Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Bouffier: FFP2-Masken im ÖPNV denkbar ++

Stand: 17.01.2021 23:02 Uhr

Hessens Ministerpräsident Bouffier hält einen Bund-Länder-Beschluss zur Einführung von FFP2-Schutzmasken im Öffentlichen Nahverkehr für denkbar. CSU-Chef Söder bringt Grenzkontrollen ins Spiel. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Bouffier: FFP2-Masken im ÖPNV denkbar
  • Brasilien: Notfallzulassung für zwei Impfstoffe
  • Söder bringt Grenzkontrollen ins Spiel
  • Viele Gesundheitsämter ohne neue Software
  • Verstöße durch illegale Feiern in Berlin und Hamburg
  • Bundesgesundheitsministerium lehnt Maas-Vorstoß ab
  • RKI: Knapp 14.000 Neuinfektionen in Deutschland
17.1.2021 • 23:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

17.1.2021 • 22:42 Uhr

Bouffier: FFP2-Masken im ÖPNV denkbar

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hält einen Bund-Länder-Beschluss zur Einführung von FFP2-Schutzmasken im Öffentlichen Nahverkehr für denkbar. Das sagte der CDU-Vize in der ARD-Sendung Anne Will. Bundesregierung und Ministerpräsidenten würden am Montag zunächst mit Experten über die Gefahr der Virus-Mutationen sprechen. Danach würden Länder und Bund unter sich beraten. Am Ende seien die Länder verantwortlich, machbare Maßnahmen umzusetzen.

17.1.2021 • 20:27 Uhr

Brasilien erteilt zwei Impfstoffen Notfallzulassung

Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von SinoVac und AstraZeneca durch die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, ist die erste Brasilianerin geimpft worden. Dies ging aus einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates Sao Paulo hervor. Demnach bekam die Krankenschwester Monica Calazans, 54, in dem Hospital das Clínicas in Sao Paulo den Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac gespritzt, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat.

Fünf Direktoren der Anvisa hatten zuvor in einer live übertragenen, fünf Stunden dauernden Sitzung am Sonntag geschlossen für die Notfallzulassungen gestimmt. Von dem chinesischen Impfstoff sind sechs Millionen Dosen verfügbar. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca aus Indien zu holen, war am Freitag zunächst gescheitert.

Brasilien, ein Staat mit 210 Millionen Einwohnern, ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 209.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

17.1.2021 • 19:42 Uhr

Euro-Finanzminister tagen zu Risiken der Corona-Krise

Die Finanzminister der Eurozone beraten am Montag über die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken der Corona-Krise (15.00 Uhr). In einer Video-Konferenz befassen sich die Minister mit einem von der EU-Kommission vorgestellten Aktionsplan gegen ausfallgefährdete Kredite. Zudem soll über die nationalen Pläne für die Verwendung der Gelder aus dem 750 Milliarden Euro schweren EU-Hilfsplan gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie diskutiert werden.

17.1.2021 • 19:34 Uhr

Bundesrat entscheidet über Ausweitung von Kinderkrankengeld

Der Bundesrat entscheidet am Montag (ab 15.00 Uhr) in einer Sondersitzung über die Ausweitung des Kinderkrankengeldes. Damit soll der Anspruch pro Elternteil für das laufende Jahr rückwirkend ab 5. Januar von zehn auf 20 Tage verdoppelt werden, für Alleinerziehende auf 40 Tage. Dies soll es Eltern erleichtern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Der Anspruch soll nicht nur bei Krankheit des Kindes gelten, sondern auch, wenn Kitas, Schulen oder Betreuungseinrichtungen pandemiebedingt geschlossen sind. Die Leistung kann auch bei Arbeit im Homeoffice in Anspruch genommen werden. Mit der Neuregelung gesetzestechnisch verknüpft ist das neue Digitalisierungsgesetz, mit dem unter anderem kartellrechtliche Bestimmungen für Plattformbetreiber verschärft werden.

17.1.2021 • 18:39 Uhr

Söder bringt Grenzkontrollen ins Spiel

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat CSU-Chef Markus Söder ein einheitliches Vorgehen in Deutschland und in Europa gefordert. "Zu viele Differenzierungen und Unterschiede verwirren die Menschen und schwächen die Akzeptanz", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Gerecht ist, was für alle gilt. Wir brauchen ein belastbares Konzept, das überall in Deutschland gilt."

"Am besten wäre eine einheitliche europäische Strategie in der Corona-Bekämpfung. Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll", meinte er. "Das hat schon im Frühjahr effektiv geholfen. Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern."

Angesichts der angespannten Lage wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder am Dienstag über mögliche weitere Einschränkungen für die Bürger in der Pandemie beraten. Söder meinte: "Das Grundproblem in unserem Umgang mit der Pandemie war oftmals, dass die Gegenmaßnahmen zu spät getroffen und dann zu früh wieder gelockert wurden." Der Lockdown light sei kein Fehler gewesen. "Aber es war eben nur die halbe Dosis dessen, was gebraucht wird." Es schwäche die Bemühungen, wenn gemeinsam in Berlin getroffene Beschlüsse nur halbherzig und unterschiedlich umgesetzt würden.

