Menschen in einer Einkaufsstraße in Bordeaux in Frankreich | dpa
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Coronavirus-Pandemie ++ Frankreich meldet 3776 Neuinfektionen ++

Stand: 19.08.2020 22:36 Uhr

Frankreichs Behörden registrieren 3776 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Finanzminister Scholz rechnet im nächsten Jahr mit Rekordschulden wegen Corona. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.


  • Deutsche Corona-App auf 25 Millionen Nutzer ausgelegt
  • Über 600 Angriffe auf Gesundheitspersonal wegen Corona
  • Kuba startet klinische Tests für Corona-Impfstoff
  • Emirate und Israel wollen Corona-Atemluft-Detektoren entwickeln
  • Frankreich meldet über 3700 neue Infektionen
  • Corona-Warn-App: Ab wann ist eine Risikobegegnung gefährlich?
  • Scholz rechnet 2021 wegen Corona mit Rekordschulden
19.8.2020 • 22:18 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog, danken für Ihr Interesse und wünschen eine gute Nacht.

19.8.2020 • 22:18 Uhr

Deutsche Corona-App auf 25 Millionen Nutzer ausgelegt

Die Bundesregierung ist bei der Entwicklung der Corona-Warn-App einem Medienbericht zufolge davon ausgegangen, dass weniger als ein Drittel der Bevölkerung die Smartphone-Anwendung nutzen wird. Bei den Annahmen zum Datenfluss wurde demnach von 25 Millionen Nutzern ausgegangen.

Die App sei zudem darauf ausgelegt, dass sich maximal 10.000 Nutzer täglich als infiziert meldeten. Bei der Dimensionierung der App seien die Infektionszahlen aus dem Frühjahr zu Grunde gelegt worden, habe das Gesundheitsministerium auf Nachfrage erklärt. Die App ist seit ihrem Start Mitte Juni von mehr als 17 Millionen Bürgern heruntergeladen worden.

19.8.2020 • 22:02 Uhr

Über 600 Angriffe auf Gesundheitspersonal wegen Corona

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat in den ersten sechs Monaten der Corona-Pandemie mehr als 600 Fälle von Gewalt oder Belästigung gegen Gesundheitspersonal im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Zwischen Februar und August habe es 611 Vorfälle in mehr als 40 Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas und des Mittleren Ostens gegeben, die in direktem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie standen, so das IKRK. Die Dunkelziffer solle weitaus höher liegen.

Rund zwei Drittel der Fälle richteten sich demnach gegen Gesundheitspersonal und 22 Prozent gegen Patienten, die wegen einer Corona-Infektion in Behandlung waren. "Ärzte und Krankenpfleger wurden mit Bleichmittel übergossen, mit Steinen und Metallstangen geschlagen, sogar ein tödlicher Angriff auf einen Rettungswagen im Covid-19-Einsatz ist bekannt", sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin vom Deutschen Roten Kreuz. Teilweise seien Helfer, die in Gemeinden über Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus informieren wollten, verdächtigt, das Virus selbst zu verbreiten, und deswegen bedroht worden.

Mitarbeiterin des Roten Kreuzes | dpa

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz verzeichnet über 600 Fälle von Gewalt oder Belästigung gegenüber Gesundheitspersonal in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Bild: dpa

Gründe für die Angriffe seien neben der Angst vor einer Ansteckung auch Wut und Trauer über den Tod von Angehörigen, für den immer wieder Gesundheitspersonal verantwortlich gemacht werde. Auch Stress aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und daraus resultierender wirtschaftlicher Probleme sowie Unwissen und falsche Informationen über das Coronavirus spielten demnach eine Rolle.

„Deswegen ist es wichtig, dass in allen Ländern seriös über das Virus informiert wird und Helferinnen und Helfer geschützt werden", sagt Hasselfeldt. Die Angriffe hätten körperliche und mentale Auswirkungen auf die Gesundheitskräfte, so dass diese ihre Arbeit nicht oder nur eingeschränkt durchführen könnten.

19.8.2020 • 21:02 Uhr

Kuba startet klinische Tests für Corona-Impfstoff

Kuba will kommende Woche mit den klinischen Tests für einen potenziellen Coronavirus-Impfstoff namens "Soberana 01" beginnen. Er sei vom staatlichen Institut Finlay entwickelt worden, berichten staatliche Medien. Ergebnisse sollten im Februar vorliegen.

Der kommunistische Inselstaat ist stolz auf seine Bio-Pharma-Industrie, für die der frühere Revolutionsführer Fidel Castro die Grundlage gelegt hatte. Die Branche produziert bereits mehrere Impfstoffe, die wichtige Devisenbringer für das Land sind.

19.8.2020 • 20:51 Uhr

Emirate und Israel wollen Corona-Atemluft-Detektoren entwickeln

Das Unternehmen G42 Healthcare in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat eine Absichtserklärung mit der israelischen Firma NanoScent zur Entwicklung eines Atemluft-Tests für das Coronavirus unterzeichnet. Das Gerät mit dem Namen "ScentCheck" solle eine mögliche Infektion anhand einer Untersuchung der ausgeatmeten Luft binnen 30 bis 60 Sekunden erkennen können, meldet die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM.

