Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz vor dem Hintergrund des Eiffelturms in Paris. | IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Corona-Fälle in Frankreich steigen wieder ++

Stand: 20.02.2021 23:40 Uhr

Die Zahl der Corona-Infektionen in Frankreich steigt wieder. Ein Jahr nach Virus-Ausbruch hat Italien sein Gesundheitspersonal gewürdigt. Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen sollen bald geimpft werden können. Alle Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

20.2.2021 • 23:40 Uhr

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20.2.2021 • 23:15 Uhr

BioNTech-Impfstoff nach zwei Impfdosen zu fast 96 Prozent wirksam

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer hat laut neuen Daten aus Israel nach zwei Impfdosen eine Wirksamkeit von fast 96 Prozent. Wie das israelische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden bei Geimpften zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis 95,8 Prozent weniger Infektionen festgestellt als bei nicht geimpften Menschen. Eine Woche nach der zweiten Dosis lag die Wirksamkeit demnach bei 91,9 Prozent. Laut der Studie schützt der Impfstoff zwei Wochen nach der zweiten Dosis zudem zu 99,2 Prozent vor einer schweren Erkrankung und zu 98,9 Prozent vor einem tödlichen Verlauf.

20.2.2021 • 22:49 Uhr

Israel plant Ausweise für Geimpfte

Israel will gegen das Coronavirus geimpfte Bürger mit einem Ausweis ausstatten und ihnen wieder weitreichende Privilegien ermöglichen. Inhaber solcher Pässe sollen ins Ausland fliegen, Kulturveranstaltungen besuchen und in Fitnessstudios und Restaurants gehen können, teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf einer Pressekonferenz mit. Den "grünen Ausweis" könnten Geimpfte schon in den kommenden Tagen herunterladen. Der Pass werde das Land allmählich wieder öffnen, ergänzte Netanjahu.

Gesundheitsminister Yuli Edelstein und Premier Benjamin Netanyahu bei einem Auftritt für die Medien mit Theodor Salzen, die Viermillionensten, der in Israel eine Impfung bekommen hat. | AP

Israel hat gut neun Millionen Einwohner, fast die Hälfte von Ihnen ist bereits geimpft. Gesundheitsminister Juli-Joel Edelstein und Premier Benjamin Netanyahu machen darauf gern aufmerksam. Bild: AP

20.2.2021 • 21:41 Uhr

Frankreich: Infektionszahlen steigen wieder

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Frankreich steigt wieder. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lagen die registrierten Neuinfektionen zum dritten Mal in Folge über dem Wert der Vorwoche. Demnach wurden zuletzt 22.371 neue Fälle gemeldet. Vor einer Woche waren 21.231 Neuansteckungen registriert worden.

Zuvor hatte bereits Gesundheitsminister Olivier Veran gesagt, dass die Daten der vergangenen Tage nicht gut seien. Die französische Regierung werde daher über eine mögliche Verschärfung der Ausgangssperre entscheiden. Auch regionale Lockdowns würden diskutiert für Gebiete, in denen sich das Virus am schnellsten ausbreiten würde.

20.2.2021 • 21:22 Uhr

Irland: Gastgewerbe soll bis Sommer geschlossen bleiben

Irland will angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen das Gastgewerbe nicht vor dem Hochsommer öffnen. Das sagte Ministerpräsident Micheal Martin dem Sender RTE. Bars, Restaurants, Cafés und Hotels in Irland waren in den vergangenen zwölf Monaten die meiste Zeit geschlosen. Die Regierung will bei der Öffnung vorsichtig vorgehen, da rund 90 Prozent der Neuinfektionen die britische Coronavirus-Mutation darstellten, so Martin.

20.2.2021 • 20:57 Uhr

Lauterbach warnt vor dritter Corona-Welle

Deuten die stagnierenden Inzidenzzahlen auf eine neue Pandemie-Welle hin? Für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach hat diese begonnen. "Ich halte es für gesichert, dass die Zahlen darauf hindeuten, dass wir am Beginn einer dritten Welle sind", sagte er im Gespräch mit dem SWR.

20.2.2021 • 19:19 Uhr

Mexikos oberster Corona-Experte hat Covid-19

Der Corona-Experte der mexikanischen Regierung ist an Covid-19 erkrankt. "Ich teile öffentlich mit, dass ich Covid-19 habe. Ich hatte in der Nacht erste Symptome, zum Glück sind sie leicht", schrieb der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, auf Twitter. "Ich arbeite von zu Hause aus und kümmere mich um die Impfstrategie."

Der Epidemiologe ist das öffentliche Gesicht der mexikanischen Corona-Politik. An seiner Strategie wird aber auch immer wieder Kritik laut, beispielsweise wird in Mexiko sehr wenig getestet. Zuletzt sorgten Bilder von López-Gatell beim Strandurlaub für Empörung. Mexiko ist eines der von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Länder der Welt. Bislang haben sich über zwei Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert.

20.2.2021 • 19:16 Uhr

Iran schließt Grenzen zum Irak

Der Iran schließt etliche Grenzübergänge zum Irak, um die Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen zu stoppen. Für Reisende aus dem Irak seien diverse Übertrittstellen dicht gemacht worden, teilt Irans Gesundheitsministerium mit. Der Iran geht davon aus, dass die britische Coronavirus-Mutation aus dem Nachbarland eingeschleppt wurde. Im Iran waren die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen. Für Samstag gab Irans Gesundheitsbehörde 7922 Neuinfektionen bekannt.

