Ärzte in einem Krankenhaus in Levallois-Perret im Norden von Paris. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Paris bereitet Verlegung von Patienten vor ++

Stand: 11.03.2021 23:05 Uhr

Erstmals seit Ende 2020 liegen in Frankreich wieder mehr als 4000 Corona-Patienten auf der Intensivstation. Paris plant bereits, Patienten zu verlegen. BioNTech/Pfizer werden 400 Millionen Impfdosen mehr produzieren als bislang geplant. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • RKI meldet 14.356 Neuinfektionen
  • Dänemark und Norwegen setzen Impfungen mit AstraZeneca aus
  • Dresden untersagt "Querdenken"-Demo
  • EMA lässt Vakzin von Johnson & Johnson zu
  • RKI verzeichnet hohe Inzidenz bei jungen Menschen
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung rechnet mit späteren Impfungen in Praxen
11.3.2021 • 23:04 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Corona-Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

11.3.2021 • 22:41 Uhr

Johnson & Johnson: bis zu drei Milliarden Dosen für 2022

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson wird nach Angaben seines Chef-Wissenschaftlers Paul Stoffels bis Ende des Jahres eine Milliarde Dosen seines Corona-Impfstoffs ausliefern. "Nächstes Jahr können wir mehr als zwei Milliarden Impfungen schaffen, und sogar bis zu drei, wenn wir die Kapazitäten maximieren." Stoffels betont, er sei zuversichtlich, dass im zweiten Quartal 2021 wie geplant 55 Millionen Dosen in die EU geliefert werden könnten. Bis Ende 2021 hat der Konzern 200 Millionen Dosen zugesagt. Die EU-Kommission hat dem Vakzin die finale Genehmigung erteilt.

11.3.2021 • 22:05 Uhr

Paris bereitet Verlegung zahlreicher Patienten vor

Aufgrund der angespannten Lage in den Krankenhäusern im Großraum Paris bereiten sich die französischen Gesundheitsbehörden auf die Verlegung zahlreicher Corona-Patienten in andere Regionen vor. "Dutzende, sogar hunderte Patienten" könnten verlegt werden, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran. Im Großraum Paris hatte die regionale Gesundheitsbehörde ARS die Kliniken Anfang der Woche angewiesen, 40 Prozent ihrer medizinischen und chirurgischen Eingriffe zu verschieben, um Betten für Covid-19-Patienten freizumachen.

"Wir werden noch weiter gehen bei der Änderung der Planungen, wenn die Situation es verlangt", sagte Véran.  Die Corona-Lage sei in Frankreich "angespannt und besorgniserregend", unterscheide sich aber sehr von Region zu Region, sagte Véran weiter. Erstmals seit Ende 2020 liegen in Frankreich wieder mehr als 4000 Corona-Patienten auf der Intensivstation.

11.3.2021 • 21:31 Uhr

Hausärzte wollen Impfzentren schließen

Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat sich dafür ausgesprochen, die Impfzentren zu schließen. "Schon jetzt könnte man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen", sagt Weigeldt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Weigeldt kritisierte den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern scharf. Diese setzen bei den Corona-Impfungen zunächst weiter auf die Impfzentren und wollen die Ärzte erst später einbinden. Über die Beratungen vom Mittwochabend sagt Weigeldt: "Das Ergebnis ist eine Katastrophe."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigte in den tagesthemen die Entscheidung, die Ärzte erst ab Mitte April an den Impfungen zu beteiligen. Es müsste zunächst ausreichend Impfstoff vorhanden sein, damit auch die Hausärzte in Deutschland mitimpfen könnten.

11.3.2021 • 21:09 Uhr

Ironman-Weltmeisterin Haug kurz vor Rennen gestoppt

Ein positiver Befund nach einem Corona-Test hat Ironman-Weltmeisterin Anne Haug kurz vor ihrem ersten Rennen in diesem Jahr gestoppt. Das bestätigte die 38 Jahre Triathletin in den sozialen Netzwerken. "Diese Nachricht ist verheerend", sagte Haug. Sie habe sich so darauf gefreut, gegen die besten Athletinnen der Welt anzutreten bei dem Rennen auf dem Homestead-Miami Speedway im US-Bundesstaat Florida. Statt über 1,5 Kilometer zu schwimmen, 60,3 Kilometer Rad zu fahren und 16,9 Kilometer zu laufen, wird Haug die kommenden Tage in Quarantäne verbringen müssen. Sie habe sich aufgrund der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für das Rennen bereits seit ihrer Ankunft isoliert aufgehalten.

11.3.2021 • 20:27 Uhr

Portugal verlängert Notstand bis 31. März

Ungeachtet einer drastischen Verbesserung der Lage hat der frühere Pandemie-Hotspot Portugal den Corona-Notstand um weitere zwei Wochen bis zum 31. März verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Das Staatsoberhaupt hatte zuvor sein Vorgehen wieder mit der sozialistischen Regierung abgestimmt. Das Land hatte im Januar bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit.

Der seit dem 13. Januar herrschende strenge Lockdown mit Ausgehbeschränkungen und Zwangsschließungen zahlt sich aber offenbar aus: Nach jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen nur noch 125 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. In der nächsten Woche will die Regierung mit Lockerungen beginnen. Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen sollen am Montag öffnen, teilte Ministerpräsident Antonio Costa mit. Auch Friseure und Buchläden sollen dann wieder öffnen dürfen.

11.3.2021 • 20:22 Uhr

Biden setzt 1,9-Billionen-Dollar-Hilfspaket in Kraft

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat US-Präsident Joe Biden sein 1,9 Billionen Dollar schweres Hilfspaket in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete das Gesetz für den sogenannten Amerikanischen Rettungsplan, das der Kongress am Mittwoch endgültig verabschiedet hatte. "Bei dieser historischen Gesetzgebung geht es darum, das Rückgrat dieses Landes wieder aufzubauen", sagte Biden. Das Paket ist eines der größten Konjunkturprogramme aller Zeiten. Die Maßnahmen sollen die Wirtschaft kräftig anschieben und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die Bevölkerung abfedern.

11.3.2021 • 20:18 Uhr

Deutschland impft weiter mit AstraZeneca

Deutschland setzt die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht aus. Bislang gebe es keine Hinweise, dass der Todesfall in Dänemark mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in kausaler Verbindung stehe, teilte das Paul-Ehrlich-Instuitut in Langen mit. Nach einer ersten Prüfung halte auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) «an der positiven Bewertung des zugelassenen Astrazeneca-Impfstoffs fest», hieß es.

11.3.2021 • 20:06 Uhr

Frankreichs Außenminister in Selbstisolation

Nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten hat sich der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian in Selbstisolation begeben müssen - kurz nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Paris. Es habe sich um einen familiären Corona-Kontaktfall gehandelt, teilte sein Büro mit. Stunden zuvor war der französische Außenminister in Paris zu Gesprächen mit Maas sowie den Außenministern Ägyptens und Jordaniens zusammengekommen. In den Gesprächen war es um den Friedensprozess im Nahen Osten gegangen. Am Mittwoch hatte Le Drian in Paris zudem den US-Klima-Beauftragten John Kerry empfangen.

11.3.2021 • 19:48 Uhr

Ausfahrtsbeschränkung für Gasteinertal in Österreich

In Österreich darf erneut eine Region wegen hoher Corona-Infektionszahlen nur mit negativem Coronatest verlassen werden. Betroffen ist das Gasteinertal im Bundesland Salzburg. Ab Montag sei für die Ausreise aus dem auch bei deutschen Touristen beliebten Tal ein negativer Test nötig, teilte das Land mit. "Das Instrument der Ausfahrtsbeschränkungen müssen wir aufgrund der extremen Ausbreitung des Virus nun für gesamte Gasteinertal anwenden", sagte Landeschef Wilfried Haslauer. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege zum Beispiel in Bad Hofgastein bei 1349.

Zuletzt waren in Österreich unter anderem Teile des Zillertals in Tirol von solchen Beschränkungen betroffen. Außerdem gibt es in Wiener Neustadt nahe Wien als erster größeren Kommune Ausreise-Hürden.  In Österreich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen spürbar angestiegen. Am Donnerstag wurden binnen 24 Stunden laut Innenministerium 2997 neue Fälle gezählt. Das waren rund 400 mehr als am Vortag. Hochgerechnet auf die Einwohnerzahl würde dies in Deutschland 27 000 Fällen entsprechen.

