Impfstoff der Firma BioNTech | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie + Bund hat 77 Millionen Impfdosen auf Lager +

Stand: 09.04.2022 22:53 Uhr

Der Bund hatte zum Stichtag 4. April insgesamt 77 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vorrätig. Chinas Behörden haben erste Lockerungen des Lockdowns in Shanghai angekündigt. Alle Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

9.4.2022 • 22:53 Uhr

Ende des Liveblogs

Das war es für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

9.4.2022 • 17:15 Uhr

Bund hat 77 Millionen Dosen Corona-Impfstoff auf Lager

Deutschland hat nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 77 Millionen Dosen Corona-Impfstoff auf Lager. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte einen Bericht der "Welt am Sonntag", wonach zum Stichtag 4. April diese Anzahl an Dosen im zentralen Lager des Bundes vorrätig waren. Wie außerdem aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag hervorgeht, werden bis Ende Juni mehr als 10 Millionen Dosen ihr Verfallsdatum erreichen, im dritten Quartal sind es 50 Millionen.

Laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums wurden zuletzt nur noch einige Zehntausend Dosen pro Tag verabreicht. Im vergangenen Dezember waren es manchmal täglich mehr als eine Million Impfungen am Tag. Das Ministerium teilte mit, die Haltbarkeit für den Impfstoff von Biontech habe bereits von sechs auf neun Monate verlängert werden können. Auch Moderna habe die Haltbarkeit für seinen Impfstoff von sieben auf neun Monate verlängert und sei aufgefordert worden, entsprechende Daten für eine weitere Verlängerung vorzulegen.

9.4.2022 • 16:27 Uhr

Umfrage: Corona-Folgen und Fahrermangel belasten Busfirmen

Ein eklatanter Fahrermangel und die Corona-Folgen machen der deutschen Busbranche besonders zu schaffen. Im touristischen Verkehr steigen die Buchungszahlen im Inland langsam wieder, bleiben aber für ausländische Ziele sehr niedrig.

Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) hervor. Der größte Teil der befragten Unternehmen (82 Prozent) geht nur von einer langsamen Erholung der Fahrgastzahlen nach Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (58 Prozent) rechnet damit, dass Verluste bei den Fahrgastzahlen bestehen bleiben werden. Knapp ein Viertel der Firmen (24 Prozent) erwartet eine langsame, aber vollständige Erholung über mehrere Jahre hinweg.

Zwei Drittel der Busunternehmen klagten über einen Fahrermangel. Am härtesten ist dabei laut Umfrage der Linienverkehr betroffen (73 Prozent), gefolgt von Bustouristik und Gelegenheitsverkehr (60 Prozent) sowie dem Fernlinienverkehr (50 Prozent). Nach einer Schätzung des BDO werden in den nächsten zehn bis 15 Jahren bis zu 36.000 Busfahrer fehlen, wenn nicht gegengesteuert werde, auch weil viele die Altersgrenze erreichten. Über den Fahrermangel hatte zuvor bereits das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Mehr als 700 Busunternehmer nahmen vom 30. November 2021 bis zum 16. Januar 2022 online an der Umfrage teil.

9.4.2022 • 15:27 Uhr

Labore gehen von großer Dunkelziffer aus

Der Verband akkreditierter Labore in Deutschland geht von einer hohen Zahl nicht gemeldeter Corona-Infektionen aus. "Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit höher, als das beobachtete Infektionsgeschehen", sagte der erste Vorsitzende der bundesweiten Vereinigung, Michael Müller, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Verband, der mehr als 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzten und 500 Naturwissenschaftlern vertrete, registriere derzeit einen starken Rückgang der zu prüfenden PCR-Tests. In der vergangenen Woche seien 350.000 Tests weniger als in der Vorwoche untersucht worden. Die Zahl der positiven Tests sei mit 53 Prozent jedoch weiter hoch, was darauf hindeute, dass sich das Infektionsgeschehen weiter auf hohem Niveau bewegt, sagte Müller.