20.2.2021 • 17:55 Uhr

Corona-Infektionsgeschehen: R-Wert steigt

Die sogenannte Reproduktionszahl, eine wichtige Kennzahl für die Ausbreitung des Coronavirus, steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter an. Das RKI gab den Sieben-Tage-R-Wert in seinem Lagebericht mit 1,07 (Vortag: 1,01) an. Das ist so hoch wie seit Wochen nicht mehr. Der Wert habe zuletzt wieder eine steigende Tendenz, hieß es. Ein R-Wert von 1,07 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik.

20.2.2021 • 17:54 Uhr

Mehr als 120.000 Corona-Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind mittlerweile mehr als 120.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Das geht aus den offiziellen Zahlen der Regierung hervor. Die Zahl bildet jene Toten ab, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Virus getestet worden sind. Schaut man auf die - weniger regelmäßig aktualisierte - Zahl jener Menschen mit Covid-19 auf dem Totenschein, waren es bereits zu Beginn des Monats fast 130.000 Todesfälle. Damit gehört das Vereinigte Königreich zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern Europas.

20.2.2021 • 17:51 Uhr

Dreyer fordert Öffnungsperspektive und Beratergremium

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert, bei den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern einen Plan für Öffnungen vorzulegen. Man brauche "klare Aussichten für die Menschen, wie es weitergeht", sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dreyer kritisierte den Ablauf der Ministerpräsidentenkonferenzen mit Kanzlerin Angela Merkel: "In dieser großen Runde ist eigentlich gar keine abschließende und offene Diskussion möglich, weil alles, jeder Satz, sofort nach außen dringt. Es ist eine absolut nichtvertrauliche Runde. Das hat das Beratungsklima zerstört", sagte Dreyer. Die Konsequenz sei, dass sich viele vorher in kleineren Gruppen abzustimmen versuchten.

Dreyer verlangte zudem eine andere Vermittlung der Beschlüsse: "Ich halte es für falsch, mit Angst für Akzeptanz sorgen zu wollen." Man müsse immer auch Zuversicht verbreiten und Perspektiven entwickeln. Dreyer sprach sich zudem für ein Beratungsgremium auf Bundesebene aus, das "nicht nur aus Virologen und Epidemiologen besteht". Auch die Wissenschaft vertrete unterschiedliche Meinungen.

Malu Dreyer |

"Klare Aussichten für die Menschen" und ein Gremium, das "nicht nur aus Virologen besteht", fordert die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

20.2.2021 • 17:46 Uhr

Hunderte protestieren gegen Corona-Auflagen

Mehrere Hundert Menschen haben in verschiedenen deutschen Städten gegen die Corona-Regeln protestiert. In Berlin nahmen nach Angaben der Polizei etwa 580 Gegnerinnen und Gegner der Auflagen an einem "Schweigemarsch" teil. Zu der Kundgebung waren ursprünglich etwa 1000 Personen angemeldet. Am Rande der Strecke traten Anwohnerinnen und Anwohner auf die Balkone und protestierten gegen den Aufzug mit Trillerpfeifen. Im "Großen und Ganzen" sei das Geschehen aber störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

In Hamburg und Dresden fuhren Anhängerinnen und Anhänger der "Querdenken"-Bewegung in Autokorsos umher. In Hamburg beteiligten sich nach Angaben der Polizei bis zu 220 Fahrzeuge; in Dresden starteten nach Polizeiangaben insgesamt 482 Autos.

Teilnehmer eines Autokorsos gegen Corona-Maßnahmen fahren mit einem Schild mit der Aufschrift "Wir kämpfen für unsere Mitarbeiter" durch die Innenstadt von Hamburg. | dpa

Mit etwa 220 Autos wurde in Hamburg gegen die Einschränkungen der Grundrechte während der Corona-Pandemie protestiert. Mehrfach wurde der Korso von Gegendemonstranten mit Fahrrädern blockiert. Bild: dpa

20.2.2021 • 17:39 Uhr

Ein Jahr Corona: Italien gedenkt Ärzten und Pflegekräften

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden erster Corona-Fälle in der norditalienischen Lombardei haben Politikerinnen und Politiker sowie Verbände dem Gesundheitspersonal einen Tag gewidmet. Seit sich das Coronavirus ausgebreitet habe, hätten sie sich der weitreichenden Bedrohung als gewachsen erwiesen, teilte Italiens Staatschef Sergio Mattarella mit. Sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich mit dem Virus infiziert und unter den Ärzten und dem Pflegepersonal seien ihm zu viele zum Opfer gefallen. "Dieser Tag ist vor allem ihnen gewidmet", sagte Mattarella.

In das nationale Gesundheitssystem zu investieren, sei der beste Weg, um allen zu danken, die sich jeden Tag um uns kümmern, schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza in einem Post auf Facebook. Papst Franziskus gedachte der Ärzte und Krankenpfleger in einem Brief an den Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben. "Das Beispiel so vieler Brüder und Schwestern, die im Einsatz gegen Corona ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben, ruft uns zu tiefer Dankbarkeit auf", schrieb er darin, wie das Medienportal "Vatican News" berichtete.

