Ein UNICEF-Mitarbeiter überprüft am Flughafen Hanoi eine Impfstoff-Lieferung der Initiative Covax. | EPA
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Covax knackt Milliardenmarke bei Impfdosen ++

Stand: 15.01.2022 22:11 Uhr

Das internationale Impfstoffprogramm Covax hat die Milliardenmarke bei der Auslieferung von Corona-Impfdosen erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien ist rückläufig. Alle Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

15.1.2022 • 22:11 Uhr

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15.1.2022 • 21:50 Uhr

Tausende bei Corona-Protesten in Wien

In Österreichs Hauptstadt Wien sind erneut Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen und die geplante Impfpflicht auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei folgten rund 27.000 Menschen dem Protestaufruf, der unter anderem von der rechtspopulistischen FPÖ unterstützt wurde. Mehrere Teilnehmer wurden festgenommen, unter anderem wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht und Zeigens des Hitlergrußes. Die Kundgebung verlief nach Polizeiangaben aber weitgehend friedlich.  

15.1.2022 • 21:16 Uhr

Zehntausende protestieren in Frankreich gegen Impfpass

Zehntausende Menschen haben in Frankreich gegen die Einführung des neuen Corona-Impfpasses protestiert. Alleine in Paris fanden vier Kundgebungen statt. Auch in Städten wie Montpellier, Toulouse, Lyon, Nantes, Bordeaux und Marseille gingen Gegner der Maßnahme auf die Straße. Das Innenministerium sprach von insgesamt 54.000 Teilnehmern. Zehn Demonstranten wurden festgenommen, vier davon in Paris. 

Der neue Impfpass soll den bisher geltenden Gesundheitspass ersetzen und entspricht der deutschen 2G-Regel. Künftig ist auch in Frankreich der Nachweis einer Corona-Impfung oder einer Genesung per QR-Code notwendig, um Einkaufszentren, Cafés, Restaurants oder kulturelle Veranstaltungen besuchen zu können. Ein negativer Test reicht dann nicht mehr aus.

Demonstranten in Paris | AFP

Wie hier in Paris wurde in zahlreichen französischen Städten gegen den neuen Corona-Impfpass demonstriert. Bild: AFP

15.1.2022 • 21:13 Uhr

Covax knackt Marke von einer Milliarde Impfdosen

Das internationale Impfstoffprogramm Covax hat die Milliardenmarke bei der Auslieferung von Corona-Impfdosen erreicht. Den Meilenstein verkündete Gavi, die Impfallianz aus Regierungen, Firmen, Stiftungen und UN-Organisationen, die das Covax-Programm durchführt. Die einmilliardste Dosis war nach Angaben von Gavi in einer Lieferung, die heute in Ruanda ankam. Covax hat inzwischen 144 Länder beliefert. Die Allianz versorgt vor allem ärmere Länder, die kein Geld haben, um die Impfstoffe selbst zu bestellen. Das Programm hat mehr als zehn Milliarden US-Dollar an Spenden bekommen.

15.1.2022 • 19:32 Uhr

Wirte in den Niederlanden öffnen trotz Gastro-Lockdown

Nahezu überall in den Niederlanden haben sich Gaststätten-Betreiberinnen und -Betreiber für einige Stunden über Corona-Vorschriften hinweggesetzt und ihre Kneipen, Cafés und Restaurants geöffnet. Damit protestierten die Wirtinnen und Wirte dagegen, dass ihre Branche von der Aufhebung des wochenlangen, landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen ist. Vielerorts sei die Aktion mit Zustimmung der Gemeindeverwaltungen erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. In Utrecht etwa versprach Bürgermeisterin Sharon Dijksma, sich weiter für Lockerungen der Corona-Vorschriften für Gaststätten einzusetzen. In der Kleinstadt Valkenburg reagierte Bürgermeister Daan Prevoo auf eine ähnliche Aktion, indem er sie als erlaubte Demonstration einstufte. "Demonstrieren ist ein Grundrecht", sagte er dem TV-Sender WNL.

15.1.2022 • 18:59 Uhr

Protest gegen Impfpflicht in Düsseldorf

Mehr als 7000 Gegnerinnen und Gegner einer Corona-Impfpflicht haben in Düsseldorf an einer Demonstration durch die Innenstadt teilgenommen. Eine Person, die der "Querdenken"-Initiative zugerechnet wird, hatte eine Kundgebung mit 2500 Teilnehmenden angemeldet. Die Demonstration sei bislang "weitgehend störungsfrei und friedlich" verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Der Versammlungsleiter hatte dazu aufgerufen, die Masken- und eine Abstandspflicht von 1,5 Metern einzuhalten.

15.1.2022 • 18:56 Uhr

Protest gegen Corona-Politik in Rom

Tausende Menschen haben in Rom gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung protestiert. Die Menschen versammelten sich auf der Piazza San Giovanni in Laterano, östlich des Kolosseums. "Die Menschen sind sauer", rief ein Demonstrant ins Mikrofon des öffentlich-rechtlichen TV-Senders Rainews 24 während der Live-Übertragung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Adnkronos waren zwischenzeitlich 5000 Leute dort. Einige versuchten als Gruppe einen Demonstrationszug zu starten. Polizeibeamte stellten sich ihnen mit Schildern und einem Wasserwerfer in den Weg.

Eine Frau hält bei einer Demonstration in Rom ein Schild gegen den "Green Pass" hoch. | AP

Protest gegen den "Green Pass": Italiens Regierung hatte zuletzt die Corona-Regeln verschärft und führte unter anderem eine Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre ein. Ab Februar treten weitere Beschränkungen in Kraft. Bild: AP

15.1.2022 • 18:44 Uhr

Karlsruhe: Eine Lichterkette fürs Impfen

Beschäftigte im Gesundheitswesen haben in Karlsruhe in Dienstkleidung und mit FFP-2-Masken für das Impfen und die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Rund 700 Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte bildeten nach Veranstalterangaben eine rund einen Kilometer lange "stille Lichterkette" durch die Fußgängerzone. Um 18 Uhr schalteten außerdem etwa zwei Dutzend Rettungsfahrzeuge an den Kreuzungen entlang der Strecke ihr Blaulicht für drei Minuten an.

