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Marktbericht

DAX gibt nach Die Lage bleibt wackelig

Stand: 23.02.2021 22:20 Uhr

An der Börse müssen sich die Anleger derzeit mit neuen Zins- und Corona-Ängsten auseinandersetzen. Da ging heute so mancher lieber auf Nummer sicher und nahm Gewinne mit.

Steigende Rentenrenditen und das Damoklesschwert einer dritten Corona-Welle lasten derzeit auf dem Aktienmarkt. In dieses eingetrübte Umfeld hinein nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem der Markt zuletzt sehr gut gelaufen war. Der Leitindex DAX verlor am Ende 0,6 Prozent und schloss bei 13.864 Punkten. Im Tagestief war der Index bereits über zwei Prozent abgesackt und hatte bei 13.664 Punkten sein Tagestief markiert.

Ganz so schlimm kam es dann letztlich aber doch nicht, auch weil der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, den expansiven Kurs der Fed am Nachmittag bestätigte. Am Vorabend hatte bereits EZB-Chefin Christine Lagarde Beruhigungspillen verteilen müssen angesichts gestiegener Inflationsängste und anziehender Rentenrenditen.

Zweite Reihe besonders betroffen

Aber die Verluste sind nicht wegzudiskutieren, die Anleger machten nach den jüngsten Gewinnen Kasse. Lediglich Freizeitaktien legten zu, nachdem der britische Premierminister Johnson am Vorabend einen Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen für sein Land bis zum Juni angekündigt hatte. Gewinnmitnahmen gab es vor allem bei Titeln aus der zweiten Reihe, die, vom Konjunkturoptimismus getragen, zuvor besonders gut gelaufen waren. Der MDAX verlor 1,2 Prozent auf 31.643 Punkte und damit deutlich stärker als der DAX.

"Die Unsicherheit in dieser Woche resultiert daraus, dass eine ungefähr ein Jahr andauernde wirtschaftliche Erholung in den Kursen schon eingepreist ist und nun die weiteren Kurstreiber fehlen", sagte Marktbeobachter Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. Zuletzt wurde schon die Sorge vor einer steigenden Inflation und höheren Zinsen vermehrt als Gefahr für Aktien angesehen, nun kommen Marktbeobachtern zufolge hohe Bewertungen hinzu. Diese seien eine schwere Last vor allem für gut gelaufene Aktien. Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen stieg heute von minus 0,36 auf minus 0,35 Prozent.

Sorge vor einer dritten Welle

Auch wenn das bisherige Dauerthema derzeit nicht ganz oben auf der Agenda der Börse steht, die Erfahrung zeigt, dass sich das ganz schnell ändern kann. Denn die aktuelle Corona-Entwicklung sorgt wieder für mehr Verunsicherung. Mutierte Viren breiten sich immer stärker aus und drohen, die jüngsten Erfolge im Kampf gegen die Pandemie zu gefährden. Gleichzeitig gehen die Impfungen eher im Schneckentempo weiter.

Manche Experten sprechen schon davon, dass wegen der Mutationen eine dritte Welle nicht mehr aufzuhalten sei. Währenddessen diskutieren Politik und Wirtschaftsverbände über Lockerungen nach dem 7. März, dem anvisierten Ende des derzeit gültigen verschärften Lockdowns. Ob der Termin gehalten werden kann, ist derzeit aber fraglich.

Neue Lieferengpässe bei AstraZeneca

Am Abend wurde dann noch bekannt, dass der schwedisch-britische Hersteller AstraZeneca im zweiten Quartal seinen Lieferverpflichtungen in die EU nicht vollumfänglich werde nachkommen können. Dies sagte ein EU-Vertreter am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Doch könnten diese Mengen theoretisch aus anderen Impfstofffabriken des Herstellers wettgemacht werden. Es gebe noch keinen akzeptierten Lieferplan für das Quartal. Der EU-Vertreter reagierte damit auf Medienberichte, wonach AstraZeneca die Lieferung im zweiten Quartal von 180 auf 90 Millionen Dosen halbieren wolle. Dies sei so nicht zu bestätigen, hieß es. Offiziell teilte die Kommission mit, die Verhandlungen mit AstraZeneca über den Lieferplan liefen noch.

