Pressekonferenz der gemeinsamen Studie von WHO und China zum Ursprung des Coronavirus | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ USA kritisieren Chinas Umgang mit WHO-Mission ++

Stand: 13.02.2021 23:41 Uhr

Die US-Regierung zeigt sich sehr besorgt über Chinas Umgang mit der Untersuchung der WHO zum Ursprung des Coronavirus. In Großbritannien haben mehr als 14,5 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten. Alle Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

  • USA kritisieren Chinas Umgang mit WHO-Mission
  • Mehr als 14,5 Millionen Briten geimpft
  • Bundesamt hofft auf Zulassung von Selbsttests im März
  • Lauterbach kritisiert Spielverlegung der Champions League
  • Andrang in Polens Skigebieten
  • Juso: Länder sollen auf Zentralabitur verzichten
  • Britische Variante in mehr als jeder vierten Probe in Dänemark
13.2.2021 • 23:39 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute beenden wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

13.2.2021 • 20:48 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt leicht

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt leicht an. Die Behörden melden 21.231 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, nach 20.701 am Vortag. Die Zahl der Toten in Krankenhäusern steigt um 199, nach 320 am Freitag.

13.2.2021 • 19:42 Uhr

Husumer Schlachthof bleibt geschlossen - über 100 Fälle

Nach einem Corona-Ausbruch bleibt ein Schlachthof in Husum (Schleswig-Holstein) geschlossen. Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter sei auf 103 gestiegen, teilte der Kreis Nordfriesland am Samstag mit. Bei 190 weiteren Beschäftigten sei der Test negativ ausgefallen. Die ursprünglich bis zum 14. Februar angeordnete Schließung des Schlachthofes sei bis zum 24. Februar verlängert worden, hieß es. Es gebe in dem Fall nach wie vor keine Hinweise auf Mutationen. Derzeit befindet sich den Angaben zufolge nahezu die gesamte Belegschaft aufgrund eines positiven Testergebnisses oder der Einordnung als Kontaktperson 1 in häuslicher Quarantäne.

13.2.2021 • 19:11 Uhr

Slowakei interveniert gegen deutsche Reisebeschränkungen

Der slowakische Außenminister Ivan Korcok hat bei Deutschlands Bundesaußenminister Heiko Maas gegen Reisebeschränkungen für Lastwagenfahrer interveniert. Wie das Außenministerium in Bratislava auf seiner Internetseite mitteilte, ging es dabei um die Vorschrift, an der Grenze einen höchstens 48 Stunden alten Corona-Test vorzuweisen, um nach Deutschland einreisen zu dürfen. "Diese Maßnahme wird riesige Probleme verursachen und ist für unsere Lastwagenfahrer in der Praxis kaum erfüllbar", erklärte Korcok seinem deutschen Amtskollegen nach Angaben seines Ministeriums. Die Slowakei habe deshalb eine diplomatische Note nach Berlin geschickt.

Die Bundesregierung in Berlin hat das EU-Land Slowakei am Freitag ebenso wie zuvor Tschechien und Tirol als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Damit dürfen Reisende aus der Slowakei von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht mehr nach Deutschland kommen. Lastwagenfahrer gehören zwar zu den Ausnahmen, aber nur, wenn sie die Testbedingung erfüllen oder eine Quarantäne antreten. Die Slowakei befürchtet, dass andere EU-Länder dem deutschen Beispiel folgen könnten. "Unsere Volkswirtschaften sind eng miteinander verbunden (...), deshalb fordere ich, dass wir innerhalb der EU Schritte vermeiden, die zu reziproken Maßnahmen und weiteren Störungen des Binnenmarktes führen könnten", warnte Korcok.

13.2.2021 • 18:38 Uhr

Industrie warnt vor Engpässen durch Grenzkontrollen

Die deutsche Industrie hat angesichts der ab Sonntag geltenden Kontrollen und der Corona-Testpflicht an mehreren Grenzen vor einem Zusammenbruch der europäischen Lieferketten gewarnt. "Absehbar sind Engpässe bei ausländischem Fahrpersonal in Deutschland, erhebliche Verzögerungen beim Grenzübertritt und weiträumige Ausweichverkehre", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang. "Manche Transporte werden ganz wegfallen, etwa weil Personal fehlt."

Nach der Ausbreitung neuer Virusvarianten hat Deutschland die Regeln für die Einreise aus EU-Staaten erneut verschärft und teilweise auch Kontrollen an der Grenze angeordnet. Ab Sonntag dürfen aus Tschechien und weiten Teilen von Tirol in Österreich nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Gesundheitspersonal einreisen. Um das Verbot durchzusetzen, bereitet sich die Bundespolizei auf stationäre Grenzkontrollen vor.

Einreisen nach Deutschland sollen für wenige Ausnahmen möglich sein, darunter für "Personal im Gütertransport und sonstiges erforderliches Transportpersonal" - etwa Post-, Fracht- oder Leertransporte. Durch die Einstufung fallen den Angaben zufolge die zuvor gültigen Ausnahmeprivilegien für Transportmitarbeiter weg, so dass diese jetzt - wie jeder normale Einreisende auch - ein negatives Testergebnis bei der Einreise mit sich führen müssen.

13.2.2021 • 18:35 Uhr

Coronaregelungen in NRW verlängert - mit zwei Ergänzungen

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat die Coronaregelungen für Nordrhein-Westfalen um zunächst eine Woche verlängert - bis zum 21. Februar. Dabei gebe es zwei notwendige Anpassungen, wie das Ministerium mitteilte. Die Maskenpflicht gelte künftig in einer Entfernung von zehn Metern von Geschäftseingängen. Damit werde der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts, wonach dieser Bereich klarer abgegrenzt werden muss, Sorge getragen. Und: Lehrerinnen und Lehrer in Schulen sowie Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen müssen nun eine medizinische Maske tragen.

13.2.2021 • 18:32 Uhr

Hochzeitsplaner fürchten um Saison 2021

Professionelle Hochzeitsplaner in Deutschland fürchten angesichts der Corona-Pandemie um ihre kommende Saison. "Die Brautpaare sind extrem verunsichert", sagte die Sprecherin des Vereins "Bund deutscher Hochzeitsplaner", Svenja Schirk, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Diese Sorge mache sich bei den Terminen für die Hochzeitsfeiern bemerkbar: "Es gab sehr viele Umbuchungen von 2020 auf 2021. Diese Paare buchen nun auf 2022 um."

Für Hochzeitsplaner sei das häufig keine Alternative. "Ich bin zwei Jahre im Voraus ausgebucht. Hochzeiten zu verschieben ist daher sehr schwierig", sagte Schirk. Einige Paare stornierten ihre Feier komplett und gingen stattdessen nur zum Standesamt.  Für die Hochzeitsplaner sei die wirtschaftliche Situation sehr schwierig: "Viele Hilfen decken nur laufende Fixkosten ab, die Solo-Selbstständige nicht haben. Dann bleibt nur noch Hartz IV." Wer in diesem Jahr dennoch heiraten möchte, dem riet Schirk: "Paare sollten im engsten Kreis planen, möglichst draußen feiern und flexibel sein."

13.2.2021 • 18:31 Uhr

Niederlande proben coronasichere Veranstaltungen

Hunderte Menschen in einem Saal oder Stadion - und das trotz Corona? Ob und wie das funktionieren könnte, soll jetzt in den Niederlanden erprobt werden. Zunächst kommen dafür am Montag im Beatrix-Theater in Utrecht rund 500 Teilnehmer zu einer Fachtagung zusammen. In der folgenden Woche stehe dort dann eine Kabarettshow mit Publikum auf dem Programm, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Auch Fußballspiele mit jeweils 1500 Zuschauern sowie Shows im Amsterdamer Ziggo Dome und Freiluftveranstaltungen in einem Ferienpark seien vorgesehen - jeweils mit umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen.

