US-Präsident Donald Trump mit seinem jüngsten Sohn Barron | AP
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Corona-Liveblog ++ Auch Trump-Sohn Barron war infiziert ++

Stand: 15.10.2020 01:06 Uhr

Der jüngste Sohn von US-Präsident Trump, Barron, war ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Der Präsident selbst ist laut Chef-Virologen Fauci nicht mehr ansteckend. Alle Entwicklungen im Liveblog.


  • Söder sieht Bund-Länder-Beschlüsse skeptisch
  • Merkel: Debatte über Beherbergungsverbot vertagt
  • Tageshöchstwert: Italien meldet mehr als 7000 Neuinfektionen
  • Russland lässt zweiten Corona-Impfstoff zu
  • Bund will laut Berichten Maßnahmen verschärfen
  • RKI: 5132 Neuinfektionen und 43 weitere Todesfälle
  • Niederlande: Notaufnahmen zeitweise geschlossen
15.10.2020 • 01:06 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

14.10.2020 • 23:20 Uhr

Auch Trump-Sohn Barron war mit Coronavirus infiziert

Der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump, Barron, war ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Der 14-Jährige habe aber keine Krankheitssymptome gehabt und sei inzwischen wieder negativ getestet worden, erklärte seine Mutter, First Lady Melania Trump. Auch bei ihr selbst sei inzwischen ein Corona-Test negativ ausgefallen.

Der Präsident und seine Ehefrau waren vor knapp zwei Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Natürlich habe ich sofort an unseren Sohn gedacht", erklärte die First Lady. Ein Test bei Barron sei zunächst negativ ausgefallen - dann sei er aber positiv getestet worden.

14.10.2020 • 22:53 Uhr

Müller sieht "entscheidende Phase" in Pandemie

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält die kommenden Wochen für besonders wichtig für den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. "Wir sind jetzt in einer entscheidenden Phase", sagte der SPD-Politiker nach den Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Merkel. "Wenn wir weitergehende, tiefgreifende Maßnahmen vermeiden wollen (...), kommt es jetzt wahrscheinlich genau auf die nächsten Wochen an."

Mit Blick auf die Beschlüsse des Treffens - eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie - sprach Müller von wichtigen Schritten nach vorne. Während viele Menschen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die Regeln akzeptierten und sich an sie hielten, gebe es andere Bereiche "eher im privaten Raum", wo einige die Regeln nicht achteten und damit viele andere gefährdeten. "Das haben wir uns vorgenommen."

Müller wies darauf hin, dass viele der Maßnahmen in Berlin bereits beschlossen seien. "Aber es ist ganz klar, es muss auch umgesetzt und kontrolliert werden. Wir werden diese Kontrollpflichten sehr ernst nehmen."

14.10.2020 • 22:40 Uhr

US-Chef Virologe Fauci: Trump nicht mehr ansteckend

Der Chef-Virologe des US-Gesundheitssystems, Anthony Fauci, hat erklärt, dass US-Präsident Donald Trump nicht mehr ansteckend sei. Er könne deswegen an einer Veranstaltung des Senders NBC News am Donnerstag ohne Probleme teilnehmen, sagt er dem Sender CBS.

14.10.2020 • 22:38 Uhr

Söder warnt vor neuem Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt. "Wir sind dem zweiten Lockdown eigentlich viel näher, als wir es wahrhaben wollen", sagt der CSU-Chef nach den Beratungen von Bund und Ländern. Es sei "vielleicht nicht mehr fünf vor Zwölf, sondern Schlag Zwölf", um dies zu verhindern. Andernfalls drohten der Wirtschaft und der Gesellschaft "erheblichste Schäden". Es stehe unglaublich viel auf dem Spiel, "und wir brauchen einen langen Atem", sagt Söder. "Aber es handelt sich nicht um ewig."

Er hält die Corona-Lage fast für gefährlicher als im Frühjahr - und hat Zweifel, ob die neuen von Bund und Ländern beschlossenen Gegenmaßnahmen am Ende ausreichen. Man sei einen deutlichen Schritt vorangekommen, und zwar fürs ganze Land, sagte Söder in Berlin. "Aber ob das reicht, ist meiner Meinung nach offen." Das werde man in den nächsten zehn Tagen sehen. Man hoffe, dass die Maßnahmen wirken, wenn sie einheitlich angewandt werden.

14.10.2020 • 22:24 Uhr

Beherbergungsverbot wird nach Herbstferien neu diskutiert

Nach über acht Stunden beenden Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten ihre Beratungen. "Wir sind in einer Phase der Pandemie, die ernst ist", sagt Merkel vor der Presse. Deutschland sei bereits in einer exponentiellen Phase, in der Infektionen rasch zunähmen. Beim Thema Beherbergungsverbote konnte die Runde keine Einigkeit erzielen. Über den Verlauf der Herbstferien werde an den bestehenden Regeln beim Beherberbungsverbot "im großen und ganzen" festgehalten, sagt Merkel. Dieser Teil des Beschlusses stelle sie "noch nicht ganz zufrieden". Nach dem Ende der Herbstferien in Bayern am 8. November werde man erneut beraten, "wie wir das halten".

Bei den Kontakten wurden erhebliche Einschränkungen beschlossen.

14.10.2020 • 21:44 Uhr

Merkel: Corona-Maßnahmen nicht hart genug

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die bisherigen Beschlüsse der laufenden Ministerpräsidentenkonferenz massiv kritisiert. "Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden", sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern am Abend während der Sitzung in Berlin. Mit den nun festgelegten Maßnahmen würden Bund und Länder "in zwei Wochen eben wieder hier" sitzen. "Es reicht einfach nicht, was wir hier machen." Die Grundstimmung sei, dass sich jedes Land ein kleines Schlupfloch suche. "Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schaffen, wird immer länger."

Zuvor waren Beschlüsse des Gipfels bekannt geworden, wonach es in Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen eine Sperrstunde ab 23 Uhr sowie eine erweiterte Maskenpflicht und verschärfte Kontaktbeschränkungen geben sollte. Ein Streitpunkt ist zudem das Beherbergungsverbot. Eine Entscheidung diesbezüglich wurde laut mehreren Berichten vertagt.

14.10.2020 • 20:19 Uhr

Frankreich verhängt nächtliche Ausgangssperre mehreren Städten

Wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen verhängt Frankreich erstmals seit dem Frühjahr wieder Ausgangssperren. In Paris und acht weiteren Großstädten dürfen die Bürger ab dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und sechs Uhr morgens das Haus nicht mehr verlassen, wie Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend im Fernsehen ankündigte.

Neben dem Großraum Paris seien die Metropolen Grenoble, Lille, Rouen, Lyon, Aix-Marseille, Saint-Étienne, Toulouse und Montpellier betroffen, so Macron. Die Sperre gelte unter anderem für Kinos, Restaurants, Theater. Es werde Kontrollen und Strafen geben, kündigte der Staatschef an. Ziel sei es, das Wirtschaftsleben weiter am Leben zu halten - Hilfen für die Unternehmen würden fortgeführt. Die Lage sei "besorgniserregend", betonte Macron.

14.10.2020 • 20:07 Uhr

20.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Großbritannien

Knapp 20.000 Menschen in Großbritannien haben sich innerhalb von 24 Stunden nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das entspricht einem Anstieg von etwa 2500 im Vergleich zum Vortag. 137 Menschen sind an einer Covid-19-Erkrankung gestorben, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Besonders stark betroffen von der Pandemie sind der Norden Englands, Nordirland, Schottland und Teile von Wales. Die tatsächliche Zahl der Neu-Infektionen dürfte aber noch höher liegen, da nicht genügend Tests zur Verfügung stehen.

14.10.2020 • 20:01 Uhr

Malta verzeichnet Rekord-Anstieg

Der Inselstaat Malta hat eine Rekordzahl neuer Corona-Fälle registriert. Die Behörden meldeten 111 zusätzliche Virusfälle innerhalb eines Tages. Bisher hatte der Höchstwert bei 106 Neuinfektionen gelegen und stammte vom 16. September. Danach gingen die Werte aber wieder zurück. Malta, wo rund 500.000 Menschen leben, war mit Blick auf die Pandemie über viele Monate recht glimpflich davon gekommen. Doch seit Oktober hat sich der Anstieg der Zahlen stark beschleunigt.

