Zahlreiche Passagiere mit Corona-Schutzmasken stehen auf dem Flughafen in Lissabon Ende Juni 2021 Schlange vor einem Check-In-Schalter. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ EU kritisiert Reisebeschränkungen für Portugal ++

Stand: 29.06.2021 22:13 Uhr

Die EU-Kommission warnt Deutschland vor zu strengen Reisebeschränkungen für Portugal. Flughäfen fürchten Verzögerungen im Betrieb durch die Kontrolle des Impfzertifikats. Die Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Bericht: EU-Fluggastrechte in Pandemie nicht geschützt
  • Regierung: Impfzusage wird früher erfüllt
  • Lauterbach gegen Quarantänepflicht für Portugal-Rückkehrer
  • Kanzleramt für schärfere Kontrollen von Reiserückkehrern
  • RKI meldet 404 Neuinfektionen, 7-Tage-Inzidenz bei 5,4
29.6.2021 • 22:13 Uhr

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29.6.2021 • 21:36 Uhr

Tschechien untersagt Reisen nach Russland und Tunesien

Das tschechische Gesundheitsministerium will Reisen nach Russland und Tunesien untersagen. Grund seien die in diesen Ländern verbreiteten Virus-Varianten, berichtete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Das Reiseverbot trete am Donnerstag für Russland und kommende Woche für Tunesien in Kraft.

29.6.2021 • 21:05 Uhr

Frankreich erwägt Impfpflicht für Pflegekräfte

Frankreich erwägt die Einführung einer Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte im Herbst. Ziel der Regierung sei es, dass bis September 80 Prozent des Pflegepersonals in Seniorenheimen und in Krankenhäusern mindestens eine Impfdosis erhalten haben, schrieb Gesundheitsminister Olivier Véran in einem Brief an die Krankenhäuser und Altenheime im Land. Sollte diese Vorgabe nicht erfüllt werden, werde eine Impfpflicht für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen auf den Weg gebracht.

In den Pflegeheimen und den Einrichtungen für Langzeitpflege seien bislang 55 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal geimpft worden. Dies sei insbesondere mit Blick auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus "unzureichend", betonte Véran. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben 50 Prozent der Franzosen nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens eine Impfdosis erhalten. Ein Drittel der Bevölkerung, rund 22 Millionen Menschen, ist demnach vollständig geimpft.

29.6.2021 • 20:59 Uhr

Mehr als 154 Millionen US-Bürger vollständig geimpft

In den USA sind inzwischen mehr als 154 Millionen Menschen vollständig geimpft worden. Das teilte die Seuchenbehörde CDC mit. Insgesamt seien über 325 Millionen Dosen verabreicht worden. Fast 180 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

29.6.2021 • 20:38 Uhr

Ärger über Quarantäne-Ausnahme in England

Mit Quarantäne-Ausnahmen für hochrangige ausländische Geschäftsleute in England hat die britische Regierung Kritik auf sich gezogen. Opposition und Verbände kleinerer Unternehmen monierten, durch die Regeln werde eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen; kleinere und mittlere Unternehmen würden benachteiligt, berichtete die BBC.

Nach einer neuen Änderung dürfen hochrangige Unternehmer aus dem Ausland, von denen sich Großbritannien große wirtschaftliche Investitionen verspricht, ihre Quarantäne in England für entsprechende geschäftliche Termine verlassen. In diese Kategorie sollen Investitionen fallen, bei denen es wahrscheinlicher als 50 Prozent ist, dass sie mindestens 500 Jobs in Großbritannien schaffen. Vorher ist eine explizite Erlaubnis der britischen Regierung erforderlich. Die Ausnahme soll für Einreisende aus Ländern von der "orangenen" Liste geltende, bei denen nach Einreise normalerweise mindestens fünf Tage Quarantäne fällig sind. Auch Deutschland steht auf dieser Liste.

29.6.2021 • 20:00 Uhr

Viele Corona-Tote in Tunesien

In Tunesien breitet sich die Corona-Pandemie weiter stark aus - allein im Juni sind mehr als 2000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Im selben Zeitraum behandelten Krankenhäuser knapp 3000 Covid-19-Patienten, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Kliniken arbeiten an der Belastungsgrenze und es mangelt an medizinischer Ausrüstung. Das Land setzt deshalb nun auf Hilfe aus dem Ausland: Aus Deutschland sollen etwa laut einer Erklärung von Präsident Kais Saied 25 Beatmungsgeräte geliefert werden. Auch Italien schickt demnach Ausrüstung.

In der vergangenen Woche waren täglich rund 3500 Neuinfektionen gemeldet worden, am Montag waren es knapp 2000. Mehr als jeder dritte Coronatest fällt positiv aus. Auch 18 Fälle der besonders ansteckenden Delta-Variante wurden inzwischen registriert. Besonders betroffen ist die Provinz Siliana - dort beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 700. Das ist die höchste Rate in Tunesien bislang.

29.6.2021 • 19:28 Uhr

RKI: Wenige Infektionen aus dem Ausland eingeschleppt

Bislang machen in diesem Sommer Einreisende aus dem Ausland nur einen recht kleinen Anteil an allen erfassten neuen Corona-Ansteckungen aus. So wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt innerhalb von vier Wochen 1036 Fälle gemeldet, bei denen eine wahrscheinliche Ansteckung im Ausland angenommen wird, wie aus dem RKI-Lagebericht hervorgeht.

Das seien etwa zwei Prozent aller übermittelten Fälle. "Dies zeigt, dass im derzeitigen Infektionsgeschehen reiseassoziierte Fälle eine nachgeordnete Rolle spielen", schreibt das RKI. Allerdings lagen bei 42 Prozent aller Fälle keine Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland vor. Das RKI macht in seinem Bericht weder Angaben zu den Ländern, aus denen Infizierte einreisten, noch unterscheidet der Bericht nach Varianten.

