Menschen stehen in Tübingen in einem Biergarten an der Kasse an, um Essen und Trinken zu bestellen.  | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Pilotprojekt in Tübingen läuft weiter ++

Stand: 26.03.2021 22:52 Uhr

Das baden-württembergische Sozialministerium erlaubt Tübingen eine Verlängerung seines Pilotprojekts. In Polen erreichten die Neuinfektionen den dritten Tag in Folge einen Rekordwert. Alle Entwicklungen in der Corona-Krise vom Freitag zum Nachlesen im Liveblog.

  • Pilotprojekt in Tübingen kann weiterlaufen
  • Brandenburg kündigt Ausgangsbeschränkung über Ostern an
  • Rekordwert bei Neuinfektionen in Polen
  • NRW lässt bei negativen Tests Ausnahmen von Notbremse zu
  • EU-Behörde gibt grünes Licht für zwei neue Impfstoff-Werke
  • Infektionszahlen auf Mallorca weiterhin niedrig
  • RKI meldet 21.573 Neuinfektionen
26.3.2021 • 23:00 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

26.3.2021 • 22:53 Uhr

Serbien impft Asylbewerber

Als erstes europäisches Land hat Serbien damit begonnen, Asylsuchende aus Flüchtlingsunterkünften gegen das Coronavirus zu impfen. Die ersten von ihnen erhielten am Freitag in einem Lager außerhalb von Belgrad ihre Spritze mit dem Mittel von AstraZeneca.

"Das ist ein sehr, sehr besonderer Tag", sagte die Vertreterin des UN-Flüchtlingshilfswerks in Serbien, Francesca Bonelli. Er zeige, wie Flüchtlingen in dem Balkanstaat miteinbezogen würden. Die serbischen Behörden boten auch den Menschen aus Nachbarländern wie Bosnien und Nordmazedonien Impftermine an. 

Tausende Flüchtlinge und Migranten warten in Serbien und Bosnien darauf, in die EU zu kommen. Rund 530 meldeten sich bis Freitag in Serbien für eine Impfung an. Dort schreiten die Impfungen schneller voran als in jedem anderen europäischen Staat, weil dort auch russische und chinesische Vakzine genutzt werden, die in der EU noch nicht zugelassen sind. Dennoch stieg die Zahl der Infizierten und Toten zuletzt wieder deutlich an.

26.3.2021 • 20:52 Uhr

Maya-Ruinen in Mexiko über Ostern geschlossen

Die Behörden auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán klagen über eine mangelnde Maskendisziplin bei Touristen inmitten der Corona-Pandemie. Es sei frustrierend zu sehen, wie Hunderte Menschen ohne Mund-Nasen-Bedeckung durch die archäologischen Stätten von Tulúm spazierten, sagte der amtierende Polizeichef Staats Quintana Roo, Lucio Hernández Gutiérrez. Am schlimmsten seien in dieser Beziehung Touristen.

Die berühmte Maya-Ruinenstätte Chichén Itzá im benachbarten Staat Yucatán bleibt nach einer Entscheidung der Behörden über Ostern geschlossen, um eine Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die weitläufige Tempelanlage ist die am zweithäufigsten besuchte archäologische Stätte des Landes und zieht normalerweise rund 1,8 Millionen Besucher im Jahr an. Zum zweiten Mal in Folge wird auch das in ganz Lateinamerika bekannte, mehrtägige Passionsspiel der Kreuzigung Christi in Mexiko-Stadt ohne Zuschauer aufgeführt und stattdessen im Fernsehen übertragen. In den vergangenen Jahren hatte das seit 1843 abgehaltene Passionsspiel zwei Millionen Zuschauer angelockt.

26.3.2021 • 20:42 Uhr

Tschechien verlängert Notstand um zwei Wochen

In Tschechien wird der Corona-Notstand um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert. Im Parlament in Prag stimmten am Abend 53 Abgeordnete dafür, dagegen waren 34. Ministerpräsident Andrej Babis sagte, es gebe Hoffnung, dass dies der letzte Lockdown sein könnte. Zugleich bat er seine Landsleute um Geduld.

Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. In Tschechien darf man seinen Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten forderte die Regierung auf, diese Maßnahme spätestens nach Ostern aufzuheben. Zudem solle die Maskenpflicht entfallen, wenn man allein auf der Straße ist.

Die Corona-Lage verbessert sich in dem EU-Land nur langsam. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach aktuellen Zahlen immer noch mehr als 500 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an. In Deutschland liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 119. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem 10,7-Millionen-Einwohner-Land mehr als 1,5 Millionen Infektionen und 25.639 Todesfälle.

26.3.2021 • 20:02 Uhr

Zahl der Intensivfälle in Frankreich auf Jahreshöchstwert

In Frankreich hat die Zahl der Corona-Erkrankten auf den Intensivstationen mit 4766 den höchsten Stand in diesem Jahr erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 41.869 deutlich höher als vor einer Woche mit 35.088. Präsident Emmanuel Macron hat mit Blick auf die Lage in den Krankenhäusern erklärt, vermutlich würden wegen der dritten Welle neue Beschränkungen notwendig werden.

26.3.2021 • 19:56 Uhr

EU genehmigt weitere Hilfen für Alitalia

Die EU-Kommission hat Hilfen der italienischen Regierung in Höhe von 24,7 Millionen Euro für die staatliche Fluggesellschaft Alitalia genehmigt. Damit steige die insgesamt erlaubte Summe im Zusammenhang mit der Pandemie auf fast 300 Millionen Euro, hieß es in einer Erklärung. Die EU und die Regierung in Rom führen Verhandlungen über eine Neuaufstellung der seit Jahren strauchelnden Airline.

26.3.2021 • 19:52 Uhr

Türkischer Ärztebund fordert Kurswechsel der Regierung

Der türkische Ärztebund TTB fordert angesichts hoher Fallzahlen einen Kurswechsel der Regierung. Es müssten Bewegungs- und Kontaktbeschränkungen verhängt werden, heißt es in einer Erklärung. Die Türkei stehe "wie viele andere Länder in Europa vor einem Tsunami". Die Regierung sei nicht in der Lage, die Pandemie zu bewältigen, die Verantwortlichen im Gesundheitsministerium sollten zurücktreten. Die Regierung in Ankara hat eine langsame Rückkehr zum normalen Leben angekündigt. Die Zahl der neuen Fälle betrug zuletzt gut 29.000, knapp unter dem bisherigen Jahreshöchstwert.

26.3.2021 • 19:50 Uhr

Brandenburg kündigt Ausgangsbeschränkung über Ostern an

Brandenburg steht vor einer Verschärfung der Corona-Regeln im privaten Umfeld. Während der Osterzeit vom 1. bis 6. April solle es eine Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander geben, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Ausnahmen aus triftigem Grund seien möglich. Darauf habe sich das Kabinett am Freitag verständigt, der Beschluss soll aber erst am Dienstag fallen.

Wenn die Inzidenz länger erheblich über 100 liegt, sollen Kreise und kreisfreie Städte weitere Schritte ergreifen. Lockerungen für Kultur und Tourismus sollten regional ab Mitte April über Modellprojekte möglich sein. Geplant ist eine App zur Nachverfolgung von Kontakten.

26.3.2021 • 19:48 Uhr

Pilotprojekt in Tübingen kann weiterlaufen

Weil es bisher keine Anzeichen für einen Anstieg der Infektionen gebe, erlaubt das baden-württembergische Sozialministerium der Stadt Tübingen, ihr Modellprojekt mit Corona-Schnelltests bis zum 18. April weiterzuführen. Nach Ostern soll der Versuch ausgewertet und weitere Projekte getestet werden. Zahlreiche weitere Städte und Kommunen in Baden-Württemberg wollen dem Modell folgen.

Seit dem 16. März können sich Menschen in Tübingen an mehreren Stationen kostenlos testen lassen, mit der Bescheinigung des Ergebnisses können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.

26.3.2021 • 18:45 Uhr

Laschet: "Die brasilianische Variante ist direkt hinter der Grenze in Frankreich"

Der CDU-Chef und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt hinsichtlich der Lockerungspläne des Saarlands zur Vorsicht. "Auch dort muss man vorsichtig bleiben, denn die brasilianische Variante, die noch gefährlicher ist, ist direkt hinter der Grenze in Frankreich", sagte Laschet im Fernsehsender Phoenix.

Armin Laschet | dpa

Der CDU-Chef und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet: "Wir müssen aufhören mit immer neuen Ankündigungen, Versprechungen, was wann kommt, sondern man muss einfach machen." Bild: dpa

Das Saarland will die Corona-Maßnahmen nach Ostern weitreichend lockern: Von Dienstag nach Ostern an sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein negativer Schnelltest, hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag angekündigt. Das hatte für teils scharfe Kritik gesorgt.