Der Verband gehe davon aus, dass eine bedeutende Zahl von Infizierten nicht getestet wird und deshalb auch nicht in die Corona-Statistik eingeht. "Es wird eindeutig weniger getestet, der Bedarf ist offensichtlich geringer und das Verhalten der Bevölkerung ändert sich auch." Die Menschen entschieden jetzt stärker selbst, ob sie zu einem Test gingen oder nicht.

9.4.2022 • 14:27 Uhr

Regierungspolitiker raten zu Tests und Maske im Osterurlaub

Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Familienministerin Anne Spiegel haben zu Beginn der Osterferien in vielen Bundesländern mit Blick auf Reisen und Familienbesuche dazu aufgerufen, Corona-Tests und Masken zu nutzen. "Die Fallzahlen gehen stark zurück. Damit es so bleibt, sollte sich jeder vor einer Osterreise testen lassen oder selbst testen", schrieb Lauterbach bei Twitter. Er rate auch weiter zum freiwilligen Tragen der Maske in Innenräumen.

Spiegel sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, sie wünsche den Familien von Herzen, dass sie an Ostern zusammenkommen könnten. "Ich rate dazu, dass sich alle vorher mit einem Schnelltest testen. Und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte dort eine FFP2-Maske tragen."

9.4.2022 • 14:01 Uhr

Söder positiv auf Corona getestet - Golf-Reise abgesagt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der CSU-Chef selbst auf Twitter mit. Eine für die kommenden Tage geplante Reise in die Golf-Region musste er deshalb kurzfristig absagen. "Jetzt hat es mich nach zwei Jahren doch noch erwischt", schrieb Söder. Im Vorfeld seiner Reise sei am Samstag ein PCR-Test positiv gewesen. "Obwohl ich die ganze Woche täglich zweimal Schnelltests gemacht hatte - immer negativ. Den letzten sogar noch heute Morgen."

"Der Wert des PCR-Tests ist übrigens so, dass eine Ansteckung bisher äußerst unwahrscheinlich war", schrieb er. "Trotzdem heißt es jetzt in die Isolation. Die Auslandsreise ist damit leider abgesagt." Eigentlich hätte Söder am Sonntag zu einer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien aufbrechen wollen.

9.4.2022 • 13:46 Uhr

Shanghai plant nach Massentests erste Lockerungen bei Corona-Lockdown

Die chinesischen Behörden haben erste Lockerungen des Corona-Lockdowns in der Finanzmetropole Shanghai angekündigt. Einzelne Gebiete in der Stadt würden entsprechend den Ergebnissen der jüngsten Corona-Tests in drei Klassen unterteilt, sagte Vizebürgermeisterin Zong Ming. Ein strikter Lockdown solle nur in der letzten Klasse gelten.

Ming sagte, Stadviertel, in denen es mindestens zwei Wochen lang keine neuen Infektionen gegeben habe, würden als Vorsorge-Viertel eingestuft. Einwohner dürften sich in ihrem Bezirk bewegen, Versammlungen würden aber beschränkt. In sogenannten kontrollierten Gebieten dürften sich die Menschen nur in ihrer Wohngegend aufhalten. In reinen Lockdown-Gebieten gelte eine Ausgangssperre. Jüngste Tests ergaben am Samstag in Shanghai rund 23.000 Neuinfektionen, wobei die meisten Betroffenen keine Symptome zeigten. Die Stadt hat mehr als 100 Behelfskrankenhäuser mit mehr als 160.000 Betten für Corona-Patienten errichtet.

Große Teile der Stadt mit rund 26 Millionen Einwohnern stehen seit Ende März unter Lockdown, weil die chinesische Regierung eine Null-Covid-Strategie verfolgt. Viele Einwohner klagen, sie bekämen nicht genügend Nahrungsmittel und andere wichtige Dinge. Online-Händler seien ausverkauft, Lieferdienste könnten die Nachfrage nicht decken. In sozialen Medien wird von Protesten und auch Plünderungen berichtet.

