Menschen am Salt River in Arizona | REUTERS
Liveblog

Corona-Liveblog ++ Rekordanstieg in Arizona ++

Stand: 28.06.2020 20:44 Uhr

Im US-Bundesstaat Arizona steigt die Zahl der Neuinfektionen rasant. Anders in Spanien: Erstmals starben in Madrid binnen 24 Stunden keine Menschen in Verbindung mit Covid-19. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen..

  • Weltweit mehr als zehn Millionen bestätigte Infektionen
  • 500.000 Chinesen müssen in den Lockdown
  • Deutlich mehr Fälle im Erstaufnahmelager Friedland
  • Bayern will Tests für alle
  • RKI registriert 256 Neuinfektionen in Deutschland
  • Zahl der Fälle in den USA übersteigt Marke von 2,5 Millionen
28.6.2020 • 20:44 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

28.6.2020 • 18:41 Uhr

Rekordanstieg in Arizona

Der US-Bundesstaat Arizona verzeichnet einen Rekordanstieg bei den bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle habe sich binnen einem Tag um 3857 erhöht, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Es handle sich um den größten Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie.

Menschen am Salt River in Arizona | REUTERS

Abstand? Fehlanzeige: Menschen am Wochenende am Salt River in Arizona Bild: REUTERS

28.6.2020 • 17:18 Uhr

8530 Neuinfektionen in Florida - weniger als am Vortag

Der US-Bundesstaat Florida hat 8530 bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Dies sind etwa tausend Ansteckungen weniger als beim Rekordanstieg am Samstag von 9585 Fällen.

In den südlichen Bundesstaaten Florida, Texas, Kalifornien und Arizona hatte sich das Virus zuletzt rasant ausgebreitet. In den vergangenen beiden Tagen wurden dort insgesamt 88.000 Neufälle gemeldet.

28.6.2020 • 16:18 Uhr

Ruf nach Corona-Reihentests in Pflegeheimen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vorbeugende Corona-Reihentests in Pflegeheimen gefordert. "Es ist jetzt überfällig, dass alle Bundesländer für die 11.200 Pflegeheime verbindliche vorbeugende Reihentests festschreiben", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP. Mit den über 800.000 Pflegebedürftigen lebe in den Heimen genau die Hochriskogruppe auf engsten Raum zusammen. 

28.6.2020 • 15:25 Uhr

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Madrid

Im spanischen Corona-Hotspot Madrid hat es erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie in Spanien binnen eines Tages keinen einzigen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus gegeben. "Großartige Nachricht: Gestern war der erste Tag, an dem Madrid keine Toten wegen Covid-19 registriert hat", schrieb Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso auf Twitter. Gemeinsam könne man es schaffen, "dass sich dieser Albtraum nicht wiederholt", so die konservative Politikerin.

Madrid ist mit bisher mehr als 8400 Toten und knapp 72.000 nachgewiesenen Infektionen die von Corona am schwersten getroffene Region des Landes.

28.6.2020 • 15:18 Uhr

Neuanstieg bei Infektionen: Israel will Testzeiten verkürzen

Angesichts eines starken Neuanstiegs von Corona-Infektionen in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanyahu die Gesundheitsbehörden angewiesen, epidemiologische Untersuchungen und Testzeiten zu verkürzen. Das sogenannte Corona-Kabinett will sich laut Netanyahus Büro am Montag erneut treffen, um über weitere Schritte zu beraten.

Der Regierungschef habe die Behörden angewiesen, den Zeitrahmen für die epidemiologische Untersuchung neuer Corona-Fälle auf 48 Stunden zu reduzieren, hieß es in der Stellungnahme. Außerdem müssten Corona-Testzeiten auf zwölf Stunden reduziert werden. Es hatte zahlreiche Beschwerden über zu lange Wartezeiten gegeben, die eine weitere Ausbreitung des Coronavirus begünstigten.

