Leere Straßen in Frankreich. | AFP
Liveblog

Liveblog zum Nachlesen ++ Frühere Ausgangssperre in vielen Départements ++

Stand: 09.01.2021 23:53 Uhr

In Frankreich wird in vielen Départements die Ausgangssperre auf 18 Uhr vorverlegt. Die Grünen fordern ein Recht auf Homeoffice für Arbeitnehmer - und Bußgelder für uneinsichtige Firmen. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Angst in Frankreich vor Ausbreitung von Virus-Mutation
  • 80.000 Corona-Tote in Großbritannien
  • Impfstoff-Wahl "im Moment und auch absehbar" nicht möglich
  • Mehr als 500.000 Menschen in Deutschland geimpft
  • Ausflügler, aber kein Ansturm auf Wintersportregionen
  • Ausgangssperren in zwei chinesischen Metropolen
  • Sachsens Ministerpräsident Kretschmer räumt Fehler ein
  • RKI meldet 1083 Tote und 24.694 Neuinfektionen
9.1.2021 • 23:53 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

Damit schließen wir unseren Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

9.1.2021 • 21:21 Uhr

Kalayci: Berliner sollen Impfstoff wählen können

Impfwillige in Berlin sollen laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci wählen können, mit welchem Impfstoff sie gegen Corona immunisiert werden wollen. "Der Bürger, die Bürgerin sollen die Freiheit haben, sich entscheiden zu können, mit welchen Impfstoff sie geimpft werden wollen", sagte die SPD-Politikerin nach einem Bericht der RBB-Abendschau bei einem Probelauf in einem Impfzentrum.

Die Verteilung der Impfstoffe sei nach den derzeitigen Planungen an die Impfzentren gekoppelt. So werde in dem bereits geöffneten Impfzentrum in der Arena in Treptow der des Mainzer Unternehmen BioNTech und seines US-Partners Pfizer geimpft.

Im Erika-Hess-Eisstadion im Wedding, das am kommenden Donnerstag öffnen soll, solle der von Moderna verabreicht werden. Als nächstes könnte ein Zentrum mit dem BioNTech-Impfstoff an der Messe folgen. Insgesamt plant Berlin sechs Impfzentren.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor gesagt, wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, wird sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen können. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit "im Moment und auch absehbar" nicht möglich, betonte er in einer Online-Diskussionsrunde.

9.1.2021 • 20:24 Uhr

Ski-Klassiker in Wengen droht offenbar Absage

Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen droht dem alpinen Ski-Klassiker im schweizerischen Wengen am nächsten Wochenende eine Absage. Das deutete der Herren-Rennchef Markus Waldner in Adelboden an. Der Verantwortliche des Weltverbandes Fis sagte laut Medienberichten, dass in Wengen aktuell viele Covid-19-Fälle zu verzeichnen seien. Außerdem seien über Weihnachten englische Touristen in dem Ort gewesen, es bestehe also die Gefahr, dass das mutierte Coronavirus in der Schweiz auftreten könne. Das berichteten unter anderem die Nachrichtenagentur APA und die "Berner Zeitung".

Demnach soll an diesem Sonntag eine Entscheidung gefällt werden. Denkbar sei, die beiden Abfahrten und einen Slalom abzusagen, die Rennen an einen anderen Ort zu verlegen oder die Unterbringung der Athleten anders zu organisieren, falls doch in Wengen gefahren wird.

9.1.2021 • 20:04 Uhr

21 bayerischen Kommunen droht Bewegungseinschränkung

Die Zahl der Corona-Fälle in Bayern steigt weiter. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegen aktuell 21 Kommunen über dem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Den höchsten Wert registrierte der Landkreis Berchtesgadener Land mit einer Inzidenz von 348,35. 

In diesen Hotspots dürfen sich die Bewohner ab Montag - sollte die Sieben-Tage-Inzidenz ihrer Kommunen weiterhin über 200 liegen - aufgrund der neuen Corona-Beschlüsse nur noch höchstens 15 Kilometer von der Gemeindegrenze ihres Wohnorts entfernen.

9.1.2021 • 19:43 Uhr

Papst ruft zur Corona-Impfung auf

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus wahrzunehmen. "Man muss sich impfen lassen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Interview. Alles andere wäre eine "suizidale Verweigerung", die er sich nicht erklären könne. Weiter sagte er: "Ich glaube, dass vom ethischen Standpunkt aus jeder geimpft werden sollte", weil eine Infektion "die eigene Gesundheit, das eigene Leben, aber auch das Leben anderer in Gefahr bringt".

Zugleich bestätigte der Pontifex, dass er sich gegen das Coronavirus impfen lassen wird. Den Termin dafür habe er, sagte das 84-jährige Kirchenoberhaupt. Der Vatikan hatte bereits bekanntgegeben, dass die Impfungen gegen Covid-19 in dem Kirchenstaat in der kommenden Woche beginnen sollen. Franziskus, dem ein Teil seiner Lunge fehlt, sagte, alle sollten geimpft werden.

9.1.2021 • 19:10 Uhr

Französische Départements ziehen Ausgangssperre vor

In weiteren französischen Départements ist die abendliche Ausgangssperre wegen der Corona-Situation auf 18 Uhr vorgezogen worden. Dazu zählen etwa die an Deutschland grenzenden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin sowie Vaucluse, Alpes-de-Haute-Provence oder Bouches-du-Rhône. Sorge bereitet den Behörden vor allem die in Großbritannien verstärkt aufgetretene mutierte Form des Coronavirus. So wurde in Bouches-du-Rhône an der Mittelmeerküste ein Cluster entdeckt, das auf eine Familie zurückgeht. In Bagneux bei Paris gab es eine großangelegte Testaktion, nachdem die mutierte Form dort aufgetreten war.

