Viele Menschen mit Gesichtsmasken vor dem Louvre in Paris. | REUTERS
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Coronavirus-Pandemie ++ Frankreich meldet 6111 Neuinfektionen ++

Stand: 27.08.2020 23:24 Uhr

Frankreich meldet die höchste Zahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit der Lockerung der Corona-Beschränkungen. Nordrhein-Westfalen setzt die umstrittene Maskenpflicht im Schulunterricht aus.

  • 1507 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle in Deutschland
  • Bund und Länder einigen sich auf einheitlichere Regeln
  • Kölner Karnevalisten planen Sessionsstart "in kleiner Runde"
  • Hilfswerk sieht drohende Hungerkrise
  • Spanien: Maskenpflicht für Schüler ab sechs Jahren
  • WHO warnt vor Folgen für mentale Gesundheit
27.8.2020 • 23:24 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

27.8.2020 • 23:22 Uhr

Haseloff verteidigt Corona-Sonderrolle

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Sonderrolle seines Landes bei den Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Zugleich verwies er in den Tagesthemen auf die demokratischen Grundrechte, die durch das Berliner Demonstrationsverbot für Gegner von Schutzmaßnahmen eingeschränkt würden. Die Infektionszahlen in seinem Bundesland seien niedrig, sagte Haseloff. Verschärfungen könne er da kaum vor den Bürgern oder Gerichten begründen. Gefragt, ob er auf Gegner von Corona-Schutzmaßnahmen Rücksicht nehmen wolle, sagte er: "Es ist eher ein Thema der Verlässlichkeit und auch der Rechtssicherheit." Wenn immer mehr Menschen die Maßnahmen nicht mehr annähmen, gehe die politische Akzeptanz verloren.

27.8.2020 • 22:07 Uhr

Spielemesse Gamescom online eröffnet

Eine Eröffnungs-Show hat den Startschuss für die Gamescom gegeben. Erstmals findet die auch international bedeutsame Messe für Computer- und Videospiele wegen der Corona-Krise ausschließlich digital statt. Von Freitag bis Sonntag haben die Ausrichter für ein reichhaltiges Online-Programm der Messe gesorgt, die in diesem Jahr unter dem Motto "Spielend in die Zukunft" steht. Zahlreiche Neuheiten werden ebenfalls online vorgestellt. Die Besucher haben die Möglichkeit, neue Spiele über eine Cloud selbst auszuprobieren, Talkrunden zuzuhören und Neuigkeiten direkt von den Entwicklern zu erfahren.

27.8.2020 • 21:14 Uhr

Radsport-Team schickt vier Personen nach Hause

Zwei Tage vor dem Start der Tour de France in Nizza hat das Team Lotto-Soudal der deutschen Radprofis John Degenkolb und Roger Kluge zwei Personen wegen "nicht negativer" Corona-Tests aus dem Betreuerstab genommen. Wie der belgische Rennstall mitteilte, sind auch ihre Zimmerkollegen als Risikokontakte nach Hause geschickt worden.

"Sicherheit bleibt die Priorität Nummer eins", twitterte der Rennstall, der keine weiteren Informationen über die Identität der Betroffenen mitteilte. Ein Test sei positiv ausgefallen, bei dem anderen habe es ein verdächtiges Ergebnis gegeben. Beim ersten Test sechs Tage vor der Tour seien alle Fahrer und Teammitglieder negativ getestet worden. Der Tour-Start des Teams sei nicht in Gefahr.

27.8.2020 • 20:38 Uhr

Leverkusen-Profi muss für Quarantäne auf Jamaika bleiben

Bayer Leverkusens Profi Leon Bailey muss für seine Corona-Quarantäne weiter auf Jamaika bleiben. Weil der für gestern Abend terminierte Rückflug des Offensivspielers aus seiner Heimat nicht wie geplant starten konnte, verbringt der 23-Jährige die verordnete häusliche Quarantäne von 14 Tagen auf der Karibik-Insel, wie Bayer Leverkusen mitteilte.

Die jamaikanischen Behörden hatten den Privatflug Baileys kurz vor dem Start nach Deutschland aufgrund von coronabedingten örtlichen Hygieneverordnungen kurzfristig verhindert, so der Fußball-Bundesligist weiter. Damit fehlt Bailey bei der morgen vorgesehenen Corona-Testung der Werkself in Leverkusen.

27.8.2020 • 20:31 Uhr

Museum of Modern Art wieder geöffnet

Nach fast sechsmonatiger Schließung in der Corona-Krise hat das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Zahlreiche Menschen nahmen die Chance auf einen Besuch in dem renommierten Museum in Manhattan, das seine Einlasskapazität um rund drei Viertel verringert hat, gleich am ersten Tag wahr - unter Einhaltung von Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln.

Seit Montag dürfen Museen in New York, die fast alle seit März geschlossen hatten, offiziell unter strengen Auflagen wieder öffnen. Das tun sie jedoch nur nach und nach. Auf das MoMA will am Wochenende das Metropolitan Museum folgen. Das Whitney Museum für amerikanische Kunst will am 3. September nachziehen, das Guggenheim-Museum sogar erst am 3. Oktober.

Blick auf die Fassade des MoMa in New York | REUTERS

Das Museum of Modern Art in New York öffnet nach rund sechsmonatiger Schließung in der Corona-Pandemie wieder seine Türen für Besucher. Bild: REUTERS

27.8.2020 • 20:25 Uhr

Spanien: Maskenpflicht für Schüler ab sechs Jahren

Mit der geplanten Wiedereröffnung der Schulen in Spanien haben die Behörden eine Maskenpflicht für Kinder ab sechs Jahren angekündigt. "Das Tragen von Masken wird generell ab dem sechsten Lebensjahr Pflicht sein, auch wenn die Abstandsregeln eingehalten werden", sagte Bildungsministerin Isabel Celaa.

Vor dem Hintergrund steigender Neuinfektionen in Spanien warnte Celaa die Eltern außerdem vor einem Schulboykott aus Angst vor dem Virus. "Die Präsenz in den Klassenräumen ist Pflicht", so Celaá nach einem Treffen mit Vertretern der verschiedenen Regionen des Landes zur Vorbereitung des Neustarts.

Wegen der Corona-Epidemie waren die Schulen in Spanien Mitte März geschlossen worden - erst im September sollen sie wieder öffnen. Neben dem Tragen von Schutzmasken müssen die Schüler darauf achten, 1,5 Meter Abstand voneinader zu halten und sich fünf Mal täglich die Hände zu waschen, wie Celaa sagte.  Zudem müssen die Klassenräume regelmäßig durchlüftet und die Körpertemperatur der Schüler gemessen werden.

27.8.2020 • 20:22 Uhr

Müller verteidigt Demonstrationsverbot in Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat das Verbot einer geplanten Demonstration von Gegnern der Corona-Politik verteidigt. Wenn schon von vornherein angekündigt werde, Corona-Regeln nicht zu achten, dann sei das von vornherein eine Gefährdung vieler Menschen, sagte Müller. Das gelte nicht nur für die Teilnehmer selbst. "Die Demonstranten gehen zurück, sie fahren mit dem ÖPNV nach Hause, sie gehen an den Arbeitsplatz, sie gehen in die Familie. Und überall bei diesen Kontakten gefährden sie wieder andere", sagte Müller. "Und sie senden ein Signal aus, dass nicht wichtig ist, was im Zusammenhang mit der Pandemie beschlossen wird. Das können wir so nicht akzeptieren."

27.8.2020 • 20:16 Uhr

Frankreich meldet 6111 Neuinfektionen

Frankreich hat 6111 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Das ist der höchste Zuwachs seit der Lockerung der Corona-Beschränkungen und außerdem die zweithöchste jemals gemessene Zahl an Neuinfektionen in dem Land seit dem Höchststand vom 30. März, als 7578 Neuinfektionen gemeldet worden waren. Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen beläuft sich nun auf 259.698.

27.8.2020 • 19:59 Uhr

Libanon lockert Ausgangsbeschränkungen

Trotz weiterhin hoher Infektionszahlen hat der Libanon seine strikten Ausgangsbeschränkungen gelockert. Mehr als drei Wochen nach der verheerenden Explosion im Hafen der Hauptstadt Beirut reagierte die Regierung damit unter anderem auf Proteste von Restaurantbesitzern.

Die meisten Geschäfte, Einkaufszentren, Märkte und Restaurants dürfen ab morgen wieder öffnen, allerdings nur mit einer Kapazität von bis zu 50 Prozent, wie das libanesische Innenministerium mitteilte. Die Ausgangssperre wird um vier Stunden gekürzt und gilt dann von 22 bis 6 Uhr Ortszeit. Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektion war nach der Explosion Anfang des Monats deutlich angestiegen.

