Eine Ärztin in Schutzkleidung geht über einen Krankenhausflur in Houston, Texas. | AP
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Liveblog zum Nachlesen ++ Mehr als 4,5 Millionen Fälle in USA ++

Stand: 01.08.2020 23:02 Uhr

In den USA gibt es inzwischen mehr als 4,5 Millionen bestätigte Fälle. Polen verzeichnet einen Höchststand bei neuen Corona-Fällen. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • USA melden über 4,5 Millionen Infizierte und fast 153.000 Tote
  • Dutzende Heimbewohner in Quarantäne
  • Scharfe Kritik an Berliner Demo gegen Corona-Politik
  • Polizei löst Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen auf
  • Mehr als 60 Infektionen in dänischer Schlachterei
  • Polen verzeichnet Höchststand bei Neuinfektionen
1.8.2020 • 23:02 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle für heute den Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse.

1.8.2020 • 22:59 Uhr

Über eine halbe Million Infizierte in Südafrika

In Südafrika gibt es mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen - und das nur vier Monate nach Bestätigung des ersten Falles. Die Zahl sei um 10.107 auf 503.290 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. In ganz Afrika liegt die Zahl der bestätigten Infektionen bei fast einer Million.

1.8.2020 • 20:29 Uhr

USA melden über 4,5 Millionen Infizierte und fast 153.000 Tote

In den USA sind binnen 24 Stunden 68.605 Neuinfektionen registriert worden. Damit gebe es insgesamt 4.542.579 nachgewiesene Ansteckungsfälle, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 1371 auf 152.870.

1.8.2020 • 19:25 Uhr

Dutzende Heimbewohner in Quarantäne

135 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg sind unter Quarantäne gestellt worden, weil einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Wie die Stadt mitteilte, handelt es sich bei der infizierten Person um einen Mitarbeiter des Heims. Sowohl die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft als auch die des Pflegeheims würden getestet. Die Corona-Infektion sei durch eine Routineuntersuchung in dem Heim aufgefallen, teilte die Stadt mit. Die infizierte Person sei in der Gemeinschaftsunterkunft isoliert worden.

1.8.2020 • 19:24 Uhr

Scharfe Kritik an Berliner Demo gegen Corona-Politik

"Unverantwortlich", "zynisch", "gefährlicher Blödsinn": Von Seiten der Politik wird harsche Kritik an den Protesten von Corona-Gegnern in Berlin laut. Auch Bundesgesundheitsminister Spahn zeigte wenig Verständnis für die Demonstranten.

1.8.2020 • 17:40 Uhr

Polizei löst Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen auf

Die Polizei hat eine Kundgebung von Gegnern der Corona-Regeln und rechten Gruppen am Brandenburger Tor in Berlin für beendet erklärt. Zur Begründung hieß es, die Veranstalter seien nicht in der Lage, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Allerdings bewegten sich die Teilnehmer zunächst nicht von der Stelle, wie RBB-Reporter beobachteten. Die Ansage wurde mit lautstarken Pfiffen und Buh-Rufen kommentiert. Ein Veranstalter gab bekannt, man habe stattdessen eine Spontandemonstration am Reichstag angemeldet und wolle dort die ganze Nacht über einen Sitzstreik machen.

Rund 20.000 Menschen hatten sich laut Polizei bei der Kundgebung versammelt. Zuvor war ein Demonstrationszug mit 17.000 Teilnehmern durch die Stadt gezogen. Die Veranstalter hatten die Demonstration für beendet erklärt, nachdem die Polizei wegen der Nichteinhaltung der Hygieneregeln Anzeige erstattet hatte.

1.8.2020 • 16:55 Uhr

Mehr als 60 Infektionen in dänischer Schlachterei

Auf einem Schlachthof des dänischen Fleischverarbeiters Danish Crown ist mittlerweile bei 62 Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. 18 weitere positive Fälle unter den Angestellten des Betriebs im dänischen Ringsted kamen heute hinzu, wie ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur dpa berichtete.

Bislang seien knapp 600 der 900 Angestellten getestet worden. Die restlichen 300 sollten am Montag getestet werden, sofern sie sich nicht im Urlaub befänden. Danish Crown war vergangenen Sonntag von einem ersten Corona-Fall unter den Mitarbeitern in Ringsted informiert worden.