Markus Söder | dpa

CSU-Chef Markus Söder fordert eine "einheitliche europäische Strategie" gegen die Pamdemie - sollte dies nicht gelingen, "wären Grenzkontrollen sinnvoll". Bild: dpa

17.1.2021 • 18:30 Uhr

Strengere Test-Pflichten auch für Einreisen aus Brasilien

Auch für Einreisen aus Brasilien gelten in Deutschland bald besonders strenge Corona-Testpflichten. Wie aus einer aktualisierten Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, gilt Brasilien von diesem Dienstag an als ein Gebiet, in dem neue Virus-Varianten mit wohl besonderen Risiken kursieren. Wer in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem solchen Gebiet war, muss schon vor der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis haben und es auch der Fluggesellschaft vorlegen können.

Als solche Gebiete gelten bisher schon Großbritannien, Irland und Südafrika. Generell legt eine kürzlich in Kraft getretene Verordnung strengere Testpflichten für Einreisen aus Corona-Risikogebieten mit vielen Infektionen fest - dazu zählen inzwischen zahlreiche Länder. Wer in einem Risikogebiet war, muss spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Test vorweisen. Grundsätzlich gilt für Einreisende aus Risikogebieten eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben. Welches Gebiet in welche Kategorie fällt, ist jeweils aktuell auf der Website des RKI zu finden.

17.1.2021 • 18:18 Uhr

Bericht: Kanzleramt ist für nächtliche Ausgangssperre

Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" will das Kanzleramt eine bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperre einführen. In Regierungskreisen heißte es, dass die Länder grundsätzlich Zustimmung dafür signalisiert hätten. Ebenfalls im Gespräch ist die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Zudem sollen Unternehmen gegebenfalls verpflichtet werden, Home Office anbieten zu müssen. Eine entsprechende Anordnung solle rechtlich möglich sein, habe eine Prüfung des Bundesarbeitsministeriums ergeben. Vom Tisch sei eine Reduzierung des Bus- und Bahnverkehrs.

17.1.2021 • 18:14 Uhr

US-Experte hält Bidens Impf-Versprechen für machbar

Der amerikanische Seuchenexperte Anthony Fauci hält das Ziel des künftigen US-Präsidenten Joe Biden von 100 Millionen Impfdosen innerhalb der ersten 100 Tage im Amt für "absolut machbar". Es bestehe kein Zweifel daran, dass dieses Vorhaben realisiert werden könne, sagt Fauci dem Sender NBC. Biden hat versprochen, die Immunisierung der Bevölkerung in den ersten Wochen seiner Amtszeit massiv anzukurbeln.

17.1.2021 • 18:05 Uhr

Polizei in Amsterdam löst Kundgebung auf

Die niederländische Polizei hat in Amsterdam eine Demonstration gegen die Regierung aufgelöst und dabei auch Wasserwerfer, Hunde und Schlagstöcke eingesetzt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP und des Senders NOS hatten sich trotz eines Verbots mehrere Hundert Menschen vor dem Reichsmuseum im Stadzentrum versammelt, unter dem Motto "Nie mehr für das Kabinett Rutte stimmen" sowie "Niederlande im Widerstand". Auf einem Spruchband stand "Covid-Impfung = Gift", auf einem anderen "Trump".

Nur wenige Demonstranten trugen Corona-Schutzmasken; der geforderte Mindestabstand von 1,5 Meter wurde meist ignoriert. Die Regierung unter Ministerpräsident Mark Rutte war am Freitag zurückgetreten und hatte damit Konsequenzen aus einer Affäre um Kinderbeihilfen gezogen. Rund 20.000 Eltern waren jahrelang als Betrüger dargestellt und teils in finanzielle Not gestürzt worden.

Für Unmut sorgen zudem die verlängerten Lockdown-Maßnahmen. Am Sonntag lehnte die geschäftsführende Regierung nach einer Beratung die zunächst erwogene Wiedereröffnung von Schulen und Kitas zum 25. Januar ab. Es bleibe dabei, dass der im Dezember verschärfte Lockdown bis zum 9. Februar aufrechterhalten werde, teilte das Kabinett unter Hinweis auf Empfehlungen von Experten mit. Auch Gaststätten und Geschäfte sind geschlossen. Persönliche Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes sind auf zwei Personen am Tag begrenzt.

17.1.2021 • 17:58 Uhr

Israel kündigt Impfungen für palästinensische Häftlinge an

Die israelischen Justizbehörden haben Corona-Impfungen auch für palästinensische Häftlinge angekündigt. Die Impfkampagne für sämtliche Gefängnisinsassen solle nach der Impfung des medizinischen Personals noch in der kommenden Woche beginnen, kündigte eine Sprecherin der Justizverwaltung an. Vertreter der palästinensischen Autonomieverwaltung und von Nichtregierungsorganisationen hatten Israel dazu aufgerufen, eine Impfkampagne für die rund 4400 palästinensischen Häftlinge in israelischen Gefängnissen zu starten. Nach Informationen der Vereinigung der palästinensischen Häftlinge wurden mindestens 250 von ihnen positiv auf das Corona-Virus getestet.

17.1.2021 • 17:45 Uhr

Elternvertretung für Kitas wendet sich gegen weitere Belastungen

Die Bundeselternvertretung für Kitas (Bevki) hat sich zwei Tage vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Maßnahmen gegen weitere Belastungen gewandt. "Für Familien mit Kindern ist jetzt eindeutig die Grenze der Belastbarkeit erreicht", erklärte Bundeselternsprecher Axel Briege. "Weitergehende Maßnahmen zur Pandemieeindämmung müssen nun von anderen, stärkeren Partnern mitgeschultert werden." 

