Polizisten mit Mund-Nase-Schutzmasken vor einem gesperrten Gebäude in Peking. | AP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Zweithöchste Gefahrenstufe in Peking ++

Stand: 16.06.2020 21:57 Uhr

Im Kampf gegen den neuen Corona-Ausbruch in Peking haben die Behörden der chinesischen Hauptstadt die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Laut US-Notenbank zeigt die Industrieproduktion in den USA erste Anzeichen einer Erholung. Die Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.

  • USA: Grenzen zu Kanada und Mexiko bleiben länger geschlossen
  • Großbritannien setzt bei schwerem Covid-19-Verlauf auf Dexamethason
  • Studie: Kinder sind wohl keine Treiber der Ausbreitung
  • Ungarns Parlament hebt Corona-Notstandsgesetz auf
  • Corona-Warn-App zum Download bereit
  • Studierende können ab heute Zuschüsse online beantragen
  • Johns-Hopkins-Universität: Acht Millionen Fälle weltweit
  • RKI: 378 Neuinfektionen in Deutschland
16.6.2020 • 21:57 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute.

16.6.2020 • 20:47 Uhr

Chaos Computer Club findet keine Mängel an Corona-Warn-App

Die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) findet "keine nennenswerten Mängel" an der heute gestarteten Corona-Warn-App. "Es ist keine alltägliche Erfahrung, dass wir vor Risiken warnen und auch von Seiten der Bundesregierung auf uns gehört wird", sagte Linus Neumann, Sprecher des CCC. Vor Veröffentlichung der App hatte der CCC vor möglichen Lücken beim Datenschutz gewarnt.

16.6.2020 • 20:22 Uhr

Zahl der Infektionen in USA steigt über 2,1 Millionen

Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldet einen Anstieg der Coronavirus-Infektionen binnen eines Tages um 18.577 auf 2.104.346 Fälle. Die Zahl der Toten kletterte demnach innerhalb von 24 Stunden um 496 auf 116.140.

16.6.2020 • 20:04 Uhr

WHO: Pandemie auf amerikanischem Kontinent auf Vormarsch

Die Corona-Pandemie breitet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf dem amerikanischen Kontinent immer schneller aus. Inzwischen gebe es dort mehr als 3,8 Millionen Fälle, fast 204.000 Menschen seien gestorben, "und wir sehen keine Verlangsamung der Übertragungen", sagte die zuständige WHO-Regionaldirektorin Carissa Etienne. Knapp ein Viertel der Infektions- und Todesfälle seien in Brasilien erfasst worden.

16.6.2020 • 19:49 Uhr

Türkei führt Maskenpflicht in den meisten Provinzen wieder ein

Nach der Zunahme von Corona-Neuinfektionen hat die Türkei das Tragen von Gesichtsmasken in mehr als der Hälfte ihrer Provinzen verpflichtend gemacht. "Wir können nicht ohne Masken gegen das Virus kämpfen", twitterte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. In den übrigen 39 der 81 Provinzen waren Masken in öffentlichen Transportmitteln, Geschäften und Einkaufszentren vorgeschrieben.

Die Regierung hatte Anfang Juni erlaubt, dass Cafés, Restaurants, Sportstudios, Parks, Badestrände und Museen wieder öffnen dürfen. Außerdem wurden die Ausgangssperren für alte und junge Menschen gelockert. Seither steigen die täglichen Neuinfektionen. In den vergangenen Tagen lagen sie jeweils bei mehr als 1500. Zuvor hatten sie bei 800 bis 900 gelegen. Sollten die Zahlen weiter steigen, müssten womöglich einige Auflagen wieder eingeführt werden, sagte die wissenschaftliche Beraterin der Regierung Pinar Oktay.

Eine Frau und Kinder tragen Mundschutz bei einem Spaziergang in einem öffentlichen Garten in Ankara. | dpa

Insgesamt hat die Türkei knapp 180.000 Infizierte gemeldet. 4825 Menschen starben. Bild: dpa

16.6.2020 • 19:38 Uhr

US-Grenzen bleiben länger geschlossen

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus sollen die Grenzen der USA mit Kanada und Mexiko für einen weiteren Monat weitgehend geschlossen bleiben. Die Grenze solle nun erst nach dem 21. Juli wieder öffnen, sagte Kanadas Premierminister Justin Trudeau. "Das ist eine wichtige Entscheidung, die die Menschen in beiden Ländern schützen wird", so Trudeau auf Twitter.

Mexikos Außenministerium teilte mit, dass auch die weitgehende Schließung der mexikanischen Grenze mit den USA um weitere 30 Tage verlängert werde. Das hätten beide Länder vereinbart. Die rund 3200 Kilometer lange Grenze bleibt damit für nicht wesentliche Übertritte geschlossen. Grenzübertritte aus Handels- oder Arbeitsgründen bleiben aber erlaubt. Es gibt auch weiterhin Flüge zwischen den beiden Ländern.

Die zeitweisen Grenzschließungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren am 21. März in Kraft getreten und schon zweimal verlängert worden.

16.6.2020 • 19:23 Uhr

Rund jeder dritte Antikörper-Test in New Yorker Bronx positiv

In Teilen der Millionenmetropole New York war womöglich jeder dritte Mensch bereits mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Zahlen einer Antikörper-Studie hervor, die der Gouverneur des Bundesstaats, Andrew Cuomo, erläutert hat. Im besonders stark von der Pandemie betroffenen und eher ärmeren Stadtteil Bronx seien demnach bei 32,6 Prozent aller Getesteten Antikörper gefunden worden. In Brooklyn und Queens war dies noch bei gut jedem fünften Test der Fall, im reicheren Manhattan war mit 16,5 Prozent jeder sechste Test positiv.

Insgesamt wurden in der Stadt New York bei 21,6 Prozent der Überprüften die Antikörper gefunden, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus entstehen. Im gesamten Bundesstaat New York wurden zwischen 1. Mai und 13. Juni rund 12.000 Menschen zufällig ausgesucht und getestet. Bei 13,4 Prozent fiel der Test positiv aus.

16.6.2020 • 19:13 Uhr

Peking ruft nach Corona-Ausbruch zweithöchste Gefahrenstufe aus

Im Kampf gegen den neuen Coronavirus-Ausbruch in Peking haben die Behörden der chinesischen Hauptstadt die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Wie die Stadtregierung mitteilte, werden Ein- und Ausreisen ab sofort wieder streng kontrolliert. Zudem sollen Schüler laut der Ankündigung ab morgen nicht mehr in die Schulen zurückkehren und stattdessen online unterrichtet werden. Unternehmen wurden aufgerufen, Teile ihrer Belegschaft aus dem Home Office arbeiten zu lassen.

