In Nantes stehen Menschen mit Gesichtsmasken in einer Warteschlange für einen Corona-Test an.  | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Mehr als 3300 neue Fälle in Frankreich ++

Stand: 25.08.2020 22:28 Uhr

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Frankreich ist seit gestern wieder angestiegen. Die US-Fluggesellschaft American Airlines will im Oktober 19.000 Stellen abbauen. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • WHO verzeichnet rückläufige Infektionszahlen in vielen Regionen der Welt
  • Mecklenburg-Vorpommern will Tagestouristen wieder Einreise gestatten
  • NRW: Schüler ohne Maske dürfen nicht pauschal vom Unterricht ausgeschlossen werden
  • RKI-Studie: Infektionen gehen meist mit Erkältungssymptomen einher
  • Söder gegen Einschränkungen bei Tests für Reiserückkehrer
  • Deutsche Wirtschaft verzeichnet Minus von 9,7 Prozent
  • RKI meldet 1278 Neuinfektionen bundesweit
25.8.2020 • 22:28 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

25.8.2020 • 21:17 Uhr

Festnahmen wegen Betrugs mit Corona-Tests in Brasilien

In Brasilien sind der Gesundheitssenator der Hauptstadt Brasilia, Francisco Araújo, und sieben weitere Verdächtige wegen möglichen Betrugs mit Corona-Tests festgenommen worden. Nach Medienberichten befinden sich unter den Festgenommenen weitere Spitzenbeamte. Es gebe Hinweise darauf, dass für Corona-Tests mit geringer Zuverlässigkeit überhöhte Rechnungen ausgestellt wurden. Der mögliche Schaden werde auf umgerechnet mindestens zehn Millionen Euro geschätzt.

Mit mehr als 115.000 Todesopfern gehört Brasilien zu den Ländern, die weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen sind.

25.8.2020 • 20:47 Uhr

Weiter steigende Zahlen in Frankreich

In Frankreich sind dem Gesundheitsministerium zufolge innerhalb von 24 Stunden 3304 Neuinfektionen nachgewiesen worden. Das sind weniger als der Rekordwert von Sonntag mit 4897 neuen Fällen, aber deutlich mehr als gestern. Insgesamt wurden in Frankreich bisher 148.158 Corona-Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 16 auf 30.544.

Zuletzt hatte sich die Lage im Großraum Paris und in der Region an der Mittelmeerküste noch einmal verschärft. Das französische Kabinett berät bis morgen über Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen.

25.8.2020 • 19:27 Uhr

Türkei meldet höchste Neuansteckungen seit Mitte Juni

In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen auf den höchsten Wert seit Mitte Juni angestiegen. Nach Regierungsangaben wurden knapp 1500 neue Fälle registriert. 24 Menschen starben demnach an den Folgen einer Corona-Infektion. Insgesamt verzeichnet die Türkei damit mehr als 261.000 Infizierte und 6163 Corona-Tote.

25.8.2020 • 19:17 Uhr

Sprint-Star Usain Bolt positiv auf Corona getestet

Der Olympia-Sprinter Usain Bolt hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Wie der jamaikanische Gesundheitsminister, Christopher Tufton, mitteilte, wurde Bolt von den Behörden darüber informiert. Der Sport-Star selbst hatte zuvor in einem Video erklärt, er habe sich am Samstag testen lassen und sei vorsichtshalber in Quarantäne gegangen. Symptome habe er keine.

Bolt hatte am Freitag seinen 34. Geburtstag in Jamaika gefeiert. Nach Angaben von Premierminister Andrew Holness ermittelt nun die Polizei, weil bei der Party offenbar Hygienemaßnahmen nicht eingehalten wurden. Unter den Gästen war auch der Bundesliga-Fußballer Leon Bailey von Bayer Leverkusen. Der 23-Jährige befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.

25.8.2020 • 19:17 Uhr

American Airlines will 19.000 Arbeitsplätze abbauen

Im Zuge der Corona-Krise will die US-Fluggesellschaft American Airlines im Oktober 19.000 Stellen streichen. Am stärksten betroffen sind nach Unternehmensangaben die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. In diesem Bereich sollen 8100 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zuvor hatten bereits 23.500 Angestellte die Fluglinie mit Abfindungen verlassen, waren in Rente gegangen oder hatten längere Auszeiten genommen.

Nach der Umsetzung der heute angekündigten Kürzungen wird American Airlines weniger als 100.000 Angestellte haben.

25.8.2020 • 18:16 Uhr

Party mit Corona-Infiziertem in Nürnberg war nicht privat

Bei der Corona-Party im Nürnberger Club "Mach1" handelte es sich nicht um eine Privatfeier oder geschlossene Gesellschaft. Das zeigen Recherchen des Ordnungsamtes. In dem Club hatte vom 15. auf den 16. August ein Gast mitgefeiert, der sich im Urlaub mit dem Coronavirus infiziert hatte und unter Quarantäne stand. Seitdem versuchen die Behörden, die mehr als 80 übrigen Gäste ausfindig zu machen.

25.8.2020 • 17:43 Uhr

Kretschmer verteidigt Sachsens Corona-Sonderweg

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Sonderweg des Freistaates in der Corona-Pandemie verteidigt. In einer Videobotschaft sagte er: "Wir gehen unseren sächsischen Weg weiter. Eigenverantwortung, Maß und Mitte in den Maßnahmen gegen diesen schwierigen Virus und diese gefährliche Krankheit." Man habe damit in den vergangenen Wochen und Monaten sehr gute Erfahrungen gemacht, erklärte Kretschmer weiter. Er forderte die Bevölkerung auf, weiterhin umsichtig zu sein. Gleichzeitig kündigte Kretschmer an, dass ein Bußgeld von 60 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht eingeführt werde.

25.8.2020 • 17:33 Uhr

Kinos sollen mehr Geld bekommen

Die Bundesregierung will mehr Geld zur Unterstützung von kleinen Kinos bereitstellen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, das Zukunftsprogramm Kino werde von 17 auf 22 Millionen Euro aufgestockt. Das zusätzliche Geld stamme aus dem Hilfspaket "Neustart Kultur", das während der Corona-Krise aufgelegt wurde.

