Sachsen, Dresden: Abstriche von getesteten Menschen liegen in der Corona-Teststation der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen am Flughafen Dresden International in einer Schale. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Virus-Mutation in Sachsen nachgewiesen ++

Stand: 07.01.2021 22:24 Uhr

Laut sächsischem Gesundheitsministerium ist die neue Variante bei einer Frau aus Dresden entdeckt worden. Frankreich schließt weitere Verschärfungen der Maßnahmen nicht aus. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • IG Metall fordert besseren Schutz am Arbeitsplatz
  • Britische Kliniken geraten unter Druck
  • Ryanair streicht Flugplan drastisch zusammen
  • Kinderschutzbund kritisiert Einschränkungen für unter 14-Jährige
  • Patientenschützer fordern verpflichtende Tests für Pflegepersonal
  • RKI: 26.391 Corona-Neuinfektionen
  • CureVac und Bayer vereinbaren globale Partnerschaft
  • Erneut Kritik der SPD an Spahn wegen Impfstoffbeschaffung
7.1.2021 • 22:23 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

7.1.2021 • 21:47 Uhr

Netanjahu sagt über 16-Jährigen in Israel Impfung bis Ende März zu

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat allen Bürgern Israels ab 16 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus bis spätestens Ende März zugesagt. Der Regierungschef verwies dabei in einem kurzfristig einberaumten Statement auf eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer zur Lieferung von ausreichend Impfstoff. Das Vorhaben trägt Netanjahu zufolge den Namen "Rückkehr ins Leben". Der erste Impfstofftransport im Zuge des Vorhabens soll am Sonntag in dem Land eintreffen. Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, sagte Netanjahu. Israel solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

7.1.2021 • 20:25 Uhr

Saarland erlaubt Ausnahmen

Das Saarland will bei den verschärften Corona-Bestimmungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen Härtefälle berücksichtigen. Das gaben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) nach einer Kabinettssitzung bekannt, bei der Änderungen der Rechtsverordnung für Maßnahmen in der Corona-Pandemie beschlossen worden waren. Die verschärften Regeln gelten ab Montag bundesweit.

So soll im Saarland eine wechselseitige Kinderbetreuung zwischen zwei festen Bezugshaushalten zulässig sein und auch, dass statt einem zwei Kinder zur Betreuung bei den Großeltern abgegeben werden dürfen. Außerdem können beispielsweise Tochter und Ehemann gemeinsam pflegebedürftige Eltern besuchen. Auch in Berlin soll es eine Ausnahmeregelung für Alleinerziehende geben. Die Länderchefs hatten sich am Dienstag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf geeinigt, dass private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes mit maximal einer weiteren Person gestattet sind.

Die Runde im Saarland entschied zudem, dass auch die Bewegungsbeschränkungen in Hotspots weniger restriktiv als in anderen Bundesländern ausfallen sollten: Die 15-Kilometer-Grenze für Landkreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufweisen, soll explizit nur für tagestouristische Ausflüge gelten. Private Besuche können dadurch noch möglich sein.

7.1.2021 • 20:20 Uhr

Neue Medikamente in Großbritannien

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Großbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen. Man werde ab sofort die "lebensrettenden" Medikamente Tocilizumab and Sarilumab einsetzen, kündigte Premier Boris Johnson an. Dies könne die Todesrate von Covid-19-Patienten signifikant senken sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen. Üblicherweise werden die Medikamente der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge bei rheumatischer Arthritis eingesetzt.

7.1.2021 • 19:28 Uhr

Spanien überschreitet Schwelle von zwei Millionen Corona-Fällen

Spanien hat die Schwelle von zwei Millionen bestätigten Coronavirus-Fällen überschritten. Die Zahl der Ansteckungen sei seit Dienstag um 42.360 auf über 2,024 Millionen gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Gestern waren feiertagsbedingt keine Daten übermittelt worden. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 245 to 51.675.

Die Behörden in der nördlichen Region Kastilien und Leon kündigten an, Einkaufszentren und Fitnessstudios zu schließen, und verlängerten ein Verbot für nicht unbedingt notwendige überregionale Reisen bis Mai.

7.1.2021 • 19:00 Uhr

Chance zur Überwachung von Mutations-Ausbreitung verpasst

Deutschland überprüft positive Corona-Tests nicht genug auf Mutationen. Deswegen rät die europäische Seuchenbehörde ECDC dringend dazu, mehr zu sequenzieren. Fachleute hatten die Bundesregierung bereits vor der Pandemie aufgefordert, auf Mutationen zu achten.

7.1.2021 • 18:50 Uhr

Neue Virus-Variante in Sachsen nachgewiesen

Die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist erstmals in Sachsen aufgetaucht. Wie das Gesundheitsministerium des Bundeslandes mitteilte, wurde die Mutation bei einer Person aus Dresden nachgewiesen, die aus Großbritannien zurückgekehrt war. Das Gesundheitsamt gehe nicht davon aus, dass die Gefahr einer weiteren Verbreitung bestehe, hieß es. Die betroffene Person habe sich nach der Ankunft in Dresden sofort in Quarantäne begeben.

Die Virus-Variante sei durch ein strichprobenartiges Screening positiver Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden. Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg. Auch sie war zuvor aus Großbritannien eingereist.

