Joe Biden verkündet in Philadelphia seinen Plan zum Neustart der US-Wirtschaft. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Biden legt Plan für US-Wirtschaft vor ++

Stand: 11.06.2020 22:01 Uhr

Mehr Tests und Krankengeld: Trump-Herausforderer Biden hat einen Plan zur Öffnung der Wirtschaft vorgelegt. Die Reisewarnung für Schweden bleibt möglicherweise über den 15. Juni hinaus bestehen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Schweden verzeichnet Tagesrekord bei Neuinfektionen
  • NRW lockert weiter: Größere Feiern erlaubt, Bars öffnen
  • UN: Handel bricht vor allem in ärmeren Ländern ein
  • Russland setzt neues Covid-19-Medikament ein
  • Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in den USA registriert
  • Regierungskreise: Corona-Warn-App kostet den Bund rund 20 Millionen Euro
  • 555 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
22:01 Uhr

Das war's für heute

An dieser Stelle beenden wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse. 

21:51 Uhr

WHO: Pandemie beschleunigt sich in Afrika

Die schnelle Verdoppelung der Corona-Infektionsfälle in Afrika zeigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die beschleunigte Ausbreitung der Pandemie auf dem Kontinent. "Es hat 98 Tage gedauert, um 100.000 Fälle zu erreichen, und nur 18 Tage, um die Schwelle von 200.000 zu überschreiten", sagte WHO-Regionaldirektorin Matshidiso Moeti. Selbst wenn die Zahl der in Afrika registrierten Fälle nur drei Prozent der weltweiten Infektionszahlen ausmache, "ist klar, dass sich die Pandemie auf dem Kontinent beschleunigt", sagte Moeti. Bislang konzentriere sich die Pandemie vor allem auf einige Hauptstädte, "aber wir sehen mehr und mehr Fälle auf dem Land". 

Die WHO-Regionaldirektion Afrika gehe nicht davon aus, dass schwere Fälle oder Tote nicht in den Statistiken auftauchen, sagte Moeti. Die im Vergleich zu anderen Kontinenten niedrige Totenzahl könne unter anderem mit der relativ jungen Bevölkerung und den Erfahrungen im Umgang mit anderen Epidemien erklärt werden.

21:33 Uhr

Bierabsatz in Großbritannien auf historischem Tiefstand

Die Corona-Krise hat zum Einbruch des Bierkonsums in Großbritannien geführt. Im ersten Quartal sei der Verkauf um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, teilte der britische Bier- und Kneipen-Verband (BBPA) mit. Mit 1,5 Milliarden Pints sei der niedrigste Wert in der 20-jährigen Geschichte des "Bierbarometers" verzeichnet worden. Ausschlaggebend sei der Absatzrückgang in den Pubs gewesen.

Die britische Regierung hatte am 20. März die Schließung von Pubs, Bars und Restaurants angeordnet. In die Statistik flossen somit knapp zwei Wochen ein, in denen die Pubs überhaupt kein Bier ausschenken konnten. BBPA-Chefin Emma McClarkin beklagte die "verheerenden Auswirkungen" der Corona-Krise auf die Brauereien und Pubs in Großbritannien. Sie verlangte Zusagen der Regierung für eine Wiedereröffnung der Kneipen Anfang Juli.

Pub in London | REUTERS

Wegen der Pandemie sind die Pubs geschlossen - laut Bier- und Kneipen-Verband der Hauptgrund für den Absatzrückgang. Bild: REUTERS

21:16 Uhr

US-Regierung gegen neuen Lockdown bei möglicher zweiter Welle

Die US-Regierung lehnt einen erneuten Lockdown bei einer möglichen zweiten Coronavirus-Infektionswelle ab. "Ich denke, wir haben gelernt, dass man mehr Schaden verursacht, wenn man die Wirtschaft dicht macht", sagte Finanzminister Steven Mnuchin im Sender CNBC. Die Coronavirus-Pandemie hat in den USA eine verheerende Wirtschaftskrise ausgelöst. Trump will eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

21:03 Uhr

Fünf 96-Spieler nach Corona-Verstoß vom Training ausgeschlossen

Fünf Spieler des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 sind wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Auflagen vorsorglich aus dem Mannschaftstraining genommen worden. Das teilte der Verein am Abend mit. "Das war Unachtsamkeit, menschliches Versagen", sagte Geschäftsfüher Martin Kind der Nachrichtenagentur dpa. "Dennoch ist das nicht akzeptabel." Zuerst hatte die "Bild" über den Vorfall berichtet. Die Verantwortlichen von Hannover 96 wollen nun über Vereinsstrafen beraten, sagte Kind.

Die Profis, die nicht zum Spieltagskader am vergangenen Sonntag gehörten und die Partie gegen den 1. FC Heidenheim im Fernsehen verfolgt hatten, waren nach dem Spiel gemeinsam in einem Auto ohne Mundschutz nach Hause gefahren. Das ist Personen aus verschiedenen Haushalten untersagt. Die Polizei stoppte das Fahrzeug und verhängte gegen jeden Spieler eine Geldbuße von 250 Euro. Die fünf Profis sind von der Mannschaft getrennt worden und müssen vorerst eine Sondergruppe im Training bilden.

20:49 Uhr

Biden legt Plan zur Öffnung der US-Wirtschaft vor

Joe Biden hat einen Plan zur Öffnung der US-Wirtschaft nach den Corona-Beschränkungen vorgelegt. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten veröffentlichte ein Acht-Punkte-Programm. Er versprach, Tests auf das Virus dramatisch auszuweiten, von der Regierung bezahltes Krankengeld für alle Erkrankten einzuführen und eine nationale Taskforce einzurichten, um ein genaueres Bild von der Ausbreitung der Krankheit zu erhalten. Der ehemalige Vizepräsident hielt einen runden Tisch mit Kommunalpolitikern in Philadelphia ab.