Laschet plädierte auch dafür, in der Corona-Politik mehr zu handeln und weniger anzukündigen, um das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu stärken. "Wir müssen aufhören mit immer neuen Ankündigungen, Versprechungen, was wann kommt, sondern man muss einfach machen." Zentral sei dabei das Impfen.

26.3.2021 • 18:27 Uhr

Experten: "Impfstoff-Egoismus" könnte zu mehr Migration führen

Aus Expertensicht könnte ein "Impfstoff-Egoismus" der EU und anderer reicher Länder im Sommer zu einem Anstieg der Migration beitragen. Das geht dem "Spiegel" zufolge aus einem vertraulichen Protokoll einer Videokonferenz mit Fachleuten aus EU-Staaten hervor, das die deutsche Vertretung in Brüssel diese Woche nach Berlin schickte.

Die Grenzschutzagentur Frontex, der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) und die Asylagentur EASO warnten demnach vor einem Anstieg der Migrationszahlen im Mittelmeerraum. Als Grund nannten EASO und EAD dem Bericht zufolge vor allem eine "schlechte wirtschaftliche und medizinische Situation in den Herkunftsländern". In den meisten Herkunftsländern von Flüchtlingen werde bisher wenig bis gar nicht geimpft. Die Covax-Initiative zur globalen Verteilung habe bisher 32 Millionen Impfstoffdosen an 60 ärmere Länder geliefert. Die EU habe Covax zwar eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt, aber kaum Vakzinen. Die 77 Millionen Dosen, die sie bisher exportiert habe, seien vor allem an Industrieländer gegangen.

26.3.2021 • 18:21 Uhr

Unesco warnt vor "Generationenkatastrophe" im Bildungsbereich

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat angesichts der Schulschließungen in der Pandemie vor einer "Generationenkatastrophe" im Bildungsbereich gewarnt. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Grundschüler, die nicht über die ihrem Alter entsprechenden Lesekenntnisse verfügen, um 20 Prozent gestiegen, heißt es in einem Bericht der UN-Organisation. Die Zahl der Zweit- und Drittklässler mit Schwierigkeiten in diesem Bereich wuchs demnach weltweit um 100 Millionen auf 584 Millionen an. Dies mache "die Fortschritte der vergangenen zwei Jahrzehnte zunichte", heißt es in dem Unesco-Bericht.

Die Organisation forderte "außergewöhnliche Anstrengungen, um Abhilfe zu schaffen". "Bildung muss bei den Maßnahmen zur Bewältigung der Gesundheitskrise und bei den Wiederaufbauplänen eine Priorität sein", sagte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay der Nachrichtenagentur AFP.  Allerdings haben dem Bericht zufolge 65 Prozent der Länder mit niedrigem Einkommen ihre Mittel für Bildung gekürzt. Bei den Ländern mit höherem Einkommen sind es demnach 35 Prozent.

Insbesondere die Schüler in Lateinamerika, der Karibik sowie in Zentral- und Südasien drohen demnach, abgehängt zu werden. In rund 30 Ländern, darunter Mexiko, Ungarn und Saudi-Arabien, sind die Schulen wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen. Die meisten Länder haben sich für eine teilweise oder bedingte Öffnung ihrer Schulen entschieden.

26.3.2021 • 18:14 Uhr

Italien will Schulen nach Osterferien bis zur sechsten Klasse wieder öffnen

Die italienische Regierung will nach den Osterferien landesweit alle Schulen für jüngere Kinder wieder öffnen. Alle Schüler bis zur sechsten Klasse sollen dann wieder ganz normal Präsenzunterricht haben, sagte Ministerpräsident Mario Draghi. Dies gelte unabhängig davon, ob die Schulen in Regionen mit niedrigem oder hohem Infektionsrisiko liegen. 

Im Kampf gegen die dritte Corona-Welle sind die Schulen in ganz Italien seit dem 15. März wieder geschlossen, was bei Schülern, Eltern und einigen Lehrern zu massiven Protesten führte. Allein am Freitag gab es Demonstrationen in mehr als 60 Städten.

26.3.2021 • 18:06 Uhr

Volkswagen bereitet Impfung von Mitarbeitern in Deutschland vor

Der Volkswagen-Konzern bereitet sich auf eine groß angelegte Kampagne zur Impfung seiner Mitarbeiter in Deutschland vor. Sobald das Unternehmen die nötigen Vakzine bekomme, könne es allein beim Impfen der eigenen Beschäftigten rund 140.000 Menschen direkt erreichen, sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 

"Wir sind vorbereitet, Impfungen in Absprache mit den Behörden vornehmen zu können, so wie wir heute bereits eigene Corona-Tests durchführen - theoretisch rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche", sagte der Konzernchef. Im VW-Werk im sächsischen Zwickau könne der Konzern mit der Impfkampagne "möglicherweise schon schneller anfangen, da gibt es Impfstoff wegen der besonders kritischen Lage nahe der tschechischen Grenze", sagte Diess. In anderen Ländern gehe es ebenfalls voran: "In Spanien und Russland impfen wir bereits."

26.3.2021 • 18:04 Uhr

Bis Ostermontag 532 Flüge zwischen Deutschland und Mallorca

Bis einschließlich Ostermontag erwartet der spanische Flughafenbetreiber Aena 532 Flugverbindungen von und nach Deutschland für den Flughafen Mallorca. Das berichtete die "Mallorca Zeitung" unter Berufung auf Angaben von Aena für den Zeitraum 26. März bis 5. April. Das seien 51 Prozent weniger, als zu den Osterferien des letzten Vor-Pandemie-Jahres 2019.

26.3.2021 • 18:02 Uhr

WHO bittet um Impfdosen für die ärmsten Staaten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bittet um Spenden von insgesamt zehn Millionen Impfdosen für die ärmsten Staaten. Das weltweite Covax-Impfprogramm stehe bereit zu liefern, "aber wir können keine Impfdosen liefern, die wir nicht haben", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bilaterale Verträge, Exportverbote und Impf-Nationalismus hätten den Markt verzerrt und zu großen Ungleichheiten bei Angebot und Nachfrage geführt. "Zehn Millionen Dosen sind nicht viel und es sind nicht annähernd genug."

26.3.2021 • 17:10 Uhr

Corona-Test-Fall: Lazio Rom soll 150.000 Euro Strafe zahlen

Italiens Fußball-Erstligist Lazio Rom soll wegen Verletzung geltender Gesundheitsbestimmungen 150.000 Euro Strafe bezahlen. Das entschied das Gericht des italienischen Fußballverbands Figc. Clubchef Claudio Lotito wird demnach für sieben Monate in seiner Funktion gesperrt. Zwei Ärzte, gegen die in dem Fall ermittelt wurde, bestrafte das Gericht mit zwölf Monaten Sperre.

Dem Verein wurde vorgeworfen, positive Corona-Testergebnisse im Oktober und November des vergangenen Jahres den italienischen Gesundheitsbehörden nicht fristgerecht gemeldet zu haben. Die Corona-Fälle waren einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Februar zufolge im Rahmen zweier Spiele in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg und den FC Brügge entdeckt worden.

26.3.2021 • 17:08 Uhr

Einreise aus Tirol könnte leichter werden

Einreisen aus Tirol könnten demnächst wieder leichter werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Tirol von seiner Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Damit fällt die Grundlage für einen wesentlichen Teil der Einreisebeschränkungen weg. Derzeit gibt es noch Grenzkontrollen an den Grenzen. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass sie nun aufgehoben werden. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz reagierte bereits in einer Stellungnahme:

Ich freue mich, dass das Ende der Kontrollen nun offiziell ist.
26.3.2021 • 16:39 Uhr

Wien setzt auf hochwertige Gratistests für zuhause

Österreichs Hauptstadt will Hunderttausende Menschen pro Woche mit hochwertigen Gratistests zur Corona-Kontrolle bewegen. Wien bietet ab kommender Woche allen Bewohnern Gurgel-Testkits für zu Hause an, wie die Stadtregierung bekanntgab. Diese PCR-Tests liefern besonders im Frühstadium einer Covid-Erkrankung zuverlässigere Ergebnisse als Antigen-Tests. Pro Woche sollen in der 1,9-Millionen-Stadt rund 1,2 Millionen Kits ausgeliefert und täglich bis zu 200.000 Proben ausgewertet werden.

26.3.2021 • 16:46 Uhr

Corona-Pandemie Frankreich wird Hochinzidenzgebiet

Die Bundesregierung stuft Frankreich, die Slowakei und Tschechien von Sonntag an als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Die Grenze darf dann bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Frankreich ist die Lage wegen der steigenden Neuinfektionszahlen angespannt.

26.3.2021 • 16:35 Uhr

China veröffentlicht Ergebnisse über Herkunft des Coronavirus

China hat Einzelheiten über die Forschungen zur Herkunft des Coronavirus veröffentlicht. Experten der Weltgesundheitsorganisation hätten mögliche Wege untersucht, auf denen das Virus nach Wuhan gelangt sein könnte, sagte Feng Zijian, der dem Forscherteam angehört, vor Diplomaten. Von Wuhan aus hatte die weltweite Pandemie ihren Ausgang genommen.

