Ein Mann mit einem Regenschirm geht über den Roten Platz. | AFP
Liveblog

Liveblog zum Nachlesen Russland lockert Corona-Einschränkungen

Stand: 31.05.2020 21:41 Uhr

In Moskau endet morgen die strenge Ausgangssperre. Gleichzeitig wird die Maskenpflicht ausgeweitet.
Die Agentur Reuters nennt Details zur Kaufprämie für Neuwagen. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • Lockerungen in Russland
  • Tag ohne Covid-19-Tote in Schweden
  • Spaniens Regierung will Notstand noch einmal verlängern
  • 160 Menschen in Göttingen in Quarantäne
  • Reuters kennt Detailvorschlag zur Kaufprämie
  • Söder offen für SPD-Vorschlag für Familienbonus
31.5.2020 • 21:41 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Der Pfingstsonntag neigt sich langsam dem Ende zu. Für heute beenden wir unseren Liveblog.

Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund.

31.5.2020 • 21:28 Uhr

Besucher dürfen wieder ins Kolosseum in Rom

Am Vorabend der Wiedereröffnung des Kolosseums in Rom erstrahlt das antike Gebäude in den Nationalfarben.

Bevor Besucher ab Montag eingelassen werden, wird ihre Temperatur gemessen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist vorgeschrieben.

Das Kolosseum in Rom erstrahlt in den italienischen Nationalfarben. | REUTERS

Das Kolosseum in Rom erstrahlt in den italienischen Nationalfarben. Bild: REUTERS

31.5.2020 • 20:59 Uhr

Reproduktionsfaktor in Berlin steigt auf 1,4

In Berlin sind 16 Corona-Infektionen registriert worden. Damit wurden insgesamt 6815 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Die Reproduktionszahl - die die Anzahl der Personen angibt, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden - stieg auf 1,41. Damit lag der Wert über der kritischen Schwelle. Bei geringen Fallzahlen sei die Reproduktionszahl allerdings schwankungsanfällig, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

In der deutschen Hauptstadt gelten 6279 Menschen als genesen. 198 Infizierte starben.

Alle aktuellen Zahlen aus Berlin und Brandenburg finden Sie hier:

31.5.2020 • 20:37 Uhr

Kaufprämie für Neuwagen - in Frankreich

In Frankreich werden ab Montag Kaufprämien für umweltfreundlichere Autos gezahlt. Der Kauf eines neuen Elektroautos wird bei Privatpersonen mit 6000 bis 7000 Euro gefördert, bei Unternehmen und anderen Institutionen mit 3000 bis 5000 Euro.

Beim Kauf eines Hybridfahrzeugs gibt es einen "Umweltbonus" von 2000 Euro. Die Abwrackprämie für Diesel-Autos wird bis einschließlich 31. Dezember auf maximal 1000 Euro verdoppelt, außerdem gibt es Fördergelder für den Kauf von Elektro-Fahrrädern.

Für die Kaufanreize stellt der französische Staat eine Milliarde Euro zur Verfügung. Präsident Emmanuel Macron will die angeschlagene Automobilindustrie mit insgesamt mehr als acht Milliarden Euro stützen - etwa durch Darlehen und Kurzarbeitergeld.

31.5.2020 • 20:13 Uhr

Russland lockert ab Dienstag die Ausgangssperre

Trotz steigender Infektionszahlen treten in Russland morgen größere Lockerungen in Kraft. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen die Menschen in Moskau erstmals an einzelnen Tagen wieder zu Spaziergängen auf die Straße. Auch Sport zwischen 5.00 und 9.00 Uhr morgens ist dann wieder erlaubt.

Es gilt eine verschärfte Maskenpflicht: Zum ersten Mal muss der Mund- und Nasenschutz auch im Freien getragen werden - bisher ist dies nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln vorgeschrieben. In der russischen Hauptstadt öffnen Einkaufszentren sowie Dienstleister wie chemische Reinigungen und Reparaturwerkstätten. Auch in vielen anderen russischen Regionen sind Lockerungen geplant.

