Ursula von der Leyen | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Von der Leyen rechnet mit mehr Impfstoff ab April ++

Stand: 07.03.2021 23:42 Uhr

EU-Kommissionschefin von der Leyen rechnet mit einer Beschleunigung der Impfkampagne. Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher kritisierte im Bericht aus Berlin, Schnelltests seien zu spät zugelassen worden. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Britische Studie mit freiwillig Infizierten gestartet
  • China plant Gesundheitspass für Auslandsreisen
  • Bund befürchtet keine Insolvenzwelle
  • England lässt 56- bis 59-Jährige impfen
  • Chile spendet Ecuador und Paraguay Impfstoff
  • Israel läutet letzte Lockdown-Phase ein
7.3.2021 • 23:42 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

7.3.2021 • 20:59 Uhr

Von der Leyen: Erhöhte Impfstoff-Lieferungen ab April

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet mit einer deutlichen Beschleunigung der EU-weiten Corona-Impfkampagne ab April. Die Impfstoff-Liefermengen könnten sich ab April "nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen", sagte sie im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montagsausgaben). Pro Monat erwarte sie im zweiten Quartal die Lieferung von rund 100 Millionen Impfstoff-Dosen. Dies würde eine massive Aufstockung der bisher bereitgestellten Impfstoff-Mengen bedeuten.

Von der Leyen sagte den Zeitungen, im Januar seien rund 20 Millionen Impfstoff-Dosen in die EU geliefert worden, im Februar seien es bereits rund 30 Millionen gewesen. Für März erwarte die EU rund 50 Millionen Dosen.

Bei einer Lieferung von 100 Millionen Impfstoff-Dosen pro Monat in die EU müssten in Deutschland laut "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" etwa 20 Millionen Dosen ausgeliefert und verimpft werden. Dafür müssten die hiesigen Impfkapazitäten deutlich hochgefahren werden: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden mit Stand am vergangenen Freitag seit dem 28. Dezember insgesamt nur rund 7,3 Millionen Impfungen in Deutschland verabreicht.

7.3.2021 • 20:03 Uhr

Scholz: Bald zehn Millionen Impfungen pro Woche

Bund und Länder werden die Impfkapazitäten laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz verstärken. "Es wird bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche geben", sagte der Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im ZDF. Dies gelte ab Ende März und für die Monate April, Mai und Juni. Scholz fügt hinzu, dass er sich im Kabinett und beim jüngsten Bund-Länder-Gipfel für Verbesserungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie eingesetzt habe. "Ich tue, was notwendig ist, damit wir gut durch diese Krise kommen."

7.3.2021 • 19:09 Uhr

Frankreich treibt Wochenend-Impfungen voran

Frankreich treibt die Zahl der Impfungen am Wochenende voran. Am Samstag erhielten etwa 220.000 Menschen eine entsprechende Spritze, mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche. "Es ist ein Rennen gegen die Zeit", sagte Verteidigungsministerin Florence Parly bei der Besichtung eines Militärkrankenhauses, in dem ebenfalls geimpft wird.

7.3.2021 • 18:08 Uhr

Tschentscher: "Wir haben zu spät Schnelltests zugelassen"

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat im Bericht aus Berlin kritisiert, dass Schnelltests in Deutschland zu spät zugelassen worden seien. Nun müsse man stukturiert vorgehen und die Pläne des Bundes in den Ländern "Schritt für Schritt" umsetzten. Hamburg habe bereits erste Lieferungen von Schnelltests erhalten.

Schulen und Kitas will der SPD-Politiker in Hamburg bevorzugt mit Schnelltests versorgen. Man müsse die Tests dort einsetzen, wo es am wichtigsten ist - "zunächst einmal Kitas, Schulen, bei körpernahen Dienstleistungen, aber in den weiteren Öffnungsschritten auch überall dort, wo es kritisch ist", so Tschentscher.

Bei der Beschaffung von Impfstoffen bescheinigte Tschentscher dem Bund Versäumnisse. Trotzdem arbeiteten alle Länder und Kommunen "sehr, sehr ernst daran, dass man das jetzt hinbekommt".