Die Absichtserklärung ist die jüngste einer Reihe von Vereinbarungen zwischen den beiden Unternehmen zur Bekämpfung der Pandemie. Nach der Ankündigung, die gegenseitigen diplomatischen Beziehungen normalisieren zu wollen, gaben die beiden Länder an, dass die Bekämpfung des Coronavirus oberste Priorität habe.

19.8.2020 • 20:35 Uhr

Frankreich meldet mehr als 3700 neue Infektionen

In Frankreich registrierten die Gesundheitsbehörden 3776 neue bestätigte Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Der Sieben-Tage-Schnitt der Neu-Ansteckungen steige damit erstmals seit dem 18. April über die Marke von 2500 Fällen, erklärt das Gesundheitsministerium. Zum dritten Mal innerhalb von fünf Tagen überschreitet Zahl der Infizierten in der Tagesbetrachtung damit die Schwelle von 3.000.

19.8.2020 • 20:17 Uhr

Corona-Warn-App: Ab wann ist eine Risikobegegnung gefährlich?

Mit steigenden Infektionszahlen bekommen auch immer mehr Nutzer der Corona-Warn-App die Meldung, dass sie in den zurückliegenden Tagen in Kontakt mit einem positiv Getesteten gekommen sind. Das Risiko, sich infiziert zu haben, wird von der App dennoch oft als "niedrig" angegeben. Wie kommt es dazu und was bedeutet das? Dominik Lauck von tagesschau.de klärt auf:

19.8.2020 • 20:02 Uhr

Spahn: "Kita wichtiger als Karneval"

Bereits gestern hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn infrage gestellt, dass die Feiern rund um den Karneval in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden können. Zweifel, die er heute bei einem Besuch des Universitätsklinikums in Kiel wiederholte.

Vorrangig müssten Kitas und Schulen, aber auch Wirtschaft und Handel unterstützt werden, um den Erhalt von Arbeitsplätzen zu sichern. "Wenn wir vor der Frage stehen: Ist die Kita möglich oder der Karneval, dann bin ich sehr sicher, dass ein Großteil der Gesellschaft da eine klare Antwort zu hat", sagte Spahn. Er sei sich aber bewusst, dass eine Absage der Feiern für Millionen Deutsche einen Verlust bedeuten würde.

Spahn stellte sich in diesem Zusammenhang auch hinter die Forderung, bundesweit einheitliche Regelungen für öffentliche und private Feiern zu finden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

19.8.2020 • 19:34 Uhr

Scholz rechnet 2021 wegen Corona mit Rekordschulden

Finanzminister Olaf Scholz rechnet fest damit, dass der Bund auch nächstes Jahr wegen hoher Belastungen durch die Coronavirus-Krise die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse nicht einhalten kann. Der Bund werde 2021 noch einmal von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen müssen, sagte Scholz in Berlin.

Wegen riesiger Hilfsprogramme und des Konjunkturpakets hat die große Koalition zuletzt die Politik ausgeglichener Haushalte über Bord geworfen. Scholz kalkuliert 2020 mit der Rekordsumme von 218,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Schulden.

19.8.2020 • 18:45 Uhr

Fähre bleibt wegen Corona-Verdacht vorerst in Tunesien

Die tunesische Schifffahrtsgesellschaft hat die geplante Abfahrt einer Fähre aus dem Hafen der Hauptstadt Tunis aufgrund eines Corona-Verdachts innerhalb der Besatzung vorerst abgesagt. Das Schiff hätte mit 920 Passagieren in Richtung Italien aufbrechen sollen, teilte die Behörde mit. Bei gleich vier Mitgliedern der Besatzung bestehe jedoch der Verdacht einer Coronavirus-Infektion.

Wann das Schiff gen Genua aufbrechen soll, blieb zunächst unklar. Bis die Corona-Tests der vier Besatzungsmitglieder negativ zurückkommen, soll das Schiff nach Angaben eines Zollbeamten im Hafen von Tunis vor Anker liegen. Die Besatzung sei ins Krankenhaus gebracht worden. Die Fährstrecke zwischen der italienischen Hafenstadt Genua und der tunesischen Hauptstadt ist vor allem bei in Europa lebenden Tunesiern beliebt.

Tunesien hat seine Grenzen seit dem 27. Juni wieder vollständig geöffnet. Auch internationale Flüge waren nach einer dreimonatigen Sperre und einem selbsterklärten Sieg über das Virus wieder aufgenommen worden. In dem nordafrikanischen Land, das auch bei Urlaubern aus Europa beliebt ist, wurden zuletzt vermehrt neue Corona-Infektionen gemeldet.

19.8.2020 • 18:11 Uhr

Italien: 600.000 verlorene Jobs durch Corona

In Italien sind durch die Corona-Pandemie seit Februar rund 600.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Das teilte Gian Carlo Blangiardo, Chef des nationalen Statistikamts Istat, mit. Bislang sei es nicht gelungen, diesen Verlust zu kompensieren. Das, so der Experte, liege nicht zuletzt daran, dass viele Betroffene angesichts der gravierenden Pandemie-Folgen "entmutigt" seien.