29.6.2021 • 19:07 Uhr

Großbritannien bietet Impfungen vor Weltklimakonferenz in Glasgow an

Um die Weltklimakonferenz in Glasgow im November als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, bietet Großbritannien Teilnehmenden Corona-Impfungen an. Delegierte, Beobachter oder Journalisten, die andernfalls zum Zeitpunkt der Konferenz noch nicht geimpft wären, können sich bis zum 23. Juli für das Impfprogramm anmelden, wie die britische Regierung mitteilte.

Durchgeführt werden sollen die Impfungen mithilfe der Vereinten Nationen. So sollen die Impfstoffe möglichst in die betreffenden Länder geliefert und in Städten in aller Welt verabreicht werden.

29.6.2021 • 18:37 Uhr

Maschinenbauer: Fußball darf nicht zu neuen Lockdowns führen

Der Maschinenbauverband VDMA warnt davor, die Erfolge bei Bekämpfung der Corona-Pandemie während der Fußball-EM "leichtfertig" aufs Spiel zu setzen. Volle Fußballstadien vermittelten das Bild, Corona sei besiegt, sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen. "Für den Spaß am Spiel werden Gesundheit der Menschen und wirtschaftliche Erholung gefährdet."

29.6.2021 • 18:36 Uhr

Studie: Weniger Ladendiebstähle im Corona-Jahr 2020

Im Corona-Jahr 2020 sind die Verluste durch Ladendiebstähle im deutschen Einzelhandel deutlich zurückgegangen. Nach einer veröffentlichten Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI summierten sich die Verluste des Handels durch Diebstähle im vergangenen Jahr auf 3,36 Milliarden Euro. Das waren rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

Insgesamt wurden der Studie zufolge von Kundinnen und Kunden in den stationären Supermärkten, Warenhäusern, Baumärkten und Co. 2020 Waren im Wert von 2,16 Milliarden Euro gestohlen. Doch auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Handelsketten langten zu und stahlen Ware im Wert von 885 Millionen Euro. Lieferanten und Servicekräfte waren der Studie zufolge für das Verschwinden von Produkten im Wert von 315 Millionen Euro verantwortlich.

29.6.2021 • 18:34 Uhr

Bericht: EU-Fluggastrechte in Pandemie nicht geschützt

Während der Pandemie wurden die Fluggastrechte bei europäischen Airlines nicht geschützt. Dies betreffe insbesondere die Pflicht, die Kosten für ausgefallene Flüge zu erstatten, ergibt ein Bericht des Europäischen Rechnungshofes ECA.

So hätten die Fluggesellschaften in praktisch allen Fällen die Vorschriften über die Barrückerstattung für annullierte Flüge umgangen und die Kunden gezwungen, Gutscheine für künftige Reisen zu akzeptieren. Der ECA vertritt die Interessen der Steuerzahler in den 27 EU-Staaten, hat aber keine rechtlichen Mittel.

Passagiere auf dem Flughafen auf Mallorca | CATI CLADERA/EPA-EFE/Shutterstoc

Deutsche Urlauber warten auf ihre Flieger am Flughafen auf Mallorca Bild: CATI CLADERA/EPA-EFE/Shutterstoc

29.6.2021 • 18:14 Uhr

Moderna wirkt laut Studie gegen Delta-Variante

Der Impfstoff von Moderna zeigt nach Angaben des US-Pharmakonzerns eine vielversprechende Wirkung gegen Varianten des Coronavirus. Eine Laborstudie ergebe, dass neutralisierende Antikörper gegen Mutanten gebildet würden - auch gegen die erstmals in Indien festgestellte Delta-Variante und die zuerst in Südafrika nachgewiesene Beta-Variante.

Die neuen Daten seien ermutigend und bestärkten die Überzeugung, dass der Impfstoff weiterhin vor neu entdeckten Varianten schütze, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel.

29.6.2021 • 18:13 Uhr

Knapp 20.500 Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 20.479 Neuinfektionen binnen eines Tages. 23 weitere Menschen sind gestorben, wie aus Daten der Regierung hervorgeht. Am Montag wurden 22.868 Neuinfektionen und drei Todesfälle gemeldet. In Großbritannien breitet sich die sogenannte Delta-Variante aus, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde.

29.6.2021 • 18:00 Uhr

BioNTech-Vakzin könnte laut Studie lange schützen

Eine US-Studie gibt Hinweise darauf, dass der Impfstoff von BioNTech/Pfizer lange vor dem Coronavirus schützen könnte. Für die Immunreaktion wichtige B-Gedächtniszellen wurden noch drei Monate nach der Impfung nachgewiesen.

29.6.2021 • 17:58 Uhr

Regierung: Impfzusage wird früher erfüllt

Die Bundesregierung rechnet damit, dass sie ihr Corona-Impfversprechen früher einlösen kann als geplant. Die Zusage, jedem bis zum Ende des Sommers im September ein Impfangebot machen zu können, werde bereits in der ersten Hälfte des Sommers, wahrscheinlich schon im Juli erfüllt, hieß es aus Regierungskreisen in Berlin.

29.6.2021 • 17:51 Uhr

RKI sieht keine Tendenz zu Verzicht auf Zweitimpfung

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht in Deutschland keinen Trend zu einem Verzicht auf die Zweitimpfung gegen das Coronavirus. In einer vom RKI veröffentlichten Umfrage gaben 98,7 Prozent der bisher einmal geimpften Befragten an, sich "auf jeden Fall" oder "eher" ein zweites Mal impfen lassen zu wollen. "Es ist also keine Tendenz erkennbar, dass das empfohlene Impfschema nicht vervollständigt wird", erklärte das RKI.

