Gondoliere in Venedig stehen an einer fast menschenleeren Promenade, vor der Gondeln anliegen | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Italien verschärft seine Maßnahmen ++

Stand: 18.12.2020 23:42 Uhr

Italien verschärft die Corona-Beschränkungen von Weihnachten bis Anfang Januar. Ein Expertenteam der WHO soll im Januar für Forschungen zum Ursprung der Pandemie nach China reisen. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • WHO-Experten reisen nach Wuhan
  • Türkei meldet Rekord bei Todesfällen
  • Österreich geht in dritten Lockdown
  • EU bestellt weitere Impfdosen bei Moderna
  • Schweiz verschärft Maßnahmen weiter
  • Berlinale findet nicht im Februar statt
  • RKI: 33.777 Neuinfektionen und 813 weitere Todesfälle
  • Hans rechnet mit Verlängerung des Lockdowns
  • Kanarische Inseln wieder Risikogebiet
18.12.2020 • 23:42 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

18.12.2020 • 23:31 Uhr

Neue Corona-Variante in Südafrika entdeckt

In Südafrika ist eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die 501.V2 genannte Variante könnte hinter der raschen Ausbreitung der zweiten Corona-Welle im Land stecken, erklärte Gesundheitsminister Zwelini Mkhize. Südafrikanischen Ärzten zufolge infizierten sich während der zweiten Welle mehr jüngere Menschen als zuvor. Sie litten zudem häufiger unter einem schwereren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19. 

Die neue Virus-Variante wurde von einem Forschungsteam unter Leitung des südafrikanischen Kwazulu-Natal Research Innovation and Sequencing Platform (KRISP) entdeckt, das seit Pandemie-Beginn hunderte Proben untersucht hatte. Die Wissenschaftler leiteten über ihre Forschungsergebnisse auch an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die britischen Behörden weiter, die kürzlich ebenfalls eine Mutation des Coronavirus entdeckt hatten. Seit Beginn der Pandemie wurden bereits mehrere Varianten des Coronavirus gefunden.

18.12.2020 • 23:29 Uhr

Bericht: Johnson ruft Kabinett wegen Virus-Variante zusammen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat einer Zeitung zufolge sein Kabinett zu einer Sondersitzung zusammengerufen, um eine neue Variante des Coronavirus zu besprechen, die ansteckender sei. Eine Verschärfung der Maßnahmen könnte bereits am Samstag angekündigt werden, berichtet "The Telegraph".

Möglicherweise werde es Reisebeschränkungen für den Südosten Englands einschließlich London geben. Ein Sprecher des Premierministers nahm zu dem Bericht zunächst nicht Stellung. Am Montag hatte die Regierung erklärt, dass ein Anstieg der Fälle in der Region auf die neue Variante zurückgehen könne.

18.12.2020 • 22:57 Uhr

Italien verschärft Regeln über Weihnachten und Neujahr

Italien verschärft die Corona-Beschränkungen von Weihnachten bis Anfang Januar. Das teilte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Abend mit. Vom 24. Dezember bis zum 6. Januar gelte für das Mittelmeerland an und jeweils vor den Feiertagen quasi ein Lockdown (Rote Zone). Lediglich an vier Tagen wechsle das Land wieder in einen Teil-Lockdown (Orange Zone).

In der Roten Zone bleiben Läden, Bars und Restaurants geschlossen. Geschäfte für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken haben aber auf. Essen zum Mitnehmen kann ebenfalls verkauft werden. Das Haus dürfen die Menschen nur unter bestimmten Bedingungen verlassen, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren; um alleine Sport zu treiben oder notwendige Dinge, wie Einkäufe zu erledigen. Reisen zwischen den Regionen sind untersagt. Besuche bei Freunden oder Eltern sind tagsüber nur zu zweit erlaubt. Kinder jünger als 14 Jahre, werden nicht mit eingerechnet.

Die Regeln der Orangen Zone sollen am 28., 29. und 30. Dezember sowie am 4. Januar gelten. Geschäfte haben dann zwar wieder offen, Bars und Restaurants bleiben jedoch zu, außer für Verkäufe zum Mitnehmen. Innerhalb der Kommunen können sich die Menschen wieder frei bewegen.

18.12.2020 • 21:33 Uhr

WHO: Expertenteam reist Anfang Januar nach China

Ein internationales Expertenteam soll in der ersten Januarwoche für Forschungen zum Ursprung der Corona-Pandemie nach China reisen. Geplant sei ein Besuch im mutmaßlichen Ausgangsort des Ausbruchs in der Stadt Wuhan, sagte Michael Ryan, der Leiter der Notfallprogramme der Weltgesundheitsorganisation.

Vor Ort würden Quarantäne-Vorkehrungen für das Team getroffen. Die Fachleute würden zwar mit ihren chinesischen Kollegen zusammenarbeiten, jedoch nicht von ihnen beaufsichtigt. Ryan kam auch auf die aktuelle Lage im Kampf gegen die Pandemie zu sprechen. Die Welt solle den Beginn von Corona-Impfungen feiern, doch würden "die nächsten drei bis sechs Monate hart", sagte er.

Man müsse davon ausgehen, dass sich die Virusausbreitung in Ländern noch einmal verschärfen werde, die schon jetzt mit hohen Fallzahlen konfrontiert seien. Dabei verwies Ryan auf Nord- und Südamerika. Die USA führen die internationale Corona-Statistik mit bislang rund 17,3 Millionen bestätigten Fällen und 312.000 Todesfällen an. Es folgen Brasilien mit 184.000 gemeldeten Todesfällen und Mexiko mit 116.000.

18.12.2020 • 21:15 Uhr

Kanada erhält 500.000 Impfdosen von Pfizer im Januar

Kanada wird im Januar etwa eine halbe Million Dosen des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer erhalten. Das sagte Premierminister Justin Trudeau. Die Verteilung der Dosen werde wie geplant verlaufen. Währenddessen seien einige Gebiete auf mögliche neue Beschränkungen vorbereitet.

Kanada hat am Montag mit den Impfungen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff begonnen und wird im Dezember insgesamt etwa 255.000 Dosen erhalten. Also etwas mehr als die 249.000, die Anfang dieses Monats angekündigt wurden, sagte die zuständige Ministerin Anita Anand. Bis Ende März soll das Land 4 Millionen Dosen erhalten.

18.12.2020 • 20:43 Uhr

Impfstoff für Deutschland lagert derzeit noch in Belgien

Der für Deutschland vorgesehene Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer befindet sich derzeit noch in Belgien. Erst nach der Zulassung durch die Europäische Kommission könne der Transport der Dosen von dem Pfizer-Werk im belgischen Puurs nach Deutschland an eine zentrale Anlieferstelle beginnen, teilte Biontech-Geschäftsvorstand Sean Marett mit. Von dort aus werde der Impfstoff zu den einzelnen Verteilzentren der Bundesländer gebracht.

In Deutschland und der Türkei ist Biontech nach eigenen Angaben für die Auslieferung zuständig, in allen anderen Ländern übernimmt das Pfizer. Genaue Angaben zur Menge der Impfdosen, die in Kürze an die EU-Mitgliedsländer ausgeliefert werden sollen, machte Marett nicht. Die Verteilung erfolge nach einem Schlüssel der EU, sagte er.

