Menschen stehen in New York Schlange. Alle tragen wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz. | PETER FOLEY/EPA-EFE/Shutterstock
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen Mehr als 23.000 weitere Fälle in den USA

Stand: 19.06.2020 21:51 Uhr

In den USA ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um mehr als 23.000 Fälle angestiegen. Die Schweiz hebt die Corona-Maßnahmen weitgehend auf. Alle Entwicklungen vom Freitag zum Nachlesen im Liveblog.

  • Mehr als 23.000 weitere Infektionen in den USA
  • Laschet erwägt nach Corona-Ausbruch bei Tönnies regionalen Lockdown
  • Schweiz hebt Corona-Maßnahmen weitgehend auf
  • Gesetzliche Krankenkassen verzeichnen Defizit
  • Kein Kompromiss über EU-Wiederaufbaufonds
  • CureVac testet möglichen Impfstoff erstmals an Probandin
19.6.2020 • 21:51 Uhr

Das war es für heute

Hiermit beenden wir den heutigen Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse.

19.6.2020 • 21:35 Uhr

US-Navy entlässt nach Corona-Ausbruch auf Flugzeugträger Kapitän

Im März war an Bord des US-Flugzeugträgers "Theodore Roosevelt" das Coronavirus ausgebrochen. Insgesamt infizierten sich mehr als 1000 Mitglieder der Besatzung und ein Marinesoldat starb.

Nun muss der Kapitän des Schiffes, Brett Crozier, seinen Posten räumen. Er und sein Vorgesetzter, Admiral Stuart Baker, hätten schwerwiegende Fehler bei der Einschätzung der Lage gemacht. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Regierungskreise.

In einer ersten Untersuchung hatte die Marine noch empfohlen, Crozier wieder auf seinen Posten zu lassen. Dann hatten hochrangige Vertreter im Pentagon im Mai aber eine weiterführende Prüfung verlangt.

19.6.2020 • 21:29 Uhr

Abi in Corona-Zeiten

Es ist geschafft: Das Abitur ist über- und bestanden und das soll auch gefeiert werden. Und damit das trotz Einschränkungen wegen der Corona-Krise möglich ist, finden Schulen in Hessen ganz unterschiedliche Lösungen.

19.6.2020 • 21:10 Uhr

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof entscheidet gegen Sperrstunde

Nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes dürfen Gastronomen in dem Bundesland wieder länger öffnen. Wegen der Corona-Pandemie war für sie eine Sperrstunde ab 22 Uhr angeordnet worden. Diese Regelung sei jedoch "unverhältnismäßig", entschieden die Richter.

19.6.2020 • 21:04 Uhr

Apple macht Filialen erneut dicht

Angesichts der steigenden Infektionszahlen in mehreren US-Bundesstaaten hat der Apple-Konzern entschieden, mehrere Filialen in den betroffenen Regionen erneut zu schließen. Das werde die Bundesstaaten Arizona, Florida sowie North und South Carolina betreffen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Eine wegen der Corona-Pandemie geschlossene Apple-Filiale in einem Einkaufscenter in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. | AP

Infolge der Corona-Pandemie mussten die Apple-Filialen schon einmal schließen - nun soll der Betrieb in einigen US-Bundesstaaten wieder gestoppt werden. Bild: AP

19.6.2020 • 20:57 Uhr

Alle Tönnies-Mitarbeiter müssen in Quarantäne

Infolge des Corona-Ausbruchs mit Hunderten Infizierten in der Belegschaft des Schlachtbetriebs Tönnies im Landkreis Gütersloh müssen alle Beschäftigten des Standorts in Quarantäne. Das betreffe auch die Verwaltung, das Management und die Konzernspitze, teilte der Landkreis mit.

Wie viele Menschen damit in die Isolation müssen, bezifferte der Landkreis nicht. Nach Bekanntwerden des Ausbruchs war bereits für 7000 Menschen - Mitarbeiter und deren Angehörige - Quarantäne angeordnet worden.

Einige der Angestellten können aber trotzdem weiter zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Wohnort pendeln.

Angesichts des Ausmaßes des Corona-Ausbruchs schließt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet mittlerweile nicht mehr aus, dass auch ein regionaler Lockdown notwendig werden könnte.

19.6.2020 • 20:48 Uhr

Irland behält Quarantäne-Pflicht für Einreisende vorerst bei

Reisende nach Irland müssen auch weiterhin für 14 Tage in Quarantäne. Das kündigte der irische Premierminister Leo Varadkar an. Die Regelung solle demnach noch bis mindestens zum 9. Juli gelten.

19.6.2020 • 20:34 Uhr

Mehr als 23.000 weitere Infektionen in den USA

Nach Angaben der Zentren für Seuchenkontrolle in den USA sind in den vergangenen 24 Stunden mehr als 23.100 weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA auf rund 2,1 Millionen an.

Insgesamt starben mehr als 118.300 Menschen infolge einer Ansteckung. Binnen des vergangenen Tages wurden mehr als 730 weitere Corona-Tote gemeldet.

19.6.2020 • 20:27 Uhr

Johns-Hopkins-Universität meldet mehr als 8,5 Millionen Fälle weltweit

Die in den USA ansässige Johns-Hopkins-Universität spricht mittlerweile von mehr als 8,5 Millionen bestätigten Infektionen mit Coronavirus weltweit. Fast 456.900 Menschen seien gestorben, nachdem sie sich mit dem Virus angesteckt hatten. Mehr als 4,2 Millionen Menschen gelten nach einer Erkrankung wieder als genesen.

19.6.2020 • 20:00 Uhr

Großbritannien peilt regulären Schulbetrieb für September an

Am 20. März wurden die Schulen in Großbritannien wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Inzwischen dürfen erste Klassenstufen wieder den Unterricht besuchen. Der britische Bildungsminister Gavin Williamson kündigte nun an, dass bis September ein vollständig regulärer Betrieb an den Schulen ermöglicht werden soll.

"Wir werden jedes Kind, jeden Jahrgang an jede Schule zurückbringen", so Williamson.

Auch der irische Premierminister Leo Veradkar kündigte weitere Lockerungen der Einschränkungen an: Ab dem 29. Juni will das Land wieder Kirchen und Fitnesscenter öffnen. Auch Mannschaftssport soll dann wieder erlaubt sein. Zudem könnten ab diesem Zeitpunkt wieder Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 200 Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Gästen stattfinden.

