Ein geschlossener Pub in Belfast. | REUTERS
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Liveblog zum Nachlesen ++ Sechswöchiger Lockdown in Nordirland ++

Stand: 17.12.2020 22:58 Uhr

Am zweiten Weihnachtsfeiertag fährt Nordirland das öffentliche Leben für sechs Wochen herunter. In Polen gelten an Silvester und Neujahr Ausgangsbeschränkungen. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Sechswöchiger Lockdown in Nordirland
  • RKI veröffentlicht offizielle Empfehlung für Corona-Impfung
  • EMA will am 6. Januar über Moderna-Impfstoff entscheiden
  • Portugal und Polen verhängen Ausgangssperre zu Silvester
  • Kaum Chancen auf Aussetzung von Patentschutz für Corona-Mittel
  • IfW senkt Konjunkturprognose für 2021
  • Frankreichs Präsident Macron positiv getestet
  • Putin will sich bald impfen lassen
  • Twitter will gegen Impf-Falschmeldungen vorgehen
17.12.2020 • 22:58 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

17.12.2020 • 22:09 Uhr

Berliner Kliniken nehmen Covid-Patienten aus Brandenburg auf

Berliner Krankenhäuser nehmen am Freitag Covid-19-Patienten aus Brandenburg auf. Die Transporte gingen am Morgen los, sagte der Sprecher von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) auf Nachfrage. Zuvor berichtete der "Tagesspiegel" darüber.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bat Berlin wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern um Hilfe. Die rund 50 Patienten kämen in verschiedene Kliniken in der Hauptstadt, sagte der Sprecher. Es handle sich um Covid-19-Patienten, die auf Normalstationen behandelt werden, nicht um Intensiv-Patienten. In Brandenburg ist vor allem im Süden des Landes die Lage sehr angespannt.

17.12.2020 • 21:57 Uhr

Portugal verhängt Ausgangssperre zu Silvester

Portugal kündigt drastische Maßnahmen zur Virus-Eindämmung auch zum Jahreswechsel an. Am Silvesterabend gelte ab 23 Uhr eine Ausgangssperre, sagt Ministerpräsident Antonio Costa nach Besprechungen mit seinen Ministern. Man müsse die Silvesterfeiern komplett unterbinden. Auch an den ersten drei Januar-Tagen gebe es Ausgangssperren.

17.12.2020 • 21:09 Uhr

Sechswöchiger Lockdown in Nordirland

Nordirland verhängt ab dem 26. Dezember einen Lockdown für sechs Wochen. Das teilte die stellvertretende Erste Ministerin der nordirischen Regierung, Michelle O'Neil, mit. Zuvor war die Zahl der Covid-Infektionen in der britischen Region gestiegen.

Zu den neuen Beschränkungen gehören demnach die Schließung aller nicht wesentlichen Geschäfte sowie die Schließung von Pubs, Bars und Restaurants. Ausgenommen von der Regelung seien Dienstleistungen zum Mitnehmen.

17.12.2020 • 21:06 Uhr

Bericht: Pfizer beantragt Impfstoff-Zulassung in Japan am Freitag

Pfizer will einem Medienbericht zufolge am Freitag in Japan eine Zulassung für seinen zusammen mit BioNTech entwickelten Impfstoff beantragen. Kyodo News beruft sich auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Regierung in Tokio hat mit Pfizer eine Vereinbarung über die Lieferung von 120 Millionen Impfdosen geschlossen.

17.12.2020 • 20:26 Uhr

Spahn folgt bei Impfverordnung wohl nur zum Teil Stiko-Empfehlungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) folgt in seiner Impfverordnung offenbar nur teilweise den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko). Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf die Verordnung berichtete, sind darin nur drei Gruppen aufgeführt, die hintereinander geimpft werden sollen. Die Stiko hatte sechs Kategorien vorgeschlagen. 

Schutzimpfungen mit höchster Priorität sollen nach der Verordnung des Ministers Menschen ab dem 80. Lebensjahr sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Expositionsrisiko für das Coronavirus erhalten. Auch Pfleger, deren Patienten ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben, zählen zu dieser Gruppe. Zur zweiten Kategorie zählen demzufolge alle Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Menschen in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften.

Die dritte Gruppe beinhalte alle Menschen ab 60 Jahren oder mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sowie Mitarbeiter "in besonders relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen", wie etwa in den Regierungen, bei der Polizei, Feuerwehr, im Bildungssektor und in der Justiz. Dasselbe gilt für Menschen in prekären Arbeitsbedingungen wie etwa Saisonarbeiter. Anders als von der Stiko vorgeschlagen, ermöglicht es der Entwurf von Spahn, auch innerhalb der Gruppen zu priorisieren.

17.12.2020 • 20:16 Uhr

RKI veröffentlicht offizielle Empfehlung für Corona-Impfung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre offizielle Empfehlung zur Impfung gegen das Coronavirus veröffentlicht. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollen wie bereits geplant zunächst Menschen über 80 Jahren und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen geimpft werden, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Diese seien besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe. Die Stiko empfiehlt die Impfung zugleich medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und dem Personal in der Altenpflege.

Die Empfehlung der Stiko teilt die Bevölkerung in insgesamt sechs Gruppen ein. Nach der Impfung von besonders Betagten sowie besonders gefährdetem Personal in Medizin und Pflege in der ersten Stufe sind demnach unter anderem Menschen ab 75 Jahren, Menschen mit Down-Syndrom und Menschen mit Demenz an der Reihe. In die dritte Kategorie fallen beispielsweise Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit einem transplantierten Organ oder bestimmten Vorerkrankungen und enge Kontaktpersonen von Schwangeren.

Die vierte Stufe sieht etwa die Impfung von Menschen ab 65 sowie von Lehrerinnen und Erziehern vor und von "Personen mit prekären Arbeits- und/oder Lebensbedingungen". Die fünfte Stufe umfasst unter anderem die Impfung von Menschen ab 60, von Personal "in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen" und von Beschäftigtem im Einzelhandel und der kritischen Infrastruktur, wozu etwa die Strom- und Wasserversorgung zählen. Die sechste Gruppe umfasst schließlich alle anderen Menschen, die jünger sind als 60 Jahre. Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen Zugang zu einer Corona-Impfung anbieten zu können.

17.12.2020 • 19:57 Uhr

Zweiwöchiger Lockdown für Westjordanland verkündet

Eine steigende Zahl der Neuinfektionen hat im gesamten Westjordanland zweiwöchige Sperrmaßnahmen zur Folge. Von 19 Uhr bis 6 Uhr morgens gelte eine nächtliche Ausgangssperre, gab der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtajjeh bekannt. An Freitagen und Samstagen - also dem örtliche Wochenende - bestehe der Lockdown rund um die Uhr. Die meisten Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken und Bäckereien müssten in der Zeit der Ausgehverbote schließen.

