Frankreich, Paris: Zwei Passantinnen mit medizinischem Mundschutz spazieren über eine Brücke. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als 45.000 neue Fälle in Frankreich ++

Stand: 24.10.2020 23:06 Uhr

Frankreich meldet mit 45.422 neuen Ansteckungen ein erneutes Rekordhoch an Neuinfektionen. In London kam es zu Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Mehr als 14.700 Neuinfektionen in Deutschland
  • Inzidenzwert in der Region Hannover über kritischer Marke
  • Mehr als 83.000 Neuinfektionen in den USA
  • Merkel mahnt: Kontakte reduzieren
  • London: Tausende demonstrieren gegen Maßnahmen
  • Zahl der Neuinfektionen in Österreich auf Rekordhoch
24.10.2020 • 23:06 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

24.10.2020 • 22:16 Uhr

Trump spielt Corona-Gefahr herunter

US-Präsident Donald Trump hat im Angesicht einer Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen die Gefahren durch das Virus heruntergespielt. "Ich hatte es, hier bin ich", verkündete Trump in Anspielung auf seine Covid-19-Erkrankung bei einem Wahlkampfauftritt. "Und jetzt sagen sie, dass ich immun bin." Trump war unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Medikament behandelt worden, das er als "Heilmittel" bezeichnete.

Bis Samstag starben unterdessen mehr als 224.000 Amerikaner an der Krankheit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA an einem Tag stieg auf mehr als 83 000 - der bisher höchste Wert. Trump führte die Entwicklung darauf zurück, dass mehr als früher getestet werde. "Wenn wir halb so viel testen würden, wäre die Zahl halb so hoch." Überhaupt werde in den Medien ständig über das Virus geredet. Nach der Präsidentenwahl am 3. November werde man davon nichts mehr hören, behauptete Trump. In den USA starben zuletzt mehr als 900 Menschen an einem Tag durch das Coronavirus.

24.10.2020 • 21:50 Uhr

Frankfurt sagt Weihnachtsmarkt ab

Die Stadt Frankfurt am Main verschärft wegen des sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen und hat auch den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung beschlossen, wie die Pressestelle am Abend mitteilte.

Damit reagiert Frankfurt auf den hohen Inzidenzwert von gut 176. Das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Zu den weiteren Maßnahmen gehört eine Ausweitung der Maskenpflicht.

24.10.2020 • 21:39 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt auf 45.422

Auch in Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen so hoch wie nie: Laut Gesundheitsbehörden wurden 45.422 neue Fälle gemeldet. Am Freitag waren es knapp 3400 weniger gewesen.

24.10.2020 • 21:15 Uhr

Polnische Polizei nimmt Anti-Corona-Demonstranten fest

Bei unangemeldeten Protesten gegen die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Polizei in Warschau nach eigenen Angaben mehr als 100 Demonstranten festgenommen. "Die Polizisten gehen entschlossen und effektiv vor. Bisher wurden zur Vorbeugung mehr als 120 Personen festgenommen", teilte die Warschauer Polizei auf Twitter mit.

Dem TV-Nachrichtensender TVN24 bestätigte ein Polizeisprecher, die Ordnungshüter hätten auch Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt. Die teils rechtsgerichteten Demonstranten hatten sich offenbar an mehreren Orten der Stadt zugleich versammelt.

24.10.2020 • 20:49 Uhr

Frankreichs Parlament stimmt für Verlängerung von Notstand

Das französische Parlament hat für eine Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis zum 16. Februar gestimmt. 71 Abgeordnete stimmten in erster Lesung für den umstrittenen Gesetzentwurf der Regierung, 35 Parlamentarier lehnten ihn ab. Am Mittwoch soll im Senat über das Vorhaben beraten werden, die abschließende Abstimmung ist für Anfang November geplant. 

Der Gesundheitsnotstand gibt der Regierung die Möglichkeit, im Kampf gegen das Coronavirus Maßnahmen wie etwa Ausgangssperren oder Beschlagnahmungen im Schnellverfahren umzusetzen. Sie kann zudem rasche Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Krise beschließen.  Der Gesundheitsnotstand war erstmals Ende März ausgerufen worden. Im Juli wurde er zunächst aufgehoben, Mitte Oktober setzte ihn die Regierung angesichts der massiv steigenden Corona-Zahlen per Dekret erneut in Kraft.

24.10.2020 • 19:56 Uhr

Knapp 83.000 Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA ist nach Angaben der Seuchenschutzbehörden CDC binnen 24 Stunden auf 82.929 gestiegen. Am Freitag waren es 74.380 neue Fälle gewesen, am Donnerstag 63.656. Die Gesamtzahl liegt damit bei knapp 8,47 Millionen. Die Zahl der Toten stieg um 946 auf 223.393.

24.10.2020 • 18:54 Uhr

Algeriens Präsident in freiwilliger Quarantäne

Wegen des Verdachts auf Corona-Infektionen bei mehreren seiner Berater hat sich Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune freiwillig in Quarantäne begeben. Auf Empfehlung seiner ärztlichen Berater werde er sich ab Samstag fünf Tage lang isolieren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf das Präsidialamt. Er sei "gesund und wohlauf" und werde seine Arbeit aus der Quarantäne heraus fortsetzen, schrieb der 74 Jahre alte Tebboune bei Twitter. In Algerien wurden bisher mehr als 55.000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Tebboune war im Dezember 2019 zum Staatsoberhaupt des flächenmäßig größten afrikanischen Landes gewählt worden. Er ist Nachfolger von Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika, der nach 20 Jahren im Amt auf Druck der Armee hin und nach anhaltenden Massenprotesten im Land zurückgetreten war.