Das kleine EU-Land zählte bisher insgesamt gut 4000 Infektionen seit März, 45 Patienten starben im Zusammenhang mit Covid-19. Behörden und Politiker hatten wiederholt gewarnt, dass die Bürger die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht erst genug nähmen.

14.10.2020 • 19:34 Uhr

Frankreich führt Gesundheitsnotstand wieder ein

Im Kampf gegen steigende Corona-Zahlen wird in Frankreich der Gesundheitsnotstand von diesem Samstag an wieder eingeführt. Das teilte die Regierung in Paris nach einer Kabinettssitzung mit. Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich bietet einen rechtlichen Rahmen für Beschränkungen, zu denen in letzter Konsequenz auch Ausgangssperren gehören können.

Die französischen Gesundheitsbehörden berichteten indes, dass die Zahl der Personen, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, zum ersten Mal seit dem 25. Juni die Schwelle von 9.100 überschritten hat. Dies setze einen Aufwärtstrend fort, von dem Experten befürchten, dass er das Gesundheitssystem überfordern könnte.

14.10.2020 • 19:27 Uhr

Beratungen dauern an - erste Beschlüsse bekannt

Die Beratungen der Ministerpräsidenten beim Corona-Gipfel im Kanzleramt dauern an - währenddessen sind erste Beschlüsse bekannt geworden. So soll es in Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben. Sie soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten.

Zudem sollen laut Berichten der Nachrichtenagentur dpa und der Bild-Zeitung in Regionen mit stark steigenden Zahlen private Feiern künftig auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden. Dies soll auch für Treffen im öffentlichen Raum gelten. Sollten die Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand ringen, dürfen sich laut den Berichten nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen.

Die Länder haben sich demnach auch auf eine erweiterte Maskenpflicht geeinigt. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

14.10.2020 • 18:09 Uhr

Iran verhängt Reiseverbote über fünf große Städte

Infolge eines Rekordwerts an Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat der Iran zeitweilige Reisebeschränkungen über fünf Großstädte verhängt. Die Maßnahmen sehen ein Ein- und Ausreiseverbot für die Hauptstadt Teheran sowie die Städte Karadsch, Maschhad, Isfahan und Urmia vor und gelten nur für private Fahrzeuge, wie das Gesundheitsministerium in Teheran mitteilte. Demnach erreichte die Zahl der Neuinfektionen mit 4830 den Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

Die Einschränkungen gelten laut Ministerium von Mitternacht bis zum Sonntagnachmittag. Danach sei eine Verlängerung und Ausweitung auf andere Städte möglich. Der öffentliche Verkehr etwa mit Bussen oder Flugzeugen ist von der Regelung ausgenommen. Bei den Maßnahmen gehe es vor allem darum, Wochenendausflügler von ihren Unternehmungen abzuhalten, hieß es vom Ministerium. Im Iran gelten Donnerstag und Freitag als Wochenende, zudem ist der kommende Samstag ein Feiertag. 

Der Iran zählt zu den am stärksten von der Corona-Krise getroffenen Ländern. Seit Ausbruch der Pandemie starben dort 29.349 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Die Behörden in Teheran registrierten insgesamt 513.219 Infektionen. Wie der stellvertretende Gesundheitsminister Iradsch Harirtschi einräumte, könnten die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher sein. 

14.10.2020 • 18:04 Uhr

Hilfswerk: 4,8 Millionen Kinder in Westafrika brauchen Hilfe

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Lage von Millionen Kindern und Jugendlichen unter 15 in Westafrika weiter verschärft. In den Ländern Mauretanien, Niger, Nigeria und Tschad bräuchten 4,8 Millionen Mädchen und Jungen Unterstützung, um zu überleben und zur Schule zu gehen, teilte das Hilfswerk Save the Children mit. Damit liegt die Zahl 60 Prozent höher als vor dem Ausbruch. Besonders betroffen ist den Angaben zufolge Niger. Familien stünden häufig vor der Entscheidung, Nahrungsmittel zu kaufen oder Geld für Medikamente und Arztbesuche auszugeben, da sie sich beides nicht leisten könnten, so das Hilfswerk.

14.10.2020 • 18:02 Uhr

Neuer Höchstwert: 4016 Corona-Neuinfektionen in Rumänien

Mit 4016 neuen Fällen innerhalb eines Tages sind die bekannten Coronavirus-Neuansteckungen in Rumänien auf einen Rekordwert gestiegen. Die Behörden verzeichneten bislang insgesamt 164.477 Infektionen mit dem Coronavirus und 5601 Todesfälle. Auch die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch betreut wurden, stieg den Angaben zufolge. Mehr als zwei Drittel der bekannten Infektionen in dem Staat mit 19 Millionen Einwohnern wurden seit Ende Juli verzeichnet.

Die Nationale Behörde zur Überwachung und Kontrolle von Infektionskrankheiten (CNSU) hatte für diese Woche eigentlich Teilöffnungen von seit Anfang des Monats geschlossenen Kinos, Theatern und Restaurants in Bukarest empfohlen. Sollte dies umgesetzt werden, könnten die Betriebe ab Donnerstag mit begrenzter Kapazität wieder öffnen - in Abhängigkeit vom regionalen Infektionsgeschehen. Größere Zusammenkünfte wie Hochzeiten oder Taufen sind in der Hauptstadt aktuell verboten.

14.10.2020 • 18:00 Uhr

Gericht: Schüler müssen trotz Corona die Schule besuchen

Trotz eines erhöhten Infektionsrisikos während der Corona-Pandemie müssen Schülerinnen und Schüler weiter die Schule besuchen. Das geht aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Osnabrück hervor, den das Gericht nun veröffentlichte. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit der allgemeinen Schulpflicht.

Zwei Schülerinnen hatten gegen ihre Schule geklagt. (AZ: 3 B 63/20) Die Schwestern aus der neunten und zehnten Klasse einer Oberschule im Emsland gingen nach Angaben des Gerichtes aufgrund der Corona-Pandemie seit Ende August nicht mehr zur Schule. Sie bekamen stattdessen Unterricht zu Hause. An ihrer Schule gab es allerdings unter Auflagen auch unter Corona-Bedingungen Präsenzunterricht. Nachdem die Schule die Schwestern aufgefordert hatte, wieder in die Schule zu gehen, zogen die beiden Schülerinnen vor Gericht. Ihren Eilantrag begründeten sie damit, ihre Mutter, die einer Risikogruppe angehöre, vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

Das Gericht lehnte den Antrag jedoch ab. Nach der grundsätzlich geltenden Schulpflicht müssten Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen, hieß es. Das niedersächsische Schulgesetz lasse Ausnahmen nur dann zu, wenn die Klägerinnen oder Kläger selbst für längere Zeit krank seien.

14.10.2020 • 17:26 Uhr

Forscher wollen Hundenasen für Corona-Test trainieren

Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover wollen Hunde darauf trainieren, an Corona erkrankte Menschen noch vor dem Auftreten von Symptomen zu erkennen. In einem Pilotprojekt hätten Hunde bereits gezeigt, dass sie zwischen Proben von Menschen, die mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert seien, von anderen Proben mit einer hohen Trefferquote unterscheiden könnten, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit.

Nun suchen die Experten infizierte Freiwillige mit und ohne Symptome, die bereit sind, eine Speichelprobe abzugeben. Damit sollten die Hunde weiter sensibilisiert werden. Das Coronavirus sei unter anderem so tückisch, weil infizierte Personen bereits einige Tage vor den ersten Symptomen andere anstecken könnten, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann bei einem Besuch des Forschungsprojektes an der Hochschule. "Wenn wissenschaftliche Belege einen Einsatz der Hunde beispielsweise an Flughäfen ermöglichen, können mögliche Verdachtsfälle früh identifiziert und gezielt getestet werden. Das würde Testkapazitäten entlasten und Infektionsketten früh unterbrechen."

