Lehrer vor Schultafel | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Lehrer sollen früher geimpft werden ++

Stand: 10.02.2021 23:42 Uhr

Erzieher und Lehrer sollen laut Kanzlerin Merkel bei Impfungen möglichst in der Priorität aufrücken. Norderney verhängt eine Ausgangssperre. Auf den Balearen sollen die meisten Beschränkungen aufrechterhalten werden. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Lockdown bis 7. März verlängert
  • Nordsee-Insel Norderney verhängt nächtliche Ausgangssperre
  • Balearen verlängern Lockdown-Maßnahmen
  • WHO empfiehlt AstraZeneca-Impfstoff auch für über 65-Jährige
  • BioNTech startet Impfstoff-Produktion in Marburg
10.2.2021 • 23:42 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

10.2.2021 • 23:22 Uhr

Schleswig-Holstein plant schrittweise Schulöffnungen

Für Schleswig-Holsteins Grundschülerinnen und Grundschüler soll es in der Corona-Pandemie von 22. Februar an wieder Regelunterricht geben. "Wir haben ja festgelegt, dass der Bereich Schule und Kita der Bereich ist, der als erster geöffnet werden soll", sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther im tagesthemen-Interview. Das habe man in der Bund-Länder-Konferenz beschrieben und liege jetzt in der Hohheit der Länder. "Ein wichtiges Signal für Familien", sagte der CDU-Politiker.

10.2.2021 • 22:36 Uhr

Ökonom Felbermayr kritisiert fehlende Perspektiven

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat die Beschlüsse des Corona-Krisengipfels als enttäuschend bezeichnet. "Es ist richtig, nicht überstürzt zu öffnen. Aber das Fehlen eines Stufenplanes ist sehr bedauerlich", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es wäre nun an der Zeit gewesen, klar vorzulegen, bei welchen Kennziffern welche weiteren Öffnungen möglich werden, sagte er. "Damit hätte man den schwer betroffenen Unternehmen und der zunehmend frustrierten Bevölkerung Perspektiven geben können", so Felbermayr.

10.2.2021 • 22:34 Uhr

Oscar-Verleihung findet an mehreren Orten statt

Die Oscar-Verleihung soll in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten stattfinden. "Um die Show zu schaffen, die unser globales Publikum sehen will, wird die Zeremonie live von mehreren Standorten übertragen", hieß es in einer Erklärung des Veranstalters. Die 93. Preisvergabe werde "eine Oscar-Verleihung wie keine andere sein, wobei öffentliche Gesundheit und Sicherheit Priorität haben". Die ursprünglich für den 28. Februar geplante Verleihung war bereits auf den 25. April verschoben worden. Normalerweise findet die Gala in Los Angeles statt. Die Stadt ist jedoch besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Ein Teil der Verleihung werde dennoch dort stattfinden, hieß es in der Erklärung.

Blick auf die Bühne bei der Oscar-Verleihung | ETIENNE LAURENT/EPA-EFE/REX

Das Dolby Theatre in Los Angeles: In diesem Jahr soll nur ein Teil der Oscar-Verleihung an gewohntem Ort stattfinden. Bild: ETIENNE LAURENT/EPA-EFE/REX

10.2.2021 • 22:13 Uhr

Brasilianische Corona-Variante in Portugal nachgewiesen

In Portugal sind einem Medienbericht zufolge die ersten zwei Fälle von Corona-Infektionen durch eine zuerst in Brasilien nachgewiesene, ansteckendere Variante des Virus bestätigt worden. Sie seien in der Region der Hauptstadt Lissabon aufgetreten, berichtet der Sender SIC. Die britischen und südafrikanischen Varianten des Virus, die ebenfalls ansteckender sind, wurden zuvor bereits in Portugal nachgewiesen.

10.2.2021 • 22:10 Uhr

EMA fordert Daten über Impfschutz bei Mutanten

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Impfstoffhersteller aufgefordert, Daten über den Schutz ihrer Vakzine vor Corona-Mutanten zu übermitteln. Die EMA "entwickelt einen Leitfaden für Hersteller, die Änderungen an den bestehenden Covid-19-Impfstoffen planen, um die neuen Virusvarianten zu bekämpfen", gab die Agentur bekannt. Die EMA forderte nach eigenen Angaben alle Impfstoffentwickler auf, "zu untersuchen, ob ihr Impfstoff Schutz gegen neue Varianten bieten kann". Dies schließe die Mutanten ein, die in Großbritannien, Südafrika und Brasilien entdeckt wurden, hieß es in einer Erklärung.

Die EMA hat bisher drei Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union zugelassen: Die Vakzine von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Laut einer Studie schützt die Impfung von AstraZeneca nicht umfassend gegen die in Südafrika entdeckte Corona-Mutante, weshalb das Land seine Impfkampagne mit dem Wirkstoff verschob. Nach Unternehmensangaben sollen die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna hingegen auch gegen die neuen Varianten wirken.

10.2.2021 • 22:05 Uhr

ARD extra: Die Corona-Lage

Was bedeuten die neuen Lockdown-Beschlüsse? Wie geht es weiter mit Schulen, Kitas und Betrieben? Ein ARD extra ordnet die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen ein.

10.2.2021 • 21:57 Uhr

Pressekonferenz zu Bund-Länder-Beschlüssen

Der Corona-Lockdown wird bis zum 7. März verlängert. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder in ihren Beratungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sehen Sie hier noch einmal die gemeinsame Pressekonferenz von Kanzlerin Merkel mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

10.2.2021 • 21:48 Uhr

Textilhandel kritisiert Lockdown-Verlängerung

Der Textilhandel hat die Verlängerung des Corona-Lockdowns scharf kritisiert. "Per Ende Februar dürften sich die Verluste des Winter-Lockdowns in den Textil-, Schuh- und Lederwarengeschäften damit auf rund 15 Milliarden Euro aufsummiert haben", teilte der Hauptgeschäftsführer des BTE Handelsverbands Textil, Rolf Pangels, in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Handelsverband Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) mit. Das sei der "blanke Horror".

Laut der Textilverbände wird sich die Situation der Modebranche noch einmal verschärfen. Denn vor allem der Start in die Frühsaison und speziell die Wochen vor Ostern seien mit die wichtigsten Verkaufszeiträume. "Wenn die Geschäfte dann noch geschlossen sind, wird das vielen Fashionhändlern endgültig das Genick brechen und zusätzliche Leerstände in den Innenstädten hinterlassen", prognostizierte Pangels.

10.2.2021 • 21:36 Uhr

Ski-Gebiete in der Lombardei sollen wieder öffnen

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Skigebiete in der norditalienischen Lombardei sollen wieder öffnen können. Skifahren sei von 15. Februar an wieder erlaubt, teilten die regionalen Behörden mit. Es ist das erste Mal, dass in dieser Saison Skifahren in Italien erlaubt werden soll. Allerdings sollen bei der Öffnung der Skigebiete strenge Vorschriften gelten. Unter anderem wird in der Lombardei die Zahl der täglich zugelassenen Skifahrer auf 30 Prozent der stündlichen Lift-Kapazitäten beschränkt.

Leerer Sessellift | REUTERS

Leerer Sessellift in der Lombardei: Die Öffnung der Skigebiete ist in Italien wie auch in anderen Ländern äußerst umstritten. Experten warnten, dass dieser Schritt zu früh komme. Bild: REUTERS

10.2.2021 • 21:36 Uhr

Handwerk und Reisebranche enttäuscht von Bund-Länder-Beschlüssen

Das Handwerk und die Reisebranche haben unzufrieden auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Corona-Politik reagiert. "Die epidemiologisch begründete Verlängerung des Lockdowns stellt für sehr viele weiter von Schließungen betroffene Handwerksbetriebe unverändert eine schwere Belastung dar und droht, viele von ihnen in die Knie zu zwingen", erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer. "Viele Betriebe werden nicht überleben, wenn Hilfen nicht schnellstens ausgezahlt werden oder sie auf anderen Wegen an mehr Liquidität gelangen."

Der Deutsche Reiseverband (DRV) kritisierte, die Branche befinde sich "von einer kurzen Phase der Erholung im Sommer abgesehen de facto seit einem Jahr im Lockdown - ohne eine Perspektive". Diese bräuchten die Betriebe und ihre Mitarbeiter aber. "Viele mussten bereits ihr Geschäft aufgeben oder stehen kurz vor der Insolvenz." Wer ganze Wirtschaftszweige "in den Lockdown schickt", müsse auch "Konzepte für den Restart" vorlegen, betonte der Verband.

