Eine junge Frau mit Mundschutzmaske an einer U-Bahnstation in Prag | MARTIN DIVISEK/EPA-EFE/Shutterst
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Tschechien führt Maskenpflicht wieder ein ++

Stand: 18.08.2020 09:47 Uhr

In Tschechien gilt ab 1. September wieder eine Maskenpflicht. Grund sind der Schulanfang und steigende Infektionszahlen. Bundeskanzlerin Merkel lehnt weitere Corona-Lockerungen ab. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Nigeria öffnet Flughäfen für internationale Flüge
  • Tunesisches Gesundheitsministerium: "Lage ist ernst"
  • Britische Regierung lenkt im Streit um Corona-Schulabschlüsse ein
  • Vorerst deutlich weniger Infektionen in Spanien
  • Hessen: 28 Menschen in Flüchtlingsunterkunft mit Corona infiziert
  • In Libyen droht die Pandemie außer Kontrolle zu geraten
17.8.2020 • 22:29 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse und gute Nacht.

17.8.2020 • 20:54 Uhr

Nigeria öffnet Flughäfen für internationale Flüge

Nigeria wird seine Flughäfen ab dem 29. August wieder für internationale Flüge öffnen, teilte der nigerianische Luftfahrtminister Hadi Sirika mit. Bereits Anfang Juli wurden die Inlandsverbindungen wieder aufgenommen und es habe keine bestätigten Corona-Fälle gegeben.

Die Flughäfen von Afrikas bevölkerungsreichstem Land sind seit dem 23. März geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Sirika sagte, es gebe derzeit lediglich vier Flüge die täglich in der Hauptstadt Abuja und weitere vier Verbindungen, die in Lagos landen würden. Für diese Verbindungen gelten strenge Sicherheitsauflagen. "Es ist sicher zu fliegen, wenn wir uns an diese Sicherheitsvorkehrungen halten", so Sirika.

Flughafen Abuja in Nigeria | REUTERS

Ende August öffnet Nigeria die Flughäfen wieder für internationale Flüge. Bild: REUTERS

Passagiere internationaler Flüge müssten demnach vor dem Flug nach Nigeria einen negativen Corona-Test vorlegen und gegen Bezahlung einen weiteren Test bei Ankunft in Nigeria machen. Zudem müssten sie vor Antritt der Reise einen Online-Fragebogen ausfüllen und den örtlichen Behörden nach der Landung vorlegen.

Nigeria registrierte Ende Februar den ersten bestätigten Corona-Fall. Aktuell hat das Land 49.068 bestätigte Infizierte und 975 Todesfälle.

17.8.2020 • 20:03 Uhr

Tunesisches Gesundheitsministerium: "Lage ist ernst"

Die Corona-Lage in Tunesien hat das dortige Gesundheitsministerium wegen steigender Infektionszahlen als "ernst" und "gefährlich" eingestuft. Es gebe bei den Bürgern generell das Gefühl, dass die Pandemie vorbei sei, sagte der Direktor für öffentliche Gesundheit, Taher Guergueh, dem tunesischen Sender "Shems FM". "Wenn es keine Wachsamkeit gibt und die Anweisungen des Gesundheitsministeriums und des wissenschaftlichen Ausschusses nicht umgesetzt werden, werden wir vor Problemen stehen", warnte Guergueh.

Die Regierung hatte zu Beginn der Pandemie strikte Maßnahmen erlassen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, diese nach Eindämmung des Virus aber wieder gelockert. An Stränden und im öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt Tunis wird aktuell nur vereinzelt Mund- und Nasenschutz getragen.

Wegen der jüngsten Entwicklungen wurden Maßnahmen regional wieder verschärft. Behörden im Bezirk Gabes im Süden Tunesiens schlossen Moscheen und Wochenmärkte und das Verteidigungsministerium richtete ein Feldkrankenhaus für die Behandlung Infizierter ein. Bislang hat Tunesien 2107 Corona-Fälle und 54 Tote gemeldet. Zwar sind die Zahlen kleiner als in anderen Ländern der Region, doch ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt gestiegen.

17.8.2020 • 19:46 Uhr

Staatshilfe für Lufthansa-Tochter Swiss bewilligt

Die Schweizer Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiß bekommen ihre staatlich garantierten Kredite: Der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) habe den Schweizer Bundesgarantien für Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro) zugestimmt, teilte die Swiss mit. Die Regierung in Bern hatte die Garantie bereits im Mai versprochen. Die Schweizer Staatshilfe hing aber vom deutschen Rettungspaket für die Lufthansa ab. Die Verhandlungen hatten sich hingezogen. "Wir sind sehr dankbar, dass die vom Bund bereits zugesicherte finanzielle Unterstützung in Form eines Kredits nun zum Tragen kommt", sagte Swiss-Chef Thomas Klühr. Wegen der Corona-Krise hatte die Swiss im operativen Geschäft im ersten Halbjahr einen Verlust von gut 266 Millionen Franken gemacht. Der Umsatz ging um rund 55 Prozent auf gut eine Milliarde Franken zurück.

17.8.2020 • 19:18 Uhr

Easyjet schließt drei Basen in Großbritannien

Die Billigfluglinie Easyjet gibt wegen der Corona-Krise drei ihrer elf Basen in Großbritannien auf. Betroffen sind die Flughäfen Stansted und Southend in der Nähe von London sowie Newcastle im Nordosten Englands. Die Stützpunkte werden ab 31. August geschlossen, sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Die gesamte Branche leidet unter einem Einbruch der Passagierzahlen. Erst kürzlich hatte sich Easyjet mit dem Verkauf eines Teils der Flotte finanziellen Spielraum verschafft. Die britische Fluggesellschaft verkaufte 23 Maschinen mit einem Gesamterlös von 650 Millionen Euro. Die Flugzeuge nutzt Easyjet jetzt weiterhin im Rahmen eines Leasing-Vertrags.