7.3.2021 • 16:52 Uhr

Maskenaffäre: Auch Laschet fordert sofortige Rücktritte

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat die in die Masken-Affäre verstrickten Politiker zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. "Wer als Volksvertreter versucht, in dieser Krise für sich persönlich Geld zu verdienen, muss das Parlament unverzüglich verlassen", sagte Laschet dem "Südkurier". "Jeder Abgeordnete, der sich an und in der Krise bereichert, beschädigt das höchste Gut der Demokratie: Vertrauen."

Der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel hatte zuvor angekündigt, sein Abgeordnetenmandat bis Ende August niederzulegen. Löbel und der Neu-Ulmer CSU-Parlamentarier Georg Nüßlein sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken kassiert haben. Nüßlein hatte am Freitag mitteilen lassen, er lege sein Amt als Fraktionsvize der Union nieder und werde in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr für den Bundestag kandidieren.

7.3.2021 • 16:18 Uhr

Unionspolitiker fordern Löbel und Nüßlein zu Rückzug auf

In der Affäre um Provisionszahlungen für die Vermittlung von Maskengeschäften drängen führende Unionspolitiker die beiden Parlamentarier Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) zur sofortigen Aufgabe ihrer Abgeordnetenmandate. "Löbel und Nüßlein müssen vollständig zurücktreten und ihre Mandate im Bundestag umgehend niederlegen", forderte Verteidigungsministerin Annegret Kamp-Karrenbauer (CDU). "Es gibt überhaupt nichts schön zu reden", schrieb Kramp-Karrenbauer im Kurzbotschaftendienst Twitter. Ämter "ruhen" zu lassen, reiche nicht.

Auch CSU-Chef Markus Söder mahnte, die beiden Abgeordneten sollten "umgehend reinen Tisch machen". Der CDU-Kreisverband Mannheim stellte Löbel ein Ultimatum zum vollständigen Rückzug bis zum Monatsende. Ein "Rückzug von allen Ämtern und Mandaten bis spätestens 31. März" sei nötig, "um allen Beteiligten eine unnötige Hängepartie zu ersparen", hieß es in einer Erklärung des Kreisvorstands. Dies sei "unausweichlich, folgerichtig und konsequent".

7.3.2021 • 15:11 Uhr

Äthiopien erhält erste Impfstofflieferung

Äthiopien hat die erste Lieferung mit 2,2 Millionen Dosen Corona-Impfstoff erhalten. Der Impfstoffs des Herstellers AstraZeneca wurden im Rahmen der Covax-Initiative bereitgestellt, die ärmeren Ländern den Zugang zu Impfstoffen erleichtert. Als erste sollen in den kommenden Tagen die Mitarbeiter im Gesundheitswesen geimpft werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Covax will sicherstellen, dass noch in diesem Jahr in jedem Land - egal ob reich oder arm - die am stärksten gefährdeten 20 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft werden können. 

7.3.2021 • 14:56 Uhr

Tschechien vor "kritischer Woche"

Die Regierung in Tschechien rechnet damit, dass die Anzahl der Covid-19-Intensivpatienten weiter steigt. "Die nächste Woche wird am kritischsten", sagte Gesundheitsminister Jan Blatny im Fernsehsender CT. Er gehe davon aus, dass bis zu 300 Ärzte und 1000 Krankenpfleger aus dem ambulanten Bereich zum Einsatz in den Krankenhäusern verpflichtet werden müssen.

Zuletzt waren knapp 7900 Menschen in stationärer Behandlung. Davon waren mehr als 1700 in einem schweren Zustand oder mussten beatmet werden. Tschechien kämpft mit einer dramatischen Corona-Welle. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich rund 800 Menschen je 100.000 Einwohner neu mit dem Coronavirus an - das sind mehr als zehn Mal so viele wie in Deutschland.