Zwei Ärztinnen im Krankenhaus in Bergamo | AFP

Das Krankenhaus von Bergamo während der ersten Corona-Welle: Ein bisschen Hoffnung im Kampf gegen das Virus. Bild: AFP

20.2.2021 • 16:53 Uhr

Polizei in Heidelberg löst Familienfeier auf

In Heidelberg hat die Polizei am späten Freitagabend eine Familienfeier mit 20 Menschen aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, verständigten Nachbarn wegen einer Ruhestörung die Beamten. Vor Ort stellte sich heraus, dass in einer Wohnung und im Hof des Hauses der zehnte Geburtstag des Sohnes des Wohnungsinhabers gefeiert wurde. Unter den Gästen waren acht Kinder unter 14 Jahren. Zwar seien die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben worden, allerdings gebe es weiterhin Kontaktbeschränkungen für private Treffen im öffentlichen und privaten Raum, erinnerte die Polizei. Die Feier sei daher aufgelöst und die "teilweise alkoholisierten Gäste nach Hause geschickt" worden. Einige Gäste erhielten zudem Platzverweise, weil sie den Heimweg zunächst nicht antreten wollten. Die Gastgeber sowie die Gäste müssen der Polizei zufolge nun mit Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen.

20.2.2021 • 16:32 Uhr

Spahn: Erzieherinnen und Lehrkräfte werden bald geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen in absehbarer Zeit gegen das Corona-Virus geimpft werden können. Weil es gesellschaftlich wichtig sei, dass in Kitas und Grundschulen der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, sollten die Kita-Mitarbeiter und Grundschullehrer bei der Priorisierung vorgezogen werden, sagte Spahn bei einer Livestream-Veranstaltung, bei der er sich den Fragen der Bürger stellte. Er verwies darauf, dass zunächst die Menschen aus der Priorisierungsgruppe eins geimpft werden - zu der vor allem Bürgerinnen und Bürger über 80 gehören. Die Erzieher und Grundschullehrer, die bislang der Priorisierungsgruppe drei angehören, sollen nun in die zweite Gruppe höher gestuft werden.

20.2.2021 • 16:10 Uhr

Englische Pflegeheime: Nur Händchenhalten erlaubt

Händchenhalten erlaubt, Umarmungen nicht: Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen in England dürfen ab dem 8. März eine ausgewählte Person aus dem Familien- oder Freundeskreis empfangen und sie anfassen. Sie können sich dann an den Händen halten, aber nicht drücken, wie die Regierung in London bekanntgab. Seit Monaten ist es Pflegeheimbewohnern nur erlaubt gewesen, Angehörige im Freien oder durch Scheiben zu sehen. Die neuen Maßnahmen gelten für England, die anderen Landesteile des Vereinigten Königreichs legen ihre eigenen Corona-Regeln fest. In Schottland etwa dürfen Pflegeheimbewohner ab dem 8. März zwei Besucher haben.

In einem Pflegeheim sind Besucherin und Patient durch eine Glasscheibe getrennt. | dpa

Lange Zeit durften Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner ihre Angehörigen nur hinter Glas treffen. In Großbritannien sollen nun Berührungen an der Hand wieder gestattet werden. Bild: dpa

20.2.2021 • 15:48 Uhr

AstraZeneca-Impfstoff bei größerem Dosen-Abstand wirksamer

Mindestens zwölf Wochen Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfdosis haben beim Impfstoff von AstraZeneca den Entwicklern zufolge positive Auswirkungen auf dessen Wirksamkeit. "Da die Verfügbarkeit der Impfstoffe begrenzt ist, kann die Strategie, zunächst mehr Menschen mit einer Dosis zu impfen, womöglich zu einer größeren Immunität der Bevölkerung führen, als nur die Hälfte der Menschen mit zwei Dosen zu impfen", schrieb der Chef-Entwickler des Impfstoffs, Andrew Pollard, von der Universität Oxford in der Fachzeitschrift "The Lancet".

20.2.2021 • 15:14 Uhr

Pandemie kostete bislang 20,6 Millionen Lebensjahre

Ein internationales Forscher-Team hat herausgefunden, dass durch die Corona-Pandemie bislang 20,6 Millionen Lebensjahre verloren gegangen sind. Dafür wurden 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern ausgewertet, um zu ermitteln, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 starben, wie das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock mitteilte. Es wurde untersucht, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden. "Menschen in der Mitte ihres Lebens und im frühen Rentenalter tragen im weltweiten Vergleich den größten Anteil an den insgesamt verlorenen Lebensjahren", sagte Mikko Myrskylä, Direktor des MPIDR.

20.2.2021 • 15:08 Uhr

Spahn zu AstraZeneca: Nachimpfung mit anderem Mittel möglich

Nach einer Immunisierung mit dem Impfstoff von AstraZeneca ist laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu einem späteren Zeitpunkt eine Nachimpfung mit einem anderen Wirkstoff denkbar. Das sei "problemlos möglich", falls etwa am Ende des Jahres alle Impfwilligen geimpft seien und noch Impfstoff verfügbar sei, sagte der CDU-Politiker bei einer Online-Veranstaltung. Die Frage nach einer Nachimpfung mit einem anderen Mittel steht im Raum, weil der Wirkstoff von AstraZeneca eine geringere Wirksamkeit hat als die anderen beiden in der EU zugelassenen Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer.

20.2.2021 • 14:47 Uhr

Brasilianische Mutation in Schweden nachgewiesen

In Schweden ist erstmals die in Brasilien entdeckte Variante des Coronavirus nachgewiesen geworden. Vier Menschen seien positiv auf die als ansteckender geltende Mutation getestet worden, teilte der Regionalrat von Gävleborg mit. Den Betroffenen gehe es gut, sie benötigten keine medizinische Versorgung. Keiner von ihnen hatte sich demnach zuvor in Brasilien aufgehalten. Die Behörden versuchten nun, ihre Kontakte zu ermitteln. Zuvor waren bereits die Varianten aus Großbritannien und Südafrika im Land nachgewiesen worden.