Kinos in kleineren Gemeinden oder mit besonderem Arthouse-Programm können seit längerem Geld aus dem Zukunftsfonds beantragen, um zum Beispiel Technik zu erneuern oder Häuser umweltfreundlicher zu machen.

25.8.2020 • 17:26 Uhr

Flavio Briatores Nachtclub wird zum Corona-Herd

Der Nachtclub des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore auf Sardinien hat sich nach Medienberichten zu einem Corona-Herd entwickelt. Die Zahl der positiven Corona-Tests im Umfeld des "Billionaire Club" sei auf etwa 60 Fälle gestiegen, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf örtliche Gesundheitsstellen. Der 70-jährige Briatore selbst befinde sich derzeit in einem Krankenhaus in Mailand. Er habe sich am Sonntagabend mit leichten Fieber und Erschöpfungssymptomen dorthin begeben.

Briatore hatte die Corona-Einschränkungen für Tanzclubs wegen der steigenden Infektionen zuvor kritisiert. Inzwischen ließ die italienische Regierung alle Discos wegen der Ansteckungsgefahr schließen.

Eine Außenaufnahme von Flavio Briatores "Billionaire Club" auf der italienischen Insel Sardinien. | dpa

Die ersten Ansteckungen mit dem Coronavirus in Briatores "Billionaire Club" waren schon vor einigen Tagen bekannt geworden. Bild: dpa

25.8.2020 • 16:50 Uhr

Datenschützer kritisieren türkische Corona-App

Eine neue Funktion der türkischen Corona-App stößt bei Datenschützern auf Kritik. Die Experten fürchten nach eigener Aussage eine "Kultur der Denunziation". Die gestern in der App freigeschaltete Funktion erlaubt es Nutzern, Verstöße anderer gegen die Corona-Schutzmaßnahmen den Behörden zu melden. Dazu können Fotos, Adressen und Beschreibungen hochgeladen werden.

Die App ist nach Ansicht der Datenschützer aber auch noch aus anderen Grünen problematisch. Sie gewährleiste die Anonymität der Nutzer nicht, teile ihre Informationen mit vielen öffentlichen und privaten Institutionen und es sei nicht klar, wie lange die Daten gespeichert würden.

Die zuständigen Behörden weisen die Kritik zurück. Alles entspreche dem türkischen Datenschutzgesetz.

25.8.2020 • 16:41 Uhr

Tausende falsche Testergebnisse in Schweden

In Schweden haben 3700 Menschen nach einem Corona-Test ein falsches Ergebnis bekommen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden alle positiv auf das Virus getestet, obwohl sie nicht infiziert waren. Schwedens Corona-Statistik werde sich dadurch ändern.

Bei den betroffenen handele es vor allem um Personen mit milden Symptomen, die selbst einen sogenannten PCR-Test angewendet hatten. Die kommerziellen Schnelltests seien bei niedrigen Viruskonzentrationen nicht zuverlässig, erklärten die schwedischen Behörden.

25.8.2020 • 16:33 Uhr

WHO: Neuinfektionen und Todeszahlen gehen in den meisten Regionen zurück

Die jüngsten Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen eine Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus - vor allem auf dem amerikanischen Kontinent. Demnach wurden in der vergangenen Woche weltweit mehr als 1,7 Millionen Neuinfektionen und 39.000 weitere Todesfälle registriert. Das sei ein Rückgang um fünf Prozent bei den Neuansteckungen und um zwölf Prozent bei den Todeszahlen.

Bis auf Südostasien und das Gebiet um das östliche Mittelmeer wurde nach WHO-Angaben in allen Weltregionen ein Rückgang bei der Zahl der neuen Fälle festgestellt. Auch in den am schwersten betroffenen Ländern, dazu gehören vor allem die USA und Brasilien, verringerten sich die Zahlen.

25.8.2020 • 16:06 Uhr

Ölverbrauch in Deutschland geht deutlich zurück

Unternehmen und Haushalte haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast 7 Prozent weniger Ölprodukte verbraucht, als im gleichen Zeitraum 2019. Den Zahlen des Mineralölwirtschaftsverbands zufolge ging vor allem der Verbrauch von Kerosin zurück. Der eingeschränkte Flugverkehr sorgte demnach für ein Minus von 44,6 Prozent. Auch der Absatz von Benzin und Diesel lag durch Home Office und Kurzarbeit unter dem des vergangenen Jahres. Allerdings gebe es hier auch einen gegenläufigen Effekt, weil PKW häufiger für Urlaubsreisen im Inland eingesetzt worden seien. Beim Heizöl stieg der Absatz nach Angaben des Verbands im ersten Halbjahr 2020 sogar an.

25.8.2020 • 15:48 Uhr

Tödliche Polizei-Einsätze in Angola

Sicherheitskräfte in Angola setzen nach Angaben von Menschenrechtlern tödliche Gewalt gegen Jugendliche ein, um die Corona-Maßnahmen durchzusetzen. Amnesty International und die lokale Organisation Omunga erklärten, mindestens sieben Jungen und junge Männer aus Armenvierteln seien in den vergangenen Monaten bei Einsätzen getötet worden. Die Dunkelziffer sei wahrscheinlich noch viel höher. Beide Organisationen beschuldigen die Polizei und die Armee, unrechtmäßig und unverhältnismäßig Gewalt angewendet zu haben. "Ein Notzustand sei keine Entschuldigung für derartige schwere Menschenrechtsverletzungen", sagte eine Mitarbeiterin von Amnesty International.

25.8.2020 • 15:32 Uhr

München macht Weg für Alkoholverbot frei

Sollten die Corona-Zahlen in München weiter stark ansteigen, will die Stadt ein Alkoholverbot für den öffentlichen Raum aussprechen. Das teilte der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. Sobald die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz den Signalwert 35 erreiche, gelte ab 21 Uhr ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke zum Mitnehmen. Auf öffentlichen Plätzen dürfe dann zudem ab 23 Uhr kein Alkohol getrunken werden, sagte Reiter.

