Nasdaq Leuchtreklame
Marktbericht

Omikron-Sorgen ebben ab Comeback der Nasdaq

Stand: 07.12.2021 22:17 Uhr

Nachlassende Omikron-Sorgen haben heute die Wall Street deutlich angeschoben. Vor allem die Technologiebörse Nasdaq meldete sich eindrucksvoll zurück. Ein alter Bekannter stach dabei hervor.

Die schwungvolle Erholung der Aktienkurse an der Wall Street vom Wochenbeginn hat sich am Dienstag fortgesetzt. Denn die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen einer Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron lassen auch in den USA weiter nach.

Omikron ist nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci offenbar nicht schlimmer als andere Varianten des Erregers. "Es ist nahezu sicher, dass sie nicht schlimmer ist als Delta", sagte der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden heute der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe einige Hinweise darauf, dass Omikron sogar weniger schwerwiegend sein könnte.

Großes Comeback der Nasdaq

Der Leitindex Dow-Jones-Index stieg am Ende um 1,4 Prozent auf 35.719 Punkte. Noch stärker ging es mit den Kursen an der technologielastigen Börse Nasdaq aufwärts, die kräftig um 3,03 Prozent zulegte auf 15.686 Zähler. Auch der Auswahlindex Nasdaq 100 rückt in der gleichen Größenordnung vor auf 16.325 Punkte. Die Technologiebörse hatte gestern zunächst noch unter der Aussicht auf steigende Zinsen in den USA gelitten, sich im Verlauf aber deutlich erholt. Der marktbreite S&P 500 gewann ebenfalls deutlich 2,07 Prozent auf 4686 Punkte.

Anleger gingen inzwischen davon aus, dass die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus nicht so gefährlich sei wie zunächst befürchtet, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Zudem sei die US-Konjunktur robust genug, um die geplante Drosselung der Wertpapierkäufe durch die Notenbank Fed verkraften zu können.

Apple auf Rekordhoch

Sinnbildlich für die neue Stärke des Technologiesektors stehen die Papiere des Kultkonzerns Apple, des teuersten börsennotierten Unternehmens der Welt. Sie legten im Verlauf auf ein Rekordhoch von 171,58 Dollar zu und schlossen am Ende 3,54 Prozent höher bei 171,18 Dollar. Die Anleger setzten vor allem auf ein gutes Weihnachtsgeschäft für das neue iPhone 13. Es ist auch für Apple die umsatzstärkste Zeit des Jahres.

Kursfeuerwerk an der Frankfurter Börse

Kräftige Kursgewinne gab es heute an der Frankfurter Aktienbörse. Der DAX legte am Ende um 2,82 Prozent zu und schloss bei 15.813 Punkten nahe seines Tageshochs bei 15.827 Zählern. Er ist damit auf dem Wege dazu, seine Ende November wegen der Omikron-Angst aufgerissene Kurslücke wieder zu schließen.

Im Handelsverlauf übersprang der deutsche Leitindex gleich mehrere Hundertermarken und wurde am Nachmittag von einer freundlichen US-Börse noch zusätzlich angeschoben. Nach dem Start bei 15.544 Punkten, gleichzeitig dem Tagestief, gab sich der Index damit keine Blöße mehr. Auch der MDAX, der Index der mittelgroßen Werte, legte deutlich um 2,48 Prozent auf 34.839 Punkte zu. Der europäische Auswahlindex EuroStoxx 50 rückte um 3,36 Prozent auf 4276 Zähler vor.

Bewegung bei Volkswagen

Tagessieger im DAX waren VW-Vorzugsaktien, auch die Papiere der VW-Holding Porsche SE legten kräftig zu. VW-Stammaktien bewegten sich hingegen nicht ganz so stark. Auslöser der Kurskapriolen war ein Bericht des "Handelsblatts", nachdem die Eigentümerfamilien Piëch und Porsche den Verkauf eines Teils ihrer Anteile an Volkswagen erwägen.