24.10.2020 • 18:32 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien steigt auf 23.012

Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien steigt auf 23.012. Am Freitag waren es 20.530.

24.10.2020 • 18:21 Uhr

19.644 neue Corona-Fälle in Italien

Italien hat nach amtlichen Angaben 19.644 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Dieser Wert übertrifft den bisherigen Höchststand am Freitag noch einmal um 500. Damit gibt es laut Gesundheitsministerium erstmals mehr als 200.000 aktive Fälle in Italien (203.182). Seit Freitag starben weitere 151 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt forderte die Pandemie in Italien bislang 37.210 Todesopfer.

24.10.2020 • 17:58 Uhr

Vor Wahl in Kiew: Rathauschef Klitschko mit Corona infiziert

In der Ukraine hat sich Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte der 49-Jährige in mehreren sozialen Netzwerken mit. "Freunde! Das Coronavirus hat im unpassendsten Moment zugeschlagen", meinte er mit Blick auf den Wahlsonntag. Klitschko stellt sich morgen zur Wiederwahl als Bürgermeister. Er fühle sich gut. Klitschko schrieb, er habe zwar versucht, sich zu schützen, aber die Arbeit als Bürgermeister in Pandemie-Zeiten bedeute auch ein ständiges Risiko. Er sei regelmäßig getestet worden und werde nun aus der Selbstisolation weiter arbeiten, teilte Klitschko mit.

In der ukrainischen Hauptstadt mit ihren etwa drei Millionen Einwohnern kandidieren neben Klitschko 19 Mitbewerber um das Bürgermeisteramt an. Vor fünf Jahren gewann er erst in der zweiten Runde mit mehr als 64 Prozent der Stimmen. Im restlichen Land sind ebenfalls Kommunalwahlen angesetzt. Etwa 28,6 Millionen Ukrainer sind aufgerufen, neue Bürgermeister und Abgeordnete regionaler und örtlicher Parlamente zu bestimmen.

Ähnlich wie in anderen Ländern Europas waren in der Ukraine die Corona-Neuinfektionen zuletzt stark angestiegen. Heute wurden mehr als 7000 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet, darunter etwa 560 in der Hauptstadt. Offiziell sind mehr als 330.000 Infektionen registriert worden. Mehr als 6200 Menschen starben seit März im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

24.10.2020 • 17:37 Uhr

Brinkhaus: Parlament wurde in Corona-Krise nicht übergangen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist Vorwürfen entgegengetreten, das Parlament sei in der Corona-Krise von der Regierung übergangen worden: "Seit dem 11. März haben wir uns über siebzigmal im Plenum mit dem Thema befasst", schrieb Brinkhaus an die CDU/CSU-Abgeordneten. Der Bundestag habe dazu Gesetze beschlossen und "teilweise auch die Regierung korrigiert", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Zudem sei es richtig, insbesondere der Regierung gegebene Verordnungsermächtigungen auch immer wieder zu hinterfragen, schrieb Brinkhaus weiter. "Über deren Notwendigkeit, Umfang und Befristung werden wir uns in den nächsten Wochen intensiv austauschen", kündigte der CDU-Politiker an. Es sei auch wichtig, den Bürgern die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie "noch besser zu erklären".

In der Debatte geht es unter anderem um Sonderrechte für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. Über dessen Neufassung wird derzeit in der Koalition beraten. Brinkhaus begrüßte in diesem Zusammenhang auch die am kommenden Donnerstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel geplante Regierungserklärung im Bundestag zur Corona-Lage.

24.10.2020 • 17:23 Uhr

London: Tausende demonstrieren gegen Maßnahmen

In London haben erneut Tausende gegen die Corona-Maßnahmen der britischen Regierung demonstriert. Vom Hyde Park aus marschierten die Teilnehmenden mit Bannern und Plakaten durch das Zentrum der britischen Hauptstadt und forderten ein Ende der Corona-Beschränkungen. Der "Guardian" und die britische Nachrichtenagentur PA berichteten von "Tausenden Teilnehmern", die Polizei machte keine Angaben zu den Zahlen.

Die Protestierenden sprachen sich gegen die Maskenpflicht aus und kritisierten die geltenden Maßnahmen als Tyrannei oder Überwachung. Manche stellten auch die Pandemie an sich infrage. Aufgerufen hatte unter anderem die Organisation "Save our Rights UK".

In England gilt zur Eindämmung des Virus seit kurzem ein dreistufiges Warnsystem, in dem je nach Einstufung unterschiedlich scharfe Maßnahmen gelten. Insbesondere im Norden Englands müssen teilweise Pubs und Bars schließen, außerdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten untersagt. In ganz England gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr und eine maximale Anzahl von sechs Personen bei Treffen. Die Zahlen in Großbritannien steigen dramatisch an, sie lagen zuletzt mehrfach bei mehr als 20.000 neuen Fällen pro Tag.

24.10.2020 • 17:17 Uhr

Khamenei für harte Strafen bei Verstößen gegen Irans Auflagen

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei spricht sich für harte Strafe bei Verstößen gegen Auflagen im Kampf gegen die Corona-Pandemie aus. Es müsse strengere Kontrollen im öffentlichen Raum geben, sagte Khamenei dem staatlichen Fernsehen und der Nachrichtenagentur Irna zufolge. "Diejenigen, die massiv gegen die Regeln für den Gesundheitsschutz verstoßen, sollten hart bestraft werden." Details nannte er nicht.