19.6.2020 • 19:47 Uhr

Was könnte die Corona-Ausbrüche in Hochhäusern verursachen?

Berlin, Göttingen - in beiden Orten ist es in Wohnblocks und einem Hochhaus zu einem Anstieg an Corona-Fällen gekommen. Theresa Moeckel wirft einen Blick auf die möglichen Ursachen dieser Ausbrüche.

19.6.2020 • 19:37 Uhr

Frankreich: Weniger als 10.000 Corona-Patienten in Kliniken

Zum ersten Mal seit rund drei Monaten werden in französischen Krankenhäusern weniger als 10.000 Patienten wegen einer Erkrankung durch das Coronavirus behandelt. Auch die Zahl der Todesopfer infolge einer Infektion stieg binnen 24 Stunden nur um 14 an - laut Behörden die niedrigste Zahl seit fünf Tagen.

19.6.2020 • 19:26 Uhr

New Yorker Gouverneur hält letzte tägliche Corona-Pressekonferenz

"Nach 111 Tagen in der Hölle brauchen wir alle eine Pause." Mit diesen Worten kündigte der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, an, dass er seine täglichen Presse-Statements zur Corona-Pandemie einstellen werde.

Die Lage hat sich im Vergleich zum Höhepunkt der Corona-Krise in dem Bundesstaat deutlich entspannt: Der Staat hat bisher insgesamt 24.700 Tote und fast 387.000 Infektionen bestätigt. Zu Hochzeiten wurden täglich rund 800 Todesfälle gemeldet, aktuell sind es etwa 25 Tote pro Tag.

In den vergangenen drei Monaten habe der Staat das Unmögliche erreicht, sagte Cuomo und warnte zugleich: "Covid ist noch nicht vorüber, wir haben immer noch so viel zu tun".

19.6.2020 • 19:18 Uhr

Berlin-Neukölln: Fast 100 Fälle in Quarantäne-Wohnblocks

Die Zahl der infizierten Bewohner in den Wohnblocks in Berlin-Neukölln, die seit dem Wochenende unter Quarantäne stehen, ist auf fast 100 gestiegen. Das gab das zuständige Bezirksamt bekannt. Nach wie vor laufen die Tests der Bewohner. Daher werde sich die Zahl der Fälle wahrscheinlich noch erhöhen.

Insgesamt stehen in dem Stadtteil knapp 370 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne.

19.6.2020 • 19:09 Uhr

Interview: Schwedens Sonderweg hat Kliniken nicht übermäßig belastet

Jan Gebel arbeitet als Facharzt am Universitäts-Krankenhaus im südschwedischen Lund. Im Interview mit tagesschau.de schildert er den Arbeitsalltag während der Corona-Krise und inwiefern die Entscheidung der Landesregierung, keine so strikten Einschränkungen anzuordnen, diesen beeinflusst hat.

19.6.2020 • 18:50 Uhr

Laschet schließt regionalen Lockdown nicht mehr aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schließt nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies mit Hunderten Infizierten einen regionalen Lockdown nicht mehr aus. Das Infektionsgeschehen könne noch lokalisiert werden. "Sollte sich dies ändern, kann auch ein flächendeckender Lockdown in der Region notwendig werden", sagte Laschet in Düsseldorf.

Er sprach von einem massiven Ausbruchsgeschehen. Nach dem Auftreten des Virus in einem Tönnies-Werk ist im Kreis Gütersloh bereits die Schließung von Schulen und Kitas angeordnet worden. Einen Lockdown will der Kreis nach bisherigen Angaben aber mit diesen und weiteren Maßnahmen abwenden.

19.6.2020 • 18:43 Uhr

Bayern: Maskenpflicht bei Gottesdiensten soll gelockert werden

Bayerns Staatsregierung lockert ab Montag die Maskenpflicht bei Gottesdiensten. Das berichtet der "Münchner Merkur" in seiner Wochenendausgabe. Ab dem 22. Juni müssten die Gläubigen nur noch beim Betreten und Verlassen der Kirchen einen Mund-Nase-Schutz tragen. Die Infektionsgefahr erlaube es, auf die Masken beim Sitzen in der Kirchenbank zu verzichten, sagte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) der Zeitung.

Auch die Beschränkung der Gottesdienste auf 60 Minuten werde aufgehoben. Die Kirchen müssten aber beim Gesang weiter für Zurückhaltung sorgen. Denn der Aerosolausstoß beim Singen sei ein wichtiger Grund für die Maskenpflicht gewesen.

19.6.2020 • 18:30 Uhr

Schweiz hebt Corona-Maßnahmen weitgehend auf

Angesichts niedriger Infektionszahlen hebt die Schweiz ab Montag praktisch alle Corona-Schutzmaßnahmen auf: Lediglich Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben verboten. Das beschloss die Regierung.

Die Menschen sollen aber weiter Abstand halten, nun eineinhalb statt zwei Meter oder auch weniger, wenn sie dann einen Mund- und Nasenschutz tragen. Die Sperrstunde wird aufgehoben, so dass auch Nachtclubs wieder bis in die frühen Morgenstunden offen bleiben können. In Theatern und Kinos muss nur noch ein Sitz zwischen Gästen freigehalten werden.

19.6.2020 • 18:17 Uhr

Auch Großbritannien meldet Corona-Ausbrüche in Fleischbetrieben

Wie in Deutschland wurden auch in mehreren britischen Schlacht- und Fleischbetrieben bei Mitarbeitern Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt. So musste in Wales etwa eine Geflügelfabrik des Konzerns "2 Sisters" für vorerst zwei Wochen schließen, nachdem 58 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden waren.

Auch am Standort des US-Wurstfabrikanten Oscar Mayer steckten sich mindestens 38 Angestellte an. Allerdings waren die Corona-Fälle in der Region insgesamt angesteigen.

In West Yorkshire musste eine Fleischfabrik der Supermarktkette Asda vorerst schließen. Wie viele Mitarbeiter sich infiziert haben, gab das Unternehmen nicht bekannt. Allerdings werde die gesamte Belegschaft der Fabrik getestet.

19.6.2020 • 18:10 Uhr

Corona-Warn-App soll weiterentwickelt werden

Die Bundesregierung will die Corona-Warn-App weiterentwickeln, um noch bestehende Probleme mit der Dienstleistung zu lösen, kündigte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer an. Zu den Problemen gehöre etwa die mangelnde Kompatibilität mit älteren Smartphone-Modellen.