9.4.2022 • 11:29 Uhr

Bericht: Viele Hotels und Gaststätten behalten Maskenpflicht bei

Fast jeder zweite Hotel- und Gaststättenbetrieb hält auch nach dem Ende der staatlichen Vorgabe an der Maskenpflicht für seine Mitarbeiter fest. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete. Bei der Maskenpflicht für Gäste bleibt demnach jeder sechste Betrieb, jeder zehnte wendet die 3G-Regel weiterhin an.

9.4.2022 • 10:16 Uhr

NRW-Ministerpräsident kritisiert Ablehnung der Impfpflicht

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hat die Ablehnung einer allgemeinen Impfpflicht durch den Bundestag kritisiert. "Ich finde, es ist ein falsches Ergebnis", sagte Wüst beim Talk "RND vor Ort" von RedaktionsNetzwerk Deutschland und "Kölner Stadtanzeiger" in Köln. Die Bundesregierung stehe jetzt "vor einem Scherbenhaufen".

9.4.2022 • 10:10 Uhr

Saudi-Arabien lässt wieder eine Million Pilger zur Mekka-Wallfahrt

Nach starken Corona-Beschränkungen in den vergangenen Jahren lässt Saudi-Arabien in diesem Sommer bei der muslimischen Wallfahrt nach Mekka wieder eine Million Gläubige zu. Während in den vergangenen beiden Jahren nur Pilger aus dem Königreich zur Hadsch nach Mekka durften, können nun wieder Muslime aus dem Ausland anreisen. Das teilte das saudische Hadsch-Ministerium mit. Zugelassen sind jedoch nur Gläubige unter 65 Jahren, die gegen Corona geimpft sind. Die Wallfahrt in die für Muslime heilige Stadt Mekka beginnt in diesem Jahr Anfang Juli.

9.4.2022 • 08:54 Uhr

Ärzteverband: Kliniken müssen wegen Corona Patienten verlegen

Immer mehr Kliniken sind aufgrund massiver coronabedingter Personalausfälle und vieler Covid-Patienten überfordert. "In 60 Prozent der Häuser müssen planbare Eingriffe verschoben werden, in sechs von zehn Kliniken werden die Pflegepersonaluntergrenzen unterschritten", sagte der Präsident des Verbandes leitender Krankenhausärzte, Michael Weber, der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "In drei von zehn Kliniken müssen Patienten in andere Kliniken verlegt werden, und das auch aus großen Kliniken."

In einer deutschlandweiten Umfrage des Verbands unter seinen Mitgliedern hätten 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte berichtet, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf den Allgemein- und Intensivstationen seien demnach weiter von Patienten mit einer Corona-Infektion belegt.

9.4.2022 • 08:40 Uhr

Kinderärzte rechnen mit weiteren Einschränkungen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rechnet wegen des Scheiterns der Impfpflicht mit weiteren einschränkenden Maßnahmen für Kinder im Herbst. "Es ist zu erwarten, dass spätestens im Herbst eine nächste Corona-Welle einsetzt und erneut zu zahlreichen Erkrankungen führt", sagte der Sprecher des Verbands, Jakob Maske, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies werde vor allem die ungeimpften Erwachsenen betreffen, die sich eigentlich hätten um den eigenen Schutz kümmern könnten, sagte Maske. Vor allem Kinder und Jugendliche hätten dann unter den Schließungen von Kitas und Schulen zu leiden. Zudem könnten sie erneut die einzige Gruppe sein, die sich regelmäßig anlasslosen Tests unterziehen und Maske tragen muss.