28.6.2020 • 14:21 Uhr

Grüne und Linke fordern Verlängerung von Sonder-Mieterschutz

Angesichts der Ende Juni auslaufenden Erleichterungen für Mieter, Verbraucher und Darlehensnehmer im Zuge der Corona-Krise fordern Grüne und Linke eine Verlängerung bis Ende September. "Die Krise ist nicht vorbei. Mieterinnen und Mieter brauchen jetzt die Sicherheit, ihre Wohnung nicht in den nächsten Monaten zu verlieren", sagte Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende und mietenpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Sie kündigte an, in der kommenden Sitzungswoche eine entsprechenden Antrag in den Bundestag einzubringen.

Laut Bericht streiten SPD und Union seit Tagen über eine Verlängerung des Mieten-Moratoriums, wie sie von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) geplant sei.

Bundesrat und Bundestag hatten im März mehrere Gesetze auf den Weg gebracht, um die sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumildern. Seit dem 1. April gelten demnach bei regelmäßigen Zahlungen für Grundbedürfnisse Erleichterungen. So sind Mieterinnen und Mieter vor Kündigungen geschützt, falls sie aufgrund der Krise in Zahlungsrückstand geraten.

28.6.2020 • 14:11 Uhr

Neue Bundesliga-Saison: Nur noch ein Test wöchentlich

Die Fußball-Bundesligisten müssen in der kommenden Saison ihre Trainer und Spieler nur noch einem statt bislang zwei Corona-Tests pro Woche unterziehen. Diese Richtlinie sei von der Deutschen Fußball Liga (DFL) den Clubs schriftlich mitgeteilt worden, berichtete Geschäftsführer Oliver Ruhnert vom 1. FC Union Berlin bei einer Pressekonferenz.

Vor dem Trainingsauftakt müssten allerdings zwei negative Tests pro Person vorgelegt werden. "Das ist der Stand der Dinge, und wir unterstützen das", sagte Ruhnert. Erlaubt sind in der Saison-Vorbereitung demnach auch Trainingslager im Ausland. Testpartien dürfen allerdings nur gegen Teams bestritten werden, die sich auch im gleichen Monitoring-System befinden. Wann die kommende Bundesliga-Saison beginnt, hat die DFL noch nicht entschieden. Im Gespräch sind der 11. und 18. September.

28.6.2020 • 14:01 Uhr

Halbe Million Chinesen müssen in Lockdown

Runde eine halbe Million Chinesen, die in der Nähe von Peking leben, müssen wegen eines neuen Coronavirus-Ausbruchs in den Lockdown. Das teilten die chinesischen Behörden mit, nachdem die Zahl der Neuinfektionen in der Hauptstadt erneut gestiegen war. In den vergangenen 24 Stunden seien 14 neue Ansteckungen nachgewiesen worden. Die Behörden versicherten aber, die Lage werde sich "verbessern".

Betroffen sind Chinesen im Kreis Anxin, der 150 Kilometer von Peking entfernt liegt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wird der Ort "vollständig abgeriegelt und kontrolliert". Die Bewohner müssten zu Hause bleiben. Nur ein Vertreter pro Familie dürfe rausgehen, um Einkäufe zu erledigen und Medizin zu besorgen, hieß es.

28.6.2020 • 13:45 Uhr

Bericht: NATO fordert Beiträge für Corona-Notfallplan ein

Der NATO-Befehlshaber für Europa hat die Mitgliedsstaaten aufgefordert, umgehend ihre Beiträge für eine gemeinsame Bewältigung einer zweiten Corona-Welle zu melden.

Wie der "Spiegel" berichtet, wurden an alle Mitgliedsnationen Briefe geschickt, in denen General Tod D. Walters klar macht, dass alle Partner bis zum 10. Juli militärische Zusagen für einen entsprechenden Operationsplan der NATO machen sollten. Laut Bericht soll der Plan bis Ende Juli stehen. Er soll helfen, im Fall einer zweiten Welle besser gerüstet zu sein und betroffene Mitgliedsstaaten effizienter zu unterstützen.

