Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz, beim Gottesdienst für die Corona-Opfer | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Bischöfe gedenken der Corona-Toten ++

Stand: 27.02.2021 23:15 Uhr

Die katholische Kirche hat an die Opfer der Corona-Pandemie erinnert. Dänemark probte, wie viele Menschen an einem Tag gegen Covid-19 geimpft werden können. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Deutsche Bischöfe erinnern an Opfer der Pandemie
  • Lockdown im Westjordanland
  • Verschärfungen in Teilen Italiens
  • Strenge Einreiseregeln sollen länger gelten
  • Patientenschützer warnen vor Mangel an Schnelltests
  • Mehr als 20.000 Corona-Tote in Tschechien
  • Sieben Tage-Inzidenz steigt auf 63,8
27.2.2021 • 23:14 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

27.2.2021 • 22:23 Uhr

Gefängnis in Belgien wegen Corona-Ausbruchs unter Quarantäne

Wegen eines massiven Corona-Ausbruchs ist ein Gefängnis in Belgien unter Quarantäne gestellt worden. Mehr als die Hälfte der 132 Häftlinge in der Haftanstalt im südostbelgischen Namur seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, teilten die Behörden mit. Auch rund 60 der 115 Mitarbeiter hätten sich seit Auftreten des ersten Falls Anfang vergangener Woche infiziert.

Die Lage werde als "sehr ernst" eingeschätzt, erklärte die Sprecherin der Gefängnisverwaltung, Kathleen De Vijver. Einer der infizierten Häftlinge wurde demnach in ein Krankenhaus eingeliefert. Alle Insassen des Gefängnisses stehen nun unter Quarantäne. Sie dürfen keinen Besuch empfangen und ihre Zellen nicht verlassen - auch nicht, um die Duschräume aufzusuchen.

27.2.2021 • 21:52 Uhr

Scheinimfungen in Brasilien sorgen für Schlagzeilen

Bislang sind es Einzelfälle in Brasilien, doch die sorgen für Schlagzeilen: Patienten haben dort Corona-Impfungen bekommen, in denen gar kein Impfstoff war. Auch in anderen Ländern Südamerikas läuft es schlecht - mit einer Ausnahme, wie der Bericht von Ivo Marusczyk zeigt.

27.2.2021 • 20:34 Uhr

Papst-Botschafter in Bagdad positiv getestet

Der päpstliche Botschafter in Bagdad, Erzbischof Mitja Leskovar, ist laut internationalen Medienberichten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Leskovar habe sich außerhalb der Botschaft in Selbstisolation begeben und werde den Papst bei dessen Irak-Besuch ab kommenden Freitag nicht begleiten können. Normalerweise bleibt der Päpstliche Nuntius in einem Land beim Besuch des Kirchenoberhauptes dort ständig an dessen Seite. Die Räume der Nuntiatur, in der Papst Franziskus ab Freitag übernachten soll, seien desinfiziert und das übrige Personal getestet worden, heißt es. Allerdings wurde der Pontifex bereits gegen das Coronavirus geimpft. Die gesamte vatikanische Delegation soll vollständig immunisiert in den Irak einreisen.

27.2.2021 • 20:02 Uhr

Ukraine: Ein Toter und ein Verletzter durch Brand auf Corona-Station

Durch die Explosion einer Sauerstoffleitung auf einer Corona-Station in der Ukraine sind ein Patient getötet und ein weiterer verletzt worden. Die Explosion ereignete sich ain der ersten Etage der fünfstöckigen Klinik in Tscherniwzi im Südwesten des Landes, wie die Rettungskräfte mitteilten. 20 Menschen konnten den Angaben zufolge noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Auf Bildern des Unglücksorts waren verkohlte Betten und Stühle zu sehen.

27.2.2021 • 19:36 Uhr

Biden fordert Zustimmung des US-Senats zum Hilfspaket

Nach der Billigung eines Corona-Hilfspakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) durch das Repräsentantenhaus hat US-Präsident Joe Biden den Senat aufgerufen, ebenfalls rasch zuzustimmen. "Ich hoffe, es wird schnell mit ihm verfahren", erklärte Biden. "Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wenn wir jetzt entschieden, schnell und mutig handeln, können wir bei diesem Virus endlich vorankommen."

Die Republikaner lehnen das zweitgrößte Konjunkturpaket in der US-Geschichte als zu teuer und zu wenig zielgerichtet ab. Sie warnen, dass die Hilfen eine schädliche Inflation verursachen könnten. Damit die Maßnahmen in Kraft treten können, muss noch die zweite Kongresskammer zustimmen. Hier haben Bidens Demokraten eine denkbar knappe Mehrheit.

Das Konjunktur- und Hilfspaket sieht Schecks über 1400 Dollar für Millionen Bürger vor. Außerdem sind unter anderem 160 Milliarden Dollar für Corona-Impfungen, Tests und Gesundheitspersonal vorgesehen, 130 Milliarden Dollar für eine sichere Wiederöffnung von Schulen sowie 350 Milliarden Dollar Hilfen für Städte und Bundesstaaten.

27.2.2021 • 18:58 Uhr

Hunderte demonstrieren in Dublin gegen Lockdown

Hunderte Menschen haben in der irischen Hauptstadt Dublin teils gewaltsam gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Angaben der irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen. In einem Video, das im Internet kursierte, war zu sehen, wie ein Mann Polizisten mit einer Art Feuerwerksraketen beschießt. Daraufhin scheint die Lage zu eskalieren.

Irlands Vizepremier Leo Varadkar zeigte sich bestürzt. "Gewalt gegen Polizisten oder sonst jemanden ist unentschuldbar", schrieb er auf Twitter. Die irische Regierung hatte kürzlich angekündigt, die höchste Lockdown-Stufe in dem Land bis mindestens zum 5. April beizubehalten. Die Schulen sollen allerdings schrittweise bereits vom kommenden Monat an wieder geöffnet werden.

