Ein Mitarbeiter des Schraubenhändlers Würth schiebt einen Kommissionierungswagen durch einen Gang in der Logistik. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Ausbruch mit 40 Fällen in Logistikzentrum ++

Stand: 08.02.2021 23:17 Uhr

In einem Logistikzentrum der Firma Würth gab es einen größeren Ausbruch. Dabei wurde auch die britische Mutation festgestellt. Der Kaufvertrag der EU über 300 Millionen Impfdosen mit BioNTech/Pfizer steht. Die Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.


  • Neuinfektionen in Großbritannien auf niedrigstem Stand seit zwei Monaten
  • Österreich spricht Reisewarnung für Tirol aus
  • Gericht hebt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg auf
  • Ausfall des Karnevals kostet laut Studie 1,5 Milliarden Euro
  • RKI: 4535 Neuinfektionen und 158 weitere Todesfälle
  • Hannover meldet "deutlich zweistelligen Anteil" an Virus-Mutanten
  • Weltweit knapp 106 Millionen Infektionen
8.2.2021 • 23:17 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Danke für Ihr Interesse.

8.2.2021 • 23:15 Uhr

STIKO-Chef: Mehr Daten zu AstraZeneca nötig

Thomas Mertens, Leiter der Ständigen Impfkommission, hat in den tagesthemen mehr Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffes von AstraZeneca gefordert. "Was wir brauchen, sind Daten, die zeigen, wie gut der klinische Schutz ist", sagte Mertens.

Südafrika hatte am Sonntag verkündet, den Start seiner Corona-Impfkampagne zu verschieben. Hintergrund ist eine Studie, der zufolge der Impfstoff von AstraZeneca nicht umfassend gegen die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante wirksam ist.

8.2.2021 • 23:15 Uhr

WHO warnt vor Ablehnung des AstraZeneca-Impfstoffs

Trotz mehrerer Rückschläge für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Covax-Initiative davor gewarnt, das Vakzin vorzeitig abzuschreiben. Es sei "viel zu früh", den Impfstoff von AstraZeneca als zu wenig wirksam abzutun, sagte der Leiter der Forschungsallianz Cepi. Im Kampf gegen das Coronavirus sei es "absolut entscheidend", alle verfügbaren Mittel "so effektiv wie möglich zu nutzen". 

Cepi, die Impf-Allianz Gavi und die WHO leiten gemeinsam die sogenannte Covax-Initiative, die sich der fairen Verteilung von Corona-Impfstoffen verschrieben hat. Ziel ist es, beispielsweise auch medizinisches und Pflege-Personal in Entwicklungsländern prioritär gegen das Coronavirus zu impfen. 

8.2.2021 • 21:26 Uhr

Ausbruch bei Würth mit britischer Mutation

Bei einem Corona-Ausbruch beim Schrauben- und Werkzeughändler Würth ist bei drei Mitarbeitern die britische Variante des Corona-Virus festgestellt worden. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, sind etwa 40 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei der Überprüfung im Labor wurde in drei Fällen festgestellt, dass es sich um die noch ansteckendere Corona-Mutation aus Großbritannien handelt. Es werde damit gerechnet, dass in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird.

8.2.2021 • 21:16 Uhr

Frankreich: Zahl der Intensivpatienten auf höchstem Stand seit zwei Monaten

In Frankreich werden 3363 Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das ist der höchste Stand seit zwei Monaten. Unterdessen macht die Impfkampagne Fortschritte. Fast 2 Millionen Franzosen sind geimpft.

8.2.2021 • 20:54 Uhr

Facebook verschärft Maßnahmen gegen Corona-Falschinformationen

Facebook will schärfer gegen Falschinformationen über die Pandemie und Impfungen vorgehen. Unter anderem sollen auch Gruppen oder Accounts, die regelmäßig Falschinformationen teilen, gelöscht werden. Zudem soll es den Nutzern leichter gemacht werden, sich über Möglichkeiten für eine Impfung zu informieren, heißt es in einem Blog-Posting des US-Konzerns.

8.2.2021 • 20:36 Uhr

USA: 25 Prozent weniger Neu-Infektionen

In den USA verlangsamt sich das Infektionsgeschehen deutlich. 825.000 Patienten steckten sich in der vergangenen Woche an - und damit 25 Prozent weniger als in der Vorwoche. Sorgen bereiten den US-Gesundheitsbehörden aber die Virus-Mutationen. Regierungsberater Anthony Fauci warnte, die britische Variante könne bis Ende März die dominierende sein.

8.2.2021 • 20:25 Uhr

Müller: Perspektive für Lockerung

Nach den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller brauchen die Menschen eine Aussicht auf mögliche Lockerungen. "Wir sind in einer kritischen Phase. Zum einen geben die zurückgehenden Infektionszahlen Grund zur Hoffnung, aber die diffusen Informationen und Erkenntnisse zu den Mutanten bereiten uns große Sorgen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir wollen und müssen den Menschen aber eine Perspektive für mögliche Lockerungsschritte geben, wenn dies die Infektionszahlen hergeben", so der SPD-Politiker. Er erwarte deshalb, dass die Bund-Länder-Konferenz morgen zumindest auf einen gemeinsamen Rahmenplan einigen werde. "Als MPK-Vorsitzland haben wir in Berlin die Ideen und Vorschläge der letzten Tage und Wochen gesammelt und durch unsere eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse ergänzt."

8.2.2021 • 19:57 Uhr

Bundeswehr beginnt mit Versorgung von Corona-Patienten in Portugal

Bei ihrem Hilfseinsatz im Corona-Hochrisikogebiet Portugal haben die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr mit der Versorgung schwerkranker Patienten begonnen. Die 26 Ärzte und Pfleger waren am Mittwoch von Wunstorf aus nach Lissabon geflogen. Nach einer Einweisungsphase könnten die Deutschen nun im Hospital da Luz in Lissabon im Schichtbetrieb insgesamt acht Patienten betreuen, teilte das Team in Lissabon nach Angaben portugiesischer Medien mit.

Der Einsatz ist zunächst auf drei Wochen angelegt, kann jedoch verlängert werden. Die Corona-Lage in Portugal ist verheerend. Kaum irgendwo wurden zuletzt im Verhältnis zur Bevölkerungszahl mehr Neuinfektionen und mehr Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gemeldet.