Bereits zu Beginn des Jahres hatten einige stark betroffene Regionen die Ausgangssperre auf 18 Uhr vorgezogen. In allen anderen Départements des Landes gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20 Uhr - darunter auch Paris. Den Menschen ist es dann nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Mehr als 67.000 Menschen starben bislang in Frankreich an Covid-19.

9.1.2021 • 17:58 Uhr

Mehr als 80.000 Corona-Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind inzwischen mehr als 80.000 Menschen gestorben, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das teilte die Regierung in London mit. Seit dem Vortag wurden 1035 neue Todesfälle gemeldet.

In den vergangenen 24 Stunden infizierten sich nach offiziellen Angaben 59.937 Menschen mit dem Virus. Am Tag zuvor waren es 68.053 gewesen. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Frühjahr damit bei inzwischen mehr als drei Millionen.

9.1.2021 • 17:23 Uhr

Großteil der Corona-Kranken leidet noch nach sechs Monaten unter Symptomen

Einer Langzeitstudie im chinesischen Wuhan zufolge leidet ein Großteil der Betroffenen noch ein halbes Jahr später unter mindestens einem Symptom der Virusinfektion. Für die in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichte Untersuchung wurden insgesamt 1655 ehemalige Patienten Monate nach ihrer Behandlung im Krankenhaus erneut untersucht. Es handelt sich um eine der ersten Langzeitstudien über die Folgen einer Corona-Erkrankung. Die Autoren fanden heraus, dass 76 Prozent der Covid-19-Patienten, die zwischen Januar und Mai in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan im Krankenhaus behandelt wurden, die Symptome der Krankheit auch sechs Monate nach ihrer Entlassung nicht vollständig überwunden hatten.

1265 von ihnen klagten demnach weiter über mindestens ein Corona-Symptom. Am häufigsten nannten sie demnach Müdigkeit und Muskelschwäche. Viele klagten zudem über Schlafstörungen.

9.1.2021 • 17:13 Uhr

Frühere Ausgangssperre in Marseille

In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille gilt künftig eine noch striktere Ausgangssperre. Ab Sonntag dürfen die Menschen zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens nur noch in Notfällen das Haus verlassen. Bislang begann die Sperre erst um 20 Uhr abends. Die Maßnahme soll die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Auch andere Städte wie Dijon oder Strasbourg haben eine frühere Sperrstunde erlassen. In 15 Départements gilt bereits seit einer Woche eine Ausgangssperre ab 18.00 Uhr.

Zudem wurden 21 Menschen positiv auf die zuerst in England entdeckte, ansteckendere Variante des Coronavirus getestet. Die infizierten Personen zählen nach Polizeiangaben zum Umfeld einer Familie.

9.1.2021 • 16:18 Uhr

Queen Elizabeth und Prinz Philip sind geimpft

Die britische Königin Elizabeth II. (94) und ihr Ehemann Philip (99) sind gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte der Buckingham-Palast mit.

Die beiden gelten wegen ihres hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19. Lange Zeit hatten sie sich in der Pandemie auf Schloss Windsor zurückgezogen, bevor sich die Queen wieder zu wenigen Auftritten in der Öffentlichkeit zeigte.

Auch die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel verbrachte das Paar wieder in Windsor. Auf ein Familientreffen mit anderen Royals verzichteten die beiden.

Bislang sind in Großbritannien nach Angaben der Regierung rund 1,5 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft worden. Das Tempo der Impfkampagne soll jedoch deutlich beschleunigt werden. Ziel ist es, bis Mitte Februar den besonders gefährdeten 15 Millionen Briten eine erste Impfung anzubieten.

Queen Elizabeth II. und Prinz Philip sitzen auf einer Couch und schauen sich Glückwunschkarten ihrer Großenkel an. | dpa

Queen Elizabeth II. und Prinz Philip sitzen auf einer Couch und schauen sich Glückwunschkarten ihrer Großenkel an (Foto vom 19.November 2020). Bild: dpa

9.1.2021 • 16:04 Uhr

Grüne: Homeoffice auch mit Bußgeldern für Firmen durchsetzen

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt fordert ein Recht auf Homeoffice für Arbeitnehmer samt Bußgeldern für uneinsichtige Firmen. "Wir brauchen eine Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Unternehmen verpflichtet, überall dort, wo es möglich ist, Homeoffice jetzt auch anzubieten", sagte Göring-Eckardt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wo Arbeitgeber uneinsichtig seien und ohne Grund Präsenz am Arbeitsplatz einforderten, müsse "mit Bußgeldern Druck gemacht" werden. Die Bundesregierung habe eine klare Verantwortung und die rechtliche Möglichkeit, bundeseinheitliche Regeln zu erlassen.

Bund und Länder hatten nach ihren Beratungen am Dienstag die Arbeitgeber "dringend gebeten", großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz ´"Wir bleiben zuhause" umsetzen zu können. Auf Twitter setzte eine Debatte ein unter dem Schlagwort #MachtBueroszu. Nutzer erzählen etwa Geschichten aus ihrem Alltag über eine Präsenzpflicht und dass sie dann mit der U-Bahn ins Büro fahren müssen, trotz der hohen Corona-Neuinfektionszahlen.