11.3.2021 • 18:47 Uhr

BioNTech/Pfizer übertreffen Produktionsziel

Pfizer und BioNTech werden nach Angaben von Pfizer-Chef Albert Bourla in diesem Jahr um bis zu 20 Prozent mehr Dosen ihres gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoffs produzieren als ursprünglich geplant. Statt der zunächst angepeilten zwei Milliarden Dosen würden es nun 2,3 bis 2,4 Milliarden werden, sagte Bourla. Für 2022 stellte er drei Milliarden Dosen in Aussicht.

11.3.2021 • 18:47 Uhr

Bulgarien verschärft Corona-Maßnahmen

In Bulgarien sind die Corona-Maßnahmen wegen schnell steigender Fallzahlen verschärft worden. In 16 von 28 Regionen - einschließlich der Hauptstadt Sofia - müssen Mittelschulen, Gymnasien und Hochschulen nun zum Fernunterricht übergehen. In Einkaufsmalls werden mancherorts nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geöffnet bleiben dürfen. Konferenzen und Tagungen wurden verboten. "Seit mindestens 14 Tagen liegt ein exponentielles Wachstum der Fälle vor", sagte Corona-Stabchef Wenzislaw Mutaftschijski. Er führte die beunruhigende Lage auf die britische Variante des Coronavirus zurück.

11.3.2021 • 18:47 Uhr

Berlin verschärft Maskenpflicht an Schulen

Die Maskenpflicht an den Berliner Schulen wird verschärft. Von kommenden Montag an müssen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie das übrige Personal dort einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, also FFP2- oder OP-Masken. Alltagsmasken reichen dann nicht mehr aus, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte. Mit der Regelung, die im Wesentlichen für den Unterricht und den Aufenthalt im Schulgebäude gilt, passt die Bildungsverwaltung ihre Vorgaben an die Regeln im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel an. Auf dem Schulhof im Freien können die Schülerinnen und Schüler die Masken abnehmen, wenn ein Mindestabstand von 1,50 Metern gewährleistet werden kann.

11.3.2021 • 18:28 Uhr

Schwedens Kronprinzessin positiv getestet

Schwedens Kronprinzessin Victoria und ihr Ehemann Prinz Daniel sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide hätten milde Symptome, fühlten sich aber den Umständen entsprechend gut, teilte das schwedische Königshaus mit. Sie befänden sich in Selbst-Quarantäne.

Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel | null

Die schwedische Kronprinzessin Victoria und ihr Ehemann Prinz Daniel bei einem Besuch in Hamburg im Jahr 2014.

11.3.2021 • 18:22 Uhr

Serbien beginnt mit Sputnik-V-Produktion

Serbien beginnt nach Regierungsangaben am 20. Mai mit der eigenen Produktion des russischen Covid-19-Impfstoffs Sputnik V. Das vereinbarten der russische Handelsminister Denis Manturow und der ressortfreie serbische Minister Nenad Popovic in Moskau. Serbien werde - abgesehen von Russland - somit das erste Land in Europa sein, das Sputnik V herstelle, erklärte Popovic im serbischen Staatsfernsehen RTS. Der serbische Lizenznehmer des russischen Herstellers werde das Torlak-Institut sein, sagte Popovic. Das Belgrader Institut ist auf Impfstoff- und Virenforschung spezialisiert. In einem ersten Produktionszyklus könnten in Serbien vier Millionen Dosen des in Russland entwickelten Impfstoffs erzeugt werden. Serbien setzt seit Jahresbeginn Sputnik V ein.

11.3.2021 • 17:56 Uhr

Slowakischer Gesundheitsminister tritt zurück

Der slowakische Gesundheitsminister Marek Krajci hat seinen Rücktritt angekündigt. Nicht nur Opposition und Medien, sondern auch Teile der Vier-Parteien-Koalition in Bratislava warfen ihm schon lange Versagen und Planlosigkeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor. "Leider haben die zwei kleineren Koalitionsparteien ihren Verbleib in der Regierung an meine Demission als Bedingung geknüpft", erklärte Krajci in einer Ansprache vor Journalisten. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic kündigte an, der Rücktritt seines Parteifreundes werde erfolgen, wenn die Nachfolge geregelt sei.

Als Minister wurde Krajci auch dafür kritisiert, dass er den Corona-Notstand zur Einschränkung des Abtreibungsrechts nutzte und erfahrene Klinikchefs durch Gesinnungsfreunde ersetzte. Gegen den Willen ihrer Koalitionspartner bestellten Krajci und Matovic zudem den in der EU noch nicht zugelassenen Impfstoff Sputnik V aus Russland.

Marek Krajci, Gesundheitsminister der Slowakei, wird im Universitätskrankenhaus gegen Corona geimpft |

Die Slowakei überstand die erste Corona-Welle glimpflich, verzeichnet aber inzwischen die weltweit meisten Corona-Toten im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Marek Krajci selbst wurde bereits im Dezember gegen das Virus geimpft.

11.3.2021 • 17:56 Uhr

Impfungen in Arztpraxen: Spahn verbreitet Optimismus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich optimistisch gezeigt, dass mit Hilfe der Arztpraxen bis Ende des Sommers große Teile der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sein werden. Bis zum dritten Quartal werde man allen Menschen nicht nur eine Impfung anbieten können, sondern sie auch dazu auffordern können, sagte der CDU-Politiker bei einem der ersten Impftermine eines Pilotprojekts mit knapp 150 Arztpraxen in Berlin. "Da bin ich sehr sicher, da werden wir spätestens im Sommer sein", so der Minister. Er setze große Hoffnung auf die Arztpraxen, wenn dann große Mengen der Impfstoffe ab Mitte April geliefert werden, sagte Spahn. Nach jetzigem Stand und den zugesagten Lieferungen könne ab der 16. Kalenderwoche und dem 19. April der Start für erste reguläre Impftermine in den Praxen erfolgen, so Spahn.

11.3.2021 • 17:32 Uhr

Bund bietet Ländern zweites Start-Paket für Kauf von Selbsttests an

Die Bundesregierung bietet den Ländern ein zweites Start-Paket für den schnellen Einkauf von Corona-Selbsttests etwa für Schulen und Kitas an. Im März sind darüber 17 Millionen Tests und im April bis zu 45 Millionen weitere Tests zu bekommen, wie aus einem Schreiben von Verkehrs- und Gesundheitsministerium hervorgeht. Interessierte Länder sollen sich bis diesen Freitagmittag melden. Nach einer Vereinbarung mit dem Bund sei der Hersteller Siemens Healthcare in der Lage, ab diesem Montag zunächst wöchentlich 8,5 Millionen Selbsttests auszuliefern.

In einer von Bund und Ländern eingesetzten "Taskforce Testlogistik" hatten Gesundheits- und Verkehrsministerium zu Wochenbeginn bereits ein erstes Start-Paket angeboten - mit insgesamt 10,5 Millionen Selbsttests des Anbieters Roche. Bund und Länder wollen Testangebote deutlich ausweiten, um anstehende Lockerungen des Corona-Lockdowns abzusichern.

11.3.2021 • 17:20 Uhr

Tschechien und Ungarn kooperieren mit Israel

Tschechien und Ungarn wollen mit Israel enger im Kampf gegen das Coronavirus sowie bei der Entwicklung von Impfstoffen zusammenarbeiten. Dies sagten die Ministerpräsidenten Ungarns und Tschechiens, Viktor Orban und Andrej Babis, bei einem Dreiertreffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Die beiden EU-Staaten folgten damit dem Beispiel von Dänemark und Österreich. Orban und Babis beschrieben Israel angesichts seiner rasanten Impfkampagne als Modell-Land, von dem man lernen wolle. Netanjahu sagte, beide Länder seien an einer Beteiligung an einem Impfstoffwerk interessiert, das in Israel entstehen solle.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu (Mitte) mit seinem ungarischen Kollegen Viktor Orbán (rechts) und dem tschechischen Regierungschef Andrej Babis auf einer Pressekonferenz in Jerusalem. | REUTERS

Corona-konforme Pose für die Fotografen: der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu (Mitte) mit seinem ungarischen Kollegen Viktor Orbán (rechts) und dem tschechischen Regierungschef Andrej Babis in Jerusalem. Die drei Länder wollen in der Pandemie künftig enger zusammenarbeiten. Bild: REUTERS

11.3.2021 • 17:14 Uhr

Österreich plant Lockerungen für Kinder und Jugendliche

Freizeitaktivitäten und Sport für Kinder und Jugendliche sollen in Österreich schon bald wieder mit Auflagen möglich sein. Trotz steigender Infektionszahlen soll die Lockerung der Corona-Einschränkungen am Montag in Kraft treten, kündigte das Sozial- und Gesundheitsministerium an. Zuvor muss noch das Parlament zustimmen.