Ein Stadtangestellter beseitigt tiefe Pfützen nach heftigem Regen in Moskau. Die Ehrenwache am Grabmal des unbekannten Soldaten hält stoisch Wache. | AFP

Ein Stadtangestellter beseitigt tiefe Pfützen nach heftigem Regen in Moskau. Die Ehrenwache am Grabmal des unbekannten Soldaten hält stoisch Wache. Bild: AFP

Nach amtlichen Angaben wurden innerhalb eines Tages 9268 neue Infektionen registriert - die Gesamtzahl stieg auf 405.843 Fälle. Offiziellen Angaben zufolge gab es insgesamt 4693 Todesfälle. Im internationalen Vergleich sind dies sehr wenige Todesfälle in Relation zur Gesamtzahl der Infektionen.

31.5.2020 • 19:50 Uhr

Sonnige Pfingsten - kaum Staus oder überfüllte Züge

Es ist ein sonniges Pfingstwochenende in Deutschland, die Corona-Einschränkungen wurden gelockert - dennoch blieb das traditionelle Verkehrschaos aus. Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. 

Unsere ausführliche Meldung:

31.5.2020 • 19:37 Uhr

Wirtschaftsministerium will mindestens 2500 Euro Kaufprämie

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters fordert das Bundeswirtschaftsministerium eine Kaufprämie für Neuwagenkäufe in Höhe von fünf Milliarden Euro. Das Programm soll demnach bis Jahresende laufen.

Das Konzept für den Koalitionsgipfel am Dienstag sieht Kaufprämien für Diesel, Benziner und Elektroautos vor, gestuft nach Emissionen. Es soll eine Basisprämie geben zu der nach Kohlendioxidausstoß gestaffelt ein Aufschlag gezahlt wird. Die Kaufprämie soll bei 77.350 Euro (Bruttolistenpreis), gedeckelt werden. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wollte die Reuters-Informationen nicht kommentieren.

Den Plänen des Ministeriums zufolge soll die Basisprämie von 2500 Euro für die Effizienzklasse B gelten. Für Pkw mit Effizienzklasse A ist ein Aufschlag von 500 Euro vorgesehen. Die Effizienzklasse wird nach CO2-Ausstoß und Gewicht des Fahrzeugs berechnet.

Für Plug-In-Hybride soll es demnach 750 Euro zusätzlich geben, für reine E-Autos 1500 Euro.

Kaufprämien für Neuwagen sind nicht nur in der Großen Koalition, sondern auch unter Wirtschaftsexperten umstritten. Vehemente Befürworter sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen. Dort haben die Autokonzern BMW, Daimler und VW ihre Stammsitze.

31.5.2020 • 19:00 Uhr

Brasilien: Wissenschaftler bangen um indigene Völker

Brasilien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. ARD-Korrespondent Matthias Ebert hat mit Wissenschaftlern und Indigenen gesprochen. Häuptling André Sateré Mawé sagte ihm: "Offenbar entscheiden die Behörden, wem sie helfen. Uns lassen sie im Stich. Wir müssen allein mit dem Virus fertig werden - allein dagegen kämpfen."

Die Reportage lesen Sie hier:

31.5.2020 • 18:46 Uhr

Emirates entlässt Mitarbeiter

Die Fluggesellschaft Emirates hat in der Corona-Krise Mitarbeiter entlassen. Genaue Zahlen nannte das in Dubai ansässige Unternehmen nicht.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurden Piloten in Ausbildung und Kabinenpersonal entlassen. Zahlen kennt auch Reuters nicht. Die Emirates-Gruppe beschäftigt ungefähr 60.000 Menschen.

31.5.2020 • 18:22 Uhr

Britischer Minister verbreitet Zuversicht

Der britische Bauminister Robert Jendrick hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Coronavirus-Reproduktionsrate trotz weiterer Lockerungen der Schutzmaßnahmen niedrig gehalten werden könne. Er forderte die Bevölkerung auf, sich an die Regeln der Regierung zu halten.

Die Zahl der britischen Covid-19-Toten stieg um 113 Menschen auf 38.489.

31.5.2020 • 17:56 Uhr

Gladbach - Pappfans statt Jubel

Volle Ränge in Mönchengladbach? Der erste Eindruck täuscht.

Die Spieler jubeln vor großen Fotos von Fans. Die realen Anhänger konnten sich zu Hause über einen Sieg gegen Union Berlin freuen.

Spieler von Mönchengladbach jubeln vor Pappfiguren von Fans. | MARTIN MEISSNER/POOL/EPA-EFE/Shu

Spieler von Mönchengladbach jubeln vor Pappfiguren von Fans. Bild: MARTIN MEISSNER/POOL/EPA-EFE/Shu

31.5.2020 • 17:40 Uhr

Bremerhaven - keine Ansteckung im Gottesdienst?