8.2.2021 • 19:42 Uhr

Geld aus EU-Aufbaufonds ab Sommer

Die EU-Kommission will die ersten Hilfen aus dem Corona-Aufbaufonds im Sommer auszahlen. "Wenn alle Mitgliedsländer rechtzeitig ratifizieren, werden wir Mitte des Jahres die Gelder an die Mitgliedsstaaten auszahlen und mit dem Begeben der Anleihen beginnen können", sagte Haushaltskommissar Johannes Hahn dem "Handelsblatt". Er rechne damit, dass die EU-Staaten rasch grünes Licht geben.

Der Aufbaufonds mit insgesamt 672,5 Milliarden Euro ist das Herzstück des im Sommer vereinbarten Corona-Aufbauprogramms im Umfang von 750 Milliarden Euro. Das Europaparlament will den Fonds am Mittwoch unter Dach und Fach bringen. Daneben müssen die EU-Staaten den sogenannten Eigenmittelbeschluss ratifizieren. Das ist die rechtliche Grundlage, damit die EU-Kommission Schulden zur Finanzierung der Aufbauhilfen machen kann.

8.2.2021 • 19:05 Uhr

EU kauft weitere 300 Millionen Impfdosen bei BioNTech/Pfizer

Die EU-Kommission hat einen Kaufvertrag über weitere 300 Millionen Impfdosen mit BioNTech/Pfizer abgeschlossen. Die ersten 300 Millionen Dosen hatte die EU im November bestellt und Anfang Januar bekannt gegeben, dass man über die Lieferung von 300 Millionen weiteren Dosen verhandele. Dieser Kaufvertrag ist nun abgeschlossen. 200 Millionen sind demnach fest bestellt, auf weitere 100 Millionen hält Brüssel eine Option. Nach Angaben der EU-Kommission vom Januar sollen die ersten 75 Millionen Dosen der zweiten Bestellung im zweiten Quartal 2021 geliefert werden, der restliche Impfstoff dann bis Ende des Jahres.

8.2.2021 • 18:50 Uhr

Woidke für Lockerungsplan

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält bei sinkender Corona-Gefahr eine Lockerung in Stufen für sinnvoll - allerdings nicht im Februar. "Was zuletzt eingeschränkt wurde, soll wieder zuerst aufmachen. Deshalb haben für mich die Grundschulen Vorrang", sagte Woidke. "Die nächsten Schritte könnten einzelne körpernahe Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk sein." Zu alledem gehörten klare Hygienekonzepte, betonte der Regierungschef. Trotz sinkender Infektionszahlen sei Vorsicht geboten. "Aufgrund der aktuellen Zahlen halte ich es für erforderlich, dass die bestehenden Einschränkungen im Grundsatz über den 14. Februar bis Ende Februar verlängert werden."

8.2.2021 • 18:47 Uhr

Großbritannien: Zusatzimpfungen im Herbst?

Die britischen Behörden befassen sich mit der Möglichkeit, im Herbst Auffrischimpfungen gegen Varianten des Coronavirus vorzunehmen. Das gab der Experte Jonathan Van-Tam bekannt. Das Auftreten der Varianten sei an sich nicht überraschend, sagte er. Auf diese Entwicklung sei man vorbereitet.

8.2.2021 • 18:45 Uhr

WHO-Experten beraten über AstraZeneca

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben über den weiteren Umgang mit dem AstraZeneca-Impfstoff beraten. Südafrika hatte geplante Impfungen mit dem Vakzin wegen Zweifeln an dessen Wirksamkeit gegen die dort vorherrschende Coronavirus-Variante vorläufig gestoppt. "Das sind auf jeden Fall beunruhigende Nachrichten", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Die Entwicklung zeige, dass Vakzine schnell produziert und zu den Menschen gebracht werden müssten. "Wir wissen, dass Viren mutieren, und wir wissen, dass wir bereit sein müssen, Impfungen anzupassen, damit sie wirksam bleiben", sagte der WHO-Chef weiter.

Tedros will sich am Dienstag mit den Experten der Strategie-Gruppe der WHO (SAGE) treffen, um Empfehlungen im Umgang mit dem Impfstoff zu besprechen, den AstraZeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt hat. Er appellierte an die Staatengemeinschaft, jede neu entdeckte Virusmutation an die WHO zu melden. Nur so könne die Organisation die Entwicklung beobachten und entsprechend reagieren.

8.2.2021 • 18:38 Uhr

Mexikos Präsident tritt nach Covid-Genesung wieder auf

Nach rund zweiwöchiger Behandlung wegen einer Covid-19-Erkrankung nimmt Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador seine öffentlichen Termine wieder wahr. Er leitete die wochentägliche Pressekonferenz im Präsidentenpalast. Innenministerin Olga Sánchez Cordero hatte ihn zwei Wochen lang dabei vertreten, während López Obrador in seiner Wohnung im Palast isoliert war.

Nach der Diagnose am 24. Januar war der Linkspopulist am vergangenen Freitag nach eigenen Angaben erstmals wieder negativ auf das Coronavirus getestet worden. Wie üblich, trat López Obrador heute ohne Maske vor die versammelten Journalisten. Er werde auch weiterhin keine tragen, erklärte er. Das sei eine persönliche Entscheidung, das Thema sei politisiert worden. Er betonte auch: "Man kann nicht eingeschlossen leben."

López Obrador hat die Gefahr durch das Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie immer wieder heruntergespielt. Offiziell verzeichnete Mexiko - mit rund 126 Millionen Einwohnern auf Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder - bislang gut 166.000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Das sind nach den USA und Brasilien die drittmeisten Todesfälle weltweit.

8.2.2021 • 18:35 Uhr

Ausgangssperre in den Niederlanden verlängert

In den Niederlanden wird die nächtliche Ausgangssperre bis zum 3. März verlängert. Das gab Justizminister Ferd Grapperhaus nach einer Kabinettssitzung bekannt.