Hintergrund sei der geplante Börsengang der Sportwagentochter Porsche, an dem sich die Eigentümerfamilien beteiligen wollten, berichtete die Zeitung heute. Sie berief sich auf das Umfeld des Konzerns und seiner Eigentümer. Um den Kauf eines Aktienpakets an Porsche zu finanzieren, benötigten die Eigentümerfamilien Kapital, deshalb werde der Verkauf von VW-Anteilen geprüft, hieß es.

Demnach sind bereits mehrere Banken und Berater aktiv, um die geplanten Deals zu strukturieren. Denkbar ist laut dem Bericht auch, dass die Familien die Mehrheit an VW abgeben, gleichzeitig aber größter Aktionär vor dem Land Niedersachsen bleiben. Volkswagen sowie Sprecher der Familien lehnten einen Kommentar gegenüber der Zeitung ab. Auch ein Sprecher von Porsche wollte sich gegenüber AFP nicht zu den Vorgängen äußern und sprach von "reiner Spekulation".

Keiner will was verpassen

Den Optimismus (auch an der Wall Street) nähren derzeit vor allem erste Erkenntnisse, dass die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus ungefährlicher als die aktuell dominierende Delta-Variante sei, sagte Analystin Danni Hewson vom Brokerhaus AJ Bell. Daher werde der Ausverkauf der vergangenen Tage als überzogen angesehen.

Das lockt die Anleger wieder in den Markt, zumal die Saisonalität zum Jahresende für Aktien spricht. Schließlich wollen vor allem institutionelle Marktteilnehmer ihren Kunden zum Jahresschluss keine Enttäuschungen in den Rechenschaftsberichten präsentieren. "Sie befürchten, die Weihnachtsrally zu verpassen", sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

In diesem Umfeld ist derzeit für Unkenrufe kein Raum. "Gute Nachrichten rund um Omikron sollten aber mit Vorsicht genossen werden", warnen die Experten der ING Bank. Die höheren Ansteckungsraten könnten den Vorteil der geringeren Gefährlichkeit zunichte machen. Auch in China brauen sich derzeit dunkle Wolken über dem Immobilienmarkt zusammen - eine große Blase droht dort zu platzen.

Was ist los bei Evergrande?

Was die finanzielle Schieflage des Immobilienkonzerns Evergrande betrifft, scheint sich die Lage in der Tat zuzuspitzen: Medienberichten zufolge warten mehrere Geldgeber des hoch verschuldeten Unternehmens nach dem Ablauf einer Nachfrist weiter auf eine fällige Zinszahlungen. Einige Experten befürchten im Falle einer Pleite weitere Schockwellen im Bausektor bis hin zu einer globalen Finanzkrise - andere Experten befürchten das nicht, zumal offenbar auch der chinesische Staat bei den Restrukturierungsbemühungen mitwirkt.

Euro wieder schwächer

Rückenwind bekommt der heimische Aktienmarkt weiter vom schwachen Euro. Dieser leidet unter der Aussicht auf höhere Zinsen in den USA, was im Gegenzug den Dollar antreibt. "Die Fed dürfte Mitte nächsten Jahres ihren Leitzins anheben", erwartet You-Na Park-Heger, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Die EZB dürfte noch eine ganze Weile stillhalten." Davon werde wahrscheinlich der Dollar profitieren. Euro-Exporte werden für Dollar-Käufer damit billiger, was der exportstarken deutschen Industrie zugute kommt.

Im US-Handel hat sich die Gemeinschaftswährung bei 1,1269 Dollar etwas stabilisiert, nachdem im europäischen Handel im Tief nur noch 1,1230 Dollar gezahlt werden mussten. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1256 (Montag: 1,1287) Dollar fest. Auch solide Daten zur Industrieproduktion in Deutschland helfen dem Euro nicht.

Deutsche Konjunkturdaten uneinheitlich

Daten zur Industrieproduktion in Deutschland für den Oktober fielen besser aus als erwartet. "Eine gute Nachricht zur richtigen Zeit", schrieb Volkswirt Jens-Oliver Niklasch von der LBBW. "Besonders erfreulich ist, dass auch die Produktion im Automobilsektor offenbar wieder anzieht."