Die Maßnahmen sollen bis zum 2. Januar dauern und dürften den Reiseverkehr im gesamten Gebiet massiv einschränken. Offenbar dürften damit auch die öffentlichen Feiern in Betlehem - dem Geburtsort Jesu - in diesem Jahr erheblich zurückgefahren werden. An Heiligabend drängen sich in der Regel vor der Mitternachtsmesse in der Geburtskirche gewaltige

17.12.2020 • 19:47 Uhr

Sachsen-Anhalt nimmt Covid-Patienten aus Nachbarbundesländern auf

Sachsen-Anhalt nimmt in den kommenden Tagen Covid-Patienten aus benachbarten Bundesländern auf, die selbst Engpässe bei Intensivbetten haben. Innerhalb einer Länder-Verabredung sollen Anfang kommender Woche 30 Patientinnen und Patienten aus Sachsen und Thüringen verlegt werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Magdeburg. Die Vorbereitungen dazu liefen bereits.

Derzeit sei bekannt, dass es vorrangig in Nord- und Ostsachsen, in Südbrandenburg und in Berlin zu Engpässen bei den Krankenhausbetten kommen kann. In Sachsen-Anhalt seien knapp 140 reguläre Intensivbetten frei.

Wie viele davon für Patientinnen und Patienten anderer Länder zur Verfügung gestellt werden könnten, müsse im Einzelfall geklärt werden. Parallel zu den von den Ländern koordinierten Krankentransporten organisierten auch die Kliniken selbst permanent Verlegungen von Patienten zwischen Häusern, hieß es.

17.12.2020 • 18:49 Uhr

EMA will am 6. Januar über Moderna-Impfstoff entscheiden

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zieht ihre Entscheidung über eine Zulassung des Impfstoffs des US-Unternehmens Moderna um eine Woche vor. Die in Amsterdam ansässige Behörde teilte mit, Moderna habe vorzeitig weitere Daten geliefert, sodass eine außerordentliche Sitzung für den 6. Januar angesetzt worden sei, "um die Prüfung möglichst abzuschließen". Ursprünglich war die Moderna-Entscheidung für den 12. Januar vorgesehen.

17.12.2020 • 17:35 Uhr

Polen verhängt Ausgangsbeschränkungen an Silvester und Neujahr

Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie hat Polen für Silvester und Neujahr Ausgangsbeschränkungen verhängt. Vom 31. Dezember ab 19 Uhr bis zum 1. Januar 6 Uhr dürften die Bürger ihre Wohnung nur aus einem triftigen Grund verlassen, etwa für den Gang zur Apotheke oder zur Arbeit, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski in Warschau. "Es geht darum, dass wir zuhause bleiben müssen." Wer gegen die Regelung verstoße, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

Für die Zeit vom 28. Dezember bis zum 17. Januar wird zudem der Lockdown erneut verschärft. Geschäfte in Einkaufszentren müssen schließen - mit Ausnahme von Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien.

Auch Hotels, die in Polen bislang noch Geschäftsreisende aufnehmen durften, müssen ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Es habe zuletzt viele Inserate von Hotels mit Angeboten für vermeintliche "Dienstreisen" in der Ferienzeit gegeben, sagte Niedzielski. Nun sollen nur noch medizinisches Personal sowie Helfer von Armee, Polizei und Feuerwehr bei Bedarf in Hotels unterkommen. Die Skipisten werden ebenfalls geschlossen.

Ein Weihnachtsbaum beleuchtet die Fußgängerzone in der Warschauer Altstadt. | dpa

Ein Weihnachtsbaum beleuchtet die Fußgängerzone in der Warschauer Altstadt. Bild: dpa

17.12.2020 • 17:25 Uhr

"Querdenker" dürfen in Leipzig nicht demonstrieren

Die Stadt Leipzig untersagt mögliche neue "Querdenken"-Proteste am kommenden Samstag. Eine Versammlung der Bewegung werde zwar bereits seit längerem beworben, sei aber nicht fristgemäß bis zum 17. Dezember 12 Uhr angemeldet worden, teilte die Stadt mit. In einer Allgemeinverfügung hatte sie festgelegt, dass es am Samstag jedermann im Stadtgebiet untersagt ist, öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel zu veranstalten oder daran teilzunehmen, wenn sie nicht bis heute um 12 Uhr angemeldet worden sind. Ausnahmeentscheidungen blieben vorbehalten, sofern Infektionsgefahren offenkundig ausgeschlossen seien, heißt es darin.

17.12.2020 • 17:10 Uhr

Weihnachten in NRW entweder mit Freunden oder Familie

In der Kernweihnachtszeit vom 24. bis 26.12. dürfen NRW-Bürger sich entweder mit Freunden eines anderen Hausstandes treffen oder mit ihrem engeren Familienkreis unabhängig von der Zahl der Haushalte. Sie dürfen aber beide Optionen nicht vermischen und müssen auf jeden Fall die Höchstgrenze von vier Personen über 14 Jahre außerhalb des eigenen Hausstandes nicht überstiegen wird. Diese Regelungen der Coronaschutzverordnung hat das NRW-Gesundheitsministerium noch einmal erläutert.

Zuvor hatte es Unklarheiten zur Umsetzung etwa für Alleinlebende gegeben. Sie haben - genauso wie Familien - die Möglichkeit, Freunde oder Nachbarn eines Haushaltes zum Feiern einzuladen. Wer im Familienkreis feiern will, darf Ehe- und Lebenspartner, Geschwister und Geschwisterkinder sowie deren Haushaltsangehörige einladen. Wenn Partner von Kindern von diesen getrennt in einer eigenen Wohnung leben - also keine Haushaltsangehörige sind - dürfen sie nicht dazukommen.

17.12.2020 • 16:55 Uhr

Hotelübernachtungen zu Weihnachten in Baden-Württemberg möglich

Trotz verschärfter Regeln im Kampf gegen die Pandemie will Baden-Württemberg Hotelübernachtungen für Familienbesuche über die Weihnachtstage ermöglichen. Solche Hotelübernachtungen aus familiärem Anlass seien vom 24. bis 27. Dezember nun auch explizit als Härtefälle in die Begründung der Verordnung aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben das ausdrücklich mit reingeschrieben, damit dem Ordnungsamt klar ist, dass das auch erlaubt ist." Als Härtefall gelte etwa auch ein Wohnungsbrand oder wenn man mit einem Motorschaden liegen bleibe. Geschäftsreisende dürfen sowieso weiter im Hotel übernachten.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Ausnahmeregelung für Familienbesuche Ende November kritisiert. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte eine zuvor angekündigte Genehmigung von privaten Hotelübernachtungen im Rahmen von Familienbesuchen über Weihnachten wieder zurückgezogen.