Wall Street holt Verluste wieder auf

Was anfangs noch wie ein ziemliches Desaster besonders für die US-Technologieaktien ausgesehen hatte, endete doch noch versöhnlich. Alle großen US-Aktienindizes holten im Handelsverlauf ihre Verluste wieder auf und drehten im späten Geschäft sogar noch (fast) alle ins Plus. Am besten hielt sich mal wieder der Leitindex Dow Jones, der am Ende des Tages leicht um 0,1 Prozent auf 31.537 Punkte zulegt, im Tagestief aber auch nur 0,6 Prozent verloren hatte.

Bei Technologieaktien war der Umschwung hingegen bemerkenswert. Der Nasdaq Composite-Index, der mit einem Minus von bis zu 3,8 Prozent sehr schwach in den Tag gestartet war, schloss ein halbes Prozent leichter bei 13.465 Punkten. Der Composite-Index sackte im Tief bis auf 13.003 Punkte ab. Ähnlich stark der Auswahlindex Nasdaq 100, der bei 13.194 Punkten schloss, ein leichter Tagesverlust von 0,2 Prozent. Das Tagestief lag hier bei 12.758 Punkten. Auch der breiter aufgestellte S&P-500-Index erholte sich im Verlauf und ging bei 3881 Punkten um 0,1 Prozent höher aus dem Handel. Zur Eröffnung lag das Minus noch bei rund 1,5 Prozent.

Inflationsängste treiben die Märkte um

Trotz der Erholung ist Fakt, auch in Amerika wird der Markt derzeit von den steigenden Rentenrenditen belastet. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen kletterte gestern auf 1,362 Prozent. Mit 1,394 Prozent erreichte sie zeitweise den höchsten Stand seit etwa einem Jahr.

Der Zinsanstieg geht zurück auf steigende Inflationserwartungen im Land. Dort sorgen nicht nur der zügige Fortgang der Impfkampagne und rückläufige Neuinfektionen für Auftrieb. Auch das anvisierte Konjunkturpaket der US-Regierung in Billionenhöhe lässt die Wachstums- und Inflationserwartungen steigen.

Powell sieht noch einen langen Weg

Unmittelbarer Auslöser für die Intra-Day-Erholung aber war die mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell. Dessen Ausführungen dämpften die größten Sorgen der Investoren, denn Powell bestätigte jüngste Positionen.

Demnach sei es noch ein weiter Weg bis Wirtschaft der USA die Folgen der Corona-Krise überwunden habe und die Ziele der Notenbank erreichen würde. Die Aussichten hätten sich aber dank der Impfungen verbessert, sagte Powell. Powell sieht Inflationsgefahren durch das geplante Konjunkturpaket der US-Regierung nicht. Er verwies auf die erhöhte Arbeitslosigkeit und die abgeschwächte Erholung am Arbeitsmarkt.

"Der oberste US-Notenbanker bleibt seiner vorsichtigen Linie mit Blick auf die Einschätzung der konjunkturellen Perspektiven treu", kommentierte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW. Die voranschreitende Konjunkturerholung dürfte also noch für längere Zeit nicht durch geldpolitische Kursänderungen bedroht werden. Diese Erkenntnis kam an der Börse gut an.

Euro wenig bewegt

Die europäische Gemeinschaftswährung wird am späten Abend bei 1,2149 Dollar kaum verändert gehandelt. Am Morgen hatte sie noch an die Vortagesgewinne angeknüpft und war bis 1,2180 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2143 (Montag: 1,2133) Dollar fest. Die Powell-Rede bewegt den Markt kaum, ebenso wie das überraschend höhere US-Verbrauchervertrauen.