7.1.2021 • 18:45 Uhr

Johnson: Landesweit bisher fast 1,5 Millionen Impfungen

Nach Angaben von Premierminister Boris Johnson sind in Großbritannien inzwischen fast 1,5 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Gleichzeitig verprach er, das Impfprogramm rasch auszuweiten, um die am meisten gefährdeten Gruppen bis Mitte Februar immunisiert zu haben. Dazu sollen sowohl mehr Impfzentren geschaffen, als auch mehr Personal ausgebildet werden.

Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien bleibt hoch. Heute wurden 52.618 neue Fälle gemeldet. 1162 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus.

7.1.2021 • 18:36 Uhr

Weitere Verschärfungen in Frankreich nicht ausgeschlossen

Der französische Premierminister Jean Castex hat weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen in seinem Land nicht ausgeschlossen. Der Druck auf die französischen Krankenhäuser sei weiter hoch. Alle bereits beschlossenen Maßnahmen gelten Castex zufolge zunächst weiter. Zudem stünden derzeit in zehn weiteren Regionen abendliche Ausgangssperren bevor.

7.1.2021 • 18:27 Uhr

Umfrage: Impfbereitschaft nimmt zu

Dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend zufolge will sich inzwischen eine Mehrheit der Deutschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Vor allem bei den Senioren hat die Impfbereitschaft zugenommen.

7.1.2021 • 17:33 Uhr

Britischer Minister: Tests und Impfungen bis 2022

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hält weitere Lockdowns in Großbritannien für unwahrscheinlich. Er habe aber "absolut keine Zweifel", dass Tests und Impfstoffprogramme bis 2022 zum Alltag gehören werden. Es sei zudem ungewiss, wie lange die Immunität durch die Impfstoffe anhalte. Eine erneute Impfung sei möglicherweise alle sechs bis 12 Monate erforderlich.

7.1.2021 • 17:04 Uhr

Neuinfektionen in Irland sinken

In Irland berichtet der Chef des nationalen Gesundheitsdienstes von Hinweisen darauf, dass die Coronavirus-Ausbreitung durch den verschärften Lockdown verlangsamt wird. Es gebe "erste Anzeichen einer sinkende Anzahl von Neuinfektionen", sagt Paul Reid. Auch die Kontakte würde reduziert.

7.1.2021 • 16:53 Uhr

Justizministerin will Firmen länger vor Pleite schützen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will in der Coronavirus-Krise Unternehmen länger als bislang geplant vor Pleiten schützen. Dazu solle die Insolvenzantragspflicht über den Januar hinaus ausgesetzt bleiben, wenn Firmen noch auf staatliche Hilfsgelder warten.

"Der Staat stellt der Wirtschaft umfangreiche finanzielle Hilfen zur Verfügung, deren Auszahlung aber Zeit benötigt", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". "Daher setze ich mich dafür ein, die Insolvenzantragspflicht für diese Unternehmen über den 31. Januar hinaus auszusetzen."

Unternehmen müssen momentan bei Überschuldung bis Ende Januar 2021 keinen Insolvenzantrag stellen. Dies gilt aber nur, solange Betriebe noch zahlungsfähig sind. Im Fall der Zahlungsunfähigkeit muss bereits seit Ende Oktober wieder Insolvenz beantragt werden. Viele Experten fürchten eine Pleitewelle, sobald die Sonderregelungen und staatliche Stützungsmaßnahmen wegfallen.

Justizministerin Christine Lambrecht | AFP

Justizministerin Christine Lambrecht erklärte, ein längerer Insolvenzschutz sei ein wichtiger Baustein, auch um Arbeitsplätze zu erhalten. "Dies sollten wir jetzt nicht aufs Spiel setzen." Bild: AFP

7.1.2021 • 16:47 Uhr

Handel macht auf prekäre Lage aufmerksam

In einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Landesregierungen hat der deutsche Einzelhandel auf seine prekäre Lage angesichts der Corona-Maßnahmen aufmerksam gemacht. Der von der Schließung betroffene Einzelhandel stehe "vor dem akuten Verlust seiner Existenz", heißt es in dem Schreiben. Unterzeichnet wurde es vom Handelsverband Deutschland (HDE) und den einzelnen Regional- und Bundesfachverbänden.

Die Branche erkenne an, dass die Maßnahmen nötig seien, um die Kontakte zu reduzieren und die Infektionszahlen zu senken, erklärten die Verantwortlichen. "Gesundheitsschutz hat oberste Priorität." Allerdings könnten die Kaufleute, die in diesen Zeiten ein "Sonderopfer für die gesamte Gesellschaft" erbringen, nicht nachvollziehen, weshalb die versprochenen Hilfeleistungen nicht ankämen. Der Branche fehle auch eine Perspektive, wann die Geschäfte wieder öffnen könnten, kritisierten die einzelnen Handelspräsidenten. Daher schwinde in breiten Teilen die Akzeptanz der Maßnahmen und der HDE beobachte "mit großer Sorge", dass sich Initiativen bildeten, die die Vorschriften umgehen wollen und zu Protesten aufrufen.

7.1.2021 • 16:40 Uhr

Dreyer: Keine Kontaktbeschränkungen für kleine Kinder

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kinder bis einschließlich sechs Jahren von der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auszunehmen. Vor den Beratungen des Corona-Kabinetts über eine neue Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie sagte Dreyer: "Ich will für Rheinland-Pfalz eine Lösung, die Kontakte weiter reduziert und lebensnah ist."