27.2.2021 • 18:07 Uhr

Bischöfe gedenken der Corona-Toten

Zahlreiche Bischöfe in Deutschland haben in Gedenkgottesdiensten an die Opfer der Corona-Pandemie gedacht. In Limburg erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, an die Schicksale der Verstorbenen. "Hinter diesen kaum begreiflichen Zahlen der Toten stehen einzelne Schicksale", sagte Bätzing.

Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf feierte einen Gottesdienst im dortigen Dom. Viele Menschen hätten in den letzten Monaten Trauer und Einsamkeit erfahren, sagte Kohlgraf. Aber es habe auch viel Rücksichtnahme und Solidarität gegeben. Man solle in diesen Zeiten das Danken nicht vergessen, zum Beispiel für die wissenschaftlichen Gaben des Menschen und die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes, sagte Kohlgraf.

Mit einer Andacht im Hamburger Mariendom erinnerte Erzbischof Stefan Heße daran, dass hinter jeder Zahl in der Pandemie ein einzelner Mensch stehe. "Kein Mensch ist eine Nummer, kein Mensch ist überflüssig, kein Mensch ist einfach weg und dann hätten wir ihn vergessen", sagte Heße.

Die Gottesdienste sind Teil einer Aktion des römisch-katholischen Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), der dazu aufgerufen hatte, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar in Albanien begonnen wurde, folgte nun Deutschland der Initiative.

27.2.2021 • 17:49 Uhr

Dänemark probt Massen-Impfen

Wie viele Menschen können an einem Tag gegen Covid-19 geimpft werden? Bei einer Generalprobe für die Hochphase der Corona-Impfkampagne haben in Dänemark mehr als 37.500 Menschen einen Stich erhalten. 36.564 Menschen bekamen ersten Zahlen zufolge am Freitag ihre erste Impfdosis, 990 weitere ihre zweite, wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke auf Twitter mitteilte. Damit wurden bisher mehr als 412.000 Dänen erstmals geimpft, rund 182.000 davon haben beide notwendigen Impfungen erhalten.

Wie aus den Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorgeht, zählt Dänemark im europäischen Vergleich zu den Ländern in der EU, die bislang den größten Bevölkerungsanteil gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft haben. 7,1 Prozent der Bevölkerung haben laut Heunicke ihre erste Dosis verabreicht bekommen, 3,1 Prozent ihre zweite.

Bei der Generalprobe am Freitag wollten die dänischen Regionen testen, ob sie und ihre Impfzentren bereit sind, um an einem Tag deutlich mehr Impfungen zu verabreichen als bislang. Die sozialdemokratische Regierung in Kopenhagen hat sich zum Ziel gesetzt, dass 100.000 Däninnen und Dänen pro Tag geimpft werden können, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Im Fünf-Millionen-Einwohner-Land Dänemark rechnet man damit, dass im März etwa eine Million Impfdosen ins Land kommen, im April dann sogar doppelt so viele. Im Februar waren es nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau rund 382.000 Impfdosen.

27.2.2021 • 17:04 Uhr

Impfaffäre: Seesener Propst tritt zurück

Der Seesener Propst Thomas Gleicher ist nach dem Vorwurf einer unberechtigten Coronavirus-Impfung zurückgetreten. Wie die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig mitteilte, hat Gleicher mit sofortiger Wirkung auch sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender des evangelischen Altenzentrums St. Vitus in Seesen (Landkreis Goslar) niedergelegt. Er reagiert damit auf Vorwürfe, er habe sich am 9. Januar ungerechtfertigt eine frühe Impfung verschafft, hieß es weiter. "Ich möchte noch einmal versichern, dass es stets das oberste Ziel der gesamten Leitung des St. Vitus war, dem Wohl und der Gesundheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner sowie seiner Mitarbeitenden zu dienen", schrieb Gleicher in einer Erklärung am Freitag. Der Rücktritt sei nötig geworden, um weiteren Schaden von der Kirche und seiner Familie abzuwenden. Landesbischof Christoph Meyns äußerte in einer ersten Reaktion Respekt vor der Entscheidung. Gleicher habe sich über viele Jahre und in vielen Ämtern große Verdienste um das kirchliche Leben im Braunschweiger Land erworben.

27.2.2021 • 16:56 Uhr

Lockdown im Westjordanland

Das palästinensische Westjordanland geht wegen eines drastischen Anstiegs an Corona-Neuinfektionen in einen zwölftägigen Lockdown. Unter anderem würden die Schulen geschlossen, nächtliche Ausgangssperren verhängt und Reisen in andere Bereiche des israelisch besetzten Gebiets untersagt, kündigte Ministerpräsident Mohammed Schtajjeh an. Das palästinensische Gesundheitsministerium meldete 1472 neue Corona-Fälle im Westjordanland, in dem mehr als 2,5 Millionen Palästinenser leben - sowie Hunderttausende jüdische Siedler.

Anders als in Israel kommen in den Palästinensergebieten die Impfungen kaum voran. Die Palästinensische Autonomiebehörde sicherte sich 10.000 Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V. Israel lieferte 2000 des Vakzins von Moderna und kündigte 3000 weitere an. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht in der Kritik, weil sie zwar schon mehr als der Hälfte der eigenen Bevölkerung zumindest eine Impfung verabreicht hat, aber den Palästinensern in den besetzten Gebieten nicht unter die Arme greift.

27.2.2021 • 16:45 Uhr

Brasilien: Verschärfungen trotz Bolsonaro-Drohungen

In Brasilien wollen zwölf Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília ihre Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verschärfen. Das reicht von Einschränkungen bei nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen über die Schließung von Schulen bis hin zu einer nächtlichen Ausgangssperre, wie das brasilianische Nachrichtenportal "G1" am Freitagabend berichtete. So trat etwa im Bundesstaat Ceará eine verlängerte Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr an Wochenenden in Kraft. An den anderen Wochentagen beginnt sie bereits 19 Uhr. Mit den Restriktionen sollen auch die an ihre Grenzen geratenen Krankenhäuser entlastet werden.