17.12.2020 • 16:47 Uhr

Teil-Lockdown in Bulgarien gelockert und verlängert

Bulgarien hat wegen steigender Corona-Zahlen den Teil-Lockdown bis Ende Januar verlängert - allerdings in gelockerter Form. Restaurants in Hotels werden ab 1. Januar 2021 unter Auflagen den Betrieb nur für Hausgäste wieder aufnehmen können, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow nach einer Sitzung der Regierung in Sofia. Zudem werden Museen, Galerien und Kinos ab Januar bei 30 Prozent ihrer Kapazität wieder öffnen können. Kindergärten und Schulen bis zur vierten Klasse sollen am 4. Januar wieder öffnen. Nachtclubs, Kasinos, Restaurants und weitere Lokale sowie Sportsäle mussten Ende November schließen. Die betroffenen Unternehmer sollen von der Regierung weiter unterstützt werden. Von den Einschränkungen wurden Apotheken, Supermärkte, Drogerien, Bank- und Versicherungsfilialen ausgenommen. Tankstellen sind geöffnet.

17.12.2020 • 16:42 Uhr

Uniklinik Heidelberg schließt Triage nicht mehr aus

Die Uniklinik Heidelberg schließt wegen stark ansteigenden Zahlen von Covid-19-Patienten und vollen Intensivstationen eine Triage nicht mehr aus. Der Begriff bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Der Leitende Ärztliche Direktor der Uniklinik, Ingo Autenrieth, sagte Radio Regenbogen: "Eine Triage hatten wir noch nicht, das kann aber auch auf uns zukommen. Wir sind darauf eingestellt." Er betonte: "So eine Situation haben wir in den letzten 50, 60 Jahren weder in Heidelberg noch sonst wo in Deutschland erlebt."

17.12.2020 • 16:32 Uhr

42 Prozent der Kinder trotz Lockdowns in Hamburger Kitas

Trotz des seit Mittwoch geltendenLockdowns sind die Hamburger Kitas noch vergleichsweise gut besucht. Etwa 42 Prozent der Kinder würden weiterhin in den Kindertagesstätten betreut, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) der Nachrichtenagentur dpa. Das ist eine erheblich höhere Quote als an den Schulen, wo laut Schulbehörde vor den Weihnachtsferien nur 15,3 Prozent der Grundschüler, 4,2 Prozent der Schüler an Stadtteilschulen und 2 Prozent der Gymnasiasten am Präsenzunterricht teilnehmen.

"Da sieht man noch einmal deutlich, wie wichtig dieses Angebot der vorschulischen Betreuung ist", sagte Leonhard. "Ein Grundschüler kann auch mal eben zur Nachbarin." Bei Kleinkindern sei eine Betreuung "nebenher" nicht möglich.

17.12.2020 • 16:25 Uhr

Über sieben Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

Die Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien ist auf über sieben Millionen gestiegen. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas nachweislich 7,04 Millionen Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Allein am Mittwoch wurden demnach 70.574 Neuinfektionen registriert - der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Bislang sind in Brasilien 183.735 Menschen im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben.

Weltweit liegt Brasilien bei den Infektionen an dritter Stelle hinter den USA und Indien, bei den Todesfällen an zweiter Stelle hinter den Vereinigten Staaten. Die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro wehrte sich stets gegen harte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, regionale Regelungen in einzelnen Bundesstaat wurden teilweise bereits wieder zurückgenommen.

17.12.2020 • 15:50 Uhr

Sachsen Regierungschef Kretschmer warnt vor Hysterie

In Sachsen steht eine Abriegelung von Orten mit hohen Corona-Infektionszahlen derzeit nicht zur Debatte. Das stellte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Rande der Landtagssitzung noch einmal klar. Man habe früher als andere entschieden, das Land wieder herunterzufahren und werde jetzt erst einmal die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen abwarten. "Zehn bis vierzehn Tage braucht es, bevor man etwas ganz Konkretes sieht. Vorher ist mit keinen weiteren Einschränkungen zu rechnen", betonte der Regierungschef. Man sei hoffnungsvoll, das eine Stabilisierung der Zahlen mit den jetzigen Instrumenten gelinge. Zugleich warnte Kretschmer vor Hektik und Hysterie. Man brauche vielmehr ein ruhiges und überlegtes Handeln.

17.12.2020 • 15:31 Uhr

Spahn: Wir fangen mit den Höchstbetagten und Gefährdeten an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts des geplanten Corona-Impfstarts am 27. Dezember um Geduld gebeten. "Wer nicht über 80 ist und nicht im Alten- oder Pflegeheim ist, muss sich noch ein Stück gedulden", sagte der CDU-Politiker der "Welt". "Also bitte nicht am 27. dann alle schon irgendwie versuchen, einen Termin zu kriegen und zu ordern. Wir fangen erstmal an mit den Höchstbetagten und Gefährdeten." An diesem Freitag will Spahn eine Verordnung zur sogenannten Priorisierung unterzeichnen, also zur konkreten Reihenfolge, welche Bevölkerungsgruppen wann mit einer Impfung drankommen können.

17.12.2020 • 14:51 Uhr

Lauterbach: Inzidenz muss unter 25 gedrückt werden

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine deutliche Verlängerung des seit Mittwoch geltenden Lockdowns. "Jetzt ist bereits absehbar, dass der Lockdown bis zum 10. Januar nicht ausreichen wird, um auf den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche zu kommen", sagte er der "Rheinischen Post". Der Wert von 50 sei außerdem "nicht nachhaltig genug", kritisierte Lauterbach. "Ich fordere, diesen harten Lockdown durchzuhalten, bis ein bundesweiter Inzidenzwert von weniger als 25 Neuinfektionen erreicht ist. Egal, wie lange das dauert."

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Deutschen Bundestag. | dpa

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: "Egal, wie lange das dauert." Bild: dpa

17.12.2020 • 14:42 Uhr

Domspatzen singen Weihnachten erstmals nicht im Dom

Das hat es in mehr als 1.000 Jahren nicht gegeben: Das erste Mal überhaupt seit ihrem Bestehen singen die Regensburger Domspatzen an Weihnachten nicht im Regensburger Dom. Die Bestimmungen rund um den Corona-Lockdown ließen dies nicht zu, teilte das Chormanagement mit. Die Mitglieder des Domchores seien darüber "sehr traurig", hätten sie doch die vergangenen Monate eifrig dafür geprobt. "Einen Funken Hoffnung hatten wir bis zuletzt", sagte Domkapellmeister Christian Heiß. Die Regensburger Domspatzen wurden 975 gegründet und sind damit einer der ältesten Knabenchöre weltweit.

17.12.2020 • 14:38 Uhr

Mehr als 2800 Neuinfektionen in Israel

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. An zwei Tagen in Folge lag sie über 2800, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im Gazastreifen überschritt die Zahl der Neuinfektionen erstmals die 1000er-Marke. In dem dicht besiedelten Küstenstreifen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums 1015 neue Fälle gemeldet.

17.12.2020 • 14:30 Uhr

Kaum Chancen auf Aussetzung von Patentschutz für Corona-Mittel

In der Welthandelsorganisation (WTO) droht ein Vorstoß zu scheitern, den Patentschutz bei Corona-Medikamenten und Impfstoffen zu lockern. Der Vorschlag von Indien und Südafrika wird von Hilfsorganisationen aus aller Welt unterstützt. Der Rat der 164 WTO-Mitgliedsländer will sich heute in Genf damit befassen, aber Vertreter von Ländern, in denen Impfstoffe und Medikamente entwickelt werden, erteilten dem Vorstoß schon im Vorfeld eine Absage.

