Mexiko-Stadt: Eine Schülerin lernt vor dem Fernseher im Wohnzimmer | dpa
Liveblog

Corona-Pandemie ++ TV-Unterricht für Schüler in Mexiko ++

Stand: 25.08.2020 00:05 Uhr

Auf der Risikogebiet-Liste des RKI stehen jetzt auch Paris und die Côte d’Azur. Die Syrien-Verfassungsgespräche in Genf liegen kurz nach dem Neustart bereits wieder auf Eis.

  • Gesundheitsminister für Neuregelung bei Corona-Tests
  • Paris als Risikogebiet eingestuft
  • Bali erlaubt vorerst keine internationalen Touristen
  • Deutsche Soldaten in Afghanistan mit Coronavirus infiziert
  • RKI: 711 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
  • Bahn will Einhaltung der Maskenpflicht verstärkt kontrollieren
25.8.2020 • 00:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

24.8.2020 • 22:53 Uhr

Merz warnt vor Fristverlängerung bei Insolvenzanträgen

Der CDU-Politiker Friedrich Merz warnt vor Überlegungen in der Großen Koalition, angesichts der Corona-Krise die Fristen im Insolvenzrecht zu verlängern. Seien Unternehmen erst einmal zahlungsunfähig, könnten sie keine Eigenverwaltung mehr betreiben, sagte er laut "Rheinischer Post" auf einer Veranstaltung der Zeitung.

Es solle "bitte keine Verlängerung für Insolvenzanträge geben", ergänzte Merz, der sich um den CDU-Vorsitz bewirbt. "Das reißt andere Firmen mit runter." Man müsse der Wahrheit ins Auge schauen: "Es werden viele Firmen in die Insolvenz gehen." Es ergebe keinen Sinn, dies zu verlängern.

Seit dem 1. März ist die Antragspflicht für Firmenpleiten vorerst bis Ende September ausgesetzt. Sollte diese Regelung ab Oktober fallen, rechnen Experten mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen.

24.8.2020 • 21:32 Uhr

Paris und Côte d’Azur sind Risikogebiet

Die französische Côte d’Azur und die Region Île-de-France mit der Hauptstadt Paris gelten jetzt als Corona-Risikogebiete. Das geht aus der fortlaufend aktualisierten Liste der Risikogebiete hervor, die das Robert Koch-Institut führt. Dort sind die Regionen Île-de-France sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur seit heute aufgelistet.

Eine Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium. Sie bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

24.8.2020 • 20:42 Uhr

Schuljahr in Mexiko beginnt mit TV-Unterricht

In Mexiko hat das neue Schuljahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit Unterricht per Fernsehen und Radio begonnen. Mehrere Sender strahlten erstmals Programme für verschiedene Stufen aus, die zusammen mit dem Bildungsministerium entwickelt worden waren.

Der Unterricht in den Klassenzimmern ruht seit März. Eine Rückkehr ist nach Einschätzung der Regierung für die rund 30 Millionen Schülerinnen und Schüler derzeit nicht sicher.

Mexiko hat offiziell mehr als 60.000 Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert. Im weltweiten Vergleich liegt das Land auf Platz drei. Nur etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) der mexikanischen Haushalte haben nach offiziellen Angaben Zugang zum Internet. Einen Fernseher besitzen hingegen 95 Prozent.

24.8.2020 • 20:09 Uhr

Viele Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind weitere 1955 Corona-Tests positiv ausgefallen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Weitere 15 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 30.528. Das ist das siebthöchste Niveau weltweit.

24.8.2020 • 19:39 Uhr

Neuregelungen bei Corona-Tests

Die Gesundheitsminister von Bund und Länder wollen die Vorgaben für Corona-Tests bei Reiserückkehrern ändern. Sie beschlossen bei einer Schaltkonferenz, dass für Reisende aus Corona-Risikogebieten grundsätzlich die 14-tägige Quarantäne-Pflicht gelten soll. Die Quarantäne kann demnach frühestens fünf Tage nach Einreise durch Vorlage eines Negativ-Tests beendet werden. Momentan können sich Rückkehrer direkt von der Quarantäne dadurch befreien, dass sie einen solchen negativen Test vorlegen.

Die Gesundheitsminister sprachen sich zudem dafür aus, die kostenlosen Tests für Reisende aus Nicht-Risikogebieten zu beenden. Sie konnten sich laut der Berliner Senatsverwaltung allerdings nicht darauf einigen, ab wann die Neuregelungen greifen sollen. Im Gespräch sind der 15. September oder der 1. Oktober. Ebenfalls keine einhellige Meinung gab es in der Frage der Kosten für Corona-Tests bei Reisenden aus Risikogebieten. Die Gesundheitsminister forderten zudem ein digitales Meldeportal zur verbesserten Kontrolle der Tests, das durch die Bundesregierung entwickelt und von den Bundesländern umgesetzt werden soll.

Die Beschlüsse dienen der Vorbereitung einer Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder am Donnerstag, bei der über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten werden soll.

24.8.2020 • 19:39 Uhr

US-Behörden melden 572 neue Todesfälle

In den USA sind nach Auskunft der Seuchenbehörden Centers for Disease Control and Prevention (CDC) binnen eines Tages 572 Menschen gestorben, die positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden - insgesamt sind demnach 176.223 Menschen gestorben. Die Zahl der positiv ausgefallenen Tests steigt in den USA um 38.679 auf 5.682.491.

24.8.2020 • 18:50 Uhr

New York: Einige Museen dürfen wieder öffnen

Einige Museen im US-Staat New York dürfen in den kommenden Wochen aufgrund einer Lockerung von Auflagen wegen des Coronavirus wieder öffnen. Das Metropolitan Museum of Art in New York City wird voraussichtlich am Samstag wieder Besucher empfangen, das American Museum of Natural History in New York am 9. September. Gemäß Richtlinien, die Gouverneur Andrew Cuomo angekündigt hat, wird es aber Einschränkungen geben. Dazu gehören Tickets mit Zeitfenster und ein Publikumsverkehr von maximal 25 Prozent der Kapazität.

Die Museen in New York sind seit März geschlossen. Der Staat war im Frühling das Zentrum des Coronavirus-Ausbruchs in den USA. Die staatlichen Gesundheitsbehörden haben seit mehr als zwei Wochen jeden Tag eine Infektionsrate von weniger als einem Prozent gemeldet.

Außenansicht des Metropolitan Museum of Art in New York.  | dpa

Das Metropolitan Museum of Art in New York wird voraussichtlich am Samstag wieder Besucher empfangen. Bild: dpa

24.8.2020 • 18:50 Uhr

Klinik: Womöglich erster Nachweis einer erneuten Corona-Infektion

Hongkonger Forscher haben eigenen Angaben zufolge erstmals eine erneute Corona-Ansteckung bei einem bereits länger genesenen Patienten nachgewiesen. Die Uniklinik der University of Hong Kong schrieb auf Twitter, dass Mikrobiologen der Hochschule weltweit erstmals einen solchen Fall dokumentiert hätten. Die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass "Immunität nach einer natürlichen Infektion von kurzer Dauer sein kann".

Die Pressemitteilung der Universität ging offenbar nur an wenige Medien. Diese verwiese auf einen Bericht des öffentlichen Hongkonger Senders RTHK über die neuen Forschungsergebnisse. Demnach hatte sich ein Mann aus Hongkong im Frühjahr mit dem Virus infiziert. Nachdem er sich von der Corona-Infektion erholt hatte, sei das Virus bei ihm vier Monate später nach einer Spanienreise im August erneut nachgewiesen worden. Erbgutuntersuchungen hätten gezeigt, dass es sich um verschiedene Varianten von Sars-CoV-2 handelte. Das spricht gegen ein Wiederaufflammen der ersten Infektion. Allerdings war die Informationslage dünn, weil eine Presseerklärung der Uniklinik wohl nur an wenige Journalisten ging.

