Schild "Nasdaq" | REUTERS
Marktbericht

Nasdaq legt zu Bereit für die Tech-Giganten

Stand: 26.04.2021 22:20 Uhr

An der Wall Street haben sich die Anleger auf den beginnenden Zahlenreigen der Tech-Aktien vorbereitet. Die Nasdaq legte zu. Im Fokus auch die anstehende Zinssitzung der Fed am Mittwoch.

An der Wall Street waren zum Wochenstart Technologieaktien besonders gefragt, Standardwerte hingegen stagnierten. Die Nasdaq legte vor dem ab morgen beginnenden Zahlenreigen der Technologiebranche am Ende knapp 0,9 Prozent zu auf ein weiteres Rekordhoch von 14.138 Punkten, der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,6 Prozent auf 14.026 Zähler vor.

Der breit aufgestellte S&P-500-Index, in dem sowohl Technologie- als auch Standardaktien enthalten sind, markierte ebenfalls eine neue Bestmarke bei 4194 Punkten und ging letztlich um 0,2 Prozent höher aus dem Handel bei 4187 Stellen. Der Leitindex Dow Jones rutschte im Verlauf ins Minus und schloss bei 33.981 Punkten um 0,2 Prozent tiefer.

Das große Warten auf die Tech-Zahlen

Mit Spannung erwartet die Street den eigentlichen Höhepunkt der Berichtssaison, die Quartalsausweise der großen Tech-Firmen. Morgen nach Handelsschluss legen unter anderem die Google-Mutter Alphabet und Microsoft Zahlen für das abgelaufene Quartal vor, Apple und Facebook folgen am Mittwoch. Auch von den Chip-Größen Texas Instruments am Dienstag und Qualcomm am Mittwoch werden Ergebnisse erwartet.

"Der Markt befindet sich in einer Warteschleife und wartet auf die Big-Tech-Ergebnisse", sagte Thomas Hayes, Manager beim Vermögensverwalter Great Hill. "Wir könnten ein zweigeteiltes Ergebnis bei den Tech-Erträgen sehen, mit Werbeanbietern wie Facebook und Google, die sehr gut abschneiden, während Apple auf einen sehr harten Vergleich zum Vorjahr stößt." Facebook-Aktien zogen zum Wochenstart rund 0,6 Prozent an, Apple-Titel notierten schlossen 0,3 Prozent höher.

Tesla mit Rekordgewinn - Aktie fällt nachbörslich

Der US-Elektroautobauer Tesla hat zu Jahresbeginn weiter kräftiges Wachstum verbucht und seinen bislang höchsten Quartalsgewinn erreicht. In den drei Monaten bis Ende März verdiente das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk unter dem Strich 438 Millionen Dollar (362 Millionen Euro), wie es am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Bilanz lediglich ein ganz leichtes Plus von 16 Millionen Dollar ausgewiesen.

Die Erlöse stiegen um 74 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar. Tesla lieferte im ersten Quartal 184.877 E-Autos aus - das entspricht im Vergleich zum Vorjahr mehr als einer Verdopplung und ist eine Bestmarke in der Geschichte des 2003 gegründeten Konzerns. Besonders in China war die Nachfrage hoch, wenngleich Tesla hier mit Beschwerden von Kunden konfrontiert war. Bei Umsatz und Auslieferungen entsprach das Ergebnis fast punktgenau den Erwartungen.

Einige hatten sich aber wohl noch mehr erhofft, die Aktie fällt im nachbörslichen Geschäft derzeit um rund 2,7 Prozent auf 718,80 Dollar. Im regulären Handel hatte das Papier an der Nasdaq bei 738,20 Dollar geschlossen, ein Plus von 1,21 Prozent. Im Tageshoch wurden fast 750 Dollar erreicht.

Was macht die Fed?

