Franziska Giffey | dpa
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Liveblog zur Corona-Krise ++ Giffey will finanzielle Hilfen für Frauen ++

Stand: 18.05.2020 22:07 Uhr

Bundesfamilienministerin Giffey fordert in den tagesthemen finanzielle Unterstützung für Frauen in der Corona-Krise. Der türkische Präsident Erdogan hat eine viertägige Ausgangssperre am Ende des Ramadan angekündigt. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • Berlin und Paris für 500 Milliarden-Wiederaufbauplan
  • Merkel ruft WHO-Mitglieder zu gemeinsamem Kampf gegen die Pandemie auf
  • Bundesbank rechnet mit langsamer Erholung der Wirtschaft
  • RKI: R-Wert weiterhin unter 1,0
  • Hamburg und Bayern ändern Quarantäne-Regeln für Einreisende
  • Linken-Spitze distanziert sich von sogenannten Hygiene-Demos
  • WHO: Europa muss sich auf zweite Corona-Welle vorbereiten
18.5.2020 • 22:06 Uhr

Ende des Liveblogs

Das war es für heute, wir schließen den Liveblog für Montag. Alle wichtigen Informationen finden Sie auf tagesschau.de.

18.5.2020 • 21:57 Uhr

Fußball-Bundesliga: Bremen dankt Fans fürs zuhause bleiben

Anstatt wie üblich die Zuschauerzahl bekanntzugeben, dankte der Bremer Stadionsprecher in der Halbzeit des Geisterspiels zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen den Fans fürs zuhause bleiben. Vor der Partie befürchtete Versammlungen vor dem Stadion waren ausgeblieben.

18.5.2020 • 21:25 Uhr

Giffey will Frauen in der Corona-Krise finanziell unterstützen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat gefordert, mit möglichen Konjunkturhilfen wegen der Corona-Krise vor allem auch Frauen zu unterstützen. In den tagesthemen sagte Giffey, jetzt gehe es darum, Familien zu helfen. Man müsse einen starken Impuls für die Konjunktur setzen und dabei Familien nicht vergessen. "Wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, dann müssen wir sie so gestalten, dass gerade auch die Frauen berücksichtigt werden". Hier dürfe man "nicht in traditionelle Rollenmuster zurückfallen" und die Programme so verteilen, dass eher die Männer davon profitieren, sagte die SPD-Politikerin. Vielmehr gehe es darum, "wie wir genau diejenigen, die jetzt in den Sorgeberufen aber auch in der familiären Sorgearbeit sehr, sehr viel leisten, auch bei den Konjunkturmaßnahmen unterstützen".

Giffey bekräftigte ihre Forderung, die Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, zu verlängern. "Ich halte es für sehr wichtig, dass es hier eine Einigung gibt zwischen Bund und Ländern, dass wenn ein Kinderbetreuungsplatz nicht zur Verfügung stehen kann in der Kita, in der Grundschule oder im Hort, dass dann die Eltern zumindest eine Entschädigung bekommen," sagte die Ministerin.

18.5.2020 • 20:50 Uhr

Wer protestiert gegen die Corona-Maßnahmen und warum?

Trotz einer schrittweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen sind in den vergangenen Wochen Menschen in ganz Deutschland gegen die Regeln auf die Straße gegangen. Welche Motive haben die Demonstranten?

18.5.2020 • 20:21 Uhr

RKI: R-Wert weiterhin unter 1,0

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag die Reproduktionszahl des Coronavirus, der sogenannte R-Wert, heute bei 0,91. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Bundesweit sind mehr als 175.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Insgesamt sind bislang mindestens 7974 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur dpa hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nach Angaben des RKI haben in Deutschland rund 154.600 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

18.5.2020 • 19:58 Uhr

Sommerurlaub - wo geht was?

Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Die Hoffnung auf Sommerurlaub steigt. Ein Überblick, in welchen Ländern welche Regelungen für Touristen gelten.

18.5.2020 • 19:42 Uhr

Westfleisch in Coesfeld ab morgen im Testbetrieb

Nach etwa einwöchiger Zwangspause nimmt das Unternehmen Westfleisch im münsterländischen Coesfeld morgen testweise den Betrieb wieder auf. Das teilte das Unternehmen in Münster mit. Zusammen mit den Überwachungsbehörden würde der Betrieb stufenweise wieder hochgefahren.

Der Kreis Coesfeld hatte das Werk vorübergehend geschlossen, nachdem in der Corona-Krise zahlreiche Werksarbeiter positiv getestet worden waren. Bis Ende vergangener Woche lagen in Coesfeld knapp 270 positive Coronavirus-Tests bei rund 1200 Mitarbeitern vor. Die hohe Zahl hatte dazu geführt, dass im Kreis die Lockerungen der Corona-Maßnahmen erst mit einer Woche Verspätung gültig wurden.

18.5.2020 • 19:26 Uhr

Welche Ansteckungsgefahr geht von Aerosolen aus?

Studien zeigen, dass das Coronavirus in winzig kleinen Tröpfchen, sogenannten Aerosolen, minutenlang in der Luft schweben kann. Wie groß die Ansteckungsgefahr durch Aerosole ist, erklärt Veronika Simon.

18.5.2020 • 19:19 Uhr

Erdogan verhängt Ausgangssperre zum Ende des Ramadan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Krise eine viertägige Ausgangssperre über die Feiertage am Ende des Fastenmonats Ramadan angekündigt. Sie beginne am Vorabend des sogenannten Zuckerfests in der Nacht zum 23. Mai und ende am 26. Mai, sagte Erdogan. Die Maßnahme gelte für das ganze Land.

18.5.2020 • 19:13 Uhr

New Yorks Gouverneur Cuomo negativ getestet

Nach seinem Coronavirus-Test vor laufender Kamera hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo nun sein Testergebnis verraten: Er ist negativ. Er habe zwar keine Symptome gehabt, dies sei aber kein Ausschlusskriterium für eine Infektion. Cuomo rief deshalb die New Yorker dazu auf, sich verstärkt testen zu lassen, um eine zweite Welle von Covid-19-Erkrankungen zu verhindern. Im Moment schöpfe der Bundesstaat seine Kapazitäten von täglich 40.000 Tests nicht aus. Cuomo hatte sich am Sonntag vor laufender Kamera einem Coronavirus-Test unterzogen. Eine Ärztin entnahm ihm bei seiner täglichen Pressekonferenz durch die Nase eine Abstrichprobe.

18.5.2020 • 19:07 Uhr

Merkel für deutsche Obergrenze in Europa

Bundeskanzlerin Merkel hat eine Angleichung der Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie innerhalb der Europäischen Union angemahnt, um den freien Reiseverkehr wieder zu ermöglichen. Sie regte an, sich dabei an der deutschen Obergrenze für Neuinfektionen zu orientieren. Danach sollen aufgehobene Lockerungen rückgängig gemacht werden, wenn die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100. 000 Einwohner überschritten wird. "So muss es auch in anderen Ländern sein, dann kann man sich gut aufeinander verlassen."

18.5.2020 • 18:45 Uhr

Uber streicht weitere 3000 Stellen

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat mit Verweis auf die Folgen der Corona-Pandemie den Abbau von weiteren 3000 Arbeitsplätzen angekündigt. Uber-Chef Dara Khosrowshahi erklärte in einer E-Mail an die Mitarbeiter, das Unternehmen werde außerdem seine Investitionen außerhalb des Kerngeschäfts kürzen. Die Zahl der gebuchten Fahrten sei im April weltweit um 80 Prozent eingebrochen. Zu Beginn des Monats hatte Uber schon den Abbau von 3700 Arbeitsplätzen angekündigt.