Ab kommenden Montag gelten in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten neue Auflagen. Der Iran ist stark vom Virusausbruch betroffen: Das Land hat nach eigenen Angaben mehr als 562.000 Corona-Infektionen und 32.320 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

24.10.2020 • 17:13 Uhr

Weihnachten in Pandemie-Zeiten

Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten wegen der Coronavirus-Pandemie.

24.10.2020 • 17:06 Uhr

Ronaldo weiter in Quarantäne - Einsatz gegen Barça fraglich

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo muss nach seinem positiven Corona-Test weiter in Quarantäne bleiben und verpasst damit auch die kommende Serie-A-Partie seines Clubs Juventus Turin. "Bis Freitag gab es keine Neuigkeiten zu Cristiano. Wir warten auf das Ergebnis des Tests", sagte Juve-Trainer Andrea Pirlo vor der Partie gegen Hellas Verona morgen (20.45 Uhr). Ronaldos Einsatz in der Königsklasse im Spitzenspiel gegen den FC Barcelona mit Lionel Messi am kommenden Mittwoch gilt daher als fraglich. Für einen Einsatz in der Serie A müsste der Portugiese 48 Stunden vor der Partie einen negativen Corona-Test vorlegen.

Der 35 Jahre alte Offensivspieler war Mitte Oktober bei der Nationalmannschaft in Portugal positiv auf das Virus getestet worden. Anschließend war er trotz seiner Quarantäne nach Turin zurückgekehrt. Seitdem hatte er je eine Partie in der Serie A und in der Champions League verpasst.

Cristiano Ronaldo | REUTERS

Cristiano Ronaldos Einsatz im Spitzenspiel gegen den FC Barcelona am kommenden Mittwoch gilt aufgrund seiner Corona-Erkrankung derzeit noch als fraglich. Bild: REUTERS

24.10.2020 • 17:01 Uhr

Entwicklungsminister Müller in Quarantäne

Nachdem Entwicklungs-Staatssekretär Martin Jäger laut Ministerium gestern positiv auf das Virus getestet worden war, wurde nun bekannt, dass sich auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in häuslicher Quarantäne befindet. Er hatte sich bereits zweimal auf das Coronavirus testen lassen. Bei Müller fielen laut Ministerium aber seither zwei Tests negativ aus. "Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme begibt sich Minister Müller für die nächsten Tage in häusliche Quarantäne", teilte das Ministerium mit. Ebenfalls in Quarantäne seien weitere Kontaktpersonen Jägers.

Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" hatte Jäger am Montag mit dem ebenfalls infizierten Gesundheitsminister Jens Spahn zu Mittag gegessen. Ob und in welcher Richtung es dabei zu einer Ansteckung kam, lasse sich jedoch nicht feststellen. Der Staatssekretär habe sich bereits direkt nach Bekanntwerden der Infektion Spahns in Quarantäne begeben.

24.10.2020 • 16:34 Uhr

Zahl der Intensivpatienten innerhalb von zehn Tagen verdoppelt

Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland hat sich auf 1203 erhöht. Dies waren laut dem Intensivregister der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) heute 82 mehr als am Vortag. Zehn Tage zuvor waren es mit 602 intensivmedizinisch behandelten Patienten nur etwa halb so viele gewesen.

Von den aktuellen Intensiv-Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werden demnach 533 invasiv beatmet. Dies entspricht einem Anteil von 44 Prozent. Dies waren 55 mehr als gestern. Zehn Tage zuvor waren es demnach 323 invasiv, also durch eine Intubation beatmete Patienten gewesen. Fälle von Atemunterstützung etwa durch eine Sauerstoffmaske sind nicht berücksichtigt.

24.10.2020 • 16:26 Uhr

Österreich meldet 3614 neue registrierte Fälle

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat in Österreich kurz vor der Einführung strikterer Maßnahmen erneut einen Höchstwert erreicht: 3614 Fälle wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet, nach 2571 am Tag davor, wie das Innen- und das Gesundheitsministerium mitteilten. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 172,1 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit bei 68,4.

Besonders betroffen sind die an Deutschland grenzenden österreichischen Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Von morgen an wird unter anderem die Höchstzahl der erlaubten Teilnehmer bei privaten Anlässen drinnen auf sechs, draußen auf zwölf beschränkt. Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird zudem ausgeweitet. Bei Großveranstaltungen dürfen dann drinnen nur noch 1000, draußen 1500 Menschen zusammenkommen.

24.10.2020 • 16:20 Uhr

Tennis-Star Swiatek nach Treffen mit Duda in Quarantäne

Die polnische French-Open-Siegerin Iga Swiatek hat auf Twitter bekanntgegeben, dass sie in Corona-Quarantäne gehen wird. Gestern hatte die Tennis-Aufsteigerin von Präsident Andrzej Duda das Goldene Verdienstkreuz der Republik Polen erhalten. Duda wurde später positiv auf das Coronavirus getestet, wie sein Sprecher Blazej Spychalski ebenfalls auf Twitter mitteilte. "Weder ich noch die Mitglieder meines Teams haben Symptome", schrieb Swiatek. Die 19-Jährige betonte aber, sie halte sich an die Regeln und gehe in Quarantäne, bis sie ein eindeutig negatives Testergebnis habe.

24.10.2020 • 15:59 Uhr

Auch slowenischer Außenminister infiziert

Das Coronavirus macht auch vor Spitzenpolitikern nicht halt. Nach dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda teilte auch der slowenische Außenminister Anze Logar mit, dass er positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden sei. Der Chefdiplomat habe keine Symptome, werde sich aber zehn Tage in Isolation begeben, teilte sein Ministerium mit. Er war zuletzt im Baltikum unterwegs gewesen.