Mittlerweile wurde dort auch ein mobiles Testzentrum errichtet, in dem alle Mitarbeiter in den kommenden sieben Wochen wöchentlich auf Corona getestet werden sollen.

1.8.2020 • 16:39 Uhr

Polen verzeichnet Höchststand bei Neuinfektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Behörden verzeichneten nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Seit drei Tagen registriert das EU-Land täglich neue Rekordwerte. Die Regierung in Warschau erwägt deshalb schärfere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus. Geprüft werde zum Beispiel erneut eine Quarantäne für Reisende aus einigen Ländern mit hohem Infektionsgeschehen. Im Land gilt eine Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie in öffentlichen Gebäuden.

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 46.346 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1721 Menschen starben demnach mit dem Virus.

1.8.2020 • 16:06 Uhr

Piloten der British Airways akzeptieren Gehaltseinbußen

Die Piloten der Fluggesellschaft British Airways haben wegen der Corona-Krise harte Einschnitte bei Gehältern und Beschäftigung akzeptiert. Eine große Mehrheit der 4300 Piloten habe einer entsprechenden Vereinbarung mit der Untenehmensführung zugestimmt, erklärte die Gewerkschaft Balpa. Der Einigung zufolge sollen die Pilotengehälter um 20 Prozent gekürzt und 270 Stellen abgebaut werden.

Die Fluggesellschaft kämpft mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwischenzeitlich war der Passagierflugverkehr in Europa und vielen anderen Teilen der Welt nahezu zum Erliegen gekommen. British Aiways hatte deshalb ursprünglich die Entlassung von 12.000 Mitarbeitern, davon mehr als 1200 Piloten, vorgeschlagen. Stattdessen akzeptierten die Piloten nun die Gehaltsreduzierung von zunächst 20 Prozent, anschließend sollen zwei Jahre mit einer achtprozentigen Gehaltskürzung folgen. Gewerkschaftschef Brian Strutton sprach von einer "pragmatischen Entscheidung".

1.8.2020 • 16:03 Uhr

Grütters: Bund unterstützt Künstler durch Ankauf von Werken

Als Hilfe in der Corona-Krise soll die Kunstsammlung des Bundes erheblich erweitert werden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) dafür den diesjährigen Ankaufetat der Sammlung zeitgenössischer Kunst innerhalb des Programms "Neustart Kultur" um 2,5 Millionen Euro auf nun drei Millionen Euro erhöht und damit versechsfacht.

"Mit der kurzfristigen Erhöhung des Ankaufbudgets ermöglichen wir über die Kunstsammlung des Bundes einen raschen und wirkungsvollen Impuls zur Belebung der Kunstproduktion in der aktuell schwierigen Situation", sagte Grütters der Zeitung. Von der breiten Streuung der Ankäufe sollten vor allem kleinere Galerien profitieren und durch den Direkterwerb in Ateliers Künstler "ermutigt und unterstützt werden", fügte Grütters hinzu.

Mit dem Geld sollen den Angaben zufolge noch in diesem Jahr 150 Kunstwerke für die Sammlung gekauft werden. Eine unabhängige Ankaufkommission werde sowohl auf Kunstmessen als auch bei Künstlern direkt und in Galerien entsprechende Werke aussuchen. Der Wert eines erworbenen Kunstwerks werde im Regelfall 20.000 Euro nicht überschreiten, eine Bewerbung von Künstlern dafür sei aber nicht möglich, so die Zeitung. Seit 1971 sammelt der Bund Kunst. Seitdem sei eine umfangreiche Sammlung von mehr als 1600 Arbeiten entstanden.

1.8.2020 • 15:59 Uhr

Rio de Janeiro öffnet seine Strände wieder

Inmitten der Corona-Krise hat Brasiliens Metropole Rio de Janeiro seine berühmten Strände wieder zum Baden im Meer geöffnet. Dies berichteten Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Die Erlaubnis, die Teil der fünften Phase der Öffnung der Stadt am Zuckerhut ist, gilt danach von heute an. Auch mobile Verkäufer sollen tagsüber arbeiten und Bars bis nach Mitternacht geöffnet haben dürfen. Ein Verbleib am Strand wie beim Sonnen bleibt vorerst allerdings verboten. Damit sollen allzu große Menschenansammlungen vermieden werden.