Flugzeuge der Billigfluglinie Easyjet stehen auf dem Flughafen Southend bei London. | dpa

Auch die Easyjet-Basis am Flughafen Southend ist von den Kürzungen betroffen. Bild: dpa

17.8.2020 • 19:11 Uhr

Britische Regierung lenkt im Streit um Corona-Schulabschlüsse ein

Die britische Regierung ist im heftigen Streit um Schulabschlüsse während der Corona-Krise in England umgeschwenkt. Die Abschluss-Noten werden nun doch vor allem auf Einschätzungen von Lehrern basieren. Das Ergebnis einer umstrittene Software soll nur dann zum Zuge kommen, wenn es besser ist als die Meinung der Lehrer.

Da wegen der Pandemie weder Prüfungen zum Abitur noch zur mittleren Reife stattfinden konnten, hatte das Kultusministerium die Notenvergabe einem Computerprogramm überlassen. Ziel war es, die tendenziell zu positiven Einschätzungen der Lehrer auf ein Durchschnittsniveau der vergangenen Jahre zu drücken.

Das geschah durch einen Algorithmus, bei dem teilweise Schüler bis um drei Notenpunkte schlechter wegkamen, als ihre Lehrer empfohlen hatten. Grundlage war neben der individuellen Einschätzung der Schülerleistung auch der Durchschnitt der Prüfungen an der betreffenden Schule aus früheren Jahren.

Schüler protestieren gegen Benotungssoftware in Großbritannien | AFP

Schüler protestieren gegen Benotungssoftware in England Bild: AFP

Premierminister Boris Johnson und Bildungsminister Gavin Williamson waren wegen der ungerechten Notenvergabe stark unter Druck geraten, weil dadurch ohnehin schon benachteiligte Schüler noch schlechter gestellt. Williamson entschuldigte sich nun für das Chaos. Die Opposition hatte zuvor von einem "Fiasko" gesprochen. Etliche Schüler fürchteten um ihre Studienplätze.

Auch in Schottland, Wales und Nordirland sorgte ein Versuch mit demselben Ansatz für Unmut und wurde wieder zurückgenommen. Auch dort sollen nun die Einschätzungen der Lehrer maßgeblich sein.

17.8.2020 • 18:48 Uhr

Vorerst deutlich weniger Infektionen in Spanien

Spaniens Gesundheitsministerium meldet 1833 bekannte Neuinfektionen und damit rund 1000 weniger als am Freitag. Allerdings werden am Sonntag erfahrungsgemäß weniger Diagnosen gestellt, weswegen die am Montag gemeldeten Zahlen oft niedriger sind. Insgesamt sind 359.082 Fälle verzeichnet.

Wegen zuletzt steigender Corona-Infektionen wurde das spanische Festland und die Balearen vergangene Woche offiziell zum Risikogebiet erklärt. Die Corona-Beschränkungen für Touristen wurden noch einmal verschärft. Auf Mallorca gingen Beschäftigte der Tourismusbranche auf die Straße und forderten mehr Hilfe vom Staat.

17.8.2020 • 18:43 Uhr

Hessen: 28 Menschen in Flüchtlingsunterkunft mit Corona infiziert

Im mittelhessischen Neustadt sind 24 Mitarbeiter sowie vier Bewohner einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Beschäftigten befänden sich in häuslicher Quarantäne, die Bewohner sowie ihre Kontaktpersonen wurden demnach in einem gesonderten Bereich der Einrichtung isoliert, wie das zuständige Regierungspräsidium Gießen mitteilte.

Von den infizierten Mitarbeitern seien 22 bei einem privaten Sicherheitsdienst tätig, zwei weitere bei einem medizinischen Dienstleister. Der Behörde zufolge wurden alle Beschäftigten und Bewohner auf das Virus getestet, nachdem erste Fälle bekannt geworden waren. Die vier infizierten Bewohner zeigten demnach nur leichte oder keine Symptome. Bei ihren ermittelten Kontaktpersonen sei der Corona-Test negativ ausgefallen.

17.8.2020 • 18:33 Uhr

In Libyen droht die Pandemie außer Kontrolle zu geraten

In Libyen droht die Corona-Pandemie örtlichen Behörden zufolge außer zu Kontrolle zu geraten. "Wir sind nicht in der Lage, die Krankheit einzudämmen", sagt Bürgermeister Mohammed al-Fataisi von Hai al-Andalus, einem wohlhabenden Vorort von Tripolis.

Zwar blieben die Fallzahlen in Libyen zuerst niedrig, weil Reisen wegen des Konflikts kaum möglich sind. Medizinern zufolge breitet sich die Krankheit in dem Bürgerkriegsland jedoch jetzt immer schneller aus, auch weil die Menschen weiter zu Veranstaltungen wie Hochzeiten gehen. Die Zahl der bekannten Infektionen ist in vergleichsweise kurzer Zeit auf fast 8200 gesprungen - bei mehr als 150 Todesfällen.

17.8.2020 • 18:24 Uhr

Malta schließt Bars und Nachtclubs

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen schließt die Regierung in Malta von Mittwoch an alle Bars und Nachtclubs. Ausgenommen sind nur Lokale, die auch ein Restaurant haben. Das berichtete die Zeitung "Times of Malta". Zudem habe der Gesundheitsminister Chris Fearne angeordnet, Bootspartys zu verbieten. Insgesamt dürfe es keine Ansammlungen von Gruppen mehr geben, die mehr als 15 Menschen umfassen.

