Ärzte in einem Krankenhaus in Levallois-Perret im Norden von Paris. | AFP
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Liveblog zum Coronavirus ++ 18.746 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 07.10.2020 22:21 Uhr

In Frankreich hat die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Die Bundesregierung erklärt unter anderem Rumänien und Tunesien zu Risikogebieten. Alle Entwicklungen vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • RKI: 2828 Neuinfektionen und 16 weitere Todesfälle
  • 18.746 Neuinfektionen in Frankreich - neuer Höchstwert
  • Pandemie verursacht Defizit in öffentlichen Haushalten
  • Bericht: 120.000 Studierende haben Überbrückungshilfe beantragt
  • Italien führt Maskenpflicht ein und verhängt Testpflicht für Reisende aus bestimmten Ländern
  • Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten in vielen Bundesländern
22:20 Uhr

Ende des Liveblogs

Das war es für heute von unserem Liveblog. Danke für Ihr Interesse und eine gute Nacht.

21:48 Uhr

19.000 Neuinfektionen in Frankreich - Macron kündigt Maßnahmen an

Die französischen Gesundheitsbehörden haben 18.746 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Das ist ein neuer Tageshöchstwert seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Toten stieg um 80 auf 32.445. Insgesamt haben sich in Frankreich bisher 653.509 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt.

Präsident Emmanuel Macron kündigte angesichts dessen eine weitere Verschärfung der Gegenmaßnahmen an. Diese würden dort eingeführt, "wo sich die Krankheit zu schnell ausbreitet", sagte Macron in einem Fernsehinterview. Am Donnerstag sollen Gesundheitsminister Olivier Veran und Finanzminister Bruno Le Maire dazu eine gemeinsame Presskonferenz abhalten.

21:44 Uhr

Italien verhängt Testpflicht für Reisende aus bestimmten Ländern

Italien verlangt künftig von Reisenden aus Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Tschechien einen negativen Corona-Test. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza mit und reagierte damit auf die Sorge über zunehmende Fälle in ganz Europa.

21:29 Uhr

Tönnies wehrt sich gegen Schließung von Schlachthof

Der wegen mehrerer Corona-Ausbrüche in die Schlagzeilen geratene Fleischkonzern Tönnies hat sich gegen die vorübergehende Schließung seines Standorts im Emsland gewehrt. Es sei eine einstweilige Verfügung gegen die Entscheidung des Landkreises beantragt worden, teilte der zu Tönnies gehörende Schlachthof Weidemark mit. An dem Standort waren nach Angaben des Landkreises 112 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Die Schließungsverfügung heute zu erlassen, ist für uns nicht verhältnismäßig", erklärte Weidemark-Geschäftsführer Christopher Rengstorf. Die Lage der Schweinebauern würde sich durch die vorübergehende Schließung des Schlachthofs in Sögel dramatisch zuspitzen. In den vergangenen Tagen habe das Unternehmen außerdem zahlreiche Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Infektionen getroffen, wie beispielsweise tägliche Corona-Tests für die Mitarbeiter. Nach Angaben des Unternehmens sank die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag auf sieben. 

Der Landkreis Emsland begründete die Maßnahme damit, dass eine "exponentielle Verbreitung des Virus in der Belegschaft, aber auch außerhalb des Schlachthofes" verhindert werden müsse. Der Betrieb soll zunächst für die Dauer von 22 Tagen geschlossen bleiben.

19:33 Uhr

In Frankreich steigt die Zahl der Krankenhauspatienten wieder

In Frankreich ist die Zahl der Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, auf ein Drei -Monats-Hoch geklettert. Mehr als 7500 Erkrankte werden aktuell behandelt, wie die französischen Behörden mitteilten. Im Vergleich zum August ist das ein Ansprung um 65 Prozent.

19:23 Uhr

Rumänien und Tunesien sind Risikogebiete

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste am Abend entsprechend.

19:20 Uhr

Sri Lanka: Mehr als 1000 Fabrikarbeiter infiziert

Mehr als 1000 Arbeiter einer Bekleidungsfabrik in Sri Lanka sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Fabrik nahe der Hauptstadt Colombo waren bis August chirurgische Masken für den US-amerikanischen Markt produziert worden, wie die zuständigen Behörden bekanntgaben. 

Der erste Fall in der Fabrik war demnach vor drei Tagen entdeckt worden. Bei weiteren Tests wurde bei 1026 der insgesamt 1700 Arbeiter eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Alle erkrankten Arbeiter wurden ins Krankenhaus gebracht, die übrigen rund 700 Arbeiter und ihre Familien wurden in speziellen Einrichtungen unter Quarantäne gestellt. Die Polizei hat in der Region und in den benachbarten Städten eine unbefristete Ausgangssperre verhängt. 

19:00 Uhr

Ausgangssperre in Tunis

Wegen stark steigender Coronavirus-Neuinfektionen wird es in der tunesischen Hauptstadt Tunis wieder eine nächtliche Ausgangssperre geben. Ab morgen müssen die Bewohner des gesamten Verwaltungsbezirks an Wochentagen zwischen 20 und 5 Uhr (Ortszeit) zu Hause bleiben, teilte der Gouverneur von Tunis mit. An Wochenenden soll die Ausgangssperre schon ab 18 Uhr abends greifen.

Tunis war zuletzt zu einem der Corona-Hotspots des Landes geworden. Die Regierung hatte Mitte März nach vergleichsweise nur wenigen Fällen eine radikale landesweite Ausgangssperre verhängt und die Grenzen geschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Mit Lockerung der Maßnahmen stiegen die Corona-Zahlen jedoch stetig. Mittlerweile wurden in Tunesien mehr als 24.500 Coronavirus-Infektionen registriert.

18:35 Uhr

Dublin bleibt Risikogebiet

Die Bundesregierung hält wegen der Corona-Pandemie die irische Hauptstadt Dublin weiterhin für ein Risikogebiet. In den aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts wird vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Die Warnung gilt bereits seit dem 23. September. Betroffen sind auch mehrere andere Gebiete in Irland, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen ebenfalls bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt.

Der Transit über den Flughafen Dublin ist weiterhin möglich. Wenn der Transitbereich nicht verlassen werde, sei keine Quarantäne erforderlich, teilte das Auswärtige Amt mit.

18:29 Uhr

Corona verschärft Armut und Hunger

Die Corona-Pandemie macht nach Einschätzung von Entwicklungsminister Gerd Müller viele Erfolge in der Bekämpfung der Armut rund um die Welt wieder rückgängig. "In diesem Jahr werden bis zu 115 Millionen Menschen in extreme Armut fallen. Das macht viele Fortschritte der letzten drei Jahrzehnte zunichte", erklärte der CSU-Politiker zur Veröffentlichung des neuen Weltarmutsberichts der Weltbank.

