Wall Street New York
Marktbericht

US-Zinsentscheid Die Fed wird deutlicher

Stand: 16.06.2021 22:35 Uhr

Die Zeit des anscheinend ewig fließenden süßen Notenbankgeldes geht in den USA langsam aber sicher zu Ende. Dies deutete heute die Federal Reserve an. Die US-Aktienmärkte fielen zurück.

Die Aussicht auf Zinserhöhungen im Jahr 2023 hat an der New Yorker Aktienbörse zu Kursverlusten geführt. Im Verlauf erholten sich die Kurse nach dem Fed-Entscheid zwar von ihren Tiefs wieder etwas, blieben aber im Minus.

Auch wenn Notenbankchef Jerome Powell in seiner anschließenden Pressekonferenz die Projektionen der Währungshüter etwas relativierte, steht ein Ende der ungehemmten Liquiditätsschwemme spätestens seit heute konkret im Raum.

Die Märkte hatten bereits seit Tagen mit großer Spannung auf die Erklärungen der Notenbank gewartet, die sich aber ein Hintertürchen offen hielt. Powell erklärte unter anderem, man bräuchte noch mehr Daten in der aktuellen Situation, zudem sei die Corona-Situation weiter eine Bedrohung.

Nasdaq grenzt Verluste ein, Dow verliert stärker

Die großen US-Aktienindizes reagierten in den verbleibenden zwei Handelsstunden nach dem Entscheid volatil. Nachdem sie in einer ersten Reaktion allesamt deutlicher nachgegeben hatten, erholten sie sich im weiteren Verlauf etwas, wobei die Technologiebörse Nasdaq besser abschnitt.

Am Ende schloss der Leitindex Dow Jones am deutlichsten im Minus bei 34.033 Punkten, ein Tagesverlust von 0,77 Prozent. Im Tief hatte der Index bei 33.917 Punkten rund ein Prozent tiefer notiert. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index ging bei 4223 Punkten aus dem Handel, ein Abschlag von 0,54 Prozent.

Die Technologiebörse Nasdaq grenzte ihre Verluste im Verlauf stärker ein und schloss bei 14.039 Punkten nur moderat um 0,24 Prozent schwächer. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gab 0,34 Prozent nach auf 13.983 Punkte.

Der Einstieg in den Ausstieg

Experten erwarteten im Vorfeld der Zinssitzung mehrheitlich keine unmittelbare Änderung der ultralockeren Geldpolitik der Fed, die Monat für Monat immerhin 120 Milliarden Dollar über Anleihekäufe in die Märkte pumpt, um die Wirtschaft mit niedrigen Zinsen zu stützen. Was sie auch weiterhin tun wird, zumindest so lange, bis die Ziele der Notenbank erreicht sind. Jerome Powell erklärte, dass eine Rückführung der Anleihekäufe, im Fachjargon Tapering genannt, geordnet und transparent verlaufen werde.

Damit es so weit kommt, muss aber die Erholung am Arbeitsmarkt weitergehen, die noch nicht abgeschlossen ist. Die Arbeitslosenquote war zwar im Mai auf 5,8 Prozent zurückgegangen; das liegt aber noch deutlich über dem Wert von 3,5 Prozent vor der Pandemie. Im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit fehlen in den USA immer noch rund 7,6 Millionen Jobs. Auch wenn sich Powell insgesamt vorsichtig ausdrückte, der Einstieg in den Ausstieg der ultralockeren Geldpolitik scheint besiegelt.

DAX in der Warteschleife

Zur Wochenmitte hat sich der der deutsche Leitindex DAX kaum bewegt. Er schloss am Ende eines impulslosen Handelstages bei 15.710 Punkten, ein leichter Abschlag von 0,1 Prozent. Damit setzte sich der Seitwärtstrend auf hohem Niveau fort. Das zuletzt erreichte Rekordhoch liegt bei 15.802 Zählern und bleibt damit in Reichweite.

Alle Augen auf die Fed

Überraschend kam das heute nicht, stand doch am Abend eines der wichtigsten Ereignisse für das weltweite Marktgeschehen überhaupt auf der Agenda: der Zinsentscheid der US-Notenbank. "Vor den Ergebnissen der Sitzung haben die Anleger die Anschnallgurte festgezogen und wollen keine großen Risiken mehr eingehen", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

Euro gibt deutlich nach

Der Euro, der lange Zeit stabil etwas oberhalb der Marke von 1,21 Dollar handelten sackte im US-Handel nach dem Fed-Beschluss postwendend deutlicher ab und kostet derzeit 1,2001 Dollar. Das ist mehr als ein Cent weniger. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2124 (Dienstag: 1,2108) US-Dollar fest. Schwächere Daten aus dem US-Bausektor im Mai bewegten den Handel nicht.

