Zwei Frauen stehen in Rom während der Corona-Ausgangssperre an ihren Fenstern. Aus beiden Fenstern hängt eine Italien-Flagge. | dpa
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Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Italien lockert Anfang Mai Einschränkungen ++

Stand: 26.04.2020 23:11 Uhr

Italien will die Corona-Auflagen ab dem 4. Mai lockern. Auch der US-Bundesstaat New York will die Wirtschaft wieder hochfahren. Deutschland stellt Millionen für internationale Corona-Hilfen bereit. Alle Entwicklungen zum Nachlesen im Liveblog.

  • Italien kündigt für Anfang Mai Lockerungen an
  • New York will Wirtschaft wieder hochfahren
  • Deutschland gibt 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfe
  • Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen Kultureinrichtungen wieder öffnen
  • RKI meldet 1737 neue Corona-Infektionen in Deutschland
26.4.2020 • 23:11 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

26.4.2020 • 22:50 Uhr

Trump und Macron beraten über Corona-Krise

In einem Telefongespräch haben US-Präsident Donald Trump und der französische Staatschef Emmanuel Macron über die Corona-Pandemie beraten.

Nach Angaben des Weißen Hauses hätten beide die Hoffnung auf ein baldiges Treffen der Vetomächte des UN-Sicherheitsrates geäußert, um dort über ein Vorgehen in der Krise zu diskutieren. Zudem seien sich beide Präsidenten einig gewesen, dass Reformen bei der Weltgesundheitsbehörde (WHO) nötig seien. Von der französischen Regierung gab es nach dem Telefonat zunächst keine Angaben.

Trump hatte die WHO mehrfach scharf kritisiert und ihr vorgeworfen, in ihrem Handeln gegen die Pandemie zu stark von China beeinflusst worden zu sein.

26.4.2020 • 22:18 Uhr

Bankkunden wollen Kredite stunden lassen

Zehntausende Kunden der Deutschen Bank bitten nach Angaben des Geldhauses darum, ihre Kredite stunden zu lassen.

"Uns haben in den ersten zwei Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes fast 50.000 Kunden um Stundung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus Darlehen gebeten, dabei ging es in gut der Hälfte der Fälle um Baufinanzierung, die andere Hälfte waren Konsumentenkredite", sagte Manfred Knof, der Leiter der Privatkundensparte im Interview mit dem "Handelsblatt".

Die meisten Anträge habe die Bank bereits abgearbeitet und bewilligt.

26.4.2020 • 22:13 Uhr

Mexiko-Stadt führt Maskenpflicht ein

Ab morgen müssen die rund 20 Millionen Einwohner von Mexiko-Stadt eine Schutzmaske tragen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

"Es gibt viele Menschen, die infiziert sein können, aber keine Symptome zeigen", begründete Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum die Entscheidung. Strafen bei Verstößen gegen die Anordnung solle es aber nicht geben.

In Mexiko wurden offiziellen Angaben zufolge bisher knapp 14.000 Corona-Infektionen registriert, mehr als 1300 Menschen starben. Die Regierung geht davon aus, dass der Höhepunkt der Infektionswelle zwischen dem 8. und 10. Mai erreicht wird.

26.4.2020 • 22:11 Uhr

Italien lockert Einschränkungen Anfang Mai

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat die ersten Lockerungen der strikten Corona-Auflagen angekündigt. Ab dem 4. Mai sollen Bürger wieder "mehr Bewegungsfreiheit" erhalten. So soll ab dann wieder erlaubt sein, Sport im Freien zu treiben.

Unter bestimmten Regeln können sich Einwohner innerhalb ihrer Regionen ab dem 4. Mai wieder freier bewegen. In andere Regionen dürfen sie aber noch nicht reisen.

"Wir werden auch in den nächsten Monaten noch auf eine harte Probe gestellt", mahnte Conte. In einem Interview mit der Zeitung "La Repubblica" hatte der Regierungschef zuvor aber eingeräumt, dass der Lockdown nicht weiter verlängert werden könne, sonst drohten "zu heftige Schäden im wirtschaftlichen und sozialen Bereich".

Darum sollen bereits ab der kommenden Woche erste Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, die auch Exportgüter produzieren, die Arbeit wieder aufnehmen dürfen.

Gastronomiebetriebe wie Bars oder Lokale sollen hingegen noch mehrere Wochen geschlossen bleiben. Die Schulen bleiben wohl noch länger zu. Sie dürfen voraussichtlich erst im September den Unterricht wieder aufnehmen.

Italien zählt zu den EU-Ländern, die am härtesten von der Pandemie getroffen wurden. Seit dem 10. März gilt eine strenge Ausgangssperre. Mittlerweile gehen die Fallzahlen allmählich zurück. So meldeten die Behörden des Landes in den vergangenen 24 Stunden mit 260 Opfern die niedrigste Zahl an Corona-Toten seit sechs Wochen.

26.4.2020 • 22:04 Uhr

App-Entwicklung wird noch dauern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat im Interview mit den tagesthemen die Hoffnung gedämpft, dass eine Corona-Tracing-App innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung stehen wird. Man wolle den Weg aber nun "so schnell als möglich, aber auch so sicher als möglich gehen", sagte der CDU-Politiker. Darum werde die Entwicklung einer App wohl noch mehrere Wochen dauern.

26.4.2020 • 21:35 Uhr

Weniger Todesopfer in Frankreich

In Frankreich sind in den vergangenen 24 Stunden 242 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Noch am Vortag hatte die Zahl der Todesopfer bei 369 gelegen.

Derzeit werden noch mehr als 28.000 Menschen wegen einer Corona-Erkrankung in französischen Krankenhäusern behandelt, davon liegen knapp 5000 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl der Erkrankten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, geht in Frankreich seit zweieinhalb Wochen dauerhaft zurück.

26.4.2020 • 21:27 Uhr

Überblick zur Maskenpflicht

In der kommenden Woche wird die Schutzmaske nach und nach in allen Bundesländern Pflicht. Doch es bestehen Unterschiede, wann die Maske getragen werden muss. Die Regelungen auf einen Blick:

26.4.2020 • 21:22 Uhr

Bill Gates kritisiert US-Regierung

Der US-Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hat harsche Kritik an der US-Regierung und ihrem Umgang mit der Corona-Krise geübt.

"Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die nötige Priorität", sagte Gates der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zudem fehle es ihm an klaren Anweisungen der Regierung bezüglich möglicher Lockerungen der Corona-Auflagen.

26.4.2020 • 21:16 Uhr

Plünderungen in Südafrika

Offiziell gibt es in Südafrika im Vergleich zu anderen Ländern nur wenige Corona-Fälle. Doch das liegt mutmaßlich an den geringen Möglichkeiten, die Menschen auf das Virus zu testen. In der Bevölkerung wird die Not durch die Krise und die strikte Ausgangssperre größer, wie Thomas Denzel berichtet.