Zuvor hatte die Pekinger Gesundheitskommission mitgeteilt, dass in der Stadt 27 neue Infektionen nachgewiesen wurden. Vier Infizierte meldete Pekings Nachbarprovinz Hebei, eine weitere lokale Erkrankung gab es nach offiziellen Angaben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Zudem wurden landesweit acht "importierte Fälle" gemeldet, die bei Reisenden aus dem Ausland erkannt wurden. 

16.6.2020 • 18:56 Uhr

Protestteilnehmer in Kopenhagen positiv auf Coronavirus getestet

Ein Teilnehmer einer großen Demonstration gegen Rassismus in Kopenhagen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke bekannt. Selbst Demonstrationsteilnehmer, die keine Symptome hätten, sollten sich nun sicherheitshalber auf Corona testen lassen, sagte die Direktorin der dänischen Verwaltung für Patientensicherheit, Anette Lykke Petri. An der Demonstration des dänischen Ablegers der Bewegung Black Lives Matter hatten sich am vergangenen Sonntag mehr als 15.000 Menschen beteiligt.

In Dänemark liegt die Grenze für öffentliche Versammlungen derzeit bei maximal 50 Teilnehmern. Versammlungen mit einem politischen Hintergrund sind davon aber ausgenommen, weshalb Demonstrationen erlaubt sind. Man sollte sich dabei aber an die festgelegten Richtlinien halten.

16.6.2020 • 18:09 Uhr

Tennisturnier US Open soll stattfinden - aber ohne Fans

Die US Open der Tennisprofis in New York sollen trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden. Das Grand-Slam-Turnier werde vom 31. August bis zum 13. September unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen und ohne Zuschauer durchgeführt, teilte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit.

16.6.2020 • 17:57 Uhr

"Machen Sie mit!": Steinmeier wirbt für Corona-Warn-App

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirbt für die neue Corona-Warn-App. Kaum eingeführt, haben er und seine Frau Elke Büdenbender sich diese schon auf ihre Handys geladen. Auf Facebook und Instagram veröffentlichten sie ein Foto, auf dem sie im Park von Schloss Bellevue zum Beweis ihre Handys mit App präsentierten. "Wir nutzen die Corona-Warn-App - machen Sie mit!", riefen sie die Bevölkerung auf.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender mit der Corona-Warn-App der Bundesregierung im Park von Schloss Bellevue. | dpa

Die Corona-Warn-App ist heute offiziell gestartet. Bild: dpa

16.6.2020 • 17:45 Uhr

Bericht: Regierung plant nationale Reserve für Schutzausrüstung

Zur künftigen Vermeidung von Engpässen bei Schutzausrüstungen sollen sich Bund und Länder nach dem Willen der Bundesregierung offenbar zum Aufbau einer nationalen Reserve verpflichten. Eine entsprechende Beschlussvorlage für eine "Nationale Reserve Gesundheitsschutz (NRGS)" wolle die Bundesregierung morgen beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten vorlegen, berichtete die "Rheinische Post".

"Die Länder werden dafür Sorge tragen, dass dies auch dezentral in den medizinischen Einrichtungen und beim Katastrophenschutz der Länder erfolgt", zitiert die Zeitung aus der Vorlage. Maßstab für den Vorrat solle sein, "dass ein physischer Mindestvorrat von einem Monat besteht". Das Konzept für die Reserve solle von den Bundesministerien für Wirtschaft, Gesundheit, Inneres und Verteidigung erstellt werden.

16.6.2020 • 17:34 Uhr

SPD will Kündigungsschutz für Mieter bis Ende September

Die SPD-Bundestagsfraktion will den gesetzlichen Kündigungsstopp für Mieter um weitere drei Monate verlängern. Viele Menschen seien wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, so der SPD-Verbraucherpolitiker Johannes Fechner. "Wir müssen ihnen Zeit geben, wirtschaftlich wieder auf die Füße zu kommen." Bislang kann Mietern bis Ende Juni wegen ausbleibender Mietzahlungen in der Corona-Krise nicht gekündigt werden. Diese Frist soll nach Willen der SPD-Bundestagsfraktion nun bis Ende September verlängert werden. Die Betroffenen bleiben die Miete aber schuldig, müssen also nachzahlen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht kann die Erleichterungen per Verordnung verlängern. "Wir freuen uns, dass dies bereits in ihrem Haus vorbereitet wird", sagte Fechner weiter.

Nach Angaben des Deutschen Mieterbunds geraten Mieter in der Corona-Krise zunehmend in Zahlungsschwierigkeiten. Etwa 10.000 Haushalte könnten demnach betroffen sein. Trotz Einkommensverlusten hätten die weitaus meisten Mieter zwar im April und Mai noch zahlen können. Nun steige aber die Zahl derer, die nicht mehr oder nur teilweise zahlen können.

16.6.2020 • 17:20 Uhr

US-Industrieproduktion zeigt Anzeichen für Erholung

Nach dem allmählichen Ende der Beschränkungen in der Corona-Krise zeigt die US-Industrie erste Anzeichen einer Erholung. Die Produktion sei im Mai um 1,4 Prozent angezogen - nach einem Rekordeinbruch um 12,4 April im Vormonat und einem Minus von 4,6 Prozent im März, teilte die Notenbank Federal Reserve mit.

Das Produktionsvolumen der verarbeitenden Industrie legte im Mai auch angesichts allmählich wieder hochfahrender Autowerke auf 3,8 Prozent zu, doch blieb die Herstellung von Autos und entsprechenden Teilen noch immer 62,8 Prozent unter dem Niveau vom Mai 2019. Die Öl- und Gasförderung brach um 37 Prozent ein. Schließungen und strikte Reisebeschränkungen im Kampf gegen die Krankheit Covid-19 hatten die Wirtschaftsaktivität im März und April nahezu zum Erliegen gebracht.

16.6.2020 • 17:08 Uhr

NATO wappnet sich für mögliche zweite Corona-Welle

Die NATO wappnet sich für eine mögliche zweite Welle der Corona-Pandemie. Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg wollen die Verteidigungsminister der Mitgliedstaaten morgen einen entsprechenden Operationsplan bewilligen. Zudem soll ein Vorrat an medizinischer Ausrüstung aufgebaut und ein Krisenfonds eingerichtet werden. Ziel sei es, möglicherweise benötigte Hilfe zur richtigen Zeit an den richtigen Ort bringen zu können, erklärte Stoltenberg.

16.6.2020 • 16:57 Uhr

Lkw-Bauer Volvo streicht mehr als 4000 Stellen

Der schwedische Lkw- und Baumaschinenhersteller Volvo will rund 4100 Stellen in der zweiten Jahreshälfte abbauen. Ungefähr 15 Prozent der Kürzungen werden Beraterstellen betreffen, wie Volvo mitteilte. Etwa 1250 der Arbeitsplätze sollen in Schweden wegfallen. "Die Corona-Epidemie und die weltweiten Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung haben zu einer Marktsituation geführt, die unsere Branche stark beeinträchtigt", erklärte Volvo-Chef Martin Lundstedt. Die Virus-Krise dämpft die Nachfrage nach Lastwagen und zwingt die Hersteller, ihre Strukturen anzupassen.