11.3.2021 • 17:08 Uhr

Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission genehmigte dies, wie Präsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. "Mehr sichere und wirksame Impfstoffe kommen auf den Markt", schrieb von der Leyen. Die Kommission folgte einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, die das Vakzin eingehend geprüft hatte. Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen Covid-19.

11.3.2021 • 16:59 Uhr

Corona-Impfungen in 19 afrikanischen Ländern begonnen

In mehreren afrikanischen Ländern sind die Impfkampagnen gegen Corona gestartet, bleiben aber hinter den Programmen in europäischen Ländern weiterhin deutlich zurück. 19 der 54 Länder auf dem afrikanischen Kontinent hätten mit dem Impfen begonnen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag mit. Über das Impfprogramm der Vereinten Nationen, Covax, wurden demnach bisher 518.000 Dosen verabreicht. In Afrika leben rund 1,3 Milliarden Menschen. Die Afrikadirektorin der WHO, Matshidiso Moeti, sagte auf einer virtuellen Pressekonferenz, Covid-19-Impfstoffe erreichten den Kontinent noch in beschränktem Umfang. Angesichts der Knappheit rief Moeti die Regierungen auf, Mitarbeitern im Gesundheitswesen Vorrang zu geben.

11.3.2021 • 16:48 Uhr

Impfbereitschaft auf Intensivstationen gestiegen

Die Impfbereitschaft unter Ärzten und Pflegekräften auf Intensivstationen ist laut einer Umfrage zweier medizinischer Fachverbände im Februar auf 75 Prozent gestiegen. Das berichteten die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) gemeinsam unter Verweis auf eine Onlinebefragung unter 3500 Mitgliedern. Demnach stieg die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, im Vergleich zu einer identischen Umfrage vom Dezember um zehn Prozentpunkte.

11.3.2021 • 16:33 Uhr

Radrundfahrt Paris-Nizza muss Strecke ändern

Die letzten beiden Etappen der Radrundfahrt Paris-Nizza können am Wochenende nicht wie geplant ausgetragen werden. Die Präfektur des Departements Alpes-Maritimes, in dem Nizza liegt, hat wegen steigender Corona-Zahlen die Maßnahmen wieder verschärft und Radrennen entsprechend untersagt. Wie das Rennen nun zu Ende gebracht wird, ist noch nicht entschieden. Der Veranstalter ASO will sich mit den Behörden besprechen. Schon im vergangenen Jahr hatte Corona den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Damals war nach dem Ausbruch der Pandemie die letzte Etappe nach Nizza gestrichen worden.

Dramatische Wolkenformationen während der Etappe des Radrennens Paris-Nizza.  | AFP

In acht Tagen von Paris nach Nizza: Da der Zielort die Ankunft des Rennens wegen hoher Infektionszahlen untersagt, ist bislang unklar, wo die diesjährige Fahrt nun endet. Bild: AFP

11.3.2021 • 16:23 Uhr

EU kündigt weitere Corona-Hilfen an

Deutschland und andere Staaten sollen zur Bewältigung der Corona-Krise weitere Millionenhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds bekommen. Insgesamt geht es um 530 Millionen Euro für 17 EU-Länder und drei Beitrittskandidaten, wie die EU-Kommission mitteilte. Darin sind 132,7 Millionen Euro für Deutschland und sechs weitere Länder enthalten, deren Auszahlung bereits im Oktober angekündigt worden war. Das Geld soll unter anderem dazu dienen, Präventionsmaßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung zu unterstützen. Das Europäische Parlament und die EU-Staaten müssen dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen.

11.3.2021 • 16:19 Uhr

Schweiz erklärt Thüringen zum Risikogebiet

Thüringen wird aus Sicht der Schweiz wieder zum Corona-Risikogebiet, als einziges deutsches Bundesland. Der Freistaat stand auf einer Liste mit Corona-Risikogebieten des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit, die von 22. März an gelten soll. Für Einreisen in die Schweiz aus Ländern auf der Liste gilt, dass die Reisenden ein negatives Testergebnis vorweisen müssen. Neben Thüringen stehen unter anderem auch Teile Österreichs, Italiens und Frankreichs darauf. Zuvor hatte die "Thüringische Landeszeitung" darüber berichtet.

11.3.2021 • 16:06 Uhr

Schleswig-Holstein setzt sogenannte Bäderverordnung aus

In den Tourismusorten Schleswig-Holsteins wird es bis 28. März keine Sonntagsöffnungen von Geschäften geben. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz setzte die sogenannte Bäderverordnung aus. "Die Bäderverordnung dient dazu, dass sich Touristen an den Wochenenden Vorräte beschaffen können", sagte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Weil touristische Übernachtungen derzeit nicht möglich seien, ergebe die Öffnung der Geschäfte keinen Sinn.

In Schleswig-Holstein dürfen Läden in 95 Städten und Gemeinden vom 15. März bis zum 31. Oktober und vom 17. Dezember bis zum 8. Januar eigentlich sonntags jeweils sechs Stunden lang öffnen. Wegen der Corona-Pandemie sind die Hotels und Ferienwohnungen im Norden aktuell aber geschlossen.

Wenige Menschen spazieren im Regen über die Strandpromenade in Timmendorfer Strand. | AP

Leere auf der Promenade in Timmendorfer Strand: Weil touristische Übernachtungen in Schleswig-Holsteins derzeit nicht möglich sind, bleiben in den Touristenorten auch die Geschäfte an Sonntagen geschlossen. Bild: AP

11.3.2021 • 15:47 Uhr

Infektiologe: Zusammenhang von Impfung und Blutgerinnsel unwahrscheinlich

Ein deutscher Experte hält einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der AstraZeneca-Impfung und dem Todesfall in Dänemark für unwahrscheinlich. "Ein direkter Zusammenhang ist nicht richtig vorstellbar, das kann auch Zufall sein", sagte der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg der Nachrichtenagentur dpa. "Gefäßverschlüsse sind weder in den Zulassungsstudien aufgetaucht noch bei den Impfungen in England, und dort ist man sehr wachsam", so Salzberger. Allerdings müsse man dem Vorfall nachgehen. "Wenn man ein solches Phänomen sieht, dann muss man das untersuchen, und das tun die Dänen derzeit."

Bernd Salzberger, Infektiologe der Uniklinik Regensburg |

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und Gefäßverschlüssen? Bernd Salzberger, Infektiologe der Uniklinik Regensburg, hält dies für unwahrscheinlich. "Das ist etwas Außergewöhnliches", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Auch nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA erhört sich das Risiko von Blutgerinnseln durch eine Corona-Impfung nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen sei "die Zahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Menschen nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung", teilte die EMA mit.

In Dänemark war es nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin zuvor zu einem Todesfall durch ein Blutgerinnsel gekommen. Daraufhin hatten Dänemark und auch Norwegen die Impfungen mit dem Präparat als Vorsichtsmaßnahme bis auf Weiteres ausgesetzt.

11.3.2021 • 15:32 Uhr

RKI: Hohe Inzidenzen bei Jüngeren

Zu Beginn der dritten Corona-Welle in Deutschland sieht der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) eine andere Ausgangslage als vor der zweiten Welle. Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liege aktuell bei der jüngeren, mobilen, berufstätigen Bevölkerung auf einem deutlich höheren Niveau als damals, sagte RKI-Chef Lothar Wieler in einem Online-Vortrag vor Studierenden der Hochschule für Politik München. Offensichtlich erschwere dies die Bekämpfung der dritten Welle; diese Gruppen hätten die meisten Kontakte. So wurden dei den 20- bis 24-Jährigen Anfang August, als sich die zweite Welle aufbaute, elf Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erfasst. Nach neuestem Stand sind es 95 - mehr als in allen anderen Altersgruppen.

