen seinen Lieferverpflichtungen für den Impfstoff nicht nachkommen. AstraZeneca-Aktien fielen in London um 1,5 Prozent.

Talfahrt türkischer Börsen verlangsamt sich

Unterdessen ließ der Verkaufsdruck an den türkischen Börsen teilweise nach. Der Istanbuler Aktienindex schloss nach seinem knapp zehnprozentigen Einbruch kaum verändert. Die dortigen Banken büßten dagegen weitere 8,5 Prozent ein. Auch die Währung des Landes wertete erneut ab. Im Gegenzug verteuerten sich Dollar und Euro zeitweise um jeweils etwa zwei Prozent auf 7,9415 beziehungsweise 9,5087 Lira.

Anleger sind nach wie vor verunsichert, weil Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Wochenende den dritten Notenbankchef innerhalb von zwei Jahren entlassen hatte. Analysten werten den Schritt als schweren Schlag gegen die Glaubwürdigkeit der türkischen Geldpolitik.

Nordex an MDAX-Spitze

Nordex sieht sich dank voller Auftragsbücher auf Wachstumskurs. Der im MDAX gelistete Windkraftanlagenbauer peilt für das laufende Jahr einen Umsatz von 4,7 bis 5,2 nach 4,65 Milliarden Euro im Vorjahr an. Nordex will seine operative Umsatzrendite von 2,0 auf 4,0 bis 5,5 Prozent in die Höhe schrauben. Bei dem Windkraft-Spezialisten führte der überzeugende Ausblick zu einem Plus von gut sieben Prozent an der MDAX-Spitze.

Microsoft angeblich an Discord interessiert

Microsoft-Aktien waren am Dienstag mit einem Plus von zeitweise 1,8 Prozent einer der besten Werte im Dow. Der weltgrößte Softwarekonzern will einem Medienbericht zufolge den Online-Dienstleister Discord für mehr als zehn Milliarden Dollar übernehmen un damit sein Angebot im Geschäft für Computerspiele ausbauen. Discord sei auf der Suche nach einem Käufer und Microsoft sei einer von ihnen, berichtete die Agentur Bloomberg unter Verweis auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Discord startete 2015 und ist ein Onlinedienst für Sprach-, Video- und Textkommunikation.

Börsengang von Vorwerk bringt über 400 Millionen ein

Der Börsengang des niedersächsischen Rohrleitungsbauers Friedrich Vorwerk bringt 414 Millionen Euro ein. Das Unternehmen aus Tostedt bei Hamburg gibt bis zu 9,2 Millionen Aktien zu je 45 Euro aus, wie der Mehrheitsaktionär MBB am Mittwoch mitteilte. Der Preis liegt im unteren Drittel der von 41 bis 56 Euro reichenden Spanne. Insgesamt wird das Unternehmen so mit 900 Millionen Euro bewertet. Nach der Erstnotiz an der Frankfurter Börse, die für Donnerstag geplant ist, werden bis zu 46 Prozent der Aktien im Streubesitz sein. Friedrich Vorwerk selbst nimmt mit dem Börsengang 90 Millionen Euro ein und will damit ins Geschäft mit Wasserstoff- und Stromleitungen investieren. Bisher entfällt der Löwenanteil des Umsatzes auf Gaspipelines.

Continental will Vitesco ganz abspalten

Der Autozulieferer Continental will sich im Zuge des Börsengangs komplett von seiner Antriebssparte Vitesco trennen. Die Conti-Aktionäre sollen für jeweils fünf ihrer Aktien einen Vitesco-Anteilsschein erhalten, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung heißt. Insgesamt kommt Vitesco auf gut 40 Millionen Aktien. Continental werde vorübergehend 20.000 Aktien behalten, diese aber bald nach dem Vollzug der Abspaltung verkaufen. Der Autozulieferer hatte bereits im Herbst 2019 entschieden, die Vitesco-Anteile an die eigenen Aktionäre zu verteilen. Die Abspaltung wurde wegen der Corona-Pandemie zwischendurch auf Eis gelegt. In Vitesco hat Continental sein Geschäft mit Technik für Verbrennungsmotoren und das Elektroautogeschäft zusammengefasst.

Auto1 hebt Prognose an

Der erst seit kurzem börsennotierte Online-Gebrauchtwagenhändler hat seine Prognose für den Direktverkauf von Wagen an Privatkunden im laufenden Jahr angehoben. Nach einem guten Start in das Jahr werde nun damit gerechnet, über die Plattform Autohero 32.000 bis 38.000 Fahrzeuge zu veräußern, teilte Auto1 mit. Das wären mehr als dreimal so viele wie 2020. Bisher wollte Auto1 auf 29.000 Fahrzeuge im Gesamtjahr kommen. Im ersten Quartal verkaufte Auto1 zwischen 7200 und 7900 Autos an Privatkunden und damit mehr als dreimal so viel wie Anfang 2020. Auto1 will am Mittwoch seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr veröffentlichen.