19.6.2020 • 18:02 Uhr

Hilfe für und Proteste gegen Tönnies

Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück unterstützen seit heute 25 Soldaten der Bundeswehr das Unternehmen, um die Tests von Tausenden Mitarbeitern schnellstmöglich durchführen zu können. Bislang wurden in der Belegschaft mehr als 800 Infektionen registriert.

Gleichzeitig kam es heute vor dem Betriebsgelände erneut zu Protesten gegen den Konzern und die dortigen umstrittenen Arbeitsbedingungen. Ein Aktivist der Tierschützer PETA hatte sich als Sensenmann verkleidet.

Ein Soldat der Bundeswehr steht mit Nasen-Mund-Schutz vor dem Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. | dpa

Die Bundeswehrsoldaten unterstützen Tönnies vor allem in organisatorischen Aufgaben. Bild: dpa

Ein als Tod verkleideter PETA-Aktivist ist neben der Statue von zwei Ochsen vor dem Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück zu sehen. | REUTERS

Gleichzeitig protestierten erneut Aktivisten und Anwohner gegen die Arbeitsbedingungen im Schlachtbetrieb. Bild: REUTERS

19.6.2020 • 17:45 Uhr

IG Metall Küste sieht Tausende Jobs in Gefahr

In der Metall- und Elektroindustrie könnte die Corona-Krise allein in Norddeutschland bis zu 20.000 Arbeitsplätze gefährden. Zu diesem Ergebnis kommt die IG Metall Küste. Das betreffe sowohl Werften, den Flugzeugbau, die Automobilindustrie sowie zahlreiche Zulieferbetriebe, warnte Bezirkschef Daniel Friedrich.

Einer Umfrage der Gewerkschaft unter 650 Unternehmen zufolge müssten rund 70 Prozent der Firmen bereits auf Kurzarbeit zurückgreifen oder planten, dies noch zu tun. Darum fordert die IG Metall Küste vom Bund, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

19.6.2020 • 17:37 Uhr

Homeoffice als Zukunftsperspektive?

Am heutigen "Digitaltag" debattierten Experten über einen möglichen Wandel hin zu einer Arbeitswelt, die verstärkt auf Homeoffice setzt. Das Bundesarbeitsministerium hält sogar ein Recht auf Homeoffice für möglich. Doch Fachleute warnen auch vor Risiken einer solchen Entwicklung.

19.6.2020 • 17:26 Uhr

WHO spricht von höchster Zahl an neuen Fällen binnen eines Tages

Das Coronavirus breitet sich weltweit weiter rasant aus, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus. Gestern seien an einem Tag 150.000 bestätigte Infektionen gemeldet worden, so viele wie noch nie zuvor an nur einem Tag. Die Hälfte der neuen Fälle seien in den USA erfasst worden.

"Die Welt befindet sich in einer neuen gefährlichen Phase", sagte der WHO-Chef weiter. "Das Virus verbreitet sich nach wie vor schnell, es ist weiterhin tödlich und die meisten Menschen sind noch immer anfällig."

19.6.2020 • 17:04 Uhr

Zypern gewährt Einreise ohne vorherigen Corona-Test

Deutsche und Staatsbürger aus 21 weiteren Ländern können ab morgen wieder nach Zypern reisen, ohne dass sie ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen müssen. Das kündigte das zyprische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Regierung mit.

Die Einreise ist schon seit dem 9. Juni möglich. Allerdings mussten sich die Reisenden 72 Stunden vor ihrem Abflug einem Corona-Test unterziehen.

19.6.2020 • 16:56 Uhr

Mehrere Bergwerke in Polen bleiben geschlossen

Derzeit werden in der polnischen Region Schlesien Zehntausende Bergarbeiter auf eine Corona-Infektion getestet. In mehreren Gruben hatten sich Angestellte angesteckt. Insgesamt zwölf Gruben bleiben daher vorerst bis mindestens Anfang Juli geschlossen, wie Olaf Bock berichtet.

19.6.2020 • 16:50 Uhr

Gesetzliche Krankenkassen verzeichnen Defizit

Auch die bundesweit 105 gesetzlichen Krankenkassen bekommen die Folgen der Corona-Krise zu spüren. In den ersten drei Monaten dieses Jahres verzeichneten sie nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ein Defizit: Sie gaben rund 1,3 Milliarden Euro mehr aus als sie eingenommen haben.

"Die Pandemie wirkt sich auch auf die Finanzen der Krankenkassen aus", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Allerdings könnten aussagekräftige Prognosen erst im Herbst erhoben werden. Doch schon jetzt zeichne sich ab, dass "die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben größer werden wird".

Im ersten Quartal verbuchten die Gesetzlichen Krankenkassen Einnahmen von rund 65,1 Milliarden Euro. Dem gegenüber standen etwa 66,4 Milliarden Euro an Ausgaben. Die Kassen müssen in der Pandemie nicht nur Mehrkosten bewältigen. Durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit sinken auch ihre Einnahmen durch Beitragsgelder.

19.6.2020 • 16:39 Uhr

Weitere Lockerungen in Rheinland-Pfalz angekündigt

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will die Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter lockern. Die neuen Regelungen sollen ab kommenden Mittwoch in Kraft treten. So sind ab dann etwa Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 350 Teilnehmern erlaubt und in geschlossenen Räumen mit bis zu 150 Personen.

19.6.2020 • 16:33 Uhr

Offenbar kein erhöhtes Risiko für Asthmatiker

Asthmatiker, die regelmäßig die für sie vorgesehenen Medikamente einnehmen, sind aus Sicht des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) nicht in besonderem Maße gefährdet, durch das Coronavirus zu erkranken.

Die Inhaltsstoffe der cortisonhaltigen Asthmasprays wirken demnach auf den sogenannten ACE2-Rezeptor im Körper, sodass sich Viren dort nur schwer festsetzen könnten. "Wenn Viren in den Körper gelangen, docken sie an das ACE2 an, bringen mit Hilfe dieses Enzyms ihre Erbsubstanz in den Organismus und vermehren sich", sagte eine Sprecherin des DAAB.