17.12.2020 • 14:26 Uhr

Ermittlungen gegen Hildmann wegen Volksverhetzung

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Attila Hildmann wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, Beleidigung und Bedrohung. Es gehe um eine Vielzahl öffentlicher Äußerungen in sozialen Netzwerken und Demonstrationen, teilte die Anklagebehörde auf Twitter mit. Hildmann nennt sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger. Der 39-Jährige trat wiederholt bei Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf. Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft soll aufgeklärt werden, ob und in welchem Umfang Hildmann durch seine Äußerungen die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten und sich strafbar gemacht haben könnte.

17.12.2020 • 14:24 Uhr

AfD-Politiker Seitz mit Corona-Befund im Krankenhaus

Nach einem positiven Corona-Test wird der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz nach Angaben seines Büros stationär im Krankenhaus behandelt. "Die Prognose für eine zügige Genesung ist laut Auskunft der behandelnden Ärzte günstig", hieß es in einer Mitteilung. Der 53-Jährige dankte dem Personal des Klinikums in seiner Heimat Lahr im Schwarzwald für seinen Einsatz. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich laut Bundestagsverwaltung 23 der 709 Abgeordneten mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sind nach Angaben der Fraktion auch mehrere der 88 AfD-Abgeordneten.

17.12.2020 • 14:20 Uhr

Papst hat Geburtstag - und schenkt Venezuela Beatmungsgeräte

Papst Franziskus hat an seinem 84. Geburtstag eine Spende für das krisengeschüttelte Venezuela angekündigt. Er wolle vier Beatmungsgeräte in das südamerikanische Land schicken, die speziell lungenkranken Kindern zugute kommen sollen, sagte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Der Pontifex werde seinen Geburtstag "in Dankbarkeit und Einfachheit" begehen, aber einen normalen Arbeitstag haben. Der Argentinier wurde am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires geboren.

Papst Franziskus spricht beim Internationalen Friedensgebet in der Basilika Santa Maria.  | dpa

Papst Franziskus möchte lungenkranken Kindern helfen. Bild: dpa

17.12.2020 • 14:18 Uhr

Risikoberechnung der Corona-Warn-App wurde geändert

Die Corona-Warn-App ist überarbeitet worden. Durch das neueste Update wird die Risikoberechnung verbessert. Zudem können Nutzer nun sehen, wann sie positiv Getesteten begegnet sind.

17.12.2020 • 13:55 Uhr

Kanzlerin Merkel negativ auf Coronavirus getestet

Nach dem Bekanntwerden der Corona-Infektion von Emmanuel Macron haben sich mehrere Politiker in Quarantäne begeben, die zu Beginn der Woche bei einem EU-Treffen mit dem französischen Präsidenten zusammengetroffen waren. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte daran teilgenommen. Sie sei aber kurz darauf getestet worden - mit negativem Ergebnis, wie eine Sprecherin der Bundesregierung mitteilte.

17.12.2020 • 13:49 Uhr

RKI korrigiert Fallzahlen - erneut Höchststand an Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat seine Angaben vom Morgen zu den täglichen Corona-Fallzahlen nach oben korrigieren müssen. Aus Baden-Württemberg hatten noch Daten gefehlt.

Damit steigt die zunächst veröffentlichte Zahl an Neuinfektionen von 26.923 um etwa 3500 weitere Fälle an. Damit wurden binnen eines Tages rund 30.400 weitere Corona-Ansteckungen bestätigt - erneut ein Höchstwert. Die aktualisierten Daten sollen ab morgen in den Statistiken veröffentlicht werden.

17.12.2020 • 13:41 Uhr

Größere Risiken durch Cyber-Angriffe

Nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) besteht für Unternehmen durch die Corona-Pandemie ein erhöhtes Risiko, Opfer von Cyber-Attacken zu werden. Die Hacker machten sich die derzeitige Verunsicherung bei den Firmen und in der Bevölkerung zunutze.

Insbesondere der Gesundheitssektor müsse sich gegen diese Gefahr wappnen, warnte BSI-Präsident Arne Schönbohm: "Denn Kliniken, Impfstoffhersteller und deren Lieferketten stehen zunehmend im Fokus von Cyber-Kriminellen."

Vor Kurzem war die Europäische Arzneimittelbehörde EMA Ziel eines Hackerangriffs geworden, bei dem auch Dokumente im Zusammenhang mit der möglichen Zulassung des Biontech-Pfizer-Impfstoffes abgegriffen wurden.

17.12.2020 • 13:29 Uhr

Auch EU-Ratspräsident Michel begibt sich in Quarantäne

Nach Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat auch der Präsident des EU-Parlaments, Charles Michel, angekündigt, sich in Quarantäne zu begeben. Beide Politiker hatten am Montag den französischen Präsidenten Emmanuel Macron getroffen, der positiv auf das Coronavirus getestet worden ist.

17.12.2020 • 13:29 Uhr

Karl XVI. Gustaf erklärt Corona-Strategie für gescheitert

Der König von Schweden, Carl XVI. Gustaf, sieht sein eigenes Land im Umgang mit der Corona-Pandemie als gescheitert an. "Wir haben versagt", sagte er in einer für Weihnachten aufgezeichneten Rede an die Nation, die am kommenden Montag vollständig ausgestrahlt werden soll. Schweden verzeichne viele Todesopfer, das sei furchtbar.

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind in Schweden seit dem Ausbruch der Pandemie rund 7800 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Fast 348.600 Einwohner haben sich bislang nachweislich mit dem Erreger angesteckt.

Schweden hatte lange Zeit eine lockere Corona-Politik verfolgt: So blieben Schulen, Gastronomie und Kultureinrichtungen geöffnet. Eine Maskenpflicht gibt es nicht.

17.12.2020 • 12:48 Uhr

Studienergebnisse zu Schulen wohl erst nach Sommer 2021

Die Kultusminister haben eine Studie in Auftrag gegeben, um die Risiken durch die Corona-Pandemie in den Schulen zu bewerten. Doch bis Ergebnisse vorliegen, wird es wohl noch ziemlich dauern.

17.12.2020 • 12:39 Uhr

Merkel setzt große Hoffnungen in Beginn der Corona-Impfungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhofft sich von den bevorstehenden Impfungen einen Durchbruch bei der Bekämpfung der Pandemie. "Wenn wir sehen, wie viele Menschen im Augenblick an Corona sterben, dann weiß man, wie viel Leben das retten kann", sagte Merkel in einer Schaltkonferenz mit den Gründern des Mainzer Impfstoff-Entwicklers Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci. "Deshalb freuen wir uns natürlich auch in Deutschland schon auf den Tag, an dem das Impfen begonnen werden kann nach der Zulassung durch die europäischen Behörden."

