Corona-Test mit Wattestäbchen | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Höchstwert an Neuinfektionen in Berlin ++

Stand: 13.10.2020 22:25 Uhr

In Berlin wurden innerhalb eines Tages mehr als 700 Corona-Neuinfektionen registriert - so viele wie noch nie. In Großbritannien sind mehr als 43.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Alle Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen im Liveblog.

  • RKI: Wieder über 4000 Neuinfektionen in Deutschland
  • Niederlande verschärfen Maßnahmen
  • Großbritannien verzeichnet mehr als 43.000 Corona-Tote
  • Russland vermeldet neue Höchstwerte
  • Debatte über Beherbergungsverbot
  • Niederlande planen neue Restriktionen
  • Rückschlag für Erholung am Frankfurter Flughafen
13.10.2020 • 22:25 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit schließen wir den heutigen Liveblog und danken für Ihr Interesse.

13.10.2020 • 21:39 Uhr

Tschechiens Gesundheitsminister appelliert an Bevölkerung

Ab morgen sollen in Tschechien wieder strenger Corona-Auflagen gelten: Bars und Restaurants bleiben zu, Schulen kehren zum Fernunterricht zurück.

Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula hat in einer Fernsehansprache die Einwohner des Landes dazu aufgerufen, die Regelungen einzuhalten: "Ich bitte Sie: Helfen Sie mir bei meiner Arbeit, denn es geht um uns alle." Tschechien stehe vor "schwierigen und trüben Wochen", so Prymula weiter. Er rechne mit einem weiteren Anstieg an Neuinfektionen und Todesfällen.

13.10.2020 • 21:19 Uhr

Golf-Profi Dustin Johnson infiziert

Der Golf-Champion Dustin Johnson wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte der PGA-Sportverband mit. Johnson habe sich in Quarantäne begeben.

Der Golf-Profi Dustin Johnson im Finale des  U.S. Open Golf Tournament im September 2020. | USA TODAY Sports

Der Golf-Profi Dustin Johnson wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Bild: USA TODAY Sports

13.10.2020 • 20:49 Uhr

New Yorker Philharmoniker setzen komplette Saison aus

Zum ersten Mal in seiner knapp 180-jährigen Geschichte hat das Orchester der New Yorker Philharmoniker für die komplette Saison sämtliche Konzerte abgesagt. Voraussichtlich sollen bis Mitte Juni des kommenden Jahres keine Konzerte mehr stattfinden.

Die Konzerthalle der Philharmoniker in Manhattan ist aufgrund der Pandemie seit März geschlossen. Ursprünglich hatte das Orchester gehofft, bereits im Januar 2021 wieder auftreten zu können. Zur Überbrückung der Zeit versuchen sich die Philharmoniker mit Online-Konzerten und kleineren Auftritten an öffentlichen Orten in New York zu behelfen.

13.10.2020 • 20:22 Uhr

Weiterer Corona-Fall beim Verfassungsschutz

Nach Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang wurde ein weiterer Spitzenbeamter des Verfassungsschutzes positiv auf das Coronavirus getestet. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV). Zunächst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Sowohl Haldenwang als auch der betroffene Beamte führen ihre Amtsgeschäfte demnach von zu Hause aus weiter.

13.10.2020 • 20:07 Uhr

Berlin meldet 706 neue Corona-Infektionen

Bei der Zahl der Neuinfektionen gibt es in Berlin erneut einen Rekordwert. 706 Neuinfektionen wurden innerhalb von 24 Stunden registriert. Erst vergangene Woche gab es mehrfach neue Höchstwerte. 

13.10.2020 • 19:41 Uhr

Frankfurt bittet Bundeswehr um Hilfe

Wegen der Zunahme an Corona-Fällen geraten die Gesundheitsämter in Frankfurt am Main an ihre Grenzen. Darum sollen ab morgen 60 Soldaten der Bundeswehr dabei helfen, mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu ermitteln, wie die hessenschau berichtet.

13.10.2020 • 19:37 Uhr

Niederlande kündigen Teil-Lockdown an

Ab morgen Abend sollen in den Niederlanden deutlich striktere Corona-Auflagen in Kraft treten. Das kündigte Regierungschef Mark Rutte an.

Bars, Cafés und Restaurants sollen wieder schließen. Nach 20 Uhr abends darf demnach kein Alkohol mehr verkauft werden. Jedem Haushalt sei es lediglich erlaubt, pro Tag maximal drei Gäste zu empfangen. Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn sollen nur in dringenden Fällen genutzt werden.

Das Tragen einer Maske soll in allen öffentlichen Räumen zur Pflicht werden, etwa in Geschäften oder Museen. Bisher hatte die Regierung dies nur dringend empfohlen.

Rutte zufolge sollen die Regelungen vorerst für zwei Wochen gelten, möglicherweise könnten sie aber auch noch verlängert werden.

13.10.2020 • 19:03 Uhr

Britischer Oppositionsführer fordert temporären Lockdown für England

Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat angesichts stark steigender Corona-Fallzahlen zu einem temporären Lockdown für England aufgerufen. "Wir brauchen einen 'Circuit Breaker' und wir brauchen ihn jetzt", sagte der Labour-Chef in London.

Als "Circuit Breaker" wird ein klar begrenzter Lockdown ähnlich jenem im Frühjahr verstanden - allerdings nur für zwei bis drei Wochen und ohne Schulschließungen, wie Starmer betonte. Allerdings könnten die Herbstferien eingebaut werden.

Damit schließt sich Starmer den Ratschlägen des wissenschaftlichen Expertengremiums Sage an, die der britischen Regierung bereits vor Wochen einen solchen landesweiten Lockdown empfahlen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Protokoll hervor. Die Fachleute aus dem Gesundheitsbereich hatten gewarnt, dass Großbritannien sonst auf eine "große Epidemie mit katastrophalen Konsequenzen" zusteuere.

13.10.2020 • 18:40 Uhr

Kretschmer will Grenzwert auf den Prüfstand stellen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat im Interview mit der "Bild" dafür plädiert, den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche nochmals zu prüfen. "Das müssen diejenigen sagen, die in der Kontaktnachverfolgung sind", so Kretschmer.

Auf diesen Wert hatten sich bereits Anfang Mai die Bundesregierung und die Länderchefs geeinigt. Wird er überschritten, sollen in den betroffenen Regionen die Corona-Maßnahmen wieder verschärft werden.

13.10.2020 • 18:34 Uhr

Frankfurter Buchmesse ohne Zuschauer eröffnet

Unter dem Motto "Signals of Hope" ("Signale der Hoffnung") ist die diesjährige Frankfurter Buchmesse gestartet. Sie findet wegen der Pandemie in diesem Jahr nur in digitaler Form statt. Ehrengast ist Kanada, dessen Premierminister Justin Trudeau in seinem Grußwort daran erinnerte, wie wichtig Zusammenhalt in Zeiten wie diesen sei.

13.10.2020 • 18:28 Uhr

Keine Champions League im Eishockey

Wegen der Coronavirus-Pandemie ist die Saison der Champions Hockey League abgesagt worden.

"Die Gesundheit und Sicherheit aller teilnehmenden Teams ist von höchster Priorität und angesichts der aktuellen Entwicklung der epidemiologischen Situation sind wir leider nicht in der Lage zu garantieren, dass alle Beteiligten immer in guter Gesundheit und ohne Quarantäne-Auflagen heimkehren können, ganz gleich wie ausgereift unsere Schutzkonzepte sind", sagte CHL-Präsident Peter Zahner.

An der Champions League sollten in dieser Saison 32 Clubs teilnehmen, darunter die aus der Deutschen Eishockey Liga beteiligten Eishockey-Teams Red EHC Bull München, Adler Mannheim, Eisbären Berlin und Straubing Tigers.

13.10.2020 • 18:25 Uhr

Polens Regierungschef in Quarantäne

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki hat sich in Quarantäne begeben, da er mit einer Person Kontakt hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Laut einem Regierungssprecher handele es sich bei der Kontaktperson um einen Beamten der Spezialeinheit SOP, die für den Schutz der Regierung zuständig ist.