Die eingetrübten Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hinterließen am Aktienmarkt keine negativen Spuren. "Die ZEW-Konjunkturerwartungen kommen nun unter die Räder der vierten Corona-Welle", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Bitcoin ebenfalls im Aufwind

Die Kryptowährung Bitcoin erholte sich unterdessen weiter von ihrem starken Kursrutsch am Samstag. Der Kurs legte wieder zu auf rund 50.000 Dollar zu. Am Samstag war der Bitcoin um rund ein Fünftel bis auf 42.000 Dollar gefallen. Seither erholt er sich Stück für Stück von diesem Einbruch. Bei anderen wichtigen Digitalwährungen wie Ether sah die Kursentwicklung in den vergangenen Tagen ähnlich aus. Ein genauer Grund für das plötzliche Absacken der Kurse der beiden größten Digitalwährungen war Experten zufolge nicht direkt ersichtlich.

WTI und Brent legen kräftig zu

Die Ölpreise setzten ihren Erholungskurs fort und legten deutlich zu. Seit Wochenbeginn überwiegen am Erdölmarkt die positiven Nachrichten. Unterstützung erhalten die Preise vor allem durch die Hoffnung, dass die Auswirkungen der neuen Corona-Variante Omikron nicht so erheblich sind wie zunächst befürchtet.

Die Entwicklung der Pandemie war in den vergangenen zwei Jahren einer der stärksten Einflussfaktoren auf die Rohölpreise, da die Virus-Lage große Auswirkungen auf die Energienachfrage hat. Seit einigen Tagen erholen sich die Rohölpreise etwas von ihrem deutlichen Rücksetzer im November. Ausschlaggebend für die Preisabschläge war neben der Entdeckung der Omikron-Variante der Rückgriff großer Verbrauchsländer auf Teile ihrer strategischen Ölreserven.

Hellofresh dämpft die Erwartungen für 2022

Nach Aussagen des Kochboxenlieferanten Hellofresh aus dem DAX soll das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2022 laut einer ersten, indikativen Prognose bei 500 bis 580 Millionen Euro liegen. Die Analystenerwartung liege derzeit mit 647 Millionen Euro deutlich darüber. Die Aktie geriet nachbörslich daraufhin kräftig unter Druck.

Der Umsatz dürfte 2022 hingegen währungsbereinigt um 20 bis 26 Prozent zulegen. Die Analystenschätzung liegt hier laut dem Konzern im Schnitt bei 17,7 Prozent. Die Prognosen basierten auf vorläufigen Plänen und Annahmen, die laut Hellofresh noch einer Reihe von Unsicherheiten unterliegen. Hellofresh werde weiter erheblich in das langfristige Wachstum investieren, insbesondere durch die Fortführung des bereits laufenden Ausbaus der Produktionsinfrastruktur und die weitere Stärkung der Technologie- und Datenplattform.

Merck investiert Milliarden ins Geschäft mit Elektromaterialien

Merck will in den USA rund eine Milliarde Dollar in sein Geschäft mit Elektronikmaterialien für Kunden aus der Halbleiterindustrie investieren um die Produktionskapazitäten zu erweitern, wie der Darmstädter DAX-Konzern heute mitteilte. "Die Chip-Knappheit erfordert eine branchenweite Zusammenarbeit, um die Probleme in der Lieferkette zu lösen", sagte Merck-Vorstandsmitglied Kai Beckmann, der das Electronics-Geschäft leitet. Die Mittel sind Teil der Investitionen von deutlich mehr als drei Milliarden Euro in das Electronics-Geschäft, die Merck bereits im September angekündigt hatte.

Merck gab zudem bekannt, seine seit 2017 bestehende Zusammenarbeit mit der Datenanalysefirma Palantir erweitern zu wollen. Zusammen wollen die beiden Unternehmen eine Plattform bereitstellen, die die Datenanalyse in der Halbleiterherstellung verbessern, die Lieferkette transparenter machen, Markteinführungen beschleunigen und so dem Chipmangel entgegen wirken soll. die Pläne wurden an der Börse positiv aufgenommen, Merck-Papiere legten in einem freundlichen Gesamtmarktumfeld rund zwei Prozent zu.