27.8.2020 • 19:56 Uhr

Fast 180.000 Tote in den USA

In den USA ist nach Angaben der Gesundheitsbehörden CDC die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 46.393 auf mehr als 5,79 Millionen gestiegen. Binnen eines Tages seien zudem 1239 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden. Damit stieg die Zahl auf 178.998.

27.8.2020 • 19:53 Uhr

Karnevalisten planen Sessionsstart "in kleiner Runde"

Angesichts der neuen Corona-Auflagen für Großveranstaltungen in NRW planen die Kölner Karnevalisten einen alternativen Start in die Session am 11. November - mit deutlich weniger Besuchern. Wegen der Infektionszahlen sei eine Sessionseröffnung in kleiner Runde mit Live-Übertragung im WDR das wahrscheinlichste Szenario, erklärte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn. "So können auch zuhause an den Bildschirmen möglichst viele Jecken dabei sein", sagte er. Für die vielen anderen spontanen Karnevalsfeiern am 11. November müsse die Stadt klare Regeln definieren.

27.8.2020 • 19:22 Uhr

Pret A Manger streicht 2800 Stellen

Die britische Kaffee- und Sandwich-Kette Pret A Manger streicht im Zuge der Corona-Krise 2800 Stellen. Er sei sehr traurig, dass das Unternehmen nach einer Restrukturierung so viele Mitarbeiter verliere, sagte der Chef des Unternehmens, Pano Christou, in London. Zwar sei inzwischen eine leichte Erholung zu erkennen, doch sei der Schaden durch die Pandemie immens. Der Verkauf sei auf das Niveau von vor zehn Jahren gesunken.

Die 1986 in London gegründete Kette mit weltweit über 400 Läden ist am stärksten in Großbritannien vertreten. Im Juli hatte das Unternehmen bereits angekündigt, 30 Standorte im Vereinigten Königreich zu schließen.

27.8.2020 • 19:19 Uhr

Sachsen-Anhalt will Großveranstaltungen ermöglichen

Sachsen-Anhalt will an seinen Plänen festhalten, zeitnah wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu erlauben. Entscheidend sei, dass es ein gutes Hygienekonzept gebe, das von den zuständigen Gesundheitsämtern genehmigt sei, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach der Beratung mit seinen Amtskollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Das Land will einen Einstieg mit der nächsten Corona-Verordnung ermöglichen, die ab Mitte September gelten wird. Messen könnten stattfinden, Weihnachts- und Adventsmärkte geplant werden, zählte Haseloff auf. Auch größere Kultur- und Sportveranstaltungen mit guten Hygienekonzepten seien möglich. Beim bundesweiten Profisport komme es darauf an, was die zuständigen Dachverbände entschieden.

27.8.2020 • 19:13 Uhr

Laschet hält kleine Weihnachtsmärkte für denkbar

Bei den Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderregierungschefs ist nach Angaben von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) noch keine Entscheidung zu Weihnachtsmärkten getroffen worden. "Es gibt keine generelle Aussage zur Absage von Weihnachtsmärkten", sagte Laschet in Düsseldorf.

Wo es besonders eng werde, seien Weihnachtsmärkte schwierig anzubieten, sagte Laschet. "Wo wie auf Wochenmärkten Abstände möglich sind, ist es denkbar", ergänzte er. In der Runde habe es verschiedene Vorschläge gegeben , wie Weihnachtsmärkte doch möglich seien. Als Beispiel nannte Laschet etwa den Verzicht auf Alkohol, um das Zusammenstehen an Glühweinständen zu verhindern.

Besucher tragen auf dem Wochenmarkt in der Dresdner Innenstadt Schutzmasken. | dpa

Mögliches Vorbild für Weihnachtsmärkte: Besucher tragen auf einem Wochenmarkt in Dresden Schutzmasken. Bild: dpa

27.8.2020 • 18:57 Uhr

Berliner Senat verlängert Verbot von Großveranstaltungen

Großveranstaltungen im Freien mit mehr als 5000 Teilnehmern bleiben in Berlin bis Ende des Jahres untersagt. Der Senat verlängerte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ein entsprechendes Verbot bis zum 31. Dezember.

27.8.2020 • 18:34 Uhr

WHO-Direktor warnt vor Folgen für mentale Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor verheerenden Auswirkungen der Corona-Krise auf das mentale Wohlbefinden von Millionen Menschen gewarnt. Die Pandemie verursache und verschärfe psychische Krankheiten, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Viele Menschen hätten Angst vor einer Infektion.

Zugleich seien die Behandlungskapazitäten in Versorgungseinrichtungen für psychisch Kranke knapp, weil viele Fachkräfte dieser Institutionen sich selbst mit dem Erreger infiziert hätten. In anderen Fällen seien Einrichtungen für mental erkrankte Menschen in Zentren zur Behandlung von Covid-19-Patienten umgewandelt worden, erklärte Tedros. Psychische Leiden gehören nach Einschätzung des WHO-Chefs zu den global vernachlässigten Krankheiten.

27.8.2020 • 18:03 Uhr

NRW setzt Maskenpflicht im Unterricht aus

Nordrhein-Westfalen setzt die umstrittene Maskenpflicht im Unterricht für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen aus. Die Pflicht zum Tragen von Masken im Schulunterricht ende am 31. August, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Düsseldorf.

27.8.2020 • 17:59 Uhr

Länderchefs mahnen zur Vorsicht

Nach den Corona-Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben mehrere Länderregierungschefs anhaltende Vorsicht angemahnt. "Die Infektionszahlen steigen, aber wir haben das Geschehen noch unter Kontrolle", erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz. Dennoch biete die Entwicklung bundesweit "Anlass zur Sorge". Daher würden nun "gerade mit Blick auf den Herbst" grundsätzliche Fragen einheitlicher geregelt.

Der Regierungschef von Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), unterstrich, dass es derzeit keine "großen Lockerungsschritte" geben könne. Die Entwicklung zeige, "dass wir weiterhin äußerst vorsichtig agieren müssen", sagte er in Potsdam. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte sich in Stuttgart überzeugt, es sei zu "schaffen, die Infektionszahlen zu senken".

27.8.2020 • 17:51 Uhr

Pariser Louvre verzeichnet enormen Besucher-Rückgang

Wegen der Corona-Pandemie und des dadurch bedingten Fernbleibens von außereuropäischen Touristen sind die Besucherzahlen im Pariser Louvre in diesem Sommer enorm eingebrochen. Wie das weltberühmte Museum mitteilte, wurde bei den Besucherzahlen im Juli ein Rückgang um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat festgestellt. Auch im August betrug der Rückgang demnach noch 60 Prozent. Insgesamt besuchten im Juli und August etwa 550.000 Menschen den Louvre, wie die Geschäftsleitung unter Berufung auf bis Ende des Monats registrierte Buchungen mitteilte. Fast 80 Prozent der Besucher waren demnach Franzosen. In den vergangenen Jahren hatte der Anteil der französischen Besucher lediglich bei 20 bis 25 Prozent gelegen.

27.8.2020 • 17:35 Uhr

Merkel bremst Debatte um längere Mehrwertsteuersenkung

Kanzlerin Angela Merkel bremst die von CSU-Chef Markus Söder angeschobene Debatte um eine längere Absenkung der Mehrwertsteuersätze. Die Absenkung ende am 31. Dezember, danach trete die Soli-Absenkung in Kraft, sagte sie auf der Pressekonferenz mit Söder nach den Bund-Länder-Beratungen. Zudem gebe es weitere Sozialleistungen. Dies sei eine "interessante und konjunkturelle Anschlussregelung".

Pressekonferenz von Kanzlerin Merkel, Bürgermeister Tschentscher und Ministerpräsident Söder | REUTERS

Kanzlerin Merkel mit Hamburgs Bürgermeister Tschentscher und dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder auf der Pressekonferenz zu den Beratungen von Bund und Ländern. Bild: REUTERS

27.8.2020 • 17:30 Uhr

Putin verteidigt frühe Impfstoff-Zulassung

Kremlchef Wladimir Putin hat die frühe Zulassung des weltweit ersten Impfstoffes gegen das neue Coronavirus verteidigt. "Wir haben das in strikter Übereinstimmung mit dem russischen Recht getan", sagte der Präsident in einem Interview mit dem Fernsehsender Rossija 1. "Die russischen Gesetze stimmen voll und ganz mit der weltweiten Praxis und den in anderen Ländern verabschiedeten Vorschriften überein."

Der russische Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" wurde vor gut zwei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen. Die Genehmigung erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien. Dieses Vorgehen hatte international viel Kritik ausgelöst. In dieser dritten Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt und welche Nebenwirkungen auftreten.