Drei Minuten, so lange dauere auch das korrekte Anlegen der Schutzkleidung, sagte der Organisator und Leitende Notarzt in Karlsruhe, Christoph Nießner. Mit dem Titel "Weiße setzen Zeichen - Mitarbeitende im Gesundheitswesen rütteln auf" wollten sie auf die starke Belastung im Gesundheitswesen durch die Corona-Pandemie hinweisen sowie über die Notwendigkeit der Impfungen und weiterer Corona-Schutzmaßnahmen informieren, hieß es.

15.1.2022 • 17:51 Uhr

Großbritannien: Infektionen im Wochenvergleich gesunken

Die Gesundheitsbehörden in Großbritannien haben 81.713 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Rückgang um etwa ein Drittel. Es wurden 287 weitere Todesfälle von Personen gemeldet, die innerhalb der vergangenen 28 Tage positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg im Vergleich zur Vorwoche um etwa 45 Prozent, nachdem zuletzt mehrfach Höchstwerte bei den Infektionen verzeichnet worden waren.

15.1.2022 • 17:27 Uhr

Djokovic zurück in Abschiebegewahrssam

Nach der erneuten Annulierung seines Visums befindet sich der serbische Tennisspieler Novak Djokovic in Australien wieder in Abschiebegewahrsam. Er musste in das Abschiebehotel im Melbourne zurückkehren, in dem er erst kürzlich nach der Einreiseverweigerung für vier Tage festgehalten worden war. Auf richterliche Anweisung darf der 34-Jährige die Unterkunft nur zu Gesprächen mit seinen Anwälten und einer Gerichtsanhörung verlassen. Am Sonntag soll ein Bundesgericht endgültig darüber entscheiden, ob der gegen Corona ungeimpfte Weltranglistenerste bleiben und bei den am Montag beginnenden Australian Open zur Titelverteidigung antreten darf.

15.1.2022 • 17:05 Uhr

Ermittlungen gegen Ex-Dschungelcamp-Kandidatin

Gegen die kurzfristig ausgetauschte Dschungelcamp-Kandidatin Christin Okpara wird wegen des Verdachts ermittelt, einen gefälschten Impfnachweis vorgelegt zu haben. Sie sei vor einer Woche am Frankfurter Flughafen bei einer Ausreisekontrolle nach Südafrika aufgefallen, teilte die Bundespolizei in Frankfurt am Main mit. Der mitgeführte Impfnachweis habe - die Corona-Schutzimpfungen betreffend - "Unregelmäßigkeiten" aufgewiesen. Daraufhin sei ein Verfahren wegen des dringenden Tatverdachts des "Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse" gegen sie eingeleitet worden. Okpara war dennoch nach Südafrika gereist. RTL hatte ihren Rauswurf mit "Unstimmigkeiten zum Impfstatus" begründet, die kurzfristig nicht zu klären gewesen seien.

15.1.2022 • 16:31 Uhr

Züchter verteilen Tulpen in Amsterdam

Die niederländischen Tulpenzüchter haben die Hauptstadt Amsterdam ein wenig leuchten lassen. Nach einer Lockerung des Corona-Lockdowns verschenkten sie Tausende Tulpensträuße an Passanten. Anlass war der Nationale Tulpentag, der normalerweise mit einem improvisierten Garten vor dem Königlichen Palast im Stadtzentrum gefeiert wird. Zwar konnten Geschäfte, Universitäten und Friseure in den Niederlanden wieder öffnen, größere Zusammenkünfte blieben jedoch untersagt. Darum nutzen die Tulpenzüchter die Grachten, um ihre Blumen von Booten aus zu verteilen. Auf diese Weise feierten sie den Start der Pflanzsaison für die Schnittblumen.

Eine Frau fängt einen Tulpenstrauß in Amsterdam. | AP

Nationaler Tulpentag in den Niederlanden: Züchter verteilten Sträuße an Passanten wie hier in Amsterdam. Bild: AP

15.1.2022 • 16:25 Uhr

Mehrere Tausend bei Demos in Freiburg

In Freiburg sind mehrere tausend Menschen für und gegen die staatlichen Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Durch die Innenstadt zogen nach Angaben der Polizei etwa 6000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Politik. In der Stadtmitte hatten sich zuvor etwa 2500 Menschen zu einer Gegendemonstration versammelt, um sich unter anderem gegen Verschwörungsideologien und Corona-Verharmlosung zu wenden. Die Freiburger Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und wurde von auswärtigen Beamten unterstützt. Größere Zwischenfälle verzeichnete die Polizei zunächst nicht.

15.1.2022 • 16:22 Uhr

Boris Johnson: Neue Vorwürfe und Rücktrittsforderungen

Neue Vorwürfe wegen des Bruchs von Corona-Regeln in seinem Regierungssitz haben den ohnehin schon immensen Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson noch einmal erhöht. In der Downing Street hat es einem Medienbericht zufolge während der Pandemie nicht nur vereinzelte, sondern regelmäßige Zusammenkünfte gegeben, bei denen Alkohol geflossen sein soll. Das schrieb der britische "Mirror".

15.1.2022 • 16:05 Uhr

Peking: Lokal übertragener Omikron-Fall

In Peking ist der erste Fall einer in der Metropole und nicht im Ausland erfolgten Infektion mit der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus amtlich gemeldet worden. Behörden riegelten Wohnblock und Arbeitsplatz des Infizierten ab. Zudem wurden 2430 Proben von Menschen genommen, die mit den beiden Orten in Verbindung stehen, sagte ein Beamter des Bezirks Haidian.

15.1.2022 • 15:15 Uhr

Türkei lockert Test-Pflicht für Ungeimpfte

Die Türkei lockert die manchen Bereichen die Test-Pflicht für Ungeimpfte. Bei Inlandsflügen, Busreisen und Bahnfahrten entfalle der obligatorische PCR-Test, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Auch bei Konzertbesuchen, Sportveranstaltungen sowie im Kino sei der Test nicht mehr notwendig.