Deutschland hat nach "Spiegel"-Informationen bereits zugesagt, sich zu beteiligen. Derzeit prüft das Wehrressort, was die Bundeswehr an militärischen Fähigkeiten und Ausrüstung bereitstellen kann.

28.6.2020 • 13:18 Uhr

Spahn warnt vor falscher Sicherheit durch Tests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einer Überbewertung von Corona-Tests gewarnt. "Umfangreiches Testen ist sinnvoll, insbesondere um regionale Ausbrüche schnell einzudämmen", sagte Spahn. "Allerdings ist ein Test immer nur eine Momentaufnahme. Er darf nicht in falscher Sicherheit wiegen."

28.6.2020 • 13:12 Uhr

Forderung nach Reihentests in allen Pflegeheimen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Corona-Tests in allen Pflegeheimen. "Es ist jetzt überfällig, dass alle Bundesländer für die 11.200 Pflegeheime verbindliche vorbeugende Reihentests festschreiben", erklärte Vorstand Eugen Brysch. Mit den über 800.000 Pflegebedürftigen lebe "genau hier die Hochrisikogruppe auf engsten Raum zusammen", ergänzte er: "So kann auch das Infektionsgeschehen der hunderttausenden Altenpflegekräfte schnell in den Blick genommen werden. Covid-19 rasch erkennen, heißt die Gefahr zu minimieren."

28.6.2020 • 13:12 Uhr

Mehr als zehn Millionen Infektionen

Die Zahl der weltweit registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von zehn Millionen überschritten. Das geht aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Auch eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP kommt zu diesem Ergebnis.

Die Zahl der Todesfälle liegt demnach bei mehr als 499.000. Am stärksten von der Pandemie betroffen sind weiterhin die USA, gefolgt von Brasilien, Russland und Indien.

Während die Zahl der Neuinfektionen in Europa zuletzt stark zurückgegangen ist, verschlimmert sich die Situation derzeit in vielen Teilen der Erde. Eine Million Neuinfektionen wurden allein in den vergangenen sechs Tagen gemeldet. 

28.6.2020 • 11:25 Uhr

Iberia verkleinert Flotte

Die Corona-Krise trifft Fluggesellschaften hart - auch die spanische Iberia. "Wir werden weniger Flugzeuge, weniger Flüge und weniger Ziele haben", sagte Iberia-Chef Luis Gallego der Zeitung "El Pais". Iberia, die zum britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG gehört, werde 17 Flugzeuge vom Typ Airbus A340-600 aus ihrer Flotte nehmen, kündigte Gallego an, der im September den Vorsitz bei IAG übernehmen wird.

Der Manager geht nicht davon aus, dass die Nachfrage in der Luftfahrtindustrie vor 2023 oder 2024 wieder das Niveau von 2019 erreichen werde. Ähnlich pessimistisch hatte sich auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr geäußert. Die Flotte von 760 Flugzeugen soll dauerhaft um 100 Maschinen verkleinert werden.

28.6.2020 • 11:14 Uhr

Erster ausländischer Gast bei Steinmeier

Mit der estnischen Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wieder einen Gast aus dem Ausland. Auch für Kaljulaid ist der Deutschland-Besuch ihre erste Auslandsreise seit Monaten. Dies zeige die "besondere Natur" der bilateralen Beziehungen, sagte ihr außenpolitischer Berater.

Kaljulaid wird zum Festakt zum 100-jährigen Bestehen der estnischen Botschaft in Berlin erwartet, bei dem Steinmeier eine Rede halten will. Danach wollen die beiden Staatsoberhäupter zu einem gemeinsamen Gespräch und Abendessen zusammentreffen.

Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid  | AFP

Bild: AFP

28.6.2020 • 11:10 Uhr

48 Infizierte im Grenzdurchgangslager Friedland

Im Grenzdurchgangslager Friedland treten immer mehr Corona-Fälle auf. Derzeit seien 48 Personen mit dem Virus infiziert, darunter mindestens 39 der insgesamt 243 Bewohner sowie sieben Mitarbeiter, sagte eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen. Eine Reihentestung in der vergangenen Woche hatte zunächst 22 positive Befunde ergeben.

Seit 2011 ist Friedland eine der Erstaufnahme-Stellen des Landes Niedersachsen für Asylsuchende. Flüchtlinge aus sogenannten humanitären Aufnahmeprogrammen wie etwa aus Syrien werden dort registriert und dann auf andere Bundesländer weiterverteilt. Das Grenzdurchgangslager nimmt zudem bis heute alle in die Bundesrepublik einreisenden Spätaussiedler und jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion auf.

Eine Spätaussiedlerfamilie könnte nach derzeitigen Informationen Ausgangspunkt des Corona-Ausbruchs in dem Lager gewesen sein. Laut der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen erreichten mehrere offenbar erkrankte Familienmitglieder aus Kasachstan in der vorletzten Woche die Einrichtung. Nachdem ein Kind der Familie bei einer routinemäßigen Eingangsuntersuchung Symptome gezeigt hätte, seien sämtliche Familienmitglieder unverzüglich isoliert und alle Bewohner und Mitarbeiter des Grenzdurchgangslagers getestet worden.

28.6.2020 • 11:00 Uhr

Erneut Ausgangsverbote in der Türkei wegen Aufnahmeprüfungen

Wegen Aufnahmeprüfungen an den Unis und als Maßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus hat die Türkei den zweiten Tag in Folge in allen 81 Provinzen zeitlich begrenzte Ausgangssperren verhängt. Das verbot gilt für neun Stunden. Mit der Maßnahme sollen nach Angaben des Innenministeriums Menschenmengen etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln vermieden und damit das Ansteckungsrisiko für Millionen Prüflinge minimiert werden. Landesweit sind nach Medienberichten rund 2,4 Millionen Schüler für die Aufnahmeprüfungen an den Universitäten registriert. Die Prüflinge und ihre Familien sind von dem Ausgehverbot ausgenommen. Bereits am Samstag galt wegen der Prüfungen eine begrenzte Ausgangssperre.

28.6.2020 • 10:23 Uhr

6791 Neuinfektionen in Russland

In Russland wurden in den vergangenen 24 Stunden 6791 Neuinfektionen gemeldet. Damit blieb der tägliche Anstieg erstmals seit Ende April den dritten Tag in Folge unter 7000, wie die zuständige russische Behörde mitteilte. Mit den neuen Fällen steigt die Gesamtzahl auf 634.437. An dem Virus sind in den vergangenen 24 Stunden 104 Menschen gestorben, die Zahl der Todesopfer beläuft sich damit auf 9073.

28.6.2020 • 09:24 Uhr

NRW: Zwei Tests pro Woche in Fleischbetrieben

Die Beschäftigten der Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen müssen künftig mindestens zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Das schreibt eine am Samstag veröffentlichte Allgemeinverfügung des Landesarbeitsministeriums vor. Die neuen Vorgaben gelten vom 1. Juli an für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und überwiegend fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Mitarbeiter direkt bei dem Unternehmen angestellt oder über Werkverträge beschäftigt sind. Die Betriebe werden nach Angaben des Ministeriums zudem verpflichtet, die Namen und Wohn- oder Aufenthaltsadressen sämtlicher auf dem Betriebsgelände anwesenden Personen zu erheben und für vier Wochen aufzubewahren, um sie gegebenenfalls den Behörden vorlegen zu können.