20:12 Uhr

Notenbank: Keine erhöhte Corona-Gefahr durch Geldscheine

Das Bezahlen mit Geldscheinen erhöht nach Angaben der französischen Notenbank nicht das Risiko einer Coronavirus-Infektion. "Wissenschaftliche Analysen durch anerkannte europäische Labors haben in den vergangenen Wochen bestätigt, dass von Banknoten im Alltag keine höhere Infektionsgefahr ausgeht als von anderen Oberflächen", erklärte die Banque de France. Untersuchungen hätten ergeben, dass das Virus zehn bis hundert Mal länger auf Edelstahl - zum Beispiel Türklinken - überlebe als auf einem Geldschein. Weitere Analysen hätten gezeigt, dass sich das Virus schwerer auf porösen Oberflächen verbreite als auf glatten Oberflächen wie etwa Plastik. Von der Verwendung von Geldscheinen gehe im Alltag folglich kein besonderes Ansteckungsrisiko aus, solange die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingehalten würden.

20:06 Uhr

Proteste in Brasilien: Gräber am Strand von Copacabana

Aktivisten haben auf dem Strand der Copacabana in Rio de Janeiro 100 Gräber in den Sand gegraben, um an die Corona-Toten Brasiliens zu erinnern. Das Land ist von der Pandemie stark betroffen: Nach offiziellen Angaben wurden etwa 40.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Der Unmut über Präsident Jair Bolsonaro ist so groß geworden, dass Tausende Brasilianer auf die Straße gehen. Sie werfen ihm einen fahrlässigen Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Bolsonara spricht bei Covid-19 von einer "leichten Grippe" und lehnt Einschränkungen sowie Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus ab. Für Sonntag sind wieder Proteste angekündigt.

Eine Aktivistin der NGO "Rio de Paz" nimmt an einer Protestaktion teil, bei der 100 Gräber als Symbol für die Corona-Toten in Brasilien in den Strand der Copacabana gegraben wurden. | REUTERS

Mehr als 770.000 Menschen haben sich in dem größten Land Lateinamerikas bislang mit Sars-CoV-2 infiziert. Bild: REUTERS

19:39 Uhr

Airbnb verzeichnet Wiederanstieg an Buchungen

Der Wohnungsvermittler Airbnb beobachtet, dass die Nachfrage nach Reiseunterkünften durch die Lockerungen in der Corona-Krise wieder steigt . "Unsere Buchungszahlen zeigen, dass die Reiseaktivität wieder auf die Beine kommt", erklärte die Online-Plattform. So habe es zwischen dem 17. Mai und dem 6. Juni mehr Buchungen auf Airbnb gegeben als im Vorjahreszeitraum. Dabei geht der Trend zu nahegelegenen Reisezielen: Die Nutzer würden sich derzeit insbesondere für Reisen nicht allzu weit von ihrem Wohnort interessieren, teilte das Unternehmen mit. Demnach wurden bei mehr als der Hälfte aller Buchungen im Mai Unterkünfte ausgewählt, die sich höchstens 320 Kilometer entfernt vom Wohnort befinden. 

19:18 Uhr

Warum die Zahl der Infizierten in den USA wieder steigt

Mehr als zwei Millionen Infizierte - die USA haben in der Corona-Krise eine weitere symbolträchtige Marke überschritten. Die Zahl der Toten liegt mittlerweile bei über 112.000. Die Erklärungen dafür sind vielfältig, berichtet Sebastian Hesse aus dem ARD-Studio Washington.

18:32 Uhr

Reisewarnung für Schweden bleibt möglicherweise bestehen

Die Reisewarnung für Touristen bleibt möglicherweise auch für Schweden über den 15. Juni hinaus bestehen. Das Auswärtige Amt weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass das EU-Land derzeit die Kriterien für eine Aufhebung nicht erfülle. "Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von weniger als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen, bleibt die Reisewarnung bestehen oder wird wieder ausgesprochen. Dies gilt aktuell für Schweden", heißt es dort.

Bleibt das so, wird die Reisewarnung am Montag nur für 24 der 26 EU-Partnerländer Deutschlands aufgehoben. Auch Spanien wird noch nicht dabei sein, weil dort noch eine Einreisesperre bis zum 1. Juli gilt.

18:26 Uhr

Bulgarien: "Wohl zweite Welle"

In Bulgarien breitet sich das Coronavirus offenbar erneut stärker aus. Das zunächst kaum von der Pandemie getroffene Land verzeichnete heute mit 104 Neuerkrankungen binnen 24 Stunden einen Rekordwert. Eine ursprünglich bis 14. Juni verhängte "epidemische Ausnahmesituation" soll bis Ende des Monats verlängert werden. Der bisherige Rekord mit 90 Coronavirus-Neuinfektionen an einem Tag war am 24. April gemessen worden.

Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew. Das Virus breite sich jetzt aber vor allem lokal in Netzwerken, sogenannten Clustern, aus. Die Situation könne unter Kontrolle gebracht werden. Regierungschef Boiko Borissow appellierte, weiter Distanz zu anderen Menschen zu halten.

17:51 Uhr

Schweden verzeichnet Rekordanstieg bei Neuinfektionen

Schweden hat die bislang höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. 1474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Der Anstieg sei eine "direkte Konsequenz vermehrter Tests". Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4814.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl Schwedens sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Die Sterblichkeitsrate liegt ebenfalls höher als in anderen nordischen Staaten. Schweden hat in der Krise mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt.

17:47 Uhr

Corona-Hilfen: Visegrad-Staaten fordern faire Verteilung

Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei fordern Änderungen bei der Verteilung der Mittel aus dem geplanten Corona-Wiederaufbaufonds der EU. "Es darf nicht sein, dass arme Länder für die reichen zahlen müssen", sagte der tschechische Regierungschef Andrej Babis nach einem Treffen der sogenannten Visegrad-Gruppe dem Sender CT. Sehr wichtig sei eine hohe Flexibilität bei den Vergabekriterien, ergänzte der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Für die mitteleuropäische Region seien Investitionen in die Infrastruktur wie Autobahnen und Eisenbahnstrecken vorrangig. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban erwartet keine baldige Einigung auf den Corona-Aufbauplan. An dem Entwurf der EU-Kommission müsse noch viel gearbeitet werden.

Der 750 Milliarden Euro schwere Wiederaufbauplan soll den Mitgliedstaaten helfen, die durch die Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Krise zu überwinden. Dafür sollen gemeinsam Kredite aufgenommen werden. Hauptprofiteure dürften Italien und Spanien sein.