Die Elternvertretung unterbreitete ihre Forderungen in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Abgeordneten des Bundestages. Sie verlangte darin eine bessere Unterstützung der arbeitnehmenden Elternteile durch zusätzliche, vom Bund finanzierte Urlaubstage, die Neuauflage des Corona-Kinderbonus in Höhe von 1000 Euro pro Kind und Monat und die verbindliche Festlegung auch für Unternehmen, dass die Betreuung von Kindern nicht zeitgleich mit dem Home Office zu vereinbaren sei.

17.1.2021 • 17:13 Uhr

Linke demonstrieren in Hamburg gegen Corona-Politik und -Leugner

Hunderte Linke sind in Hamburg gegen die Corona-Politik und gegen Corona-Leugner auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei zogen am Vormittag bis zu 825 Demonstranten - coronabedingt aufgeteilt in Blöcke - vom linksautonomen Zentrum Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel in Richtung Innenstadt. Außer dem Zünden von Pyrotechnik sei alles friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

"Wir werden nicht zulassen, dass die Corona-Krise auf dem Rücken jener abgewälzt wird, die im Kapitalismus eh schon die Zeche zahlen: Frauen, Migranten, Arbeiter", sagte die Rotfloristin Svenja Lorelai. Vielmehr sollten reiche Menschen für die Krise zahlen. Auch ein weltweit freier Zugang zu Medizin und weniger Rücksicht auf Profit standen im Fokus der Demo. Auf Transparenten war etwa zu lesen "Solidarität statt Querdenken", "Mietbefreiung für alle Corona-Geschädigten" oder "Impfstoff für alle - Sonst gibt`s Krawalle. Pharmakonzerne enteignen". Die meisten Teilnehmer trugen Mund-Nase-Schutz.

Am Mittag versammelten sich auch Anhänger der "Querdenken"-Bewegung in der Hafencity zu einem "Schweigemarsch". Den laut Polizei knapp 120 Teilnehmern standen 170 linke Gegendemonstranten lautstark gegenüber, getrennt von einem starken Polizeiaufgebot. Auch diese Versammlungen seien ohne größere Zwischenfälle beendet worden, sagte der Sprecher. Nur vereinzelt habe man Teilnehmer auffordern müssen, Maske zu tragen.

Linke demonstrieren in Hamburg vor der Roten Flora gegen Corona-Politik und -Leugner | dpa

Linke fordern bei einer Demonstration in Hamburg vor der Roten Flora "Impfstoff für alle" Bild: dpa

17.1.2021 • 16:33 Uhr

Demonstrationen gegen Maßnahmen auch in Fürth verboten

In Mittelfranken ist der Versuch, in verschiedenen Städten Versammlungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen anzumelden, erneut gescheitert. Nach Nürnberg und Stein (Landkreis Fürth) verbietet nun auch Fürth die Treffen, wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht. So seien in der Nacht von Samstag auf Sonntag knapp 30 Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Fürth angemeldet worden. Da diese "offenkundig" als Ersatzveranstaltungen für die zuvor verbotenen Versammlungen in Nürnberg und Stein gesehen werden könnten, geht die Stadt von einer geplanten Aktion aus. Die angemeldeten Veranstaltungen hätten zwar teilweise unterschiedliche Themen und Veranstalter gehabt, aber es habe zahlreiche Gemeinsamkeiten in Layout und Wortwahl gegeben, so die Stadt Fürth. Die meisten geplanten Veranstalter kämen nicht aus Mittelfranken und seien teilweise polizeibekannte Corona-Leugner.

17.1.2021 • 16:22 Uhr

Epidemiologe: Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig

Ein Stück weit sind die Corona-Zahlen seit Weihnachten schon gesunken, doch nach Experteneinschätzung wird der Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig sein. Entscheidend für seine Dauer sind nach Ansicht des Bremer Professors Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Trendwende mit deutlich sinkenden Corona-Zahlen, gleichzeitig intensives Testen und besonders die breite Akzeptanz sowie erfolgreiche Durchführung der Impfung, wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. "Da gerade der letzte Teil noch dauert nach den letzten Nachrichten, gehe ich von mindestens weiteren sechs bis acht Wochen aus." Falls eine Trendwende vorher gelinge, könnte auch vorher schon etwas geändert werden - "aber immer mit vorsichtigen und gut monitorierten Lockerungen."

17.1.2021 • 16:12 Uhr

Viele Gesundheitsämter ohne neue Software

Bund und Länder sind laut einem Medienbericht mit ihrem Vorhaben gescheitert, bis Anfang 2021 90 Prozent der rund 380 Gesundheitsämter mit moderner Software auszurüsten. Die dafür vorgesehene Software Sormas sei zum Jahreswechsel erst in 111 der Behörden betriebsbereit gewesen, hieß es in den Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Bundesgesundheitsministeriums. Der Anteil betrug demnach nicht einmal 30 Prozent.

Die neue Software soll das Nachverfolgen von Corona-Infizierten deutlich vereinfachen, ebenso das Dokumentieren von Symptomen sowie den Datenaustausch mit anderen zuständigen Behörden. Bislang arbeiten die Ämter vielerorts noch mit Excel-Listen und mit Software, die die Weitergabe von Daten über Landkreisgrenzen hinweg nicht erlaubt. Das Nachverfolgen von Infektionsketten wird dadurch erschwert. Auch weichen beispielsweise Meldedaten über Infektionszahlen in den Landkreisen auf Landes- und Bundesebene häufig erheblich voneinander ab.