9.1.2021 • 15:34 Uhr

Impfstoff-Wahl "im Moment und auch absehbar" nicht möglich

Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, kann sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit""im Moment und auch absehbar" nicht möglich, betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Online-Diskussionsrunde.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte, die beiden bislang in Europa zugelassenen Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna seien "äquivalent in Wirksamkeit und Sicherheit". Allerdings wies er darauf hin, dass es nicht möglich sei, bei einer Person Impfstoffe verschiedener Hersteller bei der zweiten Impfung zu verabreichen. Dies sei auch bei Impfstoffen, die auf einem gleichen Wirkprinzip basierten, "auf keinen Fall" möglich. Denn dazu gebe es bislang "Null Daten".

9.1.2021 • 14:44 Uhr

Wien plant Corona-Selbsttests für Schüler

Österreich will Schülern zur Wiederöffnung der Schulen wöchentlich einfach anwendbare Corona-Schnelltests anbieten. Insgesamt fünf Millionen Antigen-Tests sollen dafür an die Schulen verteilt werden. Die Tests können von den Schülern selbst unter Anleitung von Erwachsenen angewendet werden. Die Stäbchen müssen etwa ein bis zwei Zentimeter in die Nase eingeführt werden. Das sei so einfach wie Nasenbohren, hieß es in einem Video mit Anleitung.

Die Selbsttests sollen für die Schüler kostenlos und freiwillig sein. Das Vorgehen gebe die Möglichkeit, die Schulen zu öffnen und auch offen zu halten, sagte Bildungsminister Heinz Faßmann. Ob die Schulen in Österreich wie ursprünglich geplant am 18. Januar wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren, soll nächste Woche geklärt werden. Der Lockdown in Österreich ist zunächst bis zum 24. Januar geplant. Am Freitag hatte Österreich fast 2300 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag mit 161 je 100.000 Einwohner etwas höher als in Deutschland (136,5).

9.1.2021 • 14:30 Uhr

Mehr als eine halbe Million Corona-Impfungen in Italien

Ebenso wie in Deutschland sind auch in Italien mehr als eine halbe Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden landesweit knapp 505.000 Impfdosen an rund 290 Standorten gespritzt. Das Personal im Gesundheitsbereich bekam demnach die meisten Impfungen. Seit Ende Dezember hat Italien knapp 918.500 Impfdosen erhalten. "Ich denke, wir sind noch am Anfang und die Dosen, die wir zur Verfügung haben, sind noch klar begrenzt", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

9.1.2021 • 14:27 Uhr

Corona-Variante aus Südafrika nun auch in Israel

In Israel sind erste Infektionen mit der in Südafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um vier Fälle. Es seien zwei Infektionsketten festgestellt worden. Ein Test sei bei einer eingereisten Person positiv gewesen, zudem sei eine Familie positiv auf die Variante getestet worden, die sich bei einem Eingereisten angesteckt habe.

Die Einreise aus Südafrika nach Israel ist nur in Ausnahmefällen möglich. Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen. Seit Freitag gilt erneut ein landesweiter, harter Lockdown. Parallel dazu läuft eine massive Impfkampagne.

9.1.2021 • 14:24 Uhr

Eine halbe Million Menschen in Deutschland geimpft

In Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bislang mehr als 500.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. "Es klappt Zug um Zug immer besser", sagt Spahn in einer Diskussionsrunde im Bundesgesundheitsministerium. RKI-Chef Lothar Wieler ergänzt, trotzdem müssten die Kontaktbeschränkungen weiter konsequent befolgt werden.

9.1.2021 • 13:52 Uhr

Kaum Andrang in sächsischen Wintersportregionen

Trotz winterlicher Kulisse hat sich auch in Sachsen der Andrang in den Wintersportgebieten bislang in Grenzen gehalten. Es habe zwar Spaziergänger und Ausflügler gegeben, ein Ansturm wie am vergangenen Wochenende blieb bis zum Mittag jedoch aus, sagten Sprecher der Polizeidirektionen Chemnitz und Zwickau. Die Polizei hatte Schwerpunktkontrollen an den Parkplätzen zu den Ski- und Rodelhängen im Erzgebirge, dem Fichtelberg und im Vogtland angekündigt. Dabei sollte verstärkt auf die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung geachtet werden.

9.1.2021 • 13:41 Uhr

Französischer Bischof tritt nach Corona-Infektion zurück

Weil er sich nach einer Corona-Infektion kraftlos fühlt, ist Creteils Bischof Michel Santier (73) von seinem Amt zurückgetreten. Wie der Vatikan bestätigte, nahm Papst Franziskus ein entsprechendes Gesuch des Franzosen an. Eigentlich sind Bischöfe vom Kirchenrecht erst mit Vollendung ihres 75. Lebensjahres gehalten, dem Papst ihren Amtsverzicht anzubieten. Santier war im April am Coronavirus erkrankt und wurde wochenlang im Krankenhaus behandelt. Seit 2007 leitete er das im Großraum Paris gelegene Bistum Creteil. Als Nachfolger ernannte der Papst den Vizepräsidenten der Französischen Bischofskonferenz, Dominique Blanchet (54). Dieser amtierte bisher als Leiter des ostfranzösischen Bistums Belfort-Montbeliard.

9.1.2021 • 13:29 Uhr

Superspreader-Gefahr beim Fest des "Schwarzen Nazareners"

Hunderttausende Philippiner haben zum Fest des "Schwarzen Nazareners" die Verbote von Kirchen und Behörden missachtet. Trotz der Corona-Pandemie strömten sie zur berühmten schwarzen Jesusstatue in der Kirche in Manilas Stadtteil Quiapo. Fotos und Videos auf den Webseiten philippinischer Medien zeigten lange Schlangen von Gläubigen. Experten befürchten in der Folge einen massiven Anstieg der Covid-19-Fälle in Manila. "Wir werden wirklich ein Wunder brauchen, um ein Superspreader-Ereignis zu stoppen", sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums dem Nachrichtenportal PhilStar. Die Philippinen sind nach Indonesien das am zweitstärksten von Corona betroffene Land Südostasiens.