Die angekündigte Lockerung der Corona-Beschränkungen in England ließ Anleger hingegen weiter zum Pfund Sterling greifen. Die britische Währung stieg bis auf 1,4117 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit April 2018. "Mein Gefühl ist, dass die Bühne für 1,45 Dollar bereitet ist", sagte Devisen-Experte Neil Jones von der Mizuho Bank.

Verbraucherpreise im Euroraum steigen

Gleiches galt für Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Inflationsrate ist nach Monaten sinkender Preise im Euroraum zum Jahresstart erstmals wieder gestiegen. Im Januar zogen die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent an, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. Hinter dem Anstieg stehen unter anderem die Energiepreise, die weniger stark sanken als in den Monaten zuvor. Zudem machte sich die Rücknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung in Deutschland bemerkbar.

Fresenius erhöht die Dividende

Am deutschen Aktienmarkt nimmt die Berichtssaison weiter an Fahrt auf. Der Gesundheitskonzern Fresenius hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang um drei Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro verbucht. Grund waren Probleme der Dialysetochter FMC. Im laufenden Jahr dürfte ohne Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung von FMC das währungsbereinigte Konzernergebnis im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, inklusive FMC sich mindestens stabil entwickeln. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine vier Cent höhere Dividende von 88 Cent je Aktie erhalten.

Daimler baut Motoren zusammen mit Cummins

Der Lkw-Bauer Daimler will künftig bei mittelschweren Nutzfahrzeugmotoren mit dem US-Motorenbauer Cummins kooperieren. Dafür ist eine strategische weltweite Partnerschaft geplant, für die die Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet haben, wie Daimler Truck am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Weitere Schritte der Zusammenarbeit würden ausgelotet. Künftig würden weltweit Motoren von Cummins in Lkw und Bussen von Daimler Trucks & Buses eingesetzt. Daimler selbst will den Fokus auf die Weiterentwicklung emissionsfreier Antriebstechnik legen und sich auf schwere Antriebsstränge konzentrieren.

HeidelbergCement mit besserem Ergebnis

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat sein Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent gesteigert. Das Unternehmen schnitt damit etwas besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank auf vergleichbarer Basis um 4,6 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Der erste Lockdown im Frühjahr hatte Absatz und Umsatz einbrechen lassen, was im Jahresverlauf nicht mehr ganz aufgeholt wurde. HeidelbergCement verkaufte weniger Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton. Für das laufende Jahr erwartet das Management in vielen Märkten eine Aufwärtsentwicklung, wenn es keinen Rückschlag in der Pandemie geben sollte.

Neuer Chef bei VW-Tochter Scania

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Scania bekommt einen neuen Chef. Christian Levin kommt von der Münchener VW-Nutzfahrzeugholding Traton zur Tochtermarke nach Schweden, wie der Konzern mitteilte. Der bisherige Scania-Chef Henrik Henriksson verlässt nach 23 Jahren Zugehörigkeit das Unternehmen und geht zum Stahlhersteller H2 Green Steel. Levin war zuletzt bei Traton für das Tagesgeschäft verantwortlich und wird auch weiter einen Sitz im Traton-Vorstand behalten.

Covestro hofft auf 2021

Der Kunststoffkonzern Covestro hat im vergangenen Jahr 14 Prozent weniger umgesetzt und 17 Prozent weniger verdient. Für das laufende Jahr stellte der DAX-Konzern Ergebnisse über dem Niveau von vor der Pandemie in Aussicht.

Software AG denkt über Zukäufe nach

Die Software AG will ihr Geschäft mit Zukäufen stärken. Es werde selektiv nach kleinen oder mittelgroßen Firmen Ausschau in bestehenden oder neuen Märkten gehalten, sagte Firmenchef Sanjay Brahmawar zu Journalisten am Dienstag zu Beginn des Kapitalmarkttages des Darmstädter MDax-Unternehmens.