"Die Regierung arbeitet normal weiter, ich bin in ständigem Kontakt mit allen Mitarbeitern und allen Diensten", schrieb Morawiecki auf seiner Facebook-Seite. Ein erster Corona-Test des Regierungschefs war laut einem Sprecher negativ. Weitere Kabinettsmitglieder müssten bisher aber nicht in Quarantäne.

13.10.2020 • 18:21 Uhr

Britische Gesundheitsämter melden 143 Todesopfer binnen 24 Stunden

Seit gestern sind in Großbritannien 143 Menschen gestorben, die sich zuvor mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Laut Regierungsangaben ist das der höchste tägliche Anstieg an Todesopfern seit Juni.

Damit starben seit dem Ausbruch der Pandemie 43.018 Briten, die positiv auf das Virus getestet worden waren. Die Zahl der Infektionen stieg in den vergangenen 24 Stunden um mehr als 17.200 Fälle an.

13.10.2020 • 17:51 Uhr

Neue Folge des Coronavirus-Update

Darin warnt der Virologe Christian Drosten vor einer nachlassenden Aufmerksamkeit im Umgang mit der Pandemie. Außerdem erklärt er, wie wichtig Kontakt-Tagebücher bei der Suche nach Infektionsherden sind.

13.10.2020 • 17:17 Uhr

Bericht: Lage in einigen Gesundheitsämtern kritisch

Die Lage der Gesundheitsämter in deutschen Corona-Hotspots spitzt sich einem Bericht zufolge weiter zu. Zwei Drittel der Ämter sind bei der Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten an der Belastungsgrenze, wie die TV-Sender RTL und ntv unter Berufung auf eigene Recherchen berichteten.  Die Sender hatten den Angaben zufolge die Gesundheitsämter in den derzeit 43 Corona-Risikogebieten im Inland angefragt, 23 antworteten bislang. Acht davon stufen die Lage bei der Kontaktnachverfolgung demnach als "machbar" ein, 15 als "kritisch".

In der zweiten Gruppe sind den Sendern zufolge die Berliner Bezirke Spandau und Steglitz-Zehlendorf, die Städte Leverkusen, Essen, Mainz, Duisburg, Offenbach, Esslingen, Stuttgart und Rosenheim und die Landkreise Main-Taunus, Bitburg-Prüm, Recklinghausen, Groß-Gerau und Wesermarsch. Die Landkreise Groß-Gerau und Wesermarsch erklärten demnach, die Belastungsgrenze sei bereits erreicht. Die Gesundheitsämter im Landkreis Vechta, in Essen, Stuttgart und Esslingen betonten, die Nachverfolgung sei zwar gerade noch machbar, allerdings nur auf Kosten einer sehr hohen Arbeitsbelastung.  Besonders kritisch ist die Situation dem Bericht zufolge im bayerischen Rosenheim.

13.10.2020 • 17:03 Uhr

Impfstoff-Test auch an Jugendlichen

Der US-Pharmakonzern Pfizer will den mit der Mainzer Biotechfirma Biontech entwickelten Corona-Impfstoff auch an Jugendlichen testen. Von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhielten die Unternehmen die Genehmigung, dass an der entscheidenden Wirksamkeitsstudie Jugendliche ab zwölf Jahren teilnehmen können, wie aus einem Update zu der Studie auf der Internetseite von Pfizer hervorgeht. Dadurch könne die potenzielle Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs bei Personen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds besser verstanden werden.

Biontech und Pfizer hatten die Zulassungsstudie mit dem Impfstoff Ende Juli gestartet. Ursprünglich sollte sie bis zu 30.000 Probanden im Alter von 18 bis 85 Jahren umfassen. Um aber mehr Daten zu erlangen, beschlossen die Unternehmen im September, die Studie auf etwa 44.000 Teilnehmer auszuweiten.

13.10.2020 • 16:48 Uhr

Ronaldo mit Coronavirus infiziert

Fußball-Profi Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 35 Jahre alte Superstar von Juventus Turin zeige keine Krankheitssymptome und es gehe ihm gut, teilte der portugiesische Verband auf seiner Internetseite mit. Ronaldo werde deshalb am Mittwoch beim Nations-League-Spiel Portugals gegen Schweden nicht dabei sein.

Die anderen portugiesischen Spieler seien einem Corona-Test unterzogen worden. Alle seien negativ getestet worden und würden am Training teilnehmen, schrieb die portugiesische Sportzeitung "A Bola". Wo sich Ronaldo angesteckt haben könnte, war unklar.

Portugals Kapitän stand beim 0:0 seines Teams im Nations-League-Duell mit Frankreich am vergangenen Sonntagabend in Paris noch für 90 Minuten auf dem Platz.

13.10.2020 • 16:37 Uhr

Bundespolizei ermahnt mehr als 71.000 Zugreisende

Die Bundespolizei hat binnen eines Monats mehr als 71.000 Bahnreisende wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bahnhöfen und Zügen ermahnt. In 1124 Fällen seien im Zeitraum vom 12. September bis zum 12. Oktober die örtlichen Gesundheitsämter informiert worden, damit diese Bußgelder verhängen, teilte die Polizeibehörde mit. In 200 Fällen seien Reisende von der Weiterfahrt mit dem Zug ausgeschlossen oder eines Bahnhofs verwiesen worden.

Weder das Personal der Bahn noch die Bundespolizei dürfen Bußgelder wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht verhängen, aber es können Informationen an die zuständigen Gesundheitsämter weitergeleitet werden. Diese können dann Bußgelder verhängen. Wie die Bundespolizei mitteilte, zeigte sich der ganz überwiegende Teil der Reisenden aber nach der Ermahnung einsichtig.

13.10.2020 • 16:31 Uhr

Experten attestieren Frankreich "Mängel" bei Pandemie-Politik

Unabhängige Experten haben der französischen Regierung "Mängel" bei der Bewältigung der Corona-Krise attestiert. Im Vergleich zu Deutschland seien unter anderem die Teststrategie und die Krankenhaus-Versorgung schlechter gewesen, heißt es in einem veröffentlichten Zwischenbericht. Flächendeckende Corona-Tests wurden in Frankreich laut dem Bericht viel zu spät eingesetzt. Das liege daran, dass private Labore anders als in Deutschland zunächst nicht einbezogen wurden, so die Autoren.

Bei der sogenannten Übersterblichkeit nimmt Frankreich laut dem Bericht unter den Industrieländern einen "mittleren Platz" ein. Demnach wurde 68 Tage lang eine erhöhte Sterberate registriert, während es in Deutschland 44 Tage waren. In Italien waren es mit 97 Tagen allerdings deutlich mehr als in Frankreich, in den USA lag die Zahl sogar bei 183 Tagen.

Die wirtschaftlichen Folgen seien zudem gravierend: So habe die landesweite Ausgangssperre zwischen März und Mai zu einem "besonders starken" Einbruch des französischen Bruttoinlandsproduktes geführt, betonen die Wissenschaftler.

Präsident Emmanuel Macron hatte die fünfköpfige Gruppe unter Leitung des Schweizer Infektiologen Didier Pittet mit der Untersuchung beauftragt.

Ärzte in einem Krankenhaus in Levallois-Perret im Norden von Paris. | AFP

Experten zufolge seien in Frankreich im Vergleich zu Deutschland unter anderem die Corona-Teststrategie und die Krankenhaus-Versorgung schlechter gewesen. Bild: AFP

13.10.2020 • 16:22 Uhr

Luftfahrtbranche kritisiert Beschluss zu Corona-Ampel

Der Beschluss der Europaminister zu einer Corona-Ampel für Reisen trifft bei der Luftfahrtbranche auf deutliche Kritik. Die Empfehlungen, die eine Mehrheit der Europaminister beschlossen habe, seien ein Fehlschlag, teilten der Weltluftfahrtverband IATA, das europäische Branchenbündnis Airlines for Europe und der Flughafenverband ACI Europe am Dienstag in Genf und Brüssel mit. So stehe es den Mitgliedsstaaten weiterhin offen, Menschen die Einreise aus anderen Ländern der EU zu untersagen oder sie in Quarantäne zu schicken.