Brasilien durchbrach kürzlich die Marke von insgesamt 90.000 Corona-Toten und ist nach den USA am meisten vom Virus betroffen. Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro verzeichnete die Stadt Rio bis Freitag 71.322 Infizierte, 8310 Patienten sind gestorben. Die Corona-Zahlen waren in den vergangenen Wochen zwar abgeflaut. Aber Experten warnen, dass eine neue Welle entstehen könnte.

1.8.2020 • 15:48 Uhr

Steigende Infektionszahlen: Griechenland erweitert Maskenpflicht

Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle erweitert Griechenland die Maskenpflicht. Wie der Zivilschutz mitteilte, müssen alle Menschen fortan in geschlossenen Räumen eine Maske tragen. Zudem sind Besuche in Krankenhäusern und Altersheimen nur im Ausnahmefällen erlaubt. In Bars dürfen sich nur noch so viele Menschen aufhalten, wie es Sitzplätze gibt. Stehende Kunden dürfen auch draußen nicht mehr bedient werden. Bei Zuwiderhandeln droht eine Geldbuße von 150 Euro. Das griechische Fernsehen berichtete von zahlreichen Polizeikontrollen in Bars und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bereits vergangene Woche hatte Athen die Maskenpflicht von den Verkehrsmitteln auf Geschäfte erweitert.

In den vergangenen Tagen war die Anzahl der Corona-Infektionen ständig gestiegen. Wegen der im europäischen Vergleich eher niedrigen Infektionszahlen ging die Bevölkerung zunehmend nachlässig mit den Schutzvorschriften um. Griechenland beklagt bislang 206 Coronavirus-Opfer. Gemessen an der Bevölkerung von gut 10,5 Millionen ist das eine der geringsten Opferzahlen in Europa.

1.8.2020 • 15:41 Uhr

Berlin: Demo gegen Corona-Maßnahmen abgebrochen

Die Veranstalter haben die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen für beendet erklärt. Das bestätigte die Polizei. Zuvor hatte die Polizei Anzeige erstattet. "Aufgrund der Nichteinhaltung der Hygieneregeln wurde eine Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gefertigt", hieß es dazu auf Twitter. Zum Zeitpunkt der Auflösung hatte der Zug sein Ziel nahe des Brandenburger Tores bereits erreicht. Die Polizei ging "in der Spitze" von etwa 17.000 Teilnehmenden aus. Eine "exorbitant höhere Zahl", die die Polizei genannt haben solle, könne man nicht bestätigen.

Demonstranten ziehen durch die Friedrichstraße in Berlin. | dpa

Nur wenige Demonstranten trugen einen Mund-Nasen-Schutz. Bild: dpa

1.8.2020 • 15:33 Uhr

Auch Frankreich testet seit heute Einreisende

Einreisende nach Frankreich aus 16 Ländern müssen sich seit heute an Flughäfen und Häfen einem Coronavirus-Test unterziehen. Diejenigen, die positiv in Frankreich getestet werden, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Der Premierminister Jean Castex hatte die vorgeschriebenen Tests im Juli angekündigt. Ausnahmen gelten nur für Personen aus den aufgelisteten Ländern, wenn sie nachweisen, dass innerhalb von 72 Stunden vor ihrer Abreise ein Test negativ war. Bei den 16 Ländern handelt es sich um unter anderem die USA und Brasilien. Frankreich erlaubt nicht alle Einreisenden aus den Ländern. Es genehmigt nur "französische Staatsbürger, die in diesen Ländern leben oder Staatsbürger dieser Länder mit einem etablierten Wohnsitz in Frankreich", so Castex. Daher bezieht sich die Testvorschrift nur auf diese Personen.

1.8.2020 • 15:28 Uhr

Rotterdam: Studierende ignorieren Schutzregeln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an Universitäten hat der Bürgermeister von Rotterdam sämtliche Studierende der Stadt per Brief zum Einhalten der Schutzregeln ermahnt. "Auch junge Leute können schwer krank werden", heißt es in dem Appell. "Achtet untereinander auf eure Verantwortung, nur zusammen bekommen wir dieses Virus unter Kontrolle." Täglich nähmen inzwischen die Infektionszahlen unter Studierenden in Rotterdam zu. Das Problem sei, dass sie nicht so schnell einen Corona-Test machen ließen, es nervig fänden, sich in Quarantäne zu begeben und sich auch mit der Kontaktnachverfolgung schwer täten, erklärte die Stadt.