Seit 1990 sei die extreme Armut um fast zwei Drittel gesunken, obwohl zeitgleich die Weltbevölkerung um 2,2 Milliarden Menschen gewachsen sei, so Müller. Die Armutsrate sei von 36 auf 9 Prozent gefallen. "Corona führt jetzt erstmals seit Jahren wieder zum Anstieg von Armut und Hunger in der Welt. Jetzt erst recht müssen wir am Ziel einer Welt ohne Hunger und Armut festhalten", forderte der Minister. In vielen Entwicklungsländern habe die Pandemie zu einer massiven Armuts-, Hunger- und Wirtschaftskrise geführt.

18:19 Uhr

Kreis Esslingen überschreitet 50-er-Marke

Der Landkreis Esslingen hat als erste Region im Südwesten die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. Der Wert liege bei 52,3. Damit gehen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz einher.

18:10 Uhr

Beherbergungsverbot in vielen Bundesländern - aber nicht in allen

Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen vereinbart - allerdings haben fünf Länder zu dem Beschluss jeweils unterschiedliche Protokollerklärungen abgegeben.

In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es, dass Personen aus solchen Risikogebieten nur in Beherbungsbetrieben übernachten dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden sein, heißt es in einem Papier nach einer Telefonschaltkonferenz der Staatskanzleichefs mit dem Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun. Familienbesuche sind ausdrücklich von den Regelungen ausgenommen, ebenso Pendelverkehr.

Die Länder Bremen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen legten dazu eigene Protokollerklärungen vor. Berlin plane kein Beherbergungsverbot, sagte eine Sprecherin des Senats. Auch in NRW wird es zunächst kein Verbot geben. Niedersachsens Vertreter behielt sich vor zu prüfen, ob der Beschluss mitgetragen werden kann. Thüringen wies darauf an, "dass die Einschätzung der Gesundheitsbehörden der betroffenen Gebiete Grundlage und Maßstab für die Maßnahmen der Reisezielgebiete sein muss". Das Gesundheitsministerium in Erfurt erklärte am Abend, dass dies de facto bedeute, es gebe keine Einreiseverbot in Thüringen.

18:06 Uhr

Niederlande: Zahl der Neuinfektionen auf Rekordhoch

Die Zahl der Corona-Infektionen in den Niederlanden steigt auf ein Rekordhoch. Binnen eines Tages zählten die Gesundheitsbehörden fast neue 5000 Fälle.

17:58 Uhr

WHO besorgt wegen Zunahme von Fällen in der Karibik

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt über einen Anstieg von Fällen in der Karibik. Die für Nord- und Südamerika zuständige WHO-Direktorin Carissa Etienne nennt dabei ausdrücklich Kuba und Jamaika.

Insgesamt habe sich der Grad der Übertragung in mehr als zehn Staaten der Region von moderat auf intensiv verschlimmert. Positiv sei dagegen, dass in Nord- und Südamerika die Zahl der schweren Verläufe abgenommen habe.

17:37 Uhr

Italien meldet mehr als 3000 Neuinfektionen

Italien meldet zum ersten Mal seit April wieder mehr als 3000 Positiv-Tests pro Tag, und zwar 3679. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 31 weitere Menschen, die positiv getestet wurden. Insgesamt sind damit in Italien 333.940 Infektionen und 36.061 Todesfälle verzeichnet.

17:04 Uhr

Neue Corona-Infektionen unter Schlachthofmitarbeitern

Erneut gibt es in einem großen niedersächsischen Schlachthof eine größere Zahl von Corona-Infektionen. Betroffen ist der zum Vion-Konzern gehörende Betrieb in Emstek, sagte der Cloppenburger Landrat Johann Wimberg (CDU). Allein am Dienstag seien 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden.

Schon seit einigen Tagen habe es positive Testergebnisse gegeben. In der Summe sei damit bei 63 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Eine Stellungnahme des Unternehmens gab es zunächst nicht.

15:51 Uhr

Hintergrund zu den aktuellen Hotspots

Teile Berlins sind Corona-Risikogebiet, auch in NRW und Niedersachsen wird mancherorts der kritische 50er-Grenzwert gerissen. Die Ursachen für die hohen Fallzahlen in den sieben Hotspots sind unterschiedlich - ein Überblick.

15:46 Uhr

Bremen reißt kritische Obergrenze

In Bremen gibt es 99 neue Corona-Fälle. Damit überschreitet die Hansestadt die kritische Obergrenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Der Wert in der 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 57,6. Für diesen Fall hat der Bremer Senat weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen beschlossen.

15:28 Uhr

Bayern kündigt Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots an

Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test dürfen von morgen an nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) heute in München an.

Das sogenannte Beherbergungsverbot gilt demnach für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Die genauen Gebiete müssen allerdings noch vom bayerischen Gesundheitsministerium benannt werden.

Söder erklärte, diese bedeute "eine Testpflicht de facto für Urlauber, die aus Risikogebieten nach Bayern kommen". Denn wer einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen kann, darf auch weiterhin in Hotels in Bayern übernachten.

14:53 Uhr

Italien führt Maskenpflicht im Freien ein

Italien führt für das ganze Land eine Maskenpflicht im Freien ein, um die Zunahme der Corona-Infektionen zu verringern. Das teilte das Gesundheitsministerium mit, nachdem sich das Kabinett auf die Maßnahme geeinigt hatte.

Italien hat in den letzten zwei Monaten einen stetigen Anstieg neuer Fälle verzeichnet, obwohl die Zahlen hier immer noch viel niedriger sind als in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und Großbritannien. Das Kabinett genehmigte auch ein Dekret zur Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 31. Januar, hieß es aus dem Kabinett.

14:35 Uhr

Dänemark verlängert Corona-Maßnahmen bis Ende Oktober

Die in Dänemark geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung werden bis zum 31. Oktober verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke in Kopenhagen bekannt. Nach einem vorherigen Anstieg der dänischen Infektionszahlen hatte die Regierung Mitte September neue Beschränkungen eingeführt. Restaurants, Cafés und Kneipen in ganz Dänemark müssen seitdem bereits um 22 Uhr schließen. Zudem muss man seither in allen Lokalen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die maximale Teilnehmerzahl für öffentliche Versammlungen wurde auf 50 herabgesetzt, das wurde später auch auf private Veranstaltungen etwa in Restaurants erweitert.

Arbeitnehmer werden aufgefordert, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten. Soziale Kontakte sollen die Dänen generell begrenzen und den öffentlichen Nahverkehr in Stoßzeiten meiden. Mittlerweile haben sich die Corona-Zahlen in Dänemark wieder etwas gebessert. Dies sei jedoch kein Grund, um auf dem Weg in die Winterzeit den Griff um das Virus zu lockern, sagte Heunicke. Die Infektionszahlen in der Region um Kopenhagen seien fallend, aber das Niveau sei weiterhin hoch.