Die Beagle Hündin Djaka findet mit ihrem Geruchssinn coronapositive Proben in der Tierärztlichen Hochschule Hannover. | dpa

Die Beagle Hündin Djaka findet mit ihrem Geruchssinn coronapositive Proben in der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Bild: dpa

14.10.2020 • 17:14 Uhr

Merkel ruft Länder zu gemeinsamer Kraftanstrengung auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Länder zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung im Kampf gegen das Coronavirus aufgefordert. "Wollen wir einen beherzten Schritt machen, oder uns wieder Woche für Woche treffen wie im Frühjahr", sagte die CDU-Politikerin nach Angaben von Teilnehmern bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin.

Schon vor der Konferenz hatte Regierungssprecher Steffen Seibert erklärt, dass die Verhandlungen sehr schwierig werden könnten und in den Raum gestellt, dass sie am Ende zu keiner einheitlichen Linie führen könnten. Bei der Konferenz im Kanzleramt ringen die Länder mit dem Bund um eine einheitlichere Linie in der Pandemie-Bekämpfung für den Herbst und den Winter. In vielen Regionen in ganz Deutschland, darunter viele Großstädte, waren die Fallzahlen in den vergangenen Tagen und Wochen wieder massiv gestiegen.

14.10.2020 • 17:07 Uhr

Italien neuen Tageshöchstwert von mehr als 7.000 Neuinfektionen

Italien hat in den letzten 24 Stunden 7332 neue Coronavirus-Infektionen registriert. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. Demnach gab es außerdem 43 Covid-19-bedingte Todesfälle gegenüber 41 am Vortag - weit weniger als auf dem Höhepunkt der Pandemie in Italien im März und April, als ein täglicher Höchstwert von mehr als 900 Todesfällen erreicht worden war. Zuletzt war der höchste Tageswert am 21. März verzeichnet worden - mitten in der landesweiten Sperrung meldeten die Behörden 6557 Fälle. Am selben Tag starben 793 Menschen.

Spanische Treppe in Rom | dpa

Italien meldet 7332 neue Coronavirus-Infektionen binnen eines Tages. Bild: dpa

14.10.2020 • 17:02 Uhr

Kritik an Online-Formular für Corona-Verstöße

Ein kommunales Online-Formular, mit dem Bürger in Essen Verstöße gegen Corona-Regeln melden können, hat zu einem Streit über das Vorgehen der nordrhein-westfälischen Stadt geführt. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki bezeichnete das Formular als "Denunziationsportal". Es sei "mit Sicherheit rechtswidrig und sollte sofort gelöscht werden", schrieb der FDP-Politiker auf Facebook.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es das Formular für Corona-Verstöße bereits seit Mai. Nach Angaben einer Sprecherin gehen auf diesem Weg täglich rund fünf Hinweise ein, etwa genauso viele würden der Stadt per Mail, Telefon oder auch Post mitgeteilt. Es gehe unter anderem um fehlende Markierungen für Warteschlangen oder andere nicht eingehaltene Regeln im Umgang mit dem Coronavirus. Man wolle ein größeres Infektionsgeschehen vermeiden, sagte die Sprecherin. Die Stadt habe das Formular nie selbst beworben.

14.10.2020 • 16:11 Uhr

Belgien befürchtet Überlastung von Intensivstationen

Vor dem Hintergrund eines drastischen Anstiegs der Corona-Infektionszahlen befürchtet Belgien eine Überlastung seiner Intensivstationen. Wenn die Zahl der Fälle weiter im selben Tempo zunehme, sei die Kapazitätsgrenze Mitte November erreicht, warnten die Gesundheitsbehörden. Heute wurden in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern 7360 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In Krankenhäusern wurden am Mittwoch 1621 Covid-19-Patienten behandelt, 281 von ihnen auf der Intensivstation.

14.10.2020 • 15:55 Uhr

Russland lässt zweiten Corona-Impfstoff zu

Russland hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin einen zweiten Corona-Impfstoff zugelassen. Putin gratulierte Wissenschaftlern zur Genehmigung des neuen Impfstoffs, der vom sibirischen Vector Institut entwickelt wurde und mit dem im vergangenen Monat frühe klinische Studien am Menschen abgeschlossen wurden. "Wir müssen die Produktion des ersten und zweiten Impfstoffs ausweiten", sagte Putin im staatlichen Fernsehen. "Wir arbeiten weiterhin mit unseren ausländischen Partnern zusammen und werden für unseren Impfstoff im Ausland werben." Russland hatte die Kritik von Experten auf sich gezogen, nachdem es Mitte August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen hatte, der erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet wurde.

14.10.2020 • 15:52 Uhr

Katalonien ordnet Schließung aller Bars und Restaurants an

Zur Eindämmung wieder stark steigender Corona-Infektionen hat die spanische Region Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona die Schließung aller Bars und Restaurants angeordnet. Die Anweisung gelte zunächst für 15 Tage und trete am Freitag in Kraft, sagte die regionale Gesundheitsministerin Alba Vergés.

Die Behörden reagierten damit auf einen starken Anstieg der Corona-Zahlen seit etwa eineinhalb Wochen. Nach den jüngsten Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums in Madrid wurden binnen der vergangenen sieben Tage in Katalonien fast 11.000 Neuinfektionen registriert. In den Wochen zuvor waren es jeweils etwa 7000. Gerechnet auf 100.000 Einwohner lag der Wert der Neuinfektionen binnen sieben Tagen bei gut 142. Im Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert trotz des Anstiegs zurzeit knapp 30.

Der geschäftsführende katalanische Regionalpräsident Pere Aragonès rief die Einwohner auf, ihre Wohnung möglichst nur noch aus dringendem Grund zu verlassen und soziale Kontakte einzuschränken. Zugleich ordnete die Regionalregierung weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens an. Einkaufszentren und größere Supermärkte müssen die Zahl der Kunden auf 30 Prozent ihrer normalen Kapazität beschränken. Für Fitnesszentren, Kinos und Theater gelte eine Beschränkung auf 50 Prozent.

14.10.2020 • 15:34 Uhr

Abendliche Ausgangssperre in Frankreich im Gespräch

In Frankreich zeichnen sich erneute Verschärfungen der Corona-Beschränkungen ab. Präsident Emmanuel Macron will die Details am Abend bei einem Fernsehinterview erläutern. Nach Angaben aus seinem Umfeld ist unter anderem eine abendliche Ausgangssperre für Paris und andere Hotspots im Gespräch. Sie könnte von 20.00 oder 21.00 Uhr bis zum frühen Morgen gelten. Zuvor mussten in Paris und anderen Großstädten unter anderem Bars, Cafés und Fitnessstudios schließen.

Die täglichen Neuansteckungen in Frankreich liegen seit zwei Monaten deutlich höher als in Deutschland, obwohl das Nachbarland nur rund 67 Millionen Einwohner zählt, 16 Millionen weniger als die Bundesrepublik. Am Wochenende wurde ein Tages-Höchststand von fast 27.000 registrierten Fällen erreicht. Große Sorgen bereitet die rasch steigende Zahl von Notfall-Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19. Besonders kritisch ist die Lage in Paris, wo die öffentlichen Kliniken bis Ende des Monats eine bis zu 90-prozentige Belegung ihrer Intensivbetten erwarten.

Besucher sitzen auf einer Caféterrasse in Paris. | dpa

Frankreichs Präsident Macron bringt wegen der Corona-Krise neue Beschränkungen ins Gespräch. Darunter auch eine abendliche Ausgangssperre für Paris und andere Hotspots. Bild: dpa

14.10.2020 • 15:18 Uhr

Kroatien und Slowenien verzeichnen Rekordzahlen

Kroatien und Slowenien haben jeweils Rekordwerte an neuen Corona-Infektionen verzeichnet. In den vergangenen 24 Stunden sei in Kroatien bei 748 Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Krisenstab in Zagreb mit. Die bisher höchste Zahl von 542 Neuinfizierten war im 4,2-Millionen-Einwohner-Land am 8. Oktober registriert worden. Vier Menschen starben demnach in den letzten 24 Stunden in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

Im benachbarten Slowenien, mit 2,1 Millionen Einwohnern, meldeten die Behörden 707 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Die bisher höchste Zahl war am 10. Oktober mit 411 neuen Fällen registriert worden.