26.4.2020 • 20:38 Uhr

Johnson am Regierungssitz Downing Street eingetroffen

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach überstandener Covid-19-Erkrankung am Abend wieder am Regierungssitz Downing Street in London eingetroffen. Entsprechende Berichte bestätigte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Er will an diesem Montag seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen.

Johnson hatte sich in den vergangenen zwei Wochen auf seinem Landsitz Chequers, nahe London, von der Lungenkrankheit erholt. Zuvor musste er nach der Infektion mit dem Coronavirus eine Woche im Krankenhaus verbringen, drei Tage sogar auf der Intensivstation. Vertreten wurde er solange von Außenminister Dominic Raab. Die Regierung in London steht wegen ihrer Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie schwer in der Kritik. Es fehlt an Schutzkleidung für das medizinische Personal. Auch von dem ausgegebenen Ziel, bis Ende April jeden Tag 100.000 Menschen zu testen, sind die Behörden noch weit entfernt.

26.4.2020 • 20:22 Uhr

Cuomo will Wirtschaft langsam wieder hochfahren

Im US-Bundesstaat New York können die ersten Unternehmen voraussichtlich ab dem 15. Mai wieder öffnen. "Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren", sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Voraussetzung sei allerdings, dass die Corona-Fallzahlen weiter sinken.

In den vergangenen 24 Stunden starben in dem Bundesstaat 367 Menschen, nachdem sie sich mit dem Virus angesteckt hatten. Cuomo nannte die Zahl immer noch "fürchterlich", doch es sei das erste Mal in diesem Monat, dass an einem Tag weniger als 400 Menschen gestorben seien. Auf dem Höhepunkt der Pandemie waren täglich fast 800 Todesopfer gemeldet worden.

Daher will Cuomo bei Lockerungen auch "behutsam und intelligent" vorgehen, sonst drohten "alle Erfolge verspielt" zu werden. Ab Mitte Mai sollen demnach zunächst Baufirmen und Fabriken unter strengen Schutzvorkehrungen die Arbeit wieder aufnehmen.

26.4.2020 • 20:08 Uhr

"Wir haben keine Pausentaste"

Angesichts der Corona-Krise steht das Thema Klimaschutz bei vielen Deutschen erst einmal zurück. Das zeigt sich auch in den Umfragewerten der Grünen. Doch die Fraktionsvorsitzende der Partei, Katrin Göring-Eckardt, betonte im Bericht aus Berlin, dass es "nur mit Ökologie, nur mit Nachhaltigkeit" aus der Krise herausgehen dürfe.

26.4.2020 • 20:00 Uhr

Sachsen-Anhalt will Gottesdienste bald wieder erlauben

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt will Gottesdienste unter Auflagen ab Anfang Mai wieder zulassen. Das gab Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bekannt.

Details will die Regierung am 2. Mai klären. Fest steht laut Haseloff aber bereits, dass die Religionsgemeinschaft Schutzkonzepte vorlegen sollen, die vom Bundesland genehmigt werden müssen.

26.4.2020 • 19:55 Uhr

Italien verzeichnet niedrigste Zahl an Todesopfern seit sechs Wochen

In Italien sind in den vergangenen 24 Stunden 260 Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Nach Angaben des Zivilschutzes ist das die niedrigste Zahl seit dem 14. März.

Derzeit sind den Behörden landesweit mehr als 106.000 Corona-Fälle bekannt. Mehr als 26.600 Menschen starben seit dem Ausbruch der Pandemie durch das Virus.

Die italienische Regierung erwägt, die strikten Einschränkungen gegen die Ausbreitung des Virus Anfang Mai zu lockern. Am Abend will sich Ministerpräsident Giuseppe Conte voraussichtlich zu ersten Lockerungen äußern.

26.4.2020 • 19:49 Uhr

Spanien: Minister schließt Profi-Fußball bis zum Sommer aus

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hält Profi-Fußballspiele bis zum Sommer für ausgeschlossen: "Es wäre rücksichtslos, jetzt zu sagen, dass der Profi-Fußball vor dem Sommer zurück sein wird."

Zudem dämpfte er die Erwartungen, dass die Profis, wie von der Liga gewünscht, täglich getestet werden könnten. In Spanien ist der Fußball seit dem 12. März ausgesetzt.

26.4.2020 • 19:41 Uhr

Brad Pitt schlüpft in Rolle von führendem US-Virologen

In der US-Comedy-Sendung "Saturday Night Live" hat Hollywood-Schauspieler Brad Pitt die Aussagen von Präsident Donald Trump zum Coronavirus auf die Schippe genommen. Dafür trat er mit Perücke und verstellter Stimme als Anthony Fauci auf, dem obersten US-Experten für Infektionskrankheiten.

Unter anderem spielte Pitt auf Trumps Äußerung an, es könne "relativ bald" einen Impfstoff geben. Wenn man aber beispielsweise einem Freund sage, man werde "relativ bald" zu Besuch kommen und dann erst eineinhalb Jahre später erscheine - "na ja, dein Freund könnte dann relativ angefressen sein".

26.4.2020 • 19:23 Uhr

Türkei meldet mehr als 2300 neue Fälle

In den vergangenen 24 Stunden haben die Gesundheitsbehörden in der Türkei 2357 neue Infektionen mit dem Coronavirus erfasst. Damit sind landesweit inzwischen mehr als 110.100 Fälle bekannt.

99 Menschen sind demnach in den vergangenen 24 Stunden nach einer Ansteckung gestorben. Damit kamen in dem Land bisher mehr als 2800 Menschen durch das Virus ums Leben. Mehr als 29.100 Bürger sind nach einer Erkrankung wieder genesen.

26.4.2020 • 19:23 Uhr

Deutschland gibt 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfe

Das Auswärtige Amt stellt 300 Millionen Euro für internationale humanitäre Hilfe bereit, die durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie nötig wird. Zuvor hatten die Vereinten Nationen (UN) bekannt gegeben, dass für die zusätzlichen Hilfseinsätze in der Krise vorerst mindestens zwei Milliarden US-Dollar benötigt würden.

Das Geld soll unter anderem für Gesundheitshilfe oder die Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen zur Verfügung stehen. 40 Millionen Euro sollen an das Welternährungsprogramm WFP und 35 Millionen Euro an das UN-Hilfswerk UNHCR gehen. Auch humanitäre Nichtregierungsorganisationen sowie die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sollen finanziell unterstützt werden.

Bundesaußenminister Heiko Maas betonte, die Weltgemeinschaft könne die Pandemie nur gemeinsam dauerhaft besiegen. "Sonst drohen immer wieder neue Infektionswellen", warnte Maas.