Maria van Kerkhove, Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), nahm in einer Pressekonferenz Bezug zu der Presseerklärung und sagte: "So wie wir die Pressemitteilung verstehen, könnte das ein Beispiel für eine Reinfektion sein." Mehr als ein halbes Jahr nach Auftauchen von Sars-CoV-2 ist bislang nicht viel über mögliche erneute Ansteckungen bekannt geworden. Die wenigen Berichte zu solchen Fällen warfen bislang viele Fragen auf, wie auch die WHO schreibt. Studien, die Menschen nach einer Infektion über Jahre im Blick behalten, fehlen. Forscher gehen nach Untersuchungen im Labor davon aus, dass eine durchgemachte Corona-Infektion zumindest zeitweise Schutz vor einer erneuten Ansteckung verleihen könnte.

24.8.2020 • 17:29 Uhr

Syrien-Gespräche wegen Corona-Infektionen ausgesetzt

Die unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen stehenden Verfassungsgespräche für Syrien sind wegen positiver Corona-Tests mehrerer Teilnehmer ausgesetzt worden. Drei Mitglieder des syrischen Verfassungskomitees seien positiv auf das Virus getestet worden, erklärte der UN-Syriengesandte Geir Pedersen nur wenige Stunden nach Auftakt des Treffens in Genf. Zu den einwöchigen Gesprächen waren Vertreter der syrischen Regierung von Machthaber Baschar al-Assad, der Opposition sowie der Zivilgesellschaft angereist.

Das Verfassungskomitee besteht aus 150 Delegierten, an den heute begonnenen Gesprächen sollten jedoch nur je 15 Mitglieder der drei Gruppen teilnehmen. Aufgabe ist die Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfs für Syrien. Erstmals zusammengekommen war das im vergangenen September gegründete Verfassungskomitee im Oktober, eine zweite Gesprächsrunde war wegen Streitigkeiten über die Agenda nicht zustande gekommen. Seither waren die Gespräche wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt.

Hadi al-Bahri, einer der Teilnehmer, beim Verlassen der Konferenz, nachdem diese abgesagt wurde. | SALVATORE DI NOLFI/EPA-EFE/Shutt

Teilnehmer verlassen die Genfer Konferenz zu Verfassungsgesprächen in Syrien, nachdem diese aufgrund von Corona-Infektionen abgesagt wurde. Bild: SALVATORE DI NOLFI/EPA-EFE/Shutt

24.8.2020 • 17:20 Uhr

Betrug bei Corona-Hilfen: Justiz ermittelt in 720 Fällen

Die Staatsanwaltschaften in Niedersachen haben bis Anfang August mehr als über 720 Ermittlungsverfahren geführt, um Betrügereien mit den Corona-Hilfen des Landes aufzudecken. Die ermittelte Schadenssumme belaufe sich vorläufig auf mehr als 6,5 Millionen Euro, teilte das niedersächsische Justizministerium mit. Bisher sei es gelungen, etwa 560.000 Euro zu sichern. Ein Schwerpunkt der Verfahren liege bei der Staatsanwaltschaft Hannover mit 289 Verfahren und einer vorläufigen Schadenssumme von etwa 1,8 Millionen Euro, hieß es. Es folgten Hildesheim mit 95 Ermittlungen, in denen es um 940.000 Euro gehe, sowie Oldenburg. Dort verfolge die Staatsanwaltschaft 69 Fälle mit einer geschätzten Schadenssumme von 650.000 Euro.

Ausgangspunkt solcher Ermittlungsverfahren sind dem Ministerium zufolge oft Verdachtsmeldungen der auszahlenden NBank.

24.8.2020 • 17:16 Uhr

Hessen: Verschärfte Kontaktbeschränkungen im Main-Kinzig-Kreis

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in und um die hessische Stadt Hanau verschärft der Main-Kinzig-Kreis die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Es gelten strengere Auflagen bei Veranstaltungen, privaten Treffen und Freizeitbeschäftigungen, wie der Kreis mitteilte. Verschärfungen gibt es auch an Schulen: Der praktische Sportunterricht wird abgesagt, eine Maskenpflicht gilt für alle weiterführenden Schulen. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge zunächst auf drei Wochen beschränkt. Betroffen sind die Städte Bruchköbel, Erlensee, Hanau, Maintal, Neuberg und Nidderau.

Allen weiteren Kommunen im Altkreis Hanau wird empfohlen, sich ebenfalls an die Regeln zu halten. Die Gesundheitsdezernentin des Kreises, Susanne Simmler, begründete die verschärften Maßnahmen mit einem "Infektionsgeschehen, das es zuletzt im Frühjahr in unserer Region gegeben hat". 

24.8.2020 • 17:11 Uhr

NRW: Brandbrief von Schulleitern

Zwei Wochen nach Schulbeginn und kurz vor Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium erheben Schuldirektoren in Nordrhein-Westfalen schwere Vorwürfe gegen die aktuelle Schulpolitik der Landesregierung im Umgang mit der Corona-Krise.

24.8.2020 • 17:08 Uhr

Niedersachsen: Kommunen fordern 14 Tage Maskenpflicht im Unterricht

Vor dem Schulstart in Niedersachsen am kommenden Donnerstag mehren sich besorgte und kritische Stimmen zu den Plänen des Kultusministeriums, einen eingeschränkten Regelbetrieb zuzulassen. Die Kommunen sind aufgrund der steigenden Infektionszahlen mindestens skeptisch, ob ein Unterricht in voller Klassenstärke und ohne Maskenpflicht sinnvoll ist. Die Verwaltungschefs von Stadt und Landkreis Osnabrück halten dies gar für unverantwortlich. Sie haben an die rot-schwarze Landesregierung appelliert, eine Maskenpflicht zumindest für 14 Tage zu verfügen, sagte ein Sprecher der Stadt Osnabrück dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sowohl der niedersächsische Landkreistag als auch der Städtetag unterstützen diese Forderung. Er halte das für einen "charmanten Vorschlag" und habe diesen auch in den Krisenstab der Landesregierung eingebracht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, Hubert Meyer, dem epd.

Allerdings hätten sowohl das Kultusministerium als auch Sozialministerium den Vorstoß abgelehnt.

24.8.2020 • 16:51 Uhr

Neue Einschränkungen in Spanien

Angesichts kräftig steigender Corona-Zahlen haben mehrere spanische Regionen neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie angeordnet. So sind in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona auch private Treffen von mehr als zehn Personen verboten. "Die Lage ist nicht mehr stabil, sondern die Zahlen steigen ständig", begründete Regionalpräsident Quim Torra die Anordnung . In der Region Murcia im Südosten des Landes wurden alle Treffen von mehr als sechs nicht im selben Haushalt lebenden Personen verboten. Und in der am stärksten betroffenen Hauptstadt Madrid forderten die Behörden die Menschen auf, alle nicht notwendigen sozialen Kontakte zu vermeiden.

Auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca räumte die örtliche Regierung ein, dass es eine zweite Corona-Welle gebe. Das Virus breite sich wieder so schnell aus, dass eine Nachverfolgung von Kontakten schwierig sei.

24.8.2020 • 16:43 Uhr

Mehr arbeitslose Pflegekräfte

In der Corona-Krise ist auch die Arbeitslosigkeit von Pflegekräften gestiegen. In der Altenpflege erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen deutschen Beschäftigten seit dem Jahreswechsel bis Ende Juni um 27 Prozent auf etwa 27.700, bei den ausländischen um 37 Prozent auf rund 10.000, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Tageszeitung "Die Welt" hatte zuvor über die Zahlen berichtet, die aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion stammen. In der Krankenpflege stieg die Zahl der Arbeitslosen demnach um 23 Prozent auf fast 9000 deutsche Beschäftigte, bei den ausländischen Kräften um 28 Prozent auf knapp 3900.