Seit diesem Januar erfragt das RKI regelmäßig die Impfbereitschaft und -akzeptanz in der Bevölkerung und erstellt ein Monitoring zu den Impfquoten. Zwischen dem 17. Mai und dem 9. Juni wurden 3004 Erwachsene zur Covid-19-Impfung befragt. Es war die fünfte derartige Erhebung.

29.6.2021 • 17:35 Uhr

Ciesek: Wahrscheinlichkeit für Ansteckung in Deutschland steigt

Die Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich in Deutschland schneller als befürchtet. Im NDR Info Podcast Coronavirus-Update sagte die Virologin Sandra Ciesek, dass die Mutante wohl im Juli vorherrschend sein wird.

29.6.2021 • 17:19 Uhr

Malta verwehrt nicht vollständig geimpften Briten Einreise

Ab Mittwoch dürfen Briten, die noch keinen vollständigen Impfschutz aufweisen, nicht mehr nach Malta einreisen. Kinder unter zwölf Jahren dürfen in Begleitung eines vollständig geimpften Erwachsenen einreisen. So will Malta verhindern, dass die Delta-Variante durch Urlauber verstärkt in das Land gelangt. Bislang ist in Malta nur eine Infektion mit dieser Virusvariante bekannt.

29.6.2021 • 17:09 Uhr

Russland kämpft mit dritter Welle

In Russland wurden in den vergangenen 24 Stunden 652 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet - so viele wie noch nie seit Ausbruch der Corona-Pandemie in dem Land. Zudem meldeten die Behörden mehr als 20.000 Neuinfektionen.

Landesweit werden derzeit etwa 151.000 Menschen wegen einer Corona-Erkrankung in Kliniken behandelt. Der russische Gesundheitsminister sprach von einer "angespannten Situation", vor allem in Großstädten wie Moskau oder St. Petersburg. Allein in Moskau werden derzeit nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin täglich rund 2000 Infizierte in die Krankenhäuser eingeliefert.

29.6.2021 • 17:04 Uhr

Lauterbach gegen Quarantänepflicht für Portugal-Rückkehrer

In der Debatte um strengere Auflagen für Reiserückkehrer aus Portugal spricht sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen eine Quarantänepflicht für die Heimkehrenden aus. Eine solche Maßnahme mache bei Varianten Sinn, "die wir noch nicht kennen", sagte der Bundestagsabgeordnete dem "Münchner Merkur" und  der "tz"

"Bei Delta haben wir so gute Daten, dass wir wissen, dass der Schutz durch die Impfung gegeben ist", so Lauterbach weiter. Daher genüge es aus seiner Sicht, wenn Reiserückkehrer nach ihrer Ankunft in Deutschland getestet würden, um zu prüfen, ob sie den Erreger in sich tragen würden.

29.6.2021 • 16:58 Uhr

Finnland: Steigende Neuinfektionen durch zurückgekehrte Fußball-Fans

In Finnland ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt wieder angestiegen: Von durchschnittlich 50 auf etwa 200. Die Behörden führen den Anstieg auf etwa 300 Fußball-Fans zurück, die ins Ausland gereist waren, um sich dort Spiele anzusehen. Insgesamt hatten bis zu 6000 Finnen das russische St. Petersburg besucht, wo sich derzeit verstärkt die Delta-Variante des Coronavirus ausbreitet.

29.6.2021 • 16:39 Uhr

Indien lässt Impfstoff von Moderna zu

In Indien hat ein einheimisches Unternehmen die Genehmigung erhalten, den Impfstoff des US-Herstellers Moderna zu importieren. Das teilte der Chef der indischen Covid-Taskforce, Vinod Kumar Paul, mit. Damit ist Moderna der vierte in Indien zugelassene Impfstoff - nach AstraZeneca, einem im eigenen Land produzierten Vakzin und Sputnik V aus Russland.

29.6.2021 • 16:26 Uhr

Bremen schickt Impfmobil auf Tour

Morgen ist in Bremen zum ersten Mal ein vom Deutschen Roten Kreuz betriebenes Impfmobil im Einsatz. Zuerst können sich Einwohner aus dem Stadtteil Vegesack impfen lassen. Das Mobil soll im Bereich der Großwohnanlage Grohner Düne halten.

29.6.2021 • 16:20 Uhr

BioNTech/Pfizer-Vakzin erzeugt offenbar starke Immunreaktion

Eine Studie von US-Medizinern hat ergeben, dass der Impfstoff von BioNTech und Pfizer offenbar eine lang anhaltende Immunreaktion auf das Coronavirus hervorruft. Die Studie erschien im Fachblatt "Nature".

Demnach wiesen die Forscher bei Geimpften noch drei Monate nach der zweiten Dosis sogenannte B-Gedächtniszellen des Immunsystems nach. "Das belegt eine wirklich robuste Immunreaktion", betont Co-Studienleiterin Rachel Presti von der Washington University School of Medicine in St. Louis.

Insgesamt soll die Impfung mindestens sechs Monate Schutz vor einer Infektion bieten. Inwiefern der Schutz nach dieser Zeit anhält, ist derzeit noch offen.

29.6.2021 • 16:02 Uhr

Bericht: Impfangebot übersteigt teilweise Nachfrage

In einigen Regionen Deutschlands kommt die Impfkampagne so gut voran, dass das Angebot an Impfterminen teils höher ist als die Nachfrage. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Zudem rechne die Behörde in der zweiten Juli-Hälfte mit einer europäischen Zulassung für den Impfstoff von Moderna für über Zwölfjährige.