Das Virus könne direkt von einer Fledermaus auf einen Menschen übertragen worden sein; eine Fledermaus könne ein weiteres Säugetier angesteckt haben, das dann einen Menschen infiziert habe; das Virus könne sich in gefrorenen oder gekühlten Nahrungsmitteln befunden haben oder aus einem Labor entwichen sein, sagte Feng, der auch Vizedirektor der chinesischen Seuchenkontrollbehörde ist. Bei einer Abstimmung hätten die Experten die ersten beiden Möglichkeiten für die wahrscheinlichsten gehalten, einen Ausbruch aus dem Labor dagegen für sehr unwahrscheinlich.

Die Experten waren Anfang des Jahres in Wuhan. Ihr Bericht ist noch nicht abgeschlossen, hat sich mehrfach verzögert und ist Gegenstand diplomatischer Zänkereien geworden. Mit dem aktuellen Briefing versucht China offenbar, seine Sicht der Dinge zu verbreiten. China lehne Versuche anderer Staaten ab, die Suche nach dem Virus zu «politisieren», erklärte das Außenministerium. "Ich möchte betonen, dass die Rückverfolgung des Virus eine wissenschaftliche Frage ist, die von Wissenschaftlern in Zusammenarbeit untersucht werden sollte", sagte Sprecherin Hua Chunying.

26.3.2021 • 16:25 Uhr

Bundeswehreinsatz in Portugal beendet

Die Bundeswehr hat ihren Corona-Hilfseinsatz in Portugal beendet. Rund 30 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsregiments 3 aus Dornstadt bei Ulm (Alb-Donau-Kreis) sind am Flughafen in Stuttgart angekommen. Sie hatten zuletzt in einem Krankenhaus in Lissabon auf einer Intensivstation bei der Behandlung von Covid-19-Patienten geholfen, wie ein Sprecher der Bundeswehr mitteilte.

Da die Sieben-Tage-Inzidenz in Portugal inzwischen auf ein mit Deutschland vergleichbares Maß gesunken sei, habe die Bundeswehr ihren Einsatz in Abstimmung mit Portugal nun beendet, so der Sprecher. Vor rund einem Monat waren die Angehörigen des Sanitätsregiments "Alb Donau" der Rommel-Kaserne in Dornstadt von Stuttgart aus zu ihrem Hilfseinsatz gestartet.

26.3.2021 • 16:22 Uhr

Rekordwert bei Neuinfektionen in Polen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35.143 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5264) in der Region Masowien mit der Hauptstadt Warschau, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 443 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekord war mit 34.151 erst am gestrigen Donnerstag erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Angesichts der drastisch steigenden Zahl verschärft Polen den Lockdown ab Samstag weiter. Möbelgeschäfte und Baumärkte müssen wieder schließen, das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

26.3.2021 • 15:43 Uhr

Luftwaffe bringt 80 Beatmungsgeräte in den Corona-Hotspot Brasilien

Angesichts der dramatischen Lage in Brasilien liefert die Luftwaffe 80 Beatmungsgeräte in die Amazonas-Metropole Manaus. Ein Transportflugzeug hob in Köln-Wahn ab, die Maschine wird Samstagmittag im Nordwesten des größten Lands Lateinamerikas erwartet, wie die Luftwaffe mitteilte.

Brasilien registrierte vor kurzem erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) 100.158 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

26.3.2021 • 15:43 Uhr

Corona lässt Italien schrumpfen - Weniger Babys und Ehe-Flaute

Weniger Babys, weniger Hochzeiten und mehr Todesfälle: Die Corona-Pandemie hat in Italien 2020 bei der Bevölkerungszahl deutliche Spuren hinterlassen. Wie die nationale Statistikbehörde Istat mitteilte, schrumpfte die Bevölkerung in dem Mittelmeerland bis zum Jahresende um etwa 384.000 Menschen im Vergleich zum Jahresbeginn. Das Minus entspricht etwa der Einwohnerzahl der Stadt Florenz in der Toskana. Die Zahl der Einwohner in Italien sei unter die Marke von 60 Millionen gesunken - auf rund 59,3 Millionen Menschen. Bei den Geburten sprachen die Statistiker von einem neuen "Negativ-Rekord": Es seien etwa 404.000 Babys geboren worden - ungefähr 16.000 weniger als im Jahr 2019.

Gleichzeitig seien fast 17 Prozent mehr Menschen gestorben als 2019, berichteten die Fachleute. In absoluten Zahlen sind das rund 112.000 mehr Tote in einem Jahr. Die Zahl der Hochzeiten im ersten Jahr der Corona-Pandemie brach demnach um fast 50 Prozent ein.

26.3.2021 • 15:17 Uhr

Steinmeier darf das Gesetz zum EU-Corona-Hilfsfonds vorerst nicht unterzeichnen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darf das Ratifizierungsgesetz über den gemeinsamen EU-Fonds zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen vorerst nicht unterzeichnen. Bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung dürfe das Gesetz nicht ausgefertigt werden, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Erst kurz zuvor hatte der Bundesrat einstimmig für die Vorlage gestimmt.

Grund ist eine mit einem Eilantrag verbundene Verfassungsbeschwerde gegen den enthaltenen 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds, die ein Bündnis um den früheren AfD-Chef Bernd Lucke kurz zuvor eingereicht hatte.

26.3.2021 • 15:17 Uhr

Corona-Tests verteuern Kulturevents um 20 Euro pro Ticket

Bei Kulturveranstaltungen mit Coronatests fallen pro Ticket Kosten von etwa 20 Euro an. Das ist eines der ersten Ergebnisse aus einem Pilotprojekt mehrerer Bühnen, das derzeit in Berlin läuft. Bei dem Konzert in der Philharmonie vor einer Woche war die Hälfte der 1000 Besucher zentral getestet worden. Zusammen mit den Tests für das Personal entstanden dabei Kosten von 23.000 Euro, hieß es. Die errechneten Kosten von 35 Euro pro Test könnten bei Optimierung der Abläufe auf knapp unter 20 Euro gesenkt werden.

26.3.2021 • 15:07 Uhr

EMA erleichtert Transportbedingungen für BioNTech-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Bedingungen für Transport und Lagerung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer und BioNTech erheblich erleichtert. Das Präparat könne kurzfristig auch in Standardkühlungen für Arzneimittel aufbewahrt werden, teilte die EMA mit. Der Impfstoff musste bisher in speziellen Gefrierschränken bei Temperaturen bis minus 90 Grad aufbewahrt werden. Daher war die Impfung nur in großen Zentren möglich.

Nun erlaubt die EMA auch den Transport und die Lagerung der Ampullen bei Temperaturen von minus 25 bis minus 15 Grad - für einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen. Dafür reichen Standardkühlungen für Arzneimittel aus.

26.3.2021 • 15:05 Uhr

Spahn: Verstehe die Stimmung im Land - Mehr Impfstoff ab April

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wirbt für weiteres Durchhalten in der Krise. "Ich verstehe die Stimmung", sagte er im Interview des "Spiegel". Gegen die aktuell steigenden Infektionszahlen gebe es jedoch "nur ein Hauptgegenmittel: Mobilität und Kontakte reduzieren". Der Minister verglich die Lage mit den letzten Kilometern eines Marathons. "Wir sind jetzt irgendwo um Kilometer 38", sagte Spahn. "Ich bin noch nie Marathon gelaufen, aber ich stelle mir vor, dass diese letzten Kilometer die härtesten sind und man nur noch denkt: Ich kann nicht mehr. So geht es dem Land gerade. Aber jetzt aufzuhören hieße, die Kilometer vorher umsonst gerannt zu sein."

Der Politiker erneuerte die Zusage, dass im April und Mai "deutlich mehr" Impfstoff verfügbar sein werde. "Auch der strategische Einsatz von Tests, die viel stärker verfügbar sind, wird uns eine Brücke raus aus dem Lockdown bauen. Wenn nicht etwas völlig Unvorhergesehenes passiert, können wir hoffen, das Schlimmste bald hinter uns zu haben."

26.3.2021 • 15:02 Uhr

Mallorca antwortet Lauterbach: Sind keine Bananenrepublik

Gesundheitsexperten auf Mallorca haben mit Empörung auf den Vorwurf des SPD-Politikers Karl Lauterbach reagiert, bei Angaben zu Corona werde auf der Urlauberinsel getrickst. "Wir sind hier schließlich nicht in einer Bananenrepublik, sondern in einem ernsthaft und professionell geführten Land", sagte der renommierte Gesundheitsexperte Joan Carles March der "Mallorca Zeitung". Antoni Oliver, Chefbiologe des Landeskrankenhauses Son Espases in Palma, in dem die Virenproben der Balearen analysiert werden, meinte: "Fakten sind Fakten, das ist schon empörend, wenn sie anders dargestellt werden."