Als Gründe nannte die Bundesagentur unter anderem weniger Neueinstellungen und eine erschwerte Vermittlung von Arbeitskräften während der Corona-Pandemie.

24.8.2020 • 16:37 Uhr

Königspaar verstößt gegen Corona-Regeln

Das niederländische Königspaar hat eingeräumt, im Griechenland-Urlaub gegen die Abstandsregeln verstoßen zu haben. König Willem-Alexander und Máxima schrieben auf Twitter: "In der Spontaneität des Moments haben wir darauf nicht gut geachtet. Das hätten wir natürlich tun müssen." Ein in sozialen Medien verbreitetes Foto zeigt das Königspaar mit einem Mann, ohne dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Der König trägt seine Maske nicht im Gesicht, sondern in der Hand. In den Niederlanden war das Verhalten kritisiert worden.

24.8.2020 • 15:54 Uhr

16.000 neue Stellen bei Tesco

Die britische Supermarktkette Tesco hat angekündigt, 16.000 neue Stellen zu schaffen. Grund sei der Boom beim Tesco-Lebensmittellieferdienst, heißt es. Wöchentlich würden inzwischen 1,5 Millionen Kunden beliefert. Tesco ist die größte Supermarktkette Großbritanniens. In den vergangenen Monaten hatte Tesco bereits 4000 neue Stellen geschaffen.

24.8.2020 • 15:43 Uhr

Umfrage: 91 Prozent halten Testpflicht für Rückkehrer für angemessen

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die Testpflicht für Reiserückkehrer einer Umfrage zufolge für richtig. Wie aus dem "Corona-Monitor" des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervorgeht, gaben 91 Prozent der Befragten an, die Pflicht sei angemessen. Die vorgeschriebenen Tests finden damit im Vergleich zu anderen Maßnahmen die höchste Zustimmung, knapp vor Abstandsregeln (89 Prozent) und Maskenpflicht sowie Veranstaltungsabsagen (je 87 Prozent). "Die hohe Zustimmung zu den Maßnahmen deutet darauf hin, dass sich die Bevölkerung der Risiken durch das Virus nach wie vor bewusst ist", sagte BfR-Präsident Andreas Hensel.

Heute war bekannt geworden, dass die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach dem Sommer eventuell wieder abgeschafft werden könnte.

24.8.2020 • 15:34 Uhr

Corona-Fall in Schalker Trainingslager - Testspiel abgesagt

Im Trainingslager des FC Schalke 04 im österreichischen Längenfeld gibt es einen Corona-Fall. Der Fußball-Bundesligist teilte mit, es wurde "eine Person positiv auf Covid-19 getestet". Die namentlich nicht genannte Person habe sich bei Bekanntwerden des Testergebnisses bereits in Quarantäne befunden. "Die Erfassung möglicher Kontaktpersonen" sei angelaufen. Um weitere Maßnahmen abzusprechen und einzuleiten, steht Teamarzt Patrick Ingelfinger in Kontakt mit den in Österreich zuständigen Behörden. Mit neuen Testungen sollen weitere Fälle ausgeschlossen werden.

Das für heute angesetzte Testspiel gegen die Würzburger Kickers wurde kurzfristig abgesagt.

24.8.2020 • 15:30 Uhr

Schweden: Chef-Epidemiologe erwartet keine zweite Infektionswelle

Schwedens Chefepidemiologe sieht im Herbst keine zweite große Covid-19-Welle auf das Land zukommen. Eine weite Verbreitung in der Bevölkerung sei nicht mehr zu erwarten, sagte der Experte Anders Tegnell dem TV-Sender TV4. Auch wenn keine "klassische zweite Welle" zu befürchten sei, so könne es doch lokal zu neuen Ausbrüchen kommen, etwa an Arbeitsstätten. Man müsse ständig auf der Hut vor dem Virus sein, denn es sei unvorhersehbar: "Aber dass wir wieder in eine Situation wie im Frühjahr geraten, das sehen wir nicht."

Tegnell gilt als Architekt des schwedischen Weges beim Umgang mit der Pandemie: Die Behörden in dem skandinavischen Land setzen mehr auf freiwillige Maßnahmen, denn auf Vorschriften. Mit fast 6000 Toten in der Pandemie liegt die Sterblichkeitsrate jedoch höher als in anderen nordischen Staaten wie etwa Norwegen, Dänemark oder Finnland. Nach der ersten Infektionswelle im Frühjahr hat sich die Lage in den vergangenen Monaten in Schweden jedoch beruhigt.

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell spricht auf einer Pressekonferenz in Stockholm. | MAGNUS ANDERSSON/EPA-EFE/Shutter

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell gilt als Architekt des schwedischen Weges beim Umgang mit der Pandemie. Bild: MAGNUS ANDERSSON/EPA-EFE/Shutter

24.8.2020 • 15:26 Uhr

Italien soll 27 Milliarden Euro aus EU-Krisenprogramm "Sure" erhalten

Das unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise stark leidende Italien bekommt nach den Worten von Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri 27,4 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aus EU-Krisenprogramm "Sure". "Das ist der größte Betrag, der einem europäischen Staaten zugeteilt wurde", schrieb Gualtieri auf Twitter. "Es ist das Europa der Solidarität und der Arbeit, das Gestalt annimmt." Italien spare dadurch 5,5 Milliarden Euro an Zinsen. Die Mittel stammen aus dem sogenannten Sure-Programm, das mit bis zu 100 Milliarden Euro gefüllt ist und mit dem ein Kurzarbeitmodell nach deutschem Vorbild finanziert werden soll.

Italien gehört zu den am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Ländern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Juni um 12,4 Prozent zum Vorquartal.

24.8.2020 • 15:17 Uhr

WHO: Blutplasma-Therapie für Covid-19-Patienten noch experimentell

Eine Behandlung von Covid-19-Patienten mit Blutplasma anderer genesener Menschen ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation noch in einem experimentellen Stadium. Vorläufige Ergebnisse darüber, ob eine solche Behandlung helfen könne, seien uneindeutig ausgefallen, teilte die WHO mit. Behandlungen mit Blutplasma von Genesenen seien im letzten Jahrhundert bei mehreren Infektionskrankheiten eingesetzt worden und hätten unterschiedliche Ergebnisse gebracht, sagte die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Einen Standard für die Behandlung zu erarbeiten sei schwierig, da Menschen unterschiedlich viele Antikörper produzierten und das Plasma einzeln entnommen werden müsste. Bisherige Studien seien klein ausgefallen und hätten "Beweise von niedriger Qualität" gebracht, sagte Swaminathan.

US-Präsident Donald Trump hatte gestern eine sogenannte Notfallautorisierung herausgegeben, um eine Blutplasma-Behandlung für Covid-19-Patienten zu ermöglichen. Während Trump von einem Durchbruch sprach, sagte seine Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneien, FDA, die Blutplasma-Therapie dürfe nicht als neuer Standard angesehen werden.

24.8.2020 • 15:13 Uhr

Bali schottet sich ab

Aus Furcht vor einer Ausbreitung des Coronavirus dürfen ausländische Touristen bis Jahresende nicht mehr auf die indonesische Ferieninsel Bali. Ursprünglich hatten die regionalen Behörden geplant, vom 11. September an wieder internationale Gäste zu empfangen. "Aber wir müssen vorsichtig sein, wir können so etwas nicht überstürzen. Wir müssen gut vorbereitet sein", zitierte die Zeitung "Jakarta Post" die Regionalregierung. Bei der Wiederbelebung des Tourismus dürfe Bali demnach nicht scheitern, weil dies das Image Indonesiens in der Welt schädigen könnte. Eine Öffnung zum jetzigen Zeitpunkt sei noch nicht sicher für die Menschen, hieß es.