Neben der fortdauernden Berichtssaison ist die Sitzung des FOMC-Zinsausschusses der amerikanischen Notenbank Fed am Dienstag und Mittwoch ein weiteres zentrales Thema der Woche. Experten erwarten eine Fortsetzung der Liquiditätsschwemme, die die Notenbank Monat für Monat im Rahmen ihrer ultralockeren Geldpolitik in die Märkte pumpt. Wie immer wird die Bank ihre Beschlüsse am Mittwoch ab 20:00 Uhr unserer Zeit vorstellen.

Zwar stand zuletzt nach guten Konjunkturzahlen auch die Frage im Raum, wann und wie ein Schwenk der Geldpolitik erfolgen wird (vor allem, wie er kommuniziert wird), unmittelbar steht dies aber noch nicht auf der Tagesordnung. Bereits in der Vorwoche hatte schon die EZB erwartungsgemäß signalisiert, dass sie an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten werde.

Auch US-Notenbankchef Jerome Powell werde am Mittwoch eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik signalisieren, zeigte sich Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG überzeugt. "Auch wenn die jüngsten Konjunkturdaten erfreulich waren und die US-Wirtschaft wieder auf dem Wege der Besserung ist, könnte ein Anziehen der Zügel das zarte Pflänzchen der Erholung recht schnell zertreten. Dies dürfte nicht im Interesse von Fed-Chef Powell sein."

DAX gibt sich keine Blöße

Der DAX hat am Montag sein erhöhtes Niveau behauptet und dabei zwischenzeitliche Verluste wieder aufgeholt. Am Ende schloss der deutsche Leitindex bei 15.296 Punkten, ein Tagesgewinn von 0,1 Prozent. Im Tageshoch ging es heute bis auf 15.325 Punkte bergauf, das Tagestief lag bei 15.237 Punkten. Vor der wichtigen Zinssitzung der US-Notenbank, deren Beschlüsse am Mittwochabend ab 20:00 Uhr unserer Zeit bekannt gegeben werden, sowie einer ganzen Fülle von Unternehmensergebnissen, haben sich die Anleger damit nicht mehr weit aus dem Fenster gelehnt.

Der DAX bleibt aber in Schlagweite seines Rekordhochs bei 15.501 Punkten und damit auf sehr hohem Niveau. Rückgänge werden von den Investoren meist schnell genutzt, von Ausverkaufsstimmung ist weit und breit nichts zu sehen. Fakt ist aber auch, dass die Börsenmusik derzeit in den USA spielt. Der DAX orientiert sich schon eine Weile eng an den Tagestendenzen in New York, was sich auch heute zeigte. Denn nach einer Schwächephase am Mittag und frühen Nachmittag zog der Markt mit der freundlichen Tagestendenz der Wall Street an.

ifo-Index stagniert

Die Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte bleiben also vielversprechend, auch wenn noch nicht alles Gold ist, was glänzt. Hierzulande konnte der wichtigste Konjunkturindikator, der ifo-Index, nicht wirklich für Aufbruchstimmung sorgen.

Zwar hatte sich die Stimmung der Firmen in Deutschland im April zum dritten Mal in Folge aufgehellt - das gilt unter Fachleuten als Signal für eine konjunkturelle Trendwende. Der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte minimal von 96,6 Zählern im März auf 96,8 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit Juni 2019.

Doch damit blieb das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer klar hinter den Markterwartungen zurück. Vor allem Engpässe bei den Vorprodukten dürften den Optimisten einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

"Wir gehen unverändert davon aus, dass ein kräftiger Aufschwung kommen wird, nur eben noch nicht jetzt, sondern eher im dritten Quartal. Mit zunehmenden Impffortschritt wird sich die Zuversicht aber wieder Bahn brechen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", so Martin Moryson, Chefvolkswirt Europa des Vermögensverwalters DWS.