Eine Passantin mit Mund-Nasenschutz geht an einem TUI-Reisebüro vorbei.  | dpa

Der Deutsche Reiseverband fordert Perspektiven für die Branche. "Dazu müssen Politik und Reisewirtschaft im engen Dialog abstimmen, in welchen Schritten und unter welchen Bedingungen die Branche ihr Geschäft wieder aufnehmen kan", so der Verband. Bild: dpa

10.2.2021 • 21:24 Uhr

Studie: Coronavirus offenbar seit November 2019 in Frankreich

Eine in Frankreich vorgenommene Studie legt nahe, dass das Coronavirus bereits im November 2019 in dem EU-Land zirkulierte. Die Ergebnisse "deuten auf eine frühere Verbreitung von Sars-CoV-2 in Europa hin, als bisher berichtet wurde", schreiben die Autoren in der Fachzeitschrift "European Journal of Epidemiology". Erstmals offiziell gemeldet worden war das neuartige Virus in China Ende Dezember 2019.

Die Forscher in Frankreich griffen auf eine Datenbank von knapp 10.000 Blutproben zu, von denen ihren Ergebnissen zufolge mindestens 44 Coronavirus-Antikörper aufwiesen - darunter sieben vom November und drei vom Dezember 2019. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass auch falsch-positive Proben unter den Ergebnissen seien, betonten die Autoren. Dennoch sei zugleich auch auszuschließen, dass alle Ergebnisse falsch seien. Zuletzt waren Wissenschaftler mehrmals auf Hinweise gestoßen, dass das Virus bereits vor der Meldung Chinas an die Weltgesundheitsorganisation im Umlauf war. Die neue Studie erbringt zwar keinen neuen, definitiven Beweis, bestärkt allerdings diese Vermutungen.

10.2.2021 • 21:20 Uhr

USA impfen 1,5 Millionen Menschen pro Tag

Die USA kommen beim Ziel des neuen Präsidenten Joe Biden, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Corona-Impfungen zu erreichen, gut voran. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage seien täglich 1,5 Millionen Menschen geimpft worden, sagte Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients. Nach jüngsten Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC haben bisher rund 32,9 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner mindestens eine Impfstoff-Dosis bekommen - und 9,8 Millionen bereits beide notwendigen Dosen.

10.2.2021 • 21:18 Uhr

Lehrerverband kritisiert Bund-Länder-Beschluss

Der Deutsche Lehrerverband hat die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Öffnung der Schulen kritisiert. "Es muss endlich Schluss sein mit den Alleingängen der Bundesländer beim Schulbetrieb", sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein unterschiedliches Vorgehen in den Ländern schwäche die Akzeptanz politischer Entscheidungen und verstärke die ohnehin große Verunsicherung von Eltern, Schülern und Lehrkräften. Wichtig sei eine Öffnungsperspektive, "die verantwortbar, verlässlich und vor allem dauerhaft ist", sagte Meidinger. Schulöffnungen mit Präsenzunterricht im Wechselbetrieb dürften erst dann erfolgen, wenn in der jeweiligen Region die Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 50 liege. "Das sollte eine bundesweit einheitliche Regelung sein", forderte Meidinger. Laut den neuen Beschlüssen des Corona-Gipfels sollen die Länder in eigener Regie über die Öffnung von Schulen und Kitas entscheiden.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes |

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, fordert ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer bei Schulöffnungen.

10.2.2021 • 21:14 Uhr

Der Lockdown bleibt: Was jetzt gilt

Bund und Länder sehen in deutlich gesunkenen Ansteckungsraten viel erreicht im Kampf gegen das Coronavirus - aber noch lange keinen Anlass für Entwarnung. Denn neue Varianten des Virus, die ansteckender sein könnten, breiteten sich aus, warnen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Die bestehenden Auflagen sollen deshalb bis zum 7. März verlängert werden.

10.2.2021 • 21:09 Uhr

Impfungen für Grundschul- und Kita-Personal womöglich vor dem Sommer

Kita- und Grundschulpersonal könnte nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor dem Sommer mindestens die erste Corona-Impfung bekommen. Das sagte sie nach Beratungen mit den Ländern über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Bund und Länder hatten dabei vereinbart, zu prüfen, ob die Impfverordnung so geändert wird, dass Kita-Personal und Grundschullehrerinnen und -lehrer früher als bisher vorgesehen geimpft werden könnten.

Diese Berufsgruppen hätten nicht die Chance, in ihrer Berufsausübung die notwendigen Abstände einzuhalten, sagte Merkel. Es gehe um ein Signal, dass Kita und Schule wichtig seien und "dass wir eine besondere Schutzpflicht für diese Beschäftigten haben, das wollen wir damit ausdrücken."

Geprüft werden soll dem Beschluss von Bund und Ländern zufolge nun, ob die genannten Gruppen in der "Kategorie zwei mit hoher Priorität" geimpft werden können. In der Impfverordnung zählen Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte bisher zur Gruppe drei - zusammen mit Über-60-Jährigen.

10.2.2021 • 20:44 Uhr

Hessen öffnet Grundschulen sowie fünfte und sechste Klassen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier freut sich über die allmählichen Schulöffnungen. "Wir werden ab dem 22. Februar Grundschulen und Klassen fünf und sechs im Wechselunterricht öffnen", sagte Bouffier. "Ich bin froh, dass wir uns da durchsetzen konnten." Auch Kitas in Hessen könnten ab dem 22. Februar wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen.

10.2.2021 • 20:44 Uhr

Bartsch kritisiert Corona-Beschlüsse

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat die Ergebnisse der Bund-Länder-Schalte scharf kritisiert. "Die heutigen Beschlüsse zeigen, dass sich Angela Merkel gedanklich im Lockdown eingemauert hat", sagte Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Statt den Menschen nach Wochen im Lockdown eine klare Perspektive zu bieten, stünden Kanzlerin Angela Merkel und auch Kanzleramtsminister Helge Braun unbeweglich auf der Bremse, sagte der Linken-Politiker. Die nächsten Wochen seien für viele Betriebe der letzte Sargnagel, mahnte Bartsch. "Dies ist insbesondere Peter Altmaier anzulasten, dessen Versäumnisse weitere Arbeitsplätze kosten werden."

Linken-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch | dpa

"Gedanklich im Lockdown eingemauert": Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch übt deutliche Kritik an den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. Bild: dpa

10.2.2021 • 20:32 Uhr

Mehr als 13 Millionen Briten geimpft

In Großbritannien haben inzwischen mehr als 13 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Premierminister Boris Johnson mit. Die Regierung liege damit auf Kurs, ihr selbstgesetztes Ziel von 15 Millionen Erstimpfungen bis Mitte des Monats zu erreichen. Etwa 520.000 Briten erhielten bereits eine zweite Spritze. In England - dem größten Landesteil des Vereinigten Königreichs - ist nach Angaben der Regierung mittlerweile bereits jeder vierte Erwachsene geimpft.

10.2.2021 • 20:29 Uhr

Berlin und Brandenburg öffnen Schulen ab 22. Februar

Etliche Bundesländer wollen die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Schulen in den kommenden Wochen schrittweise öffnen. Berlin plane diesen Schritt für den 22. Februar, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller nach Bund-Länder-Beratungen. Auch andere Bundesländer orientierten sich an diesem Termin, fügte er hinzu. Zuvor hatte bereits Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke angekündigt, die Grundschulen in Brandenburg voraussichtlich von 22. Februar an im Wechselunterricht wieder öffnen. Ein entsprechender Kabinettsbeschluss dazu sei für Freitag vorgesehen.

10.2.2021 • 20:24 Uhr

Söder kündigt Fortsetzung des Corona-Kurses in Bayern an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, seinen vorsichtigen Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitergehen zu wollen. Das Motto in Bayern heiße: "Vorsicht mit Perspektive", sagte Söder nach der Konferenz von Bund und Ländern. Bayern werde einen vorsichtigeren Kurs als andere Bundesländer fahren, kündigte Söder an. "Zumachen erfordert Mut, öffnen erfordert Klugheit", sagte Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder |

In Bayern sei die Zahl der Infektionen um 90 Prozent gedrückt worden, so Markus Söder nach den Beratungen von Bund und Ländern. "Jeder, der bezweifelt hat, ob die Maßnahmen Sinn hatten, ist durch die Realität widerlegt", sagte der bayerische Ministerpräsident.

Es dürfe kein Stop-and-Go bei den Corona-Maßnahmen geben, weil dies die Akzeptanz für die Maßnahmen in der Bevölkerung untergrabe, so Söder. Er verwies darauf, dass alle bisher getroffenen Maßnahmen im Lockdown gewirkt hätten.

10.2.2021 • 20:16 Uhr

Friseurhandwerk erleichert über Öffnung

Das Friseurhandwerk hat mit großer Erleichterung auf die von Bund und Ländern beschlossene Öffnung von Friseursalons zum 1. März reagiert. "Eine ganze Branche atmet auf, endlich haben wir eine Perspektive und Planungssicherheit", erklärte Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks. Für viele Inhaber der 80.000 Salons in Deutschland seien die Wochen der Schließung existenzbedrohend. Angesichts des Infektionsgeschehens sei es elementar, Arbeitsschutzstandards- und Hygieneregeln in den Salons einzuhalten.