14:08 Uhr

AfD-Bundestagsabgeordnete verstoßen zum Teil gegen Maskenpflicht

Mehrere AfD-Abgeordnete haben in der ersten Sitzung des Bundestags nach Anordnung der Maskenpflicht demonstrativ gegen diese Vorschrift verstoßen. Parlamentarier wie Armin Paul Hampel oder Beatrix von Storch betraten den Plenarsaal vor Beginn der heutigen Sitzung ohne Mund-Nasen-Schutz und gingen so zur Abgeordnetenbank. Vorbildlich verhielt sich dagegen Fraktionschef Alexander Gauland, der mit Maske kam.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) bat die Abgeordneten zum Sitzungsbeginn "nachdrücklich", sich an die Auflagen zu halten. "Bitte denken Sie also daran, auch wenn Sie durch den Saal gehen oder sich mal kurz mit einem Kollegen unterhalten wollen, eine Maske zu tragen."

Als während der folgenden Regierungsbefragung die AfD-Abgeordnete Franziska Gminder ohne Maske in den Plenarsaal kam, forderte Schäuble sie energisch auf, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Er erteilte der Abgeordneten aus Heilbronn eine Ermahnung. Als ihm daraufhin von Storch zurief, er trage selbst keine Maske, erhielt sie einen Ordnungsruf. Schäuble saß zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz des Sitzungspräsidenten. Dort ist das Tragen einer Maske ebensowenig vorgeschrieben wie auf den Abgeordnetenbänken und am Rednerpult.

14:02 Uhr

Iran: Zahl der Neuinfektionen erneut angestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Iran ist erneut sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den letzten 24 Stunden über 4000 Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben fast 240 Iraner im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar liegt die Zahl der Infizierten bei 483.844, die der Corona-Toten bei 27.658, so Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Wegen der hohen Fallzahlen wurde seit letztem Sonntag eine einwöchige Ausgangssperre in mehreren Großstädten verhängt, die voraussichtlich verlängert wird. Besonders schlimm ist die Lage in der Hauptstadt Teheran mit ihren 13 Millionen Einwohnern. Gesundheitsexperten schlagen Alarm und befürchten insbesondere Engpässe bei der medizinischen Versorgung der Patienten. Seit Wochen kommt es im Iran alle 20 bis 25 Sekunden zu einer Neuinfektion und alle fünf bis sieben Minuten zu einem Todesfall.

13:41 Uhr

Salzburger Osterfestspiele passen Programm an Pandemie an

Die Salzburger Osterfestspiele passen ihr Programm für das Frühjahr 2021 bereits jetzt an die Corona-Situation an. Die Oper "Turandot" mit Anna Netrebko und der Sächsischen Staatskapelle Dresden werde in Form eines Konzerts gegeben, teilten die Festspiele mit. "Wir haben uns entschieden, nicht ganz auf dieses großartige Werk verzichten zu wollen, aber der derzeitigen unsicheren Lage Rechnung zu tragen", erklärte der künstlerische Leiter Christian Thielemann, der das Puccini-Werk auch dirigieren wird. Die Platzvergabe der Osterfestspiele, die vom 27. März bis zum 5. April stattfinden, soll sich an dem Sicherheitskonzept der Salzburger Festspiele im August orientieren.

13:36 Uhr

Bundesregierung: Großstädte müssen Virus konsequent eindämmen

Von vielen Corona-Fällen betroffene Großstädte wie Berlin sollten Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge konsequente Maßnahmen ergreifen, um die sprunghaft steigenden Infektionszahlen unter Kontrolle zu bekommen. Damit hätten zuletzt beispielsweise Gütersloh und München gute Ergebnisse erzielt. Ziel müsse es bleiben, dass die Gesundheitsämter vor Ort Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen können. Dafür seien niedrige Infektionszahlen nötig, sagt der Sprecher der Bundesregierung.

13:34 Uhr

Chef des UNHCR-Flüchtlingshilfswerks mit Coronavirus infiziert

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Grandi auf Twitter mit. Er nahm deshalb von Zuhause in Genf aus an Beratungen des Exekutivausschusses der Organisation teil. «Ich habe nur milde Symptome und hoffe, dass ich mich bald erhole», schrieb Grandi. Der italienische Diplomat (Jahrgang 1957) leitet das UNHCR seit Anfang 2016.

13:32 Uhr

Schweiz meldet mehr als 1000 Neuinfektionen

Erstmals seit Anfang April ist in der Schweiz die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden über die 1000er-Marke gestiegen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete 1077 laborbestätigte Fälle in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Insgesamt haben sich seit Beginn der Aufzeichnung im Februar 57.709 Personen mit dem Erreger angesteckt, 1789 sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

13:31 Uhr

Erneut Corona-Infektionen bei Schlachthof-Mitarbeitern

Erneut hat es in einem großen Schlachthof in Niedersachsen eine größere Zahl von Corona-Infektionen gegeben. In dem Betrieb in Emstek im Landkreis Cloppenburg seien bei Tests unter Mitarbeitern in den vergangenen Tagen insgesamt 63 Fälle bekannt geworden, teilte Landrat Johann Wimberg (CDU) mit.

Der Schwerpunkt der Infektionen sei im Bereich der Grobzerlegung festgestellt worden. Mitarbeiter im Bereich der Schlachtung seien hingegen kaum betroffen. Der Betrieb in dem zum Vion-Konzern gehörende Schlachthof solle zunächst eingeschränkt, aber nicht komplett heruntergefahren werden. Ob das öffentliche und private Leben wegen der Neuinfektionen flächendeckend im Landkreis eingeschränkt werden muss, stehe noch nicht fest, sagte Wimberg.

13:31 Uhr

Brüssel schließt Bars und Cafés wegen Corona für einen Monat

In Brüssel müssen Bars und Cafés wegen der Corona-Pandemie für einen Monat dicht machen. Die Regelung tritt am Donnerstag in Kraft und gilt bis mindestens zum 8. November, wie die Behörden der belgischen Hauptstadtregion mitteilten. Demnach ist in dieser Zeit auch der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten. Restaurants können hingegen unter Auflagen weiter öffnen.

Belgien verzeichnet derzeit einen starken Anstieg der Ansteckungszahlen mit dem neuartigen Coronavirus. Zuletzt infizierten sich mehr als 2000 Menschen täglich mit dem Erreger, rund ein Drittel davon in der Hauptstadt Brüssel. Auch die Zahl der Corona-Toten und der Krankenhauseinweisungen stiegen zuletzt wieder.

13:26 Uhr

Ifo-Chef: Zweite Corona-Welle bremst privaten Konsum

Die zweite Welle steigender Corona-Fälle in Deutschland dürfte zu einer Zurückhaltung der Verbraucher und damit weniger Konsum führen, erklärt der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest. "Die in Deutschland bislang sehr kräftige wirtschaftliche Erholung dürfte sich im vierten Quartal deshalb deutlich verlangsamen", sagt der Ökonom dem "Handelsblatt".

"Einen zweiten Einbruch mit negativen Wachstumsraten im vierten Quartal sollte man aber vermeiden können, wenn die Pandemie unter Kontrolle bleibt." Die öffentliche Hand habe zuletzt richtig gehandelt und Einschränkungen differenzierter vorgenommen als beim Lockdown im Frühjahr. Wichtig sei, dass die Politik die Testkapazitäten weiter ausdehne, Schnelltests einsetze und auch finanziere.