Derzeit liegt der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz bei rund 28. Das bedeutet, dass es über einen Zeitraum von sieben Tagen 28 neu gemeldete Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner gab.

25.8.2020 • 15:12 Uhr

Spanien setzt Militär gegen Corona ein

Angesichts steigender Infektionszahlen setzt die spanische Regierung im Kampf gegen das Coronavirus nun auch das Militär ein. Wie Ministerpräsident Pedro Sánchez mitteilte, soll das System zur Nachverfolgung der Infektionsketten mit 2000 Soldaten verstärkt werden. Die Regierung reagiert damit auf Klagen über Personalmangel in den am schwersten betroffenen Regionen. "Wir müssen die Kontrolle übernehmen und diese zweite Kurve so schnell wie möglich bezwingen", sagte Sánchez.

Zuletzt wurden in Spanien mehr als 3000 Neuinfektionen pro Tag registriert. Die stärksten Anstiege verzeichnen derzeit die Regionen Madrid, Aragón und Katalonien.

25.8.2020 • 14:50 Uhr

Kein Unterrichtsausschluss für Maskenverweigerer in NRW

Schulen in Nordrhein-Westfalen dürfen Schüler, die sich weigern, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen nicht pauschal vom Unterricht ausschließen. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden. In der Coronaverordnung des Landes fehle dafür die notwendige Rechtsgrundlage.

Zwei Schüler eines Gymnasiums am Niederrhein hatten sich gegen einen Unterrichtsausschluss vor Gericht gewehrt - mit Erfolg. Schulen dürften bei einer sogenannten Pflichtverletzung zwar Maßnahme ergreifen, ein Ausschus vom Unterricht könne aber nur zeitlich begrenzt erfolgen und müsse hinreichend begründet werden, hieß es in der Begründung. Einem Antrag der beiden Schüler, sie von der Maskenpflicht zu befreien, lehnte das Gericht aber ab.

25.8.2020 • 13:58 Uhr

Mangelnde Kontrolle bei Corona-Hilfen durch Berliner Investitionsbank?

Beschäftigte der Berliner Investitionsbank stehen unter dem Verdacht, Corona-Hilfen gewährt zu haben, ohne vorher ausreichend zu prüfen, ob ein Missbrauch der Finanzhilfen ausgeschlossen ist. Darum hat die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen gegen fünf Personen wegen möglicher Untreue beziehungsweise Beihilfe zur Untreue aufgenommen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll zu den Verdächtigen auch der IBB-Vorstandschef Jürgen Allerkamp zählen. Inzwischen laufen in Berlin bereits mehr als 2200 Ermittlungsverfahren gegen Empfänger der Soforthilfen.

25.8.2020 • 13:54 Uhr

Spahn gegen allgemeine Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht keine Notwendigkeit, die bestehenden Vorgaben für das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz zu verschärfen. "Die steigenden Infektionszahlen haben ja nicht damit zu tun, dass sich vermehrt Menschen auf der Arbeit oder beim Einkaufen anstecken", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Und schließlich gebe es Empfehlungen für den Arbeitsschutz, die jeweils auf die konkrete Situation im jeweiligen Betrieb angepasst würden.

Zuvor hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine allgemeine Maskenpflicht am Arbeitsplatz ins Spiel gebracht.

25.8.2020 • 13:38 Uhr

Sachsen verhängt Bußgeld bei Verstößen gegen Maskenpflicht

Wer in Sachsen gegen die Maskenpflicht verstößt, muss ab kommenden Dienstag mit einer Geldstrafe von 60 Euro rechnen. Die Maßnahme ist Teil der neuen Corona-Schutzverordnung, auf die sich das Landeskabinett einigte und die bis zum 2. November gelten soll.

Die Verordnung sieht aber auch Lockerungen vor: Großveranstaltungen werden wieder mit mehr als 1000 Besuchern erlaubt, auch Weihnachts- und Jahrmärkte sollen stattfinden dürfen. Voraussetzung ist immer ein Hygienekonzept.

25.8.2020 • 13:32 Uhr

Kommt die Quarantäne-Pflicht für deutsche Urlauber in Norwegen?

Die norwegische Regierung erwägt, für Einreisende aus Deutschland und Liechtenstein eine Quarantäne-Pflicht einzuführen. Das norwegische Gesundheitsamt zumindest empfiehlt eine solche Maßnahme, da die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland zunehmend gestiegen sei.

Sollte die Regierung dieser Empfehlung folgen, könnte bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag eine zehntägige Quarantäne-Pflicht in Kraft treten.

25.8.2020 • 13:28 Uhr

Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle brauchen Finanzhilfen

Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden brauchen eine millionenschwere Finanzspritze ihrer staatlichen Eigentümer, um die Einbußen durch die Corona-Krise aufzufangen. Geplant sind Zuschüsse von bis zu 27 Millionen Euro, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums in Sachsen-Anhalt mit.

Der Magdeburger Landtag will fünf Millionen Euro beisteuern. Damit soll der Anteil des Landes sowie der Stadt Halle abgedeckt werden, die zusammen knapp ein Fünftel an der Mitteldeutschen Flughafen AG halten. Der Freistaat Sachsen habe ebenfalls seine Unterstützung zugesichert.

Im ersten Halbjahr 2020 zählten die Flughäfen in Leipzig/Halle und Dresden nach Angaben der Mitteldeutschen Flughafen AG rund 573.000 Passagiere und damit 69 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

25.8.2020 • 13:06 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern öffnet Anfang September für Tagestouristen

Ab dem 3. September sollen auch wieder Tagestouristen nach Mecklenburg-Vorpommern kommen dürfen. Bei dem Datum spielt vor allem das Ende der Ferienzeit eine Rolle.