Auf einer Straße in Stockholm gehen Menschen bei sonnigem, aber kaltem Wetter spazieren. | AFP

Schwedens Regierung appellierte zuletzt an die Vernunft der Menschen, Abstände einzuhalten und Kontakte zu reduzieren. Die Cafés und Läden wie hier in Stockholm blieben geöffnet. Bild: AFP

20.2.2021 • 13:43 Uhr

Vorschlag: Drei-Stufen-Plan für Großveranstaltungen

Mit einem Drei-Stufen-Plan sollen nach einem Vorschlag aus Wissenschaft, Sport und Kultur wieder Zuschauer bei Großveranstaltungen möglich werden. Das Papier, das am Montag vorgestellt werden soll, liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Der Ansatz ermögliche es, "Breitenveranstaltungen mit vertretbarem Aufwand und Spitzenveranstaltungen unter relevanten Zusatzinvestitionen wieder zu den Zuschauern und Gästen zu transportieren", heißt es darin.

Das Papier wird von 20 Wissenschaftlern sowie zahlreichen Verbänden und Veranstaltern getragen, darunter Deutscher Fußball-Bund (DFB) und Deutscher Bühnenverein. Der Leitfaden sieht zunächst ein "Basiskonzept" vor. So soll etwa bei geschlossenen Räumen für jeden Veranstaltungsort ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutzkonzept erforderlich sein. Zudem wären personalisierte Tickets und medizinische Masken Pflicht. Für den Außenbereich wird unter anderem eine Maskenpflicht vorgeschlagen, die bis zu den Plätzen gilt.

Zuschauer verfolgen das Konzert von Helge Schneider auf der Berliner Waldbühne (Archivbild) | dpa

Ein Drei-Stufen-Plan soll Konzerte und andere Großveranstaltungen wie in der Berliner Waldbühne wieder ermöglichen. Vergeschlagen werden unter anderem personalisierte Tickets und eine Maskenpflicht. Bild: dpa

20.2.2021 • 13:22 Uhr

Frankreich erwägt Lockdown in Küstenregion

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hat wegen der Corona-Ausbrüche im Südosten des Landes zusätzliche regionale Maßnahmen gefordert. Véran brachte dabei in Nizza eine Verschärfung der nächtlichen Ausgangssperre sowie einen teilweisen oder kompletten Lockdown ins Spiel. Bis Sonntagabend sollen die Verantwortlichen demnach über weitere Schritte für das Département Alpes-Maritimes an der französischen Riviera entscheiden.

Zuvor hatte Véran gesagt, dass die Lage in dem Département besonders besorgniserregend sei. Mit einer Inzidenz von 577 Fällen auf 100.000 Menschen ist das Gebiet nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde vom Donnerstag in Frankreich derzeit am stärksten betroffen. Im ganzen Land gilt seit Wochen ein Ausgangssperre ab 18 Uhr.

Ein französischer Polizist patrouilliert am Strand von Nizza während des Lockdowns in der Corona-Pandemie. | dpa

Der Strand von Nizza: Der Küstenstadt könnte wegen hoher Infektionszahlen ein kompletter Lockdown drohen. Bild: dpa

20.2.2021 • 13:07 Uhr

Weiter Debatte über Lockdown

Angesichts erster Erfolge des Lockdowns fordern Wirtschaftsverbände und die FDP eine zügige Rücknahme von Corona-Beschränkungen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hingegen warnt vor Entscheidungen, die sich schnell rächen könnten:

20.2.2021 • 13:05 Uhr

AFP-Zählung: 200 Millionen Impfdosen weltweit verabreicht

Weltweit sind laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mehr als 200 Millionen Impfstoffdosen verabreicht worden. 45 Prozent davon wurden in den sieben führenden Industriestaaten (G7) verimpft, so die AFP unter Berufung auf Behördenangaben. Weltweit erhielten Menschen in 107 Ländern oder Gebieten mindestens eine Impfstoffdosis.

Die Statistik belege auch die Ungleichheit bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe. 92 Prozent der verabreichten Impfungen entfielen demnach auf wohlhabende Länder oder Staaten mit einem mittleren Pro-Kopf-Einkommen im oberen Bereich. Unter den weltweit ärmsten Staaten haben bislang nur Guinea und Ruanda mit den Impfungen begonnen.

20.2.2021 • 13:02 Uhr

Foodwatch fordert Zusatzleistungen für gesundes Essen

Die Organisation Foodwatch hat auf finanzielle Mehrkosten für gesunde Ernährung in der Corona-Krise insbesondere für einkommensschwache Familien hingewiesen. Geschäftsführer Martin Rücker sagte, beispielsweise seien vielerorts kostenlose Essensangebote in Schulen oder Sozialeinrichtungen weggefallen. Vor einer Bundestags-Anhörung am Montag zu Sonderzahlungen an Empfänger staatlicher Sozialleistungen forderte er daher eine deutliche Aufstockung dieser Hilfen. Rücker warnte vor Hunger und Mangelernährung vor allem von Kindern. Er verwies auch auf Mehrkosten für sozial Schwache im Gesundheitsbereich und auf überdurchschnittliche Preissteigerungen ausgerechnet bei Obst und Gemüse, während zugleich Einnahmen wegbrechen würden.

