Schild "Nasdaq" | REUTERS
Marktbericht

Deutliche Gewinne Die Nasdaq meldet sich zurück

Stand: 31.03.2021 22:25 Uhr

Themenwechsel an der Wall Street - nachdem zuletzt Standardwerte gefragt waren, haben heute die Tech-Aktien das Rennen gemacht. Der DAX beendete derweil einen sehr erfolgreichen Monat März.

Die Anleger in New York haben zur Wochenmitte ihre Liebe zu den Technologieaktien wiederentdeckt. Die Nasdaq legte deutlich zu, nachdem zuletzt Standardwerte stärker gefragt waren. Der Composite-Index rückte um 1,5 Prozent auf 13.246 Punkte vor, der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg ebenso stark auf 13.091 Punkte.

"Wir haben es mit einem binären Markt zu tun", sagte Paul Nolte, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Kingsview. "Heute sind wieder die Technologiewerte vorn, während es gestern die Infrastrukturwerte waren." Längerfristig würden aber die konjunkturabhängigen Titel die Nase vorn haben, prognostizierte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Darauf deuteten Bidens Ausgabenpläne und die gestiegenen Anleihe-Renditen hin.

Warten auf Joe Biden

Apropos Ausgabenpläne: Die Börse wartet mit Spannung auf die Vorstellung des zwei Billionen Dollar schweren Konjunkturprogramms von Präsident Joe Biden, das er nach Börsenschluss präsentieren will.

"Im Gegensatz zu den jüngst beschlossenen Finanzhilfen, die hauptsächlich zur Linderung der Folgen der Coronakrise dienten, will der US-Präsident mit den neuen Maßnahmen Punkte seiner längerfristigen Agenda angehen", sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. "Darunter fallen Investitionen in die Infrastruktur mit Fokus auf den Klimaschutz als auch in Bildung und Soziales."

S&P-500 auf Rekordhoch, Dow kaum verändert

Der Leitindex Dow Jones kämpfte lange mit der Nulllinie und ging bei 32.981 Punkten um 0,25 leichter Prozent aus dem Handel. Im ersten Quartal war es dennoch ein Plus von knapp acht Prozent. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index, in dem sowohl Technologie- als auch Standardaktien vertreten sind, markierte bei 3994 Punkten sogar ein weiteres Rekordhoch. Er schloss letztlich bei 3972 Punkten und gewann damit 0,3 Prozent hinzu. Die psycholgisch wichtige Marke von 4000 Punkten ist damit weiter in Reichweite. Im Quartal legte der Index, dessen Wertentwicklung Maßstab für viele institutionelle Anleger und Investmentfonds ist, um knapp sechs Prozent zu.

DAX mit starker März-Bilanz

Der deutsche Leitindex DAX hat derweil am letzten Handelstag im März sein hohes Niveau knapp oberhalb der Marke von 15.000 Punkten verteidigt, dabei aber nicht mehr weiter zugelegt. Am Ende ging der Index bei 15.008 Punkten prozentual unverändert aus dem Handel. Kurz vor der Rekordmarke von 15.029 Punkten war heute Schluss. Nach der jüngsten Rekordjagd hielten sich die Anleger heute mit Neuengagements zurück.

8,9 Prozent im Plus

Das war im März aber nicht immer so, im Gegenteil. Insgesamt war es ein sehr starker Monat, denn der DAX rückte um 8,9 Prozent vor. Auf Quartalsbasis waren es sogar 9,4 Prozent. Die Entwicklung zeigt, dass die Börse bereits bessere Zeiten nach der Corona-Krise gehandelt hat, obwohl die Bedrohung noch nicht vorbei ist. Vor allem zurückgebliebene, zyklische Standardwerte, die im DAX reichlich vertreten sind, , waren zuletzt wieder stärker gefragt. So etwa erlebten Autoaktien unter der Führung von Volkswagen wieder bessere Tage.

Versorger machen Boden gut

Heute waren es aber die zuletzt verschmähten Versorgeraktien, die im DAX zu den größten Gewinnern gehörten, RWE waren Tagessieger. Ansonsten hielten sich Gewinne und Verluste etwa die Waage, wobei die Schwankungen meist überschaubar waren. BASF und Allianz verloren rund ein Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Indexmitgliedern.

Der Dollar bleibt stark

Die Gemeinschaftswährung sackt gegen den Dollar derzeit bei Kursen um 1,1729 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1725 (Dienstag: 1,1741) US-Dollar fest. Die steigenden Renditen bei US-Anleihen belasten tendenziell weiter. Fundamentalen Rückenwind erhielt der Greenback vom privaten Arbeitsvermittler ADP, dessen März-Zahlen auf eine Erholung auch am Arbeitsmarkt hindeuten.