 Andrej Babis (hinten,r), Ministerpräsident von Tschechien, und Mateusz Morawiecki (hinten,l), Ministerpräsident von Polen, sind im Gespräch mit Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, während eines Treffens der Ministerpräsidenten der Visegrad-Gruppe. | dpa

Ungarns Ministerpräsident Orban, Polens Regierungschef Morawiecki und Tschechiens Ministerpräsident Babis sind mit der geplanten Verteilung der Mittel unzufrieden. Bild: dpa

17:16 Uhr

Medienbericht: Scholz plant 210 Milliarden Euro Corona-Schulden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant laut einem Zeitungsbericht in diesem Jahr mittlerweile mit einer Nettokreditaufnahme von rund 210 Milliarden Euro. Das Volumen des geplanten zweiten Nachtragshaushalts werde sich auf rund 50 Milliarden Euro belaufen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Zuletzt war Scholz von einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von rund 30 Milliarden Euro ausgegangen.

Bereits zu Beginn der Corona-Krise hatte die große Koalition einen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro beschlossen. Zwar hat die Bundesregierung dem Bericht zufolge daraus noch etwas mehr als 60 Milliarden Euro übrig. Diese Mittel reichten aber nicht aus, um die im Konjunkturprogramm beschlossenen Maßnahmen zu finanzieren. Zudem belasten milliardenschwere Zuschüsse an die Sozialversicherungen den Bundeshaushalt. Dieser wird laut "Handelsblatt" somit in diesem Jahr von den ursprünglich geplanten 362 Milliarden Euro auf weit über eine halbe Billion Euro anwachsen. 

16:48 Uhr

WHO meldet 200.000 Corona-Fälle in Afrika

Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mehr als 200.000 nachgewiesene Corona-Fälle verzeichnet. Zudem seien mehr als 5600 Menschen gestorben, teilte die WHO mit. Demnach ist Südafrika mit 25 Prozent der Fälle am stärksten betroffen. Mehr als 70 Prozent der Todesfälle gebe es in nur fünf Ländern: Algerien, Ägypten, Nigeria, Südafrika und im Sudan.

16:19 Uhr

NRW lockert weiter: Größere Feiern erlaubt, Bars öffnen

Nordrhein-Westfalen lockert ab Montag weitere Corona-Beschränkungen. Seit den ersten Lockerungen am 20. April sei die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 75 Prozent zurückgegangen, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit. Das erlaube weitere Schritte "in eine verantwortungsvolle Normalität zu gehen". Private Feste wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage sind nun mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt. Hygieneregeln und eine Datenerfassung der Gäste bleiben aber Pflicht. Öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sind mit bis zu 100 Personen erlaubt - aber mit 1,5 Metern Mindestabstand und der Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer.

Außerdem können Bars nach den für die übrige Gastronomie geltenden Hygiene- und Infektionsschutzregeln wieder öffnen. Diskotheken und Bordelle bleiben geschlossen. In Theatern, Konzertsälen und anderen Veranstaltungsorten mit festen Sitzplätzen entfällt die Abstandsregel. Die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen gelten weiterhin.

16:08 Uhr

Gericht: Keine generelle Quarantäne bei Einreise nach Berlin

Wer aus einem Staat außerhalb der EU nach Berlin einreist, muss nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts nicht automatisch in Corona-Quarantäne. Nach dem Infektionsschutzgesetz dürfe diese Maßnahme nur gegenüber Kranken und Krankheits- oder Ansteckungsverdächtigen angeordnet werden, teilte das Gericht mit. Die pauschale Annahme, dass alle aus Staaten außerhalb der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien einreisenden Personen ansteckungsverdächtig sind, sei rechtlich nicht zu halten.

Damit bekam ein Deutscher Recht, der laut Gerichtsangaben in Kürze von Mexiko zu seinem Wohnort nach Berlin zurückfliegen wollte. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes sieht bei Einreisen aus sogenannten Drittstaaten eine 14-tägige Selbstisolation vor. Gegen das Urteil kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden. (VG 14 L 150.20)

15:54 Uhr

Massentests bei Erntehelfern auf bayerischem Spargelhof

Nach 21 positiven Corona-Tests bei Erntehelfern auf einem Spargelhof im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg hat das dortige Gesundheitsamt 500 Mitarbeiter des Betriebs getestet. Unter ihnen gebe es weitere Corona-Fälle, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Bei 200 dieser Mitarbeiter stehe das Ergebnis noch aus. Symptome traten demnach bei keinem der Getesteten auf.

15:48 Uhr

Zahl der Asylanträge in Europa im April auf tiefstem Stand seit 2008

Die Zahl der Asylanträge ist in der EU im April um 87 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit 2008. Hintergrund seien die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, teilte die europäische Asylbehörde EASO mit. Es seien nur 8730 Asylanträge registriert worden, der niedrigste Wert der vergangenen zwölf Jahre. 

Vor der Corona-Krise seien anhaltend hohe Antragszahlen verzeichnet worden. Die Entwicklung sei also eher ein Zeichen für die Auswirkungen der Corona-Krise als ein Hinweis darauf, dass die Anträge auf internationalen Schutz langfristig abnehmen. Der Bericht nennt die Zahlen aller EU-Staaten sowie Norwegens und der Schweiz, nicht aber Großbritanniens.

15:40 Uhr

Stadtforscher: Innenstädte stehen vor "gewaltigem Umbruch"

Die Corona-Krise könnte die Innenstädte grundlegend verändern: Der Umsatz sinkt, Büros stehen leer. Es könnte ihr Niedergang sein, sagt der Stadtforscher Thomas Krüger im tagesschau.de-Interview - aber auch eine Chance.

15:35 Uhr

Maas: Corona-Lage ist fragil

Bundesaußenminister Heiko Maas mahnt angesichts der wieder gestiegenen Infektionszahlen in Deutschland die Einhaltung der Corona-Maßnahmen an. "Die Entwicklung zeigt, dass die Lage nach wie vor fragil ist", sagte er. Wenn das Infektionsgeschehen wieder zunehme, müsse man notfalls auch wieder bereits gelockerte Restriktionen verhängen.

Mit Blick auf eine mögliche Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei sagte Maas, dass sein Ministerium mit der türkischen Regierung und den Behörden in engem Kontakt stehe. Ob und wann die Warnung aufgehoben werden könne, hänge unter anderem vom Infektionsgeschehen und den Kapazitäten des örtlichen Gesundheitssystems ab. Dies gelte auch für andere Nicht-EU-Länder.