29.6.2021 • 15:50 Uhr

Söder kritisiert UEFA-Entscheidung zu Zuschauerzahlen

Wenn heute Deutschland bei der Fußball-EM auf England trifft, können bis zu 45.000 Zuschauer die Partie im Wembley-Stadion mitverfolgen. Aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kommen diese Freiheiten zu früh: "Das, was die UEFA jetzt macht, ist für mich nicht akzeptabel, dass einfach irgendwelche Zuschauerzahlen so imaginär erhöht werden, ohne Sinn und Zweck, dass dann sozusagen durch ganz Europa hier die Möglichkeit von Verbreitung besteht." Zudem widerspreche ein solches Handeln dem Grundgedanken einer "EM mit Freude und Vorsicht zugleich und einer EM mit gutem Gewissen".

29.6.2021 • 15:37 Uhr

Winnetou für die Ohren

In diesem Jahr müssen die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg noch einmal pausieren. Doch so ganz müssen die Fans von Winnetou und Old Shatterhand nicht auf die beiden Helden verzichten. Statt dem Schauspiel auf der Bühne gibt es das Hörspiel "Winnetou - Das Gold der Rocky Mountains". Ab dem 1. Juli startet die Hörspiel-Version.

29.6.2021 • 15:30 Uhr

Zäune gegen zu große Party-Laune?

Die Sommertemperaturen, der Ferienbeginn - in Berlin geraten Corona-Maßnahmen gerade im Freien zusehends in Vergessenheit. Nun erwägt die Stadt, mit Zäunen gegen zu große Feiern vorzugehen.

29.6.2021 • 15:20 Uhr

Irland verschiebt Lockerungen in Gastronomie

Eigentlich sollten Restaurants und Cafés in Irland ab kommenden Montag auch wieder Gäste in Innenräumen bewirten dürfen. Doch darauf müssen Gastronomen und Besucher nun noch länger warten - bis ein entsprechendes System für die Nachweise in den Impfpässen vorhanden sei, so die irische Regierung. Und auch mit einem solchen System sollen voraussichtlich zunächst nur Genesene und vollständig Geimpfte in Innenräumen bewirtet werden können.

29.6.2021 • 15:16 Uhr

Hoffnung auf Medikamente für Behandlung von Covid-19

Nach Angaben der EU-Kommission könnten bis Oktober fünf Medikamente zugelassen werden, die Patienten helfen sollen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die entsprechenden Verfahren fallen in die Zuständigkeit der Europäischen Arzneimittelagentur.

Vier der Mittel enthalten sogenannte monoklonale Antikörper. Diese werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Ein weiteres Medikament mit dem Namen Olumiant reduziert die Aktivität des Immunsystems und soll eigentlich gegen Rheuma helfen. Die Hoffnung ist, dass die entzündungshemmende Wirkung auch bei schweren Covid-19-Verläufen hilft.

29.6.2021 • 15:07 Uhr

Erwin Rüddel: "Es wird keine vierte Welle geben"

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel, hat sich im Interview mit dem rbb zuversichtlich geäußert, "dass es keine vierte Welle geben wird, weil wir gut vorbereitet sind, weil wir in der Impfdynamik gut vorankommen". Er betonte, dass vollständig Geimpfte auch gegen die Delta-Variante des Virus geschützt seien. "Ich glaube, dass wir es mit Vorsicht, mit Impfen, mit Testen schaffen werden, dass die vierte Welle diese Dynamik, wie sie die zweite oder dritte Welle hatten, nicht erreichen kann", so Rüddel.

29.6.2021 • 14:59 Uhr

Mallorca pocht auf gutes Benehmen von Besuchern

Francina Armengol, Regionalregierungschefin auf Mallorca, hat im Interview mit der "Mallorca Zeitung" betont: "Wer unsere Inseln besucht, muss sich ebenso verantwortungsvoll verhalten, wie das die Einheimischen tun."

Hintergrund sind rund 1000 Corona-Infektionen unter Jugendlichen, deren Abifahrt auf die Urlaubsinsel ging. Sie haben sich mutmaßlich auf einer Fähre sowie bei Partys in Hotelzimmern und an Stränden sowie einem Konzert in der Stierkampfarena von Palma angesteckt.

29.6.2021 • 14:50 Uhr

EU mahnt Deutschland wegen Reisebeschränkungen

Die EU-Kommission hat Deutschland wegen den verschärften Reiseeinschränkungen für Portugal kritisiert. Portugal gilt wegen der Ausbreitung der Delta-Variante wieder als Virusvariantengebiet und damit muss jeder, der aus dem Land in die Bundesrepublik zurückkehrt für 14 Tage in Quarantäne - egal, ob getestet, geimpft oder genesen.

Die Ausgestaltung von Quarantäne- und Testpflicht bleibt jedem EU-Land selbst überlassen. Doch die Reisefreheit soll aus Sicht der EU-Kommission nicht eingeschränkt werden, etwa durch Beförderungsverbote für die Bahn oder Fluggesellschaften.

29.6.2021 • 14:25 Uhr

Schwesig: "Die gleichen Fehler nicht zweimal machen"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich im Interview mit NDR Info für strengere Regeln für Reiserückkehrer ausgesprochen. "Man darf die gleichen Fehler nicht zweimal machen", mahnte sie. Auch im Sommer des vergangenen Jahres seien die Corona-Fallzahlen zurückgegangen. "Und dann ist durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten das Virus wieder eingetragen worden."

29.6.2021 • 14:20 Uhr

Griechenland öffnet Fußball-Stadien für Geimpfte

Ab Mitte Juli darf es in Fußballstadien in Griechenland wieder voller werden - vorausgesetzt, die Zuschauer sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Ab dem 15. Juli dürfen die Zuschauerränge in den Stadien zu 85 Prozent mit diesen Fans besetzt werden. Allerdings gilt auch dann weiterhin eine Maskenpflicht.