28.6.2020 • 08:25 Uhr

Spanien: Demos für "gesellschaftlichen Neustart"

In Spanien sind am Samstag Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um für einen "gesellschaftlichen Neustart" nach der Corona-Krise zu demonstrieren. Zu den Protesten in rund 60 Städten hatten mehrere Gewerkschaften aufgerufen. "Wir wollen, dass das Land wiederaufgebaut wird. Wir brauchen eine nationale Verständigung darauf, dass die Pandemie nicht politisch ausgeschlachtet wird", sagte der Chef der Gewerkschaft UGT, Pepe Álvarez.

Öffentliche Dienstleistungen müssten verbessert werden, forderte Álvarez. Zwar habe die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez etwa durch die Einführung eines Mindestlohns mehr für soziale Gerechtigkeit getan "als all ihre Vorgänger". Trotzdem gebe es in Spanien nach wie vor sehr viele "schwer leidende" Menschen, beklagte der Gewerkschaftschef.

Demonstration in Madrid | VICTOR LERENA/EPA-EFE/Shuttersto

Demonstranten für einen "gesellschaftlichen Neustart" in Madrid Bild: VICTOR LERENA/EPA-EFE/Shuttersto

28.6.2020 • 08:19 Uhr

Virologe Streeck für WHO-Eingreiftruppe

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck fordert angesichts der Corona-Pandemie schnelle Eingriffsmöglichkeiten bei Infektionskrankheiten auf nationaler und internationaler Ebene. So müsse etwa die Weltgesundheitsorganisation gestärkt werden, sagte Streeck in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Seiner Meinung nach sollte es "ein Emergency Response Team der WHO" geben - "eine Einheit, die weltweit Infektionen eindämmen kann."

28.6.2020 • 06:45 Uhr

Handwerk: "Tendenzen für eine Aufwärtsbewegung"

Das Handwerk erholt sich laut einer Umfrage langsam von den Pandemie-Folgen. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) seien "Tendenzen für eine Aufwärtsbewegung" erkennbar. Allerdings meldeten Betriebe weiter hohe Umsatzeinbußen. Das führt der ZDH darauf zurück, dass es weiter eine Konsum- und Kaufzurückhaltung gebe. Dies sei "auch bei Produkten und Dienstleistungen im Handwerk spürbar", sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.

An der Befragung vom 18. bis zum 23. Juni beteiligten sich nach Angaben des ZDH 1538 Betriebe. Demnach melden mit 42 Prozent für den Monat Mai deutlich weniger Betriebe einen geringeren Umsatz als im Vergleich zur Situation vor dem Corona-Lockdown. 41 Prozent berichteten, dass die Umsätze auf dem für die Jahreszeit typischen Niveau liegen. Bei 17 Prozent seien die Umsätze im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit sogar gestiegen. Die Mehrzahl der Betriebe rechne nicht damit, dass die pandemiebedingten Umsatzausfälle bis zum Jahresende aufgeholt werden können.

Ein Maurer trägt auf einer Baustelle Klebemörtel auf eine Wand auf. | dpa

Bild: dpa

28.6.2020 • 06:39 Uhr

Bayern will Tests "massiv" ausweiten

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat. Die Tests sollen "massiv" ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erklärte. Sie kündigte eine "Corona-Testoffensive" an. "Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen", sagte sie.

Ein Schwerpunkt der Tests soll auf Schlachthöfen und Fleischverarbeitungsbetrieben liegen. Ziel sei, "größeren Ausbruchsgeschehen wie in Gütersloh vorzubeugen", sagte die Gesundheitsministerin. In 33 weiteren ausgewählten Fleischbetrieben sollen die Mitarbeiter reihenweise getestet werden. "Dabei wollen wir auch herausfinden, ob die hohe körperliche Belastung oder die Arbeit bei ungünstigen Klimabedingungen mögliche weitere Risikofaktoren für eine Corona-Infektion darstellen", sagte Huml.