Die amtlichen Stellen in Zagreb zeigen sich besorgt, dass viele Menschen die Empfehlungen zur Eindämmung der Pandemie nicht beachteten. Ähnlich äußerte sich ein Regierungssprecher in Ljubljana. Die aktuellen Daten zeigten, dass die Lage zunehmend ernst werde.

14.10.2020 • 15:12 Uhr

Discounter verkaufen wieder mehr Toilettenpapier

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen geht in Deutschland auch wieder die Nachfrage nach Toilettenpapier nach oben. "Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier", erklärte der Discounter Aldi Süd gegenüber der "Wirtschaftswoche". "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir vereinzelt eine leicht erhöhte Nachfrage in unserem Hygienesortiment", bestätigte demnach Wettbewerber Lidl.  Handelsketten wie Rewe, dm und Kaufland konnten bislang allerdings noch keine Veränderungen im Kaufverhalten ihrer Kunden feststellen. 

Zu Beginn der Corona-Krise waren die Umsätze mit Toilettenpapier in Drogerien und größeren Supermärkten rasant in die Höhe geschnellt. In der zweiten Märzwoche etwa lag der Umsatz laut Marktforschern mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichswoche 2019. Danach ging es jedoch steil bergab mit der Nachfrage, ehe sich die Zahlen im Juli wieder stabilisierten.  Sprecher von Aldi wie Lidl betonten laut "Wirtschaftswoche", dass es für Hamsterkäufe keinen Anlass gebe. "Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate beobachten wir Nachfrageschwankungen sehr genau, um etwaige Lieferengpässe vermeiden zu können", hieß es.

14.10.2020 • 15:05 Uhr

Niedersachsen gibt zehn Millionen Euro für Kulturschaffende

Mit zehn Millionen Euro will das Land Niedersachsen Künstler und Kulturhäuser während der Corona-Pandemie unterstützen. Die Mittel sollen an Kulturschaffende fließen, die auch finanzielle Hilfen über das Corona-Maßnahmenpaket des Bundes beantragen wollen, wie das Wissenschaftsministerium in Hannover mitteilte. Um von den bundesweiten Förderprogrammen zu profitieren, müssen Hilfesuchende in der Regel einen finanziellen Anteil selbst erbringen. Die Mittel aus dem Landeshaushalt sollten ihnen nun bei dieser Kofinanzierung helfen, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler.

"Unser Ziel ist, dass insbesondere kleine und mittelgroße Kultureinrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstler den Weg zurück ins kulturelle Leben finden." Kulturhäuser könnten die Fördergelder zum Beispiel in neue Lüftungsanlagen, Umbauarbeiten und andere Vorkehrungen zum Schutz vor dem Coronavirus investieren, erläuterte der Minister. Alle niedersächsischen Künstlerinnen und Künstler könnten sich um die Förderung bewerben.

14.10.2020 • 14:59 Uhr

Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ab 8. November

Die neue Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten soll ab dem 8. November gelten. Die Details regelt eine Musterquarantäneverordnung, die das Bundeskabinett heute verabschiedete und die eine "gemeinsame Arbeitshilfe für alle Länder" darstellen soll, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Bundesländern, Reisende müssen deren jeweilige Regeln beachten.

Ursprünglich sollten die Neuerungen schon zum 15. Oktober kommen. Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem als Risikogebiet eingestuften Land oder einer solchen Region aufgehalten hat, muss ab dem 8. November laut Seibert bei seiner Rückkehr unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne gehen. Zudem muss er sich beim Gesundheitsamt melden.

Wer die Selbstisolation vorzeitig beenden möchte, kann frühestens am fünften Tag nach der Einreise einen Coronavirus-Test machen lassen. Wenn das Ergebnis negativ ist, endet die Pflicht zur Quarantäne. In jedem Fall ist das Gesundheitsamt über das Ergebnis zu informieren. Wenn der Test negativ ausfällt, aber innerhalb von zehn Tagen Symptome auftreten, müssen Betroffene einen weiteren Test machen.

14.10.2020 • 14:28 Uhr

Diakonie fordert pandemiefeste Kältehilfe

Die Diakonie fordert einen verlässlichen Infektions- und Kälteschutz für Wohnungslose während der Corona-Pandemie. Hilfseinrichtungen müssten in diesem Jahr die Menschen nicht nur vor Kälte schützen, sondern im Ernstfall auch Isolations- und Quarantänemöglichkeiten bieten, sagte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie in Deutschland, in Berlin. "Dafür sind zusätzliche Unterkünfte, mehr Personal und die entsprechende Ausrüstung notwendig", erklärte sie. Dies sei nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln zu leisten.

14.10.2020 • 14:09 Uhr

Flüchtlingscamp in Griechenland unter Quarantäne

Nach der Ansteckung von mindestens 30 Menschen mit dem Coronavirus ist das Flüchtlingscamp von Vial auf der Insel Chios in Griechenland bis zum 21. Oktober unter Quarantäne gestellt worden. Dies teilte das griechische Migrationsministerium mit. Bereits im August war das Camp vorübergehend unter Quarantäne gestellt worden.

Im Lager von Vial leben gut 3200 Menschen, die das Camp nun vorerst nicht mehr verlassen dürfen. Nur eine geringe Zahl von Angestellten darf es noch betreten. Es werden umfangreiche gesundheitliche Kontrollen durchgeführt, wie das Migrationsministerium in Athen mitteilte.

14.10.2020 • 14:03 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte reine Briefwahl werden

In Sachsen-Anhalt könnte die Landtagswahl am 6. Juni 2021 unter bestimmten Umständen als reine Briefwahl abgehalten werden. Der Landtag in Magdeburg beschloss eine von den Koalitionsfraktionen eingebrachte Änderung des Wahlgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt gemeinsam mit einer Änderung des Kommunalverfassungsgesetzes. Falls eine Urnenwahl etwa aufgrund einer krisenhaften Situation in der Corona-Pandemie unmöglich sein sollte, könnte demnach die Wahl als reine Briefwahl möglich sein. Ob die Voraussetzungen gegeben sind, würde die Landeswahlleiterin feststellen. In Sachsen-Anhalt regieren CDU, SPD und Grüne in einer sogenannten Kenia-Koalition. Üblicherweise ist die Briefwahl auf Antrag möglich.

14.10.2020 • 14:00 Uhr

Beispielloser globaler CO2-Emissionsrückgang wegen Pandemie

Klimaforscher haben für das erste Halbjahr 2020 weltweit einen "beispiellosen Rückgang der CO2-Emissionen" festgestellt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 1551 Millionen Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, wie aus einer am Mittwoch im Magazin "Nature Communications" veröffentlichen Studie eines internationalen Forschungsteams hervorgeht. Demnach bewirkte die Corona-Pandemie einen stärkeren Rückgang als die Finanzkrise oder der Zweite Weltkrieg.

14.10.2020 • 13:54 Uhr

Neue Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer ab 8. November

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland sollen ab dem 8. November neue Quarantäne-Bestimmungen gelten. Dies sieht der Entwurf für eine neue Muster-Quarantäneverordnung vor, über die heute das Bundeskabinett beriet. Laut Nachrichtenagentur AFP ist zentraler Punkt des Entwurfs eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen für alle Rückkehrer aus Gebieten, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft werden. Diese Pflichtquarantäne kann verkürzt werden, wenn der oder die Betroffene "frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" einen negativen Corona-Test vorlegen können, wie es in der Vorlage heißt. Bislang gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Pflichtquarantäne von 14 Tagen. Die Vorgaben müssen noch von den Ländern auf dem Verordnungsweg umgesetzt werden.

Die Musterverordnung sieht Ausnahmen von der Test- und Quarantänepflicht vor. Sie gelten für Transitreisen, für Reisen in Nachbarländer von weniger als 24 Stunden Dauer, für Besuche aus familiären Gründen von bis zu 72 Stunden, für Berufs- und Studienpendler sowie für Beschäftigte im Waren- und Personenverkehr, für Beschäftigte im Gesundheitswesen und für "hochrangige Repräsentanten staatlicher Organe" - hier ist jeweils das Vorliegen eines Schutz- und Hygienekonzepts erforderlich.