Die am Dienstag von Bund und Ländern beschlossene Festlegung einer Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt plus einer weiteren Person sei im Grundsatz richtig, erklärte Dreyer. "Das kennen die Menschen aus der Zeit des ersten Shutdowns im Frühjahr." Sie werde dem Ministerrat allerdings Ausnahmen vorschlagen. "Kinder bis sechs Jahre sollten davon ausgenommen sein, ebenso soll es Ausnahmen bei zwingenden Gründen für Kinderbetreuung oder die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen geben", sagte Dreyer.

7.1.2021 • 16:08 Uhr

IG Metall: Betriebe müssen Schutz erneut überprüfen

Die IG Metall fordert nach der jüngsten Verschärfung des Corona-Lockdowns eine erneute Überprüfung der Schutzmaßnahmen in der Arbeitswelt. "Die Betriebe sollten ihre bereits getroffenen Maßnahmen überprüfen und wo nötig nachschärfen", erklärte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban.

Die Pandemie mache vor den Werkstoren und Büros nicht halt. Von der Politik verlangt die Gewerkschaft klarere Vorgaben zur Nutzung des Homeoffice. Appelle allein genügten nicht, meinte Urban. Homeoffice müsse überall eingesetzt werden, wo es möglich sei. Der Gewerkschafter verwies auf Umfrage-Ergebnisse der Böckler-Stiftung, nach denen der Anteil der zu Hause tätigen Arbeitnehmer zuletzt wieder deutlich gesunken sei.

7.1.2021 • 15:27 Uhr

Weniger Verkehrstote durch Lockdown in Spanien

Der Lockdown in Spanien bringt die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1960. Durch das verringerte Verkehrsaufkommen seien im vergangenen Jahr 870 Menschen weniger in tödliche Autounfälle verwickelt gewesen als 2019, teilt das Innenministerium in Madrid mit. Von Mitte März bis Ende Juni verhängten die spanischen Behörden eine der strengsten Abriegelungen in Europa, da das Land zu den am stärksten betroffenen Ländern gehörte. Einschränkungen für den Tourismus aus dem Ausland während des Sommers reduzierten den Autoverkehr zusätzlich.

7.1.2021 • 14:37 Uhr

Israels Präsident mahnt zur Einhaltung der Corona-Regeln

Vor Beginn eines verschärften Lockdowns in Israel hat Präsident Reuven Rivlin die Menschen zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. Ein Nichtbefolgen untergrabe die gemeinsamen Bemühungen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sagte Rivlin in einer Rede an die Nation. Dadurch bestehe auch die Gefahr, Gräben zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen zu vertiefen. "Es kommen bessere Tage", sagte Rivlin mit Blick auf die laufende Impfkampagne. Vorerst gelte es aber noch, geduldig und diszipliniert zu sein.

Ab Mitternacht soll in Israel ein seit Ende 2020 geltender Teil-Lockdown für zwei Wochen verschärft werden. Versammlungen werden noch stärker eingeschränkt. Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen müssen bis auf wenige Ausnahmen schließen - wie auch Betriebe und Unternehmen aus nicht lebensnotwendigen Bereichen. Bereits erlassene Einschränkungen der Bewegungsfreiheit gelten weiter. Die Regierung will mit dem sogenannten harten Lockdown vor allem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Ein Mann mit einem Einkaufswagen voller Toilettenpapier in einem israelischen Supermarkt. | AFP

Auch in Israel kommt es vor der Verschärfung des Lockdowns zu Hamsterkäufen. Bild: AFP

7.1.2021 • 14:35 Uhr

Erstmals mehr als 1000 Neuinfektionen in Estland

In Estland steigen trotz strenger Corona-Maßnahmen die Infektionszahlen weiter an. Heute wurden mit 1104 Fällen erstmals mehr als 1000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit wurden in dem baltischen EU-Land mit 1,2 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie fast 32.000 Menschen positiv auf das Virus getestet. 265 Erkrankte starben. Estland kämpft seit dem Herbst mit einem deutlichen Anstieg der Zahl an Neuinfektionen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung dort aktuell schlechter als in Deutschland. Angesichts der steigenden Corona-Fälle hatte die Regierung in Tallinn die Beschränkungen im Dezember verschärft und das öffentliche Leben zurückgefahren.

7.1.2021 • 14:31 Uhr

Ver.di kündigt Klagen gegen Entlassungen an

Die Gewerkschaft Ver.di hat eine Klagewelle gegen die ersten Entlassungen am Frankfurter Flughafen in der Corona-Krise angekündigt. Er rechne damit, dass fast sämtliche Betroffene gegen die Kündigungen des Dienstleisters WISAG klagen werden, sagte der Verdi-Fachbereichsleiter Verkehr, Mathias Venema. Beim Frankfurter Arbeitsgericht hatten WISAG-Beschäftigte symbolisch ihre Klageschriften eingereicht.

Laut Verdi hat WISAG kurz vor Weihnachten circa 225 ihrer 850 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt, ohne die weiter bis zum Jahresende 2021 mögliche Kurzarbeit anzustreben. Es sei völlig unverständlich, dass das Unternehmen die Zeit nicht nutze, um nach sozialverträglichen Lösungen zu suchen, meinte Venema. Auch ein Sozialtarifvertrag kam nicht zustande. WISAG hatte den Schnitt mit dauerhaft schlechten Geschäftsaussichten in Folge der Corona-Krise begründet. Ein Termin für die ersten Verhandlungen steht noch nicht fest.