10.2.2021 • 20:11 Uhr

Slowakei verfügt Pflicht-Quarantäne für Einreisende

Die Slowakei verschärft wegen der Corona-Pandemie erneut ihre Einreisebeschränkungen. Grund dafür sei vor allem die im Nachbarland Österreich nachgewiesene südafrikanische Variante des Virus, sagte Gesundheitsminister Marek Krajci. Von Montag an gilt für Einreisende grundsätzlich eine verpflichtende Quarantäne von 14 Tagen. Ausgenommen bleiben Berufspendler. Bei ihnen reicht, dass sie an der Grenze einen negativen Test vorweisen.

10.2.2021 • 20:03 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel warnt vor dritter Welle

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Corona-Krise vor einer dritten Welle gewarnt. Der Grund seien die verschiedenen Varianten des Virus, sagte Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Deshalb müsse man weiter vorsichtig sein. Die Mutation sei eine Realität. Sie nehme zu, die Frage sei, wie schnell. Die Zeit bis Mitte März sei daher existenziell für die weitere Entwicklung der Pandemie in Deutschland, so die Kanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel |

Die verhängten Corona-Maßnahmen zeigten Wirkung, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen. Die Zahl der Neuinfektionen sei gesunken. "Wir können auch sehr zufrieden sein", so Merkel. Zugleich warnte sie vor der Ausbreitung von Virusvarianten.

Nach Modellierungen werde sich in der anstehenden Phase entscheiden, ob mutierte Coronaviren die Oberhand gewinnen, sagte Merkel. Es deute sich eine dritte Welle an, die bekämpft werden müsse. Dies könne um so besser geschehen, je mehr die Infektionszahlen weiter heruntergingen und Gesundheitsämter in der Lage seien, Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen.

10.2.2021 • 19:46 Uhr

Länder sollen selbst über Schulöffnungen entscheiden

Für die Öffnung der Schulen nach der weitgehenden Schließung im Corona-Lockdown wird es keine bundesweit einheitliche Regelung geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vereinbarten bei ihrer Videokonferenz vielmehr, dass darüber die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit selbst entscheiden. Das geht aus ihrem Beschlusspapier hervor.

10.2.2021 • 19:41 Uhr

Bund und Länder beschließen Verlängerung des Lockdowns

Der bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland soll weitgehend bis zum 7. März verlängert werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderregierungschefs und -chefinnen bei ihrer Videokonferenz vereinbart, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

10.2.2021 • 19:37 Uhr

US-Gesundheitsbehörde: Zwei Masken übereinander können sinnvoll sein

Zum Schutz vor dem Coronavirus kann nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC das Tragen von zwei Masken übereinander sinnvoll sein. Behördenchefin Rochelle Walensky verwies auf eine Studie, wonach ein Mund-Nasen-Schutz deutlich wirksamer sei, wenn er eng anliege. Dies könne erreicht werden, indem man über einer lose sitzenden chirurgischen Maske eine Stoffmaske trage. Andere Möglichkeiten seien, die Schlaufen der Maske mit Knoten zu verkürzen oder sie mit einem speziellen Rahmen fester ans Gesicht zu drücken. CDC und das Weiße Haus betonten zugleich, dass es in den USA keine offizielle Empfehlung gibt, generell zwei Masken übereinander zu tragen.

In einem Büro hängen Masken an einem Aktenschrank. | dpa

Eine weitere Maske könnte sinnvoll sein. Es geht darum, dass der Mund-Nasen-Schutz möglichst dicht am Gesicht anliegt. Bild: dpa

10.2.2021 • 19:29 Uhr

Lockdown-Lockerungen erst ab Inzidenz unter 35

Der Corona-Gipfel hat sich offenbar darauf verständigt, dass erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 weitergehende Lockerungen des Lockdowns etwa im Handel oder für die Gastronomie beschlossen werden sollen. Darüber solle dann im März beraten werden, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Rande der Gespräche. Demnach verständigten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel aber auch darauf, dass wieder öffnen dürfen. "Am 1. März geht es mit den Friseurdienstleistungen wieder los", sagte Kretschmer.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) | dpa

"Wenn wir bei einer Inzidenz von unter 35 sind, können auch weitere Schritte der Lockerungen erfolgen", sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig sein." Bild: dpa

10.2.2021 • 18:51 Uhr

Ausgangsbeschränkungen auf Norderney

Wegen steigender Corona-Zahlen ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung auf der Nordsee-Insel Norderney verhängt worden. Zwischen 21.00 und 5.00 Uhr dürfe die eigene Wohnung nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden, beispielsweise bei medizinischen Notfällen, teilte der Landkreis Aurich mit. Zudem dürfen sich die Inselbewohner in der Öffentlichkeit wie im privaten Raum nur noch allein oder mit Angehörigen ihres eigenen Hausstandes aufhalten. Den Schulen wurde der Präsenzunterricht verboten. Seit einigen Tagen explodieren die Fallzahlen auf der ostfriesischen Insel.

10.2.2021 • 17:58 Uhr

Höhere Impfpriorität für Lehrer und Erzieher wird geprüft

Angesichts anstehender Schulöffnungen wollen Bund und Länder frühere Corona-Impfungen für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher prüfen lassen. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten einigten sich bei ihren Beratungen nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA auf einen entsprechenden Prüfauftrag an die Gesundheitsminister.

Konkret geht es demnach darum, Lehrkräfte und Erzieherinnen in der zweiten statt der dritten Prioritätsstufe für Impfungen einzuordnen. Merkel habe darauf hingewiesen, dass gerade Erzieherinnen und Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, hieß es weiter. Deshalb müsse geprüft werden, wann Erzieher und Lehrer so in die Reihenfolge eingefügt werden könnten, dass sie bald geimpft werden könnten.

10.2.2021 • 17:58 Uhr

Lockdown-Verlängerung auf den Balearen

Trotz einer deutlichen Entspannung der Lage auf den Balearen müssen die Restaurants, Cafés und Kneipen auf Mallorca und den Nachbarinseln Ibiza und Formentera weiterhin geschlossen bleiben.

Die Regionalregierung will die meisten der seit dem 13. Januar geltenden Lockdown-Maßnahmen um weitere zwei Wochen bis zum 28. Februar verlängern, wie Medien berichteten. Das habe Tourismusminister Iago Negueruela den Sozialpartnern - Unternehmern und Gewerkschaften - in Palma mitgeteilt, schrieben die Zeitung "Diario de Mallorca" und andere Medien. Auch Fitnessstudios müssen demnach unter anderem geschlossen bleiben. Lockerungen soll es ab dem Wochenende nur für große innerstädtische Kaufhäuser geben. Sie werden stufenweise und unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen.

Menschen gehen spazieren im Zentrum von Palma in der Nähe der Kathedrale. | dpa

Palma de Mallorca: Die Bewegungs- und die Versammlungsfreiheit bleiben weiterhin stark eingeschränkt. Bild: dpa

10.2.2021 • 17:17 Uhr

Insider: Friseure dürfen ab 1. März wieder öffnen

Die Friseure in Deutschland sollen ihre Geschäfte unter Hygieneauflagen ab 01. März wieder öffnen dürfen. Darauf verständigen sich Bund und Länder in den noch laufenden Beratungen über die grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Teilnehmerkreisen erfahren hat. Friseure mussten Mitte Dezember mit Beginn des Lockdowns schließen.

10.2.2021 • 17:00 Uhr

WHO: AstraZeneca-Impfstoff auch für über 65-Jährige

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt den Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca unter Berücksichtigung der derzeitigen Datenlage auch für Menschen über 65 Jahren. Zudem könne das Vakzin auch in Gegenden eingesetzt werden, in denen Corona-Mutanten aufgetreten sind. 

In Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ist das mit der Universität Oxford entwickelte Vakzin nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden verweisen darauf, dass belastbare Daten für die Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen fehlten.

10.2.2021 • 16:56 Uhr

6,2 Milliarden Euro für Impfstoffbeschaffung

Der Bund darf zusätzliche 6,2 Milliarden Euro für die Beschaffung von Impfstoffen gegen das Coronavirus ausgeben. Der Haushaltsausschuss des Bundestags gab die Summe im Etat für 2021 frei, wie aus den Koalitionsfraktionen mitgeteilt wurde.

Außerdem wird die weltweite Impfstoff-Initiative Covax mit zusätzlichen 1,5 Milliarden Euro unterstützt. "Die Impfstoffbeschaffung ist zentral für die Überwindung der Krise", betonte der Haushälter der SPD, Dennis Rohde. Am Geld dürfe das nicht scheitern. Mit den zusätzlichen 6,2 Milliarden solle ein Kurswechsel bei der Impfstoffbeschaffung eingeleitet werden.