15.1.2022 • 14:50 Uhr

Protest gegen Corona-Leugner auch in Celle

Etwa 300 Menschen sind in Celle gegen Corona-Verschwörungsmythen und für einen wirksamen Schutz gegen die Pandemie auf die Straße gegangen. Sie wendeten sich vor allem gegen die Bewegung "Celle steht auf", die sich ihrerseits seit Monaten mit Kundgebungen und Protestzügen durch die Altstadt gegen die staatliche Corona-Politik wendet. "Die Corona-Proteste in vielen Städten sind keine Spaziergänge mehr, sondern haben mehr mit Aufmärschen zu tun", sagte der evangelische Ruhestandspastor und Mitinitiator Wilfried Manneke der Nachrichtenagentur epd. "Sie sind ein Angriff auf die Demokratie." Die Demonstration des neu gegründeten Bündnisses "Gelebte Demokratie" war die bislang größte Aktion dieser Art in der niedersächsischen Stadt.

15.1.2022 • 14:24 Uhr

Italien: Frau soll Corona-Impfungen gefälscht haben

In der sizilianischen Stadt Palermo hat die Polizei erneut eine Krankenschwester festgenommen, die Corona-Impfungen vorgetäuscht haben soll. Die Justiz wirft der Frau vor, einem Impfgegner-Ehepaar zwar die Spritze, aber nicht den Impfstoff injiziert zu haben, wie die Polizei mitteilte. Auf einem Überwachungsvideo aus dem Dezember war zu sehen, wie die Krankenschwester eine volle Spritze in ein Tuch ausdrückt und sie dann leer in einen Oberarm sticht. Erst im Dezember 2021 nahmen Beamte eine andere Krankenschwester fest, die in demselben Impfzentrum elf Menschen auf dieselbe Art vermeintlich gegen Covid-19 immunisierte. Die beiden Frauen müssen sich unter anderem wegen Amtsunterschlagung und Falschbeurkundung verantworten.

15.1.2022 • 13:27 Uhr

Hamburg: Protest gegen Corona-Leugner und Impfgegner

Mehr als 1000 Menschen sind in Hamburg aus Protest gegen Corona-Leugner und Verschwörungsideologien auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben versammelten sich am Mittag mehr als 1000 Menschen mit weiter großem Zulauf zu einem Protestzug unter dem Motto "Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien" . Dabei gebe es weiter großen Zulauf, hieß es. Ursprünglich war die Versammlung als Gegenveranstaltung zu einer großen Demonstration von Impfgegnern geplant worden, zu der bis zu 15.000 Teilnehmende erwartet worden waren. Diese hatte die Polizei aus Infektionsschutzgründen aber verboten. Ein Eilantrag der Anmelderin gegen die Entscheidung war vom Verwaltungsgericht abgelehnt worden.

15.1.2022 • 13:03 Uhr

Sánchez: Spanien vor neuer Phase in Pandemie

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sieht im Umgang mit der Corona-Pandemie eine neue Phase anbrechen. "Die Zukunft der Pandemie zeichnet dank der Impfkampagne einen ganz anderen Horizont als den, den wir in der Vergangenheit erlebt hatten", sagte der 49-Jährige im Interview mit der italienischen Tageszeitung "La Stampa". Deshalb stehe Spanien, so wie auch andere Länder, gerade vor einer neuen Phase im Umgang mit der Pandemie. Man müsse weiter vorsichtig bleiben. Aber man wisse auch, dass dank der Vakzine die Belegung in den Krankenhäusern und die Sterblichkeit niedriger seien, so Sánchez. Der Nachrichtenagentur Europa Press zufolge bekräftigte er zudem seine Forderung, sich auf den Übergang von einer Pandemie zu einer Endemie vorzubereiten. Dafür müssten schon jetzt "Brücken entworfen" werden, sagte Sánchez.

15.1.2022 • 12:52 Uhr

BDEW fordert Zusagen für den Fall von Engpässen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) politische Zusagen für den Fall von Personalengpässen gefordert. Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, nannte als Beispiel eine bevorzugte Kinderbetreuung für Beschäftigte in Schlüsselpositionen. "Gleiches gilt für eine bevorzugte Einbindung in eine Impfkampagne, sobald ein gegen Omikron angepasster Impfstoff verfügbar ist, oder eine Bevorzugung bei PCR-Tests", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Als letzter Schritt sei auch eine mögliche Entlassung des Schlüsselpersonals aus der Quarantäne sinnvoll, damit Betroffene zum Dienst kommen könnten, so Andreae. "Ein solcher, sogenannter Quarantäne-Korridor würde natürlich nur bei arbeitsfähigen Personen greifen, die sich als Kontaktperson oder als infizierte Person ohne Symptome in Quarantäne befinden." Wichtig sei aber auch, dass Vertreterinnen und Vertreter der Branche in regionale Krisenstäbe einbezogen würden, sagte Andreae.

15.1.2022 • 12:38 Uhr

Ruandas Regierung: Religion kein Grund gegen Impfung

Ruandas Regierung hat eine Gruppe angeprangert, die "aus religiösen Gründen" vor einer Covid-Impfung außer Landes geflohen ist. "Auch andere Länder impfen", wird der Minister für lokale Regierung, Jean-Marie Vianney Gatabazi, in örtlichen Medien zitiert. Zudem gebe es "keinen Grund, eine Impfung zu fürchten". Wie lokale Zeitungen berichteten, waren mehr als 100 Menschen per Boot über den Kivu-See in die Demokratische Republik Kongo geflohen. Grund sei demnach ihre Ablehnung gegen eine Corona-Impfung gewesen. Inzwischen hätten die Behörden die Gruppe wieder zurückgebracht. Minister Gatabazi forderte bessere Aufklärung.