27.8.2020 • 17:30 Uhr

RKI erwartet Impfstoff bis Anfang 2021

Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet damit, dass es zum Beginn des kommenden Jahres Impfstoffe gegen das neue Coronavirus gibt. "Nach aktuellem Kenntnisstand wird erwartet, dass bis Anfang 2021 ein oder mehrere Covid-19-Impfstoff(e) in der Europäischen Union zugelassen und erste Produktionschargen verteilt und vertrieben werden könnten", heißt es im jüngsten Epidemiologischen Bulletin des Institutes. Es sei allerdings damit zu rechnen, dass nicht von Anfang an genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen werde. Deshalb solle die Ständige Impfkommission ein Konzept erarbeiten, wie die dann verfügbaren Bestände mit dem bestmöglichen Nutzen eingesetzt werden könnten.

27.8.2020 • 17:13 Uhr

Einigung auf einheitlichere Regeln

In der Beratung mit Bundeskanzlerin Merkel haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf einheitlichere Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geeinigt. Geplant sind unter anderem ein deutschlandweit einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer und die Möglichkeit eines früheren Endes der Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Großveranstaltungen, bei denen die Corona-Auflagen nicht eingehalten werden können, sollen bis Ende des Jahres grundsätzlich verboten bleiben.

27.8.2020 • 17:05 Uhr

Söder: Halten an kostenlosen Tests fest

Der Freistaat Bayern wird bis mindestens zum 1. Oktober an kostenlosen Tests auch für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten festhalten. Die angebotenen Tests hätten sich bewährt, sagte CSU-Chef Markus Söder auf der Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Maßnahmen.

Er sprach sich zudem gegen Zuschauer bei Fußballspielen im September aus. Zwar gebe es Konzepte der Verbände. In Zeiten steigender Infektionszahlen wären Zuschauer aber "ein falsches Signal".

27.8.2020 • 17:01 Uhr

Testergebnisse von möglichem Impfstoff vorgestellt

Die Biotech-Firma Moderna hat der US-Gesundheitsbehörde CDC Zwischenergebnisse der Tests eines Corona-Impfstoffkandidaten in Hinblick auf ältere Menschen vorgestellt. Die Ergebnisse seien "sehr positiv und stimmen mit den Ergebnissen von jüngeren Probanden überein", hieß es von der Pressestelle des US-Unternehmens. Der Impfstoff mRNA-1273 habe bei älteren Menschen eine ähnlich gute Immunantwort wie bei jüngeren hervorgerufen, zudem habe es keine schweren Nebenwirkungen gegeben.

27.8.2020 • 16:59 Uhr

Sachsen-Anhalt bei Masken-Bußgeld ausgenommen

Mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt hat sich der Bund mit den übrigen 15 Bundesländern auf ein Mindestbußgeld von 50 Euro verständigt für Personen, die gegen die Maskenpflicht verstoßen. Dies gab Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten bekannt.

27.8.2020 • 16:55 Uhr

Söder: "Die Zahlen gehen zu früh zu hoch"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte auf der Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen: "Corona ist wieder voll da in Deutschland". Urlaube seien ein Risiko gewesen, das habe man gewusst. "Die Zahlen gehen zu früh zu hoch", sagt er mit Blick auf den kommenden Winter. Man müsse einen "zweiten Lockdown" verhindern.

27.8.2020 • 16:47 Uhr

Bundesliga bis Ende Oktober in leeren Arenen

Die Fußball-Bundesliga wird bis mindestens Ende Oktober vor weitgehend leeren Zuschauerrängen spielen müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich darauf, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien in den kommenden beiden Monaten einen Vorschlag für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Inwieweit schon früher zumindest einige Hundert Fans zugelassen werden, blieb zunächst offen.

27.8.2020 • 16:14 Uhr

Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verboten

Bund und Länder sind sich einig, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa in Berufung auf die Beratungsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

27.8.2020 • 16:12 Uhr

Umgang mit Corona-Krise: Fast 90 Prozent zufrieden

Eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge der Meinung, dass Deutschland im Umgang mit der Corona-Krise seine Aufgaben gut erfüllt hat. 88 Prozent äußerten sich entsprechend, wie aus einer in Washington veröffentlichten Befragung des Forschungsinstituts Pew in 14 Industriestaaten hervorgeht. Deutschland liegt - gleichauf mit Kanada - hinter Dänemark und Australien, wo sich 95 beziehungsweise 94 Prozent positiv über den Umgang ihres Landes mit der Krise äußerten.

Auch in den Niederlanden, in Südkorea, Italien, Schweden, Belgien, Frankreich, Japan und Spanien beurteilte eine Mehrheit den Umgang mit der Krise positiv. Negative Mehrheiten gab es nur in Großbritannien und den USA, wo eine Mehrheit der Befragten (54 beziehungsweise 52 Prozent) den Umgang als schlecht bewertete.

Trotz der positiven Noten für den Umgang mit der Krise glaubt eine Mehrheit der Deutschen (54 Prozent), dass ihr Land gespaltener ist als vor dem Ausbruch der Pandemie. Das entspricht in etwa dem Mittelwert der europäischen Länder in der Umfrage, der bei 53 Prozent liegt.

27.8.2020 • 16:04 Uhr

WHO warnt vor drohenden Gefahren im Herbst

Der Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation für Europa, Hans Kluge, hat das Coronavirus mit einem "Tornado mit langem Schweif" verglichen. Steigende Infektionszahlen unter jungen Menschen könnten sich letztlich auf gefährdetere ältere Menschen ausbreiten und zu einer Zunahme von Todesfällen führen, sagte er. In der bevorstehenden kälteren Jahreszeit kämen junge Menschen voraussichtlich in engeren Kontakt mit Älteren, was zu einer Verbreitung der Infektion beitragen könne. Es liege definitiv im Bereich des Möglichen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt mehr Menschen in Krankenhäusern aufgenommen werden müssten und die Sterblichkeitsrate steige, sagte Kluge in Kopenhagen, dem Sitz der WHO Europa.

27.8.2020 • 16:00 Uhr

Kostenlose Tests für Rückkehrer teilweise abgeschafft

Bund und Länder einigten sich darauf, dass kostenlose Tests für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten ab dem 15. September abgeschafft werden sollen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Teilnehmerkreise der Spitzenrunde im Kanzleramt. Bayern will allerdings an den kostenlosen Testangeboten etwa auf den Autobahnen festhalten.

27.8.2020 • 15:54 Uhr

FDP skeptisch gegenüber Demo-Verbot

Die FDP sieht das in Berlin verhängte Verbot einer Demonstration gegen die Corona-Politik skeptisch. "Das Berliner Demo-Verbot kann den Eindruck erwecken, unbequeme Meinungen würden unterdrückt", schrieb Parteichef Christian Lindner bei Twitter. Die Versammlungsfreiheit müsse trotz Corona gesichert sein, schrieb Lindner weiter, gleichzeitig müssten Infektionsgefahren bestmöglich reduziert werden.

FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann twitterte: "Zugleich muss man verlangen können, dass bei Demos Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Wer sich versammelt, um diese Vorsichtsregeln vorsätzlich zu missachten, muss damit rechnen, dass die Versammlung aufgelöst wird."

27.8.2020 • 15:47 Uhr

Schweden will bis zu 500 Zuschauer zulassen

Die schwedische Gesundheitsbehörde hat dem Vorschlag der Regierung zugestimmt, bei öffentlichen Veranstaltungen wieder mehr Publikum zuzulassen. Solange die Zuschauer einen Meter Abstand hielten, könne die Anzahl der Personen von 50 auf 500 erhöht werden, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell. Vorausgesetzt, es gäbe nummerierte Sitzplätze, wie zum Beispiel in Fußballstadien. Die Regierung empfiehlt bislang einen Abstand von zwei Metern.

27.8.2020 • 15:43 Uhr

Französischer Nationalspieler Pogba positiv getestet

Der französische Fußball-Profi Paul Pogba hat sich nach Angaben des französischen Verbandes mit dem Coronavirus infiziert und fehlt daher im Aufgebot der Nationalmannschaft für die kommenden Länderspiele. "Er hat sich gestern einem Test unterzogen, der sich heute Morgen leider als positiv erwiesen hat", sagte Nationaltrainer Didier Deschamps bei der Bekanntgabe seines Kaders.

Deschamps war vorab über den positiven Test auf Covid-19 bei dem 27-Jährigen von Manchester United informiert worden und nominierte für diesen Eduardo Camavinga von Stade Rennes nach.

27.8.2020 • 15:39 Uhr

Ende von Quarantäne durch Test möglich

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen demnächst eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden können. Diese Regelung soll möglichst ab dem 1. Oktober 2020 gelten, wie die Nachrichtenagentur dpa in Berufung auf die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder berichtet. Zudem soll geprüft werden, ob Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihren Test selbst zahlen sollen.