Die Herstellung des Botenmoleküls mRNA für die klinische oder kommerzielle Produktion erfolgt den Angaben zufolge in den Biontech-Werken in Mainz und Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz. Anschließend werde die Lösung gereinigt und konzentriert, erläuterte Marett den Produktionsvorgang. Schließlich werde das Ausgangsmaterial zu Pfizer nach Belgien gebracht, wo das Präparat weiterverarbeitet, abgefüllt und etikettiert werde.

18.12.2020 • 20:15 Uhr

Über 900.000 Infektionen in Südafrika

In Südafrika hat die Gesamtzahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle 900.000 überschritten. Dies deutet auf einen raschen Anstieg der Infektionen in dem Land, das gegen eine zweite Welle kämpft. Erst vor zwei Wochen hatte die Zahl der Gesamtfälle 800.000 erreicht.

Südafrika ist das auf dem afrikanischen Kontinent am schlimmsten betroffene Land. Es meldete seinen ersten Fall im März und verzeichnete im Juli Höchstwerte mit fast 14.000 Infektionen täglich.

18.12.2020 • 19:41 Uhr

Slowenischer Gesundheitsminister tritt zurück

Nach dem Austritt seiner Partei aus der Regierungskoalition ist der slowenische Gesundheitsminister Tomaz Gantar zurückgetreten. Gantar warf dem Ministerpräsidenten Janez Jansa vor, er nutze die Corona-Pandemie, um gegen kritische Stimmen vorzugehen. Jansa kündigte an, er wolle vorübergehend selbst das Amt des Gesundheitsministers übernehmen. 

18.12.2020 • 19:38 Uhr

Fragen und Antworten zur Impfreihenfolge

Wer wird zuerst gegen das Coronavirus geimpft - und warum? Gesundheitsminister Spahn hat heute eine Reihenfolge festgelegt. Es gibt drei priorisierte Gruppen - Antworten auf wichtige Fragen im Überblick.

18.12.2020 • 19:21 Uhr

Türkei meldet Rekord bei Todesfällen

In der Türkei hat die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden ein Rekordhoch von 246 erreicht. Das ging aus Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Die Gesamtzahl Todesfälle stieg damit auf 17.610. Die Türkei verzeichnete in den letzten 24 Stunden außerdem 26.410 neue Corona-Infektionen, einschließlich asymptomatischer Fälle. Ankara berichtete vier Monate lang nur über tägliche symptomatische Fälle, aber seit dem 25. November über alle.

18.12.2020 • 19:06 Uhr

Südafrika meldet neue Virus-Variante

Südafrika meldet eine neue Variante des Coronavirus, die für eine zweite Infektionswelle im Land verantwortlich sein dürfte. Gesundheitsminister Zweli Mkhize erklärt auf Twitter, die Genetiker seines Landes hätten den als "501.V2" bezeichneten Strang isoliert. Die vorliegenden Daten deuteten stark darauf hin, dass "die aktuelle zweite Welle von dieser neuen Variante angetrieben wird". Mkhize sagte, es gebe keinen Grund, die Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu ändern.

Der WHO-Expertin Maria Van Kerkhove zufolge steht die Weltgesundheitsorganisation mit den Forschern in Kontakt. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass die Variante sich anders verhalte als die bereits beschriebenen, sagt sie.

18.12.2020 • 19:02 Uhr

Die meisten Infektionen derzeit in Südamerika

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden gegenwärtig drei Viertel der weltweiten Fälle in Südamerika gezählt. Die kommenden drei bis sechs Monate dürften schwer werden, sagt der WHO-Experte Mike Ryan.

18.12.2020 • 18:54 Uhr

Twitter-Botschaft des erkrankten Präsidenten Macron

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videobotschaft an seine Landsleute gewandt. Er fühle sich "gut", sagte Macron und fügte hinzu, seine Aktivität habe sich aufgrund von Symptomen wie Müdigkeit etwas "verlangsamt".  "Es geht mir gut. Ich habe die gleichen Symptome wie gestern: Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockener Husten. Wie Hunderttausende andere von euch", sagte Macron.

Seine Erkrankung fürhte er auf Fahrlässigkeit und Pech zurück. Er werde "vollkommen transparent" hinsichtlich seiner Krankheit sein, sagte Macron in dem offenbar selbst gefilmten Video von seiner Residenz La Lanterne in Versailles aus.

Kritiker hatten auf angebliche Patzer Macrons bei der Vorbeugung gegen das Coronavirus in der vergangenen Woche verwiesen. Der französische Präsident hatte in den vergangenen Tagen dem Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Hand gegeben und Mahlzeiten in großen Gruppen eingenommen. Der slowakische Ministerpräsident Igor Matovic, der vergangene Woche mit Macron beim EU-Gipfel war, wurde ebenfalls positiv auf das Virus getestet.

18.12.2020 • 18:44 Uhr

Wenige Infizierte bei Massentest in Hildburghausen

Bei den groß angelegten Corona-Schnelltests Anfang Dezember im Thüringer Landkreis Hildburghausen ist nach der endgültigen Auswertung bei weniger als 1 Prozent eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Das waren 17 von 2444 getesteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, berichtete die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf das Landes-Gesundheitsministerium. Diese Tendenz hatte sich bereits in der ersten Auswertung durch das Landratsamt Hildburghausen am Abschlusstag der Testaktion vor zwei Wochen gezeigt. Damals war zunächst von 15 positiven Tests bei 2418 getesteten Personen die Rede gewesen.

Zu den Test in dem Landkreis an der thüringisch-bayerischen Landesgrenze, der tagelang die Region in Deutschland mit der höchsten Sieben-Tage-Fallzahl je 100.000 Einwohner war, waren insgesamt 9000 Kinder, Lehrer, Erzieher und Eltern aufgerufen.

18.12.2020 • 18:38 Uhr

Dritter Lockdown in Österreich

Jetzt ist es offiziell: Österreich geht ab dem 26. Dezember für mindestens drei Wochen erneut in den coronabedingten Lockdown - unter anderem mit ganztägigen Ausgangsbeschränkungen. Ab dem 18. Januar sollen der Handel sowie erstmals seit November auch Kultur und Gastronomie wieder öffnen - allerdings nur für Menschen, die bei einem der dann landesweit umsonst angebotenen Corona-Schnelltests negativ getestet werden. Tests seien die Voraussetzung für Lockerungen in der Pandemie, sagte Kanzler Sebastian Kurz.

18.12.2020 • 17:54 Uhr

EU bestellt weitere 80 Millionen Impfdosen bei Moderna

Die EU-Kommission nutzt ihre Option auf 80 Millionen zusätzliche Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna. Dies teilte das Unternehmen mit. Die Brüsseler Behörde hatte für die EU-Staaten einen Rahmenvertrag ausgehandelt, wonach sie zunächst 80 Millionen Dosen bestellt mit der Option auf weitere 80 Millionen. Fest bestellt seien nun die gesamten 160 Millionen Dosen, teilte Moderna in Cambridge im Bundessstaat Massachusetts mit. Die ersten Lieferungen würden Anfang 2021 beginnen, sofern die EU-Kommission den Impfstoff zulässt, hieß es weiter. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Donnerstag erklärt, dass sie am 6. Januar eine Empfehlung dazu abgeben will.