Kanzlerin Merkel dankte dem Forscherpaar für die Leistung bei der Entwicklung des Impfstoffs. Sie sprach von einer "wunderbaren individuellen Forschungsleistung", zu der sie herzlich gratuliere. Der Durchbruch bei der Impfstoff-Entwicklung sei aber auch "Ausdruck unseres Herangehens, dass wir an Wissenschaft glauben".

17.12.2020 • 12:34 Uhr

Lettland führt erste vollautomatische Coronavirus-Teststation ein

Es arbeitet rund um die Uhr, medizinisches Personal ist nicht notwendig: In Lettlands Hauptstadt Riga steht vermutlich das erste vollautomatische Corona-Testzentrum der Welt. Der von drei litauischen Unternehmen entwickelte, zwei Meter hohe blaue Automat nimmt selbstständig PCR-Tests vor, Kontakte zwischen Testern und Getesteten lassen sich somit vermeiden, wie die Entwickler der Nachrichtenagentur AFP erklärten.

Ein einarmiger Roboter übergibt dem Nutzer zunächst den Test, die eingesammelte Probe wird dann automatisiert in ein Gestell zur Analyse gelegt. Durch ein Plexiglasfenster lässt sich der gesamte Prozess mitverfolgen. Über eine Fernsteuerungsoption können Labor-Techniker aus der Ferne dem Roboter zudem Anweisungen erteilen. Das Ergebnis wird nach 24 Stunden per Email mitgeteilt.

17.12.2020 • 12:27 Uhr

Keine Abgrenzung von Rechtsextremisten bei Corona-Demos

Laut Bundesregierung haben die Teilnehmer von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen unterschiedliche ideologische Ausrichtungen. Wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion heißt, nimmt die Regierung die Teilnahme "auch von rechtsextremistischen Gruppierungen und Personen mit einer deutlich antisemitischen Haltung sowie Anknüpfungspunkte zu antisemitischen Ideologieelementen" wahr.

Daraus sei "an sich noch keine generelle und strukturell antisemitische Motivation der Teilnehmenden in ihrer Gesamtheit oder überwiegender Anteile ableitbar", heißt es in der Antwort weiter. Auffällig sei aber, dass häufig keine inhaltliche Abgrenzung zu rechtsextremistischen, antisemitischen Gruppierungen stattfinde.

17.12.2020 • 12:22 Uhr

Biontech: Für Impfstoff-Auslieferung auch über Weihnachten im Dienst

Die Gründer der Mainzer Firma Biontech haben Anstrengungen auch über die Feiertage angekündigt, damit ihr Covid-19-Impfstoff möglichst vor Jahresende ausgeliefert werden kann. "Unsere Mitarbeiter werden über Weihnachten arbeiten, dass das wirklich möglich ist, dass in jedem Land der Impfstoff ankommt", sagte Vorstandschef Ugur Sahin in einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Sahin betonte, man sei zuversichtlich, dass im nächsten Winter wieder ein "normales Leben" möglich sei und nicht mehr die Notwendigkeit für einen Shutdown bestehe. Er betonte, unter anderem jahrzehntelange Arbeit zum Botenmolekül mRNA sei Grundlage für den Impfstoff gewesen. Die medizinische Geschäftsführerin Özlem Türeci sagte, in Großbritannien seien bereits mehr als 140.000 Menschen geimpft. Die Daten zur Verträglichkeit deckten sich mit den Erkenntnissen aus der klinischen Studie. "Das Etappenziel ist nun bald erreicht", sagte Türeci mit Blick auf den erwarteten Einsatz des Vakzins in Deutschland. Der Marathon sei aber noch nicht vorüber.

17.12.2020 • 12:16 Uhr

Putin will sich möglichst bald gegen Corona impfen lassen

Russlands Präsident Wladimir Putin will sich baldmöglichst gegen das Coronavirus impfen lassen. Er werde den russischen Impfstoff "Sputnik V" erhalten, sobald dies für seine Altersgruppe empfohlen werde, sagte der 68-jährige Staatschef bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende, die per Videokonferenz abgehalten wurde. Er folge dabei den "Empfehlungen unserer Spezialisten". Putin nannte den in Russland entwickelten Impfstoff "sicher und wirksam". Dieser habe eine Wirksamkeit von 96 bis 97 Prozent.

Auf Veranlassung des Kreml-Chefs hatte Russland bereits im August den vom Forschungszentrum Gamaleja entwickelten Impfstoff "Sputnik V" zugelassen, ohne die letzte Testphase mit Zehntausenden Probanden abzuwarten, die derzeit noch läuft. Anfang Dezember wurden in Moskau die ersten Impfzentren eröffnet, um Lehrer und Beschäftigte des Gesundheitswesens zu impfen.

Vladimir Putin | via REUTERS

Russlands Präsident Putin will sich bald impfen lassen - er werde den russischen Impfstoff "Sputnik V" erhalten, sagte Putin. Bild: via REUTERS

17.12.2020 • 11:59 Uhr

Spahn: Voraussichtlicher Impfbeginn am 27. Dezember

In Deutschland und den anderen EU-Staaten sollen die ersten Menschen ab 27. Dezember gegen Corona geimpft werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte diesen geplanten Impfbeginn. "Wir starten in Deutschland, so die Zulassung kommt, wenn es sich alles so entwickelt wie geplant - über den 21. und 23. Dezember erst die EMA, dann die Kommission, am 27. Dezember auch die Europäische Union", sagte Spahn. "Die anderen Länder wollen ab dem 27. Dezember beginnen."

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will am 21. Dezember über die Zulassung des Serums entscheiden, das der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt hat. Spahn teilte mit, der Impfstoff werde gleichzeitig an alle EU-Mitgliedstaaten ausgeliefert. In Deutschland werde das dafür zuständige Paul-Ehrlich-Institut alle Chargen prüfen. Das Serum müsse dann ausgeliefert werden. "Dann können wir mit den ersten Dosen, die ausgeliefert werden, tatsächlich auch starten", sagte Spahn.

17.12.2020 • 11:59 Uhr

Gastgebende Kirchen begrüßen digitalen Kirchentag

Die Verlagerung des Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurt am Main von einem Treffen vor Ort ins digitale Netz ist von den gastgebenden Kirchen der Region begrüßt worden. "Der 3. Ökumenische Kirchentag muss neue Wege gehen", sagte der katholische Bischof von Limburg, Georg Bätzing. "Vieles Liebgewonnene aus der Tradition der Kirchen- und Katholikentage kann unter Pandemiebedingungen nicht stattfinden: der Abend der Begegnung, große feierliche Gottesdienste, Diskussionsforen mit vielen hundert Besuchern, Workshops und vieles mehr. Das schmerzt", sagte der Bischof.

Gleichzeitig betonte Bätzing, dass es wichtig sei, am Ökumenischen Kirchentag festzuhalten. "Wir hören auch die vielen kritischen Stimmen zu einer Großveranstaltung zu Zeiten von Corona. Aber eine Absage ist keine Alternative", sagte der Bischof.

17.12.2020 • 11:39 Uhr

Spaniens Ministerpräsident begibt sich in Quarantäne

Nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez vorsorglich in Quarantäne begeben. Er hatte sich am Montag mit Macron getroffen.