25.8.2020 • 12:55 Uhr

Unterricht in Seoul bis Mitte September nur online

Das südkoreanische Bildungsministerium hat entschieden, dass im Großraum Seoul bis zum 11. September der Schulunterricht nur noch online abgehalten werden soll. Lediglich Schüler, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen, sollen noch regulären Präsenzunterricht besuchen.

"Das alarmierende Auftreten von Masseninfektionen seit August zeigt sich in Infektionen unserer Schüler und Mitarbeiter", sagte Bildungsministerin Yoo Eun Hae. Demnach haben sich in den vergangenen zwei Wochen fast 200 Schüler und Mitglieder des Schulpersonals mit dem Virus angesteckt.

Heute meldeten die Gesundheitsbehörden des Landes 280 neue Corona-Fälle. Damit gab es den zwölften Tag in Folge eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen. Mit insgesamt knapp 18.000 nachgewiesenen Ansteckungen hat Südkorea im internationalen Vergleich allerdings eine eher geringe Fallzahl.

25.8.2020 • 12:50 Uhr

Zeitung: Tausenden Chinesen experimenteller Impfstoff verabreicht

Bereits seit einem Monat wird Mitarbeitern im chinesischen Gesundheitswesen und weiteren Risikogruppen ein experimenteller Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht. Das berichtete die Zeitung "Yicai". Inzwischen sei die Gruppe derjenigen, die den Wirkstoff erhalten auf Beschäftigte des Transportwesens wie Busfahrer oder Mitarbeiter bei der Bahn ausgeweitet worden.

Das Impfprogramm sei Ende Juli per Notverordnung genehmigt worden, hieß es in dem Bericht weiter. Es handele sich um einen Wirkstoff, der von dem Unternehmen Sinopharm entwickelt wurde. Der Chef des Konzerns, Yang Xiaoming, gab gegenüber der Zeitung an, es seien bereits mehr als 20.000 Menschen mit dem experimentellen Wirkstoff geimpft worden. Der mögliche Impfstoff sei sicher, seine Wirksamkeit werde noch beobachtet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO befinden sich derzeit mehrere Impfstoffe in einer abschließenden Testphase. Bisher konnte aber bei keinem eine Wirksamkeit gegen das Coronavirus nachgewiesen werden.

25.8.2020 • 12:36 Uhr

Infektionen gehen meist mit Erkältungssymptomen einher

Wer sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, leidet in den meisten Fällen unter Erkältungserscheinungen. Das ergaben erste Ergebnisse einer Studie des Robert Koch-Institutes im bayerischen Bad Feilnbach.

Demnach gaben 85,5 Prozent der Bewohner, bei denen Antikörper und somit eine vorangegangene Infektion nachgewiesen werden konnte, an, dass sie seit Februar Symptome wie Fieber, Atemnot, Schnupfen oder Husten gehabt hätten.

Insgesamt wurden bei der Studie zwischen Ende Juni und Anfang Juli 2153 Erwachsene untersucht.

25.8.2020 • 12:14 Uhr

Israel: Höchststand bei Neuinfektionen seit Ende Juli

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist in Israel auf den höchsten Stand seit Ende Juli geklettert. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Montag 1888 Fälle gemeldet - so viele hat es in dem Land seit dem 29. Juli nicht mehr gegeben.

Die Pandemie war in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich verlaufen. Nach Lockerungen im Mai schnellte die Zahl der Erkrankungen jedoch in die Höhe. In den vergangenen Wochen hatte sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen etwas stabilisiert, an Werktagen wurden zuletzt immer rund 1650 Fälle registriert. In Israel sollen die Schulen mit Ende der Sommerferien am 1. September unter Corona-Beschränkungen wieder geöffnet werden.

25.8.2020 • 12:10 Uhr

Verband fordert flächendeckende Tests für Pflegepersonal

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe fordert angesichts knapper werdender Test-Kapazitäten eine zuverlässige Teststrategie für die Pflege. "Wenn die Zahl an Erkrankten ansteigt, können wir nicht schon wieder die hochgefährdeten Menschen in der Langzeitpflege mit massiven Einschränkungen belegen, bloß weil die Testkapazitäten nicht für das Pflegepersonal vorgehalten werden", sagte die Verbandspräsidentin Christel Bienstein.

25.8.2020 • 12:07 Uhr

UN: Große Verluste im globalen Tourismus

In den ersten fünf Monaten des Jahres hat die weltweite Tourismusbranche nach UN-Angaben Exportverluste in Höhe von 320 Milliarden Dollar verzeichnet. Mehr als 120 Millionen Arbeitsplätze seien gefährdet, sagte UN-Generalsekretär António Guterres bei einer Strategiebesprechung. Der Tourismus sei nach Brennstoffen und Chemikalien der drittgrößte Exportsektor der Weltwirtschaft und habe 2019 sieben Prozent des Welthandels ausgemacht. Guterres forderte, der Wiederaufbau des Sektors müsse gerecht und klimafreundlich erfolgen.

25.8.2020 • 11:51 Uhr

Krise treibt Konsum von Elektronikartikeln an

Der Markt für Heim-Elektronik gehört zu den Gewinnern der Corona-Krise. Die Branche konnte nicht nur die Umsatz-Rückgänge der Vorjahre stoppen, sondern den Trend umkehren. Im ersten Halbjahr 2020 legte der Umsatz um 5,3 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro zu, wie aus dem Hemix-Index hervorgeht.

Diese positiven Zahlen seien auf eine starke Nachfrage nach in Corona-Zeiten besonders beliebten Produkten in den Bereichen Unterhaltung, Homeoffice und Küchenausstattung zurückzuführen, teilte die Branchengesellschaft gfu mit. Zweistellige Umsatzzugewinne konnten bei AV-Zubehör, Videogames-Konsolen, IT-Produkten und Elektro-Kleingeräten erzielt werden.