Lauterbach hatte die Angabe, auf Mallorca sei die gefährlichere Corona-Variante P1 aus Brasilien nicht gefunden worden, in Zweifel gezogen.

Touristen sitzen in einem Restaurant am Playa de Palma in Palma de Mallorca. | REUTERS

Gesundheitsexperten auf Mallorca haben mit Empörung auf den Vorwurf des SPD-Politikers Lauterbach reagiert, bei Angaben zu Corona werde auf der Urlauberinsel getrickst: "Wir sind hier schließlich nicht in einer Bananenrepublik." Bild: REUTERS

26.3.2021 • 14:46 Uhr

EU-Behörde gibt grünes Licht für zwei neue Impfstoff-Werke

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat zwei Produktionsstandorten von Corona-Impfstoffen in Deutschland und den Niederlanden die offizielle Zulassung erteilt. Das Werk in Marburg produziert den Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Die Firma Halix im niederländischen Leiden stellt das Präparat von AstraZeneca her.

Mit der Entscheidung könnten nun auch Engpässe bei der Bereitstellung des AstraZeneca-Impfstoffs kurzfristig erleichtert werden, da die vorproduzierten Impfdosen schnell ausgeliefert werden könnten. Beide Firmen haben bisher schon produziert, durften aber ohne EMA-Zulassung nicht ausliefern. Unbekannt ist, wie groß die Vorräte sind.

26.3.2021 • 14:46 Uhr

Gericht hält Corona-Zuschuss für verfassungswidrig

Der von der Bundesregierung geplante Corona-Zuschuss von 150 Euro für Empfänger von Grundsicherung ist aus Sicht des Sozialgerichts Karlsruhe zu gering und verfassungswidrig. Den Zuschuss sollen Erwachsene bekommen, die im Mai 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben. Das Existenzminimum von Arbeitsuchenden für Januar bis April dürfe nicht erst im Mai gedeckt werden. Auch seien Anforderungen an das Verfahren zur Ermittlung der Höhe existenzsichernder Leistungen nicht erfüllt worden, rügte der zuständige Richter der 12. Kammer des Gerichts in einer Mitteilung. Nötig sei eine Erhöhung des Regelsatzes um etwa 100 Euro für jeden Pandemiemonat.

26.3.2021 • 14:42 Uhr

Dänemark verlängert Reisebeschränkungen bis zum 20. April

Die dänische Regierung rät ihrer Bevölkerung aufgrund der Pandemie weiter davon ab, ins Ausland zu reisen. Das Außenministerium teilte am Freitag mit, dass die Reisebeschränkungen bis zum 20. April verlängert würden. Das heißt, dass auch die Einreise aus Deutschland nur in bestimmten Fällen erlaubt ist.

Einreisen darf nur, wer einen guten Grund hat - und einen negativen Corona-Test vorweisen kann. Von Geschäftsreisen wird abgeraten. Ausgenommen ist der Warentransport über die Grenze.  

26.3.2021 • 14:40 Uhr

Höchste Zahl von Todesfällen in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg

Italien hatte im vergangenen Jahr wegen der Pandemie die höchste Zahl an Sterbefällen seit dem Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Nach den Zahlen der Statistikbehörde Istat wurden 2020 insgesamt 746.146 Todesfälle registriert, mehr als 100.000 Todesfälle mehr als sonst im jährlichen Durchschnitt. Zugleich ging die Zahl der Geburten in Italien im vergangenen Jahr auf 404.104 zurück, was einem Minus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Somit gab es binnen Jahresfrist gut 342.000 mehr Todesfälle als Geburten.

26.3.2021 • 14:38 Uhr

Vatikan will 1200 Bedürftige vor Ostern impfen

Der Vatikan will in der Karwoche vor Ostern 1200 Arme gegen die Krankheit Covid-19 impfen. Es handele sich um Menschen, die aufgrund ihrer Situation am meisten dem Virus ausgesetzt seien, teilte der Päpstliche Wohltätigkeitsdienst im Vatikan mit. Der Heilige Stuhl habe die Impfdosen von BioNTech/Pfizer über das italienische Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani gekauft, hieß es weiter.

26.3.2021 • 14:03 Uhr

AstraZeneca-Impfstoff soll EU vorerst nicht verlassen dürfen

In der EU produzierter Impfstoff von AstraZeneca soll vorerst nicht aus Europa herausgebracht werden dürfen. Diese Regelung soll nach Angaben von EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton so lange gelten, bis der Pharmakonzern seine Liefervereinbarungen erfüllt. Alle anderen Lieferanten machten ihre Sache gut, betonte er. Mit AstraZeneca habe die EU aber ein Problem. Das Unternehmen hat wegen Produktionsverzögerungen seine Lieferungen drastisch reduziert.

26.3.2021 • 13:57 Uhr

Söder greift Corona-Politik von Berlins Bürgermeister Müller an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Corona-Politik des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) scharf kritisiert. "Dass Berlin jetzt einfach die Notbremse aussetzt, ist ein fatales Signal", sagte Söder nach einer CSU-Vorstandssitzung. Er sei enttäuscht von dem Vorgehen. Müller hatte gesagt, in Berlin nicht alles zurückdrehen zu wollen an Lockerungen.

Söder sagte, der mittlerweile wieder zurückgenommene Oster-Lockdown sei ja nur die Antwort darauf gewesen, dass einige Bundesländer keine konsequenten Maßnahmen haben. Jeder müsse jetzt erkennen, dass Deutschland "vor einer ganz schwierigen Situation" stehe. 

26.3.2021 • 13:29 Uhr

Lauterbach: Ich glaube den Corona-Fallzahlen von Mallorca nicht

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die niedrigen Corona-Fallzahlen auf Mallorca für geschönt. Mallorca habe bestritten, dass es die besonders ansteckende Corona-Variante P1 auf der Insel gebe. "Ich glaube das übrigens nicht, also ich glaube, dass dort P1 ist", sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Da wird auch noch getrickst, ich glaube da kein Wort. Ich glaube, dass die mittlerweile längst P1 haben. Und ich glaube auch den Fallzahlen nicht."

Die Uni-Klinik Son Espases der Insel hatte schon am Dienstag die auch in Deutschland kursierenden Berichte dementiert, es sei P1 auf Mallorca diagnostiziert worden. "Wir haben die Variante B.1.1.28 gefunden. Die gefährliche Variante (aus Brasilien) ist die B.1.1.28.1, auch als P1 bezeichnet", sagte der Sprecher der Klinik, Juan Carlos González der Nachrichtenagentur dpa.

26.3.2021 • 13:26 Uhr

Corona-Infektionszahlen auf Mallorca weiterhin niedrig

Die Zahl der Corona-Infektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist weiterhin relativ niedrig. Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 30 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und je drei auf Ibiza und Menorca.

Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.

26.3.2021 • 13:24 Uhr

Seibert: Einige Monate, bis Situation deutlich besser ist

Die Bundesregierung hat in der Krise die Bevölkerung dazu aufgerufen, gemeinsam durchzuhalten. "Das ist nicht nochmal ein Jahr, das sind verbleibende Monate, bevor die Situation wirklich deutlich besser ist", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Entscheidend sei immer gewesen, dass die Bürger mitzögen und ihr Verhalten der Pandemie anpassten. "Und man kann nicht oft genug sagen, wie dankbar man der überwältigenden Mehrheit der Bürger dafür ist, dass sie dieses seit dem vergangenen Frühjahr durchhält." Es sei wichtig, das in den verbleibenden Monaten noch einmal zusammen durchzuhalten.

26.3.2021 • 13:22 Uhr

AstraZeneca-Impfungen bleiben in Norwegen weiter ausgesetzt

Norwegen schiebt seine Entscheidung über die Wiederaufnahme der Verwendung des Impfstoffs von AstraZeneca um bis zu drei Wochen auf. "Wir haben beschlossen, die Aussetzung fortzusetzen und bis zum 15. April eine neue Entscheidung zu treffen", sagt die Chefin der Gesundheitsbehörde FHI, Camilla Stoltenberg, dem Sender NRK.

Norwegen hatte Mitte März wie zahlreiche andere europäische Länder die AstraZeneca-Impfungen ausgesetzt, nachdem es in seltenen Fällen zu gefährlichen Blutgerinnseln gekommen war.

26.3.2021 • 13:21 Uhr

Bundesregierung prüft Reiseverbot

Die Bundesregierung prüft weiter ein Verbot von Reisen ins Ausland, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Abstimmungen liefen, hieß es aus dem Bundesinnen- und dem Justizministerium. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte an, eine Entscheidung werde "in absehbarer Zeit" fallen. Es gehe dabei "um schwierige juristische Fragestellungen".