18.5.2020 • 18:38 Uhr

Produktion bei Opel in Kaiserslautern ist wieder angelaufen

Das Opel-Werk in Kaiserslautern hat heute den Betrieb wieder aufgenommen. Es ist das erste Werk des Konzerns in Deutschland, das wieder produziert. Nach Angaben des Unternehmens haben etwa 400 Beschäftigte ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die anderen deutschen Opel-Werke werden nach Angaben eines Sprechers in den kommenden Tagen folgen.

18.5.2020 • 18:31 Uhr

Schweden: Höchste Todesrate der vergangenen Jahre im April

Schweden, das in der Corona-Pandemie einen Sonderweg geht, hat im April die seit Jahren höchste Sterberate verzeichnet. Wie die schwedische Statistikbehörde mitteilte, starben im vergangenen Monat 10.458 Menschen - mehr als in allen anderen Monaten der vergangenen Jahrzehnte. Schweden hat 10,3 Millionen Einwohner.

Schweden hatte trotz der Pandemie keine Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Schulen für Kinder unter 16 Jahren blieben ebenso offen wie Cafés, Bars, Restaurants und Geschäfte. Die Menschen sind lediglich aufgefordert, in Eigenverantwortung die Abstandsregeln zu respektieren. Der schwedische Sonderweg steht in der Kritik; die Zahl der Corona-Toten übersteigt die anderer skandinavischer Länder, die strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt hatten.

18.5.2020 • 18:22 Uhr

Italien: Weniger als 100 Corona-Tote innerhalb eines Tages

In Italien ist die Zahl der täglichen Toten zum ersten Mal seit dem 9. März um weniger als 100 gestiegen. Das Katastrophenschutzamt gibt sie mit 99 an. Insgesamt sind in Italien 32.007 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Zahl der bekannten neuen Infektionsfälle nahm um 451 auf insgesamt 225.886 zu. Das ist der geringste Anstieg seit dem 2. März.

18.5.2020 • 18:07 Uhr

Hamburg hebt Quarantäne für EU-Rückkehrer auf

Rückkehrer aus zahlreichen europäischen Ländern müssen sich in Hamburg ab morgen nicht mehr für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, gilt das für Reisende aus EU-Ländern sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien. Die Verpflichtung trete allerdings wieder in Kraft, wenn das Robert Koch-Institut mitteile, dass in Hamburg innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner festgestellt worden seien. Rückkehrer aus den genannten Staaten, die sich bereits in Quarantäne befinden, können ihr Haus morgen wieder verlassen.

18.5.2020 • 18:03 Uhr

Wie Reisen in Deutschland jetzt funktionieren

Viele Bundesländer erlauben seit heute wieder touristische Besuche. Iris Marx mit einem Blick auf Urlaubsregionen im Norden und im Süden Deutschlands.

18.5.2020 • 17:51 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern erstmals seit März ohne Neuinfektion

Erstmals seit dem 14. März hat es in Mecklenburg-Vorpommern einen Tag ohne einen neuen nachgewiesenen Fall einer Corona-Infektion gegeben. Den Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales zufolge blieb die Zahl der registrierten Corona-Fälle unverändert bei 751. Das Bundesland weist 46 Infektionen pro 100.000 Einwohner auf - der deutschlandweit mit Abstand niedrigste Wert.

18.5.2020 • 17:43 Uhr

Minister: Grünes Licht für Kulturbetrieb ab 28. Mai

Die Kulturminister der Länder und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) haben sich auf ein Konzept zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebs in der Corona-Krise geeinigt. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagte in Magdeburg, er freue sich über die Verständigung "für eine gesundheitlich unbedenkliche Öffnung von Theatern, Opern, Konzert- und Literaturhäusern". Es sei wichtig, die Kultur unter Wahrung der gebotenen Hygienemaßnahmen wieder ans Netz zu bringen: "Wir halten daran fest, am 28. Mai unseren Kultureinrichtungen in diesem Rahmen grünes Licht zu geben."

Die Lockerungen sind abhängig von der lokalen Entwicklung der Infektionszahlen, wie es hieß. Die Kultureinrichtungen müssen Hygiene- und Schutzkonzepte erstellen. Dazu zählten unter anderem die Begrenzung der Besucherzahlen, die gezielte Leitung von Besucherströmen, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes sowie das vorübergehende Erfassen von Besucherkontaktdaten. Der Schutz der künstlerischen Akteure müsse gewährleistet werden. Das Konzept wurde den Angaben zufolge an die Ministerpräsidentenkonferenz übersandt.

18.5.2020 • 17:23 Uhr

Berlin und Paris für 500 Milliarden-Wiederaufbauplan

Deutschland und Frankreich schlagen gemeinsam ein europäisches Programm im Umfang von 500 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vor. Dies geht aus einer deutsch-französischen Erklärung hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorlag. Die Milliardensumme soll demnach im Namen der EU am Kapitalmarkt aufgenommen werden und im Rahmen des mehrjährigen EU-Finanzrahmens als Hilfen an Krisenstaaten gehen.

Der deutsch-französische Vorstoß für einen europäischen Wiederaufbaufonds soll nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel den Zusammenhalt in der EU sichern. "Ziel ist, dass Europa gestärkt, zusammenhaltend und solidarisch aus dieser Krise kommt", sagte Merkel nach einer Videokonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Da das Coronavirus sich in den europäischen Ländern unterschiedlich stark auswirke, sei der Zusammenhalt in der Union gefährdet. Merkel warb daher für eine "außergewöhnliche, einmalige Kraftanstrengung", zu der Deutschland und Frankreich bereit seien.

Ein solches Programm müssten alle 27 EU-Staaten einstimmig billigen. Die Erweiterung des Haushaltsrahmens muss zudem in allen EU-Staaten ratifiziert werden, in Deutschland vom Bundestag.

18.5.2020 • 16:32 Uhr

Corona-Impfstoff soll ab September getestet werden

Noch in diesem Jahr soll nach Angaben der Universität Marburg ein potenzieller Impfstoff gegen das neue Coronavirus in ersten klinischen Versuchen am Menschen getestet werden. "Der Bauplan für den Impfstoff ist fertig. Jetzt muss der Impfstoff für die klinischen Tests noch produziert werden", sagte der Marburger Virologe Stephan Becker vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung. Die klinische Prüfung werde von der Virologin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf geleitet. Addo war bereits maßgeblich an der Entwicklung des Ebola- und des MERS-Impfstoffs beteiligt.

Derzeit werde der Impfstoff für die erste klinische Phase in Dessau hergestellt, teilte die Universität Marburg weiter mit. Die Produktion werde voraussichtlich in drei Monaten abgeschlossen sein, so dass die klinischen Tests im September starten könnten. Dennoch werde in diesem Jahr noch kein Impfstoff zur Verfügung stehen. Die Entwicklung eines Impfstoffs sei "ein langwieriger, mühsamer Prozess", erklärte Becker. Der Impfstoff, der nun für die erste klinische Phase verwendet wird, sei unter der Leitung des Virologen Gerd Sutter von der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt worden.

18.5.2020 • 16:15 Uhr

Polen öffnet Restaurants, Schönheitssalons und Sporthallen

Im Nachbarland Polen haben nach wochenlangen Beschränkungen in der Corona-Krise wieder Restaurants und Schönheitssalons geöffnet. Dabei gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. In Gasthäusern und Cafés gilt ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen. Pro Kunde sind vier Quadratmeter vorgesehen. Sporthallen sind ebenfalls mit Einschränkungen wieder geöffnet.

In einer nächsten Phase sollen je nach Entwicklung auch Schulen zumindest teilweise geöffnet werden. Zudem werde eine Lockerung bei der Maskenpflicht angepeilt, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski. Darüber werde wahrscheinlich in den kommenden 14 Tagen entschieden, hieß es.