27.8.2020 • 15:39 Uhr

Ureinwohner auf Andamanen und Nikobaren infiziert

Das Coronavirus ist auf eine kleine Insel der Andamanen und Nikobaren vorgedrungen. Vier der 37 Angehörigen des Großen Andamanenstammes auf der Insel Strait Island seien positiv auf das Virus getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Sie erholten sich gut und hätten sich vermutlich bei einem Besuch in der Regionalhauptstadt Port Blair angesteckt. Man beobachte die Lage und wolle auch andere Stämme testen. Die Inselkette der Andamanen und Nikobaren liegt abgelegen zwischen Indien und Thailand im Golf von Bengalen.

Unter den rund 400.000 Einwohnern gibt es kleine Stämme, die durch das Virus besonders gefährdet sein könnten; neben dem Großen Andamanenstamm unter anderem auch die Sentinelesen, die sich weitgehend von der Umwelt abgeschottet haben.

27.8.2020 • 15:32 Uhr

Eltern bekommen fünf Tage mehr bei krankem Kind

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in diesem Jahr gesetzlich Versicherten mit Anspruch auf Kinderkrankengeld fünf zusätzliche Tage zur Betreuung eines kranken Kindes gewährt werden. Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage dafür bekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa in Berufung auf die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Der Bund solle das entsprechend gesetzlich regeln.

27.8.2020 • 15:24 Uhr

Hilfswerk sieht drohende Hungerkrise

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt warnt angesichts der Corona-Krise vor dramatischen Folgen für Schwellen- und Entwicklungsländer. "Wir stehen vor einer neuen Hungerkrise", sagte die Präsidentin der Organisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei deren Jahrespressekonferenz in Berlin. Besonders Ostafrika sei davon bedroht, aber auch Lateinamerika. "Das Ende der Corona-Pandemie ist noch nicht abzusehen, und die Auswirkungen sind schon jetzt verheerend."

Laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen könnten wegen der Pandemie bis zu 132 Millionen Menschen zusätzlich an chronischem Hunger leiden. Im vergangenen Jahr waren der Organisation zufolge 690 Millionen Menschen chronisch unterernährt. Wie die Weltbank schätzt, könnte die Krise zudem bis zu 100 Millionen Menschen zusätzlich in extreme Armut treiben.

27.8.2020 • 15:19 Uhr

"ARD extra" zur Ministerpräsidentenkonferenz

Das Erste sendet heute ab 20:15 Uhr ein 20-minütiges "ARD extra" unter anderem mit den wesentlichen Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Corona-Strategie in Deutschland.

27.8.2020 • 15:12 Uhr

Quarantäne in Asylbewerber-Einrichtung

In Rheinland-Pfalz ist eine Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber komplett unter Quarantäne gestellt worden. Für die dort untergebrachten 519 Bewohner gelte nun ein generelles Ausgehverbot, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mit. Es gebe drei bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Verantwortlichen rechnen mit einer Quarantänezeit von zwei Wochen.

Zudem gebe es einen Aufnahmestopp in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Hermeskeil im Kreis Trier-Saarburg. Am Dienstag war ein jugendlicher Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Daraufhin wurden 43 Kontaktpersonen ermittelt, die umgehend isoliert worden waren. Unter ihnen seien am Mittwoch zwei weitere Corona-Virusinfektionen bestätigt worden. Den positiv Getesteten gehe es soweit gut, sagte der Sprecher der ADD.

27.8.2020 • 15:06 Uhr

Rund 1000 neue Demo-Anmeldungen in Berlin

Als Reaktion auf das Verbot der in Berlin geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik sind bei der Hauptstadtpolizei rund 1000 neue Demonstrationen angemeldet worden. Die Beamten erwarten, dass die Zahl weiter steigen wird, da entsprechende Aufrufe im Internet kursieren, wie eine Sprecherin mitteilte. Unklar ist, ob die Versammlungen wirklich stattfinden werden. Per se verboten werden könnten sie nicht, erläuterte die Polizeisprecherin.

27.8.2020 • 15:02 Uhr

Altmaier erwägt leichteren Zugang zu Überbrückungshilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwägt einen leichteren Zugang zu Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Firmen. Der CDU-Politiker sagte bei einem Besuch der Industrie- und Handelskammer in Köln, er werde mit den Ländern über offene Fragen reden. Altmaier machte deutlich, dazu gehöre etwa die Höhe des Umsatzausfalls, ab der bisher Zuschüsse beantragt werden können. Die Überbrückungshilfen waren zuvor auch Thema bei einer Videokonferenz der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern.

Antragsberechtigt sind bisher Unternehmen, deren Umsatz in den Monaten April und Mai zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten gesunken ist. Sie bekommen dann für die Fördermonate Juni bis August fixe Betriebskosten wie etwa Mieten von insgesamt bis zu 150.000 Euro erstattet.

27.8.2020 • 14:49 Uhr

Paris führt Maskenpflicht im Freien ein

In der französischen Hauptstadt Paris wird das Tragen einer Maske an allen öffentlichen Orten zur Pflicht. Das habe der zuständige Präfekt angesichts der stark steigenden Infektionszahlen entschieden, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex während einer Pressekonferenz. Bislang hatte eine Maskenpflicht auch unter freiem Himmel bereits in einigen besonders belebten Vierteln von Paris gegolten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner lag in der französischen Hauptstadt in den vergangenen sieben Tagen bei 103 Fällen. Auch in Frankreich gilt ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner eine Region als Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, in dem zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. Auch Marseille, die zweitgrößte Stadt in Frankreich, hatte bereits eine generelle Maskenpflicht verhängt.

27.8.2020 • 14:34 Uhr

Strobl für Fan-Rückkehr in Stadien

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich für die Rückkehr einer begrenzten Anzahl von Zuschauern in Fußball-Stadien ausgesprochen - mit personalisierten Tickets. "Wir müssen uns auf ein Leben mit dem Virus einstellen - und Fußball gehört zum Leben", sagte Strobl. "Natürlich kann man ein Fußballstadion in der Corona-Zeit nicht voll besetzen. Aber wenn normalerweise 50.000 reinpassen, können zum Beispiel 5000 an der frischen Luft einen sehr guten Abstand halten."

Man müsse natürlich "dann wissen, wer im Stadion ist, um im Fall der Fälle Infektionsketten brechen zu können", sagte der 60-Jährige. "Deshalb helfen personalisierte Tickets, mehr Normalität im Stadion unter Corona zu schaffen. Wir brauchen eine Regelorganisation unter Viruslast - auch im Sport. Dabei gilt: Nichts ist unmöglich. Personalisierte Tickets sind freilich zwingend."

27.8.2020 • 14:18 Uhr

50 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Bereits jetzt dringen erste Ergebnisse aus den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder über künftige Corona-Maßnahmen nach außen. So berichtet die Nachrichtenagentur dpa, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bundesweit künftig ein Bußgeld von 50 Euro verhängt werden soll.

27.8.2020 • 13:48 Uhr

Polizeigewerkschaften für einheitlichere Corona-Regeln

Polizeigewerkschaften plädieren für bundesweit einheitlichere Sanktionen bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften. "Wir brauchen Regelungen, die für alle transparent und verständlich sind", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek. "Das erleichtert auch die Arbeit der Polizei, die sonst schnell zum Buhmann wird." Zudem würden die Regeln ernster genommen, wenn Bußgelder drohten.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (DPolG), Rainer Wendt, äußerte sich ähnlich. "Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn es mehr einheitliche Regelungen gäbe", sagte er - auch wenn es regionale Entwicklungen bei den Infektionszahlen gebe. "In der Kriminalitätsentwicklung gibt es ja auch drastische Unterschiede zwischen Bundesländern, trotzdem käme niemand auf die Idee, 16 unterschiedliche Strafgesetzbücher zu verabschieden."

Ein Polizeiwagen fährt durch eine große Gruppe in einem Park in München. | dpa

Polizeigewerkschaften sprechen sich für verständliche Regelungen aus, damit die Polizei nicht zum "Buhmann" wird. Bild: dpa

27.8.2020 • 13:44 Uhr

Ungarische Spitzenpolitiker in Quarantäne

Das neuartige Coronavirus hat die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban im bisher vergleichsweise wenig betroffenen Ungarn erreicht. Kanzleramtsminister Gergely Gulyas wurde wegen einer möglichen Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 unter häusliche Quarantäne gestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur MTI berichtete. Ebenso erging es demnach Gulyas' Stellvertreter Balász Orban. Grund für die Maßnahme sei, dass beide an einem privaten Fest teilgenommen hätten, bei dem der nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Kommunikationschef der regierenden Partei Fidesz, Istvan Hollik, dabei war. Hollik hatte nach Angaben des regierungskritischen Nachrichtenportals "24.hu" erklärt, bei dem Fest habe es sich um eine Gartenparty unter freiem Himmel mit wenigen Teilnehmern gehandelt. Wegen seiner Erkrankung war das für dieses Wochenende geplante Festival Tranzit im Plattensee-Ort Tihany abgesagt worden, bei dem der rechtsnationale Regierungschef Orban eine Rede halten wollte.