Schülerinnen und Schüler waschen sich die Hände | AFP

Ruanda gilt als Vorreiter in Ostafrika bei der Pandemiebekämpfung. Fast 44 Prozent der Bevölkerung sind nach offiziellen Angaben vollständig geimpft. Wer im Land öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchte muss geimpft sein. Ebenso bei Besuchen in Restaurants und Bars. Bild: AFP

15.1.2022 • 12:18 Uhr

Erfolgreicher Stellenaufbau im Gesundheitsdienst

In den Gesundheitsämtern und weiteren Bereichen des öffentlichen Gesundheitsdienstes der Länder sind nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa im Zuge der Corona-Pandemie bisher mehr als 2000 Stellen neu geschaffen worden. Die Länder haben damit die zum 31. Dezember 2021 vereinbarten Vorgaben zum Stellenaufbau aus dem sogenannten Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst übertroffen. Der dpa lagen demnach Rückmeldungen aus den zuständigen Ministerien und Verwaltungen von 14 der 16 Länder vor. Dort sind insgesamt 2171 Stellen neu entstanden. Wegen der Corona-Pandemie hatten Bund und Länder 2020 den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst beschlossen - mit dem Ziel, Personal vor allem in den rund 400 Gesundheitsämtern in Deutschland aufzustocken.

Der Bund gibt für das Programm bis 2026 vier Milliarden Euro. In einem ersten Schritt sollten die Länder gerechnet ab dem 1. Februar 2020 bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1500 neue, unbefristete Vollzeitstellen im Gesundheitsdienst schaffen. Es geht dabei neben Ärztinnen und Ärzten auch um weiteres Fachpersonal und Verwaltungsbeschäftigte. Bis Ende 2022 sollen noch einmal 3500 Stellen dazukommen.

15.1.2022 • 12:14 Uhr

Djir-Sarai kritisiert Union in Impfdebatte

Der designierte Generalsekretär der FDP, Bijan Djir-Sarai, hat das Verhalten der Union im Streit um eine Corona-Impfpflicht scharf kritisiert. "Anstatt sich mit eigenen Vorschlägen aktiv und sachlich in die Parlamentsarbeit einzubringen, wird auf Seiten der Union alles unternommen, dieses überaus wichtige Thema parteipolitisch auszuschlachten", sagte Djir-Sarai der Nachrichtenagentur dpa. Dass die Union erst einen Antrag ankündige, diese Ankündigung dann wieder zurücknehme und auf einen Regierungsentwurf dränge, sei dem Ernst der Lage nicht angemessen. "Ich empfinde dieses Verhalten als zutiefst enttäuschend. Darüber hinaus frage ich mich, was es über die größte Oppositionsfraktion im Deutschen Bundestag aussagt, wenn diese sich offensichtlich nicht in der Lage sieht, an Gesetzesvorschlägen mitzuarbeiten", sagte er.

Der kommissarische FDP-Generalsekretär Djir Sarai | dpa

Der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai appelliert an die Union: "Legen Sie die Scheuklappen ab, zeigen Sie Selbstbewusstsein als Parlamentarier und tragen Sie konstruktiv zur Meinungsbildung im Deutschen Bundestag bei." Bild: dpa

15.1.2022 • 12:11 Uhr

Infektiologe für Vorbereitungen auf vierte Impfung

Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner mahnt zur zügigen Vorbereitung auf die vierte Corona-Impfung - mit den verfügbaren Impfstoffen. "Für mich wäre eine Viertimpfung vier bis sechs Monate nach der dritten Impfung eine adäquate Maßnahme", sagte der Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing der Nachrichtenagentur dpa.

Er verwies zugleich jedoch darauf, dass es aufgrund mangelnder Daten noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Viertimpfung gibt. Oft heiße es, man wolle auf den angepassten Omikron-Impfstoff warten. "Ich fürchte aber, das wird zu lange dauern", sagte Wendtner. Vor April sei nicht mit neuen Impfstoffen zu rechnen - die Omikron-Welle rolle aber jetzt heran. "Man muss eine Viertimpfungs-Kampagne jetzt schon vorbereiten, auch von der Verfügbarkeit der derzeit zugelassenen Impfstoffe her. Da dürfen wir nicht erst daran denken, wenn wir März oder April haben."

15.1.2022 • 12:00 Uhr

Deutschland: 72,6 Prozent vollständig geimpft

In Deutschland sind inzwischen mindestens 60,4 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht mindestens 72,6 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Als vollständig immunisiert gilt ab 15.01.2022, wer zweifach geimpft ist. Bis einschließlich Freitag haben zudem 38,7 Millionen Menschen bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten (46,6 Prozent). Das RKI weist darauf hin, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

15.1.2022 • 11:56 Uhr

Haldenwang: Pandemie nur Aufhänger für Proteste

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hat unter den Gegnerinnen und Gegnern der Corona-Politik eine neue Szene von Staatsfeinden ausgemacht. Diese zeichneten sich dadurch aus, dass sie keine ideologische Klammer verbinde, sondern die Verachtung des demokratischen Rechtsstaates und seiner Repräsentanten, sagte Haldenwang der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Sie lehnen unser demokratisches Staatswesen grundlegend ab", sagte der Verfassungsschutzchef. Die Pandemie sei dabei "nur der Aufhänger". "Ob das jetzt Corona ist oder die Flüchtlingspolitik. Oder auch die Flutkatastrophe: Da hat man teilweise die gleichen Leute gesehen, die versuchten, den Eindruck zu vermitteln, der Staat versage und tue nichts für die Menschen", so Haldenwang.

15.1.2022 • 11:52 Uhr

DIVI-Leiter: Omikron noch nicht auf Intensivstationen

Die Omikron-Welle ist nach Einschätzung der Fachgesellschaft der Intensiv- und Notfallmediziner noch nicht auf den Intensivstationen angekommen. Er rechne aber damit, dass es in der nächsten oder übernächsten Woche deutlich mehr Corona-Patienten in den Notaufnahmen gebe werde, sagte Intensivmediziner Christian Karagiannidis im Deutschlandfunk. Der Experte leitet das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und ist Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung. Im Moment machten sich die hohen Inzidenzen noch nicht bemerkbar, sagte er. "Es sieht nicht so aus, als wenn im Moment, Stand heute, die Omikron-Welle schon auf den Intensivstationen durchgeschlagen ist." Allerdings infizierten sich derzeit auch hauptsächlich jüngere Menschen im Alter bis 35 Jahre.

