Die Akropolis in Athen wird in der Nacht beleuchtet. | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Nächtliche Ausgangssperre in Griechenland ++

Stand: 11.11.2020 22:04 Uhr

Wegen steigender Corona-Fallzahlen kündigt Griechenland eine nächtliche Ausgangssperre an. Die Weihnachtsferien in NRW starten früher. Alle Entwicklungen rund um die Pandemie vom Mittwoch zum Nachlesen im Liveblog.

  • Spahn rechnet mit Verdopplung der Zahl der Intensivpatienten
  • RKI: 18.487 Neuinfektionen in Deutschland
  • Seniorenverband kritisiert Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen
  • Giffey nimmt Jugendliche in Pandemie in Schutz
  • Bericht: Mehr als 300.000 Schüler in Deutschland in Quarantäne
  • USA melden mit 200.000 Neuinfektionen neuen Höchstwert
11.11.2020 • 22:04 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

11.11.2020 • 21:59 Uhr

New York verschärft Maßnahmen

Ab Freitag müssen im US-Bundesstaat New York Restaurants, Bars und Fitnessstudios um 22 Uhr schließen. Die strikteren Corona-Auflagen sollen auch soziale Kontakte betreffen, wie Gouverneur Andrew Cuomo ankündigte. Im privaten Bereich dürfen demnach nur noch bis zu zehn Personen zusammenkommen.

"Es wird jeden Tag wirklich schlimmer", sagte Cuomo mit Blick auf die neuen Höchstwerte an täglichen Neuinfektionen in den USA. Sollten die neuen Maßnahmen nicht ausreichen und die Zahlen wie "verrückt" ansteigen, dann könnte es auch wieder zu kompletten Schließungen kommen.

11.11.2020 • 21:52 Uhr

Fünf Minuten Kultur

Auch in Tschechien gilt für Kultureinrichtungen derzeit der Lockdown. Die Mitglieder der Zirkus-Truppe "Cirk La Putyka" bieten Kulturfans darum eine reduzierte Alternative: Die Künstler führen ein Kurzprogramm auf, das nur fünf Minuten dauert und von maximal vier Zuschauern gleichzeitig durch eine Fensterscheibe betrachtet werden kann.

Zwei Tschechen betrachten durch ein Fenster eine Artistin des Zirkusses "Cirk La Putyka", die wegen der Corona-Pandemie ihr Können nur in einer kurzen, vom Publikum abgegrenzten Show zeigen kann. | MARTIN DIVISEK/EPA-EFE/Shutterst

Zwei Tschechen betrachten durch ein Fenster eine Artistin des Zirkusses "Cirk La Putyka", die wegen der Corona-Pandemie ihr Können nur in einer kurzen, vom Publikum abgegrenzten Show zeigen kann. Bild: MARTIN DIVISEK/EPA-EFE/Shutterst

11.11.2020 • 21:30 Uhr

Lufthansa: Einigung auf Corona-Sparprogramm

Die Lufthansa ist durch die Corona-Krise stark angeschlagen. Um einen Jobverlust einzuschränken hat sich die Fluggesellschaft nun mit der Gewerkschaft ver.di auf einen Kompromiss geeinigt.

11.11.2020 • 20:52 Uhr

Griechenland kündigt nächtliche Ausgangssperre an

Die griechische Regierung verschärft die Corona-Auflagen: Ab Freitag soll in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangssperre gelten. Das kündigte der Staatssekretär für Katastrophenschutz, Nikos Hardalias, an. Ausnahmen gelten nur für Einwohner, die aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen das Haus verlassen müssten.

In Griechenland gelten bereits wieder striktere Beschränkungen. So dürfen seit Samstag nur noch Geschäfte öffnen, die die Grundversorgung der Bevölkerung sichern, etwa Apotheken oder Supermärkte.

11.11.2020 • 20:36 Uhr

Handball-Spiele von Flensburg, Kiel und Hannover abgesagt

Erneut hat sich ein Mitglied des deutschen Handball-Nationalteams mit dem Coronavirus angesteckt. Mehrere Spiele wurden vorsorglich gestrichen.

11.11.2020 • 20:26 Uhr

Mehr als 35.000 Neuinfektionen in Frankreich

Binnen 24 Stunden haben die französischen Gesundheitsbehörden landesweit 35.879 neue Corona-Fälle erfasst. 328 Menschen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt hatten, sind demnach innerhalb eines Tages gestorben.

Am Samstag hatte Frankreich mit mehr als 86.800 Neuinfektionen den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie gemeldet.

11.11.2020 • 20:20 Uhr

Die wichtigsten Fakten rund um das Thema Impfung

Noch vor der Zulassung eines Corona-Impfstoffs bereiten sich die Bundesländer schon darauf vor, einen Wirkstoff schnellstmöglich verabreichen zu können. Wo was für wen geplant ist - ein Überblick.

11.11.2020 • 20:13 Uhr

Türkei: Rauchverbot an belebten Orten

In der Türkei darf auf Plätzen und an Orten, wo viele Menschen unterwegs sind, nicht mehr geraucht werden. Das teilte das Innenministerium des Landes mit. Der Grund: Der Mund-Nasen-Schutz müsste dafür abgenommen werden, was gegen die Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verstößt.

11.11.2020 • 19:03 Uhr

EU-Parlament: Hunderte Fälle in den vergangenen Wochen

Im EU-Parlament hat es in den vergangenen Wochen Hunderte Corona-Ansteckungen gegeben. "Zwischen Abgeordneten, Mitarbeitern und Personal des Parlaments - allein am vorletzten Wochenende hatten wir 171 Ansteckungen", sagte Parlamentspräsident David Sassoli. Vor diesem Hintergrund verteidigte er die weitgehenden Einschränkungen des Parlamentsbetriebs. Die europäische Volksvertretung hatte ihre Aktivität wegen der zweiten Corona-Welle seit Mitte Oktober erneut heruntergefahren. So wurden die geplanten Plenarsitzungen in Straßburg abgesagt und stattdessen in deutlich reduziertem Umfang in Brüssel abgehalten.

Zur Gesamtzahl der internen Ansteckungen erklärte eine Parlamentssprecherin, keine Angaben machen zu können. Die Ende Oktober festgestellten 171 Fälle seien "das Ergebnis bedeutender Bemühungen zur Rückverfolgung von Kontakten, um interne Übertragungsketten zu vermeiden". Die Mehrheit der positiven Fälle ist demnach asymptomatisch. Zuletzt sei die Zahl der erwiesenen Ansteckungen wieder rückläufig.