Studien aus Europa und China hätten zudem gezeigt, dass Asthmatiker, die positiv auf das Virus getestet werden, nur selten in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

19.6.2020 • 16:23 Uhr

Feiern ja, aber mit Vorsicht

Meistertitel, Aufstieg in die erste Liga - mehrere Fußball-Clubs haben gerade allen Grund zum Jubeln. Beim Feiern müssen aber auch sie einige Abstriche in Kauf nehmen.

19.6.2020 • 16:18 Uhr

Gewerkschaften appellieren an Lufthansa-Aktionäre

In der kommenden Woche sollen die Aktionäre der angeschlagenen Fluggesellschaft Lufthansa über das geplante Rettungspaket des Bundes für die angeschlagene Airline abstimmen.

Bereits heute riefen die Luftfahrtgewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit die Aktionäre auf, ihre Zustimmung zu den Hilfen zu geben. Um das Rettungspaket anzunehmen, ist eine Zweidrittelmehrheit nötig.

Es sei "extrem wichtig, dass auch der kleinste Kleinaktionär sein Stimmrecht ausübt und dem Rettungspaket zustimmt", betonte Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies. Cockpit-Präsident Markus Wahl erklärte, das Paket beinhalte "schwierige Auflagen und Einschnitte" für die Lufthansa "und daher verstehen wir jeden Aktionär, der Zweifel wegen dieser Bedingungen hat". Dennoch sei die Lufthansa nur auf diese Weise zu retten.

19.6.2020 • 16:03 Uhr

Bericht: Einer von 100 Corona-Tests positiv

Seit Mitte März haben sich pro Woche rund 400.000 Menschen per Rachen- oder Nasenabstrich auf das Coronavirus testen lassen, wie "Zeit online" berichtet. Mittlerweile weist demnach nur noch einer von 100 ausgewerteten Tests ein positives Ergebnis auf. Da sich bundesweit immer weniger Menschen mit dem Virus infizieren, die Zahl der Tests aber gleich bleibe, sinke der Anteil positiver Tests.

19.6.2020 • 15:57 Uhr

Russlands Notenbank senkt Leitzins

Die russische Notenbank hat angesichts der Belastungen für die Wirtschaft durch die Corona-Pandemie den Leitzins gesenkt. Der Zinssatz werde um 1,00 Prozentpunkte auf 4,50 Prozent herabgesetzt, teilte das Institut mit. Zudem stellte es weitere Zinssenkungen in Aussicht.

Die Notenbank rechnet mit einem Rückgang der russischen Wirtschaftsleistung um bis zu sechs Prozent im laufenden Jahr. Auch die Inflationsrate könnte demnach deutlich unter die Zielmarke von vier Prozent fallen.

19.6.2020 • 15:50 Uhr

Mittsommerfeste fallen in diesem Jahr kleiner aus

In Schweden und Dänemark haben die Einwohner das Mittsommer-Wochenende eingeläutet. Durch die Corona-Krise können die traditionellen Feierlichkeiten nicht wie gewohnt stattfinden. Fraglich ist aber, ob sich alle an die Einschränkungen halten, wie Carsten Schmiester berichtet.

19.6.2020 • 15:46 Uhr

Mehr als 150.000 Fälle in Saudi-Arabien

Dem saudi-arabischen Gesundheitsministerium sind in den vergangenen 24 Stunden knapp 4300 bestätigte Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Ansteckungen in dem Land auf insgesamt fast 150.300.

Bislang starben in Saudi-Arabien fast fast 2000 Menschen infolge einer Erkrankung durch das Coronavirus.

19.6.2020 • 15:41 Uhr

Erste Probandin bekommt CureVac-Impfstoff

Zum ersten Mal haben die Mitarbeiter der Firma CureVac einer freiwilligen Teilnehmerin den möglichen Corona-Impfstoff verabreicht, an dem das Unternehmen forscht. Die Probandin bleibe nun 24 Stunden unter intensiver Beobachtung, kündigte Studienleiter Peter Kremsner mit, Chef des Instituts für Tropenmedizin in Tübingen. Mit Ergebnissen dieser ersten Phase der Studie, in der vor allem Verträglichkeit des potenziellen Impfstoffes und die Immunabwehr untersucht werden sollen, rechne er in zwei Monaten.

Sollte die Frau, die die erste Impfung erhalten hat, diese gut vertragen, sollen im Laufe der kommenden Woche weitere Probanden den Wirkstoff erhalten. Zunächst sollen in der ersten Studienphase 100 gesunde Teilnehmer zwischen 18 und 60 Jahren geimpft werden. Treten keine Beschwerden auf, werde die Impfdosis schrittweise erhöht und schließlich eine zweite Impfung erfolgen, so Kremsner weiter.

Bereits jetzt hätten sich hunderte Freiwillige für die Studie gemeldet. Curevac wolle noch einen Rundbrief mit einem Aufruf veröffentlichen, danach werde es wohl tausende Bewerbungen geben.

19.6.2020 • 15:27 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Corona-Ausbruch bei Tönnies

Bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld sind fünf Anzeigen eingegangen, die sich auf den Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies beziehen. Es seien Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz aufgenommen worden.

19.6.2020 • 15:22 Uhr

Nächstes Gipfeltreffen zum EU-Rettungsfonds wohl Mitte Juli

EU-Ratschef Charles Michel will die Verhandlungen über den geplanten EU-Wiederaufbaufonds auf einem Gipfeltreffen Mitte Juli fortsetzen. Dann sollten die EU-Staats- und Regierungschefs erstmals seit Februar wieder in Brüssel zusammenkommen, statt per Videoschalte zu debattieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in den Verhandlungen noch "eine ganze Reihe von Fragen", die zu klären seien. "Die Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß", so die CDU-Politikerin nach Ende des heutigen Gipfels. Beispielsweise müsse die Dauer von Genehmigungsverfahren überprüft werden, genauso wie Punkte des Wettbewerbsrechts. Sie rechne aber damit, dass die Hilfen vor Jahresbeginn 2021 ausgezahlt werden könnten.

Auch Polens Premierminister Mateusz Morawiecki drängte auf zügige Entscheidungen, um eine rasche Auszahlung der Hilfsgelder zu ermöglichen. Die EU brauche jetzt eine schnelle Reaktion auf die Corona-Krise.