18.12.2020 • 17:51 Uhr

Wiener gedenken mit 5.127 Kerzen landesweiten Corona-Opfern

Mit einem stillen Gedenken und 5.127 Kerzen ist am Wiener Stephansplatz am Abend der Corona-Toten in Österreich gedacht worden. Dazu aufgerufen hatte die im Frühjahr 2020 ins Leben gerufene Initiative "füreinand - gemeinsam für Mitmenschlichkeit". Zugleich wurden Tausende Menschen in ganz Österreich gebeten, dem Beispiel zu folgen und zuhause eine Kerze anzuzünden.

18.12.2020 • 17:36 Uhr

Niederländer sollen Böller und Raketen abgeben

Nach der Verhängung eines Feuerwerksverbots für die gesamten Niederlande haben die Behörden von Amsterdam und weiteren Großstädten die Bevölkerung zur Ablieferung ihrer Böller-Vorräte aufgerufen. "Feuerwerk zu Hause? Geldbuße vermeiden und abliefern!", heißt es etwa auf der Website der niederländischen Hauptstadt. Ähnliche Aktionen seien auch in Rotterdam, Den Haag und Utrecht angelaufen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP.

Mit dem landesweiten Verbot, das seit dem 1. Dezember gilt, wollen die Behörden erklärtermaßen verhindern, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich um den Jahreswechsel herum auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kümmern müssen. Verboten sind nicht nur der Verkauf und der Einsatz, sondern auch der Besitz und die Lagerung zu Hause. Bei Verstößen drohen Bußgelder und Strafanzeigen.

18.12.2020 • 17:24 Uhr

Schwedens Regierung empfiehlt erstmals Mundschutz

Weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter steigt, hat die schwedische Regierung am Freitag strengere Regeln angekündigt. In den Restaurants dürfen ab Heiligabend nur maximal vier Personen an einem Tisch sitzen und nach 20 Uhr darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie forderte Ministerpräsident Stefan Löfven die Schweden auf, in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz zu tragen. Das Nichtbefolgen werde aber nicht unter Strafe gestellt.

Einkaufszentren, Geschäfte und Fitness-Studios sind aufgerufen, die Anzahl der Kunden zu begrenzen, um Gedränge zu vermeiden. Museen, Bibliotheken, Schwimmbäder und andere nicht notwendige öffentliche Behörden bleiben bis zum 24. Januar geschlossen. Löfven forderte die Schweden auf, ihre sozialen Kontakte zu begrenzen und möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.  

Schweden hatte lange auf Empfehlungen vertraut und damit zunächst die Infektionszahlen im Sommer wieder senken können. Seit dem Herbst sind die Zahlen aber rapide in die Höhe geschnellt. In dem Land mit 10 Millionen Einwohnern wurden fast 8000 Todesfälle mit einer Covid-19-Infektion in Verbindung gebracht. Rund 370.000 Menschen waren als infiziert registriert. Ein Lockdown kommt für die schwedische Regierung weiter nicht in Frage. Der würde von der Gesellschaft nicht akzeptiert, sagte Löfven.

18.12.2020 • 17:21 Uhr

WHO will zwei Milliarden Impfdosen an arme Länder liefern

Die Weltgesundheitsorganisation hat Vereinbarungen über den Erwerb von zwei Milliarden Impfdosen gegen die Krankheit Covid-19 abgeschlossen. Damit könnten in 190 Ländern und Territorien die am meisten gefährdeten Menschen durch Impfung gegen eine Infektion geschützt werden, teilte die WHO in Genf mit. Die Lieferung der Vakzine sei ein Hoffnungslicht, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die Lieferungen sollten im ersten Quartal 2021 beginnen, vorausgesetzt die Staaten erteilen den Herstellern die Lizenz. Mindestens 1,3 Milliarden seien für 92 arme Staaten vorgesehen, hieß es. Die Lieferungen sollen im Rahmen des sogenannten Covax-Programms der WHO erfolgen.

18.12.2020 • 17:15 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern schickt Reiserückkehrer aus Hotspots in Quarantäne

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Reiserückkehrer aus deutschen Corona-Hochrisikogebieten in eine Zwangsquarantäne, wenn sie nur entfernte Verwandte oder Freunde, nicht aber engste Familienangehörige besucht haben. Das beschloss die Landesregierung in einer weiteren Corona-Sondersitzung. Mit dieser umstrittenen Vorschrift soll einer verstärkten Einschleppung des Coronavirus entgegengewirkt werden

18.12.2020 • 16:45 Uhr

Brasilien fordert negativen Corona-Test zur Einreise

Die brasilianische Regierung verlangt künftig bei der Einreise mit dem Flugzeug sowohl von Brasilianern als auch von Ausländern einen negativen Test auf das Coronavirus. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf einen Regierungserlass. Nach dem Bericht gilt die Regelung ab dem 30. Dezember, der Corona-Test muss bis zu 72 Stunden vor dem Abflug gemacht werden. Mit dem Erlass folgt die Regierung einer Empfehlung der brasilianischen Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, die sie zuvor ignoriert hatte.

18.12.2020 • 16:04 Uhr

Ethikrat: Menschen in Pflegeheimen brauchen Mindestmaß an Kontakten

Der Deutsche Ethikrat hat in einem eindringlichen Appell ein Mindestmaß an sozialen Kontakten für Menschen in der Langzeitpflege auch während der Corona-Pandemie angemahnt. Das Gebot physischer Distanz gehöre zu den zentralen Schutzmechanismen in der Pandemie, das sei keine Frage, sagte die Ethikrat-Vorsitzende Prof. Alena Buyx in Berlin. Besondere Herausforderungen stellten sich jedoch in Bereichen wie der Langzeitpflege. "Hier wächst die Gefahr von Isolation, verringerter sozialer Teilnahme und einer erheblichen Verschlechterung der Gesundheit", warnte Buyx.

Das Ethikrat-Mitglied Andreas Lob-Hüdepohl betonte, es gehe darum, das Mindestmaß an sozialen Kontakten nicht nur - wie bereits erfolgt - gesetzlich festzuschreiben, "sondern es in der Praxis auch substanziell zu gewährleisten". In einer Ad-hoc-Empfehlung fordert der Ethikrat unter anderem, bei der Bestimmung des Mindestmaßes sozialer Kontakte mehr deren Qualität und weniger deren Anzahl in den Blick zu nehmen. Es müsse stets individuell beantwortet werden, welche Beschränkungen sozialer Kontakte sich in welcher Weise auf die Lebensqualität der einzelnen Betroffenen auswirken.

Wo immer möglich sollten die Pflegebedürftigen selbst über die Auswahl ihrer Kontaktpersonen entscheiden. Ergänzend zu persönlichen Treffen sollten auch Formen virtuellen Kontakts ermöglicht werden. Sterbende müssten kontinuierlich durch An- und Zugehörige begleitet werden können, auf Wunsch auch durch Seelsorger oder Mitarbeiter von Hospizdiensten. "Einsam und isoliert sterben zu müssen, ist schlicht unerträglich", sagte Lob-Hüdepohl.

18.12.2020 • 15:58 Uhr

Schweiz verschärft Maßnahmen weiter

Die Schweiz verschärft angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen erneut. Ab nächsten Dienstag müssen Restaurants, Kinos, Museen und Sportclubs schließen, aber Geschäfte und die Skigebiete dürfen trotz Kritik aus dem Ausland offen bleiben. Das hat die Regierung beschlossen.