Zuletzt hatten verschiedene Bundesstaaten vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt. ​​​​Der linke Gouverneur Camilo Santana hatte am Freitag auch ein Treffen mit Präsident Jair Bolsonaro bei dessen Besuch in der nordöstlichen Region abgelehnt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Präsident Bolsonaro hatte das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Auch jetzt warnte er Gouverneure, "die ihren Bundesstaat schließen", dass sie für die Nothilfe des Staates selbst aufkommen müssten. Eine Impfung zieht er in Zweifel.

Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Anti-Corona-Impfungen begannen erst im Januar. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas fast 10,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Am Donnerstag, ein Jahr nach seinem ersten registrierten Corona-Fall, überschritt Brasilien die Marke von 250.000 Toten in Verbindung mit dem Virus.

27.2.2021 • 16:29 Uhr

Spahn nahm vor positivem Corona-Test an Essen teil

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Tag, bevor er selbst im Oktober 2020 ein positives Corona-Testergebnis erhalten hat, an einem Abendessen mit mehreren Personen teilgenommen. Laut Kalendereintrag sei er von 20 bis 21.30 Uhr anwesend gewesen, teilte sein Bundestagsbüro mit. Nach "Spiegel"-Informationen nahmen an dem Abendessen etwa ein Dutzend Unternehmer in Leipzig teil. Wenige Stunden zuvor habe Spahn noch im ZDF darauf hingewiesen, dass Feiern und Partys die Hauptansteckungspunkte seien.

Die damals gültigen Corona-Regeln seien jedoch eingehalten worden, teilte Spahns Büro mit. Alle Teilnehmer des Abendessens seien nach Angaben des Gastgebers später negativ getestet worden. Bei der Veranstaltung seien auch Spenden für den CDU-Kreisverbands Borken gesammelt worden, dessen Vorsitzender Spahn ist. Laut "Bild" waren die Teilnehmer im Vorfeld aufgefordert worden, für Spahns Bundestagswahlkampf Spenden zu entrichten, die unterhalb der Grenze von 10.000 Euro zur Veröffentlichungspflicht von Spendernamen liegen sollten.

27.2.2021 • 16:12 Uhr

Politiker wollen europäischen Trauerakt

Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff unterstützt den Vorschlag von Bundesaußenminister Heiko Maas, dass die EU-Staaten in einem gemeinsamen Trauerakt der Corona-Todesopfer gedenken. "Das wäre ein starkes Signal für die europäische Wertegemeinschaft", sagte Lambsdorff den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Zusammenhalt in der Europäischen Union habe sich in der Corona-Pandemie als enorm wichtig erwiesen. "Diesem europäischen Geist sollte auch in der gemeinsamen Trauer um die Opfer Ausdruck verliehen werden."

Die Bundesregierung gedenkt der Corona-Toten in Deutschland mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer staatlichen Gedenkfeier am 18. April in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.

27.2.2021 • 15:37 Uhr

Wirtschaftshilfen auch über zwei Millionen Euro

Ab sofort können in Deutschland auch Unternehmen mit einem Finanzbedarf von über zwei Millionen Euro Corona-Wirtschaftshilfen im Rahmen der November- und Dezemberhilfe beantragen. Das teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Mit der November- und Dezemberhilfe können Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum erhalten.

27.2.2021 • 14:49 Uhr

Italien verschärft Maßnahmen - Lockerung auf Sardinien

Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der wirtschaftsstarken Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium in Rom mitteilte.

Dagegen könnte auf der Insel Sardinien etwas Normalität zurückkehren. Sie soll in die Weiße Zone fallen. Ursprünglich ist vorgesehen, dass dort alle Beschränkungen aus dem Corona-Dekret entfallen und stattdessen spezifische Regeln vereinbart werden. Dafür muss eine Region drei Wochen lang einen Inzidenzwert von unter 50 Fällen je 100.000 Einwohner erreichen. Über die Modalitäten wird mit der Regierung Sardiniens noch verhandelt. Es wäre das erste Mal, dass eine Region in diese Kategorie fällt.

Unterdessen warten die Menschen weiter auf das neue Corona-Dekret der Regierung unter Ex-EZB-Chef Mario Draghi, das ab dem 6. März für einen Monat gelten soll. Kulturminister Dario Franceschini hatte am Freitag eine mögliche Öffnung von Kinos und Theatern ab dem 27. März in Aussicht gestellt. Man habe den Experten des Gesundheitsministeriums dafür zusätzliche Sicherheitsregeln vorgestellt. Der Wille sei, so früh wie möglich wieder zu öffnen, weil die Kultur "der wahre Motor der Erholung" sei.

27.2.2021 • 14:48 Uhr

Grüne fordern Verlängerung der Homeoffice-Pflicht

Die Grünen-Fraktion im Bundestag fordert eine Verlängerung der Homeoffice-Pflicht. "Wir stehen vermutlich am Beginn einer dritten Welle", erklärte die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Beate Müller-Gemmeke. "Wenn in Schulen die Kontakte wieder steigen, dann müssen wir im Gegenzug Maßnahmen in der Arbeitswelt stärken, um ein massives Ansteigen der Corona-Infektionen zu verhindern." Es sei daher "dringend notwendig", die Homeoffice-Verordnung über den 15. März hinaus zu verlängern.

Die Ende Januar verabschiedete Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verpflichtet Arbeitgeber, den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen, sofern keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Ein verbindliches Recht auf Homeoffice gibt es aber nicht. Heil hatte bereits kurz nach dem Kabinettsbeschluss gesagt, es werde "rechtzeitig" geprüft, ob eine Verlängerung nötig werde.