25.8.2020 • 11:48 Uhr

Kassenorganisation: Mangelnde Aufklärung über Antikörpertests

Patienten werden in Arztpraxen oft nur unzureichend über die Bedeutung eines Corona-Testergebnisses aufgeklärt. Zu diesem Schluss kommt der Medizinische Dienst des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (MDS) nach einer Befragung zu sogenannten Selbstzahlerleistungen. Dabei wurden in diesem Jahr auch rund 6800 Versicherte zu ihren Erfahrungen mit Covid-19-Antikörpertests befragt.

Mehr als ein Viertel der Getesteten wurde demnach im Unklaren darüber gelassen, wie sich ein positiver Test auf die Immunität auswirkt. Es gibt bislang keine sicheren Erkenntnisse dazu, ob und wie lange eine Immunität nach einer Infektion anhält. Mehr als ein Drittel erhielt demnach keinerlei Information darüber, dass die Tests mit Unsicherheiten verbunden sind. Knapp die Hälfte der Befragten wurde nicht darüber aufgeklärt, dass falsch positive Ergebnisse häufig möglich sind - das heißt, der Test fällt positiv aus, obwohl der Patient nicht infiziert war.

Bei lückenhafter Information besteht laut MDS die Gefahr, dass sich die Patienten in falscher Sicherheit wiegen und deshalb Abstands- und Hygieneregeln missachten könnten.

25.8.2020 • 11:24 Uhr

Luftverkehrsverband kritisiert Beschluss zu Corona-Tests

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Peter Gerber, hat die Entscheidung von Bund und Ländern, kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer wieder einzuschränken, scharf kritisiert. Das sei ein "alarmierendes Zeichen" dafür, dass die Testkapazitäten in einigen Bundesländern offenbar von den Behörden nicht hinreichend ausgebaut worden seien.

Vor allem an der fünftägigen Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten übte Gerber Kritik: Das sei quasi wie eine Reisebeschränkung und sorge dafür, dass "erneut rund 80 Prozent der Flugziele im Luftverkehr mit Deutschland blockiert" würden.

25.8.2020 • 11:15 Uhr

Infektionsgeschehen über das Abwasser kontrollieren?

Forscher aus Aachen und Frankfurt haben eine neue Methode vorgestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus nachzuvollziehen - die Daten dazu liefert das Abwasser der Haushalte.

Die Idee dahinter ist folgende: Einwohner eines Gebietes scheiden eine "Virenfracht" aus, also zumindest Fragmente des Coronavirus. Und die lassen sich mithilfe moderner molekularer Methoden im Abwasser nachweisen. So sind laut den Forschern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen Rückschlüsse möglich, wie viele Einwohner sich infiziert haben könnten.

Nun soll weiter an Wegen gearbeitet werden, die Methode auch im Alltag umzusetzen. Laut den Verfassern der Studie besteht für sie übrigens kein Ansteckungsrisiko, da die Fragmente des Virus im Abwasser nicht mehr infektiös seien.

25.8.2020 • 11:06 Uhr

Reaktionen auf neue Reisewarnung

Seit gestern gilt es wieder als riskant, in den Großraum Paris zu reisen. Wie die Entscheidung bei Urlaubern und Einwohnern der französischen Hauptstadt ankommt, hat Julia Borutta eingefangen.

25.8.2020 • 11:02 Uhr

Diskussion über Veranstaltungen dauert an

Sollten trotz Corona-Krise wieder Großveranstaltungen wie Konzerte möglich sein? Oder Fußballspiele wieder vor Fans ausgetragen werden?

In der Politik sprachen sich gleich mehrere Politiker dafür aus: So plädierte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht dafür, bei solchen Events wieder bis zu 2500 Gäste zuzulassen. Bei niedrigem Infektionsgeschehen und einem guten Hygienekonzept könnten in Einzelfällen auch noch größere Gruppen genehmigt werden, sagte der CDU-Politiker Nachrichtenagentur dpa.

Die Grenze von 2500 Zuschauern knüpfte Stahlknecht an ein Limit von 15 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner pro Woche.

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff gehört zu den Befürwortern. Aus seiner Sicht sollen Fußball-Stadien ab der kommenden Saison teils wieder für Besucher geöffnet werden.

25.8.2020 • 10:54 Uhr

Rheinland-Pfalz: Gesundheitsministerin steht hinter Aus für Pflicht-Tests

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat die geplante Abschaffung der verpflichtenden Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten verteidigt. Gegenüber SWR Aktuell sagte sie, der Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern trage dem Umstand Rechnung, dass die Urlaubszeit in den meisten Bundesländern vorbei sei und deshalb sehr viel weniger Reiserückkehrer erwartet würden.

Kritik an den teils langen Wartezeiten auf Testergebnisse ließ die SPD-Politikerin ebenfalls nicht gelten. Man habe es sehr gut hinbekommen, die große Anzahl an Reiserückkehrern zu testen. Die Labore seien zwar zum Ende der Saison an ihre Grenzen gekommen, allerdings gehe der Bedarf nun ja auch wieder zurück. Bätzing-Lichtenthäler riet dazu, stärker darauf zu achten, wie effektiv die Tests sind. Es sei sinnvoller, anlassbezogen zu testen, als eine allgemeine Testpflicht für Reiserückkehrer beizubehalten.

25.8.2020 • 10:49 Uhr

Linkspartei: Kurzarbeitergeld nicht nur verlängern, sondern auch erhöhen

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat vor den heutigen Beratungen des Koalitionsausschusses gefordert, das Kurzarbeitergeld nicht nur zu verlängern, sondern die Beträge auch zu erhöhen. Seine Partei spreche sich dafür aus, dass das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettolohns und für Niedrigverdiener sogar auf 100 Prozent angehoben werde.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil strebt an, die Laufzeit des Kurzarbeitergelds von bislang zwölf auf bis zu 24 Monate auszuweiten. Die Union knüpft das an Bedingungen: So soll etwa die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 87 Prozent des Nettolohns bei längerem Bezug wieder abgesenkt werden.

