Donald Trump (links) und Mike Pence | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Pence hält sich von Trump fern ++

Stand: 12.05.2020 22:42 Uhr

US-Vizepräsident Pence vermeidet wegen eine Corona-Falls in seinem Stab vorerst direkten Kontakt zu Präsident Trump. Laut RKI liegt der R-Wert bei 0,94. In Frankreich gibt es jetzt mehr Todesopfer als in Spanien. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Pence hält sich in den kommenden Tagen von Trump fern
  • R-Wert wieder unter 1
  • Debatte über Grenzöffnungen
  • Frankreich jetzt mit weltweit vierthöchster Anzahl an Todesopfern
  • Drosten: Falschinformationen "unverantwortlich"
  • Putin-Sprecher mit Coronavirus-Infektion in Krankenhaus
  • Fraport und Brussels Airlines vor Stellenabbau
12.5.2020 • 21:58 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit beenden wir unseren heutigen Liveblog. Herzlichen Dank für Ihr Interesse!

12.5.2020 • 21:21 Uhr

VW fährt Produktion wieder herunter

Wegen des Verkaufseinbruchs muss Volkswagen die Arbeit nach dem jüngsten Wiederanlauf stellenweise schon wieder herunterfahren. Im Stammwerk Wolfsburg soll die Produktion des kleinen SUV Tiguan, des Touran und des Seat Tarraco demnächst an vier Tagen komplett ruhen. Auch der neue Golf 8 ist betroffen, hier entfallen aber vorerst nur einzelne Schichten.

Zudem soll die Möglichkeit von Kurzarbeit mindestens auf den Zeitraum vom 18. bis 31. Mai erweitert werden. Angemeldet habe man die Option bei der Arbeitsagentur bis Ende Juni.

12.5.2020 • 21:18 Uhr

Pence hält sich von Trump fern

US-Vize-Präsident Mike Pence wird sich einige Tage lang von Präsident Donald Trump fernhalten, weil in seinem eigenen Stab ein Coronavirus-Fall nachgewiesen wurde. Das US-Präsidialamt erklärte, wann Pence die Distanz wieder aufgeben werde, sei seine Entscheidung.

Bei Pences Sprecherin Katie Miller war kürzlich das Coronavirus nachgewiesen worden. Trump sagte am Montag, Pence sei am Sonntag und Montag negativ getestet worden.

In den USA sind seit gestern 1064 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Damit sei die Gesamtzahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 80.820 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Zudem seien 18.106 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt sei nun bei mehr als 1,34 Millionen Menschen das Virus nachgewiesen worden.

12.5.2020 • 20:43 Uhr

US-Demokraten wollen neues Billionen-Paket

Die US-Demokraten wollen die Folgen der Coronavirus-Pandemie mit einem neuen Billionen-Paket abfedern. Die Repräsentantenhausvorsitzende Nancy Pelosi kündigte ein Maßnahmenbündel im Wert von 2,75 Billionen Euro an, über das am Freitag abgestimmt werden solle. Die Demokraten müssten jetzt aufs Ganze gehen, forderte sie.

Das Hilfspaket ist bereits das fünfte seit März. Darin sind fast eine Billion Dollar für US-Staaten und -Kommunen vorgesehen, damit diese angesichts stark steigender Kosten für Krankenhäuser und sinkender Steuereinnahmen keine Angestellten entlassen müssen. Außerdem soll es 75 Milliarden Dollar für Virustests geben und eine weitere Direkthilfe von 1200 Dollar an Bürger. Diese könnte sich auf 6000 Dollar pro Haushalt summieren. Die wöchentlich 600 Dollar Arbeitslosenhilfe soll bis Januar verlängert werden.

Die Pläne der Demokraten kämen ihm vor, wie eine Liste mit Lieblingsthemen der Demokraten, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell. Er spüre noch keine Notwendigkeit, sofort in Aktion zu treten. Die Republikaner dürften sich erst im Juni mit der Vorlage beschäftigen, sagte ein führender Berater der Fraktion.

12.5.2020 • 20:25 Uhr

In Frankreich jetzt weltweit vierthöchste Anzahl an Todesopfern

In Frankreich sind bislang fast 27.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - inzwischen mehr als in Spanien. Binnen 24 Stunden seien in Krankenhäusern und Pflegeheimen 348 weitere Todesfälle registiert worden, die Zahl sei auf insgesamt 26.991 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Frankreich hat damit nach den USA, Großbritannien und Italien die meisten Todesopfer weltweit zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg um 708 auf 140.227.

12.5.2020 • 20:25 Uhr

Merkel macht Hoffnung auf Grenzöffnungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat laut Informationen des ARD-Hauptstadtstudios in der Fraktionssitzung der Union gesagt, die die Grenzontrollen dürften nicht "bis ultimo" weitergehen. Voraussetzung für ein Ende sei es aber, dass die Zahlen in den Nachbarländern besser würden. Die Öffnung müsse außerdem gemeinsam erfolgen. Dabei sprach die Kanzlerin Frankreich an, das noch bis Mitte Juni die Grenze nach Deutschland kontrollieren will.

Die Kontrollen würden diese Woche auslaufen, wenn sie nicht verlängert werden.

Merkel kündigte an, dass das Bundeskabinett morgen über die Frage sprechen werde. Bundesinnenminister Horst Seehofer führte gesten und heute zahlreiche Gespräche mit den Nachbarländern und auch den Ministerpräsidenten der von Grenzkontrollen betroffenen Bundesländer geführt. In der Koalition wird erwartet, dass er im Kabinett weitere Lockerungsschritte, aber kein komplettes Ende der Grenzkontrollen vorschlagen wird. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Polizisten stehen in der Nähe des niederbayrischen Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der österreichischen Grenze | dpa

Polizisten stehen Mitte März in der Nähe des niederbayrischen Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der österreichischen Grenze. Bild: dpa

12.5.2020 • 19:59 Uhr

Twitter-Mitarbeiter können im Homeoffice bleiben

Twitter wird seinen Mitarbeitern erlauben, auch nach dem Ende der Corona-Krise uneingeschränkt im Homeoffice zu arbeiten. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass es funktioniere, wenn Menschen an verschiedenen Orten zusammenarbeiteten.

Twitter gehörte zu den ersten Unternehmen, die nach Ausbruch der Corona-Krise die Mitarbeiter zum Arbeiten ins Homeoffice schickten. Die Büros sollen nun mindestens bis September geschlossen bleiben. "Es wird unsere Entscheidung sein, die Büros zu öffnen - und die Mitarbeiter entscheiden, wann und ob sie zurückkehren", betonte Twitter.