10.2.2021 • 16:53 Uhr

Von der Leyen: Über 17 Millionen Europäer geimpft

In der Europäischen Union sind nach amtlichen Angaben bislang über 17 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. 26 Millionen Impfdosen seien ausgeliefert worden, erklärte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel. Bislang sind in der EU drei Impfstoffe zugelassen, die jeweils zwei Mal verabreicht werden sollen. Die Impfungen hatten Ende Dezember begonnen.

10.2.2021 • 16:11 Uhr

Gericht in NRW kippt Maskenpflicht im Umfeld von Geschäften

Das NRW-Oberverwaltungsgericht hat die Maskenpflicht im Umfeld von Geschäften außer Vollzug gesetzt. Das Gericht lehnt zwar einen Eilantrag zur Maskenpflicht in zentralen Punkten ab. Denn es sei davon auszugehen, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes andere vor einer Infektion schütze.

Erfolg hatte der Antrag aber mit Blick auf die Bestimmung in NRW, dass im unmittelbaren Umfeld von Geschäften eine Maske getragen werden muss. Der Begriff des "unmittelbaren Umfelds" sei nicht ausreichend klar. Dies wiege auch deshalb schwer, weil ein Verstoß gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld geahndet wird. Der Beschluss ist unanfechtbar.

10.2.2021 • 16:00 Uhr

Weitere Bundeswehrsoldaten zum Corona-Hilfseinsatz

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will die Zahl der zum Corona-Hilfseinsatz bereitgestellten Soldatinnen und Soldaten notfalls noch einmal erhöhen. "Wenn Deutschland uns in dieser Pandemie braucht, dann sind wir da - egal, wie viele Männer und Frauen wir dafür brauchen", sagte Kramp-Karrenbauer in Berlin.

Derzeit habe die Bundeswehr für Corona-Einsätze ein Kontingent von 25.000 Soldaten zur Verfügung - dieses sei aber noch nicht ausgeschöpft. Die Ministerin sagte, dass momentan allein 4000 Soldatinnen und Soldaten in Altersheimen im Einsatz seien, um Corona-Tests an Besuchern und Personal auszuführen. Auch Hilfseinsätze an Impfzentren hätten begonnen und könnten noch ausgebaut werden, sagte sie. Die Bundeswehr werde die Kosten den Kommunen nicht in Rechnung stellen.

Soldaten der Bundeswehr führen COVID-19-Schnelltests bei Mitarbeitern eines Alten-und Pflegeheims in Offenbach durch. | REUTERS

Bild: REUTERS

10.2.2021 • 16:00 Uhr

AstraZeneca kooperiert mit deutscher Firma

Das britisch-schwedische Pharma-Unternehmen AstraZeneca schließt sich bei der Produktion seines Corona-Impfstoffs mit der Dessauer Firma IDT Biologika zusammen. Das teilten beide Unternehmen mit. Laut IDT Biologika soll in "zusätzliche Kapazitäten zur Impfstoffherstellung an seinem Hauptsitz Dessau" investiert werden, wobei Details zu der Zusammenarbeit in den kommenden Wochen festgelegt würden.

10.2.2021 • 14:37 Uhr

Johnson: Wiederholung der Impfung wohl im Herbst

Der britische Premierminister Boris Johnson bereitet seine Landsleute auf wiederholte Impfungen vor. Um mit den Mutationen Schritt halten zu können, sei es vermutlich nötig, sich nach einer Impfung später erneut ein Vakzin spritzen zu lassen, sagt er vor dem Parlament.

"Ich denke, wir müssen uns an die Idee gewöhnen, zu impfen und im Herbst wieder zu impfen, wenn wir uns den Varianten stellen wollen." Einige der zahlreichen Varianten verbreiten sich deutlich schneller als das bislang bekannte Coronavirus. Im Fokus sind die britische, die südafrikanische und die brasilianische Variante.

10.2.2021 • 14:21 Uhr

Norwegen macht Grenzen bis Ende Februar dicht

Norwegen verlängert seine eingeführten strikten Einreisebeschränkungen bis zum 28. Februar. Das teilte Justizministerin Monica Mæland auf einer Pressekonferenz in Oslo mit.

Durch das Auftreten mutierter Coronavirus-Varianten habe die Pandemie nun eine neue Richtung eingeschlagen, weshalb man nicht zu den vorher geltenden Regelungen an den Grenzen zurückkehren könne. Die Regierung will aber bald eine Ausnahme für bestimmte Betriebe auf den Weg bringen, die Bedarf an Arbeitskräften aus dem Ausland haben.

10.2.2021 • 14:14 Uhr

Bischof Bätzing: Pandemie droht Gesellschaft zu spalten

Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Georg Bätzing warnt in der Corona-Pandemie vor gesellschaftlichen Spaltungen. Die aktuelle Krise führe zu enormen Spannungen, etwa in überforderten Familien oder zwischen denen, die "nahezu ungestört" weiter arbeiteten und denen, "die seit Monaten pausenlos in Pflege und Betreuungsdiensten am Anschlag schuften", schreibt Bätzing in einem Gastbeitrag für die Freiburger Wochenzeitschrift "Christ in der Gegenwart".

Auch litten viele Menschen in Deutschland unter großen beruflichen Existenzängsten. Schwer werde es zudem, wenn Familien nur kleine Wohnungen hätten. "Als jemand in einer privilegierten Wohnsituation ahne ich doch nur, zu wie viel Aggression, Streit und Gewalt beengte Wohnverhältnisse jetzt führen", so der Limburger Bischof.

10.2.2021 • 14:09 Uhr

13,6 Millionen Impfdosen bis Ende März

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet bis Ende März noch die Lieferung von 13,6 Millionen Dosen der drei bisher zugelassenen Impfstoffe gegen das Coronavirus. Bislang wurden 5,3 Millionen Impfdosen geliefert, wie es in einer Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums für die Beratungen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel heißt. Die Angaben beziehen sich auf die Angaben der Hersteller. 

Von den 5,3 Millionen bislang gelieferten Impfdosen entfallen insgesamt 4,8 Millionen auf Biontech Pfizer, 153.000 auf Moderna und knapp 346.000 auf das erst seit kurzem verfügbare Präparat von AstraZeneca.  

10.2.2021 • 14:05 Uhr

Corona-Zuschuss für Grundsicherungs-Empfänger kommt im Mai

Der Corona-Zuschuss von 150 Euro für Grundsicherungs-Empfänger soll im Mai ausgezahlt werden. Das Bundesarbeitsministerium teilte mit, dass die Auszahlung automatisch erfolgen werde. Das Bundeskabinett hatte die gesetzliche Vorlage im Rahmen des dritten Sozialschutzpakets am Dienstag gebilligt. Sie muss jetzt im Bundestag beraten werden. Das Paket soll dem Bundesarbeitsministerium zufolge Anfang April in Kraft treten.

Darin ist auch vorgesehen, den erleichterten Zugang zu Hartz-IV-Leistungen bis zum Ende dieses Jahres zu verlängern. Damit wird etwa Solo-Selbstständigen geholfen, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, wenn ihnen wegen der Corona-Einschränkungen die Einnahmen wegbrechen.

10.2.2021 • 13:58 Uhr

Mehr als eine Million Menschen zwei Mal geimpft

Rund sechs Wochen nach dem Impfstart in Deutschland haben rund 2,4 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das neue Coronavirus erhalten. Rund 1,1 Millionen Bundesbürger bekamen darüber hinaus den zweiten Piks für den Schutz vor Sars-CoV-2. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Die Impfungen sind bisher allein für Risikogruppen vorgesehen, die ein besonders hohes Erkrankungsrisiko haben. Unter den Immunisierten sind bundesweit rund 365.140 Pflegeheimbewohner, die durch die zweite Dosis einen Impfschutz aufbauen können. Mehr als eine halbe Million Menschen erhielten die zweite Impfung aufgrund ihres Berufs, zum Beispiel im Bereich Pflege.

10.2.2021 • 13:43 Uhr

Fast 50.000 Covid-Tote in Panamazonas-Region

In der Panamazonas-Region Südamerikas sind nach Angaben des kirchlichen Amazonas-Netzwerks Repam bislang 48.343 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Zudem wurden 1.973.720 Infektionen gezählt.

Die Zahlen umfassen die Meldungen von Gesundheitsbehörden aus Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien, Brasilien, Suriname und Guyana. Aus Venezuela liegen keine verlässlichen Daten vor. Repam erstellt monatlich einen länderübergreifenden Bericht zur Lage im Amazonasgebiet, um über die Auswirkungen der Pandemie auf die dort lebenden indigenen Völker zu informieren.