19.6.2020 • 15:08 Uhr

New Yorker Carnegie Hall bleibt noch bis 2021 geschlossen

Die berühmte Carnegie Hall in New York bleibt wegen der Corona-Pandemie noch bis mindestens zum 6. Januar des kommenden Jahres geschlossen. Das sei eine "sehr schwere Entscheidung gewesen", sagte der kaufmännische und künstlerische Leiter des Hauses, Clive Gillinson, doch "die Sicherheit der Künstler, des Publikums und unserer Mitarbeiter geht vor".

Die neue Saison, die am 7. Oktober starten soll, werde mit einer virtuellen Gala eröffnet, kündigte Gillinson an. Die Carnegie Hall lässt ihren Spielbetrieb seit Mitte März ruhen. In der vergangenen Saison 2018/2019 fanden in den Sälen fast 700 Konzerte statt.

Die Carnegie Hall in New York | AP

Es bleibt auch in den kommenden Monaten ruhig in den Sälen der Carnegie Hall. Bild: AP

19.6.2020 • 14:44 Uhr

EU-Gipfel zum Wiederaufbaufonds beendet

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben ihre ersten Beratungen über den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Rettungsfonds für die durch die Corona-Krise belastete Wirtschaft beendet. Wie erwartet konnten sie keine Einigung erzielen, wie der Fonds genau finanziert werden soll und in welcher Form die geplanten Hilfen ausgezahlten werden könnten.

Die Positionen liegen teils weit auseinander. So stellen sich einige Staaten, darunter Österreich und Schweden, gegen Hilfen, die von den Empfängerländern nicht zurückgezahlt werden müssen. Deutschland hingegen befürwortet diese Form der Unterstützung.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte betonte während der Videokonferenz, das Abkommen über den Rettungsfonds müsse "unbedingt bis Ende Juli" abgeschlossen werden. Dabei dürfe der von der EU angestrebte Finanzrahmen von 750 Milliarden Euro keinesfalls unterschritten werden. Der Vorschlag der Kommission sei "fair und gut ausbalanciert", so Conte.

19.6.2020 • 14:37 Uhr

Studie: Ältere Kinder bilden häufiger Antikörper

Noch bis Ende Juni will das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gemeinsam mit den anderen Kinderkliniken der Hansestadt in der Studie "C19.CHILD" untersuchen, wie sich das Coronavirus auf Kinder und Jugendliche auswirkt. Dafür sollen Daten von rund 6000 gesunden und chronisch kranken Probanden mit und ohne Symptomen einer Covid-19-Infektion einbezogen werden.

Ein erstes Zwischenfazit der Studie ergab, dass bereits etwas ältere Kinder und Jugendliche offenbar häufiger Antikörper gegen das Virus entwickeln, wie die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE, Ania C. Muntau, mitteilte.

Insgesamt seien bislang bei 36 von 2436 getesteten Kindern Antikörper nachgewiesen worden. Dabei lag die Quote bei Kindern im Alter von null bis neun Jahren bei einem Prozent, die die Abwehrkörper im Blut hatten. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren lag sie bei zwei Prozent, was dem UKE zufolge ein statistisch signifikanter Unterschied ist.

19.6.2020 • 14:18 Uhr

Handelskammern pochen auf Sonntagsöffnung

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) von Berlin und Brandenburg haben gemeinsam nochmals darauf gedrängt, dass Geschäfte auch am Sonntag öffnen dürfen. Um die massiven Einnahmeverluste während der Schließung in der Corona-Krise auszugleichen, müsse das bis 2021 erlaubt werden, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, Jan Eder.

In Berlin sind derzeit bis zu zehn verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlaubt, in Brandenburg sind es sechs.

19.6.2020 • 14:04 Uhr

Bewohner von Kasseler Flüchtlingsheim in Quarantäne

20 Bewohner einer Unterkunft für Geflüchtete in Kassel haben sich mit dem Coronavirus infiziert. 60 Menschen müssen vorerst in Quarantäne, dazu bleiben ein Hostel, eine Bar, eine Schule und ein Hort vorerst dicht. Auch im Kreis Bad Hersfeld mussten Schulen geschlossen werden.

19.6.2020 • 13:49 Uhr

Bundestag bringt Konjunkturpaket auf den Weg

Der Bundestag hat wichtige Teile des Konjunkturpakets zur Überwindung der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und andere Vertreter der Großen Koalition warben bei der ersten Lesung um Zustimmung für das Paket. Die Opposition pochte auf Nachbesserungen, berichtet Sabine Müller.

19.6.2020 • 13:42 Uhr

200.000 Corona-Fälle im Iran

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten auf mehr als 200.000 gestiegen. Die Sprecherin des Gesundheitsministeriums gab am Freitag bekannt, dass seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar insgesamt 200.262 Iraner sich mit Corona nachweislich infiziert haben. Im selben Zeitraum seien 9392 an dem Virus gestorben, 120 alleine in den letzten 24 Stunden, sagte die Sprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

19.6.2020 • 13:37 Uhr

Zahl der Sterbefälle ab Mai wieder im Durchschnitt

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist einer vorläufigen Auswertung zufolge Anfang Mai wieder auf den Durchschnitt der Vorjahre gefallen. Das zeigten nun Daten für die 21. Kalenderwoche, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zuvor hatte es einen vorübergehenden Anstieg im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gegeben. Bereits zuvor, vom 4. bis 10. Mai, war die Sterblichkeit wieder unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen.

19.6.2020 • 13:19 Uhr

Großbritannien senkt Warnstufe

Die britische Regierung hat die Warnstufe in der Coronavirus-Epidemie trotz Pannen bei der Einführung eines Systems zur Nachverfolgung von Infektionsketten von vier auf drei gesenkt. Das teilte das Gesundheitsministerium mit.

Noch vor wenigen Tagen hatte ein Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO dem "Guardian" zufolge vor einer zu schnellen Aufhebung der Maßnahmen in Großbritannien gewarnt. Zuvor müsse sich das System zur Nachverfolgung von Infektionsketten als robust erweisen.

19.6.2020 • 13:13 Uhr

Coronavirus in Tönnies-Werk: Auswirkungen auch auf Nachbarkreise

Nach Hunderten von Corona-Fällen im Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden Auswirkungen auch in angrenzenden Regionen deutlich. In der kreisfreien Stadt Hamm wurden drei Schulklassen in Quarantäne geschickt, weil unter den Schülern drei positiv auf Corona getestete Kinder von Tönnies-Mitarbeitern seien. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann in Hamm mit. Betroffen von der Quarantäne sind laut Mitteilung eine Grund-, eine Real- und eine Hauptschule. Wieviele Tönnies-Mitarbeiter mit ihren Familien genau in Hamm wohnen, sei offen - die Stadt vermutet 50 bis 100.