Der Dienst, der unter anderem größere Büroflächen im Herzen von San Francisco hat, geht damit weiter als andere Tech-Firmen. Facebook und Google stellen sich bisher darauf ein, dass viele Mitarbeiter noch bis Ende des Jahres von Zuhause arbeiten werden.

12.5.2020 • 19:34 Uhr

R-Wert sinkt unter 1

In Deutschland ist die Virus-Ansteckungsrate nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wieder unter den kritischen Wert von 1 gesunken. Das RKI schätzt in seinem aktuellen Lagebericht die Rate auf 0,94 (Vortag: 1,07). Jeder Infizierte steckt damit statistisch nun wieder weniger als eine weitere Person an. "Von einem erneut ansteigenden Trend gehen wir bisher nicht aus", heißt es in dem RKI-Bericht.

12.5.2020 • 19:34 Uhr

Sylt will keine Tagestouristen

Sylt öffnet sich am 18. Mai wieder für Besucher, Tagestouristen sollen aber vorerst nicht auf die Insel gelassen werden. Das fordern alle Sylter Gemeinden, Unternehmer und Sylt Marketing laut NDR in einem gemeinsamen Schreiben an Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen (CDU). Das Betretungsverbot für Tagestouristen sollte möglichst noch bis Anfang Juni oder besser bis Mitte des Monats verlängert werden und auch für Amrum und Föhr gelten.

Sorge bereitet den Unterzeichnern vor allem das Himmelfahrts- und Pfingstwochenende, wo üblicherweise größere Gruppen anreisen, "die ihren Tagesausflug auf die Insel mit einem erhöhten Konsum von alkoholischen Getränken verbinden und insofern schwerer zu lenken sein werden".

12.5.2020 • 19:20 Uhr

113-jährige Spanierin überlebt

Die 113 Jahre alte Spanierin Maria Branyas, die als älteste Frau des Landes gilt, hat eine Coronavirus-Infektion überstanden. Das teilte eine Sprecherin der Seniorenresidenz im katalanischen Olot mit, in der die Frau seit 20 Jahren lebt. Mehrere andere Bewohner starben an Covid-19.

Branyas habe sich im vergangenen Monat infiziert, die Krankheit bei ihr aber einen leichten Verlauf gehabt, teilte die Sprecherin weiter mit. Vor einer Woche sei sie dann noch einmal getestet und als geheilt eingestuft worden. Die alte Dame verbrachte in der Zwischenzeit mehrere Wochen auf ihrem Zimmer in der Residenz. Nur eine Pflegerin in Schutzkleidung hatte Zutritt, wie der TV-Sender TV3 berichtete.

Auf ihre Langlebigkeit angesprochen antwortete Branyas, sie habe eben Glück und verfüge über eine robuste Gesundheit. Ihre Tochter Rosa Moret, die ihre Mutter in den vergangenen Wochen nicht besuchen durfte, sagte TV3, langsam werde ihre Mutter wieder wie vorher. "Sie hat Lust sich mitzuteilen, sich zu erklären und sie macht sich ihre Gedanken."

12.5.2020 • 18:30 Uhr

Zahl der Corona-Toten in den USA möglicherweise höher als bekannt

Der Immunologe und US-Regierungsberater Anthony Fauci hält es für möglich, dass die Corona-Pandemie in den USA mehr Menschenleben gefordert hat als bislang bekannt. Laut einer Aufstellung der Johns Hopkins-Universität gibt es USA-weit inzwischen mehr als 1,3 Millionen bestätigte Corona-Infektionen und mehr als 80.000 Todesfälle.

Fauci sagte bei einer Anhörung per Video im US-Senat, die tatsächliche Todeszahl sei vermutlich noch höher. So könne es Menschen gegeben haben, die zu Hause an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben seien, ohne dass dies in einer offiziellen Statistik gelandet sei.

12.5.2020 • 18:02 Uhr

Interview zur Lage in Sonneberg: "Wir können nicht lang rumreden"

Der Landkreis Sonneberg in Thüringen ist ein Corona-Brennpunkt. Die Obergrenze wird deutlich überschritten. Der Leiter des Krisenstabs, Jürgen Köpper, berichtet im Interview, weshalb er jetzt auf Massentests statt Lockdown setzt.

12.5.2020 • 18:01 Uhr

Drosten nennt Fehlinformationen "unverantwortlich"

Der Virologe Christian Drosten hat Falschinformationen zur Corona-Pandemie kritisiert. In sozialen Medien kursierten zum Beispiel millionenfach abgerufene Videos, die "voller Unsinn" seien, sagte der Charité-Wissenschaftler im NDR-Podcast. Zum Teil seien Ärzte und Professoren dabei, "die irgendeinen Quatsch in die Welt setzen", ohne je zu den Themen gearbeitet zu haben. Hinzu kämen "richtige Verschwörungstheoretiker". Drosten rügte das als "unverantwortlich".

Er gehört zu den Erstunterzeichnern eines offenen Briefs, in dem Ärzte und Virologen ein härteres Vorgehen von Facebook, Google und Twitter gegen Corona-Falschinformationen fordern. Die bisherigen Maßnahmen gingen nicht weit genug, kritisieren sie beim Kampagnen-Netzwerk Avaaz.

Zu Ansteckungen mit Sars-CoV-2 sagte Drosten, es erscheine ihm "total übertrieben", wie oft auf das Händewaschen und Desinfizieren von Oberflächen hingewiesen werde: Nach seiner Einschätzung machten Ansteckungen etwa über kontaminierte Gegenstände nur einen kleinen Teil der Infektionen aus. Viel bedeutsamer seien Tröpfchen und feinste schwebende Partikel, sogenannte Aerosole.

Für die Wiedereröffnung von Restaurants etwa bedeute dies, dass Außenbereiche vergleichsweise sicher seien, sagte Drosten. Für Innenräume gelte: "Fenster aufreißen".

12.5.2020 • 17:49 Uhr

Londoner Bahnhofsangestellte stirbt nach Spuckattacke

In Großbritannien ist eine Bahnhofsangestellte an Covid-19 gestorben, die von einem mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierten Mann bespuckt und angehustet worden war. Die 47-Jährige sei wenige Tage nach dem Angriff am 22. März auf dem Londoner Bahnhof Victoria erkrankt und Anfang April im Krankenhaus gestorben, erklärte die Verkehrsgewerkschaft TSSA. Auch ein Kollege, der bei dem Vorfall dabei war, hatte sich mit dem Virus infiziert.