In Malta gilt außerdem eine Maskenpflicht in allen Räumen von öffentlichen Orten - mit der Ausnahme von Restaurants, für die es spezielle Regelungen gebe. In dem kleinen Inselstaat hatten die Behörden zuletzt täglich um die 70 Neuinfektionen registriert - und damit Höchstwerte, wie die Zeitung schrieb. Italien hatte einen Tag zuvor zur Eindämmung des Corona-Virus alle Diskotheken im Land geschlossen.

17.8.2020 • 17:23 Uhr

Thüringen: Hallensport mit Zuschauern ab September möglich

Thüringen will Hallensport vor Zuschauern von September an wieder zulassen. Geplant sei ein Stufenplan, um schnell regional reagieren zu können, wenn die Infektionszahlen wieder ansteigen, sagte Sportminister Helmut Holter in Erfurt. Dann müssten Zuschauer möglicherweise vorübergehend auch wieder ausgeschlossen werden. Die neue Infektionsschutzverordnung für Kindergärten, Schulen und den Sport soll am 31. August in Kraft treten.

Bei einem geringem oder gar keinem Infektionsgeschehen muss dem Ministerium zufolge für Sportveranstaltungen ein Infektionsschutzkonzept vorliegen. Sportveranstaltungen mit Zuschauern müssen durch die Gesundheitsämter genehmigt werden. Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel könne vom Mindestabstand abgewichen werden.

17.8.2020 • 16:14 Uhr

Tschechien führt Maskenpflicht wieder ein

Tschechien macht das Tragen von Gesichtsmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln und in vielen geschlossenen Räumen ab 1. September wieder zur Pflicht. Dies hänge mit einem erneuten Anstieg der Neuinfektionen und einem voraussichtlich "schwierigen Herbst" zusammen. Die Maskenpflicht sei eine Vorsorge-Maßnahme, da wegen der Schulöffnungen es zu häufigen sozialen Interaktionen kommen werde.

Nach den neuen Regeln müssen die Menschen in Geschäften, gemeinsamen Bereichen in den Schulen und in öffentlichen Gebäuden Gesichtsmasken tragen, jedoch nicht am Arbeitsplatz oder in Restaurants und Bars.

17.8.2020 • 15:38 Uhr

Baerbock will nach Pannen nationale Teststrategie für Coronavirus

Angesichts der Pannen bei Corona-Tests von Reiserückkehrern fordert die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock deutschlandweit ein einheitliches Vorgehen. Es brauche "eine klare Teststrategie, die zwischen den Bundesländern und dem Bund an dieser Stelle abgestimmt ist", sagte sie in Berlin. Eine klare Verteilung der Aufgaben sei derzeit nicht gegeben. Gerade die Gesundheitsämter müssten davor geschützt werden, dass politische Verantwortung auf sie übertragen werde.

17.8.2020 • 15:38 Uhr

Paris schließt generelle Maskenpflicht nicht aus

Paris setzt im Kampf gegen Corona weiter auf das Tragen einer Maske. "Nichts ist ausgeschlossen", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Anne Souyris mit Blick auf eine generelle Maskenpflicht in der gesamten Stadt. "Das Wichtigste ist, dass in dicht besiedelten Gebieten Pariser und Touristen die Maske aufsetzen. Das ist noch nicht der Fall", sagte Souyris, die in Paris für Gesundheit zuständig ist, dem Sender BFMTV.

Wenn die Menschen das nicht verstehen würden, müsste man die Maskenpflicht überall einführen. Frankreichs Hauptstadt wurde Ende vergangener Woche als corona-aktive Zone eingestuft. Das heißt, dass die Zahl der aktiven Corona-Fälle besonders hoch ist.

17.8.2020 • 15:10 Uhr

Ryanair fliegt wieder weniger

Europas größter Billigflieger Ryanair fährt sein Flugangebot wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Spanien und anderen Ländern wieder zurück. Die Vorausbuchungen seien in den vergangenen zehn Tagen deutlich gesunken, teilte das Unternehmen in Dublin mit. Im September und Oktober werde Ryanair deshalb die angebotene Flugkapazität um 20 Prozent kappen.

Betroffen seien vor allem Flüge in die Länder Spanien, Frankreich und Schweden, für die verschiedene Regierungen die Reisebeschränkungen zuletzt verschärft haben. Ryanair will auf den betroffenen Verbindungen nun weniger Flüge anbieten, schloss aber auch die komplette Streichung von Strecken nicht aus.

17.8.2020 • 14:52 Uhr

Sechste Top-Ten-Spielerin verzichtet auf US Open

Die Weltranglisten-Zweite Simona Halep hat als nächste Tennis-Spitzenspielerin ihre Teilnahme an den US Open abgesagt. "Nachdem ich alle Faktoren abgewogen habe, habe ich mich entschieden, dass ich nicht nach New York reisen werde", teilte die Wimbledonsiegerin von 2019 mit. Sie habe immer gesagt, dass die Gesundheit für die Entscheidung am wichtigsten sei.