Der Beschluss der Minister sehe nicht einmal vor, eine vorgesehene Quarantäne durch einen Test auf das Virus zu ersetzen. "Die mangelhafte Abstimmung zwischen den Mitgliedsstaaten hat die anfängliche Erholung in der Luftfahrt- und Tourismusbranche abgewürgt", schrieben die Verbände. Sie fürchten, dass viele Unternehmen der Branche wegen des eingebrochenen Flugverkehrs pleitegehen.

13.10.2020 • 15:55 Uhr

Merkel besorgt über Pandemie-Lage in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa geäußert. Die Infektionszahlen nähmen in fast allen Teilen Europas wieder zu, sagte die CDU-Politikerin im europäischen Ausschuss der Regionen. "Die Lage ist unverändert ernst." Man müsse nun alles tun, das Erreichte nicht zu verspielen und Sorge dafür tragen, dass ein weiterer Lockdown nicht nötig werde. "Wir müssen zeigen, dass wir unsere Lektion gelernt haben", mahnte die Kanzlerin. "Und wir müssen die Menschen in Europa bitten, vorsichtig zu sein, die Regeln einzuhalten." Es müsse das getan werden, "was wir tun können, um das Virus einzudämmen und trotzdem unsere wirtschaftliche Tätigkeit aufrecht  zu erhalten". 

Die Kanzlerin forderte, die geplanten EU-Wiederaufbauhilfen für die von der Coronakrise geschädigten Länder rasch voranzubringen. Nun gelte es, "das Paket auf den Weg zu bringen, damit die Mittel ab Anfang 2021 auch wirklich eingesetzt werden können", sagte sie. "Dazu arbeiten wir mit Hochdruck an einer Einigung mit dem Europäischen Parlament."

Die Kanzlerin äußerte sich per Videoschalte als Vertreterin der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, die noch bis zum Jahresende läuft.

13.10.2020 • 15:54 Uhr

Schäuble verteidigt Zuständigkeit der Länder in der Krise

Vor den neuen Bund-Länder-Spitzenberatungen hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Zuständigkeit der Länder in der Corona-Krise verteidigt. "Der Föderalismus bewährt sich", sagte Schäuble der "Rheinischen Post". "Man kann das Infektionsgeschehen nicht generell über einen Kamm scheren, dafür ist etwa die Lage in einem Dorf im Schwarzwald und Berlin-Mitte zu unterschiedlich."

Die Bundesregierung gebe sich alle Mühe, die Interessen sinnvoll zu koordinieren, sagte der Bundestagspräsident. "Unser Ziel muss bleiben, Kitas, Schulen und Wirtschaft offen zu halten." Schäuble sieht nach eigenen Worten weiter eine breite Mehrheit in der Bevölkerung, welche die Einschränkungen in der Krise mittrage. 

13.10.2020 • 15:40 Uhr

Wirtschaft dringt auf einheitliche Regeln

Vor den Bund-Länder-Beratungen zu den umstrittenen Beherbergungsverboten fordern Wirtschaftsverbände eine Vereinheitlichung der Corona-Regeln. "Ein zügig eingeleitetes und koordiniertes Vorgehen ist Grundlage für gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftliche Aktivität", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der "Bild"-Zeitung. Der Handwerksverband warnte, der "Flickenteppich" der Corona-Maßnahmen werde für die Betriebe zunehmend zur "existenzgefährdenden Belastung".

Auch der Maschinenbauerverband VDMA warnte vor negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft, insbesondere durch das Beherbergungsverbot.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerk (ZDH), Hans Peter Wollseifer, erklärte, zwar seien auf die jeweilige Infektionslage zugeschnittene regionale Festlegungen "unabdingbar". Diese müssten aber "angemessen, nachvollziehbar und handhabbar" und "so weit möglich bundesweit einheitlich ausgestaltet" sein.

Bund und Länder wollen morgen besprechen, wie in der Corona-Krise weiter vorgegangen werden soll.

13.10.2020 • 15:34 Uhr

UEFA-Chef: Verschiedene EM-Planungen enthalten auch Geister-Turnier

Bei den Vorbereitungen auf die EM im Sommer 2021 spielt die Europäische Fußball-Union UEFA nach Angaben von Verbandschef Aleksander Ceferin auch Szenarien ohne Zuschauer durch. "Wir haben Überlegungen, wie wir es mit Fans machen, ohne Fans, mit 30, 50 ,70 Prozent", sagte der Slowene der ARD-Sportschau.

Das wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschobene Turnier soll demnach weiterhin in zwölf Ländern stattfinden, trotz aktuell hoher Infektionszahlen in manchen Gegenden.

13.10.2020 • 15:15 Uhr

Studie: Längere Fehlzeiten bei Corona-Patienten

Corona-Patienten, die bereits im Frühjahr wegen einer wegen Covid-19 stationär behandelt werden mussten, haben auch danach oft bei der Arbeit krankheitsbedingt gefehlt. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. So lag der Krankenstand der betroffenen Beschäftigten in den ersten zehn Wochen nach ihrem Krankenhausaufenthalt mit 6,1 Prozent deutlich höher als bei der nicht infizierten Vergleichsgruppe mit gleicher Alters- und Geschlechtsstruktur. Da lag er bei 2,8 Prozent.

Im Durchschnitt fehlten die von Corona betroffenen Beschäftigten nach der Krankenhausentlassung 13,5 Tage. Die Vergleichsgruppe wies dagegen nur Fehlzeiten von im Schnitt 9,4 Tagen auf.

Ursache für die Fehlzeiten bei den Erwerbstätigen, die zuvor stationär behandelt wurden, seien demnach vor allem Infektions- und Atemwegserkrankungen, psychische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Stoffwechsel-Erkrankungen.

13.10.2020 • 15:00 Uhr

Bundesbank warnt vor Tausenden Unternehmensinsolvenzen

Die Deutsche Bundesbank rechnet spätestens zum Jahreswechsel mit einer deutlichen Zunahme der Unternehmenspleiten in Deutschland. Sobald staatliche Corona-Hilfen ausliefen und die Insolvenzantragspflicht wieder greife, "könnten die Insolvenzen im Unternehmenssektor spürbar steigen" - um über 35 Prozent auf mehr als 6000 Fälle im ersten Quartal 2021, wie die Notenbank nach eigenen Schätzungen mitteilte. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe wäre demnach betroffen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise seien "noch nicht vollständig im Finanzsystem angekommen" und die einsetzende konjunkturelle Erholung "fragil", heißt es im vorgestellten Finanzstabilitätsbericht der Bundesbank.

13.10.2020 • 14:52 Uhr

Gericht: Berliner Wirt bekommt keine Corona-Entschädigung

Das Berliner Landgericht hat die Klage eines Gastwirts abgewiesen, der vom Land Berlin eine finanzielle Entschädigung für die coronabedingte Schließung seiner Kneipe forderte. Das Gericht verwies in seiner Entscheidung auf die Recht- und Verhältnismäßigkeit der Schließung von Gaststätten. Grundsätzlich sei eine Entschädigungszahlung an Gastwirte zwar denkbar. Im vorliegenden Fall seien die erlittenen Einbußen aber Teil des "allgemeinen Lebens- und Unternehmensrisikos".

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, eine Berufung beim Kammergericht ist möglich.

13.10.2020 • 14:45 Uhr

DOSB-Studie: Mehrheit der Spitzenverbände fürchten um Existenz

Nach einer neuen Studie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu den Corona-Schäden im deutschen Sport stehen besonders die Spitzenverbände vor einer existenziellen Herausforderung. Im Falle eines Anhaltens der Pandemie sehen die Hälfte der DOSB-Verbände bis Ende 2021 ihre Existenz als gefährdet an. Bei den Spitzenverbänden ist die Furcht sogar viel größer: 67 Prozent von ihnen fürchten auf der Strecke zu bleiben.

