Eine Szene aus dem Film "Im Westen nichts Neues" | dpa

Deutsche Nominierung "Im Westen nichts Neues" soll den Oscar holen

Stand: 24.08.2022 21:25 Uhr

Vor 15 Jahren gewann zuletzt ein deutscher Film den Academy Award in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Diesmal geht die Verfilmung des Romans von Erich Maria Remarque ins Rennen um die Oscars.

Der Film "Im Westen nichts Neues" wird ins Rennen um die US-amerikanischen Academy Awards, bekannt als Oscars, geschickt. Das teilte die Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, mit.

Eine Jury hat den Film von Regisseur Edward Berger aus insgesamt neun Bewerbungen ausgewählt. "Erich Maria Remarque hat vor fast 100 Jahren ein Buch geschrieben, das heute leider relevanter ist, als wir es erwartet haben", sagte Berger. "Dass wir nun mit unserem Film in das Rennen um die Oscars gehen sollen, ist für uns eine sehr große Ehre. Es ist ein weiter Weg."

Die Wahl des deutschen Beitrags ist nur eine Vorstufe im Rennen um den Academy Award in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Im Dezember wird die 15 Titel umfassende Shortlist aus den internationalen Bewerbern bekanntgegeben. Aus dieser Shortlist werden wiederum fünf nominierte Filme gekürt. Die Verleihung der Preise findet am 12. März 2023 statt.

"Das Leben der Anderen" gewann 2007

Im vergangenen Jahr hatte es die futuristische Tragikomödie "Ich bin dein Mensch" von Regisseurin Maria Schrader zwar auf die Shortlist geschafft - aber nicht in die Endrunde. Der bislang letzte deutsche Film, der den Oscar erhielt, war 2007 das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck.

Die anderen deutschen Bewerber für den die kommende Oscarverleihung waren "Lieber Kurt" von Til Schweiger, "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" von Andreas Dresen, "Alle reden übers Wetter" von Annika Pinske, "Alles in bester Ordnung" von Natja Brunckhorst, "Der Passfälscher" von Maggie Peren, "Nico" von Eline Gehring, "Niemand ist bei den Kälbern" von Sabrina Sarabi und "Wir könnten genauso gut tot sein" von Natalia Sinelnikova.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. August 2022 um 23:00 Uhr in den Nachrichten.