Das Auswärtige Amt teilte mit, dass die Corona-Pandemie vor allem in bestehenden humanitären Krisengebieten mit Flucht und Vertreibung ein großes Risiko sei, da die Gefahr der Ausbreitung durch Faktoren wie Unterernährung und das Leben in großer Enge und unter Stress erhöht werde.

26.4.2020 • 18:44 Uhr

US-Kredite für Ölindustrie?

Durch die Corona-Krise fährt auch die US-Ölindustrie Einbußen ein. Doch auf Unterstützung durch Staatshilfen kann die Branche nicht hoffen, wie der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin im Interview mit Fox News betonte.

"Keine Rettungsaktionen für Aktionäre", fasste Mnuchin zusammen. Bereits Ende der Woche hatte US-Präsident Donald Trump Staatshilfen für Ölkonzerne, aber auch für Fluggesellschaften ausgeschlossen.

Stattdessen prüfe sein Ministerium zusammen mit dem Energieministerium, die Ölbranche durch Darlehen zu unterstützen, sagte Mnuchin weiter.

26.4.2020 • 18:37 Uhr

Bericht: Plus bei Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld kostet Milliarden

Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge kommen auf die Bundesagentur für Arbeit durch die von der Großen Koalition beschlossene Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und die längeren Arbeitslosengeld-I-Bezüge Kosten von mehr rund 2,6 Milliarden Euro zu.

Das Kurzarbeitergeld soll in mehreren Schritten auf 87 Prozent des Nettolohns angehoben werden. Empfänger von Arbeitslosengeld I, deren Anspruch im Zeitraum von Mai bis Dezember dieses Jahres auslaufen würde, sollen die Unterstützung drei Monate länger beziehen können.

Dadurch rechnet die GroKo mit 680 Millionen Euro an zusätzlichen Ausgaben für das Kurzarbeitergeld und für das Arbeitslosengeld mit Mehrkosten von fast zwei Milliarden Euro, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Gesetzesentwurf.

26.4.2020 • 18:22 Uhr

Viel zu beachten bei der Rückkehr ins Klassenzimmer

In vielen Schulen bundesweit geht morgen der Unterricht wieder los, auch in Hessen. Doch an einen normalen Schulbetrieb ist noch lange nicht zu denken. Ein Überblick, was Schüler, Lehrer und Eltern beachten sollten.

26.4.2020 • 18:11 Uhr

Laschet: "Keine Lockerungs- oder Nicht-Lockerungsdebatte führen"

Es dürfe keine "Lockerungs- oder Nicht-Lockerungsdebatte" geführt werden, forderte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Bericht aus Berlin. Stattdessen müsse hingeschaut werden, "welche Schäden wir anrichten". Er nannte als Beispiel medizinische Untersuchungen, die wegen der Corona-Krise hintenanstehen, bei Kleinkindern etwa, Reha-Betten würden nicht genutzt.

Die Bundesregierung und vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten zuletzt mehrfach gewarnt, man dürfe die Einschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen, nicht zu früh aufheben. In der Kritik sieht sich Laschet dadurch nicht. Die Warnung sei ja nicht auf ihn gemünzt gewesen.

26.4.2020 • 18:04 Uhr

Skoda-Werke in Tschechien nehmen Arbeit wieder auf

Fünf Wochen lang stand der Betrieb in den tschechischen Werken des Autobauers Skoda still - nun soll die Produktion ab morgen wieder starten. Die Arbeit an den Standorten Mlada Boleslav, Vrchlabi und Kvasiny soll schrittweise anlaufen, teilte der Konzern der Nachrichtenagentur dpa mit.

Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, wieder mit Zuversicht nach vorne zu blicken, so Vorstandschef Bernhard Maier.

Um Ansteckungen am Arbeitsplatz zu vermeiden, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein ganzes Maßnahmenbündel erstellt. Es umfasst mehr als 80 Einzelpunkte. Desinfektion und Mundschutz sind Pflicht. Mit mehr als 33.000 Beschäftigten zählt Skoda zu den größten Arbeitgebern in Tschechien.

26.4.2020 • 17:55 Uhr

Mehr als 150.000 Fälle in Großbritannien

Im Vereinigten Königreich sind mehr als 152.800 Einwohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl stieg binnen eines Tages um rund 4460 Fälle an.

Mehr als 20.700 Menschen starben in Großbritannien bisher infolge einer Infektion. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden den Behörden 413 Todesopfer gemeldet. Das ist der geringste Anstieg an Todesfällen seit Ende März.

Kritiker ziehen die offiziellen Angaben jedoch in Zweifel, da die britischen Behörden nur die Todesopfer in Krankenhäusern erfassen, nicht aber Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion sterben. 

26.4.2020 • 17:49 Uhr

Belastung für die Natur

Durch die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bleibt oft nur der Spaziergang im Freien. Das macht sich in Naturschutzgebieten auch negativ bemerkbar.

26.4.2020 • 17:39 Uhr

Tschentscher warnt vor Versorgungsmängeln

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat vor drohenden Engpässen in Laboren gewarnt. Der Vorrat an Arbeitsmaterial reiche oft nur für wenige Tage, schrieb der SPD-Politiker auf Twitter.

26.4.2020 • 17:28 Uhr

Russische Kliniken an der Belastungsgrenze

In Russland steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Noch sind Krankenhausbetten vorhanden, doch die Kliniken beklagen bereits Mängel und geringe Versorgung, sodass die Kapazitäten schnell erschöpft sein könnten.

26.4.2020 • 16:01 Uhr

Schutzmasken aus China am Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen

Am Flughafen Leipzig/Halle ist eine erste Lieferung mit Millionen Schutzmasken aus China eingetroffen. Die Transportmaschine Antonow 124 sei am Morgen gelandet, sagte eine Bundeswehr-Sprecherin des Landeskommandos Sachsen. Eine weitere Lieferung mit dem weltgrößten Frachtflugzeug, der Antonow 225, wird morgen erwartet. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird die Masken in Empfang nehmen. Laut Bundeswehr besteht die "Luftbrücke" aus China aus insgesamt drei Frachtflügen. Es sollen rund 25 Millionen Schutzmasken nach Deutschland geflogen werden.

26.4.2020 • 15:07 Uhr

Sachsen und Sachsen-Anhalt: Museen werden am 4. Mai wiedereröffnet

Museen, Bibliotheken und Ausstellungsräume sollen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ab dem 4. Mai wieder öffnen können. Das kündigten die Ministerpräsidenten der beiden Länder, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff, in Halle nach Beratungen über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie an. Basis für die Wiederöffnung sei ein Schutzkonzept des Museumsverbands, mit dem etwa die Hygiene in den sanitären Anlagen angepasst wird und Besucherkonzentrationen vor einzelnen Exponaten vermieden werden sollen. "Der Verband hat gut gearbeitet", sagte Haseloff. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die Kultur in Sachsen und Sachsen-Anhalt jetzt wieder ins gesellschaftliche Leben zurückkommen könne.