8.2.2021 • 18:34 Uhr

Hannover meldet "deutlich zweistelligen Anteil" an Mutanten

Die Region Hannover hat einen deutlichen Anstieg an Corona-Infektionen mit den Virus-Mutanten gemeldet. Man habe 74 Positivproben untersucht und bei 32 von ihnen die zuerst in Großbritannien festgestellte Virus-Mutante B117 festgestellt, teilte das Gesundheitsamt mit. "Wir müssen also annehmen, dass sich der Anteil der Mutationen deutlich im zweistelligen Prozentbereich bewegt", sagte Cora Hermenau, Gesundheitsdezernentin der Region Hannover. Das Robert Koch-Institut hatte am Freitag geschätzt, dass der Anteil bei 5,8 Prozent lag. Es wird aber mit einer raschen Ausbreitung der ansteckenderen Virus-Mutanten gerechnet.

8.2.2021 • 18:29 Uhr

Neue Statistik: 162.429 Corona-Tote in Russland 2020

In Russland sind einer neuen Statistik zufolge im vergangenen Jahr wesentlich mehr Personen mit einer Corona-Infektion gestorben als bislang gemeldet. Die Statistikbehörde Rosstat gab die Zahl mit 162.429 an. Die Corona-Arbeitsgruppe der Regierung hatte bislang 77.068 Tote vermeldet, den Januar und die ersten Februar-Tage eingerechnet.

Beamte schrieben die Unterschiede verschiedenen Methoden zu. Die Arbeitsgruppe zählt nur solche Toten, bei denen Covid-19 als Haupttodesursache gilt. Zudem basierten die Zahlen der Taskforce auf Daten aus medizinischen Einrichtungen, wohingegen Rosstat auf Todesmeldungen bei Bürgerämtern zurückgreife.

8.2.2021 • 18:24 Uhr

US-Abgeordneter nach Corona-Infektion gestorben

Der US-Abgeordnete Ron Wright aus Texas ist mehr als zwei Wochen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sowie nach diversen gesundheitlichen Problemen gestorben. Das teilte das Büro des Republikaners mit. Er wurde 67 Jahre alt. Im vergangenen Jahr hatte Wright mehrere gesundheitliche Rückschläge erlebt, unter anderem wurde er wegen Lungenkrebs behandelt. Sein Sprecher Matt Langston sagte, Wright sei am Sonntag gestorben. Die genaue Todesursache sei ihm unbekannt, jedoch seien Wright und seine Frau in den vergangenen zwei Wochen in ein Krankenhaus in Dallas eingeliefert worden, nachdem sie an Covid-19 erkrankt seien.

8.2.2021 • 18:21 Uhr

Steinmeier dankt Betriebsräten für Einsatz in Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den rund 400.000 Betriebs- und Personalräten in Deutschland für ihren Einsatz zur Bewältigung der Corona-Pandemie gedankt. Das Funktionieren von Betrieben und Verwaltungen liege natürlich auch immer an der Führung und Betriebsleitung, sagte Steinmeier in Berlin bei einer Videokonferenz mit Betriebs- und Personalräten. Es liege aber auch an diesen, weil sie dafür sorgten, "dass die Dinge nicht aus dem Ruder laufen, die Arbeitsfähigkeit in den Betrieben und Verwaltungen erhalten bleibt".

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, betonte, Betriebs- und Personalräte hätten in den letzten Monaten ganz erheblich zur Sicherheit an den Arbeitsstellen beigetragen - durch ihr Mitwirken beim Erstellen von Hygienekonzepten und Pandemievorschriften.

8.2.2021 • 18:14 Uhr

Briten melden niedrigste Zahl von Neuinfektionen seit zwei Monaten

In Großbritannien nimmt die Infektionsdynamik weiter ab. Mit 14.104 Neuinfektionen meldet die Regierung den niedrigsten Wert seit zwei Monaten. Auch die Zahl der Todesfälle nach einer Corona-Infektion ist rückläufig. Mit 333 Toten registrierten die Behörden zuletzt Ende Dezember mehr Fälle. Inzwischen hätten 12,3 Millionen Bürger mindestens eine Impfung erhalten, gibt die Regierung weiter bekannt. In Großbritannien leben etwa 66,7 Millionen Menschen.

8.2.2021 • 17:17 Uhr

Papst fordert Schuldenerlass und Impfstoff für Entwicklungsländer

Papst Franziskus hat beim Neujahrsempfang für das beim Heiligen Stuhl akkreditierte diplomatische Corps einen Schuldenerlass und die Bereitstellung von Impfstoffen für arme Länder gefordert. Die überhöhte Schuldenlast verhindere deren Erholung und Entwicklung, sagte er. Die Pandemie habe überdies Schwächen des multilateralen Systems deutlich gemacht, betonte Franziskus im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb um den Zugang zu Impfstoffen.

8.2.2021 • 17:09 Uhr

Giffey: Kitas schrittweise öffnen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will bei dem für Mittwoch geplanten Treffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen Plan zur schrittweisen Öffnung von Kitas drängen. Giffey sagte nach einem Treffen mit Fachleuten zur Corona-Lage bei der Kindertagesbetreuung: "Wir brauchen Öffnungsperspektiven."

Man könne mit den Öffnungen von Kitas nicht bis Mai warten, wenn mit den Impfungen für das Personal begonnen werden könne, sagte Giffey und schlug als Überbrückungsstrategie eine massive Ausweitung von Tests vor. Sie forderte die Länder auf, sicherzustellen, dass das Personal zweimal pro Woche getestet werden könne. Dazu könnten auch Schnelltests im Selbsttest zur Anwendung kommen, sagte die Ministerin.

Die Familienministerin schlägt ein Ampelsystem für Kitas vor, das Öffnungen und den Betrieb vorrangig vom Infektionsgeschehen in der jeweiligen Einrichtung selbst abhängig macht.

8.2.2021 • 16:53 Uhr

Baden-Württemberg prüft regionale Ausgangssperren

Nach der Aufhebung der landesweiten nächtlichen Ausgangssperre durch den baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof prüft die Landesregierung eine regionale Regelung. "Nach einer ersten kursorischen Prüfung der Entscheidung scheint uns die Umwandlung in eine inzidenzabhängige regionale Regelung möglich", teilt ein Regierungssprecher mit. Dies werde nun geprüft.