Zugleich sehe man vermehrt auch Infektionen in der kritischen Infrastruktur; Krankenhäuser müssten sich darauf vorbereiten, dass Ärzte und Pflegekräfte ausfielen. Karagiannidis sagte: "Wenn wir das ganze Infektionsgeschehen jetzt extrem laufen lassen und ganz hohe Inzidenzen akzeptieren, dann akzeptieren wir auch, dass das Virus ganz sicher die Ungeimpften findet."

15.1.2022 • 11:23 Uhr

Impfpflicht bei der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr gilt bereits quasi eine Impfpflicht. Grundlage ist das Soldatengesetz. Nach dem "hat der Soldat alles in seinen Kräften Stehende zu tun, um seine Gesundheit zu erhalten" und muss gewisse ärztliche Maßnahmen "gegen seinen Willen dulden, wenn sie der Verhütung oder Bekämpfung übertragbarer Krankheiten dienen", heißt es in Paragraf 17a.

Wer sich hartnäckig weigert, dem drohen Strafen - von Arrest bis Entlassung. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums sind durchschnittlich 94 Prozent der Soldatinnen und Soldaten gegen Covid-19 geimpft oder genesen.

Die Covid-19-Impfung wurde im November auf die Liste der sogenannten duldungspflichtigen Basis-Schutzimpfungen der Bundeswehr gesetzt. Dort stehen sechs weitere Impfungen, zum Beispiel gegen Masern, Hepatitis, Tollwut oder Influenza.

15.1.2022 • 11:15 Uhr

Handballer sehen lasche Corona-Regeln in Ungarn kritisch

Die Führung des Deutschen Handballbundes (DHB) sieht die unterschiedlichen Corona-Maßnahmen bei der EM in der Slowakei und Ungarn kritisch und mit großer Skepsis. Während etwa die ungarischen Hallen voll mit Zuschauern ausgelastet werden können, ist in der Slowakei nur eine Auslastung von 25 Prozent der Hallenkapazität erlaubt.

"Ich bin wirklich gespannt, wie das weitergeht bei diesem Turnier, wenn man sieht, dass in Budapest 20.000 sind und keiner eine Maske trägt", sagte Bundestrainer Alfred Gislason in Bratislava. "Wir werden jeden Tag alle getestet, und hier scheint das sehr, sehr gut gemacht zu sein. Aber man hört von da drüben, dass das ein bisschen anders ist." Die DHB-Auswahl bestreitet ihre Vorrunde bei der Europameisterschaft in der slowakischen Hauptstadt.

"Wir haben hier genau die Standards, die wir aus unserer Republik auch kennen", lobte DHB-Sportvorstand Axel Kromer die Bedingungen in Bratislava. "Mir wäre es recht, wenn es in Ungarn auch wäre wie hier. Auch wenn die Stimmung in Ungarn natürlich wieder Werbung für den Handballsport darstellt. Aber das auf Kosten von Infektionen zu machen, ist nicht in unserem Sinne."

15.1.2022 • 10:57 Uhr

Bericht: Regelmäßige Lockdown-Partys in Johnsons Regierungssitz

Neue Vorwürfe wegen des Bruchs von Corona-Regeln in seinem Regierungssitz setzen den britischen Premier Boris Johnson in der "Partygate"-Affäre noch stärker unter Druck. In der Downing Street hat es einem Medienbericht zufolge während der Pandemie nicht nur vereinzelte, sondern regelmäßige Zusammenkünfte gegeben, bei denen Alkohol getrunken worden sei. Das schreibt der in der Angelegenheit in der Regel gut informierte "Mirror" am Samstag.

Johnsons Mitarbeiter hätten sich jeden Freitag zu "Wine-time Fridays" getroffen, der Premier habe sie ermutigt, "Dampf abzulassen" - auch wenn Treffen in Innenräumen gemäß den Lockdown-Regeln streng verboten gewesen waren. Der Regierungschef habe mehrmals selbst bei diesen Zusammenkünften vorbeigeschaut.

Boris Johnson verlässt seinen Amtssitz in der Downing Street. | dpa

In der Downing Street, dem Amtssitz von Boris Johnson, hat es einem Medienbericht zufolge während der Pandemie regelmäßige Zusammenkünfte gegeben, bei denen Alkohol getrunken worden sei. Bild: dpa

15.1.2022 • 10:34 Uhr

NRW-Gericht bestätigt Maskenpflicht und 3G-Regel bei Demonstrationen

Das Oberverwaltungsgericht NRW in Münster hat einen Eilantrag gegen 3G-Regel und Maskenpflicht bei Versammlungen im Freien abgelehnt. Die nach der Coronaschutzverordnung geltenden Schutzmaßnahmen seien voraussichtlich verhältnismäßig, befanden die Richter in der am Freitagabend veröffentlichten Entscheidung. Sie seien geeignet, Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen sowie die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten. Der Beschluss ist unanfechtbar.

15.1.2022 • 10:22 Uhr

Basel: Dritte Absage der Fasnacht?

In Basel wächst im dritten Corona-Jahr die Angst vor bleibenden Schäden für die Fasnacht. Die dritte Absage steht im Raum, wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet. Die sogenannten Cliquen beklagen demnach Nachwuchsprobleme und Austritte. "Die Lage in den Jungen Garden ist dramatisch", schreiben die Jugendabteilungen von 37 Cliquen in einem Offenen Brief an den Regierungsrat. Der Basler Regierungspräsident Beat Jans hat die Idee ins Spiel gebracht, den sogenannten Morgestraich, ein Massen-Event mit bis zu 200.000 Teilnehmern und Zuschauern und Bestandteil des Unesco-Weltkulturerbes, um einige Wochen in den Mai zu verlegen. Ursprüngliche Idee ist allerdings die Austreibung des Winters. Demnächst entscheidet die Regierung über den Vorschlag.