11.3.2021 • 15:08 Uhr

Uniklinik: Covid-19 gefährlicher als Grippe

Mit einer neuen Patientenstudie hat die Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) bestätigt, dass eine Covid-19-Infektion wesentlich gefährlicher ist als eine saisonale Grippe. Unter den immungeschwächten Patienten und Patientinnen hatten diejenigen mit einer Covid-19-Infektion mit 33,3 Prozent eine höhere Krankenhaussterblichkeit als die Patienten mit saisonaler Influenza (11,6 Prozent). Zugleich zeigen die Daten, dass auch jüngere Covid-19-Patienten mit geringen Begleiterkrankungen schwer erkranken können. Covid-19-Patienten mussten durchschnittlich 26 Tage im Krankenhaus verbringen, die mit saisonaler Influenza nur 17 Tage. Auch benötigten Covid-19-Patienten häufiger eine Sauerstofftherapie. 40 Prozent von ihnen mussten auf die Intensivstation verlegt werden, aber nur 20 Prozent der Grippeerkrankten. Die Beobachtungen würden sich mit den Ergebnissen aus nationalen Datenerhebungen des Robert Koch-Instituts decken, sagte der UKE-Oberarzt und Co-Autor Julian Schulze zur Wiesch.

In der Studie wurden die Krankheitsverläufe von 166 im UKE behandelten Personen mit Covid-19 und 255 Patienten mit saisonaler Influenza miteinander verglichen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "Scientific Reports" veröffentlicht.

11.3.2021 • 15:05 Uhr

Italien verbietet Impfungen mit einigen AstraZeneca-Chargen

Die italienische Medizin-Aufsichtsbehörde Aifa hat angekündigt, die Verwendung bestimmter Chargen des AstraZeneca-Impfstoffes zu verbieten. Bei der Partie mit der Kennung ABV 2856 habe es einige ernstzunehmende negative Auswirkungen gegeben. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da noch kein Zusammenhang zwischen den Vorkommnissen und den Impfungen festgestellt werden konnte, hieß es.

11.3.2021 • 15:05 Uhr

Polen hebt Lockerungen wieder auf

Polen wird die zwischenzeitlich aufgehobenen Beschränkungen in zwei besonders von der Pandemie betroffenen Regionen wieder einführen. Dazu gehöre auch die Hauptstadt Warschau, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. In den betroffenen Gebieten müssten Kinos, Schwimmhallen, Einkaufszentren und Hotels wieder schließen. Kinder der ersten drei Schulklassen müssten zudem in Teilen wieder online unterrichtet werden.

Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz geht an einem Geschäft in einem Einkaufszentrum in Warschau vorbei. | dpa

Wie hier in Warschau wurden in Polen landesweit die Einkaufszentren und einige Kultureinrichtungen im Februar wieder eröffnet. Wegen steigender Infektionszahlen werden die Lockerungen in der Hauptstadt nun zurückgenommen. Bild: dpa

11.3.2021 • 14:53 Uhr

NRW: Gymnasiasten scheitern mit Eilantrag auf Präsenzunterricht

Zwei Gymnasiasten aus Nordrhein-Westfalen sind mit ihrem Eilantrag auf sofortige Rückkehr in den Präsenzunterricht an weiterführenden Schulen vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) gescheitert. Die Bevorzugung von Schülerinnen und Schülern der Primarstufe und der Abschlussjahrgänge verstoße nicht gegen das Gleichbehandlungsgebot, entschied das Gericht. Es sei nicht zu beanstanden, dass als Corona-Schutzmaßnahme am Verbot des Präsenzunterrichts für die übrigen Klassen festgehalten werde. Den Eilantrag, der sich gegen die nordrhein-westfälische Corona-Betreuungsverordnung richtete, hatten ein Fünftklässler und eine Siebtklässlerin gestellt. Im eingeschränkten Präsenzunterricht für bestimmte Jahrgangsstufen sahen sie einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.

11.3.2021 • 14:51 Uhr

RKI: Mehr als 250.000 Impfungen an einem Tag

Zum ersten Mal sind in den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als eine Viertelmillion Corona-Impfungen pro Tag verzeichnet. Demnach wurden dem RKI zuletzt 257.671 Impfungen an einem Tag gemeldet, wie aus der Statistik hervorgeht. Ähnlich hohe Werte wurden auch schon an Tagen zuvor erreicht (5. März: 245.358, 9. März: 241.916). Mehr als 5,7 Millionen Menschen haben bundesweit laut RKI nun mindestens eine Impfung erhalten, das entspricht einer Impfquote von 6,9 Prozent. 3,2 Prozent - mehr als 2,6 Millionen Menschen - gelten mit zwei Dosen als vollständig geimpft.

11.3.2021 • 14:35 Uhr

EMA prüft Antikörper-Therapie gegen Covid-19

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Wirksamkeit einer Antikörper-Behandlung gegen Covid-19. Die Behandlung mit den Mitteln Bamlanivimab und Etesemivab des US-Pharmakonzerns Eli Lilly werde im beschleunigten Rolling-Review-Verfahren erfolgen, teilte die EMA mit. Dabei werden Ergebnisse von Studien bereits bewertet, auch wenn Testreihen noch nicht abgeschlossen und noch kein Zulassungsantrag für die EU gestellt wurde. Nach ersten Resultaten von zwei Studien könnten die Präparate in Kombination gegen eine Covid-19-Erkrankung wirksam sein. Wie lange das Prüfverfahren dauern werde, sei unklar.

Ein Laborarbeiter hält eine Packung "Remdesivir"  | REUTERS

Als erstes Corona-Medikament war im Juni 2020 das Mittel Remdesivir in der EU zugelassen worden. Von einer Anwendung hatte die WHO später aber abgeraten, weil es "keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit" habe, wie es damals hieß. Bild: REUTERS

11.3.2021 • 14:35 Uhr

Norwegen stoppt AstraZeneca-Impfungen

Nach Bekanntwerden möglicher Nebenwirkungen hat Norwegen Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin vorübergehend eingestellt. Zuvor gab es Berichte aus Dänemark über Blutgerinnsel, die womöglich im Zusammenhang mit Corona-Impfungen des britischen-schwedischen Unternehmens stehen könnten. "Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte Geir Bukholm, Direktor für Infektionsprävention und -kontrolle am norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit, auf einer Pressekonferenz.

11.3.2021 • 14:21 Uhr

EMA empfiehlt Zulassung von Johnson&Johnson-Impfstoff

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Johnson&Johnson gegeben. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl eine bedingte Zulassung des Impfstoffs. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Diese gilt aber als Formsache.

11.3.2021 • 14:13 Uhr

Frankreich lockert Reisebeschränkungen

Frankreich lockert die Reiseeinschränkungen. Passagiere von und nach Australien, Südkorea, Israel, Japan, Neuseeland, Großbritannien und Singapur müssten nicht mehr einen zwingenden Grund für ihre Reise nachweisen, teilte das französische Außenministerium mit. Allerdings blieben andere Vorschriften in Kraft. Dazu gehöre die Vorlage eines negativen Coronavirus-Tests, der nicht älter als 72 Stunden sein dürfe.

11.3.2021 • 14:07 Uhr

Saarland folgt Gerichtsurteil zur Öffnung des Einzelhandels

Die saarländische Regierung wird keine Rechtsmittel gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) zur angeordneten Öffnung des Einzelhandels einlegen. Das kündigte Ministerpräsident Tobias Hans an. Man werde stattdessen "mit einer breit angelegten Bürgertestung dafür sorgen, dass insbesondere die Beschäftigten im Einzelhandel besser geschützt sind", teilte der CDU-Politiker mit. Die Regierung rufe die Bürger auf, "zu Beginn des wöchentlichen Einkaufs" einen kostenlosen Schnelltest zu machen. Das OVG in Saarlouis hatte zuvor entschieden, dass es nicht verhältnismäßig sei, wenn der Einzelhandel einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche bedienen darf, während privilegierte Geschäfte einen Kunden pro 15 Quadratmeter empfangen dürfen.