Blangiardo sprach von einem "beunruhigenden Trend", der weiter zunehme. Leidtragende seien vor allem Zeitarbeiter und Arbeitskräfte mit geringer Erfahrung. "Es gibt viele, die meinen, dass sich eine Bewerbung gar nicht mehr lohnt." Die Politik müsse in solchen Fällen unterstützend eingreifen. Besonders junge Menschen benötigten Förderung. Blangiardo äußerte sich als Gast beim "Meeting Rimini". Das jährliche, von katholischen Laien organisierte mehrtägige Treffen in der Adriastadt dauert bis Sonntag.

19.8.2020 • 18:03 Uhr

Wieder Corona-Lockdown in Nepals Hauptstadt

In Nepals Hauptstadt Kathmandu gibt es erneut einen strikten Lockdown, nachdem Corona-Fälle wieder zugenommen haben. Somit müssten die meisten Geschäfte schließen und die Bevölkerung solle ihre Häuser nur verlassen, wenn dies absolut notwendig sei, teilten die Behörden mit. Der Lockdown soll eine Woche dauern.

Wer sich nicht an die Regeln hält oder keine Maske an öffentlichen Orten trägt, kann mit einer Geldstrafe von 100 Rupien - das ist etwa der Betrag einer Mahlzeit für eine vierköpfige Familie mit Reis und Linsen - oder bis zu einem Monat Gefängnis bestraft werden. Der Lockdown wurde angekündet, nachdem Nepal seine höchste Zunahme bekannter Covid-Neuansteckungen an einem Tag überhaupt hatte - insgesamt mehr als 1000. Insgesamt gibt es in Nepal mehr als 28.000 bekannte Covid-Fälle.

19.8.2020 • 17:51 Uhr

Schleswig-Holstein führt Maskenpflicht an Schulen ein

Kehrtwende in Kiel: Künftig gilt auch in Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht an den Schulen. Dies verkündete Bildungsministerin Karin Prien in Kiel, nachdem es bisher nur eine dringende Empfehlung gab. Die Maskenpflicht gilt ab Montag auf dem Schulgelände, aber nicht im Unterricht.

Die Empfehlung eine Maske zu tragen, galt bisher ab der 7. Klasse. Nun gilt die Maskenpflicht für alle Jahrgänge. Noch in der vergangenen Woche hatte Prien eine Maskenpflicht als nicht geboten eingestuft. Die Erfahrungen der ersten Schulwoche hätten gezeigt, dass der dringenden Empfehlung des Ministeriums in den Schulen weitestgehend gefolgt werde. Prien hatte aber auch erklärt, angesichts des weiteren Infektionsgeschehens eine mögliche Pflicht zu prüfen.

Maske auf einem Schultisch | dpa

Künftig gilt auch in Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht an den Schulen. Zuvor gab es lediglich eine Empfehlung zum Tragen einer Maske. Bild: dpa

Mit der nun gültigen Maskenpflicht reagiert die Bildungsministerin aber auch auf einen vorangegangenen Gerichtsbeschluss. So hatte das Verwaltungsgericht in Schleswig entschieden, dass ein Kieler Schüler, der gegen das Tragen einer Maske im Unterricht Widerspruch eingelegt hatte, die Mund-Nasen-Bedeckung vorerst nicht aufziehen muss.

Das Gericht hatte die im Hygienekonzept der Schule enthaltene Verpflichtung, eine entsprechende Bedeckung zu benutzen, als Verwaltungsakt eingestuft. Die Verpflichtung greife in relevanter Weise in das Grundrecht der Schüler auf allgemeine Handlungsfreiheit ein. Der Widerspruch des Schülers habe aufschiebende Wirkung, weswegen die Verpflichtung ihm gegenüber vorläufig nicht durchgesetzt werden könne.

Prien hatte direkt danach erklärt, der Beschluss des Verwaltungsgerichts werde ausgewertet. Bei ihrem Statement am Nachmittag in Kiel erklärte sie den Kurswechsel bei der Maskenpflicht nun mit dem Beschluss.

19.8.2020 • 17:13 Uhr

Kommt die Maskenpflicht für Abgeordnete des Bundestages?

Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Abgeordneten zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in den Gebäuden des Parlaments aufgefordert. Der Bundestag bestätigte, dass sich Schäuble mit einer diesbezüglichen dringenden Empfehlung an die Fraktionen gewandt habe.

Eine Maskenpflicht bedeutet dies allerdings noch nicht. Demnach wird den Abgeordneten das Tragen von Masken in den Gebäuden des Deutschen Bundestags ab dem 1. September 2020 dringend empfohlen. Neben einer möglichen Verpflichtung für die Abgeordneten könnten "weitergehende Maßnahmen" in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Vorerst will Schäuble aber auf diesen Schritt noch verzichten.

19.8.2020 • 16:53 Uhr

Niedersachsen: Lehrerverband will dauerhaften Corona-Krisenstab

Nach Ansicht des Philologenverbandes Niedersachsen sollte während der Corona-Pandemie ein ständiger Krisenstab zum Thema Schule und Unterricht eingerichtet werden. Ein solches Expertengremium unter Beteiligung von Eltern-, Schüler- und Lehrervertretung solle fortlaufend über neue Erkenntnisse informiert und zur Beratung bei Entscheidungen herangezogen werden, sagte der Verbandsvorsitzende Horst Audritz: "Transparenz und vertrauensbildende Maßnahmen sind gefragt, wenn ein weiterer Lockdown an den Schulen verhindert werden soll."