Als erste niederländische Städte führen Rotterdam und Amsterdam von Mittwoch an eine Maskenpflicht ein. Diese gilt für besonders belebte Plätze, Straßen und Geschäfte. Die niederländische Regierung lehnt zwar eine allgemeine Maskenpflicht bisher ab, gestattet aber regionale Gebote. Bisher muss in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsmaske getragen werden.

1.8.2020 • 14:57 Uhr

Maas: nationale Lösung für unverheiratete Paare

Bundesaußenminister Heiko Maas fordert nationale Lösungen für unverheiratete Paare, die sich wegen der strengen Corona-Einreisebestimmungen derzeit nicht besuchen dürfen. "Deutschland sollte in Europa Vorreiter und nicht Nachzügler sein, wenn es darum geht, geliebte Menschen wieder zusammenzubringen, die durch Corona seit Monaten auseinandergerissen sind", sagte der SPD-Politiker dem "Spiegel".

Zur Eindämmung des Coronavirus hatten Deutschland und die anderen EU-Staaten ein weitreichendes Einreiseverbot für Bürger der allermeisten Nicht-EU-Länder verhängt. Kurzfristige Besuche bei Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern oder nahen Angehörigen sind zwar unter bestimmten Bedingungen auch aus diesen Ländern erlaubt. Unverheiratete können ihren Partner in Deutschland hingegen nicht besuchen.

Viele Betroffene dringen inzwischen öffentlich auf Lockerungen. Der Außenminister setzt auf nationale Ausnahmeregelungen. "Es ist gut, dass wir an einer europäischen Lösung arbeiten, aber in der Zwischenzeit müssen wir die rechtlichen Spielräume nutzen, die wir haben, um für die am schwersten getroffenen Paare pragmatische Lösungen anzubieten", sagte Maas.

1.8.2020 • 14:54 Uhr

Patientenschützer: geltende Regeln einhalten statt Strafverschärfung

Patientenschützer halten nichts von Forderungen nach härteren Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. Eine Mehrheit der Menschen achte die Hygiene- und Abstandsregeln, eine Minderheit ignoriere alle Maßnahmen, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Wer jetzt nach härteren Strafen bei Verstößen rufe, der habe zunächst dafür zu sorgen, dass die geltenden Regelverletzungen geahndet werden. Jedoch schauten kommunale Ordnungsämter, Landes- und Bundespolizei weg, damit die Lagen nicht eskalierten. "So entstehen rechtsfreie Räume und die Ausbreitung des Virus nimmt an Fahrt auf. Für die Hochrisikogruppe ist das brandgefährlich", warnte Brysch.

1.8.2020 • 14:10 Uhr

Almaier: Verstöße gegen Corona-Regeln härter bestrafen

Ökonomen sorgen sich angesichts steigender Infektionszahlen um die wirtschaftliche Erholung. Wirtschaftsminister Altmaier will deshalb härter bei Verstößen gegen Corona-Regeln vorgehen.

1.8.2020 • 14:08 Uhr

Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern: "Bauchgrummeln" vorm Schulstart

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sieht die Lehrergewerkschaft VBE dem bundesweit ersten Schulstart nach den Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Montag mit gemischten Gefühlen entgegen. "Natürlich haben wir Lehrerinnen und Lehrer auch ein Bauchgrummeln, wenn wir an den Schulstart denken und parallel sehen, dass die Infektionszahlen wieder steigen", erklärte der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck. "Und vor allem die Sorglosigkeit, die sich in der Gesellschaft anscheinend immer weiter breit macht, bereitet uns Sorgen."

Selbst wenn in den Schulen konsequent alle Hygieneregeln eingehalten würden, sei den Lehrkräften schon klar, "dass es nach und auch schon vor der Schule zu einer Vermischung der Gruppen kommen wird, die in den Schulen strikt getrennt werden". Als Beispiel nannte Blanck die Schulbusse und Haltestellen. Das neue Schuljahr sei aber in den Schulen unter den gegebenen Umständen bestmöglich vorbereitet worden. "Jetzt gilt es, diesen Start auch mit Zuversicht umzusetzen." Den Schulen sei dabei bewusst, welche Verantwortung sie haben und dass der Schulstart bundesweit genau beobachtet wird.