11.11.2020 • 18:52 Uhr

Spahn rechnet mit 6000 Corona-Intensivpatienten im November

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer Verdopplung der Zahl der Corona-Intensivpatienten noch in diesem Monat. "Wenn es über einen längeren Zeitraum täglich 20.000 Neu-Infizierte gibt und davon zwei Prozent jeweils 14, 15 Tage lang auf Intensivstationen behandelt werden müssen, werden wir jetzt im November wahrscheinlich noch über 6000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf unseren Intensivstationen sehen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Höher dürfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, würden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem überfordert ist", warnte der Minister. Mit 6000 Corona-Patienten auf Intensivstationen könnten Ärzte und Pflegekräfte umgehen. "Aber nur unter sehr großem Stress. Deshalb müssen wir alle Kräfte in den Krankenhäusern zusammenziehen. Es müssen wieder Operationen verschoben werden, Personal aus dem OP-Saal muss auf den Intensivstationen mithelfen."

11.11.2020 • 18:48 Uhr

Insgesamt mehr als eine Million Fälle in Italien

In Italien überschreitet die Zahl der bestätigten Corona-Fälle die Schwelle von einer Million. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden 32.961 neue Fälle registriert und damit weniger als am Dienstag mit 35.098. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 623 auf 42.953. Bereits am Dienstag war die Zahl der Toten mit 580 innerhalb eines Tages so hoch gewesen wie seit über einem halben Jahr nicht mehr.

In Europa hatten bereits Spanien und Frankreich mehr als eine Million Infektionen gemeldet.

11.11.2020 • 18:45 Uhr

Merkel: Pandemie wird uns den ganzen Winter beschäftigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass die nächsten Monate noch stark von der Corona-Pandemie geprägt sein werden. Wie es vor rund einhundert Jahren bei der Spanischen Grippe der Fall gewesen sei, "muss man jetzt davon ausgehen, dass die zweite Welle härter ist", sagte sie. "Sie fällt vor allen Dingen in eine schlechtere Jahreszeit, nämlich in die Wintermonate. Das heißt, dass sie uns noch den ganzen Winter über beschäftigen wird." Es gebe zwar jetzt "positive Botschaften bezüglich der Entwicklung von Impfstoffen". Doch dies werde sich in den  Wintermonaten "noch nicht in gravierendem Maße niederschlagen".

11.11.2020 • 18:30 Uhr

Lufthansa und ver.di einigen sich auf Corona-Sparpaket

Im Ringen um Sparbeiträge der Beschäftigten in der Corona-Krise hat die Lufthansa eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft ver.di getroffen. Danach müssen rund 35.000 Bodenbeschäftigte auf Teile ihrer Entgelte verzichten und werden dafür bis Ende März 2022 vor Entlassungen geschützt. Bei der Übereinkunft wurden auch die Bedingungen von umfangreichen Altersteilzeit- und Abfindungsprogrammen vereinbart. Laut Lufthansa wurde bereits das laufende Weihnachtsgeld einbehalten. Auch bei den Zuzahlungen zum Kurzarbeitergeld soll gestrichen werden. Insgesamt ergebe sich eine Sparpotenzial von mehr als 200 Millionen Euro, wie beide Seiten bestätigten. Über weitere Sparmaßnahmen ab dem Jahr 2022 wollen die Parteien frühzeitig sprechen.

11.11.2020 • 17:38 Uhr

Weihnachtsferien in Nordrhein-Westfalen beginnen früher

Die Weihnachtsferien in Nordrhein-Westfalen beginnen wegen der Corona-Entwicklungen in diesem Jahr früher als vorgesehen. Statt am 23. Dezember starten die Ferien bereits am 18. Dezember. Das teilte Schulministerin Yvonne Gebauer dem WDR mit. So solle das Corona-Infektionsrisiko gesenkt werden, um Familien ein möglichst sorgenfreies Weihnachtsfest zu ermöglichen.

11.11.2020 • 17:21 Uhr

Fast 600 weitere Corona-Tote in Großbritannien

Großbritannien hat 595 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Zudem wurden fast 23.000 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden registriert.

11.11.2020 • 17:13 Uhr

"Wirtschaftliche Lage bleibt fragil"

Zwar stürzt die Konjunktur in Deutschland durch die Corona-Krise nach der aktuellen Prognose der Wirtschaftsweisen nicht so schlimm ab wie befürchtet, aber alles hängt weiter von der Entwicklung der Pandemie ab.

11.11.2020 • 17:01 Uhr

Spanien verlangt künftig negative Corona-Tests bei der Einreise

Wer ab dem 23. November aus einem Corona-Risikogebiet nach Spanien einreist, muss einen negativen PCR-Test vorlegen. Das hat das spanische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Spanien ist in Europa eines der Länder mit den höchsten Infektionsraten, war aber eines der wenigen, in denen bisher keine negativen Corona-Tests bei der Einreise vorgelegt werden mussten.

11.11.2020 • 16:51 Uhr

Vatikan warnt vor Lockdown für Kirchen

Der Vatikan hat bei einer OSZE-Konferenz in Wien vor Einschränkungen für Religions- und Glaubensgemeinschaften gewarnt. Die Gesetzgeber dürften nicht übersehen, dass derartige Verbote und Beschränkungen tiefgreifende Auswirkungen auf die Freiheit der Religionsausübung hätten, erklärte der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Janusz Urbanczyk. Ferner wirkten sich derlei Maßnahmen auf das religiöse, erzieherische und karitative Handeln der Religionsgemeinschaften aus.

Kirchen und Glaubensgemeinschaften spielten durch ihr Engagement im Gesundheitssystem und auch auf moralischer Ebene durch Förderung der Solidarität und Hoffnung in einer Gesellschaft eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Krise, sagte Urbanczyk.

11.11.2020 • 16:48 Uhr

Berliner Ärztekammer geht gegen Corona-Leugner vor

Mehrere Ärzte in Berlin könnten in der Corona-Pandemie ein Fall für die Justiz werden. Die Berliner Ärztekammer leite Fälle von Patientengefährdung auch an die Staatsanwaltschaft weiter, teilte Sprecher Ole Eggert mit und bestätigte damit einen Bericht des rbb. Dabei gehe es zum Beispiel um Mediziner, die ihre Patienten dazu aufforderten, im Wartezimmer keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch ein Verdacht auf systematische Gefälligkeitsatteste, die von der Maskenpflicht befreie, zähle dazu.

In der Hauptstadt seien seit März in 130 Fällen Mediziner mit fragwürdigen oder sogar falschen Behauptungen zum Thema Corona aufgefallen, sagte Ärztekammerpräsident Günther Jonitz im rbb-Interview. Die Kammer habe bereits mehrere Fälle an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Knapp 20 Ärzte und Arztpraxen seien an das Gesundheitsamt gemeldet worden. Bei einer Zahl von mehr als 34.000 Ärzten in Berlin seien die bekannt gewordenen Fälle zwar ein verschwindend geringer Teil, die Entwicklung sei dennoch erschreckend und beschämend, sagte Jonitz.