Wenn die Lage sich nicht bessere, gebe es im kommenden Jahr noch strengere Regeln, sagte die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Die Kantone könnten die Skigebiete schließen. Der Kanton Wallis, in dem etwa Zermatt und Saas Fee liegen, hat bereits eine Genehmigung für den Betrieb fast aller Lifte und Bergbahnen erteilt.

18.12.2020 • 15:50 Uhr

Grütters: Berlinale nicht Corona opfern

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Berlinale bestärkt, an dem Filmfestival im kommenden Jahr in veränderter Form festzuhalten. "Die Berlinale begeistert seit 70 Jahren hunderttausende Filmenthusiasten in Berlin und weltweit. Deshalb wollen wir sie auch nicht Corona opfern, sondern haben die Chancen ausgelotet, auch 2021 neue Filme zu zeigen und unser großes, begeistertes Publikum zu erreichen", sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. In der alternativen Planung der Berlinale sieht Grütters ein "starkes kultur- und filmpolitisches Signal".

18.12.2020 • 15:45 Uhr

Chemnitz schließt in Corona-Pandemie Imbissbuden

In Chemnitz müssen wegen der Corona-Pandemie Imbissstände schließen. Im gesamten Stadtgebiet dürften von Samstag an keine Speisen und Getränke mehr aus Imbissbuden heraus verkauft werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Zwar erlaube die sächsische Coronaschutzverordnung einen Verkauf "to go" (zum Mitnehmen). Es habe sich in der Praxis jedoch gezeigt, dass die Menschen ihre Bratwurst meist in der Nähe der Imbisse verzehrten, ohne auf Hygieneregeln zu achten. Zahlreiche Kontrollen hätten dies nicht ändern können. Deswegen sei nun eine Allgemeinverfügung mit dem Verbot erlassen worden. Sie gilt bis 10. Januar.

18.12.2020 • 15:29 Uhr

Berlinale: Filmfestival findet nicht im Februar statt

Die Berlinale wird angesichts der Pandemie nicht wie geplant im Februar 2021 stattfinden. Stattdessen soll es im März einen digitalen Branchentreff geben, im Juni sei dann ein Festival mit Filmvorführungen vor Publikum geplant. Das bestätigten die Internationalen Filmfestspiele in Berlin am Freitag. Zuvor hatten mehrere Medien über die Pläne berichtet.

Es gebe ein großes Bedürfnis nach physischen Begegnungsmöglichkeiten, "aber die aktuelle Situation lässt das im Februar nicht zu", teilte Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek mit. "Mit der Veränderung des Festivalformats 2021 haben wir die Möglichkeit, die Gesundheit aller Gäste zu schützen und den Neustart der Kinobranche zu unterstützen." Das Festival im Sommer soll nach jetzigen Plänen sowohl in den Kinos als auch Open Air stattfinden.

Mehrere Bären-Statuen, Auszeichnung bei der Berlinale, stehen in einer Reihe. | REUTERS

Mehrere Bären-Statuen, Auszeichnung bei der Berlinale, stehen in einer Reihe. Bild: REUTERS

18.12.2020 • 14:36 Uhr

US-Vizepräsident Pence gegen Corona geimpft

Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence hat sich gemeinsam mit seiner Frau Karen vor laufenden Kameras gegen das Coronavirus impfen lassen. "Ich habe nichts gemerkt", sagte Pence in einer Ansprache, unmittelbar nachdem ihm der Impfstoff verabreicht wurde. Es sei ein "medizinisches Wunder", dass der erste Corona-Impfstoff mittlerweile in Bundesstaaten quer durch das Land verabreicht werde. Er und seine Frau hätten mit der eigenen Impfung das amerikanische Volk versichern wollen, dass der Impfstoff trotz der raschen Entwicklung sicher und effektiv sei.

18.12.2020 • 14:32 Uhr

Bundesrat stimmt Corona-Entschädigung für Eltern zu

Der Bundesrat hat den neuen Entschädigungsregeln für Eltern zugestimmt, die wegen geschlossener Kitas und Schulen oder eingeschränkten Betriebs der Einrichtungen nicht zur Arbeit können. Eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat gibt es nun auch, wenn Schulen nicht geschlossen werden, sondern lediglich die Präsenzpflicht ausgesetzt wird, so wie das in einigen Bundesländern jetzt der Fall ist. Voraussetzung ist, dass das Kind nicht anderweitig "zumutbar" betreut werden kann.

Betroffene Eltern von Kindern bis zwölf Jahre oder Kindern mit Behinderung haben Anspruch auf eine Lohnersatzzahlung von 67 Prozent des Nettolohns. Maximal kann man 2016 Euro monatlich bekommen. Der Anspruch gilt für 20 Wochen - jeweils zehn Wochen für Mütter und zehn für Väter oder 20 für Alleinerziehende. Die Regelung soll rückwirkend ab dem 16. Dezember gelten - und damit auch für den aktuellen Lockdown. Die Anträge für die Entschädigung stellt der Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde vor Ort.

18.12.2020 • 14:29 Uhr

Slowakischer Regierungschef Matovic positiv auf Corona getestet

Der slowakische Ministerpräsident Igor Matovic ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab er via Facebook bekannt. Schon vor seiner Bestätigung hatten der Parlamentspräsident und mehrere Regierungsmitglieder ihre sofortige Quarantäne angekündigt, weil sie mit dem Regierungschef in Kontakt gewesen waren.

Matovic hatte am Mittwoch eine Regierungssitzung geleitet und danach Journalistenfragen beantwortet. Auf TV-Bildern war deutlich zu sehen, dass er weder gegenüber einzelnen Regierungsmitgliedern noch den sich danach dicht um ihn drängenden Journalisten auf Abstand achtete. Allerdings trugen alle Anwesenden den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz.

18.12.2020 • 14:26 Uhr

Belgische Politikerin twittert versehentlich vertrauliche Impfstoff-Preise

Eine belgische Politikerin hat offenbar aus Versehen die Corona-Impfstoff-Preise derjenigen Hersteller offengelegt, mit denen die EU-Kommission Verträge abgeschlossen hat: Die Verbraucherschutz-Staatsekretärin Eva De Bleeker veröffentlichte im Kurzbotschaftendienst Twitter eine Tabelle mit Preisen pro Dosis der Impfstoffe von sechs Unternehmen. Der Eintrag wurde nach kurzer Zeit wieder gelöscht, die Zeitung "Het Laatste Nieuws" veröffentlichte jedoch einen Screenshot.

Demnach ist das Mittel des US-Unternehmens Moderna am teuersten: Es würde 18 Dollar pro Dosis kosten - das sind umgerechnet 14,69 Euro. Der US-Konzern Johnson & Johnson würde 8,50 Dollar verlangen, was 6,94 Euro entspricht. Die Preise der anderen Anbieter waren in Euro angegeben: Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seinem US-Partner Pfizer liegt demnach bei zwölf Euro pro Dosis, die Tübinger Firma Curevac verlangt zehn Euro, die Franzosen von Sanofi 7,56 Euro. Mit Abstand am günstigsten wäre das Mittel von Astrazeneca mit nur 1,78 Euro pro Dosis.

18.12.2020 • 14:23 Uhr

Correctiv: Fremdsprachige Infos zu Corona weisen oft Lücken auf

Die Informationen über Corona in ausländischen Sprachen weisen laut dem Recherchenetzwerk Correctiv in Deutschland oft Lücken auf, sind veraltet und im Internet schlecht zu finden. Wie veröffentliche Nachforschungen des in Essen ansässigen Netzwerks und des SWR ergaben, betrifft dieser Sachverhalt mehrere Hunderttausend Menschen in Deutschland, die deshalb schlechter vor dem Covid-19-Virus geschützt seien. Keines der 16 Bundesländer habe eine klare Strategie, wie Menschen mit fehlenden Deutschkenntnissen die Informationen mitgeteilt werden sollten, hieß es.