20.2.2021 • 12:46 Uhr

Brandenburg: Projekt soll Ärzte in Impfungen einbinden

In Brandenburg soll es Ärzten ab März in einem Modellprojekt ermöglicht werden, in ihren Praxen oder bei Hausbesuchen Corona-Impfungen vornehmen zu können. Das Interesse der Praxen sei "sehr groß", so die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB). Rund 500 Praxen hätten sich bereits gemeldet, die bei dem Vorhaben der Landesregierung mitmachen wollten. Ziel ist es laut KVBB, landesweit insgesamt rund 50 Praxen zu identifizieren, die sich kurzfristig an dem Projekt beteiligen wollen. In Mecklenburg-Vorpommern impfen seit Januar testweise Hausärzte.

20.2.2021 • 12:33 Uhr

Kinderhilfswerk für mehr Engagement gegen Kinderarmut

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit Bund, Länder und Kommunen zu mehr Einsatz gegen Kinderarmut aufgefordert. "Sehr viele Kinder sind die Verliererinnen und Verlierer der Corona-Pandemie", erklärte Bundesgeschäftsführer Holger Hoffmann. "Das betrifft insbesondere arme Kinder." Ihre Eltern könnten die Belastungen der Pandemie gar nicht oder nur sehr schlecht schultern. Wenn zusätzlich Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe geschlossen seien, das Schul- und Kitaessen wegfalle und gleichzeitig Tafeln nur eingeschränkt arbeiten könnten, habe dies "für arme Kinder teils dramatische Auswirkungen". Es sei wirksame Hilfe nötig, damit die Pandemie für sie keine langfristigen negativen Folgen haben werde.

20.2.2021 • 11:45 Uhr

Großbritannien will weltweite Kampfpause für Impfungen

Zur Bekämpfung der Pandemie setzt sich Großbritannien im UN-Sicherheitsrat für eine "anhaltende humanitäre Pause" aller weltweiten Kampfhandlungen ein. Einen entsprechenden Resolutionsentwurf brachte London laut der Agentur AP im Rat ein. Die Kampfpause soll eine Impfung der Menschen in Konfliktgebieten ermöglichen. In dem Entwurf wird eine Forderung des Weltsicherheitsrats vom 1. Juli nach einer "allgemeinen und sofortigen Einstellung von Feindseligkeiten" in Konfliktgebieten wie Syrien, Jemen, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, Sudan und Somalia bekräftigt.

20.2.2021 • 11:42 Uhr

Merkel sieht Schub für Digitalisierung

Die Corona-Pandemie wird nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel einen nachhaltigen Schub für die Digitalisierung bringen. "Unser Leben ist digitaler geworden", sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast am Samstag. Kinder und Jugendliche würden digital unterrichtet, Studierende lernten in virtuellen Hörsälen und Berufstätige hätten Video-Konferenzen. "Das alles ist aus der Krise dieser Pandemie geboren, aber wir können es auch als Rückenwind sehen." Die Bundesregierung wolle das Lernen mit digitalen Angeboten verbessern, betonte die Kanzlerin. Es gebe zwar schon gute digitale Bildungsangebote, aber mit einer nationalen Bildungsplattform wolle man den Zugang dazu erleichtern.

Angela Merkel bei der Bundespressekonferenz | dpa

"Unser Leben ist digitaler geworden", sagt Angela Merkel. Die Pandemie könne die Digitalisierung voranbringen, hofft die Bundeskanzlerin. Bild: dpa

20.2.2021 • 11:39 Uhr

London: Lange Wartezeiten für Krankenwagen vor Kliniken

In London hat sich die Wartezeit von Krankenwagen vor überfüllten Kliniken massiv erhöht. In den zwei Wochen über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage kamen insgesamt 4164 gewartete Stunden zusammen, wie aus einer BBC-Recherche hervorgeht. Damit verlängerte sich die Wartezeit gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um rund 63 Prozent. Der Londoner Krankenwagen-Service bezeichnete den vergangenen Dezember als den Monat mit der höchsten Belastung jemals. Das Personal muss Wartezeiten vor den Krankenhäusern melden, wenn diese eine halbe Stunde übersteigen.

Krankenwagen vor einem Krankenhaus in London | AFP

Langes Warten für Krankenwagen in London: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Wartezeit um etwa 63 Prozent, recherchierte die BBC. Bild: AFP

20.2.2021 • 11:16 Uhr

Polen erwägt schärfere Einreiseregeln

Polen erwägt wegen der Corona-Pandemie strengere Einreiseregeln an den Grenzen zu den Nachbarländern Tschechien und Slowakei. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP für nächste Woche eine Entscheidung an. Für Menschen, die mit einem Testergebnis ihre Gesundheit nachweisen könnten, blieben die Grenzen offen. Das könne sich aber - abhängig von der Entwicklung der Pandemie ändern. Niedzielski äußerte die Erwartung, dass die aktuelle Corona-Welle in Polen im März oder April den Höhepunkt erreicht.