Die indonesische Regierung in Jakarta hatte für den Rest des Inselstaates bereits vor zehn Tagen eine Verlängerung der Reisesperre für Ausländer bis Jahresende angekündigt. Ziel sowohl auf Bali als auch auf den anderen Inseln des Archipels ist es nun zunächst, den einheimischen Tourismus wiederzubeleben.

Ausländische Feriengäste dürfen bereits seit März nicht mehr nach Indonesien. Das südostasiatische Land ist besonders schwer von dem dem Virus betroffen. In dem Archipel mit seinen fast 270 Millionen Einwohnern wurden bislang mehr als 155.000 Fälle bestätigt, fast 6800 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Touristen am Strand von Seminyak, Bali. | MADE NAGI/EPA-EFE/Shutterstock

Ausländische Feriengäste dürfen bereits seit März nicht mehr nach Indonesien. Bild: MADE NAGI/EPA-EFE/Shutterstock

24.8.2020 • 14:52 Uhr

Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern stark eingebrochen

Die Corona-Krise hat in Mecklenburg-Vorpommern zu starken Einbrüchen im Tourismus geführt. Wie das Statistische Landesamt in Schwerin mitteilte, meldeten die Beherbergungsbetriebe im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 46,0 Prozent weniger Gäste und 41,5 Prozent weniger Übernachtungen.

Die geringsten Übernachtungsrückgänge verzeichneten die Campingplätze mit 18,2 Prozent, die stärksten Verluste hatten Jugendherbergen und Hütten mit 81,8 Prozent sowie Erholungs- und Ferienheime mit 59 Prozent. Im Juni deutete sich jedoch eine langsame Erholung an, hieß es. "Corona hat den Tourismus so hart wie kaum eine andere Wirtschaftsbranche getroffen", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Mit Soforthilfe, Liquiditätshilfen, Kurzarbeitergeld, der Unterstützung für Ausbildungsbetriebe, der Überbrückungshilfe und einem Modernisierungsprogramm seien wichtige Maßnahmen zur Sicherung der Branche auf den Weg gebracht worden. Aktuell gehe es darum, so Glawe, den Tagestourismus im Land wieder vollständig zu ermöglichen. "Wir sind aber noch längst nicht über den Berg."

24.8.2020 • 14:46 Uhr

Scholz sieht Maskenpflicht am Arbeitsplatz kritisch

Vizekanzler Olaf Scholz sieht eine Maskenpflicht für den Arbeitsplatz kritisch. Bereits zu Beginn der Corona-Krise seien Regelungen zum Schutz vor Ansteckungen während der Arbeit gemacht worden, betonte der SPD-Kanzlerkandidat auf NDR Info. "Die haben dafür gesorgt, dass in vielen Unternehmen sehr konkrete, sehr spezielle und in jedem Unternehmen konkret richtige Regelungen getroffen worden sind."

24.8.2020 • 14:45 Uhr

Weihnachtsmann-Training in London

Vier Monate vor Heiligabend bereiten sich die Weihnachtsmänner in Großbritannien auf ihren großen Auftritt trotz Corona-Krise vor. Zum Trainingsprogramm gehören in diesem Jahr auch Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie, etwa Abstand einhalten und das Tragen von roten Masken, die zum sonstigen Outfit passen. Zu den Feiertagen gehöre der Weihnachtsmann einfach dazu, sagte James Lovell, Direktor einer Weihnachtsmannschule, in London

Teilnehmer der Weihnachtmann-Schule fahren per U-Bahn zur Southwark Kathedrale in London.  | dpa

Die Teilnehmer der Weihnachtsmannschule in London lernen, wie sie mit Schutzmaske und unter Einhaltung der Hygienevorgaben in der Weihnachtszeit ihrer Arbeit nachgehen können. Bild: dpa

24.8.2020 • 14:27 Uhr

Berlinale soll kommendes Jahr stattfinden

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sollen 2021 "als physisch stattfindendes Festival" an den Start gehen. Der dazu geplante "European Film Market" sei als hybrides Modell geplant, teilte das Leitungs-Duo der Berlinale, Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian, mit: "Festivals und Märkte sind Orte der Begegnung und der Kommunikation. Das gilt für das Publikum ebenso wie für die Branche."

24.8.2020 • 14:21 Uhr

Merkel: Gemeinsame Schuldenaufnahme in EU klar begrenzt

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die im Zuge der Corona-Krise vereinbarte gemeinsame Schuldenaufnahme in Europa als eine begrenzte Maßnahme an. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es handle sich um eine außergewöhnliche Antwort auf eine ganz außergewöhnliche Notsituation, in der sich Europa befinde. Die Befugnisse der EU-Kommission, im Namen der EU Mittel am Kapitalmarkt aufnehmen zu können, seien zeitlich und hinsichtlich Höhe und Umfang "klar begrenzt". Sie seien ausgerichtet auf die Bewältigung der aktuellen Krise.

Die Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedsländer hatten sich vor einem Monat auf ein Corona-Krisenprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro geeinigt. 390 Milliarden Euro sollen als direkte Zuschüsse und 360 Milliarden Euro als Kredite gewährt werden. Außerdem wird die EU-Kommission erstmals europäische Schulden an den Finanzmärkten aufnehmen, die bis 2058 zurückgezahlt werden sollen.

24.8.2020 • 14:09 Uhr

Laschet: Für eine Verschiebung des CDU-Parteitags ist es zu früh

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hält es für verfrüht, bereits jetzt über eine mögliche Verschiebung des CDU-Bundesparteitages zu entscheiden. "Wir haben im Präsidium besprochen, dass der Bundesparteitag im Dezember verkürzt statttfindet unter Corona-Bedingungen. Ob das so ist, wird das aktuelle Corona-Geschehen Ende November/Anfang Dezember bestimmen", sagte er. Die CDU will Anfang Dezember auf einem Parteitag in Stuttgart einen neuen Vorsitzenden wählen.

Die scheidende Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte der "Welt am Sonntag" gesagt, "es könnte sogar sein, dass wir aufgrund der Corona-Lage den Parteitag auf die reinen Vorstandswahlen beschränken". Sie verwies darauf, dass die Satzung die körperliche Anwesenheit auf einem Parteitag vorschreibt. "Im schlimmsten Fall einer zweiten großen Pandemiewelle bleibt der Vorstand geschäftsführend so lange im Amt, bis der Parteitag einberufen werden kann."

Als aussichtsreichste Kandidaten für den CDU-Bundesvorsitz gelten Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen | BILAN/JEON/BECHER/EPA-EFE/REX

Als die aussichtsreichstes Kandidaten für den CDU-Bundesvorsitz gelten: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Bild: BILAN/JEON/BECHER/EPA-EFE/REX

24.8.2020 • 14:03 Uhr

Italien hofft auf Impfstoff im Frühjahr 2021

Im Wettlauf um einen Impfstoff kündigt Italien Tests mit einem potenziellen Mittel am Menschen an. Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Lazzaro Spallanzani-Institut in Rom wird in den kommenden Wochen mit 90 Freiwilligen einen potenziellen Impfstoff testen. "Wenn wir schnell sind, werden wir im nächsten Frühjahr die ersten Impfdosen auf den Markt bringen", erklärte Institutsleiter Francesco Vaia. Das Mittel namens GRAd-COV2 wurde von ReiThera, einem in Rom ansässigen Unternehmen, entwickelt.