13.2.2021 • 17:40 Uhr

USA kritisieren Chinas Umgang mit WHO-Mission

Die US-Regierung hat sich sehr besorgt über Chinas Umgang mit der Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ursprung des Coronavirus gezeigt. Peking müsse mit der Untersuchung kooperieren und sicherstellen, dass die Mission der Experten unabhängig und "frei von Einmischung oder Veränderungen durch die chinesische Regierung" bleibe, forderte US-Präsident Joe Bidens Nationaler Sicherheitsberater, Jake Sullivan. Die ersten Erkenntnisse der Mission und der Untersuchungsprozess gäben Anlass zu "großer Sorge", erklärte Sullivan. "Um diese Pandemie besser zu verstehen und uns auf die nächste vorzubereiten, muss China die Daten der ersten Tage des Ausbruchs der Krankheit zur Verfügung stellen", forderte Sullivan. Die höchste Priorität müsse es zu diesem "kritischen Zeitpunkt sein, die Glaubwürdigkeit der WHO zu schützen", erklärte er.

China wurde vereinzelt vorgeworfen, Erkenntnisse über erste mögliche Erkrankungen außerhalb Wuhans schon im Spätherbst 2019 zurückgehalten zu haben. Die internationalen Experten, die im Auftrag der WHO nach der Herkunft des Erregers suchen, waren vier Wochen in China. Nach zwei Woche in Quarantäne, in denen sie ihre Visite vorbereitet und intensiv per Video auch mit ihren chinesischen Kollegen konferiert hatten, besuchten sie in Wuhan mehrere Krankenhäuser, Institute, Labore und auch den Huanan-Markt, wo erste erfasste Infektionen mit dem Virus aufgetreten waren. Es gab in Wuhan aber auch Ansteckungen, die nicht mit diesem Markt in Zusammenhang gebracht werden konnten. Die Ermittlungen folgten erst nach langem Tauziehen mit der chinesischen Seite. Die Suche nach der Herkunft des Erregers gilt als politisch heikel, da China befürchtet, als Schuldiger für die Pandemie angeprangert werden zu können.

13.2.2021 • 17:35 Uhr

Polizei löst Boot-Party in London auf

In London hat die Polizei eine illegale Party auf einem Boot mit etwa 30 Menschen aufgelöst. Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln wurde der mutmaßliche Veranstalter, ein 31-jähriger Mann festgenommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ihm droht zudem eine Geldstrafe von 10.000 Pfund (11.420 Euro). 26 Gäste müssen je 800 Pfund Strafe zahlen. In England gilt wegen der Corona-Pandemie ein Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Treffen von Mitgliedern mehrerer Haushalte sind verboten. Es habe mehrere Beschwerden über laute Musik im Nordostlondoner Gebiet Hackny Marshes gegeben, teilte die Polizei mit. Darauf hätten Beamte am frühen Morgen auf das Boot auf dem Flus Lea übergesetzt. Dort stellten sie unter anderem Musikausrüstung sicher.

13.2.2021 • 17:33 Uhr

Demos gegen Corona-Maßnahmen in Berlin und Rosenheim

Gegner der Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind am Samstag vom Roten Rathaus quer durch Berlin gezogen. Dabei passierten die Demonstranten auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Zur Abschlusskundgebung versammelten sie sich in der Nähe des Reichstagsgebäudes. Zwischenfälle oder besondere Vorkommnisse seien ihr nicht gemeldet worden, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Nachmittag. Die Demonstranten hatten ihre Kundgebung am Kanzleramt noch nicht beendet. Angemeldet waren rund 300 Teilnehmer. "Corona-Wahnsinn stoppen" stand auf einem breiten Banner, das mehrere Demonstranten hielten, "Die Wirtschaft stirbt" mit weißer Schrift auf einem schwarzen Plakat. Ein Teilnehmer trug eine Maske mit der Aufschrift "Maulkorb". "Panikmache jetzt beenden", war auf einem Plakat der AfD zu lesen.

Etwa 600 Menschen sind zu einer Demonstration in Rosenheim gekommen. Alles laufe friedlich ab, sagte ein Sprecher der Polizei während der Versammlung an Nachmittag. Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Die Veranstalter der Demo unter dem Motto "Wir klären auf - gegen überzogene Corona-Maßnahmen der Regierung" hatten im Vorfeld mit ungefähr 1000 Teilnehmern gerechnet. Vereinzelt kamen Demonstranten passend zur Faschingszeit im Sträflings-Shirt oder mit bunter Brille.

13.2.2021 • 17:31 Uhr

Indien: Größte Impfkampagne der Welt in vollem Gang

Die Infektionszahlen sinken, die Todesfälle ebenfalls und die Impfkampagne läuft erfolgreich - Indien kommt bei der Bekämpfung der Pandemie gut voran. Das hat mehrere Gründe.

13.2.2021 • 17:21 Uhr

Mehr als 14,5 Millionen Briten geimpft

In Großbritannien haben 14.556.827 Menschen eine erste Corona-Impfung erhalten. Laut Plänen der Regierung sollen bis Montag alle Risiko-Gruppen eine Impfung erhalten haben.

13.2.2021 • 16:04 Uhr

Landesarmutskonferenz Niedersachsen fordert Hotelöffnungen für Obdachlose

Angesichts des strengen Winters hat die Landesarmutskonferenz dazu aufgefordert, sofort Hotels und ähnliche Wohnmöglichkeiten für Obdachlose anzumieten. "Die Unterbringung in Provisorien wie Kirchen oder Volkshochschulen kann nur ein erster Schritt sein", sagte der Sprecher der Landesarmutskonferenz Niedersachsen, Lars Niggemeyer. Die Unterbringung in Sammelunterkünften sei mit einer enormen Corona-Ansteckungsgefahr verbunden. Die Betroffenen gehörten oft zur Risikogruppe. Land und Kommunen sollten daher Einzelzimmer in Hotels und anderen Unterkünften anmieten.

13.2.2021 • 15:42 Uhr

Bundesamt hofft auf Zulassung von Selbsttests im März

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte hofft darauf, noch im März Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch zuzulassen. "Aktuell gehen wir auf Basis der bislang vorliegenden Antragsunterlagen davon aus, dass wir die ersten Sonderzulassungen Anfang März erteilen können", sagte ein Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Demnach gibt es Anträge für bis zu 30 verschiedene Produkte, mit denen sich jeder binnen einer Viertelstunde selbst testen kann.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich am Freitag vorsichtig zu solchen Tests geäußert. Die Politik ermögliche den Einsatz dieser Tests, aber für eine Zulassung komme es auf die Qualität an, sagte er. Denn wenn sie viele falsch negativen Ergebnisse liefern sollten, "dann steckt darin auch ein Risiko". Infizierte Menschen könnten in der Annahme, nicht infiziert zu sein, andere anstecken. Nach einer möglichen Zulassung stünden laut Spahn Bund-Länder-Gespräche dazu an, wie die Tests in die Strategien aufgenommen werden sollten. Noch sei auch der Preis offen - und inwieweit der Bund den Kauf eventuell mitunterstützt.

Die bisherigen Schnelltests verlangen einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen. Sie sollen nur von geschultem Personal gemacht werden - auch, weil der tiefe Abstrich für viele unangenehm ist. Bei den Selbsttests sind verschiedene Produkte im Gespräch, beispielsweise Gurgel- und Spucktests. Laut Bericht könnten nach Ansicht von Wissenschaftlern zuverlässige Schnelltests für den Hausgebrauch eine große Rolle bei der Rückkehr zu einem normalen Alltag spielen. Unter strengen Bedingungen sei so etwa die Öffnung von Restaurants denkbar.

13.2.2021 • 15:33 Uhr

Demonstranten in Hamburg fordern Unterbringung von Obdachlosen in Hotels

Mehrere Hundert Menschen haben in Hamburg für eine Unterbringung von Obdachlosen in Hotels demonstriert. Es dürfe nicht sein, dass die Stadt während der Corona-Pandemie obdachlose Menschen in Sammelunterkünften unterbringe, während die Hotels der Stadt im Lockdown leer stünden, sagten Redner bei der Kundgebung auf dem Jungfernstieg. 13 Menschen seien in diesem Winter bereits ums Leben gekommen, weil sie trotz eisiger Kälter im Freien übernachtet hätten, hieß es. Auf Plakaten war "#OpenTheHotels" und "DREIZEHN" zu lesen. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte das linke Bündnis "Wer hat, der gibt". Laut Polizei nahmen etwa 200 Menschen daran teil.