1.8.2020 • 14:05 Uhr

Ansturm auf die Ostsee - dichtes Gedränge an den Stränden

Die Aussicht auf eine Erfrischung in der Ostsee bei sommerlichen Temperaturen hat viele Kurzurlauber angelockt - und zu kilometerlangen Staus auf den Autobahnen geführt. Schon zur Mittagszeit warnte die Polizei Kurzentschlossene und Nachzügler davor, ebenfalls noch den Weg an die Küste anzutreten.

"Die Verkehrslage auf der A 1 ist katastrophal. Wer jetzt noch Richtung Ostsee losfährt, muss selbst wissen, was er sich antut", sagte ein Sprecher der Polizei.  Zwischendurch habe sich der Verkehr auf bis zu 17 Kilometern gestaut, doch auch auf dem restlichen Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Lübeck sei durchweg mit stockendem Verkehr zu rechnen.

Auch an den Küsten selbst kam es bedingt durch das hohe Besucheraufkommen zu langen Wartezeiten: Gegen 12 Uhr waren in der Lübecker Bucht nach Angaben der Polizei nahezu alle Parkplätze belegt. Auch die Strände, wie beispielsweise in Timmendorf an der Seebrücke oder in Scharbeutz, seien zu dieser Zeit bereits stark ausgelastet gewesen. "Das Kontingent ist aufgebraucht, mehr geht nicht", sagte eine Polizeisprecherin.

Neben dem Aufruf, auf einen Strandbesuch zu verzichten, mahnte die Polizei zudem Urlauber zur Vorsicht. So lasse sich an den engen Strandpromenaden kaum kontrollieren, ob die geltenden Corona-Bestimmungen wie der Mindestabstand eingehalten werden. 

1.8.2020 • 14:00 Uhr

Steigende Infektionszahlen: Hongkong eröffnet Feldlazarett

Angesichts dramatisch ansteigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden in Hongkong ein Feldlazarett für 500 Covid-19-Patienten eröffnet. Die auf dem ehemaligen Expo-Gelände eingerichtete provisorische Klinik werde Patienten im Alter von 18 bis 60 Jahren aufnehmen, die sich in stabilem Zustand befinden, hieß es. Bereits heute sollten danach 20 bis 30 Patienten eintreffen. 

Feldlazarett in Hongkong | dpa

Hongkong: In einem Feldlazarett, das auf der Asia World Expo eingerichtet wurde, werden Bettenreihen in einer Halle aufgestellt. Die neue Covid-19-Patientenaufnahmeeinrichtung kann bis zu 500 erwachsene Patienten unter stabilen Bedingungen aufnehmen. Bild: dpa

Ziel sei es, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu isolieren und sie angemessen zu behandeln. Neu ankommende Patienten würden geröntgt sowie Blut-, Speichel- und Herzuntersuchungen unterzogen. Patienten, die als instabil einzustufen seien, würden in andere Krankenhäuser verlegt. 

Hongkong hatte die Corona-Pandemie zunächst gut unter Kontrolle bekommen. Seit Ende Juli steigen die Infektionszahlen jedoch wieder stark an. Zuletzt meldeten die Behörden 125 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen in der Finanzmetropole stiegen damit auf fast 4000, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf 31.

1.8.2020 • 13:29 Uhr

33 Infektionen auf Hurtigrutenschiff "Roald Amundsen"

Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen sind 29 weitere Crew-Mitglieder positiv getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von vier auf 33, wie die Reederei Hurtigruten mitteilte. Die Corona-Tests von 120 weiteren der insgesamt 158 Besatzungsmitglieder der "Roald Amundsen" seien negativ ausgefallen, fünf andere müssten nochmals getestet werden.

Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die "Roald Amundsen" am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekanntgeworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus. Die 154 an Bord verbliebenen Crew-Mitglieder, darunter auch die 29 neuen positiven Fälle, wiesen keine Krankheitsanzeichen oder Symptome für eine Covid-19-Erkrankung auf, erklärte Hurtigruten.

Alle Passagiere, die auf den beiden am 17. und 24. Juli begonnenen Touren mit der "Roald Amundsen" unterwegs gewesen seien, seien über die Lage informiert worden. All diese Passagiere müssten für zehn Tage in Quarantäne. Norwegischen Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um rund 380 Passagiere.

