Blick auf die Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück | dpa
Liveblog

Coronavirus-Liveblog ++ Lockdown im Kreis Gütersloh? ++

Stand: 22.06.2020 23:10 Uhr

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Tönnies-Fleischfabrik wird ein Lockdown wahrscheinlicher. In Lissabon gelten ab morgen wieder regionale Beschränkungen. Die USA melden mehr als 120.000 Corona-Tote. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.


  • In Lissabon gelten ab morgen wieder regionale Beschränkungen
  • Südkorea spricht von einer zweiten Welle
  • Sachsen will Großveranstaltungen ab September ermöglichen
  • Arbeitsminister Heil will Haftung von Tönnies prüfen
  • Ifo-Institut: Bayern hat die meisten Kurzarbeiter
  • 537 Neuinfektionen in Deutschland
  • WHO meldet Rekordanstieg von Corona-Fällen weltweit
22.6.2020 • 23:10 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute endet der Liveblog.

22.6.2020 • 23:10 Uhr

Zwei weitere Trump-Wahlkampfhelfer positiv getestet

Nach dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Tulsa sind zwei Mitglieder seines Wahlkampfteams positiv auf das Virus getestet worden. Beide hätten an der Veranstaltung teilgenommen, sagt ein Sprecher. Allerdings hätten sie während der ganzen Zeit Masken getragen. Stunden vor dem Auftritt Trumps hatte sein Team sechs positive Tests unter den Mitarbeitern bekanntgegeben.

22.6.2020 • 22:33 Uhr

Göttingen: Erste Bewohner dürfen Hochhaus verlassen

In dem Göttinger Hochhauskomplex, dessen etwa 700 Bewohner derzeit wegen des Coronavirus unter Quarantäne stehen, durften die ersten 350 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Sie waren zuvor zwei Mal negativ auf das Virus getestet worden. Der Oberbürgermeister der Stadt, Rolf-Georg Köhler (SPD), hatte dieses Prozedere am Sonntag angekündigt, um die Lage zu entschärfen. "Wer zweimal negativ getestet ist, kann die Anlage maximal in Dreiergruppen und mit An- und Abmeldungen verlassen", sagte Köhler.

22.6.2020 • 20:56 Uhr

Saudi-Arabien schränkt Zahl der Pilger ein

Saudi-Arabien begrenzt die Zahl der Pilger bei der diesjährigen muslimischen Wallfahrt Hadsch drastisch. Teilnehmen dürfe in diesem Jahr nur eine "sehr begrenzte Zahl" von Gläubigen, die sich bereits im Land befänden, teilte das saudische Hadsch-Ministerium laut staatlicher Nachrichtenagentur SPA mit. Die Hadsch beginnt in diesem Jahr Ende Juli. 2019 hatten mehr als zwei Millionen Gläubige an der Wallfahrt teilgenommen. Rund 1,8 Millionen Muslime reisten dafür aus dem Ausland ein. Saudi-Arabien hat mit rund 34 Millionen Einwohnern bisher mehr als 160.000 Corona-Fälle und mehr als 1300 Tote gemeldet. Es ist damit das arabische Land mit den meisten Fällen.

Muslimische Pilger beten am Heiligtum Kaaba in der großen Moschee in Mekka. | REUTERS

Muslimische Pilger beten im Jahr 2018 am Heiligtum Kaaba in der großen Moschee in Mekka. In diesem Jahr dürfte der Andrang deutlich geringer sein. Bild: REUTERS

22.6.2020 • 20:49 Uhr

Golden Globes werden später verliehen

Die Verleihung der Golden Globes wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Die Vergabe der Filmpreise ist nun für den 28. Februar 2021 geplant, teilten die Veranstalter in Los Angeles mit. Bislang waren die Golden Globes stets Anfang Januar verliehen worden. Die glänzenden Weltkugeln, die in diesem Januar zum 77. Mal ausgegeben worden waren, sind nach den Oscars Hollywoods bedeutendste Filmpreise. Zuvor war bereits bekannt gegeben worden, dass die Oscars 2021 wegen der Coronavirus-Pandemie erst am 25. April vergeben werden - acht Wochen später als geplant.

22.6.2020 • 20:34 Uhr

Landrat hält Lockdown im Kreis Gütersloh für vorstellbar

Wegen des Corona-Ausbruchs bei Tönnies wird im Kreis Gütersloh ein Herunterfahren des öffentlichen Lebens immer wahrscheinlicher. Die Zahl der infizierten Beschäftigten war nach Angaben des Kreises Gütersloh auf 1553 gestiegen. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte zuvor weitere Maßnahmen angekündigt und auf die Zahl der Neuinfektionen verweisen. Derzeit betrage diese im Kreis Gütersloh 263 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das liege deutlich über dem Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen innerhalb von einer Woche, der in Nordrhein-Westfalen gilt. Auch der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer sagte auf die Frage, ob die aktuelle Entwicklung nach einem Lockdown rieche, "ich würde sagen ja".

22.6.2020 • 20:34 Uhr

Usedom: Gütersloher zur Rückreise aufgefordert

Auf Usedom ist ein Ehepaar aus Gütersloh - der Stadt mit dem massiven Corona-Ausbruch - dazu aufgefordert worden, vorzeitig abzureisen. Das berichtet der NDR.

22.6.2020 • 19:45 Uhr

Positiver Trend in Großbritannien

Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle durch die Coronavirus-Pandemie in Großbritannien war an diesem Montag so niedrig wie seit Mitte März nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des britischen Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden in den 24 Stunden bis Sonntagabend 15 Sterbefälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen verzeichnet. Auch die Zahl der Neuinfizierten lag seit Monaten erstmals unter 1000. Morgen könnte Premierminister Boris Johnson weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen ankündigen. Medienberichten zufolge soll der Mindestabstand von zwei Metern reduziert werden. Johnson will sich demnach auch zur möglichen Öffnung von Restaurants und Pubs vom 4. Juli an äußern.

22.6.2020 • 19:31 Uhr

Mehr als 120.000 Corona-Tote in den USA

In den USA ist die Zahl der Coronavirus-Toten auf mehr als 120.000 angestiegen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Montagmittag (Ortszeit) rund 120.050 Todesfälle registriert. Das ist die mit großem Abstand höchste Zahl von Corona-Toten weltweit. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden in den USA bislang zudem knapp 2,3 Millionen Infektionsfälle bestätigt - auch das ist mehr als in jedem anderen Land weltweit.

