Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden bereitet in Lille einen Corona-Test vor | REUTERS
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Situation in Frankreich entspannt sich ++

Stand: 24.11.2020 22:13 Uhr

In Frankreich entspannt sich die Corona-Lage: Die Zahl der Neuinfektionen und der Krankenhaus-Patienten sank deutlich. Die US-Behörden wollen nach der Zulassung eines Impfstoffes im ersten Schub 6,4 Millionen Dosen verteilen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Situation in Frankreich entspannt sich
  • Bund kalkuliert 17 Mrd. Euro für "Dezember-Hilfen"
  • 13.554 neue Corona-Fälle in Deutschland
  • Ministerpräsidenten einigen sich auf neue Corona-Regeln
  • EU-Kommission handelt Vertrag über Moderna-Impfstoff aus
  • Bund will 130 Millionen Corona-Schnelltests in 2021
  • Konjunkturerholung stärker als erwartet
  • Philologenverband gegen Verlängerung der Weihnachtsferien
  • Mehr als 169.000 Neuinfektionen und knapp 900 Tote in den USA
24.11.2020 • 22:13 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

24.11.2020 • 21:48 Uhr

Frankreich will Wintersportorte erst 2021 öffnen

Ungeachtet einer etwas verbesserten Corona-Lage in Frankreich hat sich Präsident Emmanuel Macron gegen eine rasche Öffnung von Wintersportorten ausgesprochen. Es laufe zwar dazu noch eine Abstimmung der Regierung, doch es erscheine ihm unmöglich, eine Öffnung für die Feiertage am Jahresende ins Auge zu fassen. Das sagte der Staatschef in einer Fernsehansprache. Eine Wiedereröffnung im Januar "unter guten Bedingungen" sei vorzuziehen. "Wir werden uns zu diesem Thema mit unseren europäischen Nachbarn abstimmen", fügte der 42-Jährige hinzu.

Frankreich hat wichtige Wintersportzentren in den Alpen und in den Pyrenäen. Vor Macrons Äußerungen hatte Italiens Vorstoß für einen späteren Start der Wintersportsaison in der EU einen Streit unter den Alpenländern ausgelöst. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte will Skigebiete mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten. Österreich reagierte darauf mit vehementer Ablehnung.

24.11.2020 • 20:38 Uhr

Situation in Frankreich entspannt sich

In Frankreich entspannt sich die Corona-Lage. Der Gipfel der zweiten Welle sei überschritten, sagt Präsident Emmanuel Macron. "Wir haben das Schlimmste überstanden." Am Montag sank sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch die Zahl der Krankenhaus-Patienten kräftig. 9155 Menschen wurden erstmals positiv auf das Virus getestet - vor einer Woche waren es noch mehr als viermal so viele. In Krankenhäusern werden derzeit 30.622 Menschen behandelt, das sind 856 weniger als am Vortag. Zugleich starben aber weitere 1005 Menschen an der Erkrankung. Insgesamt hat das Virus damit mehr als 50.000 Opfer gefordert.

24.11.2020 • 19:32 Uhr

Schärfere Kontrollen geplant

Der Bund plädiert zudem dafür, das Einhalten der Corona-Auflagen flächendeckend strenger zu kontrollieren. Das geht ebenfalls aus der Fassung des Kanzleramts hervor. Vorgesehen sind demnach auch verdachtsunabhängige Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich, um das Einhalten der Quarantäneverordnungen zu überprüfen.

24.11.2020 • 19:24 Uhr

25 qm pro Kunde

Ein weiterer Vorschlag des Kanzleramts: Schärfere Auflagen für den Einzelhandel. In den Geschäften solle sichergestellt werden, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält, wie aus einer aktualisierten Fassung des Länderentwurfs hervorgeht.

24.11.2020 • 19:22 Uhr

Wechselunterricht in stark betroffenen Regionen

Bei den Beratungen zur Vorbereitung des morgigen Bund-Länder-Gipfels zur Corona-Pandemie will der Bund offenbar in Schulen auch auf Wechselunterricht setzen. Dies geht aus einem Papier des Kanzleramts hervor. Die Maßnahme soll in Ländern oder Regionen mit vielen Corona-Infektionen geschehen und ab Jahrgangsstufe 7 umgesetzt werden. Auch soll der Unterricht gestaffelt beginnen, damit die Anfahrt der Schüler morgens entzerrt wird.

24.11.2020 • 19:22 Uhr

Weihnachtsferien sollen offenbar vorgezogen werden

Die Weihnachtsferien sollen offenbar bundesweit vorgezogen werden. Dies verlautete sowohl aus dem Kanzleramt wie auch aus Länderkreisen. Eine angebliche Einigung auf den 16. Dezember dementierten die Länder jedoch nach übereinstimmenden Medienberichten. Bisher wollten sie die Möglichkeit schaffen, dass die Weihnachtsferien bundesweit am 19. Dezember beginnen.

24.11.2020 • 19:01 Uhr

USA: 6,4 Millionen Impfungen in der ersten Runde

Die US-Behörden wollen nach der Zulassung eines Impfstoffes im ersten Schub 6,4 Millionen Dosen verteilen. Das geben Vertreter von Operation Warp Speed bekannt, die die Entwicklung der Impfstoffe koordiniert und fördert. Die USA haben etwa 328 Millionen Einwohner.

24.11.2020 • 18:48 Uhr

Sachsen-Anhalt setzt auf Schnelltests

Mit Schnelltests an Schulen, Kitas und Horten will Sachsen-Anhalt das Corona-Ansteckungsrisiko nach den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen minimieren. Es sei angedacht, Lehrkäfte, Erzieherinnen und Erzieher nach dem 6. Januar auf freiwilliger Basis auf den Erreger zu testen, sagten Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) und Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Für die Tests sollen zwei zusätzliche Ferientage am 7. und 8. Januar genutzt werden. Wie die Tests organisiert werden sollen, ist noch offen.

24.11.2020 • 18:45 Uhr

Medien: Experten in den Niederlanden raten von Lockerungen ab

Wie überall in Europa laufen auch in den Niederlanden Planungen für die Corona-Maßnahmen zur Weihnachtszeit. Die Regierung wird dabei von einem Expertengremium beraten. Doch der Coronavirus-Ausschuss rät von Lockerungen offenbar ab. Das berichtet der Sender RTL unter Berufung auf das jüngste vertrauliche Dokument des Gremiums.

Es sei verfrüht, mit Blick auf die Feiertage Bars und Restaurants wieder zu öffnen und die Kontakteinschränkungen zu lockern. Der Rückgang des Infektionsgeschehens habe sich vergangene Woche wieder verlangsamt, werde zur Begründung genannt.

Die Regierung will am 8. Dezember entscheiden, welche Maßnahmen über die Feiertage zu ergreifen sind. Dabei soll die Haltung der Experten einfließen. Innerhalb der vergangenen Woche wurden in den Niederlanden 36.931 neue Positiv-Tests registriert, ein Rückgang um zwei Prozent im Vergleich zur Vorwoche, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Dabei sei die Altersgruppe von 13 bis 17 Jahren am stärksten betroffen gewesen. In allen älteren Altersgruppen sei die Zahl gefallen.

Seit Mitte Oktober sind Bars und Restaurants geschlossen. Draußen sind Gruppen von maximal vier Personen erlaubt, zu Hause dürfen nur maximal drei Gäste empfangen werden.