13:24 Uhr

Brasilien: Corona-Hilfe mit "schwimmenden Kliniken"

"Ärzte ohne Grenzen" setzt in Brasilien "schwimmende Kliniken" ein, um indigene Gemeinden in der Corona-Pandemie medizinisch zu versorgen. Die Boote ermöglichten eine Basisgesundheitsversorgung entlang der Flüsse und seien für den Infektionsschutz umgerüstet worden, teilte die Hilfsorganisation in Berlin mit: "Unser Einsatz ist eine Gratwanderung." Die Behandlung von Infizierten müsse sichergestellt werden, ohne dass das Coronavirus weiter in die Gemeinden im Amazonasgebiet getragen werde.

Mit kleineren Booten könnten Teams Hausbesuche machen, um Patienten zu versorgen, Corona-Tests vorzunehmen und Infektionsketten zu verfolgen. Brasilien mit fast fünf Millionen Corona-Fällen ist nach den USA und Indien das Land mit den höchsten Infektionszahlen weltweit. Fast 150.000 Menschen sind in Brasilien nach einer Corona-Infektion gestorben. Pro Tag werden etwa 40.000 neue Infektionen gemeldet.

13:19 Uhr

Neue Test-Strategie hilft Reisebranche nicht

Die neue Corona-Teststrategie der Bundesregierung wird der Reisebranche zunächst nicht helfen. Das geht aus dem Entwurf für die Teststrategie hervor, die ab dem 15. Oktober zusammen mit neuen Quarantäneregeln gelten soll. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wird demnach der Einsatz und die Bezahlung der neuen Corona-Schnelltests zunächst auf Krankenhäuser und Pflegeheime begrenzt. Zudem sollen diese Tests wie auch die bisherigen sogenannten PCR-Tests nur durch medizinisches Personal vorgenommen werden.

Die Schnelltests gelten als weniger aussagekräftig als die herkömmlichen Corona-Tests, werden aber vom Gesundheitsministerium als wichtige Ergänzung angesehen. Ursprünglich hatte etwa die Reisebranche darauf gesetzt, dass solche Schnelltests auch bei Reisenden eingesetzt werden können.

13:14 Uhr

Minister: Corona-Zahl in Großbritannien "sehr ernstes Problem"

Die steigende Corona-Infektionszahl und der hohe Stand der Covid-19-Patienten in englischen Kliniken setzen Großbritannien unter Druck. Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete die steigende Fallzahl und Krankenhausaufenthalte als ein "sehr ernstes Problem." Die Herausforderung bestehe darin, mit diesem zweiten Gipfel so umzugehen, dass er so wenig Schaden wie möglich verursacht. "Zum Glück wissen wir weit mehr darüber als beim ersten Mal", so der Minister.

13:13 Uhr

AfD klagt gegen Maskenpflicht im Bundestag

Die AfD will gegen die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angeordnete Maskenpflicht im Bundestag vor Gericht ziehen. "Wir wollen klären, ob der Bundestagspräsident uns Abgeordnete und unsere Mitarbeiter im Parlament zum Tragen von Masken verpflichten kann", sagte der Abgeordnete Stephan Brandner.

Der Nutzen von Mund-Nase-Schutz sei "höchst umstritten", erklärte der Jurist. Außerdem bestehe keine pandemische Lage. Abstand zu anderen Menschen zu halten, sei völlig ausreichend. Wer sich zusätzlich schützen wolle, könne dies gerne tun. Unterschiedslos alle zu verpflichten, sei jedoch unverhältnismäßig.

Seit Dienstag gilt in den Gebäuden des Parlaments eine allgemeine Maskenpflicht. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen.

12:41 Uhr

Kanzleramtschef kritisiert innerdeutsche Reisebeschränkungen

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat die von einigen Bundesländern verhängten Reisebeschränkungen für Menschen aus deutschen Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen kritisiert. Er verstehe zwar, "dass Bundesländer mit niedrigem Infektionsgeschehen versuchen, sich vor einer Ausbreitung des Virus zu schützen", sagte Braun der "Bild". "Das ist nachvollziehbar, aber kann nur eine Behelfsmaßnahme sein, die ihrerseits viele Probleme hervorruft."

Bund und Länder seien gemeinsam in der Pflicht, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wirksam zu unterbinden, betonte Braun. "Das entscheidende Mittel dafür ist, die Infektionszahlen so niedrig zu halten, dass die vollständige Kontaktnachverfolgung erhalten bleibt oder in den Hotspots schnellstmöglich wieder erreicht wird."

12:02 Uhr

Polizeieinsatz in Maskenverweigerer-Hotel

Mit dem Schriftzug "Es sind auch Gäste ohne Mund-Nasen-Schutz willkommen" hat ein Hotel in Bamberg geworben. Die Polizei schritt daraufhin wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein und stieß auf Widerstand. Der Wirt und seine Frau gerieten mit den Polizisten aneinander. Beim Einsatz wurden vier Beamte leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. "Das reicht vom Kratzer an der Stirn bis zum verstauchten Finger", erklärte ein Sprecher.

Ein Tourist hatte die Polizei darüber informiert, dass das Hotel explizit Gäste ohne Maske willkommen heiße. Auch die Mitarbeiter trugen bei der Kontrolle keinen Mund-Nasen-Schutz, auf Abstandsregeln wurde nicht geachtet. Der Hotelier und seine Frau sollen den Einsatz trotz mehrfacher Belehrung der Polizisten gefilmt haben. Die Polizei ermittelt wegen tätlichen Angriffs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz.

11:35 Uhr

Bericht: Netanyahus Frau verstieß gegen Corona-Vorschriften

Sara Netanyahu, die Frau des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, hat einem Bericht zufolge gegen die in dem Land geltenden Corona-Vorschriften verstoßen. Wie die Zeitung "Jediot Ahronoth" berichtete, ließ Sara Netanyahu vergangene Woche einen Friseur in die Residenz des Regierungschefs in Jerusalem kommen. Gemäß der Lockdown-Vorschriften ist es untersagt, Menschen in anderen Haushalten zu besuchen.

Netanyahu teilte über einen Sprecher mit, sie sei davon ausgegangen, dass der Besuch des Friseurs erlaubt sei, weil sie eine einflussreiche öffentliche Person sei und ein für die Öffentlichkeit bestimmtes Video drehen sollte, in dem zum Tragen von Masken aufgerufen werde. In Israel war am 18. September nach stark gestiegenen Infektionszahlen ein landesweiter Lockdown verhängt worden.

Benjamin und Sara Netanjahu | null

Soll gegen Corona-Vorschriften verstoßen haben: Sara Netanjahu, hier mit ihrem Mann Benjamin Netanjahu (Archivbild).

11:30 Uhr

Wieder Höchstwert an Neuinfektionen in Polen

Polen meldete wieder einen Tagesrekord von 3003 neuen Coronavirus-Fällen sowie 75 weitere Tote. Insgesamt gab es damit bisher 107.319 positive Tests und 2792 Corona-Tote in Polen.