13.10.2020 • 14:36 Uhr

IWF: Einbruch der Weltwirtschaft 2020 wohl weniger stark als gedacht

Die Weltwirtschaft dürfte den Corona-Schock nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) etwas besser verkraften als zunächst befürchtet. In diesem Jahr sei mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um etwa 4,4 Prozent zu rechnen, hieß es in einer neuen IWF-Prognose. Damit hob der Währungsfonds seine Vorhersage vom Juni um 0,8 Prozentpunkte an. "Wir gehen von einer etwas weniger heftigen, aber immer noch tiefen Rezession aus", erklärte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath.

Dank beispielloser Konjunkturhilfen und geldpolitischer Unterstützung hätten die großen Volkswirtschaften die Folgen der Corona-Krise im zweiten Quartal besser bewältigt als angenommen, so Gopinath. Eine Wiederholung einer "Finanzkatastrophe" wie während der letzten großen Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 habe dadurch bislang verhindert werden können. Allerdings bleibt der Ausblick trübe. Die Erholung ab kommendem Jahr werde "langsam, ungleich, unsicher und anfällig für Rückfälle" sein, betonte der Währungsfonds.

13.10.2020 • 14:31 Uhr

WHO meldet besseren Schutz des Gesundheitspersonals

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das medizinische Personal im Kontakt mit Covid-Patienten zunehmend besser geschützt. Der Trend sei insgesamt ermutigend, sagte der Direktor der WHO für Gesundheitspersonal, Jim Campbell, am Dienstag in Genf. Rund fünf Prozent aller Covid-19-Neuinfektionen treten den WHO-Angaben nach bei Ärzten, Krankenschwestern, Pflegerinnen, Pflegern und anderen Mitarbeitern des Gesundheitswesens auf. Mitte September war die WHO noch davon ausgegangen, dass rund 14 Prozent aller Neuinfektionen bei Mitarbeitern des Gesundheitswesens zu verzeichnen seien. In einigen Ländern habe der Wert sogar 35 Prozent betragen.

Die WHO führt den Rückgang bei den Ansteckungen auf eine verbesserte Ausstattung des Gesundheitspersonals mit Schutzausrüstung und die strikte Einhaltung hygienischer Regeln zurück. Der Gesundheit des medizinischen Personals komme im Kampf gegen Covid-19 eine zentrale Bedeutung zu.

Die Angaben stützen sich laut WHO auf Daten aus mehr als 80 Ländern. Die genaue Zahl der Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben seien, sei nicht bekannt, hieß es.

13.10.2020 • 13:53 Uhr

Studie: Vor allem Mütter schultern Kinderbetreuung

Auch bei einer ähnlichen beruflichen Belastung - etwa beide Elternteile im Homeoffice - haben während des Corona-Lockdowns im Frühjahr meist die Mütter die Kinderbetreuung geschultert. Die Väter beteiligten sich zwar auch an der Kinderbetreuung, häufig aber nur gemeinsam mit der Mutter oder unterstützt von Dritten.

Das Zusammenspiel von Kinderbetreuung und Beruf habe ab Mitte März für mehr als vier Millionen berufstätige Eltern aufgrund von pandemiebedingten Schul- und Kitaschließungen schlagartig nicht mehr funktioniert, erläuterten die Forscher. "Die Daten zeigen, dass auch in der Krise vor allem Müttern die zentrale Rolle bei der Betreuung zukam. Bei allen untersuchten Familien betreuten Mütter ihre Kita- oder Schulkinder während der Pandemie häufiger alleine als Väter."

Das Nationale Bildungspanel (NEPS – National Educational Panel Study) ist die größte Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland. In einer Zusatzbefragung im Mai und Juni wurden die aktuellen Erlebnisse und Eindrücke der NEPS-Teilnehmenden in der Zeit zwischen dem Beginn der Beschränkungen und den ersten Lockerungen in der Corona-Krise abgefragt.

Eine Mutter mit einem spielenden Kind | dpa

In der Corona-Pandemie sind es in erster Linie die Mütter, die sich um die Kinder kümmern. Bild: dpa

13.10.2020 • 13:36 Uhr

Hohe Infektionszahlen bei Ultraorthodoxen nach hohen Feiertagen

Mehr als die Hälfte der Coronavirus-Patienten über 65 Jahren in Israel stammen aus dem strengreligiös-jüdischen Milieu. Ein Großteil von ihnen habe sich während Gottesdiensten zu den hohen jüdischen Feiertagen angesteckt, berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post" unter Berufung auf Zahlen des israelischen Gesundheitsministeriums. In der mehrheitlich ultraorthodox bewohnten Stadt Bnei Brak starben demnach in den vergangenen sechs Tagen mindestens 18 Personen an Covid-19. Die Positivrate der Stadt liegt bei 25 Prozent der durchgeführten Tests, landesweit liegt sie im Vergleich dazu bei 7,7 Prozent.

Das Gesundheitsministerium hat eine neue Informationskampagne gestartet, in der die strengreligiöse Öffentlichkeit zur Einhaltung der Covid-19-Schutzmaßnahmen aufgerufen wird. Der Anteil ultraorthodoxer Juden an der Gesamtbevölkerung beträgt rund zwölf Prozent.

13.10.2020 • 13:31 Uhr

Verfassungsschützer Haldenwang positiv getestet

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) auf Anfrage mit. Auf Nachfrage ergänzte eine Sprecherin, Test und Ergebnis seien vom Montag. Zuvor hatten der "Tagesspiegel" und die "Bild"-Zeitung über die Infektion berichtet. Haldenwang führe die Amtsgeschäfte von zu Hause weiter, teilte der Verfassungsschutz mit. "Die Arbeitsfähigkeit des BfV ist vollumfänglich sichergestellt, da das BfV auf derartige Vorkommnisse vorbereitet ist", so die Behörde. So sei schon zu Beginn der Pandemie ein Krisenstab eingerichtet worden. Der heute 60-jährige Haldenwang führt seit rund zwei Jahren den deutschen Inlandsnachrichtendienst.

13.10.2020 • 12:43 Uhr

Leopoldina fordert einheitliche Maßnahmen

Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, hat Bund und Länder eindringlich zu klaren und einheitlichen Anti-Corona-Maßnahmen aufgefordert. Mit Blick auf die bevorstehende Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel sagte Haug nach Beratungen mit dem bayerischen Kabinett in München, dort würden "die Weichen gestellt, ob wir unter 20.000 Neuinfektionen bleiben können", mahnte er. In Nachbarländern sei die Entwicklung schon "unkontrolliert weggelaufen". Deshalb gebe es die große Bitte der Wissenschaft, es zu schaffen, mit einheitlichen Regeln verantwortlich durch Herbst und Winter zu kommen.

13.10.2020 • 12:29 Uhr

Skisaison an der Zugspitze soll im November starten

Als erstes Skigebiet Deutschlands will die Zugspitze am 13. November in die Saison starten - unter strikten Corona-Auflagen. Auf den Erfahrungen im Sommerbetrieb gründend seien die Maßnahmen für den Winter erarbeitet worden, teilte die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen mit. Zum Liftfahren - egal ob in der Seilbahn, im Sessel- oder im Schlepplift - müssen alle außer Kinder bis sechs Jahre Masken tragen. Auf den Pisten dürfen die Wintersportler dann ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sein. Sie müssen allerdings stets mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten. Erster Schnee ist auf Deutschlands höchstem Berg (2962 Meter) schon gefallen.

Die meisten Skigebiete, darunter auch das niedriger gelegene Skigebiet Classic in Garmisch-Partenkirchen wollen den Betrieb im Dezember noch vor Weihnachten aufnehmen - je nachdem, wann genügend Schnee liegt. Die Hygienemaßnahmen sehen überall ähnlich aus: Maske, Abstand - und möglichst bargeldloses Bezahlen. Die Liftbetreiber zeigen sich optimistisch, dass die Saison damit wie geplant laufen kann.