Die seit dem 12. Dezember geltende Ausgangssperre zwischen 20.00 Uhr und 05.00 Uhr habe dazu beigetragen, dass die Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg stärker als in anderen Bundesländern gesunken sei. Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hatte die Ausgangsbeschränkung nach einem Eilantrag einer Tübinger Bürgerin ab Donnerstag 05.00 Uhr gekippt.

8.2.2021 • 16:33 Uhr

Verdi fordert Corona-Prämie auch für Rettungsdienst und Behindertenhilfe

Nach dem Beschluss der Bundesregierung, den Krankenhausbeschäftigten erneut eine Corona-Prämie zu zahlen, hat die Gewerkschaft Verdi eine ähnliche Zahlung für andere Beschäftigte im Gesundheitswesen gefordert. "Es ist absolut richtig, ihre außerordentlichen Leistungen und Belastungen in der Pandemie mit einer Prämie zu honorieren", erklärt Sylvia Bühler, im Verdi-Bundesvorstand für Gesundheitswesen zuständig. "Auch die Beschäftigten im Rettungsdienst und in der Behindertenhilfe erwarten endlich eine Anerkennung ihrer besonderen Belastungen." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat gesagt, der Bund stellt den Krankenhäusern insgesamt 450 Millionen Euro bereit, die diese dann ans Personal auszahlen.

8.2.2021 • 16:02 Uhr

Scholz sagt Hilfen für Impfstoff-Produktion zu

Die Bundesregierung ist nach Worten von Finanzminister Olaf Scholz bereit, Unternehmen zur Produktion von Impfstoffen finanziell zu helfen. "Wir müssen jetzt noch mal alle Anstrengungen unternehmen, um sicherzustellen, dass so viel Impfstoff produziert wird wie möglich", sagt der SPD-Kanzlerkandidat nach einer Parteiklausur. "Wenn eine finanzielle Unterstützung dazu beitragen kann, dass sich die Produktion ausweitet, dann werden wir dazu bereit sein." Scholz nannte aber auch auf Nachfrage keine konkreten Unternehmen oder Summen.

8.2.2021 • 15:28 Uhr

Maschinenbau: Produktion sinkt weniger als befürchtet

Deutschlands Maschinenbauer sind trotz des schlechtesten Jahres seit der Finanzkrise etwas besser durch die Corona-Krise gekommen als zuletzt befürchtet. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank die Produktion 2020 bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Der Verband hatte den Rückgang zuletzt auf 14 Prozent geschätzt. "Das ändert aber nichts daran, dass 2020 für das schlechteste Ergebnis seit der Finanzkrise des Jahres 2009 steht", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Damals verbuchte die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie ein Produktionsminus von knapp 25 Prozent. Für dieses Jahr rechnet der VDMA unverändert mit einem Produktionszuwachs von 4 Prozent.

8.2.2021 • 15:26 Uhr

Russland: Fast 18 Prozent mehr Todesfälle in 2020

In Russland sind im Jahr 2020 nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde 323.802 mehr Menschen gestorben als im Jahr 2019. Das entspricht einer Steigerung von 17,9 Prozent. Allein im Dezember sind demnach 44.435 Menschen nach einer Covid-19-Infektion gestorben.

8.2.2021 • 15:15 Uhr

Italien: Lockdown für Perugia

Aus Angst vor einer Ausbreitung zweier Corona-Mutationen in der italienischen Provinz Perugia hat die zuständige Regionalregierung einen Lockdown verhängt. Mehrere Fälle sowohl der britischen als auch der brasilianischen Variante des Coronavirus seien festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der Regierung der mittelitalienischen Region Umbrien.

In der Provinz Perugia und einigen Kommunen der angrenzenden Provinz Terni gelten deshalb ab Montag für etwas mehr als zwei Wochen die Regeln der Roten Zone. Das öffentliche Leben wird damit sehr stark eingeschränkt. Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte haben zu. Die Menschen dürfen nicht mehr im öffentlichen Raum essen oder trinken und sollen ihre Häuser nur noch für notwendige Dinge, wie etwa Einkaufen oder Arztbesuche verlassen. Fast alle Schüler müssen wieder über das Internet von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Kindergärten bleiben zu. Die gesamte Region Umbrien liegt ohnehin in der Orangen Zone mit strengeren Corona-Regeln.

8.2.2021 • 15:10 Uhr

Hessen: Schrittweise Öffnung der Schulen frühestens Ende Februar

Hessen plant nächste Öffnungsschritte der Schulen frühestens ab dem 22. Februar. Sofern es das Infektionsgeschehen zulasse, sei geplant, die Jahrgangsstufen eins bis sechs ab dem 22. Februar im Wechselmodell zu unterrichten, erklärt das Kultusministerium. Sorgen bereiteten trotz rückläufiger Infektionszahlen die Virus-Varianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien. Die Öffnungsschritte für die Schulen hingen "maßgeblich von der Entwicklung der Pandemie in den kommenden Tagen ab." Die Jahrgangsstufen ab Klasse sieben sollen voraussichtlich "bis auf Weiteres" im Distanzunterricht bleiben.

8.2.2021 • 14:49 Uhr

Spahn: Keine neue Impfregelung für Lehrer und Kita-Personal

Lehrer werden weiterhin nicht bevorzugt gegen das Coronavirus geimpft. In der neuen, seit Montag geltenden Impfverordnung, sei keine besondere Regelung für Lehrer oder Kita-Personal enthalten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Beratungen des Corona-Kabinetts. Spahn begründete dies unter anderem mit der Knappheit der Impfdosen. Solch eine Priorisierung erfordere Impfdosen in einer Zahl, wie sie noch nicht vorhanden sei. 

Außerdem verwies Spahn darauf, dass noch nicht klar sei, inwieweit Kitas und Schulen Drehscheiben für das Coronavirus seien. Spahn hält es mit Blick auf die begrenzte Zahl an Impfstoffen derzeit auch nicht für möglich, dass sich Patienten aussuchen können, mit welchem Impfstoff von welchem Hersteller sie geimpft werden.