11.11.2020 • 16:36 Uhr

Schweden verschärft Corona-Maßnahmen

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat angekündigt, dass im Zuge der steigenden Infektionszahlen der Verkauf von Alkohol ab 22 Uhr verboten wird. Die Indikatoren in Bezug auf die Corona-Entwicklung zeigten in die "falsche Richtung". Es bestehe das Risiko, dass sich eine Situation wie im Frühling wiederhole.

11.11.2020 • 15:34 Uhr

Lagarde: EZB wird auch in der zweiten Corona-Welle da sein

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angesichts der zweiten Corona-Welle ein eher düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten gezeichnet. "Wir sehen einen starken Wiederanstieg des Virus und das hat zu einer neuen Dynamik geführt", sagte Europas oberste Währungshüterin bei einer Notenbankkonferenz. Die wirtschaftliche Erholung könne eher holprig ausfallen.

Es müsse sichergestellt werden, dass der außergewöhnliche Konjunktureinbruch infolge der Pandemie nicht in eine klassische Rezession münde. "Selbst wenn sich die zweite Welle des Virus als weniger heftig erweist als die erste, stellt sie keine geringere Gefahr für die Wirtschaft dar", sagte die Französin. "Die EZB war in der erste Welle da und wird auch in der zweiten Welle da sein."

11.11.2020 • 15:03 Uhr

Slowakische Regierung verlängert Notstand

Die slowakische Regierung hat in der Corona-Krise den seit Oktober geltenden Notstand bis zum 29. Dezember verlängert. Die unabhängig davon geltende Ausgangssperre soll dagegen nach derzeitiger Planung nicht verlängert werden. Bislang ist vorgesehen, dass schon Ende dieser Woche das Verbot ausläuft, ohne negativen Corona-Test die eigene Wohnung zu verlassen. Dies bleibe unverändert, sagte Justizministerin Maria Kolikova nach einer Regierungssitzung.

In einer international beispiellosen Aktion hatte die Slowakei an den vergangenen beiden Wochenenden fast alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, darf seither nicht einmal zur Arbeit gehen. Geschäfte wurden zwar nicht behördlich geschlossen, dürfen aber nur Kunden einlassen, die einen negativen Test vorweisen können. Die Schulen sind landesweit nur für Kinder bis zehn Jahren geöffnet.

Die Slowakei war von der ersten Corona-Welle im Frühjahr kaum betroffen gewesen. Seit Herbst steigen die Infektionen aber rasch. Bislang bestätigten die slowakischen Gesundheitsbehörden 79.181 Fälle seit Ausbruch der Pandemie für das 5,5 Millionen Einwohner zählende Land. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen bei 570,0 und damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

11.11.2020 • 14:59 Uhr

Kölner Oberbürgermeisterin zufrieden mit verhaltenem Karnevalsauftakt

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich zufrieden über den Verlauf des verhaltenen Karnevalsauftakts am 11.11. geäußert. "Der 11.11. ist wie ein ganz normaler Wochentag gestartet, so wie ich es mir gewünscht habe", sagte die parteilose Politikerin. "Mit der Lage, die wir bis jetzt am späten Mittag verzeichnen, bin ich sehr zufrieden." In Köln sind wegen der Corona-Pandemie alle Veranstaltungen abgesagt worden, in der ganzen Stadt gilt ein Alkoholverbot auf der Straße. "Bliev zohuss" (Bleib zuhause) stand auf einem Zeppelin, den das Traditionscorps Rote Funken über die Innenstadt hinwegschweben ließ.

Ein Zeppelin mit der Aufschrift "Bliev zohuss" (Bleib zuhause) fliegt zum Karnevalsbeginn über die Kölner Innenstadt. | dpa

Ein Zeppelin mit der Aufschrift "Bliev zohuss" (Bleib zuhause) fliegt zum Karnevalsbeginn über Köln. Bild: dpa

11.11.2020 • 14:43 Uhr

Seniorenverband kritisiert Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat die wegen Corona verhängten Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen in Pflegeheimen als in weiten Teilen grundgesetzwidrig kritsiert. "Gutachter Friedhelm Hufen hat begründete Zweifel daran, dass das Infektionsschutzgesetz eine hinreichende Ermächtigungsgrundlage für die gravierenden Eingriffe in die Grundrechte von Menschen in Pflegeeinrichtungen darstellt", teilte BAGSO mit. Hufen ist Professor für Rechtswissenschaft an der Universität Mainz.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft forderte Politik, Behörden sowie Heimleitungen auf, die Grundrechte der Betroffenen zu wahren. Sie tue das mit "besonderer Dringlichkeit, weil vielerorts Pflegeeinrichtungen Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen angesichts gestiegener Infektionszahlen wieder verschärfen".

11.11.2020 • 14:40 Uhr

Pflege-Berufsverband fordert Erstattung von Kosten für Corona-Tests

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe hat die Politik aufgefordert, Pflegeeinrichtungen und -personal in der Corona-Pandemie stärker zu unterstützen. Beim Deutschen Pflegetag verlangte Bundesgeschäftsführer Franz Wagner unter anderem, die Kosten für den zusätzlichen Personalaufwand zur Durchführung von Corona-Schnelltests voll zu refinanzieren. "Das ist bisher nicht so geplant", sagte er. Zudem forderte er, dass PCR-Tests bei Pflegefachkräften von Laboren innerhalb von maximal 24 Stunden ausgewertet werden.

Wagner sprach sich dafür aus, planbare Operationen in Krankenhäusern zu verschieben, wenn dies medizinisch vertretbar sei, um Betten und Personal für Covid-19-Patienten freizuhalten. Die Sorge, dass nicht genügend Pflegefachkräfte auf Intensivstationen seien, sei begründet.

11.11.2020 • 14:31 Uhr

Bundesregierung sieht Corona-Welle noch nicht gebrochen

Fünf Tage vor neuen Beratungen von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung keine Entwarnung. "Wir sehen jetzt eine positive Tendenz, aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Die seit Anfang vergangener Woche geltenden Verbote etwa von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen haben also aus Sicht der Regierung noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt. An diesem Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über die Corona-Lage beraten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, er hoffe, dass Deutschland um Weihnachten und den Jahreswechsel herum "in einer epidemiologisch besseren Situation" sei. "Und das geht nur mit Disziplin." Der CSU-Politiker warnte, man dürfe nicht nachlassen mit der Begründung, der Anstieg der Infektionszahlen sei nicht mehr so dynamisch. "Unterschätzen Sie nicht bei schweren Erkrankungen mit Covid-19, dass viele der schwer Erkrankten lebenslang Folgeschäden haben."