27.2.2021 • 14:36 Uhr

Größere Feiern im NRW-Innenministerium im November

Trotz Corona-Pandemie hat es im nordrhein-westfälischen Innenministerium noch bis Januar 2021 Beförderungsfeiern als Präsenzveranstaltungen gegeben - darunter zwei größere. Am 23. November seien zunächst 26 Personen befördert worden, nach einstündiger Pause und "gründlicher Lüftung" dann weitere 18 Personen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet.

Neben den Beförderten seien bei dieser größeren Feier - aus Infektionsschutzgründen auf die zwei separaten Veranstaltungen aufgeteilt - auch NRW-Innenminister Herbert Reul und Staatssekretär Jürgen Mathies sowie einige wenige weitere Personen anwesend gewesen. Die Feiern hätten "unter besonders strikten Corona-Schutzvorkehrungen" und im größten Saal des Ministeriums stattgefunden, betonte der Sprecher. Es habe nach diesem Veranstaltungstag "gesichert keine positiven Fälle, keinerlei Infektionsgeschehen" gegeben.

Reul war Mitte Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden - er hatte sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante infiziert. Auch Mathies war Mitte Februar in Quarantäne gegangen. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter hatte Reul zudem vor einigen Tagen von zehn weiteren Kollegen und Personenschützern berichtet, die noch akut infiziert seien.

27.2.2021 • 14:29 Uhr

Hersteller: Sputnik V auch gegen Virus-Varianten wirksam

Der russische Impfstoff Sputnik V ist russischen Forschern zufolge auch gegen Varianten des Coronavirus wirksam. Eine erneute Impfung mit dem Vakzin wirke "sehr gut" gegen neue Virus-Varianten, darunter auch die besonders ansteckende britische und südafrikanische, teilt das Gamaleja Zentrum mit, das Sputnik V entwickelt hat. Das zeigten Tests für eine Studie, deren Details demnächst veröffentlicht werden sollen.

27.2.2021 • 14:00 Uhr

Hochbetagte Schleswig-Holsteiner erhalten Impfangebot bis Mitte März

Beim Versand der schriftlichen Impfangebote für Schleswig-Holsteiner ab 80 Jahren ist es zu Verzögerungen gekommen. Wegen der zuletzt hohen Auslastung der Telefon-Hotline für Norddeutsche, die bereits einen Brief erhalten haben und via Telefon ihren Termin vereinbaren wollten, musste der Versand der Briefe entzerrt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Kiel mit. Ab Mitte kommender Woche sollen in kleineren Tranchen weitere Anschreiben verschickt werden. Deshalb könne es passieren, dass Menschen ab 80 Jahren bis Mitte März noch keine Briefe bekommen.

Noch am Mittwoch hatte Gesundheitsminister Heiner Garg angekündigt, dass bereits bis Ende Februar alle Schleswig-Holsteiner ab 80 Jahren ein Impfangebot erhalten sollen. Wie schnell sie die Impfungen aber tatsächlich bekommen, hängt von den Lieferungen der Impfstoffhersteller BioNTech und Moderna ab. Bislang wurden nach Ministeriumsangaben rund 141.000 Menschen über 80 Jahren angeschrieben. Davon haben rund 60.500 Termine zur Impfung vereinbart. Die rund 100 Mitarbeiter der Hotline können laut Ministerium täglich 5000 Anrufe entgegennehmen. Das durchschnittliche Aufkommen habe in der laufenden Woche aber bei rund 31.500 Anrufen gelegen. Dadurch erhielten viele Anrufer Bandansagen mit der Bitte, zu einem späteren Zeitpunkt anzurufen.

27.2.2021 • 13:57 Uhr

USA: Mehr als 2000 Tote, rund 73.000 Neuinfektionen

In den USA sind 2151 Todesfälle binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden. Diese Zahl für Freitag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Morgen auf ihrer Internetseite. Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten war am 12. Januar mit 4407 verzeichnet worden. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 73.006. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 299.786 neuen Fällen verzeichnet. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang fast 28,5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 510.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

27.2.2021 • 13:37 Uhr

Trauerfeier für britischen Pandemie-Helden "Captain Tom"

Die Trauerfeier für den britischen Rekordspendensammler Tom Moore ("Captain Tom") hat im englischen Bedford begonnen. Der in eine Union-Jack-Fahne gehüllte Sarg war zuvor in einem schwarzen Leichenwagen mit Polizeieskorte von Tom Moores Wohnort im nahen Marston Moretaine zu dem Krematorium in Bedford gebracht worden.

Der Anfang Februar im Alter von 100 Jahren nach einer Coronavirus-Infektion gestorbene Weltkriegsveteran hatte im vergangenen Jahr mehr als 32 Millionen Pfund (etwa 36,8 Millionen Euro) an Spenden für den in der Pandemie schwer unter Druck geratenen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Beinahe über Nacht avancierte er zum nationalen Helden. Queen Elizabeth II. schlug ihn zum Ritter.

Königin Elizabetz II. schlägt den Kriegsveteranen Tom Moore zum Ritter | REUTERS

Für seinen Spendenlauf in der Corona-Pandemie schlug Königin Elizabeth II. den 100-jährigen Kriegsveteranen Tom Moore zum Ritter. Bild: REUTERS

"Captain Tom" werden bei der Bestattung militärische Ehren zuteil, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte. Dazu gehören Salutschüsse und der Überflug eines Militärflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Hornspieler werde das als "Last Post" bezeichnete militärische Signal spielen, hieß es zudem.