US-Stellenaufbau nimmt Fahrt auf

Genau dies war bisher der Flaschenhals im Aufschwungsszenario der Notenbank. Allerdings dürfte mit einer steigenden Dynamik am Arbeitsmarkt auch die Inflationsängste weiter wachsen. Konkret hat sich der Stellenaufbau in der US-Wirtschaft vor dem Hintergrund geringerer Corona-Beschränkungen und rascher Fortschritte bei den Corona-Impfungen deutlich beschleunigt.

Im März sei die Zahl der Beschäftigten im Monatsvergleich um 517.000 gestiegen, teilte ADP am Mittwoch in Washington mit. Analysten waren von einem noch etwas stärkeren Anstieg um im Schnitt 550.000 ausgegangen. Darüber hinaus war die Entwicklung im Vormonat besser als bisher bekannt. Der Arbeitsmarktdienstleister revidierte den Stellenaufbau im Februar nach oben. Demnach wurden 176.000 neue Stellen geschaffen, nachdem zuvor nur ein Zuwachs um 117.000 gemeldet worden war.

Das Geschäftsklima in der Region Chicago hat sich im März zudem unerwartet stark verbessert. Der Indikator stieg um 6,8 Punkte auf 66,3 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Mittwoch in Chicago mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf 61,0 Punkte erwartet.

Ölpreise rutschen ins Minus

Am Rohstoffmarkt stand die anstehende Opec+-Sitzung am morgigen Donnerstag im Fokus, auf der die Mitglieder über ihre weitere Förderpolitik beraten wollen. Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank verwies auf eine Expertenrunde von OPEC+, die im Vorfeld des Delegiertentreffens ihre Schätzungen für die Ölnachfrage in diesem Jahr gesenkt habe. "Nach dieser pessimistischen Vorlage ist eine Beibehaltung der Produktionsquoten für einen weiteren Monat wahrscheinlich", sagte Weinberg.

Gegenwind kommt für das Kartell derzeit vom Devisenmarkt, wo die Abrechnungswährung Dollar Stärke zeigt, nicht zuletzt wegen des erwarteten Konjunkturschubs in Amerika. Die Ölpreise tendieren heute uneinheitlich udnrutschten im späten Geschäft deutlicher ins Minus.

Daimler setzt auf E-Mobilität

Der Autokonzern Daimler will sein Angebot schneller als bisher auf Elektrofahrzeuge umstellen. "Wir wollen die Elektrifizierung unseres Produktportfolios beschleunigen", so Vorstandschef Ola Källenius am Mittwoch auf der virtuellen Hauptversammlung des Unternehmens. In Sachen Profitabilität zeigte sich Källenius bei Autos und Vans ebenso zuversichtlich wie bei der Truck- und Bussparte, die im Herbst vom Gesamtkonzern abgespalten werden soll, um sie an die Börse zu bringen.

Der Konzern wies die teils scharfe Kritik an der Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 zurück. Die Dividende stiegt im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte auf 1,35 Euro pro Aktie - trotz der Pandemie und obwohl Daimler im Vorjahr durch Kurzarbeitergelder rund 700 Millionen Euro eingespart hatte.

Der frühere Volkswagen und BMW-Chef Bernd Pischetsrieder ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender. Der 73-Jährige, der siet 2014 im Kontrollgremium sitzt, wurde am Mittwoch bei der konstituierenden Sitzung des teils neu gewählten Kontrollgremiums wie erwartet zu dessen Chef ernannt, wie Daimler am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Pischetsrieder folgt in diesem Amt auf Manfred Bischoff (78), der aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat ausscheidet.

Henkel macht Appetit auf mehr

Der Konsumgüterhersteller Henkel bereitet die Investoren auf ein umsatzstarkes Quartal vor. In den ersten drei Monaten dürften die Erlöse organisch und bereinigt um Wechselkurseffekte um rund sieben Prozent gestiegen sein, teilte das Düsseldorfer DAX-Mitglied nach Börsenschluss mit.

Die aktuelle Markterwartung liege nur bei 3,5 Prozent, hieß es weiter unter Berufung auf Zahlen des Dienstleisters Visible Alpha. Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Aktie in einer ersten Reaktion um mehr als zwei Prozent zu. Das Klebstoffgeschäft als größte Sparte soll organisch um 12,5 Prozent zulegen. Das Kosmetikgeschäft mit Marken wie Schwarzkopf und Fa soll, behindert durch die Corona-Krise, um ein Prozent wachsen. Die Sparte mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie Persil und Bref soll um 3,5 Prozent zulegen. Henkel will am 6. Mai ausführlich über das Quartal berichten.

