Ein zweiter Flug von Qatar Airways hat Ausländer von Kabul nach Doha gebracht. Darunter sollen auch Deutsche sein. Unterdessen haben die USA Flüge mit Afghanen von US-Stützpunkten wegen mehrerer Masernfälle gestoppt.
Katar pflegt enge Beziehungen zu den Taliban, redet aber auch mit ihren Gegnern. Der kleine Wüstenstaat ist in der Afghanistan-Krise ein wichtiger Akteur geworden - warum, erklärt Jürgen Stryjak.
Im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus harren seit rund einem Monat afghanische Flüchtlinge aus, die weder vor noch zurück können. Ihre Lage schildern sie im Interview als dramatisch, sie sprechen von Hunger und Schwäche.
In den vergangenen 20 Jahren ist Afrika zur am meisten von Terror betroffenen Weltregion geworden. Vor allem in Ländern im Westen und Osten des Kontinents sind militante Islamisten aktiv. Norbert Hahn erklärt die Hintergründe.
Erstmals nach dem endgültigen Abzug der internationalen Truppen sind Ausländer mit einem Zivilflugzeug aus Kabul ausgeflogen worden - mit Erlaubnis der Taliban. Rund 200 Menschen werden nach Katar gebracht.
In Kabul regieren Männer, die auf Terrorfahndungslisten stehen. Wer könnte daran ein Interesse haben? Manche sagen, Pakistan freue sich über den Machtwechsel - hat es ihn aber auch unterstützt? Von Gabor Halasz.
Es war die erste offizielle Mitteilung aus dem neu besetzten afghanischen Innenministerium: Proteste ohne Genehmigung sind künftig verboten. Die Taliban untersagten auch die Berichterstattung über Demonstrationen.
Die 9/11-Anschläge wirkten sich auch auf die arabische Welt aus: 2003 griffen die USA unter unbewiesenen Vorwürfen den Irak an - ein Krieg, der die gesamte Region nachhaltig veränderte. Die Folgen sind bis heute spürbar. Von B. Blaschke.
Der Angriff islamistischer Terroristen am 11.9.2001 ließ auch für muslimische US-Bürger gleich zwei Welten zusammenstürzen. Fortan standen sie unter einem Generalverdacht - der bis heute nicht ganz verschwunden ist. Von T. Teichmann.
Die große Mehrheit der Attentäter vom 11.9.2001 kam aus Saudi-Arabien. Und doch musste das Land danach keine Konsequenzen fürchten. Um so lauter fragen Angehörige der Anschlagsopfer noch heute nach den Gründen. Von T. Teichmann.
Die Anschläge vom 11. September 2001 waren für die USA auch ein Schock, weil Warnhinweise übersehen worden waren. Der Kongress stärkte danach die Sicherheitsbehörden massiv. Kritiker meinen: zulasten der Freiheitsrechte. Von S. Hesse.
Mit dem Einsturz der Twin Towers am 11. September 2001 war das Sterben noch nicht beendet. Auch nach den Terroranschlägen von New York verloren viele Helfer ihr Leben - wegen giftiger Dämpfe am Ground Zero. Andere leiden bis heute. Von P. Mücke.
In einer Woche wählt Russland ein neues Parlament. Das Ergebnis dürfte wenig Überraschungen bringen. Chancenreiche Oppositionelle wurden ausgeschlossen - und die Wähler mit Geschenken und Versprechen umworben. Von J. Steinlein.
In Dänemark sind nun auch die letzten Corona-Beschränkungen aufgehoben. Dank einer hohen Impfquote gilt das Virus nicht mehr als "gesellschaftskritisch". Doch während die Dänen in Feierlaune sind, bleiben Mediziner vorsichtig. Von Sofie Donges.
Mit scharfen Worten geht US-Präsident Biden Ungeimpfte an - und erhöht den Druck: Für Millionen Amerikaner kommt bald die Impfpflicht. Die Republikaner kritisierten seine Pläne schon vor der Vorstellung. Von Julia Kastein.
In den USA gilt für Beschäftigte des Bundes künftig eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Das erklärte die US-Regierung. Auch große Firmen sollen beim Thema Impfen und Testen strengere Vorgaben erhalten.
Die Corona-Pandemie hat den Kampf gegen Aids und Tuberkulose massiv erschwert, so der Globale Fonds, der Epidemien in mehr als hundert Ländern bekämpft. Etwa sei die Zahl der HIV-Tests um 22 Prozent zurückgegangen.
Als erstes Land der Welt beginnt das sozialistische Kuba mit Impfungen von Kindern ab zwei Jahren - mit eigenen Vakzinen. Das Land will im November die Grenzen öffnen. Dann sollen 90 Prozent der Menschen geimpft sein.