27.8.2020 • 13:38 Uhr

Afrikas Gesundheitschef besorgt über Rennen um Corona-Impfstoff

Afrikas führender Gesundheitsfunktionär ist besorgt, dass afrikanische Länder im Rennen um einen Corona-Impfstoff zurückgelassen werden. "Ich bin besorgt und beunruhigt", sagte John Nkengasong, der Leiter der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC, die zur Afrikanischen Union (AU) gehört. Es sei wichtig, dass Afrika zusammenhalte, um sich den Zugang zu einem künftigen Impfstoff zu sichern.

Derzeit laufen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 170 Impfstoffprojekte, einige Präparate befinden sich in der letzten Phase vor einer möglichen Zulassung. Manche reichen Länder, darunter die USA, Japan und Großbritannien, haben bereits bei Herstellern große Mengen an Impfstoffen geordert. Für derartige Bestellungen haben viele afrikanische Staaten aber nicht die Mittel.

27.8.2020 • 13:25 Uhr

EU unterschreibt Vertrag mit AstraZeneca über Impfstoff

Der Vertrag der Europäischen Union mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca über die Lieferung von mindestens 300 Millionen Dosen seines potenziellen Corona-Impfstoffes ist unter Dach und Fach. Er folgt einer Mitte August getroffenen Vereinbarung und sieht eine Option zum Erwerb weiterer 100 Millionen Impfstoffdosen vor. Die Kommission spricht auch mit anderen Impfstoffherstellern über ähnliche Vereinbarungen und hat bereits Sondierungsgespräche über Millionen Impfstoffdosen mit Sanofi, GlaxoSmithKline, Johnson & Johnson, dem deutschen Biotechunternehmen CureVac sowie dem US-Konzern Moderna abgeschlossen.

Logo des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca. | dpa

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca wird der EU mindestens 300 Millionen Dosen seines potenziellen Corona-Impfstoffs liefern. Bild: dpa

27.8.2020 • 13:17 Uhr

Österreich weitet freiwillige Corona-Tests auf Gastronomie aus

In Österreich können sich nun auch Mitarbeiter von gastronomischen Betrieben, Campingplätzen und Jugendherbergen freiwillig bis zu einmal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Das bisher auf Beschäftigte in der Hotellerie beschränkte Programm werde nun ausgeweitet, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Geplant sei obendrein eine Ausweitung auf Fremdenführer, Reiseleiter und Skilehrer. "Das ist sinnvoll für den Winter", sagte Köstinger. Für das Programm stehen bis Jahresende rund 150 Millionen Euro zur Verfügung.

27.8.2020 • 13:04 Uhr

Strände auf Mallorca werden nachts geschlossen

Zur Eindämmung der steigenden Corona-Infektionszahlen werden auf Mallorca neue Einschränkungen eingeführt: Unter anderem sollen nächtliche Strand- und Parkbesuche sowie das Rauchen im öffentlichen Raum untersagt werden. Über die am Mittwochabend in Palma angekündigten Restriktionen will die Regionalregierung der Balearen allerdings heute weiter beraten. Sie sollen den Aussagen zufolge nach Möglichkeit schon am Freitag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

Auf den Balearen waren am Mittwoch 336 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie kletterte damit auf knapp 7000 Fälle - mehr als ein Drittel davon im August. Der Anstieg der Neuinfektionen sei "besorgniserregend", räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol ein. Sie sprach von einer "zweiten Welle" der Corona-Pandemie. Hinsichtlich der Einlieferungen von an Covid-19 erkrankten Patienten sei die Lage auf Mallorca und den anderen Inseln aber "deutlich besser", betonte Armengol.

Der Besuch von städtischen Stränden und Parks während der Nächte soll deshalb verboten werden, weil sich dort immer vor allem junge Leute - auch Touristen - in großer Zahl und sehr oft ohne die vorgeschriebene Schutzmaske treffen, um zu feiern und Alkohol zu konsumieren. Die Treffen junger Leute und auch Partys im privaten Raum gelten als zwei der Hauptgründe für die vielen Neuausbrüche nicht nur auf Mallorca, sondern auch in anderen Regionen Spaniens.

Touristen am Magaluf Ressort | AP

Mit neuen Corona-Regeln wollen die Behörden auf Mallorca verhindern, dass Touristen ohne Maske und Abstand miteinander feiern. Bild: AP

27.8.2020 • 13:01 Uhr

WHO-Kommission soll Strategien für künftige Pandemien entwickeln

Eine neue Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll auswerten, welche Lehren für die Zukunft aus der Covid-19-Pandemie gezogen werden können. Nach der konstituierenden Sitzung der Paneuropäischen Kommission für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung sagte ihr Vorsitzender, der frühere italienische Ministerpräsident und Ex-EU-Kommissar Mario Monti, die Kommission solle die aktuelle Sozial- und Wirtschaftspolitik im Licht der Pandemie untersuchen. Ziel sei es, am Ende Empfehlungen geben zu können, wie diese Politik auf nationaler und internationaler Ebene verbessert werden könne, um künftige Krisen besser vorherzusehen und darauf reagieren zu können. Die Kommission besteht aus Vertretern von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Mitglieder seien vom europäischen Regionalbüro der WHO mit Sitz in Kopenhagen ausgewählt worden, um sicherzustellen, dass das Gremium unabhängig arbeite, sagte Monti.

27.8.2020 • 12:59 Uhr

Deutsche müssen in Frankreich vorerst nicht in Quarantäne

Deutsche Staatsbürger müssen bei einer Einreise nach Frankreich vorerst nicht in Quarantäne. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sagte, eine solche Maßnahme sei bisher nicht geplant. Sollte sich die Ausbreitung des Coronavirus in der Bundesrepublik aber deutlich beschleunigen, könne sich dies ändern. Das gleiche soll für Belgier gelten. Die Bundesregierung hatte zu Wochenbeginn eine Reisewarnung für den Pariser Großraum und das Gebiet um die Côte d'Azur und die Provence ausgesprochen. Damit müssen Rückkehrer bei ihrer Einreise nach Deutschland in der Regel für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie nicht einen negativen Corona-Test vorlegen können.

27.8.2020 • 12:29 Uhr

Südkorea stellt nach Corona-Infektion Parlamentsbetrieb ein

Das südkoreanische Parlament hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und eines positiv getesteten Parlamentsjournalisten seinen Betrieb vorübergehend eingestellt. Die Behörden ordneten an, sowohl das Parlamentsgebäude in Seoul als auch ein Gebäude mit Abgeordnetenbüros vorerst zu schließen. Zuvor war ein Foto-Journalist, der am Mittwoch über ein Treffen der Regierungspartei berichtet hatte, positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als zehn Abgeordnete der Regierungspartei, darunter die Partei- und Fraktionschefs, begaben sich daraufhin in Quarantäne. Auch die Parteien der Opposition sagten geplante Treffen vorerst ab.

Das Parlament in Südkorea muss bereits zum zweiten Mal wegen des Coronavirus schließen. Zum ersten Mal hatten die Behörden im Februar den Parlamentsbetrieb eingestellt, nachdem ein Teilnehmer einer Veranstaltung positiv getestet worden war. Südkorea hatte die erste Corona-Welle rasch unter Kontrolle bekommen und wurde mit seiner Strategie "nachverfolgen, testen, behandeln" zum weltweiten Vorbild. Mittlerweile gibt es aber eine Reihe neuer Infektionsherde im Land. Heute meldeten die Behörden 441 Neuinfektionen, die meisten im Großraum Seoul. Insgesamt wurden in Südkorea bisher 18.706 Corona-Fälle registriert.

27.8.2020 • 12:24 Uhr

Frankreich will landesweite Ausgangsbeschränkungen verhindern

Frankreich will trotz des Wiederaufflammens der Coronavirus-Pandemie eine neue landesweite Ausgangssperre vermeiden. Das sei zu schaffen, wenn alle mitarbeiten würden, sagte Premierminister Jean Castex. "Je mehr Aktivitäten eingestellt werden, je mehr sich die wirtschaftliche und soziale Krise vertieft, desto dramatischer werden die menschlichen Folgen sein." Das Krankenhaussystem sei im Hinblick auf Betten, Masken, Medikamente und Beatmungsgerätebereit bereit für eine mögliche neue Welle, so Castex. Eine Situation wie im Frühjahr solle jedoch unbedingt verhindert werden.