10.2.2021 • 13:29 Uhr

Regierung: 1,5 Milliarden Euro für Pandemie-Bekämpfung

Die Bundesregierung will mit 1,5 Milliarden Euro die weltweite Bekämpfung der Corona-Pandemie unterstützen. Die Mittel seien Teil eines Pakets internationaler Partner, erklärte eine Sprecherin der Bundesregierung in Berlin. Über die Mittel berate am Nachmittag der Haushaltsausschuss im Bundestag.

10.2.2021 • 13:07 Uhr

Handwerkspräsident warnt vor Betriebesterben

Das deutsche Handwerk hat Bund und Länder angesichts der Pläne des Kanzleramts für einen bis Mitte März verlängerten Corona-Lockdown vor einem Betriebesterben gewarnt.

"Wenn verhindert werden soll, dass tausendfach Betriebsinhaber die Scherben ihres Lebenswerkes aufkehren und tausende Beschäftigte ihre Arbeit verlieren, müssen unsere Handwerksbetriebe schnellstmöglich, und sobald es epidemiologisch zu vertreten ist, wieder öffnen können", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Andernfalls hätte das dramatische wirtschaftliche Folgen, warnte Wollseifer.

"Ein tausendfaches Betriebesterben muss unbedingt verhindert werden, nicht zuletzt weil es unsere Betriebe und ihre Beschäftigten sind, die Steuern und Abgaben erwirtschaften, die der Staat brauchen wird, um den Weg aus der Corona-Pandemie zu finanzieren", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). 

10.2.2021 • 12:57 Uhr

Ifo-Präsident Fuest: Zu frühe Öffnung hilft Wirtschaft nicht

Ein zu frühes Ende des Corona-Lockdowns würde der deutschen Wirtschaft nach Einschätzung von Ifo-Präsident Clemens Fuest eher schaden als nutzen. "Das Problem wird nicht gelöst, wenn wir trotz hoher Infektionslage öffnen", sagte Fuest in München bei einer Online-Pressekonferenz.

Der Ökonom verwies auf Studien, nach denen gut achtzig Prozent der wirtschaftlichen Einbußen durch das Virus selbst verursacht würden, und nur zwanzig Prozent durch Beschränkungen des Wirtschaftslebens.

"Wenn wir diese 20 Prozent jetzt heben würden und dafür hinnehmen, dass die Infektionen massiv zunehmen, dann haben wir hinterher großen Schaden", sagte Fuest. "Man muss davon ausgehen, dass es wirtschaftlich schädlich ist, wenn man sich eine dritte Welle einfängt, da hilft die Öffnung nichts."

10.2.2021 • 12:45 Uhr

Über 60-Jährige können auf Impfung bis Juni hoffen

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland gibt es mehr Klarheit darüber, bis wann die einzelnen Bevölkerungsgruppen in den kommenden Monaten geimpft sein könnten. So können alle drei Gruppen, die vorrangig geimpft werden, bis Ende Juni mindestens die erste der zwei nötigen Impfung bekommen. Das geht aus einer neuen Übersicht aus dem Bundesgesundheitsministerium hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Voraussetzung ist, dass die Hersteller ihre in Aussicht gestellten Impfstoffmengen auch liefern. Damit könnten unter anderem alle Menschen über 60 Jahren, Lehrer, Erzieher, Polizisten und Beschäftigte in Supermärkten bis dahin eine Impfung bekommen. Wenn vorher noch weitere Impfstoffe zugelassen werden oder sich nicht alle impfen lassen wollen, könnte die Schwelle früher erreicht sein.

10.2.2021 • 12:17 Uhr

Impfen auf indonesischen Inseln

Für Indonesien ist die Impfung gegen Covid-19 eine enorme logistische Herausforderung - vor allem die Kühlung ist ein Problem.

10.2.2021 • 12:10 Uhr

Projekt: Obdachlose in Hamburg wohnen in Hotels

Das Hamburger Projekt zur Unterbringung von Obdachlosen in Hotels wird ausgeweitet. Bis Ende April stehen nun 120 Plätze als sichere Unterkunft im Corona-Winter zur Verfügung, wie die Organisatoren in Hamburg bekanntgaben. Die Obdachlosen würden an sechs Hotelstandorten untergebracht und von Sozialarbeitern betreut. Sie bekämen Verpflegung oder Lebensmittelgutscheine.

Zudem seien zunächst befristet bis Ende Februar aufgrund der Witterung kurzfristig zehn weitere Hotelplätze eingerichtet worden. Möglich wurde die Ausweitung aufgrund einer erneuten Firmenspende, wie es hieß. Mitarbeiter des Unternehmens Reemtsma hatten privat nochmals 35.000 Euro gegeben, die Firma verdoppelte die Spende. Weitere 21.000 Euro sind aus der evangelischen Nordkirche eingegangen. Das Projekt war am 1. Dezember gestartet.

10.2.2021 • 11:49 Uhr

AstraZeneca-Impfstoff in Spanien für unter 55-Jährige

In Spanien soll der Impfstoff von AstraZeneca vorerst nur Volljährigen im Alter unter 55 Jahren verabreicht werden, die nicht zu einer Risikogruppe gehören. Es fehlten Daten zur Wirkung bei Älteren und bei Menschen mit Vorerkrankungen, hieß es zur Begründung.

Stattdessen sollen die für Februar erwarteten etwa 1,8 Millionen Impfdosen des schwedisch-britischen Pharmakonzerns für die Immunisierung besonders wichtiger Berufsgruppen verwendet werden, wie die Zeitung "El País" unter Berufung auf das Komitee für öffentliche Gesundheit berichtete. Dazu würden die Behörden Polizisten, Soldaten, Lehrkräfte, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Zivilschutzes zählen, deren Impfung eigentlich erst später vorgesehen war.

Zudem werde erwogen, Gesundheitspersonal unter 55 Jahren, das bereits eine Corona-Erkrankung überstanden habe, erst in sechs Monaten zu impfen, berichtete die Zeitung "20 minutos". Es gebe Hinweise, dass diese Gruppe durch die überstandene Erkrankung Antikörper gebildet habe und deshalb eventuell nur eine statt der sonst üblichen zwei Impfungen benötige.

10.2.2021 • 11:38 Uhr

Tschechien: Britische Mutation häufig in Grenzregion nachgewiesen

Angaben der tschechischen Gesundheitsbehörde zufolge gibt es große regionale Unterschiede, wo die britische Variante des Coronavirus bereits nachgewiesen wurde.

Demnach lag der Anteil der ansteckenderen Variante im Bezirk Trutnov (Trautenau) im Dreiländereck zu Polen und Sachsen bereits bei rund 60 Prozent der sequenzierten Proben. Im benachbarten Bezirk Nachod waren es 45 Prozent. In Prag sei die Mutation bei weniger als zehn Prozent der Proben nachgewiesen worden. Die Behörde plädierte dafür, die Sequenzierung der Proben auszuweiten , damit die Verbreitung von Mutationen besser nachverfolgt werden könne.

Auch der tschechische Regierungschef Andrej Babis warnte vor den neuen Varianten des Virus: "Das Virus greift an, es mutiert. Es ist ein Killer."

10.2.2021 • 11:27 Uhr

Mehr psychische Auffälligkeiten durch Pandemie bei Kindern und Jugendlichen

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland haben die psychischen Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die sogenannte Copsy-Studie, die vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde.

Demnach zeigt seitdem fast jedes dritte Kind entsprechende Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste hätten noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden seien verstärkt zu beobachten, sagte die Leiterin der Studie, Ulrike Ravens-Sieberer.

Die Copsy-Studie ist laut UKE die bundesweit erste ihrer Art. Von Mitte Dezember bis Mitte Januar nahmen mehr als 1000 Kinder und Jugendliche und mehr als 1600 Eltern per Online-Fragebogen teil. Im Zentrum der Untersuchung standen Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren.

10.2.2021 • 11:20 Uhr

Gewerkschaftsbund befürwortet längeren Lockdown

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hält eine Verlängerung des Lockdowns für richtig. "Wir sind in einer Situation, wo wir wirklich gute Erfolge erzielt haben", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters den DGB-Chef Reiner Hoffmann. Der Schutz der Gesundheit der Menschen habe Vorrang. Daher müsse man sich für "weitere zwei, drei Wochen auf Einschränkungen einstellen".

10.2.2021 • 11:17 Uhr

Bericht: Rund 2,2 Millionen Menschen in Russland geimpft

In Russland sind einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax zufolge bislang etwa 2,2 Millionen Menschen mit dem Impfstoff Sputnik V geimpft worden. Von den geimpften Personen hätten 1,7 Millionen bereits die zweite Impfdosis erhalten. Die Agentur beruft sich bei diesen Zahlen auf das Gamaleya-Institut, das den Wirkstoff entwickelt hat. Bis zum Sommer sollen demnach 70 Prozent der russischen Bevölkerung geimpft werden.