Damit fehlen bei dem Grand-Slam-Turnier in New York vom 31. August bis zum 13. September bislang sechs Spielerinnen aus den Top Ten der Damen-Weltrangliste. Auch die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty (Australien), Jelina Switolina (Ukraine), Titelverteidigerin Bianca Andreescu (Kanada), Kiki Bertens (Niederlande) und Belinca Bencic (Schweiz) haben abgesagt. Die USA sind eines der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Simona Halep | REUTERS

Bild: REUTERS

17.8.2020 • 14:33 Uhr

Bundesbank: Konjunktur zieht stark an

Die Konjunktur zieht der Bundesbank zufolge derzeit stark an und löst sich damit vom Corona-Schock der vergangenen Monate. "Nach dem starken Einbruch im ersten Halbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft im Sommerquartal 2020 sehr kräftig wachsen", heißt es in dem Monatsbericht. "Die deutliche und breit angelegte Erholung der gesamtwirtschaftlichen Leistung, die bereits nach dem Tiefpunkt im April einsetzte, wird sich aus heutiger Sicht fortsetzen."

Der Weg zurück zur Normalität sei aber noch weit. "Ungeachtet der fortschreitenden Aufholbewegung wird das Vorkrisenniveau jedoch im Sommervierteljahr und darüber hinaus noch erheblich verfehlt."

17.8.2020 • 14:01 Uhr

Mitarbeiter einer Autobahn-Teststation positiv getestet

Ein Mitarbeiter eines Dienstleisters, der für den Freistaat Bayern Corona-Tests für Reiserückkehrerinnen und -Rückkehrer an Autobahnraststätten vornimmt, ist nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks positiv auf das Virus getestet worden. Mehrere Kontaktpersonen, darunter Ehrenamtliche von Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk, seien in Quarantäne, hieß es.

17.8.2020 • 13:48 Uhr

Klima- und Coronakrise: Generationenvertrag vorgeschlagen

Angesichts von Klima- und Coronakrise haben Forscherinnen und Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung eine Art Generationenvertrag vorgeschlagen. Der Gedanke wurde im Fachjournal "Global Sustainability" veröffentlicht. Demnach sollten sich junge Menschen an Abstands-und Hygienemaßnahmen halten, um die Älteren zu schützen. Im Gegenzug setzten sich ältere Generationen für politische Maßnahmen ein, um die Erderwärmung einzudämmen.

Die Idee dahinter ist, dass ältere Menschen während der Corona-Pandemie ein größeres Risiko für eine schwere Corona-Erkrankung haben. Die jüngere Generation hingegen sei in den kommenden Jahrzehnten mehr von der fortschreitenden Klimaerwärmung betroffen.

17.8.2020 • 13:37 Uhr

Spahn für Abstufung bei Corona-Beschränkungen

Kitas, Schulen, Wirtschaft und Handel müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklung Vorrang haben vor öffentlichen oder privaten Feiern. Man müsse miteinander abwägen, was jetzt Priorität habe und wo man sich noch Zeit lassen könne mit weiteren Lockerungen oder wo man im Fall der Fälle zuerst ansetzen müsse, sagte Spahn bei einem Pressegespräch.

Es gebe Dinge, auf die könne man mal verzichten, sagte er mit Blick auf Volksfeste. Bei Familienfeiern müsse man noch einmal schauen, ob man das jetzt in dieser Phase nur im engeren oder engsten Familien- und Freundeskreis mache. Es gehe vor allem um diese Bereiche, "wenn wir gesellig werden", wo sich das Virus besonders schnell verbreite.

17.8.2020 • 13:29 Uhr

Mehrheit der Labore in Deutschland nutzt Corona-App

Zwei Monate nach Bereitstellung der Corona-Warn-App sind immer noch nicht alle Labore an das System angeschlossen. 115 von 151 niedergelassenen Laboren seien inzwischen aber in der Lage, Corona-Testergebnisse auf diesem Weg digital zu übermitteln, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Anwendung, die inzwischen 17,1 Millionen Menschen heruntergeladen haben, stelle einen wichtigen Baustein bei der Unterbrechung von Infektionsketten dar, betonte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Die App sei kein "Allheilmittel", der Nutzen sei aber groß genug, um die Entwicklungskosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro zu rechtfertigen, erklärte Seibert. Er appellierte an die Nutzer der App, falls sie sich infiziert haben und positiv getestet wurden, diese Information auch weiterzugeben.

17.8.2020 • 13:21 Uhr

Charité befürwortet volle Säle bei Klassikkonzerten und Opern

Mit einem verpflichtenden Mund-Nase-Schutz für alle Besucherinnen und Besucher während der gesamten Veranstaltung könnten sämtliche Plätze bei Klassikkonzerten und Opern besetzt werden. Eine entsprechende Empfehlung haben die Charité-Institute für Sozialmedizin und Epidemiologie sowie für Hygiene und Umweltmedizin herausgegeben. Die Stellungnahme liegt dem rbb vor.

Neben der Einhaltung der üblichen Hygieneregeln seien für einen vollbesetzten Saal eine Reihe von weiteren Regelungen zwingend. Unter anderem eine ausreichende Belüftung, die regelmäßige Desinfektion von Kontaktflächen oder Abstandsregelungen in gemeinschaftlich genutzten Bereichen.

17.8.2020 • 12:44 Uhr

Merkel offen gegenüber Verlängerung des Kurzarbeitergelds

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht einer möglichen deutlichen Verlängerung des Kurzarbeitergelds "grundsätzlich positiv" gegenüber. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Einzelheiten müssten nun von den Koalitionsparteien besprochen werden. Das Kurzarbeitergeld habe maßgeblich dazu beigetragen, das Deutschland der weltweiten Krise verhältnismäßig gut standhalte.

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte der "Bild am Sonntag" gesagt, er wolle die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern.