Kurz vor dem Start in das Schuljahr 2020/21 stelle sich dem Philologenverband, der über 8000 Lehrkräfte und Referendare vertritt, die Frage, ob die Vorbereitungen für einen eingeschränkten Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen ausreichend seien. Stark steigende Infektionszahlen in den Bundesländern und die Aussetzung von Lockerungen in Niedersachsen nährten Befürchtungen bei Eltern, Schülern und Lehrkräften, dass die Hygieneauflagen verschärft werden müssten.

In vielen Schulen gebe es eklatante Hygienemängel, sagte Audritz. Ein großes Problem stellte beispielsweise die ausreichende Belüftung der Unterrichtsräume sowie die öffentliche Schülerbeförderung dar. Es müsse höchstes Ziel sein, die Gesundheit eines jeden Einzelnen zu schützen. "Hygieneschutzmaßnahmen, die allgemein gelten, müssen erst recht in der Schule gelten", so Audritz.

19.8.2020 • 16:29 Uhr

Kroatien: Höchststand an Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Kroatien hat innerhalb von 24 Stunden so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 219 Infektionen seien innerhalb des letzten Tages erfasst worden, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Der bisherige Höchstwert wurde demnach am 14. August an der Adria registriert und lag bei 208 Neuinfektionen.

Kroatien hat rund 4,19 Millionen Einwohner und derzeit 1520 registrierte aktive Fälle. In den letzten zwei Monaten lag die Zahl der Neuansteckungen zwischen etwa 30 und 100. Seit vergangener Woche verzeichnen die örtlichen Behörden jedoch einen Anstieg.

Kroatien ist für viele Reisende in Europa ein beliebtes Urlaubsziel. Zuletzt kehrten viele deutsche Touristen von dort zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Unter ihnen waren hauptsächlich junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.

Österreich hatte bereits mit einer Reisewarnung auf das verstärkte Infektionsgeschehen in Kroatien reagiert. Auch in Italien müssen sich Einreisende und Urlaubs-Rückkehrer aus dem Land auf das Coronavirus testen lassen. Medienberichten zufolge erwog auch das Nachbarland Slowenien, seine Bürger vor Reisen nach Kroatien zu warnen, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA meldete.

19.8.2020 • 16:15 Uhr

Israel hat 53 Corona-Tote zu wenig erfasst

In Israel wurden nach offiziellen Angaben im Juli und August 53 Corona-Todesopfer zu wenig erfasst. Einen Grund für den Fehler nannte das Gesundheitsministerium bislang nicht. Der zuständige Minister Juli Edelstein nehme den Vorfall sehr ernst und versprach eine Aufklärung des Falls binnen einer Woche.

Bei den nicht erfassten Toten handelte es sich den Angaben zufolge um ältere Menschen. Zwar war die Pandemie in Israel zunächst glimpflich verlaufen, nach raschen Lockerungen im Mai schnellte die Zahl der Erkrankungen jedoch in die Höhe. Israel zählte zuletzt 1650 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

In den kommenden Tagen dürfte die Gesamtzahl aller bislang nachgewiesenen infizierten Personen die Marke von 100.000 überschreiten. Nach aktuellen Zahlen starben in Israel bislang 719 Menschen an dem Virus. Dies ist im internationalen Vergleich wenig. Allerdings stieg zuletzt auch die Zahl der schwererkrankten Menschen. Dies schürt Sorgen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems im Herbst und Winter.

Zum Vergleich: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stieg in Deutschland zuletzt auf den höchsten Wert seit mehr als drei Monaten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) meldeten die Gesundheitsämter aktuell 1510 neue Corona-Infektionen. Die Zahl der Todesfälle lag dem RKI zufolge bei 9243. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel.

19.8.2020 • 16:04 Uhr

Gericht: Schüler muss vorerst keine Maske im Unterricht tragen

Ein Kieler Schüler hatte gegen das Tragen einer Maske im Unterricht Widerspruch eingelegt und nun Recht bekommen. Vorerst muss er die Mund-Nasen-Bedeckung nicht aufziehen. Für andere Schülerinnen und Schüler hat die Entscheidung laut des Verwaltungsgerichts in Schleswig keine unmittelbaren Auswirkungen.

In Schleswig-Holstein wird den Schülern empfohlen, die Masken auch im Unterricht zu tragen. Die Verpflichtung greife laut dem Gericht in relevanter Weise in das Grundrecht der Schüler auf allgemeine Handlungsfreiheit ein. Gegen diesen Verwaltungsakt habe der Schüler Widerspruch eingelegt, dem kraft des Gesetzes aufschiebende Wirkung zukomme, hieß es. Zu der Frage, ob die Anordnung der Maskenpflicht und der damit verbundene Grundrechtseingriff selbst rechtmäßig, insbesondere verhältnismäßig sei, äußerte sich das Gericht nicht.