Nur drei Prozent der Bevölkerung Afrikas sind voll immunisiert. Und noch immer gibt es viel zu wenig Impfstoff, trotz vieler Versprechungen. Die Länder fordern nun Impfstoff-Gerechtigkeit. Von Caroline Hoffmann.
Interaktiv
Erstmals seit Februar haben US-Präsident Biden und Chinas Staatschef Xi miteinander telefoniert. Beide Seiten sprachen danach von einem "offenen" Dialog. Gesprächsstoff gibt es im Überfluss.
Nach den drastischen Beschränkungen bei Online-Spielen für Minderjährige kommt der nächste Schlag für die Gaming-Industrie in China. Die Hersteller müssen "unmännliche Inhalte" entfernen. Von Ruth Kirchner.
Das US-Justizministerium klagt gegen das restriktive Abtreibungsgesetz in Texas. Die Regelung sei "eindeutig verfassungswidrig", sagte Justizminister Garland. Darum müsse es umgehend für ungültig erklärt werden.
Das britische Parlament hat die größte Steuererhöhung seit Jahren gebilligt. Benötigt wird das Geld für eine Gesundheitsreform. Premier Johnson steht dafür in der Kritik - denn im Wahlkampf hatte er das Gegenteil versprochen.
Umgerechnet 14 Milliarden Euro pro Jahr will der britische Premier Johnson in das marode Gesundheitssystem NHS pumpen und dafür die Steuern kräftig erhöhen. Im Wahlkampf hatte er das Gegenteil versprochen und erntet deshalb nun Kritik. Von C. Prössl.
Mit Neuwahlen wollte sich Kanadas Premier Luft verschaffen, Umfragen ließen ihn auf eine eigene Mehrheit hoffen. Doch nun ist sogar seine Abwahl möglich. Auch bei der letzten Fernsehdebatte geriet er unter Druck. Von Peter Mücke.
In der kommenden Woche wählt Norwegen ein neues Parlament, und der Wahlkampf wird dominiert von Klimathemen. Es könnte zu einem Regierungswechsel von Konservativ-Bürgerlich zu Rot-Grün kommen. Was bedeutet das für die Ölindustrie? Von S. Donges.
Hunderte Feuerwehrleute haben in der Nacht gegen einen Waldbrand in Andalusien gekämpft. Das Feuer zerstörte mehr als 3600 Hektar, Menschen mussten in Notunterkünften in Sicherheit gebracht werden. Ein Feuerwehrmann starb.
Vor einem Jahr brannte das berüchtigte Flüchtlingscamp in Moria ab. Zwar hat die EU viel Geld für den Bau eines neuen Lagers zur Verfügung gestellt - aber passiert ist bislang nichts. Von Verena Schälter.
13 Monate nach dem Rücktritt der Regierung hat der Libanon eine neue Führung: Auf den künftigen Ministerpräsidenten Mikati und sein Kabinett warten schwierige Aufgaben. Das Land steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte.
Bei den Parlamentswahlen in Marokko haben die regierenden gemäßigten Islamisten eine schwere Schlappe hinnehmen müssen. Von ihren 125 Sitzen verteidigten sie gerade einmal 12. Liberale Parteien gewannen die Wahl.
Zehntausende Anhänger von Brasiliens Präsident Bolsonaro demonstrierten am Unabhängigkeitstag gegen eine angebliche globale kommunistische Bedrohung. Bolsonaro lenkt die Stimmung gezielt gegen demokratische Institutionen. Von A. Herrberg und M. Ebert.
Es ist ein deutliches Zeichen im tief katholischen Mexiko: Das Oberste Gericht des Landes hat das totale Abtreibungsverbot für verfassungswidrig erklärt.
Für Kritiker wird immer deutlicher, dass das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" in Hongkong nicht mehr gilt. Neuer Beleg dafür ist aus ihrer Sicht die Anklage dreier prominenter Bürgerrechtler auf Grundlage des "Sicherheitsgesetzes".
Vor einem Pariser Gericht geht es ab heute um die Anschlagsserie vom November 2015. In einer koordinierten Aktion töteten Terroristen damals 130 Menschen. Was erwartet das Land von dem "Jahrhundertprozess"? Von S. Markert.
Der chaotische Abzug aus Afghanistan hat Großbritannien vor Augen geführt: Es ist keine Supermacht mehr und wird auch von den USA nicht bevorzugt behandelt. Das trifft vor allem die Befürworter des Brexits. Von Christoph Prössl.
Das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hat Zugriff auf Daten, die bis ins Jahr 1979 reichen, doch einen so heißen Sommer wie dieses Jahr gab es in all den Jahren auf dem Kontinent noch nie. Besonders im Süden hatte das verheerende Folgen.
Die Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten wird auch durch den Einfluss des Klimawandels immer länger. Nun setzte die Weltnaturschutzunion auch den Komodowaran auf die Liste. Der Grund: Der Lebensraum der Echse schwindet zusehends.
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