29.6.2021 • 14:03 Uhr

Impf-Zertifikat: Airlines befürchten Verzögerungen im Betrieb

Das EU-weit gültige Impfzertifikat soll das Reisen eigentlich wieder einfacher machen. Doch Fluggesellschaften und Betreiber von Flughäfen fürchten, dass Passagiere sich auf längere Wartezeiten gefasst machen müssen. Schuld seien doppelte Kontrollen und die unterschiedlichen Vorgehensweisen der EU-Staaten mit dem Zertifikat.

Die Verbände europäischer Fluggesellschaften und Airport-Betreiber warnen daher, dass sich gerade die Zeiten beim Check-In massiv zu erhöhen drohten. Dies gefährde "den Erfolg des Neustarts der Flugreisen in diesem Sommer und wird die Freizügigkeit der Bürger in der gesamten EU untergraben". Die Verbände forderten die EU-Länder auf, ihren Umgang und ihre Regularien für das Zertifikat schnellstmöglich zu vereinheitlichen.

29.6.2021 • 13:54 Uhr

Großbritannien: Selbsttests für Schüler statt Isolation?

Für Schüler in Großbritannien gilt in der Regel derzeit: Wenn ein Mitschüler oder ein Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet wird, dann geht es in die Quarantäne. Zuletzt nahmen bis zu 280.000 Schüler nicht mehr am Unterricht teil, weil es im schulischen Umfeld einen Verdachtsfall gegeben hatte.

Das will die britische Regierung in den Sommerferien eventuell überdenken, sagte Schulstaatssekretär Nick Gibb in der BBC. Stattdessen solle künftig wohl verstärkt auf Selbsttests in Schulen gesetzt werden.

29.6.2021 • 13:31 Uhr

Keine Maskenpflicht mehr an Bayerns Schulen

In Bayern entfällt künftig an sämtlichen Schulen die Maskenpflicht. Einen entsprechenden Kabinettsbeschluss verkündete Ministerpräsident Markus Söder. Danach müssen nach den bayerischen Grundschülern auch Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen am Sitzplatz keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt.

Empfohlen wird, dreimal statt bisher zweimal pro Woche einen Corona-Test zu machen. Außerdem lockert Bayern die Corona-Schutzmaßnahmen für Kultur- und Sportveranstaltungen weiter. Unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte sind im Freien statt bisher 500 künftig bis zu 1500 Zuschauer erlaubt, davon bis zu 200 auf Stehplätzen mit Mindestabstand.

29.6.2021 • 13:25 Uhr

Weltweit bisher drei Milliarden Corona-Impfungen

Weltweit sind inzwischen mehr als drei Milliarden Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Dies geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor, die dafür alle bis heute Vormittag vorliegenden Angaben offizieller Stellen in den verschiedenen Ländern auswertete. Mit etwa 40 Prozent der weltweit verabreichten Dosen (1,2 Milliarden) führt China in der Länderliste, mit weitem Abstand folgen Indien (329 Millionen) und die USA (324 Millionen). Auf der Welt leben etwa 7,8 Milliarden Menschen.

Die Europäische Union hat insgesamt 357 Millionen Dosen an rund 50 Prozent ihrer Bevölkerung verimpft. Etwa 32 Prozent sind komplett geimpft. In den größten Staaten der EU - Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien - schwankt die Quote um die 50 Prozent.

Insgesamt wird die weltweite Impfkampagne noch von Ungleichheit bestimmt. Während Länder mit einem hohen Pro-Kopf-Einkommen im Schnitt 79 Dosen auf 100 Einwohner verimpft haben, ist das in Ländern mit niedrigem Einkommen nur eine Dosis auf 100 Einwohner. Tansania, Burundi, Eritrea, Haiti und Nordkorea haben noch gar kein Impfprogramm.

Der am weitesten verbreitete Impfstoff ist weltweit das Vakzin von Astrazeneca. Danach folgen BioNTech/Pfizer sowie Sinopharm und Moderna.

29.6.2021 • 13:25 Uhr

Kretschmann kann sich weiteren Lockdown vorstellen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kann sich vorstellen, dass es angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante und der Massenveranstaltungen rund um die Fußball-Europameisterschaft zu einem weiteren Lockdown kommen könnte. Der Grünen-Politiker sagte in Stuttgart: "Das würde ich in keiner Weise ausschließen. Wenn die Welle dann kommt und wir in die Exponentialität kommen, haben wir ja keine anderen Möglichkeiten."

Er mache sich große Sorgen, dass sich die Delta-Variante weiter unaufhaltsam ausbreite. Mit Blick auf die feiernden Fußball-Fans in den Stadien sei das seiner Ansicht nach möglich. "Wenn ich diese Bilder sehe, ist mir da ganz mulmig", so Kretschmann. Die entscheidende Frage sei, "ob wir dagegen animpfen können." Einige Wissenschaftler sagten die vierte Welle voraus, "und sie hatten meistens recht."

29.6.2021 • 12:47 Uhr

Schäuble: "Corona-Pandemie ist Weckruf für Reformen"

Für Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ist die Corona-Pandemie ein "Weckruf" für Deutschland, sich mehr Reformen zuzutrauen. Beim digitalen Deutschen Wirtschaftsforum in Hamburg sagte der CDU-Politiker, die Pandemie habe deutlich gemacht, in welch hohem Maße dies möglich sei. Konkret müssten der Katastrophenschutz und die Digitalisierung in der Bildung und der öffentlichen Verwaltung gestärkt werden.