11.3.2021 • 13:57 Uhr

Studie: BioNTech-Impfstoff schützt zu 97 Prozent

Eine Datenauswertung zur Corona-Impfkampagne in Israel hat nach Angaben der Unternehmen BioNTech und Pfizer die hohe Wirksamkeit ihres Vakzins bestätigt. Der Impfstoff schütze zwei Wochen nach Verabreichung der zweiten Dosis zu mindestens 97 Prozent vor symptomatischen Erkrankungen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen, teilten die Unternehmen mit. Die Auswertung habe außerdem eine Wirksamkeit des Impfstoffs von 94 Prozent gegen asymptomatische Corona-Infektionen gezeigt. "Die Wirksamkeitsdaten aus der praktischen Anwendung in Israel sind sehr ermutigend und bestätigen den hohen Impfschutz, den wir in unserer Phase-3-Studie zeigen konnten", erklärte der Pfizer-Manager Luis Jodar.

11.3.2021 • 13:52 Uhr

Streit um Corona-Impfstart in Praxen

Die Praxisärzte fordern eine schnellere Einbeziehung in die Corona-Impfungen, um auf breiter Front mehr Tempo zu bekommen. "Wir sind nicht nur bereit, wir scharren seit Wochen ungeduldig mit den Hufen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, im Deutschlandfunk. Es gehe darum, beim Durchimpfen der Bevölkerung endlich tatsächliche Ergebnisse zu haben. Nach einer Empfehlung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollen Impfungen in Praxen "frühestmöglich", aber spätestens in der dritten Aprilwoche starten. Verfügbarer Impfstoff soll weiter zuerst an die bestehenden regionalen Impfzentren der Länder gehen.

11.3.2021 • 13:46 Uhr

Wirtschaft sagt erneut mehr Tests in Unternehmen zu

Die Bundesregierung hat die Corona-Lage zusammen mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften erörtert. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit, es sei erneut zugesagt worden, Corona-Tests in Unternehmen auszuweiten. Außerdem sei es um strukturelle Folgen der Pandemie gegangen, wie die Digitalisierung und die Veränderung der Innenstädte. "Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Sicherung des Fachkräftenachwuchses für Deutschland von entscheidender Bedeutung ist. In dem Zusammenhang wurden Möglichkeiten diskutiert, die aktuelle Ausbildungssituation zu verbessern", so Seibert.

11.3.2021 • 13:43 Uhr

China stellt Impfstoff für Olympioniken bereit

Das Nationale Olympische Komitee Chinas will Impfstoffdosen für die Teilnehmerinnen ud Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Spiele in diesem Sommer in Tokio und 2022 in Peking bereitstellen. Dies teilte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, mit. "Das IOC hat ein freundliches Angebot vom Chinesischen Olympischen Komitee erhalten", sagte Bach. Das Nationale Olympische Komitee Chinas sei bereit, mit dem IOC diese zusätzlichen Dosen auf zwei Wegen zur Verfügung zu stellen. Entweder über die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern oder direkt in den zahlreichen Ländern, in denen Vereinbarungen über chinesische Impfstoffe bestehen würden. "Das IOC wird diese zusätzlichen Impfstoffdosen für die olympischen und paralympischen Mannschaften bezahlen", sagte Bach. "Für jede dieser zusätzlichen Dosen wird das IOC auch für zwei weitere Dosen bezahlen, die der Bevölkerung in diesen Ländern zur Verfügung gestellt werden können."

11.3.2021 • 13:38 Uhr

Weitere Lockdown-Proteste in Frankreich

Der Protest gegen die Corona-bedingte Schließung französischer Kulturstätten weitet sich aus. Nach der Besetzung des Pariser Theaters Odéon haben Kulturschaffende weitere Schauspielstätten in Besitz genommen, darunter in Pau im Südwesten Frankreichs und in Straßburg. Mit ihrer Aktion fordern Schauspieler, Technikerinnen und Studierende der Dramaturgie die Wiedereröffnung der Kulturstätten sowie finanzielle Hilfen. Die Bewegung wurde durch die Besetzung des Pariser Odéon-Theaters von rund 80 Personen am vergangenen Donnerstag ausgelöst. Seitdem wurde unter anderem das Théâtre de la Colline in Paris besetzt, ebenso wie das Nationaltheater TNS in Straßburg. Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot hat die Aktionen als nutzlos bezeichnet.

Französische Kulturschaffende protestieren gegen die Corona-bedingte Schließung von Kultstätten auf dem Dach des Pariser Theater Odéon. | AFP

Seit Oktober 2020 geschlossen, eine Öffnung nicht in Sicht: Auf dem Dach des Pariser Theater Odéon protestieren Kulturschaffende gegen die Schließung. Im Mai 1968 wurde das Schauspielhaus schon einmal besetzt, ebenso im April 2016 aus Protest gegen die Reform der Arbeitslosenversicherung. Bild: AFP

11.3.2021 • 13:26 Uhr

Ministerium will Prüfung über mögliche AstraZeneca-Nebenwirkungen abwarten

Nach dem vorläufigen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca in Dänemark sieht das Bundesgesundheitsministerium noch keinen Anlass für einen ähnlichen Schritt in Deutschland. "Nach jetzigem Stand gibt es noch keine Hinweise darauf, dass der Todesfall in Dänemark mit einer Corona-Impfung ursächlich in Verbindung steht", erklärte ein Ministeriumssprecher. "Aktuell untersuchen die europäischen Arzneimittelbehörden den Fall." Dänemark hatte das Aussetzen der AstraZeneca-Impfungen mit möglichen Nebenwirkungen begründet. Auch Österreich hatte zuletzt die Impfungen mit einer bestimmten Charge des AstraZeneca-Impfstoffs gestoppt, nachdem es bei einer Krankenpflegerin Gerinnungsstörungen aufgetreten waren.

11.3.2021 • 12:53 Uhr

NRW-Minister froh über Johnson&Johnson-Zulassung

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erwartet Erleichterungen bei den Corona-Impfungen durch die Zulassung des Vakzins des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. "Dass dieser Impfstoff zugelassen wird, darüber freue ich mich." Das Vakzin habe die gute Eigenschaft, dass es nur einmal pro Patient gespritzt werden müsse. Bei Pflegefällen "muss der Doktor nur einmal und nicht zweimal kommen", so Laumann.

11.3.2021 • 12:50 Uhr

Handel erwartet zahlreiche Klagen wegen Corona-Hilfen

Zahlreiche Einzelhändler dürften aus Sicht des Branchenverbandes HDE auf eine staatliche Umsatzerstattung für die Schließung ab Mitte Dezember klagen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht auf Grundlage eines Gutachtens von guten Erfolgsaussichten aus. "Da die Lage bei vielen Händlern nach wie vor sehr schwierig ist, rechnen wir mit einer großen Zahl an Klagen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Expertise sieht laut dem HDE eine haltlose Ungleichbehandlung von Handel und Gastronomie. Denn Gastronomen könnten sich über die Dezemberhilfe bis zu 75 Prozent ihres entgangenen Umsatzes ausgleichen lassen. Der Handel dagegen werde auf die Überbrückungshilfe III verwiesen, mit der Fixkosten teilweise kompensiert werden. Dies sei deutlich weniger Geld als die Dezemberhilfe.

Ein geschlossenes Geschäft | dpa

Seit Dezember geschlossen: Die Überbrückungshilfen für den Einzelhandel kompensieren kaum die Fixkosten. Bild: dpa

11.3.2021 • 12:48 Uhr

EU will Regeln für Exportstopp von Impfstoff verlängern

Die EU-Kommission will nach Angaben eines EU-Vertreters die Möglichkeit von Einschränkungen der Exporte von Impfstoffen bis Ende Juni verlängern. Die Europäische Union führte das Regelsystem für Exporte Ende Januar ein, nachdem mehrere Impfstoffhersteller Lieferverzögerungen angekündigt hatten. Es sollte eigentlich Ende März auslaufen. Italien machte vergangene Woche erstmals von den Regeln Gebrauch, als es die Ausfuhr von Impfdosen nach Australien stoppte.