Kretschmer gab außerdem bekannt, dass auch Zoos und botanische Gärten in Sachsen ab 4. Mai wieder öffnen können. Das sei in der sächsischen Landesregierung so verabredet. Details müssten noch festgelegt werden, sagte Kretschmer. Klar sei, dass sich keine langen Schlangen bilden dürften und die Besucherzahlen begrenzt werden müssten. In Sachsen-Anhalt sind die Zoos bereits seit Donnerstag unter ähnlichen Voraussetzungen wieder geöffnet.

Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Sachsen, Reiner Haseloff und Michael Kretschmer mit Mundschutz | dpa

Haseloff trug eine Maske mit Blumenmuster, Kretschmers hatte die Aufschrift "So geht Sächsisch". Bild: dpa

26.4.2020 • 14:39 Uhr

Koordinationsrat der Muslime gegen schnelle Öffnung von Moscheen

Der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime hat Aussagen bekräftigt, wonach Moscheen in Deutschland bundesweit bis mindestens Anfang Mai geschlossen bleiben. "Wir haben uns als islamische Bundesverbände darauf geeinigt, dass wir die Moscheen auf keinen Fall vor Anfang Mai öffnen, selbst wenn es in einigen Bundesländern rechtlich bereits möglich wäre", sagte Burhan Kesici der Zeitung "Die Welt". Der Rat wolle ein bundeseinheitliches Vorgehen, daher warte man die Gespräche zwischen Bund und Ländern am 30. April ab.

So oder so würden die Moscheen nur schrittweise geöffnet, sagte Kesici weiter. Freitagsgebete blieben weiterhin ausgesetzt. Es würden zudem nur Moscheen geöffnet werden, die Hygienestandards garantieren könnten. Entgegen vorheriger Meldungen sagte Kesici, dass über eine Maskenpflicht in Moscheen noch nicht entschieden sei. Ein Mund- und Nasenschutz werde "höchstwahrscheinlich verpflichtend", das wolle man allerdings noch mit Experten besprechen.

26.4.2020 • 13:50 Uhr

Tiere auf niederländischen Nerzfarmen tragen Coronavirus in sich

Tiere von zwei Nerzfarmen in den Niederlanden sind positiv auf die Lungenkrankheit Covid-19 getestet worden. Zuvor hätten Mitarbeiter der beiden Farmen Symptome der Krankheit gezeigt, teilte das niederländische Landwirtschaftsministerium mit. Man gehe daher davon aus, dass es sich um Infektionen von Mensch auf Tier handele. Rund um die Farmen sollen zur Vorsicht nun einige Straßen abgesperrt werden.

Die Nerze sind nicht die ersten Tiere, die mit dem Coronavirus infiziert wurden. Es hatte bereits positive Tests bei Hauskatzen und bei einigen Tigern und Löwen in Zoos in den USA gegeben.

26.4.2020 • 13:09 Uhr

Kinder in Spanien dürfen an die frische Luft - zumindest kurz

Erstmals seit sechs Wochen dürfen Kinder in Spanien wieder vor die Tür. Die spanische Regierung erlaubt nun Kindern unter 14 Jahren rauszugehen. Sie dürfen mit einem Elternteil bis zu eine Stunde lang innerhalb eines Kilometers von Zuhause spazieren gehen. Die Kinder dürfen ein Spielzeug mitnehmen, aber nicht mit anderen Kindern spielen. Sie sollen einen Abstand von einem Meter zu anderen Personen aufrechterhalten. Parks sind in Spanien geschlossen.

Ein Vater mit seiner Tochter in Madrid | AP

Zumindest kurz raus: Vater und Tochter in Madrid. Bild: AP

Spanien hat eine der strengsten Ausgangsbeschränkungen der Welt. Die Maßnahmen trugen dazu bei, die tägliche Ansteckungsrate von mehr als 20 Prozent vor einem Monat auf unter zwei Prozent in dieser Woche abzubauen. Das Land hat fast 225.000 Infektionsfälle mit dem Coronavirus registriert. Es führte knapp 23.000 Todesfälle auf das Virus zurück. Die echte Zahl liegt vermutlich viel höher.

26.4.2020 • 12:56 Uhr

450 Bewohner eines Hochhaus-Komplexes werden getestet

Weil zwei Familien immer wieder gegen die angeordnete Corona-Quarantäne verstoßen haben, werden in Grevenbroich bei Düsseldorf alle 450 Bewohner eines Hochhaus-Komplexes auf das Virus getestet.

26.4.2020 • 11:51 Uhr

Notbetreuung in Bayern wird ab Montag ausgeweitet

Die Notbetreuung von Kindern in Bayern wird ab Montag ausgebaut. Die notwendigen Antragsformulare seien ab sofort online abrufbar, teilte das bayerische Familienministerium mit. Die neue Regelung soll vor allem erwerbstätige Alleinerziehende entlasten.

Auch wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, kann das Kind nun beaufsichtigt werden. Lehrer, Steuer- und Rechtsberater sowie Seelsorger haben ab Wochenbeginn ebenfalls Anspruch auf eine Notbetreuung für ihre Kinder.

Voraussetzung sei aber immer, dass das Kind nicht von einer volljährigen Person im Haushalt beaufsichtigt werden könne, betonte das Ministerium. Nach einer Handreichung des Ministeriums wird Erzieherinnen und Erziehern ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen, wenn sie zu den Kindern in bestimmten Situationen keinen Abstand von 1,5 Meter einhalten können. Auch der Kontakt zu den Eltern soll in der Notbetreuung möglichst reduziert werden.

26.4.2020 • 11:40 Uhr

Klöckner fordert Bonus für Supermarkt-Mitarbeiter

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert die Supermärkte auf, ihren Mitarbeitern einen Bonus auszuzahlen. Der Lebensmittelhandel verdiene im Vergleich zu anderen Branchen in der Coronakrise sehr gut, sagt sie der Funke-Mediengruppe. "Die Bundesregierung hat es ermöglicht, einen Corona-Bonus steuerfrei zu stellen. Ich würde mich freuen, wenn auch viele Arbeitgeber in der Lebensmittelbranche ihren Mitarbeitern einen Bonus zahlen - verdient hätten sie ihn."

26.4.2020 • 11:33 Uhr

Spanien meldet niedrigste neue Totenzahl seit mehr als einem Monat

In Spanien sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 288 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das sei die niedrigste Todeszahl für einen Tag seit mehr als einem Monat. Insgesamt seien nunmehr 23.190 Menschen in Spanien gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 207.634 von 205.905 am Tag zuvor.