13.2.2021 • 15:30 Uhr

Häusliche Gewalt in Brandenburg um 24 Prozent gestiegen

Frauen in Brandenburg sollen besser vor Gewalt geschützt werden. Die Corona-Pandemie "scheint die Gewalt gegen Frauen zu verschärfen", sagte Frauenministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). "Gemeinsam mit dem Bund werden wir darum in den kommenden Jahren Schutzräume und Beratungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder im Land ausbauen." Nach Angaben des Innenministeriums wurden in Brandenburg zwischen dem 28. Februar und dem 23. September 2020 insgesamt 2856 Anzeigen häuslicher Gewalt erfasst. Das waren 24,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

13.2.2021 • 15:24 Uhr

Grenzregion Moselle schließt schärfere Maßnahmen aus

Trotz hunderter Infektionen mit ansteckenderen Varianten des Coronas-Virus planen die Behörden der französischen Grenzregion Moselle keine Verschärfung der Schutzmaßnahmen. Er halte die geltenden Auflagen für ausreichend, eine Schließung aller Schulen sowie eine vollständige Ausgangssperre seien derzeit nicht nötig, sagte der Präfekt der Region, Laurent Touvet, der Nachrichtenagentur AFP. Dies könnte sich jedoch je nach Entwicklung der Lage in den kommenden Wochen ändern.

In dem an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzenden Departement Moselle waren in den vergangenen Tagen hunderte mutmaßliche Infektionen mit den brasilianischen und südafrikanischen Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden. Gesundheitsminster Oliviér Véran sprach am Freitag bei einem Besuch in der Region von einer "beunruhigenden Lage". Täglich kämen etwa hundert Neuinfektionen hinzu, die meisten offenbar mit der südafrikanischen Variante. Als Konsequenz kündigte Véran mehr Tests und Impfungen sowie schärfere Quarantäneregeln an.

Der Bürgermeister der Département-Hauptstadt Metz, François Grosdidier, und andere örtliche Vertreter hatten sich bereits für eine vollständige Ausgangssperre sowie generelle Schulschließungen ausgesprochen. Präfekt Touvet kündigte stattdessen am Samstag an, dass bereits bei einem positiven Fall die gesamte betroffene Klasse geschlossen werde. Positiv getestete Schüler müssten sich zudem zehn statt sieben Tage isolieren. Reisebeschränkungen lehnte Touvet ebenfalls zunächst ab - am 20. Februar beginnen in der Region die Schulferien.

13.2.2021 • 14:51 Uhr

Ethikratsmitglied für mehr Regelungen zu Impf-Reihenfolge

Steffen Augsberg, als Staatsrechtslehrer Mitglied im Deutschen Ethikrat, fordert mehr gesetzliche Regelungen zur Festlegung der Impf-Reihenfolge. Der Ethikrat habe nur über die ersten Phasen der Corona-Impfungen entschieden, erklärte Augsberg im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Im Moment ist ja absehbar, dass wir auch in der nächsten Phase der Impfungen für die, die nicht in die ersten drei Priorisierungsstufen der Impfverordnung fallen, wieder überlegen müssen: Wer ist dann wann dran?", sagte der Professor für öffentliches Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Darüber solle jetzt im Bundestag diskutiert werden.

13.2.2021 • 14:26 Uhr

Verband fordert mehr Normalität für Kinder

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland unterstützt den jüngsten Beschluss, wonach die Bundesländer über die Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten in der Corona-Pandemie entscheiden sollen. "Jetzt muss der Maßstab des Handelns sein, Kindern und Jugendlichen eine größtmögliche Normalität zu eröffnen", erklärte der Verband am in Mönchengladbach. "Dafür braucht es kontinuierlich weiter zu entwickelnde Hygiene- und Schutzkonzepte, den Mut für neue Lösungen, aktives Vertrauen in neue Konzepte und das verantwortungsvolle Handeln von Schulen und Trägereinrichtungen." Eine wochenlange Isolation wirke sich auf Kinder und Jugendliche entsprechend ihrer Entwicklung unterschiedlich aus.

Grundschüler seien am stärksten betroffen: "Ihnen werden nicht nur handfeste Kenntnisse vorenthalten. Sie können weder Lernroutinen einüben noch die wichtige Erfahrung von Resonanz in der Gemeinschaft mit anderen machen", erläuterte die Bundesvorsitzende Elisabeth Müller.

Schwerin: Schüler gehen am ersten Schultag nach den Sommerferien durch einen Eingang mit einem Hinweisschild zu den Sicherheitsabständen als Corona-Schutzmaßnahme zu ihrem Klassenraum. | dpa

Gerade Grundschüler bräuchten die "Resonanz in der Gemeinschaft mit anderen", sagte die Vorsitzende des Verbands kinderreicher Familien Deutschland, Elisabeth Müller. Bild: dpa

13.2.2021 • 14:23 Uhr

SPD will zusätzliche Urlaubstage für Eltern

Die SPD will zusätzliche Urlaubstage für Eltern, die wegen der Corona-Pandemie besonders belastet sind. "Die Grenzen der Mehrfachbelastung durch Homeoffice und Homeschooling sind überschritten", sagte Fraktionschef Rolf Mützenich den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er ließ offen, wie viele Extra-Urlaubstage den Eltern zugestanden werden sollen. "Es sollte schon eine nennenswerte Zahl sein", sagte Mützenich lediglich. "Es ist Eltern nicht zuzumuten, jetzt den Jahresurlaub zur Betreuung der Kinder zu nehmen, der dann in den Sommerferien fehlt."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Dezember mit den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, dass Eltern zusätzliche Möglichkeiten für bezahlten Urlaub zur Betreuung ihrer Kinder bekommen sollten. Letztlich wurden dann zehn zusätzliche Kinderkrankentage für Arbeitnehmer eingeführt. Das sei aber nur ein Kompromiss gewesen und reiche angesichts der Lockdown-Verlängerung nicht mehr aus, sagte Mützenich. Schulen und Kitas würden absehbar nur schrittweise geöffnet, die Belastung für Eltern im Homeoffice bleibe damit hoch. CDU und CSU dürften nicht länger die Interessen der Arbeitgeberlobby über die Familien stellen.

13.2.2021 • 14:15 Uhr

Deutlich mehr Impfstoff für Berliner Krankenhäuser

Den Berliner Krankenhäusern steht für ihre Mitarbeiter deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung. "In den nächsten drei Wochen werden die Krankenhäuser weitere 35.000 Impfdosen erhalten", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) der Nachrichtenagentur dpa. Während die Kliniken in der vorletzten Woche wie zuvor mit 2394 Impfdosen für Erstimpfungen beliefert wurden, waren es nach einer Übersicht der Senatsverwaltung für Gesundheit in der vergangenen bereits 5000. In der kommenden Woche sollen es 10.000 sein, anschließend noch einmal 15.000 und eine Woche darauf weitere 10.000 Impfdosen.

Bis Samstag hat es der Gesundheitsverwaltung zufolge 20.764 Erstimpfungen beim Klinikpersonal gegeben. Die Quote liegt damit bei 84,9 Prozent bezogen auf die 24.446 von der Berliner Krankenhausgesellschaft gemeldeten Mitarbeiter in den Bereichen Rettungsstelle, Covid-19-Stationen, Intensivstationen, Hämato-Onkologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie. In der Charité kommt den Angaben zufolge so viel Impfstoff an, dass damit sämtliche der betreffenden Mitarbeiter geimpft werden können. Kalayci sagte, das medizinische Personal erhalte den Impfstoff von AstraZeneca, der nur für Menschen unter 65 Jahren zum Einsatz kommt.

13.2.2021 • 14:13 Uhr

Grenzkontrollen ab Sonntag - ruhiger Verkehr bisher

Vor dem Inkrafttreten der schärferen Corona-Einreiseregeln herrscht an den bayerischen Grenzübergängen zu Tschechien und Tirol extrem ruhiger Verkehr. Es sei deutlich weniger los als sonst an Samstagen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Passau. Auch Pendler seien kaum unterwegs. "Es gibt aber viele Anfragen von Bürgern, die unsicher sind und wissen wollen, wie es weitergeht."