Papierschilder in der Schule zum Thema Corona | dpa

Ein Schüler aus Kiel legte Widerspruch gegen das Tragen einer Maske im Unterricht ein und bekam Recht - zumindest vorerst. Bild: dpa

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte, der Beschluss des Verwaltungsgerichts werde derzeit ausgewertet. "Wir werden nun umgehend beraten, wie eine etwaige Änderung der Rechtsgrundlage aussehen könnte, um verbindliche Regeln zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Schulbereich zu ermöglichen."

19.8.2020 • 15:26 Uhr

Toulouse führt stadtweite Maskenpflicht ein

Als erste französische Großstadt führt Toulouse im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht für das gesamte Stadtgebiet ein. Ab Freitag sei das Tragen einer Schutzmaske zwischen 07.00 Uhr morgens und 03.00 Uhr nachts in den Straßen der ganzen Stadt verpflichtend, teilte die zuständige Präfektur mit. Die Regelung gelte auch für Fahrrad- und Rollerfahrer sowie andere Fortbewegungsmittel im Freien. Die Maskenpflicht gilt ab einem Alter von elf Jahren.

19.8.2020 • 15:05 Uhr

Lufthansa-Piloten stimmen Krisenplan zu

Die Lufthansa und ihre Piloten von der Vereinigung Cockpit haben sich auf einen kurzfristigen Krisenplan geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen seien damit frühestens im zweiten Quartal des kommenden Jahres möglich, teilte das Unternehmen mit. Aufstockungen beim Kurzarbeitergeld und Zuschüsse zu den Betriebsrenten werden reduziert. Eine bereits vereinbarte Tariferhöhung wird auf das kommende Jahr verschoben. Mit dem Abschluss verschaffen sich die Tarifparteien Luft für weitere Verhandlungen zur langfristigen Bewältigung der Corona-Krise.

19.8.2020 • 14:28 Uhr

Infektionen im Libanon steigen dramatisch

Die Zahl der Corona-Fälle ist im Libanon infolge der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut stark gestiegen. Das Land registrierte nach Angaben der Regierung in den vergangenen sieben Tagen mehr als 2600 Infizierungen. In den ersten sechs Monaten der Pandemie seien zuvor insgesamt nur rund 5000 Fälle aufgetreten, hieß es aus dem libanesischen Gesundheitsministerium. Die Zahlen seien vor allem in der Hauptstadt Beirut und im Norden hoch.

Durch den Transport sehr vieler Verwundeter ohne Schutzmaßnahmen in Krankenhäuser sei das Coronavirus nach der Explosion unter dem medizinischen Personal und anderen Menschen verbreitet worden, hieß es weiter. Zudem seien bei der Detonation auch Corona-Patienten verwundet worden und im Chaos in Kontakt mit anderen gekommen.

19.8.2020 • 13:43 Uhr

Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen

Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen Einschränkungen auch für die Urlaubsregion der Halbinsel Chalkidiki und die Insel Mykonos angeordnet. Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte werden von diesem Freitag an bis zum 31. August untersagt. Zudem sind Versammlungen von mehr als neun Personen verboten.

Ähnliche Maßnahmen waren in der Vergangenheit auf Inseln wie Paros und Antiparos ergriffen worden. Wegen der Corona-Pandemie müssen Bars und Restaurants seit einigen Tagen auf Touristeninseln wie Mykonos und in Regionen wie Athen zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens schließen. Die Gegenden sind im Vergleich zum Rest des Landes stärker von der Corona-Pandemie betroffen.

Zwei Personen tragen eine Maske auf Mykonos in Griechenland | AP

Griechenland führt eine Maskenpflicht auf der Insel Mykonos und der Halbinsel Chalkidiki ein. Bild: AP

Griechenland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher besser durch die Pandemie gekommen. Seit Februar wurden in Griechenland 7472 Coronavirus-Infektionen bei 232 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Zuletzt stieg die Zahl der Neuinfektionen jedoch auf mehr als 200 Infizierte pro Tag an.

19.8.2020 • 13:03 Uhr

Nur noch jeder Siebte in Kurzarbeit

Die Zahl der Kurzarbeit in Deutschland ist im Juli deutlich gesunken, mit 5,6 Millionen Betroffenen aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Wie das ifo-Institut mitteilte, sei bundesweit im vergangenen Monat jeder siebte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Kurzarbeit gewesen, mit durchschnittlich 43 Prozent weniger Arbeitszeit.

Am stärksten betroffen ist weiterhin das Gastgewerbe. Dort sank die Zahl der Kurzarbeiter zwar um ein Drittel auf 465.000 - aber das sind immer noch 42 Prozent der Beschäftigten in dieser Branche. Im Handel ging die Zahl der Kurzarbeiter ebenfalls sehr stark zurück auf 637 000. In der Industrie sinkt die Kurzarbeit nur langsam: Im Juli waren 2,12 Millionen Beschäftigte dort in Kurzarbeit. Der Anteil der Kurzarbeiter sank damit von 33 auf 30 Prozent. Im Maschinenbau und in der Elektroindustrie hat sie im Juli dagegen noch zugenommen.