Ein Mann trauert in Montgomery, Alabama, um einen an Covid-19 gestorbenen Angehörigen. | AP

Ein Mann trauert in Montgomery, Alabama, um einen an Covid-19 gestorbenen Angehörigen. Bild: AP

22.6.2020 • 19:24 Uhr

WHO will mehr Dexamethason-Produktion

Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Steigerung der Produktion des Wirkstoffs Dexamethason gefordert, der laut einer britischen Studie die Sterblichkeit von schwerkranken Covid-19-Patienten senken könnte. Die Herausforderung sei nun, die Produktion zu erhöhen und das Medikament "schnell und gerecht" weltweit dort zu verteilen, wo es "am meisten gebraucht" werde, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. 

22.6.2020 • 19:17 Uhr

Landrat vom Kreis Gütersloh schließt Lockdown nicht aus

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück hält jetzt auch Landrat Adenauer einen Lockdown in der Region für vorstellbar. Es rieche quasi danach, sagt der CDU-Politiker. Die Zahl der nachweislich Infizierten stieg unterdessen weiter. Es gebe 1553 positive Befunde von den Personen, die unmittelbar im Werk tätig sind, sagte der Leiter des Krisenstabes im Kreis Gütersloh, Thomas Kuhlbusch, am Abend bei einer Pressekonferenz in Gütersloh. Insgesamt seien 6650 Proben genommen worden. Zuvor hatten die Behörden von 1331 bestätigen Corona-Fällen (Stand Sonntag) in der Tönnies-Belegschaft berichtet.

22.6.2020 • 18:50 Uhr

Lissabon führt wieder regionale Beschränkungen ein

Die portugiesische Regierung führt wegen mehrerer neuer Corona-Infektionsherde wieder Beschränkungen in der Hauptstadt Lissabon ein. Wie Portugals Ministerpräsident Antonio Costa mitteilte, sind in Lissabon ab Dienstag wieder Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Cafés und Geschäfte müssen um 20 Uhr schließen. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden zwischen dem 21. Mai und dem 21. Juni mehr als 9000 neue Coronavirus-Infektionen registriert, die meisten davon in Lissabon und angrenzenden Regionen.

Am Samstag hatten die Behörden Ermittlungen zu einer Geburtstagsparty nahe der südportugiesischen Stadt Faro bekanntgegeben, die der Grund für rund hundert Neuinfektionen sein könnte. Auch aus Lissabon wurden zahlreiche Feiern vor allem junger Leute gemeldet. "Diejenigen, die glauben, wieder zum normalen Leben zurückkehren zu können, haben sich schwer getäuscht", sagte Gesundheitsministerin Marta Temido. 

22.6.2020 • 18:30 Uhr

WHO: Rekordanstieg durch Ausbreitung in großen Ländern

Die WHO führt die derzeit steigende Zahl weltweiter Corona-Infektionen auf Ausbrüche in großen, bevölkerungsreichen Ländern zurück. Ein Teil des Anstiegs sei zwar durch vermehrte Tests zu erklären, es sei aber kein reines Testphänomen, sagte WHO-Experte Michael Ryan. Die meisten Infektionen würden derzeit in Nord- und Südamerika verzeichnet. So habe es in Brasilien einen großen Anstieg gegeben. Die Situation in Afrika sei unterschiedlich, so Ryan. Einige Länder wie Südafrika hätten deutliche Zuwachsraten. Es gebe aber auch Anzeichen, dass die Sterblichkeit in Afrika geringer sei als anderswo.

Nach Angaben der WHO wurde mit 183.000 Infektionen binnen eines Tages ein neuer Rekord aufgestellt. Die Zahl der Fälle weltweit liege nun bei 8,8 Millionen. 465.000 Menschen seien bisher an oder mit Covid-19 gestorben.

22.6.2020 • 17:55 Uhr

Gilead: Bis Jahresende zwei Millionen Remdesivir-Behandlungsdosen

Der US-Pharmakonzern Gilead will laut Nachrichtenagentur Reuters bis Ende des Jahres von seinem potenziellen Corona-Mittel Remdesivir mehr als zwei Millionen Behandlungsdosen herstellen. Nach Angaben des Unternehmens sollen im August zudem Studien mit einer Inhalations-Version beginnen. Bisher wird Remdesivir intravenös verabreicht. Das Mittel wird als großer Hoffnungsträger in der Behandlung von Covid-19-Patienten angesehen und ist bereits in einigen Ländern, darunter den USA, in Notfällen zur Behandlung zugelassen. Ein Hintergrund zu dem Unternehmen vom April:

22.6.2020 • 17:10 Uhr

Einigung auf Konzept für Straßenläufe

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und die German Road Races (GRR) haben sich auf ein Konzept geeinigt, das Straßenlauf-Wettbewerbe in der Corona-Krise wieder möglich machen soll. "Sicherlich wird das Konzept für die Veranstalter von großen Marathon-Events mit vielen tausend Zuschauern wenig zielführend sein. Für die Vielzahl der Breitensport- und Volkslaufveranstaltungen, die weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, dürfte mit dem Konzept aber der Knoten geplatzt und deren Durchführung damit auch möglich sein", sagte GRR-Vorstandsmitglied Michael Brinkmann.

Das Durchführungs- und Hygienekonzept soll eine Vorlage für die Genehmigungen von örtlichen Gesundheitsbehörden sein. Veranstalter sollen unter anderem einen Zonenplan für das Renngelände erstellen, Laufwege zum Start-Ziel-Bereich festlegen und auf Umkleiden, Duschen und Massagen verzichten. Die Läufer sollen mit Wellenstarts entzerrt werden und im Ziel die Mindestabstände einhalten.

22.6.2020 • 17:06 Uhr

Afrikas Freihandelsabkommen startet später

Der Start des Handels innerhalb der künftig weltgrößten Freihandelszone in Afrika ist wegen der Corona-Krise um sechs Monate verlegt worden. Ursprünglich hätte der Handel am 1. Juli beginnen sollen, dies sei aber "wegen der Pandemie" auf den 1. Januar 2021 verschoben worden, sagte Patient Atcho, ein Sprecher der Afrikanischen Union der Nachrichtenagentur dpa.