24.10.2020 • 15:52 Uhr

Festnahmen bei Demo gegen Corona-Beschränkungen in Neapel

In der süditalienischen Metropole Neapel haben in der Nacht zum Samstag Hunderte Menschen gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien protestiert. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Zwei Demonstranten seien festgenommen und des Widerstandes gegen ihre Festnahme angeklagt worden. Zwei Polizisten wurden ihren Angaben zufolge leicht verletzt.

24.10.2020 • 15:28 Uhr

Höchstwerte bei Neuinfektionen in Litauen und Lettland

In Litauen und Lettland haben die Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge Höchstwerte erreicht: In Litauen wurden heute 474 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Lettland waren es 259 - so viele neue Fälle wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. In den beiden EU-Ländern lagen die bisherigen Höchstwerte nach Angaben der  Gesundheitsbehörden in Vilnius und Riga zuvor bei 442 und 250.

Die beiden Baltenstaaten im Nordosten Europas standen bislang in der Corona-Krise durchaus gut da. Die Infektionszahlen waren anfangs im internationalen Vergleich eher gering. Zuletzt haben sie aber teils deutlich zugenommen. Die Regierungen in Vilnius und Riga reagierten darauf inzwischen mit neuen Corona-Schutzmaßnahmen.  

24.10.2020 • 14:22 Uhr

Die Linke schließt Absage ihres Parteitages nicht aus

Die Linke schließt eine Absage ihres Parteitages nächste Woche in Erfurt nicht mehr aus: Angesicht des sehr dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sei derzeit nicht abzusehen, ob das Treffen stattfinden könne, teilte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler nach Beratungen des Parteivorstands mit. Man beobachte täglich das Infektionsgeschehen und berate in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden. Der Parteivorstand soll nun am kommenden Dienstag erneut beraten und eine endgültige Entscheidung treffen. Momentan ist den Angaben zufolge noch geplant, dass der ursprünglich von Freitag bis Sonntag geplante Parteitag verkürzt wird. Er soll demnach am Freitagnachmittag beginnen und am späten Abend enden.

Für die Linke ist das Treffen kurz vor dem Superwahljahr 2021 mit mehreren Landtagswahlen und der Bundestagswahl wichtig, weil eine neue Parteispitze gewählt werden soll. Nach acht Jahren als Parteivorsitzende treten Katja Kipping und Bernd Riexinger nicht mehr an. Die neue Doppelspitze wird voraussichtlich von der Linksfraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler, und Thüringens Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow gebildet. Aussichtsreiche andere Kandidaten stehen nach derzeitigem Stand nicht zur Wahl.

24.10.2020 • 14:22 Uhr

Schärfere Regeln für Fleischbranche: SPD wirft Union Blockade vor

Im Koalitionsstreit über schärfere Regeln für die Fleischindustrie hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Union aufgefordert, die Blockade der Gesetzespläne zu beenden. Die Missstände in der Branche seien real und dauerten an. "Dass die Union nun versucht, das Gesetz im parlamentarischen Verfahren zu verzögern und zu verwässern, ist nicht akzeptabel", kritisierte der SPD-Politiker. "Wir müssen den Sumpf in Teilen der Fleischindustrie mit diesem Gesetz richtig austrocknen und dürfen nicht den Versuchen der Lobbyisten nachgeben, Schlupflöcher in das Gesetz zu formulieren." Alle Koalitionspartner müssten Verantwortung übernehmen, damit das Gesetz zum 1. Januar 2021 in Kraft trete, forderte Heil.

Das entsprechende Arbeitsschutzkontrollgesetz, das die Koalition eigentlich kommende Woche im Bundestag verabschieden wollte, verschwand gestern kurzerhand von der Tagesordnung. Es gebe noch Gesprächsbedarf, hieß es aus der Unionsfraktion.

Wegen oft schlechter Arbeits- und Lebensbedingungen sollen laut dem Gesetzentwurf in der Branche Werkverträge ab 1. Januar und Leiharbeit ab 1. April 2021 verboten werden. Das Gesetz wurde nach massenhaften Corona-Infektionen in Schlachthöfen und Zerlegebetrieben auf den Weg gebracht.

24.10.2020 • 14:17 Uhr

Sportvereine in der Corona-Krise

Bei vielen Sportvereinen bleiben seit Ausbruch der Corona-Pandemie wichtige Einnahmen auf der Strecke. Bislang wurde offenbar nur ein Bruchteil der vom Bund zur Verfügung gestellten Hilfen beantragt.

24.10.2020 • 14:05 Uhr

Höchstwert an Neuinfektionen in Tschechien

Tschechien hat zum ersten Mal die Grenze von mehr als 15.000 bestätigten Corona-Neuinfektionen pro Tag überschritten. Die Gesundheitsbehörden in Prag meldeten mit 15.252 neuen Fällen binnen 24 Stunden den bisherigen Höchstwert. Die Gesamtzahl der Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr kletterte auf mehr als 238.000, wie Daten des Gesundheitsministeriums belegten. Insgesamt 1971 Infizierte sind in dem 10,7 Millionen Einwohner zählenden Nachbarland Deutschlands bereits gestorben.

Tschechien kämpft in Relation zur Einwohnerzahl mit der stärksten Zunahme an Corona-Neuinfektionen in der Europäischen Union. Deshalb gelten seit eineinhalb Wochen weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen heute bei 1210,8 - und damit deutlich höher als in allen anderen EU-Ländern.