8.2.2021 • 14:40 Uhr

Umfrage: Mehrheit in Deutschland gegen spätere Zweitimpfung

Eine Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) lehnt eine spätere Zweitimpfung gegen Corona ab, auch wenn dadurch zunächst mehr Erstimpfungen möglich wären. Laut einer repräsentativen europaweiten Befragung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg würden dagegen 19 Prozent eine Verschiebung befürworten. In Großbritannien, wo dies bereits umgesetzt wird, stimmten 41 Prozent einer späteren Zweitimpfung zu.

Die Impfbereitschaft in Deutschland ist laut HCHE-Umfrage seit November 2020 von 57 auf 62 Prozent gestiegen. Im Vergleich mit den anderen befragten Ländern in Europa belegt Deutschland allerdings den vorletzten Platz. Allein Frankreich hat mit 48 Prozent noch weniger Impfwillige. An der Spitze stehen derzeit Großbritannien und Dänemark mit 80 Prozent.

8.2.2021 • 14:35 Uhr

59 Millionen Arbeitstage ausgefallen

In Deutschland sind wegen der zweiten Corona-Welle bisher schätzungsweise rund 59 Millionen Arbeitstage ausgefallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Allein durch erhöhten Krankenstand, Quarantänemaßnahmen und Schließungen von Kitas oder Schulen werde die Arbeitszeit von Oktober 2020 bis Mitte Februar 2021 um schätzungsweise 276 Millionen Stunden beziehungsweise 6,2 Stunden je Erwerbstätigem abnehmen, teilte das Institut mit. Die Arbeitszeitausfälle durch Kurzarbeit oder Kündigungen seien dabei nicht berücksichtigt.

8.2.2021 • 14:28 Uhr

Österreich spricht Reisewarnung für Tirol aus

Österreich hat für das Bundesland Tirol aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage ab sofort eine Reisewarnung verhängt. Das erklärte die österreichische Bundesregierung. Zuletzt war es in Tirol zu einer starken Ausbreitung der ansteckenderen südafrikanischen Coronavirus-Variante gekommen. "Daher ist alles zu tun, um zu verhindern, dass sich diese Mutationen immer weiter ausbreiten", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Politiker aus Tirol hatten sich im Vorfeld vehement gegen Verschärfungen ausgesprochen und kurz vor der Verkündung ein eigenes Maßnahmenpaket verkündet. Alle nicht notwendigen Reisen nach Tirol sollen laut Appell unterlassen werden. Zudem fordert die Regierung alle Urlauber, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Tirol aufgehalten haben, zu einem Corona-Test auf. Reisende aus Tirol sollen sich vor der Fahrt in ein anderes Bundesland ebenfalls testen lassen.

8.2.2021 • 13:52 Uhr

Wissenschaftler halten offene Schulen für möglich

Wissenschaftler halten das Risiko einer Schulöffnung mit strengen Hygieneauflagen für beherrschbar. Das geht aus den Leitlinien zur Prävention und Kontrolle von Corona-Infektionen in Schulen hervor, die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek vorstellte. Die Fachgesellschaften für Epidemiologie, Public Health, Kinder- und Jugendmedizin und pädiatrische Infektiologie kommen in den 29-seitigen Leitlinien zu dem Schluss, dass Schulen in der Corona-Krise geöffnet bleiben könnten, wenn sie ein klares Set an Hygienemaßnahmen beachten. Dies setze allerdings voraus, die Klassen und Jahrgänge in kleinere und feste Gruppen zu unterteilen.

Dazu kommen strenge Abstands- und Lüftungsregeln, eine konsequente Pflicht zum Tragen medizinischer Masken und die Reduzierung der Personen bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, auch durch eine zeitliche Streckung des angebotenen Unterrichts. Bisher haben die Bundesländer meist nur einzelne dieser Maßnahmen umgesetzt, auch weil sie einen erhöhten Personalaufwand bedeuten. Die Schulen sind von den für Bildung zuständigen Ländern aber mittlerweile bis auf eine Notbetreuung und Ausnahmen für Abschlussklassen geschlossen worden. Die Leitlinien treffen keine Aussage darüber, wann die Schulen wieder öffnen sollten. Darüber wollen Bund und Länder am Mittwoch sprechen.

8.2.2021 • 13:26 Uhr

Klinik-Mitarbeiter erhalten Corona-Prämie von bis zu 1500 Euro

Besonders belastete Klinikmitarbeiter sollen als Anerkennung bis Ende Juni eine Prämie von bis zu 1500 Euro pro Person bekommen. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz am Mittag mit. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit. Die einzelnen Kliniken sollen die coronabedingt besonders belasteten Beschäftigten benennen und die Prämie verteilen. Dabei sollen nicht nur Pflegekräfte, sondern etwa auch Reinigungskräfte berücksichtigt werden können. Kliniken mit mehr als 500 Betten sollen bei mehr als 50 Covid-19-Fällen zum Zug kommen, kleinere Häuser ab 20 Covid-Fällen. Das Gesundheitssystem in Deutschland habe gezeigt, "wie robust es ist", sagt Spahn. Es habe den Stresstest im Gegensatz den jenen anderer Länder bestanden.

8.2.2021 • 13:09 Uhr

Intensivmediziner sehen keine Alternative zu Lockdown

Intensivmediziner sehen weiterhin keine Alternative zum Corona-Lockdown. Die Lage auf den Intensivstationen sei trotz eines Rückgangs der Zahl der Patienten mit einem schweren Covid-19-Verlauf weiterhin ernst, warnte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). "Natürlich können wir den Lockdown nicht unendlich fortsetzen", erklärte Verbandspräsident Gernot Marx. Es sei aber zwingend erforderlich, die derzeit geltenden strengen Corona-Maßnahmen auch über Mitte Februar hinaus zu verlängern. "Anfang März sollten wir dann wieder in die Diskussion einsteigen", erklärte Marx.

Der derzeitige Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Marx geht davon aus, dass die Lage bis Ostern sehr ernst bleibe. "Wenn sich der Rückgang der Corona-Patienten auf den Intensivstationen seit Jahresbeginn in diesem Tempo fortsetzt, wird es April oder Mai, bis die Situation als entspannt gelten kann."