Gesucht werde vor allem auf dem wichtigsten Markt, den USA, sowie Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland. Akquisitionen seien nicht nötig, um wie geplant die Umsatzmilliarde im Jahr 2023 zu knacken. Allerdings will Brahmawar in den Jahren darauf die Marke von 1,5 Milliarden Euro in Angriff nehmen. Wie SAP will sich Software AG stärker auf die Cloud ausrichten und damit auf wiederkehrende Umsätze durch Abonnements statt auf Lizenzen, die einmalig bezahlt werden.

Osram stellt das Geschäftsjahr um

Der Lichtkonzern Osram passt sein Geschäftsjahr an das Kalenderjahr an und verabschiedet sich damit von einem Teil seiner Historie. Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom Dienstag marschieren die Münchner ab 2022 im Gleichschritt zu ihrer neuen Mutter AMS. Osram hatte bisher, wie der frühere Mutterkonzern Siemens, ein abweichendes Geschäftsjahr von Oktober bis September. Andere ehemalige Siemens-Teile wie Siemens Energy, Siemens Healthineers oder Infineon pflegen dieses abweichende Geschäftsjahr weiterhin.

Pfeiffer Vacuum erhöht seine Dividende

Der Vakuumpumpenhersteller Pfeiffer erhöht die Dividende trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs unerwartet und deutlich. Aktionäre sollen für das vergangenen Jahr mit 1,60 Euro je Papier nun 35 Cent mehr bekommen als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer etwas geringeren Ausschüttung gerechnet.

Rational rechnet mit keinem Boom

Der Großküchenausrüster Rational erwartet nach dem Umsatz- und Gewinneinbruch im Jahr 2020 nun doch noch keine durchgreifende Erholung. Absatz und Umsatz dürften in diesem Jahr jeweils nur leicht steigen, teilte das im MDAX notierte Unternehmen mit. Die Kunden aus der Hotellerie und Gastronomie seien stark verunsichert. Im vergangenen Jahr 2020 war der Umsatz um 23 Prozent auf 650 Millionen Euro eingebrochen, das operative Ergebnis halbierte sich auf 107 Millionen Euro.

Heinz-Hermann Thiele überraschend verstorben

Wie am Abend bekannt wurde, ist der Mehrheitsgesellschafter der Knorr Bremse AG im Alter von 79 Jahren in München überraschend verstorben. Thiele war bis 2007 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, von 2007 bis 2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats und ab Juli 2020 dessen stellvertretender Vorsitzender. Zudem ist er über seine KB Holding Gmbh Zu 15,52 Prozent an der Lufthansa beteiligt. Der Self-Made-Milliardär, der bei Knorr-Bremse 1969 als Patent-Sachbearbeiter begann, hatte seinen Arbeitgeber 1985 in der Krise übernommen und vom Mittelständler zum Weltmarktführer für Lastwagen- und Zug-Bremsen ausgebaut.

Instone übertrifft sich selbst

Der Immobilienentwickler Instone hat 2020 mehr verdient als er selbst erwartet hatte. Das bereinigte Nachsteuerergebnis dürfte rund 40 Millionen Euro betragen, teilte der SDAX-Konzern am Dienstag in Essen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Instone hatte hier 30 bis 35 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Beim bereinigten Umsatz rechnet Instone mit etwa 480 Millionen Euro, ausgegeben hatte der Konzern als Ziel 470 bis 500 Millionen Euro.

Damit liegt das Unternehmen deutlich unter den Kennziffern vom Vorjahr. Die Corona-Krise hatte Instone zugesetzt. Insbesondere wegen des ersten Lockdowns war die Nachfrage zurückgegangen und Projekte mussten verschoben werden. Im laufenden Jahr will Instone ein bereinigtes Ergebnis von 90 bis 95 Millionen Euro und einen Umsatz von 820 bis 900 Millionen Euro erreichen. Beim Umsatz hatte Instone zuvor 900 Millionen bis eine Milliarde erwartet.