Skifahrer auf der Zugspitze, Archivbild | dpa

Zum Liftfahren - egal ob in der Seilbahn, im Sessel- oder im Schlepplift - müssen alle außer Kinder bis sechs Jahre Masken tragen. Archivbild Bild: dpa

13.10.2020 • 12:12 Uhr

Scholz will Unterstützung für arme Länder verlängern

Finanzminister Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, Hilfen für arme Länder in der Corona-Pandemie zu verlängern. "Wir müssen die Entwicklungsländer unterstützen, jene Länder mit den höchsten Schulden", sagte der Vizekanzler in einem Interview beim Fernsehsender CNBC International. Vor allem gehe es dabei um einen Aufschub bei der Tilgung von Schulden. Es sei zudem wichtig, dass alle Gläubigerländer und auch der Privatsektor sich beteiligten.

13.10.2020 • 12:05 Uhr

Umfrage: Viele Bürger wollen auch nach Corona mehr Radfahren

Viele Bürger wollen einer Umfrage zufolge auch nach der Corona-Krise häufiger mit dem Fahrrad fahren. Dagegen wollen nur wenige auf Flugreisen verzichten oder generell weniger reisen. Das ergab der "Mobilitätsmonitor 2020" - eine Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech.

Zugrunde lag eine repräsentative Umfrage unter 1237 Menschen von Juli. Das Mobilitätsverhalten der Bürger hat sich demnach wegen der Corona-Krise geändert. Knapp die Hälfte der Befragten unternimmt in diesem Jahr weniger Reisen, 40 Prozent verzichteten gänzlich auf Auslandsreisen und 39 Prozent auf Flugreisen. Die Bundesregierung hat viele Länder wegen hoher Infektionszahlen als Risikogebiete ausgewiesen.

13.10.2020 • 11:58 Uhr

Polens Regierungschef Morawiecki muss in Quarantäne

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki muss sich nach einem Kontakt mit einem Covid-19-Infizierten in Quarantäne begeben. "Die Regierung arbeitet normal weiter, ich bin in ständigem Kontakt mit allen Mitarbeitern und allen Diensten", schrieb Morawiecki auf Facebook. Er appellierte an die Bürger, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen.

Polen hatte in der vergangenen Woche steigende Zahlen von Corona-Neuinfektionen gemeldet. Der Rekordwerte lag am vergangenen Samstag bei 5300 registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit dem Wochenende hat die Regierung das ganze Land zur "gelben Zone§ mit erhöhtem Infektionsgeschehen erklärt. Eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wurde wieder eingeführt, Feiern sind auf 75 Teilnehmer begrenzt.

13.10.2020 • 11:29 Uhr

Australien wirbt für Urlaub zu Hause

Australien wird seinen Bürgern ohne Impfstoffentwicklung voraussichtlich auch 2021 keine Urlaubsreisen ins Ausland erlauben. Auch Europäer, die von einer Reise nach Australien träumen, müssen ihre Pläne vorläufig auf Eis legen. Für andere Länder, die die Pandemie gut im Griff haben, soll es hingegen bald erste Grenzöffnungen geben - so etwa für Reisende aus dem Nachbarland Neuseeland.

Die Australier sollen sich nach dem Wunsch der Regierung auf Ferien in der Heimat konzentrieren. Um die eigene Tourismusindustrie anzukurbeln, wurde jetzt eine Kampagne unter dem Titel "Holiday Here This Year" (Urlaub hier dieses Jahr) gestartet. Geworben wird etwa mit Surfunterricht im Badeort Byron Bay oder einer Bootsfahrt zum Great Barrier Reef. Bislang ist jedoch auch das Reisen innerhalb des Landes schwierig, die Grenzen zwischen den einzelnen Bundesstaaten sind teilweise noch geschlossen.

13.10.2020 • 11:15 Uhr

Niederlande vor neuen Einschränkungen

Die Niederlande stehen vor einer neuen Runde von Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Eine Pressekonferenz von Ministerpräsident Mark Rutte und Gesundheitsminister Hugo de Jonge ist für 19 Uhr angesetzt. Der Sender NOS berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass es zu Café- und Restaurantschließungen kommen soll. Außerdem solle der Alkoholverkauf am Abend verboten werden. Menschen ab 18 Jahren dürften bis auf weiteres keine Mannschaftssportarten mehr ausüben. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel solle auf notwendige Fahrten beschränkt werden. Private Einladungen würden auf drei Personen pro Haushalt begrenzt. Die Vorgaben sollen zunächst für zwei Wochen gelten, wie der Sender berichtet.

13.10.2020 • 11:10 Uhr

EU-Leitlinien für Reisen beschlossen

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten Leitlinien gegen den europäischen Flickenteppich bei den Corona-Reisebeschränkungen beschlossen. Die Europa-Minister der EU-Länder gaben in Luxemburg grünes Licht für ein einheitliches Ampelsystem zur farblichen Kennzeichnung von Risikogebieten. Ob und welche Maßnahmen die einzelnen Länder darauf basierend beschließen, bleibt ihnen allerdings weitgehend freigestellt.

Den beschlossenen Regeln zufolge sollen Gebiete in Europa künftig mit den Farben Grün, Orange und Rot gekennzeichnet werden. Die Einstufung erfolgt auf Basis der Zahl der Corona-Fälle und der Testrate pro 100.000 Einwohner sowie dem Anteil positiv ausgefallener Tests. Die Mitgliedstaaten sollen diese Daten wöchentlich an die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC melden, die damit eine Karte aktualisiert.

Wie genau die Mitgliedstaaten mit der Klassifizierung umgehen, ist aber offen. Nur bei grünen Gebieten soll es keinerlei Beschränkungen geben. Ab orange können die Mitgliedstaaten Quarantäne oder Corona-Tests vorschreiben. Eine Höchstdauer der Selbst-Isolierung wird nicht vorgegeben. Außerdem handelt es sich bei den Leitlinien lediglich um eine Empfehlung, da Einreisebeschränkungen in der Kompetenz der Mitgliedstaaten liegen.

13.10.2020 • 11:01 Uhr

Studie: Pandemie hat Afrikas Gesundheitssysteme gestärkt

In etlichen Ländern Afrikas hat die Corona-Pandemie die fragilen Gesundheitssysteme einer Studie zufolge gestärkt. Das berichtet die Wochenzeitung "The East African" in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Experten unter anderem der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Besserung konnte demnach vor allem dank Investitionen des Internationalen Währungsfonds IWF, der Europäischen Union, der Afrikanischen Entwicklungsbank und einzelner Geberstaaten erzielt werden. 47 afrikanische Länder hätten dadurch ihre stationäre Versorgung verbessert. Die Zahl der Intensivbetten habe sich im letzten halben Jahr mehr als verdoppelt, auf derzeit 10.000. Als das Virus Mitte Februar den Kontinent erreichte, sei es in etlichen Staaten auf marode Gesundheitssysteme getroffen, heißt es in dem Bericht. Bloß 16 Prozent der Kliniken in Afrika seien laut einer WHO-Studie im März auf die Behandlung von Corona-Patienten annähernd vorbereitet gewesen.

Um die positive Entwicklung nachhaltig zu nutzen, müssten die Regierungen jedoch mehr in den Sektor investieren, hieß es. Statt der vereinbarten 15 Prozent ihres Budgets investierten afrikanische Länder durchschnittlich lediglich ein Drittel dieser Summe in Gesundheitssysteme.

13.10.2020 • 10:56 Uhr

Bevölkerungszahl in Deutschland gesunken

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2020 zum ersten Mal zurückgegangen, wenn auch nur minimal. Sie sank um 40.000 Personen (minus 0,05 Prozent), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der aktuelle Rückgang wird mit der geringeren Zuwanderung wegen der Corona-Pandemie erklärt.