24.11.2020 • 18:32 Uhr

Italien: Mehr als 850 Corona-Tote in 24 Stunden

Italien hat einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien etwas mehr als 850 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. "Das ist eine Zahl, die wir nicht mehr sehen wollten", sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums. Man müsse sich wieder ins Gedächtnis rufen, dass man noch nicht aus dem Problem raus sei.

24.11.2020 • 18:32 Uhr

Weihnachtslockerungen wohl auch in Großbritannien

Die vier Teile des Vereinigten Königreichs - England, Wales, Nordirland und Schottland - einigen sich einem Medienbericht zufolge auf eine abgestimmte Lockdown-Lockerung zu Weihnachten. Vom 23. bis zum 27. Dezember sollen sich drei Haushalte treffen dürfen, berichtet Times-Radio-Journalist Tom Newton Dunn. Eine Bestätigung liegt nicht vor.

24.11.2020 • 18:10 Uhr

NRW für Erweiterung der Warn-App

Nordrhein-Westfalen schlägt eine umfangreichen Ausbau der Corona-App vor. So sollen Informationen zum Infektionsgeschehen vor Ort, zu Beschränkungen sowie freiwillige Zusatzdaten auftauchen. Außerdem soll den Vorschlägen zufolge eine mehrsprachige und rund um die Uhr erreichbare Hotline eingerichtet werden, die direkt aus der App angerufen werden kann, etwa zu Fragen nach einem roten Warnhinweis.

Nach Ansicht von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) muss es darum gehen, den Nutzen der App für den Bürger mit neuen Funktionen wie lokalen Informationen zu erhöhen. "Es geht aber noch mehr: Unser Ziel muss ein, Datenschutz und andere hochrangige Grundrechte wieder in die richtige Balance zu bringen", sagte Laschet am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. So sollte jeder Nutzer die Möglichkeit haben, freiwillig mehr Daten zur Verfügung zu stellen.

Die im Juni gestartete Warn-App ist inzwischen mehr als 22 Millionen Mal heruntergeladen worden.

24.11.2020 • 17:50 Uhr

Reuters: Bundesregierung für frühere Ferien

Der Bund will bei den Corona-Verhandlungen mit den Ländern nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einige Ergänzungen durchsetzen. So schlägt die Bundesregierung laut Verhandlungskreisen vor, den Beginn der Weihnachtsferien nicht auf den 19. Dezember, sondern etwa schon auf den 16. Dezember vorzuverlegen. Dies solle mehr Sicherheit für die erwarteten Familientreffen an Weihnachten bringen.

Außerdem wünscht die Bundesregierung eine klarere Formulierung über weitere Auflagen für Schulen, etwa was den teilweisen Unterricht von Zuhause aus angeht.

24.11.2020 • 17:28 Uhr

Lindner will "Offensive für den Impfschutz"

FDP-Parteichef Lindner fordert von der Bundesregierung eine "Offensive für den Impfschutz". "Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist gemessen am Grad der Bedrohung und der Freiheitseinschränkung noch zu gering", sagte er. "Es ist eine Aufgabe der Bundesregierung, bereits jetzt daran zu arbeiten, dass die Menschen sich impfen lassen."

24.11.2020 • 17:23 Uhr

Studie: Senioren kommen "relativ gut" durch die Krise

Ältere Menschen sind in der Pandemie besonders gefährdet. Wie sie mit Corona umgehen, wollten Wissenschaftler der Uni Mainz herausfinden. 500 über 75-jährige Seniorinnen und Senioren aus ganz Deutschland wurden dafür telefonisch befragt. Das Ergebnis: Die strengen Infektionsschutz-Maßnahmen werden von den meisten unterstützt, auf persönliche Kontakte verzichten die Menschen aber nicht. Im Alltag fühlt sich demnach ein Teil alleingelassen.

Die Befragung zeigte, dass sich lediglich ein Drittel große oder sehr große Sorgen um eine mögliche eigene Corona-Infektion macht.

"Es zeigt sich, dass die Älteren weniger beeinträchtigt sind als befürchtet", sagte Cornelia Schweppe, Professorin für Sozialpädagogik und Co-Autorin der Studie. Die Ergebnisse der Umfrage zeigten, dass es der Mehrheit "relativ gut" gehe. Allerdings berichte eine nennenswerte Minderheit von erheblichen Einbußen bei der Lebensqualität durch die Pandemie.

Pflegerin und Seniorin in einem Kieler Altenheim begrüßen sich mit Berührung an den Füßen | dpa

Pflegerin und Seniorin in einem Kieler Altenheim begrüßen sich mit Berührung an den Füßen. Einer Studie zufolge kommen ältere Menschen "relativ gut" durch die Corona-Krise. Bild: dpa

24.11.2020 • 16:45 Uhr

Bericht aus dem Hotspot Hildburghausen

Ein Inzidenzwert von 483, regionaler Lockdown, Schulen und Kitas bleiben erstmal geschlossen, das Haus darf nur noch zu wichtigen Anlässen verlassen werden. Die Corona-Lage in Hildburghausen in Thüringen ist angespannt. Olenka Pilz berichtet:

24.11.2020 • 16:26 Uhr

Merkel fordert Nachbesserungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Beschluss-Entwurf der Bundesländer zu den Corona-Maßnahmen begrüßt, fordert aber noch einige Nachschärfungen. Es gebe noch "ein paar Punkte, die wir mit den Ländern fester fassen können", sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. "Es liegt noch ein Stück Arbeit vor uns." 

24.11.2020 • 16:11 Uhr

Günther zu Weihnachts-Lockerungen: "Das falsche Signal"

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die von den Ländern vorgeschlagene Lockerung der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten bis Neujahr kritisiert. "Ich glaube, dass diese Regelung auf Bundesebene, diese Lockerungen zu Weihnachten, eher das falsche Signal sind, weil sie das Gefühl aussenden, über Weihnachten kann man sich deutlich mehr erlauben", sagte Günther und fügte hinzu: "Ich warne da dringend vor." Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass Corona weniger ansteckend über Weihnachten sei.

24.11.2020 • 16:08 Uhr

Österreich gegen Schließung der Skigebiete

Österreich weist die Forderung des Nachbarlandes Italien zurück, die Skipisten über Weihnachten europaweit zu schließen. "Ich halte generell nichts vom italienischen Vorschlag, österreichische Skigebiete zu schließen", sagte Finanzminister Gernot Blümel der Nachrichtenagentur Reuters. Sollte die EU dem Wintertourismus tatsächlich einen Riegel vorschieben, wolle man eine Ausfallsentschädigung, fügte der konservative Politiker hinzu.

"Wenn die EU tatsächlich vorgibt, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann bedeutet das Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro. Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen", teilte Blümel mit.

24.11.2020 • 15:59 Uhr

Gericht: Keine Testpflicht mehr für Grenzgänger

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die wöchentliche Pflicht zum Corona-Test für Grenzgänger außer Kraft gesetzt. Mit dem unanfechtbaren Beschluss gab das Gericht einem Eilantrag zweier Schüler aus Österreich statt, die im benachbarten Landkreis Berchtesgadener Land ein Gymnasium besuchen. Bisher mussten sie sich nach der bayerischen Einreisequarantäneverordnung mindestens einmal pro Woche einem Corona-Test unterziehen.

24.11.2020 • 15:57 Uhr

Wie Schweden der Pandemie begegnet

Lange hat Schwedens Regierung darauf gesetzt, dass ihr Umgang mit der Corona-Pandemie eine zweite Welle verhindern würde. Ein Fehler. Nun steuert sie um.