7.1.2021 • 14:26 Uhr

Dobrindt fordert ambitionierteren Klimaschutz

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat gefordert, die Klimaschutzbemühungen auch in der Corona-Krise unvermindert fortzusetzen und sogar noch zu verstärken. "Die Corona-Pandemie darf nicht als Ausrede genutzt werden, um jetzt bei den Klimaschutzmaßnahmen nachzulassen", sagte er in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. "Die Frage des Klimawandels ist eine, die sich parallel zur Bekämpfung der Covid-Pandemie stellt. Und sie wird nicht kleiner als Aufgabe, weil eine Pandemie daneben als große Aufgabe noch da ist, sondern sie muss im Jetzt und Hier gelöst werden." Man müsse sogar noch stärker rangehen an die Klimaschutzmaßnahmen als bisher geplant, sagte der CSU-Politiker.

Er sprach sich dafür aus, für Deutschland das Ziel von 55 Prozent CO2-Verringerung im Vergleich zum Jahr 1990 auf 60 Prozent anzuheben. Allerdings müsste aus CSU-Sicht dann auch die Verantwortung der anderen europäischen Länder eingefordert werden, damit auch dort die Anstrengungen verstärkt werden. Die Europäische Union hatte im Dezember ihr gemeinsames Klimaziel für 2030 von 40 auf mindestens 55 Prozent CO2-Verringerung im Vergleich zum Jahr 1990 angehoben.

7.1.2021 • 14:19 Uhr

Nach Homeoffice folgt Umzug?

Jeder Fünfte würde sich offenbar einen neuen Wohnort suchen, wenn Homeoffice in Zukunft weiter möglich wäre. Das geht aus einer Befragung des Hightech-Branchenverbandes Bitkom hervor.

7.1.2021 • 14:00 Uhr

Südafrika ordert 1,5 Millionen Dosen AstraZeneca-Imfpstoff

Südafrika hat die Einfuhr von 1,5 Millionen Dosen des von AstraZeneca mitentwickelten Corona-Impfstoffs angekündigt. Sie sollen den Beschäftigten des Gesundheitswesens verabreicht werden. Mit der Bekanntmachung des Gesundheitsministers Zwelini Mkhize kündigte Südafrika erstmals den Kauf von Impfstoff an. Das Serum Institute of India werde diesen Monat eine Million Dosen liefern und im Februar kämen zusätzlich 500.000 Dosen, sagte fer Minister. Das Land mit 60 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern vermeldete am gestern 21.832 neue bestätigte Corona-Fälle, so viele wie noch nie.

7.1.2021 • 13:51 Uhr

Lufthansa setzt Flugzeuge als Sicherheiten ein

Die coronageschädigte Lufthansa setzt ihre Flugzeuge als Sicherheiten ein, um an zusätzliches Fremdkapital zu kommen. Insgesamt habe man im zweiten Halbjahr 2020 mit verschiedenen Instrumenten rund 500 Millionen Euro aufgenommen, teilte der teilverstaatlichte Konzern in Frankfurt mit. Belastet wurden dafür acht Airbus-Jets der Typen A350 und A320. An den Finanzierungen hätten sich Banken, Pensionsfonds und Unternehmensinvestoren insbesondere aus Europa und Asien beteiligt.

Geparkte Lufthansa-Maschinen auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld | OLIVER LANG/EPA-EFE/Shutterstock

Seit Beginn der Corona-Pandemie müssen viele Lufthansa-Maschinen am Boden bleiben. Bild: OLIVER LANG/EPA-EFE/Shutterstock

7.1.2021 • 13:43 Uhr

Großbritannien: Mit Champagner gegen den Corona-Blues

In Großbritannien ist in Corona-Zeiten mehr Champagner verkauft worden als sonst. Drei der fünf größten Supermarktketten des Landes verzeichneten vor allem vor Weihnachten und zu Silvester starke Anstiege beim Verkauf von Schaumwein. Da Restaurants und Bars wegen des Lockdowns schließen mussten, versorgten sich die Menschen für die Feiern zu Hause.

Der Konzern Sainsbury meldete, dass sich der Verkauf von Champagner in den vergangenen sechs Monaten verdoppelt habe. Unternehmenschef Simon Roberts sagte, die Kunden hätten Weihnachten in kleineren Gruppen gefeiert und wollten sich offenbar etwas gutes tun. Der Discounter Aldi verkaufte nach eigenen Angaben allein im Dezember in Großbritannien 4,5 Millionen Flaschen Champagner, Sekt und Prosecco.

Insgesamt gaben die Briten in den letzten zwölf Wochen des Jahres 2020 umgerechnet etwa 340 Millionen Euro mehr für Alkohol in Supermärkten aus als im gleichen Zeitraum 2019.

7.1.2021 • 13:29 Uhr

RKI: Bisher mehr als 417.000 Corona-Impfungen in Deutschland

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 417.060 Menschen gespritzt worden. Die Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer.

Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 84 000 Geimpften laut RKI. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

7.1.2021 • 13:26 Uhr

Schweizer Unternehmen übernimmt Logistik für Moderna-Impfstoff

Das Schweizer Logistikunternehmen "Kühne + Nagel" hat einen Vertrag über den weltweiten Transport und die Lagerung des Covid-19-Impfstoffes von Moderna abgeschlossen,. Das teilte der Konzern in Schindellegi in der Schweiz mit. Es gehe dabei um die weltweite Logistik, mit Ausßnahme der USA, dort habe ein Wettbewerber den Zuschlag bekommen. Der Impfstoff muss durchgängig auf minus 20 Grad gekühlt werden. Das sei sichergestellt, betonte das Unternehmen.

Der Vertrag umfasst die Strecke von der Produktionsstätte bis zu einem kontinentalen Verteilzentrum - in Europa ist dies bei Moderna Branchenkreisen zufolge in Belgien - und die Strecke von diesem Zentrum zum nationalen Distributionszentrum. "Kühne + Nagel" hat nach eigenen Angaben 230 Pharmastandorte weltweit, in Deutschland zum Beispiel in Leipzig, Frankfurt am Main und in Mainz.

7.1.2021 • 13:19 Uhr

Kanzleramtschef fordert konsequenze Umsetzung der Corona-Beschlüsse

Kanzleramtschef Helge Braun warnt vor einem deutlich längeren Corona-Lockdown in Deutschland, wenn die Bundesländer die gemeinsam getroffenen Corona-Beschlüsse nicht konsequent umsetzen. "Mit jeder Lockerung jetzt ist die Wahrscheinlichkeit auf noch länger notwendige Beschränkungen immer größer", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. Er spielte darauf an, dass etliche Länder wie Niedersachsen und Baden-Württemberg bereits Mitte des Monats Grundschulen teilweise wieder öffnen wollen. Er habe die "große Sorge", dass der Effekt des Lockdowns gemindert werde und die Zahl der Neuinfektionen bis Ende Januar nicht ausreichend sinken werde, sagte der Kanzleramtschef.

Braun warnte zudem vor einem völligen Kontrollverlust durch die Ausbreitung der Virus-Mutationen, wie sie in Großbritannien und Irland registriert werden. Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossene harte Kurs sei gerade angesichts der Virus-Mutationen dringend nötig. "Wenn sich auf dem hohen Infektionsniveau, das wir haben, die Mutationen ausbreiten, dann wird es sehr schwer, ein Wachstum der Infektionszahlen überhaupt noch in den Griff zu bekommen." Dann käme man in der nächsten Bund-Länder-Runde am 25. Januar möglicherweise auch an "maximalen Beschränkungen" nicht mehr vorbei.

7.1.2021 • 13:15 Uhr

WHO besorgt über neue Virus-Variante

Angesichts der neuen Variante des Corona-Erregers in Europa hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm geschlagen. Die Variante sei bereits in 22 von 53 Ländern der Region Europa entdeckt worden, warnte WHO-Direktor Hans Kluge während einer Videokonferenz in Kopenhagen. Ohne verstärkte Anstrengungen, die Ausbreitung der neuen Variante zu verlangsamen, gerieten die Gesundheitssysteme noch weiter unter Druck. Die neue Variante, die erstmals in Großbritannien entdeckt wurde, berge eine höhere Ansteckungsgefahr als vorangegangene, erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa.

Der mutierte Erreger verbreite sich in allen Altersklassen. Es sei davon auszugehen, dass die Variante die älteren Ausformungen verdrängen werde. Die neue Variante sei aber trotz stärkerem Ansteckungsrisiko nicht gefährlicher als die bereits vorher bekannten Typen. WHO-Mitarbeiter äußerten sich zuversichtlich, dass die bislang verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neue Variante wirken. Im Dezember 2020 meldeten britische Behörden der WHO das Auftauchen der Variante.

7.1.2021 • 12:59 Uhr

Buchhandel leidet unter Lockdown

Der zweite Lockdown mit erneuten Ladenschließungen hat die Bilanz des deutschen Buchhandels im vergangenen Jahr belastet. Zwar konnte der Umsatzrückstand aus dem Shutdown im Frühjahr Monat für Monat verringert werden, die erneuten Ladenschließungen Mitte Dezember sorgten allerdings für ein negatives Jahresergebnis. Das geht aus dem aktuellen Branchenmonitor hervor. Der Umsatz 2020 in den zentralen Vertriebswegen wie Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel oder Kaufhäusern lag den Angaben zufolge 2,3 Prozent unter dem des Vorjahres. Das von den Corona-Maßnahmen besonders betroffene stationäre Geschäft schloss das Jahr mit einem Minus von 8,7 Prozent ab.

Zwar spielte Lesen in der Krise eine herausragende Rolle, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutsche Buchhandels. Die Nachfrage nach Büchern sei hoch gewesen. Doch die erneuten Ladenschließungen mitten im Weihnachtsgeschäft stoppten die Aufholjagd, mit der es dem Buchhandel fast gelungen wäre, die Einbußen aus dem Shutdown im Frühjahr auszugleichen, sagte Schmidt-Friderichs. Angesichts der beschlossenen Fortsetzung des Lockdowns und der anhaltenden Ladenschließungen werde die Branche "mit einem massiven Minus in das Jahr starten". Die Perspektiven für Verlage und Buchhandlungen seien ungewiss.