Nemetschek möchte weiter zulegen

Der Bausoftwareanbieter Nemetschek strebt für 2021 eine währungsbereinigte Umsatzverbesserung im mindestens hohen einstelligen Prozentbereich an. Beim operativen Ergebnis rechnet das MDAX-Mitglied mit einer Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 27 bis 29 Prozent nach 28,9 Prozent im Vorjahr. Die Aktien setzten ihren jüngsten Anstieg fort und gewannen rund vier Prozent.

Shop Apotheke empfohlen

Im MDAX gehören die Aktien des Online-Medikamentenhändlers Shop Apotheke zu den stärksten Titeln. Das Unternehmen sei gut für ein starkes Wachstum im Online-Medikamentenhandel positioniert, argumentierten die Analysten von Morgan Stanley. Die Bank startete nun die Bewertung der Papiere mit "Overweight" und einem Kursziel von 230 Euro. Das Marktsegment elektronische Rezepte sei derzeit noch unterentwickelt, dürfte aber zukünftig stark wachsen dank neuer regulatorischer Vorgaben.

CTS Eventim in den roten Zahlen

Der Ticketverkäufer und Konzertveranstalter CTS Eventim will für 2021 noch keine Prognose abgeben. Wegen der weiterhin erheblichen Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie und deren Auswirkungen auf das Geschäftsjahr sei ein genauer Ausblick derzeit weiter nicht möglich. Im vergangenen Jahr brach der Umsatz um rund 82 Prozent auf 257 Millionen Euro ein. Unter dem Strich wies CTS Eventim einen Fehlbetrag von 82 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Überschuss von fast 133 Millionen Euro erwirtschaftet.

Gewinnsprung bei Hornbach

Der Baumarktkonzern Hornbach Holding hat im vergangenen Geschäftsjahr sein operatives Ergebnis nach vorläufigen Berechnungen um mehr als 40 Prozent auf rund 325 Millionen Euro in die Höhe geschraubt. Der Rückzug in die eigenen vier Wände, das verstärkte mobile Arbeiten von daheim und ein verändertes Verbraucherverhalten hätten die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkersortimenten kräftig angekurbelt, hieß es. Der Konzernumsatz stieg dadurch um mehr als 15 Prozent auf knapp 5,46 Milliarden Euro.

Amadeus Fire optimistisch

Nach einem schwierigen vergangenen Jahr will der Personaldienstleister Amadeus Fire im laufenden Jahr wieder mehr umsetzen. Zwar blieben die Unsicherheiten weiterhin hoch, teilte das Unternehmen mit, doch sollen die Erlöse konzernweit 2021 um etwa 20 Prozent klettern. In beiden Geschäftssegmenten - Weiterbildung und Personaldienstleistungen - werde eine deutliche Steigerung im Vergleich zum "Krisenjahr 2020" erwartet, hieß es.

Indus setzt auf 2021

Die Beteiligungsgesellschaft Indus will im laufenden Jahr ihr operatives Ergebnis von 25 auf 95 bis 110 Millionen Euro verbessern. Vorstandschef Johannes Schmidt schränkte allerdings ein, dass der Ausblick wegen der Corona-Pandemie noch von Unsicherheiten geprägt sei. Der Start ins Jahr sei allerdings gut gelaufen, betonte er.

Volvo warnt vor Chipknappheit

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo hat vor massiven Produktionsproblemen wegen der fehlenden Belieferung mit Halbleitern gewarnt. Das Unternehmen muss wegen knappen Halbleitern beginnend mit dem zweiten Quartal in seinen Lkw-Fabriken die Produktion anhalten. Insgesamt summieren sich die Schließtage laut einer aktuellen Schätzung wohl auf zwei bis vier Wochen, je nach Werk. Volvo rechnet damit, dass die Störungen die Ergebnisse belasten werden.

Encavis will auch 2021 Umsatz und Gewinn steigern

Der Betreiber von Solarparks und Windkraftanlagen strebt nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen an. 2020 sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 292,3 Millionen Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Hamburg mit. Experten hatte nur mit 286,2 Millionen Euro gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um drei Prozent auf 224,8 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge sank allerdings von 79,5 auf 77 Prozent. Die Ebitda-Entwicklung habe vom voranschreitenden Portfolioausbau sowie den Erträgen aus der Veräußerung von Minderheitsanteilen an drei Windparks in Österreich profitiert, hieß es in der Mitteilung des frisch gebackenen MDax-Mitglieds weiter.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. März 2021 um 18:00 Uhr.