Katholische Gläubige erheben Bilder des Schwarzen Nazareners bei der Kirche in Quiapo in der Hauptstadt Manila. | dpa

Katholische Gläubige erheben Bilder des Schwarzen Nazareners bei der Kirche in Quiapo in der Hauptstadt Manila. Bild: dpa

9.1.2021 • 13:05 Uhr

Viele Ausflügler im Thüringer Wald, aber kein "Ansturm"

Die Winterlandschaft im Thüringer Wald hat auch wieder zahlreiche Ausflügler in den Schnee gelockt. Die Parkplätze etwa rund um Siegmundsburg, Ilmenau oder Masserberg waren schon bis mittags gut gefüllt. Der befürchtete Ansturm blieb aber bislang aus - die Polizei sprach von einer normalen Lage. "Es ist bisher alles im Rahmen", sagte eine Sprecherin der Polizei in Sonneberg. In den Wintersportorten entlang des Rennsteigs gibt es an diesem Wochenende verstärkte Kontrollen an den Parkplätzen und Straßen, um chaotische Zustände zu verhindern. Die Orte im Thüringer Wald waren in den Tagen zuvor von Ausflüglern teils überrannt worden.

9.1.2021 • 12:58 Uhr

Elsass führt Ausgangssperre ab 18 Uhr ein - ab morgen

Im Elsass gilt ab Sonntag wegen des Coronavirus eine verschärfte abendliche Ausgangssperre. In den an Deutschland grenzenden französischen Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin wird das sogenannte couvre-feu auf 18 Uhr vorgezogen. Die Corona-Lage in dem Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg gebe Anlass zu großer Sorge, teilte die zuständige Präfektur mit. Daher werde die Ausgangssperre von 20 auf 18 Uhr vorverlegt. Ähnlich äußerte sich das Département Haut-Rhin.

Die Menschen dürfen zu dieser Zeit weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen. Spaziergänge, Einkäufe oder Sport an der frischen Luft sind aber untersagt. Bereits seit Anfang Januar gilt diese Regelung auch in dem an Deutschland grenzenden Département Moselle. Die Ausgangssperre ab 18 Uhr gilt in besonders schwer von der Pandemie getroffen Regionen vor allem im Osten und Süden Frankreichs. Im restlichen Teil des Landes, darunter auch Paris, gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20 Uhr.

9.1.2021 • 12:49 Uhr

Viele Ausflügler am Schwansee

Den großen Ansturm haben Bayerns beliebte Ausflugsziele am Samstagvormittag noch nicht verzeichnet. Doch trotz der Appelle, zu Hause zu bleiben, waren schon viele Ausflügler unterwegs. Insbesondere am Schwansee (Landkreis Ostallgäu) war der Besucherandrang bereits am Morgen stark. In den vergangenen Tagen waren dort bis zu 600 Personen auf dem Eis gewesen. Um an die geltenden Anti-Corona-Maßnahmen zu erinnern und Verstöße zu ahnden, habe man Polizisten in Schlittschuhen auf das Eis geschickt.

In den anderen Gebieten Bayerns ist es bislang ruhig. Gleiches meldete die Polizei aus den Wintersportgebieten in Nordrhein-Westfalen.

9.1.2021 • 12:30 Uhr

Corona-Party in Belgien - je 750 Euro Strafe für Feiernde

Eine wegen der Coronaregeln illegale Geburtstagsparty in Belgien kommt Dutzenden Feiernden teuer zu stehen: Gut 60 Strafzettel stellte die Polizei aus, jeder angetroffene Gast muss 750 Euro zahlen, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Den Angaben zufolge kamen die Feiernden aus Luxemburg und Frankreich. In Belgien gelten zwischen Mitternacht bzw. 22 Uhr und fünf Uhr morgens strenge Ausgangsbeschränkungen, die Straße darf nicht betreten werden. Die Polizei sei gegen 4.00 Uhr vor Ort eingetroffen, hieß es.

9.1.2021 • 12:28 Uhr

China verschärft Corona-Lockdown in zwei Metropolen

Im Kampf gegen einen neuen Corona-Ausbruch haben die chinesischen Behörden den Lockdown über die zwei Millionenstädte Shijiazhuang und Xingtai verschärft. In beiden Metropolen gilt für die insgesamt 18 Millionen Einwohner nun eine einwöchige Ausgangssperre. Bereits seit Freitag sind die Städte abgeriegelt.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in China ist in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen. Haupt-Infektionsherd ist die an Peking angrenzende Provinz Hebei, in der Shijiazhuang und Xingtai liegen, aus der in der vergangenen Woche über 300 Corona-Fälle gemeldet wurde.

Auch wenn die täglichen Infektionszahlen damit bei weitem nicht so hoch sind wie etwa in Europa, sind die Behörden alarmiert. Am 12. Februar wird das chinesische Neujahrsfest gefeiert und aus diesem Anlass sind üblicherweise Hunderte Millionen Menschen im ganzen Land unterwegs. Die chinesischen Behörden sind daher bemüht, alle Infektionsherde einzudämmen und möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen.