14.10.2020 • 13:49 Uhr

Österreich: 1346 Fälle binnen eines Tages

In Österreich ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Binnen Tagesfrist wurden nach Angaben des Gesundheits- und Innenministeriums 1346 neue Fälle gezählt. Unter Berücksichtung der Zahl der Einwohner ist der Wert in etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Die meisten neuen Fälle verzeichneten Wien (402), Oberösterreich (234), Tirol (184), Niederösterreich (139) und Salzburg (134). Auch die Belegung der Betten mit Covid-19-Patienten auf Intensiv- wie Normalstationen in Österreichs Kliniken stieg zuletzt an.

14.10.2020 • 13:47 Uhr

Telefonische Krankschreibung soll wieder ausgedehnt werden

Telefonische Krankschreibungen beim Arzt wegen Erkältungsbeschwerden sollen wegen der Corona-Lage bis Jahresende wieder umfangreicher möglich gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte einen entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen für Donnerstag an. Das Gremium ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt.

"Wir wollen natürlich mögliche Infektionen im Gesundheitswesen selbst und in der Arztpraxis bei Grippe sowie bei Corona vermeiden", sagte Spahn. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen.

14.10.2020 • 13:44 Uhr

Niederlande: Notaufnahmen zeitweise geschlossen

Durch die Verbreitung des Coronavirus ist die Gesundheitsversorgung in den Niederlanden gefährdet. In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag mussten die Notaufnahmen von Krankenhäusern bereits zeitweilig geschlossen werden, wie der Leiter des Netzwerkes Akute medizinische Versorgung, Ernst Kuipers, dem Parlament in Den Haag mitteilte. Weil alle Betten belegt waren und zu wenig Personal zur Verfügung stand, mussten Erste-Hilfe-Abteilungen für mehrere Stunden schließen und Krankenwagen Patienten in andere Krankenhäuser oder Städte bringen.

In Krankenhäusern und auf Intensivstationen in den Niederlanden nimmt die Zahl der Covid-19-Patienten indes schnell zu. Die Regierung verschärfte die Maßnahmen und verhängte einen "Teil-Lockdown". Trotz der neuen Corona-Maßnahmen rechnen die Krankenhäuser damit, dass bis November im günstigsten Fall 40 Prozent der regulären Versorgung gestrichen werden müsse. Sollten die Maßnahmen nicht greifen, wird im schlimmsten Fall mit einer Reduzierung von 75 Prozent gerechnet.

14.10.2020 • 13:40 Uhr

Mehr als 2500 Neuinfektionen in der Schweiz

In der Schweiz gab es innerhalb eines Tages 2823 Neuinfektionen. Das sind doppelt so viele wie noch vor fünf Tagen. Insgesamt hat die Gesundheitsbehörde bisher 68.704 bestätigte Fälle in der Schweiz und im benachbarten Fürstentum Liechtenstein gemeldet. Die Zahl der Todesfälle stieg um acht auf 1816.

14.10.2020 • 13:33 Uhr

RKI-Chef hält massive Corona-Weiterverbreitung für vermeidbar

Eine massive Weiterverbreitung bei den Corona-Fallzahlen ist aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) noch vermeidbar. Er gehe davon aus, dass man in Deutschland das exponentielle Wachstum, noch unterdrücken könne, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. "Aber dafür müssen wir uns auch anstrengen." Er halte die derzeitige Situation nicht für gefährlicher als die im Frühjahr.

Insgesamt sieht Wieler heute im Vergleich zum März viel mehr Erfahrung und Wissen im Umgang mit dem Virus, etwa um die Maßnahmen geschickter einzusetzen und um bei Ausbrüchen schnell zu reagieren. Sollten die Zahlen jedoch weiter steigen, steige aber die Gefahr, mahnte Wieler. Man müsse versuchen, sie klein zu halten. Entscheidend sei das Verhalten der Gesellschaft, das Virus selbst habe sich nicht verändert.

14.10.2020 • 13:29 Uhr

Spahn: Werden bei Corona-Impfung priorisieren müssen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass bei Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen das Coronavirus bestimmte Gruppen zuerst in extra Zentren geimpft werden. Wenn es die Zulassung für einen Impfstoff gebe, würden nicht gleich 60 Millionen Dosen verfügbar sein, sagte Spahn in Berlin. Man werde mit "möglicherweise einigen Millionen" beginnen und deswegen priorisieren müssen, ergänzte er. "Das heißt auch bestimmten Bevölkerungsgruppen erstmal zu sagen: Ihr noch nicht", betonte Spahn. Es sei daher sinnvoll, dass Impfungen zumindest in der ersten Zeit in sogenannten Impfzentren verabreicht werden.

14.10.2020 • 13:26 Uhr

Weniger Asylanträge in Europa während Corona-Krise

Die Zahl der Asylanträge in Europa ist in der Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Im August seien etwas über 40.000 Anträge registriert worden und damit fast 40 Prozent weniger als vor Beginn der Pandemie im Januar, teilte die EU-Asylbehörde EASO in Valletta mit. Seit Jahresbeginn waren es demnach 295.075 Anträge und somit 31 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, jeweils bezogen auf die 27 EU-Staaten ohne Großbritannien plus Schweiz und Norwegen. Dies zeige, dass die verringerte Mobilität und Notfallmaßnahmen im Zuge der Gesundheitskrise die Zahl der Anträge beeinflussten, erklärte EASO.

14.10.2020 • 13:13 Uhr

Spahn: Neue Verordnung zu Tests tritt am Donnerstag in Kraft

Die neue Verordnung zu Corona-Tests soll an diesem Donnerstag in Kraft treten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte in Berlin, er habe die Verordnung am Morgen unterschrieben, sie trete am Donnerstag in Kraft. Corona-Tests sollen damit künftig stärker auf Risikogruppen und das Gesundheitswesen konzentriert werden - weniger auf Reiserückkehrer. Geplant ist unter anderem, dass Pflegeheime und Krankenhäuser "Antigen-Schnelltests" großzügig nutzen können, damit Besucher, Personal und Patienten regelmäßig getestet werden können.

Spahn hatte kürzlich von zusätzlichen Tests "in großer Millionenzahl pro Monat" gesprochen. Er nannte es besorgniserregend, dass die Infektionszahlen jetzt auch bei Älteren wieder anstiegen. "Ob Sie 10.000 Infizierte 20-Jährige haben oder 10.000 infizierte 80-Jährige (...) macht einen großen Unterschied." Deswegen sei gerade der Schutz von Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen im Gesundheitswesen wichtig, um den "Eintrag" zu minimieren.

14.10.2020 • 13:09 Uhr

Erneut Fernunterricht an Moskauer Schulen

Angesichts dramatisch steigender Corona-Zahlen in Russland muss ein Teil der Schüler in Moskau wieder zu Hause lernen. Die Klassenstufen sechs bis elf werden vom kommenden Montag an in den Fernunterricht wechseln, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die jüngeren Schüler sollen nach den Herbstferien wieder zur Schule zurückkehren dürfen. Diese Regelung gilt demnach zunächst für zwei Wochen. Bereits im Frühjahr mussten in Russland alle Schüler zu Hause lernen.

Die Behörden meldeten heute landesweit 14.231 neue Infektionen an einem Tag - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Besonders viele Infektionen gibt es in Moskau.

14.10.2020 • 13:08 Uhr

Europäische Buchmärkte erholen sich vom Corona-Schock

Nach einem ersten Einbruch verzeichnen Buchhändler in vielen Ländern trotz der andauernden Pandemie eine deutlich gestiegene Nachfrage. So verbucht etwa der französische Buchmarkt nach Ablauf der ersten drei Quartale insgesamt noch einen Umsatzrückgang von minus 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während des harten Lockdowns hatten die Verluste noch fast 67 Prozent betragen. In der Schweiz gewannen die Erlöse wieder beträchtlich an Boden, so dass die Gesamteinbußen aktuell nur noch bei minus 2,9 Prozent liegen. Dies ist das Ergebnis einer Sonderauswertung von GfK Entertainment in Baden-Baden zum Start der Frankfurter Buchmesse.

Auch in Spanien und Italien sind die Verluste der ersten neun Monate im Sommer auf minus 11 beziehungsweise etwa minus 4 Prozent zusammengeschrumpft. Der Buchmarkt in den Niederlanden weist - zumindest Stand Ende September - sogar ein Plus von 5,8 Prozent auf.