20.2.2021 • 11:16 Uhr

Neues Gesetz für Ausgangssperre in Niederlanden

In den Niederlanden hat die Ausgangssperre als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie eine neue gesetzliche Grundlage erhalten. Die Erste Kammer des Parlaments (ähnlich dem Bundesrat) stimmte dem Gesetz am späten Freitagabend in Den Haag mit großer Mehrheit zu. Das neue Gesetz war notwendig geworden, nachdem ein Verwaltungsgericht die Ausgangssperre gekippt hatte. Am Vortag hatte bereits die Zweite Kammer des Parlaments der neuen Reglung zugestimmt. Das Gesetz sollte bereits an diesem Wochenende in Kraft treten. Damit ist die Aufrechterhaltung der Sperrstunde gesichert.

20.2.2021 • 10:52 Uhr

DFB-Vize Koch fordert Lockerungen für Amateur-Fußball

DFB-Vizepräsident Rainer Koch drängt auf eine baldige Aufhebung des Trainingsverbots für Amateur- und Jugendfußballer und nimmt dabei auch die Politik in die Pflicht. "Wir fordern, dass am 3. März auch über Sport gesprochen wird, wenn die Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin zusammenkommt. Es geht darum, deutlich zu machen, dass Fußball viel mehr ist als Bundesliga und Nationalmannschaft", sagte der 62-Jährige der "Berliner Zeitung". Er warnte vor den Folgen der erzwungenen Sportauszeit in der Pandemie gerade für Kinder. "In dem Moment, wo die Kinder wieder in die Schulen kommen, gibt es keinen Grund mehr, dass die gleichen Kinder sich nicht auch am Nachmittag am Fußballplatz bewegen können."

DFB-Vizepräident Rainer Koch  | imago/Jan Huebner

DFB-Vizepräsident Rainer Koch: "Fußball ist viel mehr als Bundesliga und Nationalmannschaft." Bild: imago/Jan Huebner

20.2.2021 • 10:10 Uhr

WTO ruft Großbritannien zu Abgabe von Impfstoffen auf

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat Großbritannien aufgerufen, früher Impfstoffe an ärmere Länder abzugeben. "Ich denke nicht, dass wir auf überschüssige Impfstoffe warten sollten", sagte die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala dem Sender BBC. "Ich denke, dass Spenden jetzt kommen müssen. Der Grund ist einfach: Es ist genauso im Interesse reicher wie armer Länder, gleichen Zugang zu haben." Beim G7-Gipfel am Freitag hatten sich die beteiligten Länder auf höhere Investitionen in die Covax-Initiative geeinigt, die ärmeren Ländern gerechteren Zugang zu Impfstoffen ermöglichen soll.

20.2.2021 • 10:02 Uhr

Entwicklungsminister warnt vor Benachteiligung armer Länder

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat vor einer dramatischen Benachteiligung ärmerer Länder bei der Versorgung mit Corona-Impfstoff gewarnt. "Eine weltweite Impfkampagne darf nicht am Geld scheitern - aus humanitären Gründen, aber auch aus unserem eigenen Interesse", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Andernfalls komme das Virus "im nächsten Flieger zurück, vielleicht noch gefährlicher". Ziel sei es, bis Ende des Jahres mindestens 20 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern zu impfen. Dafür fehlen nach Müllers Worten jedoch noch 27 Milliarden Euro.

20.2.2021 • 09:51 Uhr

Ethikratsvorsitzende fordert Regelung für übrig gebliebenen Impfstoff

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hat sich für einen Mechanismus zur Verteilung übrig gebliebener Impfdosen ausgesprochen. Im Bayerischen Rundfunk forderte sie, die Verteilung überschüssiger Impf-Einheiten über Telefonlisten zu organisieren. Bei der derzeitigen Knappheit dürfe man keinen Impfstoff verwerfen, sagte Buyx. Die Medizinethikerin plädierte dafür, sich bei der Verteilung von Impfstoffen an die Vorgaben der geltenden Impfstoffverordnung zu halten.

Alena Buyx | picture alliance/dpa

Ethikratsvorsitzende Alena Buyx: Keinen Impfstoff verwerfen. Bild: picture alliance/dpa

20.2.2021 • 09:38 Uhr

Corona-Ausbruch in Südsudans Präsidialamt

Das Coronavirus hat im Südsudan auch den Staatsapparat von Präsident Salva Kiir im Griff. Insgesamt 27 seiner Mitarbeiter seien infiziert, sagte Sprecher Ateny Wek Ateny. Dabei handle es sich vor allem um Personal des präsidialen Sicherheitsapparates, aber auch um den Sprecher selbst: "Ich bin positiv auf Covid-19 getestet worden." Der Präsident sei sicher, solle aber nun verstärkt Außenkontakte vermeiden. In dem ölreichen Land in Ostafrika wurden bisher offiziell 6417 Infektionen und 83 Todesfälle registriert.

20.2.2021 • 09:28 Uhr

Lahm glaubt weiter an Fußball-EM in zwölf Ländern

Ex-Nationalspieler Philipp Lahm glaubt weiter an die Fußball-Europameisterschaft in zwölf Ländern. "Es war und bleibt eine gute Idee", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn die Planungen wegen der Corona-Pandemie angepasst werden müssen, liegen diese Entscheidungen nicht mehr bei der UEFA, sondern eine Ebene darüber: bei der Politik. Aber aktuell ist es immer noch so, dass die EM in zwölf Städten stattfinden wird." Lahm ist bei der DFB Euro GmbH als Geschäftsführer tätig.

Nach aktueller Planung soll die EM am 11. Juni in Rom angepfiffen werden. In London sollen Halbfinals und Endspiel (11. Juli) ausgetragen werden. In München sind die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ko-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) angesetzt.