24.10.2020 • 13:57 Uhr

Bericht: Steigende Infektionszahlen dämpfen erneut Reisetätigkeit

Nach einem massiven Einbruch wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr hat sich die Mobilität in Deutschland laut einem Medienbericht während des Sommers wieder auf Vorkrisenniveau stabilisiert, wie der "Spiegel" berichtet. Inzwischen wächst angesichts der schnell steigenden Infektionszahlen jedoch offensichtlich wieder die Verunsicherung: Auswertungen anonymisierter Bewegungsmuster zeigten demnach, dass die Mobilität in Deutschland zwischen Mitte und Ende März um etwa 40 Prozent eingebrochen sei. Bereits nach wenigen Wochen habe es aber eine schrittweise Normalisierung gegeben. Seit Juli bewegten sich die Deutschen laut dem Bericht wieder ähnlich viel wie im vergangenen Jahr.

Die vom "Spiegel" genannten Zahlen beziehen sich allerdings nur auf den Zeitraum bis September. Die aktuelle Entwicklung, seit die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen, ist noch nicht erfasst. 

24.10.2020 • 13:46 Uhr

Kritik an Maßnahmen in Wales

Mit einem Verkaufsverbot für etliche Waren in Supermärkten hat die Regierung in Wales massive Kritik hervorgerufen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich in einer Ära leben würde, in der Gänge im Supermarkt abgesperrt sind, weil man keinen Haartrockner, keine Babykleidung oder Kinderspielzeug kaufen darf, obwohl der Laden geöffnet ist", sagte der walisische Abgeordnete Andrew Davies dem Sender Sky News.

Als Teil eines temporären Lockdowns dürfen Supermärkte nur noch "essenzielle Waren" verkaufen - selbst Geräte wie Wasserkocher oder Textilien wie Kissen und Bettlaken, aber auch Postkarten oder Geschirr sind in den Supermärkten mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. Das stößt bei vielen Kunden auf Unverständnis.

Die Verkaufsverbote sind nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen die Regierung in Wales die rapide Ausbreitung des Coronavirus stoppen will. Die Gastronomie, aber auch viele Geschäfte, Freizeitangebote, Büchereien und bis auf wenige Ausnahmen sogar Kirchen bleiben bis zum 9. November geschlossen.

Ein Einkaufsladen im walisischen Tenby mit abgesperrten Bereichen.  | REUTERS

Supermärkte in Wales dürfen derzeit nur noch "essenzielle Waren" verkaufen - deshalb sind einige Bereiche in Supermärkten mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. Bild: REUTERS

24.10.2020 • 13:40 Uhr

Neuer Höchstwert in Belgien: 15.400 Infektionen an einem Tag

Belgien meldet mit 15.432 Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert in dieser Woche. Die Zahl sei am vorigen Dienstag registriert worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga heute unter Berufung auf das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano. Der vorherige Tages-Höchstwert des Landes lag am vergangenen Sonntag bei 12.969.

In Belgien leben nur 11,5 Millionen Einwohner. Das Land registriert trotzdem höhere Zahlen bei Neuinfektionen als Deutschland mit etwa 83 Millionen Menschen. Im Vergleich: Die EU-Seuchenbehörde ECDC meldete für Belgien pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen einen Wert von etwa 1020 Neuinfektionen, für Deutschland im selben Zeitraum mit ca. 107 etwa nur ein Zehntel.

24.10.2020 • 13:30 Uhr

München: Künstler fordern bei Demo mehr Corona-Hilfen

Mehrere Hundert Künstler haben wegen coronabedingter Existenzangst bei einer Kundgebung in München mehr Hilfen von der Politik verlangt. Unter dem Motto "Aufstehen für die Kultur" machten sie am Samstag ihrer Not bei der Demonstration auf dem Königsplatz im Herzen des Münchner Kunstareals Luft, dem Museumsviertel der Landeshauptstadt. Die Polizei zählte etwa 400 Teilnehmer. Unterstützt wurde die Münchner Demonstration unter anderem vom früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin und dem früheren bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. Ähnliche Kundgebungen sind in Hamburg und Berlin geplant.

Die Corona-Krise hat viele freischaffende Künstler in akute Existenznot gestürzt, da es für Musiker und Schauspieler nur noch sehr begrenzt Auftrittsmöglichkeiten gibt.

Hunderte Personen haben sich am Königsplatz in München zu einer Demonstration versammelt. | dpa

Unter dem Motto "Aufstehen für die Kultur" erinnern Künstler in München an die schwierigen Lebenssituationen, die aus der Corona-Krise für viele Kulturschaffende entstanden sind. Bild: dpa

24.10.2020 • 13:16 Uhr

Nachtclubs und Diskotheken müssen in Sofia schließen

Zur Eindämmung der steigenden Corona-Zahlen müssen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia von morgen an Nachtclubs und Diskotheken für zwei Wochen schließen. Dies hat die Bürgermeisterin Jordanka Fandakowa im staatlichen Fernsehen angekündigt. Sie forderte zudem die Universitäten und Unternehmen der Stadt auf, auf Heimarbeit umzustellen. "Die Situation in Sofia wird immer alarmierender", sagte Fandakowa. "Wir haben eine erneute Zunahme von Infektionen und von Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das belastet die Krankenhäuser."