Die Corona-Infektionen innerhalb einer freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven haben sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung möglicherweise nicht während der Gottesdienste, sondern durch familiäre und soziale Kontakte verbreitet. "Die Gemeinde hat dem Krisenstab ein plausibles Hygienekonzept für die stattgefundenen Gottesdienste dargestellt", teilte die Stadt Bremerhaven mit.

31.5.2020 • 17:25 Uhr

Kitas und Schulen in Slowakei öffnen Tore

In der Slowakei werden die meisten öffentlichen Schulen morgen wieder den Unterricht aufnehmen. Zwischen 70 und 80 Prozent der Grundschüler werden wieder auf der Schulbank sitzen, sagte Bildungsminister Branislav Grohling laut der slowakischen Nachrichtenagentur Tasr.

Ebenfalls am Montag sollten zwischen 50 und 60 Prozent der Kindergartenkinder ihre Betreuungsstätten wieder aufsuchen können, so Grohling.

31.5.2020 • 17:10 Uhr

Demonstration gegen Corona-Auflagen in Stuttgart

In Stuttgart haben wieder mehrere Hundert Menschen gegen Einschränkungen durch die Corona-Verordnung demonstriert. Nach Polizeiangaben blieb alles friedlich. Die Hygiene- und Abstandsregeln wurden eingehalten, sagte eine Sprecherin.

31.5.2020 • 17:03 Uhr

Drive-In-Zirkus öffnet Tore in Mannheim

Auf einem großen Parkplatz in Mannheim haben Menschen in ihren Autos Clowns, Jongleure, Einradfahrer, Seiltänzer und Trapez-Künstler bestaunen können. Nach Angaben des Zirkus "Paletti" kamen etwa 1000 Besucher. "Wir sind superzufrieden", sagte der Geschäftsführer des Kinder- und Jugendzirkus, Tilo Bender.

Der Kinder- und Jugendzirkus richtet das Angebot gemeinsam mit dem Mannheimer Stadtmarketing aus. Der Zirkus hat rund 500 Mitglieder.

Eine Künstlerin des Kinder- und Jugendzirkus "Paletti" turnt in Mannheim. Ein großer Parkplatz wird nach Veranstalterangaben zum ersten Zirkus-Drive-in Deutschlands. | dpa

Eine Künstlerin des Kinder- und Jugendzirkus "Paletti" turnt in Mannheim. Ein großer Parkplatz wird nach Veranstalterangaben zum ersten Zirkus-Drive-in Deutschlands. Bild: dpa

31.5.2020 • 16:39 Uhr

Luftwaffe fliegt infizierte Deutsche aus Afghanistan aus

Die Luftwaffe fliegt zwei an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten und einen Soldaten aus Afghanistan zurück. Der Airbus A400 soll am späten Abend in Köln landen, wie eine Sprecherin der Luftwaffe sagte.

An Bord seien zwei positiv getestete deutsche Polizisten sowie ein dritter Polizist, der zwar negativ getestet wurde, aber Krankheitssymptome zeigt. Zurückgebracht wird außerdem ein positiv auf das Coronavirus getesteter Bundeswehrsoldat aus dem Camp Marmal im nordafghanischen Masar-i-Scharif.

31.5.2020 • 16:28 Uhr

Kein Covid-19-Toter in Schweden

Erstmals seit März ist in Schweden innerhalb von 24 Stunden kein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden. Dies teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Insgesamt starben nach offiziellen Angaben seit dem 11. März annähernd 4400 Menschen. Etwa 37.500 Menschen haben sich infiziert. Die relativ hohe Zahl - gemessen an zehn Millionen Einwohnern - ist demnach vor allem auf Infektionen in Pflegeheimen im Großraum Stockholm zurückzuführen.

31.5.2020 • 16:10 Uhr

Zerplatzte Träume im Libanon

Im Libanon haben in der Corona-Krise Hunderttausende Gastarbeiter ihre Arbeit verloren und sitzen nun fest. ARD-Korrespondent Daniel Hechler hat mit Betroffenen gesprochen.