13.10.2020 • 10:49 Uhr

Mehrheit der Deutschen für einheitliches Bußgeld

Die Mehrheit der Deutschen ist einer aktuellen Umfrage zufolge für ein bundeseinheitliches Bußgeld von 250 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht. Rund zwei Drittel befürworten eine entsprechende Regelung voll und ganz (44 Prozent) oder eher (24), wie aus einer YouGov-Umfrage hervorgeht. Mehr als ein Viertel der Befragten (27) lehnen die Strafmaßnahme eher (13) oder voll und ganz (14) ab. Fünf Prozent machten keine Angabe. Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) hatte in der vergangenen Woche in mehreren Interviews eine einheitliche Strafe von 250 Euro bei Missachtung der Maskenpflicht gefordert. In Bayern gilt dieser Regelsatz bereits.

13.10.2020 • 10:04 Uhr

DB-Fernzüge in der Krise weiter pünktlicher als sonst

Die Fernzüge der Deutschen Bahn sind in der Corona-Krise nach wie vor pünktlicher unterwegs als im Vorjahr. 78,8 Prozent aller Fahrten waren im September ohne größere Verzögerung unterwegs, wie die Bahn mitteilte. Das waren 1,4 Prozentpunkte mehr als im August und 4,2 Prozentpunkte mehr als im September des Vorjahres. Die hohen Werte aus der ersten Jahreshälfte erreicht das Unternehmen aufgrund der wieder steigenden Auslastung aber nicht mehr.

Weil die Fahrgastzahlen während der Krise massiv eingebrochen waren, hatte die Bahn im Fernverkehr zwischen März und Juni Pünktlichkeitsquoten von bis zu 89 Prozent erreicht. Selbst im Juli, als viele Sommerbaustellen den Verkehr belasteten, war das Unternehmen mit einer Quote von rund 82 Prozent pünktlich wie lange nicht mehr. Von solchen Werten war die Bahn im vergangenen Jahr weit entfernt.

13.10.2020 • 09:54 Uhr

Russland vermeldet neue Höchstwerte

In Russland steigt die Zahl der Positiv-Tests nach offiziellen Angaben um den Rekordwert von 13.868 auf insgesamt mehr als 1,32 Millionen. In den vergangenen 24 Stunden starben 244 Menschen, die positiv getestet worden waren. Auch dies ist ein Höchstwert seit Beginn der Zählung. Die Zahl der Todesfälle steigt im Land damit auf insgesamt 22.966.

13.10.2020 • 09:45 Uhr

Arbeitslosigkeit in Großbritannien auf Drei-Jahres-Hoch

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien klettert unerwartet auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Die Arbeitslosenquote im Zeitraum Juni bis August stieg auf 4,5 Prozent und damit stärker als von Ökonomen mit 4,3 Prozent angenommen, wie das Statistikamt ONS mitteilte. In der gleichen Zeit fiel die Zahl der Beschäftigten um 153.000 und damit rund fünfmal stärker als von Fachleuten erwartet.

"Seit Beginn der Pandemie hat es einen starken Anstieg der Arbeitslosen und der Arbeitssuchenden gegeben, aber mehr Menschen sagen uns, dass sie nicht aktiv nach einem Job suchen", erklärte ONS-Experte Jonathan Athow.

Die Corona-Krise trifft die britischen Wirtschaft hart, zudem belastet die Unsicherheit nach dem Brexit über die künftigen Handelsbeziehungen mit der EU. Die Gespräche hierzu stockten zuletzt. Der britische Finanzminister Rishi Sunak stellte derweil neue Jobchancen in Aussicht. Für diejenigen, die ihren Job verlieren, werde es neue Möglichkeiten durch Lehrstellen, Praktika und staatliche Hilfsprogramme geben, sagte er.

13.10.2020 • 09:28 Uhr

Kassenarztchef Gassen dämpft Hoffnung auf Massentests

Kassenarztchef Andreas Gassen hat Hoffnungen auf einen effektiven Masseneinsatz von Antigen-Schnelltests bei Großveranstaltungen gedämpft. Diese seien "kein Allheilmittel", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag. "Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction." Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt, warnte Gassen. "Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen."

Die Antigen-Schnelltests sollen laut Bundesgesundheitsministerium ab Mitte Oktober in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen, um Personal, Besucher und Patienten regelmäßig auf das Coronavirus zu testen. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlässig als viele der bislang üblichen PCR-Tests auf Viren-Erbgut, dafür aber als schneller und günstiger.

13.10.2020 • 09:25 Uhr

Leverkusen und Gelsenkirchen überschreiten Grenzwert

Mit Leverkusen und Gelsenkirchen haben zwei weitere Großstädte in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Warnstufe in der Corona-Pandemie überschritten. In den vergangenen sieben Tagen habe es in der Bayer-Stadt 62,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben, hieß es auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Schwelle liegt bei 50 - sie wurde also deutlich übersprungen, am Montag waren es nach Angaben der Stadt nur 44,6 gewesen. Aus Sicht von Virologen ist Leverkusen damit wie so viele andere Städte auch ein "Corona-Risikogebiet". Dies gilt nun auch für Gelsenkirchen, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag nach RKI-Angaben bei 58,9 lag.

Hinweissschilder hängen an einem geschlossen Eingangstor der Veltins-Arena, dem Stadion von Schalke 04.  | dpa

Die geschlossene Veltins-Arena in Gelsenkirchen, Stadion von Schalke 04.  Bild: dpa

13.10.2020 • 09:10 Uhr

RKI: Alltag auch mit Impfstoff eingeschränkt

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem veröffentlichten Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin "gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins" wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

13.10.2020 • 09:08 Uhr

BVF: Wohl kein Babyboom durch Corona

Obwohl viele Paare aufgrund der Corona-Pandemie mehr Zeit für Zweisamkeit haben, rechnet der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) nicht mit einem Baby-Boom in Deutschland. Eine leichte Zunahme an Schwangerschaften und Geburten sei zwar denkbar. "Das wird sich aber, wenn überhaupt, sicherlich nur im einstelligen Bereich bewegen", sagte BVF-Präsident Christian Albring. Klar hätten die Paare jetzt vielleicht mehr Zeit zusammen, ergänzte der Mediziner mit Blick auf die coronabedingten Alltagseinschränkungen. "Andererseits kommen durch die Corona-Krise Paare auch in finanzielle Not, so dass sie möglicherweise den Gedanken an ihren Kinderwunsch zurückstellen."

13.10.2020 • 08:40 Uhr

Debatte um längere Winterferien

Unions-Politiker haben als Schutzmaßnahme gegen Corona-Infektionen in der kalten Jahreszeit eine Verlängerung der Winterferien vorgeschlagen. "Wir sollten darüber nachdenken, die Winterferien um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen", sagte der Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß der "Bild"-Zeitung. Ziel müsse sein, bestmöglich durch die Pandemie zu kommen. Sein Fraktionskollege Stephan Pilsinger (CSU) regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung der Oster- und Sommerferien an. "Das Wohl der Schüler und Lehrer muss im Vordergrund stehen", begründete er seinen Vorschlag.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lehnte den Vorschlag ab. Damit würden Kinder und Eltern verunsichert, sagt sie.

Über das Thema könnten auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch beraten. Schulschließungen zu vermeiden, gilt als eines der wichtigsten Ziele der Corona-Maßnahmen. Im Frühjahr hatte sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für kürzere Sommerferien ausgesprochen, damit Schüler ausgefallene Schulstunden nachholen können.

13.10.2020 • 08:20 Uhr

Schwesig verteidigt Beherbergungsverbot

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verteidigt Vereinbarungen zu sogenannten Beherbergungsverboten. Ihr Bundesland habe mit strengen Regeln großen Erfolg erzielt, sagt sie im ARD-Morgenmagazin. Die Regeln hätten schon lange Bestand und seien mit der Tourismusbranche besprochen worden. Sie wolle sicheren Tourismus garantieren. "Wir wollen als Land nicht Risikogebiet werden."