Das Bundesgesundheitsministerium verwies gegenüber den Funke-Medien darauf, dass die "Verantwortung für die Ausstattung der Gesundheitsämter und damit die Entscheidung über die Verwendung digitaler Hilfsmittel bei den Ländern und den Gesundheitsämtern selbst" liege. Die Bundesregierung könne in diesem Zusammenhang nur unterstützend agieren.

17.1.2021 • 15:52 Uhr

Keine Grünen-Unterstützung für Bundestags-Sondersitzung

Die FDP bekommt für ihre Forderung nach eine Sondersitzung des Bundestags vor den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern keine Unterstützung von den Grünen. "Wir halten Sondersitzungen der Ausschüsse für Gesundheit und Wirtschaft zeitnah in der jetzt kommenden Woche für dringend geboten", sagte die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Britta Haßelmann, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Der Bundestag muss sich zu Beginn der nächsten Sitzungswoche im Plenum in öffentlicher Aussprache mit dem Thema befassen und Erwartungen, Empfehlungen und Schlussfolgerungen diskutieren."

"So wäre die kurzfristige und zeitnahe Information und Aussprache von Abgeordneten ermöglicht, ohne dass der Bundestag kurzfristig zusätzlich für zwei Stunden in Berlin zusammenkommt." Die Sondersitzungen der Ausschüsse habe ihre Fraktion bereits Ende der vergangenen Woche beantragt, sagte Haßelmann weiter. Sie appelliere an Union und SPD sich diesem Vorschlag anzuschließen.

Die FDP-Fraktion will dagegen den Bundestag schon am Dienstag zu einer Sondersitzung einberufen lassen. Da dies mindestens ein Drittel der Abgeordneten beantragen müsste, braucht sie Unterstützung von anderen Fraktionen. FDP-Fraktionschef Christian Lindner und der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann schrieben an CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke, etwaige geplante zusätzliche Grundrechtseinschränkungen müssten vorab im Bundestag Gegenstand der öffentlichen Debatte sein. "Es muss im Parlament dargelegt werden, auf welcher Datengrundlage Verschärfungen stattfinden sollen, wie deren Wirksamkeit ist und welche Alternativen erwogen werden können."

17.1.2021 • 15:40 Uhr

Belgien: Mehrere Menschen mit mutierter Variante infiziert

In einem Altenheim Belgien sind zahlreiche Bewohner mit dem zuerst in England entdeckten mutierten Coronavirus infiziert worden. In dem Heim "De Groene Verte" in Merkem im Westen Flanderns seien 75 Menschen - zwei Drittel aller Bewohner - positiv auf den neuen Virustyp getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Alle gesellschaftlichen Aktivitäten in der Gemeinde seien nun untersagt. Nur Schulen, Kitas und medizinische Dienste blieben geöffnet. "Der Ursprung des Ausbruchs ist noch unbekannt, aber wir sind jetzt bei der Kontaktnachverfolgung", sagte Bürgermeister Joris Hindryckx nach Angaben von Belga.

Nach wochenlangem Rückgang sind die täglichen Corona-Fallzahlen in Belgien zuletzt wieder deutlich gestiegen.

17.1.2021 • 15:18 Uhr

Erwachsene Briten sollen bis Herbst Corona-Impfung erhalten

Im Vereinigten Königreich soll jedem Erwachsenen bis September eine erste Dosis Coronavirus-Impfstoff angeboten worden sein. Dieses Ziel gab Außenminister Dominic Raab der Nachrichtenagentur AP zufolge bei Sky News bekannt. "Wenn wir es schneller tun können, großartig, aber das ist der Fahrplan." Die Regierung eröffne weiter neue Impfzentren und werde bald mit Versuchen beginnen, an manchen Zentren Rund-um-die-Uhr-Injektionen bereitzustellen.

Das ehrgeizige Impfprogramm kommt zu einer Zeit, da der Nationale Gesundheitsdienst NHS immer stärker unter Druck steht. Die Krankenhäuser stehen bereits an der Belastungsgrenze, nehmen aber alle 30 Sekunden einen neuen Covid-19-Patienten auf. In Großbritannien greift eine ansteckendere Variante des Coronavirus um sich.

Menschen laufen an geschlossenen Geschäften in London vorbei. | AP

Menschen mit Masken auf einer Straße in London: Bis September soll jedem Erwachsenen im Vereinigten Königreich eine erste Corona-Impfdosis angeboten worden sein. Bild: AP

17.1.2021 • 15:09 Uhr

Paris lehnt Debatte über EU-Impfpass derzeit ab

Die französische Regierung lehnt eine Debatte über einen EU-Impfpass derzeit ab. "Wir sind da sehr zurückhaltend", sagte Europaminister Clément Beaune dem Sender France Info. Wenn über ein "Dokument" gesprochen werde, mit dem in Zeiten der Corona-Krise Reisen in Europa ermöglicht werden sollten, so sei dieser Vorschlag "sehr verfrüht". In einer Zeit, in der die Impfkampagnen gerade erst anliefen, darüber zu sprechen, ob es mehr Rechte für bestimmte Bevölkerungsgruppen geben solle, sei "schockierend", sagte Beaune. "Das ist nicht unsere Vorstellung von Schutz und vom Zugang zu den Impfstoffen."

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte am Dienstag in einem Schreiben an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Einführung eines einheitlichen Impfzertifikats gefordert, damit Corona-Geimpfte wieder frei reisen dürfen.

