In Moskau fährt ein Passant auf einem Roller durch einen Park. | AP
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen Moskau will Ausgangssperre lockern

Stand: 27.05.2020 22:13 Uhr

In Moskau sollen die strengen Auflagen gegen das Coronavirus etwas gelockert werden. In Frankreich kann ab kommender Woche eine Corona-App genutzt werden. Alle Entwicklungen vom Mittwoch zum Nachlesen im Liveblog.

  • Moskau lockert ab Montag Ausgangssperre
  • Französische Nationalversammlung stimmt für Corona-App
  • Frankfurter Buchmesse 2020 soll stattfinden
  • SH will zu normalem Schul- und Kitabetrieb zurück
  • Lufthansa-Aufsichtsrat votiert gegen Rettungspaket
  • Gemischte Reaktionen auf EU-Wiederaufbauplan
27.5.2020 • 22:13 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Das war es für heute. Alles rund um die Corona-Pandemie gibt es morgen in einer neuen Auflage des Liveblogs.

27.5.2020 • 21:41 Uhr

Niedrigere Schwelle für Drohungen

Sowohl der SPD-Politiker Karl Lauterbach als auch der Virologe Christian Drosten sind zum Ziel für anonyme Drohungen geworden. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes keine Einzelfälle.

27.5.2020 • 21:30 Uhr

Französische Nationalversammlung segnet Corona-App ab

Mit einer Mehrheit von 338 zu 215 Stimmen hat die französische Nationalversammlung dem Konzept der Regierung für die Corona-App "StoppCovid" zugestimmt.

Damit können Franzosen den Dienst ab kommender Woche auf freiwilliger Basis nutzen. Mithilfe der App sollen Infektionsketten des Virus besser und schneller nachvollzogen werden können.

In der Debatte um die App hatte es jedoch datenschutzrechtliche bedenken gegeben.

27.5.2020 • 21:07 Uhr

Spendenaufruf per Rap

Auf ungewöhnliche Art hat sich der polnische Bischof Adrian Galbas für die Betroffenen der Corona-Pandemie eingesetzt. Er beteiligte sich an der Spendenaktion "Hot16Challenge" - und zwar mit einem Rap.

Der 52-Jährige schrieb selbst 16 Verse und veröffentlichte diese auf YouTube. Darin sprach er von einem "wichtigen Almosen", für das die Ärzte, die die "Harte Krankheit bekämpfen" dankbar sein würden.

Auch andere Prominente hatten sich in Polen schon an der Spendenaktion beteiligt, darunter Staatspräsident Andrzeij Duda. Durch die Aktion kamen bereits mehr als 740.000 Euro an Spendengeldern zusammen.

27.5.2020 • 20:55 Uhr

IBB erhält Rückzahlungen in Millionenhöhe

Rund 11.000 Empfänger der Soforthilfe haben einen Teil der Bezüge an die Investitionsbank Berlin (IBB) zurückzahlen müssen. Denn wofür das Geld ausgegeben werden darf, ist genau festgelegt.

27.5.2020 • 20:53 Uhr

Moskau will Lockerungen zulassen

Ab kommenden Montag sollen in Russlands Hauptstadt Moskau nach rund zweimonatiger strikter Ausgangssperre einige Lockerungen in Kraft treten. Das kündigte Bürgermeister Sergej Sobjanin an.

So sollen dann Parks wieder geöffnet werden. Den Einwohnern der Stadt soll es dreimal pro Woche erlaubt sein, spazieren zu gehen. In der Zeit von 5 Uhr bis 9 Uhr morgens ist auch Sport im Freien erlaubt.

Dafür soll jedoch die Maskenpflicht deutlich ausgeweitet werden. Die Maske muss bisher nur in Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen getragen werden. Ab Montag ist sie auch beim Spaziergang oder beim Sport, der draußen betrieben wird, Pflicht.

27.5.2020 • 20:51 Uhr

Söder bleibt gegenüber Sommerurlaub auf Mallorca skeptisch

Mitte Juni sollen zumindest die Reisewarnungen für die EU-Mitgliedsstaaten fallen. Doch einigen besonders beliebten Urlaubszielen steht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder trotzdem kritisch gegenüber, darunter den Touristen-Hotspots auf Mallorca.

"Es ist schwer vorstellbar, wie man am Ballermann Hygiene- und Abstandsregeln richtig einhalten kann", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dieses Jahr werde eben "ein anderes Urlaubsjahr".

Vorsicht müsste Priorität behalten, betonte der CSU-Chef und warnte vor einem zweiten Lockdown.

27.5.2020 • 20:41 Uhr

Beschränken US-Bundesstaaten Abtreibungen während Krise?

Der UN-Menschenrechtsrat zur Diskriminierung von Frauen und Mädchen hat heftige Kritik an den US-Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Alabama, Ohio, Iowa, Louisiana, Arkansas und Tennessee geübt. Das Gremium wirft den Bundesstaaten vor, die Einschränkungen während der Corona-Pandemie auszunutzen, um Frauen den Zugang zu Abtreibungen zu verwehren.

Unter Berufung auf Corona-Notverordnungen hätten die Staaten aus ihrer Sicht nicht notwendige medizinische Eingriffe ausgesetzt.

"Wir bedauern, dass diese Staaten, die eine lange Geschichte restriktiver Praktiken gegen Abtreibungen haben, die Krise anscheinend manipulieren, um die Rechte von Frauen hinsichtlich ihrer sexuellen und familiären Selbstbestimmung stark einzuschränken", so die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Elizabeth Broderick. Sie betonte, der Zugang zu Abtreibungen sei Teil der notwendigen Gesundheitsversorgung und müsse auch in der Corona-Krise erhalten bleiben.

27.5.2020 • 20:31 Uhr

Schleswig-Holstein plant "normales" neues Schuljahr

Angesichts niedriger Corona-Fallzahlen will die Landesregierung von Schleswig-Holstein zu einem normalen Betrieb in Kitas und Schulen zurückkehren.

Grundschüler sollen bereits ab dem 8. Juni täglich in voller Klassenstärke unterrichtet werden. Die Kitas sollen den Normalbetrieb ab dem 22. Juni wieder aufnehmen können. Allerdings müssen alle Einrichtungen Hygienemaßnahmen einhalten.

Mit dem neuen Schuljahr ab dem 10. August werde dann der Unterricht an sämtlichen Schulen wieder normal ablaufen, kündigte die Landesregierung weiter an. Schon in der letzten Schulwoche vor Ferienbeginn sollen alle Schüler zumindest tageweise in der gewohnten Klassenstärke am Unterricht teilnehmen.

27.5.2020 • 20:22 Uhr

Schweden steht EU-Wiederaufbauplan ablehnend gegenüber

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven befürchtet, dass der von der EU-Kommission geplante Rettungsfonds für die Wirtschaft der EU-Staaten für sein eigenes Land zum Nachteil werden könnte.

"Schweden hat immer darauf gedrungen, dass sich der Fonds auf die Kreditvergabe konzentrieren sollte, was stärkere Anreize für eine effektive Nutzung des Geldes bietet", heißt es in einer schriftlichen Stellungsnahme Löfvens.