11.11.2020 • 14:19 Uhr

Corona hat Impfen von Kindern in Krisenregionen erschwert

Als Folge der Corona-Pandemie wird ein geringerer Anteil der Kinder in Krisenregionen gegen Krankheiten geimpft. In mehr als 60 Ländern wurden Impfprogramme seit Beginn der Pandemie gestoppt, wie aus einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Save the Children hervorgeht. Außerdem seien viele Familien zurückhaltender mit dem Impfen ihrer Kinder geworden, da sie sich vor einer Corona-Ansteckung beim Arztbesuch fürchten.

Kinder in Krisenregionen werden dem Bericht zufolge mittlerweile deutlich zu wenig gegen Krankheiten wie Masern, Polio, Cholera oder Gelbfieber geimpft, für die eigentlich bewährte und sichere Impfstoffe existieren. Langanhaltende Konflikte und die Corona-Krise führten dazu, dass hart erarbeiteter Fortschritt im Kampf gegen diese Krankheiten gefährdet werde. So lebten 80 Millionen weniger als ein Jahr alte Babys unter erhöhtem Risiko, Krankheiten zu bekommen, die eigentlich durch bewährte Impfstoffe verhindert werden könnten, schreiben die Autoren. Von den Kindern ohne entsprechende Impfungen wachsen zwei Drittel in Krisenregionen auf.

11.11.2020 • 14:04 Uhr

Spahn: Anzeichen für positive Veränderung

Gesundheitsminister Spahn sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage. Tatsächlich schwächt sich das Wachstum bei den Neuinfektionen ab. Doch die Zahl der Toten steigt.

11.11.2020 • 14:02 Uhr

Studie: Coronavirus für Schwangere nicht gefährlich

Das Coronavirus ist ersten Erkenntnissen zufolge für die meisten schwangeren Frauen und ihre Embryos nicht gefährlich. Das hat eine bundesweite Studie ergeben, bei der Wissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) 247 an Covid-19 erkrankte Schwangere aus 65 Kliniken in Deutschland untersuchten.

"Die meisten schwangeren Frauen haben einen günstigen Verlauf", sagte Ulrich Pecks vom Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel, der die noch laufende Studie gemeinsam mit Mario Rüdiger vom Universitätsklinikum Dresden koordiniert.

Auffällig sei aber, dass Babys von erkrankten Schwangeren häufig zu früh geboren werden. Trotz der in der Regel günstigen Krankheitsverläufe sei die Erkrankung ernst zu nehmen, so Pecks. "Covid-19 stellt gerade in der Schwangerschaft eine Herausforderung dar, da Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind."

11.11.2020 • 13:40 Uhr

Grüne und Verbände: Zehn-Punkte-Programm für die Innenstädte

Die Grünen haben zusammen mit Vertretern von Einzelhandel, Gastronomie und Kulturbranche Vorschläge zur Unterstützung der Innenstädte in der Corona-Krise vorgelegt. Die Bundesregierung solle die November-Finanzhilfen für Unternehmen entbürokratisieren und zügig auszahlen, heißt es in einem Zehn-Punkte-Programm, das Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt in Berlin präsentierte.

Demnach sind auch weitere längerfristig angelegte Maßnahmen wie ein neues Gewerbemietrecht, ein Städtebau-Notfallfonds über 500 Millionen Euro und ein Kulturrettungsfonds nötig. Die Lage in den Innenstädten sei zwar schon länger "brenzlig", sagte Göring-Eckardt im Anschluss an Gespräche mit Branchenvertretern. Doch Corona habe die Lage massiv verschärft. "Wenn nicht sofort und mittelfristig gehandelt wird, werden sich die Probleme verschärfen", betonte sie.

Die Innenstadt von München. | dpa

Die Innenstadt von München ist nach den angekündigten Maßnahmen auch bedeutend leerer. Bild: dpa

11.11.2020 • 13:04 Uhr

EU fordert Pandemie-Plan für Europa

Als Lehre aus der Corona-Krise fordert die EU-Kommission einen europäischen Pandemieplan für künftige Fälle. Zudem sollen die Kompetenzen der EU-Gesundheitsbehörden ECDC und EMA ausgeweitet werden. Das Paket für eine "Gesundheitsunion" präsentierte EU-Kommissarin Stella Kyriakides. Damit bekäme die EU neue Hebel, Gesundheitskrisen zu managen, die mehrere EU-Staaten oder die ganze Gemeinschaft treffen.

"Das wird eine erhebliche Veränderung, damit wir kollektiv reagieren können", erklärte Kyriakides. Erstmals soll es die Möglichkeit geben, einen EU-Gesundheitsnotstand auszurufen und damit ein koordiniertes Vorgehen und zum Beispiel Kauf und Lagerung von wichtigen Gütern zu starten.

Neben dem geplanten sogenannten EU-Vorbereitungsplan für Gesundheitskrisen und Pandemien sollen auch nationale Krisenpläne aufgestellt und von EU-Stellen koordiniert und überwacht werden. Zudem soll künftig die Infektionslage besser überwacht werden. Dafür sollen die EU-Staaten verpflichtet werden, verlässliche und vergleichbare Daten zu liefern.

11.11.2020 • 12:46 Uhr

EU sichert sich bis zu 300 Millionen Impfdosen von Biontech

Der Deal der Europäischen Kommission mit den Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Corona-Impfstoffdosen ist unter Dach und Fach. Die Kommission schloss einen Vertrag über den Kauf von zunächst 200 Millionen Impfstoffdosen, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Der Vertrag sieht zudem wie geplant eine Option auf den Kauf von weiteren 100 Millionen Dosen vor. Die Auslieferung soll voraussichtlich Ende 2020 beginnen, vorbehaltlich des klinischen Erfolgs und der behördlichen Genehmigung des Impfstoffs.

Biontech und Pfizer hatten am Montag als weltweit erste Unternehmen positive Ergebnisse aus einer entscheidenden Studie mit einem Corona-Impfstoff verkündet. Demnach bot ihre Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19.

11.11.2020 • 12:28 Uhr

Goethe-Institute in der Krise

Fast 70 Jahre nach der Gründung stecken die Goethe-Institute in einer Krise. Dem Verein, der an 157 Standorten auf aller Welt deutsche auswärtige Kultur- und Sprachpolitik macht, sind in der Corona-Krise massiv Einnahmen weggebrochen, wie die Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag) berichtet. Vor der Zahlungsunfähigkeit wurde er nur durch Nothilfen des Auswärtigen Amtes bewahrt. Die prognostizierten Verluste durch das eingebrochene Sprachkursgeschäft liegen für dieses Jahr bei 12,4 Millionen Euro, heißt es laut "Zeit" in einem internen Papier des Vereins.