10.2.2021 • 11:12 Uhr

Studie in Australien belegt zunehmenden Rassismus

Die Corona-Pandemie hat in Australien rassistische Ansichten gegen Einwohner mit ausländischen Wurzeln noch verstärkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Report "Landkarte des gesellschaftlichen Zusammenhalts" der Scanlon Stiftung für 2020.

Für die Erhebung waren im Juli und November insgesamt 6100 Australier befragt worden. 39 Prozent der in Asien geborenen Teilnehmer berichteten von verstärktem Rassismus während der Pandemie. 18 Prozent der Befragten gaben an, wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Abstammung oder Religion diskriminiert worden zu sein.

10.2.2021 • 11:08 Uhr

Städte- und Gemeindebund nennt Schulöffnungen überfällig

"Die Nerven der Eltern liegen blank. Da muss etwas geschehen." Mit diesen Worten drängte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, im Interview mit dem SWR auf die schnellstmögliche Öffnung von Schulen. Auch die Kultusminister der Bundesländer hätten sich für diesen Schritt ausgesprochen.

Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, plädierte Landsberg für eine Aufteilung zwischen Präsenz- und Online-Unterricht und die Reduzierung von Klassengrößen. Außerdem forderte er eine Schnellteststrategie im Bildungsbereich.

10.2.2021 • 11:02 Uhr

Prinz Charles und Camilla geimpft

Der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte das Königshaus mit. Mit 72 beziehungsweise 73 Jahren gehören die beiden zu jener Risikogruppe, die derzeit in Großbritannien geimpft wird.

Die Queen und Prinz Philip waren bereits vor einigen Wochen mit der ersten Dosis geimpft worden.

10.2.2021 • 10:50 Uhr

Dänische Ferienhäuser auch im Krisenjahr 2020 gefragt

Trotz Corona-Krise verbuchten die Vermieter von dänischen Ferienhäusern im vergangenen Jahr millionenfache Buchungen. So wurden 2019 laut der dänischen Statistikbehörde rund 19,9 Millionen Übernachtungen in Ferienhäusern verzeichnet - fast ein Rekord. Nur im Jahr zuvor hatte es noch mehr Übernachtungen gegeben, etwa 850.000 mehr als im Corona-Krisenjahr.

10.2.2021 • 10:43 Uhr

Heineken streicht 8000 Stellen

Die Brauerei Heineken muss durch die Auswirkungen der Coronakrise personelle Konsequenzen ziehen. Das Unternehmen kündigte an, insgesamt 8000 Jobs abzubauen.

2020 sei ein "noch nie zuvor dagewesenes Jahr des Umbruchs" gewesen, begründete Firmenchef Dolf van den Brink den geplanten Jobabbau.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Brauerei einen Nettoverlust von 204 Millionen Euro, während der Konzern 2019 noch einen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro verbuchen konnte.

10.2.2021 • 10:35 Uhr

Warn-App auch für ältere iPhones verfügbar

Ab heute können sich auch die Besitzer der iPhone-Modelle 5s und 6 die Corona-Warn-App herunterladen. Es kann allerdings mehrere Stunden lang dauern, bis die aktualisierte App für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird.

10.2.2021 • 10:27 Uhr

Südafrika wechselt zu Vakzin von Johnson & Johnson

Nach Zweifeln an der Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes gegen die in Südafrika nachgewiesene Mutation des Coronavirus will die Regierung des Landes ihre Impfkampagne stattdessen mit dem Wirkstoff des Konzerns Johnson & Johnson starten.

Der Impfstoff ist in dem Land allerdings noch nicht zugelassen. Nach Angaben von Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize ist aber bereits erwiesen, dass das Vakzin auch gegen die Mutation wirke.

In Südafrika sollen im ersten Schritt der Impfkampagne etwa 1,25 Millionen Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft werden.

10.2.2021 • 10:17 Uhr

Kubicki sieht in Mutationen keinen alleinigen Grund für Verzicht auf Lockerungen

FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki pocht darauf, dass eine eventuelle Verlängerung des Lockdowns nicht nur mit der Sorge vor sich ausbreitenden Virus-Mutationen begründet werden dürfe. "Mutationen allein sind kein hinreichender Grund dafür, um auf die Rücknahme von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen zu verzichten", sagte Kubicki den Fernsehsendern ntv und RTL. Das Infektionsschutzgesetz gebe dem Gesetzgeber vor, Maßnahmen zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen heruntergingen. Das sei bei den beiden Schwellenwerten einer Inzidenz von 35 und 50 der Fall.

10.2.2021 • 10:00 Uhr

Von der Leyen: Haben Schwierigkeiten bei Impfstoff-Produktion unterschätzt

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass die EU die Schwierigkeiten bei der massenhaften Herstellung von Corona-Impfstoff unterschätzt hat. Eine solche Produktion lasse sich nicht "über Nacht" aufbauen.

Bei der Zulassung der Impfstoffe sei die EU spät drangewesen, räumte von der Leyen ein, verteidigte aber gleichzeitig die EU-weite Organisation bei der Verteilung der Vakzine. Andernfalls ätten verheerende Folgen für den Binnenmarkt gedroht.

10.2.2021 • 09:52 Uhr

EU-Parlament billigt Corona-Hilfen

Das EU-Parlament hat geplanten Milliardenhilfen zur Unterstützung der europäischen Wirtschaft in der Corona-Krise mit breiter Mehrheit zugestimmt.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten im vergangenen Jahr einen 750 Milliarden Euro schweren Fonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie beschlossen. Kern ist die sogenannte Aufbau- und Resilienzfazilität. Sie ist mit insgesamt 672,5 Milliarden Euro ausgestattet, von denen 312,5 Milliarden als Zuschüsse und 360 Milliarden als Kredite für Reformen und Investitionen in die Mitgliedstaaten fließen sollen. Die EU-Staaten müssen diese Hilfen selbst beantragen. Das nötige Geld soll die EU-Kommission an den Finanzmärkten aufnehmen.

10.2.2021 • 09:48 Uhr

Lockdown noch bis Mitte März?

Der Bund plädiert offenbar dafür, den Lockdown noch bis zum 14. März zu verlängern. Das geht aus einem Entwurf für die heutigen Beratungen mit den Länderchefs hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Es solle aber Ausnahmen geben, etwa für Friseure, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Diese sollen demnach bereits ab dem 1. März wieder öffnen können, allerdings mit strengen Hygienevorschriften wie einer Maskenpflicht. Zudem sollten nur Kunden empfangen werden dürfen, die zuvor einen Termin ausgemacht haben.

Weiter heißt es in dem Entwurf, dass die Bundesländer selbst entscheiden sollen, ob sie Kitas und Schulen wieder öffnen.

10.2.2021 • 09:44 Uhr

Israel verschärft Einreiseregeln

Künftig müssen auch Menschen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft sind, einen negativen Test bei der Einreise nach Israel vorweisen können. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.

Nach der Einreise muss ein weiterer Test gemacht werden. Fällt auch dieser negativ aus, müssen Geimpfte sich nicht in Quarantäne begeben. Diese Regelung soll ab Beginn der kommenden Woche gelten.

10.2.2021 • 09:42 Uhr

Ständige Impfkomission rät von Lockerungen ab

Der Leiter der Ständigen Impfkomission, Thomas Mertens, hält Lockerungen für zu früh. Dann drohten die Infektionen wieder zuzunehmen. "Das würde relativ schnell gehen", sagte im Interview mit dem Sender RTL. Dadurch würde auch das Risiko steigen, dass sich Mutationen des Virus schneller ausbreiten.

10.2.2021 • 09:35 Uhr

USA lassen Antikörper-Medikament zu

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Medikament des Unternehmens Eli Lilly im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus zugelassen. Das Mittel kombiniert zwei Antikörper und senkt Studien zufolge das Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufs nach einer Corona-Infektion um bis zu 70 Prozent.

Die Arznei soll ab sofort zu Verfügung stehen, teilte Eli Lilly mit: "Es stehen sofort 100.000 Dosen bereit und im ersten Quartal werden weitere 150.000 Dosen verfügbar sein." In Zusammenarbeit mit dem US-Biotechkonzern Amgen will Eli Lilly bis Mitte des Jahres bis zu eine Milliarde Dosen herstellen.

10.2.2021 • 09:22 Uhr

Rekordminus an Hotelübernachtungen in 2020

Die Corona-Pandemie hat in der deutschen Tourismusbranche im vergangenen Jahr herbe Verluste verursacht. Die Zahl der Übernachtungen brach um 39 Prozent auf 302,3 Millionen ein, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - so wenige wie noch nie seit 1992.

Die Zahl der Übernachtungen inländischer Gästen sank dabei um gut ein Drittel auf 270,3 Millionen, die der ausländischen Gäste fiel sogar um fast zwei Drittel auf 32,0 Millionen.