Diese Ansicht teilen nahezu alle Parteien des schwedischen Parlaments. "Alle Länder müssen das Gefühl haben, selbst für ihre wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich zu sein. Dies sind Länder, die seit langem keine soliden öffentlichen Finanzen mehr haben", sagte etwa Mats Persson von den Liberalen der Zeitung "Dagens Nyheter".

Neben Schweden kritisieren auch Österreich, die Niederlande und Dänemark, dass im Rahmen des Wiederaufbauplans wirtschaftlich schwächeren Ländern wie Italien oder Spanien Hilfen zugesprochen werden sollen, die diese dann nicht zurückzahlen müssen.

27.5.2020 • 20:16 Uhr

Mehr als 99.000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind seit Ausbruch der Pandemie mehr als 99.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Seuchenschutzbehörde des Landes mit. Die Zahl der bekannten Fälle habe sich binnen 24 Stunden um mehr als 16.400 auf insgesamt rund 1,7 Millionen erhöht.

27.5.2020 • 20:01 Uhr

Corona-Krise hat "alles auf den Kopf gestellt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine verstärkte Zusammenarbeit unter den EU-Staaten ausgesprochen, um die Folgen der Corona-Pandemie zu überwinden. Die Krise habe "alles auf den Kopf gestellt", sagte sie zum Auftakt einer Diskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung. Doch sie glaube auch, dass "Europa aus der Krise stärker hervorgehen" könne, "als es in sie hineingegangen ist".

27.5.2020 • 19:49 Uhr

Sachsen-Anhalt bringt weitere Fördermaßnahmen auf den Weg

Mit einem sechs Millionen umfassenden Förderprogramm will das Kultusministerium in Sachsen-Anhalt der Kunst- und Kulturbranche nach Schließungen und Arbeitsausfällen durch die Corona-Krise wieder auf die Beine helfen.

Das Geld soll Freiberuflern zugute kommen, die in den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Medienkunst, Darstellende Kunst, Literatur und intermediale Kunstformen tätig sind. Voraussichtlich ab Mitte Juni können sie einen Zuschuss von monatlich 1000 Euro beantragen, der bis zu drei Monate ausgezahlt werden kann und nicht erstattet werden muss.

Außerdem stimmte nach der Landesregierung auch der Finanzausschuss des Landtags zu, den Bonus für Mitarbeiter der Altenpflege aufzustocken. Für den Bonus zahlt der Bund einmalig 1000 Euro, auf die die Bundesländer oder Arbeitgeber bis zu 500 Euro drauflegen köönnen.

27.5.2020 • 19:39 Uhr

Florida: Disney will Freizeitparks Mitte Juli öffnen

Der Walt-Disney-Konzern plant, seine Vergnügungsparks im US-Bundesstaat Florida im Juli wieder für Besucher zu öffnen - allerdings nur schrittweise und mit strikten Sicherheitsvorkehrungen. Den Anfang soll am 11. Juli das Disney World Resort machen, ab dem 15. Juli sollen weitere Parks folgen.

Eine Luftaufnahme des Cinderella-Schlosses im wegen der Corona-Krise völlig leeren Disney-Vergnügungspark in Orlando. | REUTERS

Mitte Juli sollen endlich wieder Besucher das Cinderella-Schloss im Freizeitpark in Orlando besuchen dürfen. Bild: REUTERS

27.5.2020 • 19:31 Uhr

Sinkende Fallzahlen in Frankreich

Laut französischer Behörden blieb die Zahl der Todesopfer, die binnen 24 Stunden infolge einer Corona-Infektion gestorben waren, den siebten Tag infolge unter der Grenze von 100 gemeldeten Toten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden den Gesundheitsämtern von Kliniken und Pflegeheimen rund 70 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Hinzu kämen knapp 200 weitere bestätigte Infektionen.

27.5.2020 • 19:23 Uhr

Pandemie "vernichtet Jobs"

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) kommt in einer heute veröffentlichten Analyse zu dem Schluss, dass vor allem junge Berufstätige von den Auswirkungen der Corona-Krise getroffen werden. Seit Februar habe weltweit jeder sechste Angestellte im Alter zwischen 15 und 24 Jahren seinen Job verloren, führte ILO-Generaldirektor Guy Ryder aus.

Diejenigen, die nicht vom Jobverlust betroffen gewesen seien, hätten dafür ihre Arbeit aber im Durchschnitt um 23 Prozent reduzieren müssen. Die Folgen der Pandemie hätten "Jobs vernichtet, Ausbildungen unterbrochen oder beendet und Arbeitsplatzwechsel unterbunden", heißt es in der Studie.

Auch in Deutschland sind durch die wirtschaftlichen Einbußen mehr als 100.000 Stellen weggebrochen, heißt es in einer Auswertung des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. Beide Einrichtungen untersuchten die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt bis Mitte April. Demnach wurden 64.000 Jobs in dieser Zeit gestrichen. Hinzu kämen rund 53.000 Neueinstellungen, auf die Unternehmen verzichtet hätten.

27.5.2020 • 19:01 Uhr

Käßmann befürwortet "Deal der Generationen" in Corona-Krise

Die frühere Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ehemalige hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat sich ein einem Interview mit dem Straßenmagazin "Asphalt", dessen Mitherausgeberin sie ist, dafür ausgesprochen, dass ältere Menschen in der Corona-Krise zugunsten von Kindern zurückstehen sollten.

"Wenn ich wüsste, dass die Kleinen und Jüngeren wieder rauskönnen, wenn wir, die über Sechzigjährigen, die Risikogruppen, zu Hause blieben, wenn das der Deal wäre, dann würde ich mich darauf einlassen", sagte Käßmann. Die Älteren hätten ein gutes Leben gelebt, nun sollten sie für die Kinder verzichten.

Zudem sei die ältere Generation von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie am wenigsten betroffen, führte Käßmann weiter an: "Wir bekommen unsere Rente, unsere Pension weiter, müssen keine Kurzarbeit oder den Arbeitsplatzverlust fürchten, müssen keine Kinder versorgen und auch keine Alten, weil wir selber die Ältesten sind."

Harsche Kritik kam von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. "In einer Zeit, in der 800.000 Pflegebedürftige systematisch in Heimen isoliert werden, sollte niemand mehr Verzicht von alten Menschen einfordern", sagte deren Vorsitzender Eugen Brysch.

27.5.2020 • 18:50 Uhr

Lockerungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen

Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Nordrhein-Westfalen fallen ab dem Wochenende weitere Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weg. In Baden-Württemberg dürfen Bars und Kneipen ab Samstag ihre Außenbereiche nutzen. Der Schritt stützt sich auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs. Die Richter sahen es als unrechtmäßig an, dass Restaurants solche Bereiche für Gäste öffnen dürfen, Bars aber nicht.

In Nordrhein-Westfalen dürfen Theater und Kinos wieder öffnen, außerdem dürfen sich größere Gruppen als bisher treffen.