Auch an der Grenze zu Österreich bei Kiefersfelden in Oberbayern waren kaum Fahrzeuge unterwegs, wie der Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim, Rainer Scharf, berichtete. Weder auf österreichischer noch auf deutscher Seite bildeten sich Staus. "Auch der Lkw-Verkehr fließt." Schon bis zum Vormittag stellten die Beamten laut Scharf einige Verstöße gegen die Anmelde- und Testpflicht fest.

13.2.2021 • 13:49 Uhr

Neue Fälle der Südafrika-Mutante im Kreis Landsberg am Lech

Im Landkreis Landsberg am Lech hat sich die südafrikanische Variante des Coronavirus weiter ausgebreitet. Fünf weitere Fälle der der Sars-CoV-2 Virusvariante B.1.351 seien vom bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bestätigte worden, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl auf 18. Auch drei weitere britische Varianten wurden demnach bestätigt, hier stieg die Zahl auf sechs.

Bei den nun bestätigten Südafrika-Varianten handele es sich Fälle aus einer Gemeinschaftsunterkunft sowie einer Seniorenwohngemeinschaft mit Heimcharakter. Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft seien inzwischen alle aus der Quarantäne entlassen werden, bei den Bewohnern und Mitarbeitern der Seniorenwohngemeinschaft ende die Quarantäne in der nächsten Woche, allerdings nur dann, wenn nach negativem Test und wenn die Betroffenen symptomfrei seien.

13.2.2021 • 13:40 Uhr

Lauterbach kritisiert Spielverlegung der Champions League

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Verlegung der Champions-League-Heimspiele von RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach nach Budapest deutlich kritisiert. "Niemand weiß genau, wie die Infektionslage in Ungarn wirklich ist. Und dass Spieler aus UK ausreisen dürfen für ein solches Spiel, ist auch falsch", sagte der Politiker Sport1 in einem Interview. "Es ist ein verzerrter Wettbewerb, der zur Pandemiemüdigkeit beiträgt, weil er die Glaubwürdigkeit unserer Regeln in Frage stellt", meinte der 57 Jahre alte Mediziner.

In der Europa League und Champions League sind wegen der Coronavirus-Pandemie und der derzeitigen Reisebeschränkungen insgesamt bislang acht Partien in andere Länder verlegt worden. So spielen die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gegen den FC Liverpool (16. Februar) und Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City (24. Februar) jeweils in Budapest. Die TSG 1899 Hoffenheim tritt in der Europa League gegen den Molde FK (18. Februar) nicht in Norwegen an, sondern im Stadion des FC Villarreal in Spanien. Die rege Reisetätigkeit der Clubs in der Corona-Pandemie ist umstritten.

Fußballstadion in Budapest | AFP

Fußballstadion in Budapest: Hier sollen die Champions-League-Heimspiele von RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach stattfinden. Bild: AFP

13.2.2021 • 13:20 Uhr

Corona-Ausbruch bei Kärcher in Obersontheim

In einem Werk des Geräteherstellers Kärcher in Obersontheim (Kreis Schwäbisch Hall) haben sich dutzende Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Bei mindestens 36 Personen wurde das Virus nachgewiesen, wie ein Sprecher dem SWR bestätigte. Das Unternehmen hatte damit begonnen, Mitarbeiter zu testen, nachdem im Laufe der Woche mehrere Infektionen gefunden worden waren, darunter auch die mutierte Virusvariante aus England. Mittlerweile stünden 19 Kontaktpersonen unter Quarantäne, 251 weitere Mitarbeiter habe Kärcher in seine betriebliche Quarantäne geschickt, hieß es. Das Werk hat mehr als 900 Beschäftigte.

Kärcher betonte, es gebe seit Beginn der Pandemie ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept mit Abstandsregeln, Maskenpflicht, Kontaktpersonenmanagement einem umfassende Lüftungskonzept und einer konsequenten Trennung der Schichten. Vor einigen Wochen habe man zudem unternehmenseigene Testzentren eingerichtet.

13.2.2021 • 13:15 Uhr

Britischer Minister hofft: Leben mit Corona wie mit Grippe

Auch wegen des Impfprogramms hofft der britische Gesundheitsminister Matt Hancock auf eine Einhegung des Coronavirus. "Ich hoffe, dass Covid bis Ende des Jahres zu einer behandelbaren Krankheit geworden ist, zu einer weiteren Krankheit, mit der wir leben müssen", twitterte Hancock. Er lobte den Fortschritt bei der Massenimpfung. "Dies ist unser Weg in die Freiheit", betonte der Minister. Dem "Daily Telegraph" sagte er: "Wenn Covid-19 zu etwas wie die Grippe wird, wir also unser normales Leben führen und mit Impfungen und Behandlungen Abhilfe geschaffen werden kann, können wir wieder weitermachen wie bisher."

Wissenschaftler wiesen aber darauf hin, dass das Coronavirus gefährlicher und ansteckender sei. "Es ist keine Grippeart", sagte die Virologin Sarah Pitt von der Universität Brighton der BBC. "Es ist nicht die gleiche Art von Virus. Es verursacht nicht die gleiche Art von Krankheit, es ist sehr, sehr böse."

13.2.2021 • 13:04 Uhr

Von der Leyen öffen für EU-Impfbescheinigung

Die EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen hat sich grundsätzlich für die Einführung einer EU-Bescheinigung einer Corona-Impfung ausgesprochen. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert dies seit Wochen, damit Reisen ohne Einschränkungen stattfinden können. "Ich begrüße die Initiative des griechischen Ministerpräsidenten", sagte von der Leyen der Athener Zeitung "Ta Nea". Was allerdings noch beschlossen werden müsste, sind eine europaweite Regelung und wie die Reisen stattfinden können. Dies wird nach den Worten der EU-Kommissionspräsidentin aber erst dann zur Debatte stehen, wenn große Teile der Bevölkerung geimpft seien.

In der EU wird kontrovers über eine Aufhebung von Reisebeschränkungen für Menschen mit Corona-Impfung diskutiert. Die offizielle Debatte über mit dem "Impfpass" verbundene Vorteile wurde im Januar vertagt. Ungeklärt ist noch, ob von bereits geimpften Menschen weiter eine Ansteckungsgefahr ausgehen kann. Unterdessen machen Israel und Griechenland die ersten Schritte, um Geimpften freie Reisen zwischen den beiden Mittelmeerstaaten zu ermöglichen, ohne auf die Entscheidungen der EU zu warten.

13.2.2021 • 12:50 Uhr

Iranischer Präsident warnt vor vierter Infektionswelle

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat vor einer vierten Corona-Infektionswelle in seinem Land gewarnt. "Dies ist eine Warnung an uns alle", sagte er in einer vom Fernsehen übertragenen Rede mit Blick auf derzeit stark steigende Ansteckungszahlen. Insbesondere verwies Rohani auf die südwestliche Provinz Chusestan, in der einzelne Städte zu "Roten Zonen" erklärt worden seien - der höchsten Corona-Warnstufe im Iran. Rouhani mahnte die Menschen zur Umsicht.

Im Iran starben seit Pandemie-Beginn bereits fast 59.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden mehr als 1,5 Millionen Infektionsfälle nachgewiesen. Das Land hatte am Dienstag mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bis Freitag 100.000 weitere Dosen des russischen Corona-Vakzins Sputnik V geliefert. Insgesamt seien zwei Millionen Dosen Sputnik V bestellt worden. Zudem soll der Iran im Rahmen des Covax-Programms 4,2 Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca bekommen. 

13.2.2021 • 12:43 Uhr

Zahl der Kältehilfe-Plätze in Berlin weiter erhöht

Die Berliner Kältehilfe hat die Zahl der Plätze für Obdachlose angesichts des anhaltenden Winterwetters zum Wochenende weiter erhöht. Aktuell stehen laut Senatsverwaltung für Soziales mehr als 1500 Plätze zur Verfügung - den Angaben zufolge so viele wie noch nie. Falls nötig, sei es möglich, auch noch weitere Einrichtungen in Betrieb zu nehmen, sagte ein Sprecher. "Wir beobachten die Lage und gucken, wie sie sich entwickelt." Auch für die Nacht auf Sonntag sind Temperaturen von deutlich unter null Grad vorhergesagt.