VW-Aprilscherz macht die Runde

Die VW-Aktie leidet am Mittwoch unter Gewinnmitnahmen. Ein Marketing-Gag des Unternehmens erregt in den USA die Gemüter. Aus Volkswagen solle in den USA "Voltswagen" werden, hieß es von VW. Mit der ab Mai geplanten Umbenennung in "Voltswagen of America" wolle der deutsche Konzern in der Heimat des US-Rivalen Tesla seine Absicht unterstreichen, ein ernstzunehmender Anbieter von Elektroautos zu werden. Das "Wall Street Journal" bekam dann als erstes Medium die Bestätigung der Unternehmenszentrale, dass die Umbenennung ein verfrühter Aprilscherz war.

BMW ist zuversichtlich

Der Münchener Autobauer aus dem DAX ist optimistisch, dieses Jahr wieder etwa so viele Autos zu verkaufen wie vor der Corona-Krise. Finanzvorstand Nicolas Peter sagte am Mittwoch in München, Ziel sei ein Absatzwachstum von fünf bis zehn Prozent. "Aber ich wäre sehr enttäuscht, wenn wir nicht eher im oberen als im unteren Bereich liegen würden."

Im ersten Quartal sei BMW insgesamt "auf sehr gutem Weg", sagte Peter und hob besonders das gute Asien-Geschäft hervor. Im Gegensatz zu einigen anderen Autobauern gab es bislang keinen Produktionsausfall durch fehlende Halbleiter. BMW habe schon im Juli 2020 mehr Chips bestellt, sagte der Finanzchef. Er sei zuversichtlich, dass es auch im zweiten Quartal nicht eng werde.

Biontech auch bei Jugendlichen voll wirksam

Biontech-Aktien legen nach neuen Studienergebnissen zu. Der Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer ist ersten Ergebnissen zufolge bei Jugendlichen noch wirksamer als bei Erwachsenen. In der Zulassungsstudie für den Einsatz bei 12- bis 15-Jährigen habe das Vakzin sehr hohe Antikörperantworten gezeigt, teilten die beiden Partner am Mittwoch mit. Der Impfstoff sei gut vertragen worden und habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19 geboten. Zum Vergleich: Die aktuelle Zulassung für den Einsatz ab 16 Jahren basiert auf einer Wirksamkeit von 95 Prozent.

Schon in den kommenden Wochen wollen Biontech und Pfizer einen Antrag auf Notfallzulassung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und anderen Zulassungsbehörden weltweit, darunter auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, einreichen. "Wir hoffen, dass wir dann schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen können", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla.

Knorr-Bremse kürzt die Dividende

Der Lkw- und Zugbremsen-Hersteller Knorr-Bremse will den Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 eine geringere Dividende als ein Jahr zuvor zahlen. Die Ausschüttung soll bei 1,52 Euro je Anteilsschein liegen und damit deutlich unter den 1,80 Euro aus dem Vorjahr, wie der MDAX-Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Knorr-Bremse hatte 2020 die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekommen, Umsatz und Gewinn waren deutlich abgesackt.

Großauftrag für Siemens-Gamesa

Die spanische Siemens Energy-Tochter Siemens Gamesa hat im Vereinigten Königreich einen Großauftrag ergattert. Das Unternehmen soll vor der Küste Großbritanniens 100 Windräder auf offener See mit einer Kapazität von insgesamt 1400 Megawatt aufstellen. Baubeginn sei voraussichtlich 2025. Die Gamesa-Aktie legt deutlich zu.

Varta voller Energie

Aktien des Batterien-Spezialisten im MDAX legen am Mittwoch klar zu. Varta hat das starke Wachstum im vergangenen Jahr ein deutliches Gewinnplus beschert. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn kletterte um rund 90 Prozent auf 95,4 Millionen Euro. Varta profitiert insbesondere vom Boom bei kabellosen Kopfhörern - bei den dafür verwendeten Lithium-Ionen-Akku-Knopfzellen ist der Konzern nach eigenen Angaben Weltmarktführer und baut die Produktion dafür weiter aus. Zudem hat Varta im vergangenen Jahr wieder die Haushaltsbatterien für Endverbraucher unter anderem mit dem Markennamen Varta übernommen. Der Umsatz stieg 2020 wie bereits bekannt um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro.