31.5.2020 • 15:47 Uhr

Polizei löst Party von 500 Menschen in Stuttgart auf

Die Polizei in Stuttgart hat mehr als 500 Partygänger vom Kleinen Schlossplatz vertrieben. In der Nacht zum Pfingstsonntag hätten sich die jungen Leute dort getroffen und dabei das Abstandsgebot missachtet, teilte das Stuttgarter Polizeipräsidium mit. Schließlich mussten mehrere Dutzend Streifenwagenbesatzungen anrücken, um die Feier zu beenden.

Polizeibeamte seien aus der Menge heraus seien mit Flaschen beworfen worden, hieß es. Verletzt worden sei dabei niemand, allerdings habe es an einem Streifenwagen leichte Schäden gegeben. Daraufhin kam es zum Großeinsatz, an dem auch Hundeführer und Kriminalbeamte teilnahmen.

31.5.2020 • 14:58 Uhr

Spanien will Notstand bis 20. Juni verlängern

Er wolle beim Parlament eine letzte Verlängerung des sogenannten Alarmzustands beantragen, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez und bestätigte damit Medienberichte. Der Notstand solle bis zum 20. Juni andauern. Es werde eine "abgeschwächte Form" des Notstands sein.

Über den Antrag der Regierung wird das Parlament am Mittwoch debattieren und abstimmen. Nur im Rahmen der bereits seit dem 15. März geltenden dritthöchsten Notstandsstufe darf die Regierung in Madrid die Rechte der Bürger im ganzen Land stark einschränken. Es gelten zum Beispiel weiterhin strenge Ausgangsbeschränkungen, die erst seit wenigen Wochen langsam gelockert werden.

Die strenge Anti-Corona-Politik der linken Regierung löst in Spanien immer mehr Kritik aus. Es gab mehrere Protestkundgebungen. Sánchez behauptet derweil, die strenge Anti-Corona-Politik sei für die Erfolge im Kampf gegen das Virus verantwortlich. Mit mehr als 27.000 Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen werden aber seit Wochen immer besser, in den vergangenen sieben Tagen wurden insgesamt nur noch 43 neue Todesfälle verzeichnet.

31.5.2020 • 14:05 Uhr

Flugbetrieb nach Malta ab Juli

Malta will seinen Flughafen am 1. Juli wieder öffnen. "Wir kehren zur Normalität zurück", sagt Ministerpräsident Robert Abela. Der Tourismus macht fast ein Viertel der Wirtschaft auf der Mittelmeerinsel aus, und Hoteliers drängen die Regierung seit geraumer Zeit, den Flughafen wieder zu eröffnen. Anderenfalls drohe Massenarbeitslosigkeit, argumentieren sie.

31.5.2020 • 13:47 Uhr

Programmcode der Corona-Warn-App veröffentlicht

Mitte Juni soll die Corona-Warn-App des Bundes verfügbar sein. Jetzt haben die Entwickler den kompletten Programmcode der Anwendung offengelegt. "Wir haben alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert", erklärten Sprecher der Deutschen Telekom und der SAP AG. Damit seien alle Codes der vollständigen App für die Experten-Community einsehbar. Damit lösen die beiden Konzerne ihr Versprechen ein, die Tracing-App möglichst transparent zu entwickeln.

In dem Open-Source-Projekt hätten sich bislang über 65.000 freiwillige Software-Experten die bereits veröffentlichten Quellcodes angesehen und eigene Vorschläge für Verbesserungen gemacht.

Mit der App sollen die Nutzer eine persönliche «Risikostufe für eine Infektion» ermitteln können. Dazu sendet die App anonymisierte Kurzzeit-Identifikationsnummern via Bluetooth aus, die von anderen App-Anwendern in der Nähe empfangen werden können. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und dieser Status in der App erfasst, werden die anderen betroffenen Anwender darüber informiert werden, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

31.5.2020 • 12:46 Uhr

Besondere Helfer in Ruanda

Ruanda feiert sein neues digitales Hightech-Produkt: Fünf Roboter sollen künftig auf einer Krankenstation für Corona-Petienten eingesetzt werden. Von Antje Diekhans.

31.5.2020 • 12:29 Uhr

Papst sieht Chance in Corona-Krise

Papst Franziskus hat in der Corona-Pandemie einen Neuanfang für ein gerechteres Leben gefordert. Narzissmus, Pessimismus und Selbstmitleid seien Gefahren, diese Chance zu verspielen. "Schlimmer als die gegenwärtige Krise wäre nur, wenn wir die Chance, die sie birgt, ungenutzt verstreichen ließen und uns in uns selbst verschlössen", sagte der Pontifex bei der Pfingstmesse im Petersdom in Rom. In der Pandemie sei der "Rückzug auf die eigenen Bedürfnisse, die Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer, das Nichteingestehen der eigenen Fehler und Schwächen" besonders schlimm. Die Menschen müssten sich aus der "Lähmung des Egoismus" befreien.