13.2.2021 • 12:02 Uhr

Großer Andrang in polnischen Skigebieten

Während andere Länder ihre Corona-Regeln verschärfen, hat Polen probeweise eine Lockerung für den Wintertourismus erlaubt. Prompt meldeten die Skigebiete zu Beginn des Wochenendes einen regelrechten Ansturm auf Lifte und Hotels, vor allem in der Hohen Tatra im Süden des Landes. In Zakopane zum Beispiel seien praktisch alle Unterkünfte ausgebucht, berichtete der Fernsehsender TVP Info unter Berufung auf örtliche Hoteliers.

Schon unmittelbar nach der Lockerungs-Ankündigung hätten Hotels eine große Zahl von Reservierungen gemeldet, erklärte Agata Wojtowicz, die Regionalchefin der Handelskammer für die Hohe Tatra, dem TV-Sender. Auch aus anderen Wintersportorten wurden hohe Buchungszahlen gemeldet. Das schöne Wetter und die Freude über vorsichtige Lockerungen nach langen pandemiebedingten Einschränkungen ließen die Polen in so großer Zahl in die Skigebiete strömen, dass sich lange Staus auf den Straßen in Richtung der Skigebiete bildeten.

Die Regierung in Warschau hatte in der vergangenen Woche beschlossen, ab dem 12. Februar Hotels, Kinos und Theater sowie Sportanlagen unter freiem Himmel und Schwimmbäder für eine Testphase von zwei Wochen zu öffnen. Nach Einschätzung des Regierungschefs Mateusz Morawiecki hat das Land zuletzt bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen eine "fragile Stabilisierung" erreicht. Restaurants und Kneipen bleiben aber weiterhin geschlossen.

Menschen fahren Ski auf einer Skipiste im Süden Polens | dpa

Die Skigebiete in Polen meldeten einen regelrechten Ansturm auf Lifte und Hotels, vor allem Süden des Landes. Bild: dpa

13.2.2021 • 12:01 Uhr

Perus Gesundheitsministerin tritt nach Impfskandal zurück

Vor dem Hintergrund eines Impfskandals um den früheren peruanischen Präsidenten Martin Vizcarra ist die Gesundheitsministerin des südamerikanischen Landes, Pilar Mazzetti, zurückgetreten. Wie der Staatssender TV Peru berichtete, überreichte sie am Freitag ihr Rücktrittsgesuch an Staatschef Francisco Sagasti. Die Regierung muss den Rücktritt noch formal bestätigen. Bereits heute soll Mazzettis Nachfolger vereidigt werden. 

Hintergrund von Mazzettis Rücktritt sind Berichte, wonach sich der frühere peruanische Präsident Martin Vizcarra nur wenige Wochen vor seiner Amtsenthebung im Herbst vergangenen Jahres heimlich gegen das Coronavirus impfen ließ. Zu diesem Zeitpunkt war in Peru noch kein Corona-Impfstoff zugelassen; mit der offiziellen Impfkampagne begann das Land erst am vergangenen Dienstag.

13.2.2021 • 11:57 Uhr

Ministerpräsident Kretschmer im Netz mit Tod bedroht

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird nach eigener Darstellung in sozialen Netzwerken verbal bedroht. "Mir haben Menschen geschrieben, dass in Telegram-Gruppen gesprochen wurde, ob man mein Haus anzündet und ob man mich am Mast davor aufhängt", sagte der Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Er wisse, dass im Netz und in Chatgruppen viel Hass geschürt werde, "auch gegen mich, und da bin ich über Rückmeldungen sehr dankbar". Kretschmer kritisierte, dass in der angespannten Corona-Situation Politiker als "Blitzableiter" herhalten müssten. "Wir leben in einer Zeit, die keine Zwischentöne mehr kennt. Bei allen liegen die Nerven blank", zitiert ihn das Blatt. "Wir wehren uns alle gegen etwas, aber da ist nur das unsichtbare Virus, das kann man nicht greifen."

13.2.2021 • 11:41 Uhr

Mehr als 4500 Test-Helfer an Altenheime vermittelt

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat bislang rund 4.500 Bewerber als Helfer für Corona-Tests in Alten- und Pflegeeinrichtungen vermittelt. Wie hoch der Bedarf in den Kommunen genau ist, könne die Agentur nicht sagen, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur epd. Die Kommunen meldeten der BA nur einen grundsätzlichen Bedarf, der aber nicht weiter quantifiziert werde.

Zuerst hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet. Der Zeitung zufolge liegt der Bedarf der Kommunen an Helfern noch deutlich über der bislang vermittelten Zahl. Mit den zusätzlichen Helfern sollen Personal und Besucher getestet werden, um Besuche zu ermöglichen und Infektionen vorzubeugen. Die Pflegeeinrichtungen stehen laut Bundesagentur für Arbeit bereits jetzt vor großen personellen Herausforderungen und benötigen dringend Unterstützung. Als Helferinnen und Helfer können sich Menschen aus medizinischen, pflegerischen und sonstigen Heilberufen, Menschen mit einer sozialen Ausbildung, aber auch Menschen ohne medizinische Vorbildung melden.

13.2.2021 • 11:17 Uhr

Ärztekammerpräsident klagt über Zustände beim öffentlichen Gesundheitsdienst

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, warnt vor psychischen Problemen infolge der Corona-Maßnahmen. Mittel- und langfristig könnten da bisher nicht abschätzbare negative Auswirkungen zutage treten, sagte er im Bayerischen Rundfunk. Außerdem kritisierte er die Zustände in den "über Jahrzehnte hinweg kleingesparten" Gesundheitsämtern. Es brenne im öffentlichen Gesundheitsdienst, betonte Reinhardt. Die Probleme dort seien weit größer als in Krankenhäusern oder Arztpraxen. Damit sie ihre wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie wahrnehmen könnten, müsse ihre finanzielle und personelle Lage deutlich verbessert werden.

13.2.2021 • 11:12 Uhr

Wissenschaftler warnen vor lang andauernder Pandemie durch "Impfnationalismus"

Wissenschaftler haben in einem offenen Brief vor einer lang anhaltenden Pandemie gewarnt, wenn eine gerechte weltweite Verteilung der Corona-Impfstoffe nicht gelingt. Das Horten von Impfstoffen in reicheren Ländern werde die Pandemie global verlängern, schreiben die Autoren in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet".

"Impfnationalismus" könne zu einem Mangel an Impfstoffen bei der Covax-Initiative sorgen, die auch weniger wohlhabenden Ländern Zugang zu Vakzinen verschaffen soll. "Wenn Impfstoffe nicht gerechter verteilt werden, könnte es noch Jahre dauern, bis das Coronavirus weltweit unter Kontrolle ist", warnte Olivier Wouters, einer der Autoren von der London School of Economics and Political Science.

Trotz der mehr als zwei Dutzend zugelassenen oder in Entwicklung befindlichen Impfstoffe hätten ärmere Länder große Schwierigkeiten, Vakzine zu bekommen und an ihre Bevölkerungen zu verteilen. Covax brauche zusätzlich 6,8 Milliarden Dollar (rund 5,6 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2021, um Impfstoffe für 92 Entwicklungsländer zu organisieren.

13.2.2021 • 11:08 Uhr

EVP-Chef Weber bringt Exportstopp für BioNTech-Impfstoff ins Spiel

Der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, hat ein Exportverbot für Corona-Impfstoffe aus der EU ins Spiel gebracht. Die EU solle sich überlegen, ob das jetzt "als Option" richtig wäre, sagte Weber der "Passauer Neuen Presse". Er verwies darauf, dass "bereits vor 15 Jahren" europäische Forschungsfördergelder an den deutschen Impfstoff-Hersteller BioNTech geflossen seien: "Ohne Europa hätten wir heute keinen modernen Impfstoff."

Mit Blick auf Lieferschwierigkeiten des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca sagte Weber: "Wenn etwa Großbritannien untersagt, dass Vakzine von AstraZeneca zu uns kommen, dann habe ich meine Zweifel, dass die EU bei Knappheit BioNTech-Impfstoff nach Großbritannien liefern muss." 