Die beiden waren nach Angaben der TSSA in der Bahnhofshalle vor dem Fahrkartenschalter, als sie von dem Mann bespuckt wurden. "Der Mann hustete sie an und sagte ihnen, er habe das Virus", hieß es in der Erklärung der Gewerkschaft.

Die britische Verkehrspolizei BTP nahm laut TSSA Ermittlungen auf.

12.5.2020 • 17:17 Uhr

Der R-Wert - was ist das eigentlich?

Wohl kaum ein wissenschaftlicher Parameter hat die politische Diskusssion zur Corona-Krise so sehr bestimmt wie der R-Wert. Doch was wird damit gemessen - und was sagt er wirklich aus? Von Wulf Rohwedder.

12.5.2020 • 17:07 Uhr

Brinkhaus gegen Steuererhöhungen und Konjunkturprogramme

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat Steuererhöhungen zur Refinanzierung der milliardenschweren Corona-Ausgaben abgelehnt. Das sei "eine ganz klare Absage" an die Idee von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, sagte der CDU-Politiker. "Steuererhöhungen haben noch nie Wachstum geschaffen", fügte er hinzu. Man könne nur wirtschaftlich aus den Schulden wieder herauswachsen, die man zur Absicherung und Ankurbelung der Wirtschaft ausgeben müsse.

Brinkhaus lehnt auch klassische Konjunkturpakete ab und warnte vor einem "Strohfeuer", wenn man den Bürgern nun viel Geld in die Hand drücke. Man müsse Arbeitsplätze langfristig sichern. Wenn die Menschen Angst um ihre Arbeitsplätze hätten, würden sie Geld nur sparen und nicht ausgeben.

12.5.2020 • 16:44 Uhr

Giffey will Lohnfortzahlung für Eltern

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert eine Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen der Kinderbetreuung in der Corona-Krise nicht zur Arbeit gehen können. "Wenn Eltern keinen Platz in der erweiterten Notbetreuung bekommen und sie nicht arbeiten gehen können, weil der Regelbetrieb noch nicht in Sicht ist, müssen sie eine Entschädigung erhalten", sagte die Sozialdemokratin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Über diese Frage müssten sich Bund und Länder so schnell wie möglich einig werden. Viele Familien seien seit Wochen am Rand ihrer Kräfte.

12.5.2020 • 16:42 Uhr

Niedersachsen: Quarantäne nicht pauschal für alle Reiserrückkehrer

Die pauschale Quarantänepflicht für Reiserückkehrer ist in Niedersachsen nach einem Gerichtsurteil vom Tisch. Die Entscheidung könnte auch auf andere Bundesländer ausstrahlen. Eine Analyse von Christoph Kehlbach, ARD-Rechtsredaktion.

12.5.2020 • 16:33 Uhr

Tests für alle elf Millionen Einwohner Wuhans

Angesichts neuer Corona-Fälle in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan haben die dortigen Behörden die Testung der gesamten Bevölkerung angeordnet. Laut Medienberichten hat jeder der 13 Stadtbezirke zehn Tage Zeit, um dies in die Wege zu leiten. In welcher Zeitspanne alle elf Millionen Bewohner getestet sein sollen, blieb offen.

Am Sonntag und Montag waren in Wuhan erstmals seit einem Monat insgesamt sechs neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden. In Wuhan wurde Ende 2019 das neuartige Coronavirus erstmals bei Menschen festgestellt. Um das Virus einzudämmen, stellten die Behörden die gesamte Stadt für mehr als zwei Monate unter Quarantäne. Seit der Aufhebung der Ausgangssperre vor gut vier Wochen gilt Wuhan eigentlich als "risikoarmes" Gebiet.

Krankenschwestern in Wuhan salutieren zum Internationalen Tag der Pflege | YFC/COSTFOTO/EPA-EFE/Shutterstoc

Bild: YFC/COSTFOTO/EPA-EFE/Shutterstoc

12.5.2020 • 16:13 Uhr

Kritik an Grenzkontrollen wächst

Wegen der Corona-Pandemie darf derzeit nur nach Deutschland einreisen, wer einen wichtigen Grund hat. Innenminister Seehofer will daran auch erst einmal festhalten. Kritiker fordern inzwischen ein "Machtwort" der Kanzlerin.

12.5.2020 • 15:41 Uhr

Berlin bekommt Corona-Ampelsystem

In Berlin hat die Landesregierung ein Ampelwarnsystem zum Umgang mit Corona-Neuinfektionen eingerichtet. Darin würden die Reproduktionszahl, die Auslastung der Intensivbetten und die Zahl der Neuinfektionen beobachtet, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner beispielsweise über sieben Tage zusammengezählt bei 20, springe die Ampel auf gelb, bei 30 Neuinfektionen auf rot. "Unser Höhepunkt lag bislang bei 37", sagte Kalayci zur Zahl der Neuinfektionen.

In der vergangenen Woche hatten sich die Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen Richtwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über eine Woche geeinigt. Das hält der Berliner Senat für zu hoch angesetzt. Auch etwa die Bundesländer Hamburg und Niedersachsen deuteten an, dass sie bereits bei weniger als 50 Neuinfektionen tätig werden wollen.

Das Berliner Verwaltungsgericht entschied unterdessen, das Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr weiter bedeckt werden müssen. Diese Pflicht durch die Corona-Verordnung sei kein unverhältnismäßiger Eingriff in Grundrechte. Damit wurden Eilanträge mehrerer Antragsteller zurückgewiesen (VG 14 L 76/20 u.a.)

Mitarbeiter im neuen Berliner Corona-Behanndlungszentrum | dpa

Das Corona-Behandlungszentrum auf dem Berliner Messegelände wurde gestern eröffnet. Das Zentrum geht zunächst in einen Stand-by-Modus, Personal für den Betrieb steht auf Abruf bereit. Die Messehalle ist so umgebaut worden, dass dort Platz für rund 500 Patienten wäre, sollten die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Bild: dpa

12.5.2020 • 15:37 Uhr

"Historischer Tag" in Sachsen

Sachsen will die meisten der schon angekündigten Corona-Lockerungen auf diesen Freitag vorziehen. Das kündigte die Regierung nach einer Kabinettssitzung an. Laut der neuen Schutzverordnung sollen dann etwa Theater, Kinos und Freibäder wieder öffnen. Ursprünglich war das für kommenden Montag vorgesehen. Eine Öffnung am Freitag war lediglich der Gastronomie und Hotels in Aussicht gestellt worden. In Ausnahmefällen dürfen Angehörige in Alten- und Pflegeheime besucht werden. Voraussetzung sind Hygiene-Konzepte. Kitas und Schulen öffnen aber erst ab Montag.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von einem "historischen Tag". Es gehe um die bundesweit größten Lockerungen. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) nannte die Lockerungen einen "mutigen Schritt", warnte aber vor Leichtsinn. Das Abstandsgebot und die für bestimmte Bereiche erlassene Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung blieben bestehen.