Franziskus hat in der Corona-Krise immer wieder eine Besinnung auf mehr Gerechtigkeit gefordert. Auch warnte er davor, dass viele Menschen in der Krise in die Armut rutschen würden.

Papst Franziskus hält Messe im Petersdom | via REUTERS

Der Papst hielt die Messe im Petersdom nur vor einem paar Dutzend Besuchern. Bild: via REUTERS

31.5.2020 • 12:21 Uhr

Weiter Notstand in Spanien?

Spanien will den Notstand und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens offenbar bis zum 21. Juni ausdehnen. Ministerpräsident Pedro Sanchez wolle das Parlament um Zustimmung für eine letzte zweiwöchige Verlängerung bitten, berichtet die Zeitung "El Pais". Danach solle die Bewegungsfreiheit der Bürger nicht mehr eingeschränkt werden. In dem Land sind mehr als 27.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, rund 240.000 Infektionsfälle sind nachgewiesen.

31.5.2020 • 11:46 Uhr

Fast 8000 neue Fälle in Indien

Indien hat erstmals an einem Tag mehr als 8000 neue Corona-Fälle registriert. Die Gesamtzahl stieg damit auf 182.490. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 gestorbenen Menschen stieg um rund 200 auf 5186, wie aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Die Zahlen des Gesundheitsministeriums in Neu Delhi waren etwas niedriger. In der vergangenen Woche sind in Indien fast täglich Rekorde bei Coronavirus-Infektionen und Todesfällen verzeichnet worden, obwohl die Regierung drakonische Maßnahmen gegen die Pandemie ergriffen hat.

31.5.2020 • 10:47 Uhr

Levit beendet Klavier-Marathon

Nach fast 16 Stunden hat der Pianist Igor Levit seinen Klavier-Marathon vollbracht und das Werk "Vexations" ("Quälereien") des französischen Komponisten Eric Satie mit seinen 840 Wiederholungen beendet. Am frühen Morgen sank Levit nach der letzten Note am Flügel in einem Berliner Studio kurz in sich zusammen, stand auf und zog sich zurück. Kurz danach schrieb er auf Twitter: "Fertig. Erledigt. Glücklich. Dankbar. Und sowas von high".

Mit dem Auftritt wollte der 33-Jährige auf die Notlage der Künstler angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie aufmerksam machen. Für Musiker sei die Bühne lebensnotwendig, hatte er vor dem Konzert gesagt. Seit Bestehen der Corona-Einschränkungen hat er dutzende "Hauskonzerte" gestreamt und war auch zu einer Aufführung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Schloss Bellevue eingeladen worden.

31.5.2020 • 10:26 Uhr

Bätzing: Corona könnte Kirchenkrise beschleunigen

Beschleunigt die Corona-Krise auch die Kirchenkrise? Das befürchtet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Die Pandemie könnte "krisenhafte Phänomene" in der Kirche beschleunigen, "die Gottesdienste könnten noch leerer werden, die Plausibilität des christlichen Welt- und Menschenbildes könnte noch heftiger einbrechen", sagte der Limburger Bischof in seiner Pfingstpredigt. "Die Gottesfrage könnte in der Öffentlichkeit noch mehr verstummen und ins Private abgedrängt werden", fügte er hinzu.

Die gegenwärtige Krisenzeit verschärfe "die Zeitansage an die Kirche", so Bätzing im Limburger Dom. Die Frage, ob Kirche und Religion "systemrelevant" seien, sei in den zurückliegenden Wochen öfter gestellt worden. "Dass die politisch Handelnden über längere Strecken bei ihren Überlegungen die Religionsgemeinschaften oft schlichtweg außen vor ließen, das hat mich nachdenklich gemacht", sagte Bätzing. Dass die Kirche "in den Grundvollzügen der Seelsorge weiterhin erheblich eingeschränkt" sei, bereite ihm Sorge - trotz der "erstaunlichen Breite" medialer kirchlicher Angebote.