Euro wieder unter 1,21 Dollar

Während die Aktienmärkte mit der Geldpolitik der Fed gut leben können, sieht die Sache am Devisenmarkt differenzierter aus. Hier sind Zins- und Inflationsängste wegen der lockeren Zügel präsenter. Vor allem geht der Blick auf die zehnjährigen Anleiherenditen der US-Staatsanleihen. Tendenziell schwächen solche Ängste den Dollar und begünstigen den Euro.

Der Greenback hat sich von seinem Tagestief bei über 1,21 gegen den Euro aber wieder erholt. Im US-Handel wird er wieder etwas höher gehandelt bei 1,2089 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2085 (Freitag: 1,2066) Dollar fest. Für die im DAX schwer gewichtete deutsche Exportindustrie wäre ein schwacher Dollar ein großer Hemmschuh. Denn ein hoher Euro/Dollar-Kurs verteuert die deutschen Exporte und schwächt damit die Nachfrage nach deutschen Waren im Ausland. Das könnte die deutsche Konjunktur abwürgen, bevor sie richtig in Fahrt gerät.

Nur bescheidenes Auftragsplus für die US-Industrie

Die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen stiegen im März lediglich um 0,5 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Montag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem weit größeren Plus von 2,3 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 0,9 Prozent im Februar. In einer ersten Schätzzahl war für Februar noch ein Minus von 1,2 Prozent ermittelt worden.

"Die US-Industrie kann nicht mit den erwartet starken Auftragswerten glänzen", führte Ökonom Ulrich Wortberg von der Helaba aus. Allerdings seien die aufwärts revidierten Februarwerte zu beachten. Experten trauen der weltgrößten Volkswirtschaft in diesem Jahr ein kräftiges Wachstum zu. Ein Grund dafür ist das rasche Impftempo, das schneller als anderswo zu Lockerungen von Lockdown-Maßnahmen führt. Stimmungsindikatoren waren zuletzt schon kräftig angezogen.

Krypto-Währungen erholen sich

Der Markt für Kryptowährungen hat sich am Montag deutlich von seinem Einbruch am Freitag erholt. Der Gesamtwert aller etwa 9400 Digitalwerte stieg zu Wochenbeginn laut dem Analyseportal Coinmarketcap wieder auf knapp zwei Billionen US-Dollar. Am Freitag war er auf rund 1,7 Billionen Dollar abgesackt.

Ein Auslöser waren Pläne der US-Regierung gewesen, die Steuer auf Kapitalerträge für Reiche zu erhöhen, was auch Erträge aus der Kryptoanlage treffen würde. Am Montag setzte jedoch am Markt eine breite Erholung ein. Die Ur-Kryptowährung Bitcoin, die auch den bei weitem höchsten Marktanteil aufweist, stieg auf der Handelsplattform Bitstamp um etwa zehn Prozent auf knapp 54.000 US-Dollar. Am Freitag war sie deutlich unter die Marke von 50. 000 Dollar gefallen

VW: Noch größere Chip-Probleme im zweiten Quartal

Unter den Einzelwerten im DAX macht VW auf sich aufmerksam. Der Volkswagen-Konzern befürchtet wegen der anhaltenden Flaute bei der Versorgung mit Elektronikchips noch größere Schwierigkeiten im jetzt laufenden Quartal. "Von Zulieferern und auch aus der Volkswagen-Gruppe selbst heraus wird uns gesagt, dass wir im zweiten Quartal vor erheblichen Herausforderungen stehen, wahrscheinlich noch herausfordernder als im ersten Quartal", sagte Seat-Chef Wayne Griffiths der "Financial Times".

Unterdessen kommt VW mit seinem geplanten Netz aus sechs europäischen Batteriezellfabriken offenbar schnell voran. Die Sportwagentochter Porsche will eine Batteriefabrik für Hochleistungszellen in Tübingen bauen, wie Porsche-Chef Oliver Blume der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte.