14.10.2020 • 12:39 Uhr

Neue Regeln für Verdienstausfall geplant

Die Koalition plant zusätzliche Möglichkeiten der Entschädigung bei Verdienstausfällen für Eltern, die ihre Kinder wegen Corona zu Hause betreuen müssen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten soll es dagegen keine Entschädigung mehr geben. Das geht aus einer sogenannten Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen des Bundestages zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

So solle künftig ein Entschädigungsanspruch auch für einzelne Eltern in Betracht kommen, die ein Kind zu Hause betreuen müssen, weil das Gesundheitsamt ihren Nachwuchs unter Quarantäne gestellt hat. Bisher sah die Regelung eine Entschädigung vor, wenn Schulen oder Kitas behördlich geschlossen wurden und keine anderweitige Betreuung möglich war. Eltern, die dann nicht zur Arbeit können, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat erhalten.

14.10.2020 • 12:30 Uhr

Nordirland mit strengsten Regeln im Vereinigten Königreich

Nordirland führt die strengsten Corona-Regeln im Vereinigten Königreich ein. Schulen werden für zwei Wochen geschlossen, Restaurants für vier, wie die nordirische Regierungschefin Arlene Foster ankündigte. Die Schulferien im Oktober werden damit um eine Woche verlängert. Gaststätten dürfen Speisen und Getränke nur außer Haus anbieten. Nicht dringende Reisen sollten vermieden werden, außerdem sollte möglichst von zu Hause aus gearbeitet werden.

14.10.2020 • 12:29 Uhr

Spahn: Keine Versorgungsengpässe bei Grippe-Impfstoff

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Befürchtungen vor Engpässen beim Grippeimpfstoff zurückgewiesen. Es könne momentan lokal und zeitlich zu Lieferengpässen kommen, sagte er. "Das heißt aber nicht, dass wir Versorgungsengpässe bei diesem Grippeimpfstoff haben."

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben für diese Saison 26 Millionen Dosen bestellt. "So viele Impfdosen standen noch nie zuvor in Deutschland für die Grippeimpfung zur Verfügung", sagte Spahn. Der Impfstoff werde nicht an einem Tag ausgeliefert, sondern stehe nach und nach zur Verfügung. Es sei sinnvoll, sich auch noch im November oder Dezember impfen zu lassen. Die Grippeimpfung wird in der Corona-Pandemie vor allem Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranken empfohlen.

14.10.2020 • 12:25 Uhr

Geplante Maßnahmen: Viele Details noch ungeklärt

In der Beschlussvorlage des Bundes fehlen den Berichten zufolge viele Detailangaben - etwa zur Maximalzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen, zum Umfang der anvisierten Kontaktbeschränkungen oder zu einer Uhrzeit für die Sperrstunden in der Gastronomie. Diese Details sind Verhandlungsgegenstand des Bund-Länder-Treffens, das um 14 Uhr im Kanzleramt beginnt.

Auch sind in dem Entwurf keine Regeln zum umstrittenen Beherbergungsverbot enthalten. Vielmehr werden die Bürger "eindringlich" aufgefordert, nicht erforderliche Reisen aus Risikogebieten heraus und in innerdeutsche Gebiete mit hohen Infektionszahlen hinein zu vermeiden.

14.10.2020 • 12:12 Uhr

Bessere Hilfen für stark betroffene Wirtschaftsbereiche angestrebt

Auch die Hilfsmaßnahmen für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Branchen sollen nach den Plänen des Bundes verbessert werden. Die angesichts steigender Infektionszahlen geplanten Einschränkungen würden dazu führen, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssten, heißt es in dem Entwurf für das Bund-Länder-Treffen. Deshalb werde der Bund "Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern".

14.10.2020 • 12:01 Uhr

Berichte: Bund will Corona-Maßnahmen verschärfen

Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder heute Nachmittag. Der Bund plädiert zudem dafür, die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern sowie bei öffentlichen Veranstaltungen spätestens dann zu beschränken, wenn die Grenze von 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wird.

14.10.2020 • 11:28 Uhr

Russland meldet Rekord bei neuen Corona-Fällen

Russland hat einen Rekord an Neuinfektionen gemeldet. Binnen der letzten 24 Stunden gab es demnach 14.231 weitere Coronavirus-Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg damit auf 1,34 Millionen. Weitere 239 Menschen starben, wodurch sich die Zahl der Todesfälle auf 23.205 erhöhte.

14.10.2020 • 11:24 Uhr

DIW dringt auf mehr Anschubhilfe für Wirtschaft

Das Berliner Forschungsinstitut DIW dringt auf mehr Anschubhilfe für die Wirtschaft im Kampf gegen die Corona-Krise. "Es geht insgesamt darum, eine Rezession zu verringern", sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Eine gesamtwirtschaftliche Nachfrageanregung könne durchaus sinnvoll sein. Konsum und Investitionstätigkeit sollten damit stärker angeschoben werden.

Im Herbstgutachten der führenden Forschungsinstitute hat das DIW bereits eine abweichende Meinung zu den anderen Instituten zur Wirtschaftspolitik geäußert: Es hält angesichts der vorliegenden Erkenntnisse über die Corona-Krise eine allgemeine Anregung der Binnennachfrage für notwendig.

14.10.2020 • 10:59 Uhr

Polen meldet erstmals mehr als 6000 Neuinfektionen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 6000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 6526 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (1188), wie das polnische Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 116 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 3217 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen ist das einzige Nachbarland Deutschlands, das bisher vom Auswärtigen Amt in Berlin noch nicht ganz oder teilweise als Risikogebiet eingestuft wurde.

14.10.2020 • 10:44 Uhr

Corona-Gipfel im Kanzleramt

Die Ministerpräsidenten der Länder treffen sich heute Nachmittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, um über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland zu beraten. Dabei dürfte vor allem das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots diskutiert werden. Städtetagspräsident Burkhard Jung bezeichnete den Gipfel im Vorfeld als den "wichtigsten seit Monaten".

14.10.2020 • 10:33 Uhr

Scholz: Corona-Wirtschaftspolitik wirkt

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der Konjunkturprognose der großen Wirtschaftsforschungsinstitute vor Leichtsinn in der Corona-Krise gewarnt. "Sonst ist der rasche Aufschwung ganz schnell futsch", erklärte der Vizekanzler in Berlin. Wenn dagegen alle ihren Beitrag leisteten, um das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten, könne Deutschland "weiter vergleichsweise gut durch die Krise kommen". Die Prognose der Institute beweise, dass die Politik der Bundesregierung wirke. Die deutsche Wirtschaft könne 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

14.10.2020 • 10:27 Uhr

Indonesien meldet 4127 Neuinfektionen

Indonesien hat 4127 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit beträgt die Gesamtzahl der bisherigen Covid-19-Infektionen in dem südostasiatischen Land 344.749. Weiterhin wurden 129 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet, was einen neuen Höchstwert bei den täglich gemeldeten Corona-Toten darstellt.

14.10.2020 • 10:18 Uhr

Corona-Krise reißt Loch in Österreichs Staatsfinanzen

Die Corona-Krise hinterlässt tiefrote Spuren in Österreichs Staatshaushalt. Bund, Länder und Gemeinden werden in diesem Jahr um 28,6 Milliarden Euro mehr ausgeben als einnehmen, wie das Finanzministerium bekanntgab. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung des Landes ergebe sich damit ein Haushaltsdefizit von 9,5 Prozent. Das hohe Minus ist vor allem auf die milliardenschweren Hilfsleistungen für in der Krise strauchelnde Unternehmen zurückzuführen, während im Gegenzug die Steuereinnahmen drastisch schrumpften.

Bis Mitte Oktober beliefen sich die Hilfszahlungen, Steuerstundungen und Kreditgarantien auf knapp 25 Milliarden Euro, wie aus einer Präsentation des Ministeriums hervorging. Insgesamt will Österreichs Regierung der heimischen Wirtschaft mit 50 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Die krisenbedingten Mehrausgaben verursachen im laufenden Jahr eine Staatsverschuldung von 84,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Für 2021 rechnet das Ministerium mit einem weiteren Anstieg auf 84,8 Prozent. Die Corona-Krise wird demnach auch das Budget im kommenden Jahr stark prägen.