25.8.2020 • 10:44 Uhr

VfL Bochum sagt Trainingslager und Testspiel ab

Innerhalb der Mannschaft des Zweitligisten VfL Bochum wurde ein Mitglied positiv getestet. Darum werde das Kurztrainingslager in Barsinghausen abgesagt, ebenso wie das für morgen geplante Testspiel gegen den Drittligisten VfB Lübeck, teilte der Verein mit. Nach dem Befund haben die lokalen Gesundheitsbehörden häusliche Quarantäne für die Spieler, das Trainerteam und weitere Vereinsmitarbeiter angeordnet.

25.8.2020 • 10:24 Uhr

Positive Corona-Tests legen Syrien-Verhandlungen lahm

Die Verhandlungen in Genf über eine neue Verfassung für das Kriegsland Syrien stehen nach nur einem Tag vorläufig still. Der Grund: Nachdem mindestens drei Mitglieder der Verhandlungen positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, befinden sich sämtliche angereisten Vertreter der syrischen Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft in Quarantäne. Jeweils waren 15 Teilnehmer der verschiedenen Konfliktparteien nach Genf gekommen.

Das Büro des UN-Syrienbeauftragten Geir Pedersen hatte gestern von drei positiv getesteten Vertretern gesprochen. Der Vorsitzende der syrischen Oppositionsgruppe, Hadi al-Bahra, bezifferte die Zahl der positiven Befunde heute auf vier.

In Syrien herrscht seit neun Jahren Krieg, Lange hatten die Konfliktparteien unter Vermittlung der UN gerungen, bis sie sich im vergangenen Herbst auf die jetzigen Verhandlungen geeinigt hatten.

25.8.2020 • 10:11 Uhr

Fast 4700 weitere Fälle in Russland

Laut der russischen Gesundheitsbehörden haben sich in den vergangenen 24 Stunden landesweit fast 4700 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zudem seien 120 Menschen gestorben, die sich zuvor mit dem Virus angesteckt hatten.

Damit steigt die gesamte Zahl an Corona-Fällen in Russland auf mehr als 966.100 an. Die Zahl der Corona-Toten liegt mittlerweile bei mehr als 16.500.

25.8.2020 • 10:06 Uhr

AstraZeneca startet Studie mit Corona-Wirkstoff

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca startet eine klinische Studie mit einem Antikörper-Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Covid-19.

In der Studie soll eine Kombination aus zwei Antikörpern an bis zu 48 gesunden Patienten zwischen 18 und 55 Jahren getestet werden. Sollte die Untersuchung zu positiven Ergebnissen kommen, plant AstraZeneca eine größere Studie. Das Projekt wird von der US-Regierung finanziell unterstützt.

25.8.2020 • 09:59 Uhr

Medienbericht: Genesene in Belgien und Niederlanden erneut infiziert

Sowohl in den Niederlanden als auch in Belgien soll sich ein bereits von einer Covid19-Erkrankung genesener Patient erneut mit dem Coronavirus angesteckt haben. Das berichtete der niederländische Rundfunksender NOS unter Berufung auf Aussagen von Virologen.

In den Niederlanden handele es sich um einen älteren Mann mit geschwächtem Immunsystem. Der Patient in Belgien zeige nach der zweiten Infektion nur leichte Symptome.

Der Sender zitierte den Virologen Marc Van Ranst, der sich angesichts der Zweitinfektionen besorgt äußerte: Diese deuteten darauf hin, dass die Antikörper, die ein Infizierter nach der ersten Ansteckung entwickele, nicht ausreichen könnten, um zu verhindern, dass sich Betroffene nach relativ kurzer Zeit wieder mit einer leicht unterschiedlichen Variante des Virus infizierten.

Erst gestern hatte die Medizinische Fakultät der Universität von Hongkong gemeldet, den weltweit ersten Fall einer zweiten Infektion diagnostiziert zu haben. Es handele sich um einen Mann, der sich viereinhalb Monate nach seiner Genesung erneut angesteckt habe, jedoch keine Symptome zeige.

25.8.2020 • 09:42 Uhr

Tourismusbeauftragter: Reisewarnung für ganz Frankreich möglich

Gestern hatte das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für den Großraum Paris und die französische Region Provence-Alpes-Côte d'Azur ausgesprochen. Im Interview mit den TV-Sendern RTL und ntv schloss der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, nicht aus, dass diese Warnung auf das gesamte Land ausgeweitet werden könnte.

Dabei gelte die gesetzte Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dann müsse man reagieren, so Bareiß. Allerdings führte er auch an, dass sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt habe, keine Länder mehr "zu schließen", sondern verstärkt "Regionen zu beobachten", in denen die Fallzahlen ansteigen.

25.8.2020 • 09:31 Uhr

Keine weiteren positiven Befunde beim FC Schalke 04

Im Trainingslager des FC Schalke 04 gibt es nach dem gestern bekannt gewordenen Corona-Fall vorerst keine weiteren positiven Tests. Das sei das Ergebnis der ersten von drei zusätzlichen Testreihen bei der Trainingslager-Delegation und bei den zuständigen Mitarbeitern im Teamhotel, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte. Das Training solle nun unter Beachtung der Corona-Auflagen und ohne Zuschauer fortgesetzt werden.

Gestern hatte der Verein bekannt gegeben, dass sich eine nicht namentlich genannte Person infiziert habe. Sie und die direkten Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne.

25.8.2020 • 09:25 Uhr

Söder lehnt Aus für die Test-Pflicht ab

Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk hat Bayerns Landeschef Markus Söder eine Abschaffung oder Reduzierung von Corona-Tests für Reiserückkehrer klar abgelehnt.

Er verwies auf die nahenden Herbstferien, die in einigen Bundesländern bereits im September wieder beginnen würden. Die Überlegung, Tests abzuschaffen oder zu begrenzen, halte er "für nicht durchdacht". Quarantäne plus Tests seien „eine wichtige Sicherheit".

Das Argument der Labore, die Testkapazitäten seien ausgeschöpft, ließ Söder nicht gelten. Noch werde ein Viertel der Kapazitäten nicht genutzt.