Ein Kunde holt seine bestellten Bücher in einer Buchhandlung in Essen ab. | dpa

Seit dem Lockdown im Dezember dürfen viele Buchhandlungen nur noch bestellte Ware ausgeben. Das Stöbern im Laden ist nicht erlaubt. Dadurch entgingen vielen Buchhändlern die Verkäufe in der sonst umsatzstarken Zeit vor Weihnachten. Bild: dpa

7.1.2021 • 12:41 Uhr

Britische Kliniken wegen Corona zunehmend unter Druck

Wegen der rasant steigenden Zahl von Corona-Patienten geraten Krankenhäuser in Großbritannien immer stärker unter Druck. Besonders Kliniken in London sind kurz vor der Überlastung und könnten schon in weniger als zwei Wochen keine Kapazitäten mehr haben, berichtete das "Health Service Journal" unter Berufung auf eine Präsentation des Gesundheitsdiensts NHS (National Health Service).

Selbst im besten Fall würden in der Hauptstadt zum 19. Januar insgesamt 2000 Betten, darunter Intensivplätze, fehlen. "Es ist eindeutig schlimmer als während der ersten Welle (im Frühling)", sagte der Intensivmediziner Rupert Pearse der BBC. Es stünde derzeit nicht ausreichend Personal zur Verfügung. "Es ist schwierig, die Qualität der Versorgung zu gewährleisten, die Patienten verdienen." Die Betreuung von Corona-Patienten führe dazu, dass etwa Herz- oder Krebspatienten vernachlässigt werden müssten.

Mit Stand 4. Januar wurden landesweit etwa 30.500 Corona-Patienten in Krankenhäusern betreut, fast ein Drittel mehr als beim Höchststand im Frühjahr. Teilweise würden normale Krankenzimmer in Intensivräume umgewandelt, hieß es.

7.1.2021 • 12:13 Uhr

Bund stockt Finanzhilfen für Kinos auf

Die wegen der Corona-Pandemie finanziell angeschlagenen Kinos sollen in diesem Jahr zusätzliche Gelder erhalten. Die Mittel für das von der Bundesregierung im vergangenen Jahr gestartete "Zukunftsprogramm Kino I" werden für 2021 um drei Millionen auf insgesamt 25 Millionen Euro erhöht, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin mitteilte. Ziel sei es, besonders im ländlichen Raum die Lichtspielhäuser bei einer nachhaltigen Modernisierung zu unterstützen. "In vielen ländlichen Gegenden gehört das Kino zu den letzten verbliebenen kulturellen Begegnungsstätten", betonte Grütters. "Zudem leisten die Kinobetreiber einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass der Film eine Zukunft als Kulturgut hat."

7.1.2021 • 11:39 Uhr

Merkel: "Schwerste Monate noch vor uns"

Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel  noch keine Entwarnung möglich. "Natürlich haben wir die schwersten Monate - das kann man glaube ich erahnen - der Pandemie noch vor uns", sagte sie in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Dies sei jedoch "gepaart mit einem Stück Hoffnung" durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe. Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie "eine noch größere Herausforderung" werden. "Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden."

7.1.2021 • 11:36 Uhr

Spahn gibt Regierungserklärung zum Impfen

Gut zwei Wochen nach dem Corona-Impfstart in Deutschland gibt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der kommenden Woche eine Regierungserklärung zur Impfkampagne ab. Das verlautete aus seinem Ministerium in Berlin. Der zuständige CDU-Minister will demnach zu Planung, Ablauf und Perspektiven der Impfungen Stellung nehmen. In den vergangenen Tagen wurde Kritik an Spahn laut, dass der Impfstart schlecht laufe und er dafür verantwortlich sei.

7.1.2021 • 11:29 Uhr

Tschechien verlängert Lockdown-Maßnahmen

Tschechien hat die bestehenden Lockdown-Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 22. Januar verlängert. Weitere Verschärfungen seien nicht ausgeschlossen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny. Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens.

7.1.2021 • 11:17 Uhr

WHO Europa sieht Wendepunkt im Verlauf der Pandemie

Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation in Europa sieht den Kontinent zum Start ins neue Jahr an einem wichtigen Punkt im Kampf gegen das Coronavirus. "Dieser Moment stellt einen Wendepunkt im Verlauf der Pandemie dar", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge bei einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Man habe mittlerweile deutlich mehr Erkenntnisse und neue Werkzeuge wie Impfstoffe zur Verfügung. Gleichzeitig gebe es aber neue Herausforderungen wie ansteckendere Varianten des Virus. Wissenschaft, Politik und andere müssten eine Allianz bilden, um Corona zurückzudrängen.

7.1.2021 • 11:13 Uhr

Günther: Keine Treffen bis Ende Januar

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Menschen in Schleswig-Holstein dazu aufgefordert, sich bis Ende Januar mit niemandem zu treffen. Die Situation sei "ernst", sagte Günther in seiner Regierungserklärung zu den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen. Seit dem 1. Dezember habe sich die Zahl der Corona-Toten in Schleswig-Holstein annähernd verdoppelt.

7.1.2021 • 11:03 Uhr

Großbritannien kündigt neue Corona-Maßnahmen für Einreisen an

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, will Großbritannien neue Maßnahmen an seinen Grenzen einführen. Die Vorschriften würden "in den nächsten Tagen" verkündet, sagte Innenministerin Priti Patel dem Sender BBC Radio 4. "Reisen sollten nur unter sehr strengen Regeln stattfinden", sagte Patel. Die Menschen sollten zu Hause bleiben und nur ins Ausland reisen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung hätten.