11:27 Uhr

UN: Pandemie wirft Lateinamerika um zehn Jahre zurück

Die Corona-Pandemie wirft die Wirtschaft Lateinamerikas nach Einschätzung von UN-Experten um ein Jahrzehnt zurück. Die Region erlebe die schlimmste Wirtschaftskrise in einem Jahrhundert, sagte Alicia Bárcena, die Chefin der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC). Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr voraussichtlich um 9,1 Prozent schrumpfen und am Ende des Jahres auf dem Niveau von 2010 sein.

Die Zahl der Arbeitslosen in Lateinamerika wird der Analyse zufolge um 18 Millionen auf 44 Millionen Menschen steigen. Das Ausmaß der Armut wird sogar auf die Höhe von 2005 klettern. ECLAC prognostiziert, dass infolge der Covid-19-Pandemie bald 231 Millionen Menschen in der Region in Armut leben müssen. Die Erholung von der Krise historischen Ausmaßes werde lange dauern, warnte Bárcena.

11:24 Uhr

Lieferprobleme bedrohen britisches Corona-Test-Programm

Lieferprobleme des Schweizer Pharmakonzerns Roche könnten in Großbritannien das Coronavirus-Test-Programm beeinträchtigen. Der Arzneimittelhersteller aus Basel räumte ein, dass es aufgrund von Problemen in seinem Verteilzentrum in Sussex, Südengland zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Produkten komme, darunter auch Corona-Tests. Dem Versand von Corona-Tests werde Vorrang eingeräumt und es werde alles getan, um die Versorgung des nationalen Gesundheitssystems NHS mit diesen Tests sicherzustellen, erklärte Roche.

Der vor allem für seine Krebstherapien bekannte Konzern ist auch der weltgrößte Anbieter von Apparaturen und Methoden zur Diagnose von Erkrankungen und einer der NHS-Hauptlieferanten für diagnostische Tests. Die Behörde war erst vor wenigen Tagen von einer technischen Panne betroffen, die die Meldung von 15.000 positiven Testergebnissen verzögerte.

Wie lange es dauern wird, die Lieferprobleme zu beheben, die auf den Wechsel in ein neues Vertriebszentrum zurückgehen, war nicht zu erfahren. Roche arbeite mit Hochdruck an der Sache und habe zusätzliches Personal eingestellt, erklärte ein Sprecher des Konzerns.

11:15 Uhr

CSU attackiert Berliner Senat wegen steigender Corona-Zahlen

Die CSU hat den Berliner Senat wegen der steigenden Corona-Zahlen in der Hauptstadt scharf kritisiert. "Wir brauchen konsequentes Handeln dort, wo die Lage außer Kontrolle zu geraten droht. Das ist augenscheinlich in Berlin der Fall", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Nachrichtenagentur dpa. Die Zahlen der Neuinfektionen in einzelnen Bezirken seien Anlass zur Sorge. "Dort grassiert auch vor allem unter jüngeren Menschen die Unvernunft. Berlin ist in weiten Teilen Risikogebiet."

Blume sagte, zwar seien nun neue Maßnahmen beschlossen worden. "Doch was helfen Beschlüsse, wenn sie nicht umgesetzt werden." Schon in den vergangenen Wochen sei die Einhaltung der Corona-Regeln nicht kontrolliert worden. "Der rot-rot-grüne Senat in der Hauptstadt ist dieser Aufgabe nicht gewachsen. Die Unfähigkeit des Senats wird zu einem Risiko für ganz Deutschland. Das muss sich schnell ändern."

11:02 Uhr

Pandemie verursacht Defizit in öffentlichen Haushalten

Die Corona-Pandemie belastet die öffentlichen Haushalte und hat zum ersten Mal seit Jahren ein Finanzierungsdefizit entstehen lassen. Die Einnahmen der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung gingen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals seit dem Jahr 2012 zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Summe sank demnach um knapp fünf Prozent auf 709,4 Milliarden Euro. Zugleich stiegen die Ausgaben um 8,6 Prozent auf 797,8 Milliarden Euro. Die Lücke führt zu einem kassenmäßigen Finanzierungsdefizit von 89,8 Milliarden Euro, wie das Bundesamt berichtete. Ein Defizit für die erste Jahreshälfte hatte der öffentliche Gesamthaushalt demnach zuletzt im Jahr 2015 verzeichnet.

10:52 Uhr

Israel: Einschränkungen für Demonstrationen verlängert

Das israelische Kabinett hat die im Zuge des Corona-Lockdowns geltenden Einschränkungen für Demonstrationen verlängert. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte, wurde bei einer Telefonkonferenz der Minister beschlossen, einen speziellen Coronavirus-Notstand bis zum 13. Oktober auszudehnen.

Unter diesen fallen auch die Vorschriften für Demonstrationen. Wer protestieren will, darf dies während des geltenden kompletten Lockdowns nur innerhalb eines Umkreises von 1000 Metern von seinem Zuhause und in Gruppen von maximal 20 Menschen.

Begründet wurden die Maßnahmen mit einer möglichen Ansteckungsgefahr. Kritiker bezeichnen sie dagegen als antidemokratisch und sehen sie vor dem Hintergrund des gegen Netanjahu laufenden Korruptionsprozesses.

Polizisten stoßen in Tel Aviv mit Demonstranten zusammen, die trotz eines landesweiten Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie gegen den Premierminister Netanjahu protestieren. | dpa

Am Dienstagabend gab es in Israel erneut Proteste: Polizisten stoßen in Tel Aviv mit Demonstranten zusammen, die trotz eines landesweiten Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie gegen Premierminister Netanjahu auf die Straße gehen. Bild: dpa

10:22 Uhr

Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf für 2020 abgesagt

Das ursprünglich schon für September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Zuschauern wird 2020 nicht mehr stattfinden. Das teilte eine Sprecherin des Veranstalters Marek Lieberberg mit. "Die Voraussetzungen dafür sind einfach nicht gegeben", sagte sie. Es gebe einen Anstieg der Infektionszahlen.

Ein weiterer Grund: Das Konzept sah vor, das Dach in der Düsseldorfer Fußball-Arena während der Show offen zu lassen. Auch das sei nun - es wird langsam kalt - nicht mehr möglich. Auch sei fraglich, ob man die Künstler in der geplanten Konstellation wieder zusammenbringen könne. "Deswegen haben wir gesagt: Wir planen nicht mehr für dieses Jahr." Zuvor hatte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Um die einst für den 4. September angesetzte Show - unter anderem mit Rocker Bryan Adams und Pop-Sängerin Sarah Connor - hatte es ein großes Tauziehen gegeben, das zu massiven Verstimmungen zwischen der Stadt Düsseldorf und der nordrhein-westfälischen Landesregierung geführt hatte.