Ex-Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm | dpa

Ex-Nationalspieler Philipp Lahm: "Es war und bleibt eine gute Idee" Bild: dpa

20.2.2021 • 09:25 Uhr

Niedersachsen will Lehrer laut Medienbericht früher impfen

Niedersachsen beabsichtigt offenbar, Lehrern, Erziehern und Ärzten früher als bisher geplant Corona-Schutzimpfungen zu ermöglichen. Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" liegen beim Landesgesundheitsministerium konkrete Planungen dafür vor. So will sich Niedersachsen zusammen mit anderen Bundesländern beim Bund für eine entsprechende Änderung der Impfverordnung einsetzen. Damit soll es möglich sein, Gruppen, die laut Priorisierung noch nicht an der Reihe wären, bei den Impfungen vorzuziehen.

20.2.2021 • 09:22 Uhr

BioNTech-Chef weist Berichte über Preisforderungen zurück

Der Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens BioNTech, Ugur Sahin, hat Berichte über überzogene Preisforderungen für den gemeinsam mit dem US-Hersteller Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff zurückgewiesen. Im Juli sei für alle Industriestaaten mit entsprechend großen Bestellmengen ein Preismodell berechnet worden, sagte Sahin der "Bild"-Zeitung. "Die Preise lagen je nach Bestellmenge zwischen 30 und 15 Euro", fügte er hinzu. "Am 22. Juli haben wir den USA-Vertrag auf Basis der neuen Parameter unterschrieben, aus dem die 19,50 Dollar ersichtlich waren. Dieses Preismodell haben dann alle Industriestaaten erhalten."

NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" hatten berichtet, dass Pfizer und BioNTech im Juni für den von ihnen entwickelten Corona-Impfstoff von der EU 54,08 Euro pro Dosis verlangt hatten. Erst im November einigten sich beide Seiten den Recherchen zufolge auf 15,50 Euro pro Dosis.

20.2.2021 • 08:50 Uhr

Russland lässt dritten heimischen Impfstoff zu

Russland hat einen dritten heimischen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Die ersten 120.000 Dosen des Vakzins mit dem Namen CoviVac sollen im März bereitgestellt werden, wie Ministerpräsident Michail Mischustin sagte. Groß angelegte klinische Studien gibt es bisher allerdings nicht. Ähnlich war Russland mit seinem ersten Corona-Impfstoff Sputnik V im vergangenen Jahr vorgegangen und hatte damit international Kritik hervorgerufen. Einen zweiten Impfstoff hat das Land unter der Bezeichnung EpiVacCorona zugelassen. Im ersten Halbjahr will Russland nach Regierungsangaben 88 Millionen Dosen Corona-Vakzine produzieren, davon 30,5 Millionen Dosen bis Ende März.

20.2.2021 • 08:39 Uhr

Mexiko erwartet chinesische Impfstoff-Lieferung

Mexiko soll heute die erste Lieferung des chinesischen Corona-Impfstoffs und bis Montag eine erste Zuteilung des russischen Vakzins Sputnik V erhalten. Beide Lieferungen bestehen voraussichtlich aus jeweils 200.000 Dosen. Sie sollen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in einkommensschwachen Vierteln von Mexiko-Stadt oder deren Vororten eingesetzt werden. Bislang nutzt Mexiko die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca. Davon wurden fast 1,6 Millionen Dosen verabreicht.

20.2.2021 • 08:31 Uhr

DIHK fordert Stufenplan für Lockerungen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert von Bund und Ländern einen Stufenplan zur Öffnung des wirtschaftlichen Lebens. Dies solle "nach bundesweit einheitlichen Kriterien mit nachvollziehbaren Regeln für die Unternehmen" erfolgen, zitierte die "Rheinische Post" aus einem DIHK-Vorschlagspapier, das Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegt worden sei. Es solle zukünftig "keine pauschale Schließung ganzer Wirtschaftszweige angeordnet werden, wenn die Einhaltung geltender Infektionsschutzmaßnahmen durch Hygienekonzepte plus Teststrategien gewährleistet ist und gleichzeitig die Mobilität von Bürgern mit digitalen Konzepten gesteuert werden kann".

20.2.2021 • 08:21 Uhr

Minister in Argentinien wegen Impfstoffvergabe zurückgetreten

Argentiniens Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia ist von seinem Amt zurückgetreten, nachdem er mehrere Personen bei der Impfstoffvergabe bevorzugt haben soll. In einem offenen Brief teilte der Minister auf Twitter mit, es habe Personen gegeben, die das ordnungsgemäße Vergabeverfahren umgangen hätten. Er selbst sei aber zu dieser Zeit nicht im Büro gewesen. Garcia war von Staatspräsident Alberto Fernandez zum Rücktritt aufgefordert worden.

Argentiniens Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia | AFP

Argentiniens Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia ist zurückgetreten. Bild: AFP

20.2.2021 • 08:13 Uhr

BDI-Präsident fordert Abkehr von Lockdown-Strategie

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, fordert eine schrittweise Abkehr von der bisherigen Lockdown-Strategie. Das Ausprobieren von Maßnahmen müsse ein Ende haben, er wünsche sich mehr Orientierung für Unternehmen, sagte er der "Rheinischen Post". Demnach sollen sich Betriebsöffnungen nach regionalen Inzidenzwerten orientieren und die öffentliche Verwaltung besser mit "zeitgemäßen digitalen Werkzeugen" ausgerüstet werden.