7.3.2021 • 14:48 Uhr

Freiwillige für britische Studie mit Corona infiziert

In Großbritannien sind die ersten Freiwilligen im Zuge einer Studie mit Corona infiziert worden. Die sogenannten Human-Challenge-Analysen hätten gestern begonnen, bestätigte das britische Gesundheitsministerium. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden.

Bei dem britischen Projekt wurden junge, gesunde Menschen ausgewählt, die ein vergleichsweise geringes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken. Sie sollen zunächst die geringste mögliche Dosis an Viren zugeführt bekommen, die für eine Infektion notwendig ist. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse, die die Entwicklung von Impfstoffen und die Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen.

7.3.2021 • 14:40 Uhr

Neukaledonien meldet erste Infektionen

Bislang war das französische Überseegebiet Neukaledonien im südlichen Pazifik von Corona-Infektionen verschont worden - jetzt wurden auch dort die ersten Fälle nachgewiesen. Neukaledoniens Präsident Thierry Santa kündigte einen zweiwöchigen Lockdown an, der morgen Abend in Kraft treten soll. Ziel sei es, die "Übertragung des Virus zu unterbrechen, solange noch Zeit dafür ist", sagte Santa vor Journalisten.

7.3.2021 • 14:02 Uhr

Hamburger Polizei löst mehrere unerlaubte Treffen auf

Die Polizei hat am Wochenende in Hamburg wieder einige Treffen aufgelöst, bei denen sich mehrere Menschen nicht an die Corona-Regeln gehalten haben. In Alsterdorf waren 23 Menschen an einer Party beteiligt, in Billstedt haben 15 Menschen ohne Maske und Abstand an einer Glücksspielrunde teilgenommen und auf St. Pauli trafen sich sechs Menschen aus sechs Haushalten in einem Lokal. Ab morgen dürfen sich in Hamburg wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen - wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen.

7.3.2021 • 13:49 Uhr

Kostenlose Schnelltests noch nicht überall verfügbar

Flächendeckende kostenlose Schnelltests bei Ärzten, in Impfzentren und Apotheken wird es in Niedersachsen zunächst noch nicht geben. Die Landesregierung werde aber alles tun, damit den Bürgerinnen und Bürgern Schnelltests angeboten werden können, sagte eine Regierungssprecherin in Hannover.

Berlinerinnen und Berliner dagegen können sich ab morgen unentgeltlich auf das Corona-Virus testen lassen. Für die Schnelltests stehe in jedem Bezirk ein Testzentrum bereit, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. Zum eigenen Schutz und zum Schutz des persönlichen Umfelds seien die Menschen aufgerufen, sich einmal pro Woche testen zu lassen. Sie erhalten dafür eine Bescheinigung.

7.3.2021 • 12:58 Uhr

Theaterbesetzung in Paris geht weiter

Die seit Tagen anhaltende Besetzung des Pariser Theaters Odéon aus Protest gegen die coronabedingte Schließung der Kulturstätten geht weiter. Man führe die Aktion solange fort, bis es konkrete Antworten gebe, erklärten die Schauspieler und Theatertechniker nach dem Besuch der französischen Kulturministerin Roselyne Bachelot am Samstagabend.

Sie besetzen seit Donnerstag die Spielstätte und fordern die Öffnung der seit Ende Oktober geschlossenen Kulturstätten sowie finanzielle Hilfe. Bislang zeichnet sich in Frankreich für die Museen und Schauspielstätten aber keine Öffnungsperspektive ab. 

7.3.2021 • 12:48 Uhr

Niedersachsen impft Grundschul- und Kita-Personal

In Niedersachsen kann ab sofort das Personal in Kindertageseinrichtungen sowie an Grund- und Förderschulen gegen Covid-19 geimpft werden. Ein entsprechender Erlass sei an die Impfzentren gegangen, teilten das Gesundheitsministerium und das Kultusministerium in Hannover mit. Die Zentren sollen zeitnah mit den Schulen und örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Kontakt treten und Termine ausmachen. Impfwillige erhalten dann den Impfstoff von Astrazeneca.