24.11.2020 • 15:51 Uhr

Impfbereitschaft in Deutschland geringer als in anderen Ländern

Laut DTrend ist die Mehrheit der Deutschen zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit. 71 Prozent der Befragten gaben an, sich auf jeden Fall oder wahrscheinlich impfen lassen zu wollen.

Offenbar ist die Impfbereitschaft im Norden höher als im Süden. Das ergab eine Studie der Uni Hamburg. Während sich in den nördlichen Bundesländern 63 Prozent impfen lassen würden, sind es in den östlichen Bundesländern nur 52 Prozent, heißt es in einer repräsentativen Befragung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE).

Im europäischen Vergleich ist die Impfbereitschaft der Deutschen gering. Laut der Befragung der Uni Hamburg sind 57 Prozent bereit, sich impfen zu lassen. In Dänemark liegen die Werte mit 71 Prozent und in Großbritannien mit 69 Prozent wesentlich höher. Nur in Frankreich ist die Impfbereitschaft mit 46 Prozent geringer.

24.11.2020 • 15:40 Uhr

KMK gibt zwei Schulstudien in Auftrag

Über die Rolle der Schulen in der Corona-Pandemie wird seit Wochen gestritten. Während das RKI halbierte Klassen fordert, halten die Länder am Regelunterricht fest. Über die Gefahren für Schüler und Schülerinnnen sowie ihre Lehrer sollen nun zwei Studien aufklären. Die Kultusministerkonferenz beauftragte das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig sowie die Kinderklinik der Uniklinik Köln.

Beide hatten der KMK eine Studienkonzeption "Handlungsfähigkeit während der Covid-19 Pandemie im Schulbereich erhalten - Schaffung einer Entscheidungsgrundlage durch Evidenzsynthese, Beobachtungs- und Interventionsstudien" vorgelegt, auf deren Grundlage die Zusammenarbeit erfolgt.

24.11.2020 • 15:31 Uhr

Ikea kommt gut durch die Krise

Homeoffice, Lockdown-Langeweile - das hat viele Menschen dazu veranlasst, ihre Wohnungen zu renovieren oder neu einzurichten. Einer der Profiteure: Ikea. "Wir erwarten, dass das laufende Geschäftsjahr sogar noch besser wird als das Jahr davor", sagte Juvenico Maeztu, Finanzvorstand der Ikea-Holding Ingka gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Allerdings brach der Gewinn bis Ende September im Vorjahresvergleich um ein Drittel ein, er betrug 1,2 Milliarden Euro. Während der ersten Welle der Corona-Infektionen im Frühjahr waren drei Viertel aller 378 Möbelhäuser weltweit etwa sieben Wochen lang geschlossen.

Dass der Umsatzrückgang so gering ausfiel, "zeigt, dass Corona uns geholfen hat, das Wichtige im Leben zu achten: Gesundheit, Familie, Liebe und auch das Zuhause", sagte Maeztu.

24.11.2020 • 15:22 Uhr

Linkspartei fordert Einbindung der Parlamente

Die Linke begrüßt die Pläne der Bundesländer, die Corona-Maßnahmen zu verlängern. Allerdings sieht die Partei noch Nachbesserungsbedarf: So fehle immer noch ein Konzept für einen Schutz im ÖPNV, sagte die Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Amira Mohamed Ali. Sie sprach sich dabei für die Ausgabe von FFP2-Masken aus, die besser schützten als Alltagsmasken. Auch am Arbeitsplatz müsse für ausreichenden Schutz gesorgt werden.

Auch die Art der Kommunikation am Parlament vorbei kritisierte sie. Die Beschlussvorlage sei wieder über die Medien öffentlich geworden, "während die Parlamentarier vorab keine Information erhalten haben", sagte Mohamed Ali.

24.11.2020 • 15:06 Uhr

Brinkhaus: Auch Länder müssen Entschädigungen zahlen

Geschlossene Restaurants und Freizeiteinrichtungen - dafür will der Bund eine Entschädigung bezahlen. Allein für Dezember stehen offenbar 17 Milliarden Euro zur Verfügung. Angesichts dieser Kosten fordert Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus nun eine Beteiligung der Länder: "Wir federn den Lockdown derzeit mit Bundesgeldern ab. Und das, obwohl im Wesentlichen die Länder über die Maßnahmen im Kampf gegen Corona entscheiden", sagte Brinkhaus dem "Spiegel".

Ralph Brinkhaus | dpa

Bild: dpa

Sollte im Januar und Februar das öffentliche Leben wegen der Infektionslage noch weiter eingeschränkt bleiben, müssten die Länder bei den Milliardenhilfen mitmachen, sagte der CDU-Politiker. "Der Bund kann nicht mittelfristig für alles zahlen." Auch deshalb sei es wichtig, sich jetzt auf konsequente und dauerhaft wirkende Maßnahmen zu verständigen.

24.11.2020 • 14:51 Uhr

Früher Ferien in Niedersachsen

Die Weihnachtsferien in Niedersachsen beginnen einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil. Letzter Schultag vor den Ferien soll der 18. Dezember sein. Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen.

Auch andere Bundesländer haben den Ferienbeginn bereits vorgezogen:

24.11.2020 • 14:46 Uhr

Eintracht-Profi Barkok positiv getestet

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den nächsten Corona-Fall zu beklagen. Offensivspieler Aymen Barkok wurde positiv auf das Virus getestet. Der 22-Jährige hatte am Montag über Kopfschmerzen geklagt und daraufhin vorsichtshalber einen Corona-Test machen lassen. Nachdem dieser positiv ausfiel, befindet sich Barkok ab sofort in Quarantäne.

24.11.2020 • 14:36 Uhr

Söder: Skigebiete schließen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder plädiert wegen Corona für ein vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. "Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung", sagte Söder.

Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: "Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall."

24.11.2020 • 14:29 Uhr

"Dezember-Hilfen" könnten 17 Milliarden kosten

Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

24.11.2020 • 14:20 Uhr

Auch polnische Nerze von Coronavirus betroffen

In Polen haben Wissenschaftler erstmals einen Corona-Ausbruch bei Nerzen auf einer Pelztierfarm nachgewiesen. Eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 sei bei acht Tieren eines Zuchtbetriebs im Westen des Landes festgestellt worden, teilte die Medizinische Universität in Danzig mit. Insgesamt seien 91 Nerze untersucht worden.

Derzeit laufen den Angaben zufolge noch genetische Untersuchungen, um festzustellen, woher das Virus stamme. Die bisherigen Ergebnisse verweisen demnach auf die Möglichkeit, dass das Virus vom Menschen auf die Nerze übertragen wurde. In den vergangenen Wochen hat es in mehreren europäischen Ländern Fälle von Corona-Infektionen bei Nerzen gegeben, unter anderem in Dänemark, Schweden, Frankreich und den Niederlanden.

Nerze, die auf einem Bauernhof in Farre im südlichen Teil von Jütland getötet wurden | dpa

In Dänemark waren Millionen Nerze getötet worden. Bild: dpa

24.11.2020 • 14:16 Uhr

Hunderte Flüge in Shanghai gestrichen

Wegen einer Reihe von Coronavirus-Fällen in Shanghai sind am Flughafen der chinesischen Metropole Hunderte Flüge gestrichen worden. Tausende Mitarbeiter am Internationalen Flughafen Pudong wurden getestet, nachdem Corona-Fälle in der Stadt mit Luftfracht-Bediensteten in Zusammenhang gebracht worden waren. Mehr als 500 Starts wurden nach Daten des Unternehmens VariFlight gestrichen - das ist fast die Hälfte aller Abflüge. Fast die Hälfte aller Landungen wurden demnach ebenfalls gestrichen. Bereits in der Nacht zum Montag wurden Flughafen-Angestellte auf einem Parkplatz massenhaft getestet.