15:09 Uhr

Ägypten will einige Urlaubsorte ab 1. Juli für Touristen öffnen

Nach einer monatelangen Grenzschließung wegen des Coronavirus will Ägypten einige seiner Urlaubsorte ab 1. Juli wieder für Touristen aus dem Ausland öffnen. Der Flugverkehr in die "am wenigsten vom Virus betroffenen" Küstenregionen solle dann wieder aufgenommen werden, sagte Informationsminister Osmaa Haikal. Der staatliche Nachrichtenseite "Al-Ahram" zufolge sind dies Marsa Matruh am Mittelmeer, der Süden der Sinai-Halbinsel sowie das Rote Meer. Dort liegen auch Ägyptens beliebteste Badeorte Hurghada und Scharm el Scheich.

Leerer Strand in Hurghada | dpa

Zuletzt war der Strand im Badeort Hurghada menschenleer - das soll sich ab Juli wieder ändern. Bild: dpa

15:06 Uhr

Wirtschaftsministerium weist Kritik an Lufthansa-Rettungspaket zurück

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Kritik der Opposition am Rettungspaket für die Lufthansa zurückgewiesen. "Das Unterstützungspaket für die Lufthansa war und ist wichtig, damit Lufthansa als zentraler deutscher Carrier erhalten bleibt", erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Ohne das Unterstützungspaket der Bundesregierung "hätte das Unternehmen keine Zukunft".

Die Lufthansa erwägt wegen des drastischen Einbruchs in der Corona-Krise den Abbau von 22.000 Vollzeitstellen. Linke und Grüne hatten kritisiert, dass die Bundesregierung dem Konzern im neun Milliarden schweren Rettungspaket keine harten Vorgaben macht, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten.

14:55 Uhr

Gut 1,5 Millionen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in USA

Die Corona-Pandemie wirkt sich weiter auf den US-Arbeitsmarkt aus - jedoch weniger dramatisch als zuvor. Etwas mehr als 1,5 Millionen Menschen stellten in der Woche bis einschließlich 6. Juni einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. In den vergangenen Monaten seit Mitte März war die wöchentliche Zahl in schwindelerregende Höhen geschnellt und hatte zeitweise oberhalb von 6 Millionen gelegen. Zuletzt sanken die Wochenwerte aber nach und nach. In der Vorwoche hatte es 1,9 Millionen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe gegeben. Seit Mitte März haben damit landesweit mehr als 43 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren.

14:39 Uhr

DLRG warnt vor unbewachten Badestellen

Ein ungestörtes Plätzchen zum Schwimmen - gerade in der Corona-Krise suchen sich viele Menschen abseitige Badestellen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sieht darin eine Gefahr und warnt vor der Benutzung unbewachter Gewässer. Die Organisation befürchtet, dass die Schwimmfertigkeit durch die wochenlang geschlossenen Schwimmbäder und die ausgefallenen Schwimmkurse gesunken ist. Da Freibäder nicht wie gewohnt zugänglich seien und Menschen wegen der Pandemie Abstand suchten, ziehe es viele Menschen an offene Badestellen, sagte Frank Villmow aus dem DLRG-Präsidium. Die Gefahr zu ertrinken sei dort höher als in Gewässern, die von Rettungsschwimmern überwacht werden.

Schwimmer und Bootsfahrer in einem See | picture alliance / dpa

Die DLRG warnt vor abseitigen Badestellen, die nicht von Rettungsschwimmern überwacht werden. Bild: picture alliance / dpa

14:21 Uhr

UN-Analyse: Handelseinbrüche treffen vor allem ärmere Länder

Der Einbruch im weltweiten Handel trifft ärmere Länder stärker als Industrieländer. Während im April in Industrieländern Importe um 10 und Exporte um 14 Prozent zurückgingen, waren es in Entwicklungsländern bei den Einfuhren 19 und bei den Ausfuhren 18 Prozent, wie aus einer Analyse der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) hervorgeht. Im gesamten ersten Quartal, das auch die Monate vor der Coronavirus-Pandemie umfasst, lagen die Rückgänge sowohl in reichen als auch in armen Ländern noch im einstelligen Bereich.

Am schlimmsten waren die Einbrüche im April in Südasien mit minus 40 Prozent und in Afrika mit minus 36 Prozent. Danach folgte Nordamerika mit minus 32 Prozent, die Region Russland und andere Nachfolgestaaten der Sowjetunion mit minus 27 Prozent und Mittel- und Südamerika mit minus 20 Prozent. Für Europa verzeichnete die Unctad ein Minus von 14 Prozent. In China stiegen die Exporte im April dagegen um drei Prozent. Es handele sich noch um vorläufige Daten, betonte das Unctad-Sekretariat.

Der Einbruch bei den Ausfuhren der Entwicklungsländer sei wahrscheinlich durch reduzierte Nachfrage in den Zielländern zu erklären. Bei den Einfuhren dürften laut Unctad auch Wechselkurse, Sorge vor Schulden und Devisenknappheit eine Rolle gespielt haben.

14:10 Uhr

Covid-Impfstoff: Deutsches Unternehmen erhält Millionen-Kredit der EU

Das deutsche Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus bis zu 100 Millionen Euro von der Europäische Investitionsbank (EIB). Biontech werde den Kredit unter anderem zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten verwenden, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, teilte die EU-Kommission mit.

Biontech hat nach Angaben der Brüsseler Behörde als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Im April startete die erste klinische Studie in Deutschland, gefolgt von einer weiteren klinischen Studie in den Vereinigten Staaten Anfang Mai. Mit vier parallel getesteten Impfstoffkandidaten gehöre das Programm von Biontech zu den umfangreichsten weltweit. Das Mainzer Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu den Impfstoff-Tests.

13:38 Uhr

Hilfswerk befürchtet Anstieg von Kinderarbeit durch Corona-Krise

Das Kinderhilfswerk terre des hommes warnt zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit vor einem massiven Anstieg von Kinderarbeit durch die Corona-Krise. "Für Millionen Kinder in armen Ländern hat die Corona-Pandemie das Gesicht von Hunger und Ausbeutung", sagte Vorstandssprecherin Birte Kötter. Nationale Regierungen und internationale Akteure müssten die Belange armer und benachteiligter Kindern in ihren Corona-Hilfsprogrammen mit Priorität berücksichtigen.