Man könne nicht in einer zweiten Welle so tun als könne alles leichter werden, so Schwesig weiter. Ihr erschließe sich nicht, warum Reisen aus inländischen Risikogebieten kein Problem sein sollten, wenn zuvor bereits Einreisen aus ausländischen Risikogebieten mit strengen Maßnahmen belegt worden seien. "Unsere Regel ist seit Monaten bekannt, sie ist nicht neu." Menschen könnten Mecklenburg-Vorpommern besuchen, aber unter Auflagen. Eine Lockerung des Beherbergungsverbots werde das Bundesland nicht mitmachen, so Schwesig.

13.10.2020 • 08:17 Uhr

Roche kündigt neuen Corona-Test an

Der Schweizer Pharmakonzern Roche baut sein Angebot an Tests zur Diagnose von Infektionen mit dem Coronavirus aus. Ende des Jahres solle in Europa ein Antigentest zur Verfügung stehen, der hohe Volumen verarbeiten könne, wie das Basler Unternehmen mitteilte. Roche beabsichtige zudem, eine Notfallzulassung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA zu beantragen. Der Test liefere in 18 Minuten ein Ergebnis und habe einen Durchsatz von bis zu 300 Tests pro Stunde.

13.10.2020 • 08:10 Uhr

Italien schränkt Feiern stark ein

Die italienische Regierung schränkt vor allem private Partys drinnen und draußen stark ein, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. In Lokalen und Discos sind danach Partys verboten. Feste nach Zeremonien, etwa Hochzeiten, würden auf 30 Teilnehmer beschränkt. Außerdem empfehle die Regierung den rund 60 Millionen Bürgern, auch daheim auf alle Abendessen und andere Treffen mit mehr als sechs haushaltsfremden Teilnehmern ganz zu verzichten.

Die neuen Regeln sollen laut Ansa zunächst für 30 Tage gelten. Restaurants und Bars müssen danach künftig um Mitternacht schließen. Ab 21 Uhr sei es verboten, dass Gäste im Stehen vor Lokalen essen und trinken. Damit sollen abendliche Menschentrauben vor Bars vermieden werden. Die Regierung verbiete auch Schulausflüge. Der Kontaktsport für Amateure, etwa beim Fußball, werde eingeschränkt.

13.10.2020 • 08:03 Uhr

Einzelner Tourist besucht Machu Picchu mit Sondergenehmigung

Einem japanischen Touristen in Peru hat die Corona-Krise ein einzigartiges Glück beschert: Als alleiniger Besucher durfte er die weltberühmte Inka-Stätte Machu Picchu betreten. Dem wegen der Pandemie seit Monaten in Peru festsitzenden Jesse Katayama hatte die zuständige Tourismusbehörde in Cusco eine Sondergenehmigung für den Besuch der archäologischen Stätte erteilt - und zwar nur ihm allein. Machu Picchu ist bereits seit sieben Monaten geschlossen.

Nach seinem Besuch am Sonntag veröffentlichte der 26-jährige Boxlehrer ein Foto von sich an dem verwaisten Touristenziel und schrieb dazu: "Die erste Person auf der Erde, die seit dem Lockdown nach Machu Picchu gegangen ist, bin iiiiiiich".

Die im 15. Jahrhundert erbaute Inkastadt Machu Picchu in den Anden gehört zu den größten Touristenattraktionen Südamerikas. Eigentlich hatte Machu Picchu im Juli wieder öffnen sollen, dies wurde jedoch auf November verschoben. Nur noch 675 Besucher pro Tag sollen dann zugelassen werden. Dies sind lediglich 30 Prozent der Zahl vor der Pandemie.

13.10.2020 • 07:53 Uhr

Indien meldet die wenigsten Neuinfektionen seit Mitte August

Indien hat mit 55.342 bestätigten Corona-Neuinfektionen die niedrigste derartige Zahl für einen einzelnen Tag seit Mitte August gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg am Dienstag nach offiziellen Angaben auf mehr als 7,17 Millionen. Das Gesundheitsministerium erklärte, im Land sei seit fünf Wochen ein Trend zu einem Rückgang der Neuinfektionen zu verzeichnen. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus sei in den vergangenen 24 Stunden um 706 auf insgesamt 109.856 gestiegen.

Nach Daten des Gesundheitsministerium lag die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen vom 9. bis 15. September bei täglich 92 830. Seither ging sie stetig zurück und fiel in der vergangenen Woche auf täglich weniger als 73 .00. Die Testrate blieb konstant bei täglich fast 1,1 Millionen. Indien, wo fast 1,4 Milliarden Menschen leben, hat nach den USA weltweit die zweitmeisten Infektionsfälle gemeldet. Dort wurden mehr als 7,8 Millionen Infektionen unter rund 330 Millionen Einwohnern bestätigt.

13.10.2020 • 07:46 Uhr

Weiterhin wenige Passagiere am Frankfurter Flughafen

Die Erholung des Passagierverkehrs am Frankfurter Flughafen in der Corona-Krise hat im September einen Rückschlag erlitten. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte an Deutschlands größtem Airport knapp 1,15 Millionen Fluggäste und damit 82,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie er in Frankfurt mitteilte. Das waren zudem rund 360.000 Passagiere weniger als im August, als der Rückgang im Jahresvergleich 78,2 Prozent betragen hatte. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank im September im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 162.558 Tonnen.

Wegen neuer Infektionswellen haben Regierungen in Europa seit Mitte August wieder verstärkt Reisewarnungen für wichtige Urlaubsregionen und ganze Länder erlassen. Damit wurde die Erholung des Flugverkehrs in der Corona-Krise wieder ausgebremst, die nach der Aufhebung der Reisewarnungen innerhalb der EU Mitte Juni begonnen hatte. Zuvor war der Reiseverkehr wegen der Pandemie auf ein Minimum zusammengebrochen. Branchenvertreter erwarten, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreichen wird.

13.10.2020 • 07:27 Uhr

Ein Drittel der Bewohner von Qingdao getestet

In der chinesischen Metropole Qingdao sind bereits mehr als drei Millionen der neun Millionen Einwohner auf das Coronavirus getestet worden. Unter den erhaltenen 1,1 Millionen Testergebnissen habe es keine neuen positiven Fälle gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Die Stadt erklärte, seitdem der Ausbruch am Wochenende in einem Krankenhaus festgestellt wurde, habe es zwölf Fälle gegeben, sechs mit Symptomen und sechs ohne. Die Nationale Gesundheitskommission sprach dagegen von sechs neuen Fällen in Qingdao innerhalb von 24 Stunden; zunächst war unklar, wie die Diskrepanz zustande kam.

Die Behörden in der Hafenstadt Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong hatten angekündigt, alle neun Millionen Einwohner bis Ende der Woche auf das Coronavirus testen zu wollen.

Mitarbeiter des Gesundheitssystems testen Bürgerinnen und Bürger von Qingdao. | AP

Mitarbeiter des Gesundheitssystems testen Bürgerinnen und Bürger von Qingdao. Bild: AP

13.10.2020 • 07:17 Uhr

Weltärzepräsident Montgomery für klare Corona-Regeln

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery fordert klare und einheitliche Vorgaben für die Bevölkerung. "Die Menschen müssen selber wieder mitgenommen werden", sagt er im Deutschlandfunk. Man dürfe die Bevölkerung nicht durch völlige Intransparenz verwirren. Beherbergungsverbote halte er für "völligen Unsinn", zumal Familien- und Geschäftsbesuche erlaubt seien. Sinnvoller wären allenfalls Ausreisekontrollen. Davor schrecke die Politik aber zurück. Die Warnung vor übertriebenem Alarmismus in der Corona-Krise stellt Montgomery als unpassend dar. "Für Entwarnung ist es viel zu früh", betont er.