27.5.2020 • 18:45 Uhr

Bayern nimmt die meisten Schulden für Corona-Hilfe auf

Einer Auflistung des Landesrechnungshofes Schleswig-Holstein zufolge, ist Bayern Spitzenreiter bei der Neuverschuldung, die die Bundesländer aufnehmen, um wirtschaftliche Hilfe in der Corona-Krise zu leisten. Demnach nimmt der Freistaat im Durchschnitt pro Einwohner Nettokredite in Höhe von 3049 Euro auf.

Auf Platz zwei landet Bremen mit durchschnittlich 1754 Euro pro Kopf und dahinter folgt Nordrhein-Westfalen mit 1393 Euro. Zum Vergleich: Der Bund nimmt Nettokredite in Höhe von durchschnittlich 1876 Euro pro Einwohner auf.

Insgesamt stellen Bund und Länder zur Bewältigung der Corona-Krise zusätzliche Ausgaben von 342 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen 75 Prozent auf den Bund und 25 Prozent auf die Länder.

27.5.2020 • 18:38 Uhr

Reisewarnung für EU-Länder noch bis Mitte Juni

Bundesaußenminister Heiko Maas hat angekündigt, dass die internationale Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ab dem 15. Juni für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufgehoben werden soll.

"Wir werden uns danach damit beschäftigen, wie es mit den Drittländern weitergeht, also Ländern außerhalb der Europäischen Union. Dazu gehört auch die Türkei", sagte der SPD-Politiker in einem auf Instagram veröffentlichten Interview.

27.5.2020 • 18:36 Uhr

Ministerpräsidentenkonferenz zum Umgang mit Pandemie geplant

Voraussichtlich am 17. Juni sollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf einer Konferenz zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Das kündigte Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow an.

Die Entwicklung der Pandemie sei in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich, so Ramelow. Darum sei ein Austausch und eine Verständigung wichtig.

27.5.2020 • 18:32 Uhr

WHO-Stiftung gegründet

Die Weltgesundheitsorganisation will mit einer neugegründeten Stiftung zusätzliche Geldquellen erschließen. Die WHO müsse in ihrem Kampf gegen die Corona-Pandemie und andere gesundheitliche Krisen besser finanziell ausgerüstet werden, erklärte Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus

Der frühere Direktor des Schweizer Bundesamt für Gesundheit, Thomas Zeltner, gründete die "Weltgesundheitsorganisation Stiftung" und übernimmt den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Die juristisch von der WHO unabhängige Stiftung soll Gelder bei Privaten, Unternehmen, Institutionen und anderen "nicht-traditionellen" Gebern einsammeln, wie es hieß.

27.5.2020 • 18:16 Uhr

Boeing entlässt Tausende US-Mitarbeiter

Der angeschlagene Flugzeughersteller Boeing will im Zuge der Corona-Krise mehr als 12.000 Stellen in den USA abbauen. Rund 6770 Mitarbeiter erhalten diese Woche ihre Entlassungsschreiben, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kündigungen kommen demnach zusätzlich zu etwa 5520 Angestellten, die Abfindungsangebote angenommen haben und den Konzern in den nächsten Wochen verlassen.

Die Entlassungswelle kommt nicht überraschend: Boeing hatte bereits Ende April angekündigt, seine Beschäftigtenzahl von rund 160.000 um etwa zehn Prozent zu reduzieren. Dieser Plan wurde nun konkretisiert.

27.5.2020 • 17:56 Uhr

Schweiz kündigt Lockerungen an

Bereits ab Samstag werden in der Schweiz weitere Corona-Auflagen abgeschwächt. Die Regierung beschloss heute, dass ab dem Wochenende wieder bis zu 30 Personen zusammenkommen dürfen. Der Mindestabstand sowie die Hygieneregeln sollen weiterhin gelten.

Ab dem 6. Juni sollen dann auch wieder Veranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern gestattet sein. Ab diesem Zeitpunkt können auch Zoos, Bergbahnen, Campingplätze, Schwimmbäder, Theater und Kinos öffnen. In Restaurants dürfen ab diesem Datum wieder mehr als vier Gäste an einem Tisch sitzen.

In der Schweiz herrscht derzeit eine "außerordentliche Lage", die mit dem Notstandsrecht einhergeht, dass seit Anfang März gilt. Das Notstandsrecht soll am 19. Juni auslaufen.

Großveranstaltungen bleiben jedoch weiter verboten, vorerst bis Ende August. Am 24. Juni will die Regierung darüber beraten, ab wann Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern wieder möglich sein könnten.

27.5.2020 • 17:46 Uhr

Merkel rechnet mit "schwierigen Verhandlungen" über Rettungsplan

Das Ringen um einen EU-weiten Konsens zum Wiederaufbauplan der EU-Kommission wird aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel langwierig. Die Debatten würden "auf dem nächsten EU-Rat" sicher nicht abgeschlossen werden können. Daher sei es wichtig, dass im Herbst genügend Zeit für die nationalen Parlamente sei, damit sie sich mit dem EU-Konzept befassen könnten. Ziel sei es, dass die Maßnahmen zum 1. Januar 2021 in Kraft treten könnten.

Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist überzeugt, dass die Diskussionen um den EU-Plan "noch nicht zu Ende sind". Die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende eine Einigung erzielt werden könne, sei aber sehr hoch.

27.5.2020 • 17:39 Uhr

Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise stattfinden, allerdings mit etwas anderem Konzept. Das beschloss der Aufsichtsrat der Messe.

Die Schau soll demnach vom 14. bis zum 18. Oktober abgehalten werden, teils auf dem Messegelände, teils dezentral in der Stadt und in gewissem Umfang auch virtuell.

In den vergangenen Jahren hatten jeweils rund 300.000 Gäste die Messe mit fast 7500 Ausstellern aus aller Welt besucht.

27.5.2020 • 17:24 Uhr

Ein Fünftel der Deutschen fühlt sich von Medien und Politik getäuscht

In einer Umfrage des Magazin Zapp gaben 20 Prozent der Teilnehmer an, sie haben den Eindruck einer übertriebenen Berichterstattung über die Pandemie.

27.5.2020 • 17:16 Uhr

Frankreich: Umweltschützer beklagen "Corona-Müll" im Meer

Mitglieder der französischen Umweltorganisation "Opération Mer Propre" ("Operation Sauberes Meer") kritisiert eine zunehmende Verschmutzung des Meeres durch Atemmasken oder Gummihandschuhe. Auf Tauchgängen vor der Côte d’Azur hätten Aktivisten diese Abfälle zwischen anderem Müll wie Bierdosen oder Zigarettenkippen entdeckt.

In Frankreich ist es mittlerweile nach wochenlangem Lockdown wieder erlaubt, Strände zu besuchen.

27.5.2020 • 17:04 Uhr

Bundesfamilienministerium will Kita-Register einführen

Künftig sollen Kitas in einem bundesweiten Melderegister ihre Kapazitäten trotz Corona-Beschränkungen angeben. Ebenso soll aufgeführt werden, wenn Einrichtungen wegen neuer Infektionen schließen müssen. Das kündigte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey an.