1.8.2020 • 13:12 Uhr

Philippinen: Ärzte fordern sofortigen Lockdown von Manila

Auf den Philippinen warnen Ärzte eindringlich vor einem Kollaps des Gesundheitssystems und fordern angesichts der steigen Infektionszahlen die Verhängung eines totalen Lockdowns über die Hauptstadt Manila. Mehr als 40 Organisationen des Gesundheitssektor unterzeichneten einen entsprechenden Brief an Präsident Rodrigo Duterte. Mindestens bis zum 15. August solle ein Lockdown über Manila verhängt werden, um Zeit für einen Aktionsplan zu gewinnen, fordern sie.

Im Juli hatten sich mehr als 50.000 Philippiner mit Covid-19 infiziert. Mit 4063 Fällen erreichten die Neuinfektionen am 31. Juli einen neuen Tagesrekord. Aktuell liegt die Gesamtzahl der Infektionen bei 93.354 Fälle; davon gelten 65.178 als genesen. 2023 Philippiner sind an der Infektion gestorben.

Duterte hatte sich in seiner jüngsten Rede zur Lage der Nation nicht zur Corona-Strategie seiner Regierung geäußert. Er rief seine Landsleute lediglich auf, "nicht zu verzweifeln"; ein Impfstoff stehe "vor der Tür". Zwei Wochen vor der Präsidentenrede hatten die großen privaten Krankenhäuser in Manila wegen Überlastung die Aufnahme von Covid-19-Patienten eingestellt.

1.8.2020 • 12:21 Uhr

Medien: Russland will im Herbst Massenimpfungen starten

Russland will Medienberichten zufolge bereits im Oktober mit der ersten Massenimpfkampagne gegen das Coronavirus beginnen. Das staatliche Forschungsinstitut Gamaleja in Moskau habe die klinischen Versuche mit dem Impfstoff abgeschlossen, wird Gesundheitsminister Michail Muraschko zitiert. Der Zulassungsantrag werde vorbereitet. Ärzte und Lehrer sollten als erste geimpft werden.

Bislang gibt es noch keinen Impfstoff gegen das Virus. Weltweit wird fieberhaft an mehr als 100 möglichen Impfstoffen gearbeitet, auch in Deutschland. Mindestens vier davon befinden sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in abschließenden Phase-III-Studien am Menschen, darunter drei Impfstoffkandidaten in China und einer in Großbritannien.

Das Tempo, mit dem Russland den Impfstoff auf den Markt bringen will, hat im Ausland die Frage aufkommen lassen, ob Moskau nationales Prestige über Wissenschaft und Sicherheit stellt. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hatte kürzlich erklärt, nicht vor Mitte 2021 mit einem Impfstoff für die breite Bevölkerung zu rechnen.

Russland weist nach den USA, Brasilien und Indien die meisten Infektionsfälle weltweit auf. Die Zahl der Infektionen stieg binnen 24 Stunden um 5462 auf 845.443, wie die Behörden mitteilten. Die Neuinfektionen blieben damit seit dem 20. Juli unter der Marke von 6000. Die Zahl der Todesfälle legte um 95 auf 14.058 zu.

1.8.2020 • 14:13 Uhr

Berlin: Demo gegen Corona-Politik begonnen

In Berlin hat eine Demonstration gegen die Corona-Politik der Bundesregierung begonnen. Medienberichten zufolge setzten sich mehrere tausend Menschen nahe des Brandenburger Tors in Bewegung. Mundschutz trug danach so gut wie keiner der Demonstranten, die Menschen standen dicht gedrängt und missachteten die geltenden Abstandsregeln. Zur Abschlusskundgebung am Nachmittag werden 10.000 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet. Organisiert wurde die Demonstration von der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711".

Das Motto der Demonstration lautete "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit". Den Titel "Tag der Freiheit" trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935. Nach Angaben von Berlins Innensenator Andreas Geisel riefen auch verschiedene Neonazi-Organisationen zur Teilnahme auf. Eine ebenfalls für heute angemeldete Veranstaltung des Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann war im Vorfeld unter anderem wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung untersagt worden. Es war das zweite Verbot einer Hildmann-Kundgebung in Folge.