Correctiv und der SWR hatten in allen 16 Bundesländern abgefragt, was die zuständigen Ministerien tun, um Zugewanderte in deren Sprachen über das Virus, den Infektionsschutz und aktuelle Regelungen zu informieren. Laut der Recherche gibt es in fast allen Bundesländern gravierende Defizite bei der mehrsprachigen Corona-Kommunikation der Verwaltungen.

Ein vergleichsweise umfassendes mehrsprachiges Angebot findet sich zum Beispiel auf den Websites von Ländern wie Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Auf den Seiten von Thüringen, Brandenburg, Niedersachsen oder Baden-Württemberg falle die mehrsprachige Kommunikation dagegen schwach aus.

18.12.2020 • 14:19 Uhr

Grütters: Künstler über Ausfallhonorare an Hilfen beteiligen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat an Kultureinrichtungen appelliert, Künstler über Ausfallhonorare an den staatlichen Corona-Hilfen teilhaben zu lassen. "Es geht in unser aller Interesse um einen fairen Interessensausgleich, der vor allem die Wertschätzung künstlerischer Arbeit zum Ausdruck bringt", sagte Grütters.

Mittel für staatlich geförderte Kultureinrichtungen seien Steuergelder, deswegen müsse wirtschaftlich und sparsam damit verfahren werden. "Das bedeutet, dass grundsätzlich staatliches Geld nur für die Vergütung von Leistungen verwendet werden darf, die auch tatsächlich erbracht wurden", sagte die CDU-Politikerin. Sofern kein Ausfallhonorar im Vertrag vorgesehen sei, werde dies zum Problem der Kultureinrichtungen.

18.12.2020 • 14:15 Uhr

Dezemberhilfen für Firmen lassen weiter auf sich warten

Die Dezemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise lassen weiter auf sich warten. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte in Berlin, Bund und Länder seien in einer engen Abstimmung, es gebe noch einige Fragen zu klären. Ein Datum, ab wann die Hilfen beantragt werden können, nannte sie nicht.

Bei den Novemberhilfen wiederum werden Abschlagszahlungen ausgezahlt - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Mit Stand Donnerstag seien rund 219.000 Anträge gestellt worden, sagte die Sprecherin. Es seien 688 Millionen Euro ausbezahlt worden. Das Geld fließe also und komme bei den Betroffenen an.

Die Bundesregierung hatte wegen des Teil-Lockdowns im November und Dezember für betroffene Firmen etwa in der Gastronomie Hilfen angekündigt, erstattet werden Umsatzausfälle. Ab Januar gilt die Überbrückungshilfe III, erstattet werden dann betriebliche Fixkosten wie Mieten und Pachten. Der Zugang zu den Überbrückungshilfen für November und Dezember wurde erweitert, dies zielte angesichts des harten Lockdowns vor allem auf den Einzelhandel.

18.12.2020 • 13:42 Uhr

Bericht: EU hätte mehr Impfstoff bestellen können

Die Europäische Union hätte nach einem "Spiegel"-Bericht mehr von dem Corona-Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer kaufen können als die bestellten bis zu 300 Millionen Dosen. Biontech habe bis zu 500 Millionen Einheiten angeboten, zitierte das Magazin aus Verhandlungskreisen. Auch die Firma Moderna hätte der EU mehr von ihrem Impfstoff liefern können als die vereinbarten bis zu 160 Millionen Einheiten, sagte Unternehmenschef Stephane Bancel dem "Spiegel". Die beiden Impfstoffe sind die ersten, die in der EU mit einer Zulassung rechnen können.

18.12.2020 • 13:28 Uhr

Bundesregierung erwartet Anfang 2021 schwierige Monate

Die Bundesregierung rechnet Anfang 2021 noch mit einer schwierigen Lage in der Coronavirus-Krise. "Januar und Februar werden sicherlich zu den schwersten Monaten in der Pandemie gehören", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Deutschland sei ziemlich gut durch die erste Welle gekommen, sei nun aber in einer Phase mit zu stark steigenden Infektionszahlen und "unerträglich hohen Todeszahlen". Aufgabe sei es, mit den notwendigen Maßnahmen aus dieser Phase herauszukommen. Die wahrscheinliche Zulassung eines ersten Impfstoffs mache Hoffnung.

18.12.2020 • 13:22 Uhr

Kroatien schränkt Bewegungsfreiheit über die Feiertage ein

Kroatische Behörden haben angekündigt, dass die Bürger vom 23. Dezember bis zum 8. Januar ihren Landkreis nicht verlassen dürfen. Zudem sind während der Feiertage Treffen von mehr als zehn Menschen aus zwei Haushalten verboten.

18.12.2020 • 13:08 Uhr

Feuerwerksverbot in Niedersachsen vorläufig außer Kraft gesetzt

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat das Feuerwerksverbot in der niedersächsischen Corona-Verordnung vorläufig außer Kraft gesetzt. Ein derart umfassendes Feuerwerksverbot sei als Infektionsschutzmaßnahme nicht notwendig, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts.

18.12.2020 • 12:57 Uhr

Höhere Sterblichkeit in Deutschland - 46 Prozent mehr Tote in Sachsen

Nach dem Anstieg der Corona-Infektionen steigt auch die Zahl der Todesfälle weiter an: Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind Mitte November etwa neun Prozent mehr Menschen gestorben als im Schnitt der Vorjahre. Vor allem für Sachsen meldete Destatis eine hohe Übersterblichkeit.

Bundesweit starben zwischen 16. und 22. November in Deutschland mindestens 19.600 Menschen, wie das Amt in Wiesbaden mitteilte. Basis ist eine Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen, die aktuell bis zur 47. Kalenderwoche zur Verfügung steht. Das Mittel der Jahre 2016 bis 2019 für diese Woche lag bei 17.977 Toten. "Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen in Sachsen", erläuterte das Demografie-Team von Destatis. In der 41. Kalenderwoche lag die Zahl der Sterbefälle dort noch unter dem Durchschnitt - in der 47. Kalenderwoche lag sie um 46 Prozent darüber.

18.12.2020 • 12:46 Uhr

Kanarische Inseln werden wieder zum Risikogebiet

Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut teilte auf seiner Internetseite mit, dass damit ab Sonntag wieder ganz Spanien auf der Risikoliste steht.

18.12.2020 • 12:43 Uhr

Chirurgen warnen vor illegalem und veraltetem Feuerwerk

Hand- und Unfallchirurgen warnen vor der Verwendung von nicht-zertifizierter Pyrotechnik - es bestehe eine hohe Verletzungsgefahr. Schon mit legalem Feuerwerk verletzten sich jedes Jahr an Silvester sehr viele Menschen die Hände - "oftmals schwer und mit katastrophalen Folgen", wie es in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) und der Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) heißt.