26.4.2020 • 11:31 Uhr

Kretschmann will Corona-Tests ausweiten

In Baden-Württemberg sollen die Corona-Tests ab sofort deutlich ausgeweitet werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kündigte gemeinsam mit Gesundheitsminister Manne Lucha an, dass im Land künftig über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hinaus nicht nur Menschen mit Corona-Symptomen getestet werden sollen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann | dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann: "Testen, testen, testen". Bild: dpa

Die erweiterte Testung soll nun auch Personen einschließen, die keine Symptome zeigen, aber etwa im engen Kontakt zu positiv Gestesteten standen, in Kliniken und in der stationären Pflege arbeiten oder in deren Umfeld sich Krankheitsfälle häufen. Kretschmann sagte, man müsse unbedingt verhindern, "dass die Fallzahlen wieder massiv ansteigen". Deshalb müsse man "testen, testen, testen". Diese Ausweitung der Tests halte man neben der ab Montag geltenden Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr neben der Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln "für eine sehr wirksame Methode, um die Pandemie unter Kontrolle zu halten".

26.4.2020 • 11:15 Uhr

Watzke: Sicherheitskonzept für Bundesliga wird nicht geändert

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat eine Nachbesserung am Sicherheitskonzept des deutschen Fußballs zum Neustart der Bundesliga und der 2. Liga ausgeschlossen. "Mehr geht nicht", sagte Watzke bei Sky. "Wenn man unser Konzept jetzt ablehnt, wird sich auch in acht Wochen daran nichts ändern", sagte er.

"Wir haben ein Maximum an Sicherheit entwickelt. Dass wir Zweikämpfe machen müssen, ist halt so. Auch wenn der Friseur aufmacht, gibt es Körperkontakt. Er kann es mit Maske abfedern. Wir federn es ab, indem wir unsere Spieler bestmöglich isolieren und Dauer-Tests machen."  Sowieso laufe ein möglicher Wiederbeginn unter Bewährung.

Die Deutsche Fußball Liga hofft im Mai auf eine Wiederaufnahme der wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Spielzeit. Dafür hat die DFL ein medizinisches Konzept vorgelegt. Mit Geisterspielen sollen die verbleibenden neun Spieltage in der Bundesliga und der 2. Liga absolviert werden. Dann könnten die Clubs auch über den Rest der vereinbarten TV-Gelder verfügen. Dabei steht eine Summe von angeblich 300 Millionen Euro auf dem Spiel.

26.4.2020 • 10:32 Uhr

Peking sanktioniert "unzivilisiertes" Verhalten

Wegen der Coronavirus-Pandemie verbietet die chinesische Hauptstadt Peking "unzivilisierte" Verhaltensweisen. Das Niesen oder Husten ohne das Bedecken von Nase oder Mund ist künftig untersagt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Ein Bußgeld droht auch Bürgern, die keine Maske in der Öffentlichkeit tragen. Zum Schutz der Gesundheit sollen an öffentlichen Orten zudem Abstände von je einem Meter markiert werden.

Touristen in Peking | dpa

Die Stadtverwaltung in Peking erhöht die Strafen für "unzivilisiertes" Verhalten. Bild: dpa

Daneben wird auch unangemessene Bekleidung unterbunden. Dazu gehört der sogenannte "Peking-Bikini" - die Angewohnheit chinesischer Männer, bei steigenden Temperaturen ihr T-Shirt hochzurollen und mit entblößtem Bauch herumzulaufen.

Für eine Reihe weiterer "unzivilisierter" Verhaltensweisen wurden zudem die Strafen heraufgesetzt. Für das Spucken oder das Verrichten der Notdurft an öffentlichen Orten vervierfacht sich das Bußgeld nun auf 200 Yuan (26 Euro). Wer Lärm macht oder mit seinem Hund ohne Leine Gassi geht, dem drohen sogar bis zu 500 Yuan Strafe.

26.4.2020 • 10:12 Uhr

Wuhan: Keine Corona-Patienten mehr in Krankenhäusern

In der chinesischen Großstadt Wuhan, von wo die Virus-Pandemie ihren Ausgang nahm, liegt nun nach Angaben der Behörden kein Corona-Patient mehr im Krankenhaus. Alle Corona-Patienten seien entlassen worden, teilt ein Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission mit.

Aus der Stadt waren insgesamt 46.452 Fälle gemeldet worden, was 56 Prozent aller Fälle in ganz China entsprach. 3869 Menschen starben nach offiziellen Angaben in Wuhan, das sind 84 Prozent aller Todesfälle in China.

26.4.2020 • 09:30 Uhr

Corona-App in Australien verfügbar

Die australische Regierung wirbt für die Anwendung einer freiwilligen, aber bei Datenschützern umstrittenen App zur Nachverfolgung von Infizierten und Auswertung potenzieller Ansteckungen. "Sie wird uns helfen, zur Normalität und der australischen Lebensweise zurückzukehren", sagt Gesundheitsminister Greg Hunt in einer Fernsehübertragung anlässlich des Starts der App.

Man komme im Kampf gegen das Virus voran. "Aber wir haben noch nicht gewonnen." Hunt versichert, dass die erhobenen Daten sicher seien. Die Regierung hofft, dass mindestens 40 Prozent der Bevölkerung bei dem Projekt mitmachen. Auch Deutschland plant eine Corona-App, über die allerdings seit Tagen heftig gestritten wird.

26.4.2020 • 09:14 Uhr

Italiens Schulen bleiben bis September geschlossen

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben die Schulen in Italien bis zu den Sommerferien geschlossen und öffnen im September wieder. Das erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte in einem Interview in der Zeitung "La Repubblica". Er kündigte zudem an, dass bei den geplanten Lockerungen "strategisch" wichtige Wirtschaftsaktivitäten rasch wieder starten sollten, eventuell schon kommende Woche. Mit Priorität anlaufen sollten auch Produktions- und Industriezweige, die auf den Export ausgerichtet seien und die Gefahr liefen, aus Lieferketten herauszufallen.

Eine grundsätzliche Lockerung von Sperren hatte die Regierung für die Zeit ab 4. Mai angekündigt. An den Details arbeite das Kabinett noch, sagte Conte.

Italien ist von der Covid-19-Krankheit hart getroffen. Es registrierte bis Samstag mehr als 26.000 Corona-Tote. Seit dem 10. März gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Am 5. März hatte die Regierung Schulen, Universitäten und Kitas schließen lassen.