10:17 Uhr

Australien rechnet frühestens Mitte 2021 mit Impfstoff

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus wird nach Schätzung der australischen Regierung frühestens Mitte 2021 im Land ausgegeben. Das entspreche einem "best case"-Szenario, mit dem Milliardensummen in der australischen Wirtschaft gerettet werden könnten, sagte Schatzkanzler Josh Frydenberg. Das australische Schatzkanzleramt und die Gesundheitsbehörden gehen in ihren Prognosen davon aus, dass ein Impfstoff gegen Covid-19 Ende 2021 in großem Umfang verfügbar sein wird. Die Regierung habe dem Land die beste Chance gegeben, einen Impfstoff zu bekommen.

Am Dienstag hatte Frydenberg eine Reihe von Maßnahmen in der Pandemie vorgestellt, die im aktuellen Haushaltsjahr ein Rekorddefizit von umgerechnet rund 130 Milliarden Euro reißen würden. Unter der Annahme, dass ein Impfstoff eher Ende 2021 als im kommenden Juli verfügbar sein wird, sollen die Jahresdefizite im kommenden Haushaltsjahr und darüber hinaus wieder sinken. Die Regierung in Canberra hat mit den Pharmakonzernen AstraZeneca und CSL vereinbart, dass ein erfolgreicher Impfstoffkandidat für die australische Bevölkerung auf australischem Boden - fast vollständig in Melbourne - produziert wird. Die Regierung hat der Bevölkerung von 26 Millionen Menschen eine kostenlose Impfung zugesagt.

10:07 Uhr

Ifo-Umfrage: Weltwirtschaft schrumpft um rund 4,4 Prozent

Die Corona-Krise sorgt Ökonomen zufolge in diesem Jahr für ein Schrumpfen der Weltwirtschaft um 4,4 Prozent. Dies geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts und des Forschungsnetzes EconPol Europe unter 950 Wirtschaftsexperten aus 110 Ländern hervor. Die Erholung dürfte mit plus 3,2 Prozent im nächsten Jahr langsamer verlaufen. "Sie könnte sich vielerorts mindestens bis ins Jahr 2022 hinziehen, bevor das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist."

Als wirksamste wirtschaftspolitische Maßnahmen nennen die Experten Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Firmen sowie Verbesserungen der Gesundheitssysteme. Die Kurzarbeit sehen vor allem Ökonomen aus Ländern, in denen sie eingesetzt werde, als sehr geeignet an. Viele Fachleute plädierten auch für vorübergehende Steuerstundungen und zusätzliche Kinderbetreuungsangebote.

09:25 Uhr

Ärztepräsident: Behörden sollen gegen illegale Partys vorgehen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat ein konsequentes Vorgehen von Polizei und Ordnungsämtern gegen illegale Partys und Verstöße gegen Corona-Infektionsschutzauflagen gefordert. Angesichts der steigenden Neuinfektionen in Teilen Berlins und anderen Großstädten halte er dies für "sehr angemessen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der "Passauer Neuen Presse".

Wenn es gelinge, Infektionscluster konsequent zu isolieren und Infektionsketten schnell zu unterbrechen, "bleibt die Situation unter Kontrolle", betonte Reinhardt. Er mahnte die Menschen zur Wachsamkeit. "Jeder trägt Verantwortung dafür, einen Lockdown unserer Wirtschaft, Schulschließungen und andere Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Lebens zu verhindern." Jeder solle daher sein eigenes Verhalten kritisch hinterfragen, etwa, ob die Geburtstagsfeier in diesem Jahr nicht auch kleiner ausfallen könne.

09:18 Uhr

Tschentscher sieht innerdeutsche Reisebeschränkungen kritisch

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich kritisch zu innerdeutschen Reisebeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie geäußert. "Wir haben in Hamburg nie Reisebeschränkungen zwischen den Landesgrenzen gut gefunden, weil es einfach auch schwierig ist", sagte der SPD-Politiker im Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Es nützt ja nichts, dass man aus den Hotspots sozusagen, aus den großen Metropolen nicht ins Umland darf, wenn umgekehrt Menschen aus den Flächenländern selbstverständlich natürlich weiterhin in die Metropolen reisen, dort arbeiten, dort zum Teil eben auch in Clubs und Bars und Restaurants gehen."

09:09 Uhr

Neuseeland hat Coronavirus wieder im Griff

Neuseeland hat nach Angaben der Regierung die Ausbreitung des Coronavirus zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie in den Griff bekommen. "Das ist ein großer Meilenstein. Die Neuseeländer haben das Virus erneut durch ihr gemeinsames Handeln zum Schweigen gebracht", teilte Gesundheitsminister Chris Hipkins mit. Gleichzeitig forderte er die Bevölkerung auf, weiter wachsam zu sein, um Rückfälle zu vermeiden.

Der Inselstaat im Südpazifik hat seit zwölf Tagen keine lokale Neuansteckung mehr verzeichnet. Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern ist dank strikter Maßnahmen bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Im Juni hatte sich das Land für coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt.

Im August waren dann aber Infektionen in der Stadt Auckland aufgetreten. In der Metropole wurde umgehend ein neuer Lockdown verhängt, der schrittweise gelockert wurde. Insgesamt hat das Land nach Angaben der örtlichen Behörden seit Beginn der Pandemie rund 1500 Fälle registriert, 25 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

09:03 Uhr

Israelische Polizei schließt zwölf Synagogen

Die israelische Polizei ist am Dienstagabend gegen illegale Versammlungen in der mehrheitlich von strengreligiösen Juden bewohnten Stadt Bnei Brak vorgegangen. Dabei wurden nach Polizeiangaben zwölf Synagogen geschlossen, die gegen die Corona-Richtlinien des Gesundheitsministeriums verstoßen hätten.

Bei einer der Versammlungen griffen die Beamten demnach einen Corona-Infizierten auf. Bei Polizeieinsätzen gegen Covid-19-Regelverstöße in ultraorthodoxen Vierteln von Modiin Illit und Jerusalem seien zudem insgesamt 24 Personen festgenommen worden. Vier Beamte seien bei Zusammenstößen verletzt worden. In Israel gilt seit Mitte September ein erneuter Lockdown.

08:57 Uhr

Bulgarien verzeichnet Höchstwert bei Neuinfektionen

Bulgarien hat 436 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 22.306. Zudem wurden acht neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt in dem Balkanstaat seit Ende September an.

08:05 Uhr

Berliner Gesundheitssenatorin verteidigt Sperrstunde

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die neuen Verschärfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Ab Samstag gelten in der Hauptstadt eine Sperrstunde und strengere Kontaktverbote für drinnen und draußen. "Das ist das Nachtleben in Berlin, was uns Probleme bereitet hat in den letzten Tagen und Wochen", sagte Kalayci im RBB-Inforadio.

Deswegen hätten sie gezielt Maßnahmen getroffen und gesagt, es sei Schluss damit, nachts Party zu machen. "Aber insgesamt ist auch die Botschaft: Die Zeit der Geselligkeit ist vorbei. Die Lage in Berlin ist ernst", sagte die Senatorin. Jeder Einzelne trage Verantwortung, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Die neuen Regeln gelten zunächst bis Ende Oktober. Wenn sich die Disziplin nicht verbessere, müsse man mit weiteren Verschärfungen rechnen, sagte Kalayci. "Jetzt ist einfach Abstand angesagt. Die Winterzeit ist eine sehr gefährliche Zeit."