17.1.2021 • 14:11 Uhr

Gesundheitsministerium lehnt Maas-Vorstoß ab

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Vorstoß von Außenminister Heiko Maas zurückgewiesen, geimpften Menschen Ausnahmen von Corona-Beschränkungen zu ermöglichen. "Eingriffe in Freiheitsrechte müssen immer gut begründet sein", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Aber solange nicht klar ist, ob ein Geimpfter das Virus übertragen kann, kann es keine Ausnahmen geben."

17.1.2021 • 13:38 Uhr

Deutsche Handballer begrüßen Absage des WM-Spiels gegen Kap Verde

Deutschlands Handballer haben die Corona-bedingte Absage des WM-Vorrundenspiels gegen Kap Verde begrüßt. "Wir waren ein Stück weit erleichtert, dass eine Entscheidung getroffen und das Spiel abgesagt wurde", sagte Mannschaftskapitän Uwe Gensheimer. "Der Fokus richtet sich jetzt auf das nächste Spiel gegen Ungarn." Wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff hatte der Weltverband IHF die Partie am Sonntagmittag wegen etlicher Corona-Fälle beim Gegner abgesetzt. Die Afrikaner verfügten nur noch über neun spielberechtigte Spieler, vorgeschrieben sind laut WM-Reglement aber zehn inklusive Torhüter.

17.1.2021 • 13:10 Uhr

FDP nennt Maas-Vorschlag für Impfprivilegien "populistisch"

Die FDP hat den Vorstoß von Bundesaußenminister Heiko Maas für Lockerungen für Geimpfte als "sehr populistisch" und undurchdacht kritisiert. "In einer Zeit, wo der Impfstoff sehr begrenzt und nur für Alten- und Pflegeheime reichen wird, sind Sonderrechte für Geimpfte fehl am Platz", sagte der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss, Andrew Ullmann. Diese Diskussion könne erst dann geführt werden, wenn das Impfangebot deutlich in die Breite gehe.

17.1.2021 • 13:04 Uhr

Polizei löst Hochzeitsfeier mit 60 Menschen in Berlin auf

Eine Hochzeitsfeier mit 60 Menschen in Berlin-Mitte ist wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln von der Polizei aufgelöst worden. Durch einen Anrufer wurden die Beamten am Samstagabend auf die Gesellschaft in einer Wohnung aufmerksam, wie ein Sprecher mitteilte. "Wir haben die Menschen aufgefordert, sich in ihre Wohnungen zu begeben", sagte der Sprecher. Es seien alle Personalien sowie 56 Verstöße gegen den Infektionsschutz notiert worden. "Hier haben sich deutlich mehr Menschen getroffen als nur aus einem fremden Haushalt."

Auch in anderen Orten griff die Polizei ein: Im niedersächsischen Soltau sprengte die Polizei eine Pokerrunde in einem Hotel mit mehr als 20 Teilnehmern in der Nacht zum Sonntag. Gegen sie wurden Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet und Platzverweise ausgesprochen. Auf heftigen Widerstand trafen die Beamten in Dresden. Dort wurde eine verbotene Party mit rund 60 Leuten im Lokal einer Kleingartenanlage beendet.

17.1.2021 • 12:21 Uhr

Handball: Deutsches WM-Vorrundenspiel gegen Kap Verde abgesagt

Das für den Abend geplante zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde ist wegen mehrerer Corona-Fälle im Team der Afrikaner abgesagt worden. Dies teilte der Weltverband IHF offiziell mit. Das Spiel wird mit 10:0 Toren und 2:0 Punkten für Deutschland gewertet, die DHB-Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason steht in Ägypten somit vorzeitig in der Hauptrunde.

17.1.2021 • 12:21 Uhr

Patientenschützer kritisiert Maas-Vorschlag

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Außenminister Heiko Maas (SPD) scharf für den Vorschlag kritisiert, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. Vorstand Eugen Brysch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), Maas befeuere eine "Gespenster-Diskussion" über Impf-Privilegien. Es gebe zu wenig Impfstoff. "Bei der Organisation des Impfangebots hapert es. Auch weiß heute niemand, ob ein Geimpfter das Virus weitergeben kann."

17.1.2021 • 11:58 Uhr

Österreich: Lockdown bis mindestens 7. Februar verlängert

Österreich verlängert den Corona-Lockdown bis Anfang Februar. Die Mutationen des Virus sei nun auch in Österreich angekommen, begründete Bundeskanzler Sebastian Kurz die Entscheidung. Die Lage habe sich nochmals deutlich verschärft.

Ziel sei nun, vom 8. Februar an Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, sagte Kurz. Ursprünglich waren Lockerungen zum 25. Januar geplant.

17.1.2021 • 11:32 Uhr

Deutsche Bahn: Weniger Verspätungen 2020

Die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn kamen nach Angaben des Konzerns im vergangenen Jahr so selten zu spät wie seit 15 Jahren nicht mehr. Auch wegen der verringerten Kapazitäten in der Corona-Krise seien 81,8 Prozent aller ICE- und IC/EC-Züge pünktlich gewesen, teilte die Bahn mit. Das sei eine Steigerung von 5,9 Prozentpunkten gegenüber 2019. Im Regionalverkehr sei mit einer Pünktlichkeit der Züge von 95,6 Prozent sogar das beste Ergebnis seit Bestehen der Deutschen Bahn AG erreicht worden.