Ölpreise auf Zwei-Jahres-Hoch

Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gestiegen und haben erneut mehrjährige Höchststände erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete bis zu 74,94 US-Dollar, ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) wurde mit bis zu 72,98 Dollar gehandelt. Damit kostete ein Fass Brent so viel wie seit gut zwei Jahren nicht mehr. WTI war so teuer wie zuletzt im Oktober 2018. "Sogar Nicht-Energie-Händler wetten darauf, dass die Ölpreise weiter steigen werden", sagte Analyst Edward Moya vom Handelshaus Oanda.

Als Treiber am Rohölmarkt gilt vor allem die robuste Konjunktur in großen Industriestaaten und die gute Stimmung an den Aktienmärkten. Hierzu tragen vor allem die fortschreitenden Corona-Impfkampagnen bei. Allerdings ist die Corona-Lage in Ländern wie Indien oder Brasilien nach wie vor angespannt.

Auch in Großbritannien gilt die Entwicklung als kritisch, weil sich dort eine hochansteckende Variante ausbreitet. Die Delta-Variante des Coronavirus treibt dort die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien weiter deutlich in die Höhe. Am Mittwoch meldeten die Behörden 9055 neue Fälle - das waren etwa 1380 mehr als am Vortag und der höchste Tageswert seit Februar. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die noch Anfang Mai unter 20 lag, stieg mittlerweile wieder auf deutlich mehr als 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Unterstützung erhielten die Rohölpreise zur Wochenmitte auch durch neue Lagerdaten aus den USA. Nach Zahlen des Energieministerium sind die landesweiten Erdölbestände in der vergangenen Woche kräftig gefallen. Schon am Vortag hatte das American Petroleum Institute (API) ähnliche Zahlen veröffentlicht und damit die Ölpreise angetrieben.

Kupfer wird billiger

Dagegen kommen die Notierungen des wichtigen Industriemetalls Kupfer heute leicht ins Rutschen. Sie fallen auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten. Für Preisdruck sorgen Pläne des Hauptverbrauchers China. Das Land will die nationalen Reserven an Kupfer verkaufen, um den Preis zu stabilisieren. Kupfer verbilligt sich um bis zu 0,8 Prozent auf 9489 Dollar je Tonne und notiert damit rund 1000 Dollar unter seinem Rekordhoch vom Mai.

Deutsche Bank-Anleger schauen auf die Citigroup

Aktien des Frankfurter Kreditinstituts waren Tagesverlierer im DAX. Ein schwächerer Ausblick der US-Bank Citigroup sorgt dafür. Händler führten Aussagen von Citi-Finanzchef Mark Mason als Begründung an. Er warnte bei einer Branchenkonferenz vor Ertragseinbußen im Investmentbanking. Die Einnahmen im zweiten Quartal würden voraussichtlich im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich unter denen des Vorjahres liegen. Das Investmentbanking gilt als wichtiger Ertragsbringer bei der Deutschen Bank.

Telekom startet Verkauf der Niederlande-Tochter

Die Deutsche Telekom startet Insidern zufolge den lange erwarteten Verkauf der Niederlande-Tochter und geht zeitgleich auf die Suche nach finanzstarken Partnern für den teuren Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland. Der Bonner DAX-Konzern wollte sich bereits 2015 von dem Niederlande-Geschäft trennen, hatte dann die Sparte aber mit dem Zukauf der niederländischen Tele2 gestärkt. Zuletzt hatte es immer wieder geheißen, alle strategischen Optionen würden für die Tochter geprüft, deren Wert mit vier bis fünf Milliarden Euro veranschlagt wird.

Trotz hohem Wachstum, vor allem in den USA, steht die Telekom vor einem hohen Schuldenberg von rund 130 Milliarden Euro, unter anderem angehäuft durch den Zukauf des kleineren Konkurrenten Sprint durch die US-Tochter T-Mobile US sowie hohe Netzinvestitionen. Die Börse honorierte den Wachstumskurs zuletzt, die im DAX schwer gewichtete Aktie steht kurz davor, die Marke von 18 Euro zu überschreiten und nähert sich damit ihrem Fünf-Jahres-Hoch aus dem Jahr 2017.