24.11.2020 • 14:13 Uhr

Klöckner will Schweinestau angehen

Wegen der Corona-bedingten Einschränkungen haben viele Schlachthöfe ihre Kapazitäten heruntergefahren. Das führt zu einem sogenannten Schweinestau. So beklagten Landwirte im Oktober ein sich abzeichnendes Tierschutzproblem, weil schlachtreife Tiere nicht abgeholt werden. Bis einschließlich September seien 1,1 Millionen Schweine weniger geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum, zitierte die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus einer Antwort der Regierung auf Anfrage der FDP.

Morgen will sich Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner mit dem Thema befassen. Vorab erklärte sie, es gebe Gespräche mit Unternehmen und Bundesländern. Dabei sei es auch um Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz gegangen. Laut Klöckner zeichnet sich mittlerweile "eine gewisse Entspannung" ab. Es sei davon auszugehen, dass die großen Schlachtbetriebe ihre Kapazitäten schrittweise wieder hochfahren könnten.

24.11.2020 • 14:05 Uhr

Grünen-Politiker warnt vor steigender Mobilität

Der Grünen-Gesundheitspolitiker und Arzt Janosch Dahmen sieht das Vorgehen in der Corona-Pandemie kritisch: "Bei Weihnachten und Silvester regiert ein Stück weit das Prinzip Hoffnung", sagte der in den Bundestag nachgerückte Abgeordnete der dpa.

Er war zuvor als Oberarzt im Corona-Krisenmanagement in Berlin tätig. "Die Zusammenkunft von Großeltern und Enkeln ist weniger das Problem, aber die steigende Mobilität zu den Feiertagen könnte ein Pandemietreiber werden", warnt er. Dies bleibe "ein Restrisiko". Die Länder-Vorschläge zeigten Fortschritte zu umfassenderen Regeln, es mangele jedoch an klaren Grenzwerten zur Lockerung und Verschärfung von Maßnahmen. So bleibe unklar, wann eine Schule auf das Wechselmodell von Digital- und Präsenzunterricht umstellen solle.

24.11.2020 • 13:54 Uhr

Kretschmann blickt pessimistisch auf Januar

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Öffnung von Kultur und Gastronomie auch nach Weihnachten für unwahrscheinlich. An eine Öffnung sei bei den derzeitigen Infektionszahlen auch im Januar noch nicht zu denken, sagte Kretschmann. "So bitter das für diese Betriebe ist - ich kann deren Zorn wirklich verstehen."

24.11.2020 • 13:51 Uhr

Söder will Länder-Vorlage "nachschärfen"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für den Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für nicht ausreichend. "Ich glaube, an einigen Stellen braucht es noch Verbesserungen", sagte Söder. Es stehe viel Gutes in dem Papier, aber es gehe nicht weit genug - "da müssen wir nachschärfen".

Die Ministerpräsidenten hatten Montagabend eine weitreichende Beschlussvorlage formuliert, die eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis 20. Dezember und auch Regelungen für Weihnachten bis Silvester beinhaltet. Söder sagte, das Bundeskanzleramt wolle das Papier der Ministerpräsidenten noch "grundlegend angehen".

24.11.2020 • 13:35 Uhr

Österreich rechnet bis März mit Hunderttausenden Impfungen

Österreich rechnet in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres mit Corona-Impfdosen für bis zu 1,5 Millionen seiner knapp neun Millionen Einwohner. Die ersten Impfungen sollten abhängig von den Marktzulassungen im Januar erfolgen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Vorstellung einer Impfstrategie. Eine Impfquote von "50 Prozent plus X" sei das Ziel, die Immunisierung solle freiwillig bleiben.

Als erster Impfstoff soll demnach der Wirkstoff von Pfizer/Biontech zur Verfügung stehen. Geimpft werden sollen laut dem Plan zunächst Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen, Mitarbeiter der Gesundheitsberufe sowie Hochrisikogruppen. Im zweiten Schritt des Plans folgen Berufsgruppen wie Polizisten, Justiz und Lehrer.

24.11.2020 • 13:14 Uhr

EU-Kommission schließt Vertrag über Moderna-Impfstoff

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen des aussichtsreichen Corona-Impfstoffs von Moderna ausgehandelt. Dies teilte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Der Vertrag solle am Mittwoch besiegelt werden.

Das US-Unternehmen Moderna hatte vergangene Woche erklärt, sein Impfstoff habe in der letzten klinischen Testphase eine Wirksamkeit von fast 95 Prozent der Fälle gezeigt.

Die EU-Kommission hat nun Verträge mit den Herstellern aller drei Impfstoffe, denen die besten Chancen für eine rasche Zulassung in den kommenden Wochen gegeben werden. Neben Moderna sind das Biontech/Pfizer und AstraZeneca. Alle drei hatten in den vergangenen Tagen vielversprechende Testdaten bekannt gegeben.

Noch hat jedoch kein Corona-Impfstoff eine europäische Zulassung. Die ersten Lizenzen könnten nach Erwartung der Bundesregierung und der EU-Kommission im Dezember erteilt werden. Nach Zulassung eines Mittels sollen alle 27 Staaten gleichzeitig Zugriff darauf bekommen, anfangs nach Produktionskapazität allerdings auf nur kleine Mengen. Verteilt werden sie in der EU nach Bevölkerungszahl. Deutschland hat einen Anteil von 18,6 Prozent.

24.11.2020 • 12:57 Uhr

Iran meldet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen

Die Corona-Neuinfektionen im Iran haben trotz eines landesweiten Lockdowns einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden binnen eines Tages 13.721 Neuinfektionen registriert. Im gleichen Zeitraum starben 483 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus. Damit liege die Gesamtzahl der Infizierten bei über 880.000, die der Corona-Toten bei fast 46.000.

Um den drastischen Anstieg der Corona-Fallzahlen der vergangenen Wochen zu stoppen, herrscht seit Samstag in der Hauptstadt Teheran und mehr als 160 anderen Groß- und Kleinstädten ein strenger Lockdown. Seitdem dürfen nur noch wenige Branchen ihre Arbeit ausüben.

24.11.2020 • 12:45 Uhr

Bund will Corona-Schnelltests deutlich ausweiten

Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern. Das berichtet die dpa unter Berufung auf Informationen aus dem Gesundheitsministerium. Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigen-Tests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen vor allem im Gesundheitswesen und der Pflege eingesetzt werden. Sie sollen helfen Patienten, Personal und Besucher besser zu schützen.

Bei Antigen-Schnelltests müssen Proben zum Auswerten nicht ins Labor gebracht werden. Sie gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Vornehmen müssen sie medizinisch geschultes Personal. Laut Robert Koch-Institut muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests durch einen PCR-Test bestätigt werden.

24.11.2020 • 12:28 Uhr

Experten: Corona-Proteste befördern Antisemitismus

Fachleute warnen vor wachsendem Antisemitismus im Zuge der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Damit habe sich der Antisemitismus "in einer neuen Weise verdichtet", sagte die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane. Ihre Stiftung befasse sich seit vielen Jahren mit verschiedene Formen den Antisemitismus - etwa im Linksextremismus, im Rechtsextremismus und im Islamismus. "Dieses Jahr allerdings hat sich etwas verändert", sagte sie. Es gebe eine "Eskalation, eine Verdichtung und eine Bedrohung durch die Corona-Proteste".