Gleichzeitig räumte Weber ein, dass auf EU-Ebene bei der Impfstoffbeschaffung Fehler gemacht worden seien. "Natürlich passieren Fehler. Das gilt auf allen Ebenen", sagte der EVP-Vorsitzende, der auch stellvertretender CSU-Chef ist. "Der vielleicht größte Fehler war, dass zu klein gedacht wurde." Weber sagte weiter: "Man hat sich zu stark auf die Produktions- und Lieferzusagen der Impfstoff-Hersteller verlassen." Aktuell würde ein Zehn-Milliarden-Programm in der EU zum Aufbau neuer Produktionsstandorte und Beschleunigung der Impfungen gebraucht: "Wir müssen uns auf die neuen Mutanten einstellen."

13.2.2021 • 11:02 Uhr

Verbände fordern Ausweitung der Überbrückungsgelder

Angesichts der fortgesetzten Corona-Beschränkungen erwarten die Wirtschaftsverbände von dem anstehenden Gipfeltreffen mit Minister Peter Altmaier (CDU) eine Ausweitung der Staatshilfen, konkrete Öffnungsplanungen und die Ermöglichung grenzüberschreitender Warenlieferungen. 

"Nach den Beschlüssen vom 10. Februar gibt es definitiv Gesprächsbedarf", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Deutscher Hotels und Gaststätten (Dehoga), Ingrid Hartges, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) Altmaier will am Dienstag mit Wirtschaftsverbänden über die schwierige Lage in der Corona-Krise sprechen. "Die hart betroffenen Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, die seit dem 2. November geschlossen sind, benötigen dringend eine Öffnungsperspektive", betonte Hartges.

Der Handelsdachverband HDE forderte, die staatlichen Überbrückungsgelder auf weitere Unternehmen auszuweiten. Mittlere Handelsunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro gingen bei den staatlichen Zuschüssen nach wie vor vollkommen leer aus, kritisierte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zahlreiche Firmen-Eigner müssten auf ihre Rücklagen für den Ruhestand zurückgreifen. Ferner beklagte der HDE, dass der Einzelhandel bei den Dezemberhilfen weiterhin außen vor bleibe.

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik warnte vor allem vor Grenzschließungen oder erschwerte Grenzübertritte. "Ein Fahrzeughersteller kann 99,9 Prozent aller Teile für ein Auto geliefert bekommen. Wenn aber die Reifen aus einem speziellen Beschaffungsmarkt fehlen, kann der Wagen weder fertiggestellt noch ausgeliefert werden", sagte ein Verbandssprecher dem RND.

13.2.2021 • 10:33 Uhr

Lieferengpässe bremsen Brasiliens Impfkampagne aus

Die Impfkampagne in Brasilien ist aufgrund von Lieferengpässen ins Stocken geraten. In mehreren Städten und Regionen kam es zu Verzögerungen, zum Teil mussten die Impfungen sogar ganz eingestellt werden. In Rio de Janeiro reicht der Impfstoff-Vorrat noch bis Samstag, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Sollte nächste Woche kein Nachschub eintreffen, müssten die Impfungen ausgesetzt werden. Zwei Städte im gleichnamigen Bundesstaat, Niteroi und São Goncalo, mussten die Impfungen in dieser Woche wegen fehlender Vakzine schon für mehrere Tage aussetzen. Das gleiche Schicksal ereilte die Großstadt Salvador mit ihren knapp drei Millionen Einwohnern. Dort wurden die Impfungen des Gesundheitspersonals vorerst eingestellt.

Bürger im Alter von 80 bis 84 Jahren, die eigentlich ab dieser Woche geimpft werden sollten, müssen sich weiter gedulden. Der Bundesstaat São Paulo musste den Impfbeginn für Menschen dieser Altersgruppe auf den 1. März verschieben. "Es gibt derzeit keinen Impfstoff", sagte São Paulos Gesundheitsminister Jean Gorinchteyn.

13.2.2021 • 10:31 Uhr

Portugal verlängert Grenzkontrollen zu Spanien

Trotz eines Rückgangs der Corona-Fälle in Portugal verlängert das Land die Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Die Maßnahmen bleiben bis zum 1. März in Kraft, wie die Regierung in Lissabon mitteilte. Portugal hatte Ende Januar stationäre Grenzkontrollen eingeführt und Maßnahmen zur Reduzierung des grenzüberschreitenden Verkehrs ergriffen. Die Zugverbindungen zwischen beiden Ländern wurden eingestellt. Ausnahmen gelten unter anderem für den Gütertransport und für Pendler.

Im Januar war Portugal mit voller Wucht von einer dritten Corona-Welle getroffen worden. Seit Mitte Januar steht das Land unter einem strikten Lockdown. Trotz einer Verbesserung der Gesundheitslage im Land werde das Land "sehr wahrscheinlich" bis Ende März im Lockdown bleiben, kündigte Ministerpräsident António Costa am Donnerstag an.

13.2.2021 • 10:30 Uhr

Moderna will 50 Prozent mehr Impfstoff pro Ampulle abfüllen

Das US-Unternehmen Moderna will künftig 50 Prozent mehr Impfstoff gegen das Coronavirus pro Ampulle abfüllen und so die Auslieferung beschleunigen. Bei Behörden weltweit werde eine Zulassung für diese Anpassung beantragt, hieß es in einer Mitteilung der Firma. Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, die US-Arzneimittelbehörde FDA habe bereits eine Steigerung der pro Ampulle abgefüllten Menge um 40 Prozent genehmigt.

Durch die Steigerung um 50 Prozent könnten pro Ampulle 15 statt der bisherigen zehn Impfdosen ausgeliefert werden, teilte das Unternehmen mit. Für die Steigerung könnten die selben Ampullen wie bisher verwendet werden. Die Umstellung könne in den kommenden zwei bis drei Monaten erfolgen. Bisher erhielten rund zehn Prozent der US-Amerikaner mindestens eine Impfdosis. Das Vakzin von Moderna wurde dabei bei knapp der Hälfte der Impfungen eingesetzt.

13.2.2021 • 10:28 Uhr

Zuvor bereits infizierter Patient schwebt mit Südafrika-Mutante in Lebensgefahr

Nach einer zunächst überstandenen Corona-Infektion schwebt ein 58-jähriger Mann in Frankreich nach einer Ansteckung mit der südafrikanischen Variante in Lebensgefahr. "Dieser Fall illustriert die Tatsache, dass die südafrikanische Variante für eine schwere Reinfektion nach einer ersten milden Infektion" mit dem klassischen Coronavirus verantwortlich sein kann, erklärten die französischen Autoren einer in dieser Woche im Fachmagazin "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie. 

Der Fall des Mannes zeige, dass "die nach der ersten Infektion entwickelte Immunität eine erneute Infektion mit der südafrikanischen Variante nicht verhindert hat". Der 58-jährige Asthmatiker sei im September positiv auf das Coronavirus getestet worden und habe damals an Fieber und Kurzatmigkeit gelitten. Die Symptome hielten demnach nur wenige Tage an. Im Dezember wurde der Mann dann zweimal negativ getestet. 

Im Januar musste er dann allerdings ins Krankenhaus eingeliefert werden und es wurde bei ihm die südafrikanische Variante festgestellt. Danach verschlechterte sich sein Zustand; inzwischen wird er künstlich beatmet und schwebt in Lebensgefahr. Bislang wurden vor allem Fälle beschrieben, bei denen die zweite Erkrankung weniger schwerwiegend verlief als die erste. Die Ende vergangenen Jahres in Südafrika festgestellte Corona-Variante gilt neben der brasilianischen und britischen Mutante als besonders ansteckend.

13.2.2021 • 10:21 Uhr

Uni Oxford testet AstraZeneca-Impfstoff an Kindern

Mit einer neuen klinischen Studie wollen Forscher der Universität Oxford prüfen, ob der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca auch bei Kindern und Jugendlichen wirkt. Dafür soll das Mittel, das Konzern und Universität gemeinsam entwickelt haben, an 300 Freiwilligen zwischen 6 und 17 Jahren getestet werden.

"Es ist wichtig zu untersuchen, wie Kinder und Jugendliche auf den Impfstoff reagieren, da einige Kinder von einer Impfung profitieren könnten", sagte Andrew Pollard von der Uni Oxford einer Mitteilung zufolge. Die meisten Kinder würden nicht krank durch das Virus. Die ersten Tests sollen noch diesen Monat beginnen.