Premierminister Boris Johnson wollte sich am Donnerstagabend um 18.00 Uhr (MEZ) zur Corona-Lage äußern. Er hatte zuletzt Maßnahmen angekündigt, die sicherstellen sollen, dass Einreisende auf das Coronavirus getestet werden. Im Gespräch ist die Pflicht, an der Grenze ein negatives Testergebnis vorzulegen. Ausgenommen sein sollen demnach Lastwagenfahrer.

7.1.2021 • 10:24 Uhr

Hochschulen setzen wegen Corona primär auf digitale Prüfungen

An den deutschen Hochschulen wird es nach Einschätzung des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, wegen des Infektionsgeschehens aktuell kaum Prüfungen im Präsenzformat geben. Viele Hochschulen entwickelten stattdessen "flexible Lösungen und unterschiedliche Formen für neue, digitale Prüfungsformate", die sie auch erfolgreich einsetzten, sagte Alt der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Präsenzprüfungen seien allerdings durch die Corona-Verordnungen der Länder erlaubt und blieben möglich. Insgesamt rechnet Alt mit zunehmenden Schwierigkeiten für den Hochschulbetrieb bei einem Fortdauern der Pandemie. Mit der Zeit wüchsen auch die Herausforderungen, Studenten beim Lernen individuell zu unterstützen. Der persönliche Austausch bleibe für das akademische Leben zentral und sei virtuell schwer zu ersetzen.

7.1.2021 • 09:23 Uhr

Industrieaufträge im November vier Prozent über Vorkrisenniveau

Deutschlands Industrie ist trotz des Teillockdowns im November auf Erholungskurs geblieben: Die Aufträge stiegen von Oktober bis November um 2,3 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 6,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Damit lagen die Industrieaufträge im November um vier Prozent über dem Vorkrisenniveau vom Februar. 

Aus dem Inland kamen den Angaben zufolge 1,6 Prozent mehr Aufträge als im Oktober, aus dem Ausland 2,9 Prozent mehr. Vor allem aus der Eurozone kamen demnach deutlich mehr Aufträge - sie nahmen im Vormonatsvergleich um 6,1 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 0,9 Prozent.

7.1.2021 • 09:16 Uhr

Ryanair streicht Flugplan noch drastischer zusammen

Die jüngste Verschärfung der Corona-Pandemie durchkreuzt bei Europas größtem Billigflieger Ryanair die ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter. Wegen der neuen Lockdowns in Irland, Großbritannien und einigen anderen EU-Staaten streicht das irische Unternehmen sein Flugangebot ab 21. Januar drastisch zusammen, wie es in Dublin mitteilte.

Ab Ende Januar will Ryanair nur noch wenige oder überhaupt keine Flüge von und zu britischen und irischen Airports anbieten. Dies gelte, bis die scharfen Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Im gesamten Streckennetz erwartet Ryanair im Januar jetzt weniger als 1,25 Millionen Fluggäste. Im Februar und März dürften es jeweils nur etwa eine halbe Million werden. Im Dezember hatte Ryanair noch 1,9 Millionen Passagiere befördert, 83 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März rechnet die Ryanair-Führung jetzt nur noch mit 26 bis 30 Millionen Fluggästen.

7.1.2021 • 09:06 Uhr

Statistisches Bundesamt: In Millionen Familien sind beide Elternteile berufstätig

Wegen der coronabedingten Schließung der Schulen und Kitas müssen Millionen Eltern Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren 2019 in knapp 3,2 Millionen Familien mit jüngeren Kindern beide Elternteile erwerbstätig. Das entspricht gut zwei Dritteln (68 Prozent) aller Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren. 1,1 Millionen Kinder im Kita- und Grundschulalter lebten zuletzt bei einem Elternteil, wie es weiter hieß.

581.000 Alleinerziehende mit Kindern unter elf Jahren waren 2019 erwerbstätig. Davon arbeiteten 41 Prozent in Vollzeit (241.000), die übrigen in Teilzeit. Der überwiegende Teil der erwerbstätigen Alleinerziehenden mit jüngeren Kindern waren Frauen (90 Prozent).

7.1.2021 • 08:34 Uhr

Tokio zählt Rekord an Corona-Neuinfektionen

Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf einen Rekord gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert, wie japanische Medien berichteten. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1500 Fällen geklettert. Noch heute wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Notstands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er rund einen Monat dauert - die Vorbereitungen für die Sommerspiele sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn gesagt.

Tokio: Menschen mit Mund-Nasen-Schutz überqueren die Straße im Stadtteil Shibuya.  | dpa

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz überqueren die Straße im Stadtteil Shibuya. Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf einen neuen Rekord gestiegen. Bild: dpa

7.1.2021 • 08:13 Uhr

Kinderärzte fordern schnellere Corona-Impfungen für Minderjährige

Deutschlands Kinderärzte fordern schnellstmögliche Corona-Impfungen für Kinder, damit Kitas und Schule wieder geöffnet werden können. Minderjährige hätten es in der Pandemie seit Beginn besonders schwer, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Dass sie nun auch beim Impfen hinten anstehen - und die Schulen deswegen weiter dichtbleiben - ist daher doppelt bitter."