Die Radikalisierung der Proteste sei bemerkenswert, so Kahane weiter. Die Verwendung von Davidsternen durch Teilnehmer der Proteste sowie die teils geäußerten Selbstvergleiche mit Opfern des Nationalsozialismus wie Anne Frank oder der Widerstandskämpferin Sophie Scholl kritisierte sie scharf: Es handele sich hier um "eine zynische Verdrehung".

Auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, verurteilte auf der gemeinsamen Pressekonferenz die Selbstdarstellung von Corona-Demonstranten als Opfer ähnlich den Juden zu Zeiten des NS-Regimes. Hier würden der Nationalsozialismus verharmlost, dessen tatsächliche Opfer verhöhnt und die Erinnerungskultur erodiert, warnte er. In Deutschland sei der Judenhass "im Zuge der Corona-Pandemie weiter angestiegen", sagte Klein. Entsprechende Äußerungen seien "in vielen Kreisen wieder gesellschaftsfähig geworden" und verbänden politische Milieus, die bisher "wenig oder gar keine Berührungspunkte" gehabt hätten.

24.11.2020 • 12:11 Uhr

EKD-Chef: Weihnachtsgottesdienste trotz Corona

Der Ratvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, glaubt trotz Corona-Pandemie weiterhin an die Möglichkeit, in vier Wochen Weihnachtsgottesdienste feiern zu können. Er sehe derzeit keinen Anlass, daran zu zweifeln, sagte er im RBB. Die Kirchen hätten in den vergangenen Monaten ausgefeilte Hygienekonzepte entwickelt und es habe bislang keinen Vorfall von Infektionen in den Gemeinden gegeben. Das mache ihn zuversichtlich. Klar sei aber auch, dass der Gesundheitsschutz Vorrang haben müsse.

In den Gemeinden werde schon jetzt viel Kreativität entwickelt, indem viele Gottesdienste hintereinander stattfinden sollen "mit viel Lüften" oder Gottesdienste ins Freie verlegt werden "mit Skiunterwäsche, mit Abständen und mit ganz verantwortungsvoller Handhabung".

Die "kraftvolle Botschaft" von Weihnachten "Fürchtet Euch nicht" werde gerade jetzt gebraucht.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm. | CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Wirbt für Gottesdienste trotz Corona: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Bild: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

24.11.2020 • 11:57 Uhr

Positivrate bei Corona-Tests auf Höchststand

Die Positivrate bei den Corona-Tests in Deutschland ist in der vergangenen Woche auf einen neuen Rekordwert von 9,6 Prozent gestiegen. Der Zuwachs habe sich entsprechend dem Infektionsgeschehen verlangsamt, sei aber weiterhin deutlich, teilt der Laborverband ALM mit.

Insgesamt habe es mehr als 1,254 Millionen PCR-Tests in den teilnehmenden Laboren gegeben und damit etwa so viele wie in der Woche davor. 120.147 hätten einen positiven Befund ergeben, damit sei die Positivrate 0,4 Prozentpunkte höher ausgefallen. Die Kapazität sei um weitere vier Prozent auf fast 1,7 Millionen PCR-Tests pro Woche ausgebaut worden.

24.11.2020 • 11:54 Uhr

Warnung vor Corona-Wundermitteln

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat vor vermeintlichen Wundermitteln gegen eine Covid-19-Erkrankung gewarnt. Nahrungsergänzungsmittel könnten eine derartige Erkrankung weder verhindern noch heilen, erklärte der Präsident des Bundesamtes, Friedel Cramer.

Dennoch versuchten aktuell einige Online-Anbieter die Unsicherheit in der Bevölkerung auszunutzen und den Umsatz ihrer Produkte mit zweifelhaften oder gar illegalen Werbeversprechen zu steigern. Bislang seien in Deutschland 60 unzulässige Online-Angebote, EU-weit 592 "auffällige Webseiten" identifiziert worden.

24.11.2020 • 11:52 Uhr

Unionsfraktionschef Brinkhaus fordert von Ländern mehr Anstrengungen

Der Fraktionschef von CDU und CSU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, fordert die Bundesländer auf, die bevorstehenden Corona-Impfungen besser zu planen: "Das muss jetzt schnell und überzeugend vorbereitet werden, da sind die Länder sehr gefordert", sagte er dem "Spiegel". Impfen müsse Chefsache in den Bundesländern sein. "Das darf keinesfalls auf nachgeordnete Behörden wie die Gesundheitsämter wegdelegiert werden", so Brinkhaus.

Der CDU-Politiker forderte zudem eine stärkere finanzielle Verantwortung der Länder bei der Bekämpfung der ökonomischen Corona-Folgen. Derzeit würden die Folgen mit Bundesgeldern abgefedert – und dass, "obwohl im Wesentlichen die Länder über die Maßnahmen im Kampf gegen Corona entscheiden". "Sollte im Januar und Februar das öffentliche Leben wegen der Infektionslage noch weiter eingeschränkt bleiben, dann müssen die Länder bei den Milliardenhilfen mitmachen. Der Bund kann nicht mittelfristig für alles zahlen."

Anders als die Ministerpräsidenten der Länder plädierte Brinkhaus für strengere Corona-Regeln zumindest zum Jahreswechsel: "Weihnachten wollen die Menschen zusammen mit ihrer Familie feiern, das ist nicht nur für die älteren Menschen sehr wichtig", sagte der CDU-Politiker. "Aber Silvester müssen wir nun wirklich nicht wieder alles aufmachen." Grundsätzlich gelte: "Alles, was Silvester nicht stattfindet, ist infektionstechnisch gut", so Brinkhaus.

24.11.2020 • 11:31 Uhr

Einzelhandel in Tschechien könnte bald wieder öffnen

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft könnte in Tschechien der gesamte Einzelhandel wieder öffnen. Die Regierung werde am Sonntag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um darüber zu entscheiden, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny im tschechischen Fernsehen CT. Die Änderung würde dann am 30. November in Kraft treten. Derzeit sind alle Geschäfte per Anordnung geschlossen, die nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Tschechien mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern ist stark von der Corona-Pandemie betroffen. Bislang starben 7360 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

24.11.2020 • 11:17 Uhr

Mehr als 169.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiter rasant aus. Die Behörden meldeten binnen eines Tages 169.190 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hervorgeht. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 160.000 gewesen. Am Freitag war mit rund 196.000 neuen Corona-Fällen der bislang höchste Wert registriert worden. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion stieg binnen 24 Stunden um 889. 

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,4 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 257.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

24.11.2020 • 10:39 Uhr

Lufthansa will keinen Impfnachweis von Passagieren

Anders als die australische Airline Qantas will die Lufthansa von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen. Die Einführung einer derartigen Pflicht sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, sagte ein Konzernsprecher. Für die jeweiligen Einreisevoraussetzungen seien zudem die nationalen Regierungen der Länder zuständig. Diese müssten zunächst einen Plan zur Verteilung der bestellten Impfdosen erstellen, sobald sie verfügbar seien. Qantas-Chef Alan Joyce hatte zuvor angekündigt, dass seine Gesellschaft bei Interkontinentalflügen nur geimpfte Passagiere befördern werde, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe.

24.11.2020 • 10:36 Uhr

Vorerst keine Lockerungen für den Sport geplant

Der Sport in Deutschland darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Das geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch hervor, die den Nachrichtenagenturen dpa und Reuters vorliegt. Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann.