24.8.2020 • 13:53 Uhr

Deutsche Soldaten in Afghanistan mit Coronavirus infiziert

Zwei deutsche Soldaten der Nato-Ausbildungsmission "Resolute Support"in Afghanistan haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Verlegung zurück nach Deutschland werde vorbereitet, sagte ein Sprecher aus Masar-e Scharif. Personen, die Kontakt zu den Soldaten hatten, seien in Quarantäne. Ein Rückflug mit einer speziell dafür ausgerüsteten Maschine sei angefordert und soll die Soldaten in Kürze nach Deutschland bringen. Der gesamte Ausbildungseinsatz ist wegen der Corona-Pandemie vor einiger Zeit weitgehend beschränkt worden.

24.8.2020 • 13:44 Uhr

NRW startet Großkontrolle zur Maskenpflicht

In Regionalzügen und S-Bahnen in Nordrhein-Westfalen hat eine landesweite Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht begonnen. Laut Landesverkehrsministerium soll in den Zügen unter anderem vom jeweiligen Bahnpersonal nach Maskenverweigerern gesucht werden, die dann an neun großen Bahnhöfen von der Bundespolizei in Empfang genommen werden.

Beteiligt sind auch die Ordnungsämter der Kommunen. Die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung schreibt seit Ende April vor, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Mund-und-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Seit dem 12. August gilt ein Bußgeld von 150 Euro. "Der ÖPNV ist auch mit Blick auf Corona ein sicheres Verkehrsmittel, wenn alle sich an die Regeln halten", hatte Verkehrsminister Hendrik Wüst gesagt. "Es wäre gut, wenn kein einziges Bußgeld erhoben würde."

24.8.2020 • 13:22 Uhr

172 Länder beteiligen sich an Corona-Impfstoffinitiative

An der weltweiten Corona-Impfstoffinitiative Covax der Weltgesundheitsorganisation WHO wollen sich 172 Länder beteiligen. So lange es nur ein begrenztes Angebot gebe, sei es zunächst wichtig, diejenigen mit einem Impfstoff zu versorgen, die weltweit dem höchsten Risiko ausgesetzt seien, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz.

Die Initiative soll einen fairen Zugang zu möglichen Covid-19-Impfstoffen gewährleisten. Es seien jedoch dringend weitere Mittel erforderlich, und die Länder sollten jetzt verbindliche Verpflichtungen eingehen, forderte Ghebreyesus. Zwei Milliarden Dosen will die Initiative bis Ende 2021 gemeinschaftlich einkaufen und an alle Teilnehmer-Länder gerecht verteilen.

Bereits Anfang August warnte Ghebreyesus vor einem "Impfstoff-Nationalismus". "Kein Land wird sicher sein, bevor wir alle sicher sind", sagte er auf einer Pressekonferenz.

24.8.2020 • 13:14 Uhr

Bald keine Testpflicht mehr für Rückkehrer aus Risikogebieten?

Die Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnten nach dem Sommer wieder abgeschafft werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bundesgesundheitsminister Spahn nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seinen Amtskollegen aus den Ländern für deren Schaltkonferenz an diesem Nachmittag vorgelegt.

Demnach sollen nach Ende der Sommerferien im ganzen Bundesgebiet die Regeln für die Rückkehr aus Risikoregionen überarbeitet werden. Zuletzt enden die Ferien Mitte September in Baden-Württemberg. Statt Reisende aus Risikogebieten direkt bei der Einreise zum Test zu verpflichten, solle wieder primär eine Quarantänepflicht greifen. Die Quarantäne könne "nur durch ein negatives Testergebnis bei einer Testung nach frühestens fünf Tagen nach Einreise beendet werden", heißt es in dem Vorschlag. Einfließen sollten die Erfahrungen aus den letzten Wochen, auch mit Blick auf zunehmend begrenzte Testkapazitäten.

Zuvor äußerte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium, dass die Labore aktuell stark belastet seien, und es absehbar sei , dass das System dauerhaft an seine Grenzen stoße. Daher müsse man die Teststrategie entsprechend anpassen.

Seit Ende Juli können Urlauber sich kostenlos auf Corona testen lassen. Reisende, die aus einer zum Risikogebiet erklärten Region kommen, müssen das seit 8. August sogar tun, wenn sie keinen negativen Test vorweisen können. Auch das ist kostenlos.

24.8.2020 • 13:00 Uhr

Bayern erhöht Corona-Bußgelder auf bis zu 2000 Euro

Maskenverweigerer müssen in Bayer künftig mit höheren Strafen rechnen. "Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben", sagte Ministerpräsident Söder dazu in München. Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2000 Euro fällig werden. Außerdem solle es deutlich mehr Kontrollen geben.

"Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt", so Söder. Das Innenministerium erarbeite gerade mit dem Gesundheitsministerium den Bußgeldkatalog, der noch im Laufe der Woche bekannt gemacht werden soll. Ein Beschluss des Kabinetts ist für die Novelle nicht notwendig. Künftig sollen dann auch Polizisten direkt Verwarnungen aussprechen können, bislang waren hierfür die Gesundheitsämter und die Ordnungsämter verantwortlich.

Söder rief zudem die anderen Bundesländer zur Verschärfung der Corona-Regeln auf. "Es kann nicht sein, dass es Bundesländer gibt, die überhaupt keine Bußgelder haben." Er plädiere zudem dafür, keine neuen Großveranstaltungen wie Feste und Fußballspiele mit Zuschauern zuzulassen. "Wir werden uns dafür einsetzen, auf Bundesebene eine einheitliche Obergrenze zu entwickeln für Versammlungen." Auch eine generelle Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken am Arbeitsplatz müsse diskutiert werden. Ziel dieser Schritte sei es, einen erneuten Lockdown zu verhindern.

24.8.2020 • 12:39 Uhr

Lufthansa erlässt strengere Maßnahmen für Maskenpflicht

Die Lufthansa verschärft die Maskenpflicht an Bord ihrer Maschinen. Bislang genügte ein formloses ärztliches Attest, um an Bord keine Mund-Nase-Bedeckung tragen zu müssen. Vom 1. September an müssen Passagiere zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen, der zum geplanten Abflug nicht älter als 48 Stunden sein darf. Außerdem müssen Atteste auf einem Lufthansa-Formblatt vorgelegt werden, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Mit den neuen Regeln werde ein besserer Schutz für alle Fluggäste sichergestellt. Sie gelten für alle Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns.

24.8.2020 • 12:20 Uhr

Kritik an geplanter Verlängerung des Kurzarbeitergelds

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, kritisiert die geplante Verlängerung des Kurzarbeitergelds als voreilig. "Ich sehe jetzt keinen Entscheidungsdruck, denn die laufende Regelung gilt bis Ende März 2021", sagte er der "Rheinischen Post" und sprach sich für gezieltere Maßnahmen aus.

Die Nutzung des Kurzarbeitergeldes gehe zurück und die Konjunkturindikatoren zeigten eine weitere Erholung an, erklärte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts. "Breitbandanwendungen" wie das Kurzarbeitergeld seien deshalb weniger passend. Er halte andere Maßnahmen wie Eigenkapitalhilfen und einen unbegrenzten Verlustrücktrag für zielführender, so Hüther.

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland hatte im Mai einen Höchststand von 6,7 Millionen erreicht. Seither ist sie Schätzungen zufolge wieder rückläufig. Der Koalitionsausschuss will am Dienstag über eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds beraten.

24.8.2020 • 11:53 Uhr

Forderung nach Einsatz von Luftfiltern gegen Aerosole

Einige Politiker sprechen sich für den Einsatz von Luftfilteranlagen aus. "Einer staatlichen Förderung des Einbaus von Filteranlagen zur Reduzierung von Aerosolbildungen stehe ich offen gegenüber", sagte Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein dem "Tagesspiegel". Es sei aber wichtig, dass zunächst der positive Effekt wissenschaftlich belegt sei und die technischen Fragen hinreichend geklärt seien.