Zudem sollten die Schulöffnungen nach den Lockdowns von flächendeckenden Wiedereinschulungskampagnen begleitet werden, forderte Kötter. International agierende Unternehmen müssten ihre Lieferketten kontrollieren, um die Ausbeutung von Kindern zu verhindern. Terre des hommes befürchte, dass viele Mädchen und Jungen nicht mehr in die Schulen zurückkehren werden, da sie zum Familieneinkommen beitragen müssen.

Millionen Familien in Schwellen- und Entwicklungsländern arbeiteten als Tagelöhner und hätten mit den weltweiten Lockdowns von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen verloren, sagte Kötter. Partnerorganisationen von terre des hommes beobachteten in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas eine deutlich sichtbare Zunahme von Kinderarbeit.

Auf einem Markt in Hyderabad/Pakistan verpacken Kinder Mangos. | NADEEM KHAWAR/EPA-EFE/Shuttersto

Bereits vor der Pandemie mussten den Angaben zufolge 152 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten. Bild: NADEEM KHAWAR/EPA-EFE/Shuttersto

13:08 Uhr

Russland setzt neu zugelassenes Covid-19-Medikament ein

Russland hat sein erstes zugelassenes Medikament gegen die vom Coronavirus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 eingeführt. Die ersten Lieferungen der als Avifavir bekannten antiviralen Arznei seien an mehrere Krankenhäuser gegangen, teilte der russische Staatsfonds RDIF mit, der hinter dem Projekt steht. Sieben der über 80 russischen Regionen seien bereits beliefert worden, sagte RDIF-Chef Kirill Dmitriew. Weitere sollten folgen.

Der russische Staatsfonds RDIF hat Studien finanziert und ist zu 50 Prozent am Pharmaunternehmen ChemRar beteiligt, das Avifavir herstellt. Dmitriew sagte, mehr als zehn Länder hätten das Medikament bereits angefragt. Unlängst hatte der RDIF-Chef Reuters gesagt, ChemRar werde so viel von dem Mittel herstellen, um rund 60.000 Menschen pro Monat behandeln zu können.

In Russland ist mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen mit dem Virus infiziert, über 6500 Menschen sind im Zusammenhang damit gestorben.

12:57 Uhr

Regierungskreise: Corona-Warn-App kostet rund 20 Millionen Euro

Die Entwicklung der Corona-Warn-App des Bundes durch den Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom wird rund 20 Millionen Euro kosten, wie aus Regierungskreisen verlautete. Dazu kommen noch 2,5 bis 3,5 Millionen Euro monatlich für den Betrieb von zwei Hilfshotlines der Deutschen Telekom für App-Anwender.

Die Kosten für die Software-Entwicklung bewegen sich damit am unteren Ende der von der Bundesregierung prognostizierten Größenordnung in Höhe eines "zweistelligen Millionenbetrags". Bei den Kosten für die Callcenter müsse berücksichtigt werden, dass die Anwender nicht in langen Warteschlangen landen sollten. Außerdem wolle man den Service nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Türkisch zur Verfügung stellen.

Die sogenannte Tracing-App soll helfen, Infektionsketten leichter und schneller zu erkennen und nachzuverfolgen. Nach der Veröffentlichung der App soll die Anwendung in den kommenden Wochen immer wieder optimiert und aktualisiert werden.

12:40 Uhr

EU-Kommission: Einreisestopp ab Juli schrittweise lockern

Der in der Corona-Krise verhängte Einreisestopp soll nach Empfehlungen der EU-Kommission bis Ende Juni verlängert und dann schrittweise aufgehoben werden. Bis dahin sollten die EU-Staaten eine Liste von Ländern erarbeiten, für die die Beschränkungen am 1. Juli aufgehoben werden könnten, schlug die EU-Behörde vor. Welche das sein könnten, ließ sie offen.

Grundlage der Entscheidung sollten die epidemiologische Situation in den Ländern sowie deren Reaktion auf das Coronavirus sein. Ebenso solle bei der Entscheidung berücksichtigt werden, ob das Land selbst EU-Bürger einreisen lässt. Konkret wurde die EU-Kommission nur mit Blick auf die sechs Balkanstaaten Albanien, Kosovo, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien. Für sie solle vom 1. Juli an der Einreisestopp aufgehoben werden, weil die epidemiologische Situation dort vergleichbar mit dem EU-Durchschnitt oder besser sei.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Der Einreisestopp war bereits zweimal um jeweils 30 Tage verlängert worden und gilt derzeit bis zum 15. Juni. Es gelten Ausnahmen unter anderem für EU-Bürger, Ärzte und Pflegekräfte.

Für Länder, aus denen ab Juli noch nicht frei wieder eingereist werden darf, plädiert die EU-Kommission für weitere Ausnahmen - etwa für internationale Studierende. Über solche Einreisebeschränkungen kann jedes Land für sich entscheiden. Die EU-Kommission versucht jedoch, das Vorgehen zu koordinieren.

12:27 Uhr

Kinobetrieb läuft nur zögerlich an

In vielen Bundesländern dürfen Kinos unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen. Gerade für die Betreiber kleiner Kinos lohnt sich der Umsatz aber nicht.

12:17 Uhr

Corona dringt in Afrika in ländliche Regionen vor

Die Weltgesundheitsorganisation beobachtete eine Beschleunigung der Coronavirus-Ausbreitung auf dem afrikanischen Kontinent. Die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, betonte bei einer Videokonferenz, dass sie mit einem weiteren stetigen Anstieg der bestätigten Fälle rechne. Ein exponentielles Anwachsen der Erkrankungen sei nicht zu erwarten.

Bisher sei die neuartige Lungenkrankheit in Metropolen konzentriert, allerdings dringe Covid-19 langsam auch in ländliche Gebieten vor. Südafrika und Nigeria seien die am stärksten betroffenen Länder.

Auf dem gesamten Kontinent sind laut WHO ungefähr 200.000 Menschen nachweislich mit dem Corona-Erreger infiziert worden - das seien weniger als drei Prozent der global bestätigten Fälle. Etwa 5000 Menschen seien durch Covid-19 gestorben.

12:08 Uhr

Russland versteht WHO-Skepsis nicht

Die russische Regierung hat Kritik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an den offiziellen Coronavirus-Statistiken zurückgewiesen. Die Zahl der Toten sei nicht ungewöhnlich, betonte Regierungssprecher Dimitri Peskow. Man sei bereit, der WHO die Statistik zu erläutern.