24.11.2020 • 10:31 Uhr

Tokios Gouverneurin: Tun alles für sichere Olympische Spiele

Die Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, ist trotz der wieder stark zunehmenden Corona-Infektionen zuversichtlich, im kommenden Jahr sichere Olympische Spiele ausrichten zu können. Als Gastgeber werde man "alle möglichen Maßnahmen" ergreifen, die Sicherheit für die Athleten und anderen Beteiligten zu gewährleisten, sagte Koike vor Journalisten. Sie erwarte, dass die Spiele und die anschließenden Paralympics als Modell für künftige Olympische Spiele in der Nach-Corona-Ära dienen werden.

Japans Olympia-Macher haben sich bisher genauso wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) trotz der weiter global grassierenden Pandemie nicht von ihren Plänen abbringen lassen, im nächsten Sommer die wegen Corona verlegten Olympischen Spiele in Tokio auszurichten. Das hatte erst kürzlich auch IOC-Chef Thomas Bach bei einem Besuch in Japan deutlich gemacht.

Ein Monument der Olympischen Ringe wird im Hafenviertel Odaiba in Tokio beleuchtet | dpa

Olympische Ringe vor der Skyline von Tokio: "Alle möglichen Maßnahmen" sollen ergriffen werden Bild: dpa

24.11.2020 • 10:17 Uhr

Entwicklungsminister befürchtet Armutskrise in Afrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat vor einer Hunger- und Armutskrise in Afrika wegen der Corona-Pandemie gewarnt. Der Lockdown in afrikanischen Ländern habe dazu geführt, dass Nahrungsmittelketten unterbrochen worden seien und keine Medikamente mehr verteilt werden könnten, sagte Müller im Bayerischen Rundfunk. Es sei zu befürchten, dass innerhalb eines Jahres zusätzlich zu dem Tod durch das Virus zwei Millionen Menschen stürben, wenn die Medikamente nicht in die Dörfer gelangten. Zudem sei bereits jetzt jeder zweite Job in Afrika gefährdet oder verloren gegangen. Der Minister forderte daher Soforthilfe für die Länder sowie einen Schuldenerlass unter Bedingungen.

24.11.2020 • 10:09 Uhr

Klinische Corona-Studie mit deutscher Unterstützung in Afrika

In 13 afrikanischen Ländern ist mit deutscher Unterstützung eine große klinische Covid-19-Studie gestartet worden. Wie das Bundesforschungsministerium mitteilte, werden der gemeinnützigen internationalen Forschungsorganisation DNDi (Drugs for Neglected Diseases Initiative) dafür zwölf Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziel der Studie mit dem Namen "Anticov" sei es, geeignete Medikamente für eine frühzeitige Behandlung von Covid-19 zu finden. Dabei werden zunächst das antiretrovirale Kombinationspräparat Lopinavir/Ritonavir gegen HIV und das Malariamedikament Hydroxychloroquin getestet. Behandlungen, die sich als sicher und wirksam erweisen, sollen im Anschluss für alle bezahlbar zugänglich gemacht werden.

24.11.2020 • 10:03 Uhr

Portugal will portugiesischsprachigen Entwicklungsländern helfen

Portugal will einen Teil der dem Land zustehenden Impfdosen an portugiesischsprachige Entwicklungsländer abgeben. Das kündigte Außenminister Augusto Santos Silva auf dem außenpolitischen Forum der Körber-Stiftung an. Als Beispiel nannte er Mosambik. "Es ist wichtig, dass der Impfstoff für alle zugänglich ist", so der Minister.

Portugals Außenminister Augusto Santos Silva spricht auf einer Pressekonferenz. | MANUEL DE ALMEIDA/EPA-EFE/Shutte

Potugals Außenminister Augusto Santos Silva: "Wichtig, dass der Impfstoff für alle zugänglich ist" Bild: MANUEL DE ALMEIDA/EPA-EFE/Shutte

24.11.2020 • 09:55 Uhr

Verband der Familienunternehmer fordert Entschädigungen

Die Familienunternehmer pochen wegen der bevorstehenden Verlängerung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf Geld für die betroffenen Firmen. "Aus dem Lockdown light wird ein Lockdown medium", sagte Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée. Viele Fragen blieben unbeantwortet, etwa nach Entschädigungen für die mittelbar und unmittelbar betroffenen Unternehmen. "Wenn der Staat Betriebe schließt, sollte er diese umgehend auch entschädigen. Wer A sagt, muss auch B sagen."

24.11.2020 • 09:38 Uhr

Neuinfektionen in Israel auf Vier-Wochen-Hoch

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den höchsten Stand seit rund vier Wochen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 943 neue Fälle registriert. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land verlief die Pandemie im Frühjahr vergleichsweise mild, auch wegen strikter Maßnahmen der Regierung. Nach umstrittenen Lockerungen nahmen die Fallzahlen im Sommer jedoch deutlich zu. Die Regierung verhängte Mitte September einen zweiten landesweiten Lockdown.

24.11.2020 • 09:23 Uhr

Europaparlament kritisiert Grenzschließungen innerhalb der EU

Die Abgeordneten des Europaparlaments haben sich gegen Grenzschließungen innerhalb der Europäischen Union während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Anstatt die Grenzen dicht zu machen, sollten die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz auch beim Grenzübertritt zu gewährleisten, hieß es in einer Erklärung. Die übereilten und unkoordinierten Schließungen hätten Menschen in Grenznähe stark getroffen und einen negativen Einfluss auf internationale Geschäfte, die Wissenschaft und die Tourismusbranche gehabt. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten viele EU-Mitgliedstaaten - darunter Deutschland - Grenzen im Alleingang geschlossen. Eine schnelle Rückkehr zu einem voll funktionalen Schengenraum ist den Abgeordneten zufolge von entscheidender Bedeutung.

24.11.2020 • 09:20 Uhr

Laschet relativiert Satz zu "härtesten Weihnachten" seit dem Krieg

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat eine umstrittene Aussage zum Weihnachtsfest in der Corona-Pandemie relativiert. Nachdem er in der "Welt am Sonntag" gesagt hatte, es werde "wohl das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben", betonte der CDU-Politiker nun: "Natürlich ist es auf Lesbos schlimmer und natürlich ist es in Afrika in Elendsvierteln schlimmer. Das ist ja alles wahr. Aber die Botschaft ist: Dieses Weihnachten wird anders sein als alle Weihnachten, wie wir sie kennen. Es wird Verzicht bedeuten." Laschets Weihnachtssatz hatte vor allem im Internet für viel Kritik gesorgt.

Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), spricht bei einer Pressekonferenz zur aktuelle Lage und zum weiteren Vorgehen des Landes in der Corona-Pandemie. | dpa

CDU-Politiker Laschet: "Natürlich ist es auf Lesbos schlimmer" Bild: dpa

24.11.2020 • 08:54 Uhr

Linnemann: Corona-Finanzhilfen nicht zielgerichtet

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, hat eine zielgerichtete Verteilung der Corona-Finanzhilfen gefordert. "Es ist richtig, dass wir uns verschulden, aber bitte nicht so auf Pump, wie wir es im Moment machen", sagte Linnemann im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. An der einen Stelle würden die Hilfen überkompensiert. So bekämen etwa Fast-Food-Ketten 75 Prozent der Umsätze aus dem Vorjahr für Verkäufe im Restaurant und könnten weiter Geld mit dem Außer-Haus-Verkauf einnehmen. Gleichzeitig erhielten Einzelhändler keine Unterstützung, obwohl in vielen Innenstädten die Kunden wegblieben.