Nach Einschätzung des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach ließe sich mit mobilen Filteranlagen schon für 500 bis 600 Euro die Aerosolkonzentration zum Beispiel in einem Klassenraum deutlich mindern.

Dagegen sieht die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt Filteranlagen skeptisch. "Schulen können bereits jetzt mit einigen grundlegenden Maßnahmen wie festen Gruppen, regelmäßigem Lüften, Unterricht im Freien oder Masken auf den Gängen das Übertragungsrisiko mindern", sagte sie dem "Tagesspiegel". "Das muss sofort flächendeckend umgesetzt werden, anstatt auf Entscheidungen über Lüftungsanlagen und Filter zu warten."

Aerosole sind winzige Partikel in der Luft, die unter anderem beim Ausatmen entstehen. Sie gelten als wichtiger Coronavirus-Übertragungsweg in Innenräumen. Die Partikel schweben zum Teil über lange Zeit im Raum. Aerosole spielten wahrscheinlich bei Masseninfektionen in Fleischverarbeitungsbetrieben eine entscheidende Rolle.

24.8.2020 • 11:32 Uhr

Strikte Corona-Regeln für die Tour de France

Die 107. Auflage der Tour de France, die am Samstag in Nizza startet, findet unter verschärften Corona-Regeln statt. Zuschauer sind zwar erlaubt, es gibt aber einige Beschränkungen und strikte Regeln für alle Beteiligten.

Demnach werden die Fahrer zweimal vor Tour-Beginn sowie an den beiden Ruhetagen auf das Coronavirus getestet. Bei einem Positivtest erfolgt der sofortige Ausschluss. Werden zwei Personen aus dem Team innerhalb von sieben Tagen positiv getestet, wird die ganze Mannschaft aus dem Rennen genommen. Für die Fahrer gilt außerdem in den Hotels, im Bus, beim Einschreiben oder bei der Siegerehrung Maskenpflicht. Zugleich werden sie täglich auf Corona-Symptome untersucht.

Zudem wurde der Begleit-Tross der Tour, also die Organisation, Helfer, Medien, und Sponsoren, in diesem Jahr von 5000 auf 3000 Personen reduziert. Alle müssen vor dem Tour-Start einen negativen Test vorweisen und in Begleitfahrzeugen herrscht ab drei Personen Maskenpflicht.

Im Start- und Zielbereich werden maximal 5000 Zuschauer zugelassen. Die Teampräsentation am Donnerstag in Nizza dürfen 1750 Personen verfolgen. Ansonsten ist der Zugang an die Strecke erlaubt, kann aber in den Bergen vereinzelt limitiert oder ganz ausgeschlossen werden. Radsport-Fans sollen zudem immer eine Maske tragen und mindestens zwei Meter Abstand zu den Fahrern halten.

Radprofis bei der Tour de France - Archivbild (28.07.2019) | REUTERS

Bild: REUTERS

24.8.2020 • 11:10 Uhr

Neue Beschränkungen: Rosenheim überschreitet Grenzwert

Die bayerische Stadt Rosenheim den Sieben-Tage-Grenzwert bei den Corona-Infektionen überschritten und reagiert mit zusätzlichen Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Wert habe am Wochenende bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Corona-Regeln.

Deshalb gelten nun unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit. So dürfen nur noch maximal 50 Menschen an nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen, unter freiem Himmel sind höchstens 100 Leute zugelassen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.

24.8.2020 • 10:53 Uhr

Gesundheitssenatorin: Testkapazitäten in Berlin fast ausgeschöpft

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf das Coronavirus in Berlin durch die massiven Testungen der Reiserückkehrenden nahezu ausgeschöpft seien. "Wir sind bei 93 Prozent", sagte Kalayci im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.

Hinzu komme die Information durch die Labore, dass die Knappheit von Verbrauchsmaterialien die Testkapazitäten weiter einschränken werde. In den Ländern sei die Situation unterschiedlich. "Es ist ein Thema, das muss man einfach zur Kenntnis nehmen", so Kalayci. Sie werde sich in der Konferenz der Gesundheitsminister austauschen, wie man weiter mit den Reiserückkehrenden verfahren werde.

Kalayci verteidigte die Entscheidung, Tests für Reiserückkehrer etwa an Flughäfen und Bahnhöfen einzuführen. "Es war Konsens bundesweit hier einen Fokus zu setzen, weil wir über die Reiserückkehrenden ein Einschleppungsrisiko gesehen haben", so Kalayci. Die Zahlen in Berlin und bundesweit in den letzten Wochen bestätigten das. Ein erheblicher Teil der Infektionen gehe auf Reiserückkehrende zurück.

24.8.2020 • 10:41 Uhr

Ostdeutsche Ministerpräsidenten gegen einheitliche Corona-Regeln

In der Debatte über eine bundesweite Angleichung der Corona-Auflagen für Veranstaltungen sowie einen einheitlichen Bußgeldkatalog sehen die ostdeutsche Ministerpräsidenten keinen Handlungsbedarf. "Die Dinge, die wir geregelt haben, reichen, wenn sie eingehalten werden", sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Sachsens Landeschef Michael Kretschmer schloss sich dem an. Es habe überhaupt keinen Sinn, einheitlich gegen den Erreger vorzugehen. Kretschmer plädierte für ein zielgenaues, regional abgestuftes Vorgehen.

Angesichts der wieder steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen wollen Bund und Länder diese Wochen auf mehreren Ebenen beraten, wie in Deutschland weiter vorgegangen werden soll. Dazu tagen heute die Gesundheitsminister. Zudem gibt es eine Schalte des Chefs des Kanzleramts mit den Staatskanzlei-Chefs der Länder. Am Donnerstag berät Kanzlerin Angela Merkel dann mit den Ministerpräsidenten. Im Zentrum stehen dabei etwa die sehr unterschiedlichen Regeln der Länder zu den erlaubten Obergrenzen an Teilnehmern bei Veranstaltungen.

24.8.2020 • 10:34 Uhr

Berliner Klinikkonzern rechnet mit Millionendefizit

Der Berliner Klinikkonzern Vivantes rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Millionendefizit durch abgesagte Operationen. Es drohe für 2020 ein negatives Jahresergebnis "von derzeit mindestens 25 Millionen Euro", sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem "Tagesspiegel". Vor der Pandemie sei ein positives Jahresergebnis von 16,7 Millionen Euro eingeplant gewesen. Wenn die Kapazitäten noch länger durch Auflagen eingeschränkt würden, werde sich das Defizit weiter erhöhen, so die Sprecherin.

Ärzte im Vivantes Humboldt-Klinikum | dpa

Wegen abgesagter Operationen durch die Corona-Krise droht dem Vivantes-Konzern ein Defizit 25 Millionen Euro. Bild: dpa

Zur Begründung für das erwartete Defizit erklärte sie, dass Krankenhäuser in Berlin laut der geltenden Covid-19-Infektionsschutzverordnung planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe nur unter bestimmten Voraussetzung durchführen dürfen. Reservierungs- und Freihaltevorgaben müssten eingehalten und die Rückkehr in einen Krisenmodus kurzfristig umgesetzt werden können. Notfälle wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Unfälle sowie onkologische Patientinnen und Patienten würden aber immer versorgt.

Zwar sei die durchschnittliche Auslastung der neun Vivantes-Klinikstandorte durch die Wiederaufnahme von verschobenen Behandlungen und Eingriffen im Juli wieder auf bis zu etwa 75 Prozent gestiegen. Für einen kostendeckenden Betrieb der Krankenhäuser reiche das allerdings nicht aus.