Zuvor hatte die WHO die vergleichsweise niedrige Zahl der Corona-Toten in Russland als "schwer verständlich" bezeichnet.

Nach offiziellen Angaben sind in Russland mehr als 502.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle wird mit 6532 angegeben, was deutlich niedriger ist als in anderen Staaten.

In den USA sind von rund zwei Millionen Infizierten fast 113.000 Menschen gestorben, in Italien starben etwa 34.000 der 235.000 Infizierten und in Deutschland überlebten mehr als 8700 Menschen von 186.000 Erkrankten nicht.

11:56 Uhr

Fronleichnam - katholische Kirche nicht beunruhigt

Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch sieht die Gemeinden gut für Fronleichnam gewappnet. "Wir verpflichten alle, sich deutlich an die Regeln zu halten", sagte Koch im RBB. Hygiene- und Abstandsregeln sowie das Singverbot würden weitgehend beachtet.

Während der Pfingstfeierlichtkeiten hatte es in Stralsund und Grimmen mindestens neun Neuinfektionen durch einen erkrankten Priester gegeben. Die Städte sind Teil des Erzbistums Berlin.

11:40 Uhr

Afghanistan weitet Kampf gegen Coronavirus aus

In Afghanistan soll der Kampf gegen die Corona-Pandemie auf alle Krankenhäuser ausgeweitet werden. Alle Kliniken, auch private Kliniken und Ärzte, sollten gegen die Lungenkrankheit Covid-19 kämpfen, sagte der geschäftsführende Gesundheitsminister Ahmad Dschawad Osmani. "Das Coronavirus grassiert in jedem afghanischen Haus", so Osmani.

Bisher werden in Afghanistan Patienten mit Covid-19 nur in wenigen Krankenhäusern behandelt, die zunehmend überfüllt sind. Auch die Testmöglichkeiten sind beschränkt. Man plane daher nun auch eine Diagnose anhand von Symptomen. Ein Konzept werde entwickelt.

In Afghanistan sind derzeit 22.890 Infektionen mit Sars-Cov-2 bekannt. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. Mehr als 40 Prozent der Tests fielen laut dem UN-Nothilfebüro Ocha positiv aus. Das Land leidet nach rund vier Jahrzehnten Konflikt und Krisen unter medizinischer Unterversorgung. Vielerorts mangelt es an Personal und dringend benötigter Schutzausrüstung gegen das Virus.

11:33 Uhr

Proteste in Nepal gegen Corona-Antwort der Regierung

In Nepal haben knapp 1000 Menschen gegen das Verhalten der Regierung in der Corona-Krise demonstriert. Sie forderten mehr Corona-Tests, einen konkreten Plan zur Eindämmung der Pandemie und zum Ende des Lockdowns. Zudem verlangten sie in der Nähe des Hauses ihres Premierministers in der Hauptstadt Kathmandu, dass Millionen im Ausland gestrandete Arbeiter nach Hause geholt werden. Die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die zunächst friedlichen Demonstranten vor. Mehrere Menschen wurden festgenommen, wie die Polizei der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Am Vortag hatte Nepals Premierminister Khadga Prasad Oli angekündigt, dass der seit Ende März geltende Lockdown phasenweise gelockert werde. Zunächst dürften Läden wieder öffnen und private Autos fahren. Wegen des Lockdowns waren in Nepal Millionen Menschen arbeitslos geworden. Das Land gehört nach UN-Angaben zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde.

11:27 Uhr

Europäische Solidarität in der Krise

Grenzen dicht, Schutzmasken gehamstert - gerade zu Beginn der Corona-Pandemie lief zwischen den EU-Mitgliedern nicht alles rund. Doch ein genauerer Blick zeigt: Es gab auch viel Solidarität. Von Stephan Ueberbach.

11:19 Uhr

DIW will weiteres milliardenschweres Konjunkturpaket

Deutschland braucht aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ein weiteres Konjunkturpaket. Rund 192 Milliarden Euro sollen demnach in den nächsten zehn Jahren investiert werden: etwa in Kitas und Ganztagsschulen, in Schlüsseltechnologien, Unternehmensgründungen, eine Entschuldung der Kommunen und eine Umstiegsprämie für Menschen, die vom Auto auf Fahrrad, Bus und Bahn wechseln. Ziel müsse ein digitaler, ressourcen- und klimaschonender Umbau der Industrienation sein, teilte das Institut mit.

Das vorgeschlagene Paket könne das jährliche Wachstum in den kommenden zehn Jahren um durchschnittlich 0,5 Prozent jährlich erhöhen, so das DIW. Zugleich werde die Beschäftigung um mehr als 800.000 Arbeitsplätze aufgebaut. Das von der Bundesregierung bereits beschlossene Konjunkturprogramm von 130 Milliarden Euro gehe zwar in die richtige Richtung, stabilisiere aber vor allem kurzfristig, sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Das jetzt vorgeschlagene zweite Konjunkturpaket schaffe mehr Arbeitsplätze, als durch die Corona-Krise verloren gegangen seien. Durch höhere Steuereinnahmen finanziere es sich knapp zur Hälfte selbst.

Das Institut rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 8,1 Prozent schrumpft und im nächsten Jahr um 4,3 Prozent wächst. Eine zweite Corona-Welle würde die Prognose weiter trüben.

11:06 Uhr

Schulze will Digitalisierungsschub für die Umwelt nutzen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat mehr Nachhaltigkeit bei der Digitalisierung gefordert. Schulze stellte heute das Ergebnis einer Datenrecherche vor, die das Wuppertal-Institut und Ernst & Young im Auftrag des Bundesumweltministeriums durchgeführt haben. Auf dieser Grundlage zog das Ministerium eine Zwischenbilanz der Corona-Maßnahmen im Hinblick auf Umweltpolitik und Digitalisierung. Demnach hat die Pandemie erhebliche Folgen für beide Bereiche: Dazu gehören weniger Verkehr, mehr Datenvolumen und ein verändertes Einkaufsverhalten.

Laut der Datenanalyse ist der Personenverkehr während der Corona-Krise zurückgegangen, der Datenverkehr dafür um 10 Prozent gestiegen. Schulze will daher erreichen, dass Datenübertragung ressourceneffizienter wird. Der Digitalisierungsschub in Wirtschaft und Verwaltung müsse mit Blick auf den Energieverbrauch nachhaltig sein. Für die Umwelt biete die schnellere Digitalisierung während der Corona-Pandemie Chancen und Risiken. Man müsse nun durch kluge Politik die Chancen für den Umweltschutz nutzen.