16.6.2020 • 16:48 Uhr

Fluggesellschaften erstatten Reisekosten nur schleppend zurück

Die Grenzen sind zwar offen, doch vielen Urlaubern hängen wegen der Corona-Pandemie geplatzte Reisen und Flüge immer noch nach. Vor allem Fluggesellschaften erstatten die Kosten für stornierte Flüge nur sehr schleppend. Von Iris Marx

16.6.2020 • 16:40 Uhr

Weitere Infektionen in Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Gifhorn

In der Flüchtlingsunterkunft Ehra-Lessien im Landkreis Gifhorn sind erneut drei Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Landkreis mit. Anfang Juni hatten sich dort bereits 19 Bewohner mit dem Virus angesteckt.

Von den ursprünglich 19 Infizierten seien 13 wieder genesen. Die nun Neu-Infizierten sollen in separaten Wohnungen in einem anderen Gebäude untergebracht werden, hieß es. Für alle Bewohner, die zuvor mit den Betroffenen in einem Gebäude gelebt haben, gelte weiterhin zunächst für eine Woche eine Quarantäne. Alle anderen Bewohner dürften nun ihre Unterkunft wieder verlassen.

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs in der Flüchtlingsunterkunft hatte Niedersachsens Flüchtlingsrat zuvor seine Forderung nach Schließung von Sammellagern bekräftigt. Bereits im April war in Bremen die dortige Landeserstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge nach einem Corona-Ausbruch komplett unter Quarantäne gestellt worden. Auch in Wolfsburg hatte es Infektionen in einer Flüchtlingsunterkunft gegeben.

16.6.2020 • 16:27 Uhr

Französische Polizei setzt Tränengas bei Pflegepersonal-Protest ein

Die französische Polizei hat bei einer Demonstration von Mitarbeitern des Gesundheitswesens in Paris Tränengas eingesetzt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Polizeipräfektur veröffentlichte auf Twitter Videomaterial, auf dem maskierte Demonstranten zu sehen sind, die ein Auto umstürzen und Steine auf Polizisten werfen. "Gewalttätige Gruppen versuchen, eine friedliche Demonstration des Gesundheitspersonals zu stören", schrieb die Behörde dazu.

Das Pflegepersonal demonstrierte in mehreren französischen Städten anlässlich der Corona-Pandemie für eine bessere Bezahlung und mehr Investitionen in das öffentliche Gesundheitssystem.

16.6.2020 • 16:14 Uhr

Keine Ansteckungsgefahr im Flugzeug?

Passagiere dicht an dicht in vollbesetzten Flugzeugen: Seitdem die Reisebeschränkungen für viele Länder in Europa aufgehoben wurden, begeben sich wieder sehr viel mehr Menschen per Flieger auf Reisen. Aber wie sicher sind Flugreisen in Corona-Zeiten?

16.6.2020 • 15:58 Uhr

Österreich stockt Corona-Hilfspaket auf 50 Milliarden Euro auf

Österreichs konservativ-grüne Regierung will der von der Corona-Krise getroffenen heimischen Wirtschaft mit weiteren Hilfen unter die Arme greifen. Nach einem ersten Rettungspaket von 38 Milliarden Euro kommen weitere zwölf Milliarden Euro für neue Maßnahmen sowie Klimaschutz-Investitionen hinzu, sagte Kanzler Sebastian Kurz nach der heutigen Regierungsklausur.

Das beschlossene Maßnahmenbündel soll vor allem Betrieben zugute kommen, aber auch Privatpersonen Entlastungen bringen. Zudem soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien gefördert werden sowie die Mehrwertsteuer für Kultur und Gastronomie zeitweise auf fünf Prozent gesenkt werden. Für Einzelpersonen wurde zudem beschlossen, die geplante Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer für die erste Tarifstufe vorzuziehen. Hinzu komme ein Kinderbonus sowie eine Einmalzahlung für Arbeitslose. "Einer durchschnittlichen Familie sollen damit im Jahr rund 1000 Euro netto mehr übrig bleiben", sagte Kurz. Die Staatsverschuldung wird nach Worten des Kanzlers in diesem Jahr auf über 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von rund 70 Prozent vor der Coronavirus-Pandemie steigen.

16.6.2020 • 15:34 Uhr

Johnson will mit Lebensmittelfonds Familien in der Krise helfen

Der britische Premierminister Boris Johnson will Familien im Sommer mit einem rund 120 Millionen Pfund schweren Lebensmittelfonds unter die Arme greifen. So sollten Eltern unterstützt werden, die Schwierigkeiten haben, ihre Familien zu ernähren, sagt sein Sprecher. Dazu solle es Essensgutscheine für die sechswöchige Urlaubszeit geben. Nähere Einzelheiten würden in Kürze bekanntgegeben. Johnson habe volles Verständnis dafür, dass Kinder und Eltern im Sommer mit einer beispiellosen Situation konfrontiert seien.

Zuvor war Johnson unter Druck geraten, in der Krise mehr für Familien zu tun. So fordern der englische Premier-League-Club Manchester United und sein Starstürmer Marcus Rashford von der Regierung, kostenlose Mahlzeiten für Familien zu finanzieren, bei denen es "auf Messers Schneide stehe".

16.6.2020 • 15:23 Uhr

Erste Ergebnisse: Entzündungshemmer hilft bei schwerem Covid-19

Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Darauf weisen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin, die noch nicht veröffentlicht sind und bisher nicht von anderen Experten begutachtet wurden. Bei Patienten, die künstlich beatmet wurden und das Medikament bekamen, sank die Sterberate um ein Drittel, wie die federführenden Wissenschaftler von der Universität Oxford berichten. "Dexamethason ist das erste Medikament, von dem gezeigt wurde, dass es das Überleben bei Covid-19 verbessert", erklärte Peter Horby, einer der Leiter der "Recovery"-Studie. Dexamethason sei kostengünstig, verfügbar und könne sofort eingesetzt werden, um weltweit Leben zu retten. Martin Landray, ein weiterer Studienleiter, erklärte, die vorläufigen Ergebnisse seien eindeutig. "Dexamethason reduziert das Sterberisiko bei Patienten mit schweren Atemkomplikationen."

Gesundheitsminister Matt Hancock teilte daraufhin mit, Großbritannien werde den Wirkstoff ab sofort zur Behandlung von Covid-19-Patienten einsetzen. Das Steroid-Medikament solle noch am Nachmittag auf die Liste der Standardverfahren des Nationalen Gesundheitsdienstes gegen Covid-19 gesetzt werden.