Mit allen afrikanischen Staaten wird das panafrikanische Freihandelsabkommen AfCFTA einen Markt von 1,2 Milliarden Menschen umfassen und somit die weltgrößte Freihandelszone sein. Bislang haben fast alle Länder Afrikas unterschrieben, aber lediglich 30 das Abkommen bestätigt.

22.6.2020 • 16:56 Uhr

Corona-Ausbruch: RKI schickt Epidemiologen

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Lage nach Angaben der Bundesregierung sehr ernst. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einem hohen Infektionsrisiko. Das Robert Koch-Institut schickt drei Epidemiologen nach Gütersloh.

22.6.2020 • 16:52 Uhr

New York - Zweite Phase der Lockerungen beginnt

In New York hat am Montag die zweite Phase der Lockerungen begonnen. Damit dürfen unter anderem Büros, Friseure und Geschäfte wieder öffnen und Restaurants draußen Gäste bewirten. Außerdem dürfen beispielsweise Makler ihren Kunden Wohnungen und Häuser wieder vor Ort zeigen. Seit dem Beginn der ersten Phase vor zwei Wochen darf bereits auf mehr als 32.000 Baustellen in der Stadt wieder gearbeitet werden. Außerdem konnten Einzelhändler telefonisch und online Bestellungen annehmen und ihren Käufern im Laden übergeben - jetzt ist in der zweiten Phase auch Publikumsverkehr erlaubt.

Zwei weitere Phasen stehen noch aus, jede der vier Phasen des Lockerungsprozesses ist auf zwei Wochen angesetzt. Der Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern ist von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen worden. Mehr als 390.000 Menschen haben sich bislang mit dem Virus infiziert, rund 30.000 sind nach einer Infektion gestorben. Die Fallzahlen sanken nach strengen Beschränkungen und Hygieneregeln in den vergangenen Wochen deutlich.

22.6.2020 • 16:43 Uhr

Disneyland Paris öffnet am 15. Juli

Disneyland bei Paris öffnet nach viermonatiger Schließung am 15. Juli wieder. Besucher müssen ihre Tickets wegen der Corona-Pandemie aber vorab im Internet reservieren. Eine Buchung am selben Tag ist nicht möglich. Für Besucher ab elf Jahren gilt eine Maskenpflicht. Wegen der in Frankreich geltenden Abstandsregel von mindestens einem Meter stünden einige Attraktionen vorerst nicht zur Verfügung, teilt der Freizeitpark mit. Vor Verhängung der Ausgangssperre in Frankreich Mitte März waren einige Arbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Park hatte 2015 fast 15 Millionen Besucher, seitdem wurden keine Zahlen mehr mitgeteilt.

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Disneyland Paris: Öffnung Mitte Juli - doch die Tickets müssen vorab reserviert werden.

22.6.2020 • 16:16 Uhr

Bundesliga-Saisonstart mit Zuschauern?

Die Fußball-Bundesliga hofft auf einen Start der nächsten Saison mit Fans in den Stadien. "Es ist nun mal der Wunsch, die Saison mit Zuschauern beginnen zu können. Wir versuchen, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen", sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga. Einen konkreten Termin für den Beginn der neuen Spielzeit gibt es noch nicht.

Die aktuelle Saison in der Bundesliga und 2. Liga wird nach einer Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit mit Geisterspielen ohne Zuschauer zu Ende geführt. Großveranstaltungen mit vielen Zuschauern sind nach den Vorgaben der Politik bis Ende Oktober verboten, Ausnahmen sind aber möglich.

22.6.2020 • 16:13 Uhr

Kommentar: Laschet muss hart durchgreifen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet müsse nach dem Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies hart durchgreifen, fordert Andreas Reuter in seinem Kommentar. Er solle sich daran halten, was er Anfang Mai versprochen habe und einen strengen Lockdown über den Kreis verhängen. "Denn wenn er zu lange damit zögert, droht dieses Schicksal dem ganzen Land", so Reuter.

22.6.2020 • 16:05 Uhr

WHO: Impfstoff für alle erst in Jahren realistisch

Bis alle Menschen auf der Welt Zugang zu einem Coronavirus-Impfstoff haben, kann es nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation noch dauern. Wohl zweieinhalb Jahre könnten vergehen, bis ein Mittel für alle verfügbar sei, sagte der WHO-Sondergesandte für Covid-19, David Nabarro. "Selbst wenn es bis Jahresende einen (Impfstoff-)Kandidaten gibt, werden Tests auf Sicherheit und Wirksamkeit eine Weile dauern." Die Produktion der gewaltigen Mengen und das Organisieren von Impfprogrammen werde weitere Zeit in Anspruch nehmen.

22.6.2020 • 15:36 Uhr

Corona-Ausbruch bei Tönnies: Baerbock fordert flächendeckende Tests

Nach dem Corona-Ausbruch in dem Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh hat Grünen-Chefin Annalena Baerbock flächendeckende Virus-Tests für alle Bürger gefordert. Erst dann könne entschieden werden, ob für die Region wieder strenge Corona-Einschränkungen angeordnet werden müssten, sagte Baerbock. Die Massentests müssten nun "unverzüglich" erfolgen. Sie sollten sicherstellen, dass "die Erfolge der letzten Monate nicht wieder komplett kaputt gemacht werden".

Fabrikgebäude von Tönnies | dpa

Corona-Ausbruch in dem Fleischbetrieb Tönnies: Baerbock fordert flächendeckende Tests. Bild: dpa

22.6.2020 • 15:29 Uhr

Maskenpflicht in Schottland

In Schottland ist seit heute im öffentlichen Personennahverkehr das Tragen eines Mundschutzes Pflicht. Nach BBC-Angaben sind davon unter anderem Kinder unter fünf Jahren ausgenommen. Die Regelung gilt demnach für die U-Bahn, Straßenbahnen, in Flugzeugem, auf Fähren und in Taxis. Lockerungen im Bereich des Tourismus soll es erst ab 15. Juli geben.

22.6.2020 • 15:00 Uhr

Bulgarien führt wieder Maskenpflicht ein

Wegen rasant gestiegener Coronavirus-Fallzahlen soll in Bulgarien der Mund-Nasen-Schutz in geschlossenen gemeinschaftlichen Räumen wieder Pflicht werden. Ab dem 23. Juni müssen in Shoppingmalls, Läden, Kinos und Theatern wieder Schutzmasken getragen werden. Das kündigte Gesundheitsminister Kiril Ananiew an.