Blick in einen Friseursalon in Katowice (Polen) | Andrzej Grygiel/EPA-EFE/Shutters

Termine beim Friseur und im Kosmetikstudio sind nur mit Voranmeldung möglich. Bild: Andrzej Grygiel/EPA-EFE/Shutters

18.5.2020 • 15:58 Uhr

US-Labor: "Positive Zwischenergebnisse" bei klinischen Impfstoff-Tests

Das US-Biotech-Unternehmen Moderna hat von "positiven Zwischenergebnissen" in der ersten Phase von klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus berichtet. Der gemeinsam mit der US-Gesundheitsbehörde NIH entwickelte Impfstoff mRNA-1273 habe bei acht von 45 Studienteilnehmern eine Immunreaktion hervorgerufen, teilte das Unternehmen mit. Diese ähnelte demnach der Reaktion infizierter Menschen auf das Virus. Die vollständigen Ergebnisse der ersten Phase der klinischen Tests sind jedoch noch nicht bekannt. Die US-Regierung investierte fast eine halbe Milliarde Dollar in das Forschungsprojekt.

18.5.2020 • 15:51 Uhr

Sachsen-Anhalts Kitas öffnen nach Pfingsten wieder für alle Kinder

Von 2. Juni an können in Sachsen-Anhalt wieder alle Kinder ihre Krippe, Kita oder den Hort besuchen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sprach in Magdeburg von einem "großen Schritt der Öffnung und in Richtung Normalität". Dies sei aufgrund der geringen Zahl von Corona-Infizierten in Sachsen-Anhalt möglich. In den Kindertageseinrichtungen habe es bisher kein Ausbruchsgeschehen gegeben. Das Kabinett wird vorraussichtlich in der nächsten Woche über die neue Verordnung entscheiden.

Im März waren die Kitas geschlossen worden, um einer Ausbreitung des Corona-Virus entgegen zu wirken. Der Anspruch auf Notbetreuung wurde seitdem mehrfach ausgeweitet. Aktuell werden 29,11 Prozent der angemeldeten Kinder in Kindertageseinrichtungen betreut.

18.5.2020 • 15:47 Uhr

In 22 EU-Staaten hat die Schule wieder begonnen

In der Corona-Krise haben 22 der 27 EU-Staaten mit der Wiedereröffnung von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen begonnen. Der Großteil habe mit der Betreuung in Kindergärten und Unterricht in einigen Klassen der Grundschulen begonnen, sagte die kroatische Bildungsministerin Blazenka Divjak nach einer Videokonferenz mit ihren EU-Kollegen. Daneben seien auch weiterführende Schulen für die Abschlussjahrgänge und Berufsschulen wiedereröffnet worden.

Bisher habe sie noch von keinem Mitgliedstaat gehört, in dem das gesamte Schulsystem schon wieder laufe, sagte Divjak, deren Land derzeit den EU-Vorsitz innehat. Es herrsche eine "eher vorsichtige" Herangehensweise vor, auch wenn es bisher keine Berichte über wieder steigende Infektionszahlen wegen Schulöffnungen gebe. Um dies zu bewerten, sei es "aber wahrscheinlich zu früh".

18.5.2020 • 15:31 Uhr

London: Veränderungen des Geruchssinns als Symptom anerkannt

Die britischen Gesundheitsbehörden fügen den Verlust oder die Veränderung des Geschmacks- oder Geruchssinns zur Liste der Symptome einer Covid-19-Erkrankung hinzu. Daten und Hinweise zu Covid-19 seien eng verfolgt worden, "und nach gründlicher Überlegung sind wir jetzt zuversichtlich genug, diese neue Maßnahme zu empfehlen", hieß es.

Experten hatten zuvor gewarnt, dass nach der bisherigen Symptomliste Infektionsfälle übersehen würden. Dazu zählten Fieber und andauernder Husten. Behördenvertreter erklärten, Menschen, bei denen Anosmie - der Verlust oder die Veränderung ihres Geruchssinns - auftrete, sollten sich in Quarantäne begeben. Auch der Geschmackssinn kann betroffen sein, da beide eng verbunden sind.

18.5.2020 • 14:59 Uhr

Maas: Entscheidung über Reisewarnung am 15. Juni

Die Außenminister einiger europäischer Reiseländer haben sich darauf geeinigt, am 15. Juni zu entscheiden, ob die weltweite Reisewarnung aufgehoben und in Reisehinweise für einzelne Länder umgewandelt wird.

Bundesaußenminister Heiko Maas sagte nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus Spanien, Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Österreich, Portugal, Slowenien und Zypern, er gehe davon aus, dass die Reisewarnung ab dem 15. Juni durch landesspezifische Reisehinweise ersetzt werden könne. Man brauche einen "kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus", so Maas. Schnelle bilaterale Lösungen entsprächen nicht dem europäischen Geist, vielmehr sei ein abgestimmtes und transparentes Vorgehen nötig. Dabei müssten gesundheitliche Fragen an erster Stelle stehen, nicht wirtschaftliche Interessen.

Gesprochen wurde laut Maas bei der Konferenz auch über die Aufhebung von Quarantänebestimmungen in den verschiedenen Ländern. Ergebnisse nannte er dabei noch nicht. Voraussichtlich in zwei Wochen werde es eine erneute Videokonferenz der Außenminister geben, kündigte Maas an.

18.5.2020 • 14:44 Uhr

Pariser Polizei darf Corona-Regeln nicht mehr mit Drohnen überwachen

Die Pariser Polizei muss im Kampf gegen Corona die Überwachung der Menschen mit Drohnen vorerst einstellen. Der Einsatz verstoße gegen Datenschutzrichtlinien und müsse "unverzüglich" beendet werden, teilte der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht mit. Der Staatsrat störte sich daran, dass die Drohnen theoretisch die Identifizierung von Personen ermöglichen - der Einsatz von Drohnen an sich sei aber legitim. Der Staatsrat wurde von der Französischen Liga für Menschenrechte und einer Bürgerrechtsorganisation angerufen.

Die Polizei in Paris setzt die Drohnen ein, um verbotene Versammlungen mit zu vielen Menschen ausfindig zu machen. Behörden in ganz Frankreich haben Drohnen eingesetzt, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen.

18.5.2020 • 14:34 Uhr

Linken-Spitze distanziert sich von sogenannten Hygiene-Demos

Die Linken-Spitze geht auf deutliche Distanz zu den sogenannten Hygiene-Demos gegen die Corona-Maßnahmen. Verharmlosung oder Leugnung von Corona sei "rücksichtslos gegenüber Minderheiten und sozial Schwachen", sagte Parteichefin Katja Kipping. Die Verharmlosung der Pandemie führe zu einem rücksichtslosen Klima gegenüber den besonders verletzbaren Teilen der Bevölkerung. Sozial Schwache würden besonders häufig schwer erkranken oder sterben.

Auch der Parteivorstand distanzierte sich nach Kippings Worten klar von den Hygiene-Demos - und grenzte sich damit wohl auch vom Linken-Fraktionsvize Andrej Hunko ab, der nach Berichten unter anderem des Berliner "Tagesspiegel" am Wochenende an einer umstrittenen Kundgebung in Aachen teilgenommen hatte - was auf Kritik gestoßen war.

18.5.2020 • 14:20 Uhr

Auch Bayern ändert Quarantäne-Regeln für Einreisende

Nach mehreren anderen Bundesländern hat auch Bayern die Quarantäne-Regeln für Einreisende geändert. Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien in den Freistaat kommt, muss sich seit dem Wochenende nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München erklärte. "Bayern hat seine Verordnung entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarungen geändert."

