Slime Museum Sloomoo in New York | Bildquelle: AP

Sloomoo-Museum in New York Schleimen macht glücklich

Stand: 22.11.2019 14:55 Uhr

Slime begeistert seit Generationen Kinder - und entgeistert nicht selten ihre Eltern. Das Sloomoo-Museum in New York zeigt jetzt: Der Spielzeugschleim kann auch Generationen verbinden.

Von Antje Passenheim, ARD-Studio New York

Einschleimen bitte! Eintauchen mit Haut und Haar in die pinkfarbene Glibbermasse. Aus Eimern regnet sie in den Sloomoo-Falls - und die Slimer unter Plastikponchos lieben es: Sie spielen mit Slime, laufen im Slime und werfen ihn nach Herzenslust an die Wand.

"Das ist unsere Slime-und-nochmal-Wand. Du kannst eine Handvoll daran klatschen und dann davor ein Foto von Dir machen", sagt Sara Schiller, eine der beiden Gründerinnen des Popup-Museums in Soho.

Sara Schiller im Slime Museum Sloomoo in New York | Bildquelle: AP
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Voll verschleimt: Sara Schiller in ihrem Element

Wie alle Mitarbeiter trägt sie einem spacigen Overall, wenn sie vorbeigleitet an der Wand der herabtriefenden Slimenasen oder den zahlreichen Becken, in denen Kinder und Erwachsene glücklich kneten und patschen - in gelbem, rotem, grünen Slime. Glitzernd, glänzend, stumpf und cremig - alles ist dabei.

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Für alle Sinne etwas
 

Slime kommt immer wieder

Millionengeschäft mit dem Glibber
 

Essen sollte diesen Slime allerdings keiner. Die zähe, dehnbare, hüpfende Substanz aus Klebstoff und Borax ist nicht bekömmlich. Sie wurde versehentlich während des Zweiten Weltkriegs erfunden. Damals wollte ein Chemiker eigentlich einen synthetischen Ersatz für Gummi kreieren.

Slime und Borsäure

Viele Slime-Produkte enthalten Borsäure. Verschlucken oder Kontakt mit der Chemikalie kann Durchfall, Erbrechen oder Krämpfe auslösen. Zudem steht es im Verdacht, das Fortpflanzungssystem zu schädigen. Laut Stiftung Warentest und Ökotest überschreiten viele der angebotenen -Produkte die zulässigen Grenzwerte. Slime-Produzentin Amy Standen empfiehlt auf ihrer Website, ihre Produkte nicht an Kindern unter 14 Jahren abzugeben.

In den 1970er-Jahren hatte die leuchtend grüne Glibbermasse aus der kleinen Plastiktonne dann ein Comeback. Seitdem hat Slime sich mächtig weiterentwickelt, sagt Amy Standen, die "Chefschleimerin": "Ich sah es auf Instagram und dachte: Oh, das kann ich auch machen. Also habe ich mir die Zutaten besorgt. Ich verkaufe meinen Slime auf einer Internet-Plattform. Und das Geschäft läuft - all die Farben, Konsistenzen, Gerüche."

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