10:21 Uhr

Frankreich verliert rund eine halbe Million Arbeitsplätze

Frankreich hat im ersten Quartal 2020 fast eine halbe Million Arbeitsplätze im privaten Sektor verloren. Dies ist auf einen historischen Rückgang der Leiharbeit wegen der Corona-Krise zurückzuführen, wie die Statistikbehörde Insee mitteilte. Hier wurde ein Rückgang von 40 Prozent verbucht. Insgesamt sind demnach in Frankreich im privaten Sektor 497.400 Nettoarbeitsplätze vernichtet worden, hinzu kommen 4900 Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hofft unterdessen, dass sich die Wirtschaftsaktivität im Land im Sommer normalisiert. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit habe "oberste Priorität", sagte er dem Sender LCI.

10:04 Uhr

Grüne fordern Nothilfe-BAföG für Studierende

Die Grünen fordern ein Nothilfe-BAföG von bis zu 450 Euro im Monat für Studierende, die in der Corona-Krise ihren Nebenjob verloren haben. "Viele Studis sind unter massivem Druck, weil ihre Nebenjobs weggefallen sind und weil die Eltern nicht einspringen können", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Der staatliche Zuschuss solle nicht zurückgezahlt werden müssen. "Nothilfe-BAföG heißt unmittelbar, schnell und nicht als Kredit, sondern als Zuschuss", sagte Göring-Eckardt. Sie rechnete vor, dass maximal 1,2 Millionen Studierende den Zuschuss beantragten würden, da etwa 40 Prozent der aktuell drei Millionen Studierenden ihre Jobs verloren hätten.

09:50 Uhr

Russland meldet mehr als 500.000 Infizierte

Russland meldet 8779 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 502.436. Nach offiziellen Angaben sind 174 Menschen innerhalb eines Tages in Folge des Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt nun bei 6532.

09:14 Uhr

Frankreich dringt auf EU-Hilfspaket bis Juli

Frankreich dringt auf eine Einigung in der EU über das geplante 750 Milliarden Euro schwere Hilfspaket bis Juli. "Es gibt keine andere Lösung als eine Einigung bis Juli", sagte Amélie de Montchalin, Staatssekretärin im Europa-Ministerium, dem Hörfunksender BFM Business. "Wenn wir keinen Konjunkturplan haben, werden wir ein Problem haben."

Ende Mai hatte die EU-Kommission den Vorschlag für ein Konjunkturprogramm für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise vorgelegt. Es soll aus einer Kombination von nicht rückzahlbaren Zuwendungen und Krediten bestehen. Besonders hart von der Krise getroffene Länder wie Italien und Spanien sollen den größten Teil der Hilfen erhalten. Die 27 EU-Staaten müssen das Wiederaufbauprogramms einstimmig billigen, bisher gibt es aber noch keine Einigkeit unter den EU-Staaten.

08:52 Uhr

Karliczek: "So viel Normalität wie möglich"

Bildungsministerin Anja Karliczek will bei der Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen nach den Sommerferien auf eine Kombination von digitalem Lernen und Präsenzzeit setzen. Das sagte die CDU-Politikerin im ARD-Morgenmagazin. Man habe allen so viel zugemutet, dass man nun zu so viel Normalität wie möglich zurückkehren müsse. Es gehe um "Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit" nach den Sommerferien, so die Ministerin. An oberster Stelle stehe aber weiterhin der Gesundheitsschutz.

Karliczek befürwortet außerdem den Einsatz von Lehramtsstudierenden in den Schulen während der Corona-Pandemie. Mit einigen Bundesländern gebe es Gespräche darüber, wie Lehramtsstudenten als Unterstützung in den Unterricht eingebunden werden können, sagte die Ministerin. Die Idee sei "auf dem Weg". Grünen-Chefin Annalena Baerbock hatte gestern vorgeschlagen, auch Lehramtsstudierende für den Unterricht heranzuziehen, um den erhöhten Personalbedarf an den Einrichtungen während der Pandemie decken zu können.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Schulen seit Mitte März bundesweit geschlossen. Seit Anfang Mai findet zwar wieder Präsenzunterricht statt, jedoch in stark eingeschränktem Umfang. Viele Kinder können nur tage- oder wochenweise in die Schule gehen.

08:38 Uhr

Datensicherheitsexperten warnen vor betrügerischen Corona-Apps

Datensicherheitsexperten warnen vor betrügerischen Corona-Warn-Apps, die täuschend echt aussehen, aber Nutzerdaten ausspähen. Weltweit gebe es derzeit mindestens ein Dutzend solcher Apps, teilten die Experten des kalifornischen Unternehmens Anomali mit. Einmal installiert, sind die Apps Einfallstor für Schadsoftware oder greifen die Daten der Nutzer ab. Die Experten erklärten, offenbar würden die betrügerischen Apps nicht über die offiziellen Kanäle wie den Google Play Store verbreitet, sondern über andere Apps oder Internetseiten. Die Betrüger nutzten dabei den "bekannten und Angst machenden" Namen des Virus. Den Angaben zufolge tauchten die gefälschten Apps in Armenien, Brasilien, Indien, Kolumbien, Indonesien, Iran, Italien, Kirgistan, Russland und Singapur auf - in manchen Fällen waren es täuschend echte Kopien der jeweiligen Regierungs-App.

Viele Länder entwickeln derzeit Corona-Warn-Apps - in Deutschland soll die App in der kommenden Woche starten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte eine "breit angelegten Kampagne" in Aussicht, die bei den Bürgern für die Verwendung der App werben soll. Die Software soll strenge Vorgaben beim Datenschutz und der Datensicherheit erfüllen.

08:25 Uhr

Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in den USA registriert

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Bis Mittwoch (Ortszeit) wurden 2.000.464 Infektionen registriert, wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Mehr als 112.900 Menschen starben demnach an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die USA sind weltweit das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land. An zweiter und dritter Stelle folgen Brasilien und Russland.

07:50 Uhr

Essen testet Schutzlack für öffentliche Verkehrsmittel

Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus meiden viele Menschen seit Wochen öffentliche Verkehrsmittel. Die Deutsche Bahn will mit einer Hygiene-Offensive Vertrauen schaffen. Die Essener Ruhrbahn hat eine andere Idee: Klarlack. Von Jens Eberl.