Die Maskenpflicht war Mitte Juni entfallen. Das Sieben-Millionen-Einwohner-Land konnte dank frühzeitig eingeführter Corona-Schutzmaßnahmen die Fallzahlen bis Ende April unter 1500 halten. Nach mehreren Lockerungen im Mai und Juni stiegen die nachgewiesenen Coronavirus-Fälle insbesondere in der vergangenen Woche auf nun 3905.

22.6.2020 • 14:45 Uhr

Zverev: Keine Corona-Infektion bei Adria-Tour

Deutschlands Tennisprofi Alexander Zverev hat sich bei der Adria-Tour nicht mit dem Coronavirus infiziert. Zuvor war bekannt geworden, dass der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow und der Kroate Borna Coric positiv getestet wurden. Bei der Adria-Tour im kroatischen Zadar waren offenbar keine strengen Hygienevorschriften eingehalten worden. "Ich habe gerade die Nachricht erhalten, dass mein Team und ich negativ auf Covid-19 getestet wurden", teilte Zverev mit.

22.6.2020 • 14:37 Uhr

Niederlande: 69 Neuinfektionen

In den Niederlanden haben die Gesundheitsbehörden mit 69 Neuinfektionen einen weiteren Rückgang bei den Ansteckungen vermeldet. Erstmals seit dem 9. März wurde zudem kein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Bisher wurden 6090 Todesopfer registriert. Am 31. März wurde mit 175 die bisher höchste Zahl an einem Tag registriert. Insgesamt wurde das Virus bisher bei rund 50.000 Personen nachgewiesen.

22.6.2020 • 13:51 Uhr

WHO-Chef befürchtet jahrzehntelange Folgen der Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet jahrzehntelange Auswirkungen der Corona-Krise. Die Pandemie beschleunige sich weiter, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Konferenz. Die größte Gefahr sei dabei nicht das Virus selbst, "sondern der Mangel an globaler Solidarität und globaler Führung".

Die Corona-Pandemie sei nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern auch eine wirtschaftliche und soziale sowie in vielen Ländern auch eine politische Krise. "Ihre Auswirkungen werden noch in kommenden Jahrzehnten zu spüren sein. Weltweit wurden bislang fast neun Millionen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet, mehr als 465.000 Menschen starben.

22.6.2020 • 13:51 Uhr

Südkorea sieht sich zweiter Corona-Welle ausgesetzt

Die Gesundheitsbehörden in Südkorea sehen das Land mittlerweile einer zweiten Welle der Coronavirus-Ausbreitung ausgesetzt. Ursprünglich seien sie davon ausgegangen, dass eine zweite Infektionswelle im Herbst oder Winter beginnen könnte, sagte die Direktorin der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (KCDC), Jeong Eun Kyeong, laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap. "Unsere Voraussage erwies sich als falsch." Schwerpunkt der zweiten Welle ist demnach zunächst die Hauptstadt und Umgebung. Im Großraum Seoul lebt fast die Hälfte der etwa 51,6 Millionen Einwohner.

Die Einschätzung kommt ungeachtet der Tatsache, dass die Behörden zuvor den geringsten landesweiten Anstieg bestätigter Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 seit fast einem Monat vermeldet hatten. Am Sonntag seien 17 Fälle hinzugekommen. Das war das erste Mal seit dem 26. Mai, dass weniger als 20 Neuinfektionen nachgewiesen wurden.

22.6.2020 • 13:29 Uhr

Corona-Ausbruch: Lauterbach warnt vor Reisen aus Region Gütersloh

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies vor einem freien Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. "Ich bin sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft inzwischen infiziert sind", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". Das Virus könnte sich so potenziell sehr weit verteilen, sagte der studierte Epidemiologe.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schließt einen Lockdown für den ganzen Kreis zwar weiterhin nicht aus - bislang aber gibt es keinen, weil der Ausbruchsherd lokal eingrenzbar sei. Daran übte Lauterbach scharfe Kritik: "Es ist falsch, dass es jetzt keinen kurzen Lockdown mit einem massiven Testaufgebot gibt, um das tatsächliche Infektionsgeschehen in der Region anhand genügend großer Stichproben genau einschätzen zu können."

22.6.2020 • 13:20 Uhr

Seibert: Warn-App läuft auf mehr als 85 Prozent der Handys

Die Bundesregierung hat Verständnis für die Kritik gezeigt, dass die Corona-Warn-App auf älteren Smartphones nicht läuft. "Natürlich würde man sich wünschen, dass (...) jeder mit jedem alten Smartphone damit arbeiten könnte, aber es gibt da technische Gründe, die durch ein politisches Wollen der Bundesregierung nicht wegzuwischen sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die App nutze neue Techniken und Sicherheitsverfahren, die ältere Smartphones nicht leisteten. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren hätten die Entwickler an der App gearbeitet.

"Sie läuft auf mehr als 85 Prozent der in Deutschland vorhandenen Smartphones", sagte er. Die Entwickler hätten zugesagt, noch einmal zu überprüfen, ob eine Steigerung möglich ist. Knapp eine Woche nach dem Start wurde die Corona-Warn-App nach Seiberts Angaben inzwischen bereits 11,7 Millionen mal heruntergeladen.

Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem die Corona Warn App läuft | dpa

Die im Auftrag des Bundes entwickelte Warn-App steht seit vergangenen Dienstag zum Download bereit. Bild: dpa

22.6.2020 • 13:13 Uhr

Studie: Menge der Antikörper kann schnell abnehmen

Die Menge an Antikörpern im Blut genesener Covid-19-Patienten kann einer chinesischen Studie zufolge innerhalb von zwei bis drei Monaten erheblich sinken. Dies sei sowohl bei symptomatischen Patienten als auch bei Infizierten ohne Symptome festgestellt worden, geht aus der im Fachmagazin "Nature Medicine" veröffentlichten Untersuchung hervor. Forscher unter anderem der Medizinischen Universität Chongqing hatten dazu 37 symptomatische und 37 asymptomatische Patienten untersucht. Die Studie wirft damit neue Fragen über eine etwaige Immunität gegen das Coronavirus auf. Das Ergebnis nähre auch Zweifel am Nutzen von Immunitätspässen wie sie auch in Deutschland in der Diskussion sind, heißt es in der Studie.

22.6.2020 • 13:01 Uhr

Bald wieder Bier in englischen Pubs?