Ein Mailänder Schüler beim Online-Unterricht | Matteo Corner/EPA-EFE/Shuttersto

Seit Anfang März sind die italienischen Schulen geschlossen. Laut Ministerpräsident Conte läuft der Online-Unterricht gut. Bild: Matteo Corner/EPA-EFE/Shuttersto

26.4.2020 • 08:50 Uhr

Lage auf dem Schutzmaskenmarkt offenbar weiter schwierig

Der Nachschub an medizinischen Masken ist laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" in Deutschland weiter dürftig. Die Pharmagroßhändler berichten demnach von leeren Lagern. "Auch wenn wir unsere Bestände aufgestockt haben, übersteigt die Nachfrage auch aktuell noch das Angebot", zitierte die Zeitung den Großhändler Gehe. Das Unternehmen sei nur "teilweise lieferfähig".

Der Marktführer Phoenix erklärte demnächst er sei bei Atemschutzmasken "weitestgehend ausverkauft". Auch der Apothekerverband bestätigte den Maskenmangel, hat aber Hoffnung. "Die Versorgungslage bei Mundschutz und Masken ist schwierig", das liege daran, dass die Nachfrage wegen der ab Montag geltenden Maskenpflicht in Teilen der Öffentlichkeit gestiegen sei, sagte eine Sprecherin. Die Zahl der Hersteller nehme aber zu, die Situation dürfte sich "perspektivisch weiter verbessern".

26.4.2020 • 07:54 Uhr

1737 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Laut den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts sind derzeit 154.175 Corona-Fälle in Deutschland gemeldet. Das
ist ein Plus von 1737 Infektionen im Vergleich zum Vortag. Gestern waren 2055 Neuinfizierungen gemeldet worden.

Allerdings melden am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Erkrankungen ans RKI, weswegen die Zahl noch höher ausfallen könnte. Zum Vergleich: Am vergangenen Sonntag hatte das RKI 2458 bestätigte Neuinfizierungen gemeldet, am Ostersonntag vor zwei Wochen 2821 und vor drei Wochen 5936 Fälle.

Die Zahl der Corona-Toten stieg um 140 auf 5640 Todesfälle.

26.4.2020 • 07:32 Uhr

Hebammenverband kritisiert Kreißsaalverbote für Väter

Der Deutsche Hebammenverband hat örtliche Kreißsaalverbote für werdende Väter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie vehement kritisiert. "Eine Geburt ist für die ganze Familie ein existenzielles Ereignis", betonte Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer.

"Die Familie ist eine Einheit, deren Trennung während und nach der Geburt weitreichende Folgen für die Familienbindung und Familiengesundheit hat." Auch die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, sagte: "Ist die Begleitperson nicht augenscheinlich mit Corona infiziert, überwiegt der Nutzen der Begleitung das minimale Risiko einer Infektion von ärztlichem und Pflegepersonal." Voraussetzung sei natürlich, dass die Klinik ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt sei.

Im Zuge der Besuchsverbote zur Bekämpfung der Corona-Epidemie hatten bundesweit Kliniken auch werdenden Vätern den Zutritt verweigert.

26.4.2020 • 06:33 Uhr

Regierung bestätigt offenbar chinesische Einflussversuche auf deutsche Beamte

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge chinesische Einflussversuche auf deutsche Beamte in der Corona-Krise bestätigt. Auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Margarete Bause erklärte die Regierung, Kenntnis von Kontaktaufnahmen chinesischer Diplomaten zu deutschen Beamten zu haben, wie die "Welt am Sonntag" berichtete.

Die Kontaktversuche aus China seien erfolgt "mit dem Zweck, öffentliche positive Äußerungen über das Coronavirus-Management der Volksrepublik China zu bewirken".  Dafür seien Beamte in Bundesministerien kontaktiert worden, was das Auswärtige Amt alarmierte. Die Regierung erklärte, Aufforderungen zu einer betont positiven Sichtweise auf die Rolle Chinas nicht nachgekommen zu sein. "Aus Sicht der Bundesregierung spielt Transparenz eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie", hieß es, dies habe man gegenüber der Volksrepublik "deutlich gemacht".

26.4.2020 • 06:18 Uhr

Preise für frische Lebensmittel steigen

Die Verbraucherpreise für frische Nahrungsmittel liegen in diesem April fast zehn Prozent über dem Vorjahresniveau. Das geht aus Daten der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn hervor. Das liege nicht nur an der Corona-Krise, sagte der AMI-Marktexperte Thomas Els.

Beim Schweinefleisch spiele die weltweite Nachfrage eine Rolle, bei Äpfeln die im vergangenen Jahr knapper ausgefallene Ernte. Bei Gemüse sei im April sogar ein Preisaufschlag von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen, berichtete Els.

Kohlgemüse wie Brokkoli oder Blumenkohl werde zu dieser Jahreszeit vor allem in Frankreich und Spanien geerntet. Ein Mangel an Erntehelfern wegen der Reisebeschränkungen dort könnte zu einem knapperen Angebot geführt haben.

26.4.2020 • 05:37 Uhr

Tourismusbeauftragter: Zeit für Gutscheinlösung drängt

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht die Reisewirtschaft noch in einer langen schweren Krise - und mahnt Tempo bei Verhandlungen mit der EU-Kommission über eine Gutscheinlösung bei abgesagten Reisen an.

Der CDU-Politiker sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Die Zeit drängt. In Berlin war uns eine enge Abstimmung mit Brüssel wichtig. Allerdings wird der wirtschaftliche Druck von Tag zu Tag größer. Andere EU Länder waren da nicht so zurückhaltend und haben zwischenzeitlich den obligatorischen Gutschein gesetzlich eingeführt. Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer Lösung kommen können."

Die EU-Kommission weist Überlegungen der Bundesregierung über eine Gutscheinlösung zurück, auch Verbraucherschützer sind dagegen. Der zuständige Kommissar Didier Reynders sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, er sei sich der beispiellosen Krise für den Tourismussektor in Europa bewusst. Doch müssten Entscheidungen der Mitgliedstaaten mit EU-Recht übereinstimmen. Verbraucher hätten danach die Wahl, ob sie einen Gutschein akzeptierten oder eine Erstattung bevorzugten.

26.4.2020 • 05:05 Uhr

Dreyer warnt vor leichtfertigen Lockerungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Erwartungen an weitere Lockerungen in der Corona-Krise nach der Schalte mit ihren Länderkollegen und der Bundeskanzlerin am kommenden Donnerstag gedämpft. "Wir haben wahnsinnig viel erreicht, das haben wir auch der großen Disziplin unserer Bevölkerung zu verdanken, das dürfen wir nicht verspielen", sagte Dreyer der Nachrichtenagentur dpa.

"Unser gemeinsames Ziel ist es, den Anstieg der Infektionsrate unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig behutsame Lockerungen vorzunehmen", sagte Dreyer. Aus Sicht von Rheinland-Pfalz gäbe es gerade bei der Frage der Spielplätze, Ladenöffnungen und der Lage der Gastronomie großen Gesprächsbedarf. Es müsse aber auch über Kultur und Sport gesprochen werden, wann etwa kleine Gruppen wieder trainieren könnten.