15.1.2022 • 10:06 Uhr

Kubicki verteidigt ablehnende Äußerungen zur Impfpflicht

Der FDP-Parteivize und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat seine umstrittenen Äußerungen zu einer möglichen Corona-Impfpflicht verteidigt. "Ich bin über das jakobinerhafte Verhalten vieler in diesem Land entsetzt, deren Freude an 2G und Impfpflicht nicht mehr rational ist", sagte Kubicki dem "Spiegel". "Vielen von ihnen scheint es um Rache und Vergeltung zu gehen. Ich nehme dabei übrigens die politische Debatte über die Impfpflicht ausdrücklich aus. Diese wird in der Regel mit großem Respekt geführt."

Kubicki hatte für seine Äußerungen zur "Rache" und "Vergeltung" der Geimpften an den Ungeimpften vor der Jahreswende heftige Kritik geerntet. "Es ist kein Verbrechen, sich nicht impfen zu lassen, es ist aktuell nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit", verteidigte Kubicki seinen Kurs gegen die mögliche Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Nicht die Ungeimpften stellen eine Infektionsgefahr dar, sondern die Infizierten." Da man wisse, dass auch Geimpfte und Geboosterte infiziert sein können, sei "die überbordende Ausgrenzung Ungeimpfter völlig unverhältnismäßig".

15.1.2022 • 09:50 Uhr

Palmer hält Impfpflicht für durchsetzbar

Kommt die Impfpflicht gegen Corona - oder kommt sie nicht? Gegner zweifeln daran, dass die Kommunen eine solche Maßnahme durchsetzen können. Aus der Praxis kommt eine prominente Gegenstimme: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hält die Durchsetzung einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus in den Kommunen für eine Leichtigkeit. "Es gibt kein Umsetzungsproblem. Jede Kommune in Deutschland ist über ihre Bußgeldstelle und Einwohnermelderegister in der Lage das umzusetzen", sagte der Grünen-Politiker der Nachrichtenagentur dpa.

Sollte der Bundestag die Impfpflicht samt einem Bußgeld beschließen, könnten die Kommunen einen Auszug aus den elektronisch geführten Einwohnermeldedateien erstellen und alle Bürger über 18 Jahren anschreiben. So etwas ähnliches habe er erst im November veranlasst, es habe eine Woche gedauert.

In dem Schreiben würden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, innerhalb von vier Wochen zumindest einen Nachweis für ihre Erstimpfung schriftlich vorzulegen. Falls sie dem nicht nachkommen, schickt die Bußgeldstelle einen Anhörungsbogen mit der Drohung eines Strafgeldes von bis zu 5000 Euro. Palmer bot sich an, das in Tübingen zu erproben. "Wir machen das auch als Modellkommune."

15.1.2022 • 09:12 Uhr

Zunehmende Zahl von gefälschten Impfnachweisen

In nahezu allen Bundesländern nimmt die Zahl von Impfpassfälschungen zu. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur epd unter den Ministerien, Landeskriminalämtern oder Polizeibehörden ergab, stieg die Zahl aufgedeckter Fälle zum Jahresende.

In Bayern wurden etwa im Oktober 2021 rund 340 Fälle gezählt, im Dezember mehr als 1900. In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl ebenfalls kontinuierlich auf mehr als 1200 Fälle im Dezember.

Die Anzahl der Fälle variiert stark je nach Bundesland zwischen mehreren Dutzend oder mehreren Tausend Fällen im gesamten Jahr 2021. Die Gesamtzahl dürfte mindestens bei bis zu 20.000 Straftaten bundesweit liegen, wobei einige Länder keine konkreten Daten, sondern lediglich etwa Fälle "im unteren vierstelligen Bereich" melden. Hinzu kommen nicht entdeckte Fälschungen. Das tatsächliche Ausmaß der insgesamt im Umlauf befindlichen gefälschten Impfausweise könne nicht seriös beziffert werden, erklärte die Polizei in Berlin.

15.1.2022 • 09:09 Uhr

Omikron-Fälle in weiterer Millionenstadt in China entdeckt

In China haben die Behörden in einer weiteren Millionenstadt Fälle der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt. Die südchinesische Stadt Zhuhai, die an die Sonderverwaltungszone Macau angrenzt, meldete am Freitagabend sieben Omikron-Fälle. Die Behörden hatten am Freitag damit begonnen, alle 2,4 Millionen Einwohner Zhuhais auf das Coronavirus zu testen, nachdem Anfang der Woche in der Nachbarstadt Zhongshan ein Corona-Fall entdeckt worden war. Wegen der Omikron-Fälle wurde am Samstag der Busverkehr in Zhuhai eingestellt. Die Bewohner sollen die Stadt zudem nur noch in dringenden Fällen verlassen und müssen dazu einen negativen Corona-Test vorlegen.

15.1.2022 • 08:37 Uhr

Französische Nationalversammlung für Corona-Impfpass

Die französische Nationalversammlung hat am frühen Samstagmorgen in zweiter Lesung für die Einführung eines neuen Corona-Impfpasses gestimmt. Er soll den bisher geltenden Gesundheitspass ersetzen und entspricht der deutschen 2G-Regel. Künftig ist auch in Frankreich der Nachweis einer Corona-Impfung oder einer Genesung per QR-Code notwendig, um Einkaufszentren, Cafés, Restaurants oder kulturelle Veranstaltungen besuchen zu können. Ein negativer Test reicht dann nicht mehr aus.

Die endgültige Abstimmung der Nationalversammlung ist für Sonntagnachmittag geplant.

15.1.2022 • 08:22 Uhr

Schweiz und Bayern mit gutem Skisaison-Start

In der Schweiz und in Bayern ist die Skisaison trotz Corona gut gestartet. Die Jungfraubahnen im Schweizer Skigebiet rund um Grindelwald und Wengen sprachen sogar vom besten Wintersaisonstart seit zehn Jahren. Grund ist unter anderem die Inbetriebnahme einer neuen Bahn, die mehr Gäste schneller auf die Gipfel bringen kann. In Bayern gab es über die Feiertage Staus auf Parkplätzen und teils Warteschlangen an den Kassen der Skistationen. Österreich hatte wegen eines neuerlichen Lockdowns Anfang Dezember einen schlechten Start und setzt vor allem auf das Februar-Geschäft.