Die Meldungen der Kitas sollen demnach wöchentlich erfolgen. Sollte es in einer Einrichtung gehäuft zu Ansteckungen kommen, werde ein mobiles Einsatzteam des Robert Koch-Institutes (RKI) vor Ort Tests durchführen.

Gleichzeitig plant das Ministerium eine Begleitstudie, die untersuchen soll, inwiefern die Öffnung der Kitas in Form einer Notbetreuung oder eines eingeschränkten Regelbetriebs mit einem Anstieg der Infektionen bei Kindern und Erwachsenen einhergeht. Dazu sollen unter anderem Mitarbeiter der Kitas, die Leitung der Einrichtungen sowie die Eltern der Kinder befragt werden, berichtet die Zeitung "Welt".

Die Studie soll vom Deutschen Jugendinstitut in Zusammenarbeit mit dem RKI durchgeführt werden und im Juni beginnen. Auslaufen soll sie im Dezember 2021.

27.5.2020 • 16:52 Uhr

Lob für EU-Wiederaufbauplan

Die Regierungen mehrerer EU-Staaten haben den Wiederaufbauplan der EU-Kommission begrüßt. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte sprach von einem "hervorragenden Signal aus Brüssel" und rief die EU dazu auf, die Verhandlungen über den Plan zu beschleunigen, um die Mittel bald freigeben zu können. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Kreise der italienischen Regierung, dass das besonders von der Pandemie betroffene Land mit bis zu 173 Milliarden Euro aus dem insgesamt 750 Milliarden Euro umfassenden Wiederaufbauplan unterstützt werden soll.

Auch Spanien lobte den EU-Vorschlag und rief zu einer schnellstmöglichen Einigung zwischen den EU-Mitgliedern auf.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire sprach von einem "historischen" Rettungsplan und appellierte an die Niederlande, Österreich, Dänemark und Schweden, ihre Bedenken dagegen aufzugeben.

Nach Aussage von EU-Ratspräsident Charles Michel soll sich der EU-Gipfel am 19. Juni mit dem Wiederaufbauplan befassen. Auch er strebe eine Einigung noch vor der Sommerpause der EU-Gremien an.

27.5.2020 • 16:32 Uhr

Deutlich mehr Corona-Tote in Spanien?

Die spanische Zeitung "El Pais" kommt auf Basis der Auswertung offizieller Sterbedaten zu dem Schluss, dass in dem Land wesentlich mehr Menschen durch das Coronavirus gestorben sind als von den Behörden gemeldet.

Demnach starben im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 12. Mai fast 43.300 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit habe die sogenannte Übersterblichkeit in dieser Zeit bei etwa 52 Prozent gelegen. In Deutschland lag sie im gleichen Vergleichszeitraum bei 13 Prozent.

Den offiziellen Statistiken zufolge starben in Spanien rund 27.100 Bürger infolge einer Corona-Infektion. Diese Zahl basiert auf positiven Testergebnissen auf das Virus. Die anderen fast 16.000 Toten werden nicht als Corona-Opfer gezählt, obwohl viele von ihnen vermutlich ebenfalls durch eine Ansteckung ums Leben kamen, schreibt die Zeitung.

27.5.2020 • 16:21 Uhr

Kabinett billigt freiwillige Gutscheinlösung

Das Bundeskabinett hat die freiwillige Gutscheinlösung beschlossen, die Reiseanbieter und -büros in der Corona-Krise finanziell entlasten soll.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass für Reisen, die vor dem 8. März gebucht wurden und dann wegen der Reisebeschränkungen aufgrund der Pandemie entfallen sind, auch Gutscheine in Höhe des Reisepreises ausgestellt werden können. Allerdings kann der Kunde selbst entscheiden, ob er einen solchen Gutschein annimmt oder auf die sofortige Rückerstattung der Kosten besteht.

Die Gutscheine sollen in voller Höhe staatlich abgesichert sein. Kunden, die ihren Gutschein nicht bis spätestens Ende 2021 einlösen, bekommen dann ihr Geld erstattet.

27.5.2020 • 16:12 Uhr

EU will Schulden für Wiederaufbauplan bis 2058 tilgen

750 Milliarden Euro sollen in den geplanten Wiederaufbauplan der EU fließen, durch den sie ihren Mitgliedsstaaten dabei helfen will, die wirtschaftlichen Schäden der Corona-Pandemie aufzuarbeiten.

Finanziert werden soll der Wiederaufbauplan durch Schulden. Die EU-Kommission will mit deren Rückzahlung frühestens ab 2028 beginnen und sie dann in rund 30 Jahren abtragen. Dafür schlägt das Gremium neue Steuern vor, etwa im Emmissionshandel oder eine CO2-Grenzsteuer.

27.5.2020 • 16:08 Uhr

Protest rollt über die Straßen

In mehreren deutschen Städten haben Busunternehmen heute wieder Protestfahrten veranstaltet, um auf ihre prekäre Lage in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. Das Verkehrsministerium sicherte der Branche nun Hilfe zu.

27.5.2020 • 16:05 Uhr

Regensburg reißt Grenzwert für Neuinfektionen

Infolge eines Corona-Ausbruchs in einem Ankerzentrum für Flüchtlinge hat Regensburg in Bayern den vereinbarten Grenzwert für neue Infektionen überschritten. Dieser liegt bei 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern und Woche.

Striktere Beschränkungen soll es aber vorerst für Regensburg nicht wieder geben, da die Quelle der Ansteckungen klar auszumachen und das Infektionsgeschehen einzugrenzen sei, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit.

Laut dem Robert Koch-Institut ist der bayerische Landkreis bundesweit derzeit der einzige, in dem die Grenze für Neuinfektionen überschritten wurde.

27.5.2020 • 15:55 Uhr

Studie: Kinder in Corona-Zeit zufriedener als Eltern

Kinder sind in Zeiten der Corona-Einschränkungen zufriedener als ihre Eltern. Zu diesem Schluss kommt die Studie "KiCo", die sich mit dem Familienalltag während der Krise beschäftigt.

Bundesweit wurden online mehr als 25.000 Elternteile befragt. Sie machten Angaben zu der eigenen Zufriedenheit sowie zu der ihrer Kinder unter 15 Jahren. Die Situationen von Jugendlichen ab 15 Jahren wurden in einer separaten Studie untersucht.

Die Eltern landeten bei einer Angabe zwischen dem Wert 0 für total unzufrieden und dem Wert 10 für komplett zufrieden bei einem Durchschnitt von 4,9. Für ein erstgeborenes Kind schätzten die Eltern die Zufriedenheit auf einen Wert von 6,05, für ein zweites Kind auf 5,41. Vor der Krise lag der Wert laut der Abstimmung bei 7,65 bei den Eltern und bei den Kindern bei rund 8,2.

Als besonders problematisch in der Corona-Zeit sind aus Sicht der Eltern die Doppelbelastung von Job und Kinderbetreuung, Geldsorgen oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten.