17.12.2020 • 11:37 Uhr

Corona-Fall im deutschen Bob-Team

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hat nach einem positiven Corona-Test auf einen Start seines Teams am Wochenende beim Europacup im lettischen Sigulda verzichtet. Die betroffenen Athleten seien in die häusliche Quarantäne geschickt worden.

17.12.2020 • 11:34 Uhr

Saudi-Arabien startet mit Impfungen

In Saudi-Arabien sind die ersten Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Als erstes erhielt Gesundheitsminister Taufik al-Rabiah den Wirkstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer.

Das Königreich will mindestens 70 Prozent der rund 34 Millionen Einwohner impfen. Priorität hätten Risikogruppen. Sämtliche Impfungen sollen kostenlos sein.

17.12.2020 • 11:29 Uhr

Brandenburgs Kliniken überlastet - Patienten in andere Bundesländer?

Brandenburg muss zur Versorgung von Corona-Patienten voraussichtlich die Hilfe anderer Bundesländer in Anspruch nehmen. Die Gesundheitsministerin des Bundeslandes, Ursula Nonnemacher warnte, dass die Kapazitäten in den Kliniken zunehmend erschöpft seien. Vor allem im Süden Brandenburgs sei die Lage "ausgesprochen ernst". Einige Landräte stünden kurz davor, den Katastrophenfall auszurufen.

Ein erstes Hilfsangebot sei bereits aus Berlin gekommen: Die Stadt wolle 50 Covid-19-Patienten aus Brandenburg aufnehmen, so Nonnemacher. Allerdings sei die dafür vorgesehene Noteinrichtung auf dem Berliner Messegelände noch nicht fertiggestellt.

17.12.2020 • 11:04 Uhr

Österreich verzeichnet Höchstwert an Todesfällen

In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 218 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, wie die Nachrichtenagentur APA berichtet. Das sei der höchste Wert an Todesopfern binnen eines Tages, seitdem die Pandemie das Land erreicht habe.

Laut der Johns-Hopkins-Universität haben sich in Österreich bislang insgesamt mehr als 330.300 Menschen mit den Erreger angesteckt. Das Land verzeichnet bislang mehr als 4700 Corona-Tote.

17.12.2020 • 10:42 Uhr

Frankreichs Präsident Macron positiv getestet

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Präsidentenpalast mit. Macron werde sich in Quarantäne begeben und seine Arbeit von Zuhause aus fortsetzen. Termine und Reisen würden abgesagt. Nun sollen die Personen ermittelt werden, mit denen Macron in letzter Zeit Kontakt hatte. Der Senat kündigte an, dass sich auch Premierminister Jean Castex vorsorglich in Quarantäne begeben werde.

17.12.2020 • 12:12 Uhr

"Tragt das Virus nicht über die Grenze"

In einem gemeinsamen Appell haben Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, sein niederländischer Amtskollege Mark Rutte und Belgiens Landeschefs Alexander De Croo die Bevölkerung aufgefordert, über Weihnachten zu Hause zu bleiben. Von Reisen über die Landesgrenzen hinweg rieten die drei Politiker eindringlich ab. "Tragen Sie das Virus nicht über die Grenze", warnte Laschet und Rutte fügte hinzu: "Das ist der einzige Weg, das Virus zu besiegen."

17.12.2020 • 10:12 Uhr

Wales: Niedrigere Zahlen wegen IT-Panne

Wartungsarbeiten des IT-Servers des Gesundheitsdienstes von Wales hat dafür gesorgt, dass Tausende Neuinfektionen erst verspätet in die Statistiken eingeflossen sind.

Es geht um die Woche vom 9. bis zum 15. November: Zunächst hatte der Gesundheitsdienst in dieser Zeitspanne rund 11.900 bestätigte Corona-Fälle erfasst. Nun stellte sich heraus, dass durch die Panne 11.000 Infektionen nicht gezählt wurden. Die Behörde versicherte aber, dass die technischen Probleme keinen Einfluss darauf gehabt hätten, Kontaktpersonen nicht rechtzeitig zu informieren.

17.12.2020 • 09:51 Uhr

Hanau nimmt Kühlcontainer für Corona-Tote in Betrieb

Da die Kapazitäten in den Kliniken ausgelastet sind, muss in der hessischen Stadt Hanau erstmals ein Kühlcontainer genutzt werden, um die Leichname von Covid-19-Opfern zu lagern.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky, zeigte sich "tieftraurig", dass dieser Schritt nötig sei, aber gleichzeitig erleichtert, dass die Stadt rechtzeitig für einen solchen Fall vorgesorgt habe.

17.12.2020 • 09:44 Uhr

IfW korrigiert Konjunkturprognose deutlich nach unten

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel blickt angesichts des zweiten Lockdowns wesentlich pessimistischer auf das kommende Jahr. Die Experten rechnen nur noch mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 3,1 Prozent. Bislang waren sie noch von 4,8 Prozent ausgegangen. Dafür steigert das IfW seine Erwartungen an das Jahr 2022 und prognostiziert hier ein Wachstum um 4,5 statt wie bisher angenommen 2,4 Prozent.

17.12.2020 • 09:38 Uhr

Bulgarien verlängert Lockdown

Die bulgarische Regierung hat die geltenden Corona-Auflagen bis Ende Januar verlängert. Ursprünglich hätten die Beschränkungen ab Montag gelockert werden sollen.

Damit müssen Einkaufszentren, Gastronomie und Fitnessstudios geschlossen bleiben. Nach den Schulferien sollen lediglich Kindergärten und Grundschulen wieder öffnen.

17.12.2020 • 09:34 Uhr

Schäuble erinnert an Opfer der Pandemie

Zum Auftakt des heutigen Sitzungstages im Bundestag hat der Präsident des Gremiums, Wolfgang Schäuble, an die mehr als 24.000 Toten erinnert, die bislang in Deutschland im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

"Wir denken an diese Toten", sagte Schäuble. Zahlen seien abstrakt, "aber dahinter stehen persönliche Schicksale und Angehörige, die sich vielfach noch nicht einmal würdig von den Sterbenden verabschieden konnten". Des Weiteren erinnerte Schäuble an Patienten in Krankenhäusern oder Bewohner von Heimen, die durch die Beschränkungen auf den Kontakt zu ihren Angehörigen derzeit verzichten müssten. Zudem würdigte er die Mitarbeiter des Gesundheitssystems, in der Pflege und in Heimeinrichtungen.

"Wie menschlich eine Gesellschaft ist, bemisst sich an ihrem Umgang mit den Schwächsten", so Schäuble. "Und so zeigt sich in der Pandemie, dass es in unserer Hand liegt, wie gut wir diesem Anspruch gerecht werden."

17.12.2020 • 09:22 Uhr

Karliczek: Impf-Privilegien werden sich kaum verhindern lassen

Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek für Corona-Impfungen geworben. "Man kann dem Impfstoff vertrauen", betonte sie. Er entspreche höchsten Qualitätsstandards und werde auch nach seiner bedingten Zulassung weiterhin kontrolliert. Um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung impfen lassen.