Frankreichs Regierung hatte sich in der Vergangenheit bereits für regionale Beschränkungen ausgesprochen. So müssen etwa Bars und Restaurants in Marseille, das schwer getroffen ist, um 23 Uhr schließen. Castex erklärte, dass es am Ende der Ausgangsbeschränkungen Mitte Mai weniger als 1000 neue Corona-Infektionen pro Tag in Frankreich gegeben habe. Jetzt sei man bei mehr als 3000. "Natürlich sind diese Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren, wir testen viel mehr Menschen. Aber diese Zunahme der Tests erklärt nicht alles", so der Premier. "Die Zahl der Krankenhauseinweisungen beginnt langsam aber sicher zu steigen", warnte er.

27.8.2020 • 12:21 Uhr

Eilantrag gegen Verbot von Corona-Demo

Gegen das Verbot der am Samstag in Berlin geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik haben die Anmelder Widerspruch beim Verwaltungsgericht der Hauptstadt eingelegt. Ein entsprechender Eilantrag sei per Fax eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher. Wann mit einer Entscheidung darüber zu rechnen sei, stehe noch nicht fest. Dass noch heute entschieden werde, sei eher unwahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen. "Spätestens aber am Freitag."

Die Veranstalter-Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart hatte am Mittwoch angekündigt, gegen das Verbot der Polizei vorzugehen und - wenn nötig - auch das Oberverwaltungsgericht und das Bundesverfassungsgericht anzurufen. Auch in früheren ähnlichen Fällen haben alle drei Instanzen innerhalb kurzer Zeit entschieden. Die Polizei will ebenfalls im Fall einer Niederlage vor dem Verwaltungsgericht in die nächste Instanz gehen. Zu der Kundgebung am Samstag hatte die Initiative 22.000 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor angemeldet.

27.8.2020 • 11:50 Uhr

Milliardeneinbußen für Tourismus im Großraum Paris

Die Tourismusbranche in Paris und im Umland der Hauptstadt hat massive Einbußen durch die Coronavirus-Pandemie erlitten: Im ersten Halbjahr betrug das Umsatzminus 6,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Tourismusverband der Region Ile de France mitteilte. Die Zahl der Besucher brach auf gut neun Millionen ein. Das waren nicht einmal halb so viele wie ein Jahr zuvor, als noch fast 24 Millionen Gäste gezählt wurden.

Touristinnen im Pariser Palais Royal | IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc

Touristinnen im Pariser Palais Royal Bild: IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc

27.8.2020 • 11:43 Uhr

Post-Chef Appel sieht kein Ende der Globalisierung

Post-Chef Frank Appel erwartet kein Ende der Globalisierung wegen der Corona-Krise. "In der Pandemie zeigt sich: Globalisierung ist nicht das Problem, sondern die Lösung", sagte der Vorstandsvorsitzende auf der virtuellen Hauptversammlung des Logistikkonzerns. Erst die Globalisierung ermögliche die weltweite Forschung nach einem Impfstoff gegen die Pandemie.

Sie ermögliche aber auch die Versorgung der Menschen mit den Dingen des tägliche Bedarfs und helfe die wirtschaftlichen Folgen der Krise durch stabile Lieferketten und durch den Zugang zum Weltmarkt zu mildern.

27.8.2020 • 11:27 Uhr

Von der Leyen: Corona-Regeln gelten auch für EU-Kommissare

Nach dem Rücktritt von EU-Handelskommissar Phil Hogan soll Kommissionsvize Valdis Dombrovskis das wichtige Ressort zunächst übergangsweise übernehmen. Wer Hogan dauerhaft ersetzen soll, werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Sie forderte Irland auf, sowohl einen Mann als auch eine Frau für die irische Position in der Kommission zu nominieren.

Hogan war wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen in seinem Heimatland Irland am Mittwochabend zurückgetreten. Von der Leyen dankte dem 60-Jährigen ausdrücklich, der zuvor bereits Agrarkommissar in Brüssel war. Sie betonte jedoch, dass sie während der Pandemie - einer Zeit drastischer Einschnitte und Beschränkungen für die Bürger - auch von ihren Kommissaren die Einhaltung der Corona-Regeln erwarte.

Hogan hatte bei einem Heimatbesuch in Irland vom 31. Juli bis 22. August aus Sicht der irischen Regierung mehrere Pandemie-Auflagen verletzt, darunter Quarantänepflichten und Bewegungseinschränkungen. Die Affäre begann mit einem Dinner in einem Golfclub, an dem etwa 80 Personen teilgenommen hatten - weit mehr als zulässig. Der 60-Jährige hatte sich tagelang verteidigt und Vorwürfe nur nach und nach eingeräumt.

Phil Hogan | AFP

Phil Hogan musste vom Amt des EU-Handelskommissars zurücktreten, weil er sich nicht an Pandemie-Auflagen gehalten hatte. Bild: AFP

27.8.2020 • 11:12 Uhr

Podcast mit Christian Drosten wird fortgesetzt

Der preisgekrönte NDR-Podcast "Coronavirus-Update" mit Christian Drosten kommt am Dienstag aus der Sommerpause zurück. Neben dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, wird fortan auch die Virologin Sandra Ciesek ein regelmäßiger Gesprächsgast des Podcasts sein. Die beiden Wissenschaftler werden sich im Gespräch mit NDR-Info-Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig wochenweise abwechseln. Ciesek arbeitet an Medikamenten gegen Covid-19, am 8. September wird die Professorin von der Goethe-Universität erstmals im Podcast zu hören sein. Das "Coronavirus-Update" wurde mit dem Grimme Online Award und dem Preis der Bundespressekonferenz ausgezeichnet.

27.8.2020 • 11:03 Uhr

Karlsruhe weist Eilantrag gegen Testpflicht für Reiserückkehrer ab

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten abgelehnt. Der Wunsch von Einzelnen, sich keinem Test unterziehen zu müssen, habe gegenüber dem Interesse der Allgemeinheit an der Eindämmung und Kontrolle des Infektionsgeschehens zurückzutreten, entschieden die Richter. Der Beschluss vom 25. August wurde heute in Karlsruhe veröffentlicht (Az. 1 BvR 1981/20).

Geklagt hatte eine Familie, die im Moment Urlaub auf Mallorca macht und am Samstag zurückkommen will. Die spanische Ferieninsel ist seit dem 14. August als Risikogebiet eingestuft. Die Kläger wollten dem derzeit verpflichtenden Corona-Test bei der Einreise aus dem Weg gehen. Die "Zwangstestung" verletze ihre körperliche Integrität, sie müssten gegen ihren Willen eine ärztliche Behandlung dulden.

Über die gleichzeitig eingereichte Verfassungsbeschwerde ist damit noch nicht entschieden. Sie ist weiter beim Gericht anhängig.

27.8.2020 • 10:49 Uhr

ifo-Umfrage: Gefahr von Jobverlusten sinkt

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt deutet sich laut einer Umfrage des ifo-Instituts eine Verbesserung der Lage an. "Die deutschen Unternehmen fahren ihre Entlassungspläne zurück", hieß es in einer Mitteilung des Münchener Forschungsinstituts. Das auf der Basis von Umfrageergebnissen ermittelte Beschäftigungsbarometer sei im August auf 95,4 Punkte gestiegen - nach 93,2 Punkten im Juli. Der Indexwert liegt damit nur noch knapp unter dem Wert vor der Corona-Krise. Im Verlauf des Jahres 2019 stand das Barometer bei etwa 100 Punkten. In der Krise war es im April auf 86,4 Punkte eingebrochen.

"Auf dem deutschen Arbeitsmarkt steht eine Trendwende bevor", so die Ifo-Experten. Die Ergebnisse der Befragung im August hätten erste Signale für Neueinstellungen gezeigt. In der Industrie sei das Beschäftigungsbarometer deutlich gestiegen. Allerdings wollen nach wie vor mehr Industriefirmen Mitarbeiter entlassen als einstellen. Im Dienstleistungssektor gebe es hingegen erste Anzeichen für Neueinstellungen. "Insbesondere in der IT-Branche werden neue Mitarbeiter gesucht", hieß es vom Ifo. Dagegen sei der Handel weiter zurückhaltend bei der Personalsuche. Hier werde tendenziell mit Entlassungen gerechnet.

27.8.2020 • 10:43 Uhr

Gewerkschaftsbund fordert Stärkung der Ausbildung in der Krise

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert auch angesichts der Corona-Krise eine gesetzliche Ausbildungsgarantie. "Jeder Jugendliche muss ein Angebot auf einen Ausbildungsplatz oder eine überbetriebliche Ausbildung erhalten", sagte DGB-Vizevorsitzende Elke Hannack bei der Vorstellung des Ausbildungsreports. "Das Nebeneinander von Fachkräftemangel und hoher Ausbildungslosigkeit ist Gift für unsere Gesellschaft", kommentierte Hannack den sich in der Pandemie verschärfenden Trend von Jugendlichen, die keine Ausbildung fänden.