Die Verbesserungen seien etwa zur Hälfte auf Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen, weil sich wegen weniger Fahrgästen die Haltezeiten an den Bahnhöfen verringerten und weil das Streckennetz durch weniger Personen- und Güterzüge belastet worden sei. Maßgeblich positiven Einfluss auf die Pünktlichkeit habe zudem die zunehmend höhere Zugverfügbarkeit, so die Bahn.

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt auf der Schnelltrasse Hannover-Göttingen im Landkreis Hildesheim vorbei an herbstlich verfärbten Bäumen (Aufnahme mit langer Verschlusszeit) | dpa

Auch wegen verringerter Kapazitäten in der Corona-Krise seien laut Bahn im vergangenen Jahr 81,8 Prozent aller ICE- und IC/EC-Züge pünktlich gewesen. Bild: dpa

17.1.2021 • 11:21 Uhr

Großbritannien hofft auf Lockerungen ab März

Großbritannien hat die Hoffnung, im März Lockerungen der Corona-Beschränkungen erwägen zu können. "Wir wollen den Lockdown so schnell wie möglich beenden", sagt Außenminister Dominic Raab dem TV-Sender Sky News. Ab März sollte sich das Land hoffentlich in einer Lage befinden, die Entscheidungen dazu ermöglichten. Es könne natürlich nicht alles auf einmal gelockert werden, sondern müsse schrittweise geschehen, sagt Raab.

17.1.2021 • 10:59 Uhr

Britische Regierung plant G7-Gipfel im Juni in Cornwall

Der in diesem Jahr von Großbritannien ausgerichtete Gipfel der sieben führenden Industrienationen (G7) soll vom 11. bis 13. Juni in Carbis Bay an der Küste von Cornwall stattfinden. Es werde das erste persönliche Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs nach der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Joe Biden sein, erklärte die britische Regierung in London.  Zentrale Themen werden voraussichtlich der Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie gegen den Klimawandel sein.

Der britische Premier Johnson werde die Versammlung von ranghohen Vertretern aus den USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und der EU dafür nutzen, um sich für eine klimafreundliche Erholung von der Coronavirus-Pandemie einzusetzen, teilte die Regierung mit. Auch Australien, Indien und Südkorea sind zu dem G7-Gipfel eingeladen worden. Wenn er stattfindet, wäre es der erste seit zwei Jahren, bei dem die Teilnehmer vor Ort teilnehmen.

17.1.2021 • 10:31 Uhr

Party mit mehr als 30 Menschen in Hamburg aufgelöst

Die Hamburger Polizei hat eine Party im Stadtteil Wilhelmsburg aufgelöst, bei der mehr als 30 Menschen seit möglicherweise zwei Tagen zusammen gefeiert haben. Passanten hatten das in der Pandemie illegale Zusammentreffen in einer Halle am späten Samstagabend gemeldet, wie ein Polizeisprecher berichtete. In der Halle trafen die Einsatzkräfte auf 33 Menschen, wie der Sprecher weiter sagte. Zum Anlass der Feier konnte er zunächst keine Angaben machen.

Einer der Partygäste berichtete, die Feier laufe bereits seit zwei Tagen. Inwiefern dies der Wahrheit entsprach, konnte allerdings zunächst nicht überprüft werden. Gegen den Veranstalter und alle Partygäste wurden nach Angaben des Sprechers Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Auf sie kommen Bußgelder zu.

17.1.2021 • 10:22 Uhr

Europäischer Ethikrat: Vorsitzende kritisiert Regierungskonzept

Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen, kritisiert das Konzept der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus als "eindimensional". Nur auf das Reduzieren der Kontakte zu setzen, sei "ein kurzfristiges, reaktives Denken in Beschränkungen", sagte die Medizinethikerin dem "Spiegel". "Gute Strategien, um Dinge wieder zu ermöglichen und gleichzeitig die Zahlen niedrig zu halten, werden nicht realisiert."

Woopen sprach sich für Massentests aus, um die Infizierten ohne Krankheitssymptome zu finden, die unwissentlich das Virus verbreiten. "Im Moment werden 100 Prozent der Bevölkerung enorme Freiheitseinbußen zugemutet, damit weniger als ein Prozent andere nicht ansteckt", kritisierte die Ethikerin. Die Inzidenzwerte ließen sich schnell senken, wenn fast alle Bundesbürger binnen zwei, drei Wochen einmal durchgetestet würden; diese sollten sich danach immer wieder selbst testen oder in Schulen, Büros etc. getestet werden.

17.1.2021 • 10:06 Uhr

RKI meldet 13.882 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 14.000 Corona-Neuinfektionen und 445 weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden um 13.882 auf 2.033.518 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf insgesamt nun 46.419 Fälle.

Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 136 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner.

17.1.2021 • 09:48 Uhr

Linke fordern Gipfel zu Corona in Pflegeheimen

Die Linken im Bundestag fordern, das Thema Pflegeheime bei den neuen Bund-Länder-Gesprächen über die Corona-Lage ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": Das nächste Treffen müsse auch zu einem Heimgipfel werden. Die Situation in den Pflegeheimen sei weiter dramatisch. "Die Lockdown-Regeln gelten bundesweit, aber bei den Pflegeheimen gibt es bisher keine Einheitlichkeit." Er forderte eine nationale Kraftanstrengung und einen Null-Inzidenz-Ansatz. "Niemand darf ungetestet ein Heim betreten, FFP2-Masken-Pflicht und schnellstmögliche Durchimpfung sind dafür wesentlich."