Analysten nicht begeistert von SAP

Papiere des Software-Konzerns SAP verloren rund ein Prozent. SAP hatte am gestrigen Abend seine Geschäftsprognose leicht nach unten korrigiert. Die Wechselkurse hätten sich seit Vorlage der Quartalszahlen im April noch einmal verschlechtert, sagte SAP-Finanzchef Luka Mucic gestern auf einer Veranstaltung für Analysten und Investoren. Analysten wie Michael Briest von der Schweizer Großbank UBS hat SAP mit einem Kursziel von 121 Euro nur "Neutral" belassen. Der Tenor sei zwar positiv gewesen, aber in den Details habe es Schwächen gegeben, so der Experte.

Beiersdorf-Anleger hoffen auf DAX-Aufstieg

Aktien des Konsumgüterkonzerns haben den höchsten Kurs seit August 2020 erklommen. Sie haben seit Ende Februar ohne nennenswerte Schwächephasen damit um mehr als ein Viertel zugelegt. Jefferies-Analyst Martin Deboo hat die Titel von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 91 auf 120 Euro angehobenen. Der Konzern könnte die Markterwartungen im laufenden Jahr dank der Entwicklung mit Sonnenschutzmitteln sowie der Marke La Prairie übertreffen, schrieb er in seiner aktuellen Studie. Beiersdorf hofft nach dem Abstieg aus dem DAX auf eine rasche Rückkehr in den im September auf 40 Werte aufgestockten Leitindex.

Autobauer auf Kurzarbeit

Wegen des Mangels an Halbleitern für Autos müssen Volkswagen und Daimler in einigen ihrer Werke erneut Kurzarbeit einführen. "Es kommt zu Kurzarbeit in der Tiguan-, Touran- und Tarraco-Fertigung sowie in der Golf-Fertigung in Spät- und Nachtschicht", so ein VW-Sprecher zu dem Vorgehen im Werk in Wolfsburg kommende Woche. Die Frühschicht der Golf-Fertigung produziere weiter. Eine Daimler-Sprecherin sagte, in dieser Woche seien die Fabriken in Bremen und Rastatt betroffen.

TUI denkt über frisches Geld nach

Der Reisekonzern TUI lotet einem Bericht zufolge aus, wie er sich frisches Geld für die Rückzahlung der Staatshilfen aus der Corona-Krise beschaffen kann. Zu den möglichen Maßnahmen zähle eine Kapitalerhöhung von bis zu einer Milliarde Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch und berief sich auf mit der Sache vertraute Personen. Die Summe würde zumindest einen Teil der erhaltenen Hilfsgelder abdecken.

Laut Bloomberg arbeitet TUI mit Beratern an mehreren Optionen. Die Entscheidungen dürften frühestens in einigen Wochen fallen. Zudem könne sich die Summe noch ändern. Bei TUI war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Bundesregierung hatte TUI im vergangenen Jahr mit Hilfsgeldern in Milliardenhöhe vor dem Untergang bewahrt. Die Reisebeschränkungen wegen der Pandemie hatten dem Konzern über Monate hinweg fast das komplette Geschäft wegbrechen lassen. Derweil steigen die Buchungen am Heimatmarkt Deutschland dank gelockerter Corona-Auflagen seit Wochen kräftig an. "Wir schaffen es kaum, der starken Nachfrage Herr zu werden", sagte heute der Chef von TUI Deutschland, Marek Andryszak.

Wacker Chemie hebt die Prognose an

Wacker Chemie wird erneut optimistischer für das laufende Jahr und hebt seine Prognose weiter an. Weil sich das Geschäft gut entwickele, gehe der MDAX-Konzern jetzt von noch mehr Umsatz und noch mehr Gewinn aus, teilte Wacker Chemie am Mittwoch überraschend in München mit. Demnach erwartet der Konzern für 2021 einen Umsatz von etwa 5,5 Milliarden Euro, das wäre ein Anstieg von mehr als 17 Prozent. Bisher war Wacker Chemie von einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ausgegangen.

Auch das operative Ergebnis könnte noch deutlicher steigen: Das Management rechnet jetzt mit einem Anstieg von mindestens 35 Prozent und maximal 65 Prozent. Damit läge das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2021 zwischen 900 Millionen Euro und 1,1 Milliarden Euro. Zuvor sollte der Anstieg nur bei 15 bis 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegen.

Gewinnrückgang bei Südzucker

Europas größter Zuckerkonzern Südzucker ist mit einem Gewinnrückgang in sein Geschäftsjahr 2021/22 gestartet. Während der Umsatz in den Monaten März bis Mai auf 1,75 (Vorjahr: 1,67) Milliarden Euro zulegte, schrumpfte das operative Konzernergebnis um ein Fünftel auf rund 49 Millionen Euro, wie Südzucker auf Basis vorläufiger Zahlen am Mittwoch mitteilte. Der Mannheimer Konzern machte dafür die Auswirkungen der Corona-Pandemie verantwortlich. Angesichts der Fortschritte bei der Bekämpfung der Pandemie hielt Südzucker aber an der Prognose fest, die für das Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz von 7,0 bis 7,2 (6,7) Milliarden Euro und ein operatives Konzernergebnis von 300 bis 400 (236) Millionen Euro vorsieht.