Beim Impfen für Kinder müsse mehr Tempo gemacht werden, "um endlich die Situation an Schulen und Kitas dauerhaft zu entspannen". Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind derzeit für Personen ab 16 Jahren zugelassen. Beide Hersteller haben laut der Zeitung Tests gestartet, um die Verträglichkeit der Vakzine für Kinder ab 12 Jahren zu prüfen. Wann die Zulassung von Corona-Kinderimpfstoffen beantragt werden könnte, ist demnach aber noch nicht absehbar.

7.1.2021 • 07:55 Uhr

Kinderschutzbund kritisiert Einschränkungen für unter 14-Jährige

Der Kinderschutzbund kritisiert, dass unter 14-Jährige nicht mehr wie bisher von den strengeren Corona-Kontaktbeschränkungen ausgenommen bleiben sollen. "Ich kann nur für unsere Kleinen hoffen, dass das die Ausnahme bleibt", sagte der Präsident des Bundesverbandes, Heinz Hilgers, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Kinder bräuchten für ihre Entwicklung Gleichaltrige, um sich zu messen und zu spielen. Auch für die Eltern bedeute eine Verschärfung in diesem Punkt eine "Katastrophe".

Viele von ihnen seien bei der Betreuung ihrer Kinder auf die Hilfe aus der Familie oder von Nachbarn angewiesen, sagte Hilgers. Dies werde aber durch die neuen Regeln teilweise unmöglich gemacht. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern dürfen sich künftig Menschen eines Hausstandes nur noch mit einem weiteren Erwachsenen oder einem weiteren Kind treffen.

7.1.2021 • 07:09 Uhr

Mindestens 4008 weitere Tote und mehr als 256.000 Neuinfektionen in USA

Die USA verzeichnen mehr als 256.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle steigt damit auf 21,22 Millionen. Mindestens 4008 weitere Menschen starben, insgesamt gibt es damit mehr als 361.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

7.1.2021 • 06:28 Uhr

Lehre aus Corona-Krise: Kramp-Karrenbauer will Bundessicherheitsrat

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht sich als Lehre aus der Corona-Krise in der Forderung nach einer zentralen Schaltstelle für die Sicherheit Deutschlands bestärkt. "Ich bin der Auffassung, man braucht so etwas wie einen Bundessicherheitsrat auch für solche Situationen.

Wir brauchen einen Ort, an dem man die Organisationen und Behörden zusammennehmen kann, an dem gemeinsame Lagebilder erstellt werden, an dem man die Dinge koordinieren kann", sagte die CDU-Chefin der Nachrichtenagentur dpa. "Ich finde, dass Corona bewiesen hat, dass ein Bundessicherheitsrat ein solcher Ort sein könnte."

7.1.2021 • 06:15 Uhr

Patientenschützer fordern Verpflichtende Tests für Pflegepersonal

Patientenschützer fordern verpflichtende Corona-Tests für Pflegepersonal vor jeder Schicht. So könnten Pflegebedürftige ausreichend geschützt werden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Pflegekräfte schleppten das Virus oft von außen ein, ohne es zu wissen. Es dürfe aber nicht sein, dass die Pflegebedürftigen durch sie gefährdet würden. "Sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich muss das Pflegepersonal bei jedem Schichtbeginn getestet werden", forderte er.

Durch den Beschluss von Bund und Ländern, für Tests in Pflegeheimen zusätzliches Personal zur Verfügung zu stellen, sei eine Testpflicht auch praktisch umsetzbar. "Keine Heimleitung kann jetzt noch argumentieren, wegen Personalnot nicht testen zu können."

7.1.2021 • 05:31 Uhr

26.391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden.

Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

7.1.2021 • 05:25 Uhr

SPD bekräftigt Kritik an Impfstoffbeschaffung

Die SPD lässt mit ihrer Kritik an der Beschaffung von Impfstoffen gegen das Coronavirus nicht locker. SPD-Bundesvize Kevin Kühnert hielt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abermals vor, zu zögerlich bei der Bestellung gewesen zu sein. Zuvor hatten bereits mehrere SPD-Politiker Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass Deutschland beim Impfen weniger weit als andere Länder ist.

7.1.2021 • 05:24 Uhr

Curevac und Bayer vereinbaren globale Partnerschaft

Der Tübinger Corona-Impfstoffentwickler CureVac und der Pharmariese Bayer vereinbaren laut "Bild" eine globale Partnerschaft. Demnach soll Bayer in der Allianz dabei helfen, für den Curevac-Impfstoff schnellstmöglich internationale Zulassungen zu beantragen, um ihn weltweit zur Verfügung stellen zu können. Dazu werde Bayer sein internationales Pharma-Netzwerk in die Partnerschaft einbringen, Lieferketten sicherstellen und bei der Verteilung des Impfstoffs in den Ländern helfen.

Geplant sei die Produktion von mehreren Hundert Millionen Dosen des Impfstoffs, sobald die Arzneimittelbehörden die Zulassung erteilt hätten. Das Modell ähnele der Allianz zwischen dem Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und dem US-Pharmaunternehmen Pfizer. Allerdings strebe Bayer offenbar keine Kapitalbeteiligung an Curevac an, heißt es in dem Vorabbericht.