11.3.2021 • 12:32 Uhr

Südkorea gibt AstraZeneca-Impfstoff für Ältere frei

Nach dem Beginn der landesweiten Impfungen vor zwei Wochen gibt Südkorea das Vakzin von AstraZeneca auch für Menschen von 65 Jahren und älter frei. Die Entscheidung sei nach entsprechenden Empfehlungen eines Expertengremiums getroffen worden, teilte Ministerpräsident Chung Sye Kyun mit. Die Altersgruppe ab 65 war zum Start der Impfkampagne Ende Februar von der Verabreichung des AstraZeneca-Vakzins noch ausgeschlossen worden, weil nicht genügend Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen vorgelegen hatten. Nach Angaben der Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention kam der koreanische Expertenausschuss für Immunisierungspraxis (KECIP) jetzt zu dem Schluss, dass das Vakzin wirksam sei, "um das Risiko einer Krankenhauseinweisung und einer Übertragung" zu reduzieren. Es gebe keinen Unterschied bei der Effektivität des Produkts von Astrazeneca und des Impfstoffs der Unternehmen BioNTech und Pfizer.

11.3.2021 • 12:28 Uhr

Corona-Fälle in Afrika gehen zurück

Afrika verzeichnet bei der Zahl der nachgewiesenen neuen Corona-Fälle einen spürbaren Rückgang. "Bei den neuen Fällen gab es in den vergangenen vier Wochen auf dem gesamten Kontinent einen neunprozentigen Rückgang", sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC. In dem am meisten betroffenen Land Südafrika - es verzeichnet kontinental 38 Prozent aller Fälle - sei die Covid-19-Sterberate im Schnitt sogar um 25 Prozent gesunken. In den kommenden Tage soll die Impfkampagne "Vaccinate Africa 2022" vorgestellt werden, die mit EU-Hilfe beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur rund 60 Prozent der Bevölkerung immunisieren soll. Von den 54 Staaten Afrikas hätten bisher 22 afrikanische Staaten von Lieferungen der Impfstoff-Initiative Covax profitiert. "Wir befinden uns aber noch in den Anfangstagen", sagte Nkengasong mit Blick auf die nun auch in Afrika eintreffenden Covid-19-Impfstoffe.

11.3.2021 • 12:25 Uhr

Frankreich prüft Gesundheitspass für Flugreisen

Frankreich prüft einen Gesundheitspass für Reisende. Verkehrs-Staatssekretär Baptiste Djebbari befürwortete in einem Interview mit dem Radiosender RMC erste Testläufe bei der Fluggesellschaft Air France. Diese setzt auf Flügen zwischen Paris und französischen Überseegebieten wie Martinique und Guadeloupe eine App ein, die Auskunft über einen negativen Corona-Test geben soll. Djebbari sagte, dies könne ein "Vorläufer" eines künftigen neuen Reisedokuments in der Pandemie sein. Darin könnten nach Vorstellung der französischen Regierung neben Negativ-Tests auch Impfungen verzeichnet werden. Präsident Emmanuel Macron hatte einen Gesundheitspass bereits Ende Februar auch als mögliches Mittel bezeichnet, um Restaurants und Kulturstätten wieder öffnen zu können.

Reisende mit Mundschutz am Flughafen in Paris | YOAN VALAT/EPA-EFE/REX

Damit das Reisen auch in Corona-Zeiten gelingen kann, sollen die persönlichen Daten der Reisenden in der App sicher gespeichert werden. Die Fluggesellschaft will damit auch die Abfertigung der Fluggäste beschleunigen. Bild: YOAN VALAT/EPA-EFE/REX

11.3.2021 • 12:14 Uhr

Sachsen-Anhalt: Innenministerium prüft mögliche Verstöße bei Impfaffäre

Nach der vorzeitigen Impfung Hunderter Polizistinnen und Polizisten in Sachsen-Anhalt werden innerhalb des Innenministeriums mögliche Rechtsverstöße geprüft. Das sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bei einer Regierungsbefragung im Landtag. Für das Innenministerium und die nachgeordneten Bereiche sei zunächst der Innenminister selbst zuständig und müsse ihm dann berichten, sagte der CDU-Politiker. Im Anschluss müsse über Konsequenzen beraten werden.

Bei einer Landtagssitzung Anfang Februar hatte die Gesundheitsministerin von Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne (SPD), auf eine Nachfrage hin berichtet, dass der Landkreis Stendal auf eigene Faust mehr als 300 Polizistinnen und Polizisten vorzeitig geimpft hatte. Die Hintergründe der Aktion wurden unter anderem in Fachausschüssen des Landtags diskutiert, dabei ging es auch um einen Mailwechsel zwischen dem Innen- und dem Gesundheitsministerium zur Zulässigkeit der Impfaktion.

11.3.2021 • 12:21 Uhr

Ehemalige US-Präsidenten werben für Corona-Impfung

Die früheren US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter haben in einer Werbekampagne zu Corona-Impfungen aufgerufen. "Diese Impfung bedeutet Hoffnung. Sie wird Sie und die, die Sie lieben, vor dieser gefährlichen und tödlichen Krankheit schützen", sagt Obama in einem der Videoclips, die die gemeinnützige Werbeagentur Ad Council veröffentlichte. Als einzige der lebenden Ex-Präsidenten und First Ladys waren Obamas Nachfolger Donald Trump und dessen Ehefrau Melania in keinem der Werbespots zu sehen.

Unter dem Titel "It's up to you" (etwa: Es ist Ihre Entscheidung) zeigt der Clip, wie die vier Ex-Präsidenten und ihre Ehefrauen ihre Impfungen erhalten. "Ich will wieder arbeiten, und ich will mich bewegen können", sagt Clinton. Sein Nachfolger George W. Bush hat als Baseball-Fan ein konkreteres Ziel: "Worauf ich mich wirklich freue, ist der erste Spieltag im Texas-Rangers-Stadion mit einem vollen Stadion."

11.3.2021 • 11:44 Uhr

Öffnung der Bühnen: Berlin plant Pilotprojekt

In Berlin sollen die ersten Bühnen noch im März für ein Pilotprojekt öffnen. Das Publikum wird vorher auf das Coronavirus getestet. Neben den Philharmonikern, der Berliner Volksbühne und der Staatsoper Unter den Linden ist beispielsweise auch die Clubcommission mit einem Konzert dabei. Geplant sind neun Veranstaltungen bis Anfang April. "So ein Pilot ist in Deutschland einzigartig und hoffentlich ein Beitrag mit Blick auf ein unbeschwertes Besuchen von Kulturveranstaltungen", teilte der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Das Publikum muss am Tag der Veranstaltung zu einem Coronatest und soll während der Vorstellung einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

11.3.2021 • 11:26 Uhr

Kinderschutzbund warnt vor Auswirkungen des Lockdowns

Der Kinderschutzbund Niedersachsen warnt vor massiven Folgen des Lockdowns für Kinder. "Viele Familien bewegen sich jeden Tag zwischen Frust und Hilflosigkeit", sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Eltern seien ständig gezwungen, den "Freiheits- und Spieldrang" der Kinder zu unterbinden. Das sei sowohl für Eltern als auch für Kinder frustrierend. Kinder könnten ihren Hobbys nicht nachgehen, Freundschaften litten. Zudem fehlten "Prägende Kindheitserlebnisse" wie etwa eine Reise in ein Ferienlager.

Schmidt forderte daher einen landesweiten Kinder- und Jugendgipfel zu der Problematik. Auch beim Bund-Länder-Gipfel am 22. März sollten die Rechte der Kinder auf Spiel und Sozialkontakte berücksichtigt werden.

11.3.2021 • 11:14 Uhr

Dresden untersagt "Querdenken"-Demonstration

Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplante "Querdenken"-Demonstration gegen Corona-Auflagen auf drei großen Plätzen im Zentrum untersagt. Die Kundgebungen und damit einhergehende Anreisen aus Sachsen und angrenzenden Bundesländern würden dem "Schutzzweck aller Corona-Schutzverordnungen zuwiderlaufen", hieß es in der Begründung.