VW-Dieselaffäre: 15 weitere Führungskräfte angeklagt

Ermittler in der Dieselaffäre bei Volkswagen haben erneut mehr als 1500 Seiten mit Vorwürfen an das Landgericht Braunschweig geschickt. Beschuldigt sind 15 weitere Führungskräfte des VW-Konzerns und eines Zulieferbetriebes, wie Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe der Deutschen Presse-Agentur in Braunschweig sagte. Ihnen wird Beihilfe zum Betrug in Tateinheit mit Steuerhinterziehung, Beihilfe zu mittelbarer Falschbeurkundung und strafbare Werbung vorgeworfen. Namen nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Sixt bleibt vorsichtig

Der Autovermieter Sixt hat im ersten Quartal weiter unter den Beschränkungen in der Corona-Pandemie gelitten. Der operative Konzernumsatz fiel im Jahresvergleich um knapp ein Drittel auf 328 Millionen Euro, wie der SDAX-Konzern am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Vor Steuern fuhr das Unternehmen demnach einen Verlust von rund 14 Millionen Euro ein. Ein Jahr zuvor war im fortgeführten Geschäft ein Minus von gut 5 Millionen Euro angefallen. Gegen Ende des ersten Quartals verzeichnete der Autovermieter jedoch spürbare Besserung dank der Geschäfte vor allem in den USA und auch im europäischen Ausland. Der Umsatz im März habe auf Vorjahresniveau gelegen und vor Steuern sei in dem Monat ein Gewinn erreicht worden.

Trotzdem bestünden weiter sehr hohe Unsicherheiten, und eine Prognose sei dem Management nach wie vor nicht möglich. Die vollständigen Quartalszahlen will Sixt am 12. Mai präsentieren.

Stratec für 2021 zuversichtlicher

Der Diagnostik-Spezialist aus dem SDAX blickt nach einem guten Jahresstart optimistischer auf das Gesamtjahr. 2021 dürfte das Umsatzwachstum währungsbereinigt "mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich" liegen, teilte das Unternehmen am Montagabend in Birkenfeld mit. Zuvor war Stratec von einem Umsatzwachstum "mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich" ausgegangen. Die adjustierte Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) soll nun bei 17,5 bis 18,5 Prozent liegen (zuvor: 17,0-18,0%). Auf Basis des weiterhin hohen Bestellvolumens sowie aktualisierter Kapazitätsplanungen sei auch für die nächsten Monate mit einer sehr dynamischen Umsatzentwicklung zu rechnen, begründete Stratec den gestiegenen Optimismus.

Im ersten Quartal war der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 27,4 Prozent auf 72 Millionen Euro gestiegen. Das adjustierte Ebit legte um mehr als 100 Prozent auf 16 Millionen Euro zu. Die Ebit-Marge sprang von 13,6 auf 22,3 Prozent. Die Aktie legte nachbörslich deutlich zu. Die vollständigen Zahlen sollen wie geplant am 7. Mai veröffentlicht werden.

Leonardo-Einstieg sorgt für Kurssprung bei Hensoldt

Der italienische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Leonardo hat das Rennen um einen Einstieg beim deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt gemacht. Der US-Finanzinvestor KKR verkauft ein Aktienpaket von 25,1 Prozent an die Italiener. Leonardo zahlt je Aktie 23 Euro und damit rund 606 Millionen Euro insgesamt. Der Einstieg des italienischen Konzerns sorgte bei den Papieren von Hensoldt am Morgen für einen Kurssprung von zwölf Prozent.

Linux-Anbieter Suse strebt an die Börse

Der Nürnberger Linux-Software-Anbieter Suse strebt in den nächsten Wochen an die Frankfurter Börse. Das 1992 gegründete Unternehmen selbst will dabei mit der Ausgabe neuer Aktien 500 Millionen Dollar (420 Millionen Euro) einnehmen, zudem gibt der 2018 eingestiegene schwedische Finanzinvestor EQT einen Teil seiner Aktien ab, wie Suse mitteilte. Der Betriebssystem-Anbieter will mit dem Geld einen Teil seiner Schulden zurückzahlen.