In der Studie untersuchen Wissenschaftler die Eignung verschiedener bereits zugelassener Medikamente als Mittel gegen Covid-19. Der Dexamethason-Teil der Studie umfasste demnach insgesamt 2104 Patienten, 4321 Patienten dienten als Kontrollgruppe. Dexamethason wird üblicherweise als Entzündungshemmer eingesetzt, etwa bei Entzündungen von Haut und Gelenken.

16.6.2020 • 15:07 Uhr

Studie: Kinder sind wohl keine Treiber der Ausbreitung

Kinder stecken sich einer Studie aus Baden-Württemberg zufolge wohl seltener mit dem Coronavirus an als ihre Eltern. Sie seien daher nicht als Treiber der Infektionswelle anzusehen, sagte Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik am Universitätsklinikum Ulm, zum Ergebnis der Untersuchung. Für die Studie waren etwa 5000 Menschen ohne Corona-Symptome auf das Virus und auf Antikörper dagegen getestet worden: rund 2500 Kinder unter zehn Jahren und je ein Elternteil.

Die Studie wurde bisher noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht. Im Untersuchungszeitraum von 22. April bis 15. Mai war aktuell nur ein Elternteil-Kind-Paar infiziert. 64 Getestete hatten Antikörper gebildet und weitgehend unbemerkt eine Corona-Infektion durchlaufen, was einer Häufigkeit von 1,3 Prozent entspricht. Darunter befanden sich 45 Erwachsene und 19 Kinder. Kinder in Notbetreuung waren den Ergebnissen zufolge nicht häufiger infiziert als andere.

Man habe mit der Studie aber nicht gezielt untersucht, wie infektiös Kinder sind, sagte Hans-Georg Kräusslich, Sprecher des Zentrums für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Man könne bei den positiv getesteten Eltern-Kind-Paaren keine grundsätzliche Aussage darüber treffen, wer wen angesteckt hat. Die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen.

16.6.2020 • 14:54 Uhr

Baftas um zwei Monate verschoben

Die British Academy Film Awards im nächsten Jahr sind um zwei Monate nach hinten verlegt worden. Das teilten die Organisatoren der Auszeichnungen mit. Die Entscheidung kam nach der Verschiebung der Oscars 2021 von Februar auf April. Die British Academy teilte mit, die Preisverleihung werde am 11. April abgehalten und nicht wie zuvor angekündigt am 14. Februar. Die Akademie änderte auch die Regeln für die Teilnahme, damit Filme mit verkürzter Vorführungszeit im Kino oder einer Veröffentlichung nur im Internet ebenfalls berücksichtigt werden können. Wegen der Corona-Krise waren Filmstarts auf Eis gelegt und wichtige Festivals gestrichen worden. Die Baftas werden normalerweise ein oder zwei Wochen vor den Oscars verteilt. Sie sind ein wichtiger Teil der Preisverleihungszeit in der Filmbranche.

16.6.2020 • 14:37 Uhr

Ungarns Parlament hebt Corona-Notstandsgesetz auf

Das Parlament in Ungarn hat nach zweieinhalb Monaten das umstrittene Corona-Notstandsgesetz aufgehoben, das dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban umfassende Regierungsvollmachten verschafft hatte. Alle 192 anwesenden Abgeordneten im Parlament in Budapest votierten einstimmig für die Aufhebung des Gesetzes, das von der Opposition und von den europäischen Partnern scharf kritisiert worden war. Es wird erwartet, dass die Regierung den Notstand im Laufe der Woche formell beenden wird. 

Die Abgeordneten stimmten allerdings auch einem Gesetzentwurf zu, der es der Regierung nach Ansicht von Kritikern ermöglichen würde, einen weiteren so genannten "medizinischen Krisennotstand" auszurufen. Damit könnte Orban in Zukunft erneut per Dekret regieren - möglicherweise auf unbestimmte Zeit. Mehrere bekannte regierungskritische Organisationen warnten in einer gemeinsamen Erklärung davor, dass der Entzug der Sondervollmachten eine "optische Täuschung" sei. Die Behörden hätten immer noch erweiterte Befugnisse.

Das Notstandsgesetz war am 30. März inmitten der Corona-Krise vom Parlament verabschiedet worden. Orban konnte seither per Dekret regieren und den Notstand wegen der Pandemie ohne Zustimmung des Parlaments beliebig verlängern. Das Europa-Parlament bezeichnete die Maßnahmen Budapests im April als "unvereinbar mit den europäischen Werten".

16.6.2020 • 14:24 Uhr

Weitere Lockerungen in Bayern für Gottesdienste und Kultur

In Bayern wird es ab 22. Juni weitere Lockerungen für Gottesdienstbesuche geben. In Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie für die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt dann ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Metern und nicht mehr von zwei Metern, wie das bayerische Kabinett entschied. Damit stünden für Gläubige wieder mehr Plätze im Kirchenraum zur Verfügung, hieß es.

Auch für Kunst und Kultur wurden Lockerungen angekündigt. So sollen gleichfalls ab 22. Juni Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 100 Besuchern in Innenräumen und mit bis zu 200 Besuchern im Freien möglich sein. Die Maskenpflicht gelte unverändert.

Chorgesang soll laut Mitteilung unter strengen Auflagen ebenfalls wieder zugelassen werden. Das Wissenschaftsministerium werde in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein entsprechendes Hygienekonzept entwickeln.

16.6.2020 • 13:55 Uhr

Niedersachsen will Kontaktbeschränkungen lockern

Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen könnten zum 22. Juni gelockert werden. Künftig soll der Aufenthalt in der Öffentlichkeit in Gruppen von bis zu zehn Personen erlaubt sein. Wenn die Zusammenkünfte aus Angehörigen bestehen, sollen sogar mehr als zehn Personen zulässig sein. Das geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus einem Entwurf der Landesregierung für die neue Corona-Verordnung hervor.

Bisher sind die Kontakte auf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Die neue Corona-Verordnung des Landes soll in den kommenden Tagen final abgestimmt und am Freitag vorgestellt werden.

16.6.2020 • 13:52 Uhr

Quarantäne für 369 Haushalte in Berlin-Neukölln

Bei dem Corona-Ausbruch in einem Wohnblock in Berlin-Neukölln sind inzwischen 57 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. Das gab der Bezirk Dienstagmittag bekannt. Zuletzt war die Zahl von 54 infizierten Personen genannt worden. Zudem befinden sich jetzt 369 Haushalte in Quarantäne.