24.10.2020 • 13:13 Uhr

Karliczek: Müssen Kita- und Schulschließungen gemeinsam verhindern

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat dazu aufgerufen, gemeinsam die erneute Schließung von Kitas, Schulen und Hochschulen in der Corona-Pandemie zu verhindern. "Ob und wie die Bildungseinrichtungen offengehalten werden können, hat zu einem sehr großen Teil die Gesellschaft in der Hand", sagte Karliczek der "Passauer Neuen Presse". Wenn das Infektionsgeschehen weiter zunehme, werde sich das auch immer mehr auf die Schulen auswirken, warnte die Ministerin. "Kitas, Schulen und Hochschulen sind zwar nach dem, was wir wissen, nicht die Treiber des Infektionsgeschehen. Sie existieren aber nicht in einer Käseglocke." Wer die Corona-Regeln befolge, tue direkt etwas "für die Zukunft unserer Kinder - und unseres Landes".

Klassenzimmer mit Maske auf einem Tisch | picture alliance / Eibner-Presse

Wer die Corona-Regeln befolge, tue direkt etwas "für die Zukunft unserer Kinder - und unseres Landes", so der Appell von Bildungsministerin Karliczek an die Bürger. Bild: picture alliance / Eibner-Presse

24.10.2020 • 13:07 Uhr

Volkswirte sehen Aufschwung in Gefahr

Angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen in Deutschland wächst unter Volkswirten die Sorge vor den möglichen ökonomischen Folgen einer zweiten Pandemie-Welle. "Der konjunkturelle Aufschwung dürfte bis zum Frühjahr weitgehend zum Erliegen kommen", sagte die Chefvolkswirtin der staatlichen KfW Bankengruppe, Fritzi Köhler-Geib. "Dadurch dürfte auch die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stagnieren oder - wenn es schlecht läuft - deutlich zunehmen."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte zuvor die Infektionslage "dramatisch" genannt, warnte jedoch erneut vor einem Herunterfahren der Wirtschaft. Einen flächendeckenden "Lockdown" halte er für nicht erforderlich.

24.10.2020 • 13:02 Uhr

Istanbuls Bürgermeister Imamoglu mit Coronavirus infiziert

Der Bürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul, Ekrem Imamoglu, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Politiker der wichtigsten türkischen Oppositionspartei CHP sagte in einem auf Twitter veröffentlichten Video, er befinde sich jedoch im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung. Er sei häufig auf das Coronavirus getestet worden. Gestern Abend sei er mit hohem Fieber ins Krankenhaus gegangen. "Jetzt geht es mir eigentlich gut. Mein Fieber ist nicht schlimm...", sagte der seit Mitte 2019 amtierende Bürgermeister in dem Video.

In Istanbul sind bisher 40 Prozent der Coronavirus-Infektionen des Landes aufgetreten. Seit März streiten sich Imamoglu und die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan darüber, wie die Pandemie in Istanbul bekämpft werden kann. Gesundheitsminister Fahrettin Koca kritisierte, dass es in Istanbul fünfmal so viele Infektionsfälle gebe wie in der Hauptstadt Ankara. Koca hielt gestern in Istanbul ein Corona-Treffen ab, zu dem Imamoglu nicht eingeladen war. Die CHP bezeichnete dies als Skandal.

24.10.2020 • 12:57 Uhr

Pandemie-Lage im Iran

Der Iran eilt von einem Corona-Rekord zum nächsten. Die Pandemie hat das Land mit voller Wucht getroffen. Dafür gibt es laut Experten mehrere Gründe.

24.10.2020 • 12:52 Uhr

Spanien vor Rückkehr zum Alarmzustand

In Spanien zeichnet sich angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Rückkehr zum Alarmzustand wie während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben werden, berichteten die Zeitungen "El País" und "La Vanguardia" unter Berufung auf Regierungskreise.

Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte bereits gestern seine Landsleute auf "sehr harte Monate" eingestimmt und zu mehr Disziplin bei der Eindämmung des Virus aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden.

24.10.2020 • 12:49 Uhr

Digitale Spiele-Messe

Gesellschaftsspiele liegen in der Pandemie voll im Trend. Ein Team aus 17 Programmierern hat in den vergangenen Monaten an der Plattform für die erste digitale Ausgabe der aktuell stattfindenden Spiele-Messe gebastelt, der SPIEL.digital 2020.

24.10.2020 • 12:27 Uhr

UN-Expertin: Pandemie gefährdet Entwicklungsziele

Die Corona-Pandemie gefährdet nach Einschätzung der Vorsitzenden des UN-Programms UNAIDS, Winnie Byanyima, die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Um diese verfolgen zu können, "müssen wir Covid-19 schnellstmöglich in den Griff bekommen", sagte die Uganderin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Menschheit dürfe auch im Kampf gegen Aids und andere Seuchen wie Tuberkulose und Malaria nicht nachlassen.

Die Pandemie sei mehr als nur eine Gesundheitskrise, sie sei auch eine Sozial-, Wirtschafts- und Gerechtigkeitskrise. "Die sozioökonomischen Auswirkungen unterwandern Aids- und viele weitere Gesundheitsprogramme auf der ganzen Welt", warnte Byanyima. Die Covid-19-Pandemie bedrohe jeden und erfordere "globale Solidarität und globale Lösungen".

24.10.2020 • 12:08 Uhr

Strikte Ausgangsbeschränkungen und Massentests in der Slowakei

In der Slowakei sind heute landesweite Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschließlich 1. November dürfen die Bürger ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie für Lebensmitteleinkäufe oder andere dringende Besorgungen verlassen. 