Dass viele Menschen wegen der anstehenden Osterferien unsicher seien, ob sie jetzt eine Reise buchen sollten, sei der Bundesregierung bewusst. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte hierzu bereits am Donnerstag betont: "Wir können uns nicht rechtswidrig verhalten."

26.3.2021 • 13:17 Uhr

Söder: Notbremse konsequent umsetzen

Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder alle Bundesländer eindringlich zur regionalen Umsetzung der Notbremse in Hotspots aufgefordert. Wo die Notbremse ausgesetzt werde, drohe die Gefahr einer Verharmlosung der Pandemie, sagte der CSU-Chef nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands.

Nötig sei das Motto "Sicherheit zuerst". Söder mahnte, es dürfe angesichts der neuen gefährlichen Lage keinen "Ermüdungsbruch" in der Bekämpfung der Pandemie geben. "Viele scheinen die Nerven auch zu verlieren", sagte Söder und mahnte auch die Union: "Wer Nerven verliert, verliert ganz sicher auch Wahlen."

Markus Söder | dpa

Bayerns Ministerpräsident Söder alle Bundesländer eindringlich zur regionalen Umsetzung der Notbremse in Hotspots aufgefordert. Bild: dpa

26.3.2021 • 13:15 Uhr

Spahn: Regierende sollten nicht die eigenen Maßnahmen kritisieren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Kritik an einigen Ministerpräsidenten und Mitgliedern der Bundesregierung geübt. "Seit Anfang des Jahres machen sich einige der Regierenden in Bund und Ländern aus taktischen Motiven selbst zu Kronzeugen der Kritik an den gemeinsamen Entscheidungen", sagt Spahn dem "Spiegel". "Das kostet enorm Akzeptanz."

Man müsse das Gemeinsame bewahren. Die Entscheidung zur mittlerweile gekippten Oster-Ruhe hätten alle in der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz mitgetragen. "Wir haben diesen Fehler gemeinsam gemacht", sagte Spahn. Weiter rief er dazu auf: "Es geht darum, den letzten Teil der Strecke noch einmal zusammen zu schaffen."

Jens Spahn | EPA

Bundesgesundheitsminister Spahn sagt, Regierende sollten nicht die eigenen Maßnahmen kritisieren. Bild: EPA

26.3.2021 • 13:14 Uhr

Söder kündigt bayerischen Impfgipfel an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt für Dienstag einen bayerischen Impfgipfel an. Er wolle mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Vertretern der Wirtschaft und Medizinern darüber sprechen, wie ein klares Impfmanagement auf bayerischer Ebene für die kommenden Wochen und Monate definiert werden könne.

Söder verweist in dem Zusammenhang auf die Erfahrungen in Ostbayern, wo man in den besonders betroffenen Regionen von Impfprioritäten abgerückt und strategisch vorgegangen sei. "Das möchten wir Stück für Stück ausweiten."

26.3.2021 • 13:12 Uhr

Branche warnt: Passagiere könnten im Ausland stranden

Die Luftverkehrsbranche hat bei der Corona-Testpflicht für Flugpassagiere vor der Rückreise nach Deutschland davor gewarnt, dass Passagiere im Ausland zurückbleiben könnten. Aus Branchenkreisen hieß es, dies könnten beispielsweise Kuba, die Malediven und die Dominikanische Republik sein.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft erklärte, nicht an allen weltweiten Destinationen stünden ausreichende Testkapazitäten und Testinfrastrukturen zur Verfügung. Deswegen müssten für diese Destinationen dringend Ausnahmemöglichkeiten geregelt werden. "Sonst bleiben Passagiere im Ausland zurück."

26.3.2021 • 13:10 Uhr

EMA wird wohl BioNTech grünes Licht für Impfstoff-Werk in Marburg geben

BioNTech wird offenbar bald auch Impfstoffdosen aus seinem neuen Werk im hessischen Marburg ausliefern können. Denn die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird einem Insider zufolge die Zulassung für die Nutzung der dort produzierten Dosen erteilen. BioNTech wollte sich nicht dazu äußern, die EMA war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Das Mainzer Unternehmen hatte die Anlage vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen und umgebaut und im Februar bereits mit der Produktion begonnen. Die ersten dort hergestellten Impfstoffe sollen Anfang April ausgeliefert werden. Früheren Angaben zufolge will BioNTech dort im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen produzieren. Bei voller Betriebsbereitschaft soll das Werk mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 750 Millionen Dosen eine der größten mRNA-Produktionsanlagen in Europa sein.

26.3.2021 • 13:01 Uhr

Impfungen für Obdachlose in Berlin haben begonnen

Nach der Verzögerung wegen des AstraZeneca-Stopps haben in Berlin nun auch die Impfungen für Obdachlose begonnen. Offizieller Start war heute in einer Notübernachtung im Bezirk Pankow. Zuvor seien dort bereits am Mittwoch 56 Menschen geimpft worden, darunter ein Drittel der rund 100 Gäste, Menschen aus anderen Einrichtungen und Mitarbeitende, sagte ein Sprecher der Senatssozialverwaltung dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Nach dem Start in der Notübernachtung in Pankow mit einer sogenannten Impfinsel seien auch weitere Impfstellen in Einrichtungen für Obdachlose geplant, sagte der Sprecher. Um auch die Termine für die Zweitimpfungen einhalten zu können, würden die Noteinrichtungen zur Kältehilfe in diesem Jahr länger offen gehalten als üblich, mindestens bis Ende April, zum Teil voraussichtlich bis in den Juni hinein.

26.3.2021 • 12:57 Uhr

Keine landesweite Notbremse ab Montag in NRW

Nordrhein-Westfalen wird trotz rasant steigender Zahlen ab Montag doch keine landesweite Notbremse ziehen. Nur in Kommunen mit einer Wocheninzidenz über 100 müssen unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen. Das geht aus der Corona-Schutzverordnung hervor.

Die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnell- oder Selbsttest erlauben. Diese Ausnahme-Möglichkeiten müssen mit dem Gesundheitsministerium vorher abgestimmt werden.

26.3.2021 • 12:50 Uhr

Corona-Sperren in Italien: Schüler und Zirkusleute protestieren

In Italien wächst der Unmut vieler Menschen wegen der Corona-Beschränkungen. In zahlreichen Städten gingen Schülerinnen und Schüler auf die Straßen, um für eine schnelle Rückkehr in die Klassenräume zu demonstrieren. Millionen Kinder und Jugendliche in Italien haben seit langem hauptsächlich Fernunterricht. Die Proteste von Schülern, Lehrern und Eltern gegen den Fernunterricht, der als wenig effizient gilt, waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa in 60 Städten geplant - darunter Mailand, Florenz, Rom und Neapel. Die Regierung in Rom hatte kürzlich versprochen, die schrittweise Öffnung der Schulen nach Ostern zu prüfen.

Im Zentrum der italienischen Hauptstadt protestierten zudem Zirkusleute in bunten Kostümen und mit Karussell-Pferden gegen die Einschränkungen für ihr Gewerbe.

26.3.2021 • 12:46 Uhr

Steinmeier: "Verstehe den Frust"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der nicht enden wollenden Pandemie Verständnis für wachsende Unzufriedenheit gezeigt, aber zugleich zu Zuversicht aufgerufen. "Ich verstehe den Frust", sagte er. "Ja, der Tunnel ist länger, als wir gedacht und gehofft haben. Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung."

Steinmeier rief dazu auf, die Geduld nicht zu verlieren. "Der Kampf gegen das Coronavirus ist ein Marathonlauf, das letzte Drittel ist der härteste Teil der Strecke. Auf diesem Abschnitt dürfen wir nicht den Mut, nicht die Zuversicht, auch nicht das Selbstvertrauen verlieren", sagte er. "Wir wissen, was getan werden muss, um ins Ziel zu gelangen: Wir müssen impfen, schneller und umfassender als bisher, mit allen Mitteln, die wir haben, und mit mehr Pragmatismus als bisher."

Frank-Walter Steinmeier | EPA

Bundespräsident Steinmeier versteht den Frust in der Bevölkerung angesichts der Pandemie, er ruft aber auch dazu auf, nicht die Geduld zu verlieren. Bild: EPA

26.3.2021 • 12:42 Uhr

Philologenverband fordert schnellere Impfung für alle Lehrer

Der Deutsche Philologenverband fordert, dass nach den Grundschullehrern auch Lehrkräfte weiterführender Schulen nun schnell ein Impfangebot bekommen. Die Kultusminister der Länder müssten die anstehenden Osterferien nutzen, um allen Lehrkräften ein Angebot zu machen, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der Nachrichtenagentur dpa.

"Die Kultusminister treten kontinuierlich für den Präsenzunterricht ein. Das gleiche Engagement müssen sie aber vorlegen, wenn es um Impfungen für die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen geht." Bisher hätten nur drei der 16 Bundesländer entsprechende Angebote gemacht, kritisierte Lin-Klitzing. Der Philologenverband vertritt die Gymnasiallehrer.