16.6.2020 • 13:38 Uhr

Bischöfe schrieben gemeinsam Buch zur Corona-Krise

Die katholischen deutschen Bischöfe haben gemeinsam ein Buch über den christlichen Glauben in Zeiten der Corona-Pandemie geschrieben. In dem Buch "Dein Herz lebe auf! Tröstende Bibeltexte erschlossen für schwere Zeiten" setzen sich die Bischöfe mit einem jeweils von ihnen selbst ausgesuchten Bibeltext auseinander und stellen sich der Frage, was die Heilige Schrift in Krisen und Zeiten von Leid, Not und Tod zu sagen hat und ob jahrtausendealte Texte heute Menschen helfen können.

Herausgeber des Buchs ist der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, der seine Amtsbrüder zur Mithilfe ermuntert hatte. Bis auf vier folgten alle dieser Bitte. Das von der Katholischen Bibelanstalt in Stuttgart vertriebene Werk soll ab dem übernächsten Freitag im Handel sein, wie Daniela-Maria Schilling von der Geschäftsführung des Unternehmens mitteilte.

16.6.2020 • 13:14 Uhr

Studie: Pandemie beschleunigt Digitalisierung in Kirche

Die Corona-Pandemie hat in der evangelischen Kirche offenbar einen Digitalisierungsschub ausgelöst. Das ist das Ergebnis einer von der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover vorgestellten Studie.

Demnach haben 81 Prozent der knapp 900 befragten Gemeinden während des Lockdowns digitale Gottesdienste oder Andachten angeboten, die meisten von ihnen (78 Prozent) erstmals. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer (72 Prozent) wollen die digitalen Formate auch nach der Krise fortführen. Es sei damit zu rechnen, dass es in Zukunft häufiger sogenannt hybride Gottesdienstformate geben werde, die sowohl analog als auch digital mitgefeiert werden könnten, so die Studienmacher. "

Der Gottesdienst ist nach der Corona-Pandemie spürbar facettenreicher geworden", sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm. Die Kirche habe blitzschnell auf die veränderte Situation reagiert. "An vielen Stellen ist eine neue Form von Kreativität zum Ausdruck gekommen", erklärte der bayerische Landesbischof. Es gelte nun, sehr genau zu unterscheiden, was sich bewährt habe und was nicht.

16.6.2020 • 12:22 Uhr

Spanien denkt über Quarantäne für britische Reisende nach

Spanien erwägt eine Quarantäne für Reisende aus Großbritannien, weil es dort eine solche Regelung gibt. Dies sei eine Reaktion auf die britischen Isolationsvorschriften für Reisende aus dem Ausland, sagte Außenministerin Arancha Gonzalez Laya der BBC. Die Regierung wolle im Dialog mit Großbritannien klären, ob diese Maßnahme auf Basis der Gegenseitigkeit eingeführt werde, weil Großbritannien nach den Grenzöffnungen an strengeren Einreiseregeln festhalte als die anderen Länder in Europa.

16.6.2020 • 12:12 Uhr

Ukraines First Lady im Krankenhaus

Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist wegen einer Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus gebracht worden. Der Zustand von Olena sei stabil, teilte das Präsidentenbüro mit. Die 42-Jährige habe eine mittlere beidseitige Lungenentzündung und müsse nicht beatmet werden. Tests bei Selenskyj und den beiden Kindern seien weiter negativ.

Die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am Freitag im Onlinedienst Facebook bekannt, dass sie positiv getestet worden sei.  | picture alliance / NurPhoto

Die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Freitag im Onlinedienst Facebook bekannt gegeben, dass sie positiv getestet worden sei. Bild: picture alliance / NurPhoto

16.6.2020 • 12:06 Uhr

Europäische Corona-Apps sollen Daten austauschen können

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App heute startete, sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet.

16.6.2020 • 12:06 Uhr

Forscher: Wirtschaft schrumpft 2020 weniger als in Finanzkrise 2009

Die deutsche Wirtschaft wird nach Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in diesem Jahr nicht so stark schrumpfen wie während der Finanzkrise 2009. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 5,1 Prozent fallen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Vorhersage des Instituts für IWH. 2009 war es mit 5,7 Prozent so stark eingebrochen wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Hallenser Forscher sind damit deutlich optimistischer als etwa ihre Berliner Kollegen vom DIW. Diese erwarten für das laufende Jahr einen Einbruch von mehr als acht Prozent. Für 2021 sagt das IWH 3,2 Prozent Wachstum voraus.

16.6.2020 • 11:57 Uhr

Norwegen stoppt Corona-Warn-App

Während in Deutschland die neue Corona-Warn-App an den Start gegangen ist, liegt ihr vor Monaten eingeführtes Pendant in Norwegen aus Datenschutzgründen vorerst auf Eis. Die norwegische Tracing-App "Smittestopp" sollte nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts (FHI) ab Dienstag keine Daten mehr einsammeln. Personendaten, die zentral gespeichert wurden, werden so bald wie möglich gelöscht.

Zuvor hatte die norwegische Datenschutzbehörde angekündigt, die Verarbeitung der von der App eingesammelten persönlichen Daten vorübergehend verbieten zu wollen, wie das Gesundheitsinstitut bereits am Montag mitgeteilt hatte.

Die norwegische Corona-Warn-App "Smittestopp" | via REUTERS

Bild: via REUTERS

16.6.2020 • 11:46 Uhr

Übersterblichkeit in Großbritannien bei 64.500

Während der Corona-Pandemie sind in Großbritannien bislang etwa 64.500 Menschen mehr gestorben als üblich. Das schrieb der Leiter des Bereichs Gesundheitsanalyse beim britischen Statistikamt ONS, Nick Stripe, auf Twitter.

Die sogenannte Übersterblichkeit, auf die sich Stripe bezieht, ist Epidemiologen zufolge die beste Möglichkeit, die Zahl der Toten bei einem Krankheitsausbruch zu ermitteln.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in Großbritannien bislang knapp 42.000 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, Stripe spricht von 52.000 Toten.

16.6.2020 • 11:26 Uhr

Meldepflicht für Haustiere - aber keine Tests

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat eine Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren auf den Weg gebracht. Die entsprechende Verordnung solle am 4. Juli in den Bundesrat kommen, sagte Klöckner in Berlin.

Ziel der Meldepflicht sei, weitere Informationen zur Infektion mit dem Coronavirus und zur Ausbreitung zu bekommen. Weltweit gibt es laut Klöckner aktuell lediglich 15 gemeldete Infektionen mit dem Coronavirus bei gehaltenen Tieren.

Klöckner sagte, die Meldepflicht sei auch international von großer Bedeutung für die Wissenschaft, um Informationen zu Übertragung, Vorkommen und Ausbreitung des Coronavirus zu erhalten. "Für die Prävention und eine frühzeitige Bekämpfung des Virus ist das unerlässliche Voraussetzung." Es bestehe aber keine Pflicht, Haustiere testen zu lassen - der Test sei nur sinnvoll bei klinischen Symptomen der Tiere.