In vier besonders stark von Neuinfektionen betroffenen ländlichen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, außer ins Testlabor fast nirgendwohin gehen - auch nicht zur Arbeit. In diesen Bezirken begann bereits gestern unter der Regie des Verteidigungsministeriums die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung. An den beiden darauf folgenden Wochenenden sollen dann im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Bewohner auf das Coronavirus getestet werden.

Menschen warten darauf im Dorf Raslavice im Bezirk Bardejov in der Slowakei auf das Coronavirus getestet zu werden. | dpa

In der Slowakei ist die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Corona-Massentestung fast der gesamten Bevölkerung gestartet. Bild: dpa

24.10.2020 • 11:58 Uhr

Wirtschaftsminister Altmaier warnt vor neuem "Lockdown"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Corona-Infektionslage als dramatisch bezeichnet und zugleich vor einem Herunterfahren der Wirtschaft gewarnt. "Einen neuen flächendeckenden 'Lockdown' darf es nicht geben und ich halte ihn auch nicht für erforderlich", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es komme auf entschiedenes Handeln an, sagte der Wirtschaftsminister und rief Bund und Länder dazu auf, "in größerer Einmütigkeit in den nächsten Tagen die notwendigen Beschlüsse fassen". Deutschland könne sich nicht länger Flickenteppiche von Regelungen leisten und müsse eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus verhindern.

24.10.2020 • 11:54 Uhr

Tschechien erhält 150 Beatmungsgeräte von EU-Partnern

Das von der Corona-Pandemie hart getroffene Tschechien bekommt Beatmungsgeräte aus einer gemeinsamen Reserve der Europäischen Union sowie aus den Niederlanden und Österreich. Damit werde einer Bitte Prags um 150 Geräte entsprochen, teilte EU-Krisenkommissar Janez Lenarcic mit.

Die EU hatte nach dem Ausbruch der Pandemie gemeinsame Bestände an Schutzkleidung und medizinischem Gerät aufgebaut, die von Brüssel finanziert und in Deutschland und fünf anderen Ländern dezentral gelagert werden. Aus dieser Reserve kommen nach Angaben der Kommission 30 Beatmungsgeräte für Tschechien. Die Niederlande wollen 105 weitere an den EU-Partner liefern, Österreich stellt 15 Geräte bereit. Kommissionschefin Ursula von der Leyen dankte beiden Ländern: "Wir halten zusammen", schrieb sie auf Twitter.

Tschechien hat gemessen an seiner Einwohnerzahl derzeit die höchsten Corona-Infektionszahlen in der EU. Die Zahl der täglichen Corona-Infektionen ist jüngst trotz zahlreicher Schutzvorschriften auf den Höchststand von 15.252 gestiegen. Zudem würden erstmals mehr als 5000 Infizierte in Krankenhäusern behandelt, teilte das Gesundheitsministerium mit.

24.10.2020 • 11:50 Uhr

Staatssekretär Jäger mit Coronavirus infiziert

Der Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Martin Jäger, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Jäger hatte sich am vergangenen Montag mit dem inzwischen ebenfalls mit dem Virus infizierten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) getroffen. Ein Sprecher Spahns sagte dazu: "Ob und wie die jeweiligen Infektionen mit dem Treffen zusammenhängen, ist unklar." Nachdem am Mittwoch alle Kontaktpersonen des Ministers informiert worden waren, habe sich Jäger direkt testen lassen und in die häusliche Quarantäne begeben. Bei Spahn hätten sich nach wie vor ausschließlich Erkältungssymptome entwickelt.

24.10.2020 • 11:44 Uhr

Snowboard-Weltmeisterin Jörg infiziert: DSV-Team in Quarantäne

Nach einer Corona-Infektion bei Snowboard-Weltmeisterin Selina Jörg hat sich das deutsche Race-Weltcupteam in eine freiwillige Quarantäne begeben. Das teilte Snowboard Germany am Samstag mit. Die Infektion bei der 32-Jährigen aus Sonthofen sei bei wöchentlichen Routinetests bemerkt worden. Die gesamte Lehrgangsgruppe habe sich daraufhin noch einmal auf das Virus testen lassen, hieß es weiter. Jörg gehe es demnach den Umständen entsprechend gut. "Bisher zeigen keine weiteren Teammitglieder Symptome", sagte Sportdirektor Andreas Scheid in der Mitteilung. Alle hätten schnell und verantwortlich reagiert.

24.10.2020 • 10:59 Uhr

Weitere Einschränkungen in der Region Hannover

Die Region Hannover in Niedersachsen hat bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen wichtigen Grenzwert überschritten. Für Samstag meldete das Landesgesundheitsamt 52,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Für die 1,15 Millionen Bürger der Region treten damit weitere Einschränkungen in Kraft.

Das Land Niedersachsen insgesamt lag heute zwar rechnerisch knapp unter der 50er-Inzidenz - der Wert wurde mit 49,6 angegeben. Entscheidend für die Corona-Auflagen ist allerdings nicht die Lage im Land, sondern in den einzelnen Landkreisen oder kreisfreien Städten. Heute lagen 14 der 45 Kreise und kreisfreien Städte über dem als kritisch erachteten Inzidenzwert von 50. Am stärksten betroffen war die Stadt Delmenhorst mit 241,1 Fällen, gerechnet auf 100.000 Einwohner in einer Woche.

Nach der jüngsten Verordnung der Landesregierung bedeutet dies, dass in den betroffenen Kreisen oder kreisfreien Städten private Treffen auf zehn Personen aus zwei Haushalten beschränkt sind - egal, ob zu Hause, draußen oder im Restaurant. Die Gastronomie muss um 23 Uhr schließen, außerdem wird die Maske auch an einigen Orten unter freiem Himmel zur Pflicht. Wo genau die Maskenpflicht gilt, darüber entscheidet die betroffene Kommune.