9.1.2021 • 12:24 Uhr

Söder kritisiert schleppende Auszahlung von Staatshilfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Auszahlung der Finanzhilfen des Bundes an die von der Corona-Krise betroffenen Firmen als zu schleppend kritisiert. "Wir müssen weiter Druck machen, dass die Wirtschaftshilfen kommen", sagt er beim Neujahrsempfang der CDU Nordrhein-Westfalen. "Das dauert schon sehr lange", fügt der CSU-Chef hinzu und verweist auf Auszahlungen kommende Woche für Umsatzausfälle im November.

Die Geschwindigkeit der Verwaltung sei in Deutschland zu langsam, sagt er mit Blick auf die von Bundeswirtschafts- und Finanzministerium beschlossenen Entschädigungen für Umsatzausfälle etwa für die Gastronomie. "Daran hängen übrigens auch Akzeptanz und Verständnis", unterstrich Söder.

9.1.2021 • 12:21 Uhr

Iran verbietet Impfstoffstudien ausländischer Firmen

Nach dem Importverbot für Impfstoff aus den USA und Großbritannien gibt der Iran weitere Beschränkungen bekannt. Internationale Firmen dürften im Land keine Impfstoffe testen, erklärt Präsident Hassan Ruhani. "Ausländische Firmen wollten uns Impfstoffe geben, damit sie an den Iranern getestet werden." Aber das Gesundheitsministerium habe das untersagt. "Unser Volk wird kein Testgerät für Unternehmen sein, die Impfstoffe produzieren." Der Iran werde im Ausland sichere Impfstoffe kaufen.

9.1.2021 • 12:20 Uhr

First Lady Brigitte Macron Weihnachten positiv getestet

Frankreichs First Lady Brigitte Macron ist an Weihnachten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 67-Jährige habe am 24. Dezember ein positives Testergebnis erhalten, teilte ihr Büro der Deutschen Presse-Agentur am Samstag mit. Ihr Ehemann, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, war eine Woche zuvor Mitte Dezember positiv getestet worden. Brigitte Macron wurde danach als Kontaktfall eingestuft. Sechs Tage nach Weihnachten sei ihr Testergebnis dann negativ gewesen, so das Büro weiter.

9.1.2021 • 11:57 Uhr

Lockdown noch länger, noch härter?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert einen noch längeren Lockdown. "Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern, an einigen Stellen auch noch vertiefen", sagte er auf dem Neujahrsempfang der CDU Nordrhein-Westfalens. Es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei. Die Pandemie werde das Land "noch Monate beschäftigen". Söder warnte vor allem vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten.

9.1.2021 • 11:41 Uhr

AfD-Politiker sieht trotz schwerem Verlauf "keine pandemische Lage"

Der schwer an Covid-19 erkrankte AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz hat seine Einstellung zur Corona-Pandemie auch nach wochenlanger Behandlung auf der Intensivstation nicht grundlegend geändert. "Ich danke von Herzen allen Ärzten und Klinikmitarbeitern, die mit ihrer hoch qualifizierten Arbeit mein Überleben trotz schlechter Prognose ermöglicht haben", teilte der 53-Jährige zwar über sein Büro mit. Weiter heißt es: "Ich habe nie die Existenz des Sars-CoV-2-Virus noch die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung in Abrede gestellt." Er sei jedoch weiterhin der Auffassung, "dass bislang keine pandemische Lage vorliegt". Daher halte er die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen für unangemessen.

Seitz war unter anderem bei einer Bundestagssitzung im November aufgefallen, als er mit einer offenkundig löchrigen Maske zum Rednerpult kam. Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) untersagte ihm damals, damit zu seinem Platz zurückzugehen. Sie reichte ihm eine frische FFP2-Maske. Als Seitz sich über den "Maulkorb" beschwerte, drohte ihm Roth ein Ordnungsgeld an. Bei einer Fraktionssitzung zu Beginn der Pandemie war Seitz dagegen einer der wenigen AfD-Abgeordneten gewesen, der einen Mund-Nase-Schutz trug.

Seitz sei unter den Mitgliedern der AfD-Fraktion, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen worden sei, der Einzige, bei dem die Infektion einen so schweren Verlauf genommen habe, sagte Fraktionssprecher Marcus Schmidt. Die AfD hatte Ende November Kritik auf sich gezogen, weil sich trotz der Pandemie im nordrhein-westfälischen Kalkar Hunderte von Delegierten zu einem Bundesparteitag versammelt hatten. Das Ordnungsamt hatte den Teilnehmern der Veranstaltung auferlegt, auch am Sitzplatz Maske zu tragen. Eine Klage der Partei gegen diese Vorschrift scheiterte vor Gericht.

9.1.2021 • 11:35 Uhr

Union gegen längere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

In der Union regt sich Widerstand gegen Pläne von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) für eine weiter verlängerte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen. Der rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak, verwies darauf, dass die Aussetzung der Antragspflicht gemeinsam mit der SPD erst im Dezember verlängert worden sei. "Die Tinte der Unterschrift ist noch nicht ganz trocken und schon kommt die Justizministerin mit neuen Vorschlägen", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt".

Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds gestellt werden. Wegen der Pandemie hatte die Bundesregierung im vergangenen Frühjahr die Meldepflichten außer Kraft gesetzt. Für Zahlungsunfähigkeit gilt die Antragspflicht seit Oktober wieder, für überschuldete Firmen ist sie im Januar noch ausgesetzt. Lambrecht hatte sich zuletzt für eine weiter verlängerte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ausgesprochen - und zwar über den Januar hinaus für Firmen, bei denen die Auszahlung der seit November vorgesehenen Staatshilfen noch aussteht.