Der Veranstalter habe Bedenken hinsichtlich mangelndem Infektionsschutz nicht ausräumen können, teilte die Stadt weiter mit. Daher müsse die Versammlungsbehörde schlussfolgern, "dass der Veranstalter nicht in der Lage und nicht willens ist, seine Mobilisierung und den damit verbundenen Zustrom von Tausenden Teilnehmern auch aus Hochinzidenz- und Mutationsgebieten nach Dresden zu beeinflussen".

11.3.2021 • 11:06 Uhr

Steigende Infektionszahlen in Polen

In Polen wurden in den vergangenen 24 Stunden rund 21.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde zuletzt im November ein solch hoher Wert verzeichnet. Die Behörde führt den Anstieg der Fallzahlen auch auf die rasche Ausbreitung der britischen Virus-Mutation in Polen zurück.

Insgesamt haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie laut Ministerium in Polen mehr als 1,865 Million mit dem Erreger angesteckt. Mehr als 46.300 Menschen kamen im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung ums Leben.

11.3.2021 • 10:52 Uhr

Hausärzteverband drängt auf Impfstart in Praxen

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat im Interview mit dem Deutschlandfunk kritisiert, dass nun später als ursprünglich geplant auch in Arztpraxen gegen Corona geimpft werden soll.

"Wir sind nicht nur bereit, wir scharren seit Wochen ungeduldig mit den Hufen", betonte Weigeldt. Er könne nicht nachvollziehen, "dass man sozusagen das Volk im Lockdown hält, anstatt zu impfen, um irgendwelche Impfzentren weiter zu bedienen". Derzeit werden Impfzentren vorrangig mit Wirkstoff beliefert, sodass für Hausärzte noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht.

11.3.2021 • 10:46 Uhr

Mehr als 55.000 Corona-Tote in Panamazonas-Ländern

In der südamerikanischen Panamazonas-Region sind nach Angaben des kirchlichen Amazonas-Netzwerks Repam bislang 55.593 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Bis gestern wurden laut des lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM mehr als 2,2 Millionen Infektionen in den betroffenen Staaten gezählt. Die Zahlen umfassen die Meldungen von Gesundheitsbehörden aus Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien, Brasilien, Suriname und Guyana. Aus Venezuela liegen demnach keine verlässlichen Daten vor.

11.3.2021 • 10:39 Uhr

Dänemark setzt laut Ministerium Impfungen mit AstraZeneca aus

Dänemark will vorerst nicht mehr mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen. Das teilte Gesundheitsminister Magnus Heunicke mit. Der Grund seien Hinweise, dass es nach Impfungen zu Blutgerinnseln gekommen sei. Ob ein Zusammenhang mit dem Impfstoff bestehe, sei nicht nachgewiesen, trotzdem müsse die dänischen Regierung vorsichtshalber schnell handeln.

Der Impfstopp wurde vorerst für 14 Tage verhängt, hieß es von dänischen Behörden. Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten vor dem Hintergrund eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet.

11.3.2021 • 10:23 Uhr

Die WHO und die Pandemie

Vor rund einem Jahr wurde die Ausbreitung des Coronavirus als Pandemie eingestuft. Seitdem führt die Weltgesundheitsorganisation aber nicht nur den Kampf gegen den Erreger, sondern auch um das eigene Image in der Krise.

11.3.2021 • 09:59 Uhr

Kretschmer fordert Impf-"Brandmauer" an tschechischer Grenze

Die hohen Infektionszahlen in Tschechien bereiten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Sorge. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF sprach er sich deshalb dafür aus, die in der deutsch-tschechischen Grenzregion lebenden Menschen schnellstmöglich zu impfen, um eine "Brandmauer" gegen die Verbreitung des Virus zu schaffen. Andernfalls könne sich das erhöhte Infektionsgeschehen in den Grenzregionen auf ganz Deutschland auswirken. Und aus Sicht Kretschmers sei es keine Option, dass Schulen und Geschäfte in den betroffenen Landkreisen geschlossen blieben.

11.3.2021 • 09:51 Uhr

UNICEF warnt vor drastischen Auswirkungen für Kinder

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF befürchtet, dass die globale Corona-Pandemie langfristig schwerwiegende Konsequenzen für Kinder und Jugendliche haben wird.

Die Zahl der Kinder, die hungern, isoliert sind, missbraucht werden, in Armut leben oder in Zwangsehen verheiratet werden, sei gestiegen, warnte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. "Die Anzeichen dafür, dass Kinder in den kommenden Jahren die Narben der Pandemie tragen werden, sind unverkennbar."

Infolge der Pandemie drohe Kinderarmut in Entwicklungsländern voraussichtlich um rund 15 Prozent zuzunehmen. Hochrechnungen zufolge könnten in diesen Staaten bis zu 140 Millionen Kinder zusätzlich in Haushalten unterhalb der Armutsgrenze leben. 

Hinzu kämen enorme Rückschläge im Bildungsbereich: Für mehr als 168 Millionen Kinder weltweit sind laut UNICEF seit fast einem Jahr die Schulen aufgrund von Lockdowns vollständig oder teilweise geschlossen. Mindestens eins von drei Schulkindern habe während der Schulschließungen nicht am Distanzunterricht teilnehmen können.

In einem UN-Flüchtlingslager in Afghanistan erhält eine Gruppe kleiner Kinder in der Coronakrise Unterricht unter freiem Himmel. | EPA

Mindestens eins von sieben Kindern habe den größten Teil des vergangenen Jahres zu Hause verbracht, schätzt die Kinderhilfsorganisation UNICEF. Dies habe zu Angstgefühlen, Depressionen und Isolation geführt. Bild: EPA

11.3.2021 • 09:40 Uhr

Naturschutz leidet unter Pandemie

In vielen Teilen der Welt hat die Corona-Pandemie Einschnitte beim Naturschutz zur Folge. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) mussten in mehr als der Hälfte aller Schutzgebiete in Afrika Patrouillen und Einsätze gegen Wilderer reduziert oder eingestellt werden. Auch ein Viertel aller Schutzgebiete in Asien meldete Einschränkungen bei Naturschutzaktivitäten.

Insgesamt habe in mehr als 60 Ländern jeder fünfte Wildhüter seinen Arbeitsplatz verloren. Jeder vierte habe weniger Gehalt oder seinen Lohn verspätet erhalten.

Natürlich habe die Gesundheitskrise der Menschen in der Corona-Pandemie Priorität, sagte IUCN-Generaldirektor Bruno Oberle: "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur mit Investitionen in eine gesunde Natur eine solide Basis für die Erholung von der Pandemie schaffen und künftige Krisen der öffentlichen Gesundheit vermeiden."

11.3.2021 • 09:33 Uhr

Stiko: Erst in Impfzentren impfen

Mit Blick auf die in Aussicht gestellten Impfungen in Arztpraxen spricht sich die Ständige Impfkommission dafür aus, weiterhin vorrangig in Impfzentren zu impfen, solange noch nicht genügend Impfstoff geliefert werden kann.

11.3.2021 • 09:20 Uhr

"Jetzt Meter machen beim Impfen"

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, drängt auf schnellstmögliche Impfungen in Arztpraxen. "Es ist ein ethisches Gebot, jetzt Meter zu machen beim Impfen", sagte Buyx den Fernsehsendern RTL und n-tv. "Ich bin ein ganz großer Befürworter, dass man das in die niedergelassenen Praxen bringt - so schnell wie möglich."

Buyx zeigte sich überzeugt, dass die Ärzte die festgelegte Impf-Reihenfolge größtenteils einhalten würden. Allerdings solle ihnen auch die Möglichkeit gegeben werden, aufgrund der eigenen Einschätzung von dieser Priorisierung abzuweichen.

11.3.2021 • 09:10 Uhr

Corona-Maßnahmen kurbeln Konsum an

Kaufanreize schaffen, um die Wirtschaft in der Pandemie zu stärken - dieses Konzept des Bundes ist Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge teils aufgegangen. Für die Untersuchung wurden zwischen August und Dezember 2020 monatlich rund 4200 Menschen online befragt.

20 bis 25 Prozent der Teilnehmer gaben an, die um drei Prozentpunkte abgesenkte Mehrwertsteuer als zusätzlichen Kaufanreiz wahrgenommen zu haben und deshalb private Anschaffung teilweise vorgezogen hätten.