24.10.2020 • 10:59 Uhr

Städte- und Gemeindebund kritisiert Berliner Quarantäneregeln

Der Städte- und Gemeindebund hat den Berliner Sonderweg bei der Durchsetzung der Corona-Regeln kritisiert. Dass Infizierte und Kontaktpersonen nun auch ohne eine Einzelverfügung in Quarantäne müssten, sei zwar "eine nachvollziehbare Reaktion auf die dramatische Situation in Berlin", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei aber klar, "dass ein persönlicher Bescheid, der den Betroffenen zugestellt wird, eine ganz andere Wirkung hat".

Landsberg reagierte auf die Entscheidung des Berliner Senats vom vergangenen Donnerstag, angesichts einer Überlastung der örtlichen Gesundheitsämter nicht mehr jede Kontaktperson von Corona-Infizierten aufzuspüren und zu kontaktieren. Stattdessen erließ der Senat eine Allgemeinverfügung, die alle infizierten Bürger und ihre unmittelbaren Kontaktpersonen auch ohne Anweisung der Behörden zur häuslichen Quarantäne verpflichtet. Landsberg hält diese Regelung für rechtlich fragwürdig. "Es bleibt zu fragen, wie die Gerichte damit umgehen werden, wenn Betroffene geltend machen, sie hätten die Allgemeinverfügung nicht gekannt oder nicht gelesen", sagte er. Rechtssicherer sei eine verpflichtende Verfügung durch das Gesundheitsamt, die zugestellt wird und auf mögliche Sanktionen hinweist.

24.10.2020 • 10:22 Uhr

Merkel mahnt: Kontakte reduzieren

Bundeskanzlerin Merkel hat die Bevölkerung erneut dazu aufgerufen, die Maßnahmen zum Schutz vor einer Corona-Infektion umzusetzen. In ihrem wöchentlichen Podcast erklärte sie, ihr Appell von vergangener Woche habe nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt: Das Gebot der Stunde heiße "Kontakte reduzieren." Wenn sich die Bürger daran hielten, werden wir alle zusammen die gewaltige Herausforderung durch dieses Virus auch bestehen", so Merkel.

24.10.2020 • 08:41 Uhr

Polens Präsident Duda positiv auf Corona getestet

Polens Präsident Andrzej Duda ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das teilte sein Büro am frühen Morgen mit. Dem 48-Jährigen gehe es gut.

Wie fast alle Staaten in Europa kämpft auch Polen mit einem rapiden Anstieg der Infektionszahlen. Am Freitag meldeten die Behörden mehr als 13.600 neue Fälle.

24.10.2020 • 08:05 Uhr

Höchststand in den USA: 83.757 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages in den USA ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf über 80.000 gestiegen. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete 83.757 neue Fälle, rund 12.000 mehr als noch am Vortag. Die Gesamtzahlen der Infektionen liegen generell über denen vom Frühjahr. Sie sind aber wie auch in Deutschland nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

24.10.2020 • 05:32 Uhr

Studie: Zahl der Todesfälle in den USA könnte auf über 500.000 steigen

Wissenschaftlern zufolge könnte die Zahl der Corona-Toten in den USA die Marke von 500.000 übersteigen, wenn nicht fast alle Amerikaner Masken tragen. "Wir steuern auf eine sehr große Herbst/Winter-Welle zu", sagte Chris Murray vom Institute for Health Metrics and Evaluation an der University of Washington zu der jüngsten Schätzung. Die Zahl der Todesfälle könne um 130.000 sinken, wenn ein Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung einen Mund-Nasen-Schutz tragen würde. Bisher sind in den USA 222.447 Menschen mit oder infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben.

24.10.2020 • 05:08 Uhr

Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der Covid-19-Todesfälle ist in Deutschland auf über 10.000 gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete binnen 24 Stunden 49 weitere Todesfälle, damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 10.003. Die Neuinfektionen bezifferte das RKI auf 14.714 - ein neuer Höchststand. Insgesamt haben sich damit in Deutschland seit Beginn der Pandemie 418.005 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt.

24.10.2020 • 04:13 Uhr

Scholz: Deutschland bisher gut durch die Krise gekommen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut vorbereitet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst." Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - "auch, weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben". Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, "finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß."

24.10.2020 • 04:08 Uhr

Deutsche Krankenhäuser sehen sich für neue Welle gerüstet

Die deutschen Krankenhäuser sehen sich für den derzeitigen starken Anstieg der Zahl von Coronavirus-Patienten gut gerüstet. "Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem "Mannheimer Morgen". Gegenwärtig gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben nicht notwendiger Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten. "Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden", sagte Baum.

Nach seinen Angaben werden derzeit etwa 6000 Patienten in Krankenhäusern wegen der von dem neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 behandelt, etwa tausend von ihnen liegen auf der Intensivstation. "Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird", betonte der Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft.

24.10.2020 • 04:08 Uhr

Neue Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus in Frankreich

In Frankreich gelten im Kampf gegen das Coronavirus neue Maßnahmen. Ab heute betrifft dort die nächtliche Ausgangssperre rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen in den betroffenen Gebieten zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten.

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Am Freitag überschritt dort die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Fälle die Millionen-Marke. Bis zum Abend habe es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Auch für die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42.032 ein neuer Spitzenwert vermeldet.