9.1.2021 • 11:13 Uhr

Karliczek fordert Reform beim Bildungsföderalismus

Im Zuge der Corona-Krise drängt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) auf eine neue Föderalismusreform und mehr Einfluss des Bundes in der Bildungspolitik. "Für die Digitalisierung der Schulen können wir im Moment nur Geld für Investitionen geben", sagte sie dem "Spiegel". "Eine inhaltliche Zusammenarbeit, selbst wenn sich Bund und Länder einig wären, ist derzeit nicht möglich. Das kann doch kein Zukunftsmodell sein. Deshalb müssen wir auch über neue Formen der Zusammenarbeit nachdenken. Die Corona-Zeit lehrt uns das doch."

Karliczek, deren Pläne für einen nationalen Bildungsrat am massiven Widerstand vieler Länder gescheitert sind, fordert die Länder auf, mehr Kooperation zuzulassen. Sie nennt das Jahr 2024 als Zielmarke für eine Neuregelung der Bund-Länder-Zusammenarbeit in der Bildungspolitik. Dann laufe der Digitalpakt aus.

9.1.2021 • 11:11 Uhr

Göring-Eckardt: Aufarbeitung des Impfstarts erst später

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt weist Forderungen nach einem sofortigen Untersuchungsausschuss zur Beschaffung von Corona-Impfstoffen als "unverantwortlich" zurück. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagt sie laut Vorabbericht, zwar habe Gesundheitsminister Jens Spahn auch Fehler gemacht. "Aber wenn wir jetzt einen Untersuchungsausschuss einrichten, bindet das Kräfte, denn genau diejenigen, die das Impfen organisieren sollen, müssten sich stattdessen in Bereitstellung von Akten vertiefen." Die Politikerin fügte hinzu: "Ich bin total dafür, dass wir uns anschauen, was schiefgelaufen ist - aber bitte erst, wenn wir es leichter haben, was die pandemische Lage angeht."

9.1.2021 • 11:09 Uhr

Ansturm auf Flughäfen in Russland

Inmitten der Corona-Pandemie ist es an mindestens zwei Flughäfen in Russland zu einem regelrechten Ansturm von Flugreisenden gekommen. In Sotschi und in Murmansk hätten die Flughäfen das hohe Passagieraufkommen nicht bewältigen können, berichtete der Radiosender Echo Moskwy. Viele Menschen hätten dicht gedrängt teils ohne Mund-Nasen-Schutz stehen müssen. In Murmansk leitete die Staatsanwaltschaft laut Agentur Interfax eine Untersuchung ein. In den vergangenen Tagen kehrten viele Russen von Urlauben oder Besuchen bei der Familie zurück in ihre Wohnorte. Neujahr ist ein wichtiges Familienfest in Russland.

Heute meldeten die russischen Behörden landesweit 23.300 Corona-Neuinfektionen - deutlich weniger als zu Beginn der Neujahrsfeiertage vor mehr als einer Woche. Mehr als 3,3 Millionen Menschen in Russland haben sich seit Beginn der Pandemie im Frühjahr nach offiziellen Angaben infiziert. Mehr als 61.300 starben demnach mit dem Virus.

9.1.2021 • 10:51 Uhr

Studie: Noch nach sechs Monaten Symptome

Ein Großteil der Corona-Kranken leidet laut einer Studie noch ein halbes Jahr später unter mindestens einem Symptom der Virusinfektion. 76 Prozent der Corona-Patienten, die zwischen Januar und Mai in der chinesischen Stadt Wuhan im Krankenhaus behandelt wurden, hätten die Symptome der Krankheit auch sechs Monate nach ihrer Entlassung nicht vollständig überwunden, heißt es in einer Untersuchung, die in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um eine der ersten Langzeitstudien über die Folgen einer Corona-Erkrankung. Insgesamt 1655 ehemalige Patienten wurden dafür Monate nach ihrer Behandlung im Krankenhaus erneut untersucht. 1265 von ihnen klagten demnach weiter über mindestens ein Corona-Symptom. Am häufigsten nannten sie demnach Müdigkeit und Muskelschwäche, aber auch Schlafstörungen.

9.1.2021 • 10:33 Uhr

Kretschmer räumt Fehler in Corona-Politik ein

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Fehler in der Corona-Politik vom Herbst eingeräumt. Die Landespolitik sei damals aufgrund der allgemeinen Stimmung zu zögerlich mit harten Maßnahmen gegen die Pandemie gewesen, sagte Kretschmer der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse". In der Rückschau wäre es besser gewesen, das Land deutlich früher herunterzufahren, "auch wenn das bestimmt viel Unverständnis in der Bevölkerung ergeben hätte", sagte er.

Zuvor hatte bereits auch der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eingeräumt: "Die Kanzlerin hatte recht und ich hatte unrecht." Am 14. Oktober hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder einem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angestrebten härteren Kurs zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verweigert. In der vergangenen Woche stimmten sie nun für einen verlängerten Lockdown bis zum 31. Januar sowie strengeren Kontaktregeln und Ausgangsbeschränkungen.

Sachsen und Thüringen haben derzeit die bundesweit höchsten Inzidenzwerte. In Sachsen lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Samstag bei 339, in Thüringen bei 289.

9.1.2021 • 10:24 Uhr

"Besonnenheit und Rücksicht werden sich auszahlen"

In ihrem ersten Video-Podcast im neuen Jahr betont Bundeskanzlerin Merkel, dass die kommenden Winterwochen die wohl schwierigsten der Pandemie sein werden. Die von Bund und Länder nun verlängerten und zum Teil verschärften Maßnahmen seien "einschneidend", sagt die Kanzlerin. Die Einschränkungen seien "hart, aber auch zwingend erforderlich." 