19.8.2020 • 12:53 Uhr

Papst: Impfstoff nicht nur für die Reichen

"Wie traurig wäre das, wenn bei der Covid-19-Impfung die Reichsten Vorrang hätten?" - Papst Franziskus hat Gerechtigkeit im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie gefordert. Ein Impfstoff müsse allen zugänglich sein, nicht nur den Wohlhabenden, sagte er in seiner wöchentlichen Generalaudienz. Die Pandemie sei eine Krise, aus der die Menschheit entweder besser oder schlechter hervorgehen werde. "Und wir müssen besser herauskommen", forderte er.

Papst Franziskus winkt aus dem Fenster seines Arbeitszimmers | dpa

Franziskus forderte, den Impfstoff allen Menschen zugänglich zu machen. Bild: dpa

Der Papst sagte, es müsse zwei Reaktionen auf die Pandemie geben. Ein Impfstoff gegen den winzigen Krankheitserreger sei unverzichtbar. Aber: "Wir müssen (auch) ein großes Virus behandeln - das der sozialen Ungerechtigkeit, ungleicher Chancen, der Ausgrenzung und des fehlenden Schutzes für die Schwächsten."

Franziskus sagte, es wäre ein Skandal, wenn die größtenteils aus öffentlichen Geldern stammende Wirtschaftshilfe jetzt Industrien belebe, die den Armen nicht helfen und der Umwelt schaden.

19.8.2020 • 12:22 Uhr

Zahl der Corona-Toten im Iran steigt auf mehr als 20.000

Im Iran werden offiziell mittlerweile mehr als 20.000 Todesfälle mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagt im Staatsfernsehen, die Totenzahl sei in den vergangenen 24 Stunden um 153 auf 20.125 gestiegen. Positiv auf das Virus getestet wurden im Land bislang 350.279 Menschen - das ist ein Anstieg binnen eines Tages um 2444.

19.8.2020 • 12:01 Uhr

Russischer Corona-Impfstoff: Registriert statt zugelassen?

Der russische Corona-Impfstoff sei nicht zugelassen, sondern lediglich registriert worden, behauptet der Sender "RT Deutsch". Deutsche Medien hätten hier falsch berichtet. Die Realität sieht allerdings anders aus.

19.8.2020 • 11:50 Uhr

Meiste Erstklässler ohne Eingangsuntersuchung eingeschult

Die meisten Erstklässler sind Medienberichten zufolge in diesem Schuljahr ohne die eigentlich obligatorischen Schuleingangsuntersuchungen in die Schule gekommen. Grund sei die Auslastung der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie, berichten die Sender RTL und ntv. "Die meisten haben es nicht geschafft, die Schuleingangsuntersuchungen durchzuführen", wird Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, zitiert. Nur in ganz wenigen Bundesländern sei versucht worden, die Untersuchungen in der Lockerungsphase nachzuholen. Es seien mehrere Zehntausend Kinder bundesweit betroffen.

19.8.2020 • 11:31 Uhr

Nur langsame Erholung im Luftverkehr

Die deutsche Luftfahrtbranche ist durch die Corona-Maßnahmen noch immer stark eingeschränkt. Das geht aus der Halbjahresbilanz des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hervor. Dabei sei der Passagierverkehr noch stärker betroffen als der Frachtverkehr. In den ersten sechs Monaten fehlten demnach an deutschen Flughäfen rund 66 Prozent der Passagiere. Eine Erholung auf Vorkrisenniveau werde erst in den kommenden Jahren erreicht. Die Passagierzahlen dürften frühestens 2024 wieder den Stand von 2019 erreichen, heißt es in dem Bericht. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Corona-Infektionen im nächsten Jahr unter Kontrolle seien.

Der Branchenverband schätzt, dass die Hälfte der 1,1 Millionen direkt oder indirekt mit dem Luftverkehr verbundenen Jobs akut bedroht sind. Noch härter seien die Folgen für Beschäftigte in Spanien und Großbritannien.

19.8.2020 • 10:31 Uhr

Demnächst wieder Tagesgäste in Mecklenburg-Vorpommern?

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern will offenbar bald wieder Tagesurlauber zulassen. Einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge arbeitet der Corona-Stab der Staatskanzlei daran. "Wir sind dabei, für diesen Schritt alles vorzubereiten", wird Staatskanzleichef Heiko Geue (SPD) zitiert. Damit sollen Hoteliers und Gastwirte auch nach der Urlaubshochsaison unterstützt werden. Die Beratungen über eine weitere Lockerung sind für den kommenden Dienstag angesetzt.

Ein Rettungsschwimmer mit einem Fernglas bewacht den Strand in Warnemünde. | dpa

Gute Aussichten für Tagesurlauber, die nach Mecklenburg-Vorpommern wollen. Die Landesregierung arbeitet an weiteren Lockerungen, unter anderem um die Tourismusbetriebe an der Ostsee zu unterstützen. Bild: dpa

19.8.2020 • 10:05 Uhr

Finnland: Wieder Reisebeschränkungen für Deutsche

Wer aus Deutschland nach Finnland einreist, muss künftig wieder für 14 Tage in Quarantäne. Die Auflage soll ab dem kommenden Montag gelten. Die finnische Regierung verschärft die Reisebeschränkungen für mehrere europäische Länder. Neben Deutschland sind auch Griechenland, Malta, Norwegen, Dänemark und Island betroffen.