Nach mehr als drei Monaten Corona-Zwangspause könnten die beliebten englischen Pubs bald wieder öffnen. Noch heute wollte Premierminister Boris Johnson mit Ministern und Wissenschaftlern hinter verschlossenen Türen über eine Lockerung der Corona-Maßnahmen auch in der Gastronomie diskutieren. Johnson werde die Ergebnisse am Dienstag vorstellen, bestätigte eine Regierungssprecherin der Deutschen-Presse-Agentur.

Viele Pubs gelten in Großbritannien als zweites Wohnzimmer, in denen man sich in geselliger Runde nach Feierabend zum Bier trifft. Gerade im Sommer stehen oft Menschentrauben vor den Eingängen und trinken ihr Pint, das etwas mehr als einem halben Liter entspricht. Britische Medien rechnen nun damit, dass viele Pubs, Restaurants, Hotels und Friseurläden ab 4. Juli wieder öffnen dürfen - allerdings unter bestimmten Sicherheitsregeln. Die Maßnahmen gelten nur für England, denn jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Pub in London | REUTERS

Kritiker warnen, dass die Öffnung der Pubs zu früh käme: Großbritannien hat die meisten Corona-Todesopfer in Europa. Bild: REUTERS

22.6.2020 • 12:18 Uhr

Einige Tönnies-Arbeiter wohl in Heimatländer gereist

Einige Mitarbeiter des vom Corona-Virus getroffenen Fleischverarbeiters Tönnies könnten der Gewerkschaft NGG zufolge in ihre Heimatländer zurückgekehrt sein. "Es ist davon auszugehen, dass einige reisen", sagte der NGG-Landesvorsitzende Mohamed Boudih. Zudem hätten auch noch nicht alle Mitarbeiter des Schlachthofs mit rund 7000 Beschäftigten schriftliche Aufforderungen erhalten, sich in Quarantäne zu begeben. In dem Schlachthof sind unter anderem auch Menschen aus Rumänien, Bulgarien oder Polen beschäftigt. Ein Sprecher des Kreises sagte dazu, es habe mündliche Aufforderungen an die Mitarbeiter gegeben, sich in Quarantäne zu begeben. Zudem hatte der Kreis eine Allgemeinverfügung erlassen, dass alle auf dem Betriebsgelände tätigen Personen und Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, sich bis zum 2. Juli in häusliche Quarantäne begeben müssen.

In dem Schlachtbetrieb waren bis Sonntag 6139 Personen auf Corona getestet worden. 1331 der Tests seien positiv ausgefallen.

22.6.2020 • 12:12 Uhr

Bundesbank erwartet weiteren Wirtschaftseinbruch

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesbank im zu Ende gehenden zweiten Quartal weit härter als zu Jahresbeginn. "Insgesamt könnte die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt des laufenden Vierteljahres um beinahe ein Zehntel und damit noch erheblich stärker zurückgehen als im ersten Quartal", heißt es im Monatsbericht der deutschen Zentralbank. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,2 Prozent geschrumpft und damit so stark wie seit der Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr.

Das Anfang Juni von den Koalitionsparteien vorgelegte Konjunkturpaket dürfte nach Ansicht der Bundesbank-Volkswirte zwar der Konjunkturerholung zusätzlichen Schub verleihen: "Im zweiten Quartal dürfte es jedoch noch kaum Wirkung entfalten", heißt es in dem Bericht weiter. Sobald eine medizinische Lösung für die Virus-Pandemie bereitstehe und in der Breite umgesetzt werden könne, werde sich das Konsum- und Investitionsverhalten aber wohl "recht rasch" normalisieren.

Die Bundesbank erwartet, dass davon ab Mitte des kommenden Jahres ein zusätzlicher Schub für die wirtschaftliche Entwicklung ausgehen wird: "Nach Überwindung der Gefahren durch die Pandemie und der mit ihr einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie der dann zurückgehenden Unsicherheit sollte die Konsumfreude zurückkehren und die Sparquote wieder deutlich absinken."

22.6.2020 • 11:43 Uhr

Türkei setzt auf Tourismus-Neustart

Die Türkei setzt auf ein rasches Wiederhochfahren des Tourismus und baut dabei auf deutsche Urlauber. Er hoffe, dass die gesamte Zahl der Reisenden in diesem Jahr trotz der Corona-Krise noch etwa die Hälfte der 45 Millionen von 2019 erreiche, sagte Tourismus-Minister Mehmet Ersoy der Nachrichtenagentur Reuters. Im Mai war die Zahl der ausländischen Gäste um 99,3 Prozent auf knapp 30.000 eingebrochen, wie sein Ministerium mitteilte. Seit dem 11. Juni ist das Einreiseverbot etwa für Deutsche aufgehoben. Das Auswärtige Amt warnt wegen der Virus-Pandemie allerdings weiter "vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei".

22.6.2020 • 11:38 Uhr

Behindertenbeauftragter besorgt um medizinische Versorgung

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, hat sich besorgt über die Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise gezeigt. Die finanzielle Situation von medizinischen Zentren für Erwachsene und Kinder mit Behinderung sei durch die Pandemie gefährdet, erklärte er. "Es kann nicht sein, dass unser Gesundheitssystem, das so flexibel und zuverlässig auf die Corona-Krise reagiert hat, jetzt einen ganzen Versorgungsbereich im Stich lässt." Ein entsprechendes Gesetz, das Krankenkassen dazu verpflichten solle, ihre Vergütungsverträge mit den Zentren anzupassen, sei bislang nur "unzulänglich" umgesetzt worden, kritisierte Dusel.

22.6.2020 • 11:21 Uhr

Dortmund schließt sechs Schulen

Für rund 8.000 Schüler in Dortmund endet das Schuljahr überraschend eine Woche früher. Die Stadt hat insgesamt sechs Schulen wegen Corona-Fällen geschlossen. Betroffen sind zwei Grundschulen, drei Berufskollegs und eine Hauptschule.

Weil es nicht gelang, alle Kontaktpersonen zu ermitteln, werden die Schulen vorsorglich ganz dicht gemacht. Einen Zusammenhang zwischen den Fällen gebe es nicht, sagte ein Stadt-Sprecher. Die Stadt geht davon aus, dass keine Reihentests nötig sind.