Um über die Zukunft des Goethe-Instituts zu diskutieren, treffen sich am Freitag Vorstand, Präsidium und Mitglieder des Trägervereins. Über neue kultur- und bildungspolitische Aufgaben der zwölf inländischen Goethe-Institute will ein Ausschuss des Bundeskabinetts Ende November beraten.

Das Goethe-Institut wurde 1951 gegründet. Es wird vom Auswärtigen Amt finanziert, ist aber unabhängig. Etwa ein Drittel seines Budgets stammt aus dem sogenannten Eigenmittelbereich, der Umsätze mit Sprachkursen und -prüfungen erwirtschaftet.

11.11.2020 • 12:23 Uhr

Weihnachten in England: Studenten sollen früher nach Hause fahren

Um mit ihren Familien gemeinsam Weihnachten feiern zu können, sollen die Studenten in England bereits zwischen dem 3. und 9. Dezember nach Hause reisen. Die Universitäten werden dann online unterrichten, wie das Bildungsministerium in London mitteilte. Der Zeitraum für die Reisen der Studenten schließt an das Ende des vierwöchigen Teil-Lockdowns in England an. Man hoffe, dadurch das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

In Großbritannien entscheidet jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Während des Teil-Lockdowns in England gelten bis zum 2. Dezember weitgehende Kontaktbeschränkungen. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Nur als notwendig eingestufte Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch ihre Waren anbieten. Neben den Universitäten sind auch die Schulen in England geöffnet.

11.11.2020 • 12:05 Uhr

Giffey verteidigt Jugendliche gegen Pauschalkritik

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat pauschale Kritik am Verhalten von Jugendlichen in der Corona-Pandemie zurückgewiesen. Die jungen Menschen verhielten sich "zum allergrößten Teil verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll", obwohl viele Lebensläufe durch die Krise ein Stück weit beeinträchtigt würden und die Jugend ein "Stück Leichtigkeit" verliere, sagte Giffey bei der Vorstellung des Kinder- und Jugendberichts.

Die Corona-Pandemie stelle auch für Kinder und Jugendliche eine "schwierige Zeit" dar. In dieser Ausnahmesituation werde ihnen "viel abverlangt". Es müsse auch anerkannt und gewürdigt werden, in welcher Zeit sich die Jugend befinde, sagte die Ministerin. 

Sie plädierte dafür, Jugendliche und junge Menschen stärker durch politische Bildung zu fördern. Außerdem sollten sie mehr Mitsprachemöglichkeiten erhalten, sagte Giffey. Denkbar sei etwa ein allgemeines aktives Wahlrecht für Jugendliche auch unter 18 Jahren. Die politische Bildung sei ein wichtiger Faktor, um Menschen gegen Hassparolen und Verschwörung zu immunisieren. Dies gelte besonders für die Corona-Zeit, in der vieles von dem, was Jungsein und Erwachsenwerden ausmache, verboten oder nur eingeschränkt möglich sei.

11.11.2020 • 11:48 Uhr

Merkel: Alle Spielräume für Besuche in Pflegeheimen ausschöpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, die Besuchsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen auch in der Corona-Pandemie so wenig wie möglich einzuschränken. "Es ist wichtig, alle Spielräume für Besuche und soziale Kontakte auszuschöpfen", sagte Merkel in einer Videobotschaft zur Eröffnung des Deutschen Pflegetags.

Gerade ältere Menschen litten unter Einsamkeit. Sie bräuchten neben Schutz vor allem Zuwendung, allen voran von ihren Angehörigen. Die Aufgabe der Pflege sei schon vor Corona "anspruchsvoll" gewesen, sagte Merkel. Doch unter den Bedingungen der Pandemie seien die Herausforderungen noch "ungleich schwieriger". Der Schutz der Gesundheit von Pflegebedürftigen habe höchste Priorität, aber Schutz allein könne nicht die ganze Antwort sein, sagte die Kanzlerin mit Blick auf Besuchsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen. 

Es bestehe kein Zweifel, dass die Pandemie auch die Pflegenden belaste. Sie danke "von Herzen allen, die jeden Tag ihr Bestes geben". Pflege sei "Ausdruck gelebter Menschlichkeit", sagte Merkel. 

11.11.2020 • 10:53 Uhr

Lockdown im Berchtesgadener Land wirkt: Zahlen halbiert

Der vorgezogene Lockdown im Berchtesgadener Land macht sich nach drei Wochen in den Infektionszahlen bemerkbar. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist dort nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 141,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gefallen. In der Spitze hatte der Wert vor genau zwei Wochen bei 324 gelegen, am Montag war er erstmals wieder unter die Marke von 200 gefallen.

Der Landkreis Berchtesgadener Land hatte schon am 20. Oktober massive Ausgangsbeschränkungen und die Schließung von Hotels und Gaststätten verfügt, zwei Wochen vor dem Rest Deutschlands.

Die Entwicklung könnte ein Hinweis darauf sein, wie schnell sich der "Lockdown Light" bundesweit auswirken kann. Zwar hat sich die Zahl der neuen Positiv-Tests stabilisiert, ist aber bisher nicht nachhaltig zurückgegangen.

11.11.2020 • 10:30 Uhr

Karliczek: Impfpflicht ist nicht vorgesehen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat angesichts der steigenden Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impfstoff klargestellt, dass es keine Impfpflicht geben soll. Eine solche Pflicht sei nicht vorgesehen, sagte Karliczek der "Augsburger Allgemeinen".

Mit Blick auf mögliche Bedenken in der Bevölkerung hob sie hervor, dass die kontinuierliche Information und Aufklärung der Bevölkerung zur Wirksamkeit der Impfung und ihrer Risiken wichtig sei.  "Wenn positive Ergebnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen vorliegen, sollten diese auch bekannt gemacht werden", sagte Karliczek. Dies solle den Menschen dabei helfen, "eine selbstbestimmte Impfentscheidung zu treffen". 

Die Forschungsministerin wertete die positiven Daten zur Wirksamkeit eines potenziellen Corona-Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer als  ermutigend. Diese ersten Ergebnisse machten Hoffnung und bestätigten sich hoffentlich auch in den noch folgenden Analysen zur Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs. "Ein Antrag auf Zulassung noch in diesem Jahr wäre ein enormer Erfolg", sagte die CDU-Politikerin. Sie machte zugleich deutlich, dass die Bundesregierung bei ihrer Prognose bleibe, dass erst im kommenden Sommer flächendeckend Impfstoffe zur Verfügung stehen werden.