24.8.2020 • 10:05 Uhr

Zahl der Flugreisenden noch immer sehr gering

Obwohl die meisten Fluggesellschaften ihr Flugprogramm wieder ausgebaut haben, zählten die Flughäfen diesen Monat nur knapp 4,9 Millionen Passagiere. Das sei nur rund ein Fünftel verglichen mit dem Vorjahresmonat, wie der Flughafenverband ADV mitteilte. Die gewerblichen Flugbewegungen gingen um 62,9 Prozent zurück.

Wegen der internationalen Reisebeschränkungen fehlten besonders die Passagiere auf den Interkontinentalflügen (-93,5 Prozent). Im Europaverkehr waren die jahresbezogenen Passagierrückgänge mit einem Minus von 76,8 Prozent etwas schwächer ausgeprägt. Innerdeutsch waren 80,2 Prozent weniger Menschen mit dem Flugzeug unterwegs. In den ersten sieben Monaten mit dem zunächst noch weitgehend pandemiefreien Jahresbeginn fehlen den Flughäfen mit 44,7 Millionen Passagieren rund 68,5 Prozent der Vorjahresgäste. Die gewerblichen Flugbewegungen gingen um 55,6 Prozent zurück. Hier spiegeln sich die schwächer ausgelasteten Passagierflüge sowie zusätzliche Frachtverbindungen wider.

24.8.2020 • 09:50 Uhr

Auckland verlängert Ausgangssperren

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat die Ausgangssperre für die Großstadt Auckland erneut verlängert. Damit wolle man sicherstellen, dass der neue Corona-Ausbruch in Neuseeland unter Kontrolle sei. Die Anordnung für die größte Stadt des Landes bleibe mindestens bis zum kommenden Sonntag in Kraft, sagte Ardern.

Ursprünglich sollten die Beschränkungen am Mittwoch gelockert werden. Diese zusätzlichen vier Tage seien notwendig, um einen erneuten Ausbruch zu vermeiden, so Ardern. "Wir wollen sowohl Vertrauen als auch Gewissheit für alle."

Das neuartige Coronavirus war am 12. August nach 102 Tagen ohne Infektionen innerhalb des Landes wieder direkt in Neuseeland aufgetreten. Zuvor war der Erreger nur vereinzelt bei Menschen festgestellt worden, die aus dem Ausland eingereist waren. Einen Tag nach der Entdeckung der neuen Fälle verhängte Ardern die Ausgangssperre. Alle seitdem aufgetretenen Neuinfektionen sind auf vier Familienmitglieder aus Auckland zurückzuführen. Wo diese sich angesteckt haben, ist unklar. 

Die für den 19. September geplante Parlamentswahl in Neuseeland wurde wegen des Corona-Ausbruchs um einen Monat verschoben.  Neuseeland hatte die ersten Corona-Ausbrüche mit rigorosen Maßnahmen schnell unter Kontrolle gebracht. Mitte März wurden eine strikte Ausgangssperre verhängt und die Landesgrenzen geschlossen. Mitte Juni dann erklärte sich der Inselstaat offiziell für Coronavirus-frei. Alle Restriktionen mit Ausnahme der Einreisebeschränkungen wurden damals aufgehoben.

24.8.2020 • 08:51 Uhr

Französische Wirtschaft bricht um elf Prozent ein

Die französische Regierung rechnet ungeachtet der Erholung in den vergangenen Wochen weiter mit einem heftigen Konjunktureinbruch wegen der Corona-Krise. "Vorerst" gehe er weiterhin von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von elf Prozent aus, sagte Finanzminister Bruno Le Maire.

"Während es im Mai/Juni eine starke Erholung gegeben hat, bleiben bis zum Jahresende noch viel Unsicherheiten - insbesondere im Hinblick auf Brexit, die US-Wahlen und den neuen chinesischen Fünfjahresplan", sagte Le Maire. Das werde den Welthandel und damit das französische Wachstum belasten.

Das Bruttoinlandsprodukt der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone war im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise im Rekordtempo von 13,8 Prozent eingebrochen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 10,1 Prozent. Die Bundesregierung rechnet bislang für das Gesamtjahr mit einem Minus von 6,3 Prozent.

24.8.2020 • 08:36 Uhr

Deutlich weniger Unternehmensgründungen wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie wurden in Deutschland im ersten Halbjahr deutlich weniger Unternehmen gegründet. Die Zahl neu gegründeter größerer Betriebe sank um 9,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf rund 58.000, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bei Kleinunternehmen gab es sogar einen Einbruch von 21,1 Prozent auf rund 68.100. Nur die Zahl neu gegründeter Nebenerwerbsbetriebe wuchs, und zwar um 1,2 Prozent auf knapp 140.100.

Wegen der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie sei der Besucherverkehr in den Gewerbeämtern eingestellt worden, wo es zudem Personalengpässe gegeben habe, erklärten die Statistiker den Rückgang bei den Firmengründungen. "Zum anderen ist davon auszugehen, dass es aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit weniger Betriebsgründungen, aber auch weniger Abmeldungen gab."

Die Zahl der vollständigen Gewerbeaufgaben sank im ersten Halbjahr um rund 203.300 oder 17,4 Prozent. Die Corona-Krise hatte vor allem im Frühjahr große Teile der Wirtschaft lahmgelegt. Das Bruttoinlandsprodukt brach dadurch im zweiten Quartal mit 10,1 Prozent so stark ein wie noch nie. Für das laufende Sommerquartal erwarten Experten ein Ende der Rezession - weil die Corona-Auflagen gelockert wurden und die Bundesregierung viel Geld in die Wirtschaft investiert.

24.8.2020 • 08:23 Uhr

Marokko kämpft mit steigenden Corona-Infektionszahlen

Das Gesundheitssystem in Marokko ist zunehmend überfordert - die Regierung offenbar ebenfalls. Seit Anfang August werden täglich mindestens 1000 Neuinfizierte gezählt, in den vergangenen Tagen waren es sogar mehr als 1500 neue Fälle pro Tag. Insgesamt haben sich bereits mehr als 50.000 der 35 Millionen Marokkaner mit dem neuartigen Virus angesteckt.

Nun appellierte König Mohammed VI. eindringlich an die Marokkaner: "Werden die Schutzvorschriften nicht streng und verantwortungsvoll eingehalten, wird die Zahl der Infizierten und Toten weiter steigen". Die Krankenhäuser würden nicht mehr in der Lage sein, die Pandemie zu bewältigen, warnte das Staatsoberhaupt.

Schon Mitte August hatte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beunruhigt über die zunehmenden Infektionen in Marokko gezeigt. Sie forderte das Königreich auf, "mehr zu tun, um den Trend umzukehren". Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, verschärften die Behörden in den vergangenen Tagen ihre Maßnahmen. Sie stationierten Panzer, errichteten Straßensperren und entsandten Kontrollpatrouillen. 

Mitarbeiter des Gesundheitswesens desinfizieren ein Auto auf dem Viehmarkt | dpa

Das Gesundheitssystem in Marokko ist überfordert und die Zahl der Neuinfizierten steigt an - zuletzt auf mehr als 1500 täglich. Bild: dpa

In Casablanca und Marrakesch gelten inzwischen wieder strikte Ausgangsbeschränkungen. In weiteren Städten, unter anderem der Hauptstadt Rabat und der Hafenstadt Tanger, wurden Viertel mit Infektionsherden abgeriegelt, hoch frequentierte Strände wurden gesperrt.

Dem marokkanischen Gesundheitsminister Khalid Ait Taleb werden schwere Versäumnisse angelastet. Er räumte ein, dass zur Bewältigung der Pandemie weitere 62.000 Rettungssanitäter und 30.000 medizinische Mitarbeiter benötigt würden.  Die Zahl der Intensivbetten sei zwar auf 3000 erhöht worden und Marokko habe zusätzliche Beatmungsgeräte angeschafft. Es fehle jedoch an Personal. So gebe es im ganzen Land im öffentlichen Gesundheitssystem nur 200 Anästhesisten.