15.1.2022 • 08:02 Uhr

Baden-Württemberg: Ausgangssperren für Ungeimpfte

Von diesem Samstag an gelten in mehreren Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg wieder nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Grund sind gestiegene Corona-Zahlen. In den jewiligen Gebieten überschritt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen zweimal nacheinander den Wert von 500 je 100.000 Einwohner.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten zwischen 21 und 5 Uhr für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene. Ausnahmen gibt es, wenn triftige Gründe vorliegen. Neu betroffen sind unter anderem die Städte Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg und Ulm sowie die Landkreise Biberach, Rastatt, Ravensburg, Waldshut und Schwarzwald-Baar. 

15.1.2022 • 07:24 Uhr

Finanzminister lehnt neue Corona-Subventionen ab

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich skeptisch über neue Ausgabenprogramme für den Kampf gegen die Corona-Krise gezeigt. "Wir haben uns während der Pandemie an hohe Staatsleistungen gewöhnt. Diese Phase muss enden", sagte der FDP-Politiker der "Welt am Sonntag". Schon in diesem Jahr seien die Spielräume eng. 2023 werde die Lage wegen der Rückkehr zur Schuldenbremse noch anspruchsvoller. Man könne auf Dauer nicht alles mit Geld lösen.

Lindner antwortete damit auf eine Frage nach einem Bonus bei Corona-Impfungen. "In der Bundesregierung gibt es dazu keine Überlegungen", sagte er. Er halte das Werben um die Einsicht der Menschen sowie die Ertüchtigung der Infrastruktur für dringender.

Mit Blick auf die Wirtschaft kündigte Lindner ein Corona-Steuergesetz an, das bald auf den Weg gebracht werden soll. Damit solle es etwa die Möglichkeit geben, gegenwärtige Verluste mit früheren Gewinnen bei der Steuer zu verrechnen. Zudem werde er vorschlagen, die Pauschale für Heimarbeit zu verlängern und erneut mehr Zeit für die Abgabe von Steuererklärungen einzuräumen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner im Bundestag | dpa

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich skeptisch über neue Ausgabenprogramme für den Kampf gegen die Corona-Krise gezeigt. Bild: dpa

15.1.2022 • 05:54 Uhr

Patientenschützer kritisiert Impfpflicht für Pflegekräfte

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, weist auf die aus seiner Sicht dramatischen Folgen einer Impfpflicht für Pflegekräfte hin. "Mit dem Beschluss einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht für Mitarbeiter in Pflegeheimen und Krankenhäusern riskiert die Bundesregierung eine Verschärfung des Fachkräftemangels", sagte Brysch der "Passauer Neuen Presse". "Damit gerät die professionelle Versorgung schwer kranker und pflegebedürftiger Menschen in Gefahr." Brysch warnte: "Verlassen nur zehn Prozent der schon heute hochbelasteten Beschäftigten ihren Beruf, können allein 200.000 Pflegebedürftige nicht mehr ihrer Würde entsprechend betreut werden." Im Gegensatz zu den Beschäftigten in der Pflege sei es den Hilfebedürftigen nicht möglich, ihrem Schicksal zu entkommen.

15.1.2022 • 05:17 Uhr

Linke fordert Corona-Armutsgipfel

Wegen der Lasten der Pandemie für Arme verlangt die Linke einen Corona-Sozialgipfel und einen Krisenzuschlag von 100 Euro für Hartz-IV-Empfänger. Die Forderung richtete der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken-Fraktion im Bundestag, Jan Korte, in einem Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

"Arme Menschen sind in jeder Hinsicht am meisten durch die Pandemie betroffen", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Sie hätten ein höheres Risiko, an Corona zu erkranken und zu sterben. Die Armut sei während der Pandemie gewachsen, während Hilfen wie Tafeln oder Sozialkaufhäuser zeitweise weggebrochen seien. 230.000 Menschen sei im vergangenen Jahr der Strom abgestellt worden. Steigende Preise für Lebensmittel und Energie verschlimmerten die Lage.

15.1.2022 • 05:17 Uhr

560.000 Franzosen droht Ablaufen des Corona-Nachweises

Mit dem heutigen Samstag gelten in Frankreich neue Regeln für den Impfnachweis im Gesundheitspass. Wessen Impfung bereits sieben Monate zurückliegt, der braucht nun einen Booster, um weiterhin als geimpft zu gelten. Etwa 560.000 Menschen droht damit nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Verlust ihres Impfstatus. Die verschärften Regeln gelten für Menschen über 65 Jahre bereits seit Mitte Dezember. Der Gesundheitspass entspricht der 3G-Regel und muss in Frankreich vorgezeigt werden, um etwa in Bars oder Theater zu kommen.

Im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle will die französische Regierung weitere Anreize für eine Impfung setzen. Dazu wollte sie ebenfalls zu Mitte Januar die Zutrittsregelungen anpassen und Ungeimpften den Zugang etwa zu Kultureinrichtungen, Restaurants und Fernzügen versagen. Noch ist das Gesetzesvorhaben aber nicht durch das Parlament.

15.1.2022 • 04:15 Uhr

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht Höchstwert

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 497,1 an. Der bisherige Höchstwert von 470,6 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche war gestern gemeldet worden.

Am Samstag vergangener Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 335,9 gelegen. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen gab das RKI heute mit 78.022 an. Am Vortag war mit 92.223 Fällen ein neuer bundesweiter Tageshöchstwert erreicht worden.

15.1.2022 • 03:19 Uhr

US-Gesundheitsbehörde rät zu "sichersten Masken"

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat die Bürger dazu aufgerufen, die "am besten schützende Maske zu tragen". Sie sollte gut sitzen und dauerhaft tragbar sein. Empfohlen werden die Masken N95 oder KN95, die sonst eigentlich nur von Pflegepersonal getragen werden. Die Behörden hoffen, so die Zahl der Neuinfektionen in den Griff zu bekommen.