Hinter der Studie steht der Forschungsverbund „Kindheit - Jugend - Familie in der Corona-Zeit", der aus dem Hildesheimer Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und dem Frankfurter Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Universität Bielefeld besteht.

27.5.2020 • 15:48 Uhr

Lufthansa: Aufsichtsrat stimmt gegen Hilfspaket

Der Aufsichtsrat der durch die Corona-Krise angeschlagenen Fluggesellschaft Lufthansa hat das geplante staatliche Hilfspaket über neun Milliarden Euro abgelehnt. Der Grund sind Auflagen der EU-Kommission: Diese hatte gefordert, dass die Airline Start- und Landerechte an den Flughäfen Frankfurt und München abgeben soll, die anderen Fluggesellschaften zugesprochen werden sollen.

Der mögliche Verlust dieser Start- und Landerechte und die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Lufthansa müssten zunächst "intensiv geprüft" werden, so der Aufsichtsrat. Die Finanzhilfen sieht das Gremium aber weiterhin als dringend nötig an.

Die Bundesregierung und die Lufthansa hatten sich am Montag nach wochenlangen Verhandlungen auf die Staatshilfe in Form von Krediten, stillen Einlagen und einem Einstieg des Staates bei der Airline in Höhe von 20 Prozent geeinigt.

27.5.2020 • 15:33 Uhr

Merkel: "Wir leben immer noch am Anfang der Pandemie"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung einer gemeinsamen Linie von Bund und Ländern im Umgang mit der Corona-Pandemie hervorgehoben. Bei den Lockerungen träfen die Länder nun eigenständige Entscheidungen. Trotzdem hätten sie sich mit dem Bund auf einen gemeinsamen "Schutzrahmen" einigen können, betonte die CDU-Politikerin und nannte den Mindestabstand und die Maskenpflicht als Beispiele.

In "einer besonders extremen Situation" hätten Bund und Länder gemeinsame Beschlüsse geschaffen und durch dieses Miteinander sei es auch gelungen, dass die Bevölkerung diesen so gut gefolgt sei.

Trotzdem warnte Merkel erneut davor, die Gefahr der Krise zu schnell zu unterschätzen: "Wir leben immer noch am Anfang der Pandemie. Wir haben keinen Impfstoff, keine Medikamente, aber eine bessere Kontrolle."

Natürlich sei es das Ziel, so schnell wie möglich, "gesellschaftliches, wirtschaftliches, kulturelles und bildungstechnisches Leben" wieder zuzulassen. Doch die Infektionszahlen müssten niedrig gehalten werden und einzelne Fälle, wie beispielsweise ein Corona-Ausbruch unter Gästen eines Restaurants in Niedersachsen, zeigten, wie schnell sich das ändern könne.

27.5.2020 • 14:56 Uhr

Ressortabstimmung über Ausweitung der Corona-Tests

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Verordnungsentwurf in die Ressortabstimmung gegeben, der vorsieht, dass künftig deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus getestet werden sollen, auch wenn sie keine Symptome zeigen sollten.

Getestet werden sollen demnach künftig Menschen in Kliniken und Pflegeheimen, Angestellte von Lebensmittelunternehmen wie etwa Schlachthöfen, Beschäftigte der Gastronomie und in Kitas und Schulen, sobald in einer der Einrichtungen ein Corona-Fall auftreten sollte.

Des Weiteren sollen Personen getestet werden, die in Orten mit einem hohen Infektionsgeschehen leben oder sich dort aufgehalten haben, die in einem Haushalt leben, in dem sich ein Angehöriger angesteckt hat, sowie Menschen, die mindestens 15 Minuten Kontakt zu einem Infizierten gehabt haben.

Wann die Verordnung in Kraft tritt, sollte sie die Zustimmung der Bundesregierung erhalten, ist noch unklar. Dem Entwurf zufolge sollen die Regelungen aber rückwirkend ab dem 14. Mai gelten.

27.5.2020 • 14:40 Uhr

SAS will im kommenden Monat wieder mehr Flüge anbieten

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS plant, ab Juni einige Kurzstrecken- und Transatlantikflüge wieder aufzunehmen. "Dazu gehören hauptsächlich Inlandsflüge innerhalb und zwischen den skandinavischen Ländern, aber auch Flüge nach New York, Chicago und Amsterdam", teilte SAS mit.

Die Kapazität werde sich dadurch von 15 auf 30 Flugzeuge verdoppeln. Die Wiederaufnahme stehe im Zusammenhang mit der wachsenden Zahl von Ländern, die ihre Reisebeschränkungen lockern.

27.5.2020 • 14:32 Uhr

Koalition will Bahn höhere Schulden erlauben

Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll im Laufe des Tages darüber abstimmen, ob die Grenze für die Verschuldung der Deutschen Bahn heraufgesetzt wird, damit der staatliche Betrieb die Auswirkungen der Corona-Krise besser bewältigen kann. Es wird erwartet, dass der entsprechende Antrag die Mehrheit der Stimmen von Union und SPD erhält.

Der Antrag sieht laut der Nachrichtenagentur Reuters ein Plus bei den erlaubten Schulden um fünf Milliarden Euro vor, sodass die Grenze bei insgesamt 30 Milliarden Euro liegen würde. Die Bahn selbst plant, in diesem Jahr bis zu acht Milliarden Euro an neuen Schulden zu machen. Damit wäre das neue Limit bereits erreicht.

Die höhere Verschuldung soll allerdings bis Ende des Jahres befristet werden. Im vierten Jahresquartal soll neu über den künftigen Finanzrahmen der Bahn entschieden werden.

27.5.2020 • 14:01 Uhr

DIW-Institut: Staatshilfe in der Corona-Krise über Jahre nötig

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, erwartet, dass viele Unternehmen wegen der Corona-Krise noch lange Zeit Hilfe vom Staat brauchen. Man befinde sich gerade in der zweiten Phase der Krise, in der die Wirtschaft langsam wieder anlaufe. Doch die Umsätze blieben weiter hinter den Erwartungen zurück. Deswegen seien die meisten Betriebe, vor allem kleinere und mittelständische, auch längerfristig auf Unterstützung vom Staat angewiesen, sagte Fratzscher im Inforadio vom rbb.

Wörtlich sagte Fratzscher: "Wir haben schon vor zwei Monaten .... als Wirtschaftsforscher gesagt, dass die wirtschaftliche Leistung im günstigsten Fall in zwei Jahren da wieder sein wird, wo sie Ende 2019 Anfang 2020 war." Deshalb werde es auch entsprechend länger staatliche Hilfe geben müssen. Bisher plant die Bundesregierung ein Hilfspaket bis Ende des Jahres. Demnach sollen Firmen mit weniger als 250 Mitarbeitern monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen.

27.5.2020 • 13:54 Uhr

Mehr als 62.000 Infizierte unter US-Ärzten und Schwestern

Zehntausende Ärzte und Krankenpfleger in den USA haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mit dem Coronavirus angesteckt. Von den 62.344 Mitarbeitern des Gesundheitssektors, die sich infiziert hätten, seien mindestens 291 gestorben, teilte die Behörde auf ihrer Webseite mit.