Möglich ist der Besuch von Fahr-, Flug- und Bootsschulen inklusive Übungsstunden und Prüfungen. Auch Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios, Spielbanken, Spielhallen, Wettannahmestellen sowie Freizeit- und Vergnügungsparks dürfen wieder öffnen, wenn sie ein genehmigtes Hygienekonzept vorlegen. Sportstätten können im Innen- und Außenbereich genutzt werden. Geschäfte dürfen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Bautzen ab sofort wieder ohne Flächenbegrenzung auf 800 Quadratmeter öffnen.

12.5.2020 • 15:17 Uhr

Italiens Strände bald wieder geöffnet

Mehrere norditalienische Regionen in Italien wollen Strände so schnell wie möglich wieder öffnen. Die Emilia-Romagna will ab kommenden Montag neben Bars, Restaurants und Friseuren auch den Zugang zum Meer erlauben. Eine zu lange Blockade der Wirtschaft hätte "schwerwiegende soziale Auswirkungen", sagte der Tourismusbeauftragte Andrea Corsini.

Auch Venetien will ab Montag "alles, was möglich ist, öffnen", sagte Regionalpräsident Luca Zaia. Ligurien ist ebenfalls bereit, das bisherige Strandverbot aufzuheben. Strände "sind an der frischen Luft, es gibt Platz", sagte Regionalpräsident Giovanni Toti. Ihm machten mit Blick auf die Ansteckungsgefahr Restaurants und Bars viel mehr Sorgen.

Dabei soll der Zugang zu Strandbädern streng reguliert werden, Buchungen sollen Pflicht werden. Das geht aus einem Dokument des Instituts für Arbeitssicherheit und des nationalen Gesundheitsinstituts hervor. Die Abstände zwischen den Sonnenschirmreihen sollen mindestens fünf Meter betragen. Auch im Wasser soll soziale Distanz gelten.

Leerer Strand in Capocotta bei Rom | EMANUELE VALERI/EPA-EFE/Shutters

Leerer Strand von Capocotta in Rom Bild: EMANUELE VALERI/EPA-EFE/Shutters

12.5.2020 • 14:56 Uhr

Putin-Sprecher erkrankt

Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, ist mit einer Coronavirus-Infektion in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS sagte Peskow, er habe zuletzt vor einem Monat Kontakt mit Putin gehabt.

Vor gut zwei Wochen war die Erkrankung von Regierungschef Michail Mischustin bekannt geworden. Auch der Bauminister und die Kulturministerin haben sich infiziert. Mischustin befinde sich jedoch auf dem Weg der Besserung, hieß es.

Gestern hatte Putin gesagt, dass Russland bei der Verlangsamung der Ausbreitung von Covid-19 erfolgreich sei, und Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Russland hat nach den USA weltweit die meisten bestätigten Infektionen.

Dimitri Peskow | YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/Shutterst

Dimitri Peskow ist seit 2008 Putin-Sprecher. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/Shutterst

12.5.2020 • 13:59 Uhr

Thüringen erlaubt Versammlungen ohne Teilnehmerbegrenzung

In Thüringen sollen ab Mittwoch Demonstrationen wieder ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich sein. Das sieht eine Verordnung vor, auf die sich das Kabinett geeinigt hat, wie das Gesundheitsministerium in Erfurt bekannt gab.

Bislang sind wegen der Corona-Pandemie Versammlungen unter freiem Himmel nur mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Zahl auf 30 begrenzt. Weiterhin sollen aber strenge Infektionsschutzregeln gelten. Die Verordnung soll am Mittwoch in Kraft treten.

Mit der neuen Verordnung lockert die Landesregierung zahlreiche Verbote und Beschränkungen. Sie sieht unter anderem vor, dass ab Freitag Restaurants und Kneipen wieder öffnen dürfen. Zudem sollen die Kommunen selbst entscheiden, ob sie ab 18. Mai wieder zu einem eingeschränkten Regelbetrieb übergehen. Bis spätestens 15. Juni aber sollen alle Thüringer Kindergärten einen solchen Regelbetrieb starten.

12.5.2020 • 13:30 Uhr

Papst fordert mehr Geld für Gesundheitswesen

Angesichts der Corona-Pandemie hat Papst Franziskus mehr Geld für das Gesundheitswesen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten gefordert. "In vielen Ländern hat die Pandemie auch die Mängel des Gesundheitssystems ans Licht gebracht", sagte das katholische Kirchenoberhaupt zum Internationalen Tag der Pflegenden. "Daher wende ich mich an die politischen Verantwortungsträger in aller Welt, damit sie in die Gesundheit - ein grundlegendes Allgemeingut - investieren, Strukturen ausbauen und weitere Pflegende einstellen, um so allen eine angemessene Fürsorge zu gewährleisten, bei der die Würde eines jeden Menschen geachtet wird."

12.5.2020 • 13:14 Uhr

Analyse: Vernunft ist die wichtigste Ressource

Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen seien für die Politik eine Mahnung, meint Georg Mascolo. Denn die Diskussionen um Einschränkungen und Lockerungen seien wichtig und gut. Allerdings werde es dabei entscheidend auf den Ton ankommen.

12.5.2020 • 13:07 Uhr

EU-Kommission für schrittweise Aufhebung der Grenzkontrollen

Die EU-Kommission will die Mitgliedstaaten auffordern, die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen wieder aufzuheben. Die Behörde werde am Mittwoch "Leitlinien" vorstellen, in denen eine "schrittweise und allmähliche Aufhebung" der nationalen Kontrollen empfohlen werde, sagte die Generaldirektorin der Innenabteilung der Kommission, Monique Pariat, im EU-Parlament. Vor allem die Ausnahmeregelungen für Arbeitnehmer und Familienangehörige sollen demnach ausgeweitet werden.