27.2.2021 • 13:36 Uhr

Kassenärzte fordern Öffnungsstrategien

Vor den Beratungen von Bund und Ländern fordern die Kassenärzte ungeachtet der Verbreitung von Mutationen Öffnungsstrategien. "Das Auftreten von Mutationen ändert nichts daran, dass ein Dauerlockdown keine Option ist", sagt der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wir brauchen jetzt dringend neue Konzepte, die nicht an immer neue, immer niedriger gesetzte Inzidenzwerte geknüpft werden dürfen." Ziel von Bund und Ländern ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem Wert von dauerhaft unter 35 stellen sie Lockerungen in Aussicht. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

27.2.2021 • 13:29 Uhr

CDU-Politiker Nüßlein leitete Verkaufsangebot weiter

Der im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen in die Kritik geratene CSU-Politiker Georg Nüßlein hat nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ein Angebot über Corona-Schutzausstattung an die Bundesregierung vermittelt. Ein Ministeriumssprecher bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, Nüßlein habe das Verkaufsangebot eines Unternehmens im März 2020 an das Bundesgesundheitsministerium weitergeleitet. "Der Vertrag kam nach ministeriumsinterner Prüfung zustande." Wegen laufender Verhandlungen zu Qualitätsfragen sei der Vertrag aber bis jetzt noch nicht vollständig abgewickelt worden. Das Ministerium habe keine Provisionszahlungen geleistet, teilte der Sprecher mit. Zuvor hatte darüber die "Bild"-Zeitung berichtet.

Gegen den 51 Jahre alten Nüßlein wird unter anderem wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern im Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Atemschutzmasken ermittelt. Nüßleins Anwalt teilte am Freitag mit, dass sein Mandant die Vorwürfe für nicht begründet halte. Nüßlein lässt aber wegen der Ermittlungen gegen ihn sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ruhen.

27.2.2021 • 13:26 Uhr

Erneuter Lockdown für Auckland

Nach dem Auftreten eines neuen Corona-Infektionsfalls in Auckland hat Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern einen erneuten Lockdown für die Millionen-Metropole angeordnet. Die neuen Beschränkungen hätten ab Sonntag Gültigkeit und blieben für mindestens eine Woche in Kraft, sagte Ardern. In dieser Zeit dürfen die Bewohner Aucklands ihre Wohnungen nur verlassen, um dringende Einkäufe zu erledigen oder zur Arbeit zu gehen. Schulen sowie alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte bleiben während des Lockdowns geschlossen. Die Ein- und Ausreise aus der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt wird eingeschränkt. Für den Rest des Landes gelten Einschränkungen der zweiten Stufe. Dazu zählen etwa Kontaktbeschränkungen. 

27.2.2021 • 13:19 Uhr

Hamburger Katzen haben Corona überstanden

Nach einem negativen Coronatest haben zwei Katzen die Quarantäne im Hamburger Tierheim verlassen können. Das Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald habe bestätigt, dass die beiden Kater die Infektion überstanden haben, sagte die Leitende Tierärztin Urte Inkmann. Daraufhin habe das Bezirksamt Harburg die Quarantäne aufgehoben.

Die Tiere hatten einer Hamburgerin gehört, die nach einer Coronavirus-Infektion gestorben war, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium nach dem ersten positiven Test mitgeteilt hatte. Bislang seien in Deutschland insgesamt fünf Corona-Fälle bei Katzen und zwei bei Hunden gemeldet worden, hieß es. Es lägen aber keine Hinweise darauf vor, dass sich Menschen bei Hunden und Katzen mit Sars-CoV-2 infiziert hätten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere wie Schweine und Hühner seien nicht infizierbar.

27.2.2021 • 13:15 Uhr

Unverheiratete Paare bei Einreiseregeln benachteiligt

Die Corona-Einreiseregeln der Bundesregierung räumt Ehepaaren, die nicht zusammen in Deutschland leben, zum Teil mehr Rechte ein als binationalen Paaren ohne Trauschein. Für die Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet gebe es Ausnahmen für die sogenannte Kernfamilie, unverheiratete Partner seien davon ausgenommen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Franziska Brantner.

Die Bundesregierung begründet die Ungleichbehandlung mit der Gefahr der weiteren Verbreitung des Virus. "Mit Blick auf das verfolgte Ziel der Eindämmung der Verbreitung neuer Virusvarianten hat die Bundesregierung die möglichen Ausnahmen bewusst eng gefasst", heißt es in einer Antwort des Ministeriums. Unverheiratete ausländische Partnerinnen und Partner gehörten nicht dazu. Brantner sprach von einer Diskriminierung unverheirateter Paare. "Die Bundesregierung hat nichts aus den Fehlern beim ersten Lockdown gelernt", kritisierte die europapolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag. "Liebe ist kein Tourismus", betonte Brantner. "Die Bundesregierung sollte sie mit der gemeinsamen Erklärung einreisen lassen."

Während des erste Lockdowns im Frühling 2020 konnten sich unverheiratete Paare ohne gemeinsamen Wohnsitz in Deutschland zum Teil monatelang nicht besuchen. Anfang August hatte die Bundesregierung die umstrittenen Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für Länder außerhalb der Europäischen Union aufgehoben.

27.2.2021 • 13:04 Uhr

Österreich und Dänemark für Zusammenarbeit mit Israel

Österreich und Dänemark wollen mit Israel eine enge Zusammenarbeit bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen sowie Medikamenten vereinbaren. Dazu werde er mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am 4. März Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu besuchen, teilte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz mit. "Unsere 1. Priorität ist es, die Produktion und Beschaffung von Impfstoffen für die Zukunft zu beschleunigen», so Kurz auf Twitter. Ziel müsse es sein, sich auch angesichts möglicher weiterer Mutationen auf die Phase nach dem Sommer vorzubereiten.

Israel hat mit dem grünen Pass für Geimpfte inzwischen für die Betroffenen eine weitgehende Rückkehr zur Normalität ermöglicht. Kurz ist ein vehementer Fürsprecher eines solchen Projekts auch in der EU. In Österreich, das vor drei Wochen alle Geschäfte und viele Dienstleistungsangebote wieder geöffnet hat, liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei jeweils deutlich über 2000, was unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl 18.000 in Deutschland entsprechen würde. Am Montag will die Regierung in Wien über weitere Schritte entscheiden.  