"Uns wirkt das zu holterdipolter. Wir müssen gucken, dass wir nicht immer ständig der Welle nachlaufen, sondern wieder versuchen, vor die Welle zu kommen", so Söder.

Der CSU-Politiker warnte zudem vor der kommenden Grippesaison: "Beides zusammen, Grippe und Corona, kann eine sehr toxische Kombination werden."

Auch in einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft warnte Söder, es drohe eine ähnliche Situation wie im April und Mai. Er sprach sich daher für bundesweit einheitliche Regelungen aus, etwa bei Bußgeldern, die bei Verstößen gegen die Maskenpflicht verhängt werden.

25.8.2020 • 08:50 Uhr

Mehr als 25.000 Fälle seit Ausbruch der Pandemie in Australien

Bei rund 150 Menschen in Australien wurde seit gestern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Damit überschreitet das Land die Grenze von 25.000 Fällen, seitdem das Virus das erste Mal in Australien aufgetreten ist.

Die meisten Neuinfektionen zählt Behördenangaben zufolge der Bundesstaat Victoria, in dem auch die Metropole Melbourne liegt.

Dabei sind die täglichen Neuinfektionen in Australien bereits wieder gesunken. Ende Juli hatten die Gesundheitsämter teils 500 neue Fälle pro Tag erfasst, im August kletterten die Zahlen auf bis zu 700 Infektionen binnen eines Tages. Alison McMillan vom Gesundheitsministerium warnte jedoch, dass sich auch eine sinkende Bereitschaft, sich auf das Virus testen zu lassen, erkennen lasse. Sie äußerte die Sorge, dass der Rückgang an Fällen zum Teil auch darauf zurückzuführen sei.

25.8.2020 • 08:19 Uhr

Corona-Krise lässt deutsche Wirtschaft um 9,7 Prozent schrumpfen

Die Folgen der Corona-Pandemie haben die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2020 deutlich geschwächt: Das Bruttoinlandsprodukt ging in diesem Zeitraum gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres um 9,7 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Allerdings hatte das Bundesamt in seiner Schätzung für das zweite Quartal noch drastischere Ausmaße erwartet: Die Behörde war von einem Minus von 10,1 Prozent ausgegangen.

Auch im Staatshaushalt spiegeln sich die Auswirkungen der Corona-Krise wider: Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen gaben im ersten Halbjahr 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Die Zahlen beruhen auf vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Damit lag das Defizit - bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung - bei 3,2 Prozent.

Bei den Einnahmen gab es erstmals seit 2010 einen Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben des Staates erhöhten sich dagegen um 9,3 Prozent.

25.8.2020 • 07:59 Uhr

SPD von Verlängerung des Kurzarbeitergeldes überzeugt

Vor den für heute geplanten Beratungen des Koalitionsausschusses über eine mögliche längere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes zeigt sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, zuversichtlich, dass sich seine Partei und die Union auf diesen Schritt einigen werden.

"Ich bin mir sehr sicher. Bisher hat diese Koalition, was die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik betrifft, sich immer zu einem klugen Weg letztendlich zusammengefunden", sagte Schneider im Interview mit dem Deutschlandfunk.

25.8.2020 • 07:50 Uhr

Hongkong kündigt Lockerungen an

Ab Freitag sollen einige der Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Hongkong gelockert werden. Das kündigte die Regierung der Metropole an und begründete die Entscheidung mit den sinkenden Infektionszahlen.

Demnach soll die Maskenpflicht teils aufgehoben werden: etwa bei Sportaktivitäten im Freien oder in öffentlichen Parks. Restaurants sollen bis 9 Uhr abends öffnen dürfen. Bisher mussten sie um 6 Uhr schließen. Außerdem sollen Kinos wieder öffnen dürfen, ebenso wie Schönheitssalons.

25.8.2020 • 07:44 Uhr

Bali will 2020 keine Touristen aus dem Ausland mehr einreisen lassen

Die Behörden der indonesischen Urlaubsinsel Bali haben sich laut BBC dazu entschlossen, bis Jahresende keine Touristen aus dem Ausland mehr zuzulassen. Ursprünglich hatte die Insel angepeilt, ab kommenden Monat wieder Urlauber aus anderen Ländern zu empfangen.

25.8.2020 • 07:05 Uhr

Indien meldet sieben Tage in Folge mehr als 60.000 neue Fälle

In Indien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden fast 61.000 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen. Es ist der siebte Tag in Folge, dass in dem Land täglich mehr als 60.000 Neuinfektionen gemeldet werden.

Allerdings meldeten die Landesbehörden auch, dass in den vergangenen 24 Stunden rund 66.500 Infizierte als wieder genesen anerkannt worden seien. Damit stieg die Genesungsrate in Indien auf fast 76 Prozent. Bislang konnten mehr als 2,4 Millionen Patienten, die in Kliniken wegen einer Covid19-Erkrankung behandelt wurden, wieder entlassen werden.

Indien ist weltweit nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen. Inzwischen haben sich insgesamt mehr als 3,1 Millionen Einwohner mit dem Virus angesteckt. Mehr als 58.300 Menschen starben bislang laut Behörden infolge einer Infektion.

25.8.2020 • 06:54 Uhr

Weitere Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern?

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern kommt heute erneut zu Beratungen zusammen - und die könnten sich auch um weitere Lockerungen für Urlauber drehen.

25.8.2020 • 06:04 Uhr

UN: 120 Millionen Jobs im Tourismus wegen Corona bedroht

Wegen der Corona-Krise sind in diesem Jahr UN-Generalsekretär António Guterres zufolge weltweit rund 120 Millionen Jobs im Tourismus bedroht. "Die Krise ist ein massiver Schock für entwickelte Ökonomien, aber für Entwicklungsländer ist es ein Notfall", sagte Guterres in einer Video-Botschaft.

Denn viele dieser Länder sind stark vom Tourismus abhängig: In Afrika machte 2019 der Tourismussektor zehn Prozent aller Exporte aus, wie es in einem UN-Bericht heißt. Wegen der Corona-Pandemie wurden weltweit Grenzen geschlossen, Hotels dichtgemacht und Flüge gestrichen.