Einer Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung zufolge könnte die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2020 auf insgesamt rund 460.000 sinken. Im Handwerk etwa wurden bis Ende Juli 13 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als noch im Vorjahr.

27.8.2020 • 10:40 Uhr

Höchster Anstieg an Neuinfektionen in Südkorea seit März

Nach dem höchsten Tagesanstieg von Corona-Neuinfektionen in Südkorea seit fast sechs Monaten erwägen die Behörden eine weitere Verschärfung der Regeln zur Vermeidung sozialer Kontakte. Am Mittwoch übertraf die Zahl der täglich erfassten Fälle zum ersten Mal seit Anfang März wieder die Marke von 400. Die Gesamtzahl der Infektionen erhöhte sich um 441 auf 18.706, wie die Zentren für Gesundheitskontrolle und Prävention mitteilten. Bisher wurden 313 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Schon seit zwei Wochen liegt der tägliche Anstieg im dreistelligen Bereich. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Seoul und die umliegende Region.

27.8.2020 • 10:36 Uhr

Lufthansa kritisiert Quarantänepläne für Reiserückkehrer

Die Lufthansa fürchtet neue Unsicherheit und Buchungsrückgänge, sollten Corona-Tests für Reiserückkehrer durch eine Quarantänepflicht ersetzt werden. "Wenn wir die Tests abschaffen und jeden direkt in Quarantäne schicken, droht uns ein zweiter Lockdown, und das, obwohl wir uns große Mühe gegeben haben, diese Testzentren innerhalb kürzester Zeit aufzubauen", sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister dem "Spiegel". Auch Reisewarnungen führten regelmäßig zu Buchungseinbrüchen. "Deshalb sind wir auch für den September und Oktober nicht mehr so optimistisch, wie wir das noch vor Kurzem waren", so Hohmeister. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte vorgeschlagen, die kostenlosen Corona-Tests nach der Sommerreisesaison abzuschaffen und stattdessen auf eine vorübergehende verpflichtende Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten zu setzen.

Lufthansa-Flugzeuge stehen auf einem Rollfeld. | REUTERS

Die Lufthansa verzeichnet Buchungseinbrüche wegen Reisewarnungen und sorgt sich vor einer Quarantänepflicht. Bild: REUTERS

27.8.2020 • 09:35 Uhr

Gewerkschaft: Zugbegleiter können Maskenpflicht nicht durchsetzen

Zugbegleiter dürfen aus Gewerkschaftssicht nicht dafür verantwortlich gemacht werden, die Maskenpflicht in der Bahn durchzusetzen. "Wir haben jeden Tag Übergriffe. Wir wollen die Kollegen nicht ans Messer liefern", sagte der Vize-Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel. Die Gewerkschaft fürchtet, dass die Ministerpräsidenten bei ihrer heutigen Tagung dem Zugpersonal im Fernverkehr über die Beförderungsbedingungen die Aufgabe übertragen, die Maskenpflicht zu kontrollieren, sie durchzusetzen und Verstöße zu sanktionieren. Aus Sicht der EVG kann diese hoheitliche Aufgabe allein die Bundespolizei wahrnehmen. Dazu sei eine ausreichende Zahl von Polizisten notwendig, außerdem bundesweit einheitliche Bußgelder. Hommel sagte zur Maskenpflicht: "Wenn der Staat sie nicht durchsetzen kann, dann müssen die Züge stehen bleiben."

27.8.2020 • 09:10 Uhr

Merkel: Großveranstaltungen sollen bis Jahresende verboten bleiben

Angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen sollen nach den Vorstellungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. Ausnahmen könne es in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben, heißt es nach Informationen der Nachrichtenagenturen dpa und AFP in einer Beschlussvorlage des Bundes für die heutige Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten. Demnach spricht sich Merkel auch dafür aus, Feiern im Privatbereich auf 25 Teilnehmer zu beschränken. Bevorzugt sollten diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden.

In der Beschlussvorlage des Bundes heißt es weiter, auf neue Lockerungen solle verzichtet werden. Die Hygiene-Regeln seien generell einzuhalten und bei Verstößen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bußgeld erhoben werden. Außerdem sollen nach dem Willen der Kanzlerin die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum 15. September beendet werden. Reiserückkehrer aus Risikogebieten seien in jedem Fall verpflichtet, sich unverzüglich für 14 Tage nach ihrer Einreise in Quarantäne zu begeben.

27.8.2020 • 08:46 Uhr

Fast jeder Zweite für Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland befürworten eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" sagten 46,5 Prozent der Befragten, sie hielten eine entsprechende Corona-Schutzmaßnahme für richtig. 37 Prozent lehnten demnach einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz ab. 16,5 Prozent äußerten sich unentschieden.

Die Ablehnung einer generellen Maskenpflicht am Arbeitsplatz ist laut Umfrage unter Anhängern von AfD und FDP am größten. Die Anhänger der anderen im Bundestag vertretenen Parteien seien mehrheitlich dafür. Während im Westen des Landes rund jeder Zweite eine Maskenpflicht befürworte, tue dies im Osten nur rund jeder Dritte.

27.8.2020 • 08:39 Uhr

Berliner Innensenator verteidigt Demo-Verbot

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat das Verbot der geplanten Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt verteidigt. Es sei eine "schwierige Entscheidung" gewesen, sagte der SPD-Politiker im rbb-Inforadio. Die Grundrechte Versammlungsfreiheit und Unversehrtheit des Lebens hätten gegeneinander abgewogen werden müssen. "Aus der Erfahrung der Demonstration vom 1. August haben wir gesagt, da wird ganz bewusst gegen den Infektionsschutz verstoßen, das ist das Ziel dieser Demonstration."

"Bei der Versammlungsfreiheit halten wir viel aus", sagte Geisel weiter, "aber jetzt befinden wir uns in einer Pandemie, und da endet das Recht des Einzelnen, sich zu verwirklichen da, wo er andere Menschen gefährdet. Und genau an dieser Stelle haben wir eingegriffen - nicht politisch, sondern, um Infektionsschutz durchzusetzen. Versammlungsfreiheit bedeutet ja nicht, dass man das Recht hat, gegen geltendes Recht zu verstoßen".

27.8.2020 • 08:21 Uhr

Schwesig will "auf keinen Fall" einheitliche Regeln für Familienfeiern

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich kurz vor den Beratungen zur Corona-Strategie mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten erneut gegen eine bundeseinheitliche Regelung für Familienfeiern ausgesprochen. "Das werde ich auf keinen Fall mitmachen", sagte sie im Deutschlandfunk. Die Infektionslage vor Ort sei ausschlaggebend. "Wenn alle nach bundeseinheitlichen Regeln rufen, dann sollten wir sie da machen, wo es um Bundes- oder internationale Fragen geht", betonte Schwesig - etwa für Reiserückkehrer aus Risikogebieten oder auch beim Bußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht. Die Akzeptanz der Bevölkerung für Corona-Regeln fehle dann, wenn sie nicht nachvollziehbar seien.

Erstmals seit Juni beraten heute die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Merkel über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie. Grundsätzlich steht die Frage im Raum, ob man wieder zu einheitlichen Regeln gelangen kann, nachdem die Länder in den vergangenen Wochen jeweils eigene Maßnahmen ergriffen hatten.

Schwesig plant Gesetzesinitiative zur Strafverschärfung von Kindesmissbrauch. | dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verlangt nachvollziehbare Corona-Regeln. Bild: dpa

27.8.2020 • 07:48 Uhr

Schweizer BIP bricht um 8,2 Prozent ein

Die Corona-Krise hat der Schweizer Wirtschaft einen historischen Einbruch beschert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sackte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal real um 8,2 Prozent ab, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte. Im Auftaktquartal hatte das Minus 2,5 Prozent betragen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung im Zeitraum April bis Juni um 9,3 Prozent. Volkswirte hatten einen BIP-Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vor- und von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal prognostiziert. Die Schweizer Regierung rechnet 2020 wegen der Virus-Krise mit der stärksten Rezession seit 45 Jahren.

27.8.2020 • 07:42 Uhr

Seehofer fordert Ende der Geisterspiele in der Bundesliga

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich vor dem Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Krise dafür ausgesprochen, Fans zumindest in begrenztem Umfang wieder in die Stadien der Fußball-Bundesliga zu lassen. "Die Bevölkerung versteht es nicht, wenn im Nahverkehr viele Menschen auf engem Raum unterwegs sein dürfen, aber ein Fußballspiel mit wenigen Zuschauern und großen Abständen nicht möglich sein soll", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Bei der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder wird es heute auch um die Frage gehen, ob und wie viele Zuschauer bei Großveranstaltungen wie Bundesligaspielen erlaubt werden. Bislang durften in der Corona-Krise keine Zuschauer in die Stadien.