11.11.2020 • 10:16 Uhr

Vor Länderspiel: Weiterer Corona-Fall im tschechischen Fußball-Team

Vor dem Testspiel gegen Deutschland ist ein weiterer Spieler der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der nationale Fußballverband in Prag mit. Nach Angaben seines Vereins Legia Warschau handelt es sich um den Stürmer Tomas Pekhart. Der 31-Jährige fühle sich gut und stehe unter ständiger medizinischer Beobachtung.

Bereits vor der Abreise nach Leipzig war ein anderer Spieler der Mannschaft unter Nationaltrainer Jaroslav Silhavy aufgrund eines positiven Testergebnisses ausgefallen. Unter den für das Länderspiel Nominierten sind auch drei Bundesliga-Profis: Werder-Bremen-Torwart Jiri Pavlenka, Mittelfeldspieler Vladimir Darida von Hertha BSC und Torhüter Tomas Koubek vom FC Augsburg.

11.11.2020 • 10:13 Uhr

Heathrow: Passagierzahlen "katastrophal" eingebrochen

Wegen der Corona-Krise sind die Passagierzahlen am Londoner Großflughafen Heathrow im Oktober "katastrophal" eingebrochen. Der Airport registrierte im Oktober nur 1,25 Millionen Reisende, im Vorjahresmonat waren es noch 7,06 Millionen. Den größten Einbruch habe es mit 95 Prozent auf den Nordamerika-Routen gegeben, teilte der Flughafen mit. Die Entwicklung dürfte sich wegen des Teil-Lockdowns in England im November noch verschlimmern.

Airport-Chef John Holland-Kaye warf der britischen Regierung Mangel an Unterstützung für die Branche vor. Er kritisierte unter anderem unzureichende Corona-Testmöglichkeiten für Reisende. Die Luftfahrtbranche leidet mit am stärksten unter den Folgen der Corona-Pandemie. Auch an deutschen Airports waren die Passagierzahlen drastisch gesunken.

11.11.2020 • 09:48 Uhr

Sorge vor schleichendem Lockdown an Schulen

Die Kultusminister betonen immer wieder, Schulen seien sicher. Doch angesichts von Hunderttausenden Quarantänefällen wachsen der Widerspruch und die Sorge vor einem schleichenden Lockdown.

11.11.2020 • 09:42 Uhr

Diskussion um längere Weihnachtsferien

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schließt eine Verlängerung der Winterschulferien in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Pandemie nicht aus. Man könne einen früheren Ferienbeginn in Erwägung ziehen, "um Familien mit mehreren Generationen ein unbeschwerteres Weihnachtsfest zu ermöglichen, wenn die Corona-Fallzahlen im Dezember weiter auf einem hohen Niveau bleiben sollten", sagte der CDU-Politiker im "Kölner Stadt-Anzeiger".

Weihnachten habe in den meisten Familien "eine sehr hohe Bedeutung, da wollen die Menschen Begegnungen haben, beisammen sein, gemeinsam Zeit verbringen", so der Ministerpräsident. Konkrete Entscheidungen über Weihnachten stünden aber derzeit noch nicht an: "Dazu müssen wir die Entwicklung der Infektionszahlen abwarten", sagte Laschet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich positiv über den Vorschlag von Laschet. "Das ist sicherlich ein Teil der Debatte, auch für Montag oder auch für die Folgewochen", sagte Spahn.

11.11.2020 • 09:31 Uhr

Kretschmer: Lockerung der Beschränkungen noch nicht möglich

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht angesichts der gegenwärtigen Corona-Infektionszahlen noch keine Möglichkeit für eine Lockerung der Beschränkungen. "Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". "Wir werden sehen, zu welchen Entscheidungen wir am kommenden Montag kommen müssen."

An diesem Tag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen. "Wenn es uns nicht gelingt, tatsächlich wieder substanziell nach unten zu kommen - das heißt: 50 Infizierte je 100 000 Einwohner über sieben Tage - dann werden das schwierige Monate, die vor uns liegen", so Kretschmer.

11.11.2020 • 09:28 Uhr

Italien will Haushaltsdefizit 2021 erhöhen

Die italienische Regierung will das Haushaltsdefizit 2021 erhöhen, um die Corona-Hilfen für Unternehmen auszuweiten. Zudem könne das Defizit für das laufende Jahr revidiert werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte der Zeitung "La Stampa". "Wir sind bereit, zugunsten all jener zu intervenieren, die weitere Verluste erleiden werden." Ein landesweiter Lockdown könne nicht die erste Wahl der Regierung sein. Die Kosten dafür seien zu hoch.

Italien hatte vorige Woche ein Hilfspaket von 2,9 Milliarden geschnürt, um die Folgen der Virus-Pandemie für die Wirtschaft abzufedern. Conte fügte hinzu, die Regierung werde dem Parlament bald einen nationalen Plan zur Verteilung eines Covid-19-Impfstoffes vorlegen. Italiens Regierung strebt derzeit ein Haushaltsdefizit von 10,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr an und von sieben Prozent 2021. Die in der Euro-Zone zulässige Obergrenze liegt eigentlich bei drei Prozent.

11.11.2020 • 09:20 Uhr

Verbraucherschützer für Ende der Vorkasse bei Flugtickets

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert angesichts der Verzögerungen bei der Kostenerstattung für in der Corona-Krise gestrichene Flüge eine Abschaffung der bisherigen Vorkasse-Regelungen. Künftig solle das Ticket erst wenige Tage vor Flugantritt bezahlt werden müssen, verlangte vzbv-Chef Klaus Müller in der "Rheinischen Post". Dazu brauche es eine neue Gesetzgebung.

11.11.2020 • 08:33 Uhr

Trotz Corona-Krise: Weihnachtsgeld steigt für Tarifbeschäftigte

Fast neun von zehn Tarifbeschäftigten in Deutschland können sich in diesem Jahr auf ein Weihnachtsgeld freuen. Trotz Corona-Krise erhalten 87,4 Prozent diese Sonderzahlung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2019 war der Anteil mit 86,9 Prozent etwas geringer. "Corona-bedingte Aufkündigungen von tarifvertraglich vereinbartem Weihnachtsgeld sind anhand der uns vorliegenden Informationen bislang nicht zu erkennen", erklärte das Statistikamt. Auch die Höhe des Weihnachtsgeldes steigt, und zwar um 1,1 Prozent auf durchschnittlich 2661 Euro brutto.

Allerdings fällt die Zahlung in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich aus. Tarifbeschäftigte im Bereich "Gewinnung von Erdöl und Erdgas" bekommen im Schnitt 5910 Euro. Auch Rundfunkveranstalter (5509 Euro) und Energieversorger (4991 Euro) zahlen viel. Das geringste Weihnachtsgeld erhalten die Tarifbeschäftigten im Bereich "Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften". Hier werden durchschnittlich 364 Euro an 99,0 Prozent der Tarifbeschäftigten gezahlt. Auch im Bereich "Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten" fällt die Sonderzahlung mit 493 Euro vergleichsweise gering aus.