8.2.2021 • 12:56 Uhr

Studie: BioNTech-Impfstoff wirkt gegen zwei Corona-Varianten

Einer Laborstudie zufolge wirkt der Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer auch gegen die in Großbritannien und Südafrika erstmals aufgetauchten Varianten von Sars-CoV-2. Die Daten der Studie seien im Fachblatt "Nature Medicine" veröffentlicht worden, teilten die Unternehmen mit. Es habe sich im Labor gezeigt, dass das Blut von 20 mit dem Impfstoff geimpften Menschen die Schlüsselmutationen der Coronavirus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika neutralisiere, in dem Blut also ausreichend neutralisierende Antikörper waren.

In der Veröffentlichung heißt es unter anderem, nun brauche es klinische Daten, um noch mehr über die Wirkung des Impfstoffs gegen Virusvarianten zu lernen. Die anhaltende Weiterentwicklung von Sars-CoV-2 mache ein kontinuierliches Monitoring der Variationen und möglicher Folgen für die Effektivität von Impfstoffen nötig.
Die britische und südafrikanische Variante des Coronavirus gelten als ansteckender, auch in Deutschland sind sie aufgetaucht.

8.2.2021 • 12:42 Uhr

Gericht hebt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg auf

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hat die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg mit Wirkung ab Donnerstag aufgehoben. In dem unanfechtbaren Beschluss gaben die Richter dem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt. Dem Beschluss zufolge ist die von 20 Uhr bis 5 Uhr geltende pauschale Ausgangssperre wegen der erheblich verbesserten Pandemielage nicht mehr angemessen.

8.2.2021 • 11:51 Uhr

Studie: 1,5 Milliarden Euro Schaden durch Karneval-Ausfall

Der coronabedingte Ausfall des Karnevals verdirbt in diesem Jahr nicht nur vielen Narren die Stimmung, sondern auch vielen Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers das Geschäft. Eine veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall der diesjährigen Session bundesweit mit rund 1,5 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Nachrichtenportal "t-online" über die Studie berichtet. Die IW-Experten berücksichtigten in ihrer Studie nicht nur den Kölner Karneval, sondern auch das närrische Treiben in Düsseldorf und Mainz.

Den größten Schaden erleidet durch den Ausfall des feuchtfröhlichen Feierns die Gastronomie mit rund 660 Millionen Euro. Doch auch dem Einzelhandel entgehen den Berechnungen zufolge Einnahmen in Höhe von rund 330 Millionen Euro. Davon entfallen allein 280 Millionen Euro auf den Kostümverkauf. Dem Hotelgewerbe fehlen 160 Millionen Euro und dem Transportsektor rund 240 Millionen Euro.

8.2.2021 • 11:45 Uhr

Handel fordert Öffnungsperspektive

Der Handel fordert vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel eine baldige Öffnung aller Geschäfte. "Sicheres Einkaufen geht auch unter Pandemiebedingungen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE, Stefan Genth, der "Welt". Alle müssten lernen, mit dem Virus zu leben. "Dazu gehören Öffnungen, schon bevor der Inzidenzwert von 50 erreicht ist." Lebensmittelhändler und Drogerien bewiesen seit Monaten, dass dies unter Einhaltung strikter Hygiene- und Abstandsregeln möglich sei.

Genth äußerte heftige Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der am Wochenende der Gastronomie eine Öffnung womöglich erst Anfang April an Ostern in Aussicht gestellt hatte. "Einen Lockdown bis Ostern werden viele Geschäfte nicht überleben." Bis dahin würden die bislang ohnehin spärlich fließenden staatlichen Hilfen in keinem Fall reichen. 

8.2.2021 • 11:25 Uhr

Hälfte der Corona-Hilfen ausgezahlt

Etwas mehr als die Hälfte der von Unternehmen beantragten November- und Dezemberhilfen sind bis Anfang Februar tatsächlich ausgezahlt worden. Bis heute wurden für diese Hilfen Anträge für ein Fördervolumen von rund 9,4 Milliarden Euro gestellt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Ausgezahlt wurden davon - entweder als Abschlagszahlung oder als reguläre Auszahlung - bisher knapp 5,2 Milliarden Euro. Das entspricht rund 55 Prozent der beantragten Summe. Für November fällt der Anteil der ausgezahlten Mittel mit knapp 63 Prozent höher aus als für Dezember mit 46 Prozent.

8.2.2021 • 10:52 Uhr

Kreisklinikum Calw unter Quarantäne

Der Landkreis Calw bei Stuttgart hat sein Klinikum unter Quarantäne gestellt. Ersten Angaben zufolge sind mehrere Patienten und Mitarbeiter infiziert. Die Untersuchungen auf Corona-Mutationen laufen noch, berichtet der SWR.

8.2.2021 • 10:22 Uhr

Tschentscher gegen automatische Lockerungen

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich gegen automatische Lockerungen der Corona-Beschränkungen bei einem Inzidenzwert unter 50 ausgesprochen. "Es darf keinen Automatismus geben", sagte Tschentscher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir brauchen eine Einschätzung der Gesamtlage und müssen sehr vorsichtig bleiben." Ansonsten könnte der Inzidenzwert schnell wieder bis weit über 50 steigen.

8.2.2021 • 10:17 Uhr

Karliczek fordert "großes Programm" für benachteiligte Schüler

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat eine gemeinsame Kraftanstrengung mit den Ländern gefordert, um benachteiligte Schüler in der Pandemie zu unterstützen. "Wir brauchen ein großes Programm, damit wir den Kindern und Jugendlichen helfen, nach der Pandemie wieder richtig in die Spur zu kommen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es geht ja nicht nur um Wissensvermittlung, sondern ganz stark auch um Persönlichkeitsentwicklung und soziales Miteinander."

Hierzu müssten Bund und Länder einen gemeinsamen Rahmen schaffen, forderte die Ministerin. "Das darf gern eine große Aktion werden - nach dem Motto: Für eine starke Jugend nach Corona." Sie sei mit den Ländern im Gespräch, um ein entsprechendes Programm auf den Weg zu bringen.

8.2.2021 • 10:16 Uhr

SPD-Generalsekretär erwartet Verlängerung des Lockdowns

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erwartet, dass Bund und Länder am Mittwoch eine Verlängerung des Lockdowns beschließen werden. In den Sendern RTL/ntv warnte Klingbeil vor "Überbietungsdebatten" bei möglichen Verschärfungen. Er fügt aber hinzu: "Es zeichnet sich ab, dass die Maßnahmen verlängert werden."