Bisher hatten sich Menschen, die etwa aus einem europäischen Nachbarland nach Bayern einreisten, noch für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Dies sollte die Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen. Die Bundesländer hatten sich vergangene Woche nach Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt darauf verständigt, die Regeln zu lockern. Einige hatten die Quarantäne-Vorgaben schon aufgehoben.

18.5.2020 • 14:11 Uhr

EU könnte Medikament Remdesivir bald für Corona-Patienten zulassen

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will offenbar in Kürze das antivirale Medikament Remdesivir zur Behandlung von Coronavirus-Patienten in Europa vorläufig zulassen. "Es könnte sein, dass eine bedingte Marktzulassung in den kommenden Tagen erteilt werden kann", sagte EMA-Leiter Guido Rasi bei einer Anhörung im Europaparlament. Vorläufige Studien haben gezeigt, dass das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Medikament des US-Konzerns Gilead die Genesungsdauer von Corona-Patienten verkürzen kann.

Die bedingte Marktzulassung hänge davon ab, ob die Experten die bisher vorliegenden Studiendaten zu dem Medikament als "robust genug" einstuften, sagte Rasi im Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments. Sie könne aber "sehr bald" kommen.

Remdesivir dringt in Viren ein und verhindert damit ihre Vermehrung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Anfang Mai eine Notfall-Genehmigung für den Einsatz des Wirkstoffs gegen die Lungenkrankheit Covid-19 erteilt. 

18.5.2020 • 13:57 Uhr

Alle erwachsenen Dänen können sich nun auf Corona testen lassen

Alle Erwachsenen in Dänemark bekommen die Möglichkeit, sich auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. Angesichts der dänischen Strategie, die Zahl der getesteten Dänen massiv zu erhöhen, können alle volljährigen Bürger im Laufe der Woche einen Termin für einen Corona-Test vereinbaren. Selbst beim kleinsten Verdacht, sich möglicherweise angesteckt zu haben, solle man dies tun, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Kurz darauf standen bereits Zehntausende Dänen auf der entsprechenden Webseite auf der Warteliste, um eine Testzeit zu buchen. Dort konnten sich zunächst die 18- bis 25-Jährigen anmelden, ehe diese Möglichkeit in den kommenden Tagen auch für ältere Erwachsene freigeschaltet werden sollte.

Rund 400.000 Menschen sind in Dänemark bislang auf Covid-19 getestet worden. Bei knapp 11.000 Personen wurde eine Infektion nachgewiesen, mehr als 9200 haben sich davon bereits wieder erholt.

Ein Patient wird in einem Krankenhaus in Kopenhagen auf das Coronavirus getestet. | AFP

In Dänemark können sich Erwachsene nun auch ohne Überweisung vom Arzt auf das Virus testen lassen. Bild: AFP

18.5.2020 • 13:52 Uhr

China will möglichen Corona-Impfstoff weltweit zur Verfügung stellen

China hat angekündigt, im Falle einer erfolgreichen Impfstoffentwicklung gegen das neuartige Coronavirus das Mittel weltweit zur Verfügung zu stellen. Sollte China einen Impfstoff gegen das Virus entwickeln, werde Peking diesen zu einem "weltweiten Gut der Allgemeinheit" machen, sagte Präsident Xi Jinping in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der Weltgesundheitsversammlung (WHA). Damit solle der Impfstoff auch für Entwicklungsländer verfügbar und bezahlbar gemacht werden. In China laufen derzeit klinische Tests mit fünf möglichen Corona-Impfstoffen. Weitere Impfstoff-Kandidaten warten noch auf die Genehmigung von Tests an Menschen. Auch in zahlreichen anderen Ländern wird an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus gearbeitet.

18.5.2020 • 13:46 Uhr

Tourismuswirtschaft für Aufhebung der Reisewarnung für Europa

Die deutsche Reisewirtschaft hat die von Außenminister Heiko Maas (SPD) in Aussicht gestellte Aufhebung der Reisewarnung für Ziele in Europa begrüßt. "Die Rückkehr zu einer spezifischen Betrachtung der Verhältnisse in den jeweiligen Ländern ist ein sehr guter Ansatz", erklärte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, nach einer Videokonferenz mit Maas. Dies sei "ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um für Urlauber und die Reisewirtschaft eine Perspektive einer Wiederaufnahme des Reiseverkehrs zu geben". Maas berät heute mit seinen Amtskollegen aus beliebten europäischen Reiseländern über Möglichkeiten eines Sommerurlaubs.

18.5.2020 • 13:35 Uhr

Heil dringt auf Neuregelungen in der Fleischbranche

Das Bundeskabinett soll nach Willen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch Maßnahmen für einen besseren Schutz der Arbeitskräfte in der Fleischbranche beschließen. Heil sagte nach Beratungen des Corona-Kabinetts, seine Vorschläge lägen auf dem Tisch, seien aber noch nicht beschlossen worden, weil der Koalitionspartner Union noch Gesprächsbedarf habe. "Es ist Zeit, in diesem Bereich aufzuräumen und durchzugreifen", sagte Heil. Derzeit mehren sich Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie. Die infizierten Mitarbeiter sind meist Werkvertragarbeiter aus Osteuropa, die bei Subunternehmen beschäftigt und in Sammelunterkünften untergebracht sind.

18.5.2020 • 13:30 Uhr

Bundesregierung warnt Bürger vor Falschinformationen

Die Bundesregierung hat vor Falschinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gewarnt. Beispielsweise sei in Deutschland keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geplant, sagte Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Die Bürger müssten genau hinsehen und sollten vor allem verlässliche Quellen nutzen. Falsche Informationen könnten Leben kosten.

18.5.2020 • 13:27 Uhr

Merkel ruft WHO-Mitglieder zu gemeinsamem Kampf gegen Corona auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die internationale Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. "Wir erleben eine globale Krise", sagte Merkel in einer Videobotschaft zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsversammlung (WHA). "Diese Krise kann kein Land alleine lösen, wir müssen gemeinsam handeln." Bei der WHA-Konferenz müsse daher zusammen nach Lösungen gesucht werden. "Ich bin überzeugt, dass wir die Coronavirus-Pandemie überwinden werden", betonte Merkel. "Je mehr wir global gemeinsam daran arbeiten, umso schneller und besser wird das gelingen."

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach Merkel ihre volle Unterstützung aus. "Die Weltgesundheitsorganisation ist die legitimierte Organisation für den Gesundheitsbereich", sagte sie. Daher müssten die Arbeit und die Finanzierung der WHO sichergestellt werden.

18.5.2020 • 13:16 Uhr

Guterres: Welt zahlt "hohen Preis" für widerstreitende Strategien

UN-Generalsekretär António Guterres hat die uneinheitliche Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien befolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür", sagte er in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der Weltgesundheitsversammlung. Viele Länder hätten die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ignoriert. Als Konsequenz habe sich das Virus um die ganze Welt verbreitet.

Guterres bekräftigte auch seine Forderung nach einer Untersuchung der Ursprünge der Coronavirus-Pandemie. Aber jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt. Jetzt müsse die Welt solidarisch zusammenarbeiten, um das Virus zu stoppen. "Entweder kommen wir zusammen durch diese Pandemie oder wir scheitern", sagte er. Der chinesische Staatschef Xi Jinping sagte, sein Land sei "immer" transparent im Umgang mit der Pandemie gewesen. Es unterstütze eine Untersuchung der globalen Reaktion auf das Virus, sobald die Pandemie eingedämmt sei. Für den weltweiten Kampf gegen Covid-19 will China zwei Milliarden Dollar bereitstellen.

18.5.2020 • 12:46 Uhr

Bundesbank rechnet mit langsamer Erholung der Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank nur langsam vom tiefen Einbruch in Folge der Corona-Krise erholen. "Es spricht derzeit vieles dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des zweiten Quartals im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder aufwärtsbewegen wird und eine Erholung in Gang kommt", schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht Mai. "Es besteht aber eine sehr hohe Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung." Im ersten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft.