Hornbach wird zuversichtlicher

Angetrieben von einer robusten Nachfrage wird der Baumarktkonzern Hornbach Holding für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 (bis Ende Februar) erneut etwas optimistischer. So rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatzwachstum von zwei bis sieben Prozent, wie das Unternehmen am Dienstagabend im rheinland-pfälzischen Bornheim mitteilte. Bisher hatte der Konzern bei einer Spanne von eins bis fünf Prozent das obere Drittel angepeilt.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll nun bei 330 bis 380 Millionen Euro liegen. Zuletzt hatte Hornbach bei einer Spanne von 290 bis 326 Millionen Euro auch hier das obere Drittel anvisiert. Der Aktienkurs legte nachbörslich zu. Im dritten Quartal stiegen die Erlöse konzernweit im Jahresvergleich um 2,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging aber deutlich um 16,3 Prozent auf 55,9 Millionen Euro zurück.

Nestlé verkauft L'Oréal-Aktien und kündigt Aktienrückkauf an

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé reduziert seine Beteiligung am französischen Kosmetikkonzern L'Oréal. Zudem hat der Schweizer Nahrungsmittelkonzern ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Nestlé und L'Oréal hätten den Verkauf von 22,26 Millionen L'Oréal-Aktien zu einem Stückpreis von 400,00 Euro und einem Gesamtbetrag von 8,9 Milliarden Euro an L'Oréal vereinbart, teilte Nestlé am Dienstagabend mit. Nach der Transaktion beträgt die Nestlé-Beteiligung an L'Oréal noch 20,1 Prozent. Nestlé bleibe weiter mit zwei Sitzen Im Verwaltungsrat des Unternehmens vertreten.

Der Verwaltungsrat von Nestlé habe zudem beschlossen, das laufende Aktienrückkaufprogramm durch einen neuen Plan mit Beginn am 3. Januar 2022 zu ersetzen. Das neue Programm sieht laut Mitteilung den Rückkauf von eigenen Aktien im Umfang von 20 Milliarden Franken im Zeitraum von 2022 bis 2024 vor. Davon sollen etwa 10 Milliarden in den ersten zwölf Monaten zurückgekauft werden

Stellantis: Milliardengeschäft mit Software

Der Autokonzern Stellantis peilt in den kommenden Jahren mit Software im Auto ein Multimilliarden-Geschäft an. Bis 2026 will die Opel-Mutter (Peugeot, Citroen, Fiat, Chrysler) rund vier Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz mit softwaregetriebenen Diensten pro Jahr erzielen. 2030 sollen es jährlich dann schon 20 Milliarden Euro sein. Zum Beginn des nächsten Jahrzehnts sollen 34 Millionen vernetzte Autos des Konzerns auf den Straßen unterwegs sein, mit denen Stellantis Geld erwirtschaften will. Derzeit zählt das Unternehmen weltweit zwölf Millionen solche Autos.

Audi kooperiert mit Alibaba, Baidu und Tencent

Audi hat sich mit mehreren führenden chinesischen Technologieunternehmen zusammengeschlossen. Das Unternehmen arbeite künftig mit der Alibaba Group Holding, Baidu und Tencent Holdings in den Bereichen Big Data und urbane Mobilität zusammen, erklärt Giorgio Delucchi, Vertriebschef für das chinesische Festland und Hongkong in der "South China Morning Post". Audi strebe die besten Technologien für Infotainment, autonomes Fahren und digitale Konnektivität für ihre kommenden Elektrofahrzeuge an. Autonomes Fahren, digitale Konnektivität und hoch entwickeltes In-Car-Entertainment sein die Schlüsselbereiche, die Audi erforschen werde, da das Unternehmen bestrebt sei, der Konkurrenz in China voraus zu sein, so Delucchi.