17.8.2020 • 12:35 Uhr

Arbeitgeber pochen auf Öffnung von Schulen und Kitas

Die deutschen Arbeitgeber pochen auf eine flächendeckende Öffnung von Schulen und Kindergärten mit entsprechenden Corona-Konzepten. "Ziel muss es sein, Schulen und Betreuungseinrichtungen mit angemessenen und wirksamen Hygienekonzepten breit zu öffnen, wo immer es das Infektionsgeschehen zulässt", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der Nachrichtenagentur Reuters.

Es gehe um die Zukunftschancen der Kinder, so Kampeter weiter. "Natürlich wurden Betriebe, Mitarbeiter und deren Familien zu Beginn der Pandemie durch die Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen vor teilweise schwierige Herausforderungen gestellt." Die Politik müsse Konzepte entwickeln, die auch ein alternatives digitales Schulangebot garantierten.

17.8.2020 • 12:28 Uhr

Mehr als 20.000 Corona-Infektionen in Tschechien

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Corona-Infektionen hat in Tschechien 20.000 überschritten. Das ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Darunter waren 5816 aktive Fälle - 13.799 Menschen galten als geheilt. Mit einer Covid-19-Erkrankung wurden 397 Todesfälle in Verbindung gebracht. Den Angaben zufolge wurden bisher knapp 800.000 Tests in dem Land mit gut 10 Millionen Einwohnern durchgeführt.

17.8.2020 • 12:10 Uhr

Kramp-Karrenbauer: Zweiten Lockdown unbedingt verhindern

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will die steigenden Corona-Infektionszahlen möglichst ohne tiefgreifende Maßnahmen in den Griff bekommen. "Es muss alles daran gesetzt werden, einen zweiten Lockdown zu verhindern", sagte Kramp-Karrenbauer nach Angaben aus Parteikreisen in den Gremiensitzungen ihrer Partei.

Priorität habe derzeit ein möglichst sicherer Betrieb von Schulen und Kitas. Auch die Wirtschaft müsse unterstützt werden, um eine höhere Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

17.8.2020 • 12:00 Uhr

Schule im Ludwigslust öffnet nach Schließung wieder

Am Goethe-Gymnasium Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern hat nach zehntägiger Schließung wegen mehrerer Corona-Fälle unter Lehrern heute der Unterricht wieder begonnen. Es war am Freitag der ersten Schulwoche (7.8.) nach den Sommerferien vorsorglich geschlossen worden, was auch überregional für Aufsehen sorgte. In Mecklenburg-Vorpommern hatte als erstes Bundesland wieder die Schule begonnen.

Eine an Covid-19 erkrankte Lehrerin hatte in der letzten Ferienwoche, die zur Vorbereitung des neuen Schuljahres dient, zwei weitere Lehrer in der Schule im Landkreis Ludwigslust-Parchim angesteckt.

17.8.2020 • 11:56 Uhr

Merkel gegen weitere Lockerungen

Kanzlerin Angela Merkel hat die ansteigenden Zahlen von Corona-Infektionen in Deutschland als besorgniserregend, aber noch beherrschbar bezeichnet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der ersten virtuellen CDU-Präsidiumssitzung nach der Sommerpause sagte Merkel demnach weiter, es könne deswegen derzeit keine weiteren Lockerungen geben. Dies gelte auch für Fußballspiele.

Es laufen demnach auch Gespräche über ein Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin in der kommenden Woche. Dabei solle es auch um die uneinheitlichen Regeln im Umgang mit der Pandemie gehen.

17.8.2020 • 11:26 Uhr

Lockerungen in Niedersachsen sollen verschoben werden

Niedersachsens Landesregierung will die geplanten Lockerungen in der Corona-Pandemie um mindestens zwei Wochen verschieben. Ursprünglich habe die nächste Stufe der Lockerungen zum 1. September in Kraft treten sollen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil dem Sender "Antenne Niedersachsen".

"Wir sind aber derzeit in einer labilen Situation", erklärte der SPD-Politiker. Es werde genau beobachtet, wie sich die Infektionsrate in Niedersachsen entwickle. Die nächste Stufe werde daher "mindestens" bis zum 14. September verschoben. Je nach Lage werde es möglicherweise auch länger dauern.

17.8.2020 • 11:22 Uhr

CDU hält an Termin für Parteitag fest

Das CDU-Präsidium hält trotz steigender Infektionszahlen an dem Anfang Dezember geplanten Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden in Stuttgart fest. Es würden wegen der Pandemie weiterhin verschiedene Szenarien durchdacht und geplant, berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Parteikreise.

17.8.2020 • 11:10 Uhr

Reisewarnung belastet Tourismusbranche

Steigende Corona-Neuinfektionen und die deutsche Reisewarnung für fast ganz Spanien haben an den Börsen die Aktien der Reise- und Tourismusanbieter belastet. Am deutschen Markt traf es erneut die Papiere der Lufthansa, die im Dax um 1,7 Prozent nachgaben. Auch die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport verloren im MDax 1,5 Prozent. Der europäische Reise- und Freizeitsektor war mit minus 0,6 Prozent der schwächste aller 19 Sektoren.

17.8.2020 • 11:04 Uhr

Demonstration gegen Suspendierung von Schulleiter

Mehrere Dutzend Menschen haben vor einer Grundschule im brandenburgischen Rathenow gegen die Suspendierung des Schulleiters demonstriert. Weil die Kundgebung nicht angemeldet gewesen sei, habe die Polizei Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West.

Der Schulleiter hatte sich in der vergangenen Woche in einem Brief an die Eltern gegen die Maskenpflicht an seiner Grundschule gewandt. Daraufhin war das Schulamt Neuruppin eingeschritten. Das Bildungsministerium hatte erklärt, dass die Maskenpflicht selbstverständlich auch an dieser Grundschule gelte. Der Schulleiter sei nach die Vorfall suspendiert worden, bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums.