Zuletzt hatte die Behörde am 15. April Infektionszahlen zu medizinischem Personal veröffentlicht, berichtete der US-Sender CNN. Damals habe die Zahl der Infizierten nur bei 9282 gelegen. Ärzte und Krankenschwestern hatten in den USA immer wieder über eine unzureichende Ausstattung mit adäquater Schutzausrüstung geklagt.

27.5.2020 • 13:54 Uhr

Entwicklungsminister Müller fordert EU-Afrika-Partnerschaftsvertrag

Für Entwicklungsminister Gerd Müller müssen die Beziehungen zwischen der EU und den afrikanischen Ländern nachhaltig gestärkt werden. "Wir brauchen einen EU-Afrika-Partnerschaftsvertrag und zumindest die Verdopplung der EU-Afrika-Mittel für die nächsten sieben Jahre", sagte Müller bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Die Covid-19-Pandemie verstärke die Dringlichkeit dieses Vorhabens.

"Denken wir für eine Minute an vier Milliarden Arme in der Welt und 850 Millionen Hungernde und an 70 Millionen Flüchtlinge", so Müller. Diese Menschen treffe die Corona-Situation am härtesten. Daher dürfe es nach der Krise nicht zu einer neuerlichen "Normalisierung der Globalisierung" kommen. Die EU ist nach wie vor der größte Geldgeber Afrikas.

27.5.2020 • 13:01 Uhr

Zehntägige Staatstrauer in Spanien

Spanien hat eine zehntägige Staatstrauer für die rund 27.000 Todesopfer der Pandemie um zwölf Uhr mittags mit einer Schweigeminute begonnen. Überall wurden die Landesfahnen auf halbmast gesetzt. Im Madrider Regierungssitz Palacio de la Moncloa stand Ministerpräsident Pedro Sánchez der Zeremonie vor.

Mit mehr als 235.000 Infektionsfällen und über 27.000 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder der Welt. Seit Mitte März gelten im Rahmen eines mehrfach vom Parlament verlängerten Alarmzustandes strenge Ausgehbeschränkungen und Regelungen, die erst seit kurzer Zeit schrittweise gelockert werden. Sánchez betonte mehrfach, diese Maßnahmen seien der Grund dafür, dass die Zahlen seit Wochen immer besser werden.

27.5.2020 • 12:51 Uhr

Leopoldina: Gesundheitssystem mehr auf Patientenwohl ausrichten

Die Nationalakademie Leopoldina stellt in ihrer vierten Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie die medizinische Versorgung in den Mittelpunkt. Es werde "ein bedarfs- und nicht primär gewinnorientiertes System" empfohlen, das sich am Patientenwohl orientiere und qualitätsgesichert arbeite, teilte die Leopoldina mit.

Es müsse "alle Mitarbeiter wertschätzen, Innovationen und digitale Lösungen integrieren". Ziel sei ein sich anpassendes Gesundheitssystem, in dem Öffentlicher Gesundheitsdienst, ambulanter sowie stationärer Sektor gut zusammenarbeiten und eine schnelle Übertragung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis erfolgt. Die Coronavirus-Pandemie habe das deutsche Gesundheitssystem vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt, heißt es in der Stellungnahme. Die Konfrontation mit der neuen Viruserkrankung habe gezeigt, wie wichtig eine am Patientenwohl orientierte und zugleich forschungsnahe Krankenversorgung sei.

Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle an der Saale (Archiv) | picture alliance / Hendrik Schmi

Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle an der Saale. Bild: picture alliance / Hendrik Schmi

27.5.2020 • 12:45 Uhr

Air France-KLM streicht 40 Prozent der Flüge

Die französisch-niederländische Luftfahrtgruppe Air France-KLM streicht ihren Flugplan wegen der Corona-Pandemie zusammen: Bis zum kommenden Jahr sollen 40 Prozent weniger Verbindungen angeboten werden, wie Konzernchef Benjamin Smith bei der diesjährigen Hauptversammlung per Videokonferenz mitteilte.

Betroffen sind demnach vor allem Kurzstreckenflüge, zu denen es eine Bahn-Alternative gibt. Der französische Staat hat Air France Kredithilfen in Höhe von sieben Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug muss das Unternehmen bis 2024 den Kohlendioxid-Ausstoß auf nationalen Flügen um die Hälfte senken.

Bereits im ersten Quartal hatte Air France-KLM ein Minus von 1,8 Milliarden Euro geschrieben. Danach brach der Flugverkehr wegen der Corona-Pandemie weitgehend ein. 

27.5.2020 • 12:45 Uhr

EU-Plan: 750 Milliarden Euro gegen die Krise

Die EU-Kommission schlägt einen Wiederaufbaufonds von 750 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vor. Dies teilte der italienische EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er sprach von einem "europäischen Durchbruch", um eine Krise ohne Beispiel zu bewältigen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Pläne am frühen Nachmittag bei einer Sondersitzung des EU-Parlaments offiziell vorstellen. Der Plan hat drei Pfeiler: Geplant sind Hilfen für Mitgliedstaaten, zur Ankurbelung privater Investitionen sowie Mittel zur Stärkung der Möglichkeiten zur Krisenbewältigung durch die EU. Zur Finanzierung soll die EU-Kommission Schulden an den Finanzmärkten aufnehmen. Dass der Großteil der Hilfsgelder nun Zuschüsse sein sollen, soll finanziell schwächeren Regierungen wie Italien helfen, die Corona-Krise zu überwinden.

27.5.2020 • 11:35 Uhr

Grüne wollen 500-Milliarden-Programm für Ausweg aus Corona-Krise

Die Grünen schlagen zur Bewältigung der Corona-Krise einen Investitionsfonds von mehr als 500 Milliarden Euro vor. Bei dem auf zehn Jahre angelegten Programm soll der Klimaschutz die "zentrale Säule" darstellen, heißt es in dem von den Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter vorgestellten "Zukunftspakt".

Die Fraktion schlägt Investitionen in die Energienetze und eine Infrastruktur für grünen Wasserstoff, die energetische Gebäudesanierung sowie in die Verkehrswende vor.  "Neue Krisen verlangen neue Antworten. Wir brauchen einen Pakt für die Zukunft, keine Konjunkturprogramme, die die Vergangenheit restaurieren", sagte Göring-Eckardt. Dabei gehe es auch um ein "Update für den Sozialstaat" einschließlich höherer Regelsätze und einen "Geschlechter-Gerechtigkeits-Check" bei allen neuen Vorhaben.

27.5.2020 • 10:45 Uhr

Frankreich stoppt Einsatz von Hydroxychloroquin

Frankreich hat den Einsatz des umstrittenen Malaria-Mittels Hydroxychloroquin gegen das Coronavirus untersagt. Der Wirkstoff darf bei neu Erkrankten nicht mehr genutzt werden, wie aus einer im Amtsblatt veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Die Regierung in Paris reagiert damit auf Studien, die massive Nebenwirkungen offenbart hatten. Die WHO hatte zuvor vor dem Einsatz gewarnt.