Tabakkonzern BAT mit mehr Käufern von Zigaretten-Alternativen

Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) hat in den ersten neun Monaten mehr Kunden für seine Zigaretten-Alternativen gewonnen als im kompletten Jahr 2020. Das Management sieht sich damit weiterhin auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen. "2021 ist ein entscheidendes Jahr auf dem Weg unseres Umbaus, und wir machen auch exzellente Fortschritte zu unserem Umsatzziel von fünf Milliarden britischen Pfund im Jahr 2025", sagte Konzernchef Jack Bowles. Die nicht-brennbaren Rauchmittel seien inzwischen ein gewichtiger Wachstumstreiber und dürften sich in diesem Jahr durch schrumpfende Verluste erstmals auch positiv auf das Konzernergebnis auswirken. Der Bereich soll 2025 profitabel sein.

Ex-Springer-Vorstand soll Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 leiten

Ex-Springer-Vorstand Andreas Wiele (59) soll der neue Aufsichtsratschef des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 werden, teilte das TV-Unternehmen mit. Am 5. Mai 2022 ist die Hauptversammlung geplant, bei der gewählt wird. Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende, Werner Brandt (67), kandidiere nach zwei Amtsperioden nicht mehr. Wiele war über Jahrzehnte für den Medienkonzern Axel Springer in Berlin ("Bild", "Welt") tätig. 2020 gab er nach fast 20 Jahren sein Vorstandsmandat auf und schied aus dem Konzern aus.

Samsung strukturiert um

Der Elektronikriese Samsung will seine Sparten anders ordnen und sein Management neu aufstellen. Die Segmente Konsumenten und Mobil sollen in eine neu geschaffene SET-Division zusammengeführt werden, teilte der Konzern mit. Diese solle von Jong-Hee Han geleitet werden, der nach Unternehmensangaben bislang als Experte in Sachen TV-Forschung und -entwicklung in Erscheinung getreten war. Mit der neuen Sparte werden unter anderem die Geschäfte rund um Fernseher und Smartphones zusammengeführt.

Die fortan zweite und wichtige Sparte des Apple-Rivalen rund um Halbleiter, Speicherplatz und Chipherstellung für externe Kunden soll dann von Kyehyun Kyung geleitet werden. Kyung war zuletzt Chef von Samsung Electro-Mechanics und gilt als Experte für Halbleiterdesign.

Intel will Mobileye an die Börse bringen

Aktien des Chipherstellers legten heute in einem freundlichen Gesamtmarktumfeld an der Wall Street zu. Auch, weil der Konzern seine israelische Tochter Mobileye an die Börse bringen. Der Schritt sei um die Jahresmitte 2022 geplant. Intel will nach dem Börsengang Mehrheitseigner beim Entwickler von Technologien zum autonomen Fahren bleiben.

Bei dem Börsengang könne Mobileye mit mehr als 50 Milliarden Dollar bewertet werden, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Intel-Chef Gelsinger widersprach nicht, als die Zahl im CNBC-Interview genannt wurde. Ganz Intel war am Dienstag gut 215 Milliarden Dollar wert. Intel hatte Mobileye 2017 für rund 15 Milliarden Dollar gekauft. Für das laufende Jahr rechnet Mobileye mit einer Umsatzsteigerung von 40 Prozent nach Erlösen von rund einer Milliarde Dollar im vergangenen Jahr. Die Firma arbeitet operative profitabel Gewinn, in den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es schwarze Zahlen von 361 Millionen Dollar.

Republikaner aus US-Kongress soll Trumps Medienunternehmen leiten

Der republikanische Kongressabgeordnete Devin Nunes soll künftig das von Ex-Präsident Donald Trump gegründete Medienunternehmen leiten, teilte die Firma Trump Media & Technology Group mit. Nunes werde das US-Repräsentantenhaus verlassen und seine neue Rolle im Januar 2022 antreten. Der Abgeordnete aus Kalifornien sitzt seit 2003 in der Kongresskammer und hat sich in der Vergangenheit als Unterstützer Trumps hervorgetan. Trump hatte im Oktober angekündigt, er wolle ein alternatives soziales Netzwerk namens "Truth Social" gründen - unter dem Dach des Medienunternehmens. Ziel sei es, der "Tyrannei" der großen Tech-Unternehmen die Stirn zu bieten.

Über dieses Thema berichtete BR24 im Radio am 07. Dezember 2021 um 22:38 Uhr.