16.6.2020 • 11:22 Uhr

Grüne beharren auf Gesetz für Warn-App

Auch nach dem Start der Corona-Warn-App bestehen die Grünen darauf, den Einsatz per Gesetz zu regeln. "Wir hoffen, dass Millionen von Menschen die App jetzt runterladen", sagte Fraktionsvize Konstantin von Notz. "Aber wir glauben, wenn man ein so relevantes Ding ausrollt, dass man dann die rechtlichen Fragen in einem Gesetz geklärt haben muss."

Die Fraktion der Grünen will am Nachmittag einen entsprechenden Gesetzentwurf beschließen. In dem Gesetzesentwurf wird die App als "ein sinnvoller Baustein zur Eindämmung und Bekämpfung der Covid-19-Pandemie" bezeichnet. Freiwilligkeit verlange nicht nur Freiheit von staatlichem Zwang, sondern auch Freiheit von faktischem Zwang zur Nutzung und Offenbarung von Daten aus der App-Nutzung.

16.6.2020 • 11:19 Uhr

Spahn: App ist kein Allheilmittel

Gesundheitsminister Jens Spahn warnt davor, die neue Corona-App für ein Allheilmittel im Kampf gegen das Virus zu halten. "Aber die App kann helfen, Kontaktpersonen von Infizierten schneller zu helfen", sagt er. Die Nutzung sei freiwillig und gebe den Nutzern nur Empfehlungen. Die deutsche App verbrauche zudem weniger Batterieleistung als andere Corona-Apps.

16.6.2020 • 11:17 Uhr

RKI-Präsident: App ist Vorsorge gegen steigende Infektionen

RKI-Präsident Lothar Wieler bezeichnet die Corona-App als Schutz gegen möglicherweise wieder steigende Infektionen. Die Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten sei ein wesentlicher Grund, warum Deutschland relativ gut durch die Krise gekommen sei. Die App unterstützt die lokalen Gesundheitsämter dabei.

16.6.2020 • 11:15 Uhr

Kanzleramtsminister Braun preist neue App "als beste der Welt"

Kanzleramtschef Helge Braun bezeichnet die Corona-App als wichtigen Baustein in der Pandemie-Bekämpfung. "Die deutsche Corona-Warn-App ist nicht die erste, aber sie ist die beste", sagt der CDU-Politiker bei der Vorstellung der App.

Braun stellte heraus, dass mit der dezentralen Technik besonderer Wert auf Datensparsamkeit und -sicherheit gelegt worden sei. Da die Nutzung "absolut freiwillig" sei, sei es wichtig gewesen, ein größtmögliches Vertrauen zu schaffen.

16.6.2020 • 10:05 Uhr

Corona-Pandemie verschärft Konflikte weltweit

Friedensforscher fordern von der Bundesregierung angesichts drohender negativer Folgen der Corona-Pandemie mehr Einsatz für globale Lösungen. Gerade in fragilen Weltregionen könne es andernfalls zu "sozioökonomischen Verwerfungen und politischen Unruhen" kommen, warnen vier deutsche Forschungsinstitute in ihrem vorgestellten diesjährigen "Friedensgutachten".

Manche Folgen würden sich vielleicht erst in Monaten oder Jahren zeigen, erklärte der Forschungsdirektor am Internationalen Konversionszentrum Bonn (BICC), Conrad Schetter. Dennoch verschärfe sich die Sicherheitslage in vielen Konfliktregionen bereits, da Militär und Polizei sich aus der Fläche zurückzögen, während Milizen auf dem Vormarsch seien. Die Folge seien neue dramatische Fluchtbewegungen. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den globalen Frieden sind alarmierend", sagte der Forscher.

Konkret fordern die Wissenschaftler etwa mehr Anstrengungen Deutschlands für ein globales Konjunktur- und Kooperationsprogramm. Die Bundesregierung müsse sich in der EU und weltweit aber nicht nur bei der Bekämpfung von Corona noch intensiver für kooperative Lösungen einzusetzen, heißt es weiter. Andere wichtige Themen seien der Klimawandel, die Gefahr eines Cyber-Wettrüstens, Rivalitäten zwischen Großmächten und die dramatische Situation von Geflüchteten und Zivilisten in bewaffneten Konflikten.

16.6.2020 • 11:18 Uhr

Jeder fünfte Verbraucher finanziell von Corona-Krise betroffen

Von der Corona-Krise ist nach eigenen Angaben jeder fünfte Verbraucher finanziell betroffen. In einer Umfrage für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sagten 20 Prozent der Befragten, sie hätten bereits finanzielle Einbußen - 78 Prozent dagegen bislang nicht. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung entsprächen die 20 Prozent zwischen 12,5 und 16 Millionen Bürgern ab 14 Jahren, erklärte der vzbv.

Er forderte von der Regierung eine Nachjustierung des Konjunkturpaktes zugunsten von Familien. Die meisten betroffenen Verbraucher berichten von Gehaltseinbußen (75 Prozent der Betroffenen), gefolgt von gestiegenen Kosten für Gesundheit und Pflege (28 Prozent), fehlenden Erstattungen bei ausgefallenen Flügen und Reisen sowie erhöhten Lebensmittelpreisen (je 26 Prozent).

16.6.2020 • 09:51 Uhr

Großbritannien: Zahl der Anträge auf Arbeitslosengeld steigt weiter

Neuen Daten zufolge haben sich die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf den britischen Arbeitsmarkt im Mai verschärft. Die Zahl derer, die im Zusammenhang mit ihrer Beschäftigungssituation Transferzahlungen beanspruchten, stieg im Vergleich zum Vormonat um 23,3 Prozent auf 2,8 Millionen, wie die nationale Statistikbehörde bekannt gab. Dabei geht es um Transfers, die an Arbeitslose und Geringverdiener ausgezahlt werden.

Die Zahl der Personen war um 125,9 Prozent höher als im März, als Großbritannien wegen der Corona-Pandemie Ausgangsbeschränkungen einführte. Die Behörde schätzte zudem, dass die Zahl der Berufstätigen mit Festanstellung im Mai um 612.000 niedriger war als im März.

16.6.2020 • 09:45 Uhr

Corona-Ausbruch: Weitere Tests in Berlin-Neukölln

Nachdem es in einem Wohnblock in Berlin-Neukölln einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hat, setzt der zuständige Gesundheitsstadtrat Falko Liecke auf Aufklärung. Bisher seien 54 Bewohner positiv getestet worden und es werde weitere Tests geben, sagte Liecke im Interview mit dem Inforadio des rbb. Der Wohnblock mit vermutlich mehreren Hundert Bewohnern war am Samstag unter Quarantäne gestellt worden. Die Sicherstellung der Quarantäne ist Liecke zufolge eine der größten Herausforderungen.