Zudem sollen mehrere Gegendemonstrationen stattfinden. Unter anderem wurde eine Veranstaltung "Kein Fußbreit den Verschwörungstheoretikern" mit 500 Menschen angemeldet. Insgesamt werden am Wochenende in Berlin bei dutzenden Veranstaltungen etwa 22.000 Demonstranten erwartet, die Polizei ist mit mehr als eintausend Beamten im Einsatz.

1.8.2020 • 11:29 Uhr

Dehoga: Landgasthöfe in großer Not

Landgasthöfe leiden nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) besonders unter der Corona-Krise. Wichtige Einnahmequellen seien Hochzeiten, Jubiläen und Geburtstage, die jetzt angesichts der Beschränkungen weitgehend ausfielen, sagte Niedersachsens Hauptgeschäftsführer Rainer Balke dem Bremer "Weser-Kurier". "Manche haben 100 Prozent ihrer Veranstaltungen eingebüßt, meist bis in die zweite Jahreshälfte hinein." Gasthöfe, die schon vor der Krise Probleme gehabt hätten, würden das Jahr nicht überleben: "Corona ist der Dolchstoß für sie."

Das Sterben der Betriebe sei ein Verlust für die Dorfkultur, warnte Balke. "Aber alle, die Krokodilstränen weinen, müssen sich vor Augen halten, dass sie selbst einen Beitrag leisten müssen, wenn sie das Gasthaus im Ort erhalten wollen." Sie müssten dort Kunde sein und für Umsatz sorgen. Auch die Ortspolitiker seien gefragt. "Das ist unser Appell: Denkt daran, wenn das Gasthaus erst einmal geschlossen ist, ist es ganz schwierig, es wieder zu öffnen."

1.8.2020 • 11:23 Uhr

Sektenführer in Südkorea festgenommen

In Südkorea ist der Chef der Shincheonji-Sekte festgenommen worden, unter deren Mitgliedern es zu Beginn der Corona-Pandemie zu einer Masseninfektion mit dem neuartigen Virus gekommen war. Dem 88-jährigen Sektenführer Lee Man Hee wird vorgeworfen, gegenüber den Gesundheitsbehörden falsche Angaben zu Gottesdiensten und den Mitgliedern seiner Sekte gemacht haben.

Die Shincheonji-Sekte stand im Februar und März im Zentrum der ersten Corona-Ansteckungswelle in Südkorea. Mehr als die Hälfte aller landesweit registrierten Infektionsfälle entfielen damals auf Mitglieder der christlichen Sekte. Bis Mitte Juli wurden unter den Gläubigen mehr als 5200 Ansteckungen nachgewiesen. 

Shincheonji-Mitglieder spenden Blutplasma | picture alliance / YONHAPNEWS AG

Shincheonji-Mitglieder der Kirche Jesu, die sich von dem neuartigen Coronavirus erholt haben, stehen am 13. Juli 2020 Schlange, um Blutplasma zu spenden, um die Entwicklung eines Impfstoffs oder eines Medikaments zur Behandlung des Virus zu unterstützen. Die Kirche war einst eine Quelle von Masseninfektionen. Bild: picture alliance / YONHAPNEWS AG

Die Shincheonji-Sekte wurde 1984 gegründet. Ihre Anhänger glauben, dass ihr Gründer Lee am Tag des jüngsten Gerichts 144.000 Menschen mit in den Himmel nimmt. Rund 200.000 Menschen gehören der Kirchengemeinde an. 

Südkorea hat die Corona-Pandemie inzwischen weitgehend unter Kontrolle gebracht. Am Samstag meldeten die Behörden 31 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der landesweit nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf 14.336.

1.8.2020 • 09:13 Uhr

Fauci zweifelt an Sicherheit von Impfstoffen aus China und Russland

Der führende US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von in China und Russland entwickelten Corona-Impfstoffen geäußert. "Ich hoffe, dass die Chinesen und die Russen den Impfstoff tatsächlich testen, bevor sie ihn jemandem verabreichen", sagte Fauci bei einer Kongressanhörung. Er äußerte Zweifel an dem Vorgehen von China und Russland: "Behauptungen, einen Impfstoff vertriebsbereit zu haben, bevor man ihn testet, halte ich bestenfalls für problematisch."