26.3.2021 • 12:40 Uhr

Tschechien fordert weiter Korrekturen bei Impfstoffverteilung

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat erneut Korrekturen bei der Verteilung der Impfstoffe innerhalb der EU gefordert. Die Wirkstoffe müssten - wie im Dezember 2020 beschlossen - nach dem Bevölkerungsverhältnis unter den EU-Staaten aufgeteilt werden, sagte Babis. Wenn das System so weitergeführt werde wie bisher, würden manche Staaten im Sommer genug Impfstoff für 90 Prozent ihrer Bevölkerung haben, andere aber nur für 40 Prozent. "Das ist inakzeptabel."

26.3.2021 • 12:38 Uhr

Pandemie prägt auch Kriminalität in Berlin

Die Pandemie hat im vergangenen Jahr auch das Kriminalitätsgeschehen in Berlin geprägt. Die Zahl der Straftaten ging im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 504.142 zurück, wie Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) mitteilte. Die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner sank auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Durch die Arbeit vieler Menschen im Homeoffice gab es weniger Diebstähle.

Die Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung hätten die Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen gestellt, erklärte Geisel. Zahlreiche Tatgelegenheiten für Kriminelle seien in den Phasen des Lockdowns zwar verschwunden. Viele Menschen seien im Home-Office gewesen. "Das führte zum Teil zu deutlich weniger Diebstählen", erklärte Geisel.

26.3.2021 • 12:05 Uhr

Thailand will Phuket im Sommer für geimpfte Touristen öffnen

Thailand will geimpften Reisenden ab Juli wieder quarantänefreies Reisen auf die beliebte Insel Phuket ermöglichen. Der Plan sollte noch am Freitag bei einem Treffen des Zentrums für wirtschaftliche Situationsverwaltung (CESA) unter Leitung von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha abgesegnet werden und könnte als Modell für andere beliebte Urlaubsregionen des südostasiatischen Landes gelten, zitierte die Zeitung Bangkok Post Vize-Regierungschef Supattanapong Punmeechaow.

Zuvor hätten die Behörden und der Privatsektor der Insel einen detaillierten Plan zur Wiedereröffnung vorgelegt. Voraussetzung sei aber, dass bis Juli 70 Prozent der lokalen Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft seien, um eine Herdenimmunität zu erreichen, hieß es. Für Touristen würde dann zur Einreise ein Impfpass reichen, in dem die erfolgte Corona-Impfung verzeichnet ist. Jedoch sollen Einreisende weiterhin einen PCR-Test bei der Ankunft am Flughafen machen und eine App zur Kontaktverfolgung auf Phuket herunterladen.

26.3.2021 • 11:40 Uhr

Ausgangssperren in niedersächsischen Hotspots

Niedersachsen will mit nächtlichen Ausgangsperren in Hotspots, zusätzlichen Tests und Impfungen durch die dritte Welle der Corona-Pandemie kommen. "Wir müssen die Welle brechen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einer Regierungserklärung vor dem Landtag. "Mit dem Dreiklang aus Infektionsschutz, Testungen und Impfungen wollen wir in den nächsten Wochen Schritt für Schritt sichtbare Erfolge erzielen."

In Regionen mit Inzidenzen ab 100 sollten die Kommunen deshalb zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens Ausgangssperren verhängen können. Dies sollte insbesondere in örtlichen Hotspots gelten wie derzeit etwa im emsländischen Papenburg.

26.3.2021 • 11:33 Uhr

EU-Wiederaufbaufonds passiert Bundesrat

Nach dem Bundestag hat sich auch der Bundesrat hinter die gemeinsame Schuldenaufnahme der EU für den Corona-Wiederaufbaufonds gestellt. Die Länderkammer votierte einstimmig dafür. Mit dem sogenannten Eigenmittelbeschluss soll der EU-Kommission erlaubt werden, für den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Topf erstmals im großen Stil Schulden aufzunehmen. Der Regelung müssen alle EU-Regierungen zustimmen, mehr als die Hälfte hat dies bereits getan. Der Bundestag hatte am Donnerstag mit großer Mehrheit grünes Licht gegeben.

26.3.2021 • 10:53 Uhr

Mehr als zehn Prozent der Menschen in Deutschland geimpft

Etwas mehr als zehn Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Insgesamt seien mehr als zwölf Millionen Dosen verabreicht worden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die zweite Dosis haben 4,4 Prozent der Menschen bekommen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Freitagmorgen hervorgeht. Im April werden 15 Millionen Impfdosen erwartet, sagte Spahn. Das seien mehr, als im ganzen ersten Quartal verimpft worden seien.

26.3.2021 • 10:38 Uhr

"Spiegel": Spahn beschaffte Masken über Freunde

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) räumt in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" ein, bei der Beschaffung von Schutzmasken in der Corona-Pandemie bewusst Freunde und Bekannte genutzt zu haben. Der Grund dafür sei die große Versorgungsnot im Gesundheitswesen gewesen. "Ich musste in dieser Zeit feststellen, dass es wesentlich besser funktioniert, wenn das Angebot von jemandem kommt, den man kennt und einschätzen kann", sagt Spahn.

So habe etwa ein befreundeter ehemaliger Vorstand des Onlineapothekers DocMorris ihm Masken angeboten, und er habe diese auch bestellt. Ähnliches gilt für einen Logistikauftrag in Höhe von 100 Millionen Euro und eine Maskenbestellung für ein mögliches Volumen von knapp 1,5 Milliarden Euro für das Unternehmen Fiege, das in Spahns Heimatregion seinen Sitz hat und dessen Inhaberfamilie in der CDU vernetzt ist.

Einen potenziellen Interessenkonflikt sieht Spahn darin nicht: "Wir waren in einer Notlage. Für mich zählte nur, dass wir gute Masken zu akzeptablen Konditionen bekommen haben, und zwar schnell."

26.3.2021 • 10:31 Uhr

Spahn: Gesundheitssystem könnte im April an Belastungsgrenze kommen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer baldigen Überlastung des deutschen Gesundheitssystems. "Momentan steigen die Zahlen zu schnell und die Virusvarianten machen die Lage besonders gefährlich", sagte er. "Wenn das ungebremst weitergeht, laufen wir Gefahr, dass unser Gesundheitssystem im Laufe des Aprils an seine Belastungsgrenze kommt."

Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, malte ein düsteres Bild. Es gebe "deutliche Signale", dass die nun begonnene dritte Corona-Welle "noch schlimmer werden kann als die ersten beiden Wellen", sagte er auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn. Das Land müsse sich darauf einstellen, dass die Zahl der Infizierten stark steige, dass Kliniken überlastet werden und "viele Menschen auch sterben".

26.3.2021 • 10:19 Uhr

Corona-Hilfen für Familien und Pflegeheime verlängert

Der Bundesrat hat einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Pflegeheime, pflegende Angehörige und berufstätige Eltern zugestimmt. Zahlreiche bislang bis Ende März befristete Unterstützungsangebote werden damit zunächst bis Ende Juni ausgedehnt. Der finanzielle Rettungsschirm für Pflegeheime bleibt damit bestehen. Pandemiebedingte Mindereinnahmen werden weiterhin ausgeglichen. Auch Arztpraxen profitieren davon.

26.3.2021 • 10:14 Uhr

Spahn: Einreiseverordnung tritt erst am 30.03. in Kraft

Flugeinreisende müssen erst ab dem 30 März, 0:00 Uhr, einen negativen Test vor Abflug vorweisen. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Robert Koch-Institut. Die Bundesregierung gibt den Fluggesellschaften damit mehr Zeit die Verordnung umzusetzen. Ursprünglich sollte diese ab Sonntag gelten.

26.3.2021 • 09:20 Uhr

USA: Infektionszahlen steigen trotz Impf-Fortschritt

In den USA sind am Donnerstag 67.443 neue Corona-Fälle und 1558 Tote nach einer Infektion gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore. Am selben Tag der Vorwoche waren es 60.501 Neuinfektionen und 1616 Tote. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300 416 neuen Fällen sowie am 12. Januar mit 4477 Toten registriert.

Inzwischen sind aber auch schon mehr als 87,3 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft. US- Präsident Biden hatte gestern in seiner ersten Pressekonferenz versprochen, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 200 Mio. Menschen impfen zu lassen. Insgesamt zählen die USA knapp 330 Millionen Einwohner.

26.3.2021 • 09:16 Uhr

Entscheidung zu Oktoberfest im Mai

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat Zweifel an einem Oktoberfest in diesem Jahr. Auf die Frage: "Kann die Wiesn heuer stattfinden?" antwortete er nach Angaben des Münchner Merkurs in einer digitalen Bürgersprechstunde: "Man darf sehr skeptisch sein."