24.11.2020 • 08:40 Uhr

Kinderhilfswerk fordert Flexibilität für Schulen und Kitas

Schulen und Kitas brauchen nach Einschätzung des Deutschen Kinderhilfswerks größere Handlungsspielräume im Umgang mit der Corona-Pandemie. Nur so könnten sie orts- und situationsspezifisch reagieren, erklärte die Organisation. Um angemessene Reaktionen zu ermöglichen, sollten Bund, Länder und Kommunen einen "Setzkasten" möglicher Maßnahmen zur Verfügung stellen. So müssten etwa Räumlichkeiten angemietet werden, um eine Entzerrung zu ermöglichen, sagte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann. Dafür kämen Hotels, Museen, Jugendherbergen, Volkshochschulen oder Sporthallen in Frage. "Notwendiges zusätzliches Personal könnten beispielsweise auch Lehramtsstudierende, Museums- und Theaterpädagogen oder Dozentinnen der Volkshochschulen sein." Flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas müssten verhindert werden.

24.11.2020 • 08:23 Uhr

Ministerpräsidenten einigen sich auf neue Corona-Regeln

Kurz vor den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar sollen Treffen eines Haushalts mit haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden, heißt es in einem Beschlussentwurf, der den Nachrichtenagenturen dpa und Reuters vorliegt. Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

Außerdem wollen die Ministerpräsidenten Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. "Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen", heißt es in dem Beschlussentwurf. Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach nicht vorgesehen. Zudem planen die Länderchefs, dass in Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ab Klasse sieben eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten soll.

24.11.2020 • 08:17 Uhr

Konjunkturerholung stärker als erwartet

Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Absturz in der Corona-Krise kräftiger in Schwung gekommen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum Juli bis September im Vergleich zum zweiten Quartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde noch von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. Zum Jahresende dürfte die Erholung aber wegen des Teil-Lockdowns in Deutschland und Beschränkungen in vielen anderen europäischen Staaten eine Pause einlegen.

Mit dem starken Wachstum im dritten Quartal habe die deutsche Wirtschaft einen großen Teil des massiven Rückgangs des Bruttoinlandsprodukts vom Frühjahr wieder aufgeholt, erklärte die Wiesbadener Behörde. Im zweiten Vierteljahr war das BIP dramatisch eingebrochen, nachdem das öffentliche Leben Corona-bedingt in weiten Teilen heruntergefahren worden war. Bereits zum Jahresanfang war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal gesunken.

24.11.2020 • 08:05 Uhr

Ärzte weiter für Einsatz von Remdesivir

Trotz einer kritischen WHO-Studie wollen Intensiv- und Notfallmediziner sowie Pneumologen in Deutschland das Medikament Remdesivir weiter bei der stationären Behandlung bestimmter Corona-Patienten einsetzen. Das geht aus neuen Leitlinien hervor, die mehrere medizinische Gesellschaften veröffentlichten. "Bei hospitalisierten, nicht beatmeten Patienten mit Covid-19 Pneumonie und Sauerstoffbedarf, kann eine Therapie mit Remdesivir erfolgen", heißt es in der Empfehlung.

"Allerdings ist das eine ganz schwache Empfehlung", sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Es bleibe den Ärzten freigestellt, ob sie das Mittel der US-Firma Gilead verwenden wollen, das ursprünglich gegen eine Ebola-Erkrankung entwickelt wurde. Die WHO war vergangene Woche zu dem Urteil gekommen, dass Remdesivir keine Wirkung zeige und hatte sich gegen einen Einsatz bei einer Behandlung im Krankenhaus ausgesprochen.

24.11.2020 • 07:43 Uhr

Australiens Ex-Corona-Hotspot Victoria ohne bekannten Infektionsfall

Im ehemaligen australischen Corona-Hotspot Victoria gibt es erstmals seit neun Monaten keinen einzigen bekannten Infektionsfall mehr. "Das letzte Mal, dass wir keine aktiven Fälle im Bundesstaat verzeichnet haben, war am 29. Februar", twitterte das regionale Gesundheitsministerium. Die Behörden dankten der Bevölkerung dafür, dass sie zu diesem Erfolg beigetragen habe. Vorausgegangen war ein mehrmonatiger, extrem strikter Lockdown, nachdem der Bundesstaat mit seiner Hauptstadt Melbourne von einer zweiten Welle getroffen worden war.

24.11.2020 • 07:28 Uhr

Europarat-Chefin will mehr Schutz für Frauen in zweitem Lockdown

Frauen sollten nach Ansicht der Generalsekretärin des Europarats, Marija Pejčinović Burić, in der Corona-Pandemie besser geschützt werden. "Effiziente Maßnahmen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen müssen ein elementarer Teil von neuen Lockdowns sein", sagte sie. Lockdowns hätten sich als einzigartige Herausforderung für Hilfsangebote erwiesen. Auch wenn viele aktuelle Regelungen weniger strikt seien als im Frühjahr, hätten nationale Hotlines zur Hilfe bei häuslicher Gewalt erneut dramatische Anstiege von Anrufen gemeldet. "Wir müssen sicherstellen, dass die erneuten Bewegungseinschränkungen nicht mehr Leid für Frauen und Kinder verursachen."

24.11.2020 • 07:17 Uhr

Großbritannien will Quarantäne für Einreisende verkürzen

Einreisende aus Risikogebieten können ab Mitte Dezember in Großbritannien mit einer kürzeren Quarantäne-Dauer rechnen. Nach fünf Tagen solle es dann möglich sein, auf eigene Kosten einen Corona-Test zu machen und nach negativem Ergebnis die Wohnung wieder zu verlassen, kündigte Verkehrsminister Grant Shapps an. Bislang mussten sich alle Einreisenden aus Risikogebieten verpflichtend 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Auch Deutschland gilt derzeit für Großbritannien als Risikogebiet. Die Reisebranche begrüßte die Regelung, beschrieb sie aber als "überfällig". Viele andere Staaten, darunter auch Deutschland, ermöglichen bereits seit längerem, die Quarantäne nach der Einreise durch einen Corona-Test abzukürzen.

Eine Frau mit Gesichtsmaske unter einem Schirm mit dem Muster er britischen Flagge. | REUTERS

In Großbritannien soll die Quarantäne mit einem negativen Corona-Testergebnis auf fünf Tage verkürzt werden können. Bild: REUTERS

24.11.2020 • 07:09 Uhr

Pflegebevollmächtigter: Heimbewohner sollen über Besuch entscheiden

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, pocht darauf, dass Pflegeeinrichtungen trotz der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen weiter Besucher einlassen. Heimbewohner sollten selbst entscheiden, ob sie Besuch empfangen möchten, sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Wir sollten älteren Menschen in den Pflegeeinrichtungen nicht die Fähigkeit absprechen, ihre eigenen Prioritäten zu setzen. Sie müssen selbst entscheiden, was ihnen wichtiger ist." Es gebe ausreichend medizinische Schutzausrüstung, betonte er. An die Pflegeheime appellierte Westerfellhaus: "Mit einem vernünftigen Hygienekonzept mit den vorhandenen Schnelltests und intelligentem Besuchermanagement sollte Besuch von Angehörigen im Regelfall weiter möglich sein."

24.11.2020 • 07:05 Uhr

Umfrage: Deutsche vermissen Kontakte

In Zeiten der Corona-Pandemie vermisst rund die Hälfte der Menschen in Deutschland laut einer Umfrage am meisten den Kontakt zur Familie, zu Freunden und Nachbarn. Für 55 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer stellten die Kontaktbeschränkungen die größte Entbehrung dar, teilte die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen nach der Befragung von rund 3000 Menschen mit. Jeder zweite Befragte habe sogar gesagt, "dass er den Wert der Familie erst durch die Corona-Pandemie (wieder-)entdeckt hat". "Die meisten Bürger erkennen die Notwendigkeit der Einschränkungen und halten sich an die Regeln", sagte Studienleiter Ulrich Reinhardt. Gleichzeitig sei die Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit Verwandten und Freunden groß.