Zugleich sei deutlich geworden, wie schwer es sei, tiefgreifende Reformen ohne anhaltenden äußeren Druck durchzusetzen. Die Pandemie habe gezeigt, dass große Krisen nur im Verbund mit anderen Staaten gelöst werden können, so Schäuble. Dies gelte in gleichem Maße für die Klimakrise. Es gebe eine wachsende Einsicht in die Notwendigkeiten in vielen Teilen der Welt. Die Möglichkeiten einer grünen Finanzpolitik der Zentralbanken dürften allerdings nicht überschätzt werden.

29.6.2021 • 12:21 Uhr

Studie: Viele wollen im Homeoffice bleiben

Ein großer Teil der Beschäftigten will auch nach dem Auslaufen der Pflicht zum Homeoffice zumindest einen Teil der Arbeit weiter in den eigenen vier Wänden erledigen. Das zeigt eine Studie der Krankenkasse DAK.

29.6.2021 • 12:13 Uhr

Hohe Schäden durch Subventionsbetrug

Der Subventionsbetrug hat in der Corona-Pandemie massiv zugenommen. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte im vergangenen Jahr 7585 Fälle von Subventionsbetrug, nach 318 Delikten im Jahr 2019. Missbräuchlich beantragte Corona-Soforthilfen hätten dabei einen Großteil der deutlichen Steigerung ausgemacht, sagte ein BKA-Sprecher in Wiesbaden. Durch die Auszahlung von betrügerisch erlangten staatlichen Unterstützungsleistungen sei im Jahr 2020 ein Schaden von insgesamt 151,3 Millionen Euro entstanden.

29.6.2021 • 12:11 Uhr

Zahl der Asylanträge in Europa stark gesunken

Die Zahl der Asylanträge in Europa ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent zurückgegangen und lag damit so niedrig wie zuletzt 2013. Das geht aus einem Bericht der EU-Asylagentur EASO hervor. Die einzelnen Länder zeigten ein divergierendes Bild sowohl bei der Zahl der Gesuche als auch bei der Quote der Anerkennungen. Maßgeblich für den Gesamtrückgang war laut der Studie die Corona-Pandemie mit ihren Reisebeschränkungen. Aus dem gleichen Grund wurden deutlich weniger abgelehnte Bewerber abgeschoben.

29.6.2021 • 12:08 Uhr

Russland meldet Höchstzahl an Toten

In Russland sind so viele Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Registriert wurden 652 neue Todesfälle und mehr als 20.000 Neuinfektionen, wie die Behörden mitteilten. Grund der dramatischen Entwicklung ist die Delta-Variante. Zudem geht die Impfkampagne nur stockend voran, weil viele Russen sich einer Impfung verweigern.

Nicht nur ganz Russland, sondern auch einzelne Städte verzeichneten erneut traurige Rekorde. So starben in St. Petersburg 119 Menschen, auch dies die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Trotzdem soll in der zweitgrößten Metropole des Landes am Freitag vor zehntausenden Zuschauern eines der Viertelfinalspiele der Fußball-Europameisterschaft stattfinden.

29.6.2021 • 12:06 Uhr

Maas mahnt gemeinsames Vorgehen gegen Pandemie an

Vor einem Treffen der Außen- und Entwicklungsminister der G20-Staaten im süditalienischen Matera hat Bundesaußenminister Heiko Maas einen gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt. Die G20 als Staatengruppe stellten eine Möglichkeit dar, in Zeiten globaler Krisen international geschlossen zu handeln, sagte Maas. 

Mit Blick auf Russland und China hob er hervor, es solle bei dem Treffen auch thematisiert werden, "dass wir von deren Impfstoff-Diplomatie nichts halten". Es dürfe nicht um "kurzfristige geostrategische Vorteile" gehen. "Jeder von uns wird erst dann sicher sein, wenn wir alle sicher sind."

29.6.2021 • 11:35 Uhr

Israel: Höchster Stand an Neuinfektionen seit April

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt weiter. Das Gesundheitsministerium meldete 283 Fälle binnen 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit April. Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett bekräftigte bei einem Besuch in einem Impfzentrum in Cholon bei Tel Aviv seinen Aufruf an Jugendliche, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Israel befinde sich in einem Wettlauf gegen die Zeit, weil der im Land verfügbare Impfstoff nur noch bis Ende Juli haltbar sei.

Bennett betonte, sein Motto bleibe "Impfungen statt Lockdowns, Masken statt Beschränkungen". Trotz des jüngsten Anstiegs der Corona-Zahlen hatte das sogenannte Corona-Kabinett am Sonntag entschieden, zunächst keine neuen Beschränkungen zu verhängen.

Fast 5,6 Millionen der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, rund 5,2 Millionen Menschen auch die zweite Dosis.

29.6.2021 • 11:35 Uhr

Weniger Existenzgründungen im Jahr 2020

Die Corona-Krise hat die Gründerszene in Deutschland ausgebremst. Nach Angaben der Förderbank KfW machten sich im Jahr 2020 rund 537.000 Menschen selbstständig. Das sind 68.000 weniger als 2019. Vor allem Männer wagten demnach seltener den Schritt in die Selbstständigkeit. Unter ihnen sank die Zahl der Existenzgründer um 58.000 auf 332.000. Dagegen blieb die Zahl der Gründerinnen mit einem Rückgang von 10.000 auf 205.000 nahezu stabil.

Für das laufende Jahr rechnet KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib mit einem Aufwärtstrend: "Der konjunkturelle Aufschwung gibt Rückenwind, und auch der Arbeitsmarkt dürfte eher positiv auf die Gründungstätigkeit wirken." Zudem seien viele weit fortgeschrittene Vorhaben aufgrund der Pandemie verschoben worden.