Sie warnte jedoch vor leichtfertigen Lockerungen. "Die Hygieneregeln werden am Ende für alles Voraussetzung sein", betonte die SPD-Politikerin.

26.4.2020 • 04:22 Uhr

Mehr Giftnotrufe in Illinois seit Trump-Äußerungen

Infolge der Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über mögliche Desinfektionsmittel-Injektionen gegen das Coronavirus hat die Giftzentrale im US-Bundesstaat Illinois eine Zunahme an Notrufen verzeichnet.

In den vergangenen zwei Tagen habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen "signifikanten Anstieg" der Anrufe im Zusammenhang mit Reinigungsmitteln gegeben, sagte die Direktorin des Gesundheitsamtes, Ngozi Ezike. Beispielsweise sei mit einer Mischung aus Bleichmittel und Mundwasser gegurgelt worden, "in einem Versuch, das Coronavirus zu töten". Ezike warnte eindringlich vor der Einnahme von Haushaltsreinigern.

Trump hatte Forscher am Donnerstag bei einer Pressekonferenz ermuntert, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen im Kampf gegen das Virus direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Seine Äußerungen lösten Empörung aus. Einige Behörden sahen sich veranlasst, Bürger öffentlich zu warnen. Tags drauf stellte Trump seine Aussage als "Sarkasmus" dar.

26.4.2020 • 03:55 Uhr

Weißes Haus erwägt offenbar Absetzung von Gesundheitsminister

Präsident Donald Trump erwägt Medienberichten zufolge die Absetzung von Gesundheitsminister Alex Azar. Ihm werde vorgeworfen, bei der Handhabung der Coronavirus-Pandemie Fehler gemacht zu haben, berichteten das "Wall Street Journal" (WSJ) und "Politico".

Die Frustration über Azar wachse, schreibt das WSJ unter Berufung auf sechs mit den Diskussionen vertrauten Personen. Die Regierung zögere aber, große Veränderungen vorzunehmen, während das Land unter der Pandemie leide. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte der Zeitung, dass es keinen Plan gebe, Azar zu ersetzen. Er nannte die Berichte "Spekulation und eine Ablenkung".

"Politico" berichtete derweil über mögliche Nachfolger. In Betracht kommen demnach etwa Deborah Birx, die Coronavirus-Koordinatorin des Weißen Hauses. Auch die Leiterin der Centers for Medicare and Medicaid Services, Seema Verma, und der stellvertretende Gesundheitsminister Eric Hargan würden als mögliche Azar-Nachfolger gehandelt.

US-Gesundheitsminister Alex Azar | AP

US-Gesundheitsminister Alex Azar steht wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie in der Kritik. Bild: AP

26.4.2020 • 03:50 Uhr

Scholz: Keine Staatshilfe für Dividendenzahler

Bundesfinanzminister Olaf Scholz schließt in der Corona-Krise Staatshilfen für Unternehmen mit Dividendenauszahlung aus. "Die Vorgaben sind klar: Wer einen Kredit bekommen will aus den KfW-Hilfsprogrammen, darf keine Gewinne oder Dividenden ausschütten", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". "Und bei den Boni-Zahlungen sehen wir ebenfalls strikte Regeln vor, das wäre sonst niemandem zu vermitteln."

26.4.2020 • 03:47 Uhr

Heil: Längerer Lohnersatz für Eltern bei Kita-Schließungen geplant

Sozialminister Hubertus Heil plant längere Lohnausfallzahlungen für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. "Eltern müssen Sicherheit haben. Deshalb schaffen wir eine Anschlussregelung", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". Die bisherige Regelung läuft nach sechs Wochen Mitte Mai aus. Zudem will Heil ein Recht auf Homeoffice per Gesetz garantieren.

26.4.2020 • 03:45 Uhr

Vorsichtige Hoffnung in Bergamo

Nachdem das Schlimmste überstanden zu sein scheint, wagen die Bewohner in der Lombardei die ersten Schritte Richtung Normalität. Für den Weltspiegel hat Ellen Trapp sich dort umgeschaut.

26.4.2020 • 03:43 Uhr

Neue G20-Initiative

Die 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) haben eine Initiative für den rascheren Zugang zu Mitteln im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gestartet. "Die G20 werden die globale Zusammenarbeit an allen Fronten und vor allem bei der Schließung der unmittelbaren Finanzierungslücke im Gesundheitsbereich weiter verstärken", sagte der saudi-arabische Finanzminister Mohammed al-Jadaan. Letztere wird auf acht Milliarden Dollar geschätzt.

Saudi-Arabien, das derzeit die G20-Präsidentschaft inne hat, sagte Anfang des Monats 500 Millionen Dollar zur Unterstützung des weltweiten Kampfes gegen die Pandemie zu. Das Land forderte auch andere Länder sowie Nichtregierungsorganisationen, Philanthropen und private Unternehmen dazu auf, die Finanzierungslücke schließen zu helfen. Al-Jadaan betonte, dass "die internationale Gemeinschaft nach wie vor mit außerordentlicher Unsicherheit über die Tiefe und Dauer dieser Gesundheitskrise konfrontiert ist".

26.4.2020 • 03:06 Uhr

Argentinien verlängert Quarantäne bis 10. Mai

Argentinien verlängert die landesweite Quarantäne bis zum 10. Mai. Das teilt das Büro von Präsident Alberto Fernandez mit. Die von der Regierung Mitte März in Kraft gesetzte Maßnahme sollte eigentlich am Sonntag auslaufen.

Allerdings gibt es einige Lockerungen: Die Maßnahmen gelten nur noch in Ballungsräumen mit mindestens 500.000 Einwohnern, wie Präsident Fernández verkündete. Zudem dürfe jeder für bis zu eine Stunde am Tag sein Zuhause verlassen, sich aber nicht mehr als 500 Meter davon entfernen. In den weniger bevölkerungsreichen Gegenden des Landes seien die Regelungen den Provinzregierungen überlassen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien.

Das Land hat bislang 3780 Coronavirus-Infektionen und 185 Todesfälle gemeldet. Es ist bislang weniger stark von der Pandemie betroffen als andere südamerikanische Länder wie Peru, Chile und Brasilien.

26.4.2020 • 02:55 Uhr

Schäuble warnt vor Überlastung des Staates

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts der massiven Hilfen in der Corona-Krise vor einer Überforderung des Staates gewarnt. Es gebe im Moment ein verbreitetes Gefühl, "wir könnten jedes Problem mit unbegrenzten staatlichen Mitteln lösen, und die Wirtschaft kriegen wir hinterher wieder mit einem Konjunkturprogramm in Gang", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Der Staat kann aber nicht auf Dauer den Umsatz ersetzen", betonte Schäuble. "Wir werden mit den klassischen Mitteln umso weniger anfangen können, je länger die Krise dauert."