9.4.2022 • 06:48 Uhr

Weltweit mehr als 494,84 Millionen Corona-Infektionen

Weltweit haben sich mehr als 494,84 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 6.567.840 Millionen Menschen sind nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters an oder mit dem Virus gestorben. Seit dem Auftreten der ersten Fälle in China im Dezember 2019 wurden in mehr als 210 Ländern und Gebieten Corona-Infektionen gemeldet.

9.4.2022 • 05:04 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz weiter gefallen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, liegt der Wert bei 1141,8. Am Vortag hatte er 1181,2 betragen, vor einer Woche 1531,5. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden betrug bei 150.675 - nach 175.263 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 309 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 131.679.

9.4.2022 • 05:04 Uhr

Familienministerin rät zu Tests vor Ostern

Mit Blick auf das anstehende Osterfest hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel dazu aufgerufen, sich wegen der Corona-Pandemie weiter vorsichtig zu verhalten. "Ich rate dazu, dass sich alle vorher mit einem Schnelltest testen", sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir haben jeden Tag 300 Corona-Tote. Das ist eine Zahl, die mich sehr besorgt. Daher sollten wir weiter Maske tragen in allen Situationen, in denen wir sie bisher getragen haben", sagte Spiegel. Das sei auch eine Frage der Solidarität gegenüber der älteren Generation und den Jüngsten.

Die Familienministerin kritisierte die Ablehnung der allgemeinen Impfpflicht im Bundestag. "Ich habe mich für die Impfpflicht ab 18 eingesetzt, und ich bedauere, dass es nicht dazu gekommen ist". Sie appelliere nun an alle, die noch ungeimpft seien, sich freiwillig impfen zu lassen. Wenn es nicht gelinge, die Impfquote deutlich zu erhöhen, steuere man im Herbst höchstwahrscheinlich auf eine sehr schwierige Situation zu.

8.4.2022 • 22:51 Uhr

Weiter Personalnot in Krankenhäusern

In sechs von zehn Krankenhäusern in Deutschland müssen nach Angaben des Verbands leitender Krankenhausärzte (VLK) wegen der Corona-Pandemie noch immer Operationen verschoben werden. "In 60 Prozent der Häuser müssen planbare Eingriffe verschoben werden, in sechs von zehn Kliniken werden die Pflegepersonaluntergrenzen unterschritten", sagte der VLK-Präsident Michael Weber, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" . In drei von zehn Kliniken müssten Patienten in andere Kliniken verlegt werden, und das auch aus großen Krankenhäusern

Der VLK befragte der Zeitung zufolge deutschlandweit seine Mitglieder. In der Umfrage gaben demnach 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte an, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf Allgemein- und Intensivstationen seien weiter von Patienten mit einer Corona-Infektion belegt. Angesichts der angespannten Situation kritisierte der VLK die Corona-Politik von Bund und Ländern scharf. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und der zunehmende politische Streit gefährdet die Versorgungslage", sagte Weber.

9.4.2022 • 05:04 Uhr

USA warnen vor Reisen nach Shanghai

Angesichts des Corona-Ausbruchs in Shanghai warnt die US-Regierung vor Reisen in die chinesische Metropole und erlaubt ihren Mitarbeitern im dortigen Konsulat die Ausreise. Als Grund nannte das US-Außenministerium die Ausgangssperren, weitere Corona-Beschränkungen und das Risiko, dass Eltern bei einer Infektion von ihren Kindern getrennt werden könnten. Alle nicht absolut notwendigen Mitarbeiter des Konsulats und deren Familien dürften ausreisen, hieß es weiter. Damit dürfte der reguläre Betrieb des Konsulats in Shanghai bis auf Weiteres stillgelegt sein.

Chinas aktuelle Corona-Welle ist die Schlimmste seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Betroffen sind unter anderem die Metropolen Shanghai, Changchun und Shenyang in Nordostchina, in denen insgesamt rund 38 Millionen Einwohner leben. Wegen Chinas strikter Null-Covid-Politik gelten weiträumige Ausgangssperren.