08:05 Uhr

Hausärzteverband: Nicht erkältet zur Arbeit gehen

Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Dr. Markus Beier, appelliert an die Bevölkerung, nicht erkältet zur Arbeit zu gehen. Beier sagte Im BR: "Dieses Heroentum, dass man erkrankt arbeitet, kann ich überhaupt nicht empfehlen. Selbst wenn damit keine Covid-19-Infektionen weitergetragen werden, wird das allgemeine Infektionsgeschehen damit angeheizt. Das ist absolut nicht nötig." 

Bei Symptomen wie Husten, Halsschmerzen und Fieber empfehle er, sich zunächst telefonisch an die Hausärztin oder den Hausarzt zu wenden. "Die kennen mich. Mit denen kann ich dann eben auch im Einzelfall entscheiden, bleibt man nur zuhause und isoliert sich dort selber oder ist auch eine Testung nötig und sinnvoll."

07:59 Uhr

Vestager warnt vor Ausverkauf angeschlagener Firmen nach China

EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager warnt im Zuge der Corona-Krise vor einem umfassenden Aufkauf angeschlagener europäischer Unternehmen durch chinesische Investoren. Bisher sei dies zwar nicht eingetreten - "was aber nicht bedeutet, dass derartige Aufkäufe nicht noch folgen könnten", sagte Vestager den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). 

"Die EU-Staaten haben ihr Budget an staatlichen Beihilfen für die Wirtschaft und angeschlagene Firmen auf drei Billionen Euro erweitert, ein Teil des Geldes fließt bereits ab", sagte Vestager den RND-Zeitungen. Noch seien europäische Firmen also nicht in prekärer Lage. "Aber wir müssen wachsam bleiben."

Margrethe Vestager | REUTERS

Warnt vor einem Aufkauf angeschlagener europäischer Unternehmen durch chinesische Investoren: EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager (Archivbild). Bild: REUTERS

07:27 Uhr

Mehr als 72.000 Neuinfektionen in Indien

Indien hat mehr als 72.000 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden gemeldet. Dem Gesundheitsministerium zufolge stieg damit die Zahl der Infizierten auf 6,76 Millionen. Es starben weitere 986 Menschen an oder mit dem Virus. Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle auf 104.555.

07:24 Uhr

Tschechien meldet Rekord bei Neuinfektionen

Die Behörden in Tschechien haben 4457 neue Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Erstmals seit Ausbruch der Pandemie meldete das Land damit mehr als 4000 erfasste Fälle innerhalb eines Tages. Insgesamt hat Tschechien seit März 90.022 Infektionen gemeldet und 794 Todesfälle.

07:18 Uhr

Studie: Chinesischer Impfstoff scheint in frühen Tests sicher

Die Erprobung eines experimentellen Corona-Impfstoffs in China zeigt einer Studie zufolge erste Erfolge. In der ersten Phase einer klinischen Studie scheine das Mittel, das vom Institut für Medizinische Biologie entwickelt wird, sicher zu sein, schrieben die Forscher. 191 gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 59 hätten keine schweren Nebenwirkungen gehabt. Es seien allenfalls milde Schmerzen, leichte Ermüdung oder Jucken und Schwellungen an der Einstichstelle aufgetreten.

06:58 Uhr

Bericht: Digitalisierung der Gesundheitsämter kommt kaum voran

Eine Digitalisierungsoffensive der Bundesregierung für die 375 Gesundheitsämter in der Corona-Krise kommt einem Bericht zufolge nur schleppend voran. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst berichteten, haben bisher nur wenige Bundesländer mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet und damit bereitstehende Fördergelder beantragt.

Der Bund hatte im Mai 50 Millionen Euro für die technische Modernisierung der Gesundheitsämter und deren Anschluss an das elektronische Melde- und Informationssystem (Demis) bereitgestellt. Wie die Funke-Zeitungen unter Berufung auf die Angaben des Ministeriums berichteten, wurden bis Mitte September Vereinbarungen im Wert von 12,1 Millionen Euro getroffen.

Der Fördertopf wird nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel nach Bevölkerungszahl und Steueraufkommen auf die Länder verteilt. Ob bereits Geld ausgezahlt worden ist, ließ das Haus von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) demnach aber unbeantwortet.

06:53 Uhr

Insgesamt fast fünf Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium hat 41.906 Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,969 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 819 auf 147.494 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

06:44 Uhr

EU kommt bei Corona-Karte für Reisen voran

Die EU-Staaten machen Fortschritte bei den Bemühungen um eine bessere Koordinierung der Corona-Reisebeschränkungen. Wie aus einem Kompromissvorschlag der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervorgeht, könnten sich die Länder auf Kriterien für eine gemeinsame Karte einigen, auf der Regionen je nach Infektionsgeschehen farblich markiert sind.

Für Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die Staaten keine Beschränkungen erlassen. Die Karte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und jede Woche aktualisiert werden. Heute wollen sich die EU-Botschafter mit dem Papier befassen. Kommenden Dienstag könnte es vom Rat der Europaminister angenommen werden.

06:41 Uhr

Weltärztepräsident warnt vor Überforderung des Gesundheitswesens

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat Deutschland ein gutes Zeugnis im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgestellt - aber vor einer Überforderung der medizinischen Kapazitäten gewarnt. "Deutschland steht hervorragend da. Wir haben es in der ersten Welle vermeiden können, dass unser Gesundheitssystem kollabiert" sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Inzwischen gebe es aber wieder eine langsame Zunahme der Infektionen, auf die derzeit noch ohne große Probleme reagiert werden könne. "Irgendwann kommen wir aber in Bereiche, in denen die Kapazitätsgrenzen des Gesundheitswesens überschritten werden. Dann könnte es zu sehr problematischen Zuständen kommen."

Auf die Frage, ob Kliniken und Arztpraxen inzwischen besser vorbereitet seien, sagte er: "Es gibt mehr Schutzmaterial, ja. Ich befürchte aber, dass, wenn bald eine große Zahl an Covid-19-Patienten auf uns zukäme, Betten wieder geschlossen werden müssten, weil das Personal fehlt, um die Kranken zu betreuen." Im Moment sei man von diesem Szenario noch weit entfernt. "Aber: Es gibt bereits heute zu wenig hoch qualifiziertes Intensivpersonal und Ärzte in den Kliniken. Das liegt an dem jahrelangen Kaputtsparen der Krankenhäuser", so Montgomery.

Frank Ulrich Montgomery | null

"Ich befürchte, dass, wenn bald eine große Zahl an Covid-19-Patienten auf uns zukäme, Betten wieder geschlossen werden müssten". Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (Archivbild).