8.2.2021 • 09:36 Uhr

Deutsche Industrie produzierte 2020 weniger

Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 8,5 Prozent weniger produziert als 2019. Nach dem Tiefpunkt während des ersten Corona-Lockdowns im April hat sich die Lage im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich erholt, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Im Dezember lag der preisbereinigte Wert der hergestellten Güter nur noch 1,0 Prozent unter dem Vorjahresmonat und stabil im Vergleich zum November.

Die Industrie im engeren Sinne, also ohne Bergbau und Baugewerbe, legte in dem Monat im Vergleich zum November um 0,9 Prozent zu. Vor allem Vorleistungsgüter (+2,0 Prozent) und Konsumgüter (+2,6 Prozent) zogen an. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 2,9 Prozent niedriger als im Vormonat und die Bauproduktion war um 3,2 Prozent gesunken. Das Baugewerbe ist allerdings deutlich besser durch die Corona-Krise gekommen als das übrige Produzierende Gewerbe.

8.2.2021 • 09:08 Uhr

Russland meldet fast 16.000 Neuinfektionen

In Russland verzeichnen die Behörden binnen 24 Stunden 15.916 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle steigt damit auf über 3,98 Millionen. Zudem starben 407 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 77.068 Todesfälle.

Mann mit Maske vor dem Kreml | AFP

In Russland sind Impfungen wie in Deutschland freiwillig. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 3,98 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Bild: AFP

8.2.2021 • 08:49 Uhr

Scholz: "Müssen Öffnungskonzept konkretisieren"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch über ein "Öffnungskonzept, eine Öffnungsstrategie" sprechen. "Da wird jetzt weiter konkretisiert werden müssen", sagt er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Priorität hätten aus seiner Sicht Schulen und Kitas. Man müsse aber "vorsichtig bleiben", es müsse auf die Mutationen des Virus geachtet werden. Die Impfstoffproduktion müsse so weit wie möglich angekurbelt werden. Gleichzeitig müsse "darüber nachgedacht" werden, wie das Impfen "konkret organisiert wird", sobald mehr Impfstoff vorliege. "Spätestens im zweiten Quartal wird es Wochen geben, in denen wir Millionen Impfungen vornehmen müssen." Das müsse jetzt genau vorbereitet werden, damit im Sommer dann "ziemlich viele" Bürger geimpft seien.

8.2.2021 • 07:35 Uhr

Zweiter Lockdown trifft Mittelstand weniger hart

Der aktuelle Corona-Lockdown trifft Deutschlands Mittelständler einer Umfrage zufolge etwas weniger heftig als die Beschränkungen zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. "Viele haben aus den Erfahrungen des Vorjahrs gelernt und neben Geschäftsmodellen offensichtlich auch Kostenstrukturen angepasst", erläuterte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW. Zudem dürfte die wirtschaftliche Erholung im Sommer und Herbst geholfen haben, Liquiditätsreserven wieder aufzufüllen. Auch die staatlichen Hilfsmaßnahmen trügen zur Stabilisierung bei.

8.2.2021 • 06:40 Uhr

Medienbericht: Pläne für sichere Schulöffnungen

Feste Gruppen, gestaffelter Unterricht, Maskenpflicht: Diese und weitere Maßnahmen empfiehlt offenbar ein vom Bildungsministerium geförderter Leitfaden, der der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorliegt. Er soll Schulöffnungen trotz Pandemie wieder möglich machen.

8.2.2021 • 06:38 Uhr

Altmaier entschuldigt sich bei Firmen für Verzögerungen bei Hilfen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich bei den Unternehmen für die schleppende Auszahlung von Hilfsgeldern in der Corona-Krise entschuldigt. Altmaier sagte in der Internet-Sendung der "Bild"-Zeitung: "Erst einmal entschuldige ich mich dafür, dass es so lange dauert." Er fügte allerdings hinzu, wenn er "irgendeine Möglichkeit" gesehen hätte, die Hilfen zu beschleunigen, "ich hätte es gemacht".

Wirtschaftsverbände und die Opposition kritisieren die Regelungen für die Corona-Hilfen als zu kompliziert und bürokratisch. Altmaier räumte nun ein, dass der Staat bei diesen Hilfen "zu schwerfällig" agiere und schneller werden müsse.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) | dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier reagierte auf den Vorwurf, der Staat reagiere bei den Maßnahmen für Unternehmen zu schwerfällig. Bild: dpa

8.2.2021 • 06:31 Uhr

Österreich lockert Auflagen und verschärft Grenzkontrollen

Österreich lockert heute seine Corona-Einschränkungen. Schulen, Museen und Geschäfte dürfen dann wieder öffnen. Besucher und Kunden müssen aber medizinische Masken tragen. Für Besuche bei Friseuren muss zusätzlich ein negativer Corona-Tests vorgewiesen werden. Auch Treffen von Menschen aus mehr als zwei Haushalten sind ab Montag wieder erlaubt. 

Zugleich will Österreich Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern verschärfen, um eine Verbreitung des Virus durch Reisende einzudämmen. Die Reisebewegungen sollen nach Angaben des Innenministeriums auf ein Minimum reduziert werden.

8.2.2021 • 05:32 Uhr

RKI: 4535 Neuinfektionen und 158 weitere Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 4535 auf insgesamt 2.288.545. Die Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut zudem binnen 24 Stunden 158 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt starben damit seit Beginn der Pandemie 61.675 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 76,0. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Am Wochenende sind die Zahlen allerdings oft niedriger, da weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Daten weiterleiten.

8.2.2021 • 04:41 Uhr

Iran stellt weiteres Corona-Vakzin vor - Tests stehen noch aus

Der Iran hat das zweite im Land entwickelte Corona-Vakzin vorgestellt und nach eigenen Angaben mit Tests am Menschen begonnen. Das berichtete das Staatsfernsehen am Sonntag. Demnach soll das neue Vakzin zunächst an 13 Personen getestet werden. Gibt es keine ernsten Gegenreaktionen, sollen die Tests auf zunächst 20 bis 120 Menschen ausgeweitet werden. Tests an Tieren wurden den Angaben nach bereits abgeschlossen. Der Iran arbeitet auch an einem gemeinsamen Impfstoff mit Kuba.