Da die Impfungen erst nach und nach erfolgen können, werden sich aus Sicht der CDU-Politikerin eine Impf-Privilegien zunächst kaum vermeiden lassen, etwa bei Restaurants oder Kultureinrichtungen, die vorerst nur Besucher mit Impf-Nachweis empfangen könnten.

17.12.2020 • 09:09 Uhr

Mehr als 10.000 Corona-Tote in Tschechien

Seit dem Ausbruch der Pandemie in Tschechien sind in demm Land bereits mehr als 10.000 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium in Prag mit.

Allein in den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 8200 weitere Corona-Fälle bestätigt. Damit haben sich bislang insgesamt rund 602.400 Einwohner Tschechiens mit dem Erreger angesteckt.

Das tschechische Kabinett will die Verlängerung des wegen der Pandemie ausgerufenen Notstandes beantragen. Er würde dann bis zum 22. Januar gelten. Ab morgen treten in Tschechien wieder striktere Ausgangsbeschränkungen in Kraft, auch Restaurants und Hotels müssen erneut schließen.

17.12.2020 • 09:03 Uhr

Zügiger Impfstart "wäre das schönste Weihnachtsgeschenk"

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die Mitgliedsstaaten der EU aufgerufen, ihre Vorbereitungen für Massenimpfungen gegen Covid-19 schnellstmöglich abzuschließen.

"Jeder muss fertig sein, um sicherzustellen, dass der Impfstoff so schnell wie möglich für die Bürger bereitgestellt wird - und das hoffentlich noch in diesem Jahr", sagte sie der "Welt". Zügig mit den Impfungen beginnen zu können, "wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für uns alle".

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Montag über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Konzerne Biontech und Pfizer entscheiden.

17.12.2020 • 08:40 Uhr

Umsätze im Gastgewerbe brechen drastisch ein

Die Beschränkungen wegen der Coronakrise haben für Hotels und Gastronomie massive Umsatzeinbußen zur Folge. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes machten Betriebe wie Hotels, Pensionen oder Restaurants im Oktober im Vergleich zum Vormonat preisbereinigt 11,4 Prozent weniger Gewinn. Gegenüber Oktober 2019 sank der Umsatz sogar um rund 31 Prozent.

Mit Blick auf den Jahresverlauf blieben die Umsätze der Branche preisbereinigt um 32,9 Prozent und nominal um 30,3 Prozent unter dem Wert der ersten zehn Monate des Vorjahres. Noch im Februar dieses Jahres hatten die Betriebe etwa ein Drittel mehr eingenommen als im Oktober.

Schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr musste die Branche über Wochen zum Großteil schließen. Seit Anfang November sind die Unternehmen erneut von Schließungen betroffen.

17.12.2020 • 08:31 Uhr

Triage "stellt ethisches Prinzip auf den Kopf"

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat davor gewarnt, bei der Behandlung von Covid-19-Patienten Entscheidungen an deren Überlebenschancen zu knüpfen. "Hierzulande gilt das Prinzip, dass dem kränkesten Patienten als erstes geholfen wird", sagte der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Die sogenannte Triage stelle "das ethische Prinzip auf den Kopf", warnte Brysch. Hier werde "erst demjenigen geholfen, dessen Überlebensaussichten besser sind".

Am Dienstagabend hatte der Direktor einer sächsischen Klinik in einem Videoforum davon gesprochen, dass es in einem Krankenhaus in Zittau bereits Fälle von Triage gegeben habe. Brysch betonte, deutsche Mediziner müssten dieses Verfahren bisher nicht anwenden, da es "ausreichend medizinische Ressourcen für alle Schwerstkranken" gebe. Trotz der regional sehr unterschiedlichen Corona-Lage stünden "in jedem Bundesland freie Intensivplätze zur Verfügung".

17.12.2020 • 08:20 Uhr

Tokio ruft höchste Alarmstufe für Gesundheitssystem aus

In der japanischen Hauptstadt Tokio steigt die Zahl der Neuinfektionen: Seit gestern verzeichneten die Behörden mit rund 820 weiteren Fällen einen Höchststand und riefen daher für die medizinischen Kapazitäten die höchste von vier Warnstufen aus. Alle freien Ressourcen seien ausgeschöpft, sagte ein Ärztevertreter.

17.12.2020 • 08:16 Uhr

Douglas schließt doch sämtliche Filialen

Die Parfümeriekette Douglas will ab heute doch alle seine Filialen bundesweit im Zuge des harten Lockdowns schließen. Gestern waren noch etwa ein Viertel der Geschäfte geöffnet. Das Unternehmen hatte sich darauf berufen, dass Drogerien von den Schließungen ausgenommen sind.

Für viele Kunden sei die Entscheidung, die Läden weiter zu öffnen, nicht nachvollziehbar gewesen, sagte Konzernchefin Tina Müller und bat "diejenigen um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben".

17.12.2020 • 08:11 Uhr

NRW rechnet mit Zehntausenden Impfdosen

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, rechnet mit 50.000 Impfdosen, die in der kommenden Woche Nordrhein Westfalen erhalten soll. Damit könnten 25.000 Menschen geimpft werden, da drei Wochen später eine zweite Impfung erfolgen müsse, sagt Bergmann im ZDF.

17.12.2020 • 07:59 Uhr

Sachsen: Drei Kreise mit Inzidenzwert von mehr als 600 Fällen

In Sachsen liegen nun drei Landkreise bei mehr als 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Nach Bautzen und dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts auch der Kreis Görlitz dazugekommen. Seit gestern wurden in dem Bundesland laut RKI 3207 Einwohner positiv auf das Virus getestet. Dazu wurden zudem 68 weitere Todesfälle registriert.

17.12.2020 • 07:41 Uhr

Twitter will gegen Falschmeldungen rund um das Impfen vorgehen

Der Kurzbotschaftendienst Twitter will die Verbreitung von Falschnachrichten zur Corona-Impfung eindämmen. Die "schädlichsten Falschinformationen" sollen gelöscht und Tweets mit irreführenden Angaben gekennzeichnet werden, kündigten die Betreiber des Portals an. Die Maßnahmen sollen ab kommender Woche greifen. Twitter folgt damit dem Beispiel von Facebook und Youtube, die bereits ähnliche Schritte eingeleitet haben. 

17.12.2020 • 07:35 Uhr

KBV-Chef Gassen rechnet mit wenig Erfolg des Lockdowns

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, rechnet mit einem Scheitern des harten Lockdowns. Gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" sagte er: "Ich gehe nicht davon aus, dass wir bis zum 10. Januar eine relevante Absenkung der Infektionsraten und schon gar nicht der Todesfälle erreichen werden."

Er glaube nicht, dass mithilfe der harten Beschränkungen der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche dauerhaft unterschritten werde - "egal, ob der Lockdown nun drei oder zehn Wochen dauert".