22.6.2020 • 11:09 Uhr

Auch Kroatiens Tennisprofi Coric mit Coronavirus infiziert

Bei der vom Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic organisierten Adria Tour hat es einen zweiten positiven Corona-Fall gegeben. Nach dem Bulgaren Grigor Dimitrow teilte auch der kroatische Profi Borna Coric in den sozialen Netzwerken mit, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Der 23 Jahre alte Australian-Open-Halbfinalist verpasste am Sonntag den Einzug in das Finale, das nach dem Bekanntwerden von Dimitrows Positivtest nicht mehr ausgetragen wurde. Das Turnier war schon zuvor wegen unzureichender Vorsichtsmaßnahmen in die Kritik geraten. Bei den Spielen waren Zuschauer zugelassen, ein Sicherheitsabstand von einem Meter wurde aber nicht eingehalten, wie auf Fernsehaufnahmen zu sehen war.

Die Tennisprofis Borna Coric auf Kroatien und Grigor Dimitrov aus Bulgarien | AP

Die Tennisprofis Borna Coric auf Kroatien und Grigor Dimitrov aus Bulgarien haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Bild: AP

22.6.2020 • 11:00 Uhr

Behörden: Hooligans für Unruhen in Den Haag verantwortlich

Für die Unruhen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Den Haag haben die Behörden gewaltbereite Fußball-Hooligans verantwortlich gemacht. Eine Gruppe habe bewusst die Konfrontation mit der Polizei gesucht, sagte der Vorsitzende der regionalen Sicherheitsinstanzen, Hubert Bruls, im niederländischen Radio.

Die Demonstration am Sonntag gegen die Corona-Regeln war zunächst friedlich verlaufen. Nach Angaben der Polizei schlug dann die Stimmung um und mehrere hundert Fußball-Fans randalierten. Insgesamt waren am späten Abend rund 400 Personen festgenommen worden. Die meisten von ihnen kamen aber noch in der Nacht frei.

22.6.2020 • 10:37 Uhr

Reeperbahn-Festival in Hamburg soll live stattfinden

Das Hamburger Reeperbahn-Festival vom 16. bis 19. September soll trotz Corona-Pandemie live stattfinden - allerdings in verkleinerter Form. In jedem Club werde es im Schnitt nur drei Konzerte pro Abend geben, kündigte Festival-Veranstalter Alexander Schulz im "Zeit"-Newsletter "Elbvertiefung" an. "Nach den Shows müssen alle den Laden verlassen, dann werden in einer 90-minütigen Umbaupause Innenraum und Bühne desinfiziert." Das Reeperbahn-Festival sei keine Großveranstaltung, sondern eine Vielzahl kleiner Konzerte mit jeweils weit unter 1.000 Gästen. Geplant seien 30 Spielorte, sagte Schulz. Er rechne mit knapp einem Drittel der sonst üblichen Besucher. Das viertägige Reeperbahn Festival gilt als Europas größtes Clubfestival.

22.6.2020 • 10:13 Uhr

Maas: "Kein Land in Europa zurücklassen"

Bundesaußenminister Heiko Maas hat Italien die Hilfe der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bei der Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Corona-Krise zugesagt. "Wir müssen einen kraftvollen wirtschaftlichen und sozialen Neustart schaffen. Das ist die oberste Priorität unserer EU-Ratspräsidentschaft", sagte Maas vor dem Abflug zu einem Treffen mit seinem italienischen Kollegen Luigi di Maio in Rom. "Wir sind fest entschlossen, jetzt kein Land in Europa zurückzulassen." Er sei überzeugt, dass die Wucht der Krise alte Trennlinien in Europa wegwischen könne. "Die Krise ist historisch - aber auch die Bereitschaft zu Veränderungen."

22.6.2020 • 09:52 Uhr

Lufthansa-Aktien rutschen deutlich ab - Sorge um Rettungspaket

Die Aktien der Lufthansa sind wegen Zweifeln an einer erfolgreichen Rettung der Airline wieder stark unter Druck geraten. Sorgen um das Rettungspaket drückten die Anteile des Dax-Absteigers um fast 9 Prozent auf 9,28 Euro. Heftige Verluste während des Corona-Crashs hatten dazu geführt, dass die Papiere ihren Platz im deutschen Leitindex räumen mussten und seit heute dem MDax der mittelgroßen Werte angehören. Die Lufthansa fürchtet angesichts einer niedrigen Aktionärspräsenz auf der Hauptversammlung an diesem Donnerstag einen ungewissen Ausgang bis hin zu einer Insolvenzlösung.

22.6.2020 • 09:50 Uhr

7600 Neuinfektionen in Russland

In Russland sind binnen 24 Stunden 7600 Neuinfektionen bestätigt worden. Insgesamt wurde nach Behördenangaben bei 592.280 Menschen das Coronavirus nachgewiesen - das ist die dritthöchste Zahl weltweit nach den USA und Brasilien. 95 weitere Menschen seien an oder mit dem Coronavirus gestorben. Im ganzen Land sind es damit insgesamt 8206. Am Tag zuvor waren 7728 Neuinfektionen und 109 Todesfälle gemeldet worden.

22.6.2020 • 09:47 Uhr

Sachsen will Großveranstaltungen ab September ermöglichen

Der Freistaat Sachsen will Großveranstaltungen unter bestimmten Auflagen bereits ab September wieder möglich machen. "Wir wollen in Sachsen, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern mit Hygienekonzepten und Nachverfolgbarkeit ab September wieder beginnen können", sagte Landeskulturministerin Barbara Klepsch (CDU) der "Sächsischen Zeitung". Bund und Länder hatten vergangene Woche vereinbart, dass Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben, Ausnahmen aber möglich sein sollen.

22.6.2020 • 09:15 Uhr

Hundefleisch-Festival in China trotz Corona eröffnet

Trotz der Corona-Epidemie und einer Regierungskampagne für mehr Tierschutz ist in China das jährliche Hundefleisch-Festival eröffnet worden. Die zehntägige Veranstaltung in der südwestlichen Stadt Yulin zieht normalerweise Tausende von Besuchern an. Tierschützer erwarten, dass die Zahl zurückgeht und die Veranstaltung letztmalig stattfindet.

Die Regierung arbeitet derzeit neue Gesetze aus, um den Handel mit Wildtieren zu verbieten und Haustiere zu schützen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Experten gehen davon aus, dass sich das Virus Ende vergangenen Jahres von einem Markt in der Stadt Wuhan ausgebreitet hat, auf dem mit Wildtieren gehandelt wurde. Shenzhen war im April die erste Stadt in China, die den Verzehr von Hunden verboten hat. Es wird erwartet, dass weitere folgen werden.