19.6.2020 • 13:08 Uhr

BMW baut 6000 Stellen ab

BMW will ohne betriebsbedingte Kündigungen 6000 Stellen streichen und hat sich jetzt mit dem Betriebsrat auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Der Autoabsatz ist wegen der Corona-Seuche und der Rezession eingebrochen. BMW rechnet im laufenden Quartal mit roten Zahlen. Eine Betriebsvereinbarung garantiert jedem Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz - aber nur, solange BMW einen Jahresgewinn erwirtschaftet.

19.6.2020 • 12:52 Uhr

Busse und Bahnen nicht voll ausgelastet

Die Menschen fahren trotz der anhaltenden Corona-Krise wieder mehr Bus und Bahn - doch die Lage im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) bleibt angespannt. "Wir sind jetzt bei 40, 50 teilweise auch 60 Prozent der Nachfrage und fahren aber 100 Prozent der Leistungen", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann. Weil Verkehrsunternehmen keine Gewinne machten, gebe es keine Rücklagen, um die finanziellen Folgen der Krise abzufedern. Auf mindestens fünf Milliarden Euro schätzt die Branche die Schäden der Pandemie.

19.6.2020 • 12:39 Uhr

Knapp 1,5 Millionen Fälle im Europäischen Wirtschaftsraum

Fast 1,5 Millionen Menschen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) haben sich inzwischen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie am Vormittag aktualisierte Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigten, wurden aus den Ländern des EWR einschließlich Großbritanniens bislang 1.497.919 Infektionen sowie 172.944 Todesfälle gemeldet. Die meisten Infektionen wurden demnach bisher in den fünf bevölkerungsreichsten Ländern der Region verzeichnet: Großbritannien (300.469), Spanien (245.268), Italien (238.159), Deutschland (187.764) und Frankreich (158.641).

19.6.2020 • 12:09 Uhr

Ägypten: Ärzte verlangen Lockdown

Zu spät hat die ägyptische Führung auf die Corona-Pandemie reagiert. Die Infektionszahlen steigen. Doch die Regierung will Lockerungen - auch für Touristen. Ärzte fordern dagegen einen Lockdown. Von Björn Blaschke.

19.6.2020 • 12:01 Uhr

Corona-Warn-App 9,6 Millionen Mal heruntergeladen

Die Corona-Warn-App ist bislang 9,6 Millionen Mal heruntergeladen worden. Das teilte die Vizesprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, mit. Die Bundesregierung freue sich sehr über das rege Interesse. Die App war am Dienstag von der Regierung und dem Robert Koch-Institut vorgestellt worden. Sie soll helfen, Covid-19-Infektionsketten schneller zu erkennen und effektiv zu unterbrechen.

Ein Mann schaut sich die Corona-Warn-App in der Entwickler-Version auf seinem Smartphone an. | dpa

Werden App-Nutzer positiv getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren, die dann eine entsprechende Risikowarnung erhalten. Bild: dpa

19.6.2020 • 11:50 Uhr

Ausgangsbeschränkungen für 15 Millionen Menschen in Ostindien

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sind im Osten Indiens für 15 Millionen Menschen Ausgangsbeschränkungen verhängt worden. Die Bewohner von Chennai, der Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu, sowie umliegender Bezirke müssen zwölf Tage lang weitgehend zu Hause bleiben, wie die Behörden mitteilten. Die Menschen dürfen sich mit Ausnahme von medizinischen Notfällen maximal zwei Kilometer von ihrem Haus entfernen. Lebensmittelläden und Tankstellen dürfen nur eingeschränkt öffnen.

Das bevölkerungsreiche Indien hat bislang mehr als 380.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 12.500 Infizierte starben. Experten zufolge dürften die wirklichen Fallzahlen angesichts der relativ seltenen Corona-Tests in dem Schwellenland allerdings deutlich höher liegen. 

19.6.2020 • 11:25 Uhr

Kurz lehnt nicht rückzahlbare Corona-Hilfen weiter ab

Unmittelbar vor Beginn des EU-Videogipfels zur Corona-Krise hat Österreich seine Haltung unterstrichen, dass das geplante Paket zum Wiederaufbau an strenge Bedingungen geknüpft sein müsse. "Es darf kein Einstieg in eine Schulden-Union durch die Hintertür sein", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Das Paket müsse eine eng befristete, einmalige Aktion sein. Österreich lege Wert darauf, dass die geplanten Milliarden-Kredite und -Zuschüsse nur für sinnvolle Projekte wie Digitalisierung und Ökologisierung ausgegeben werden. Es ließ erkennen, dass Projekte wie Reise-Gutscheine oder ein bedingungsloses Grundeinkommen - sofern mit Zuschüssen finanziert - nicht die Zustimmung Österreichs finden.

19.6.2020 • 10:59 Uhr

Heil macht Druck auf Fleischindustrie

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Zustände im größten deutschen Schlachtbetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hart kritisiert. Das Werk musste schließen, da sich 730 Fleischarbeiter mit Corona infiziert hatten. Dort sei zu erleben, was passiere, "wenn mit Arbeitnehmern aus Mittel- und Osteuropa bei uns nicht fair umgegangen wird", sagt er in der ARD. Die Branche müsse Verantwortung übernehmen "für anständige und menschenwürdige Arbeitsbedingungen".

19.6.2020 • 10:47 Uhr

EU-Gipfel tagt zu 750-Milliarden-Hilfsfonds

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben ihre Beratungen über den 750 Milliarden Euro schweren Plan der EU-Kommission gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufgenommen. EU-Ratspräsident Charles Michel eröffnete am Vormittag eine Video-Konferenz der Spitzenvertreter der 27 Mitgliedstaaten. "Wir haben eine gemeinsame Verantwortung zu liefern", schrieb Michel auf Twitter. "Jetzt ist es Zeit, sich zu engagieren." EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will mit dem Plan vor allem die besonders hart von der Pandemie getroffenen Länder im Süden Europas wie Italien und Spanien unterstützen. Unter den Mitgliedstaaten sind zentrale Aspekte des Vorhabens wie das Volumen, die Finanzierung und die Art der Hilfen noch umstritten. 