Man müsse an "konstruktiven Lösungen arbeiten, wie wir die Bundesliga und die zweite Liga wieder mit Publikumsbeteiligung realisieren können", forderte Seehofer, der im Kabinett auch für den Sport zuständig ist. "In einem Stadion mit 80.000 Plätzen kann man durchaus eine nennenswerte Anzahl von Zuschauern unterbringen und dabei alle Infektionsschutzregeln einhalten, wenn die Hygienekonzepte stimmen. Über die konkrete Größenordnung muss man dann reden." Den Vorschlag der Deutschen Fußball Liga, auf Alkohol in den Stadien zu verzichten, unterstütze er ausdrücklich.

Das Foto zeigt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). | dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht Möglichkeiten, trotz der Corona-Pandemie eine "nennenswerte Anzahl von Zuschauern" in Fußballstadien unterzubringen. Bild: dpa

27.8.2020 • 07:27 Uhr

Deutsche Tourismusbranche befürchtet Pleitewelle

Die deutsche Tourismusbranche sieht wegen der Corona-Krise eine Pleitewelle auf sich zurollen. In einer Umfrage des Deutschen Reiseverbands (DRV) gaben mehr als 60 Prozent der Reisebüros an, dass sie sich unmittelbar von der Insolvenz bedroht sähen, wie das "Handelsblatt" berichtet. Bei den Reiseveranstaltern ist es gut die Hälfte, die ihre Lage derart dramatisch einschätzt. Knapp die Hälfte der Reisebüros musste der Umfrage zufolge bereits Mitarbeiter entlassen, ähnlich verhält es sich bei den Reiseveranstaltern.

Laut der DRV-Umfrage beziffern 70 Prozent der Reisebüros ihren derzeitigen Umsatz auf weniger als 25 Prozent der Vorjahreseinnahmen. Bei den Veranstaltern sind es knapp zwei Drittel, die ihren aktuellen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf unter 25 Prozent sehen. 

Eine Beraterin sitzt in einem Reisebüro hinter einer Corona-Schutzscheibe. | dpa

Mehr als 60 Prozent der Reisebüros sehen sich unmittelbar von einer Insolvenz bedroht. Bild: dpa

27.8.2020 • 07:05 Uhr

Kalifornien will tägliche Zahl an Tests mehr als verdoppeln

Nach einem deutlichen Anstieg von Corona-Neuinfektionen will Kalifornien seine Testkapazitäten erheblich ausbauen. Der US-Westküstenstaat werde die tägliche Zahl der Tests in den nächsten Monaten mehr als verdoppeln, kündigte Gouverneur Gavin Newsom an. Ein neues Laboratorium solle täglich 150.000 zusätzliche Tests vornehmen und innerhalb von 24 bis 48 Stunden die Resultate liefern. Derzeit würden in Kalifornien täglich etwa 100.000 Tests durchgeführt, doch die Wartezeit für Ergebnisse liege im Schnitt bei sieben Tagen, sagte Newsom.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat mit knapp 40 Millionen Einwohnern fast 11 Millionen Tests durchgeführt worden. Bislang sind in Kalifornien mehr als 680.000 Corona-Fälle registriert worden, gut 12.500 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Mitte Juli hatte der Staat nach einem Anstieg der Infektionen und der Todesfälle viele Lockerungen seiner Corona-Auflagen wieder rückgängig gemacht. Bars und Kinos mussten schließen, Restaurants dürfen in geschlossenen Räumen keine Gäste mehr bewirten.

27.8.2020 • 06:54 Uhr

Über 47.000 neu registrierte Infektionen in Brasilien

Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Brasilien hat ein halbes Jahr nach dem ersten Corona-Fall mehr als 47.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden erfasst. Damit haben sich insgesamt mehr als 3,7 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 1085 Tote wurden zwischen Dienstagabend und Mittwochabend erfasst, 117.665 Patienten sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet.

Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

27.8.2020 • 06:46 Uhr

Mehr als 75.700 Neuinfektionen in Indien

In Indien sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 75.760 Neuinfektionen bestätigt worden. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf rund 3,31 Millionen. Bislang seien 60.472 Menschen an oder mit dem Virus gestorben, so das Ministerium. Indien verzeichnet nach den USA und Brasilien die meisten Infektionen weltweit.

27.8.2020 • 06:39 Uhr

Musiker Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer

Rockmusiker Udo Lindenberg hat kein Verständnis für Gegner der Corona-Maßnahmen. "Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!", sagte Lindenberg der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn die hirntoten Risikopiloten durch die Aerosole zischen, wird es ganz viele noch erwischen", kritisierte er Maskenverweigerer. "Nur wenn wir alle cool bleiben und uns an die Regeln halten, können wir das Ding unter Kontrolle kriegen." Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Virus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen, "sondern bedroht auch die möglichst schnelle Rückkehr unserer geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland". 

Rockmusiker Udo Lindenberg trägt einen Mund-Nasen-Schutz. | dpa

Rockmusiker Udo Lindenberg nennt Maskenverweigerer "hirntote Risikopiloten". Bild: dpa

27.8.2020 • 05:25 Uhr

1507 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter nach RKI-Angaben 1507 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1576. Seit Beginn der Krise haben sich 237.936 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9285. Seit dem Vortag wurden fünf zusätzliche Todesfälle gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 211.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

27.8.2020 • 04:37 Uhr

UN: Ein Drittel der Schulkinder in Corona-Krise ohne Fernunterricht

Mindestens ein Drittel aller Schulkinder der Welt hat einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef zufolge in der Corona-Krise nicht an Fernunterricht teilnehmen können. Rund 463 Millionen Kindern weltweit sei es während der Corona-bedingten Schließungen ihrer Schulen nicht möglich gewesen, an jeglicher Art des Fernunterrichts zu partizipieren. In großen Teilen Afrikas seien es beispielsweise fast die Hälfte aller Schulkinder gewesen, in Teilen Asiens und Europas rund ein Drittel. Am stärksten betroffen gewesen seien die jüngsten Schulkinder, sowie Kinder aus armen Haushalten und ländlichen Regionen.

27.8.2020 • 04:00 Uhr

Lockdown im Gazastreifen wird um 72 Stunden verlängert

Nach dem Bekanntwerden weiterer Corona-Fälle außerhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen wird ein Lockdown im Gazastreifen vorerst um 72 Stunden verlängert. Dies teilte ein Vertreter des von der islamistischen Hamas geführten Innenministeriums am späten Abend mit. Eine weitere Verlängerung behielt sich das Ministerium vor. Am Montag waren in dem Palästinensergebiet erstmals Corona-Fälle außerhalb von Quarantäne-Einrichtungen festgestellt worden. Die Hamas-Regierung hatte daraufhin einen zweitägigen Lockdown in dem dicht besiedelten Gebiet verhängt. Am Mittwoch wurden weitere solcher Infektionen gemeldet. Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Entgegen vieler Befürchtungen verlief die Pandemie aber dort bislang glimpflich.

27.8.2020 • 03:33 Uhr

Städte wollen einheitlichen Bußgeldkatalog bei Corona-Verstößen

Vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder zur Lage in der Corona-Krise fordern die Städte einen bundesweit einheitlichen Bußgeldkatalog bei Nichtbeachtung von Corona-Auflagen. "Wünschenswert wären bundesweit einheitliche Bußgelder, mit denen Verstöße gegen Corona-Vorschriften geahndet werden", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Maskenverweigerer sollten zum Beispiel in Bussen und Bahnen überall in Deutschland das Gleiche zahlen.

27.8.2020 • 03:33 Uhr

Masken-Verweigerer in Frankreich sticht Kellner nieder

In Nordfrankreich hat ein Mann einen Kellner in einem Restaurant niedergestochen, nachdem dieser ihn zum Tragen einer Atemschutzmaske aufgefordert hatte. Als Tatverdächtiger wurde nach Angaben der Polizei ein 29-Jähriger festgenommen. Der 30-jährige Kellner erlitt bei dem Vorfall in Le Havre in der Normandie eine schwere Brustverletzung. Sein Leben sei jedoch nicht in Gefahr, hieß es von der Polizei, Der Täter hatte das am Strand gelegene Restaurant den Angaben zufolge in betrunkenem Zustand und ohne Maske betreten. Nachdem der Kellner ihn zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert hatte, verließ der 29-Jährige demnach zunächst das Lokal, kehrte dann aber zurück und stach dem Kellner mit einem Messer in die Brust.