17.8.2020 • 10:58 Uhr

"Berghain" wird Ausstellungshalle

Berlins bekanntester Techno-Club, das "Berghain", soll Medienberichten zufolge wegen der Coronakrise vorübergehend zur Ausstellungshalle werden. Ab dem 9. September werde auf rund 3500 Quadratmetern zeitgenössische Kunst präsentiert, berichteten der Berliner "Tagesspiegel" und die "Berliner Zeitung". Der legendäre Club Berghain ist wegen der Corona-Maßnahmen derzeit stillgelegt.

Besucher lauschen einer Klanginstallation im Berliner Berghain. | AFP

Besucher lauschen einer Klanginstallation im "Berghain". Der Techno-Club bleibt aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen, soll aber vorübergehend Ort einer Kunstausstellung werden. Bild: AFP

17.8.2020 • 10:44 Uhr

Volle Erstattung ohne Reisewarnung möglich

Bei einer vom Kunden wegen der Corona-Gefahr stornierten Reise muss der Veranstalter unter Umständen auch ohne vorliegende Reisewarnung den Preis voll erstatten. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem Urteil entschieden. Der Kläger hatte am 7. März dieses Jahres von sich aus eine für Mitte April geplante Reise in den Golf von Neapel storniert. Der Veranstalter hatte auf einem Teil des Reisepreises als Stornierungsgebühr bestanden, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen habe.

Das Gericht stellte aber geringere Ansprüche an einen Rücktritt vom Reisevertrag aus unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen, bei denen der Veranstalter voll erstatten muss. Grundsätzlich seien hier keine allzu strengen Anforderungen zu stellen, führte das Gericht aus. Reisewarnungen für das Reisegebiet seien nicht zwingend erforderlich und es genüge bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Dies sei zum Zeitpunkt der Reisestornierung bereits für ganz Italien der Fall gewesen.

17.8.2020 • 10:37 Uhr

Indonesien mit meisten Todesfällen in Südostasien

Indonesien hat 1821 neue Coronafälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in dem Land auf 141.370. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um 57 auf 6207. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in Südostasien.

17.8.2020 • 10:11 Uhr

Chef der Bayerischen Staatskanzlei verteidigt Teststrategie

Florian Herrmann, Chef der Bayerischen Staatskanzlei und Corona-Koordinator der Landesregierung, hat die Strategie des Freistaates bei den Corona-Tests an Autobahnen und Flughäfen verteidigt: "Entscheidend war, dass wir mit den Tests insgesamt früh begonnen haben. Und dann war es bedauerlicherweise nicht möglich, dass das Testsystem schon so perfekt ist, dass keine Fehler passieren", sagte Herrmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Der ganze Vorgang der Tests von der Erfassung bis zur Benachrichtigung ist mittlerweile digitalisiert. "Auch dort werden Fehler nicht vollständig ausgeschlossen und vermieden werden können." Herrmann hofft, dass jetzt die Benachrichtigung der Testpersonen innerhalb von 48 Stunden sichergestellt ist.

17.8.2020 • 09:52 Uhr

Flüchtlinge am stärksten von Entlassungen betroffen

Flüchtlinge sind nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am stärksten von Entlassungen infolge der Coronakrise betroffen. Grund sei, dass Flüchtlinge häufig Beschäftigungen ausüben, die sich nicht im Homeoffice erledigen lassen, etwa bei Sicherheitsdiensten oder in der Gastronomie, sagte der IAB-Migrationsforscher Herbert Brücker der "Rheinischen Post". "Hinzu kommt, dass sie erst seit kurzer Zeit beschäftigt waren oder nur befristete Verträge hatten", erklärte er. Bis zum Ausbruch der Corona-Krise Anfang dieses Jahres sei die Erwerbstätigkeit der Geflüchteten dagegen stetig gestiegen.

17.8.2020 • 09:45 Uhr

Russland meldet 4892 Neuinfektionen

In Russland wurden 4892 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 927.745. Weltweit ist das der vierthöchste Wert. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, ist nach offiziellen Angaben um 55 auf 15.740 gestiegen.

17.8.2020 • 09:37 Uhr

Arbeitgeber sehen Vier-Tage-Woche skeptisch

Der Vorschlag der IG Metall für eine Vier-Tage-Woche wegen der Coronakrise trifft bei den Arbeitgebern auf Gegenwind. "Die deutsche Wirtschaft erleidet gerade einen riesigen Produktivitätsschock", sagte der Geschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Eine Vier-Tage-Woche mit Lohnausgleich verschärfe diesen Schock noch. "Wir werden die Krise nur überwinden, wenn wir mit mehr Arbeit Wohlstand und soziale Sicherheit ermöglichen", sagte Kampeter.

17.8.2020 • 09:31 Uhr

Beschäftigung in Industrie gesunken

Die Beschäftigung in der deutschen Industrie ist in der Coronakrise erneut gesunken. Ende Juni waren gut 5,5 Millionen Menschen im Verarbeitenden Gewerbe tätig und damit 2,4 Prozent oder 133.000 weniger als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Schon im Mai hatte es einen Rückgang um 2,1 Prozent gegeben, betonte die Wiesbadener Behörde, die Industriebetriebe mit mindestens 50 Beschäftigten erfasst. Rückgänge gab es in fast allen Branchen, insbesondere im Auto- und Maschinenbau, der Metallbranche sowie der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren. Einzig in der Chemiebranche wuchs die Beschäftigung.