Zunächst werde man vor Ort beraten, informieren und aufklären. Wenn es Quarantäne-Brecher gebe, will man sie gezielt ansprechen - auch mit Nachdruck und Hilfe der Polizei. Wie sich die Menschen in dem Wohnblock ansteckten, ist laut Liecke noch unklar. Es lägen Vermutungen nahe, dass es auch Querverbindungen in andere Berliner Bezirke wie Reinickendorf und Spandau gebe.

16.6.2020 • 09:40 Uhr

Wieder mehr Corona-Neuinfektionen in der Türkei

Rund zwei Wochen nach Lockerung der Corona-Restriktionen in der Türkei ist die Zahl täglich erfasster Neuinfektionen wieder angestiegen. In insgesamt 42 Provinzen habe man deswegen eine generelle Maskenpflicht eingeführt, schrieb Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter. Die Millionenmetropolen Istanbul, Ankara und Izmir sind nicht darunter. Allerdings gilt schon seit April landesweit eine Maskenpflicht an belebten Orten wie Supermärkten.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am 1. und 2. Juni noch bei rund 800 gelegen. Im April lag die Rate zwischenzeitlich bei mehr als 5000 Neuinfektionen täglich. Es gebe einen Anstieg in einigen Regionen, schrieb Koca. Die Türkei gibt allerdings keine regionale Aufschlüsselung der Corona-Fälle bekannt.

16.6.2020 • 09:00 Uhr

DRK mahnt zu besonderer Vorsicht beim Baden

Zu Beginn der Badesaison ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wegen der Corona-Pandemie zu höchster Vorsicht an Stränden und Badeseen auf. "Nichtschwimmer sollten an Land bleiben und Schwimmer nur ins Wasser gehen, wenn sie sich gesund und fit fühlen", sagte der Bundesleiter der DRK-Wasserwacht, Andreas Paatz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Bei der Rettung ertrinkender Menschen sei ein enger Körperkontakt unausweichlich. "Die Retterinnen und Retter sind daher einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt, vor allem bei Maßnahmen der Wiederbelebung", betonte Paatz.

Generell sollten nur bewachte, sichere Badestellen aufgesucht werden und Baderegeln unbedingt befolgt werden. Neben den üblichen Risiken beim Baden wie Wassertemperatur, Strömung und Wellengang bestehe in diesem Jahr für Badegäste die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken. "Sie sollten daher auch im Wasser Abstand zu anderen Personen wahren und die Husten-Nies-Etikette einhalten", sagte Paatz.

16.6.2020 • 08:27 Uhr

Statistisches Bundesamt: Inflation schwächt sich ab

Sinkende Energiepreise in der Coronakrise haben die Inflation in Deutschland im Mai auf den niedrigsten Stand seit über dreieinhalb Jahren gedrückt. Die Jahresteuerungsrate lag bei 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Die Rate schwächte sich den dritten Monat in Folge ab. Es war der niedrigste Wert seit September 2016.

Energie verbilligte sich im Mai um 8,5 Prozent. Der Rohölpreis ist seit Monaten unter Druck. Mit dem weitgehenden Stillstand der Wirtschaft in vielen Ländern in der Corona-Pandemie sank die Nachfrage und der Trend verschärfte sich. Heizöl wurde gegenüber dem Vorjahresmonat 30,5 Prozent billiger, Kraftstoffe um 20,7 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen überdurchschnittlich um 4,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise im Mai insgesamt um 0,1 Prozent.

Nach Einschätzung der Notenbank wird die Konjunktur im Euroraum infolge der Virus-Pandemie drastisch einbrechen. Erwartet wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 8,7 Prozent.

16.6.2020 • 08:08 Uhr

Freiberufler-Verband: 400.000 Jobs in Gefahr

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) rechnet mit einem deutlichen Stellenabbau in diesem und im kommenden Jahr. Trotz des Rettungspakets der Bundesregierung sei die Lage im Zuge der Corona-Krise für viele Freiberufler ausgesprochen schwer, sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer dem "Handelsblatt". "Nachdem bereits erste Stellen abgebaut werden mussten, sind mindestens 400 000 weitere Stellen in Gefahr." Vor allem junge Unternehmen bräuchten Hilfe, damit die Gründerkultur nicht nachhaltig geschädigt werde.

Eine repräsentative Umfrage unter 2600 Freiberuflern in den Mitgliedsverbänden ergab demnach, dass für fast jeden dritten Freiberufler der bereits entstandene wirtschaftliche Schaden existenzbedrohend sei. Das spiegele sich auch im deutlichen Auftragsrückgang von mehr als 50 Prozent wider, den jeder dritte Freiberufler verzeichne.

Auch für kommendes Jahr erwarten viele Freiberufler demnach noch keine Aufhellung und rechnen mit einem Personalabbau vor allem bei Firmen zwischen zehn und 49 Mitarbeitern. Die Umfrage wurde dem Bericht zufolge zwischen Mitte Mai und Mitte Juni erhoben und ausgewertet - also zu einer Zeit, zu der Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen bereits in Sicht waren.

16.6.2020 • 08:05 Uhr

Schweizer Regierung rechnet mit 6,2 Prozent BIP-Rückgang

Die Coronavirus-Pandemie dürfte die Schweizer Wirtschaft nach Einschätzung der Regierung etwas weniger stark bremsen als bislang angenommen. Die Ökonomen des Bundes erwarten dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,2 Prozent, wie aus der vorgelegten Prognose hervorgeht. Das wäre immer noch die stärksten Rezession seit 45 Jahren. Im April waren sie noch von einem Minus von 6,7 Prozent ausgegangen.

Im kommenden Jahr rechnen die Experten dann mit einem BIP-Anstieg von 4,9 Prozent, nachdem sie zuletzt ein Plus von 5,2 Prozent prognostiziert hatten. Im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung des Landes gegenüber dem Vorquartal um 2,6 Prozent geschrumpft.

16.6.2020 • 07:38 Uhr

Weltinvestitionsbericht: Corona beschleunigt Umwälzung

Die internationale Warenproduktion war schon vor der Corona-Krise durch wachsenden Robotereinsatz und Digitalisierung im Wandel, die Entwicklung dürfte sich nun aber noch beschleunigen. Das schreibt die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) in ihrem neuen Weltinvestitionsbericht.

Die gerade für Entwicklungsländer so wichtigen ausländischen Direktinvestitionen (FDI) dürften in diesem Jahr um 40 Prozent einbrechen, und der Trend deutet nach der Unctad-Analyse nicht auf eine Rückkehr zu früheren Wachstumsraten hin. Im vergangenen Jahr lagen die FDI bei 1,54 Billionen Dollar (1,36 Billionen Euro). Das war ein Zuwachs von drei Prozent, nach Rückgängen 2017 und 2018.