14.10.2020 • 10:11 Uhr

Deutsche Wirtschaft bricht 2020 stärker ein als erwartet

Die Deutsche Wirtschaft bricht in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie stärker ein als noch im Frühjahr erwartet. In ihrem Herbstgutachten senkten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt um mehr als einen Prozentpunkt auf minus 5,4 Prozent. Für das nächste Jahr rechnen die Forscher nur noch mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent; im Frühjahr waren sie noch von einem Minus von 4,2 Prozent für 2020 und einem Plus von 5,8 Prozent für 2021 ausgegangen.

14.10.2020 • 10:04 Uhr

US-Pharmakonzern Eli Lilly unterbricht Studie mit Corona-Mittel

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly muss seine Studie mit einem vielversprechenden Covid-19-Antikörper-Medikament wegen Sicherheitsbedenken unterbrechen. Ein unabhängiges Kontrollgremium habe empfohlen, die Aufnahme weiterer Probanden in der Studie zu stoppen, teilte Eli Lilly mit. Der Konzern unterstütze diese Entscheidung, um die Sicherheit der Studienteilnehmer zu gewährleisten.

Die Entwicklung des Medikaments wird von der US-Regierung unterstützt. Präsident Donald Trump pries die Arznei in der vergangenen Woche zusammen mit der Antikörper-Behandlung der Firma Regeneron, die er für seine Corona-Infektion erhielt. Er wolle sich für eine schnelle Zulassung dieser Medikamente einsetzen, hatte der US-Präsident betont.

Eli Lilly äußerte sich nicht zu den genauen Gründen und den Auswirkungen der Unterbrechung auf die Studie, in der das Antikörper-Medikament zur Behandlung von Covid-19-Patienten im Krankenhaus getestet wird. Erst am Vortag hatte Johnson & Johnson seine Studie mit einem Corona-Impfstoff wegen der ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unterbrechen müssen - als zweiter großer Pharmakonzern nach AstraZeneca im September.

14.10.2020 • 09:42 Uhr

Altmaier will Corona-Hilfen für Unternehmen nachbessern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant weitere Hilfen für besonders hart von Corona-Maßnahmen getroffene Unternehmen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sollen die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Zudem werde im Wirtschaftsministerium an weiter verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Tilgungszuschüsse und Elemente eines Unternehmerlohnes gedacht.

14.10.2020 • 09:06 Uhr

Tourismusverband warnt vor "Lockdown durch Hintertür"

Vor dem Treffen zwischen Bund und Ländern über das richtige Maß an Corona-Beschränkungen hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vor einem zweiten Lockdown der Branche durch die Hintertür gewarnt. Notwendig seien "weniger Aktionismus, mehr Augenmaß und ein Ende der Stigmatisierung des Reisens", forderte der Verband in Berlin. "Die Tourismusbranche und ihre Gäste brauchen endlich verlässliche, verständliche und vor allem verhältnismäßige Regelungen", sagte Verbandspräsident Michael Frenzel.

Er warnte vor einer Pleitewelle in der Branche mit ihren rund drei Millionen Beschäftigten. Reisen stelle kein deutlich größeres Infektionsrisiko dar als die gewöhnliche Alltagsmobilität, wenn sich die Reisenden an die geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften hielten, argumentierte Frenzel. "Die in der vergangenen Woche verschärften Beherbergungsverbote für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten müssen aufgehoben werden."

14.10.2020 • 08:57 Uhr

Ministerin: Johnson plant keinen Lockdown in Großbritannien

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson strebt zurzeit keinen landesweiten Lockdown an, wie Arbeitsministerin Thérèse Coffey dem Sender Sky sagte. Sie reagierte damit auf Forderungen vom Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, für zwei bis drei Wochen einen solchen Lockdown zu verhängen.

14.10.2020 • 08:52 Uhr

Laschet fordert einheitliche Regelungen für Risikogebiete

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den anderen Bundesländern und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "pragmatische" Vorgaben in der Corona-Politik gefordert. Eine Einigung sei möglich, sagte Laschet im ARD-Morgenmagazin.

Wichtig seien einheitliche Vorgaben für Gebiete, wo Inzidenzwerte überschritten werden. Je mehr Klarheit in wichtigen Punkten erreicht sei, desto mehr könne man auf lokaler Ebene differenzieren. Laschet bekräftigte seine ablehnende Haltung gegenüber sogenannten Beherbergungsverboten. "Viele Bürger verstehen die Regeln nicht", betonte er. Dies schwäche die Akzeptanz.

14.10.2020 • 08:49 Uhr

Lockdown-Regelungen in Israel werden verlängert

Die Lockdown-Restriktionen in Israel werden vorerst bis kommenden Sonntag verlängert. Dies teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in der Nacht nach einer Sitzung des sogenannten Coronavirus-Kabinetts mit. Am Donnerstag soll über erste Lockerungen beraten werden. Dazu zählen unter anderem die Öffnung von kleinen Geschäften ohne Publikumsverkehr und von Kindergärten. Die Lockerungen sollen schrittweise erfolgen.

Die Regierung war nach dem ersten Lockdown im Frühjahr für vorschnelle und zu umfassende Erleichterungen kritisiert worden. Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown.

Zuletzt zeichnete sich ab, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt. Das Gesundheitsministerium wies am Morgen 2255 neue Fälle aus. Von allen Tests fielen 5,4 Prozent positiv aus. Diese Zahl lag so niedrig wie seit Wochen nicht mehr - im Laufe des Lockdowns hatte sie teils deutlich über 13 Prozent gelegen.

14.10.2020 • 08:47 Uhr

Impfstoff-Testung vorerst gestoppt

Die Studie zu einem möglichen Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson, an der auch die Universitätsmedizin Rostock beteiligt ist, liegt auf Eis. In den USA war bei einer Testreihe ein Proband ungeklärt erkrankt. Die Impfstoff-Testung wurde daraufhin gestoppt. Der Leiter des Rostocker Teils der Studie, der Infektionsmediziner Professor Reisinger, bestätigte dem NDR, dass auch an der Rostocker Universitätsmedizin der Impfstoff zunächst nicht weiter verabreicht wird.

14.10.2020 • 08:41 Uhr

Mehr als 8000 Neuinfektionen in Tschechien

Tschechien hat mit 8325 neuen Corona-Fällen die zweithöchste Zahl an täglichen Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Land mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern erlebt seit Anfang September einen starken Anstieg der Corona-Fallzahlen. Seit März gab es insgesamt 129.747 Infektionen, die Zahl der Toten stieg auf 1106. Zu Monatsbeginn waren es noch 696 Todesfälle.

14.10.2020 • 08:26 Uhr

Drei Raumfahrer trotz Corona-Pandemie zur ISS gestartet

Unter scharfen Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer in einem Rekordflug zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die Sojus-Rakete mit Kathleen Rubins, Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow hob plangemäß um 7.45 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien ab.

Die Sojus-Raumkapsel-Crew soll bereits nach gut drei Stunden um 10.52 Uhr MESZ rund 400 Kilometer über der Erde andocken. Das gilt als Rekordzeit für einen bemannten Raumflug. Bisher gab es solche kurzen Flüge nur für Raumfrachter. Die drei Raumfahrer werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 im All bleiben.

Die ohnehin hohen Sicherheitsvorschriften für Raumfahrer wurden wegen der Pandemie noch einmal verschärft. Die Crew habe mehr als einen Monat in Quarantäne verbracht und sei mehrfach auf das Virus getestet worden, sagte die Amerikanerin Rubins vor dem Abflug. "Wahrscheinlich ist die Internationale Raumstation jetzt der sicherste Ort", sagte ihr russischer Kollege Ryschikow mit Blick auf die Virus-Gefahr auf der Erde.