31.5.2020 • 10:12 Uhr

Mehr als 400.000 Infektionen in Russland

In Russland ist die Zahl der Infektionen auf über 400.000 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 9268 neue Ansteckungsfälle registriert worden, teilen die Behörden mit. Damit sei bei insgesamt 405.843 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Zudem seien 138 weitere Menschen an der vom Virus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesfälle sei damit auf 4693 angewachsen.

31.5.2020 • 09:50 Uhr

35 Menschen in Göttingen infiziert - 160 in Quarantäne

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen befinden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Nach dem Stand vom Samstagabend sind bislang 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung, teilte die Stadt mit. Alle Kontaktpersonen sollen auf das Virus getestet werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen. Die Infektionen erfolgten bei mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Stadt sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. Aus Datenschutzgründen macht die Stadt keine weiteren Angaben zu den Betroffenen. Die Menschen haben sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende angesteckt.

31.5.2020 • 09:36 Uhr

Bis zu 80 Milliarden Euro für Ankurbelung der Konjunktur

Das Konjunkturprogramm, das Union und SPD am Dienstag im Koalitionsausschuss beschließen wollen, soll einem Medienbericht zufolge ein Gesamtvolumen von 75 bis 80 Milliarden Euro haben. Der Bund soll den Großteil mit "deutlich über 60 Milliarden" Euro übernehmen, den Rest tragen die Länder, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete. Die 100-Milliarden-Euro-Grenze, die der CSU-Vorsitzende Markus Söder zur Obergrenze erklärte hatte, solle "klar unterschritten" werden.

Die Corona-Pandemie hat den Staat nach einer Berechnung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) für "Bild am Sonntag" bislang insgesamt 287,5 Milliarden Euro gekostet. Bund, Länder und Kommunen hätten bereits bisher 192,9 Milliarden Euro Mehrausgaben getätigt und gleichzeitig Mindereinnahmen von 94,6 Milliarden Euro verkraften müssen. Die Schuldenquote stieg laut IW auf 79,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

31.5.2020 • 08:12 Uhr

Corona-Infektion bei deutschem China-Rückkehrer

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus, wie die städtische Gesundheitskommission am Sonntag berichtete. Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden.

Der Flug war die erste Rückholaktion für in China tätige Manager, Techniker und andere Vertretern der deutschen Wirtschaft sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord.

Ein Großteil der Passagiere war nach Ankunft am Samstag ohnehin für 14 Tage zur Quarantäne in einem Hotel in Tianjin untergebracht worden. Am Mittwoch ist ein weiterer Flug nach Shanghai geplant. Rund 2000 bis 2500 Personen hatten bei einer Umfrage der Handelskammer ihr Interesse bekundet, wieder nach China zurückzukehren.

31.5.2020 • 08:09 Uhr

Schäuble für Erneuerung der Wirtschaft

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat dazu aufgerufen, Konjunkturhilfen mit einer grundlegenden Erneuerung der Wirtschaft zu verknüpfen. "Wir können doch nicht einfach nur sagen: Wir müssen alles wieder so machen, wie es vor Corona war", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Entscheidend ist nicht, große Summen anzukündigen, sondern das Richtige zu tun. Und da gilt: Alles, was Deutschland und Europa dynamischer, stärker, zukunftsfähiger macht, ist richtig."

Deshalb befürworte er die Ausrichtung auf Klima, Digitalisierung, Innovation. "Dass die Klimapolitik jetzt zurückstehen müsse, wie manche meinen, kann man nicht ernsthaft vertreten", sagte Schäuble. Er warnte zugleich: "Einfach nur Kaufprämien für die Automobilindustrie wären als Antwort ein bisschen arg fantasielos."

Am Dienstag wollen die Spitzen der Koalitionsparteien über ein Konjunkturprogramm beraten, um der Wirtschaft in der Corona-Krise zu helfen.

31.5.2020 • 07:23 Uhr

Giffey fordert Erkenntnisse zum Kinder-Infektionsrisiko

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gesicherte Erkenntnisse zum Infektionsrisiko von Kindern bis zum Ende der Sommerferien verlangt. Der "Bild am Sonntag" sagte sie, normale Betreuung und voller Unterricht seien mit der 1,5-Meter-Abstandsregel nicht möglich. "Wenn wir zuverlässig wissen, dass Kinder das Virus weniger verbreiten, würde es auch für Personal mit Risikofaktoren leichter sein, wieder in den Job zurückzukehren", sagte Giffey.