Wegen des Verkaufsverbots für Böller rechne man mit Ausweichbewegungen, "und damit, dass nicht alle Menschen auf das Böllern verzichten werden". Die Mediziner seien sich einig: "Bei Unfällen mit selbstgebauten oder nicht-zertifizierten Sprengkörpern kann es zu noch schwereren Verletzungen kommen. Auch veraltete Sprengkörper aus den Vorjahren sollten nicht gezündet werden, um sich keinem unnötigen Risiko für Verletzungen auszusetzen." Mit Blick auf die Corona-Lage in den Kliniken sagte DGOU-Präsident Michael Raschke: "Weniger Silvester-Verletzungen würden bei der angespannten Personalsituation nicht nur die Notaufnahmen, sondern auch die Rettungsdienste und die Feuerwehr entlasten."

18.12.2020 • 12:39 Uhr

Bericht: Bundespolizei soll Impfstoff-Transport schützen

Die Bundespolizei wird einem Bericht zufolge mit bewaffneten Begleitkommandos den Corona-Impfstoff in die Zentrallager der Länder eskortieren. Ab dort sollen dann die Länder die Bewachung des Serums übernehmen, so der "Spiegel" unter Berufung auf eine noch informelle Absprache zwischen Bund und Ländern. Da der Impfstoff zunächst aus dem Ausland komme, werde die Bundespolizei ihn erst ab der deutschen Grenze bewachen.

18.12.2020 • 12:28 Uhr

Südkorea: Krankenhäuser am Limit

In Südkorea sind in diesem Monat sechs Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, die wegen ausgeschöpfter Kapazitäten nicht in Krankenhäusern behandelt werden konnten. Das bestätigen Behörden. In Südkorea wurde heute mit 1062 neuen Infektionen die zweithöchste Tages-Zahl seit Beginn der Pandemie registriert.

18.12.2020 • 12:09 Uhr

Studie: Covid-19 drei Mal so tödlich wie Grippe

Eine Covid-19-Erkrankung ist fast drei Mal so tödlich wie eine Grippe: Das haben französische Forscher in einer in der Fachzeitschrift "The Lancet Respiratory Medicine" veröffentlichten Studie herausgefunden. Sie untersuchten Todesfälle in Krankenhäusern in den Jahren 2018 bis 2020.

Dazu werteten die Wissenschaftler von der nationalen Forschungseinrichtung Inserm Daten von mehr als 135.000 französischen Patienten aus. Von ihnen wurden 89.530 in diesem März und April mit der durch das Coronavirus augelösten Lungenkrankheit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefer. Von diesen Patienten starben mehr als 15.000 oder 16,9 Prozent. Dem stellten die Wissenschaftler die Grippetoten gegenüber: mehr als 2600 bei insgesamt 45.800 Erkrankten im Winter 2018/2019, das entsprach einer Quote von 5,8 Prozent.

Covid-Patienten mussten zudem häufiger auf Intensivstationen behandelt werden: Die Quote lag bei ihnen bei 16,3 Prozent, bei Grippepatienten dagegen nur bei 10,8 Prozent. Zudem wurden Covid-Kranke im Schnitt länger intensiv behandelt. Die Grippe traf mit fast 20 Prozent der Patienten zudem deutlich häufiger Kinder oder Jugendliche, die bessere Heilungschancen haben. Dagegen gehörten nur 1,4 Prozent der Covid-Patienten im Krankenhaus dieser Altersgruppe an.

18.12.2020 • 11:41 Uhr

Spahn: Impfungen erster Gruppe dauert mindestens ein bis zwei Monate

Die Impfungen von über 80-Jährigen, Pflegeheimbewohnern und deren Pflegekräften wird nach Worten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mindestens ein bis zwei Monate dauern. Erst dann werde man darüber nachdenken, das Impfangebot auszuweiten, sagte Spahn vor der Unterzeichnung der Coronavirus-Impfverordnung in Berlin. "Das heißt für uns alle: Der Winter wird noch lang." Spahn wies darauf hin, dass jeder zweite Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 Menschen über 80 betreffe. "Die Schwächsten zu schützen ist das erste Ziel." Wenn dann mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, könnten Zug um Zug mehr Menschen geschützt werden.

18.12.2020 • 11:24 Uhr

Österreich plant offenbar Lockdown nach Weihnachten

Österreich plant offenbar einen dritten Lockdown nach Weihnachten. Das berichten mehrere Medien. Demnach soll die Maßnahme vorerst bis zum 18. Januar andauern.

18.12.2020 • 11:06 Uhr

Heimbetreiber befürchten Probleme bei Impfaktionen in Altenheimen

Heimbetreiber befürchten gravierende Probleme bei den geplanten Corona-Impfaktionen in Altenheimen. "Zwei Drittel der Heimbewohner sind demenzkrank. Ohne die Einwilligung des gesetzlichen Betreuers oder eines Angehörigen ist die Impfung ausgeschlossen", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Herbert Mauel, im Interview der "Welt". Die Impfaktionen in den Heimen müssten also so organisiert werden, dass eine gesetzliche Einwilligung zu diesem Zeitpunkt vorliege.

Mauel sprach von einem "logistischen Megaprojekt". Es müsse vermieden werden, dass der Impfstoff bereitsteht, aber dann aus formalen Gründen nicht genutzt werden kann, sagte der Geschäftsführer. "Wir haben im Moment alle Hände voll zu tun, mit Tests, mit Quarantäne, mit Personalausfällen. Wie wir dafür die Formularunterschrift aller Betreuer herbeischaffen sollen, ist mir nicht klar."

18.12.2020 • 10:59 Uhr

Ukraine rechnet mit Impf-Start im Februar

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmygal rechnet damit, dass erste Corona-Impfstoffe im Februar angeliefert werden. Gesundheitsminister Maksym Stepanow erklärt, eine klinische Studie eines heimischen Impfstoffes werde vorbereitet. Details nannte er nicht.

18.12.2020 • 10:50 Uhr

UEFA sagt U17-EM im kommenden Jahr ab

Wegen der Corona-Pandemie hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) die U17-Europameisterschaften der Frauen und Männer im kommenden Jahr abgesagt. Wie die UEFA mitteilte, sollen die U19-Titelkämpfe hingegen durchgeführt werden.

18.12.2020 • 10:47 Uhr

Kramp-Karrenbauer dankt Truppe für Einsatz in der Pandemie

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den Soldaten der Bundeswehr für ihren Einsatz in der Corona-Krise gedankt. "Wir sind mitten im größten und längsten Hilfseinsatz, den die Bundeswehr je geleistet hat", schrieb die Ministerin in einem Tagesbefehl an die Truppe. "Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und Ihren unerschöpflichen Einsatzwillen. Sie sind bereit, immer einen Schritt mehr zu gehen, immer eine Aufgabe zusätzlich zu übernehmen." Die Bundeswehr hält etwa 20.000 Männer und Frauen für Amtshilfe überlasteter Behörden und Gesundheitsdienste bereit.

18.12.2020 • 10:40 Uhr

Trotz Lockdown: Ifo-Geschäftsklima hellt sich auf

Die Unternehmensstimmung in Deutschland hat sich im Dezember trotz neuer Corona-Beschränkungen aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, stieg zum Vormonat um 1,2 Punkte auf 92,1 Zähler, wie das Ifo-Institut mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einer Eintrübung auf im Schnitt 90,0 Punkte gerechnet. Der Corona-Lockdown treffe zwar einzelne Branchen hart, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Die deutsche Wirtschaft insgesamt zeigt sich jedoch widerstandsfähig." Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten die befragten Unternehmen besser.