22.6.2020 • 09:07 Uhr

Verbraucherschützer für niedrigere Strompreise statt Steuersenkung

Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller sieht die im Konjunkturpaket der Bundesregierung geplante vorübergehende Mehrwertsteuersenkung kritisch. "So schön sich die 20 Milliarden Euro Mehrwertsteuersenkung auf dem Papier lesen: Mit einer spürbaren Entlastung eines jeden Einzelnen durch diese Maßnahme allein rechne ich nicht", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) dem "Handelsblatt". Als Alternative schlug er niedrigere Stromkosten vor. "Ergänzt um einen Kinderbonus von 600 statt 300 Euro, wäre dies wirkungsvoller und zudem auch sozial gerechter." Gaststätten- und Hotelverbände sowie einzelne Unternehmen hätten bereits angekündigt, dass sie die Mehrwertsteuersenkungen gar nicht oder nicht linear an Verbraucher weitergeben werden, sagte Müller. Nicht linear bedeutet, dass der verringerte Steuersatz nicht auf alle Produkte angewendet wird. 

22.6.2020 • 08:50 Uhr

Arbeitsminister Heil will Haftung von Tönnies für Corona-Schäden prüfen

Der Fleischkonzern Tönnies soll nach Ansicht von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für Schäden haften, die durch den Coronavirus-Ausbruch im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh entstanden sind. "Ich glaube, dass wir prüfen müssen, welche zivilrechtlichen Haftungsmöglichkeiten es gibt in diesem Bereich", sagte er im ARD-Morgenmagazin. Denn es entstünden erhebliche Kosten für die gesundheitliche Behandlung der Menschen und die Region.

22.6.2020 • 08:11 Uhr

Ifo-Institut: Bayern hat die meisten Kurzarbeiter

In Bayern gibt es dem Ifo-Institut zufolge deutschlandweit die meisten Kurzarbeiter während der Corona-Krise. Dort waren im Mai 1,469 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was 26 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten entspreche, teilte das Münchner Forschungsinstitut mit. Im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen waren es demnach 1,466 Millionen oder 21 Prozent, in Baden-Württemberg 1,09 Millionen oder 23 Prozent. Es folgen Niedersachsen und Bremen mit zusammen 767.000 oder 23 Prozent. "Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren", erläuterte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Insgesamt schätzt das Institut die Zahl der Kurzarbeiter im Mai auf etwa 7,3 Millionen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für 2020 im Jahresschnitt mit 2,2 Millionen Kurzarbeitern und in der Spitze mit 7,5 Millionen.

22.6.2020 • 07:26 Uhr

Zwei neue Coronavirus-Fälle in Neuseeland

Neuseeland hat zwei weitere Coronavirus-Fälle registriert. Damit hat das Land nun neun aktive Fälle, nachdem es sich zu Beginn des Monats für coronafrei erklärt hatte. Alle diese Fälle beträfen Menschen, die kürzlich angekommen und nun in Quarantäne seien, sagten Gesundheitsexperten. Die Regierung kündigte an, das bis Ende Juni geltende Verbot von Kreuzfahrtschiffen aus dem Ausland zu verlängern.

22.6.2020 • 07:20 Uhr

Kretschmann: Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen unrealistisch

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien für unrealistisch. "Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein", sagte Kretschmann in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen."

In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen.

22.6.2020 • 06:49 Uhr

Neue Lockerungen in Frankreich

In Frankreich treten heute weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft. Campingplätze und Kinos können unter Hygiene-Auflagen wieder aufmachen. Zudem sollen alle Stationen der Pariser Metro wieder öffnen. Landesweit gilt für die meisten Schüler wieder eine Anwesenheitspflicht.

Ab Mittwoch können Touristen zudem den Eiffelturm wieder besuchen. Am Freitag öffnet auch der Pariser Flughafen Orly. Die Einreise nach Frankreich ist bereits seit einer Woche für Deutsche und die meisten anderen EU-Bürger wieder uneingeschränkt möglich. Präsident Emmanuel Macron hatte von einem "ersten Sieg" gegen das Virus gesprochen, an dessen Folgen in Frankreich bereits mehr als 29.600 Menschen starben.

Ein Pariser Kino kurz vor der Wiedereröffnung. | AFP

Um Mitternacht öffneten die Kinos in Frankreich wieder ihre Türen. Bild: AFP

22.6.2020 • 06:35 Uhr

SPD-Chef fordert Nachbesserungen am Wiederaufbauplan

Vor dem Koalitionsgipfel anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat SPD-Chef Norbert Walter-Borjans Nachbesserungen am deutsch-französischen Wiederaufbauplan gefordert. "Der deutsch-französische Plan sieht vor, dass die europäischen Mittel für den Wiederaufbau nach Corona verwendet werden. Aus meiner Sicht könnte man das noch erweitern - um Schwachstellen, die in der Pandemie offensichtlich geworden sind", sagte Walter-Borjans den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (RND). Nach der Finanzkrise hätten viele Länder staatliche Infrastrukturen und Gesundheitssysteme kaputt gespart. "Die Corona-Krise hat die Folgen sichtbar gemacht: Die Sparpolitik hat Menschenleben gekostet", erklärte er. Daher brauche Europa Gesundheitssysteme auf einem einheitlich hohen Niveau.

Im Gegensatz zu Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich Walter-Borjans offen für die Forderung der EU-Kommission, die im deutsch-französischen Wiederaufbauplan vorgesehenen Finanzmittel von 500 Milliarden Euro auf 750 Milliarden zu erhöhen.

22.6.2020 • 06:27 Uhr

Ärzte für Krisen-Puffer bei Kapazitäten der Kliniken

Ärztepräsident Klaus Reinhardt befürwortet angesichts der Corona-Pandemie einen ständigen Krisen-Puffer bei den Kliniken. "Krankenhäuser sind keine Unternehmen, in denen man wie in einem produzierenden Betrieb nur die Auslastung optimiert", sagte der Chef der Bundesärztekammer der Nachrichtenagentur dpa. "Wir müssen immer einen gewissen Überhang an Kapazitäten vorhalten und natürlich auch finanzieren, um auf Krisen angemessen reagieren zu können."

Reinhardt betonte: "Unser Gesundheitssystem funktioniert in der aktuellen Krise ausgesprochen gut." Das gelte für die ambulante Versorgung wie für die Kliniken. Es dürfe deshalb auf keinen Fall einen Abbau von Kapazitäten oder Personal geben.