12.5.2020 • 13:00 Uhr

Südkorea: Behörden suchen mit Handy-Daten nach Infizierten

Nach einem Anstieg von Neuinfektionen in Südkorea suchen die Behörden mit Handy-Daten und der Polizei nach möglichen Corona-Infizierten unter Club-Besuchern. Bis Dienstag wurden bereits 101 Infektionen mit dem neuen Ansteckungsherd im Ausgehviertel Itaewon in der Hauptstadt Seoul in Verbindung gebracht, wie Bürgermeister Park Won Woon mitteilte.

Von den Mobilfunkbetreibern bekam die Stadtverwaltung die Daten von 10.905 Menschen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Itaewon aufgehalten haben. Sie wurden nach Angaben des Bürgermeisters per SMS aufgefordert, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Gut 7000 Betroffene kamen dem bisher nach. Fast 2000 Betroffene waren nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde aber nicht erreichbar - sie sollen nun mit Hilfe Tausender Polizisten ausfindig gemacht werden.

12.5.2020 • 12:46 Uhr

Corona-Infektionen: Russland jetzt weltweit auf Rang zwei

Mit Beginn erster Lockerungen in Russland ist die Zahl der Infizierten stark gestiegen. Nach Angaben der Behörden gibt es inzwischen mehr als 232.200 nachgewiesene Fälle. Nach Erhebungen der US-Universität Johns Hopkins liegt das flächenmäßig größte Land der Erde nunmehr auf Rang zwei vor Spanien. Nur in den USA gibt es noch mehr Erkrankungen. Am Dienstag kamen den Angaben russischer Behörden zufolge fast 10.900 neue Infektionen hinzu. 43.500 Menschen gelten als genesen. Die Behörden erklären den starken Anstieg damit, dass deutlich mehr Menschen auf das Virus getestet werden als zu Beginn der Epidemie. Es wird aber mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten gesunken. Das Gesundheitsministerium meldet 594 Ansteckungen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf 228.030. Die Zahl der Todesfälle legt um 176 und damit wieder etwas stärker auf 26.920 zu.

Eine Frau wird an einer Metro-Station in Moskau kontrolliert | AFP

Eine Frau wird an einer Metro-Station in Moskau kontrolliert. Bild: AFP

12.5.2020 • 12:30 Uhr

thyssenkrupp in und vor schweren Zeiten

Der Industriekonzern hat ein verlustreiches Quartal hinter sich und wohl noch schwere Zeiten vor sich. Vor allem das Stahlgeschäft sorgt gerade in der Corona-Krise für Probleme. Die Aktie bricht zweistellig ein.

12.5.2020 • 12:23 Uhr

Deutscher Onlinehandel holt auf

Die deutschen Onlinehändler haben im April den im März verzeichneten Umsatzrückgang deutlich aufholen können. Insgesamt liege der E-Commerce mit Waren um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte 6,82 Milliarden Euro, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit. Allerdings hätten noch nicht alle Bereiche die Einbußen wettmachen können. Nimmt man März und April zusammen, so liege der Umsatz mit Bekleidung noch um fast neun Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, mit Schuhen gut elf Prozent. In dem Zeitraum habe sich allerdings der Umsatz mit Lebensmitteln verdoppelt und das Geschäft mit Medikamenten sei um 87 Prozent angezogen.

12.5.2020 • 12:21 Uhr

Gebäudereiniger für Ende der telefonischen Krankschreibung

Die Gebäudereiniger fordern wegen eines hohen Krankenstandes in der Branche ein rasches Ende der telefonischen Krankschreibung in der Corona-Krise. Diese Möglichkeit für Beschäftigte dürfe "nicht zum Dauerzustand werden", sagte der Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks, Johannes Bungart. Einer Umfrage des Verbands unter den Mitgliedsunternehmen zufolge habe sich der Krankenstand bei den Gebäudereinigern seit Beginn der Corona-Krise auf knapp zwölf Prozent nahezu verdoppelt.

12.5.2020 • 12:18 Uhr

Flughafenbetreiber Fraport vor Stellenabbau

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bereitet die rund 22.000 Mitarbeiter auf einen Stellenabbau vor. "Aus heutiger Sicht wäre ich schon sehr glücklich, wenn wir es schaffen würden, im Dezember oder im November wieder 30 bis 35 Prozent des Verkehrs zu sehen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Erst 2023 rechnet er mit einer Normalisierung - aber auch dann werde das Passagieraufkommen um 15 bis 20 Prozent niedriger sein als 2019, ein Niveau das er als "Normal Null" bezeichnete. "Natürlich werden wir die Ressourcen anpassen müssen. Ob das Sachausgaben sind, ob das Personalausgaben sind. Das geht gar nicht anders", so Schulte weiter. Ziel sei es, den Arbeitsplatzabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten. Für Details zum Umfang der Stellenstreichungen sei es aber noch viel zu früh. Aktuell seien mehr als 18.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

12.5.2020 • 12:14 Uhr

Brussels Airlines will bis zu 1000 Jobs streichen

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines will wegen des wirtschaftlichen Drucks in der Corona-Krise etwa 1000 Arbeitsplätze streichen. Das betrifft rund ein Viertel der Belegschaft. Dies meldete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Gewerkschafter und auf das Unternehmen. Auch der Abbau der Flotte um 30 Prozent sei geplant. Diese Maßnahmen seien "unerlässlich, um das Überleben des Unternehmens zu sichern", erklärte das Unternehmen. Eine Rückkehr zum normalen Geschäft sei erst 2023 zu erwarten.

Brussels Airlines hatte 290 Millionen Euro als Liquiditätshilfe vom belgischen Staat erbeten. Die Regierung fordert jedoch im Gegenzug von der Lufthansa solide Garantien für die Tochter Brussels Airlines. Die Gespräche darüber laufen noch, wie Belga weiter meldete.

Ein Airbus A320-200 der Fluglinie Brussels Airlines steht auf einer Landebahn. | REUTERS

Auch Lufthansa-Tochter Brussels Airlines ist in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Bild: REUTERS

12.5.2020 • 12:10 Uhr

Idee in München: Nach Wiesn-Absage - Buden in der Stadt

Nach der Absage des Oktoberfests und anderer Volksfeste will die Stadt München neue Wege gehen: Buden und möglicherweise auch bestimmte Fahrgeschäfte könnten den Überlegungen zufolge dezentral an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt werden. Es sei kein Wiesn-Ersatz, betonte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Clemens Baumgärtner. Es gehe vielmehr darum, den Sommer in der Stadt zu gestalten und zugleich den unter den Folgen der Corona-Krise leidenden Schaustellern zu helfen. Morgen will der Stadtrat über die Vorschläge beraten.