Einen weiteren Rückgang insgesamt fürchten die Ökonomen auch für das kommende Jahr, um fünf bis zehn Prozent, ehe 2022 eine Erholung kommen könne. In diesem Jahr dürften die FDI unter eine Billion Dollar fallen, so tief wie seit 2005 nicht mehr. Die Aussicht auf eine tiefe Rezession werde viele internationale Firmen zwingen, geplante Investitionen vor allem im Ausland zu überdenken, fürchten die Unctad-Ökonomen.

16.6.2020 • 07:31 Uhr

SOS-Kinderdörfer: Armut wächst zum ersten Mal seit 30 Jahren

In Folge der Corona-Krise steigt die weltweite Armut zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder an. Mindestens 60 Millionen Kinder und Erwachsene könnten nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer in extreme Armut abrutschen.

"Und das sind noch konservative Prognosen", sagt Shubha Murthi, Leiterin der SOS-Kinderdörfer in Asien, in Neu Delhi. Zahlreiche Erfolge in der Armutsbekämpfung und der Entwicklungszusammenarbeit würden zunichtegemacht. Das Ziel der Vereinten Nationen, die Armut bis 2030 zu beenden, rücke in weite Ferne.

16.6.2020 • 07:27 Uhr

China: Reisebeschränkungen aus Sorge vor zweiter Welle

Aus Sorge vor einer zweiten Coronavirus-Welle hat China weitere Beschränkungen eingeführt. So dürfen Hochrisiko-Patienten die Hauptstadt Peking nicht verlassen. Zudem wurden bestimmte Bus-Routen und Taxi-Dienste heute ausgesetzt. Die Finanzmetropole Shanghai forderte für bestimmte Reisende aus Peking eine zweiwöchige Quarantäne.

Die Behörden meldeten unterdessen 27 neue Covid-19-Infektionen in der Hauptstadt. Seit Donnerstag ist die Zahl damit auf 106 angestiegen, nachdem fast zwei Monate lang überhaupt keine neuen Fälle mehr gemeldet worden waren.

16.6.2020 • 07:25 Uhr

Oscar-Verleihung 2021 acht Wochen später

Infolge der Corona-Pandemie findet die Verleihung der Oscars im kommenden Jahr am 25. April statt am 28. Februar statt. Dies gab die Film-Akademie in Beverly Hills bekannt.

Mit dem Oscar-Aufschub wolle man den Filmemachern die Möglichkeit geben, ihre Filme fertigzustellen und in die Kinos zu bringen, hieß es in einer Mitteilung der Akademie-Vorsitzenden.

16.6.2020 • 07:11 Uhr

Corona-Warn-App zum Download bereit

Wochenlang war die offizielle Corona-Warn-App entwickelt und getestet worden - jetzt ist sie zum Download bereit und zur Benutzung freigeschaltet. Die Nutzung ist freiwillig.

In den App-Stores von Google und Apple steht die Anwendung bereits seit der Nacht zur Verfügung. Nutzer klagten in sozialen Medien kurz nach dem Start über Verzögerungen bei der Verfügbarkeit der App sowie über Probleme beim Herunterladen.

16.6.2020 • 07:06 Uhr

Studierende können ab heute Zuschüsse beantragen

Studierende in Notlage können ab heute Zuschüsse des Bundes von bis zu 500 Euro online beantragen. Die Anträge werden vom jeweils vor Ort zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet.

Die Hilfe steht Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland zu, unabhängig von Alter und Semesterzahl. Wer sich in einer nachgewiesenen, pandemiebedingten Notlage befinde, habe Anspruch auf die neue Überbrückungshilfe, so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Zunächst könnte die Hilfe für die Monate Juni, Juli und August beantragt werden. 

16.6.2020 • 06:42 Uhr

Johns-Hopkins-Universität: Acht Millionen Fälle weltweit

Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns-Hopkins-Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436.400 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Erreger, wie aus der Webseite des US-Instituts hervorging.

Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten - mehr als 116.000 Menschen starben dort bisher. Brasilien folgt mit mehr als 888.270 Infizierten, auf Platz drei liegt Russland mit mehr als 536.480 bestätigten Fällen. Die Zahlen der US-Universität können allerdings variieren, da neue Fälle zum Teil zeitverzögert gemeldet werden.

16.6.2020 • 06:00 Uhr

Neue Corona-Fälle in Peking: Zehntausende isoliert

Infolge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Pekinger Großmarkt ist die Zahl der Infizierten in der chinesischen Hauptstadt weiter gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurden in der Stadt 40 neue Infektionen nachgewiesen.

Vier Infizierte meldete Pekings Nachbarprovinz Hebei, eine weitere lokale Erkrankung gab es offiziellen Angaben zufolge in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Zudem wurden landesweit acht "importierte Fälle" gemeldet, die bei Reisenden aus dem Ausland erkannt wurden. 

Die Behörden reagierten unmittelbar mit Maßnahmen: Rund 90.000 Bewohner von Vierteln rund um den Xinfadi-Großmarkt sowie an einem anderen Markt wurden isoliert.

16.6.2020 • 05:23 Uhr

US-Notenbank weitet Anleihenkäufe weiter aus

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will zur Stabilisierung der Finanzmärkte in der Corona-Krise nun auch einzelne Unternehmensanleihen und an der Börse gehandelte Fonds kaufen. Dies sei Teil eines Programms, mit dem Titel im Wert von bis zu 750 Milliarden US-Dollar gekauft werden könnten. Das Ziel der zunächst bis Ende September befristeten Maßnahme sei es, die "Liquidität des Marktes zu unterstützen und die Verfügbarkeit von Krediten für große Arbeitgeber zu sichern."

16.6.2020 • 05:09 Uhr

RKI: 378 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 378 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.839 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

8800 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von neun im Vergleich zum Vortag. Etwa 173.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

16.6.2020 • 05:09 Uhr

Deutsche Corona-Warn-App wird offiziell gestartet

Die deutsche Corona-Warn-App startet heute nach diversen Verzögerungen. Sie wird am Vormittag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Innenminister Horst Seehofer und Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht offiziell vorgestellt.

Die Anwendung soll Nutzer warnen, wenn sie bedenklichen Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten. Diese Warnung können die Nutzer dann für Menschen freigeben, mit denen sie Kontakt hatten. Die App wurde im Auftrag der Bundesregierung entwickelt.

16.6.2020 • 05:09 Uhr

Kreise: Koalition will Kontaktbeschränkungen lockern

Die Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern sollen weiter gelockert werden: Künftig sollen sich im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Personen treffen dürfen - bislang sind solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. Darauf und auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen verständigte sich der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern am späten Abend in München, wie die Deutsche Presse-Agentur anschließend aus Teilnehmerkreisen erfuhr.