7.3.2021 • 12:23 Uhr

Bukarest nimmt Lockerungen zurück

Fünf Wochen nach ihrer Wiederöffnung müssen Restaurants, Kinos und Theater in Rumäniens Hauptstadt Bukarest wieder schließen. Die Inzidenz der Neuansteckungen mit dem Coronavirus hat in den letzten 14 Tagen die als kritisch geltende Marke von drei pro 1000 Einwohnern überschritten. Deshalb verfügten die Bukarester Behörden, dass ab morgen nur noch die Gastronomie unter freiem Himmel erlaubt ist. In den Schulen wurde die Präsenzpflicht auf die Grundschul- und Abschlussklassen reduziert.

7.3.2021 • 12:00 Uhr

China plant Gesundheitspässe für Auslandsreisen

China will Gesundheitspässe auf dem Smartphone für international reisende Staatsbürger einführen. Darin sollen die Ergebnisse von Covid-19-Tests sowie Impfungen festgehalten werden, sagte Außenminister Wang Yi auf einer Pressekonferenz aus Anlass der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Weil China die die Einreise aktuell stark beschränkt, sitzen viele Chinesen im Ausland fest.

In China sind schon weitere Gesundheitsprogramme auf Handys eingeführt. Damit muss sich jeder bei Inlandsreisen, beim Besuch von Einkaufszentren oder Restaurants nicht nur über einen QR-Code registrieren, sondern auch seine Unbedenklichkeit nachweisen.

7.3.2021 • 11:35 Uhr

Covid-Patienten aus der Slowakei in NRW eingetroffen

Nordrhein-Westfalen nimmt schwer kranke Covid-Patienten aus der Slowakei auf. Aktuell habe die Landesregierung der slowakischen Seite insgesamt zehn Krankenhausplätze angeboten, sagte der Düsseldorfer Europa-Minister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU).

Die ersten beiden Patienten sind inzwischen vom Klinikum Dortmund aufgenommen worden, wie das Krankenhaus auf Anfrage bestätigte. Die betroffenen Patienten seien schwerst erkrankt und würden beatmet. Das Klinikum Dortmund hatte in der Vergangenheit bereits zwei Corona-Patienten aus den Niederlanden behandelt.

7.3.2021 • 11:22 Uhr

Bund befürchtet keine Insolvenzwelle

Der Bund rechnet einem Bericht zufolge mit spürbar mehr Firmenpleiten wegen der Corona-Krise, befürchtet aber keine Insolvenzwelle. "Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2021 deutlich erhöhen", zitierte die "Augsburger Allgemeine" aus einer ihr vorliegenden Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Aktuelle Einschätzungen gingen demnach davon aus, dass es im Vergleich zu 2019 mit 18.749 Fällen einen Anstieg im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich geben werde. Dennoch sei damit "keine massive Insolvenzwelle in der Breite der Realwirtschaft zu erwarten", berichtete die Zeitung aus dem Schreiben. Allerdings heißt es aus demnach auch aus dem zuständigen Justizministerium, dass solche Prognosen wegen der Einzigartigkeit der Virus-Pandemie "mit hoher Unsicherheit behaftet" seien.

7.3.2021 • 10:51 Uhr

Maskenaffäre: CDU-Abgeordneter Löbel tritt Rückzug an

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel zieht sich im Zuge der Affäre um Geschäfte im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Masken aus der Politik zurück. Er werde sein Bundestagsmandat Ende August niederlegen und auch nicht mehr für den nächsten Bundestag kandidieren, teilte Löbel mit. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden.

7.3.2021 • 10:51 Uhr

England lässt 56- bis 59-Jährige impfen

In England sollen nun bereits die Menschen im Alter von 56 bis 59 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Entsprechende Angebote zur Buchung eines Termins würden in der nächsten Woche zugestellt, teilt der Nationale Gesundheitsdienst NHS mit.

Der Schritt sei möglich, weil inzwischen 80 Prozent der Menschen im Alter von 65 bis 69 Jahren diese Angebote angenommen hätten und geimpft worden seien. Insgesamt seien in England nun mehr als 18 Millionen Menschen geimpft worden - damit mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung.