29.6.2021 • 10:54 Uhr

Sterblichkeit in Pflegeheimen deutlich gestiegen

Die Sterblichkeit in deutschen Pflegeheimen ist während der ersten beiden Pandemiewellen deutlich gestiegen. Wie aus dem Pflegereport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hervorgeht, lag sie bereits rund drei Wochen nach Beginn des ersten Lockdowns im April vergangenen Jahres um 20 Prozent höher als im Schnitt der Vorjahre.

In der Spitze lag die Übersterblichkeit demnach in der Weihnachtswoche vom 21. bis 27. Dezember sogar bei 80 Prozent. Die Infektionsschutzmaßnahmen während der Pandemie hätten nicht ausgereicht, um die im Heim lebenden pflegebedürftigen Menschen ausreichend zu schützen.

Zudem führte die Isolation in den Heimen während der ersten Corona-Welle bei den Pflegebedürftigen zu körperlichen und psychischen Belastungen, wie eine Angehörigenbefragung zeigt. 43 Prozent der Angehörigen hätten zwischen März und Mai 2020 keinen persönlichen Kontakt zu den Pflegebedürftigen gehabt. Zwei Drittel der Befragten nahmen in der Folge eine Verschlechterung der Beweglichkeit, der geistigen Fitness und auch der psychischen Gesundheit bei den Älteren wahr.

29.6.2021 • 10:03 Uhr

Kommunen im Notfall für neue Bundes-Notbremse

Vor dem Auslaufen der Bundes-Notbremse morgen plädiert der Städte- und Gemeindebund bei Bedarf für eine Reaktivierung der bundeseinheitlichen Regeln. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der Tageszeitung "Welt", wenn die Infektionszahlen erneut stark stiegen, sollte die Bundes-Notbremse wieder in Kraft gesetzt werden. "Wir haben die Pandemie nicht überwunden und wissen nicht, welche Mutationen noch auf uns zukommen." Ähnlich äußerte sich der Städtetag. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte: "Aktuell sind wir zum Glück mit den Inzidenzen weit von einer Bundes-Notbremse entfernt. Sie muss nur dann erneut installiert werden, falls die Zahl der Infektionen auch wegen neuer Virusvarianten bundesweit wieder stark steigt." Bundeseinheitliche Regeln hätten bei sehr hohen Inzidenzen dazu beigetragen, dass die Menschen sie nachvollziehen konnten. Die im April in Kraft getretene Bundes-Notbremse ist im Infektionsschutzgesetz längstens bis zum 30. Juni befristet.

29.6.2021 • 09:17 Uhr

Patientenschützer für mehr Impfungen von Pflegern

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bemängelt eine zu geringe Impfbereitschaft beim Pflegepersonal. Vorstand Eugen Brysch sagte im Inforadio des rbb, mindestens 80 Prozent des Pflegepersonals müsse geimpft sein, um das Virus aus den Einrichtungen herauszuhalten. Dies sei aber nicht der Fall. "Wir erleben, dass beim Altenpflegepersonal die Impfbereitschaft nicht besonders hoch ist. Und das macht große Sorgen".

Die Menschen in Pflegeeinrichtungen seien während der Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt gewesen. "Die Heimbewohner waren im strengsten und längsten Lockdown". Dass Besuchslockerungen, gemeinschaftliches Essen und Feste wieder möglich seien, freue viele Menschen, so Brysch. Jedoch dürfe aus dem "Sommermärchen 'niedrige Inzidenz', was wir heute haben, nicht ein Herbst werden, der gerade wieder die Altenpflege besonders hart trifft."

29.6.2021 • 08:57 Uhr

Kanzleramt für schärfere Kontrollen von Reiserückkehrern

Angesichts der zunehmenden Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus' hat sich Kanzleramtsminister Helge Braun für intensivere Kontrollen von Reiserückkehrern aus Risikogebieten ausgesprochen. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte der CDU-Politiker, er sei offen für zusätzliche, "möglicherweise auch verbindliche Tests. Wir müssen Delta zurückdrängen".

Die Annahme, dass sich die Bundesregierung gegen verschärfte Regeln entschieden habe, sei ein "Riesenmissverständnis". "Wir haben in keiner Weise gesagt, dass wir einfach keine schärferen Regeln wollen", sagte der Kanzleramtschef.  Europaweit habe Deutschland mit der zweiwöchigen Quarantäne für Reiserückkehrer aus Virusvariantengebieten bereits die strengsten Regeln. "Unser Schwachpunkt ist, dass andere Länder in Europa die nicht auch haben", sagte Braun.

29.6.2021 • 08:37 Uhr

Rotes Kreuz warnt vor Covid-Katastrophe in Indonesien

In Indonesien warnt das Rote Kreuz wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus' vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. Der Leiter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, Jan Gelfand, sagte, man sehe jeden Tag, wie die Delta-Variante Indonesien näher an den Rand einer Covid-19-Katastrophe treibe. Daher müsse der Zugang zu Impfstoffen verbessert werden. Krankenhäuser in mehreren besonders betroffenen Regionen melden bereits eine Überlastung, auch in der Hauptstadt Jakarta ist die Lage kritisch. In den vergangenen Tagen verzeichneten die Behörden tägliche Rekordzahlen von mehr als 20.000 Neuinfektionen.

29.6.2021 • 08:30 Uhr

Australien: Brisbane und Perth im Lockdown

In Australien sind nach Sydney und Darwin weitere zwei Städte in einen Corona-Lockdown gegangen: Brisbane und Perth. Die Regierungschefin des Bundesstaates Queensland, Annastacia Palaszczuk, sprach von harten Entscheidungen. Damit sind nun insgesamt rund zehn Millionen Menschen in Australien und damit mehr als ein Drittel der Bevölkerung von den weitreichenden Maßnahmen betroffen. 