11.11.2020 • 08:17 Uhr

US-Studie: Infektionen hauptsächlich an "Superspreader"-Orten

Ein Großteil der Coronavirus-Infektionen passiert einer US-Studie zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach an sogenannten "Superspreader"-Orten wie Restaurants, Fitnessstudios und Cafés. Das zeigen Wissenschaftler von der Universität Stanford in Kalifornien anhand eines Computermodells, unter anderem auf Basis demografischer Daten, epidemiologischer Schätzungen und anonymer Handydaten, im Fachjournal "Nature".

Das Modell analysiert, wo Menschen den Tag über hingehen, wie lange sie jeweils bleiben und wieviele andere Menschen am selben Ort sind - und fand überall dort die meisten Infektionen, wo sich mehrere Menschen in geschlossenen Räumen über längere Zeit aufhalten. Zwischen März und Mai habe das Modell, das auch den ethnischen und finanziellen Hintergrund der Menschen berücksichtigt, das Verhalten von rund 98 Millionen Menschen in 10 amerikanischen Metropolregionen - darunter New York, Los Angeles, Chicago und Washington - untersucht, hieß es von dem Forscherteam um den Computerwissenschaftler Jure Leskovec.

Die Aufenthalte an rund 553.000 Orten - darunter Restaurants, Fitnessstudios, Tierhandlungen, Baumärkte und religiöse Einrichtungen - wurden untersucht. Zudem wurde das Modell nach und nach auch mit dem nachgewiesenen Infektionsgeschehen der jeweiligen Städte nachgebessert.

11.11.2020 • 08:14 Uhr

ZF schließt Werk in Eitorf nach 91 positiven Tests

Der Autozulieferer ZF schließt sein Stoßdämpferwerk in Eitorf in Nordrhein-Westfalen vorübergehend wegen eines Corona-Ausbruchs. In dem Werk seien bisher 91 von knapp 700 Beschäftigten positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Daher solle das Werk nun von Donnerstag bis Sonntag dichtgemacht werden.

Geplant sei, in der Zwischenzeit alle Mitarbeiter auf Corona testen zu lassen. Wie es zu der Häufung an Corona-Fällen kam, sei unklar. Der Sprecher sagte, das Gesundheitsamt habe ZF bestätigt, dass keine Hygienemängel in dem Werk vorlägen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet. ZF hat seinen Sitz in Friedrichshafen am Bodensee.

Monteurin arbeitet beim Autozulieferer ZF in Friedrichshafen | dpa

Monteurin beim Autozulieferer ZF in Friedrichshafen. Bild: dpa

11.11.2020 • 08:08 Uhr

US-Medien: Rekord bei Zahl der Covid-19-Patienten in Kliniken

In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940).

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die "New York Times". Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12.000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15. 000 höher. In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen überstiegen.

11.11.2020 • 08:04 Uhr

Studie: Missbrauchsopfer leiden stark unter Corona-Bedingungen

Betroffene von sexualisierter Gewalt leiden besonders unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. Laut einer Untersuchung empfinden 74 Prozent der Befragten Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und eingeschränkter Selbstbestimmung. Dies erinnere sie an die Zeit, in der sie als Kind hilflos der Macht anderer ausgeliefert waren. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben.

An der Befragung vom 9. Juni bis 5. Juli nahmen demnach 823 Personen teil. Davon waren 698 Frauen, 92 Männer und 33 "diverse" Personen. Die meisten der Teilnehmer waren 30 Jahre und älter. Die größten Altersgruppen stellten die 41- bis 60-Jährigen. Alle Befragten gaben auch an, wo sie in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erlebten; mehrheitlich geschah dies in der Familie.

Wegen der Kontaktbeschränkungen war für etwa die Hälfte eine Therapie und Beratung nicht mehr oder nicht ausreichend gewährleistet. 91,8 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass ihre Treffen mit der Selbsthilfegruppe - ein für Betroffene wichtiges Unterstützungsangebot - nicht mehr stattfanden. Ein Teil der Betroffenen fühlte sich laut der Befragung in der Bewältigung ihres Leids um Jahre zurückgeworfen. Knapp ein Drittel der Befragten gab an, seit Beginn der Pandemie finanzielle Sorgen zu haben. Durch die zusätzlichen Kosten, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie in allen Bereichen der Gesellschaft entstünden, befürchteten sie, dass Chancen auf angemessene Entschädigungsleistungen schwänden.

11.11.2020 • 07:40 Uhr

Biontech: USA werden bei Verteilung von Impfstoff nicht bevorzugt

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech ist Befürchtungen entgegengetreten, dass der von ihm zusammen mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff zunächst bevorzugt in den Vereinigten Staaten verteilt werden könnte. "Wir haben zusammen mit Pfizer vereinbart, dass wir den Impfstoff gleichmäßig und gerecht verteilen", sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung". 

Seine Firma wolle "definitiv nicht, dass es eine unfaire Überhöhung der Chargen in einzelnen Regionen gibt", betonte Poetting. Deshalb habe Biontech auch Wert darauf gelegt, dass ein Großteil des Impfstoffs in Europa hergestellt werden könne. "Über die Verteilung entscheiden wir mit Pfizer gemeinsam", betonte der Finanzvorstand.

Die EU-Kommission will heute einen Vertrag zur Lieferung des Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer formal festzurren. Das kündigte Kommissionschefin Ursula von der Leyen an. 

11.11.2020 • 07:38 Uhr

Hongkong und Singapur starten Corona-"Reiseblase"

Hongkong und Singapur wollen mit einer "Reiseblase" ihren Tourismus wieder in Schwung bringen. Laut einer Vereinbarung zwischen beiden, können Reisende vom 22. November an zwischen beiden Orten hin und her fliegen, ohne wie bisher für 14 Tage in Quarantäne zu müssen. Gemäß dem Plan sollen Touristen aus beiden Städten aber für jeden Weg jeweils einen negativen Corona-Test vorweisen. Zunächst soll es einen Flug pro Tag in jede Richtung geben. 

Sowohl Singapur als auch Hongkong hatten ihre Grenzen seit dem ersten Corona-Ausbruch im Frühjahr weitestgehend dichtgemacht. Das konsequente Vorgehen half dabei, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Die täglichen Infektionen mit dem Coronavirus in Hongkong sind nach einer zweiten Welle seit August größtenteils in den einstelligen Bereich zurückgegangen, in Singapur sind die täglichen Fälle auf unter zehn gesunken.

