Ein Tourist mit Atemmaske vor dem Eiffelturm in Paris. | IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX
Liveblog

Corona-Liveblog ++ Frankreich weitet Maskenpflicht aus ++

Stand: 19.07.2020 20:17 Uhr

Wegen steigender Fallzahlen gilt in Frankreich ab morgen eine verschärfte Maskenpflicht. Ministerpräsident Söder kündigte für bayerische Urlaubsheimkehrer kostenlose Corona-Tests an. Die Entwicklungen zur Corona-Pandemie vom Sonntag im Liveblog zum Nachlesen.

  • Trotz Infektionen bleibt Schlachthof in Lohne geöffnet
  • Verschärfte Maskenpflicht in Frankreich
  • Massive Einschränkungen an der Klagemauer
  • EU-Gipfel: Beratungen gehen in großer Runde am Abend weiter
  • Dutzende Fälle bei Mitarbeitern von Hähnchen-Schlachthof
  • Fast 75.000 Neuinfektionen in den USA
19.7.2020 • 23:29 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den heutigen Liveblog und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

19.7.2020 • 20:17 Uhr

Verschärfte Maskenpflicht tritt in Frankreich in Kraft

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen führt Frankreich ab Montag eine verschärfte Maskenpflicht ein. Diese gilt dann auch in Geschäften und anderen öffentlich zugänglichen Räumen. Bei einem Verstoß werden 135 Euro Strafe fällig. Bislang war das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Frankreich nur in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. In Supermärkten und anderen Geschäften wurde es lediglich empfohlen. Frankreich ist mit mehr als 30.000 Todesfällen eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. 

19.7.2020 • 18:52 Uhr

EU-Gipfel zu Corona-Plan geht am Abend in großer Runde weiter

Die schwierigen Verhandlungen beim EU-Sondergipfel zum Corona-Plan sollen am Abend nach dem Abendessen in großer Runde fortgesetzt werden. Zuvor hatte Ratschef Charles Michel in stundenlangen Einzel- und Gruppengesprächen versucht, mit den 27 Staats- und Regierungschefs einen Kompromiss auszuloten. Dieser scheint derweil in weiter Ferne: Der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel sagte, in seinen sieben Jahren bei solchen EU-Treffen habe er "nie solch diametral entgegengesetzte Positionen gesehen".

19.7.2020 • 17:17 Uhr

Bayern bietet Urlaubsheimkehrern kostenlose Tests an

Bayern will allen Rückkehrern aus dem Urlaub an seinen Flughäfen einen kostenlosen Corona-Test anbieten. Das Land werde Testzentren an den Airports einrichten, damit man sich dort auf das Virus untersuchen lassen könne, sagt Ministerpräsident Markus Söder im ZDF.

19.7.2020 • 16:36 Uhr

Mehrere Familien im Landkreis Uelzen infiziert

Im Landkreis Uelzen ist es zu einem Corona-Ausbruch mit 13 Fällen in mehreren Familien gekommen. Die Familien lebten "in enger räumlicher Nähe zueinander" in Uelzen, teilte der niedersächsische Landkreis mit. Betroffen seien auch schulpflichtige Kinder. Alle Infizierten seien in häuslicher Quarantäne. "Wir hoffen, dass das Infektionsgeschehen auf die betroffenen Familien eingegrenzt werden kann", sagte Landrat Heiko Blume.

19.7.2020 • 15:38 Uhr

Wieder Beschränkungen für die Region um Barcelona

Angesichts des Wiederanstiegs von Corona-Infektionen hat die katalanische Regionalregierung für die Bewohner von Barcelona und einiger Vororte erneut strenge Ausgangsbeschränkungen verfügt. Die betroffenen rund vier Millionen Menschen wurden aufgerufen, ihr Heim nur in dringend erforderlichen Fällen zu verlassen. Kinos, Theater und Diskotheken wurden wieder geschlossen, Bars und Restaurants dürfen nur noch halb so viele Gäste aufnehmen wie sonst. Besuche in Pflegeheimen wurden ebenso wieder verboten wie Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern. 