Seit Ende März konnten Krankenhäuser in Frankreich Hydroxychloroquin bei besonders schwer erkrankten Corona-Patienten unter strengen Auflagen einsetzen. Vor allem der Virologe Didier Raoult aus Marseille hatte das Mittel im Kampf gegen das Coronavirus beworben. Auch US-Präsident Donald Trump lobte den Wirkstoff. Er nimmt nach eigenen Angaben Medikament ein.

Bei Patienten in Frankreich wurden jedoch schwere Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen festgestellt, die bis zum Tod führen können. Die Arzneimittelbehörde stoppte daraufhin die klinischen Tests. Auch eine Studie in der renommierten Zeitschrift "The Lancet" ergab keine Wirkung im Kampf gegen Corona. Entgegen aller Warnungen empfahlen Forscher in Indien Hydroxychloroquin für Corona-Patienten. 

27.5.2020 • 10:28 Uhr

Studie zu Corona-Viren in der Muttermilch

Virologen aus Ulm haben das Coronavirus erstmals in der Muttermilch einer an Covid-19 erkrankten Frau nachgewiesen. Auch ihr Säugling sei an dem Virus erkrankt, teilten die Wissenschaftler mit. Es sei aber noch nicht klar, ob das Kind sich wirklich über die Muttermilch angesteckt habe.

27.5.2020 • 10:01 Uhr

Statistikamt: Historischer Konjunktureinbruch der französischen Wirtschaft

Der französischen Wirtschaft droht wegen der Corona-Krise ein historischer Konjunktureinbruch. Für das laufende zweite Quartal zeichne sich ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 20 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten ab, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Damit würde sich der Abschwung erheblich verschärfen: Im ersten Quartal war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone um 5,8 Prozent geschrumpft. Für das Gesamtjahr rechnen die Statistiker mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von acht Prozent.

Die privaten Haushalte bewerten die Konjunktur aktuell so negativ wie noch nie seit Beginn der monatlichen Umfrage 1972, wie Insee mitteilte. Das Geschäftsklima erholte sich dagegen im Mai etwas von dem im April erreichten Rekordtief. Dazu dürften die am 11. Mai gelockerten strengen Kontaktbeschränkungen beigetragen haben.

27.5.2020 • 09:20 Uhr

Jeder Fünfte unterstellt Politik und Medien Täuschung

Jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland ist der Meinung, dass Politik und Medien die Öffentlichkeit in der Corona-Pandemie absichtlich täuschen. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des NDR-Medienmagazins "Zapp" stimmten rund 20 Prozent der Aussage zu, dass "Politik und Medien die Gefährlichkeit des Coronavirus ganz bewusst übertreiben, um die Öffentlichkeit zu täuschen".

Die Täuschungsthese vertreten demnach besonders viele AfD-Anhängerinnen und Anhänger (54 Prozent) sowie Personen, die Social-Media-Plattformen aktiv nutzen (31 Prozent). Von allen Befragten halten 68 Prozent die öffentlich-rechtlichen Medien in der Berichterstattung über Corona für glaubwürdig. Dahinter folgen Printmedien (42 Prozent), der private Rundfunk (23 Prozent) und Social-Media-Plattformen (sieben Prozent).

Der Mainzer Journalistik-Professor Tanjev Schultz sieht einen Trend bestätigt. "Die Umfrageergebnisse zeigen, dass es insgesamt ein relativ hohes Vertrauen der meisten Menschen gerade in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Informationsangebote und auch in Zeitungen gibt", sagte er dem Medienmagazin. Dieses Vertrauen bestehe flächendeckend, über die Altersgruppen hinweg, und bröckele bei den jüngeren Menschen, die stärker auf Social Media-Angebote setzten.

27.5.2020 • 08:41 Uhr

Hohe Anzahl an Neuinfektionen Indien

In Indien gibt es seit heute mehr als 150.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb von 24 Stunden um 6387 - abermals ein Rekordwert - auf 151.767. Die Zahl der bestätigten Todesopfer in Verbindung mit dem Virus stieg um 170 auf 4337. Insgesamt 64.426 Erkrankte seien inzwischen wieder genesen, hieß es. Die meisten Fälle konzentrieren sich auf fünf der 28 Staaten Indiens.

Eine Steigerung der Fallzahlen wurde auch aus einigen der ärmsten Staaten im Osten des Landes gemeldet. Dorthin kehren aktuell zahlreiche Wanderarbeiter mit Sonderzügen aus Großstädten zurück, in denen sie wegen der verhängten Ausgangsbeschränkungen ihre Arbeit verloren haben.

Indien hat die Ausgangsbeschränkungen in diesem Monat gelockert und die Wiederöffnung von Geschäften sowie die Wiederaufnahme der Produktion in Fabriken gestattet. Auch einige Zug- und Flugverbindungen wurden wieder aufgenommen. Schulen, Hochschulen, Hotels und Restaurants sind weiterhin geschlossen.

Wanderarbeiter in Indien | dpa

Wanderarbeiter versammeln sich für die Weiterfahrt zum Bahnhof, von wo aus sie in ihre Heimat weiterreisen wollen. Seit dem 4. Mai lockerte Indien die Ausgangssperre und erlaubte Wanderarbeitern die Rückreise in ihre Heimat. Seitdem sind Millionen von Menschen unterwegs. Bild: dpa

27.5.2020 • 08:25 Uhr

Menschenrechtler warnen vor Infektionsgefahr in Gefängnissen

Häftlinge, Strafvollzugsbeamte und deren Familien sind durch Covid-19 weltweit massiven Gefahren ausgesetzt: Davor hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in New York gewarnt.

In den USA etwa seien 20.000 Inhaftierte und 6400 Gefängnismitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, so HRW. Über 300 Betroffene seien gestorben. Das Marion Correctional Institute im US-Bundesstaat Ohio habe mit über 80 Prozent eine der höchsten Infektionsraten der Welt. In Lateinamerika seien Tausende Infektionen und mindestens 160 Todesfälle bekannt.

Durch die kaum vorhandene Möglichkeit zum Abstandhalten hätten Inhaftierte ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, mahnte die Organisation. Zudem fehle es oftmals an angemessenen sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung.

27.5.2020 • 08:16 Uhr

FDP fordert rasche Kita-Öffnung

Vor den Beratungen der Familienminister der Länder über die nächsten Schritte bei der Kita-Öffnung hat die FDP mehr Planungssicherheit für Eltern gefordert. "Eltern brauchen nach den vielen kräftezehrenden Wochen endlich eine verlässliche Perspektive für ihre Kinder und Planungssicherheit für ihren Beruf", sagte FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann der Nachrichtenagentur AFP. 

Als Vorbild empfahl Buschmann das Öffnungskonzept der CDU/FDP-Regierung von Nordrhein-Westfalen, wo alle Kinder ab dem 8. Juni ihre Kindertageseinrichtung besuchen können. Dieser Weg könne auch "eine Blaupause für die Schulen sein", sagte der Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. "Kinder brauchen Kinder und einen geregelten Alltag, auf den sie sich verlassen können."