19.6.2020 • 10:33 Uhr

Studie: Virus in Italiens Abwässern schon seit Dezember nachweisbar

Das Coronavirus ist in Italien offenbar schon viel länger aktiv als bislang angenommen. Der Erreger Sars-CoV-2 sei in Abwässern der beiden norditalienischen Großstädte Mailand und Turin vom Dezember nachgewiesen worden, heißt es in einer Stellungnahme von Italiens nationalem Gesundheitsinstitut ISS, in die die Nachrichtenagentur AFP Einsicht hatte. Offiziell festgestellt worden war der Coronavirus-Ausbruch in Italien erst Mitte Februar.

19.6.2020 • 09:58 Uhr

Flüge ab Frankfurt nehmen im Juni wieder zu

Mit der aufgehobenen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für viele Länder Europas wächst auch das Flugangebot am Frankfurter Flughafen. Ende Juni seien wieder Flüge zu 175 Zielorten geplant, davon 50 interkontinental, teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Das für die letzte Juni-Woche geplante Angebot vom größten deutschen Airport steige damit auf 219.000 Sitzplätze und von 10 Prozent Anfang Juni auf etwa 20 Prozent des Vorjahresniveaus.

Für die kommenden Wochen, wenn in einigen Bundesländern die Sommerferien beginnen, erwartet Fraport eine schrittweise Ausweitung des Flugangebots. "Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Verkehrsmenge aber insgesamt weiter deutlich unter dem Vorjahr liegen."

Flugreisende am Frankfurter Flughafen | dpa

Flugreisende stehen in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Seit Ende Juni seien wieder Flüge zu 175 Zielorten geplant, gab der Flughafenbetreiber Fraport an. Bild: dpa

19.6.2020 • 09:40 Uhr

Laumann will Ausbrüche in Fleischindustrie untersuchen lassen

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Tönnies-Fleischfabrik mit inzwischen 730 registrierten Neuinfektionen will NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Branche wissenschaftlich untersuchen lassen. "Wir müssen untersuchen, wie die Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie entstehen", erklärte Laumann. "Mein Ministerium wird eine wissenschaftliche Expertise auf den Weg bringen, die den Ursachen des Ausbruchs in Gütersloh epidemiologisch auf den Grund geht." Auf der Basis der Ergebnisse müssten dann "gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden", kündigte Laumann an. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

19.6.2020 • 09:22 Uhr

Scholz: Mehrwertsteuersenkung wird ankommen

Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Konjunkturpaket wird die Wirtschaft nach Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz wieder anschieben. In der ersten Beratung des Bundestages über Steuererleichterungen und den zweiten Nachtragshaushalt nennt Scholz die bis Jahresende befristete Absenkung der Mehrwertsteuer eine ganz wichtige Maßnahme. "Und ich bin auch überzeugt, sie wird auch überall bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen." Zudem bringe der "Kinderbonus eine ganz große Verbesserung der Kaufkraft der Familien".

19.6.2020 • 08:39 Uhr

Wieder neuer Corona-Rekord in Indien

In Indien steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter dramatisch an. Von Donnerstag auf Freitag verzeichneten die Behörden einen neuen Rekordwert von 13.586 Neuinfektionen. 336 weitere Menschen starben. Mit insgesamt mehr als 380.000 bestätigten Infizierten liegt Indien weltweit hinter den USA, Brasilien und Russland auf Platz vier. Mehr als 12.000 Menschen starben bisher nach einer Infektion mit dem Virus. Die Regierung hebt dennoch zahlreiche Corona-Beschränkungen auf, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

19.6.2020 • 08:17 Uhr

Massiver Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Die Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie sorgen bei den Restaurants und Hotels für einen nie dagewesenen Umsatzeinbruch. Die Erlöse des deutschen Gastgewerbes fielen im April 75,2 Prozent niedriger aus als im Vorjahresjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Verglichen mit dem Vormonat gab es einen Einbruch von mehr als 56 Prozent. Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen die größten Umsatzeinbußen seit Beginn der Statistik 1994 auf.

19.6.2020 • 08:05 Uhr

UN bittet um Finanzmittel für Hilfstransporte

Dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) geht inmitten der Corona-Pandemie das Geld für Hilfstransporte aus. Ohne sofortige finanzielle Unterstützung werde die Lieferung von Tausenden Tonnen Atemschutzmasken, Handschuhen und anderer wichtiger Ausrüstung an 132 Länder ab der dritten Juliwoche eingestellt werden müssen, warnte die Organisation am Donnerstag. Ihr Einsatzleiter für den Kampf gegen Covid-19, Amer Daoudi, ergänzte, dass Flugzeuge des Welternährungsprogramms seit Beginn der Pandemie auch 2600 humanitäre und medizinische Fachkräfte kostenlos an 40 Ziele in Afrika, Asien und den Nahen Osten gebracht hätten. Auch diesen Dienste drohe das Aus. Dabei würden diese Hilfsaktionen angesichts des Tempos der Virusausbreitung immer wichtiger. Das Welternährungsprogramm habe 965 Millionen Dollar angefordert, um seine Transportdienste bis Ende 2020 aufrechtzuerhalten, sagte Daoudi.

19.6.2020 • 07:44 Uhr

KfW: Mittelstand erwarten Geschäftsnormalisierung erst 2021

Deutschlands mittelständische Unternehmen rechnen einer Umfrage zufolge mit einem langen Weg aus der Corona-Krise. Trotz Lockerungen der Beschränkungen gehen 60 Prozent der etwa 3,8 Millionen Firmen davon aus, dass sie die Krisenfolgen noch lange spüren werden. Das geht aus einer zweiten repräsentativen KfW-Sonderbefragung zu dem Thema hervor. Im Schnitt erwarten diese Unternehmen eine Normalisierung ihrer Geschäftslage erst in gut acht Monaten – also ungefähr im März 2021. "Der Weg aus dem Corona-Tal wird ein langer, mühsamer sein", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib voraus.

19.6.2020 • 06:43 Uhr

Verband: Ferienhaus-Buchungen teils wieder auf Vor-Krisen-Niveau

Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Corona-Krise gefragt. In den Ferienorten an Nord- und Ostsee seien die Unterkünfte für die Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband der Nachrichtenagentur dpa mit. Hoch im Kurs stünden auch beliebte Regionen in Süddeutschland wie das Allgäu und die Bodenseeregion. Dort gebe es kaum Abweichungen zum Buchungsgeschehen des Vorjahres. Wer noch etwas buchen möchte, müsse flexibel sein, empfahl der Verband.