"Wir haben Lockdowns in Großstädten, weil Einreisende aus Übersee das Virus hierher bringen", sagte Palaszczuk. Australien hat die Ausbreitung des Coronavirus' seit Beginn der Pandemie mit Grenzschließungen und strengen Quarantäne-Regeln weitgehend eindämmen können.

29.6.2021 • 07:22 Uhr

Seehofer für weniger EM-Zuschauer in London

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat an die britische Regierung und die Uefa appelliert, die Zuschauerzahlen bei den verbleibenden Spielen der Fußball-Europameisterschaft zu reduzieren. Der "Augsburger Allgemeinen" sagte der CSU-Politiker: "Ich halte es für unverantwortlich, wenn in Ländern, die als Virusvariantengebiet der hoch ansteckenden Delta-Mutation gelten, zigtausende Menschen auf engem Raum zusammenkommen". Seehofer verwies darauf, dass bei den EM-Spielen in München eine Auslastung von 20 Prozent der Stadionplätze erlaubt ist. Dies sei ein Maßstab, der auch für die anderen Austragungsorte gelten könnte.

Die deutsche Nationalmannschaft trifft heute Abend im EM-Achtelfinale im Londoner Wembley-Stadion auf England. Rund 45.000 Zuschauer sollen dann erlaubt sein. Für die Halbfinalspiele und das Finale sollen sogar jeweils bis zu 60.000 Zuschauer im Wembley-Stadion zugelassen sein. In Großbritannien grassiert die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus'. Deutschland hat Großbritannien deshalb als Virusvariantengebiet eingestuft, für Einreisen aus dem Vereinigten Königreich gelten somit strenge Quarantäne-Vorschriften.

29.6.2021 • 09:09 Uhr

Portugal und Russland sind Virusvariantengebiete

Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus' sind Portugal und Russland seit Mitternacht von den deutschen Behörden als Virusvariantengebiete eingestuft. Damit gilt ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Sie kann nicht durch einen Test verkürzt werden und gilt auch für vollständig Geimpfte und Genesene.

Mit Portugal wird erstmals seit Wochen wieder ein EU-Land in die höchste Risikokategorie eingestuft. Die Zahl der Virusvariantengebiete steigt von 14 auf 16. In Europa ist noch Großbritannien betroffen. Die anderen Virusvariantengebiete liegen in Asien, Afrika, und Lateinamerika.

29.6.2021 • 06:41 Uhr

Kinderärzte wollen sich an STIKO-Empfehlung halten

In der Diskussion über Risiken durch die Delta-Variante für Kinder haben sich Kinder- und Jugendärzte hinter die Beurteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gestellt. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, sagte der "Rheinischen Post", die STIKO habe die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren prinzipiell nur bei bestimmten Vorerkrankungen empfohlen. "Daran ändert nach aktuellem Wissensstand auch die Delta-Variante nichts". Es bestehe allerdings jederzeit die Möglichkeit für die Familien, gemeinsam mit ihrem Kinderarzt individuell zu einer Entscheidung für oder gegen die Impfung zu kommen, sagte Dötsch. 

Außerdem schätze er die Gesundheitsrisiken durch eine Corona-Infektion für Kinder und Jugendliche derzeit als gering ein. Die Sterblichkeitsrate und Erkrankungsschwere von Kindern und Jugendlichen nach einer Corona-Infektion seien ähnlich niedrig wie bei der saisonalen Grippe. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Delta-Variante das ändere. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte die STIKO angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante in vielen Ländern aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern zu überdenken. Die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante sei zu riskant.

29.6.2021 • 05:04 Uhr

Kommunen dringen auf schnelle Umrüstung der Schulen

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus dringt der Städte- und Gemeindebund auf eine schnelle Umrüstung der Schulen. "Mit Blick auf die Zeit nach den Sommerferien müssen in den Schulen schnellstmöglich die notwendigen organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine erneute Schließung zu verhindern", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Dies ist umso dringlicher, als dass der überwiegende Teil der Kinder nicht unter die Impfempfehlung der STIKO fällt", sagte Landsberg den Blättern. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission würde das Problem auch nur teilweise lösen, da für Schülerinnen und Schüler unter zwölf Jahren und auch für Kita-Kinder noch kein Impfstoff zugelassen worden sei, fügte er hinzu. Um die Hygienemaßnahmen an den Schulen effektiv umzusetzen, brauchten die Kommunen als Schulträger eine Finanzierungszusage durch Bund und Länder, forderte Landsberg.

29.6.2021 • 04:58 Uhr

RKI meldet 404 Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,4

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 404 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 57 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 77 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.727.333 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

29.6.2021 • 04:58 Uhr

Weiter viel Kritik an EM-Zuschauerzahlen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen der Corona-Krise weiter Vorsicht bei der Fußball-Europameisterschaft angemahnt. Am Spielort München und in Deutschland allgemein sei es bislang "gut gelaufen", sagte Söder der "Bild". Man habe sich "ganz bewusst dafür entschieden, so lange abzuwarten, bis klar war, wie sich die Inzidenzen bei uns entwickeln", sagte er mit Blick auf eine Zulassung von Zuschauern im Stadion und betonte: "Ich möchte halt nicht, dass es uns einholt." Dass in Budapest mehr als 55 000 Zuschauer in das Stadion durften, hält Söder für einen Fehler.

Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Zuschauer-Aufstockung für das Wembley-Stadion in London und die bisherigen Bilder von vollen Stadien bei der Fußball-Europameisterschaft scharf kritisiert. "Die UEFA und der DFB müssen dringend dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren", sagte der 73-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Grünen-Politiker warnte eindringlich vor einer weiteren Lockerung der Corona-Regeln für das Turnier.