Dänemark hat im EU-Vergleich derzeit einige der niedrigsten Neuinfektionszahlen aller EU-Länder. Dennoch sorgen sich die Dänen weiter wegen der britischen Virus-Variante, die mittlerweile die dominierende im Land ist. Ab Montag werden einige Corona-Maßnahmen im Land gelockert, unter anderem werden Großteile des Einzelhandels nach über zwei Monaten wieder geöffnet.

27.2.2021 • 13:01 Uhr

Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Impfpass nach Vorbild Israels

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Corona-Impfpass, der den Besuch von Theatern, Fitnessstudios, Sportereignissen oder auch Reiseerleichterungen ermöglicht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sind 16 Prozent dafür, einen solchen "Grünen Pass" nach dem Vorbild Israels sofort einzuführen. Weitere 44 Prozent meinen, man sollte damit warten, bis alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Nach derzeitiger Planung soll das bis zum 21. September der Fall sein. Nur 35 Prozent lehnen die Einführung eines Passes, der Geimpften Vorteile gegenüber nicht Geimpften ermöglicht, grundsätzlich ab.

Israel hatte am vergangenen Sonntag einen sogenannten Grünen Pass eingeführt, der Genesenen und Geimpften in der Corona-Krise zahlreiche Erleichterungen gewährt. Auch für Nicht-Geimpfte wurden zwar Einschränkungen gelockert, sie erhielten aber deutlich weniger Freiheiten zurück. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich zwar am Donnerstag darauf verständigt, dass innerhalb der nächsten drei Monate ein europäischer Impfpass entwickelt werden soll. Unklar ist aber noch, welche Erleichterungen damit verbunden sein werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich grundsätzlich offen dafür gezeigt, Geimpften Vorteile zu gewähren - aber erst zu einem späteren Zeitpunkt.

27.2.2021 • 12:57 Uhr

Corona-SMS für Einreisende ab Montag

Menschen, die nach Deutschland einreisen, sollen ab Montag eine Corona-SMS der Bundesregierung erhalten, wenn sich ihr Handy in das deutsche Mobilfunknetz einbucht. "Damit werden sie über die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen informiert sowie auf geltende Infektionsschutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hingewiesen", heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

27.2.2021 • 12:49 Uhr

Strenge Einreiseregeln sollen länger gelten

Die strengen Regeln für Reisen aus Gebieten mit einer starken Verbreitung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten sollen verlängert werden. Ein Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium sehe eine Fristverlängerung um zwei Wochen bis zum 17. März vor, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe online. "Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden", heißt es demnach in dem Papier.

Die Einreisevorschriften beinhalten im Wesentlichen ein Beförderungsverbot. Wenn ein Land als Mutationsgebiet eingestuft ist, dürfen Ausländer ohne Wohnsitz in Deutschland in der Regel nicht mehr in die Bundesrepublik befördert werden. Als sogenannte Virusvariantengebiete sind unter anderem Großbritannien, Südafrika und Brasilien eingestuft, aber auch das Nachbarland Tschechien und das an Bayern angrenzende österreichische Bundesland Tirol. An den Grenzen zu Tirol und Tschechien gibt es derzeit verschärfte Grenzkontrollen. Wie die Funke-Zeitungen weiter berichteten, soll das Corona-Kabinett der Bundesregierung am Montag darüber beraten, inwieweit diese Kontrollen fortgesetzt werden.

Kontrollpunkt an der Grenze | dpa

An den Grenzen zu Tirol und Tschechien gibt es derzeit verschärfte Grenzkontrollen. Bild: dpa

27.2.2021 • 12:20 Uhr

Weniger Corona-Tote in Pflegeheimen

Die Corona-Schutzimpfungen führen zu einer deutlich sinkenden Zahl von Covid-19-Toten in deutschen Senioren- und Pflegeheimen. Eine Umfrage unter großen Betreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Gestorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. So zählten die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unter ihren 2.400 Bewohnern kaum noch Corona-Tote. Auch hätten dort die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-19-Erkrankungen aufgehört.

Der katholische Caritas-Verband, der 128.000 Betten in 1800 stationären Einrichtungen unterhält, teilte der Zeitung mit, nach Verabreichung der Zweitimpfungen seien die Infektionszahlen in den Häusern um 35 bis 65 Prozent zurückgegangen. "Die Impfung hält ihr Versprechen", sagte Caritas-Präsident Peter Neher. Auch andere große Trägerverbände bezeichneten die Impfkampagne als großen Erfolg, darunter die Diakonie, die Arbeiterwohlfahrt und das Rote Kreuz.

27.2.2021 • 11:52 Uhr

Karliczek geht von viel Präsenzunterricht aus

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet für die kommenden Monate mit viel Präsenzunterricht an Schulen. Die Ausgangslage sei besser als noch vor Monaten, sagte sie der Augsburger Allgemeinen. Dass sich die Grundschullehrkräfte bald gegen Corona impfen lassen könnten und dass es Schnelltests gebe, werde zur Stabilisierung des Unterrichts beitragen.

Zugleich warnte Karliczek aber vor zu viel Euphorie: "Es gibt in dieser Pandemie für nichts einen Freifahrtschein." Wenn konsequent im Sinne der Infektionsprävention gehandelt werde, könnten für die Schulen die Spielräume aber nach und nach größer werden. Von einer Impfpflicht von Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften hält Karliczek dagegen wenig. Sie gehe von einer hohen Impfbereitschaft aus.