12.5.2020 • 12:05 Uhr

DGB verlangt Schutzschirm für gesetzliche Krankenkassen

Angesichts des sich abzeichnenden Milliardendefizits in der gesetzlichen Krankenversicherung hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mehr staatliche Unterstützung gefordert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müsse "einen Schutzschirm für die Krankenkassen aufspannen", verlangte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. In der Pandemie-Zeit müssten die Kassen derzeit auch "die allgemeine Gefahrenabwehr mitfinanzieren, was eigentlich Aufgabe des Staates ist". Konkret verlangte Piel, den Bundeszuschuss für die gesetzlichen Krankenkassen zu erhöhen, ohne dies mit Rückzahlungspflichten zu verknüpfen. "Es darf nicht sein, dass am Ende die Leistungen für die Beitragzahlenden zurückgefahren werden und sie für die Kosten der Krise im schlimmsten Fall mit ihrer Gesundheit bezahlen", erklärte die Gewerkschafterin. Die Kosten der Corona-Krise dürften nicht "von den Versicherten gestemmt werden" müssen.

Auch die Krankenkassen selbst verlangen einen höheren Bundeszuschuss. Berichten zufolge droht ihnen im laufenden Jahr ein Minus von mehr als 14 Milliarden Euro. Davon machen die direkt Corona-bedingten Kosten allerdings nur einen Teil aus. Hinzu kommen vor allem Beitragsausfälle wegen des Einbruchs der Wirtschaft sowie finanzielle Folgen von bereits vor der Pandemie beschlossenen Reformgesetzen.

12.5.2020 • 11:59 Uhr

Corona-Krankenhaus im New Yorker Central Park wird abgebaut

Ein Behelfskrankenhaus für Coronavirus-Patienten im New Yorker Central Park wird wegen rückläufiger Patientenzahlen wieder abgebaut. Die US-Hilfsorganisation Samaritan's Purse hatte das Behelfskrankenhaus mit 68 Betten Ende März aufgebaut, um die New Yorker Krankenhäuser in der Coronavirus-Pandemie zu entlasten. Der letzte von 190 Patienten wurde nach Angaben einer Sprecherin am 5. Mai entlassen.

Das Coronavirus hat New York härter als jede andere US-Stadt getroffen. Etwa 20.000 Menschen starben. Die US-Gesundheitsbehörde CDC geht mittlerweile aber davon aus, dass die Zahl der Corona-Toten in New York um mehr als 5000 höher liegen könnte als offiziell gemeldet.

Feldlazarett im Central Park in New York | AFP

Bild: AFP

12.5.2020 • 11:11 Uhr

82 Neuinfizierte in Schlachtbetrieb in Baden-Württemberg

In einem Schlachthof in Birkenfeld bei Pforzheim sind weitere 82 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter, die mit Covid-19 infiziert sind oder waren, auf rund 400, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes im baden-württembergischen Enzkreis. Das ist mehr als ein Drittel der Belegschaft von etwa 1100 Mitarbeitern.

Die Ergebnisse hatte die Behörde am Montagabend veröffentlicht. Fast 150 Mitarbeiter seien demnach inzwischen genesen. Das bedeutet, dass sie zwar wieder zur Arbeit dürfen. Sie unterliegen aber weiter der Betriebsquarantäne und dürfen sich nur zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bewegen, wie die Sprecherin weiter erklärte. Die infizierten Mitarbeiter, die in beengten Wohnverhältnisse lebten, sind vom Landratsamt seit einiger Zeit in Ausweichunterkünften untergebracht.

12.5.2020 • 11:03 Uhr

Studie: Schließung von Schulen hatte größten Effekt

Unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatte einer Studie zufolge die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen den größten Effekt. Die Wachstumsrate der bestätigten Infektionen sei dadurch um 7,9 Prozentpunkte verringert worden, so eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Auf die verhängten Ausgangsbeschränkungen entfallen demnach 5,0 Prozentpunkte, auf die Einstellung des Profi- und Breitensports 3,4 Prozentpunkte. Für die Schließungen unter anderen in den Bereichen Einzelhandel, Gastgewerbe oder Friseure und Kosmetik hätten sich dagegen kaum Wirkungen gezeigt, erklären die Forscher.

12.5.2020 • 10:48 Uhr

Auch Spanien schickt Einreisende in Quarantäne

Im Kampf gegen das Coronavirus will nun auch Spanien alle Einreisenden aus dem Ausland in eine zweiwöchige Quarantäne schicken. Die Entscheidung der spanischen Regierung wurde in einem offiziellen Bulletin veröffentlicht.

Die Maßnahme gilt ab dem 15. Mai und soll so lange in Kraft bleiben, bis der Mitte März wegen der Corona-Pandemie ausgerufene Alarmzustand aufgehoben wird. Dieser war zuletzt bis zum 24. Mai verlängert worden, könnte aber nach dem Wunsch der linken Regierung noch weiter verlängert werden. Bislang gab es eine solche Vorschrift nur in bestimmten Fällen, etwa für Menschen, die aus Italien einreisten. Nun folgt Spanien mit dieser verschärften Maßnahm anderen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland.

12.5.2020 • 10:33 Uhr

RKI: Reproduktionszahl wohl weiter um 1

Die Reproduktionszahl könnte nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) auch in den nächsten Tagen weiter bei etwa 1 liegen. Ursache sei, dass sich die Zahl täglicher Neuinfektionen kaum mehr verringere und sich einem Plateau nähere, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade. Die aktuelle Reproduktionszahl bilde jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab, der am Montag gemeldete Wert zum Beispiel die Situation in der Zeit vom 28. April bis 3. Mai.

Schaade wies darauf hin, dass der Reproduktionsfaktor nicht alleine entscheidend sei, um die aktuelle Lage zu bewerten. Wichtig seien auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens.

12.5.2020 • 09:55 Uhr

Studie: Bereits 50 Millionen EU-Bürger in Kurzarbeit

In der EU und der Schweiz wurde für rund 50 Millionen Beschäftige Kurzarbeit beantragt. Das geht aus einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Die meisten Anträge gab es in Frankreich mit 11,3 Millionen. Deutschland liegt mit 10,1 Millionen bei den absoluten Zahlen auf Platz zwei. Der Anteil der Kurzarbeit am deutschen Arbeitsmarkt beträgt den Angaben nach 26,9 Prozent und entspricht damit in etwa dem Durchschnitt der EU. So gut wie keine Kurzarbeit gibt es hingegen in der Slowakei und Polen.