Eine russische Sojus-Rakete kurz nach dem Start. | AP

Die Sojus-Rakete mit den drei Raumfahrern an Bord startete vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe von Kasachstan. Bild: AP

14.10.2020 • 08:15 Uhr

Linken-Vorsitzende Kipping fordert "viel mehr" Schnelltests

Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin zur Corona-Bekämpfung fordern die Linken vor allem das Ermöglichen eines geregelten sozialen Lebens. Neben zielgerechten Maßnahmen zur Eingrenzung der Pandemie sei dies wichtig, sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping im ARD-Morgenmagazin. Sie pochte auf Investitionen in Digitalisierung, Investition in Luftfilter. "Wir müssen auch unterstützen, dass es viel mehr Schnelltests gibt", so Kipping.

14.10.2020 • 08:02 Uhr

Lehrerverband: Lüftungskonzept der Kultusminister "erbärmlich"

Vor der morgigen Tagung der Kultusministerkonferenz (KMK) hat der Deutsche Lehrerverband das Lüftungskonzept zur Corona-Prävention in den Schulen scharf kritisiert. "Es ist erbärmlich, dass der KMK und den meisten Schulministerien zum Thema Aerosolbelastung in vollen Klassenzimmern nichts anderes einfällt, als regelmäßiges Stoßlüften zu empfehlen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Meidinger fügte hinzu: "Wir wissen alle, dass in einer großen Anzahl von Klassenräumen die Fenster nicht oder nur spaltweise zu öffnen sind, dass vielfach Querlüftung nicht funktioniert, weil kein Durchzug möglich ist, und vor allem dass im Winter bei Minusgraden, Starkwind und Regen Lüften problematisch ist."

Die Ministerien seien sich nicht einmal einig darin, wie oft gelüftet werden müsse, erklärte Meidinger. Die Empfehlungen schwankten zwischen zwanzig Minuten und der Anweisung, nach jeder Stunde die Fenster zu öffnen. Für die Schüler bedeute das, mit Handschuhen und Mützen im Klassenraum zu sitzen.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands | picture alliance / Armin Weigel/

Bezeichnet das Lüftungskonzept der Kultusminister als erbärmlich: Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (Archivbild). Bild: picture alliance / Armin Weigel/

14.10.2020 • 07:31 Uhr

Bulgarien meldet Rekordanstieg

Bulgarien hat 785 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Das stellt zum vierten Mal innerhalb einer Woche einen neuen Höchstwert dar.

Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land 25.774 Covid-19-Infektionen und 923 Tote im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet. Zurzeit befinden sich 1307 Menschen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus, davon sind 63 auf der Intensivstation.

14.10.2020 • 07:08 Uhr

Ökonomen fordern nachvollziehbare Corona-Regeln

Führende Ökonomen haben an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs appelliert, bei neuen Corona-Regelungen auf Nachvollziehbarkeit und Einheitlichkeit zu achten. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sagte dem "Handelsblatt", dass der Schutz von Gesundheit und Wirtschaft ein "hohes Vertrauen der großen Mehrheit der Menschen" brauche. "Dies erfordert Regeln, die nachvollziehbar und zu einem gewissen Maße damit auch einheitlich sind."

Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sagte: "Ich würde von der Politik erwarten, dass verstärkt Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben ermöglichen, statt es zu verhindern." Das bedeute: "Mehr Maskenpflicht und mehr Tests und weniger Beherbergungsverbote." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts steigender Infektionszahlen heute über weitere Beschränkungen beraten.

14.10.2020 • 06:43 Uhr

Facebook verbietet Anzeigen gegen Impfungen

Facebook will alle Anzeigen auf seinen Seiten verbieten, die sich gegen Impfungen aussprechen. Dies kündigte der Internetkonzern am Dienstag an. Die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig "vorbeugendes Verhalten" zum Schutz der Gesundheit sei, betonte der Konzern. Facebook will nach eigenen Angaben aber weiterhin solche Anzeigen zulassen, die bestimmte Maßnahmen von Regierungen im Zusammenhang mit Impfungen kritisieren.

An Impfstoffen gegen das Coronavirus wird derzeit weltweit unter Hochdruck geforscht. Den Betreibern der großen Onlinenetzwerke wird immer wieder vorgeworfen, Impfgegnern eine weite Verbreitung ihrer Botschaften zu ermöglichen. Facebook plant nach eigenen Angaben nun auch eine Kampagne in den USA, in der für Grippe-Impfungen geworben werden soll.

14.10.2020 • 06:38 Uhr

Zahl der Infektionen in Indien steigt auf mehr als 7,2 Millionen

In Indien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 63.509 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion stieg um 730 auf 110.586. Indien hatte die Zahl von insgesamt sieben Millionen Infektionen am Sonntag überschritten. Bis dahin waren innerhalb von nur 13 Tagen eine Million neue Corona-Fälle hinzugekommen.

14.10.2020 • 07:01 Uhr

Corona-Masken in Japan nun auch in Getränkeautomaten

Nicht nur in Japans überall präsenten 24-Stunden-Supermärkten gibt es Masken und Desinfektionsmittel zu kaufen. Ab diesem Monat bietet der Getränkekonzern DyDo angesichts der andauernden Pandemie Gesichtsmasken sowie Feuchttücher zum Desinfizieren auch in Getränkeautomaten an, wie eine Unternehmenssprecherin in Osaka der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

Geplant sei, rund 3000 Getränkeautomaten im Land mit den Masken und Tüchern auszurüsten - einsortiert neben den üblichen Getränken wie Tee und Kaffee. Die Gesichtsmasken werden im Zweierpack und Desinfektionstücher zu je zehn per Tüte angeboten.

14.10.2020 • 05:20 Uhr

Erstmals seit April mehr als 5000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen erstmals seit April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag bei 9677. Das waren 43 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 281.900 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Dienstag bei 1,18 (Vortag: 1,29). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.

14.10.2020 • 04:12 Uhr

Kinderärzte warnen vor Mangel an Grippe-Impfstoff

Die deutschen Kinder- und Jugendärzte warnen vor einem Mangel an Grippe-Impfstoffen. Die von der Bundesregierung geplante Menge von 26 Millionen Impfdosen reiche nicht annähernd für die gesamte Bevölkerung und möglicherweise nicht einmal für alle Risikopatienten, sagt der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Wahrscheinlich werde die Gefahr von Corona im Vergleich zur Grippe nicht korrekt bewertet. In der Grippesaison 2017/2018 habe Deutschland 25.000 Tote verzeichnet. Fischbach appelliert daher, auch Kinder und Jugendliche zu impfen. "Denn wir wissen, dass die Kinder das sogenannte Feuer der Influenza sind", betont der Mediziner. "Sie erkranken erst und stecken dann die anderen an. Anders als bei Corona übrigens." Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden für diese Saison sechs Millionen Impfdosen mehr bestellt als für die Regelversorgung üblich seien.

14.10.2020 • 02:52 Uhr

Weltbank genehmigt zwölf Milliarden Dollar für Entwicklungsländer

Die Weltbank genehmigt neue Finanzhilfen für Entwicklungsländer im Kampf gegen das Coronavirus. Rund 12 Milliarden Dollar habe die Organisation zur Finanzierung des Kaufs und der Verteilung von Covid-19-Impfstoffen, -Tests und -Behandlungen bewilligt, erklärt der Vorstand.

14.10.2020 • 01:42 Uhr

Bundesärztekammerpräsident gegen Beherbergungsverbot

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält Beherbergungsverbote für ein untaugliches Mittel zur Eindämmung des Virus. Solche Regelungen seien "ungeeignet, das Pandemiegeschehen einzugrenzen", sagt Reinhardt den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". So habe sich etwa "die Infektionsdynamik trotz des sehr intensiven innerdeutschen Reiseverkehrs in diesem Sommer kaum beschleunigt". Zum anderen führen die unterschiedlichen Verbotsregeln zu Verunsicherung und Verwirrung bei den Menschen. Damit gefährde die Politik die Akzeptanz der Maßnahmen. Sinnvoller als ein Beherbergungsverbot sei es, Infektionscluster zu isolieren und bei grober Missachtung der Hygieneregeln "konsequent" durchzugreifen. Zudem fordert er ein bundesweit gültigen "Gefährdungsindex zur Beurteilung der Gesamtlage" mit Kriterien wie die Zahl der tatsächlich Erkrankten unter den positiv Getesteten.