Die Kanzlerin betont, was auch die Wissenschaft sage: "Je konsequenter wir heute sind, desto schneller werden wir den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können, desto kürzer wird die Zeit sein, in der wir mit solchen Einschränkungen leben müssen." Besonnenheit und Rücksicht aufeinander würden sich auszahlen. Hoffnung auf Besserung mache der Impfstart. Das Tempo beim Impfen werde zunehmen, so Merkel. Und es werde genügend Impfstoff geben, um schließlich jedem in Deutschland ein Impfangebot machen zu können.

9.1.2021 • 10:13 Uhr

Digitalpakt Schule läuft nur schleppend

Der Digitalpakt Schule läuft einer Umfrage zufolge trotz Homeschooling in der Corona-Pandemie immer noch schleppend. Nach knapp zwei Jahren seien 916 Millionen Euro und damit weniger als ein Fünftel aus dem fünf Milliarden-Paket der Bundesregierung für die Länder abgerufen worden. Das geht aus Zahlen hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegen.

In der zweiten Hälfte des Corona-Jahres sei etwas mehr Dynamik bei der Anforderung der Mittel für die Digitalisierung an Schulen zu erkennen gewesen, hieß es. So wurden bis zum Sommer 242 Millionen Euro bewilligt, Ende 2020 dann 674 Millionen Euro mehr. Bisher seien dies nur 18 Prozent der vom Bund bereitgestellten Fördergelder.

Auch zwischen den Ländern gibt es dem Bericht zufolge erhebliche Unterschiede. Während Sachsen bereits das komplette zur Verfügung stehende Fördervolumen bewilligt habe, lägen das Saarland und Schleswig- Holstein bei nur drei Prozent. Der Digitalpakt Schule wurde im Mai 2019 von Bund und Ländern vereinbart. Insgesamt fünf Milliarden Euro sollen innerhalb von fünf Jahren für den digitalen Umbau der Schulen eingesetzt werden. Bis zum Ende der laufenden Wahlperiode sollten 3,5 Milliarden Euro abgerufen sein.

9.1.2021 • 09:35 Uhr

Osaka und Kyoto beantragen Notstand

Die japanische Regierung erwägt die Ausweitung des bereits für Tokio geltenden Notstands auf weitere Großstädte. Die Lage unter anderem in Osaka und Kyoto sei ernst, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura. Beide Städte hätten dies beantragt. In Tokio wurden den dritten Tag in Folge mehr als 2000 Neuinfektionen gemeldet, wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtet.

9.1.2021 • 09:03 Uhr

Geht es um den Impfstoff oder um den Wahlkampf?

Die Union wirft der SPD Wahlkampfmanöver vor. Die SPD rechtfertigt sich: "Wenn sich Fragen aufdrängen, werden sie gestellt", so Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Mitten in der Pandemie mit sehr hohen Todes- und Neuinfektionszahlen streiten sich die Koalitionäre weiter um die Impfstoff-Beschaffung.

9.1.2021 • 08:55 Uhr

Impfen - so läuft es in Rheinland-Pfalz

So unterschiedlich, wie die Bundesländer ihre Impftermine koordinieren, so verschieden gestaltet sich auch der Impfstart in den dafür eingerichteten Zentren. In Hessen sollen die Impfzentren am 19. Januar öffnen, in Nordrhein-Westfalen wohl erst im Februar. Nach Schleswig-Holstein, Hamburg und dem Saarland ist Rheinland-Pfalz eines der Bundesländer, das inzwischen priorisierte Gruppen in den Zentren impft. Weil nachgebessert wurde, soll die Impfkampagne nun endlich an Fahrt gewinnen, berichtet Christian Kretschmer.

9.1.2021 • 08:47 Uhr

Trotz Corona in die Karibik

Mexikos Karibikküste ist derzeit schwer angesagt, auch bei Reisenden aus dem Ausland. Gerade über Weihnachten und Neujahr steuerten vor allem US-Amerikaner, aber auch Kanadier und Europäer diese Strände als willkommene Abwechslung zu den Lockdowns im eigenen Land an. Viele Fluglinien, auch aus Deutschland, stockten ihr Angebot nach Cancun auf. Allein am 30. Dezember kamen 129 internationale und 85 nationale Flüge in der Region an - und das, obwohl Mexiko hart von der Pandemie betroffen ist. Ein Bericht von Michael Stocks.

9.1.2021 • 08:41 Uhr

Lauterbach: Impfangebot für jeden erst im 3. Quartal

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht offenbar nicht davon aus, dass sich die Impf-Situation in Deutschland durch die Nachbestellung von 300 Millionen BioNTech-Impfstoff-Dosen durch die Europäische Union gravierend ändern werde. Er rechnet laut "Bild"-Zeitung damit, "dass wir erst im dritten Quartal jedem ein Impfstoff-Angebot machen können, weil wir bis dahin nicht genügend Impfstoff haben werden". Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Mittwoch erklärt, dass es bis zum Sommer ein Impf-Angebot für alle Interessierten in Deutschland gebe.