22.6.2020 • 05:27 Uhr

Südkorea verzeichnet deutlich weniger Neuinfektionen

Zum ersten Mal in beinahe einem Monat hat Südkorea lediglich 17 neue Coronavirus-Fälle verzeichnet. Das teilte das koreanische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention am Montag mit. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen täglich zwischen 40 und 50 Fällen gelegen. Südkorea hatte die Maßnahmen wie Social Distancing und andere Einschränkungen des öffentliches Lebens gelockert, hatte aber Probleme, ein erneutes Aufkommen von Fällen in der Metropole Seoul einzudämmen. Diese standen in Verbindung zu Nachtclubs, Restaurants, Kirchenbesuchen und niedrig bezahlten Angestellten, die es sich nicht leisten konnten, zuhause zu bleiben. Zwölf der neuen Fällen gingen ebenfalls darauf zurück. Sechs betrafen Menschen, die aus dem Ausland eingereist waren.

22.6.2020 • 04:36 Uhr

537 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 537 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190 359 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Montagmorgen meldete. 8885 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 3 im Vergleich zum Vortag. Etwa 175 300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, stieg nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 21.6., 0.00 Uhr, auf 2,88 (Vortag: 1,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt.

22.6.2020 • 04:35 Uhr

Peking meldet geringste Infektionszahl seit neuem Ausbruch

Die nationale Gesundheitskommission in China meldet binnen 24 Stunden 18 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, neun davon in Peking. Tags zuvor waren 26 Fälle aufgetreten, darunter 22 in der Hauptstadt. Nach offiziellen Angaben sind sieben weitere asymptomatische Fälle verzeichnet, die in China nicht zu den bestätigten Fällen zählen, da die Infizierten keinerlei Symptome zeigen.

Es ist die geringste Zahl von Infektionen in Peking, seit vor zwölf Tagen ein neuer Ausbruch auf einem Großmarkt der Stadt bekannt geworden war. Als Reaktion auf den neuen Ausbruch hatten die Behörden vergangenen Dienstag die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen, womit Peking teilweise abgeriegelt wurde.

22.6.2020 • 02:04 Uhr

Spahn will Corona-Politik im Bundestag aufarbeiten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will mit einer umfassenden Aufarbeitung der Corona-Politik und einem Umbau der Krankenhauslandschaft Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen. "Ich hielte es für eine gute Idee, wenn der Gesundheitsausschuss zusammen mit ausgewiesenen Experten eine große Evaluation erarbeitet, aus der wir für die nächste vergleichbare Situation lernen können", sagte Spahn in einem Interview der Partnerzeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollten nicht nur aufgeschrieben, sondern auch zügig umgesetzt werden.

Dabei sieht er die Notwendigkeit von Restrukturierungen der Krankenhauslandschaft. Die hohe Zahl an Intensivbetten habe sich zwar bewährt, aber die Corona-Krise habe auch gezeigt, "dass wir gute Konzepte für regionale Versorgung brauchen, gerade bei den Krankenhäusern". Es müsse deshalb Maximalversorger geben mit klar definierten Aufgaben, auch für den Fall einer Pandemie, "und drumherum in der Fläche ein aufeinander abgestimmtes Angebot. Es könne nicht mehr jedes Krankenhaus alles machen."

Jens Spahn | dpa

Nach dem Willen von Gesundheitsminister Spahn soll der Gesundheitsausschuss im Bundestag eine Evaluation der Corona-Politik erarbeiten. Bild: dpa

22.6.2020 • 01:27 Uhr

WHO meldet Rekordanstieg bei Coronavirus-Fällen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet einen Rekordanstieg bei den weltweiten Coronavirus-Fällen. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen steigt nach offiziellen Daten innerhalb eines Tages um 183.020. Laut dem täglichen Bericht der WHO meldet Nord- und Südamerika mit über 116.000 den größten Teil der Neuinfektionen. Weltweit sind nach Angaben der WHO mehr als 8,7 Millionen Menschen an dem Virus erkrankt und mehr als 461.000 an den Folgen von Covid-19 gestorben. Bislang war am 18. Juni mit 181.232 Fällen der größte Anstieg seit dem Ausbruch des Virus verzeichnet worden.

22.6.2020 • 01:19 Uhr

Paritätischer Wohlfahrtsverband: Corona trifft Arme am stärksten

Sozial benachteiligte Bevölkerungsschichten in Deutschland leiden nach Beobachtung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in besonderem Maße unter der Corona-Pandemie. Ärmere müssten häufiger zusammenrücken, "weil sie wenig Platz haben und auch nirgendwohin können" oder weil sie unter schlechten Bedingungen "wie in der Fleischindustrie" arbeiteten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Ulrich Schneider, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Schneider betonte, es seien vor allem jene Menschen betroffen, die auf zu engem Raum in Kontakt seien oder lebten, "ohne dass hygienische Mindeststandards eingehalten werden können". Dies betreffe etwa Sammelunterkünfte für Flüchtlinge, Notquartiere für Obdachlose oder auch Frauenhäuser. Mit Blick auf die Corona-Ausbrüche unter Schlachthofmitarbeitern aus Osteuropa ergänzte er, das Virus verbreite sich dort am besten, "wo viele Menschen zusammenkommen. Mit ihrer Herkunft hat das überhaupt nichts zu tun".

Der Verband fordert "dringend bezahlbare Wohnungen, besonders für Familien mit geringem Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen in den Betrieben". Außerdem bräuchten Bezieher von Grundversorgung schnelle Hilfe, um Mehrausgaben beim Essen und der Hygiene zu kompensieren: "Deshalb fordern wir 100 Euro mehr monatlich für Hartz IV- und Asylleistungs-Bezieher und Rentner in Grundsicherung."

22.6.2020 • 00:55 Uhr

Brasilien: Eine Millionen Infizierte und mehr als 50.000 Tote

Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus mehr als eine Millionen Fälle und mehr als 50.000 Todesopfer. Die Zahl der Toten ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 641 auf 50.617 gestiegen. Weitere 17.459 Infektionen lassen die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 1.085.038 klettern. Brasilien verzeichnet nach den USA weltweit die meisten Covid-19-Infektionen und Todesfälle infolge der Atemwegserkrankung. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer mangels breiter Testmöglichkeiten weitaus höher liegen könnte.