Neue Corona-Fälle würden oft sehr spät entdeckt, kritisieren Gesundheitsexperten. Viele bezweifeln deshalb die offiziellen Zahlen und gehen davon aus, dass tatsächlich weit mehr Marokkaner infiziert sind. Nicht jeder lässt sich testen, aus Angst, seine Arbeit zu verlieren. Andere bekommen keinen Test.

24.8.2020 • 07:50 Uhr

Gesundheitsminister beraten über weitere Corona-Strategie

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci als Vorsitzende der Konferenz ankündigte. In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie.

Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand. Bei einer Videokonferenz wollen auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Merkel über dieses Thema beraten. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Eine Auszubildende am Arbeitsplatz mit Maske in Brandenburg | dpa

Angesichts steigender Infektionszahlen wird auch über einen Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz diskutiert. Bild: dpa

Gesundheitsminister Spahn wollte wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größe solcher privaten Feste beraten. In den Bundesländern gelten bisher unterschiedliche Regelungen. In Berlin zum Beispiel sind zurzeit Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern nur 100.

Angesichts steigender Infektionszahlen gibt es auch Überlegungen, die Maskenpflicht auszuweiten, etwa im Berufsleben und in den Schulen. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte am Wochenende, viele Unternehmen hätten die Maskenpflicht am Arbeitsplatz schon eingeführt. "Das könnte auf jeden Fall ein Schritt sein, der auch bundesweit verpflichtend wird, jedenfalls wenn damit die Schließung ganzer Branchen verhindert werden könnte".

24.8.2020 • 07:12 Uhr

Mehr als 61.000 Neuinfektionen in Indien

Indien meldet 61.408 neue Corona-Infektionen an einem Tag. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen in dem südasiatischen Land auf über 3,1 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministerium hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen 24 Stunden um 836 auf 57.542. Indien ist nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen.

Im indischen Hyderabad wird einem Mann ein Abstrich für einen Corona-Test entnommen. | dpa

Indien ist mit mehr als 3,1 Millionen nachgewiesenen Infektionen besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Bild: dpa

24.8.2020 • 05:41 Uhr

DGB-Chef Hoffmann: Verlängerung der Kurzarbeit nur erster Schritt

DGB-Chef Reiner Hoffmann sieht die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Verlängerung der Kurzarbeit nur als ersten Schritt zur Stabilisierung des Arbeitsmarkts. "Es ist jetzt Zeit, die Regelung zur Kurzarbeit zu verlängern. Das schafft Vertrauen", sagte Hoffmann dem Nachrichtenportal "The Pioneer".

Die von Heil geplante Verknüpfung von Kurzarbeit mit Weiterbildung sei grundsätzlich sinnvoll. "Es gibt aber auch Branchen und Betriebe, die ausschließlich wegen Corona in Kurzarbeit sind und Überbrückung brauchen. Ich denke da an den Luftverkehr, Hotels, Teile von Gastronomie und Dienstleistungswirtschaft", so der DGB-Vorsitzende weiter. "Den Beschäftigten dort hilft Weiterbildung nicht wirklich. Ihre Betriebe benötigen Liquidität, um durch die Krise zu kommen", sagte Hoffmann.

24.8.2020 • 05:16 Uhr

RKI: 711 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind weitere 711 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts steigt damit die Gesamtzahl der Fälle auf 233.575. Den Angaben zufolge sind drei weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI nun 9.272 Todesfälle.

24.8.2020 • 05:02 Uhr

Gesundheitsminister beraten weitere Strategie

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen heute über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci als Vorsitzende der Konferenz ankündigte.

In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie. Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Es gibt auch Überlegungen, die Maskenpflicht auszuweiten, etwa im Berufsleben und in den Schulen.

24.8.2020 • 03:27 Uhr

Biden würde Rat der Wissenschaftler folgen

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden würde in der Coronavirus-Pandemie den Rat von Wissenschaftlern zur Schließung der Wirtschaft befolgen. "Ich wäre vorbereitet, alles zu tun, um Leben zu retten. Wir können das Land nicht wieder in Bewegung versetzen, bis wir das Virus kontrollieren", sagte Biden in einem Interview, das im Sender ABC News ausgestrahlt wurde. Würden Wissenschaftler empfehlen, alles zu schließen, würde er dies tun.

Das Interview war das erste, das Biden mit seiner Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, gab. Beide waren in der vergangenen Woche beim Parteitag der Demokraten offiziell für die Kandidaturen nominiert worden. Heute beginnt der Parteitag der Republikaner, bei dem Donald Trump und Mike Pence offiziell als Präsidentschaftskandidat und Vize aufgestellt werden sollen. Die Präsidentschaftswahl findet am 3. November statt.

24.8.2020 • 02:55 Uhr

Wissing: "Chancen des Föderalismus nutzen"

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing plädiert für einheitliche Bußgelder bei Maskenverstößen im öffentlichen Nahverkehr und der Bahn. Bei gleichem Unrecht mache es wenig Sinn, wenn man mancherorts zehn Euro und andernorts bis zu 500 Euro zahlen müsse. Er halte ein Bußgeld von 50 Euro für angemessen.

Der FDP-Politiker räumte ein, dass die Länder für die Höhe der Bußgelder zuständig seien, er forderte aber bessere koordinierende Maßnahmen des Bundes. Diese liefen "an manchen Stellen nicht so rund, wie sie sein könnten", sagte er im Bericht aus Berlin.

24.8.2020 • 01:11 Uhr

Maskenpflicht: Mehr Kontrollen bei der Bahn

Die Deutsche Bahn wird in den Abendstunden ihre Präsenz von Sicherheitskräften an Stationen erhöhen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach soll das zusätzlich eingesetzte Personal die Einhaltung der Maskenpflicht an den Bahnhöfen kontrollieren. "Maske tragen ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht. Es ist deshalb für uns nicht hinnehmbar, wenn sich Einzelne nicht an die Regeln halten", sagt Hans-Hilmar Rischke, Sicherheitschef der Deutschen Bahn, der Zeitung.

Die Maßnahme wird dem Blatt zufolge von der Bahn als nötig erachtet, da bei einer ersten Masken-Kontrolle mit Video-Kameras auf sechs Hamburger S-Bahnhöfen Verstöße festgestellt wurden.

24.8.2020 • 01:02 Uhr

Indien: Rasanter Anstieg der Neuinfektionen auf dem Land

Nachdem sich auch Ärzte und Krankenschwestern mit dem Corona-Virus infiziert hatten, sind zahlreiche Kollegen nicht mehr zur Arbeit gekommen. Auch kann es passieren, dass Ärzte, die arbeiten, in den Kliniken von Angehörigen der Patienten angegriffen werden.

24.8.2020 • 00:05 Uhr

US-Regierung lässt Blutplasma-Therapie zu

Die US-Arzneimittelbehörde FDA lässt die Plasmatherapie zur Behandlung von Corona-Patienten zu. Die FDA erteilte eine entsprechende Notfallgenehmigung für die Anwendung von Rekonvaleszenzplasma. Das Blutplasma Genesener enthält Antikörper, die den Corona-Erreger ausbremsen können.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag Mitarbeitern der Behörde vorgeworfen, die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes oder -Medikaments zu verzögern. Ihm feindlich gesinnte Beamte erschwerten es den Pharmakonzernen, Probanden für Medikamente und Impfstoffe zu finden, schrieb Trump auf Twitter.

24.8.2020 • 00:05 Uhr

Brasilien meldet 23.421 Neuinfektionen

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 23.421 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 3,605 Millionen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 494 auf 114.744. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.