19.6.2020 • 06:42 Uhr

Kuba lockert Beschränkungen

In Kuba werden die zur Eindämmung der Pandemie verhängten Einschränkungen nach drei Monaten wieder gelockert. Restaurants dürfen wieder öffnen, Strandausflüge sind wieder erlaubt. Einige Geschäfte und Unternehmen klagen jedoch über Warenengpässe, weshalb die Rückkehr zur Normalität schwierig sei. Der internationale Tourismus soll im Juli wieder anlaufen, allerdings dürfen zunächst nur Charterflugreisende ins Land. Bei ihrer Ankunft sollen sie auf das Virus getestet werden.

Eine Frau mit Mundschutzmaske vor dem Kapitol in Havanna. | dpa

In Kuba dürfen Restaurants wieder öffnen. Einige Geschäfte und Unternehmen klagen aber über Warenengpässe. Bild: dpa

19.6.2020 • 06:37 Uhr

NRW will zu niedrige Preise für Fleisch unterbinden

Nordrhein-Westfalen will über eine Bundesratsinitiative Niedrigpreise für Fleisch unterbinden. Durch das Vorhaben sollten im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb vorgesehene Ausnahmen bei der Preisgestaltung deutlich erschwert werden, sagte NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser (CDU), der "Rheinischen Post".  Die Serie von Coronavirus-Ausbrüchen in der deutschen Fleischindustrie hat die Diskussion um die dortigen Arbeitsbedingungen sowie auch Billigfleisch angeheizt. Kritiker machen die niedrigen Preise für schlechte Arbeitsbedingungen mitverantwortlich, welche wiederum die Verbreitung des Coronavirus befördert hätten. 

19.6.2020 • 05:25 Uhr

770 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 770 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 188.534 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8872 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 16 im Vergleich zum Vortag. Etwa 174.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

19.6.2020 • 05:14 Uhr

Japan hebt Beschränkungen für inländischen Reiseverkehr auf

Japan hebt sämtliche Corona-bedingten Beschränkungen für den inländischen Reiseverkehr auf. Ministerpräsident Shinzo Abe ruft zugleich dazu auf, unter Beachtung der Abstandsregeln wieder in Konzerte zu gehen, Ausflüge zu machen und andere Aktivitäten aufzunehmen, um der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen.

19.6.2020 • 04:45 Uhr

"Raumschiff Enterprise"-Star empfiehlt "Vulkanier-Gruß" gegen Coronavirus

"Raumschiff Enterprise"-Star George Takei empfiehlt ein intergalaktisches Mittel gegen das Coronavirus. Er selber nutze den "Vulkanier-Gruß", um Abstand zu halten, sagte der 83-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er schüttle keine Hände mehr. Wenn ihm jemand die Hand reiche, "erhebe ich meine Hand, spreize nur die Finger und sage: 'Live long and prosper' (Lebe lang und gedeihe)!". Takei wurde in der legendären "Raumschiff Enterprise"-Serie (1966-1969) als Steuermann Sulu berühmt. Die von Leonard Nimoy gespielte Figur des "Mr. Spock" machte den Vulkanier-Gruß bekannt, bei dem Mittel- und Ringfinger zu einem V gespreizt werden.

Der ehemalige Star Trek-Darsteller George Takei. | REUTERS

Er schüttle keine Hände mehr, sagt der ehemalige Star Trek-Darsteller George Takei der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wenn ihm jemand die Hand reiche, "erhebe ich meine Hand, spreize nur die Finger und sage: 'Live long and prosper.'" Bild: REUTERS

19.6.2020 • 03:56 Uhr

Zahl der Corona-Infizierten in Peking steigt weiter

Nach dem neuen Coronavirus-Ausbruch in Peking ist die Zahl der Infizierten weiter gestiegen. Wie die staatliche Gesundheitskommission mitteilte, wurden 25 weitere Ansteckungen nachgewiesen. Seit der neue Ausbruch auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, ist die Zahl der Infizierten damit auf 183 gewachsen. Die neue Infektionszahlen vom Freitag liegen über denen des Vortrags, als 21 Fälle gemeldet wurden, aber unter denen vom Mittwoch, als es noch 31 Infektionen gab.

19.6.2020 • 03:55 Uhr

US-Virologe Fauci: NFL-Saison wird "möglicherweise nicht stattfinden"

Der führende US-Virologe in der Corona-Krise zweifelt an einer NFL-Saison in diesem Herbst. "Wenn sich die Spieler nicht im Wesentlichen in einer Blase befinden - von der Gemeinschaft isoliert und fast täglich getestet -, ist es sehr schwer zu erkennen, wie in diesem Herbst Football gespielt werden kann", sagte Fauci nach CNN-Angaben. "Wenn es eine zweite Welle gibt, die sicherlich eine Möglichkeit ist und die durch die vorhersehbare Grippesaison erschwert würde, wird Football in diesem Jahr möglicherweise nicht stattfinden."

Der US-Top-Virologe Fauci. | dpa

Der führende US-Virologe Anthony Fauci zweifelt an einer NFL-Saison in diesem Herbst. Die National Football League will ihre Saison am 10. September mit der Partie von Super-Bowl-Champion Kansas City Chiefs gegen die Houston Texans beginnen. Bild: dpa

19.6.2020 • 03:46 Uhr

Corona-Krise lässt deutsche Steuereinnahmen einbrechen

Die Einnahmen des deutschen Fiskus sind wegen der Virus-Pandemie im Mai binnen Jahresfrist um 19,9 Prozent eingebrochen. "Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise getroffenen steuerlichen Maßnahmen belasteten das Steueraufkommen im Mai 2020 signifikant", teilte das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht mit. In den ersten fünf Monaten 2020 sanken die Einnahmen damit insgesamt um 6,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Während die Umsatzsteuereinnahmen im Mai um 21 Prozent einbrachen, gab es bei der Lohnsteuer ein Minus von gut zehn Prozent. Wegen des fast zum Stillstand gekommenen Flugverkehrs fielen die Einnahmen der Luftverkehrsteuer sogar um nahezu 97 Prozent.

19.6.2020 • 03:46 Uhr

Fast eine Millionen Infektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldet 22.765 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 978.142. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1238 auf 47.748 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle aus.