Trotz der eingeleiteten Lockerungen sei das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland nach wie vor sehr weit von einem Zustand entfernt, der bislang als normal angesehen wurde, schreiben die Bundesbank-Volkswirte. "Die verfügbaren Konjunkturindikatoren zeichnen ein entsprechend düsteres Bild." Im zweiten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung nach Einschätzung der Bundesbank nochmals "erheblich niedriger" ausfallen als im ersten Quartal. Diverse Prognosen im Markt gehen von einem Einbruch des deutschen BIP um bis zu 14 Prozent aus.

18.5.2020 • 12:34 Uhr

Auch Söder will Lohnfortzahlung für Eltern verlängern

Auch die CSU unterstützt den Plan, Familien in der Corona-Krise länger und stärker zu unterstützen. Nach der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer befürwortete auch CSU-Chef Markus Söder das von der SPD vorangetriebene Vorhaben, den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen einer CSU-Vorstandsschalte.

Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. Für eine Anschlussregelung hatten sich zuvor Sozialminister Hubertus Heil und Familienministerin Franziska Giffey eingesetzt (beide SPD), ebenso wie SPD-Chefin Saskia Esken.

18.5.2020 • 12:27 Uhr

Gastronomen trotz Lockerungen vor Problemen

In weiteren Bundesländern können heute Gastronomen wieder Gäste empfangen: Schilder und Desinfektionsmittel am Eingang weisen aber schon darauf hin, dass es nicht so sein wird wie vor der Pandemie. Volle Lokale sind nicht zu erwarten. Viele Betriebe können wegen der Abstandsregeln weniger Gäste bedienen als sonst. Einige öffnen gar nicht erst, weil sich das Geschäft für sie wegen der Auflagen nicht lohnt.

18.5.2020 • 12:13 Uhr

WHO: Europa muss sich auf zweite Corona-Welle vorbereiten

Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. Es sei an der "Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der britischen Zeitung "The Telegraph". Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer "Doppelwelle". "In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern." Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen.

18.5.2020 • 12:03 Uhr

Bundesbank unterstützt Plan von Scholz

Bundesfinanzminister Olaf Scholz bekommt für seinen Plan zur massiven Unterstützung der Gemeinden Rückendeckung von der Bundesbank. "Es spricht insgesamt Einiges dafür, die Kommunen von pandemiebedingten finanziellen Belastungen abzuschirmen", erklärte die Notenbank in ihrem Monatsbericht. "Dies stellt insbesondere eine Aufgabe der Länder dar." Eine solche Unterstützung ließe sich auch mit einer grundlegenden Reform der Gemeindefinanzierung verbinden. "Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr Handlungsbedarf auf." So sei es naheliegend, "die Steuereinnamen der Gemeinden unter Wahrung der kommunalen Steuerautonomie deutlich zu verstetigen".

18.5.2020 • 11:41 Uhr

Spanien dämpft Hoffnung auf baldige Grenzöffnung

Spaniens Regierung hat Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung für Touristen gedämpft. "Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können", sagte Verkehrsminister José Luis Ábalos. "Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen", erklärte er. Die Hoffnungen waren gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

18.5.2020 • 11:34 Uhr

Kritik an Missständen in der Fleischindustrie

Die Arbeitsbedingungen in Fleischbetrieben sind schon länger in der Kritik - vor allem wegen der Werkverträge. Markus Grill erklärt, was an diesem Modell so problematisch ist.

18.5.2020 • 11:25 Uhr

Russische Behörden: Ausbreitung des Virus leicht verlangsamt

In Russland hat sich die bislang rasante Ausbreitung des Coronavirus nach offiziellen Angaben leicht verlangsamt. Zum ersten Mal seit Monatsbeginn gebe es weniger als 9000 neue Corona-Infektionen an einem Tag, teilten die Behörden mit. Insgesamt haben sich demnach rund 290.700 Menschen in Russland angesteckt, 2722 sind bislang nach offizieller Darstellung gestorben.

Zuletzt gab es Berichte ausländischer Medien, dass die offiziellen Zahlen geschönt seien und viele Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus nicht in der Statistik auftauchten. Russlands Staatsführung dementierte das vehement und geht nun gegen solche Berichte vor.

18.5.2020 • 11:21 Uhr

Wenige oder keine Corona-Neuinfektionen in den meisten Kreisen

Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland hat binnen einer Woche nur sehr wenige oder gar keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Allerdings weist das RKI ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben durch Übermittlungsverzüge von den tatsächlichen Zahlen vor Ort abweichen können.

Der Übersicht zufolge sind in rund 50 Landkreisen innerhalb von sieben Tagen keine neuen Ansteckungen bekannt geworden. In rund 220 waren es fünf oder weniger Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Einige Kreise kratzten aber auch an der von der Politik festgelegten Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - oder lagen darüber. Insgesamt erfasst das RKI etwas mehr als 400 Kreise und kreisfreie Städte.

18.5.2020 • 11:16 Uhr

Sachsens Ministerpräsident verteidigt Demo-Besuch ohne Maske

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat seinem Besuch einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen ohne Schutzmaske verteidigt. Er habe versucht, den Mindestabstand einzuhalten, und ganz bewusst mit Menschen sprechen wollen, "die explizit diesen Mundschutz ablehnen", sagte er im Nachrichtenradio MDR Aktuell. Da müsse man sich am Ende entscheiden, ob man sprechen wolle oder nicht, erklärte Kretschmer. Mit Blick auf eine mögliche Unterwanderung der Proteste durch Rechtsextremisten sagte Kretschmer, wo viele Menschen zusammenkämen, sei dies auch Anziehungspunkt für Extremisten, "die versuchen, das Ganze auch zu dominieren". Dem müsse man sich dann entgegenstellen, betonte er. Aber man dürfe die Demonstranten "nicht alle in diesen Topf werfen". Kretschmer hatte am Samstag in Dresden unangekündigt eine Demonstration gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise besucht.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer | dpa

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer geriet in die Kritik, weil er auf der Demonstration am Samstag keinen Mundschutz trug. Bild: dpa

18.5.2020 • 11:08 Uhr

Eltern in Sachsen entscheiden über Grundschulbesuch ihrer Kinder

In Sachsen dürfen ab heute die Eltern entscheiden, ob ihr Grundschulkind zur Schule geht oder zu Hause lernt. Eigentlich hätten die sächsischen Grundschulen nach dem Plan der Landesregierung in dieser Woche wieder für alle Kinder öffnen sollen - doch das Kultusministerium setzte die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier am Samstag kurzfristig aus. Es bestehe zwar weiter eine Schulpflicht, Eltern könnten aber selbst über den Schulbesuch entscheiden.

Mit der Entscheidung reagierte die Behörde auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig vom Freitag. Dieses hatte im Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten. Die Festlegung des Kultusministeriums gilt bis zum 5. Juni. Das Ministerium will den Beschluss des Verwaltungsgerichts Leipzig anfechten.

18.5.2020 • 10:52 Uhr

Merkel und Macron planen Initiative zu Belebung von Europas Wirtschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron planen eine deutsch-französische Initiative für die wirtschaftliche Erholung Europas. Am Nachmittag wollen Merkel und Macron in einer Videoschalte beraten und den Plan später in einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellen, wie das Bundespresseamt mitteilte. Darin soll es um die Belebung der Wirtschaft in Europa gehen, die schwer unter der Corona-Krise leidet.