Bund und Länder beraten schon am kommenden Dienstag wieder über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

17.1.2021 • 09:33 Uhr

Tod nach Corona-Impfung: Obduktion zeigt keinen Zusammenhang

Nach dem Tod einer Seniorin in Weyhe im Landkreis Diepholz bei Bremen haben Rechtsmediziner keine Verbindung zu der vorangegangenen Corona-Impfung der Frau festgestellt. Dies hat die Staatsanwaltschaft Verden nach der Obduktion bekanntgegeben, wie der Landkreis Diepholz am Abend mitteilte. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibe jedoch noch abzuwarten.

Die 90-jährige Bewohnerin eines Altenpflegeheimes war am Mittwoch etwa eine Stunde nach der Impfung gestorben. Sie war mit einem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft worden. Im 15- bis 20-minütigen Beobachtungszeitraum nach der Impfung wurden nach Informationen des Landkreises bei der Seniorin keine Auffälligkeiten festgestellt. 45 Minuten nach der Impfung habe sich ihr Zustand verschlechtert. Sofortige Reanimationsversuche seien erfolglos geblieben.

17.1.2021 • 09:03 Uhr

Museen in einigen Regionen Italiens ab Montag wieder offen

Trotz verlängerter Corona-Beschränkungen in Italien können ab Montag in einigen Regionen des Mittelmeerlandes Museen und Ausstellungen wieder von Montag bis Freitag öffnen. Diese Regel gelte für die sogenannten Gelben Zonen, in denen die Corona-Lage weniger angespannt ist als im Rest des Landes, wie aus dem von Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschriebenen Dekret hervorgeht.

Gute Nachrichten für die in diese Zone eingeteilte Region Kampanien, in der die versunkene Stadt Pompeji liegt. Der dortige archäologische Park will damit nach Monaten der Schließung wegen der Pandemie wieder seine Pforten für Besucher öffnen. Er gehört zu Italiens beliebtesten Touristen-Attraktion.

Gitter sperren den Zugang zu einem Gang im archäologischen Park Pompejis ab. (Archivbild) | imago images/ZUMA Wire

Bislang sperren Gitter den Zugang zu einem Gang im archäologischen Park Pompejis ab. Bild: imago images/ZUMA Wire

17.1.2021 • 08:43 Uhr

Wissenschaftler fordern strikte Maskenpflicht

Inmitten der Meldungen über ansteckendere Varianten des Coronavirus und weiterhin hohe Infektionszahlen mahnen Wissenschaftler eindringlich zum Tragen von Gesichtsmasken. Basierend auf einer Auswertung entsprechender Studien betont ein internationales Forscherteam im Fachblatt "PNAS", Regierungen und Behördenvertreter müssten dafür sorgen, dass entsprechende Regeln strikt eingehalten würden.

Masken sind nach Auffassung der Autoren unter anderem wichtig, weil Erkrankte in der ersten Phase nach einer Infektion am ansteckendsten seien, wenn sie noch wenige oder keine Symptome zeigten. Eine der untersuchten Studien sei zu dem Schluss gekommen, dass 40 bis 45 Prozent der Infektionen von symptomlosen Menschen ausgehen und deren Infektiosität eventuell auch länger als 14 Tage betragen könne. Mit der Durchsetzung einer möglichst breit geltenden Maskenpflicht könnte das Risiko gesenkt werden, dass eben jene Erkrankte, die noch nichts von ihrer Infektion wüssten, andere ansteckten.

In Deutschland ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln seit Ende April 2020 Pflicht.

17.1.2021 • 07:14 Uhr

Chef der Pisa-Studien für Öffnung von Grundschulen und Kitas

Der Verantwortliche für die internationalen Pisa-Studien, Andreas Schleicher, plädiert trotz der hohen Corona-Zahlen für die Öffnung von Grundschulen und Kindergärten. "Selbst in der gegenwärtigen Infektionslage habe ich wenig Verständnis dafür, dass Grundschulen und Kindergärten flächendeckend geschlossen werden", sagte der Leiter des Direktorats Bildung bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Schulschließungen haben langfristig schwerwiegende Folgen, vor allem in den ersten Schuljahren und vor allem für Kinder aus sozial benachteiligtem Umfeld." Schleicher verwies auf Frankreich, das auch das öffentliche Leben eingeschränkt und die zweite Corona-Welle gebrochen habe, ohne allerdings die Schulen zu schließen.

17.1.2021 • 05:02 Uhr

"Spiegel": Altmaier will Hilfen für Unternehmen radikal vereinfachen

Angesichts von Antrags- und Auszahlungsschwierigkeiten bei den Corona-Hilfen für Unternehmen plant Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier laut "Spiegel" eine deutliche Vereinfachung der Anträge sowie eine kräftige Erhöhung der Hilfen. Für den Erhalt der Überbrückungshilfen III solle künftig nur noch ein Kriterium gelten, berichtete das Magazin. Sie müssten wegen der Corona-Pandemie im antragsberechtigten Monat einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent erlitten haben.

Die monatlichen Hilfssummen sollen dem Bericht zufolge angehoben werden: Betriebe, die unmittelbar von Schließungen betroffen sind, sollten bis zu 1,5 Millionen Euro vom Bund bekommen statt derzeit maximal 500.000 Euro. Alle anderen Betriebe könnten demnach bis zu eine Million erhalten. Bislang ist dieser Betrag bei 200.000 Euro gedeckelt. Zudem plant Altmaier dem Bericht zufolge, künftig auch größere Unternehmen in die Hilfen einzubeziehen.