12.5.2020 • 09:40 Uhr

"Todesuhr" in New York kritisiert Trumps Corona-Politik

Eine neue Installation am New Yorker Times Square zeigt die Zahl der Corona-Toten an, für die US-Präsident Donald Trump durch eine verfehlte Politik verantwortlich sein soll. Die Leuchttafel ist ein Projekt des Filmemachers Eugene Jareck. Die "Trump-Todesuhr" beruht auf der Annahme, dass 60 Prozent der Todesopfer in den USA auf das Konto des Präsidenten gehen.

"Todesuhr" in New York  | JUSTIN LANE/EPA-EFE/Shutterstock

Bild: JUSTIN LANE/EPA-EFE/Shutterstock

12.5.2020 • 09:34 Uhr

WHO: Sieben bis acht aussichtsreiche Impfstoffkandidaten

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus sieben bis acht vielversprechende Kandidaten. Die Forschungsbemühungen würden durch die kürzlich zu diesem Zweck gesammelten 7,4 Milliarden Euro verstärkt, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

12.5.2020 • 09:26 Uhr

Frankreich: 1,3 Milliarden Euro für Tourismusbranche

Frankreich will seine angeschlagene Tourismusbranche mit 1,3 Milliarden Euro unterstützen. Das Hilfsprogramm soll in dieser Woche von einem Ausschuss unter Leitung von Premierminister Edouard Philippe auf den Weg gebracht werden, wie der Vizechef des staatlichen Finanzinstitut Caisse des Dépôts, Olivier Sichel, dem Rundfunksender "France Info" sagte. Es gehe um einen "großen Marshallplan für den Tourismus".

Nach seinen Angaben sollen die Finanzhilfen unter Auflagen vergeben werden. Voraussetzungen seien Umweltschutz und die Nutzung digitaler Techniken, "damit das Angebot allen Franzosen zugänglich gemacht wird", betonte Sichel.

12.5.2020 • 09:14 Uhr

Hohe Todeszahlen: Kritik an Schwedens Altenpflege

Schweden hat deutlich weniger Corona-Restriktionen verhängt als Nachbarländer - aber auch höhere Todeszahlen. Viele Menschen starben in Pflegeheimen. Jetzt wird nach Ursachen und Schuldigen gesucht.

12.5.2020 • 09:03 Uhr

Ryanair fährt Flugbetrieb im Sommer wieder hoch

Europas größter Billigflieger Ryanair hat angekündigt, seinen Flugbetrieb zum Sommer wieder hochzufahren. Ab 1. Juli sollen 40 Prozent der regulären Flüge wieder stattfinden, teilte das Unternehmen mit. Voraussetzung sei, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen eingeführt würden. Täglich würde Ryanair nach eigenen Angaben dann fast 1000 Flüge anbieten und damit 90 Prozent der Strecken abdecken, die die Airline vor der Corona-Krise angesteuert hatte. Ende März hatte Ryanair den Großteil seines Flugbetriebs eingestellt. Das Unternehmen bietet derzeit täglich nur rund 30 Flüge zwischen Irland, Großbritannien und Kontinentaleuropa an.

12.5.2020 • 08:45 Uhr

FDP-Fraktionsvize Lambsdorff gegen pauschale Grenzschließungen

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende, Alexander Graf Lambsdorff, hat sich gegen eine Quarantäne etwa für Rückkehrer aus Schweden und den Niederlanden ausgesprochen. "Grenzen und Infektionen haben miteinander gar nichts zu tun", sagte er im ARD-Morgenmagazin. Pauschale Grenzschließungen seien der falsche Weg. Er finde die Forderung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) richtig. Laschet hatte dafür plädiert, die Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus den europäischen Ländern zu lockern.

12.5.2020 • 08:37 Uhr

Hamburg: Restaurants dürfen ab Mittwoch wieder öffnen

In Hamburg dürfen ab Mittwoch Restaurants unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Das berichtete der NDR unter Berufung auf Behördenkreise. Der Hamburger Senat will heute weitere Lockerungen bei den Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. Dabei geht es um die Umsetzung der am vergangenen Mittwoch zwischen Bund- und Ländern verabredeten Schritte.

12.5.2020 • 08:34 Uhr

Deutsche Post: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Die Deutsche Post hat im ersten Quartal trotz Corona-Krise beim Umsatz besser abgeschnitten als erwartet. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu, wie der Konzern mitteilte. Die Folgen der Pandemie bekam die Post dennoch zu spüren. Das operative Ergebnis sackte um fast die Hälfte auf 592 Millionen Euro ab, die Umsatzrendite fiel um 3,7 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Das Aus für den Streetscooter verursachte zusätzliche Kosten in Millionenhöhe. Die Produktion des Elektrolieferwagens wird noch in diesem Jahr eingestellt. Der Überschuss brach unter dem Strich um 60 Prozent auf 301 Millionen Euro ein.

12.5.2020 • 08:15 Uhr

Arzneimittelbehörde erweitert Einsatz von Remdesivir

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat ihre Empfehlung für den Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir erweitert. Es könne nun zusätzlich bei bestimmten stationären Patienten angewandt werden, die nicht auf Beatmungsgeräte angewiesen seien, teilte die EMA mit. Eine klinische Studie aus den USA hatte darauf hingewiesen, dass die Verabreichung bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen könnte. Ersten Ergebnissen zufolge führte die Behandlung allerdings nur zu einer geringfügig niedrigeren Sterblichkeitsrate. Auch fehlen noch gesicherte Angaben zu Nebenwirkungen und dazu, welche Patienten am ehesten von einer Behandlung profitieren könnten. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt.

Zwei Hände halten eine Ampulle mit dem Medikament Remdesivir | AP

Remdesivir wurde ursprünglich als Ebola-Medikament entwickelt, gilt nun aber als Hoffnungsträger gegen das Coronavirus. Bild: AP

12.5.2020 • 07:50 Uhr

UNICEF fordert deutlich mehr Mittel

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, fordert erheblich mehr Mittel für den Kampf gegen Covid-19. Zu Beginn des fünften Monats der Pandemie seien die Kosten für Hilfsgüter, Transporte und die Umsetzung von Hilfsmaßnahmen dramatisch gestiegen, erklärte die Organisation in New York.