AstraZeneca verteidigt sich

Der Impfstoffhersteller AstraZeneca hat sich nach dem von der EU-Kommission eingeleiteten Verfahren gegen den Konzern für sein Vorgehen gerechtfertigt. Astrazeneca habe sich an seinen Vertrag mit der EU-Kommission gehalten und werde sich vor Gericht verteidigen, hieß es am Montag in einer Reaktion des Unternehmens auf die Ankündigung aus Brüssel. Die EU-Kommission hatte zuvor mitgeteilt, im Namen der 27 Mitgliedsstaaten vor einem belgischen Gericht ein Verfahren wegen gekürzter Impfstofflieferungen gestartet zu haben.

Philips hebt nach starkem Quartal Umsatzprognose an

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips ist mit deutlichen Zuwächsen ins Jahr gestartet. Die vor dem Verkauf stehende Hausgeräte-Sparte herausgerechnet, stieg der Umsatz im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um neun Prozent auf gut 3,8 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet Konzernchef Frans van Houten jetzt mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Michelin profitiert vom China-Geschäft

Eine starke Nachfrage aus China verhilft dem französischen Reifenhersteller und Continental-Rivalen zum Umsatzwachstum zurück. In den ersten drei Monaten seien die Erlöse um 2,3 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen, teilt der Konzern mit. Dabei habe die Nachfrage in China fast wieder das Niveau von 2019 erreicht. Dort seit im Quartal etwa der Absatz neuer Reifen für Pkw und kleine Lkw um 80 Prozent gestiegen. Michelin bekräftigte zudem seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

Alber Elbaz stirbt an Covid-19

Der israelische Modeschöpfer Alber Elbaz ist im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Dies teilte der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont am Sonntag mit. "Mit Schock und enormer Traurigkeit hörte ich von Albers plötzlichem Tod. Alber hatte einen wohlverdienten Ruf als eine der hellsten und beliebtesten Persönlichkeiten der Branche", so Richemont-Chef Johann Rupert. Nach Stationen bei Guy Laroche und Yves Saint Laurent war Elbaz viele Jahre lang für das Modehaus Lanvin tätig gewesen.

Nestlé will US-Vitaminhersteller Bountiful kaufen

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé will sich im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel offenbar mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Der Konzern führe Gespräche über den Kauf des US-Vitaminherstellers Bountiful, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen dem "Wall Street Journal". Es sei aber nicht garantiert, dass es zu einer Einigung komme, hieß es. Bountiful habe einen Börsengang geplant und könne sich letztlich doch für diesen Weg entscheiden.

Lyft verkauft Roboterautosparte an Toyota-Tochter

Der Fahrdienst-Vermittler Lyft gibt die Entwicklung eigener Roboterwagen-Technologie auf. Die Sparte mit dem Namen Level 5 wird für 550 Millionen Dollar (455 Mio Euro) an eine Tochterfirma von Toyota verkauft, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Der große Lyft-Konkurrent Uber war bereits im vergangenen Jahr aus der Entwicklung eigener Technologie zum autonomen Fahren ausgestiegen. Lyft-Mitgründer John Zimmer betonte, mit der Kostensenkung um rund 100 Millionen Dollar im Jahr werde man schneller die Gewinnzone im operativen Geschäft erreichen.

In den vergangenen Monaten hatte sich die Auslese unter Entwicklern selbstfahrender Autos bereits beschleunigt: Die GM-Firma Cruise übernahm den Konkurrenten Voyage, der mehrere Senioren-Wohnsiedlungen in den USA mit Robotaxi-Diensten versorgte. Das Start-up Zoox wurde von Amazon gekauft, die Uber-Sparte ging an die Roboterauto-Firma Aurora.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. April 2021 um 11:00 Uhr.