17.1.2021 • 04:12 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in China erneut gesunken

In China ist die Zahl der Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge gesunken. Binnen 24 Stunden wurden 109 neue Covid-19-Fälle bekannt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Tags zuvor waren es 130, nachdem am Freitag noch mit 138 der höchste Wert seit dem 1. März 2020 gemeldet wurde. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

17.1.2021 • 02:44 Uhr

Städte- und Gemeindebund gegen "Mega-Lockdown"

Der Städte- und Gemeindebund warnt vor überzogenen Corona-Maßnahmen. Zwar sei eine Verlängerung des Lockdowns angesichts der Infektionslage notwendig, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der geforderte "Mega-Lockdown" sei allerdings "keine Lösung und könnte die unverzichtbare Akzeptanz der Menschen für die zahlreichen Maßnahmen gefährden". "Da der Lockdown nun schon Wochen anhält, sollte man sich nicht für eine generelle Schließung von Schulen und Kitas entscheiden, sondern zumindest eine Notbetreuung sicherstellen", forderte Landsberg.

Vor der Bund-Länder-Konferenz am kommenden Dienstag mahnte der kommunale Spitzenverband bessere Schutzkonzepte für Alten- und Pflegeheime an. Nur Besucher mit einem negativen Schnelltest sollten ein Zutrittsrecht bekommen.

17.1.2021 • 02:27 Uhr

Party mit 24 Gästen in Hessen aufgelöst

Die Polizei hat eine Feier mit 24 Menschen in einer Bar im südhessischen Höchst aufgelöst. Die Beamten hatten beobachtet, wie mehrere Personen am Samstagabend durch den Hintereingang herein- und herauskamen, teilte die Polizei mit. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten sie die Gruppe, die sich trotz der geltenden Corona-Regeln zum Feiern traf. Keiner der Beteiligten trug eine Mund-Nasen-Bedeckung und auch die Corona-bedingten Abstände wurden nicht eingehalten. Alle müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Da sich niemand als Inhaber der Bar zu erkennen gab, wurde das Lokal durch die Polizei geschlossen.

17.1.2021 • 01:55 Uhr

Deutsche Bahn prüft laut "Bild" FFP2-Maskenpflicht

Die Deutsche Bahn prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in ihren Regional- und Fernzügen. Demnach seien bis April bereits vorsorglich zehn Millionen Masken bei Herstellern bestellt worden, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen internen Bericht schreibt. Bislang gilt in den Zügen der Deutschen Bahn nur die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

17.1.2021 • 01:46 Uhr

Medien: Österreich plant Lockdown-Verlängerung

In Österreich ist eine Verlängerung des harten Lockdowns absehbar: Medienberichten zufolge soll dieser nun um zwei weitere Wochen verlängert werden und bis mindestens zum 7. Februar gelten. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Verhandlerkreise. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an. Aufgrund der mittlerweile auch in Österreich festgestellten Virus-Mutation aus Großbritannien hatten Experten vor zu frühen Öffnungsschritten gewarnt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte für den Vormittag eine Pressekonferenz an. Ab dem 8. Februar sollen nach Informationen der APA der Handel sowie körpernahe Dienstleister und Museen öffnen dürfen. Besucher und Kunden müssen dort künftig die besonders schützenden FFP2-Masken tragen und mit zwei Metern mehr Abstand halten. Mitte Februar sei geplant, die Lage für die Gastronomie, Hotellerie und für Veranstalter neu zu beurteilen.

17.1.2021 • 01:36 Uhr

Maas: Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen

Als erster Bundesminister hat sich Außenamtschef Heiko Maas für eine Lockerung der Corona-Einschränkungen für Menschen mit einer Impfung gegen das Virus ausgesprochen. "Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". Als Beispiele nannte er den Zugang zu Restaurants oder Kinos. "Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg."

Maas erinnerte auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen. "Die haben ein Recht darauf, ihre Betriebe irgendwann wieder zu öffnen, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt. Und die gibt es, wenn immer mehr Menschen geimpft sind. Denn wenn erstmal nur Geimpfte im Restaurant oder Kino sind, können die sich nicht mehr gegenseitig gefährden." Er nannte die bislang geführte Debatte "irreführend", da es nicht um Privilegien für Geimpfte gehe, sondern um die Ausübung von Grundrechten. Diese habe der Staat mit den Corona-Regeln massiv eingeschränkt.

17.1.2021 • 00:45 Uhr

Prinz William ruft Landsleute zum Impfen auf

Der britische Prinz William hat Landsleute aufgerufen, sich wie seine Großmutter, Königin Elizabeth II., gegen das Coronavirus impfen zu lassen. In einem Videogespräch mit Mitarbeitern des Gesundheitsdiensts National Health Service erfuhr William von Medizinern, dass einige Mitglieder der Öffentlichkeit dabei zögerten, sich impfen zu lassen. "Meine Großeltern haben den Impfstoff bekommen und ich bin sehr stolz auf sie, dass sie das gemacht haben", sagte William. "Es ist wirklich wichtig, dass jeder den Impfstoff bekommt, wenn er dazu aufgefordert wird." Die 94-jährige Königin und ihr 99-jähriger Mann Prinz Philip haben ihre erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten, wie die Queen vergangene Woche bekanntgab.

Über dieses Thema berichtete am 17. Januar 2021 die tagesschau um 12:00 Uhr und Deutschlandfunk um 14:00 Uhr.