Vor allem mehrere chinesische Unternehmen stehen an der Spitze des weltweiten Impfstoffwettlaufs, während Russland erklärte, bis September der Öffentlichkeit einen Impfstoff zur Verfügung stellen zu können. Zwei chinesische Unternehmen, Sinovac und Sinopharm, haben in Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Versuche die dritte Testphase eingeleitet. Ein weiterer Impfstoff wird bereits den Angehörigen des chinesischen Militärs verabreicht, ohne die letzte Testphase durchlaufen zu haben. China und Russland wird vorgeworfen, versucht zu haben, Informationen zur Impfstoffforschung von anderen Ländern zu stehlen. Peking und Moskau streiten die Vorwürfe ab.

1.8.2020 • 07:25 Uhr

Trotz Tourismus-Öffnung: Wenig Neuinfektionen in Ägypten

Ägypten meldet mit 321 Neuinfektionen die wenigsten Ansteckungen seit dem 3. Mai. Damit stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle auf 94.078. Die Zahl der Todesfälle legte um 31 auf 4188 zu. Ägypten hatte am 1. Juli seine Urlaubsorte wieder für ausländische Touristen geöffnet. Allerdings gilt das Land für die EU noch nicht als sicheres Reiseland.

1.8.2020 • 05:48 Uhr

955 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der Infizierten um 955 auf 209.653. Gestern meldete das Robert Koch-Institut noch 870 neue Fälle. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich um sieben auf 9148.

1.8.2020 • 04:12 Uhr

"Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten"

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat vor der Verhängung einer erneuten Ausgangssperre gewarnt. "Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten", sagte Haseloff den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken", sagte er. "Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen."

1.8.2020 • 03:53 Uhr

Kostenlose Tests für Reiserückkehrer

Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren, können sich ab heute kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das legt eine entsprechende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest. Die Tests sind für alle Reiserückkehrer auch ohne Krankheitsanzeichen innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland möglich - zum Beispiel an Teststellen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen. Bezahlt werden die Tests zunächst von den gesetzlichen Krankenversicherungen.

1.8.2020 • 03:44 Uhr

Mexiko: Zahl der Corona-Opfer steigt auf 46.688

Die Zahl der Corona-Toten in Mexiko ist auf 46.688 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Damit überholte Mexiko bei der Zahl der Todesopfer Großbritannien und rückte weltweit an die dritte Stelle hinter Brasilien und den Vereinigten Staaten. Bislang haben sich in dem Land 424.637 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Damit liegt Mexiko weltweit an sechster Stelle. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegen dürfte.

Beerdigung von Corona-Opfern in Mexiko | REUTERS

Beerdigung von Corona-Opfern in Mexiko (Archivbild, 06/2020) Bild: REUTERS

1.8.2020 • 01:53 Uhr

Esken fordert Ausweitung der Corona-Tests

SPD-Chefin Saskia Esken fordert eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests in Deutschland. Nötig sei eine Strategie, die es erlaube, durch flächendeckende und zugleich gezielte Tests Infektionen frühzeitig zu identifizieren und damit weitere Ansteckungsrisiken zu verringern, sagte Esken der "Rheinischen Post". "Da ist jetzt Verantwortung in Bund, Land und Kommune gefragt und gefordert." Gerade diejenigen, die bei der Frage von Lockerungen vorangeprescht seien, sollten jetzt alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um eine zweite Welle zu verhindern. "Die unbestrittene Notwendigkeit einer europaweiten Strategie darf niemanden davon abhalten, hier und heute Verantwortung zu übernehmen."

1.8.2020 • 00:55 Uhr

Lockdown in Westlibyen

Die international anerkannte libysche Regierung hat für die Bewohner in ihrem Einflussgebiet wieder umfassende Beschränkungen in der Corona-Krise angeordnet. Die Maßnahme gilt für mindestens fünf Tage. In dieser Zeit dürfen die Anwohner ihre Häuser nur für den Kauf lebensnotwendiger Güter verlassen. Die strengen Beschränkungen dämpften die Feststimmung am islamischen Opferfest Eid al-Adha. Libyen ist zwischen rivalisierenden Führungen im Westen und Osten geteilt. Im nordafrikanischen Land wurden bisher 3621 Corona-Fälle bestätigt, 74 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. Doch wird im ganzen Land äußerst wenig getestet, weswegen die Dunkelziffer höher sein dürfte.