19.7.2020 • 15:07 Uhr

Nach Ausbruch in Hähnchenschlachterei: Keine Schließung des Betriebs

Nach einem größeren Corona-Ausbruch von Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei im niedersächsischen Lohne sieht der Landkreis keine Veranlassung für eine Schließung des Betriebs. Es handele sich um eine Ermessensfrage, sagte der Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel von der CDU. "Wir konnten keinen bestimmten Infektionsherd feststellen", sagte Winkel.

Es gebe zwar ein größeres Ausbruchsgeschehen, das sich auf ein Kartonage-Lager zurückführen lasse, wo sich einige Mitarbeiter in den Pausen getroffen hatten. Das Hygienekonzept des Betriebs sei aber gut. Die Mehrheit der Betroffenen habe sich wohl in der Freizeit infiziert.

Bei einem Reihentest unter Mitarbeitern der Hähnchen-Schlachterei der Wiesenhof-Gruppe wurden von 1046 Mitarbeitern 66 positiv auf Covid-19 getestet. Alle Infizierten wurden unter Quarantäne gestellt. Auch 70 direkte Angehörige seien bereits unter Quarantäne, sagte Winkel. Weitere Kontaktpersonen sollen von morgen an ermittelt werden.

19.7.2020 • 13:36 Uhr

Lauterbach mit Blick auf Großveranstaltungen skeptisch

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht nicht davon aus, dass im Herbst Großveranstaltungen unter Hygieneauflagen möglich sein werden. Entsprechendes hatte Kanzleramtschef Helge Braun in Aussicht gestellt. Lauterbach sagte dazu den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Es muss uns im Herbst erst einmal gelingen, den Schulbetrieb zu organisieren und eine zweite Welle zu verhindern. Falls das wirklich zuverlässig geklappt hat, kann über Fußball und Theater nachgedacht werden." Er sei "nicht so optimistisch" für den Herbst, "wäre aber froh, wenn ich falsch läge", sagte Lauterbach.

19.7.2020 • 13:05 Uhr

Massive Einschränkungen an der Klagemauer

Der Ausbruch der zweiten Corona-Welle in Israel hat auch Konsequenzen für das Gebet an der Klagemauer, dem verbliebenen Rest des alten jüdischen Tempels. Wo sich sonst Tausende Gläubige insbesondere zum Sabbat versammeln, dürfen derzeit laut der zuständigen Western Wall Heritage Foundation nur 20 Personen gemeinsam beten.

Allerdings ist der Vorplatz vor der Mauer durch Barrieren und Stellwände in mehrere Sektoren für getrennte Gruppen unterteilt, so dass insgesamt 350 Gläubige an der heiligsten Stätte des Judentums beten können.

Nach dem erneuten Ausbruch der Pandemie wurden etliche zuvor eingestellte Restriktionen wieder eingeführt. Schwimmbäder und Fitnessstudios wurden wieder gesperrt, und Besucherzahlen für Synagogen, Kirchen und Moscheen auf 19 Personen gleichzeitig beschränkt. Ab kommendem Wochenende werden auch die momentan noch gut besuchten Strände am Mittelmeer und am See Genezareth wieder geschlossen.

Laut Berechnung der Johns-Hopkins-Universität gab es in Israel bislang 49.575 Infizierte und 406 Tote, in den Palästinensergebieten 10.052 Fälle und 62 Tote.

Betende an der Klagemauer in Corona-Zeiten | AP

Der Klagemauer-Vorplatz ist durch mehrere Stellwände in zahlreiche Einzelbereiche getrennt. Bild: AP

19.7.2020 • 12:28 Uhr

EU-Gipfel: Wiederaufnahme verschoben

Die Wiederaufnahme der Beratungen beim EU-Gipfel ist wegen weiter laufender Sondierungen verschoben worden. EU-Ratspräsident Charles Michel führe noch Gespräche mit einzelnen Gruppen, hieß es aus seinem Umfeld. "Wir brauchen einen guten Anhaltspunkt, bevor wir wieder anfangen." Wann es soweit sein könnte, ist unklar. Es würden zunächst in kleiner Runde mögliche Kompromisslinien getestet, hieß es.