27.2.2021 • 11:32 Uhr

Dreyer fordert hohes Bußgeld für Impfdrängler

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich für hohe Bußgelder ausgesprochen, sollte sich jemand bei Corona-Impfungen vordrängeln. Sie finde solches Verhalten "wirklich rücksichtslos den Gruppen gegenüber, die ein sehr hohes Risiko haben, sehr schwer zu erkranken, wenn sie nicht geimpft werden", sagte sie dem Tagesspiegel. "Ich finde den Vorschlag für ein Bußgeld für die Impfdrängler angemessen. Das wäre ein starkes Signal", sagte sie mit Blick auf Überlegungen der großen Koalition im Bund, bis zu 25.000 Euro Bußgeld für solche Fälle zu verhängen.

"Aber es muss auch klar sein, dass kein Impfstoff weggeworfen wird", sagte die Ministerpräsidentin. In Rheinland-Pfalz gebe es klare Regeln. "Wenn Impfstoff absehbar übrig ist an dem Tag, werden einfach Menschen kontaktiert aus der gleichen Prioritätengruppe. In Gruppe 1 sind ja auch Rettungsorganisationen oder ambulante Pflegedienste."

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Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, findet Vordrängeln bei Corona-Impfungen "wirklich rücksichtslos".

27.2.2021 • 11:22 Uhr

Patientenschützer warnen vor Mangel an Schnelltests

Patientenschützer kritisieren die Pläne von Bund und Ländern, weitere Öffnungsschritte mit Hilfe von flächendeckenden Corona-Schnelltests abzusichern, als "reines Wunschdenken". "Selbst für Hunderttausende geimpfte Pflegeheimbewohner gibt es keine Freiheitsrechte, weil die täglichen Schnelltests für Besucher und Altenpflegekräfte fehlen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. Schon für diese vergleichbar kleine Gruppe gelinge es nicht, genügend Schnelltests zu organisieren. "Wie soll es dann in Einkaufszentren, Schulen, Universitäten, Kneipen oder Kinos funktionieren?", warnte der Patientenschützer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatten am Donnerstag erklärt, mögliche Lockerungen von den pandemiebedingten Einschränkungen könnten mit dem Einsatz von Schnelltests verbunden werden. Das Vorgehen solle bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am kommenden Mittwoch besprochen werden.

27.2.2021 • 10:37 Uhr

Drei Corona-Fälle bei Nordischer Ski-WM in Oberstdorf

Bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf sind drei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen sind zwei Mitglieder des italienischen Skisprung-Teams der Frauen sowie ein Mitglied von Sloweniens Delegation der Skisprung-Frauen, wie der Weltverband Fis mitteilte. Alle drei Personen wurden sofort isoliert, hieß es weiter. Bei den Titelkämpfen im Allgäu werden alle Beteiligten engmaschig getestet. Alle sechs Tage ist ein PCR-Test zu absolvieren, dazwischen müssen alle zwei Tage Antigen-Tests gemacht werden. Die WM findet coronabedingt komplett ohne Zuschauer statt.

27.2.2021 • 10:31 Uhr

Städte- und Gemeindebund für "Corona-Notbremse"

In der Öffnungsdebatte vor der Bund-Länder-Konferenz am kommenden Mittwoch hat sich der Städte- und Gemeindebund für eine "Corona-Notbremse" ausgesprochen. Sie wäre bei "dramatischen Entwicklungen" sinnvoll, damit Öffnungen auch wieder rückgängig gemacht werden könnten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Landsberg forderte zudem, dass in der Diskussion über Lockerungen die Belastung des Gesundheitssystems stärker berücksichtigt wird, "nicht nur national, sondern auch regional".

Darüber hinaus müsse durch eine Schnell- und Selbsttest-Strategie zusätzliche Sicherheit gewonnen werden. "Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass ein negativer Eigentest, den man mit einem Screenshot auf dem Smartphone dokumentiert, einen erleichterten Zugang zu Restaurants oder öffentlichen Veranstaltungen für einen Zeitraum von etwa 72 Stunden ermöglicht", verdeutlichte Landsberg. Außerdem schlug er kleine Schritte bei Lockerungen vor. "So ist es zum Beispiel denkbar, bei Restaurants und Gaststätten vorrangig die Außengastronomie zu öffnen und im Innenbereich noch mehr Fläche pro Gast vorzusehen."

27.2.2021 • 09:58 Uhr

Mehr als 20.000 Corona-Tote in Tschechien

In Tschechien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 20.000 überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben 20.194 Menschen, die zuvor positiv getestet worden waren. Das teilte das Gesundheitsministerium in Prag mit. Innerhalb von 24 Stunden wurden 14.676 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten lag bei mehr als 1,2 Millionen. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner und derzeit die höchste Neuinfektionsrate unter allen EU-Staaten.

Um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, greift die Regierung nun zu drastischen Maßnahmen. Die Bürger dürfen ihren jeweiligen Bezirk von Montag an nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Die Bezirke entsprechen in ihrer Größe etwa den Landkreisen in Deutschland. In Online-Kommentaren und den sozialen Medien gab es viel Kritik: "Bisher habe ich alles eingehalten, aber darauf werde ich pfeifen", schrieb ein Internet-Nutzer. Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden. Kontrollieren sollen das nicht nur Polizisten, sondern auch bis zu 5000 Soldaten.

27.2.2021 • 09:24 Uhr

Wochenend-Lockdown in Nizza und Dunkerque

Seit diesem Wochenende gilt in besonders heftig von der Corona-Epidemie betroffenen Regionen in Frankreich ein Teil-Lockdown. Dieser betrifft die südfranzösische Metropole Nizza samt Küstenregion und die nordfranzösische Stadt Dunkerque (Dünkirchen). Der Lockdown gilt nur am Wochenende - die Menschen dürfen dann nur noch mit triftigem Grund vor die Tür. Dazu zählen Sport oder spazieren gehen im Umkreis von fünf Kilometern zur eigenen Wohnung oder einkaufen. Wer seine Wohnung verlässt, muss ein entsprechendes Formular mit sich führen.

