Picasso-Gemälde "Les femmes d'Alger"

Versteigerung im Auktionshaus Christie's Picasso-Gemälde erzielt Rekordpreis

Stand: 12.05.2015 02:43 Uhr

Das Ölgemälde "Les femmes d'Alger" von Pablo Picasso hat bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie's in New York zum Weltrekord-Preis von 179,3 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt. Der bisherige Rekord wurde um fast 40 Millionen Dollar überboten.

Ein Bild von Pablo Picasso hat bei einer Auktion in New York einen Preis von 179,3 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) erzielt und ist damit das teuerste jemals versteigerte Gemälde. Inklusive aller Gebühren kommt der Gesamtpreis sogar auf rund 179,4 Millionen Dollar. Das Ölbild "Les femmes d'Alger" ("Die Frauen von Algier"), das der spanische Künstler 1955 malte, wechselte bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie's nach elf Minuten den Besitzer.

Die Versteigerung bei "Christie's"

Der Körpereinsatz hat sich ausgezahlt: Weltrekord-Versteigerung bei "Christie's".

Das Startgebot hatte bei 100 Millionen Dollar gelegen. Der erzielte Preis überstieg die vorab von Christie's erwarteten 140 Millionen Dollar deutlich. Den bisherigen Rekord hatte das Triptychon "Three Studies of Lucian Freud" ("Drei Studien von Lucian Freud") des Malers Francis Bacon gehalten. Es war 2013 ebenfalls bei Christie's in New York für 142,4 Millionen Dollar versteigert worden.

Das nun versteigerte Bild war eines der letzten bedeutenden Picasso-Werke, das sich bis zuletzt in Privatbesitz befand. Das 114 mal 146 Zentimeter große, knallbunte Gemälde zeigt eine Szene aus einem Harem und war eine Hommage von Picasso an seinen 1954 verstorbenen Kollegen Henri Matisse.

Pablo Picasso im Jahr 1971

Der Meister: Pablo Picasso im Jahr 1971.

Noch 14 weitere Versionen

"Les femmes d'Alger" war ursprünglich im Besitz des inzwischen gestorbenen US-Sammlerehepaars Victor und Sally Ganz, die es 1956 direkt von Picassos Galerist Daniel Kahnweiler kauften. Von dem Werk gibt es 15 Versionen. Das Ehepaar Ganz kaufte alle für damals insgesamt 212.500 Dollar, verkaufte sie jedoch später nach und nach wieder.

Bei dem Werk, das nun versteigert wurde, handelt es sich um die Version "O". Sie war zuletzt 1997 bei einer Auktion aufgetaucht und damals für rund 32 Millionen Dollar verkauft worden. Zuletzt gehörte das Bild nach Angaben von Christie's einem "sehr privaten Sammler aus New York".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Mai 2015 um 09:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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artist22 12.05.2015 • 10:40 Uhr

@Ceterum censeo... 10:20 von Gastkörper

"Ehrlích gesagt, ich möchte den Knall nicht erleben." Um mit Cato dem Älteren zu sprechen 'Nichts wissen ist keine Schande, aber nichts lernen wollen.' Zum Bleistift, dass jede Ausschweifung ihre Folgen hat. Gesellschaftliche erstrecht. Ich werde den 'Knall' wohl zum Glück nicht mehr erleben, aber alles tun die Nachfolgenden vorzubereiten..