Auch andere Medikamentenhersteller testen Corona-Impfstoffe an Jüngeren. Eine Studie mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer an Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren begann im Oktober. Moderna begann im Dezember, sein Mittel an Jugendlichen zu testen. Nach Ansicht des Kinderärzteverbands Royal College of Paediatrics and Child Health kann Covid-19 auch bei Kindern zu Tod oder schweren Erkrankungen führen. Dies sei aber selten.

13.2.2021 • 10:19 Uhr

Cottbuser SPD-Bundestagskandidatin im Autokino gewählt

An einem ungewöhnlichen Ort ist die frühere Europa-Spitzenkandidatin der Brandenburger SPD, Maja Wallstein, in Cottbus zur Bundestagskandidatin gewählt worden. In einem Autokino habe die 34-Jährige am Freitagabend ein einstimmiges Votum für den Wahlkreis Cottbus-Spree-Neiße erhalten, teilte die SPD in Cottbus mit.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese, der bei der Bundestagswahl 2017 über die Landesliste ins Parlament kam, kandidierte nicht mehr. Das Direktmandat in dem Wahlkreis in der Lausitz errang 2017 der CDU-Politiker Klaus-Peter Schulze. Die AfD-Kandidatin Marianne Spring-Räumschüssel kam damals auf den zweiten Platz, sie ist seit 2019 Landtagsabgeordnete.

13.2.2021 • 10:10 Uhr

Rücktrittsforderungen gegen Halles Oberbürgermeister werden lauter

Die Rufe nach Konsequenzen gegen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) nehmen zu. In einer Sondersitzung des Stadtrates am Freitagabend äußerten einige Mitglieder ihr Unverständnis und ihren Ärger über das Gebaren Wiegands im Zusammenhang mit seiner vorzeitigen Impfung. Immer wieder wurden Rücktrittsforderungen laut.

Anders als von Wiegand behauptet, seien nicht alle Mitglieder des Stadtrates über das Verfahren mit Impfresten informiert worden. Das gaben mehrere Politiker aus den Reihen der CDU, AfD, SPD, FDP und der Grünen an. Yana Mark (FDP) bat den OB entsprechende Mails vorzulegen. Obwohl sie das Einverständnis ihrer zwei Parteikollegen auf Offenlegung mehrfach wiederholte, lehnte Wiegand dies mit Verweis auf eventuelle Konflikte mit dem Persönlichkeitsrecht ab.

Wiegand hatte vor etwa einer Woche eingeräumt, dass er und zehn Stadträte bereits eine Impfung bekommen hatten. Demnach wurden übrig gebliebene Impfdosen in Halle wochenlang per Zufallsgenerator zugeteilt. Neben Fachärzten und Mitarbeitern von Rettungsdiensten, die zur ersten Prioritätsgruppe der festgelegten Impfreihenfolge gehören, wurden dabei aber auch Stadträte und Angehörige des Katastrophenschutzes berücksichtigt.

13.2.2021 • 10:08 Uhr

Irans Präsident Rouhani sieht pessimistisch in die Zukunft

Der iranische Präsident Hassan Rouhani sieht die Zukunft der Corona-Pandemie trotz der diversen Impfstoffe skeptisch. "Auch mit den Impfstoffen könnte es bis zehn Jahre dauern, bis das Virus endgültig besiegt ist", sagte der Präsident im Staatsfernsehen. "Daher sollten die Menschen bis auf weiteres weder auf Normalität noch auf eine Rückkehr zur Vergangenheit hoffen." Corona habe gezeigt, dass die Welt trotz technologischen Fortschritts einem Virus gegenüber dermaßen machtlos ausgeliefert ist, sagte Rouhani. Daher sollten die Iraner, zumindest für ein weiteres Jahr, alle Hygienevorschriften weiterhin strikt einhalten.

Der Iran hatte am Dienstag mit seinem Impfprogramm begonnen. Zunächst wurden Ärzte und Pflegepersonal geimpft, anschließend sollen Menschen über 65 Jahre folgen. Im neuen persischen Jahr, das am 21. März beginnt, sollen schrittweise alle 83 Millionen Iraner geimpft werden. Aufgrund strenger Regeln seit November ist die Anzahl der Corona-Toten um 85 und die der Infektionen im Land um 50 Prozent gesunken. Das Gesundheitsministerium warnt jedoch vor einer Lockerung der Lockdowns.

13.2.2021 • 08:42 Uhr

Mexiko senkt Warnstufe in vielen Regionen

Angesichts vielerorts rückläufiger Infektionszahlen und Krankenhausauslastungen senkt Mexiko in etwa der Hälfte seiner Bundesstaaten die Corona-Warnstufe. Mexiko-Stadt gab bekannt, dass Fitnessstudios, Hallenbäder und Kirchen ab der neuen Woche wieder öffnen dürften. Restaurants dürften im Außenbereich bis 22 Uhr Gäste empfangen. "Die Epidemie hält an, aber sie bewegt sich, zumindest im Moment, nach unten", sagte Hugo López-Gatell, ein Sprecher der mexikanischen Regierung. "Das Impfen schreitet voran." Bislang ist in dem Land mit 126 Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern allerdings erst weniger als 86.000 Menschen ein vollständiger Impfschutz verabreicht worden.

13.2.2021 • 07:27 Uhr

Unionsabgeordnete: Scholz soll Großevent-Veranstaltern endlich helfen

Eine Gruppe von Unions-Wirtschaftspolitikern macht bei den Corona-Hilfen für Kultur-Events Druck auf Finanzminister Olaf Scholz (SPD). "Wer den Großevent-Veranstaltern gönnerhaft Hilfen verspricht, aber mehr als zwei Monate später noch nicht einmal ein Konzept vorlegen kann, enttäuscht die Hoffnungen einer ganzen Branche", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer (CDU), der Nachrichtenagentur dpa.

Scholz hatte Unternehmen Anfang Dezember im "Tagesspiegel" ermuntert, für die zweite Jahreshälfte 2021 wieder Veranstaltungen zu planen und einen Ersatz der Kosten versprochen, falls sie coronabedingt doch abgesagt werden müssen. Pfeiffer und der CDU-Wirtschaftspolitiker Stefan Rouenhoff forderten Scholz in einem Brief zu einer zeitnahen Information darüber auf, "welche konkrete Unterstützung für die Branche geplant ist und bis zu welchem Zeitpunkt das Hilfsprogramm veröffentlicht werden soll".

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Müller, der sich ebenfalls schriftlich an Scholz wandte, sagte: "Ohne die Aussicht darauf, im Ernstfall auch Ersatz für die Planungskosten zu bekommen, werden die Festival- und Konzertbühnen in der zweiten Jahreshälfte leer bleiben, auch wenn bis dahin der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist." Müller schrieb an Scholz, dieser habe vielen Betroffenen Hoffnungen gemacht, "die die Bundesregierung samt der sie tragenden Koalitionsfraktionen nun nicht enttäuschen darf". Der Veranstaltungswirtschaft müsse eine Perspektive und ein Minimalmaß an Planungssicherheit gegeben werden.

13.2.2021 • 06:55 Uhr

Unfallchirurg erwartet mehr Unfälle nach Ende der Einschränkungen

Sobald sich an den derzeitigen Einschränkungen etwas ändert, könnte es laut dem Unfallchirurgen Felix Walcher von der Uniklinik Magdeburg zu mehr Unfällen kommen. "Die Menschen werden ihrem Bewegungsdrang nach Monaten des Stillstandes nachkommen, viele sind aber in den letzten Monaten etwas 'eingerostet'", sagte das Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Damit steige auch die Unfallgefahr.

Eine Überlastung der Notfallambulanzen und der unfallchirurgischen Kliniken befürchte er aber nicht. Bereits jetzt seien die Notaufnahmen ausgelastet. "Durch das Winterwetter stürzen Menschen jeden Alters und werden mit Verletzungen aller Art in Krankenhäuser eingeliefert", sagte Walcher, der die Klinik für Unfallchirurgie der Universitätsklinik Magdeburg leitet. Bei Schnee und Eis komme es jedes Jahr gehäuft zu Unfällen, mit denen die Kliniken jedoch rechnen würden.

13.2.2021 • 06:53 Uhr

Melbourne beginnt Lockdown - Australian Open ohne Zuschauer

Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne tritt ab heute einen fünftägigen Lockdown an. Das ganze Bundesland Victoria ist von dieser Maßnahme betroffen. Damit soll eine dritte Corona-Welle verhindert werden, die durch die Einreise eines Bürgers mit der hochinfektiösen britischen Variante entstehen könnte.