Zugleich hält es Lauterbach für nicht machbar, bei mehreren verfügbaren Impfstoffen den Menschen künftig eine Wahl zu ermöglichen. "Wenn nun mehr Impfstoffe verfügbar werden, ist es schlicht nicht organisierbar, dass die Menschen zwischen den Impfstoffen wählen können", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinische Post" (Samstagausgabe). Es dürfe keinen Streit über bessere oder schlechtere Impfstoffe geben. Alle von der europäischen Behörde EMA zugelassenen Impfstoffe seien sicher und wirksam. "Alle verhindern, zumindest nach derzeitigem Wissensstand, dass der Geimpfte an Covid-19 sterben kann", sagt Lauterbach.

Am kommenden Dienstag wird mit der Lieferung des Moderna-Impfstoffes an die Bundesländer gerechnet. Neben dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist es der zweite zugelassene Impfstoff. In Kürze könnte zudem der Hersteller AstraZeneca die EU-Zulassung seines Impfstoffs beantragen.

9.1.2021 • 07:33 Uhr

Wintersportorte rechnen wieder mit Ansturm

Mit Sperrungen, Verboten und verstärkten Kontrollen soll ein erneutes Chaos in deutschen Wintersportgebieten und an Ausflugszielen verhindert werden. Trotzdem rechnen viele Kommunen wieder mit einem Massenandrang. Es wurden verstärkte Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämter angekündigt.

Politiker und Gemeinden hatten erneut dringend an die Bürger und Bürgerinnen appelliert, von Tagesausflügen abzusehen. In Winterberg in Nordrhein-Westfalen etwa werden nach Auskunft einer Sprecherin eine Hundertschaft und eine Reiterstaffel darauf achten, dass die Corona-Hygieneregeln eingehalten und Straßensperren beachtet werden. Bei Missachtung von Betretungsverboten drohen Bußgelder.

Skilifte, Rodelhänge und Parkplätze sind inzwischen von zahlreichen Wintersportgemeinden gesperrt worden. Viele Orte haben auch Zufahrtsstraßen zugemacht. Neuschnee wird am Wochenende in vielen Regionen nicht erwartet, aber es wird kalt.

9.1.2021 • 07:25 Uhr

China erwartet WHO-Expertenteam

China ist nach Aussage der Nationalen Gesundheitskommission "bereit" für die Ankunft eines Expertenteams der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das die Ursprünge des Coronavirus erforschen soll. "Der genaue Zeitpunkt" für das Eintreffen der Experten werde derzeit festgelegt, sagte der Vize-Chef der Gesundheitskommission, Zeng Yixin.

Am Dienstag hatte die WHO Verzögerungen beim Start der Mission bekannt gegeben. Sie machte dafür China verantwortlich. "Wir warten derzeit auf die Ankunft der WHO-Experten und haben Vorbereitungen getroffen, damit sie von relevanten Expertengruppen empfangen werden", sagte Zeng. Er hoffe, dass die WHO-Untersuchung weitere Aufklärung über die Herkunft des Coronavirus bringen werde, sagte er weiter.

9.1.2021 • 07:07 Uhr

Handwerk fordert mehr Hilfen

Das deutsche Handwerk appelliert an die Bundesregierung, die Staatshilfen für Betriebe in der Corona-Krise schneller auszuzahlen, nochmals zu erhöhen und weiter zu entbürokratisieren. "Das Geld aus den November-, Dezemberhilfen und der Überbrückungshilfe III muss endlich fließen, und zwar nach Vorschriften, die nachvollziehbar und eindeutig sind", sagt Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der "Rheinischen Post".

Die Abschlagszahlungen seien zwar von 10.000 auf maximal 50.000 Euro pro Antrag erhöht worden. "Aber sie bleiben auf höchstens 50 Prozent des insgesamt beantragten Zuschusses begrenzt. Das reicht in sehr vielen Fällen nicht aus - auch deshalb nicht, weil die gesamte Novemberhilfe erst ab dem 10. Januar ausgezahlt werden soll".

Ein Maurer trägt auf einer Baustelle Klebemörtel auf eine Wand auf. | dpa

Bild: dpa

9.1.2021 • 07:06 Uhr

Briten beeilen sich mit Impfungen

Großbritannien will nach Angaben des National Health Service (NHS) bis Mitte Februar alle Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialwesens durchgeimpft haben. "Ab Mitte Januar können alle NHS-Dienste Impfungen für lokale Gesundheits- und Sozialarbeiter anbieten, was für die Sicherheit von Mitarbeitern und Patienten von entscheidender Bedeutung ist", heißt es in einer Erklärung des NHS. Auch Allgemeinärzte, Apotheker, Zahnärzte und anderen Einrichtungen der Primär- und Sekundärversorgung könnten dann bereits die Impfung erhalten.

9.1.2021 • 05:20 Uhr

China: Neun Millionen Dosen verimpft

Die Volksrepublik China hat offiziellen Angaben zufolge bislang mehr als neun Millionen Einheiten Corona-Vakzin verimpft. Die Impfung sei trotz Herstellungs- und Transportkosten für Einzelpersonen kostenfrei, sobald sie für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werde, sagt Zheng Zhongwei von der nationalen Gesundheitskommission.

9.1.2021 • 05:20 Uhr

RKI: 24.694 Neuinfektionen und 1083 weitere Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Infektionen binnen Tagesfrist um 24.694 auf 1.891.581 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 1083 auf 39.878 zu.

9.1.2021 • 05:20 Uhr

Neuer Höchststand bei Corona-Infektionen in den USA

In den USA ist ein neuer Höchststand bei der Zahl der Corona-Infektionen verzeichnet worden. Wie aus einer Zählung der Johns Hopkins University hervorging, wurden binnen 24 Stunden fast 290.000 neue Ansteckungen ermittelt. Mehr als 3670 Menschen in den USA starben im selben Zeitraum im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.