18.12.2020 • 10:34 Uhr

Lehrerverband kritisiert Alleingang der Länder bei Lernplattformen

Nach den Pannen bei digitalen Lernplattformen für den Distanzunterricht von Schulen hat der Lehrerverband kritisiert, dass jedes Land sein eigenes System hat. "Ich verstehe bis heute auch nicht, warum jedes Land hier das Rad neu erfinden muss. Da hätte es eigentlich einer gemeinsamen Anstrengung bedurft", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger im Morgenmagazin von ARD und ZDF. In kaum einem Bundesland gebe es derzeit eine wirklich funktionierende Lernplattform. "Es ist auch leider im letzten halben Jahr wenig dafür getan worden, dass diese Lernplattformen dann entsprechend aufgerüstet werden, und das rächt sich jetzt." Der Verband fordert deswegen nun von allen Schulministerien, "dass jetzt ein Masterplan entwickelt wird, wie man langfristig tatsächlich das Bildungsniveau sichert", so Meidinger.

Eine Schülerin beim lernen | dpa

Die Politik hat laut Lehrerverband nicht erkannt, wie wichtig Digitalisierung von Schulen ist. Sie habe eher auf die Wirtschaft als auf die Schulen geschaut und ausgeblendet, dass wieder eine Phase des Distanzlernens kommen könne. Bild: dpa

18.12.2020 • 10:27 Uhr

Nach Macrons Infektion: Bettel negativ auf Corona getestet

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Die Quarantäne, in die sich Bettel nach einem Kontakt mit dem positiv auf Corona getesteten französischen Präsident Emmanuel Macron vorsichtshalber begeben hatte, sei damit aufgehoben, teilte das Staatsministerium in Luxemburg mit. Bettel und Macron hatten sich am Donnerstag und Freitag vergangener Woche beim EU-Gipfel in Brüssel getroffen.

18.12.2020 • 10:17 Uhr

USA: Höchststand bei Erkrankten in Krankenhäusern

Das Coronavirus breitet sich in den USA weiterhin rasant aus. Die Anzahl der Covid-Patienten in US-Krankenhäusern stieg mit mehr als 114.200 auf ein Rekordhoch, wie aus Daten des Covid Tracking Project hervorging. Am gleichen Tag registrierten US-Behörden insgesamt 233.271 Neuinfektionen und 3270 Verstorbene mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie die Johns-Hopkins-Universität Morgen (MEZ) meldete. Das Covid Tracking Project wurde im Frühjahr vom Magazin "The Atlantic" begonnen und sammelt Daten zum Coronavirus in den USA.

18.12.2020 • 09:58 Uhr

Guterres: Impfstoff muss öffentliches Gut sein

Impfstoffe müssen nach Auffassung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, António Guterres, globales öffentliches Gut sein. Das sagte der Portugiese im Bundestag, wo er auf Einladung von Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble eine Rede hielt - in deutscher Sprache. Er sagte, Impfstoff sollte insbesondere auch in der Corona-Pandemie überall und für alle Menschen zugänglich und bezahlbar sein - "ein Impfstoff, der den Menschen gehört".

Der UN-Generalsekretär betonte, dass durch die Pandemie die Armut zunehme und Hungersnöte drohten. "Überall haben die Schwächsten am meisten zu leiden." Es mangele an internationaler Zusammenarbeit.

18.12.2020 • 09:35 Uhr

Nordirland geht nach Weihnachten in erneuten Lockdown

In der britischen Provinz Nordirland sollen vom zweiten Weihnachtsfeiertag an wieder strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gelten. Das teilte die Regionalregierung in Belfast mit. Der Einzelhandel, die Gastronomie und körpernahe Dienstleister wie Friseure müssen für sechs Wochen ihre Türen schließen. Nur Speisen und Getränke zum Mitnehmen dürfen noch angeboten werden.

18.12.2020 • 09:09 Uhr

Berichte: Schweizer Regierung erwägt nun doch Schließungen

Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset schlägt der Regierung des Landes die Schließung von Gaststätten bis zum 22. Januar vor, wie Medien unter Berufung auf regierungsnahe Kreise berichten. Die Regierung werde den Vorschlag auf einer Sitzung noch heute besprechen. Angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen steht die Regierung unter Druck, die im internationalen Vergleich geringen Einschränkungen zu verschärfen. Geschäfte sollen indes vorerst offen bleiben.

18.12.2020 • 08:47 Uhr

Weniger Firmeninsolvenzen wegen Aussetzung der Antragspflicht

Die Zahl der Unternehmenspleiten ist trotz der Corona-Krise in den ersten neun Monaten gesunken. Von Januar bis September 2020 meldeten die deutschen Amtsgerichte 12.491 Firmeninsolvenzen. Das waren 13,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Hauptgrund ist die von März bis Ende September ausgesetzte Antragspflicht bei Zahlungsunfähigkeit. Für Überschuldung gilt die Ausnahme weiterhin zunächst bis Ende Januar 2021. Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit gestellt werden. Experten rechnen im kommenden Jahr mit einer Welle von Unternehmenspleiten.

18.12.2020 • 08:33 Uhr

Ungarn plant neue Wirtschaftshilfen

Ungarn plant neue Wirtschaftshilfen im Kampf gegen die Corona-Krise. Er werde am Samstag zusätzliche Maßnahmen ankündigen, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie zu bewältigen, sagt Ministerpräsident Viktor Orban dem Radiosender mr1. Sie sollten am 1. Januar in Kraft treten. Die Regierung erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um etwa sechs Prozent schrumpft und rechnet 2021 mit einer moderaten Erholung.

18.12.2020 • 08:23 Uhr

USA: Pandemie führt zu Zunahme der Zahl der Drogentoten

Die Corona-Pandemie hat in den USA zu einer Zunahme der Zahl der Drogentoten geführt. In der zwölfmonatigen Auswertungsperiode bis zum Monat Mai habe es mehr als 81.000 Drogentote gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit. Das sei die höchste Zahl, die jemals für einen zwölfmonatigen Zeitabschnitt festgestellt worden sei. Während der Kampf gegen die Pandemie geführt werde, dürften "andere Gruppen, die auf andere Weise betroffen sind, nicht aus dem Blick geraten", sagte CDC-Direktor Robert Redfield.

18.12.2020 • 08:16 Uhr

Spahn: Zuerst werden nur Alte und Pflegebedürftige geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt die Bevölkerung zu Geduld nach dem für den 27. Dezember geplanten Start der Corona-Schutzimpfungen in Deutschland. "Wir fangen jetzt mit den über 80-Jährigen, den Höchstbetagten, den Pflegebedürftigen und denjenigen, die sie pflegen und betreuen, an", sagte Spahn im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Gruppe sei so groß, dass diese das Impfgeschehen in Deutschland in den ersten Wochen prägen werde. Alle anderen sollten nicht nach dem 27. Dezember gleich schon wegen eines Impftermins anfragen. Bevor die Bevölkerung insgesamt vor dem Virus geschützt werden könne, gehe es um den individuellen Schutz alter Menschen.