Spätestens im Mai solle die Entscheidung fallen, sagte Reiter. "Aber ich würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen." Schon im vergangenen Jahr war die Wiesn wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

26.3.2021 • 08:40 Uhr

Handelsverband: 40 Milliarden Euro Umsatzverlust

Der deutsche Einzelhandel zieht nach 100 Tagen Corona-Lockdown eine bittere Bilanz. Die betroffenen Geschäfte dürften seit dem 16. Dezember zwischen 35 und 40 Milliarden Euro an Umsatz verloren haben, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzte. Die erneute Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April sorge pro geschlossenem Verkaufstag für weitere Verluste von bis zu 700 Millionen Euro. In der Folge seien bis zu 120.000 Geschäfte in Existenzgefahr.

26.3.2021 • 07:49 Uhr

Kretschmer warnt vor Verschärfung der Pandemie

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einer Verschärfung der Pandemie. Das Virus sei durch die Mutationen deutlich ansteckender geworden, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Daher können die Pandemie "mit dem derzeitigen Instrumentenkasten" nicht aufgehalten werden. Aber in der Bevölkerung hielten sich viele nicht mehr an die Einschränkungen. "Die Menschen haben die Kraft nicht mehr", sagt Kretschmer. Dies müsse die Politik akzeptieren. Der Ministerpräsident äußert sich aber überzeugt, dass die Bereitschaft, bestimmte Maßnahmen mitzutragen, wieder steigen werde, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitze.

26.3.2021 • 07:20 Uhr

Händeschütteln nach der Pandemie out

Die meisten Deutschen (62 Prozent) wollen einander auch nach der Corona-Pandemie lieber freundlich grüßen, statt anderen die Hand zu geben. Bei den Frauen liegt der Anteil derer, die künftig an dieser Gewohnheit aus der Pandemie festhalten wollen, sogar bei 70 Prozent, wie eine Umfrage für das evangelische Monatsmagazin "chrismon" ergab.

Weiterhin viel spazieren gehen wollen auch nach der Corona-Zeit 79 Prozent der Befragten. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen wollen auch nach der Pandemie 35 Prozent der Befragten, während 31 Prozent weniger ins Restaurant gehen und mehr selbst kochen wollen. Dagegen haben nur 23 Prozent der Befragten vor, künftig häufiger im Homeoffice zu arbeiten.

26.3.2021 • 06:57 Uhr

100.000 Corona-Neuinfektionen in Brasilien binnen eines Tages

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Brasilien hat einen neuen Höchststand von mehr als 100.000 Fällen erreicht. Binnen 24 Stunden seien 100.158 Ansteckungen nachgewiesen worden, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in dem südamerikanischen Land auf 12,3 Millionen. 

Mit 2777 weiteren Opfern innerhalb eines Tages hat Brasilien mittlerweile 303.462 Corona-Tote zu beklagen. Nur in den USA wurden noch mehr Infektionen und Todesfälle registriert. In Brasilien hat sich die Lage seit Februar verschärft. Zum einen halten viele Menschen die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht ein, zum anderen ist die mittlerweile in Brasilien grassierende Virusvariante P1 offenbar deutlich ansteckender als der ursprüngliche Covid-19-Erreger.

Friedhofsarbeiter in voller Schutzausrüstung tragen einen Sarg auf einem Friedhof in Sao Paulo (Brasilien). | AP

Friedhofsarbeiter in voller Schutzausrüstung tragen einen Sarg auf einem Friedhof in Sao Paulo (Brasilien). Bild: AP

26.3.2021 • 06:53 Uhr

Alle Bundesländer wollen Härtefallhilfen für Firmen nutzen

Am geplanten milliardenschweren Härtefallfonds bei den Corona-Hilfen wollen sich alle 16 Bundesländer beteiligen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Nach der politischen Verständigung zwischen Bund und Länder hätten alle Länder Interesse und Bereitschaft signalisiert, die Härtefallhilfen in ihrem jeweiligen Bundesland nutzen zu wollen.

Die Hilfen sind für Firmen vorgesehen, die bei den Förderprogrammen bisher durchs Raster fallen. Notwendige Verwaltungsvereinbarungen liegen demnach allen Ländern zur Unterschrift vor. Die Länder könnten dann nach der Unterzeichnung der Vereinbarungen jeweils mit der Umsetzung des Programms beginnen.

Der Fonds hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Der Bund stellt den Ländern dafür einmalig Mittel in Höhe von 750 Millionen Euro zur Verfügung, die Länder steuern den gleichen Betrag bei. Mit den Hilfen sollen Härten abgemildert werden, die im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 30. Juni 2021 entstanden sind oder entstehen. Die Härtefallhilfen sollen laut Ministerium den Ländern auf Grundlage von Einzelfallprüfungen die Möglichkeit zur Förderung von Firmen geben, die im Ermessen der Länder eine solche Unterstützung benötigen. Die Antragstellung und Bewilligung erfolgten bei den jeweiligen Landesstellen.

Der Bund hat in der Krise bereits milliardenschwere Hilfsprogramme beschlossen. Wirtschaftsverbände kritisieren aber immer wieder, Hilfen kämen zu spät an, außerdem sei das Fördersystem zu komplex. Nach den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder Anfang der Woche hatte der Bund zusätzliche Corona-Hilfen für Firmen angekündigt, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind. Details dazu sind aber noch nicht bekannt.

26.3.2021 • 06:49 Uhr

Argentinien stoppt Flüge aus Brasilien, Mexiko und Chile

Angesichts der steigenden Infektionszahlen in Brasilien, Mexiko und Chile stoppt Argentinien die Flüge aus diesen Ländern. Ab Samstag würden die Flugverbindungen mit den drei Staaten bis auf Weiteres gekappt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur "Télam" unter Berufung auf Regierungskreise.

Brasilien hatte zuletzt als zweites Land der Welt über 300.000 Corona-Tote gemeldet, Mexiko dürfte bald über 200.000 Opfer von Covid-19 registrieren und auch im Nachbarland Chile waren die Infektionszahlen zuletzt trotz einer erfolgreichen Impfkampagne deutlich gestiegen. Die argentinische Regierung forderte die Bürger des südamerikanischen Landes zuletzt bereits dazu auf, auf Reisen ins Ausland zu verzichten. Rückkehrer müssen mindestens für zehn Tage in Quarantäne. Wer bei der Einreise positiv auf Corona getestet wird, muss auf eigene Kosten für die Zeit der Isolation in ein Hotel ziehen.

In Argentinien haben sich bislang rund 2,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, etwa 55.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Angesichts des nahenden Herbstes auf der Südhalbkugel wappnen sich die Behörden derzeit für die zweite Corona-Welle.

26.3.2021 • 06:47 Uhr

Einstufung Frankreichs als Hochinzidenz-Gebiet steht offenbar bevor

Die Bundesregierung will offenbar ganz Frankreich zum Hochinzidenz-Gebiet erklären. Nach Beratungen des Kabinetts könnte das Robert Koch-Institut (RKI) heute eine solche Einstufung vornehmen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, eine solche Einstufung bedeute nicht automatisch Grenzkontrollen.

Die Co-Vorsitzenden der Deutsch-Französischen Parlamentarierversammlung, Christophe Arend und Andreas Jung, riefen ihre jeweiligen Regierungen zu einem koordinierten Vorgehen auf.  Merkel sagte in ihrer Pressekonferenz zum EU-Gipfel zur möglichen Einstufung von ganz Frankreich als Hochinzidenz-Gebiet, es gehe "nicht um politische Willenserklärungen, sondern da guckt man sich die lang anhaltenden Inzidenzen an". Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz "nachhaltig" bei mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liege, "erfolgt die Einstufung als Risikogebiet". Dies erscheine im Fall von Frankreich "faktisch notwendig", bedeute aber nicht, dass es automatisch Grenzkontrollen gebe.

26.3.2021 • 06:43 Uhr

USA sagen Millionenhilfe für Palästinenser zu

Die USA wollen die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen in ihrem Anti-Corona-Kampf mit umgerechnet 12,6 Millionen Euro unterstützen. Dies gab die UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield bei der monatlichen Nahost-Sitzung des Sicherheitsrats in New York bekannt. Das Geld fließt demnach von der US-Entwicklungshilfsbehörde USAID an Corona-Bekämpfungsmaßnahmen katholischer Hilfsdienste in medizinischen Einrichtungen und in deren Einsatz für anfällige Familien in den palästinensischen Gebieten.

Die Mittel würden zudem in eine Notfallversorgung mit Lebensmitteln für Gemeinden gesteckt, die als Folge der Pandemie bedürftig seien. Die US-Ankündigung markierte eine scharfe Abkehr von der Linie der Vorgängerregierung unter Donald Trump, die die Beziehungen zu den Palästinensern abgebrochen und Finanzhilfen für sie nahezu gestoppt hatte. Sein Nachfolger Joe Biden erklärte indes kurz nach seinem Amtsantritt am 20. Januar, dass seine Regierung das Verhältnis zu den Palästinensern wieder aufleben lasse und auch wieder Hilfe leiste. Die amerikanische UN-Botschafterin Thomas-Greenfield sagte dazu, die dringend nötige US-Unterstützung im Umfang von 15 Millionen Dollar sei ein "Stück unseres erneuerten Bekenntnisses zum palästinensischen Volk". Sie bringe sowohl den "Israelis als auch den Palästinensern mehr Stabilität und Sicherheit".