11.11.2020 • 07:33 Uhr

Bas: Schnelltests entspannen die Situation in Heimen

SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas hat die Kritik an der Einführung der Schnelltests in Pflegeheimen verteidigt. Im ARD-Morgenmagazin erklärte sie, dass Besuche ermöglicht werden können, die die psychische Lage der Bewohner verbessere. Dies wiederum entspanne die Situation der Pflegekräfte.

Sie forderte jedoch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Heimen.

11.11.2020 • 07:05 Uhr

Karnevalsauftakt: Was ist erlaubt, was ist verboten?

Mittwoch ist der 11.11. - Beginn der Karnevalssession. Es soll wegen Corona ein Karnevalsauftakt ohne viel Karneval werden, wünschen sich Polizei, Städte und Karnevalsvereine. Was geht, was ist strikt verboten?

11.11.2020 • 07:01 Uhr

Laschet: Nachbarn nicht anschwärzen

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wendet sich gegen Denunziantentum in der Corona-Krise, wünscht sich aber zugleich bei groben Verstößen gegen die geltenden Einschränkungen Hinweise aus der Bevölkerung. "Ich halte nichts davon, seine Nachbarn zu beobachten und zu zählen, ob da jetzt zwei oder fünf Leute zum Kaffee kommen, um dann die Polizei zu rufen", sagte Laschet in einem Video-Chat mit Lesern des "Kölner Stadt-Anzeigers".

Wenn aber in einer Kellerkneipe 200 Menschen eine ausufernde Party feiern würden, sei das etwas anderes: "Dagegen muss man vorgehen und den Ordnungsbehörden einen Hinweis geben», sagte der CDU-Politiker. "Ich habe auch nichts davon gehalten, dass manche im Frühjahr die Polizei gerufen haben, um spielende Kinder auf dem Spielplatz zu melden, als das damals verboten war", sagte der Ministerpräsident. "Das ist ein Klima, das wir in Nordrhein-Westfalen nicht brauchen. Wir müssen uns im privaten Leben vor Denunziantentum hüten. Das macht mehr kaputt, als dass es rettet", fügte Laschet hinzu.

11.11.2020 • 06:57 Uhr

Wagner fordert Corona-Notfallmodus für Kliniken

Der Pflegetag-Präsident Franz Wagner hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, Krankenhäuser in Ballungsgebieten in den Corona-Notfallmodus zu schicken. "In vielen Kliniken, in denen gehäuft Covid-19-Patienten behandelt werden müssen, ist das Pflegepersonal schon am Limit", sagte Wagner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor dem Auftakt des Deutschen Pflegetages.

Damit die Lage nicht außer Kontrolle gerate, müsse der Gesundheitsminister jetzt für Entlastung und Stabilität sorgen. "Das heißt: Elektive Eingriffe müssen dort, wo es knapp wird, frühzeitig wieder verschoben werden, damit trotz Personalknappheit die Versorgung dringender Fälle garantiert werden kann", sagte Wagner. "Der Zeitpunkt für das abermalige Umschalten auf den Notbetrieb ist gekommen und muss den Häusern in Hotspot-Regionen ermöglicht werden, hier ist Spahn gefragt."

Die Zahl der Corona-Intensiv-Fälle werde "absehbar noch deutlich steigen, bevor der Lockdown hoffentlich seine Wirkung zeigt", betonte Wagner, der auch dem Präsidium der neuen Bundespflegekammer angehört. An den meisten Häusern sei die Lage zurzeit aber noch unter Kontrolle, erklärte er.

11.11.2020 • 06:41 Uhr

Kritik an Corona-Schnelltests in Heimen

Pflegeheime setzen künftig auf Schnelltests, um Bewohner, Personal und Besucher regelmäßig auf Corona zu testen. Doch noch sind nicht überall Tests verfügbar - auch fehlt oft geschultes Personal für die praktische Anwendung.

11.11.2020 • 06:28 Uhr

RKI: 18.487 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen.

Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis heute um 261 auf insgesamt 11.767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

11.11.2020 • 05:39 Uhr

Bericht: Mehr als 300.000 Schüler in Quarantäne

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht deutlich gestiegen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet, befinden sich derzeit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne. Ende September waren es demnach noch rund 50.000 gewesen. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger zu "Bild": "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Damit meinte er die schrittweise Schließung von immer mehr Schulen.

11.11.2020 • 05:29 Uhr

BioNTech: Impfziele der Regierung realistisch

Das Mainzer Pharma-Unternehmen BioNTech hält das Ziel der Bundesregierung für realistisch, bis zum Sommer 70 Prozent der Bürger in Deutschland gegen Covid-19 geimpft zu haben. "Wir werden unser Bestes tun, damit das funktioniert. Wenn alle Fabriken hochlaufen, sollte es möglich sein, das Ziel zu erreichen", sagt der Finanzvorstand des Unternehmens, Sierk Poetting, den Zeitungen "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung". In Hinblick auf die Zulassung des Impfstoffs in der EU sagte Poetting, "dass ein Termin noch im Jahre 2020 im Rahmen des theoretisch Möglichen ist". BioNTech, das mit seinem Corona-Impfstoff kurz vor der weltweiten Zulassung steht, könne "jedenfalls in diesem Jahr noch bis zu 50 Millionen Impfdosen liefern".

11.11.2020 • 04:16 Uhr

Erneuter Rekord bei Corona-Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA hat ein neues Rekordhoch erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 201.961 neue Ansteckungsfälle gezählt, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte. Damit wurden die bisherigen Rekordwerte deutlich übertroffen. Der bisherige Höchststand bei den Neuinfektionen in den USA hatte bei rund 127.000 Fällen gelegen und war am vergangenen Samstag erfasst worden. Das jetzige Überschreiten der 200.000-Fälle-Marke ist jedoch teilweise auf die verspätete Übermittlung von Daten am vergangenen Wochenende zurückzuführen. Die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle in den USA seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf rund 10,2 Millionen. Auch wurden 1535 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus registriert, die höchste Zahl seit Monaten. Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land stieg damit auf 239.588.

11.11.2020 • 04:16 Uhr

Fauci: Wegen möglichem Impfstoff nicht in falscher Sicherheit wiegen

Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat die Amerikaner davor gewarnt, sich wegen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in Sicherheit zu wiegen. "Die Nachricht über den Impfstoff sollte die Menschen nicht dazu veranlassen zu sagen, dass wir die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen nicht weiterführen müssen", sagte Fauci dem Sender CNN. An die Amerikaner appellierte er: "Geben Sie nicht auf, wenn Sie wissen, dass Hilfe auf dem Weg ist." Er wisse um die Erschöpfungserscheinungen beim Thema Coronavirus. "Aber halten Sie durch, noch ein bisschen länger."