Durch die Corona-Maßnahmen durften Hotels, Pensionen und andere Ferienbetriebe nur von Jahresbeginn bis Mitte März und dann von Mitte Mai bis Mitte Oktober Privatgäste aufnehmen. In den für die Branche besonders wichtigen Sommermonaten hätten zudem regionale Beherbergungsverbote für Reisende aus inländischen Risikogebieten für Umsatzeinbußen gesorgt.

10.2.2021 • 09:16 Uhr

BioNTech nimmt Betrieb in Marburger Werk auf

Nach Umbaumaßnahmen hat der Konzern BioNTech mit der Impfstoff-Produktion in seinem Werk in Marburg begonnen. Das teilte das Unternehmen in einer Presseerklärung auf seiner Internetseite mit. Demnach ist das Ziel, in diesem Werk pro Jahr bis zu 750 Millionen Impfdosen herzustellen. Es wäre damit eine der größten Produktionsstätten in Europa. Für das erste Halbjahr 2021 plant BioNTech 250 Millionen Impfdosen in dem Werk herzustellen.

10.2.2021 • 09:03 Uhr

Intensivmedizinier drängen auf geschlossene Schulen bis März

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin warnt davor, Schulen zu früh wieder zu öffnen. "Wir sehen die Gefahr, dass sich durch die Mutationen unbemerkt eine dritte Welle aufbaut", sagte der Präsident der Vereinigung, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Schulen und Kitas tragen jedoch in großem Maße zur Verbreitung des Virus bei, was durch die Mutationen noch verschärft wird", warnte Marx. Darum müsse deren Betrieb mindestens Anfang März ausgesetzt bleiben, auch wenn das für Familien und Eltern eine große Belastung sei.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hingegen drängt auf eine rasche Öffnung von Schulen und Kitas, sobald das Infektionsgeschehen dies zulasse. Sie plädiert für den massiven Einsatz von Schnelltests für das Personal der Einrichtungen als "Chance für die Öffnungsstrategien", sagte Giffey der "Osnabrücker Zeitung".

Seit dem 2. Februar kann auch nichtmedizinisches Personal mithilfe eines Schulungsvideos solche Schnelltests vornehmen. Zudem werde die Zulassung von Schnelltests, die auch für Laien einfach zu handhaben sind, vorbereitet, so die Ministerin weiter: "n Potsdam und Bremen werden sie bereits eingesetzt, Berlin hat solche Tests bestellt, auch Österreich macht es ja vor."

10.2.2021 • 08:58 Uhr

Nächste Impfstoff-Zulassung bis März?

Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson dürfte nach Unternehmensangaben in der EU bis März zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA werde vorraussichtlich bis nächsten Monat eine Zulassung erteilen, sagt der Chef der italienischen Konzern-Tochter Janssen Italia, Massimo Scaccabarozzi.

Der Impfstoff sei an fast 44.000 Menschen erprobt worden, "daher sind wir vor Varianten geschützt", versicherte Scaccabarozzi in einem Interview mit der Zeitung "Corriere della Sera". Von dem Impfstoff sei nur eine Dosis für den vollen Schutz nötig. Italien werde im Rahmen einer Vereinbarung mit der Europäischen Union zunächst 27 Millionen Impfdosen des Mittels erhalten.

10.2.2021 • 08:43 Uhr

Tausende Freiwillige für Hilfe in Pflegeheimen gemeldet

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben sich bislang fast 4000 Menschen gemeldet, die bei den Impfungen in Pflegeheimen helfen wollen. Bisher hätten bundesweit 148 Landkreise und kreisfreie Städte Bedarf an solcher Unterstützung angemeldet.

Bisher leisten vor allem Mitglieder der Bundeswehr Hilfe in den Heimen. Laut Verteidigungsministerium sind 3650 Soldatinnen und Soldaten eingeteilt, um bei den Corona-Tests zu unterstützen, weitere 1100 für andere Aufgaben. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die Bundeswehrangehörigen Schritt für Schritt durch Freiwillige ersetzt werden.

10.2.2021 • 08:38 Uhr

"Lernverluste werden nur schwer aufzuholen sein"

Seit rund zwei Monaten ist für Schüler durch den erneuten Lockdown Lernen nur von Zuhause aus möglich. Das könnte aus Sicht des Bildungsforschers Andreas Schleicher dauerhafte Schäden nach sich ziehen.

10.2.2021 • 08:30 Uhr

Dreyer fordert Perspektive für Lockerungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erhofft sich von den heutigen Bund-Länder-Beratungen einen Stufenplan für Lockerungen, der ein einheitliches Vorgehen bei wesentlichen Schritten regelt. Ein solcher Plan könne den Menschen eine Perspektive geben, sagte Dreyer den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Ein Ziel zu haben hilft, die Entbehrungen des Lockdowns besser auszuhalten."

10.2.2021 • 08:27 Uhr

Ifo-Institut: Wirtschaft entgehen wöchentlich 1,5 Milliarden Euro

Die Einschränkungen in der Corona-Krise kommen die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen des Ifo-Instituts teuer zu stehen. Pro Woche entgehe Deutschland eine Wertschöpfung von 1,5 Milliarden Euro, wie die Münchner Forscher nach Unternehmensbefragungen ermittelten.

"Damit sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen deutlich geringer als während der ersten Welle im Frühjahr 2020", sagte der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser. Die Wirtschaftsleistung dürfte nur in den Branchen ins Minus rutschen, in denen soziale Kontakte ein wichtiger Bestandteil sind. Dazu zählen etwa das Gastgewerbe, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie Friseur- und Kosmetiksalons.

10.2.2021 • 08:22 Uhr

Fast doppelter Jahresumsatz für Lieferdienst Delivery Hero

Beim Essenslieferdienst Delivery Hero haben die Corona-Einschränkungen für volle Kassen gesorgt: Das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 95 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro steigern. Auch die Zahl der Bestellungen stieg nahezu um das Doppelte an - 1,3 Milliarden Bestellungen gingen 2020 bei Delivery Hero ein, 96 Prozent mehr als im Vorjahr.

10.2.2021 • 08:17 Uhr

Lehrer in Chicago stimmen für Öffnung der Schulen

Per Online-Votum haben die Lehrer in der US-Metropole Chicago darüber abgestimmt, ob nach rund einem Jahr andauernder Schließung die Schulen wieder teilweise öffnen können. Bei der Abstimmung befürworteten 67 Prozent der Lehrkräfte diesen Schritt - Voraussetzung sind strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

10.2.2021 • 08:10 Uhr

AfD fordert schnellstmögliche Lockerungen

Der AfD-Gesundheitspolitiker Detlev Spangenberg hat auf sofortige Lockerungen gedrängt, sollten diese möglich sein. Die Einschränkungen müssten zurückgefahren werden, wenn sie nicht zu 100 Prozent nötig seien.

Spangenberg forderte mehr Augenmaß bei den Entscheidungen zu den Maßnahmen. Die Schäden für Deutschland würden immer schlimmer, in allen Branchen, aber auch in der Schule und im Gesundheitswesen. Die Bundesregierung solle mehr auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen und nicht nur auf Verbote. Dann könne man viel mehr Freiheit zulassen.

10.2.2021 • 08:03 Uhr

Abgewandelte Formen von britischer Mutation nachgewiesen

In Großbritannien wurden in Bristol und Liverpool abgewandelte Varianten der britischen Coronavirus-Mutation nachgewiesen.

Die in Bristol aufgetauchte Mutante wurde von Wissenschaftlern als "besorgniserregende Variante" eingestuft. Es besteht die Sorge, dass diese Form des Erregers gefährliche Merkmale der britischen und anderer Varianten in sich vereinen könnte.

"Mit dem, was wir über die Infektiosität von B.1.1.7 wissen, der dominanten Variante in Großbritannien, beobachten wir das mit besonderer Sorgfalt", sagte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health England. Allerdings seien bereits im vergangenen April solche abgewandelten Formen des Virus immer wieder aufgetreten und dann wieder verschwunden .

Bislang wurden 76 Fälle in Großbritannien nachgewiesen, die auf die neuen Virusformen aus Bristol und Liverpool zurückzuführen sind.

10.2.2021 • 07:51 Uhr

Kretschmann: Keine "Öffnungsorgie" erwarten

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Erwartungen an schnelle Lockerungen der Corona-Regeln gedämpft. Die Lage sei nach wie vor zu fragil.

"Niemand kann aber erwarten, dass wir gleich eine Öffnungsorgie starten", sagte er der "Badischen Zeitung". Die Beispiele anderer Länder hätten gezeigt, dass durch zu frühe Lockerungen Rückschläge und noch härtere Maßnahmen drohten.