Gassen setzt eher auf Impfungen gegen die Covid-19-Erkrankung. Seiner Einschätzung nach könne die Bevölkerung in Deutschland bis zum Sommer durchgeimpft werden. Dann könnten auch die Auflagen aufgehoben werden. Wer sich nicht impfen lassen möchte, müsse dann mit dem Risiko leben, an Covid-19 zu erkranken oder gar daran zu sterben. "Es kann nicht sein, dass der Rest der Gesellschaft dauerhaft auf Impfverweigerer Rücksicht nehmen muss", betonte Gassen.

17.12.2020 • 07:07 Uhr

Knapp 24.000 Neuinfektionen in Indien

In Indien haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden rund 24.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 382 auf 144.451.

Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich damit in dem Land bereits mehr als 9,9 Millionen Menschen angesteckt. Nur in den USA sind mehr Fälle aufgetreten. Trotzdem bedeuten die Zahlen für Indien einen Rückgang: Noch im September lagen die täglichen Neuinfektionen bei bis zu 97.000 Fällen. Seitdem nehmen die Neuinfektionen kontinuierlich ab.

17.12.2020 • 06:54 Uhr

Söder verteidigt Ausgangssperre am Heiligabend

In Bayern gilt wegen der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre: Ab 21 Uhr soll jeder zu Hause sein. Auch am 24. Dezember will die Landesregierung da keine Ausnahme machen, auch nicht für Besuche von Gottesdiensten.

"Ich hätte es nicht richtig gefunden, für die Familien keine Ausnahme zu machen, aber für die Kirchen", verteidigte Landeschef Markus Söder die Entscheidung im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen". Zudem hätte es die Kontrolle der Ausgangssperre erschwert, wenn zu später Uhrzeit noch viele Menschen auf dem Weg zu oder von einem Gottesdienst gewesen wären.

Die Kirchen in Bayern hatten versucht, zumindest für die Christmetten am Heiligabend eine Ausnahme zu erwirken - ohne Erfolg. Die Gottesdienste müssen vorverlegt werden, ausfallen oder als Livestream angeboten werden.

17.12.2020 • 06:46 Uhr

Energieverbrauch infolge von Pandemie gesunken

Infolge der Coronakrise und der damit einhergehenden Beschränkungen haben die Deutschen in diesem Jahr weniger Energie verbraucht.

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) bezifferte den gesamten Energiekonsum nach vorläufigen Berechnungen auf 398,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Minus um 8,7 Prozent. Im Vergleich mit dem Jahr 2006, in dem bundesweit seit der Wiedervereinigung am meisten Energie verbraucht wurde, beläuft sich der Rückgang sogar auf rund 21 Prozent.

Neben der Pandemie ist der niedrigere Verbrauch laut AGEB auch auf die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien zurückzuführen. Dadurch seien auch die CO2-Emissionen deutlich zurückgegangen, und zwar um rund 80 Millionen Tonnen. Das entspreche einer Minderung gegenüber dem Vorjahr um rund zwölf Prozent.

17.12.2020 • 06:36 Uhr

US-Innenminister infiziert

Der US-Innenminister David Bernhardt hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Ein Sprecher seines Ministeriums teilte mit, Bernhardt zeige bislang keine Symptome und wolle seine Arbeit in der häuslichen Quarantäne fortsetzen.

Der US-Innenminister David Bernhardt im September 2020. | AFP

Der US-Innenminister David Bernhardt wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Bild: AFP

17.12.2020 • 06:21 Uhr

Ecuador und Chile lassen Biontech-Impfstoff zu

Nach Mexiko haben auch die lateinamerikanischen Länder Ecuador und Chile dem vom Mainzer Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff eine Zulassung erteilt. Noch diesen Monat werde ein Flugzeug mit den ersten 20.000 Dosen der Impfung in Chile landen, sagte der chilenische Präsident Sebastián Piñera in einer Fernsehansprache am Mittwochabend.

Das Institut für öffentliche Gesundheit hatte den Impfstoff am Mittwoch vorläufig zugelassen, was einer Notfallzulassung entspricht. In Ecuador gab Gesundheitsminister Juan Carlos Zevallos bekannt, dass von Januar an die ersten 50.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer ankommen würden. Mexikos staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken hatte dem Impfstoff am Freitag wie die US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung erteilt.

17.12.2020 • 05:42 Uhr

Kassenärzte-Chef Gassen: Impfgegner müssen mit Sterberisiko leben

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, plädiert für die Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen, wenn alle impfbereiten Menschen eine Impfung erhalten haben. "Wenn jeder, der es möchte, eine Impfung bekommt, können wir auch die Beschränkungen aufheben", sagt Gassen dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Wer sich nicht impfen lassen möchte, müsse dann mit dem Risiko leben, an Covid-19 zu erkranken oder gar daran zu sterben. "Es kann nicht sein, dass der Rest der Gesellschaft dauerhaft auf Impfverweigerer Rücksicht nehmen muss." Er rechne mit einer Durchimpfung der Bevölkerung bis zum Sommer.

17.12.2020 • 05:29 Uhr

Bislang 23 Abgeordnete des Bundestags mit Corona infiziert

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich nach Angaben der Bundestagsverwaltung 23 der 709 Abgeordneten mit dem Virus infiziert. Hinzu kommen je 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktionen und von Abgeordneten, 41 Mitarbeiter der Verwaltung sowie 10 von Fremdfirmen wie Reinigungsdiensten, Fahrdienst oder Handwerker. Insgesamt wurden damit bislang 140 Fälle bekannt. Zuletzt hatte die AfD-Fraktion in dieser Woche mitgeteilt, dass sich vier ihrer Abgeordneten angesteckt hätten.

17.12.2020 • 05:29 Uhr

RKI: Knapp 27.000 Neuinfektionen und fast 700 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut verzeichnet 26.923 bestätigte neue Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Tags zuvor wurden 27.728 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen in Deutschland damit bei 1.406.161. Es starben weitere 698 Menschen an oder mit dem Virus, insgesamt 24.125.

Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 179,2 von 179,8 am Vortag. Bund und Länder streben das Ziel von 50 an. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb von sieben Tagen neu anstecken.

17.12.2020 • 04:35 Uhr

Höchstwerte bei Infektionen und Todesfällen in den USA

In den USA haben die Zahlen der Corona-Neuinfektionen und der Todesopfer der Pandemie neue Höchststände erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 3784 weitere Corona-Tote gezählt, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Zudem wurden mehr als 250.000 neue Ansteckungen mit dem Virus registriert - auch dies ist die bislang höchste Zahl.

17.12.2020 • 04:35 Uhr

Blatt: Bundesländer wollen Impf-Berechtigte teils per Post informieren

Die Bundesländer werden impfberechtigte Bürger unmittelbar nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs der Partner BioNTech und Pfizer teils direkt anschreiben und sie dazu einladen, einen Termin in einem Impfzentrum zu vereinbaren. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Angaben aus Gesundheitsministerien und -behörden der Länder. Darüber hinaus gebe es Planungen, Impftermine per Telefon-Hotlines und auf Webseiten der Länder zu vergeben, heißt es in dem Bericht.