19.7.2020 • 12:14 Uhr

Japan: Große Mehrheit gegen Olympia 2021

Eine große Mehrheit der Japaner findet einer Umfrage zufolge, dass die wegen der Corona-Pandemie auf Sommer nächsten Jahres verlegten Olympischen Spiele entweder nochmal verschoben oder ganz abgesagt werden sollten. Lediglich 23,9 Prozent sagten, dass die Sommerspiele in Tokio wie geplant im kommenden Jahr stattfinden sollten. Das geht aus einer landesweiten Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo hervor. Danach gaben 36,4 Prozent an, dass die Spiele in Tokio nochmals verschoben werden sollten, 33,7 Prozent sprachen sich für eine Absage aus. 75,3 Prozent derjenigen, die für eine nochmalige Verschiebung oder Absage sind, glauben demnach, dass die Pandemie nicht so bald in den Griff zu kriegen sei.

Wegen der Pandemie hatten Japan und das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ende März nach langem Zögern die Spiele verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden. Japans Olympia-Organisatoren halten an der Planung für 2021 fest, wollen die Sommerspiele aber simpler veranstalten als ursprünglich für diesen Sommer geplant. Priorität habe die Gesundheit und Sicherheit der Athleten, Zuschauer und aller Beteiligten, hieß es. Zugleich wolle man die Kosten für die Spiele deutlich reduzieren.

19.7.2020 • 12:36 Uhr

Rekordwert in Hongkong

Nach Hunderten neuen Ansteckungen in den vergangenen zwei Wochen schlagen die Behörden in Hongkong Alarm. Regierungschefin Carrie Lam sagte, die Lage sei "wirklich kritisch": "Es gibt keine Anzeichen, dass die Lage unter Kontrolle gebracht wird." In den vergangenen 24 Stunden habe es einen Rekordanstieg von mehr als hundert Neuinfektionen gegeben. In den vergangenen zwei Wochen seien mehr als 500 Neuinfektionen gemeldet worden, sagte Lam.

Die Regierungschefin kündigte neue strengere Corona-Auflagen an, darunter eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Gebäuden sowie Homeoffice für Beamte, die nicht unbedingt vor Ort arbeiten müssten. Angesichts knapper Kapazitäten in den Krankenhäusern würden 2000 weitere Quarantäne-Betten eingerichtet, sagte Lam. 

Die Finanzmetropole hatte die Krankheit zunächst gut unter Kontrolle bekommen. Ende Juni wurden zwischenzeitlich keine Ansteckungen vor Ort mehr festgestellt.

19.7.2020 • 10:01 Uhr

Merkel hält Scheitern des EU-Gipfels für möglich

Beim EU-Gipfel in Brüssel über den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Krise zeichnet sich noch keine Einigung ab. "Ob es zu einer Lösung kommt, kann ich nach wie vor nicht sagen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntagmorgen beim Eintreffen zum dritten Verhandlungstag. "Es gibt viel guten Willen, aber es gibt auch viele Positionen", fügte sie hinzu.

Charles Michel (2. v. l.), Angela Merkel (3. v. r.), Emmanuel Macron (2. v. r.) und Ursula von der Leyen (rechts) | FRANCOIS WALSCHAERTS/POOL/EPA-EF

Beratungen in kleiner Runde - und im Freien - beim EU-Sondergipfel. Bild: FRANCOIS WALSCHAERTS/POOL/EPA-EF

19.7.2020 • 09:33 Uhr

Johns Hopkins: Mehr als 600.000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als 600.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus aktuellen Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Inzwischen gibt es demnach bereits mehr als 14,2 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Erst vor drei Wochen war die Schwelle von einer halben Million Toten und zehn Millionen bestätigten Infektionen überschritten worden. Seither hat sich die Pandemie unter anderem in den USA, Brasilien, Peru, Mexiko, Indien und Südafrika weiter rasch ausgebreitet. Etwa ein Viertel der weltweit bestätigten Infektionen und Todesfälle entfallen der Universität zufolge auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle steht Brasilien mit gut zwei Millionen bekannten Infektionen und rund 79.000 Todesfällen.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher. In den USA etwa starben Johns Hopkins zufolge gut 42 Menschen pro 100.000 Einwohner, in Brasilien 37. In Großbritannien liegt dieser Wert jedoch bei 68, in Italien bei 58 und in Schweden bei 55 - in Deutschland bei elf.