Mit Blick auf den Kinderbonus von 300 Euro pro berechtigtem Kind gab etwa jeder zweite Empfänger-Haushalt an, die Summe ganz oder zumindest einen Teil des Geldes für Konsumzwecke ausgegeben zu haben.

11.3.2021 • 09:00 Uhr

Neues Medikament für Antikörper-Therapie?

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline und sein Partner Vir Biotechnology wollen in mehreren Ländern, darunter der USA, die Notfallzulassung für ein von ihnen entwickeltes Medikament für die Covid-19-Antikörper-Therapie beantragen.

Das Mittel wurde an mehr als 500 Probanden in einer sogenannten Phase-III-Studie getestet. Ein unabhängiges Kontrollgremium sprach anhand der gewonnenen Daten von einer hochgradigen Wirksamkeit der Antikörpertherapie. Durch das Medikament seien die Krankenhauseinweisungen und Corona-Todesfälle im Vergleich zwischen Probanden, die das Mittel erhielten und denen, die ein Placebo einnahmen, um etwa 85 Prozent zurückgegangen.

11.3.2021 • 08:52 Uhr

Milliarden-Steuereinnahmen durch Kurzarbeit

Der Bund nimmt durch die Kurzarbeit, durch die in der Corona-Pandemie Betriebe und Arbeitsplätze gesichert werden sollen, im Steuerjahr 2020 rund 1,6 Milliarden Euro an Abgaben ein. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor.

Die Einnahmen gehen demnach auf den sogenannten Progressionsvorbehalt beim Kurzarbeitergeld zurück. Dieser Vorbehalt bedeutet, dass das Kurzarbeitergeld den Steuersatz für den regulären Lohn und sonstige Einkünfte der Beschäftigten erhöht.

11.3.2021 • 08:21 Uhr

Kassenärztliche Vereinigung zweifelt an Impfungen in Praxen im April

Ab Mitte April soll auch in Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. Doch die Kassenärztliche Bundesvereinigung rechnet mit einem späteren Impfstart bei den Hausärzten. Auf die Impfressourcen könne "wohl erst im Mai in Arztpraxen zurückgegriffen werden", sagte der Chef der Bundesvereinigung, Andreas Gassen, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Es mangele an genügend Impfstoff.

Sobald genügend Wirkstoff zur Verfügung stehe, seien "fünf Millionen Impfungen pro Woche in Arztpraxen ohne große Anstrengung machbar", so Gassen weiter.

11.3.2021 • 07:58 Uhr

Konzerne investieren weniger in die Forschung

Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr weniger für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Der Anteil der Ausgaben sank auf 3,2 Prozent vom Umsatz, wie das Münchner Ifo-Institut unter Berufung auf eine Unternehmensumfrage mitteilte. In den Jahren 2016 bis 2019 investierten Betriebe demnach im Durchschnitt noch 3,5 Prozent.

Besonders deutlich habe die Autobranche gespart: Hier sank der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent. Selbst die Pharmabranche habe die Forschungsausgaben von 7,2 auf 7,0 Prozent vom Umsatz gekürzt.

11.3.2021 • 07:53 Uhr

Giffey mahnt weiterhin Priorität für Ältere beim Impfen an

Aus Sicht der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sollten Risikogruppen - vor allem ältere Menschen - bei den Corona-Impfungen weiterhin Priorität genießen.

"Ältere Menschen müssen bei der Impfung ganz besonders im Blick bleiben, weil sie die am stärksten gefährdete Gruppe sind - so sieht es auch die Impfverordnung vor", betonte die SPD-Politikerin in der "Augsburger Allgemeinen".

Ihren Angaben zufolge haben bislang etwa 90 Prozent aller Bewohner in Pflegeeinrichtungen mindestens die erste Impfung erhalten. Dieser Fortschritt habe "ein Stück Normalität durch mehr Kontakte und Besuche" ermöglicht.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey trägt im März 2021 in FFP2-Maske im Bundestag. | dpa

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey plädiert dafür, dass insbesondere ältere Menschen weiterhin priorisiert geimpft werden sollen. Bild: dpa

11.3.2021 • 07:42 Uhr

Ukraine: Tausende neue Covid-Patienten in Kliniken

In den vergangenen 24 Stunden wurden 4250 neue Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, in ukrainischen Krankenhäusern aufgenommen - so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. Das teilte der Gesundheitsminister des Landes, Maksym Stepanov, mit. Gegenüber dem Vortag bedeute die Zahl einen Anstieg an neuen Patienten um 22 Prozent.

Zudem gab das Gesundheitsministerium bekannt, binnen eines Tages seien ihm rund 9000 Neuinfektionen mit dem Virus gemeldet worden sowie 262 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

11.3.2021 • 07:35 Uhr

Medikament verfehlt in Studie Wirkung

Das Medikament Actemra des Schweizer Pharmakonzerns Roche hat in einer klinischen Studie den Wirkungsnachweis bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten verfehlt.

Das Mittel wurde in einer klinischen Studie Covid-19-Patienten in verschiedenen Stadien der Erkrankung zusätzlich zu der bereits erprobten Arznei Remdesivir von Gilead verabreicht. Die Kombination trug aber nicht dazu bei, dass Patienten mit schwerer Lungenentzündung schneller aus Kliniken entlassen werden konnten. Auch die Notwendigkeit für eine künstliche Beatmung und das Sterberisiko nahmen nicht ab.

11.3.2021 • 06:51 Uhr

Fragen rund um den Wirkstoff von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittelagentur könnte heute den Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson zulassen. Alle wichtigsten Fakten rund um das Vakzin im Überblick.

11.3.2021 • 06:31 Uhr

Impfstoff von BioNTech und Pfizer genießt höchstes Vertrauen

Die Deutschen setzen unterschiedliches Vertrauen in die bislang in der EU zugelassenen Impfstoffe. Das ergab eine Umfrage des Online-Portals YouGov unter mehr als 2000 Teilnehmern über 18 Jahre.

Dabei schätzten 66 Prozent der Befragten das Vakzin von BioNTech und Pfizer als sicher ein. Nur knapp die Hälfte (54 Prozent) sprach dem Impfstoff des US-Herstellers Moderna ihr Vertrauen aus. Am schlechtesten schnitt der Wirkstoff von AstraZeneca ab - ihn stuften nur 43 Prozent der Umfrage-Teilnehmer als sicher ein.

11.3.2021 • 05:49 Uhr

Brasilien: Erstmals mehr als 2000 Corona-Tote in 24 Stunden

Brasilien hat erstmals mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2286 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Abend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben.

Insgesamt sind damit in Brasilien 270.656 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 79.876 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,2 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

11.3.2021 • 05:23 Uhr

Zahl der Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz steigen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 14.356 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 2444 mehr als vor genau einer Woche. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg mit 69,1 im Vergleich zum Vortag (65,4) an.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 321 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.912 Neuinfektionen und 359 neue Todesfälle registriert.

11.3.2021 • 04:40 Uhr

Ramelow wirbt für Bestellung von Sputnik-Impfstoff

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat dafür geworben, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu bestellen. "Für mich ist der Sputnik-Impfstoff eine große Chance, wieder schneller zur Normalität zurückzukehren", sagte der Linken-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich appelliere an die Bundesregierung, gegenüber der EU deutlich zu machen, dass jetzt bei den Produzenten von Sputnik entsprechende Impfmengen geordert werden sollten."

Die Europäische Arzneimittelagentur prüft Sputnik V derzeit. Die EU-Kommission hatte vergangene Woche klargestellt, dass sie mit den Sputnik-Herstellern derzeit nicht über einen Lieferrahmenvertrag für alle 27 EU-Staaten verhandelt.

11.3.2021 • 04:40 Uhr

Zahnärzte wollen beim Impfen helfen

Die Zahnärzte in Deutschland bieten weiterhin an, bei Test- und Impfmaßnahmen zu unterstützen. "Das Angebot gilt weiterhin", sagt der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Als approbierte Ärzte seien Zahnärzte grundsätzlich dazu befähigt, Impfungen durchzuführen. Gerade im Hinblick auf schnelle und flächendeckende Impfungen sei es wichtig, ausreichend Impf-Ärzte zu haben.