Entscheidend für die Finnen ist, dass in dem entsprechenden Land innerhalb einer Zwei-Wochen-Periode weniger als acht neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner verzeichnet wurden. Finnland selbst hat derzeit europaweit die niedrigsten Infektionszahlen.

19.8.2020 • 09:32 Uhr

Marburger Bund: Corona-Tests für Klinikpersonal erleichtern

Der Ärzteverband Marburger Bund fordert für Ärzte und Pflegekräfte in Krankenhäusern einen leichteren Zugang zu Corona-Tests. "Es darf nicht sein, dass für Tests an Klinikmitarbeitern in vielen Fällen zunächst eine Genehmigung des örtlichen Gesundheitsamtes eingeholt werden muss", sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Derzeit testeten viele Kliniken ihre Mitarbeiter zudem auf eigene Kosten. Wenn Reiserückkehrer und Lehrer Anspruch auf kostenlose Tests hätten, dann müsse das auch für das Klinikpersonal gelten.

19.8.2020 • 09:16 Uhr

Besonders häufig Kurzarbeit in Bayern

Im Zuge der Corona-Krise wird in Bayern die Kurzarbeit besonders stark genutzt. Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts hatte der Freistaat zuletzt die höchste Quote. Im Juli seien dort 21 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit gewesen - das entspreche etwa 1,2 Millionen Beschäftigten. Nordrhein-Westfalen und Hessen sind ebenfalls stark betroffen. Die wenigsten Menschen in Kurzarbeit gibt es demnach in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bundesweit schätzt das Ifo-Institut die Zahl der Kurzarbeiter auf 5,6 Millionen.

19.8.2020 • 08:49 Uhr

Gastgewerbe holt im Juni wieder auf

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben die Geschäfte des Gastgewerbes im Juni deutlich belebt. Das Statistische Bundesamt meldet einen Umsatzanstieg von mehr als 60 Prozent. Allerdings reicht das Plus nicht aus, um die starken Rückgänge der vorangegangenen Monate auszugleichen. Im Vergleich zum Februar, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie, ging der Umsatz bei Hotels und Gaststätten um rund 40 Prozent zurück.

Menschen stehen vor einem Biergarten in München in der Warteschlange. | dpa

Seit der Lockerung der Corona-Maßnahmen für das Gastgewerbe steigen die Umsätze wieder. Allerdings heißt es für die Gäste oft Schlange stehen, damit die Hygiene-Auflagen eingehalten werden können. Bild: dpa

19.8.2020 • 08:41 Uhr

Australiens Regierungschef spricht sich für Corona-Impfpflicht aus

Der australische Premierminister Scott Morrison befürwortet eine Corona-Impfpflicht für alle Bürger, sobald es einen Wirkstoff gibt. Die Impfung solle für die 25 Millionen Menschen im Land "so obligatorisch wie möglich sein", sagte Morrison in einem Radiointerview. Ausnahmen dürften nur aus medizinischen Gründen möglich sein. Vor der Einführung einer möglichen Impfpflicht solle es nach Aussage des Regierungschefs aber zunächst einen freiwilligen Aufruf geben. Die Impfung werde kostenlos sein.

19.8.2020 • 08:31 Uhr

Scheuer für einheitliche Regelungen bei Maskenpflicht-Verstößen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat sich für bundesweit einheitliche Bußgeldregelungen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ausgesprochen. Um das Personal in öffentlichen Verkehrsmitteln zu unterstützen, sei eine "einheitliche Strategie" auf Bundesebene wünschenswert, sagte Scheuer im ARD-Morgenmagazin.

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr und im Bahn-Fernverkehr sind während der Corona-Pandemie massiv zurückgegangen. Scheuer erklärte, Ziel sei es nun, das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen. Dazu soll heute eine gemeinsame Kampagne mit den Bundesländern, Verkehrsunternehmen und kommunalen Spitzenverbänden starten.

19.8.2020 • 07:56 Uhr

Besorgnis in Südkorea wegen Anstieg der Infektionen

Die Regierung in Südkorea warnt vor einer Ausbreitung der Infektionen. Vizegesundheitsminister Kim Gang Lip sprach von einer "höchst gefährlichen Krise". In der Hauptstadt Seoul gebe es immer mehr Ansteckungsfälle, nun drohe eine Ausweitung auf das gesamte Land. Die Zahl der neuen Positiv-Tests legte den sechsten Tag in Folge dreistellig zu. Derzeit werden 90 Prozent der Fälle in Seoul registriert.

Wegen der steigenden Zahlen wurden in der südkoreanischen Hauptstadt inzwischen größere Menschenansammlungen untersagt. Museen, Nachtclubs, Karaoke-Bars und Buffet-Restaurants müssen schließen. Gottesdienste in den Kirchen dürfen nur ohne Besucher stattfinden.