Befesa kauft in USA zu

Der Industrierecycler Befesa kauft einen Branchennachbarn. Der SDAX-Konzern teilte am Mittwochabend mit, er übernehme American Zinc für 450 Millionen US-Dollar. Die Übernahme will Befesa unter anderem mit einer Kapitalerhöhung finanzieren und dafür 5,9 Millionen Aktien herausgeben. Außerdem will Befesa sich über eine Krediterweiterung 90 Millionen Euro beschaffen. Die Aktie sank nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate auf die Mitteilung hin.

Aareal Bank nach Chefwechsel gefragt

Aktien der Aareal Bank im SDAX profitieren von einer Hochstufung nach einem angekündigten Wechsel an der Spitze der Bank. Die Bank HSBC setzte die Titel auf "Buy" von zuvor "Hold" und hob das Kursziel von 26 auf 28 Euro an. Am Vortag hatte die Aareal Bank mitgeteilt, dass der ehemalige Commerzbank-Vorstand Jochen Klösges den Chefposten übernehmen werde.

Oracle punktet im Cloud-Geschäft

Gestern Abend hatte der SAP-Konkurrent Oracle gute Geschäftszahlen in den USA präsentiert. Das starke Cloud-Geschäft mit IT-Anwendungen und Speicherplatz im Internet bescherte Oracle in den drei Monaten bis Ende Mai ein Umsatzplus um acht Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Oracle 4,0 Milliarden Dollar und damit rund 29 Prozent mehr als vor einem Jahr.

About You-Aktie startet durch

Aktien des Online-Modehändlers About You sind am Morgen mit Kursgewinnen in den ersten Handelstag gestartet. Mit einem ersten Kurs von 25,60 Euro lagen die Papiere deutlich über ihrem Ausgabepreis von 23 Euro. Derzeit wird die Aktie zu 26.15 Euro gehandelt. Insgesamt wurden gut 36 Millionen Papiere einschließlich Mehrzuteilung angeboten. Online-Händler zählen zu den Gewinnern der Pandemie. Der Börsenwert von About You liegt damit bei gut vier Milliarden Euro. Dem Unternehmen selbst fließen brutto 657 Millionen zu, den Rest streichen die Alteigentümer ein.

Porsche-Partner Rimac plant Börsengang

Der kroatische E-Auto-Spezialist und Porsche-Partner Rimac soll einem Magazinbericht zufolge im nächsten Jahr an die Börse gebracht werden. Haupteigentümer Mate Rimac peile eine Bewertung von rund fünf Milliarden Euro an, berichtete das "Manager Magazin" am Mittwoch vorab unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Beteiligte. Die VW-Sportwagentochter Porsche, die ihren Anteil an Rimac zuletzt auf 24 Prozent erhöht hatte, habe Zustimmung signalisiert. Eine Sprecherin des kroatischen Unternehmens erklärte auf Anfrage, man prüfe mehrere Optionen. Es sei noch nichts entschieden. Porsche lehnte eine Stellungnahme ab.

aut dem Bericht ist die schon länger geplante Übernahme der VW-Luxussportwagenmarke Bugatti durch Rimac und Porsche so gut wie unter Dach und Fach. Bugatti soll demnach in Kürze in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden, an dem Rimac 55 Prozent und Porsche 45 Prozent der Anteile halten sollen. Dazu hätten die Aufsichtsräte bereits grünes Licht signalisiert. Porsche erklärte dazu, die Zukunft von Bugatti werde im Konzern entschieden.

Wintershall-Dea Börsengang fällt 2021 aus

Der Börsengang des Öl- und Gaskonzerns Wintershall Dea wird erneut verschoben. Angesichts der aktuellen Marktbedingungen werde dieser nun erst nach 2021 angestrebt, teilte der Chemiekonzern BASF am Mittwoch mit. Bislang war der Gang aufs Parkett für die zweite Jahreshälfte geplant. Wintershall Dea entstand 2019 aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea. Die Investorengruppe Letter One, die ehemalige Dea-Eignerin, hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 33 Prozent. BASF ist mit 67 Prozent beteiligt. Der ursprünglich für 2020 geplante Börsengang wurde wegen der Corona-Krise bereits einmal verschoben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Juni 2021 um 12:00 Uhr.