15.1.2022 • 02:17 Uhr

Mediziner dringt auf Corona-Monitoring in Kliniken

Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis dringt auf eine bessere Erfassung von Corona-Patienten in Krankenhäusern. "Besonders dramatisch kann in Deutschland die Lage auf den Normalstationen werden, wenn die Fallzahlen weiterhin so durch die Decke gehen", sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der "Rheinischen Post".

"Wir brauchen endlich ein Monitoring, das wie das Intensivregister zuverlässig die mit Corona infizierten Krankenhauspatienten erfasst. Bislang ist das ein nicht hinnehmbarer Blindflug, den wir uns nicht länger leisten können." Die Bundesregierung müsse schnell Abhilfe leisten, sagte Karagiannidis.

15.1.2022 • 01:59 Uhr

Djokovic erneut in Australien in Gewahrsam

Nach seiner Einreise nach Australien ohne Corona-Impfung befindet sich der serbische Tennis-Star Novak Djokovic wieder in Gewahrsam. Das teilten Djokovics Anwälte mit, nachdem die australische Regierung sein Visum am Freitag ein zweites Mal für ungültig erklärt hatte. Gerichtsunterlagen zufolge wird der 34-Jährige an einem Ort in Melbourne festgehalten, während ein Gericht seinen Einspruch gegen seine Abschiebung aus Australien prüft. 

15.1.2022 • 01:10 Uhr

EU-Kommission ruft zu Solidarität auf

Die EU-Kommission ruft Deutschland und die anderen EU-Staaten zu neuen Corona-Impfstoffspenden für ärmere Länder auf. Die Europäische Union wolle bis Ende Juni insgesamt 700 Millionen Dosen von Corona-Vakzinen an Entwicklungsländer geliefert haben, sagte die EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, Jutta Urpilainen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Was wir jetzt brauchen ist, dass die Mitgliedstaaten mehr Impfstoff-Dosen teilen, um dieses 700-Millionen-Ziel zu erreichen", sagte die Finnin. "Ich zähle auf Deutschlands Unterstützung." Bis Ende vorigen Jahres hatte die Union nach Urpilainens Worten bereits 380 Millionen Dosen Corona-Impfstoff für Entwicklungsländer zur Verfügung gestellt. "Wir tun eine Menge, aber nicht genug: Das gilt vor allem für Afrika, wo wir mehr erreichen müssen", so die Kommissarin.

Weltweit liege der Anteil der vollständig Geimpften bei 50 Prozent der Bevölkerung, in der EU bei 64 Prozent - in Afrika dagegen nur bei neun Prozent.

15.1.2022 • 01:05 Uhr

Zentralrat der Juden kritisiert Auswüchse der Debatte

Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, kritisiert Vergleiche zwischen der deutschen Corona-Politik und dem Dritten Reich. "Ich habe dafür überhaupt kein Verständnis", sagte Schuster in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich missbillige diese Vergleiche, unter anderem weil Juden im Dritten Reich keine Möglichkeit hatten zu entkommen."

Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, spricht bei einer Pressekonferenz. | dpa

"Die Menschen, die heute diese Vergleiche anstellen, bezeichnen staatliche Maßnahmen als Verfolgung. Das ist schlicht falsch", sagt Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden. Bild: dpa

15.1.2022 • 01:03 Uhr

Mexiko meldet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen

Nach Angaben des mexikanischen Gesundheitsministeriums hat die Zahl der Neuinfektionen mit 44.293 binnen 24 Stunden in dem nordamerikanischen Land einen neuen Höchstwert erreicht. Am Mittwoch war der letzte Rekordwert mit 44.187 angegeben worden. 195 weitere Menschen starben - damit stieg die Zahl der Toten auf insgesamt 301.107.

15.1.2022 • 01:03 Uhr

Google schreibt wohl Corona-Tests für US-Beschäftigte vor

Der amerikanische Technologieriese Google schreibt seinen Mitarbeitern in den USA vorübergehend wöchentliche Corona-Tests vor. Dies berichtet der Nachrichtensender CNBC unter Berufung auf eine Notiz, die dem Sender vorliegt.

Jeder Mitarbeiter müsse demnach einen negativen Test vorweisen, seinen Impfstatus angeben und während des Aufenthalts im Büro eine Maske tragen, so der Bericht. Die Maßnahme soll wegen der sich schnell verbreitenden Omikron-Variante eingeführt worden sein. Google reagierte bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

15.1.2022 • 01:03 Uhr

Omikron auf Intensivstationen noch nicht bemerkbar

Die Intensivmediziner sehen noch keine Auswirkung der Omikron-Welle auf die Intensivstationen. "Derzeit können wir auf den Intensivstationen die Omikron-Welle noch nicht ausmachen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "In puncto Covid-19-Patienten können wir zum Glück weiterhin rückläufige Zahlen vermelden."

Am Donnerstag seien die Stationen wieder unter die Marke von 3.000 Covid-Patienten gefallen. Marx betonte, derzeit seien vor allem jüngere Menschen unter 35 Jahren mit Omikron infiziert. "Diese bilden deutlich seltener einen schweren Verlauf aus als ältere Menschen, sind also noch nicht oder nur vereinzelt Patienten auf unseren Intensivstationen."

Erwartet wird laut Marx, dass gegenüber der Delta-Variante, bei der etwa 0,8 Prozent aller Infizierten intensivmedizinisch versorgt werden mussten, deutlich weniger positiv Getestete einen so schweren Verlauf nehmen. „Sollten die Inzidenzen durch die sehr schnelle Verbreitung stark ansteigen, ist das dann natürlich trotzdem ein Problem“, warnte Marx.

15.1.2022 • 01:33 Uhr

Der Liveblog von Freitag zum Nachlesen

Der niederländische Ministerpräsident Rutte kündigt trotz hoher Infektionszahlen eine Lockerung der Beschränkungen an. Mit einer Mahnwache haben in Hannover rund 2400 Menschen gegen Verschwörungsmythen protestiert. Der Liveblog zum Nachlesen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Januar 2022 um 09:00 Uhr.