18.5.2020 • 10:44 Uhr

130 Infizierte in Flüchtlingsheim bei Bonn

In einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn sind nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit Corona infiziert. Die restlichen 170 Bewohner hätten sich nicht infiziert, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln. Die negativ und die positiv Getesteten würden getrennt untergebracht. Auch die Außenbereiche seien getrennt. Das Essen werde ausschließlich auf den Zimmern eingenommen. Am Sonntag war von 70 positiven Tests die Rede gewesen, weitere Tests standen noch aus. Ähnliche Vorfälle hatte es in Nordrhein-Westfalen schon in Flüchtlingsheimen in Euskirchen und Mettmann gegeben.

18.5.2020 • 10:32 Uhr

Söder fordert Anreize für "Urlaub daheim"

CSU-Chef Markus Söder hat finanzielle Anreize für einen Urlaub in Deutschland gefordert. Er könne sich Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben für einen Urlaub in Deutschland in diesem Jahr gut vorstellen, "am liebsten für Urlaub in Bayern", sagte der CSU-Chef vor einer Sitzung des Parteivorstands. Söder sagte, anders als Außenminister Heiko Maas (SPD) sei er "sehr zurückhaltend" bei den Erwartungen, in welcher Form Urlaub in europäischen Ländern wie Spanien, Italien oder Frankreich möglich sei. Um die derzeit von der Corona-Krise besonders betroffenen Reiseunternehmen zu retten, gebe es deshalb zwei Möglichkeiten - entweder eine direkte Unterstützung der Unternehmen oder eben durch Anreize für den Urlaub.

Zwei Urlauber blicken über das Wettersteingebirge in Bayern. | dpa

CSU-Chef Söder ist skeptisch, was den Sommerurlaub im Ausland angeht - und fordert Anreize für Reisen im Inland. Bild: dpa

18.5.2020 • 10:26 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Indien steigt

In Indien ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen binnen 24 Stunden um 5242 auf mehr als 96.000 gestiegen. Das entspricht dem bislang höchsten Tagesanstieg an Infektionen, wie aus Angaben der Behörden hervorging. Die Zahl der Toten stieg um 157.

Als Grund für den Anstieg werden die Rückreisen von Wanderarbeitern in ihre Heimatdörfer angesehen. Nach einer wochenlangen Sperre hatte Indien seine Einschränkungen am 4. Mai gelockert und den Wanderarbeitern die Rückreise gestattet, weswegen in den vergangenen zwei Wochen Millionen Menschen unterwegs waren. Weitere Lockerungen traten heute in Kraft.

18.5.2020 • 10:04 Uhr

Kramp-Karrenbauer will Steuern nicht erhöhen

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat Steuererhöhungen zur Finanzierung der Corona-Folgekosten ausgeschlossen. "Ich sehe nicht, wie Steuererhöhungen dazu beitragen könnten, dass Betriebe investieren und Menschen Geld ausgeben", sagte Kramp-Karrenbauer der "Saarbrücker Zeitung". Beides sei aber wichtig, damit die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehme. Beim Koalitionspartner SPD gibt es Überlegungen, die Corona-Ausgaben durch höhere Steuern zu finanzieren. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich offen für eine Reichensteuer gezeigt. SPD-Chefin Saskia Esken sprach sich für eine Vermögensabgabe aus.

18.5.2020 • 09:50 Uhr

Vor Gespräch mit Merkel: Industrie und Ver.di fordern weitere Hilfen

Vor dem Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der Sozialpartner dringen Wirtschaft und Gewerkschaften auf weitere Hilfen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verlangte von der Bundesregierung ein Sofortprogramm, um die Rezession einzudämmen. Im Zentrum müssten Steuerentlastungen für Unternehmen stehen, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf dem "Handelsblatt". Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Werneke, forderte ein "Konjunkturpaket in der Größenordnung von drei bis vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts - also ungefähr 100 bis 150 Milliarden Euro". Auch sei jetzt die Zeit, über Konsumschecks zu reden. Diese könnten nach Ver.di-Vorstellungen 500 Euro für niedrige und mittlere Einkommen betragen und bei höheren Verdiensten abschmelzen.

18.5.2020 • 09:46 Uhr

Corona-Kabinett verschiebt offenbar Beratungen über Schlachthöfe

Das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung hat die Beratungen über Konsequenzen aus den Coronavirus-Ausbrüchen in deutschen Schlachtbetrieben auf diesen Mittwoch verschoben. Es gebe noch Beratungsbedarf, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen.

Im Brennpunkt der Diskussion steht der Umgang mit saisonalen Arbeitskräften aus dem Ausland. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat härtere Auflagen gefordert. Eigentlich wollte er in der Sitzung heute Vorschläge vorlegen, um das Arbeitsschutzgesetz zu ändern. Am Sonntag hatte der Landkreis Osnabrück mitgeteilt, dass 92 Mitarbeiter eines Schlachthofs im niedersächsischen Dissen positiv getestet wurden.

18.5.2020 • 09:38 Uhr

Klein: Corona-Proteste sind Sammelbecken für Antisemiten

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnt vor dem Abdriften der Proteste gegen die Anti-Corona-Maßnahmen in die rechte Szene. Die aktuellen Proteste seien "ganz offenbar ein Sammelbecken für Verschwörungsmythiker, Holocaust-Leugner und sonstige Antisemiten", sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Diese angstgetriebene Aggression ist brandgefährlich. Wie schnell aus abstrusen Gedanken tödliche Terroranschläge werden können, haben die Anschläge von Halle und Hanau gezeigt."

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg äußerte Verständnis für die Proteste - nicht aber für Gewalt und Verschwörungstheorien. Sie finde es grundsätzlich "legitim, nach der Verhältnismäßigkeit der Corona-Einschränkungen zu fragen", sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Demonstranten müssten ihre Freiheiten aber verantwortlich und rücksichtsvoll wahrnehmen und Abstands- und Hygieneregeln einhalten. "Für Gewalt und Verschwörungstheorien fehlt mir jedes Verständnis", erklärte Teuteberg.

18.5.2020 • 09:15 Uhr

Kitas in Sachsen und Thüringen starten eingeschränkten Regelbetrieb

Arbeiten, Kinderbetreuung, Haushalt - die wochenlange Dreifach-Belastung für viele Eltern hat ein Ende, zumindest in Sachsen und Thüringen. Hier dürfen ab heute wieder alle Kinder in die Kitas gehen, auch wenn die Eltern nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten oder alleinerziehend sind. Allerdings öffnen viele Kitas nur zu eingeschränkten Öffnungszeiten. 

Andere Landesregierungen setzen erst einmal auf eine schrittweise Öffnung. So werden in Hamburger Kindertagesstätten - über die Notbetreuung hinaus - von heute an wieder Fünf- bis Sechsjährige versorgt. Auch in Baden-Württemberg dürfen die Kitas heute wieder öffnen, aber nur für maximal 50 Prozent der Kinder.

18.5.2020 • 08:49 Uhr

Ryanair erwartet mehr Verlust in der Krise

Europas größter Billigflieger Ryanair gerät in der Pandemie noch schwerer in Bedrängnis und wird im ersten Geschäftsquartal einen höheren Verlust einfliegen als gedacht. So dürfte zwischen April und Juni ein Verlust von mehr als 200 Millionen Euro anfallen, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern hatte bisher mit einem Fehlbetrag von mehr als 100 Millionen Euro gerechnet. Die Iren erwarten dieses Geschäftsjahr weniger als 80 Millionen Passagiere - und damit nur fast die Hälfte der ursprünglich angepeilten 154 Millionen Fluggäste. Ryanair-Chef Michael O'Leary geht davon aus, dass das Unternehmen auch im Sommer zwischen Juli und September, also dem Höhepunkt der Reisezeit, rote Zahlen schreiben wird. Diese sollen aber nicht ganz so schlimm ausfallen wie im ersten Quartal.