Corestate leidet unter Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Immobilienfirma Corestate aus dem SDAX überraschend in die roten Zahlen gedrückt. 2020 sei ein bereinigter Konzernverlust von 48 Millionen Euro angefallen. "Dauer und Stärke der zweiten Welle der Pandemie führen in einigen Segmenten zu deutlichen Bewertungsabschlägen", erklärte Vorstandschef René Parmantier. Betroffen gewesen seien etwa Büro- und Handelsimmobilien. Corestate hatte zuletzt noch einen Gewinn von 25 bis 50 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Scout24 erwartet mehr Wachstum

Der Online-Marktplatz Scout24 hat im abgelaufenen Jahr seinen Umsatz im 1,2 Prozent auf 353,8 Millionen Euro gesteigert. Grund waren mehr private Immobilienanzeigen für Wohnungen. Das bereinigte Ergebnis stieg um 1,4 Prozent auf 212,3 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet Scout24 mit mittleren bis hohen einstelligen Zuwachsraten für das private und einen leichten Zuwachs für das gewerbliche Geschäft.

Jost-Werke profitieren von Übernahme

Der Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke hat seinen Umsatz trotz der Krise im vergangenen Jahr um acht Prozent gesteigert. Grund war auch die Übernahme der schwedischen Alö-Gruppe. Das bereinigte operative Ergebnis sank um knapp fünf Prozent.

ElringKlinger profitiert von seiner Sparsamkeit

Der Autozulieferer ElringKlinger hat trotz eines 14-prozentigen Umsatzrückgang im vergangenen Jahr sein operatives Ergebnis in etwa stabil gehalten. Grund waren erfolgreiche Sparmaßnahmen. Der Konzern machte noch keine Angaben zu Überschuss, Auftragseingang, Dividende und Ausblick.

Flatexdegiro boomt

Der Online-Broker Flatexdegiro hat im vergangenen Jahr vom Boom an den Börsen profitiert. Der Umsatz verdoppelte sich auch dank der Übernahme des Brokers Degiro 2020 auf 261. Das bereinigte Betriebsergebnis verdreifachte sich auf 114 Millionen Euro. Bis zum Jahresende soll die Kundenzahl von 1,25 auf 1,8 bis zwei Millionen steigen.

Facebook einigt sich mit Australien

Facebook wird nach eigenen Angaben australische Nachrichtenseiten wieder auf seine Plattform nehmen. "Wir sind zufrieden, dass die australische Regierung einer Reihe von Änderungen zugestimmt hat, die unsere zentralen Bedenken adressieren", erklärte das Unternehmen. Australien will ein Gesetz auf den Weg bringen, dass Facebook und Google dazu zwingt, Medienunternehmen für ihre Inhalte zu bezahlen. Facebook hatte im Streit um das Gesetz vergangene Woche den Zugang zu Nachrichten- und Katastrophendiensten in Australien vergangene Woche unterbunden.

Gewinneinbruch bei HSBC

Bei der britischen Großbank HSBC hat sich im vergangenen Jahr die Pandemie deutlich bemerkbar gemacht. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern fiel vor allem wegen einer deutlich erhöhten Risikovorsorge für Kreditausfälle um fast die Hälfte auf etwas mehr als zwölf Milliarden Dollar. Die operativen Erträge sanken um acht Prozent auf 50 Milliarden Dollar.

Lucid Motors geht an die Börse

Der kalifornische Elektroauto-Entwickler Lucid Motors will an die Börse gehen und strebt dabei eine ungewöhnlich hohe Bewertung von 24 Milliarden Dollar an. Lucid fusioniert mit einer bereits börsennotierten Firma und sichert sich dabei eine neue Finanzierung im Umfang von rund 4,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Lucid gehört seit einem finanziellen Engpass im Jahr 2018 mehrheitlich der staatlichen Finanzierungsgesellschaft Saudi-Arabiens. Die Firma will in diesem Jahr die Produktion ihres ersten Modells Lucid Air aufnehmen, das unter anderem mit dem Model S von Tesla konkurrieren soll.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Februar 2021 um 17:00 Uhr.