19.7.2020 • 08:50 Uhr

Südafrika meldet weltweit fünftgrößte Fallzahl

Südafrika liegt laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei der Zahl der bestätigten Corona-Infektionen Coronavirus jetzt weltweit an fünfter Stelle. Das Land meldete 13.285 neue Fälle; insgesamt waren es damit 350 879. Das entspricht etwa der Hälfte aller bekannten Infektionsfälle auf dem afrikanischen Kontinent. Die vier Länder mit mehr bestätigten Fällen - die USA, Brasilien, Indien und Russland - haben jeweils deutlich mehr Einwohner als Südafrika, wo 57 Millionen Menschen leben. Deutschland liegt in dieser Zählung auf Platz 17.

Die Provinz Gauteng mit Johannesburg und der Hauptstadt Pretoria ist inzwischen das Zentrum des Infektionsgeschehens in Südafrika. Dort lebt ein Viertel der Bevölkerung, darunter viele Menschen in dicht besiedelten Townships mit mangelndem Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen.

19.7.2020 • 07:41 Uhr

Maskenpflicht in Melbourne

Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne führt wegen steigender Corona-Zahlen eine Maskenpflicht ein. Zuletzt habe es in Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, 363 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle in Folge des Coronavirus gegeben.

Ab Mittwoch Mitternacht muss jeder der rund fünf Millionen Bewohner Melbournes und des benachbarten Mitchell Shire beim Verlassen des Hauses eine Maske oder einen Gesichtsschutz aufsetzen. Wer ohne erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von 200 Australischen Dollar (122 Euro). Die Bürger dürfen unter dem kürzlich erneut verhängten Lockdown bis mindestens 19. August nicht das Haus verlassen, außer zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu Arzt- und Pflegebesuchen, zur Ausübung körperlicher Fitness oder um zu arbeiten.

Während andere Regionen in Australien ihre Corona-Beschränkungen lockern, bleiben Victorias Grenzen zu anderen Bundesstaaten dicht.

19.7.2020 • 07:08 Uhr

Meyer Werft schließt für sechs Wochen

Als Reaktion auf die Corona-bedingte Auftragsflaute schließt die für ihre Kreuzfahrtschiffe bekannte Meyer Werft ab morgen für sechs Wochen. Das Unternehmen gehe bis zum 30. August in eine Art verlängerte Betriebsferien, sagte ein Unternehmenssprecher. Auch auf ihr Urlaubsgeld müssen die mehr als 3000 Beschäftigten noch warten - für die Werft ist das ein Batzen von 14 Millionen Euro, der erst später ausgezahlt werden soll.

Die Corona-Pandemie mit ihren weltweiten Folgen für die Wirtschaft hat auch die Kreuzfahrtschiff-Branche hart getroffen. Der Tourismus steht weitgehend still, und neue Schiffe benötigt die Branche derzeit nicht - die Meyer Werft muss in ihrem 225. Jubiläumsjahr kämpfen. Senior-Unternehmenschef Bernard Meyer bezeichnete die Lage kürzlich als "prekär".

"Quantum of the Seas" in der Meyer-Werft in Papenburg (Archiv) | null

Ein Bild aus besseren Tagen für die Meyer Werft: Die "Quantum of the Seas" verlässt 2014 das Baudock. Damals war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff.

19.7.2020 • 06:52 Uhr

Braun zieht positive Zwischenbilanz

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat eine positive Zwischenbilanz der Bekämpfung der Corona-Krise in Deutschland gezogen. "Derzeit kann man sagen: Wir haben Corona in Deutschland im Griff", sagte er der "Bild am Sonntag". "Aber das ist eine Momentaufnahme - das Virus ist nach wie vor im Land, es kann immer wieder zu Ausbrüchen kommen."

Braun stellte Großveranstaltungen im Kulturbereich und Fußballspiele mit Fans im Stadion für den Herbst in Aussicht. An der Maskenpflicht will er bis zur Zulassung eines Impfstoffs festhalten: Erst mit Impfstoff werde man zum Normalzustand zurückkehren können. Braun rechnet laut eigenen Angaben mit einem solchen Impfstoff schon bis Anfang kommenden Jahres.