10.2.2021 • 07:34 Uhr

Verfassungsrichter Harbarth fordert Beteiligung des Bundestages

Die Debatte dauert bereits seit Wochen an: Muss der Bundestag stärker in die Entscheidungen über Corona-Maßnahmen einbezogen werden? Befürworter erhalten nun Unterstützung von Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

10.2.2021 • 07:15 Uhr

Unsicherheit in Arztpraxen

Noch ist der Corona-Impfstoff knapp - doch sobald die Engpässe überwunden sind, sollen auch Arztpraxen verstärkt die Impfungen übernehmen. Doch in vielen Praxen gibt es noch offene Fragen.

10.2.2021 • 06:53 Uhr

Peru startet mit Impfungen

Auch in Peru ist nun die Impfkampagne gegen das Coronavirus angelaufen: Gestern wurde das Personal in mehreren Krankenhäusern gegen den Erreger geimpft. Auch Präsident Francisco Sagasti erhielt eine Impfung.

Zunächst nutzt Peru den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm. 300.000 Impfdosen waren am Wochenende an das südamerikanische Land ausgeliefert worden. Am kommenden Sonntag werden voraussichtlich weitere 700.000 Dosen des Vakzins in Peru eintreffen.

Die Regierung hat mit Sinopharm Vereinbarungen über die Lieferung von 38 Millionen Impfdosen getroffen. Weitere 20 Millionen sollen von BioNTech und Pfizer kommen, 14 Millionen von AstraZeneca und 13,2 Millionen von der Covax-Initiative für ärmere Länder.

Mitarbeiter aus Kliniken in Lima warten in Schutzanzug und mit Maske auf ihre Impfung gegen das Coronavirus. | AFP

In Peru wurden zuerst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern geimpft. Bild: AFP

10.2.2021 • 06:46 Uhr

"Wir wissen vieles nicht"

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht von Katarina Barley, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, gezeigt, woran es auf EU-Ebene besonders hakt - und das ist vor allem fehlende Kommunikation.

10.2.2021 • 06:37 Uhr

Patientenschützer fordern bessere Infektionsnachverfolgung

Die deutsche Stiftung Patientenschutz hat die uneinheitliche Kontrolle des Infektionsgeschehens in Deutschland kritisiert. "Es kann nicht sein, dass die digitale Nachverfolgung des Virus von kommunalen Grenzen gebremst wird", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur dpa. Die Länder müssten per Verordnung dafür sorgen, dass vor Ort bundesweit mit nur einem System gearbeitet werde.

Zudem sprach sich Brysch dafür aus, die Sequenzierung von Proben auszuweiten, um die Ausbreitung von Corona-Mutationen besser nachverfolgen zu können: "Bundesweit muss verbindlich geregelt werden, dass wenigstens in allen 12.000 Pflegeheimen und 2000 Krankenhäusern positive Tests grundsätzlich zu sequenzieren sind."

10.2.2021 • 06:31 Uhr

Große Existenzsorgen in der Wirtschaft

Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags zeigt, wie groß die Sorge um die Existenz in einigen Branchen geworden ist. Von 30.000 befragten Unternehmen gaben 94 Prozent der Reisevermittler, 87 Prozent der Gastronomiebetriebe und 41 Prozent der Einzelhändler ihre aktuelle Situation als schlecht an, wie das "Handelsblatt" berichtete.

10.2.2021 • 06:27 Uhr

Südkorea lässt AstraZeneca-Impfstoff zu

Südkorea will Ende dieses Monats mit der Corona-Massenimpfung beginnen. Als ersten Covid-19-Impfstoff in Südkorea sei das Mittel von AstraZeneca unter der Bedingung zugelassen worden, dass der Hersteller die Ergebnisse der letzten und entscheidenden klinischen Phase-3-Studie vorlege, die derzeit noch in den USA und anderen Ländern laufe, teilte das Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit mit.

Die Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention hatte zuvor angekündigt, die Impfkampagne könne am 26. Februar beginnen, sofern die Vakzin-Zulassung vorliege. Der Impfstoff kann den Angaben des Ministeriums zufolge für alle Personen ab 18 Jahren einschließlich Menschen von 65 Jahren und älter verabreicht werden.

10.2.2021 • 06:24 Uhr

Wie und wann raus aus dem Lockdown?

Bund und Länder kommen heute wieder zusammen, um zu beraten, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergehen soll. Ansätze gibt es viele - ein Überblick.

10.2.2021 • 05:49 Uhr

RKI meldet 8072 Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 8072 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Morgen hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank erstmals wieder unter 70.

In diesen aktuellen Zahlen sollten auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

10.2.2021 • 04:40 Uhr

Großbritannien verschärft Einreisebestimmungen

Die britische Regierung versucht infektiösere Corona-Varianten durch verschärfte Einreisebestimmungen für Bürger Großbritanniens und Irlands zu reduzieren, die aus südamerikanischen oder afrikanischen Ländern zurückkehren.

Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte, Betroffene müssten während einer zehn Tage dauernden Quarantäne zwei Corona-Tests machen. Internationale Reisende müssen bereits vor Antritt ihrer Reisen einen negativen Test vorweisen können, um wieder ins Land gelassen zu werden. Die neuen Regeln sollen am Montag in Kraft treten.

10.2.2021 • 04:12 Uhr

Trudeau: Negativer Test bei Einreise nach Kanada über Land

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat angekündigt, das über Landgrenzen nach Kanada Einreisende ab der kommenden Woche einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus vorweisen müssen. Wer dies nicht könne, müsse mit Strafen rechnen, erklärte er.

Der Zoll können Kanadier, die sich bereits auf kanadischem Staatsgebiet befinden, zwar nicht in die USA zurückweisen, doch die Strafe werde bis zu 3000 Kanadische Dollar (etwa 1950 Euro) betragen.

Von Menschen, die auf dem Luftweg einreisen, verlangt Kanada bereits ein negatives Testergebnis. Wer auf dem Luftweg einreist, muss sich zudem künftig auf eigene Kosten in Quarantäne begeben. Wann genau die verpflichtende Hotel-Quarantäne in Kraft tritt, war zunächst unklar.

10.2.2021 • 04:09 Uhr

Bericht: Nordrhein-Westfalen erlaubt sieben statt sechs Impfungen pro Biontech-Ampulle

In Nordrhein-Westfalen dürfen laut einem Medienbericht ab sofort sieben statt sechs Impfdosen aus einer Ampulle der Hersteller Biontech und Pfizer gezogen werden. Die Anpassung gelte allerdings unter Einschränkungen, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium. Demnach darf der Impfstoff aus verschiedenen Ampullen nicht vermischt werden. 

Zudem sei die siebte Dosis nur einzusetzen, sofern noch mindestens 0,3 Milliliter des Vakzins in der jeweiligen Ampulle übrig sind, heißt es in dem Bericht. Das Gesundheitsministerium begründete den Schritt damit, dass die Ampullen "aus technischen Gründen regelhaft überfüllt" würden. Dadurch sei es bei einem sorgfältigen Umgang möglich, eine siebte Ampulle zu gewinnen. 

10.2.2021 • 03:41 Uhr

Norwegen verlängert Reisebeschränkungen

Norwegen hat coronabedingte Einschränkungen der Reisefreiheit bis zum 15. April verlängert. Das Außenministerium rief dazu auf, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten und während der Osterferien zu Hause zu bleiben.

Die Infektionslage weltweit bedeute auch, dass viele Länder den Einlass stark begrenzten, erklärte Außenministerin Ine Eriksen Soereide der Nachrichtenagentur NTB. Man sei "weit" von einer normalen Situation entfernt.

Estland hatte am Dienstag Reiseeinschränkungen gelockert. Wegen eines Clusters von durch neue Virus-Varianten aus Südafrika und Großbritannien ausgelösten Corona-Infektionen hatte Norwegen zudem am Sonntag in der Region Bergen und in zwölf umliegenden Regionen die Corona-Maßnahmen verschärft.

10.2.2021 • 03:41 Uhr

Schwesig will Öffnungsperspektiven für Schulen - Lehrerverbände mahnen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verlangt eine klare Perspektive für die Wiedereröffnung von Schulen, doch Lehrerverbände mahnen zur Vorsicht. "Wir machen das bei uns im Land so: Wo geringe Inzidenzen sind, haben wir Grundschulen und Kitas offen gelassen. Und in Hotspots haben wir nur Notbetrieb. Ich rate dazu, dass wir das in ganz Deutschland machen", sagt Schwesig im Politik-Talk der Zeitung Bild (Mittwoch).

Die Politikerin schlägt außerdem vor, man könne regional vorgehen und müsse nicht warten, bis auch der letzte Landkreis mit den Infektionen runtergehe. Lehrerverbände und Gewerkschaften sprechen sich gegen eine vorschnelle Öffnung aus. "Ich empfehle: Lieber noch ein, zwei Wochen warten als zu früh zu viel zu riskieren", erklärt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Mittwoch).

Über dieses Thema berichtete am 11. Februar 2021 unter anderem tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.