Die Jugend- und Familienminister der Länder beraten heute in einer Video-Konferenz. Dabei soll es auch um die Frage gehen, wie die wegen der Corona-Krise geschlossenen Kitas wieder zum Normalbetrieb zurückkehren können. Die Regelungen der einzelnen Länder unterscheiden sich hier erheblich.

27.5.2020 • 08:11 Uhr

Schäuble warnt vor "Verschwörungs-Spinnern"

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Teilnehmer von Corona-Demonstrationen vor einer Vereinnahmung durch "Spinner" gewarnt. "Um sich vor Beifall aus der falschen Ecke zu schützen und um nicht irgendwelchen Verschwörungs-Spinnern auf den Leim zu gehen, empfehle ich, genau zu prüfen und zu überlegen: Ist das Umfeld, in dem ich demonstriere, das richtige?", sagte Schäuble der Nachrichtenagentur AFP. 

Bei Kundgebungen gegen die Corona-Auflagen müssten nicht nur gesundheitliche, sondern auch politische Abstandsregeln eingehalten werden, mahnte Schäuble: "Zu Extremisten sollte man immer Abstand halten, um sich nicht auf die eine oder andere Art anzustecken." Grundsätzlich müssten Demonstrationen gegen die Corona-Politik aber immer möglich sein, sagte der CDU-Politiker. "Dass Menschen ihre Zweifel an den Maßnahmen in Demonstrationen ausdrücken, ist Ausdruck einer lebendigen Demokratie."

27.5.2020 • 07:31 Uhr

Autokaufprämie: Niedersachsen setzt sich für rasche Umsetzung ein

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil fordert eine rasche Entscheidung für eine staatliche Autokaufprämie als Konjunkturstütze in der Corona-Krise. Der SPD-Politiker begründete dies mit der schwierigen Lage der Zulieferer. "Für viele kleine und mittlere Firmen tickt die Uhr", sagte Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wenn nicht schnell die Nachfrage anspringt, werden viele bald die Bücher zuklappen und sagen: Sorry, aber das war’s."

Diese Firmen hätten weniger Reserven als große Konzerne und seien vielfach schon geschwächt in die Krise hineingegangen. Die Forderung nach einer Kaufprämie kommt vor allem von den Autobauern und den Autoländern Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

Weil sprach sich für umweltorientierte Prämien aus. "Ich bin sehr dafür, dass Elektroautos die meiste Förderung bekommen." Aber emissionsarme Benziner und Diesel sollten nicht ausgeschlossen sein.

27.5.2020 • 07:01 Uhr

Infektionen in Südkorea steigen

Südkorea meldet den stärksten Tagesanstieg von Corona-Infektionen seit 49 Tagen. 40 neue Fälle seien hinzugekommen, teilt das Zentrum für Seuchenkontrolle KCDC mit. Am Vortag seien es 19 gewesen. Im Fokus steht der Ausbruch in einem Logistikzentrum in Bucheon westlich von Seoul. Mindestens 36 Corona-Infektionen sind laut KCDC inzwischen auf diesen Ausbruch zurückzuführen. Etwa 3600 Menschen würden nun getestet. Insgesamt hat Südkorea nun 11.265 Infektionen bestätigt.

27.5.2020 • 06:37 Uhr

Bus-Unternehmen rufen zu bundesweiten Kundgebungen auf

Die von der Corona-Krise schwer getroffenen Bus-Unternehmen haben für Mittwoch zu bundesweiten Kundgebungen aufgerufen. In Berlin sollen gegen Mittag drei Buskorsos durch die Stadt rollen, um auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die Unternehmen aufmerksam zu machen. 

Weitere Demonstrationen sind in Düsseldorf, Kiel, Mainz, Stuttgart und Wiesbaden geplant. Die Bus-Unternehmen leiden unter dem Einbruch der Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr. 

27.5.2020 • 06:27 Uhr

Trotz WHO-Warnung: Indien rät zum Einsatz von Hydroxychloroquin

Trotz der Warnung der Weltgesundheitsorganisation vor möglichen Gesundheitsrisiken beim Einsatz von Hydroxychloroquin gegen die Coronavirus-Infektion ist das Mittel jetzt in Indien offiziell für den Kampf gegen die Pandemie empfohlen worden. Die oberste biomedizinische Forschungseinrichtung des Landes erklärte, indische Studien hätten ergeben, dass Hydroxychloroquin "keine größeren Nebenwirkungen" habe. Das Malaria-Medikament verursache "keinen Schaden" und "könne vielleicht Nutzen haben", sagte der Generaldirektor des Indischen Rats für Medizinische Forschung (ICMR), Balram Bhargava.

Personal des Gesundheitswesens soll nach den Vorgaben des ICMR das Malaria-Mittel bis zu mehrere Wochen lang einnehmen, allerdings unter strenger medizinischer Aufsicht. Aus Indien kommen 70 Prozent des weltweiten Produktion von Hydroxychloroquin.

Die WHO hatte am Montag bekannt gegeben, ihre klinischen Tests von Hydroxychloroquin wegen Sicherheitsbedenken vorübergehend gestoppt zu haben. Die Entscheidung sei aufgrund einer Studie gefallen, wonach eine Behandlung mit dem Mittel möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht.

27.5.2020 • 05:44 Uhr

Japan plant billionenschweres zweites Rettungspaket

Japans Regierung wird neue Hilfen in Höhe von rund 1,3 Billionen Dollar zur Finanzierung japanischer Unternehmen zur Verfügung stellen. In einem zweiten zusätzlichen Nachtragshaushalt soll der Rettungsschirm für die von den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen Unternehmen am Mittwoch verabschiedet werden, sagte Premierminister Shinzo Abe.

27.5.2020 • 05:23 Uhr

Deutschland verzeichnet 362 Neuinfektionen und 47 weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 362 auf 179.364. Binnen 24 Stunden sind 47 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich demnach laut RKI auf 8349.

27.5.2020 • 05:13 Uhr

Spahn zeigt Verständnis für Alleingänge der Bundesländer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt Verständnis für Alleingänge der Bundesländer bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Das Ziel haben wir gemeinsam, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren und im Griff zu behalten, aber die unterschiedlichen Lagen erlauben dann natürlich auch eine unterschiedliche Herangehensweise", sagt der CDU-Politiker in einem Interview mit der Zeitung "Augsburger Allgemeine".

Nach der Ankündigung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, die Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus so bald wie möglich aufheben zu wollen, hatte auch Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann die Entscheidungsgewalt für die Länder reklamiert.

27.5.2020 • 05:13 Uhr

Blatt: Über zwei Millionen Hilfsanträge von Kleinunternehmen

Die Zahl der Selbstständigen und Kleinunternehmen, die staatliche Corona-Soforthilfen beantragt haben, ist auf zwei Millionen gestiegen. Das berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Übersicht des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums. Danach haben die eingereichten Anträge (2,04 Millionen) ein Volumen von 13,7 Milliarden Euro. Bisher seien 1,6 Millionen Anträge mit einem Volumen von 12,6 Milliarden Euro bewilligt worden.