13.10.2020 • 06:32 Uhr

Wieder internationale Flüge nach/ab Panama

Auf dem größten Flughafen Mittelamerikas starten und landen erstmals nach rund sieben Monaten wieder internationale Passagierflüge. Als erster Flieger aus Europa nach Corona-bedingter Pause landete eine Maschine mit 158 Fluggästen aus Amsterdam auf dem Tocumen-Flughafen in Panama-Stadt, wie die Betreiber mitteilten. Panamas Präsident Laurentino Cortizo, der vor Ort war, schrieb bei Twitter, alle nötigen gesundheitlichen Maßnahmen würden ergriffen. Mit der Wiederaufnahme des Flugverkehrs in 20 Länder könnten auch 85 Prozent der Geschäfte in dem Flughafen wieder öffnen.

Bei Ankunft wird ein negativer Corona-Test verlangt, der zum Zeitpunkt des Starts höchstens 48 Stunden alt sein darf. Für 50 US-Dollar (rund 42 Euro) kann im Flughafen ein Schnelltest gemacht werden.

Corona-Testcenter am Tocumen International Airport in Panama-Stadt | AP

Corona-Testcenter am Tocumen International Airport in Panama-Stadt Bild: AP

13.10.2020 • 06:26 Uhr

Chinas Außenhandel legt im September weiter zu

Chinas Außenhandel entspannt sich weiterhin. Die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen im September im Vorjahresvergleich um 9,9 Prozent, wie die Pekinger Zollverwaltung mitteilte. Die Importe legten demnach im gleichen Zeitraum sogar um 13,2 Prozent zu. Insgesamt belief sich der chinesische Außenhandel im abgelaufenen Monat auf ein Volumen rund von 443 Milliarden US-Dollar.  Der Einbruch im Frühjahr konnte laut der offiziellen Angaben bis zum Ende des dritten Quartals schon fast wieder aufgeholt werden.

Mit strengen Maßnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus schneller unter Kontrolle gebracht als andere Staaten. Deshalb legte zuletzt auch die wirtschaftliche Aktivität in der Volksrepublik wieder spürbar zu.

13.10.2020 • 04:52 Uhr

RKI: 4122 Neuinfektionen und 13 weitere Todesfälle

Das Robert Koch-Institut meldet 4122 Neuinfektionen in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle binnen 24 Stunden auf 329.453. Weitere 13 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, wodurch sich die Zahl der Todesfälle auf 9634 erhöht.

Städte/Landkreise mit höchstem Inzidenzwert (RKI; Stand 12.10, 0.00 Uhr)

  • 1. Berlin-Neukölln (142,3)
  • 2. Berlin-Mitte (106,1)
  • 3. Herne (86,3)
  • 4. Berlin-Tempelhof-Schöneberg (85,4)
  • 5. Cloppenburg (81,4)
  • 6. Bremen (79,5)
  • 7. Offenbach (77,4)
  • 8. Esslingen (74,4)
  • 9. Hagen (72,6)
  • 10. Regen (72,3)

Insgesamt liegen laut RKI 30 Städte/Landkreise über dem 50er-Wert.

13.10.2020 • 04:28 Uhr

Kanzleramt erwartet "historische Debatte" über Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel besteht laut einem Zeitungsbericht darauf, die Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch als "physisches Präsenzformat" abzuhalten. Laut der "Bild"-Zeitung einigten sich die Chefs der Staatskanzleien in einer Videokonferenz mit Kanzleramtschef Helge Braun auf ein solches Treffen.

Dem Bericht zufolge begründete das Kanzleramt die Notwendigkeit der physischen Anwesenheit aller Ministerpräsidenten und der Kanzlerin mit der dramatischen Corona-Infektionslage in Deutschland. Braun erwartet demnach eine Debatte, die eine "historische Dimension" annehmen könnte. Angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen stelle sich die Frage, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch ausreichten, sagte Braun laut "Bild". Ziel müsse sein, die Wirtschaft zu schützen und die Schulen offen zu halten. 

13.10.2020 • 04:10 Uhr

Mann in den USA binnen anderthalb Monaten zwei Mal Corona-infiziert

Ein Mann in den USA hat sich im Abstand von nur etwa anderthalb Monaten zwei Mal mit dem neuartigen Coronavirus infiziert - und der Verlauf seiner zweiten Infektion war schwerer als beim ersten Mal. Dies geht aus einer im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlichten Studie hervor. Demnach musste der 25-Jährige aus dem Bundesstaat Nevada nach seiner zweiten Ansteckung ins Krankenhaus eingeliefert und beatmet werden. Der Mann infizierte sich der Studie zufolge mit zwei unterschiedlichen Varianten des Virus Sars-CoV-2. In der Untersuchung werden weltweit noch vier weitere Fälle genannt, in denen sich bereits mit dem Coronavirus infizierte Menschen ein zweites Mal ansteckten. Diese Fälle wurden in Belgien, den Niederlanden, Hongkong und Ecuador festgestellt.

13.10.2020 • 03:48 Uhr

US-Pharmakonzern Johnson & Johnson unterbricht Corona-Studie

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat seine Studie für einen künftigen Corona-Impfstoff wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden vorübergehend unterbrochen. Die Erkrankung des Studienteilnehmers werde nun von einer unabhängigen Expertengruppe und von internen Ärzten geprüft und bewertet, so der Konzern. Weitere Informationen zu dem erkrankten Probanden gab es zunächst unter Hinweis auf seine Privatsphäre nicht. Johnson & Johnson teilte zudem mit, es sei nicht immer sofort ersichtlich, ob ein Teilnehmer eine Studienbehandlung oder ein Plazebo erhalten habe. "Unerwünschte Ereignisse" wie Krankheiten oder Unfälle seien zu erwartende Bestandteile jeder klinischen Studie.

13.10.2020 • 03:41 Uhr

"Kicker": DFL sucht nach Lösung für Bundesliga-Übertragung im TV

Die steigende Zahl der Corona-Risikogebiete innerhalb Deutschlands ist laut einem Bericht des "Kicker" ein Problem für die geplanten TV-Übertragungen der Fußball-Bundesliga am Wochenende. Menschen aus Risikogebieten dürfen laut des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht zum Arbeiten in die Stadien - davon betroffen sind demnach inzwischen auch viele Mitarbeiter der TV-Sender. Sky etwa hat seinen Sitz in der Nähe von München. Die Sportschau der ARD wird in Köln produziert. In beiden Städten liegt der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert derzeit über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern. Wie der "Kicker" berichtete, sucht die DFL nach einer Lösung. Denkbar seien demnach Corona-Schnelltests.

13.10.2020 • 03:01 Uhr

Restaurants in Tschechien ab Mittwoch wieder geschlossen

Tschechien führt angesichts deutlich steigender Infektionszahlen wieder drastischere Beschränkungen ein. Ab Mittwoch würden Bars, Restaurants und Clubs wieder geschlossen, sagt Ministerpräsident Andrej Babis. Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit würden auf sechs Personen beschränkt und Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit untersagt. Es müsse sichergestellt werden, dass die Krankenhäuser mit der steigenden Zahl von Infizierten umgehen könnten. Das Homeschooling werde zudem auf weitere Schulklassen ausgeweitet. Die Maßnahmen sollten zunächst bis Anfang November gelten.

13.10.2020 • 03:01 Uhr

US-Immunologe Fauci will nicht für Trump-Werbung herhalten

Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci will nicht für Wahlwerbung von Präsident Donald Trump herhalten. Das Wahlkampfteam des Republikaners solle ein Wahlwerbevideo, für das Äußerungen Faucis ohne dessen Zustimmung und zusammenhangslos verwendet wurden, nicht weiter nutzen, sagte der Gesundheitsexperte dem Sender CNN. "Ich denke, es ist wirklich bedauerlich und wirklich enttäuschend, dass sie das getan haben. Es ist so klar, dass ich kein politischer Mensch bin. Und ich habe nie - weder direkt noch indirekt - einen politischen Kandidaten unterstützt."