26.3.2021 • 06:39 Uhr

Hoher Jobverlust in der Gastronomie

Im Hotel- und Gaststättengewerbe gingen schon nach der ersten Welle der Corona-Pandemie trotz massiver Kurzarbeit etwa 200.000 Jobs verloren. Am härtesten traf es geringfügig Beschäftigte, gab die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen einem Vorabbericht der "Augsburger Allgemeine" zufolge an. In der Tourismusbranche befinden sich bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter in Kurzarbeit.

26.3.2021 • 06:34 Uhr

Corona-Krise verändert Mobilitätsverhalten

Durch die Covid-19-Pandemie hat sich die Nutzung des eigenen Pkws, sowie von Bussen und Bahnen einer Umfrage zufolge deutlich verändert. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "forsa" unter 1011 Autofahrern gab gut ein Drittel der Befragten (36 Prozent) an, weniger häufig mit dem Auto unterwegs zu sein als vor der Krise. Sogar fast die Hälfte (45 Prozent) nutzte seltener Busse und Bahnen. Durchgeführt wurde die Umfrage im Auftrag der Targobank. Dass sich die Pandemie nachhaltig auf das Mobilitätsverhalten in Deutschland auswirkt, glauben allerdings nur 37 Prozent der Befragten. Die Mehrheit (58) rechnet über kurz oder lang mit einer Rückkehr zum Stand vor der Krise.

26.3.2021 • 06:32 Uhr

Roaming-Datenvolumen sinkt deutlich

Durch Reiseeinschränkungen und andere Maßnahmen in der Corona-Pandemie ist das Roaming-Datenvolumen deutlich gesunken. Der im EU-Ausland generierte Datenverkehr, der auf das Konto von Nutzern mit deutschen Handyverträgen geht, sackte im Jahr 2020 um 11 Prozent auf 88,3 Millionen Gigabyte ab. Das geht aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen.

Ein Jahr zuvor lag die Zunahme noch bei rund 50 Prozent - damals zückten immer mehr Reisende im europäischen Ausland bedenkenlos ihr Smartphone, weil sie dank EU-Regeln keine Extrakosten fürchten müssen. Die Pandemie stoppte das Volumenwachstum aber. Der Grund: Es gab viel weniger Reisende als zuvor. Die Anzahl der im EU-Ausland abgehenden Verbindungsminuten ging um ein Viertel zurück auf 2,9 Milliarden.

Die Zahl der versendeten SMS brach sogar um die Hälfte ein auf 110 Millionen. Wegen des Trends zu Chat-Apps und anderen Digitalanwendungen sinkt das Interesse an der SMS-Kommunikation schon seit Jahren, Corona hat den Trend nun beschleunigt - 2019 hatte das Minus bei den Kurzmitteilungen nur bei einem Fünftel gelegen.

26.3.2021 • 06:29 Uhr

Corona-Spätfolgen: Zunahme der Fallzahlen bei Jugendlichen erwartet

Mit der Zunahme der Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen sind nach Einschätzung eines pädiatrischen Infektiologen auch mehr Spätfolgen in diesen Gruppen zu erwarten. "Wir rechnen durch die Lockerungen der Maßnahmen mit mehr Betroffenen mit meist diffusen, länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen", sagte Markus Hufnagel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg der Nachrichtenagentur dpa. "Darauf ist die Pädiatrie im Vergleich zur Versorgungssituation bei Erwachsenen nach überstandener Infektion noch nicht vorbereitet."

In der Fachsprache ist bei dem Phänomen von Long Covid (Langes Covid-19) oder Post Covid (Nach Covid-19) die Rede. Da für Kinder und Jugendliche noch keine Covid-19-Impfstoffe zugelassen sind, zählen sie zu den Gruppen, die noch einige Monate empfänglich für das Virus sein werden. Seit Wochen steigt die Zahl der erfassten Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) an. "Das Krankheitsbild ist sehr variabel", erläutert Hufnagel. Darunter seien chronische Erschöpfung, generelle Leistungsminderung und Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch Hautveränderungen. Solche anhaltenden gesundheitlichen Einschränkungen seien auch von anderen Virusinfektionen wie dem Pfeifferschem Drüsenfieber bekannt.

26.3.2021 • 06:27 Uhr

Gibraltar hebt Corona-Auflagen teils auf

Gibraltar hat keine Covid-19-Patienten mehr im Krankenhaus, in einer Woche nur einen Corona-Fall gemeldet und lässt daher die Zügel vorsichtig locker. Am Donnerstag endete eine vor drei Monaten verhängte Ausgangsbeschränkung von 0 bis 5 Uhr, womit Bars und Lokale bis 2.00 Uhr aufbleiben können, wie die Regierung bekanntgab. Ab Samstagmitternacht gebe es in allen Arealen im Freien auch keine Maskenpflicht mehr. "Wir lassen endlich unseren tödlichsten Winter hinter uns und betreten unseren hoffnungsfrohsten Frühling", erklärte der Regierungschef von Gibraltar, Fabian Picardo.

Einige Beschränkungen von Versammlungen bleiben allerdings bestehen. Und der jüngste Anstieg der Corona-Fallzahlen in den meisten Teilen Europas bereitet den Behörden im britischen Überseegebiet Sorge. Die südspanische Region Andalusien stellt die meisten Arbeitskräfte in Gibraltar - und meldete erst am Donnerstag den zweiten Tag in Folge mehr als 1000 neue Infektionen.

Noch rund um Weihnachten war Gibraltar massiv von der Pandemie betroffen. Aus dieser Zeit stammt die Welle, die für die meisten der bisher insgesamt 4271 Ansteckungen und 94 Todesfälle verantwortlich gemacht wird. Erst Mitte Februar gingen die Fallzahlen dank striktem Lockdown und der erfolgreichen Impfkampagne zurück, die auf steten Lieferungen von Dosen aus Großbritannien beruht.

Inzwischen sind mehr als 24.000 Menschen in Gibraltar geimpft, also 70 Prozent der Bevölkerung des britischen Überseeterritoriums. Es lässt auch die mehr als 10.000 Arbeiter aus Spanien impfen, die jeden Tag die Grenze überqueren.

26.3.2021 • 05:55 Uhr

Mexiko meldet mehr als 200.000 Corona-Tote

In Mexiko sind bereits mehr als 200.000 Menschen nachweislich nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Gemeinhin wird angenommen, dass die Zahl der Todesfälle noch viel höher liegt, da die Testquote im Land als extrem niedrig gilt. Ende 2020 hörte die mexikanische Regierung mit der Veröffentlichung von Daten zur Übersterblichkeit auf. Präsident Andrés Manuel López Obrador hat die verstärkte Impfkampagne als Wettlauf gegen die Zeit bezeichnet.

26.3.2021 • 05:30 Uhr

RKI meldet 21.573 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 119,1

Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen 21.573 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 119,1 (Vortag: 113,3). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 183 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.623. Insgesamt wurden bislang mehr als 2.73 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

26.3.2021 • 05:30 Uhr

BioNTech und Pfizer testen Corona-Impfstoff nun auch an jüngeren Kindern

Nach den Konkurrenten Moderna und AstraZeneca haben auch die Mainzer Firma BioNTech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase 1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Pfizer der Nachrichtenagentur AFP mit. Mit den klinischen Tests solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Vakzins bei mit Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht werden, hieß es weiter.

26.3.2021 • 05:30 Uhr

NATO beginnt mit vorzeitigen Corona-Impfungen

Um eine reibungslose Organisation des ersten NATO-Gipfels mit dem neuen US-Präsidenten Biden zu ermöglichen, werden derzeit rund 3500 Beschäftigte in der Brüsseler Bündniszentrale vorzeitig gegen Corona geimpft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat medizinisches Personal am Donnerstag mit dem Spritzen der Vakzine begonnen. Bereits an diesem Samstagabend soll die erste Impfrunde abgeschlossen sein. Als Termin für den ersten NATO-Gipfel mit Biden wird derzeit der 14. Juni in Erwägung gezogen. Die Immunisierung des NATO-Personals kann erfolgen, weil sich Polen trotz Impfstoffknappheit im eigenen Land dazu bereit erklärt, die insgesamt rund 7000 notwendigen Dosen zur Verfügung zu stellen. Das NATO-Gastland Belgien wollte nicht von der normalen Impfreihenfolge abweichen. Nach ihr wäre in der Nato-Zentrale frühestens im kommenden Monat geimpft worden