24.11.2020 • 06:58 Uhr

Bayern zieht Start der Weihnachtsferien vor

Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, der 18. Dezember. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen. Der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten werde so vergrößert, sagte Söder. "Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können." Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten "erheblich gesenkt".

24.11.2020 • 06:44 Uhr

Schweden verlässt mit mit strengen Vorschriften seinen Sonderweg

Mit dem Inkrafttreten von strengeren Vorschriften verlässt Schweden seinen Corona-Sonderweg. Erstmals gelten nun Auflagen für Treffen in der Öffentlichkeit, nur noch acht Menschen dürfen zusammenkommen. Bisher durften sich je nach Anlass 50 bis 300 Menschen treffen. Schulen und Restaurants sollen laut der Regierungsanordnung weiter geöffnet bleiben. Betreiber von Restaurants müssen allerdings darauf achten, dass pro Tisch nicht mehr als acht Gäste Platz nehmen. Schweden hatte zuvor einen weniger restriktiven Ansatz gewählt als die meisten anderen europäischen Länder. Kritiker warfen den schwedischen Behörden deshalb vor, Menschenleben zu gefährden.

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Lofven | AP

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven: Strengere Regeln gegen den Anstieg der Fallzahlen Bild: AP

24.11.2020 • 06:31 Uhr

Studie im Klassenzimmer: Stoßlüften wirksamer als Filtergeräte

Laut einer Untersuchung hessischer Wissenschaftler ist das Stoßlüften in Schulen um ein Vielfaches wirksamer als der Einsatz von Luftfiltergeräten. Zwei Professoren der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) hatten in einem nicht genutzten Klassenzimmer einer Wiesbadener Schule die Wirkung auf zuvor freigesetzte Aerosole ermittelt, die per Ventilator im Raum verteilt wurden. "Als wesentliches Resultat zeigte sich, dass die Stoßöffnung aller Fenster über drei Minuten bei Außentemperaturen von 7 bis 11 Grad Celsius die eingebrachte Konzentration an Aerosolen bis zu 99,8 Prozent senkte", heißt es in der Mitteilung der THM in Gießen zu der Analyse. Mit vier mobilen Luftfiltergeräten in dem Raum sei nach etwa 30 Minuten eine um 90 Prozent verringerte Konzentration gemessen worden.

24.11.2020 • 06:24 Uhr

Infektionsforscher: Entscheidend ist das Verhalten der Bevölkerung

Der Infektionsforscher Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum Braunschweig hat in den tagesthemen dazu aufgerufen, die Corona-Regeln ernst zu nehmen und sich daran zu halten. Die Entwicklung der Pandemie hänge vor allem vom Verhalten der Menschen ab. "Wir müssen einfach sehen, dass die Bevölkerung alles in der Hand hat", sagte Meyer-Hermann. Er warnte davor, sich auf dem Erfolg einer stabilen Entwicklung der Fallzahlen auszuruhen. "Im wöchentlichen Mittel gehen die Fallzahlen nicht mehr nach oben, sie gehen aber auch nicht nach unten", so der Wissenschaftler. Die Menschen müssten nun Rücksicht und Achtsamkeit zeigen.

24.11.2020 • 06:02 Uhr

Philologenverband: Weihnachtsferien nicht kurzfristig verlängern

Der Deutsche Philologenverband warnt davor, zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie kurzfristig die Weihnachtsferien zu verlängern. Dies hätte nur ein "Planungschaos" zur Folge, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Lehrerinnen und Lehrer wollten ihren Unterricht vernünftig planen. "Unter kurzfristigen Ferienverlängerungen hätten im Zweifel insbesondere diejenigen zu leiden, die bald Abitur machen oder bei denen andere Prüfungen anstehen." Statt eines hektischen Herumdokterns an den Ferienzeiten brauche es vielmehr Reihentestungen zum Schulbeginn im neuen Jahr - also freiwillige Corona-Tests für alle Schüler und Lehrer.

24.11.2020 • 05:59 Uhr

WHO warnt vor schnellen Lockerungen über Weihnachten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Lockerungen von Corona-Restriktionen über Weihnachten, wenn Behörden das Infektionsgeschehen nicht voll unter Kontrolle haben. "Wenn sich Menschen untereinander anstecken und wenn ein Land nicht die nötige Infrastruktur hat, um Fälle zu verfolgen und Kontakte zu isolieren und in Quarantäne zu schicken, dann wird eine Lockerung zu stärkeren Ansteckungen führen", sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Regierungen müssten sich im Klaren sein, dass sie nur Risiken abwägen könnten. Eine wissenschaftliche Formel, welche Lockerungen vertretbar oder wie viele Feiertage ohne größere Auflagen sicher seien gebe es nicht. "Es gibt nur ein höheres und niedrigeres Risiko, dass die Situation sich bessert oder verschlimmert", sagte er.

24.11.2020 • 05:39 Uhr

13.554 neue Corona-Fälle in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI bekannt gab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt.

Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind.

24.11.2020 • 05:25 Uhr

Städtetag fordert Corona-Stufenpläne in Schulen

Der Deutsche Städtetag hat sich bei einem wachsenden Infektionsgeschehen für Stufenpläne in Schulen in allen Ländern ausgesprochen. "Für die Städte ist wichtig, dass vor allem im eigenen Bundesland Klarheit herrscht, wann Präsenzunterricht reduziert werden muss", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung. Es mache in vielen Städten Sorge, dass die Infektionen und notwendige Quarantäne-Anordnungen in den Schulen zunehmen. "Die Städte wollen guten Unterricht für junge Menschen auch während der Pandemie", so Jung. "Wir wollen die Schulen so lange es geht offenhalten. Aber wir brauchen auch praxistaugliche Handlungsszenarien, damit Schulen auf hohe Infektionszahlen angemessen reagieren können." Ein kluger Wechsel zwischen Unterricht in den Schulen und in digitaler Form sei bei besonders hohen Infektionszahlen zumindest für ältere Schülerinnen und Schüler kaum zu vermeiden, sagte er.

In einigen Ländern gibt es einen solchen Stufenplan bereits, so kann es in Niedersachsen bei steigenden Infektionszahlen zu Einschränkungen im Präsenzbetrieb kommen. Der Unterricht findet dann in geteilten Klassen abwechselnd in der Schule und als Homeschooling statt. Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

24.11.2020 • 05:15 Uhr

Airline Qantas will Impfpflicht für Flugreisende einführen

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus will Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas eine Impfpflicht für ihre Passagiere einführen. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, würden die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline entsprechend angepasst, sagte Quantas-Chef Alan Joyce dem australischen Sender Nine News. Während man über das weitere Vorgehen bei Inlandsflügen noch nicht entschieden habe, sei die Situation bei Interkontinentalverbindungen klar: "Wir werden von internationalen Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen." Joyce geht nach eigenen Worten davon aus, dass seine Fluggesellschaft damit nicht alleine steht - sondern weltweit ähnliche Regeln eingeführt werden.

Dreamliner von Quantas | AFP

Flugzeug der australischen Fluggesellschaft Quantas: Bald nur noch mit Impfung an Bord Bild: AFP

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 24. November 2020 um 22:15 Uhr.