20.2.2021 • 07:40 Uhr

Krankschreibungen wegen psychischer Probleme auf Höchststand

Die Zahl der bei der DAK versicherten Beschäftigten, die wegen einer psychischen Erkrankung im Job fehlen, hat 2020 einen Höchststand erreicht. Im Schnitt hatte jeder Versicherte rund 2,65 Fehltage aufgrund von etwa Depressionen oder Anpassungsstörungen. Mit Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, zum Beispiel einen Trauerfall, gemeint.

Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es rund 2,6 Fehltage pro versicherten Beschäftigten, 2010 etwa 1,7 Fehltage. "Unsere aktuelle Analyse zeigt, wie gerade Menschen mit psychischen Problemen unter den Pandemie-Einschränkungen und -Belastungen leiden", sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Ein psychischer Krankheitsfall dauerte im Schnitt 39 Tage - so lange wie noch nie seit Beginn der jährlichen Datenerhebung 1997.

Frauen meldeten sich im Job häufiger wegen psychischer Probleme krank als Männer. So fehlten DAK-versicherte Arbeitnehmerinnen 2020 im Schnitt an 3,4 Tagen, bei Männern waren es 2,0 Tage.

20.2.2021 • 07:32 Uhr

Neuseeland beginnt mit Corona-Impfungen

Fast zwei Monate später als andere westliche Staaten hat Neuseeland seine Impfkampagne gestartet. Dies sei ein "kleiner, aber wichtiger Schritt" im Kampf gegen die Pandemie, sagte der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns." Zunächst sollen besonders gefährdete Bürger, Reiserückkehrer, Grenzbeamte und Beschäftigte in Quarantäne-Einrichtungen geimpft werden.

Neuseeland setzt den Impfstoff von BioNTech/Pfizer ein. Neuseeland gilt weltweit als eines der Vorbilder im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das Land hatte die Ausbreitung des Virus mit den Grenzschließungen und einem strengen Lockdown schnell unter Kontrolle bekommen. In Auckland hatten die Behörden in dieser Woche einen dreitägigen Lockdown verhängt, nachdem dort erstmals die ansteckendere Corona-Variante aus Großbritannien nachgewiesen worden war. 

20.2.2021 • 06:39 Uhr

RKI: 9164 Corona-Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9164 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 490 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8354 neue Fälle und 551 neue Todesfälle registriert. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 57,8 - und damit etwas höher als am Vortag (56,8).

Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

20.2.2021 • 05:10 Uhr

Lehrerverband dringt auf vorgezogene Impfung von Klassenlehrern im Präsenzunterricht

Angesichts der anstehenden Schulöffnungen in der Corona-Krise hat der Deutsche Lehrerverband mehr Schutzmaßnahmen und vorgezogene Impfungen für Klassenlehrer im Präsenzunterricht gefordert. "Lehrkräfte, die jetzt in Grundschul- und Abschlussklassen in den Präsenzunterricht zurückkehren, sollten bevorzugt geimpft werden können", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Augsburger Allgemeinen". "Dies sollte – angefangen bei den Älteren und über 60-Jährigen - schnell geschehen", betonte er.

Dies dürfe nicht nur, wie von Bundesgesundheitsminister Spahn angekündigt, für Grundschullehrer gelten, sagte Meidinger. "Ein Vorrücken aller Lehrkräfte im Präsenzunterricht in der Rangfolge des Alters von der dritten in zweite Prioritätsgruppe wäre ein wichtiger Baustein für den Gesundheitsschutz an Schulen", sagte er. In manchen Bundesländern wie dem Saarland, Bremen oder Sachsen kehrten Abschlussklassen in Gymnasien, Berufs- und Realschulen teilweise in voller Stärke in den Unterricht zurück.

20.2.2021 • 04:58 Uhr

Weltbank will Impfstoff-Versorgung für arme Länder rasch absichern

Die Weltbank will bis Ende März 1,6 Milliarden Dollar für die Finanzierung von Impfstoffen in zwölf ärmeren Ländern wie Bangladesch, Tunesien und Äthiopien bewilligen. Das teilt Weltbank Präsident David Malpass der Nachrichtenagentur Reuters mit. Laut Malpass sollen danach noch 30 weitere Länder folgen. Die Weltbank hatte im Rahmen eines Programms Impfstoffe im Wert von zwölf Milliarden Dollar gekauft und arbeitet nun mit den Regierungen armer Länder zusammen, um Versorgungslücken zu schließen.

20.2.2021 • 04:58 Uhr

Lindner fordert Lockerungen der Einschränkungen ab Inzidenz von unter 35

FDP-Parteichef Christian Lindner fordert eine umgehende Öffnungserlaubnis für Geschäfte, Restaurants und Fitnessstudios in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen. "Kreise und kreisfreie Städte, die die 35-Inzidenz unterschreiten, müssen damit ab sofort beginnen können", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gebe viele Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz schon unter 35 liege. Dort seien Öffnungsschritte über Schulen, Kitas und Friseure hinaus möglich. Frei von Risiken werde eine Öffnung nie sein, räumte Lindner ein. Das sei jedoch kein Grund dafür, das Land dauerhaft im Lockdown zu halten. Die Frage sei, ob Risiken verantwortbar seien, etwa mit Blick auf erwartbare Wanderungsbewegungen zwischen Regionen mit Lockerungen und Regionen mit strengen Regeln. 

Über dieses Thema berichtete am 20. Februar 2021 tagesschau24 um 09:00 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.