In den ersten fünf Monaten des Jahres ist die Zahl der internationalen Touristen dem Bericht zufolge um 56 Prozent gesunken - insgesamt könnte sie in diesem Jahr um 78 Prozent einbrechen. Zwischen 910 Milliarden und 1,2 Billionen Dollar an Exporteinnahmen im Tourismus könnten demnach verloren gehen.

25.8.2020 • 05:26 Uhr

RKI: 1278 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle

In Deutschland wurden weitere 1278 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) steigt damit die Gesamtzahl der Fälle auf 234.853. Fünf weitere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI nun 9.277 Todesfälle.

25.8.2020 • 05:05 Uhr

Trotz steigender Fälle: Trump sieht Abflauen von Coronavirus

US-Präsident Donald Trump sieht das Coronavirus in Amerika im Schwinden begriffen. "Wir werden dieses furchtbare Ereignis, das aus China kommt, hinter uns bringen und wir werden sehr bald Impfmittel haben, aber es wird abflauen, und es hat angefangen abzuflauen", sagte Trump auf der Rollbahn eines Regionalflughafens in Fletcher im Staat North Carolina vor Hunderten Anhängern, von denen die meisten keine Gesichtsmasken trugen. Beweise für seine Behauptung legte der Präsident nicht vor. Zudem versprach er positive Ergebnisse im dritten Quartal für die US-Wirtschaft. Im kommenden Jahr werde es sogar noch besser werden.

Trump-Fans, alle ohne Maske, jubeln dem US-Präsidenten auf einem Regionalflughafen im US-Bundesstaat North Carolina zu. | AFP

Trump-Fans, alle ohne Maske, jubeln dem US-Präsidenten auf einem Regionalflughafen im US-Bundesstaat North Carolina zu. Bild: AFP

25.8.2020 • 04:43 Uhr

Kommunen fordern in Corona-Krise zusätzliche Milliarden vom Bund

Der Deutsche Städtetag fordert in der Corona-Krise vom Bund zusätzliche Milliardenhilfen, damit die Kommunen weiter investieren können. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Politik muss für die Jahre 2021 und 2022 nachbessern, es geht um eine Summe in Milliardenhöhe. Sonst drohen Investitionen der Städte wegzubrechen."

Dedys Aussagen kommen vor dem heutigen Treffen der Koalitionsspitzen. Die Corona-Krise hat zu einem historischen Einbruch bei der Gewerbesteuer geführt - der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen. Der Bund übernimmt für dieses Jahr Gewerbesteuerausfälle von knapp sechs Milliarden Euro und will sich dauerhaft stärker an den Kosten der Unterkunft bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende beteiligen.

25.8.2020 • 04:09 Uhr

Chef der Wirtschaftsweisen gegen längeres Kurzarbeitergeld

Der Chef der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, hat sich vor dem Treffen der Koalitionsspitzen gegen eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds ausgesprochen. Feld sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Kurzarbeitergeld und die Überbrückungshilfen waren richtige akute Instrumente. In erster Linie wird damit Arbeitslosigkeit verhindert. Aber sie längerfristig einzusetzen, hat Nachteile." Eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds würde bedeuten, dass notwendige Anpassungen in der Krise aufgeschoben werden, sagte Feld.

25.8.2020 • 04:09 Uhr

US-Seuchenexperte Fauci warnt vor übereilter Zulassung eines Impfstoffs

Der führende US-Experte für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, warnt vor einer übereilten Zulassung eines Corona-Impfstoffkandidaten. "Das einzige, was Sie bei einem Impfstoff nicht sehen möchten, ist eine EUA (Emergency Use Authorization/Notfallzulassung), bevor Sie Belege für die Wirksamkeit haben", sagte Fauci der Nachrichtenagentur Reuters. "Eine der potenziellen Gefahren, wenn Sie einen Impfstoff übereilt auf den Markt bringen, besteht darin, dass es für die anderen Impfstoffkandidaten schwierig, wenn nicht unmöglich wird, Testpersonen für ihre Studie zu gewinnen", erklärte der Leiter des NIAID-Instituts für Allergien und ansteckende Krankheiten weiter.

25.8.2020 • 02:27 Uhr

Corona-Lockdown im Gazastreifen

Im dicht besiedelten Gazastreifen sind die ersten Corona-Fälle außerhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen nachgewiesen worden. Wie das Informationsbüro der islamistischen Hamas-Regierung mitteilte, wurden die vier Fälle - alles Mitglieder einer Familie - im Flüchtlingslager Al-Mughasi registriert. Dort leben etwa 120.000 Menschen.

Das Informationsbüro verkündete einen kompletten Lockdown für den gesamten Gazastreifen. Die Maßnahme solle von Montagnacht an für 48 Stunden gelten. Bildungseinrichtungen, Moscheen und Märkte müssen geschlossen bleiben. In dem Küstenstreifen leben insgesamt zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Entgegen vieler Befürchtungen verlief die Pandemie bislang glimpflich.

25.8.2020 • 02:27 Uhr

Delta schickt fast 2000 Piloten in den Zwangsurlaub

Die US-Fluggesellschaft Delta wird ab Oktober 1941 Piloten in den Zwangsurlaub schicken. "Wir sind sechs Monate in dieser Pandemie und wir erreichen nur 25 Prozent unserer Einnahmen. Leider sehen wir in den nächsten sechs Monaten nur wenige Katalysatoren, die diese Entwicklung deutlich verändern könnten," sagte John Laughter, Leiter des Flugbetriebs, in einem Memo an die Mitarbeiter. Delta sei einfach überbesetzt. Weitere 317 Piloten seien durch Vorruhestandsprogramme und Abfindungen bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden. Fluggesellschaften und Gewerkschaften haben sich dafür eingesetzt, von der US-Regierung bis März weitere 25 Milliarden Dollar für die Sicherung von Arbeitsplätzen zu erhalten. Die Gespräche liegen derzeit auf Eis.