17.8.2020 • 09:27 Uhr

"Mit Hochdruck" zur Digitalisierung

Laut der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), wird an der Digitalisierung der Schulen bundesweit "mit Hochdruck" gearbeitet. Das teilte Hubig, die auch rheinland-pfälzische Bildungsministerin ist, im SWR mit. Es gebe zusätzliches Geld vom Bund für Dienstlaptops für Lehrer und bedürftige Schüler zur Untersützung von Home Schooling. Außerdem habe man in der Kultusministerkonferenz derzeit "so viel Gemeinsamkeit und Abstimmung, wie wir es noch nie hatten".

Reiner Schladweiler, Landeseltersprecher in Rheinland-Pfalz, kritisierte dagegen das seiner Ansicht nach fehlende einheitliche System unter den Ländern: "Jeder macht es so, wie er es für richtig hält und schafft die Geräte an, die er braucht oder will. Natürlich immer kostengünstig", so Schladweiler im SWR.

17.8.2020 • 08:51 Uhr

Möglicher Shutdown im Libanon

Der Libanon erwägt einen zweiwöchigen Lockdown. "Wir erklären heute den Zustand der allgemeinen Alarmbereitschaft und brauchen eine mutige Entscheidung, um (das Land) für zwei Wochen zu schließen", sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan in einem Radio-Interview. Zuletzt wurden im Libanon binnen 24 Stunden 439 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Rekordwert in dem krisengeschüttelten Land.

17.8.2020 • 08:40 Uhr

Steigende Infektionszahl unter brasilianischer Urbevölkerung

Das Corona-Virus breitet sich in den Gemeinden der brasilianischen Ureinwohner immer weiter ungebremst aus. Insgesamt starben bereits 652 Indigene nach einer Infektion mit dem Coronavirus, wie der katholische Indianer-Missionsrat mitteilte. 85 Prozent der Verstorbenen lebten in der Amazonas-Region.

Nach einer Untersuchung des Umweltforschungsinstitutes für den Amazonas (IPAM) liegt die Sterberate unter den Ureinwohnern 2,5 mal höher als in der Gesamtbevölkerung. Gründe dafür seien die fehlende Gesundheitsversorgung, aber auch Unterernährung und die Invasion von illegalen Holzfällern und Goldschürfern, die das Virus in die indigenen Gemeinden einschleppten.

17.8.2020 • 08:27 Uhr

Montgomery: Urlauber können sich Corona-Tests leisten

Der Weltärztebund fordert, dass Urlauberinnen und Urlauber aus Risikogebieten ihre Corona-Tests selber bezahlen. Vorstandschef Frank Ulrich Montgomery sagte im Inforadio vom rbb, wer sich das Ticket für eine Fernreise leiste, der müsse hinterher auch einen Test bezahlen können: "Der kostet ja nicht die Welt. Den muss man einfach einkalkulieren in die Reisekosten heute. Ich kann nicht einsehen, warum wir in der Allgemeinheit alle die Kosten tragen müssen für Menschen, die genau wissen, welches Risiko sie eingehen, um dann hinterher an der Allgemeinheit diese Kosten abzuladen."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, dass die Corona-Tests weiterhin kostenfrei sind. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fordert dagegen, dass Urlauber zumindest an den Test-Kosten beteiligt werden.

17.8.2020 • 08:06 Uhr

Kreditnachfrage von Unternehmen steigt

Die deutschen Unternehmen fragen in der Coronakrise mehr Kredite nach, stoßen aber auf zurückhaltendere Banken. In einer Umfrage des Münchner Ifo-Institutes gaben 34,4 Prozent der Firmen an, im zweiten Vierteljahr Kreditverhandlungen mit Banken geführt zu haben. Das liegt knapp unter dem bisherigen Höchstwert, der im ersten Quartal 2017 registriert wurde. Anfang 2020 waren es noch 29,3 Prozent gewesen. Inzwischen zeigen sich die Kreditgeber vorsichtiger. "Von denen, die verhandelten, berichteten 19,4 Prozent von einem eher zurückhaltenden Verhalten der Banken", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Befragungen beim Ifo-Institut. Dies sei der Höchststand seit 2017.

17.8.2020 • 07:19 Uhr

Erneut dreistelliger Zuwachs von Corona-Fällen in Südkorea

Den vierten Tag in Folge hat Südkorea einen dreistelligen Zuwachs von Coronavirus-Infektionen registriert. Mit den von den südkoreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention verkündeten 197 neuen Fällen stieg die absolute Zahl auf 15.515. Die Regierung hatte für heute einen Feiertag ausgerufen, in der Hoffnung den Konsum im Land zu befeuern. Gesundheitsminister Park Neung Hoo rief die Menschen jedoch auf, zuhause zu bleiben, und nicht zu reisen. Bewohner von Seoul und der nahen Provinz Gyeonggi sollten vermeiden, in den kommenden zwei Wochen andere Teile des Landes zu besuchen. Am Sonntag waren 279 neue Fälle registriert worden, die größte Zunahme innerhalb eines Tages seit Anfang Mai.

17.8.2020 • 06:52 Uhr

Mehr als 50.000 Todesfälle in Indien

In Indien wurden 57.981 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Damit steigt die Gesamtzahl auf fast 2,65 Millionen. Das ist weltweit der dritthöchste Wert hinter den USA und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, ist nach offiziellen Angaben um 941 auf 50.921 gestiegen.