18.5.2020 • 08:43 Uhr

EZB-Chefvolkswirt: Wirtschaft der Eurozone erholt sich frühestens 2021

Die Wirtschaft der Eurozone wird nach Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane wahrscheinlich frühestens im nächsten Jahr wieder das Niveau vor der Coronavirus-Krise erreichen. "Aus heutiger Sicht sieht es auf jeden Fall unwahrscheinlich aus, dass die Wirtschaftstätigkeit vor 2021, wenn nicht sogar später, zu ihrem Vorkrisenniveau zurückkehren wird", sagte Lane der spanischen Zeitung "El Pais". Die Europäische Zentralbank sei bereit, notfalls ihre Instrumente im Kampf gegen die Krise anzupassen.

18.5.2020 • 08:38 Uhr

Maas berät mit EU-Kollegen über Fragen zum Sommerurlaub

Außenminister Heiko Maas berät heute mit seinen Kollegen aus beliebten europäischen Urlaubsländern über Lockerungen der Reisebeschränkungen. Man wolle in den nächsten Tagen Kriterien festlegen, "die uns in die Lage versetzen, die Reisewarnung aufzuheben und aus der Reisewarnung Reisehinweise zu machen" sagte Maas im ZDF-Morgenmagazin. Dann könne sich jeder selbst ein Urteil bilden, wo man hinfahren könne und wo besser nicht.

Es ginge auch darum, einen Mechanismus zu vereinbaren für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder nach oben schnellten. Im Moment sei die Entwicklung aber nahezu überall positiv. Maas warnte zugleich: Auch wenn Urlaub möglich werde, werde dieser nicht so wie in der Vergangenheit sein.

An den Beratungen nehmen neben Deutschland die Urlaubsländer Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien teil.

18.5.2020 • 07:55 Uhr

Mehr als 100 Länder unterstützen unabhängige Untersuchung

Mehr als 100 Länder unterstützen die Forderung Australiens nach einer unabhängigen Untersuchung über den Ursprung der Corona-Pandemie. Bei der zweitägigen Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die heute beginnt, benötigt der Antrag auf eine solche Untersuchung zwei Drittel der Stimmen der 194 Mitgliedsstaaten. Zu den Unterstützern zählen unter anderem die gesamte Europäische Union sowie die 54 Länder der afrikanischen Gruppe.

Australien fordert bereits seit längerem eine unabhängige Untersuchung. China verweigert dies bisher und drohte Australien mit Boykotten und Zollerhöhungen. Das Drängen auf eine solche Erforschung sei ein politisches Manöver, wirft die chinesische Staatsführung Australien vor. Dessen Regierung betont jedoch, dass es bei der Untersuchung vor allem um eine unabhängige Überprüfung der Pandemie und der Reaktion der Weltgemeinschaft ginge.

18.5.2020 • 07:25 Uhr

342 Neuinfektionen und 21 Todesfälle in Deutschland

Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen und 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen liegt demnach bei 174.697, die Zahl der Todesfälle bei 7935.

18.5.2020 • 07:13 Uhr

Döner-Hersteller klagen über weniger Umsatz

Auch das Geschäft mit dem Döner leidet in der Corona-Krise. Der Umsatz mit den Fleischdrehspießen sei um etwa 75 Prozent zurückgegangen im Vergleich zum Normalbetrieb, teilte ein Sprecher des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa (Atdid) mit. Die Imbiss- und Restaurantbetreiber würden nun eher kleinere Spieße bestellen. Besonders Restaurantbetreiber mit Sitzplätzen und ohne Straßenverkauf habe die Krise hart getroffen, sagte der Sprecher. Bei Imbissbetrieben mit viel Fußgängerverkehr seien die Folgen nicht so stark bemerkbar. Atdid vertritt insgesamt 28 Hersteller von Döner- und Drehspießen. Die Hersteller liefern den Angaben zufolge zu 70 Prozent innerhalb von Deutschland und den Rest ins europäische Ausland, vorwiegend nach Italien, Spanien und Skandinavien.

18.5.2020 • 06:50 Uhr

SPD fordert Amnestie für schwarzarbeitende Pflegekräfte

Die SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen fordert eine zügige Legalisierung illegal beschäftigter Pflegekräfte aus Osteuropa. "Viele dieser Frauen, die im Zuge der Corona-Krise in ihre Heimat gefahren sind, dürfen auf Anordnung der dortigen Behörden nicht zurück oder scheuen die Rückkehr", sagte der gesundheitspolitische Sprecher Josef Neumann der "Rheinischen Post". Die betroffenen Familien bekämen auf die Schnelle keinen Ersatz bei den Agenturen oder den örtlichen Pflegediensten, denn diesen fehlten einfach die Kapazitäten. "Und viele Angehörige können sich das legale Angebot auch schlicht nicht leisten." Neumann fordert, die Pflegekräfte jetzt zügig in die Legalität zu holen. Das könne nur gelingen, wenn es eine Amnestie für die Familien und die Pflegekräfte gebe.

18.5.2020 • 06:35 Uhr

Regeln für Gastgewerbe weiter gelockert

Das Gastgewerbe kann in vielen Bundesländern zumindest ein bisschen aufatmen: In weiteren Bundesländern werden heute die Öffnungsverbote für Restaurants, Cafés, Hotels und andere Einrichtungen aufgehoben. In Hamburg, Hessen, Sachsen, Thüringen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein sind Hotels und Ferienwohnungen wieder geöffnet. In fast allen Bundesländern dürfen auch Restaurants und Cafés nun Gäste im Innenbereich empfangen. In Bayern gilt das bisher nur für Biergärten und Außenbereiche. In Sachsen-Anhalt mussten die Wirte bei ihren Landräten und Oberbürgermeistern dazu Sonderanträge stellen und ein eigenes Hygienekonzept nachweisen.

18.5.2020 • 06:30 Uhr

Niedersachsens Kulturminister für zügige Theateröffnung

Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU) hat sich für eine möglichst zeitnahe Öffnung von Theatern ausgesprochen. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir am 25. Mai mit ersten Aufführungen unter freiem Himmel wieder starten könnten", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gleichzeitig plädierte Thümler für ein bundeseinheitliches Vorgehen. Er hoffe sehr auf eine zeitnahe Einigung. Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen, wo erste Theater bereits wieder geöffnet sind, erklärte der Minister: "Deswegen sollten wir zügig nachziehen. Es ist den Menschen schwer erklärbar, warum sie beispielsweise in Münster ins Theater gehen dürfen, in Osnabrück aber nicht."

18.5.2020 • 06:18 Uhr

Mehr als 16.000 Todesfälle in Brasilien

Zwei Monate nach dem ersten registrierten Todesfall sind in Brasilien mehr als 16.000 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach starben in Brasilien bislang 16.118 Menschen an der Lungenkrankheit. 241.080 Infizierte wurden inzwischen verzeichnet. Auch in anderen Ländern Lateinamerikas steigen die Infektionszahlen mit dem neuen Coronavirus deutlich.

18.5.2020 • 05:40 Uhr

China setzt auf Binnenwirtschaft

China kündigt weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen an. Die weltweite Nachfrage sei infolge des Ausbruchs des Coronavirus deutlich eingebrochen und der Handel stünde vor beispiellosen Herausforderungen, sagt Chinas Handelsminister Zhong Shan auf einer Pressekonferenz in Peking. Der Virusausbruch sei für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes "ein gewaltiger Schock". Die Regierung wolle daher die Binnennachfrage ankurbeln und den Konsum fördern. Details nannte er aber nicht.