"Eine Menge Menschen werden heute leiden", sagte Victorias Ministerpräsident Daniel Andrews. "Dies ist nicht die Situation, in der wir sein wollten, aber ich möchte nicht in zwei Wochen zurückschauen und wünschen, wir hätten diese Entscheidungen jetzt getroffen." Bereits im vergangenen Jahr ertrug Melbourne eine der weltweit strengsten und längsten Abriegelungen, die drei Monate anhielt.

Die Australian Open dürfen weitergehen, weil die Tennisprofis in die Kategorie der notwendigen Berufe eingestuft wurden. Allerdings dürfen anders als in den ersten Tagen keine Fans auf die Anlage. Diese sollen voraussichtlich erst am Donnerstag wieder Zutritt bekommen. Ansonsten sind alle Gastronomiebetriebe und Geschäfte, mit Ausnahme von Supermärkten, geschlossen. Die Menschen sind angewiesen, zu Hause zu bleiben. Sie dürfen sich nur für lebenswichtige Einkäufe sowie zwei Stunden Bewegung im Freien aufhalten.

Leere Ränge bei den Australian Open während der Partie zwischen Stefanos Tsitsipas und Mikael Ymer. | REUTERS

Die Partien der Australian Open finden vorerst ohne Publikum statt. Bild: REUTERS

13.2.2021 • 05:43 Uhr

Weniger Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 8354 neue Fälle binnen 24 Stunden und damit 1506 weniger als am Vortag. Außerdem wurden 551 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, fünf weniger als tags zuvor, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - sank dem RKI zufolge auf 60,1, nachdem es am Vortag noch 62,2 waren.

13.2.2021 • 04:21 Uhr

Juso-Vorsitzende: Länder sollen auf Zentralabitur verzichten

Wegen des Unterrichtsausfalls in der Corona-Pandemie hat die Juso-Chefin Jessica Rosenthal die Länder dazu aufgefordert, auf das Zentralabitur zu verzichten und stattdessen den Schulen die Prüfungsaufgaben zu überlassen. "Das Zentralabitur muss für ein bis zwei Jahre ausgesetzt werden", sagte die Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation der "Augsburger Allgemeinen". Die Schulen hätten wegen der unterschiedlichen Situation vor Ort auch unterschiedlich viel Lernstoff geschafft. Man könne nicht den Ausnahmezustand der Pandemie beklagen "und gleichzeitig sagen, die Schüler sollen gefälligst das gleiche Abitur wie in den Jahren zuvor schreiben", so Rosenthal. Das sei ungerecht. Sie traue den Lehrkräften zu, weiterhin eine gewisse Vergleichbarkeit der Prüfungen zu erhalten. "Bei mündlichen Prüfungen schaffen wir das ja auch."

13.2.2021 • 04:04 Uhr

Britische Corona-Variante in mehr als jeder vierten Probe in Dänemark

Die zunächst in England aufgetretene Variante des Coronavirus findet sich in Dänemark mittlerweile in mehr als jeder vierten analysierten Corona-Probe. Das geht aus vorläufigen Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervor. Demnach wurde die Variante B.1.1.7 in 28,5 Prozent der bis Freitag sequenzierten Stichproben aus der ersten Februar-Woche nachgewiesen. Zum Vergleich: In der Woche davor lag der Anteil noch bei vorläufig 20,3 Prozent, zum Jahreswechsel lediglich bei 2,1 Prozent. Die Zahlen werden laufend aktualisiert und können sich somit noch ändern.

Erstmals war die britische Virus-Variante in Dänemark in Stichproben vom 14. November nachgewiesen worden. Laut SSI herrscht Einigkeit darüber, dass die Mutante ansteckender ist als andere Typen des Coronavirus Sars-CoV-2. Die Sorge vor Varianten wie dieser ist auch der Hauptgrund dafür, warum beim nördlichsten deutschen Nachbarn trotz rückläufiger Corona-Zahlen weiter strikte Lockdown-Maßnahmen gelten. Bisher wurde B.1.1.7 bei 1859 Menschen in Dänemark nachgewiesen. Sie wurde in 5,4 Prozent der bisher sequenzierten Stichproben entdeckt. Das SSI schätzt, dass B.1.1.7 vermutlich noch im Laufe des Februars die dominierende Virus-Variante sein wird.

13.2.2021 • 03:25 Uhr

Bundesarbeitsagentur: 4500 Helfer für Schnelltests vermittelt

Knapp 4500 freiwillige Helfer hat die Bundesagentur für Arbeit bisher für Corona-Schnelltests in Altenheimen an die Kommunen vermittelt. Das teilte eine Sprecherin der Behörde der "Rheinischen Post" mit. Der Bedarf der Kommunen sei aber noch deutlich größer, hieß es. Die Corona-Schnelltests, die die 4519 freiwilligen Helferinnen und Helfer unter anderem durchführen sollen, sollen in den Heimen deutlich intensiviert werden. Die Freiwilligen erhalten den Angaben zufolge 20 Euro pro Stunde und können bei der Vermittlung drei bevorzugte Einsatzorte nennen. Die Arbeitsagentur hat eine Hotline und eine Internetseite eingerichtet, um freiwillige Helfer für die Corona-Schnelltests in den Heimen zu gewinnen.

13.2.2021 • 03:16 Uhr

Heil will Entscheidungen bei nächstem Corona-Gipfel

Wenige Tage nach den Bund-Länder-Beratungen fordert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil baldige Beschlüsse für einen Ausstieg aus dem Lockdown. "Beim nächsten Gipfel muss es dann auch zu Entscheidungen kommen", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs hätten vereinbart, "dass Bund und Länder bis zum nächsten Gipfel eine Öffnungsstrategie entwickeln". Der nächste Corona-Gipfel wurde für den 3. März angesetzt. Zwar warnte auch Heil angesichts der Gefahr durch Mutationen vor verfrühten Lockerungen; man müsse Schritt für Schritt aus dem Lockdown kommen. "Aber klar: Ich kann den Unmut und die Ungeduld verstehen", sagte er.

13.2.2021 • 02:58 Uhr

Modehandel rechnet nach Öffnung mit starken Rabatten

Im deutschen Modehandel winken den Verbrauchern nach dem Ende der Corona-bedingten Schließung der Geschäfte starke Preisnachlässe. "Bei vielen Waren wird es 80 bis 90 Prozent Rabatt geben, damit die aufgestaute Ware noch verkauft werden kann", sagte der Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband des Textileinzelhandels (BTE), Rolf Pangels, der "Rheinischen Post". Auch der Verkauf der Frühjahrsware werde wahrscheinlich mit hohen Nachlässen verbunden sein. "Das belastet uns das ganze Jahr", sagte Pangels.

13.2.2021 • 02:31 Uhr

Britische Minister rufen über 70-Jährige zur Impfung auf

Britische Minister und Pflegepersonal beteiligen sich an diesem Wochenende an einer großangelegten Aktion, um ältere Menschen zur Corona-Impfung zu bewegen. "Es ist so wichtig, dass jeder, der über 70 und noch nicht geimpft ist, sich an diesem Wochenende bei der Allgemeinen Gesundheitsbehörde meldet", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Fast 30 Minister wollen Impfzentren besuchen - etwa in Sportstadien und Kirchen. Dort soll zum Impfen aufgerufen werden.

13.2.2021 • 02:06 Uhr

Seehofer weist Kritik an Grenzkontrollen zurück

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Kritik aus Brüssel an den Grenzkontrollen entlang der tschechischen und österreichischen Grenzen erneut scharf zurückgewiesen. "Jetzt reicht's! Die EU-Kommission hat bei der Impfstoffbeschaffung in den letzten Monaten genug Fehler gemacht", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Die EU-Kommission sollte uns unterstützen und nicht durch wohlfeile Hinweise Knüppel zwischen die Beine werfen." Angesichts neuer Einreisebeschränkungen aus Tschechien und Tirol hatte die EU-Kommission Deutschland aufgefordert, Ausnahmen etwa für Pendler zu gewähren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Februar 2021 um 20:00 Uhr.