06:31 Uhr

Klopapier-Umsätze trotz Nachfrage-Rückgang höher als vor Krise

Der Bedarf nach Toilettenpapier ist im Jahr 2020 trotz eines zwischenzeitlich schweren Umsatzeinbruchs größer als im Vergleichszeitraum im Jahr davor. Für die Zeit zwischen Januar und Mitte September sei der Umsatz mit Toilettenpapier bei Drogerien und Supermärkten im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent gewachsen, teilte das Marktforschungsunternehmen Iri mit.

Zu Beginn der Corona-Krise waren die Umsätze mit Toilettenpapier in Drogerien und größeren Supermärkten rasant in die Höhe geschnellt. In der zweiten Märzwoche etwa lag der Umsatz um 135 Prozent höher als in der Vergleichswoche 2019, wie aus den Iri-Zahlen hervorgeht. Danach ging es jedoch steil bergab mit der Nachfrage, ehe sich die Zahlen im Juli wieder stabilisierten.

Trotzdem lagen die Umsätze in der zweiten Septemberwoche noch immer um rund neun Prozent unter dem Wert der Vergleichswoche 2019. "Es könnte natürlich zu erneuten Hamster-Käufen kommen", sagte Marktforschungs-Experte Dominick Overbeck von Iri mit Blick auf eine mögliche zweite Pandemie-Welle im Winter. Gleichzeitig könne es jedoch sein, dass die Verbraucher aufgrund der Erfahrungen in der ersten Welle keine Versorgungs-Lücken befürchteten und deshalb auf eine ständige Verfügbarkeit vertrauten.

Eine Supermarktangestellte schichtet Toilettenpapier-Packungen zu einem Turm auf. | dpa

Eine Supermarktangestellte sortiert Toilettenpapier ein: Hamsterkäufe und leere Klopapier-Regale prägten das Bild vom Beginn der Pandemie im Frühjahr. Dann kam der Umsatzeinbruch. Bild: dpa

06:25 Uhr

Biden macht TV-Duell vom Verlauf von Trumps Infektion abhängig

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will nur an dem zweiten Fernsehduell mit Präsident Donald Trump teilnehmen, wenn sein Rivale dann nicht mehr mit dem Coronavirus infiziert ist. "Ich freue mich darauf, mit ihm diskutieren zu können, aber ich hoffe einfach, dass alle Vorschriften eingehalten werden", sagte Biden am Dienstag vor Journalisten. "Wenn er immer noch Covid hat, sollten wir keine Debatte haben", fügte der der frühere Vizepräsident hinzu.

06:21 Uhr

Milliardäre in der Krise reicher geworden

Der Club der Superreichen in Deutschland ist in der Corona-Krise gewachsen und hat mehr Vermögen angehäuft. Das Gesamtvermögen der Dollar-Milliardäre stieg nach einem Einbruch zu Beginn der Pandemie bis Ende Juli auf 594,9 Milliarden Dollar - 505 Mrd. Euro. Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS hervor.

Bei der letzten Untersuchung (Stichtag März 2019) waren es 500,9 Milliarden Dollar. Der Club der Superreichen wuchs seitdem von 114 auf 119 Mitglieder. Vor allem Engagements in schnell wachsenden Bereichen wie Technologie und Gesundheitswesen erwiesen sich der Studie zufolge weltweit und in Deutschland als Treiber.

05:43 Uhr

RKI: 2828 Neuinfektionen und 16 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut meldet 2828 neue Coronavirus-Fälle in Deutschland. Die Gesamtzahl der positiv Getesteten liegt laut RKI damit bei 306.086. Die Zahl der Todesfälle steigt nach Angaben des Instituts um 16 auf 9.562.

05:11 Uhr

Bahn und Bundespolizei kontrollieren verstärkt Maskenpflicht

Die Sicherheitsdienste der Deutschen Bahn und die Bundespolizei kontrollieren derzeit schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen. "Den ersten Schwerpunkt bildet Norddeutschland", teilte die Bahn mit. Heute soll demnach verstärkt im Regional- und Fernverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kontrolliert werden, ob alle Fahrgäste eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Wer das nicht tut, dem droht das Ende der Fahrt sowie mancherorts ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. An den Wochenenden sowie während der Herbstferien will der Konzern in den Fernzügen zudem doppelt so viele Sicherheits-Mitarbeiter einsetzen wie bislang.

05:01 Uhr

US-Gesundheitsbehörde verschärft Zulassungskriterien für Covid-19-Impfstoffe

Die US-Gesundheitsbehörde FDA schraubt die Anforderungen für die Zulassung von Coronavirus-Impfstoffen nach oben. Es müsse zwei Monate lang bei der Hälfte der Testpersonen einer Impfstoffstudie die Wirkung beobachtet werden, teilte die Behörde mit. Damit ist es unwahrscheinlich, dass noch vor den US-Präsidentschaftswahlen ein Impfstoff vorliegt. "Bei der Erteilung einer Notfallgenehmigung für ein Covid-19-Impfstoff ist Offenheit und Klarheit angebracht und entscheidend für das Vertrauen der Öffentlichkeit das Vakzin", sagte Dr. Peter Marks, der verantwortliche FDA-Direktor für die Zulassung von Impfstoffen.

04:50 Uhr

Wieder Proteste gegen Israels Regierungschef Netanyahu

In Israel haben sich am Dienstagabend wieder hunderte Menschen über eine Einschränkung des Demonstrationsrechts hinweggesetzt und gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu demonstriert. In Jerusalem stellten sich die Demonstranten an Straßen und Plätzen auf. Die meisten von ihnen trugen Masken und hielten Abstand, viele hatten israelische Flaggen dabei. In Tel Aviv beteiligten sich hunderte Menschen an den Protesten, wie auf Luftaufnahmen des israelischen Fernsehens zu sehen war. Auch in Tel Aviv hielten die Demonstranten auf dem Platz vor dem israelischen Nationaltheater zunächst Abstand. Als Demonstranten versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen und durch die Straßen zu ziehen, kam es aber zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Das israelische Parlament hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet, das als Bestandteil des Ausnahmezustands wegen der Corona-Pandemie die Demonstrationsfreiheit einschränkt. Kritiker sehen dies als Versuch, die seit Wochen andauernden Proteste gegen Netanjahu zu ersticken. Der Premier steht neben Korruptionsvorwürfen seit Monaten wegen seines Umgangs mit der Corona-Krise in der Kritik.

Fast 120.000 Studierende haben einem Bericht zufolge von Juni bis September Corona-Nothilfen bei den Studentenwerken beantragt - teilweise sogar mehrfach. Insgesamt wurden rund 244.000 Anträge gestellt, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf einen abschließenden Bericht des Deutschen Studentenwerks (DSW) berichteten. In 150.000 Fällen wurde die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) demnach an Studierende in pandemiebedingter Notlage ausbezahlt. Von den Anträgen auf Corona-Hilfe entfielen dem Bericht zufolge 30 Prozent auf ausländische Studierende. Insgesamt wurden demnach bisher rund 65 Millionen Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss an Studierende ausbezahlt, insgesamt standen 100 Millionen Euro zur Verfügung.