Ab 18 Uhr gilt auch im gesamten Rest des Landes eine Ausgangssperre. Dann schließen alle Läden, Sport oder Spaziergänge sind untersagt. Dieses sogenannte Couvre-feu gilt in Frankreich schon seit einigen Wochen - Ausnahmen gelten etwa für den Arbeitsweg oder Gassigehen. Auch dies muss mit einem ausgefüllten Formular belegt werden. In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen.

27.2.2021 • 09:11 Uhr

Scholz fordert gemeinsames Vorgehen bei Öffnungen

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor den Bund-Länder-Gesprächen zu einem gemeinsamen Vorgehen bei möglichen Öffnungen in der Corona-Pandemie gemahnt. "Ich bestehe darauf, dass wir hier eine gemeinschaftliche Führungsleistung in Deutschland zustande bringen", sagte Scholz im Deutschlandfunk. Es müsse auch die Bereitschaft geben, dass bei steigenden Infektionszahlen vor Ort schnell gehandelt werde, damit es nicht wieder eine Ausbreitung des Virus auf ein ganzes Bundesland oder Deutschland gebe.

Es sei bekannt, dass etwa der Einzelhandel in einer ganz schwierigen Lage sei. "Aber niemand hat etwas davon, wenn wir Geschäfte öffnen und kurz danach wieder schließen", erklärte er. "Deshalb sage ich, ich bin dafür, dass es nicht bei vagen Aussagen bleibt, sondern dass wir sehr klare, präzise Festlegungen treffen, dass sie zwischen den Ländern und mit der Bundesregierung besprochen werden und dass wir dann uns auch gemeinsam vorwärts bewegen." Es müsse einen Plan geben, den alle gut verstehen könnten - in Kombination mit dem großflächigen Testen auf das Virus. Der Bund und die Länder beraten an diesem Mittwoch über mögliche Öffnungsschritte in der Pandemie.

27.2.2021 • 08:31 Uhr

Repräsentantenhaus billigt Bidens Hilfspaket

Das Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden im Umfang von 1,9 Billionen Dollar hat die erste Hürde genommen. Im Repräsentantenhaus stimmten 219 Abgeordnete für und 212 gegen das von Präsident Biden vorgeschlagene Maßnahmenpaket gegen die Pandemie, der in den USA bisher mehr als eine halbe Million Menschen zum Opfer gefallen sind. Es geht nun in den Senat, wo die Demokraten die entscheidende Abstimmung bis Mitte März anstreben. Zu den Hilfsmaßnahmen gehören ein Scheck über 1400 Dollar (1160 Euro) für die meisten Bürger und Milliarden für Schulen, Unternehmen und Staats- und Kommunalregierungen.

27.2.2021 • 07:40 Uhr

Wer am Montag was lockert

Bund und Länder beraten zwar erst Mitte nächster Woche über Öffnungsstrategien aus dem Lockdown, doch schon zuvor schaffen immer mehr Regierungschefs Fakten. Ein Überblick.

27.2.2021 • 07:25 Uhr

"Keine Anzeichen für größeres Chorsterben"

Der Geschäftsführer der Evangelischen Pop-Akademie in Witten, Martin Bartelworth, sieht trotz monatelangem Stillstand der Kultur durch die Corona-Einschränkungen "keine Anzeichen für ein größeres Chorsterben". Zwar erlebe die Chorarbeit durch die Pandemie ihre größte Krise in der Nachkriegszeit, sagte Bartelworth dem Evangelischen Pressedienst. Doch die Sehnsucht nach der Gemeinschaft im Chorgesang bleibe bestehen. "Wenn es wieder möglich ist, kommen die Menschen auch wieder zusammen." Laut einer Online-Umfrage der Pop-Akademie unter mehr als 200 Leitern von Gospel- und Popchören in Deutschland erwarten nur zwei Prozent von ihnen, dass sich ihr Ensemble nach der Pandemie auflöst. Rund 45 Prozent rechneten allerdings mit einer geringeren Mitgliederzahl, sagte Bartelworth.

27.2.2021 • 05:35 Uhr

BioNTech-Gründer: Impfstoff-Produktion langfristig erhalten

Der BioNTech-Gründer Ugur Sahin spricht sich für einen langfristigen Erhalt der Impfstoff-Produktionskapazitäten aus. In den kommenden Jahren müssten zwei Dinge sichergestellt werden, sagt Sahin der Zeitung "Bild": "Zum einen die fortlaufende Produktion des Impfstoffes, damit für Auffrischungen und andere Länder ausreichend Dosen vorhanden sind. Und zum anderen müssen wir auch in der Lage sein, beim Auftauchen einer Super-Mutante schnell einen angepassten Impfstoff produzieren zu können."

27.2.2021 • 05:20 Uhr

Außenminister Maas wirbt für europäischen Trauerakt für Corona-Tote

Bundesaußenminister Maas plädiert für einen europäischen Trauerakt für die an dem Coronavirus gestorbenen Menschen. "Das wäre ein sichtbares Zeichen, dass wir nicht nur die Pandemie gemeinsam bekämpfen, sondern auch in unserer Trauer um die Opfer vereint sind', sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Von den Wirtschaftshilfen über die wechselseitige Aufnahme von Intensivpatienten bis zur Impfstoffbeschaffung sei Corona eine gesamteuropäische Herausforderung. "Durch ein gemeinsames Erinnern können wir die vielen Opfer dieser Pandemie im kollektiven Gedächtnis Europas verankern", sagte Maas. "Das ist nicht zuletzt wichtig, damit wir als Europäerinnen und Europäer gemeinsame Lehren aus dieser Pandemie ziehen und die richtigen Weichen für die Zukunft stellen."

27.2.2021 • 05:20 Uhr

Sieben Tage-Inzidenz steigt auf 63,8

Das Robert-Koch-Institut meldet 9762 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 63,8 (Vortag: 62,6). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. Den neuen Angaben zufolge starben 369 weitere Menschen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 69.888. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,43 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.