31.5.2020 • 05:44 Uhr

286 neue Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) 286 neue Coronavirus-Fälle binnen eines Tages. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 181.482. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 11 auf 8500.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des RKI bei 1,03 (Datenstand 30.5., 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

31.5.2020 • 05:14 Uhr

SPD fordert Rettungsschirm für den Öffentlichen Nahverkehr

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert einen milliardenschweren Rettungsschirm für den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sören Bartol sagte der Nachrichtenagentur dpa, der ÖPNV habe massiv unter der Corona-Krise gelitten und rund fünf Milliarden Euro Verluste gemacht.

"Wir wollen als Bund den ÖPNV als ein zentrales Element der Verkehrswende und wichtigen Teil der Daseinsvorsorge stärken." Der Bund sollte sich daher an den angefallenen Kosten mindestens zur Hälfte beteiligen. Bartol nahm damit einen Vorschlag der Verkehrsminister der Länder auf, die 2,5 Milliarden Euro vom Bund gefordert hatten. Die Corona-Krise habe zu einem Einbruch der Fahrgastzahlen von 70 bis 90 Prozent geführt.

31.5.2020 • 04:41 Uhr

Söder für Auto-Kaufprämie und Familienbonus

CSU-Chef Markus Söder hat sich für ein umfassendes Konjunkturpaket ausgesprochen und unterstützt auch einen Familienbonus, wie ihn die SPD vorschlägt. "Wir sollten die Abschaffung des Solidaritätszuschlags vorziehen. Das wäre die größte Steuersenkung seit mehr als 30 Jahren. Auch ein Familienbonus ist sinnvoll", sagte Söder der "Welt am Sonntag". Zudem müsse es eine massive Förderung der Automobilindustrie geben. Eine Kaufprämie für Autos helfe dem Klimaschutz und der Wirtschaft, so der CSU-Chef.

Die Spitzen der Großen Koalition treffen sich am Dienstag im Berliner Kanzleramt, um über das Konjunkturpaket zu Belebung der Wirtschaft in der Corona-Krise zu beraten. Der Familienbonus ist eine Idee der SPD. Der sozialdemokratische Finanzminister Olaf Scholz plant, dass Eltern für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen.

31.5.2020 • 04:32 Uhr

Jerusalemer Tempelberg wieder geöffnet

Der Tempelberg in Jerusalem mit der Al-Aksa-Moschee hat nach mehr als zweimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Die ersten muslimischen Gläubigen wurden in der Nacht zum Sonntag wieder auf das Gelände gelassen. 

Auf dem Tempelberg befinden sich der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee. Der Tempelberg ist eine heilige Stätte nicht nur des Islam, sondern auch des Judentums und Christentums.

Betende Muslime auf dem Tempelberg | AP

In der Nacht betraten die ersten Gläubigen wieder den Tempelberg. Bild: AP

31.5.2020 • 03:50 Uhr

Peru: Der zweite Corona-Hotspot Südamerikas

Neben Brasilien entwickelt sich Peru zum zweiten Corona-Sorgenfall in Südamerika. Dabei hat das Land seit Mitte März die strengste Ausgangssperre auf dem Kontinent. Doch viele Menschen können sich nicht daran halten, wie die Reportage von Ivo Marusczyk zeigt:

31.5.2020 • 03:46 Uhr

Immer mehr Corona-Tote in Brasilien - weltweit an vierter Stelle

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in Brasilien ist auf 28.834 gestiegen. Damit hat das südamerikanische Land nun weltweit die vierthöchste Zahl von Todesopfern zu beklagen - hinter den USA, Großbritannien und Italien.

Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine "leichte Grippe" und lehnt Schutzmaßnahmen ab. Er befürchtet, dass ein Lockdown der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Allerdings haben eine Reihe von Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt und Betriebe geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

31.5.2020 • 02:02 Uhr

Trump will G7-Gipfel verschieben

US-Präsident Donald Trump hat eine Verschiebung des ursprünglich für Juni geplanten G7-Gipfels in den USA auf den Herbst angekündigt. Gleichzeitig wolle er die Liste der Teilnehmer erweitern, sagte Trump.

Der G7-Gipfel sollte wegen Corona eigentlich im Juni als Videokonferenz stattfinden. Trump hatte dann zunächst gesagt, es könne im Juni auch ein reales Treffen in Washington geben, da die USA erfolgreich im Kampf gegen Corona seien. Kanzlerin Merkel lehnte das allerdings ab.