7.3.2021 • 10:08 Uhr

Chile spendet Ecuador und Paraguay Impfstoff

Chile hat eine Solidaritätslieferung von 40.000 Impfstoff-Dosen gegen das Coronavirus an Ecuador und Paraguay geliefert. Das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac soll dem medizinischen Personal in beiden Ländern verabreicht werden, wie die Regierung in Santiago mitteilte.

Die Spende habe "keinen Einfluss" auf den Impfstoff-Bestand oder den Impfplan im Land. Chile hat mehr als 30 Millionen Dosen Impfstoff vorbestellt. Bisher hat das Land bereits mehr als acht Millionen Dosen erhalten, die von Sinovac sowie Pfizer und Biontech geliefert wurden. Mehr als vier Millionen Chilenen haben ihre erste Dosis erhalten, 535.600 wurden bereits zum zweiten Mal geimpft. 

7.3.2021 • 09:38 Uhr

Vor Schulöffnungen: Englische Lehrer singen für Schüler

Sie drücken ihre Vorfreude musikalisch aus: Mit einer Lockdown-Version des Take-That-Hits "Back for Good" begrüßen drei Lehrer der King's School im englischen Rochester ihre Schüler nach monatelanger Schließung zurück an der Schule.

"Was immer wir gesagt haben, was immer wir getan haben. Wir haben es geschafft, wir wollen euch einfach nur zurück", singen Rektor Ben Charles, Grundschulleiter Tom Morgan und Kindergartenchefin Catherine Openshaw leicht schief in dem Video, das inzwischen auch Gary Barlow von Take That geteilt hat.

In England öffnen die Schulen morgen wieder. Es ist der erste Schritt im stufenweisen Regierungsplan für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen. Frühestens am 21. Juni sollen alle Restriktionen wieder aufgehoben sein.

7.3.2021 • 08:59 Uhr

Polizei beendet Corona-Party in Saarbrücken

35 Menschen feiern ohne Abstand und Maske eine Geburtstagsparty - und müssen jetzt mit Bußgeldern rechnen. Die Polizei in Saarbrücken wurde nach eigenen Angaben kurz vor Mitternacht über die Feier im Keller eines Mehrfamilienhauses informiert. Schon vor dem Haus seien "laute Musik, Mikrofondurchsagen und Partygegröle" zu hören gewesen.

Viele Partygäste hätten bei der anschließenden Kontrolle versucht, falsche Adressen anzugeben und seien den Platzverweisen nur widerwillig nachgekommen. Gegen alle wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

7.3.2021 • 08:30 Uhr

Israel lockert weiter

In Israel sind weitere Lockerungen in Kraft getreten: Seit heute dürfen Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, auch Gotteshäuser dürfen mit bis zu 50-prozentiger Kapazität genutzt werden. Darüber hinaus dürfen Sportstadien und Veranstaltungshallen wieder öffenen, müssen aber eine Obergrenze bei den Besucherzahlen einhalten.

Dabei spielt der Grüne Pass für Geimpfte und Genesene eine große Rolle, den es in Israel seit zwei Wochen gibt: Inhaber dieses Dokuments genießen mehr Freiheiten als die anderen. So dürfen in Innenräumen der Gastronomie ausschließlich Inhaber des Grünen Passes bedient werden, alle anderen müssen draußen Platz nehmen.

7.3.2021 • 07:38 Uhr

Unionspolitiker zu Mandatsverzicht aufgefordert

Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf hat im Skandal um Honorare für Maskengeschäfte seine Unionskollegen Georg Nüßlein und Nikolas Löbel zu sofortigem Mandatsverzicht aufgefordert. "Ich bin entsetzt über das, was passiert ist. Das ist höchst unanständig. Ich fordere die beiden Abgeordneten auf, umgehend ihr Mandat niederzulegen", sagte Baldauf der "Bild am Sonntag".