19.8.2020 • 07:50 Uhr

Karnevals-Bund ist gegen Absage

Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval (BDK), Klaus-Ludwig Fess, hat sich gegen eine Absage der Session ausgesprochen. Er reagiert damit auf eine Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der gestern erklärt hatte, er könne sich während der Corona-Pandemie im kommenden Winter Karneval nicht vorstellen. Es sei im August viel zu früh, Veranstaltungen abzusagen, sagte Fess dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

19.8.2020 • 06:53 Uhr

Lauterbach erwartet flächendeckende Impfungen erst 2022

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet erst 2022 mit ausreichend Impfstoffdosen für die gesamte Bevölkerung. Zwar dürfte ein sicherer, gut getesteter Impfstoff bereits Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stehen, sagte Lauterbach dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die wichtige Frage sei aber, wann tatsächlich auch geimpft werden könne. Es hänge unter anderem davon ab, wie der passende Impfstoff weltweit verteilt werde.

19.8.2020 • 06:31 Uhr

Irland verschärft Corona-Beschränkungen

Wegen gestiegener Infektionszahlen hat die irische Regierung die Corona-Auflagen in einigen Regionen verschärft. Regierungschef Micheàl Martin sagte, Irland habe das Virus durch seine anfänglichen Maßnahmen unter Kontrolle gebracht, die Lockerungen hätten die Zahlen wieder steigen lassen. Künftig sollen sich in den betroffenen Gebieten nur noch sechs Menschen treffen können. Bisher lag die Grenze bei 50 Menschen, das gilt jetzt nur noch für Hochzeiten. Bei Sportveranstaltungen wird die Zuschauerzahl von maximal 200 auf 15 gesenkt. Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 13. September.

19.8.2020 • 05:58 Uhr

Insider: Demokraten und Republikaner wollen sich auf kleineres US-Hilfspaket einigen

Im Ringen um ein neues US-Finanzpaket wollen sich laut Insiderinformationen sowohl Demokraten als auch Republikaner auf ein kleineres Corona-Hilfspaket einigen. "Ich denke, einige Demokraten und einige Republikaner, sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat, haben den echten Wunsch, ein kleineres Paket mit den Dingen auf den Weg zu bringen, auf die wir uns einigen können", sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. "Es könnte sich auf ungefähr 500 Milliarden Dollar belaufen." Die Hilfsmittel sollen die Finanzierung des Postdienstes sicher stellen, zusätzliche Mittel für Kredite an kleinere und mittlere Unternehmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen beinhalten und möglicherweise eine Finanzspritze für Schulen bereitstellen, erklärte der Regierungsbeamte.

19.8.2020 • 05:48 Uhr

Blatt: Bis zu zwölf Regionalflughäfen droht das Aus

Infolge der Corona-Krise könnten in Deutschland mehrere subventionierte Regionalflughäfen einem Zeitungsbericht zufolge vor der Pleite stehen. Auf kurze Sicht sei die Existenz von sieben der untersuchten 14 Regionalflughäfen bedroht, warnt eine Studie, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft für die Umweltorganisation BUND erstellt hat und der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Auf mittlere Sicht drohe sogar zwölf der Flughäfen, die auf substanzielle staatliche Beihilfen angewiesen sind, das Aus. Besonders kritisch stuft die Studie die Aussichten für die Flughäfen Frankfurt-Hahn, Kassel-Calden, Niederrhein-Weeze, Paderborn/Lippstadt, Rostock-Laage, Erfurt-Weimar und Saarbrücken ein. Die Studie wird heute öffentlich vorgestellt.

19.8.2020 • 05:27 Uhr

BDI übt scharfe Kritik an Corona-Test-Strategie der Bundesregierung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat scharfe Kritik an der Corona-Test-Strategie von Bundes- und Landesregierungen geäußert und ein Nachsteuern gefordert. "Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibt, muss insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden. Die Bundesregierung hinkt ihrem eigenen Anspruch, die Testkapazitäten auf 4,5 Millionen pro Woche zu steigern, momentan meilenweit hinterher", sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Zuletzt sei nicht einmal ein Drittel der angestrebten Testkapazität erreicht worden. Dieser Mangel gefährde die wirtschaftliche Gesundung, so Plöger weiter.

19.8.2020 • 05:17 Uhr

RKI: 1510 Neuinfektionen und sieben weitere Todesfälle

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1510 auf 226.914 gestiegen. An den Folgen des Virus sind in den vergangenen 24 Stunden sieben weitere Personen gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9243.

19.8.2020 • 05:17 Uhr

Arbeitsminister Heil zeigt sich offen für Vier-Tage-Woche in der Corona-Krise

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich gegenüber einem Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche offen gezeigt. "Gute und pragmatische Ideen sind gefragt, um gemeinsam durch die Krise zu kommen", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich könne eine geeignete Maßnahme sein. 

Voraussetzung sei, dass "sich die Sozialpartner darauf verständigen", sagte Heil. Die Tarifpartnerschaft sei "ein starkes Mittel, um solche Ideen gemeinsam zu entwickeln". IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte am Wochenende vorgeschlagen, in der kommenden Tarifrunde eine Vier-Tage-Woche als Option für die Betriebe zu vereinbaren, um einen Stellenabbau zu verhindern. Ohne die Forderung zu präzisieren, sprach Hofmann von "einem gewissen Lohnausgleich für die Beschäftigten, damit es sich die Mitarbeiter leisten können". Arbeitgeberverbände lehnten den Vorschlag ab.