06:59 Uhr

Studie: Blutwerte erlauben Prognose über Covid-19-Verlauf

Bei einer Covid-19-Erkrankung lässt sich anhand von zwei Typen von Abwehrzellen im Blut vorhersagen, ob ein Patient einen schweren Verlauf oder nur milde Symptome entwickelt. Dies ergibt eine Studie an 40 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan. Die Befunde seien in Deutschland bei mehreren Patienten bestätigt worden, sagt Co-Autor Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen und Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie. Mehrere Medien hatten zuvor über die im Fachblatt "EBioMedicine" veröffentlichte Studie berichtet.

06:44 Uhr

Virologe im Interview: Den "Super-Impfstoff" gibt es vielleicht nie

Erfolgsmeldungen zur Impfstoffentwicklung häufen sich. Doch das habe mit der Realität oft wenig zu tun, sagt Virologe Keppler im tagesschau.de-Interview. Den "Super-Impfstoff" gegen Corona werde es womöglich nie geben.

06:35 Uhr

US-Behörden sagen Coachella-Festival ab

Das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien soll wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr ganz ausfallen. Die zuständige Gesundheitsbehörde im Bezirk Riverside County teilte mit, dass das Musik-Festival vor 2021 nicht abgehalten werden könne. Die Konzert-Veranstalter äußerten sich zunächst nicht. Das anfangs für Mitte April geplante Coachella-Konzert in Südkalifornien war im März auf Oktober verschoben worden. Mit dem Aufschub würde man den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde folgen, hieß es damals. Als Hauptacts sollten dieses Jahr unter anderem Rage Against the Machine, Travis Scott, Frank Ocean, Lana Del Rey, Big Sean und Calvin Harris auftreten.

Sonnenuntergang über einem Riesenrad auf dem Coachella Festival in Indio, Kalifornien. | AP

Mehr als 125.000 Besucher waren auf dem Festivalgelände in Indio im April erwartet worden. Bild: AP

06:21 Uhr

Trump will Wahlkampfveranstaltungen trotz Corona

Erstmals seit mehr als drei Monaten will US-Präsident Donald Trump voraussichtlich am Freitag kommender Woche wieder eine Wahlkampfveranstaltung abhalten - trotz der andauernden Corona-Pandemie. Trump kündigte an, die erste Kundgebung werde es voraussichtlich am Freitagabend in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma geben. Weitere Veranstaltungen seien in Florida, Texas und Arizona geplant. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte mit Blick auf das Virus, man werde für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen.

Der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, sagte dem Sender Fox News, die geplanten Kundgebungen Trumps würden "laut und ungestüm und groß" werden - anders als die Veranstaltungen des designierten Herausforderers der Demokraten, Ex-Vizepräsident Joe Biden. Murtaugh wies Kritik an Wahlkampfveranstaltungen des Präsidenten während der Pandemie zurück. Er sagte, Trump-kritische Medien hätten sich auch nicht daran gestört, dass bei den Protesten infolge des Todes des Schwarzen George Floyd Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert worden seien. Trump bewirbt sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit.

05:34 Uhr

555 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 555 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.416 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8755 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 26 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

05:08 Uhr

Lateinamerika ist mit 70.000 Todesopfern Coronavirus-Brennpunkt

Lateinamerika entwickelt sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Coronavirus-Brennpunkt. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind in der Region über 70.000 Menschen dem Virus erlegen. Das am stärksten betroffene Land ist Brasilien: Offiziellen Angaben zufolge sind 40.000 Todesfälle verzeichnet, die dritthöchste Zahl an Todesopfern weltweit nach den Vereinigten Staaten und Großbritannien. In Mexiko sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang 15.357 Menschen an den Folgen der Atemwegserkrankung gestorben. Es wird davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt.

05:00 Uhr

Belgischer Prinz verstößt in Spanien gegen Corona-Auflagen

Der belgische Prinz Joachim hat in Spanien gegen die Corona-Auflagen verstoßen und muss daher eine Strafe von 10.400 Euro zahlen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus örtlichen Regierungskreisen. Die Website "El Confidencial" hatte zuerst unter Berufung auf die andalusischen Gesundheitsbehörden über den Fall berichtet. Demnach war "eine Person aus Belgien" Ende Mai eingereist und hatte mit knapp 30 Freunden und Bekannten in einem Wohnhaus in Cordoba gefeiert. Die Zusammenkunft von mehr als 15 Menschen ist dort zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verboten. Zwei Tage nach der Party sei "dieselbe Person aus Belgien" positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

04:39 Uhr

Weltärzte-Chef: WHO braucht mehr Geld für Corona-Kampf in Afrika

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sorgt sich um den Kampf gegen das Coronavirus in Afrika. Die Lage auf der Südhalbkugel sei "dramatisch", vielen Ländern dort fehlten für die Gesundheitsversorgung und für Impfungen breiter Bevölkerungsteile schlicht die Mittel, sagte Montgomery der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Hier muss die Weltgesundheitsorganisation dringend einspringen". Montgomery forderte, dass die Mitgliedsstaaten der WHO daher mehr Geld zur Verfügung stellen müssten. "Denn wenn der Kampf gegen Corona im Süden Afrikas verloren geht, geht er für den ganzen Globus verloren."

04:22 Uhr

Prognose: Möglicherweise 200.000 Tote in den USA bis September

In den Vereinigten Staaten könnte bis September die Zahl der Menschen, die an den Folgen von Covid-19 gestorben sind, bei 200.000 liegen. "Selbst wenn wir keine zunehmenden Fälle haben, selbst wenn wir die Kurve flach halten, ist es realistisch, dass wir irgendwann im September 200.000 Tote erreichen werden", sagte Ashish Jha, der Leiter des Harvard Global Health Institutes, in einem Interview dem Sender CNN.

"Und das ist nur bis September. Die Pandemie wird im September nicht vorbei sein." Jha sagte, dass dies darauf zurückzuführen sei, dass die Vereinigten Staaten das einzige große Land seien, das die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus gelockert habe, ohne zuvor das Fallwachstum auf ein kontrolliertes Niveau zu bringen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau unter anderem am 11. Juni 2020 um 11:00 Uhr.