Sollten die beiden Abgeordneten sich weigern, "sollte die Union sie aus der Fraktion ausschließen". Der Mannheimer CDU-Abgeordnete Löbel soll ebenso wie der CSU-Abgeordnete Nüßlein Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Corona-Schutzmasken kassiert haben. Nüßlein hat als Konsequenz aus der Affäre angekündigt, im September nicht mehr für den Bundestag zu kandidieren. Löbel gab seinen Sitz im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages auf.

7.3.2021 • 07:35 Uhr

Daimler will Mitarbeiter von Werksärzten impfen lassen

Der Automobilkonzern Daimler will die eigenen Mitarbeiter von Betriebsärzten gegen Corona impfen lassen. "Unsere Werksärzte sind vorbereitet und wir würden gerne die Impf-Kampagne unterstützen", sagte der Vorstandsvorsitzende Ola Källenius der "Bild am Sonntag". "Sobald es erlaubt ist, dass in Betrieben geimpft wird und die Mitarbeiter an der Reihe sind, können wir loslegen und all unseren Beschäftigten eine Impfung im Werk anbieten." Das Unternehmen stehe dazu in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden.

Angesichts des schleppenden Fortgangs der Impfkampagne in Deutschland sollen ab Ende März auch Hausärzte in ihren Praxen Impfungen vornehmen. Von der Einbindung der Hausärzte und auch der Betriebsärzte in die Impfstrategie erwarten die Gesundheitsbehörden eine Beschleunigung. Bisher werden die Corona-Impfstoffe in erster Linie in den Impfzentren oder durch mobile Teams in Altenheimen verabreicht.

7.3.2021 • 05:14 Uhr

RKI registriert 8103 Neuinfektionen und 96 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 8103 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 96 neue Todesfälle verzeichnet. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 66,1 - und damit im Vergleich zum Vortag (65,6) etwas höher.

7.3.2021 • 03:44 Uhr

Auckland beendet harten Lockdown - keine lokalen Neuinfektionen

Auckland, die größte Stadt Neuseelands, öffnet sich nach einem einwöchigen harten Lockdown wieder. Der Lockdown war verhängt worden, nachdem mehrere Neuinfektionen mit der besonders ansteckenden britischen Virus-Variante in der Zweimillionenstadt festgestellt worden waren. Da bis Sonntagmorgen seit sieben Tage keine weiteren lokal übertragenen Ansteckungen registriert wurden, konnten die strengen Beschränkungen aufgehoben werden. Neuseeland verfolgt eine Eleminierungsstrategie bei der Bekämpfung des Coronavirus.

7.3.2021 • 03:40 Uhr

Ministerpräsidentin Malu Dreyer kritisiert Spahns Corona-Teststrategie

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer wirft der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Corona-Teststrategie vor. "Mitte Februar hat Gesundheitsminister Jens Spahn kostenlose Schnelltests für alle versprochen. Und er hat behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Teste vertraglich gesichert", sagt die SPD-Politikerin der Funke Mediengruppe.

Spahn habe die von ihm geweckten hohen Erwartungen nicht erfüllen können, sagt Dreyer. Rheinland-Pfalz habe nicht auf den Bund gewartet, sondern sofort begonnen, Tests zu beschaffen und Tester zu schulen, teilt Dreyer zudem mit. Der Start des Einzelhandels am Montag werde mit der Eröffnung von Hunderten Schnellteststellen begleitet.

7.3.2021 • 03:40 Uhr

CSU-Politiker Manfred Weber verteidigt Exportstopp für Impfstoffe

Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europa-Parlament, Manfred Weber, verteidigt den Exportstopp für den AstraZeneca-Impfstoff." Es geht nicht um Europe first, aber auch die EU muss ihre Bürger selbstverständlich schützen", sagt der CSU-Politiker der Funke Mediengruppe. Europa sei derzeit eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wenn Zusagen nicht eingehalten würden wie im Fall des Herstellers AstraZeneca, sei die Option eines Exportstopps für in der EU produzierte Impfstoffe richtig, betont Weber. Das Vorgehen der italienischen Regierung sei verständlich und konsequent. Italien hatte die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca an Australien blockiert

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. März 2021 um 08:00 Uhr.