Den im März veröffentlichten Nothilfeaufruf von 651 Millionen erhöht UNICEF nun auf 1,6 Milliarden US-Dollar, um die "verheerenden sozioökonomischen Konsequenzen der Krankheit" für Kinder und Familien eindämmen zu können. Bisher habe man von der Staatengemeinschaft 215 Millionen US-Dollar erhalten.

12.5.2020 • 07:12 Uhr

ESM-Chef ruft zur Nutzung der Krisenhilfen auf

Der Chef des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), Klaus Regling, hat die Eurostaaten ermuntert, die Corona-Hilfen des Eurorettungsschirms zu nutzen. Die Kredite seien "verlässlich und billig". Etwa die Hälfte der 19 Euroländer hätten Zinsvorteile im Vergleich zum Kapitalmarkt. Italien könnte in den nächsten zehn Jahren rund sieben Milliarden Euro Zinsen sparen, so Regling. Er betonte, für die Hilfen gebe es "keine andere Bedingung, als die Vorgabe, das Geld für Gesundheitsausgaben zu verwenden".

Die Eurogruppe hatte beschlossen, beim ESM vorsorgliche Kreditlinien von bis zu 240 Milliarden Euro für direkte und indirekte Gesundheitskosten in der Pandemie einzurichten. Regling erwarte, dass etwa ein Drittel des Rahmens ausgeschöpft werde, also rund 80 Milliarden Euro.

12.5.2020 • 07:01 Uhr

Laschet will Quarantäne-Bestimmungen lockern

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will angesichts neuer Regelungen in Frankreich die Quarantäne-Maßnahmen für Rückkehrer aus dem europäischen Ausland lockern. Das sagte er der "Rheinischen Post" und wies darauf hin, dass seine Kollegen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland der gleichen Meinung seien. Die Regierungen der drei Bundesländer drängen schon länger auf eine Erleichterung des Grenzverkehrs.

Derzeit muss sich jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Für Menschen, die mit einer Ausnahmegenehmigung einreisen - also etwa für Berufspendler - gilt diese Pflicht allerdings nicht. Frankreich hatte am Montag seine strengen Ausgangsbeschränkungen gelockert. Die Bewegungsfreiheit bleibt aber eingeschränkt.

12.5.2020 • 06:03 Uhr

Krankenkassen fordern Staatshilfe

Wegen Zusatzausgaben und erwarteten Mindereinnahmen durch die Corona-Krise fordern die gesetzlichen Krankenkassen staatliche Unterstützung, um nicht in Finanznöte zu geraten. Nach Angaben des Spitzenverbandes der Krankenkassen wurde darüber bei einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beraten. Die Vorstandsvorsitzende Doris Pfeiffer sprach von einer "offenen und konstruktiven Atmosphäre". Man sei sich einig gewesen, dass "spätestens im Herbst mit dem Bundesfinanzminister über einen höheren Bundesanteil an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu sprechen sein werde", sagte sie.

12.5.2020 • 06:01 Uhr

Boeing-Chef rechnet mit schwachem Anstieg im September

Boeing-Chef Dave Calhoun rechnet mit einem schwächeren Anstieg der Passagierzahlen im September als bislang angenommen. "Das Verkehrsaufkommen wird nicht wieder bei 100 Prozent liegen. Es wird nicht einmal wieder auf 25 Prozent kommen. Vielleicht nähern wir uns bis Ende des Jahres der 50-Prozent-Marke. Es wird also auf jeden Fall Anpassungen seitens der Fluggesellschaften geben müssen", sagte Calhoun in einem Interview dem Sender NBC.

Auf die Frage, ob eine große US-Fluggesellschaft infolge der Pandemie Pleite gehen könnte, antwortete er: "Ja, höchstwahrscheinlich." Im September werde man mehr wissen. Eine Boeing-Sprecher stellte im Anschluss der Ausstrahlung klar, dass Calhoun sich auf die allgemein vorherrschende Unsicherheit der Branche bezogen habe, nicht auf eine bestimmte Fluglinie.

12.5.2020 • 05:37 Uhr

RKI - fast 1000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 933 auf 170.508, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt binnen 24 Stunden um 116 auf 7533.

12.5.2020 • 05:12 Uhr

Tesla startet Produktion in Kalifornien entgegen Behördenanweisung

Tesla-Chef Elon Musk lässt die Produktion im Hauptwerk in Kalifornien wieder hochfahren und setzt sich damit über die lokalen Corona-Einschränkungen hinweg. Er werde selbst an der Produktionslinie sein, schrieb Musk am Montag bei Twitter. "Wenn jemand festgenommen wird, werde ich darum bitten, dass es nur ich bin." Im Alameda County, in dem sich das Tesla-Werk in Fremont befindet, gelten weiterhin Ausgehbeschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Tesla hatte am Wochenende eine Klage dagegen eingereicht - und Musk hatte gedroht, den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers von Kalifornien zum Beispiel nach Texas oder Nevada zu verlegen.

12.5.2020 • 05:12 Uhr

US-Senat befragt Trumps Berater Fauci

Der führende Corona-Berater von US-Präsident Donald Trump, Anthony Fauci, stellt sich heute den Fragen des Senats in Washington. Außer den einflussreichen Virologen befragen die Senatoren auch den Direktor der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, und den Leiter der US-Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn. Alle drei Experten befinden sich derzeit wegen eines Kontakts zu einem positiv auf das Coronavirus getesteten Regierungsmitarbeiters in Quarantäne. Fauci, Redfield und Hahn wollen daher per Videokonferenz an der Senatsanhörung teilnehmen. Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit.

12.5.2020 • 05:12 Uhr

Frankreich fliegt rund 150 Europäer aus Zentralamerika aus

Frankreich hat mehr als 150 Europäer, die wegen der Corona-Pandemie in Zentralamerika festgesessen hatten, in Richtung Paris ausgeflogen. Wie der französische Botschafter in Panama, Brice Roquefeuil, mitteilte, waren unter den Passagieren neben 57 Franzosen auch 18 Deutsche. Ferner waren Italiener, Niederländer, Spanier sowie Bürger mehrerer anderer europäischer Länder an Bord. Die Reisenden wurden den Angaben zufolge aus Panama und Honduras herausgeholt. Die Maschine startete in Panama-Stadt und machte eine Zwischenlandung im honduranischen San Pedro Sula, wo rund 60 weitere Europäer an Bord gingen.