Der Kanzleramtsminister sprach zudem von ersten Erfolgen durch die Senkung der Mehrwertsteuer: "Wir sehen zumindest jetzt schon, dass die Mehrwertsteuersenkung großenteils weitergegeben wird und damit Kaufkraft und Nachfrage stärkt. Skeptische Kommentare haben sich da nicht bewahrheitet. Und auch die Umstellung der Kassen klappt geräusch- und problemlos. Das Instrument wirkt."

19.7.2020 • 06:47 Uhr

Dutzende Fälle in Hähnchen-Schlachthof

In einem Hähnchen-Schlachthof des Wiesenhof-Konzerns im niedersächsischen Lohne sind 66 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von 1046 am Donnerstag genommenen Abstrichen seien 66 positiv ausgefallen, teilte der Landkreis Vechta mit. Die Landkreisverwaltung geht nach eigenen Angaben nach jetzigem Stand davon aus, dass die Infektionen "überwiegend im privaten Bereich entstanden sind".  Das zuständige Gesundheitsamt habe alle Infizierten der Firma Oldenburger Geflügelspezialitäten (OGS) in Quarantäne versetzt.

19.7.2020 • 06:46 Uhr

RKI meldet 202 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 202 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 201.574 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9084 mit dem Virus infizierte Menschen. Bis Sonntagmorgen hatten 187 400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

19.7.2020 • 06:45 Uhr

Kritik an Überbrückungshilfe

Die Überbrückungshilfen des Bundes für Selbstständige in der Corona-Krise sind Verbänden zufolge nur bedingt hilfreich. Sie seien "extrem bürokratisch" und durch die Nicht-Anerkennung von Lebenshaltungskosten realitätsfern, kritisierte Andreas Lutz, Sprecher des Verbands der Gründer und Selbstständigen. Schon die Soforthilfe des Bundes habe vielen Soloselbstständigen nicht ausreichend geholfen, weil nur bestimmte Kosten bezuschusst wurden - wie etwa die Büromiete, sagte Lutz. Die meisten Selbstständigen arbeiteten aber zu Hause oder beim Arbeitgeber. "Die Überbrückungshilfe jetzt ist noch weniger hilfreich", sagte Lutz. Unter anderem, weil sie nur von Steuerberatern beantragt werden kann, bringe die Überbrückungshilfe oft wenig: "Viele kleine Selbstständige machen ihre Steuer selbst."

Auch der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) sieht die Überbrückungshilfen kritisch. Zwar lieferten sie wichtige Impulse, wie schon bei der Soforthilfe gebe es aber zwei "gravierende Webfehler", sagte Präsident Wolfgang Ewer. So müssten dringend auch Verluste berücksichtigt werden, die erst später einsetzen, denn gerade bei den Freien Berufen seien viele erst zeitversetzt durch eine nachlaufende Rechnungslegung von der Krise betroffen.

Mit der sogenannten Überbrückungshilfe mit einem Volumen von insgesamt 25 Milliarden Euro möchte der Bund neben kleinen und mittelständischen Unternehmen Soloselbständige unterstützen, die infolge der Corona-Pandemie weiter erhebliche Umsatzeinbußen haben. Seit Anfang Juli können sich Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer online registrieren und Anträge für die Zuschüsse stellen. Die Überbrückungshilfe soll für die Monate Juni bis August gewährt werden, die Zahlungen sind je nach Umsatzausfall gestaffelt. Erstattet werden fixe Betriebskosten bis zu 150.000 Euro.

19.7.2020 • 06:41 Uhr

Brasilien meldet mehr als 28.000 neue Fälle

Das brasilianische Gesundheitsministerium hat 28.532 Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 2,074 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 921 auf 78.772 zu.

Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

19.7.2020 • 06:40 Uhr

Fast 75.000 Neuinfektionen in den USA

Aus den USA werden 74.710 Neu-Infektionen gemeldet. Damit steigt die Zahl der im Land registrierten Corona-Infektionen auf gut 3,63 Millionen, wie die US-Seuchenzentren (CDC) mitteilen. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich demnach um 918 auf 138.782.