Angesichts der massiven Einschränkungen von Grundrechten warnte Schäuble auch davor, dem Schutz von Leben alles unterzuordnen. "Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig." Wenn es überhaupt einen absoluten Wert im Grundgesetz gäbe, dann sei das die Würde des Menschen. "Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen", sagte Schäuble. Der Staat müsse für alle die bestmögliche gesundheitliche Versorgung gewährleisten. "Aber Menschen werden weiter auch an Corona sterben."

Der Bundestagspräsident äußerte auch die Sorge vor einem Kippen der Stimmung in der Bevölkerung. "Es wird schwieriger, je länger es dauert." Der Weg zurück aus dem Stillstand sei viel schwieriger. Man müsse vorsichtig Schritt für Schritt vorgehen und bereit sein, zu lernen.

26.4.2020 • 02:19 Uhr

Lambrecht: Rufe nach Lockerungen berechtigt

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat Verständnis für breite Debatten über Lockerungen der Alltagsbeschränkungen in der Corona-Krise. Sie könne die Rufe nach weiteren Lockerungen in dieser für alle sehr belastenden Situation gut nachvollziehen, sagte die SPD-Politikerin der "Welt am Sonntag". "Je länger die Einschränkungen andauern, umso gründlicher und ausführlicher müssen sie begründet werden." Nachvollziehbarkeit und Transparenz seien auch für die Akzeptanz in der Bevölkerung entscheidend.

Zugleich warnte sie, es wäre ein gefährliches Signal, wenn Lockerungen zu Leichtsinn bei den Menschen führen würden. Gerade deswegen müsse breit diskutiert werden, damit die Gründe der Entscheidungen klar würden. "Die Bürger und Bürgerinnen sind fähig und mündig genug, diese Entscheidungen nachzuvollziehen", betonte Lambrecht.

26.4.2020 • 02:17 Uhr

Johnson will ab Montag wieder britische Regierung führen

Der britische Premierminister Boris Johnson will nach seiner Covid-19-Erkrankung ab Montag wieder die Regierungsgeschäfte führen. Der 55-jährige Politiker werde zum Wochenauftakt zu seinem Amtsitz in der Londoner Downing Street zurückkehren, teilte ein Sprecher seines Büros mit.

Während seines Aufenthalts im Krankenhaus und seiner Erholung in Checkers, dem Landsitz der britischen Regierung, führte Außenminister Dominic Raab die Regierung. Johnson war Ende März positiv auf Covid-19 getestet worden, später in eine Klinik gebracht und nach einer Verschlechterung seines Zustand für einige Tage auf eine Intensivstation verlegt worden.

Der Premier wird eine Antwort darauf finden müssen, wie und wann die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben werden können, ohne eine zweiten Infektionswelle zu riskieren. Johnsons Regierung wird vorgeworfen, langsamer als andere Länder Europas auf den Virusausbruch reagiert zu haben. Die Zahl der offiziell gemeldeten Corona-Toten im Land liegt inzwischen bei mehr als 20.000.

26.4.2020 • 02:11 Uhr

Trump will Pressekonferenzen überdenken

US-Präsident Donald Trump stellt seine regelmäßigen Pressekonferenzen in der Corona-Krise offenbar auf den Prüfstand. Was habe es für einen Zweck, Pressekonferenzen im Weißen Haus abzuhalten, wenn die Medien "nichts als feindselige Fragen stellen und sich dann weigern die Wahrheit oder Fakten genau zu berichten", schrieb Trump auf Twitter. "Sie haben Rekord-Einschaltquoten & das amerikanische Volk bekommt nichts als Fake News."

Das sei den Aufwand nicht wert. Ob sein Tweet bedeutet, dass er künftig keine Pressekonferenzen mehr zur Corona-Krise halten möchte, ist unklar. Am Samstag gab es kein solches Briefing. Trump hat seit Mitte März fast täglich Pressekonferenzen abgehalten, die teilweise länger als zwei Stunden dauerten. Journalisten konnten ihm dabei ausführlich Fragen stellen. Wegen verbaler Attacken auf einige Medienvertreter, umstrittener, teils falscher Aussagen und viel Eigenlob handelte sich Trump zunehmend Kritik für seine Auftritte ein.

26.4.2020 • 01:56 Uhr

Ältere französische Schulkinder sollen Masken tragen

Französische Schulkinder im Alter von elf bis 18 Jahren sollen dem Wissenschaftsrat der Regierung zufolge wegen der Corona-Pandemie Schutzmasken tragen. Auch Lehrer sollen Masken benutzen, empfiehlt der Rat.

Bildungsminister Jean-Michel Blanquer betonte, dass die Vorschläge bei den Überlegungen zur Wiedereröffnung der Schulen am 11. Mai berücksichtigt werden. Frankreich verfolgt seit Mitte März sehr strenge Ausgangsbeschränkungen, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. Die Regierung hofft, das Land ab dem 11. Mai schrittweise wieder zu öffnen.

26.4.2020 • 01:55 Uhr

Scheuer fordert Schutz für deutsche Luftfahrtbranche

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet angesichts der dramatischen Entwicklung der Luftfahrtbranche weitreichende Einschnitte. "Es wird zu einer weltweiten Neuordnung kommen", sagte Scheuer der "Welt am Sonntag". "Flughäfen, Flugzeugbauer, Airlines - für Deutschland müssen wir stützen und schützen." Scheuer geht davon aus, dass sich durch die Krise das Verbraucherverhalten nachhaltig verändern wird.

26.4.2020 • 01:50 Uhr

Städtetag befürchtet hohe Belastungen für Kommunen

Städte und Gemeinden müssen sich in diesem Jahr auf gewaltige Belastungen durch die Corona-Pandemie vorbereiten. "Es zeichnet sich heute schon ab, dass die Kommunen durch die Krise um mehr als 15 Milliarden Euro belastet werden", sagte Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, der "Welt am Sonntag".

Hohe Einbußen seien vor allem bei der Gewerbesteuer zu erwarten, der wichtigsten kommunalen Steuer. Verluste gebe es auch durch höhere Ausgaben infolge der Pandemie. Die Bertelsmann Stiftung geht in einer Berechnung, die der Zeitung vorliegt, sogar von noch höheren Fehlbeträgen aus. Bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent - wie einst in der Finanzkrise - fehlten den Kommunen allein Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommensteuer in Höhe von 13 Milliarden Euro, bei einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 20 Prozent, wie ihn das Münchner Ifo-Institut in seiner Prognose prophezeit, seien sogar Steuerausfälle von 46 Milliarden Euro zu erwarten.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. April 2020 um 22:45 Uhr.