28.6.2020 • 05:44 Uhr

Politik und Pop sammeln Milliarden für den Kampf gegen Corona

Einen wirksamen, sicheren und für möglichst viele Menschen auf der Welt verfügbaren Impfstoff gegen das Corona-Virus - dieses Ziel verfolgt die internationale Initiative "Global Goal" unter Schirmherrschaft von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Seit Anfang Mai wurden im Rahmen der Kampagne über zehn Milliarden Euro eingesammelt. Gestern Abend ging der Spendenmarathon mit einem virtuellen Pop-Konzert für den guten Zweck zu Ende.

28.6.2020 • 05:34 Uhr

RKI: 256 neue Infektionen in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland ist binnen 24 Stunden um 256 auf 193.499 gestiegen. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Todesfälle steigt demnach um drei auf 8957.

Als einziger Landkreis übersteigt weiterhin Gütersloh den Grenzwert für Neuinfektionen, den Bund und Länder vereinbart hatten. Er liegt bei 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von einer Woche. Gütersloh liegt aktuell bei 133 Fällen - gestern waren es noch 164.

28.6.2020 • 03:44 Uhr

Pence sagte Wahlkampf-Auftritte ab

US-Vizepräsident Mike Pence hat Wahlkampf-Veranstaltungen in einigen von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffenen Regionen abgesagt. Die Termine in der kommenden Woche in Arizona und Florida fielen aus einem "Übermaß an Vorsicht" aus, sagten Mitarbeiter des Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump der Nachrichtenagentur Reuters. Die beiden Bundesstaaten hatten zuletzt neue Rekorde bei der Zahl der Neuinfektionen gemeldet.

28.6.2020 • 02:05 Uhr

Wirtschaftskrise trifft Migranten offenbar besonders stark

Der Konjunktureinbruch der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise trifft Migranten in Deutschland offenbar besonders hart. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, ist von März bis Mai die Zahl der Arbeitslosen ohne deutschen Pass laut Bundesagentur für Arbeit (BA) um 24 Prozent auf 840.000 gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen mit deutscher Staatsangehörigkeit sei dagegen langsamer gestiegen: um 19 Prozent auf 1.964.000.

Der Wirtschaftsabschwung, so die Zeitung weiter, treffe Ausländer vor allem deshalb stärker, weil ein vergleichsweise großer Teil von ihnen in besonders stark betroffenen Branchen beschäftigt sei - wie etwa dem Gastgewerbe. Zudem hätten zuletzt vor allem Menschen ohne Berufsausbildung ihre Stelle verloren - und in ungelernten Tätigkeiten seien Nichtdeutsche, insbesondere aus Nicht-EU-Staaten, sehr stark vertreten.

28.6.2020 • 01:08 Uhr

Inzwischen mehr als 2,5 Millionen Fälle in den USA

In den USA hat die Zahl der registrierten Corona-Infektionen die Schwelle von 2,5 Millionen überschritten. Am Samstagnachmittag (Ortszeit, 22.30 Uhr MESZ) lag die Zahl bei 2.500.419 Infektionsfällen, wie aus der Zählung der Johns Hopkins University hervorging. Mehr als 125.000 Menschen starben in den Vereinigten Staaten an Covid-19, das ist fast ein Viertel der weltweit mehr als 495.000.

28.6.2020 • 00:20 Uhr

300 Gäste eines Clubs in in Zürich müssen in Corona-Quarantäne

In der Schweiz müssen 300 Menschen nach dem Besuch eines Clubs vorsorglich in eine zehntägige Quarantäne. Mehrere Gäste des Betriebs in Zürichs waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Clubbetreiber konnte den Behörden eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher des Clubs vom Abend des 21. Juni aushändigen. Dank dieser Liste habe das Contact-Tracing-Team die Gäste am Samstag über die notwendige Quarantäne informieren können, hieß es.

Zuletzt hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz wieder zugenommen. Binnen eines Tages wurden 69 neue Fälle bekannt, etwa drei Mal mehr als zu Wochenbeginn.