18.5.2020 • 04:05 Uhr

Mexiko: 50.000 Infizierte - Dunkelziffer könnte neun Mal höher sein

Mexiko meldet 2075 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle liegt damit bei 49.219 Fällen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 132 auf insgesamt 5177. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lépez-Gatell sagte, dass sich die Fälle in der vergangenen Woche in Mexiko-Stadt und der Region, die die höchste Infektionsrate des Landes aufweist, stabilisiert hätten. Die Behörden warnen allerdings, dass die tatsächliche Anzahl der Fälle bis zu neun Mal größer sein könnte, weil viele der Infizierten nicht zum Arzt gingen, keine Symptome entwickelten oder nicht richtig diagnostiziert würden. Mexiko will am 1. Juni die Wirtschaft wieder hochfahren.

18.5.2020 • 03:46 Uhr

New Yorks Gouverneur Cuomo macht Coronavirus-Test vor Journalisten

Während seiner täglichen Pressekonferenz zur Lage der Pandemie entnahm eine Ärztin ein Abstrichprobe aus der Nase des 62-jährigen Cuomo. Das sei schnell gegangen und habe überhaupt nicht weh getan, sagte der New Yorker Gouverneur. Der Demokrat forderte die Menschen der Stadt auf, sich bei Bedarf testen zu lassen. Sie hätten die Kapazitäten deutlich ausgeweitet. An rund 700 Stationen könnten nun täglich 40.000 Tests durchgeführt werden. 

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo unterzieht sich vor laufender Kamera einem Coronavirus-Test.

18.5.2020 • 03:19 Uhr

CDU-Chefin will zehn Wochen Lohnfortzahlung für Eltern

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer unterstützt das Vorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), die Lohnfortzahlung für Eltern in der Corona-Krise zu verlängern. Sie wolle, dass die Bezugsdauer von sechs auf zehn Wochen erhöht werde, sagte Kramp-Karrenbauer der "Saarbrücker Zeitung". Zudem solle der Anspruch auf diese Hilfe für Eltern, die wegen Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können, bis Jahresende bestehen bleiben.

Das Bundesarbeitsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, dass es eine Anschlussregelung bei der Lohnfortzahlung für Eltern anstrebe. Das Ministerium verwies aber zugleich darauf, dass dafür eine Einigung von Bund und Ländern notwendig sei. Eltern können bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren während der Pandemie wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb Einkommensverluste haben. Die Leistung ist aber begrenzt auf 2016 Euro für einen vollen Monat und wird bisher je Elternteil höchstens sechs Wochen lang gezahlt. 

18.5.2020 • 02:50 Uhr

China bestätigt sieben Neuinfektionen

Die chinesischen Behörden melden sieben neue Coronavirus-Fälle, am Vortag waren es fünf. Nach Angaben der nationalen Gesundheitskommissionen sind Reisende aus der Inneren Mongolei betroffen.

18.5.2020 • 02:48 Uhr

Weniger Corona-Tote in mehreren europäischen Ländern

In mehreren europäischen Ländern sind die Zahlen neuer Todesopfer durch die Corona-Pandemie am Sonntag auf den niedrigsten Stand seit Monaten gesunken. So wurden in Italien nach Angaben des Zivilschutzes 145 Verstorbene binnen 24 Stunden verzeichnet - die niedrigste Zahl täglicher Todesopfer seit dem 9. März.  Spanien registrierte 87 weitere Corona-Tote. Es war dort das erste Mal in zwei Monaten, dass die Zahl der täglichen Todesopfer unter 100 lag. in Großbritannien wurden 170 weitere Todesfälle gemeldet. Dies war die niedrigste Zahl seit Ende März.

18.5.2020 • 02:43 Uhr

Tödlicher Absturz bei Corona-Show von Kanadas Kunstflugstaffel

Beim Absturz eines Jets der kanadischen Kunstflugstaffel "Snowbirds" östlich von Vancouver ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zudem wurde eine Person verletzt. Das Unglück ereignete sich unmittelbar nach dem Start der Staffel vom Militärflughafen in Kamloops, als die Maschinen zu einer Flugshow in der Region zu Ehren der Helfer in der Corona-Pandemie gestartet waren. Nach Augenzeugenberichten stieß das Flugzeug plötzlich zwei Rauchwolken aus, ehe es senkrecht zu Boden stürzte. Kurz vor dem Aufschlag des Jets im Vorgarten eines Wohnhauses sei noch ein Fallschirm beobachtet worden, berichtete der Sender CBC.

18.5.2020 • 02:34 Uhr

Auch Japans Wirtschaft stürzt in eine Rezession

Wie Deutschland ist auch Japan im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht. Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 3,4 Prozent, wie die Regierung in Tokio bekannt gab. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war bereits im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft, auf das Jahr hochgerechnet um 7,1 Prozent. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession".

18.5.2020 • 01:57 Uhr

Apple öffnet knapp 100 Stores wieder

Der US-Technologiekonzern hat einem Medienbericht zufolge knapp 100 Geschäfte weltweit wieder geöffnet. Mit einer reduzierten Kundenanzahl, Einzelbetreuung im Kundendienst sowie Gesichtsmasken für Angestellte und Kunden soll die Sicherheit in den Apple-Stores gewährleistet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Unternehmensmitteilung. Kunden würden Masken zur Verfügung gestellt bekommen, falls sie keine vorweisen könnten. Zudem biete das Unternehmen die Abholung und Rückgabe reparierungsbedürftiger Produkte von zu Hause an, hieß es.

18.5.2020 • 01:56 Uhr

Fed prognostiziert schwaches Quartal für US-Wirtschaft

Die US-Wirtschaft könnte im laufenden Quartal nach Einschätzung der Notenbank Fed massiv schrumpfen. Es sei gut möglich, dass das Bruttoinlandsprodukt um 20 bis 30 Prozent abnehme, sagte Fed-Direktor Jerome Powell in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Er sehe aber eine "gute Chance", dass es im dritten Quartal dann wieder eine Zunahme des Wachstums gebe.

18.5.2020 • 01:02 Uhr

Lehrer in Berlin infiziert - Grundschule geschlossen

Eine Grundschule in Berlin-Spandau wird geschlossen, weil eine Lehrkraft mit dem Coronavirus infiziert ist. Die Maßnahme gilt bis zum 26. Mai, wie der rbb erfuhr. An einer anderen Grundschule gibt es ebenfalls eine infizierte Lehrkraft. 

18.5.2020 • 00:52 Uhr

Corona-Kabinett beschäftigt sich mit Fleischbranche

Die Arbeitsbedingungen in Fleischbetrieben sind schon länger in der Kritik. Auf freiwillige Veränderungen will die Koalition nicht länger warten. Auch Bundesagrarministerin Klöckner ist umgeschwenkt und setzt sich nun für schärfere Strafen ein. Bundesarbeitsminister Heil möchte laut Medienberichten am liebsten die Werkverträge abschaffen. tagesschau.de erklärt, wie genau dieses Modell funktioniert und was daran so problematisch ist.

18.5.2020 • 00:50 Uhr

Mehrere europäische Länder lockern Corona-Beschränkungen

In Italien dürfen sich die Menschen von heute an wieder innerhalb ihrer Region frei bewegen. Auch Restaurants, Bars, Friseursalons, Geschäfte und Museen öffnen wieder. Nach zweimonatiger Schließung darf auch der Petersdom in Rom wieder betreten werden. In Belgien werden die Schulen wieder geöffnet, in Griechenland nehmen die Oberschulen den Unterricht wieder auf. Auch die Akropolis in Athen öffnet wieder für Besucher. Auch in zahlreichen spanischen Städten treten Lockerungen in Kraft. Familientreffen und Verabredungen mit Freunden sind dann wieder erlaubt. Die Außenbereiche von Cafés und Bars dürfen wieder Gäste bewirten. Restaurants und Cafés machen auch in Portugal wieder auf, wo zudem Oberschulen und Kindergärten wieder öffnen.