Anfang Februar hatte der Iran hat die erste offizielle Lieferung im Ausland gefertigter Corona-Impfstoffe erhalten - 500.000 Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V. Das Land mit mehr als 83 Millionen Einwohnern kämpft gegen einen der schlimmsten Corona-Ausbrüche des Vorderen Orients an. Nach offiziellen Zahlen starben mehr als 58.000 Menschen.

Eine Ärztin bereitet eine Impfung mit dem Vakzin "Coviran Barekat" vor | AP

Der Iran hatte bereits Ende vergangenen Jahres den Impfstoff "Coviran Barekat" entwickelt. Nun soll das zweite Vakzin an Menschen erprobt werden. Bild: AP

8.2.2021 • 02:35 Uhr

Wissenschaftler: "Inzidenz unter 50 bis Mitte Februar eher nicht möglich"

Wegen der sinkenden Corona-Inzidenzwerte Entwarnung zu geben, hält Kai Nagel, Professor für Verkehrssystemplanung an der TU Berlin, für verfrüht. "Es wird eher nicht möglich sein, schon Mitte Februar unter den Wert von 50 zu kommen", sagt er der Zeitung "Rheinische Post". Das habe mit den Mutationen des Coronavirus zu tun. "Wir sehen in unseren Simulationen erste Auswirkungen". Die Stufenpläne der Bundesländer zu möglichen Lockerungen der Corona-Verordnungen lockerten aus seiner Sicht an der falschen Stelle: "Eine vollständige Öffnung der Schulen wäre das falsche Signal".

8.2.2021 • 01:59 Uhr

Südafrika will Pfleger und Ärzte nicht mit AstraZeneca-Vakzin impfen

Südafrika will Mitarbeiter des Gesundheitswesens anders als bislang geplant nicht mit dem Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford impfen. Erste Ergebnisse einer klein angelegten Studie wiesen nach Oxford-Angaben jüngst darauf hin, dass das AstraZeneca-Vakzin bei Infektionen mit der südafrikanischen Corona-Variante nur "minimalen Schutz" gegen leichte Verläufe der Krankheit Covid-19 bietet. In der vergangenen Woche hatte das Land die erste Million Dosen des Vakzins erhalten. Es war erwartet worden, dass das Mittel ab Mitte Februar für die Impfungen von Pflegepersonal und Ärzten genutzt wird, die in vorderster Front gegen die Pandemie kämpfen.

An der Studie, die noch nicht unabhängig geprüft wurde, hatten sich etwa 2000 gesunde und junge Menschen beteiligt. Das Risiko einer schweren Erkrankung sei in der Studie nicht erfasst worden, teilten die Universität Oxford in Großbritannien sowie die Witwatersrand-Universität in Johannesburg mit. Die Studienteilnehmer gehörten wegen ihres jungen Alters nicht zu Risikogruppen für schwere Verläufe von Covid-19.

Die zuerst in Südafrika entdeckte neue Variante des Coronavirus ist nach Angaben des Gesundheitsministers Zweli Mkhize mittlerweile für mehr als 90 Prozent der Corona-Infektionen in dem Land verantwortlich.

8.2.2021 • 01:53 Uhr

Altmaier wirbt für Verlängerung des Lockdowns

Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier müsse die schnelle Senkung der Corona-Infektionszahlen absoluten Vorrang vor einer Lockerung des Lockdowns haben. "Mein Rat als Bundeswirtschaftsminister ist, dass wir alles, aber auch wirklich alles tun, damit die Zahlen schneller runtergehen", sagt Altmaier im Politik-Talk der Zeitung "Bild" mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch. Selbstverständlich werde auch an "Öffnungsstrategien" gearbeitet. Derzeit seien die "Zahlen aber noch zu hoch, um konkrete Schritte jetzt schon zu verantworten". Die Zahl der Neuinfektionen sei gegenwärtig noch doppelt so hoch wie zu dem Zeitpunkt, als der Lockdown verhängt wurde.

8.2.2021 • 01:31 Uhr

Weltweit knapp 106 Millionen Infektionen

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 105,98 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 2,31 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Die meisten Ansteckungsfälle verzeichnen die USA, Indien, Brasilien, Russland und Großbritannien.

8.2.2021 • 01:26 Uhr

Grünen-Politiker: Brauchen besseres Monitoring der Corona-Maßnahmen

Mehrere Grünen-Politiker fordern vor den nächsten Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie eine bessere Datengrundlage zur Wirksamkeit der Lockdown-Maßnahmen. "Es findet kein systematisches, wissenschaftliches Monitoring zur Wirksamkeit einzelner Eindämmungsmaßnahmen statt. Diese Versäumnisse machen einen längeren, allgemeineren Lockdown nötig", heißt es in einem Papier der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Maria Klein-Schmeink, des forschungspolitischen Sprechers Kai Gehring und der Sprecherin für Pflegepolitik, Kordula Schulz-Asche, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. "Für eine differenzierte und verantwortungsvolle Öffnung müssen diese Forschungsfragen schleunigst adressiert werden", heißt es weiter. Aus Sicht von Kai Gehring hat die Bundesregierung es versäumt, "die Virus-Übertragung in speziellen Umfeldern wie dem öffentlichen Nahverkehr oder der Schule gezielt und systematisch erforschen zu lassen."

8.2.2021 • 01:03 Uhr

Bis zu 1500 Euro Prämie für Pflegekräfte auf Covid-Stationen

Als Anerkennung für die besonderen Belastungen in der Corona-Pandemie sollen Klinikmitarbeiter erneut eine Prämie von bis zu 1500 Euro pro Person bekommen. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit, wie aus einer Vorlage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für das Kabinettstreffen an diesem Montag hervorgeht. "Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat viele Krankenhäuser und ihre Beschäftigten vor eine noch größere Belastung gestellt als die erste Welle", heißt in der Vorlage, aus der die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" berichten. Die Prämien sollen von den Krankenhäusern bis Ende Juni 2021 an die Beschäftigten ausgezahlt werden.