Home24 hofft auf Ergebnisverbesserung

Der Online-Möbelhändler Home24 hofft nach dem Rekordjahr 2020 auf weiteres Ergebniswachstum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und Sondereffekten soll 2021 im schwarzen Bereich liegen. So sollen bis zu zwei Prozent des Umsatzes als Ebitda vor Sondereffekten beim Unternehmen hängen bleiben. Unter dem Strich schrieb Home24 auch 2020 noch rote Zahlen: Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Verlust aber von gut 66 Millionen auf rund 16 Millionen Euro.

AstraZeneca hat Namen für Corona-Impfstoff

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden. Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen sei üblich, so das Unternehmen. AstraZeneca hat am Mitwoch nach der erneuten Einschränkung des Einsatzes seines Coronavirus-Impfstoffes in Deutschland den Nutzen des Präparats betont. Die Zulassungsbehörden in Großbritannien und der Europäischen Union sowie die Weltgesundheitsorganisation seien zu dem Schluss gekommen, dass der Nutzen des Mittels die Risiken in allen Altersgruppen deutlich überwiege, hieß es dazu.

H&M macht Verlust

Der schwedische Modehändler ist im Auftaktquartal des Bilanzjahres 2020/21 in die Verlustzone gerutscht. In lokaler Währung gingen die Umsätze um 21 Prozent auf 40,06 Milliarden Schwedische Kronen (3,9 Milliarden Euro) zurück. Unter dem Strich lag der Verlust bei rund einer Milliarde Kronen nach einem Gewinn von 1,9 Milliarden vor Jahresfrist. Rund 1800 Filialen und damit 36 Prozent aller Geschäfte seien teilweise geschlossen gewesen, hieß es.

Adler enttäuscht sich selbst

Der Immobilien-Konzern aus dem SDAX ist 2020 operativ am unteren Ende der eigenen Erwartungen gelandet. Das operative Ergebnis aus dem Vermietgeschäft (FFO 1) lag bei 107,1 Millionen Euro, wie Adler mitteilte. Erwartet hatte der aus Ado Properties und Adler Real Estate entstandene Konzern 105 bis 125 Millionen Euro. Die Netto-Mieterträge erreichten mit 293,4 Millionen Euro die Zielspanne von 280 bis 300 Millionen. Adler will eine Dividende von 46 Cent je Aktie zahlen.

Huawei stemmt sich gegen US-Sanktionen

Der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphonehersteller hat im vergangenen Jahr trotz der verschärften US-Sanktionen den Gewinn gesteigert. Das Nettoergebnis legte um 3,2 Prozent auf 64,6 Milliarden Yuan (umgerechnet 8,4 Milliarden Euro) zu. Der Umsatz stieg 2020 um 3,8 Prozent - allerdings nur wegen guter Verkäufe im Heimatmarkt. Außerhalb von China schrumpfte das Geschäft - in Europa beispielsweise um rund zwölf Prozent. 2019 war das Unternehmen vom früheren US-Präsidenten Donald Trump auf eine schwarze Exportliste gesetzt worden. Die USA haben Zulieferungen an den Konzern deutlich eingeschränkt.

Deliveroo-Börsengang flopt

Das Börsendebüt des Lieferdienstes Deliveroo ist in London misslungen. Die Aktien rutschten gleich nach dem Start um fast ein Drittel ab. Zuletzt verloren sie noch gut 23 Prozent auf knapp unter 300 Pence. Der Ausgabepreis lag mit von 390 Pence am unteren Ende der Bewertungsspanne. Einige Investoren hätten sich von der Idee verabschiedet, in ein Geschäft zu investieren, von dem sie nicht vollständig überzeugt seien, dass es in absehbarer Zeit Profit abwerfe, erklärte Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK.

Walgreens Boots Alliance überrascht positiv

Die im US-Leitindex Dow Jones enthaltene Drogerie- und Apothekenkette hat in ihrem zweiten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet. Deshalb zeigt sich das Management jetzt optimistischer und hebt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an.

Die Führungsspitze erwartet beim bereinigten Gewinn je Aktie auf Basis konstanter Währungskurse nun einen Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Bisher war der Konzern nur von einer Steigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Februar lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,40 US-Dollar. Das war zwar 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, doch Analysten hatten im Schnitt noch weniger erwartet. Der Umsatz stieg vor allem dank guter Geschäfte im internationalen Einzelhandel auf vergleichbarer Basis um 4,6 Prozent auf 32,8 Milliarden US-Dollar (27,9 Mrd Euro). Das operative Ergebnis sank coronabedingt von 1,1 Milliarden auf 832 Millionen Dollar. An der Nasdaq legt die Aktie deutlich zu.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. März 2021 um 23:42 Uhr.