18.12.2020 • 07:58 Uhr

Australien: Neuer Corona-Ausbruch in Sydney

Nach einem neuen Corona-Ausbruch in Sydney fürchten viele Australier um ihre geplanten Weihnachtsbesuche in anderen Landesteilen. In der vergangenen Woche seien in der nördlichen Region der Metropole 28 neue Fälle verzeichnet worden, teilte die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, mit. Andere Bundesstaaten erklärten Sydney zum Corona-Hotspot. Nun gelten wieder Beschränkungen für Reisen von und nach New South Wales, die erst kürzlich nach Monaten ausgehoben worden waren, berichteten australische Medien. Wer aus Sydney in Regionen wie Queensland, Western Australia und das Northern Territory zurückkehrt, muss nun wieder 14 Tage in Quarantäne.

Australien hatte in den vergangenen sechs Wochen kaum neue Infektionsfälle verzeichnet. Vorausgegangen waren extrem strikte Maßnahmen und wochenlange strenge Lockdowns, etwa in der Millionenstadt Melbourne.

18.12.2020 • 07:44 Uhr

US-Richter am Supreme Court erhalten Impfstoff

Die Richterinnen und Richter des obersten US-Gerichtshofs erhalten der Nachrichtenagentur AP zufolge Impfdosen gegen das Coronavirus. Der Supreme Court, der Kongress und Institutionen der Exekutive würden mit einer begrenzten Zahl an Impfdosen versorgt. Das gehe aus einem Brief des für den Kongress arbeitenden Arztes Brian Monahan hervor. Ziel sei die Fortsetzung der Arbeit an der Spitze des Staates. Präsident Donald Trump hatte in einer Anweisung festgelegt, dass eine unterbrechungsfreie Tätigkeit der Spitzeninstitutionen ein Grund dafür ist, bei den Corona-Impfungen vorgezogen zu werden.

18.12.2020 • 07:32 Uhr

Studie erforscht effektivste Corona-Maßnahmen

Ein Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen und die Schließung von Schulen und Hochschulen waren von Januar bis Mai wohl die effektivsten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dies ergibt sich aus einer Studie zu verschiedenen staatlichen Eingriffen in das öffentliche Leben in 41 Ländern. Die Schließung aller Geschäfte außer den lebensnotwendigen hatte demnach nur einen mäßigen Effekt, die Vorschrift, zu Hause zu bleiben, sogar nur einen geringen zusätzlichen Effekt. Die Studie einer internationalen Forschergruppe um Jan Brauner von der University of Oxford (Großbritannien) ist in der Fachzeitschrift "Science" erschienen.

18.12.2020 • 07:27 Uhr

USA: Zahl der Positiv-Tests steigt auf über 17 Millionen

In den USA sind nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters mittlerweile mehr als 17 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Fälle stieg demnach um knapp 240.000 auf 17,16 Millionen. Die Zahl der Fälle, in denen positiv getestete Menschen starben, erhöht sich um mindestens 3335 auf 311.102.

18.12.2020 • 07:17 Uhr

Hans rechnet mit Verlängerung des Lockdowns

Der zunächst bis zum 10. Januar verhängte Lockdown reicht nach Ansicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) womöglich nicht aus. Die Menschen in Deutschland müssten sich auch für die Zeit danach noch auf gleichbleibend harte Einschränkungen einstellen, sagte Hans der Nachrichtenagentur dpa. "Mein Gefühl ist, dass es mit diesem Lockdown über den 10. Januar hinausgehen wird." Weihnachten und Silvester könnten negative Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben.

Mit Blick auf den Januar sagte Hans, da werde es "mit Sicherheit" zu früh sein, um großflächig zu lockern. Die Maßnahmen bräuchten eben eine Zeit, bis sie wirkten. "Es ist sogar eine Option, zu verschärfen", sagte Hans weiter. Das Schlimmste der Corona-Krise wird seiner Ansicht nach aber im nächsten Jahr vorbei sein. "Wir werden 2021 den Exit aus der Corona-Pandemie schaffen", sagte Hans. "Es wird ein besseres Jahr werden als das Jahr 2020." Dennoch werde das nächste Jahr noch komplett von Corona geprägt sein.

18.12.2020 • 07:01 Uhr

Triage-Debatte: Lambrecht verweist auf Ethikrat

In der Debatte um eine mögliche Befassung des Bundestages mit der drohenden Triage in Kliniken verweist Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auf bestehende Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften und des Deutschen Ethikrates. Wie und mit welchen intensivmedizinischen Maßnahmen Patienten behandelt werden, sei "eine ärztliche Entscheidung im Einzelfall, die allein nach medizinischen Kriterien getroffen werden kann", sagte Lambrecht der "Rheinischen Post". Die medizinischen Fachgesellschaften und der Deutsche Ethikrat hätten Empfehlungen ausgesprochen, an denen sich Ärzte bei einer großen Zahl von Corona-Patienten in den Kliniken orientieren könnten, so Lambrecht. Das Bundesverfassungsgericht habe klargestellt, dass "jedes Leben gleich schützenswert ist und dass es nicht gegen ein anderes Leben abgewogen werden darf". Auch der Ethikrat habe ausgeführt, dass die Menschenwürde dem Staat verbiete, in akuten Krisen nach Überlebenschancen und Sterberisiken zu unterscheiden.

18.12.2020 • 05:54 Uhr

Zeitung: Mehrheit will Corona-Regeln an Weihnachten einhalten

Eine Mehrheit der Deutschen will die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen über Weihnachten beachten, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey berichten. Demzufolge geben rund 53 Prozent der Befragten an, die Regeln "sehr genau" einhalten zu wollen, 24 Prozent immerhin "eher genau".

18.12.2020 • 05:47 Uhr

Blatt: China will bis zum Neujahrsfest 50 Millionen Menschen impfen

In China sollen bis zum Start der Reisehochsaison anlässlich des dortigen Neujahrsfests Anfang kommenden Jahres 50 Millionen gegen das Coronavirus geimpft werden, wie die Zeitung "South China Morning Post" berichtet.

18.12.2020 • 05:22 Uhr

RKI meldet 33.777 neue Positiv-Tests und 813 weitere Todesfälle

Erstmals sind in Deutschland mehr als 30.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 33.777 Infektionen gemeldet, wie das RKI am Morgen mitteilte. In der Zahl sind 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle erreichte mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

18.12.2020 • 05:00 Uhr

Biden-Berater positiv getestet

Der designierte US-Präsident Joe Biden ist nach Angaben einer Sprecherin negativ auf das Coronavirus getestet worden. Anlass für den Test war demzufolge, dass sich zuvor ein Berater Bidens mit dem Virus infiziert hatte. Der Berater habe nach Definition der Seuchenbehörde CDC nicht in engem Kontakt mit Biden gestanden, sagt die Sprecherin.

18.12.2020 • 04:29 Uhr

Bundesregierung plant Gedenken an Corona-Opfer

Die Bundesregierung plant ein Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie. Der Bundesregierung sei es "ein wichtiges Anliegen, ein Zeichen zu setzen, dass die Verstorbenen nicht vergessen sind und das Leid der Betroffenen gewürdigt wird", sagte ein Regierungssprecher der Funke Mediengruppe. Deshalb sei etwa die Ausrichtung einer zentralen Gedenkveranstaltung angedacht. Aufgrund der derzeitigen Pandemie-Lage sei allerdings noch nicht mit der konkreten Planung begonnen worden.

18.12.2020 • 04:01 Uhr

Zeitung: US-Notfallzulassung für Moderna-Impfstoff beschlossen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Biotechkonzerns Moderna beschlossen, wie die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf Personen, die dem Prozess nahestehen, berichtet. Es wäre damit die zweite in den USA verfügbare Corona-Impfung.