17.8.2020 • 06:40 Uhr

Erste Patentzulassung für Impfstoff in China

Der chinesische Impfstoffspezialist Cansino Biologics hat die Patentzulassung der heimischen Behörden für seinen Corona-Impfstoffkandidaten Ad5-nCOV erhalten. Das berichtet die staatliche Zeitung "People's Daily" unter Berufung auf Dokumente der Aufsichtsbehörde für geistiges Eigentum. Demnach sei es das erste derartige Patent in China.

17.8.2020 • 06:21 Uhr

Frühwarnsystem gefordert

Angesichts der Corona-Krise fordern immer mehr Forscher ein globales Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich. Eine frühzeitige Entdeckung könnte in Zukunft ähnliche Pandemien verhindern, sagte Stephan Ludwig, Direktor des Instituts für Molekulare Virologie an der Uni Münster, in einem Podcast. Wichtig sei eine Überwachung von sogenannten Schlüsselevents wie Lebend- oder Wildtiermärkten in Asien. Das Coronavirus ist höchstwahrscheinlich von einem Tier auf den Menschen übergesprungen.

Geschlossener Wildtiermarkt in Wuhan (Archivbild aus dem Januar 2020) | AFP

Der Wildtiermarkt in Wuhan, der als Ursprungsort des Coronavirus gilt (Archiv). Bild: AFP

"Wenn bei Routine-Untersuchungen auf Lebendtiermärkten vermehrt Infektionen gefunden werden, muss sofort die Bremse reingehauen werden, um die schnelle Verbreitung zu stoppen", sagte Ludwig. Ein Frühwarnsystem könnte von der Weltgesundheitsorganisation oder den Vereinten Nationen eingerichtet werden. Bereits Mitte Juli hatten Wissenschaftler im Fachjournal "Science" ein solches Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich gefordert. So könnten auf Tiermärkten und Tierfarmen bestimmte Arten systematisch auf große Virenfamilien wie etwa Coronaviren untersucht werden.

17.8.2020 • 05:56 Uhr

Bundesregierung kritisiert verzögerte Erstattung von Flugtickets

Die Bundesregierung reagiert mit Kritik auf die schleppende Rückzahlung von Ticketkosten vieler Fluggesellschaften. "Nach Auffassung der Bundesregierung ist eine Nichterstattung berechtigter Ansprüche nicht akzeptabel", heißt es in einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die dem Handelsblatt vorliegt.

Die Corona-Pandemie stelle zwar auch für die Fluggesellschaften "eine besondere Ausnahmesituation" dar. Dennoch sei spätestens seit der Mitteilung der EU-Kommission vom 13. Mai 2020 klar gewesen, dass es für Flugtickets nur eine freiwillige Gutscheinregelung geben werde.

17.8.2020 • 05:29 Uhr

561 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 561 auf 224.014 gestiegen. An den Folgen des Virus ist in den vergangenen 24 Stunden ein weiterer Mensch gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9232. An Sonntagen und Montagen liegen die Zahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

17.8.2020 • 04:17 Uhr

Japans Wirtschaft bricht weiter massiv ein

Japans Wirtschaft ist im Zuge der Corona-Krise weiter massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sank im zweiten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 27,8 Prozent, wie die Regierung in Tokio am Montag auf vorläufiger Basis bekanntgab.

17.8.2020 • 03:54 Uhr

Frankreich meldet erneut mehr als 3000 Neuinfektionen

Frankreich hat am Sonntag den zweiten Tag infolge mehr als 3000 Ansteckungen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden verzeichnet. Wie die französischen Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden 3015 neue Infektionen gemeldet, etwas weniger als die 3310 Neuinfektionen am Samstag - die höchste Zahl an Ansteckungen seit Mai. Die Zahl der Intensivpatienten liege demnach unverändert bei 376. 

17.8.2020 • 02:12 Uhr

Bericht: Familienkassen zahlen bald Corona-Kinderbonus aus

Die Familienkassen beginnen am 7. September mit der Auszahlung des Corona-Kinderbonus in Höhe von 300 Euro. Wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe mitteilte, erhalten in der ersten Überweisungsrunde rund 940.000 Eltern mit 1,56 Millionen Kindern zusätzlich zum monatlichen Kindergeld die erste Bonusrate von 200 Euro. Die zweite Rate von 100 wird im Oktober ausgezahlt.

17.8.2020 • 02:12 Uhr

Neuseeland verschiebt Parlamentswahl um vier Wochen

Neuseeland hat die bislang für den 19. September geplanten Parlamentswahlen wegen der Rückkehr des Coronavirus um vier Wochen auf den 17. Oktober verschoben. "Diese Entscheidung gibt allen Parteien in den kommenden neun Wochen Zeit für ihren Wahlkampf und der Wahlkommission genug Zeit, um sicherzustellen, dass die Wahl stattfinden kann", teilte Premierministerin Jacinda Ardern mit. 

17.8.2020 • 02:12 Uhr

Über 23.000 Neuinfektionen in Brasilien

Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 23.101 neue Coronavirus-Infektionen und 620 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden. In dem lateinamerikanischen Land sind bislang 3.340.197 Menschen erkrankt und 107.852 Personen an den Folgen des Virus verstorben.

17.8.2020 • 02:12 Uhr

TUI kritisiert pauschale Mallorca-Reisewarnung

Deutschlands größter Touristikkonzern TUI lehnt eine pauschale Reisewarnung für die Balearen-Insel Mallorca ab. "Wir bedauern, dass Deutschland nun eine Reisewarnung für ganz Mallorca ausgesprochen hat. Besser wäre eine regionale Reisewarnung für Palma, Magaluf oder andere Orte mit erhöhten Fällen gewesen", sagt Thomas Ellerbeck, der für Politik und Kommunikation zuständige Manager des Konzerns, der Zeitung "Rheinische Post".